All language subtitles for Die.todliche.Maria.1993.1080p.AMZN.WEB-DL.DDP5.1.H.264-ETHiCS

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Original subtitles

(Stöhnen und Keuchen)

(Maria) Die Heizung hat wieder zu früh abgeschaltet.

Das Bett war ein bisschen klamm.

Heinz hatte eine Gänsehaut.

Ich hab diesmal den Kronleuchter angeschaut.

Ich weiß immer noch nicht wie,

aber es klappt immer...

... besser.

Heute Morgen war wie immer.

(Uhr tickt laut)

(Wecker klingelt)

Der Mann von gegenüber kam heute etwas früher.

Dafür hat er länger zu mir hergeschaut.

Ich wüsste so gern, wie er heißt.

(Wasserkessel pfeift)

Ich kann Dienstage nicht ausstehen.

Kommst du heute später? - Heute ist Dienstag, weißt du doch.

Stellst du mir was warm? - Weißt du doch.

Wenn er nach Hause kommt, wird er wieder schlechte Laune haben.

(Vater ruft) Maria!

Maria!

Wo bleibst du denn?

Ich muss raus.

Ich muss endlich deinen Schlafanzug waschen, Papa.

Den wechsle ich, wenn's mir passt.

Na gut.

Fertig!

Morgen... morgen wieder.

Ich bleibe heute im Bett.

Du musst dich bewegen, Papa. Dein Rücken geht sonst...

Ich bleibe heute im Bett, sag ich!

Gut so?

(TV) Three, two, one! Heute gibt es für amerikanische und japanische Freizeitparks

computeranimierte Abenteuerfahrten, so genannte "Rides".

Der zahlende Besucher erlebt diese riskanten Fahrten hautnah

auf sich bewegenden Sitzen.

What's wrong with unusual?

Wow! What was that?

Was ist? Gibt's heute kein Frühstück?

Es war schön heute draußen.

Die Luft ist so kühl.

Die vielen Menschen haben mich nicht gestört.

Ich versuche, mein Herz klopfen zu hören, aber meine Schritte sind zu laut.

19,76.

780.

(TV)... sozusagen pur aus der Natur

erhalten die Kurgäste Freiluftinhalationen am Gradierwerk.

Die durch ein Reisiggeflecht laufende Sole

wird in feinsten Tröpfchen zerstäubt und eingeatmet.

So schaffen die Salze auf natürliche Basis Abhilfe beim Atmen und...

Willst du nicht wenigstens eine halbe Stunde aus dem Bett kommen?

Du darfst nicht die ganze Zeit liegen.

Weißt du doch, dein Fleisch, deine Haut, das muss atmen.

Komm. Ich schiebe dir den Stuhl ans Fenster und mache dir einen Tee.

Dann muss ich dich wenigstens umdrehen.

Dann kann ich wenigstens endlich deinen Schlafanzug waschen.

Findest du das lustig?

Nein. - Findest du das lustig?

Nein. - Warum nicht? Es ist doch sehr lustig!

Au, du tust mir weh! Es ist nicht lustig! Es ist nicht lustig!

(Maria summt)

(Telefon klingelt)

Schmitt. - Ich...

Es tut mir leid. Mein Name ist Dieter Pohlmann. Wie heißen Sie bitte?

Was? - Ich meine, ich rufe an, weil...

Sind Sie die Dame aus dem Vorderhaus 3. Stock?

Ja. - Das ist... Schmitt, ja. Schmitt.

Ich meine, das ist nicht Ihr vollständiger Name, nein?

Mein vollständiger Name? -Ihren... Ihren Vornamen, den bräuchte ich, ja.

Mit wem spreche ich bitte? - Ach, Verzeihung. Ich heiße Pohlmann.

Dieter Pohlmann. Hinterhaus, erster Stock. Wir sehen uns immer...

Ich meine, Sie haben vorhin aus dem Fenster... Ich rufe an, weil...

Sie haben doch auch ein Problem, ich meine mit der Heizung...

Maria.

Bitte? - Maria. Mein Vorname.

Maria.

Sie wollten gerade etwas sagen. - Was?

Sie wollten gerade etwas sagen.

Die Heizung. -Die Heizung? Die Heizung ist defekt, seit über einem Jahr.

Ich dachte daran, eine Beschwerde an die Hausverwaltung zu richten

und wollte alle Bewohner des Hauses um Unterzeichnung bitten.

Hallo? Sind Sie noch da? - Ja.

Wissen Sie, hier im Hinterhaus ist das alles noch ein bisschen unangenehmer.

Mit der Kälte, meine ich. - Natürlich.

Also, wenn Sie nichts dagegen haben... Ich dachte, ich komme kurz vorbei und...

Nein!

Das geht nicht.

Nicht? - Nein.

Ich komme. -Ach so. Ja, ja, natürlich. Gern, danke. Ich meine...

Selbstverständlich. Wann? - Was?

Wann?

Morgen. Morgen Vormittag.

Ja, äh... warum nicht? Ja, ich hab morgen sowieso frei. Natürlich.

Äh... also dann, bis morgen.

Cognac? - Nö.

Ich brauche Geld. - Was?

Du hast mich verstanden. Ich brauche Geld.

Ich weiß genau, dass du was zur Seite gelegt hast. Ich brauche es.

Ich...? - Tu nicht so. Wo ist es?

Du hast wieder alles beim Pokern verloren?

Was geht dich das an? Wie viel hast du?

Ich hab kein Geld. - Du lügst.

Ich weiß genau, dass du beim Einkaufen immer was zurückbehältst.

Ich hab die Quittungen durchgeguckt. - Das stimmt nicht. Ich geb dir immer alles zurück.

Lüg mich nicht an. Wo ist es?

Ich hab kein Geld, wirklich. - Maria.

Maria. - (Vater ruft) Maria!

Ich muss.

Was ist?

Mir ist kalt.

Du hast noch was vergessen. - Was denn?

Du hast ja gar nichts gegessen. - Zu zäh.

Entschuldigung. Soll ich dir was anderes bringen?

Vergiss es.

Nacht.

Er hat es nicht gefunden.

Ich wusste, es ist ein gutes Versteck.

Ich hasse es, wenn er meine Sachen anfasst.

Tschüs.

Gleich gehe ich zu ihm.

Ich weiß gar nicht, was ich anziehen soll.

Warten Sie, warten Sie!

Ich bin da. - Ich wollte... Ich wusste nicht.

Wollen Sie nicht reinkommen?

Bitte.

Bitte schön.

Danke.

Kaffee?

So ruhig. - Bitte?

Es ist schön ruhig hier.

Entschuldigen Sie, ich habe so selten Besuch, ich meine...

Ich habe meistens so viel zu tun, dass ich nicht dazu komme...

Ich meine, Bekannte zu treffen und... - Ich meinte Ihre Wohnung.

Ach so. - Sie liegt zum Garten hin. Wir haben ja die Straße vorm Fenster.

Sie lesen viel? - Ja.

Nein, eigentlich nicht. Ich werte aus.

Ich sammle alles, was veröffentlicht wird und dann archiviere es in einem Buch.

Sie schreiben ein Buch? - Nein, ein Lexikon.

Nachschlagewerk. Ich liste alle Personen auf, die einmal etwas geschrieben haben

und wo man es nachlesen kann.

Warten Sie.

Sehen Sie. Hier ist der Name

und da kann man nachlesen.

Das haben Sie alles geschrieben?

Ich schreibe ja nichts. Ich mache nur die Listen.

Und das machen Sie ganz allein? Das dauert ja ewig!

21 Jahre. Leider bin ich erst bei "P". Ich schaffe nur 3 Buchstaben in 4 Jahren.

Wenn ich bei "Y" bin, werde ich pensioniert werden.

Außerdem muss ich ja tagsüber in den Verlag.

Plätzchen? - Nein, danke.

Die sind wirklich gut. Die hat meine Mutter gemacht.

Ihre Mutter? - Sie schickt sie mit der Post. Zweimal im Jahr.

Und Ihre Mutter? Ich meine, lebt sie hier in der Stadt?

Meine Mutter?

Verzeihen Sie, ich wollte nicht... - Meine Mutter ist gestorben.

Oh, das... - Als ich zur Welt kam.

Sie meinen, bei Ihrer Geburt?

Das ist ja schrecklich. Ich meine...

Schrecklich, ja.

Das ist sicherlich schwer zu verkraften... - Was?

Dass man... ohne dass man was dafür kann...

Was denn?

Nun, wie soll ich sagen? Ohne dass man was dafür kann,

Schuld hat.

Schuld an was?

Nein, ich meine ja nur...

Verzeihen Sie. Das geht mich doch gar nichts an. Vergessen Sie's.

Wissen Sie, ich hab Sie beobachtet, von hier unten.

Nachmittags sitzen Sie immer am Fenster und rauchen eine Zigarette.

Entschuldigung, aber ich muss jetzt gehen. - Warten Sie! Ich wollte nicht, dass Sie...

Entschuldigen Sie. Auf Wiedersehen. - Ich wollte doch nicht, dass Sie...

Mir war so heiß plötzlich.

Wieso hatte ich denn Angst?

Maria?

Maria!

Ist gut, alles klar! Ich hab sie wieder!

(Herztöne)

(schnelle Herztöne)

(Baby schreit)

Ihre Frau... Wir haben sie verloren.

Es tut mir leid. Aber das Kind lebt.

(Baby weint)

Hilf mir.

(Vater) Maria!

Maria!

Was soll der Lärm? Maria!

Schon gut, mir ist nur was runtergefallen!

"Lieber Fomimo! Heute ist Lydia weggegangen und hat dich bei mir gelassen.

Jetzt kann ich ihr nichts mehr erzählen. Also schreibe ich dir einen Brief."

"Ich werde dir alles schreiben. Du bist jetzt mein einziger Freund.

Ich muss jetzt ins Bett. Gute Nacht, Fomimo. Deine Maria."

Ich konnte nicht schlafen heute Nacht.

Dann hab ich Geräusche gehört bei Papa.

Ich hab gedacht, vielleicht ist er krank.

Aber er hat nur schlecht geschlafen, glaube ich.

Was ist das? Hm?

Was ist das? - Die Seife.

Was hab ich dir gesagt?

Was hab ich zu dir gesagt?

"Ein Haus ohne Seife... - ... ist das Haus armer Leute!"

Heute Abend kommt Besuch! Soll ich meinem Besuch

dieses lächerliche Stück Seife vorsetzen? - Ich hole schnell welche.

Sonntag. Es ist Sonntag! Muss ich dir alles zehnmal sagen?

Du bleibst heute in deinem Zimmer. - Darf ich mir nicht den Kinderquiz

im Radio anhören?

Willst du lieber in die Kammer?

(Maria summt)

(Geräusch an der Tür)

Ich konnte nicht einschlafen.

Ich dachte an die Schule...

(Lehrerin) ... diesen Brief des Hernán Cortés

vom 30. Oktober 1520.

Die Hauptstadt... -Heute hat die Frau Dahlbach mit mir geschimpft,

weil ich wieder nur auf die Luft gehört habe, die bei mir rein- und rausging.

... Sie sind etwa zwei Lanzen breit. An einem der Dämme...

(Lehrerin spricht weiter, kaum hörbar)

Maria! Aufwachen, Kindchen!

Würdest du liebenswürdigerweise meine Frage beantworten?

Ich hab die Frage leider nicht verstanden.

(Schüler lachen)

(gespenstisches Schreien)

"Heute kam ein Brief von Frau Dahlbach. Ich weiß nicht, was drinstand,

aber Papa war wütend."

So ein Brief kommt mir nicht mehr ins Haus, ja?

Ach, Maria.

Mach doch bitte das Radio an.

(Radio)... weil ich arbeitslos bin. - Ja, Hendemann.

Sind Sie aber denn noch Musiker? - Ja. Ich "sind" noch Musiker.

(Gelächter aus dem Radio)

Das heißt, ich "sind" es auch wieder nicht, denn wenn ich war, kann ich nicht "sind".

(Lachen)

"Sein"!

"... Oder nicht sein, das ist hier die Frage."

Kotelett. (lautes Lachen)

"Hamlet"!

Hammelkotelett. (Lachen)

(Lied aus dem Radio)

Hallo?

(Vater) Maria!

Maria! Wer war denn das?

Niemand. - Was?

Niemand!

Geh du, ja?

Junge, Junge... - Zwei.

Zwei Stück? - Kinder, Kinder! Heute wollt ihr's aber wieder wissen!

Ja. Mir reicht's.

Bin draußen. - Zehn.

Aber... Aber ja. Los.

Und? Aufdecken! - Zeig doch mal.

Fomimo, ich hab solche Angst. Ich hab eine schreckliche Krankheit.

(Vater) Kindchen, was ist denn? Wir haben Hunger! - Ich komme gleich!

He! He, Maria, komm!

Setz dich ein bisschen zu uns. Komm.

Was ist denn?

Warum bist du denn so scheu heute, hm? Liebes?

Prachtstück.

Ich dachte die ganze Zeit nur: "Lieber Gott, bitte lass es sie nicht merken."

Und dieser Heinz hat mich die ganze Zeit angestarrt.

Ewig hat es gedauert. Ich wäre fast gestorben.

Komisch. Letzte Woche hab ich geträumt, ich würde sterben.

Es war gar nicht so schlimm. Ich bin einfach... gefallen.

Ganz tief, ganz lange.

Am Anfang war mir schwindelig.

Aber dann war es eigentlich ein schönes Gefühl.

Wohin kommt man, wenn man tot ist?

Was?

Na, wenn man stirbt.

Was weiß ich? Ins Paradies.

Will ich doch hoffen für deine Mutter.

Ins Paradies?

Was macht man denn im Paradies?

Auf jeden Fall nicht mehr arbeiten.

Du hast doch jetzt das Paradies, hm? Keine Schule mehr. Keine Sorgen.

So schön wie du will ich's auch mal haben.

Was mache ich denn jetzt ohne Schule?

Jetzt lerne erst mal vernünftig den Haushalt zu führen.

Später dann besorge ich dir über die Firma eine schöne Heimarbeit.

Stellst vielleicht Fragen.

Und denk daran: Stromabrechnung und Müllabfuhr.

Fomimo.

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

Da kam dieser Junge. Aus meiner früheren Klasse.

(Türklingel läutet)

Hallo? - Ja, hallo? Ich soll hier was abgeben.

Ach, du bist's. Hier, die Einladung zur Abschlussfeier von der Schule.

Kenne ich dich? - Mann, wir waren in einer Klasse. Nimm schon.

Jürgen? Bist du jetzt bei der Post?

Nee, nee. Die blöde Dahlbach hat mich zu dem Scheiß verdonnert.

Damit ich wenigstens zum Abschied mal was Positives für die Klasse tue.

Bist du allein? - Mein Vater kommt gleich von der Arbeit nach Hause.

Haste mal was zu trinken? Ich verdurste.

Redest nicht gern, was?

In der Schule hab ich kein einziges Wort von dir gehört.

Hast du eigentlich einen Freund?

Hätte mich auch gewundert.

Du hast bestimmt noch nie einen geküsst, stimmt's?

Küssen ist Kunst. Willst du Künstlerin werden?

Du musst den Mund aufmachen. Und die Augen zu.

Verzieh dich!

(Jürgen) Du hast sie wohl nicht alle? Arschloch!

Kannst für dich behalten, deine Tochter! Ganz für dich alleine!

(dumpfer Aufprall)

Papa?

Papa?

(Krankenwagensirene heult)

Fräulein Jacobs?

Fräulein Jacobs. Ihr Vater hatte einen Schlaganfall.

Wissen Sie, was das heißt? Er wird durchkommen.

Ich kann Ihnen nur nicht sagen, welche Folgeschäden.

Es war ein schwerer Anfall. Ich gehe davon aus, dass er eine teilweise,

vielleicht sogar vollständige Lähmung davonträgt.

So, nun... Na bitte, na bitte. Das geht doch schon.

Seien Sie froh, dass Sie den linken Arm noch haben.

Und Ihre Tochter kümmert sich ja. Also, alles Gute, Herr Jacobs.

Na ja. Du schaffst das schon. Tschüs.

Maria!

Ich muss auf... Ich muss auf die Toilette.

Au!

Das Ding hat eine Bremse!

Weiter, mach.

Na, mach endlich! Das hat die Ziege dir doch erklärt vorher.

Ich sage dir Bescheid, wenn ich fertig bin.

Verschwinde!

Wie soll ich denn scheißen mit der eigenen Tochter vor der Nase?

Gut so?

Nein.

Ich... Ich lasse mich nicht fertig machen.

Glaub ja nicht, dass alles wieder gut ist.

Ich hab's nicht vergessen. - Was denn?

"Was denn"?

Spiel du nicht die Harmlose.

Lauf... nur weg.

Lauf nur weg!

(Vater) Maria!

Maria!

Heute Abend kam Heinz schon wieder. Aber diesmal war's anders.

Tag.

Gut siehst du aus.

Eure Uhr geht vor. Genau... zweieinhalb Minuten.

Ich dachte, irgendwas stimmt nicht.

Und? Wie geht's ihm?

Vergiss nicht, Heinz, das ist eine Eigentumswohnung.

Bezahlt.

Du setzt dich sozusagen ins gemachte Nest.

Mach dir mal keine Gedanken.

Maria.

Heinz will uns ein Angebot machen.

Willst du, dass ich wieder glücklich werde?

Ja.

Er möchte dich bitten, seine Frau zu werden.

Seine Frau?

Was ist denn hier los?

Was hier los ist, will ich wissen!

Wo ist mein Abendessen?

Wo ist mein Geld?

Dein Geld? Ich höre wohl schlecht.

Ich möchte bitte zu Abend essen.

Was ist mit deinem Vater?

Was soll denn sein? - Wieso ist die Tür zu?

Es zieht ihm zu sehr.

Ich gehe gleich mal hoch.

Beeil dich! Ich hab Hunger.

Papa...

Geh.

Geh, verschwinde!

(Wecker klingelt)

(Wasserkessel pfeift)

Wo kommt denn der ganze Papierkram her?

Es sind alte Sachen. Ich räum's gleich weg.

Vielleicht sollten wir mal zusammen wieder ausfahren?

Ans Wasser oder so.

(Türklingel ertönt)

Hallo. Ich wollte... - Augenblick.

Moment. Augenblick...

Sekunde.

Hallo, guten Morgen. Wollen Sie nicht reinkommen?

Ich störe nicht? - Nein, nein, überhaupt nicht. Ich meine, überhaupt nicht.

Ich wollte mich nur entschuldigen wegen gestern. - Ach so.

Aber das war doch nichts. Ich meine... ich meine, nicht so schlimm.

Ich war nur etwas besorgt, weil Sie...

Trinken Sie Kaffee?

Ich meine, jetzt mit... mit mir?

Kein Foto heute?

Hat es Ihnen gefallen?

Wissen Sie... - Gut?

Bitte? - Die Plätzchen.

Ach so. Ja, lecker. - Verzeihen Sie.

Was? - Sie wollten gerade etwas sagen. Ich hab Sie unterbrochen.

Ich wollte sagen, dass es mir wieder eingefallen ist. - Was?

Das mit meiner Mutter und alles. - "Alles"?

Ja. Sie haben gestern nach meiner Mutter gefragt.

Und da ist mir wieder eingefallen, dass ich lange nicht mehr darüber nachgedacht hab.

Nicht nur über meine Mutter. Über alles... ... Nicht nur über meine Mutter. Über alles.

Ich hab einfach nicht mehr daran gedacht. ... Bei uns zu Hause, ich habe...

Ich hab nicht mehr daran gedacht. Sie sind alleine mit Ihren Büchern. Es fragt ja keiner.

Bei uns zu Hause wird nicht so viel geredet. Aber mit Ihnen ist es etwas anderes.

Ich hab mich immer gefragt, was machen Sie eigentlich, wenn Sie morgens wegfahren.

Jetzt weiß ich, was Sie machen. Ich hab Sie oft beobachtet. Deshalb fragen Sie mich so was.

Ich hab mich immer gefragt, was machen Sie eigentlich, wenn Sie morgens wegfahren.

Na ja, und jetzt weiß ich, was Sie machen. - Ich schreibe nicht. Ich dichte nichts.

Ich erfinde nichts. Ich sammle.

Ich weiß.

Ich auch.

Ach ja? Was denn?

Nichts Besonderes. Insekten zum Beispiel.

Schmetterlinge.

Insekten. Ganz normale.

Wollen Sie sehen, was ich sammle?

(nur Musik zu hören)

Listen.

Ihre Listen sind toll.

Sie finden das nicht... langweilig? Ich meine...

Im Gegenteil. Ich beneide Sie, dass Sie alle diese Listen machen müssen.

Ich könnte es gar nicht, weil ich wüsste ja nicht, wozu.

Was Sie machen, ist so... sinnvoll.

Und Sie?

Was?

Ich meine, was machen Sie?

Ich weiß nicht.

Nichts weiter.

Ich bin...

Hausfrau.

Und was ist mit Ihrem Mann?

Was?

Ich meine, wo ist er gerade?

Ich weiß nicht. Weg.

Ich muss gehen.

Ich muss gehen.

(Donnern)

Weißt du, wie spät es ist?

Was ist hier los? Wo kommst du denn her um diese Zeit?

Na komm, red schon.

Ich war im Hinterhaus, wegen der Heizung. - Wegen der Heizung?

Die wollen eine Beschwerde machen. Ich sollte unterschreiben. - Jetzt um diese Zeit?

Wie siehst du überhaupt aus? Was ist das für ein Kleid?

Das hast du mir mal geschenkt.

Pack die Stullen weg, ich hab schon gegessen. Gib sie deinem Vater.

So sieht's hier nicht noch mal aus, wenn ich nach Hause komme.

(Wecker klingelt)

(Wasserkessel pfeift)

Weiß nicht, was mit dir los ist, aber es gefällt mir nicht.

(Telefon klingelt)

Hallo?

Ach so, guten Tag. Nein, er ist nicht da.

Ich weiß es nicht.

Vielleicht, ja. Es tut mir leid.

Auf Wiederhören.

(Telefon klingelt)

(Telefon klingelt immer noch)

Hallo.

Komm doch rein.

Willst du einen Kaffee?

Mach doch bitte die Tür zu, es zieht sonst so.

Ist keiner da? Ich meine, bist du allein?

Gehen wir ins Wohnzimmer.

Setz dich doch.

Ich habe angerufen, mehrmals. Ich wusste nicht, ob...

Ich bin früh zu Bett gegangen gestern.

Ich hab geträumt. Von dir.

Ach ja?

Was denn?

Von deinem Gesicht.

Vom Küssen.

Willst du meine Insekten sehen? - Was?

Meine Sammlung. - Ach so. Ja, gern.

Ich sammle schon seit sehr langem. Aber nur die, die ich selber gefangen habe.

Ich hab sie nach Gattungen und die Gattungen nach Größe geordnet.

Das ist albern, nicht?

Du findest es albern. - Nein.

Nein, ich meine, ihr habt ja... ihr habt ja eine ganze Menge davon hier.

Ja.

Das ist neu.

Der Kaffee!

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