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Original subtitles

OHNE ENDE

Das Gespr�ch wird abgeh�rt...

Sieben Uhr vierzehn Minuten.

Ich bin gestorben.

Vor vier Tagen.

Wie jeden Morgen stieg ich ins Auto.

Ich wartete auf Ula und Jacek.

Der Motor lief, das Radio sagte ein Tief voraus.

Pl�tzlich f�rchtete ich mich vor einem Stich im Herzen.

Doch es tat nicht weh, ich hatte nurAngst davor.

Ich atmete tief ein.

Das war's.

Ich fragte mich, ob aus den Melonen auf dem Balkon etwas wird.

Ula und Jacek verlie�en das Haus. Jacek machte den Schulranzen zu.

Ula ging zum Auto. Ich fing an, mich von ihr zu entfemen.

Ich sah, dass sie die T�r nicht aufbekam.

Ich sah das alles irgendwie von oben.

Es wunderte mich, dass ich alles von oben sah.

Ich sa� doch die ganze Zeit im Auto.

Ich f�hlte mich wohl.

Ganz ruhig.

Es war still,

obwohl Ula wahrscheinlich geschrien hat.

Von der ersten Zigarette hatte ich keine Kopfschmerzen.

Ich sp�rte die schweren Schl�ssel nicht,

die immer in meiner Tasche waren.

Ich dachte kurz,

dass ich zu mirzur�ckkommen k�nnte, wenn ich wollte.

Aufstehen und Jacek in die Schule bringen.

Aber so wie es war, war es viel besser.

Ich sah zu, wie sie mich anzogen und den Sarg schlossen.

Erst dann begriff Jacek, was wirklich passierte.

Er fing an zu weinen.

Es warkalt.

Jacek hatte blaue H�nde.

Aber er sch�mte sich, sie in die Taschen zu stecken.

Ich ging zur�ck nach Hause. Es war noch niemand da.

Auf dem Tisch lagen Dareks Prozessakten.

Schade, dass ich vor Gericht nicht dabei sein werde.

Ula und Jacek sah ich erst,

als sie von der Beerdigung kamen.

Sie schliefen zusammen auf Jaceks schmalen Bett ein.

Jacek hielt sie lange im Arm.

Nachts wachte sie auf und ging in ihr...

Ula? Hier ist Tomek.

Ich bin gerade in Warschau gelandet.

Wo bist du? - Auf dem Flughafen.

DerAnwalt ist noch zu Hause? - Er ist nicht da.

Es ist erst halb acht. Habt ihr euch etwa scheiden lassen?

Ist das der Wecker?

Da rufe ich ja im richtigen Moment an.

Antek ist gestorben.

Gestern war die Beerdigung.

Ruf sp�ter an.

Ich m�chte nicht, dass du es deinen Freunden erz�hlst.

Werde ich nicht.

Gleich nach der Schule komme ich heim.

Sei zu Hause. Dann treffen wiruns.

Ja, bitte?

Frau Zyro?

Ja.

Es geht um meinen Mann.

Ich muss Sie sprechen.

Wer sind Sie? - Die Frau von Darek.

Lhr Mann hat meinen Mann verteidigt. Sie haben sicher davon geh�rt.

Unterbrich es! - Das ist ein politischer Prozess.

Ich muss sie dringend sehen.

Bitte rufen Sie die Kanzlei an.

Ich kenne mich damit nicht aus.

Ich muss alle Akten der Kanzlei geben.

Es geht eben um die Akten...

Nein, es geht um Biologie...

Jemand ist in der Leitung.

Wollen Sie zu mir?

Ich habe heute fr�h angerufen. Wir wurden unterbrochen.

Sylwia, wach auf!

Ich habe etwas Milch mitgebracht.

Bitte, treten Sie ein.

Was wollen Sie?

Ich brauche die Akten.

Welche Akten?

Vom Prozess meines Mannes.

Ich kann sie Ihnen nicht geben.

Warum wollen Sie mir nicht helfen?

Sie sind f�r den Anwalt,

der den Prozess �bemimmt.

Ich kann das nicht tun.

Wissen Sie nicht, dass Akten verschwinden?

Sie werden kommen und sie mitnehmen. Das merken Sie nicht mal.

Das interessiert Sie gar nicht.

Sylwia, komm!

Warten Sie!

Sie sagten, dass es ein politischer Prozess ist.

Ja, politisch.

Das sollte man nicht tun, aber wenn die Akten hier sind...

Ich kann sie Ihnen zeigen.

Mag sie etwas trinken oder spielen?

Nein, sie soll zuh�ren. Sie h�rt gerne den Erwachsenen zu.

Ich kann nichts finden.

Wonach suchen Sie?

Ich wei� es selber nicht... Hierist nichts.

Worum ging es eigentlich? - Um einen Streik.

Er organisierte den Streik.

Wer wird das jetzt �bemehmen?

Vielleicht so jemand wie ihr Mann?

So eine Person kenne ich nicht.

Obwohl...

Antek hat fr�her bei einem alten guten Anwalt gearbeitet.

Alt? - Ja.

Er war auf der Beerdigung. Erhei�t Labrador.

Vielleicht.

Hier ist eine Anwaltsliste. Vielleicht steht er drin.

In der Vierten Kammer wird Ihnen alles gesagt.

Ich wei� geme, werbei der Verhandlung der Vorsitzende ist.

Ich danke Ihnen.

Verzeihen Sie mir. Worum geht es?

Die Frau von Anwalt Zyro sagte,

dass Sie viele Leute rausgeholt haben,

dass Sie helfen k�nnen.

Wenn Sie wollen. - Das waren andere Prozesse.

Den letzten politischen Prozess

f�hrte ich 1952.

Todesstrafe.

Danach nie wieder.

Jetzt mache ich Kriminalsachen.

Zaleska wird nicht aussagen.

Warum?

Sie ist im Ausland. Es ist unklar, wann sie zur�ckkommt.

Sofort ins Gef�ngnis und keine Aussagen.

Nimm ein Taxi. Das Geld bekommst du sp�ter.

Sehen Sie, Schmugglerei, dass kann ich.

Aber diese Dinge...

Das mache ich nicht mehr. - Haben Sie von dem Prozess geh�rt?

Das sind schwierige Verfahren.

Sie stellen den alten Mann vor eine schwere Wahl.

So sind die Zeiten.

Man muss sich entscheiden.

Was f�r Zeiten wirhaben, wei� ich sehr wohl.

Aber was soll man machen?

Wie sp�t ist es?

Viertel nach eins.

Verdammt nochmal!

Meine Uhr!

Sie ist stehen geblieben. Wissen Sie, woherich sie habe?

Antek schenkte sie mir,

nachdem er das Referendariat gemacht hat.

Verschieben wir das auf morgen.

Rufen Sie mich an.

Guten Tag.

Haben Sie schon geh�rt? - Was denn?

Es ist endg�ltig.

Mit 7o ist Schluss.

Ist es beschlossen?

Das wird es, da bin ich sicher.

Wir sind erledigt!

Was soll man machen...

Wissen Sie es schon?

Man rei�t die Roben von den buckeligen R�cken.

Wir arbeiten bis Ende des Jahres und dann:

Raus!

Ich habe es schon geh�rt.

Vielleicht sollte man zum Schluss noch etwas herumstochern

in dieser Scheinwelt.

Ein Endspiel. - Bitte?

Die Menschen dribbeln manchmal...

Sie brauchen nicht anzurufen.

Ich werde den Prozess �bernehmen.

Haben Sie morgen um 16 Uhr Zeit?

Sprichst du mit jemandem?

Nein.

Ich wollte irgendwo anrufen, aber ich habe vergessen wo.

Suchst du etwas? - Nein.

Ich schaue mich um, ich mache Ordnung.

Ein Mann hat angerufen.

Mit einem komischen Namen...

Labrador.

Erfragte nach einer Mappe oder nach Akten.

Ich wei�.

Sp�ter mache ich das Licht bei dir aus.

Jacek? Gute Nacht.

Gute Nacht, Mama.

Er sa� schon am Steuer.

Ich kam sp�ter. Ich habe noch telefoniert.

Vielleicht war erw�tend. Wenn ich fr�her gekommen w�re...

Nein, es war das Herz.

Ja, aber warum passierte es gerade in diesem Moment?

Du h�ttest nicht helfen k�nnen.

W�re ich nur da gewesen.

Denke nicht daran.

Und woran soll ich denken?

Du bist Mitte Drei�ig.

Du hast einen tollen Sohn, du �bersetzt gro�artig.

Du kannst alles.

Ula...

In der letzten Zeit seid ihr euch nicht so nah gewesen.

Nein. Aber jetzt ist mirklar, dass wir es waren.

Kannst du das verstehen?

Aber er ist nicht da.

Tomek, vor zehn Jahren wart ihr gute Freunde.

Sp�ter auch.

Ja, aber als wir uns damals kennengelemt haben...

Hast du...

von meinem Fotos gewusst?

Die Nacktfotos? Er erz�hlte es mir.

Hat er sie dir gezeigt? - Nein.

Woherwusste er davon?

Eine "wohlwollende" Person hat sie ihm geschickt.

Ich habe sie gestem gefunden.

Er hat mein Gesicht rausgeschnitten.

Erwusste, dass ich Stadtf�hrerin war. Ich brauchte das Geld.

Ich h�tte es ihm erkl�rt.

Warum hat er nichts gesagt?

Warum hat er mein Gesicht rausgeschnitten?

Hat er viele solche Prozesse gef�hrt?

Ja, in der letzten Zeit schon.

Was ist das? - Ein Kassiber.

Die Frau von diesem Jungen war hier.

Sicherhat sie das gesucht.

HerrAnwalt, ich freue mich,

dass sie mich verteidigen werden.

Sie sind jung und sie verstehen mich.

Das erste Mal in diesem Monat.

Sie haben Recht, ich muss zu den Menschen zur�ck,

aber ich m�chte die W�rde bewahren.

Ich werde mich an lhre Anweisungen halten.

Ich werde nicht politisieren.

Ich sperre mich nicht dagegen, dass ich im Streik wichtig war.

Man vertraute mir, obwohl ich nicht in der So/idarnoscwar.

Ich wollte streiken, weil man die Dinge regeln musste.

Doch die Krawalle und Besch�digungen wollte ich nicht.

Ich mache mir Sorgen um meine Familie.

Sagen Sie Joanna, sie soll das Kind nicht zum Vater bringen.

Gr��e von mir und den Kollegen aus der Zelle.

Darek.

Ich bin froh, dass Sie nicht wollen, dass ich den Dummen spiele.

Wer wird das jetzt �bemehmen?

Verdammt!

Ich warzu lange weg.

Sonst w�rde ich... Nein!

Ich habe ihr von Labrador erz�hlt.

Er wird es nicht machen.

Er hat schon zugesagt.

Was ist das f�r ein Zeichen? - Welches?

Das Fragezeichen. Hast du es gemacht?

Neben Labrador!

Du hast in Vaters Sachen geschn�ffelt!

Nein. Wann? - Gestern oder vorgestern.

Du hast seine Papiere

mit dem roten Stift beschmiert.

Du l�gst.

Jacek, du l�gst!

Nein, das wei�t du doch.

Ich muss kurz nach Praga, kommst du mit?

Nein. Gib mir die Schl�ssel.

Ich nehme den Bus. Ich bin zu Hause.

K�nnen Sie kurz warten?

Es ist die Frau von Antek.

Rauschebart, rate mal!

Was konnten sie mitnehmen? - Rate mal.

Verbotene Drucke. - Ja.

Hattest du Einzelexemplare?

Ja. Ich las gerade Brandys.

Und das Notizbuch? - Haben sie auch mitgenommen.

Hattest du Kassetten?

Sie haben alles mitgenommen. Die Schreibmaschine, alle Briefe...

gerade die von Maciek.

Hattest du Aufzeichnungen?

Nur ein Englischheft.

Hast du ein Protokoll erhalten? - Nein.

Ich hatte Angst bekommen. - Was hast du geschrieben?

An die Staatsanwaltschaft.

Ich bitte um die R�ckgabe der bei der Revision beschlagnahmten Sachen.

Welche Revision?

Das Wort 'Revision' hassen sie. Durchsuchung.

Wieso 'ich bitte'? Worum bittest du?

Klingt das nicht unh�flich?

Und warum soll es h�flich sein?

Gib mir ein Blatt, ich schreibe das.

Ist was passiert?

Mein Auto ist kaputtgegangen.

Erinnern Sie sich?

Die Anwaltsliste.

Sie warnicht zerrissen.

Was noch?

Dieses Zeichen war nicht da. - Genau.

Vielleicht war es lhr Sohn?

Nein.

Auf keinen Fall.

Wer dann?

Antek. Er schrieb, dass es nicht Labrador sein soll...

Und was jetzt?

Nein. Das ist Unsinn.

Ich gehe dann. Ich muss noch ein Taxi kriegen.

Ich bringe dich hin.

Ich kann Sie fahren. - Hier sagt keiner 'Sie'.

F�hrst du mich zum Institut? - Ja.

Ich ziehe mich an.

Welches Institut?

Onkologie. Zur Bestrahlung.

Damals hast du in den Akten etwas gesucht.

Ich kannte dich nicht. Ich hatte Angst.

Es gab eine Nachricht an Antek und dich.

Du sollst die Kleine nicht zum Vater bringen.

Ich verstehe das nicht.

Ich schon.

Was soll ich Darek sagen? In ein Paar Tagen bin ich zur�ck.

Alles, was du wei�t.

Vergiss nicht: Zu Hause ist alles in Ordnung.

Keine Probleme.

Gut.

Rauschebart.

F�r dich.

Danke.

Komm mal vorbei. - Gut.

Ich mache mir Sorgen um meine Familie.

Joanna soll das Kind nicht zum Vater...

Sie verderben sich noch die Augen.

DerAnwalt Zyro hat seinen Mandanten ganz sch�n bearbeitet, oder?

Geh jetzt.

M�chten Sie einen Tee? Ein Tee um diese Zeit...

Entschuldigung.

Ja, ich bin es.

Heute?

Wann?

Schei�e!

Ich komme.

Geh schon.

Schlie� die T�r richtig ab.

Wei�t du wirklich, was du willst?

Wei� ich.

Dass es besserwird?

Gerechter? - Ja.

Aber wo?

In Polen.

In welchem Polen?

Du redest nicht mit mir.

St�rt es dich, dass ich nicht 'Sie' sage?

Nein.

Also, in welchem Polen?

In unserem. Ein anderes gibt es nicht.

Genau.

Im sozialistischen?

Kannst du dir vorstellen, dass Polen nicht sozialistisch ist?

Schwer.

Na also.

Wenn du willst, dass es besser wird

und du dirkein anderes Polen vorstellen kannst,

dann ging es dir um das sozialistische Polen.

So sollst du reden.

Was du denkst, ist unwichtig.

Du stehst vor deinem Prozess.

Bist du schon im Gericht gewesen? Die Richter wird es immer geben.

Viele nehmen den Beruf ernst, viele sind m�de.

Aber sie wissen am besten, dass sich das Rad der Geschichte dreht.

Versuchen wirihnen eine Chance zu geben.

Wei�t du was es hei�t, eine Chance geben?

Wei� ich.

Sich sperren.

S�hnchen!

Zwischen sich sperren und sich nicht sperren gibt es noch viel Platz.

Gibt es nicht. - Doch.

Man muss ihn nur suchen.

Die Beweise sind schwach.

Man sucht die Anf�hrer. Eine Eingebung, einen Ansatzpunkt.

Wenn du alles gestehst, bist du am Ende allein schuldig.

Aber die Leute wollten es genauso. - Es wird aber daraufhinauslaufen.

Alle wollten doch das Gleiche.

Nur, dass ich die Liste hatte. Ich wurde gew�hlt.

Einen Zettel!

Ja, einen Zettel.

Keine Beweise, kein Komitee, kein Anf�hrer.

War das nicht so? - So war das.

Es war aber auch anders.

Und ich habe doch Recht. Es gibt noch viel Platz.

Hast du vorher schon demonstriert?

Ein Mal.

Warum nicht �fter? Das kann ich dir sagen.

Auf der Gegenseite standen Leute,

die die gleiche Uniform trugen wie du neulich noch im Milit�r.

Vielleicht wolltest du demonstrieren. Trotzdem hast du es nicht getan.

In der Psychiatrie nennt man...

Anwalt Zyro sagte, dass wir das nicht machen werden.

Antek war ein gro�artiger Mensch.

Ich bin 4o Jahre �lter und ich bin anders.

Ich bin �lter, vielleicht weniger begabt.

Er war mein Sch�ler. Er war sicherbesser als ich.

Er warwie ein K�nstler.

Er handelte anders und alles gelang,

obwohl es unm�glich schien.

Ich dagegen nehme ein Skalpell und schneide.

Lhr habt euch gut verstanden, oder?

Gut.

Er w�rde nicht an den Beweisen herumpfuschen.

Die Politik w�rde ernicht anr�hren.

Erw�rde das Gewissen ansprechen, sogar die Herzen.

Ich kann nichts riskieren.

Ich habe die Aufgabe,

dich hier rauszuholen.

Hast du hier alles?

Vielleicht werden wir in Hungerstreik treten.

Warum?

Wem n�tzt es, wenn ihr euch fertig macht?

Haben Sie einen anderen Vorschlag?

Nein.

Gegen Emotionen hab ich keine Vorschl�ge.

Entschuldigung, aber in der K�che ist es am w�rmsten.

Den Kuchen habe ich aufgegessen.

Kaffee habe ich auch keinen.

Einen Tee? - Nein, danke.

Was ist das?

Anteks Notizen zu diesem Prozess.

K�nnen Sie das lesen?

Einzelne W�rter.

Das Recht verlangt...

Heute verlangt das Recht zu viel von den Menschen.

Es t�tet das...

Es t�tet das Wichtigste zwischen den Menschen.

Der Satz hier ist unterstrichen:

Das Recht ist unmoralisch,

wenn es gegen die Gemeinschaft, die Loyalit�t und das Vertrauen ist.

Der Regierung ist keine...

Keine Regierung soll die Absicht haben, das Volk zu teilen.

Ein Frage- oderAusrufezeichen.

Ich konnte seine Schrift nie lesen.

Er w�re nicht zufrieden,

dass ich jetzt den Prozess f�hre.

Er wollte, dass der Junge rauskommt.

Ja.

Fehlt er Ihnen?

Ja.

Ich vermisse ihn.

FROHE WEIHNACHTEN

Was singt er?

Die Zeit naht. Alle sp�ren, dass die Erde bebt.

Willst du? - Nein, danke. Wir h�ren zu.

Das P�ckchen habe ich gestem hingebracht.

Es ist so schrecklich dort. - Die arme Oma.

Erst wollte sie mich nicht reinlassen. Dann hat sie geweint.

Hat das M�dchen die Sachen von dem Staatsanwalt zur�ckbekommen?

Justyna!

Hast du deine Sachen wieder? - Ich warte noch.

Einervon den Jungs wohnte bei ihr, deswegen die Revision.

Sie kamen zu sp�t.

Bei uns hat auch jemand �bernachtet, w�hrend derAusgangssperre.

Antek zeigte ihn mir nicht. Danach hatte erAngst.

Wovor? - Ich wei� es nicht.

Da ist jemand f�r dich. Er wartet im Treppenhaus.

Kennt ihr euch schon?

Marta Duraj. - Urszula Zyro.

Sind Sie mit diesem Anwalt verwandt?

Antoni? - Antek.

Ich bin seine Frau.

Ich kannte ihn, bevor es Sie gab.

Was macht er jetzt?

Er ist tot.

Seit einem Monat.

Eine Zigarette?

Sie haben ihn gekannt?

Aus den Ferien vor 15 Jahren. Er studierte damals.

Eines Nachts war er bei uns.

Ich wohnte mit einer Freundin in einem H�uschen am Strand.

Wir schliefen schon.

Er hatte nur eine Badehose an.

W�hrend er schwimmen war, klaute jemand seinen Zelt.

Erwar klitschnass.

Er setzte sich aufs Bett und alles wurde nass.

Dann stand er da...

ganz d�nn, auf seinen krummen Beinen.

Er hatte keine krummen Beine.

Damals schon. - Und dann?

Er wollte Richter werden.

Er las leidenschaftlich Camus.

Der Bu�richter.

Ich habe es sp�ter noch mal gelesen. Ist er Richter gewesen?

Nein, Rechtsanwalt.

Schon als Kind wollte er einer werden.

Erinnern Sie sich noch an mehr?

Nein, eher nicht. - An irgendwas?

Ein paar Tage sp�ter fuhr er mit seinem Kumpel weg.

Ich habe ihn nie wieder gesehen.

Wie lange seid ihr verheiratet gewesen?

Elf Jahre.

Eine lange Zeit. War es das Herz?

Woher wissen Sie das?

Er erz�hlte, dass er mit dem Herzen was hatte.

Alles in Ordnung?

Ja, alles in Ordnung.

Sie sind im Hungerstreik.

Labrador meint, dassAntek innerlich unabh�ngig war.

War er das?

Jeder w�re das geme.

Er war es wirklich.

Niemand herrschte �ber ihn.

Am Ende schrieb er, dass es immer schwieriger wurde.

Seine Briefe wurden zensiert. Was ist das?

Fotos. Ich habe sie gerade gefunden.

Erinnerst du dich?

Sicher.

Urlaub, 1967.

Nach dem 2. Semester. Wie d�nn er war.

Und die M�dchen?

Ich erinnere mich nicht.

Die fand er gut.

Die braunhaarige? Marta?

Nein, die blonde.

Sie sah dir �hnlich.

Wir haben uns immer in die gleichen M�dchen verliebt.

In dich auch.

So ist es bis heute.

Ula, ich m�chte, dass du wei�t...

Warum schaust du da r�ber?

Er hat H�nde wie Antek.

Schau selbst.

Hast du nicht bemerkt, dass ich m�chte, dass wir...

Sag so was nicht.

Sag es nicht.

Ich habe nichts gesagt.

Um Gottes Willen!

Mein Auto!

Du musst zum Parade-Platz.

Hast du Geld?

Ja. Wartest du hier?

Nein. Ich gehe allein. Geh schon.

Kann ich Sie auf einen Drink einladen?

Was ist das?

Urlaub.

F�nfzig?

Was, f�nfzig?

F�nfzig Dollars. Ok?

Du bist so toll.

Nein.

Sprichst du Polnisch?

Kein Wort?

Vor 36 Tagen starb mein Mann.

Er war da und pl�tzlich...

ist er weg.

Ich dachte schon, dass ich ihn liebe. Mal mehr, mal weniger.

Das Haushalt, die Arbeit...

Ich hatte viel.

Ich wusste nicht, wie viel...

Ich kann mir nicht vorstellen,

dass es schlechte Tage gab und ich ihn hasste.

Wie gl�cklich ich damals war, wei� ich erst jetzt.

Das ist schrecklich.

Ich sehe ihn st�ndig vor mir. Ich kann ihn nicht vergessen.

Ich dachte, du hast H�nde wie...

Kannst du das auf Englisch sagen?

Du w�rdest es nicht verstehen. Das ist mein Problem.

Entschuldigung.

Isst du mit mir zu Abend?

Kannst du bleiben?

Setz dich kurz.

AufWiedersehen.

Ich habe Tumschuhe mitgebracht.

F�r Sylwia.

Es gab welche bei uns.

Werwar das?

Vater.

Mein Papa.

Wo ist die Kleine?

Bei den Nachbarn.

Ich kann so nicht leben.

Auf der einen Seite Darek, auf der anderen der Vater.

Er bringt mir Zeitungen und markiert Nachrichten.

Ich soll lesen, wer Darek ist, wer ich bin...

Ich kann nicht mehr.

So eine verdammte Schei�e.

Ich habe Angst.

Wovor?

Wei�t du...

Manche gehen ins Ausland,

andere sterben

und Darek...

Er wird sitzen.

Er wird alleine bleiben.

Werist gestorben?

Rauschebart.

Vorgestem.

Ich habe Orwell �bersetzt.

Er wollte es lesen.

Das interessiert dich alles nicht.

Du guckst dir das ganze Ungl�ck an und denkst,

dass dein Ungl�ck das wichtigste ist.

Ja.

Du hast Recht.

Gestem habe ich etwas Schlimmes getan.

Ich habe Antek betrogen.

Er ist doch nicht mehr da.

Ich frage mich, warum ich es ihm angetan habe?

Neulich ber�hrte er mich noch.

Ich kenne so eine Adresse.

In Jelonki...

Von wem?

Von einem jungen Mann. Er hat Marta geholfen.

Du hast sie kennengelemt.

Es tat ihrweh. F�r einige Zeit hat es aufgeh�rt.

Willst du es probieren?

Was?

Zu vergessen.

Das ist ganz schlecht.

Ich mache es, damit errauskommt und nicht hungert.

Sagen Sie ihm, dass er wieder essen soll.

Das soll er als Erster tun.

Einfach eine Suppe essen.

Ich k�mmere mich um eine Besuchserlaubnis.

Ich kann schon hingehen,

aber sagen werde ich nichts.

Warum?

Er w�rde mich umbringen.

Wollen Sie, dass errauskommt?

Das kann ich ihm nicht sagen.

Ich bin seine Frau.

Ich verstehe...

Glaubt ihr, dass das jemanden interessiert?

Sicher nicht die, die es sollte.

Lebendige Fackeln und kein Tropfen W�sser um zu l�schen.

Seien Sie nicht so stur, das schadet ihm nur.

Also gut, ich werde mit ihm reden

und sie halten sich zur�ck.

Jemand hat gesagt, dass Sie das lesen sollen.

Wer ist dieser jemand?

Man sagte es mir.

In seiner Fabrik ist eine neue Gewerkschaft entstanden.

Kennen Sie diese Leute?

Einen. Ein Arbeitskollege von Darek.

Sie wuchsen in der gleichen Stra�e auf.

Haben Sie ein Moment?

Mein Mandant soll an den Fiskus zahlen.

Erhat ein Auto eingef�hrt.

Was hei�t "eingef�hrt"? Ist er lhr Mandant?

Er bekam Geld geschenkt

und kaufte sich daf�r ein Auto...

Ich bin nur ein Referendar, aber ich verstehe Sie sehr gut.

Kann ich Ihnen irgendwie helfen?

Wie geht es Ihnen? Finanziell?

Das habe ich vergessen. Deswegen bin ich hier.

Ich habe Geld dabei.

Das wird Sie nichts kosten.

Ich wollte ganz allgemein fragen, wie es Ihnen geht.

Wenn was ist, k�nnten wir Ihnen helfen.

Nein danke.

Ich komme zurecht, besser als fr�her.

Kann ich die Zeitung borgen? Und behalten?

Sicher. AufWiedersehen.

Guten Tag, Herr Vorsitzender.

Unsere beruflichen Wege werden sich demn�chst kreuzen.

Woher wissen Sie das?

Man sagte es mir.

Vorher h�tte ich noch ein Anliegen.

Eine Kleinigkeit.

Immer zu Diensten.

Ich habe jetzt eine interessante Verhandlung, im Raum 346.

Also, wir machen es so:

Du f�hrst in die Fabrik und triffst den Typen.

Du fragst, ob die neue Gewerkschaft

f�r Darek b�rgen wird,

um guten Willen f�r die Arbeiter zu zeigen,

auch f�rAndersdenkende.

Sagen Sie mir den Namen? - Selbstverst�ndlich.

Zum Teufel nochmal! Wo ist die Zeitung?

Sch�ne Bescherung. Die Zeitung ist weg.

Unm�glich, in der Natur verschwindet doch nichts.

Kauf eine neue.

Aber die Zeitung kostet jetzt 5 Zloty.

Die 'Tribuna' auch? - Jede Zeitung.

Bleiben Sie liegen.

Das habe ich noch nie gemacht,

aber es ist m�glich.

Lebt dieser Mensch?

Ja.

Aber er kann nicht mit Ihnen zusammen sein?

Ja.

Und wird es auch nicht?

Nie.

Gut.

Ich werde Sie jetzt in den Schlaf versetzen.

Und dann versuchen wir, ihn aus lhren Erinnerungen zu l�schen.

Legen Sie sich bitte hin.

Gerade, ganz ruhig,

die Augen ge�ffnet.

Schauen Sie mich an.

Entspannen Sie sich. Der ganze K�rper, die Beine,

die H�nde, der Bauch, das Gesicht, alles entspannt sich.

Senken Sie lhre Augenlider.

Schlie�en Sie die Augen.

Sie f�hlen sich leicht, alle Muskel sind entspannt.

Die Augen lassen sich nicht �ffnen.

Jetzt heben Sie lhre Hand.

Sie ist ganz leicht.

Du brauchst keine Kraft dazu.

Du schl�fst.

Jetzt senkst du die Hand.

Sie wird leicht, du sp�rst sie nicht.

Du sp�rst deine Beine, den ganzen K�rpernicht.

Jetzt denkst du an gar nichts mehr.

Du denkst nicht an ihn.

Es ist egal, ob erlebt odernicht.

Du denkst nicht an ihn, weil ernicht existiert.

Du willst nicht, dass ermit dir zusammen ist.

Du willst ihn nicht sehen.

Du willst nicht mit ihm zusammen sein.

Wenn du aufwachst, vergisst du sein Gesicht, seine Stimme.

Du wirst nicht an ihn denken wollen.

Jetzt werde ich dich aufwecken.

Langsam sp�rst du deinen K�rper.

Er wird schwerer.

Der Traum l�st sich auf.

Bei Null wirst du aufwachen.

F�nf... Vier...

Drei...

Zwei...

Eins...

Null.

Sie schlafen nicht.

Vielleicht m�ssen Sie wiederkommen,

wenn Sie das Bed�rfnis versp�ren.

Geht es Ihnen gut?

Etwas W�sser?

Hat es geholfen?

Es hat geholfen.

Mama!

Was ist passiert, mein Schatz?

Hast du was getr�umt?

Etwas B�ses?

Sag es Mama.

Willst du es nicht sagen?

Doch.

Also?

Von dir und Papa.

Das ist gut.

Das habe ich dir nie erz�hlt.

Einmal wachte ich nachts auf.

In eurem Zimmer brannte das Licht.

Papa lag auf dir. Du warst nackt und er auch.

Jetzt habe ich das Gleiche getr�umt.

Was habt ihr gemacht?

Wir haben Liebe gemacht.

Das ist Liebe.

Du bist deswegen geboren, weil Papa mit mir gekuschelt hat.

Und jetzt hast du mich lieb.

Du umarmst mich.

HerrAnwalt!

Sind Sie alleine? - Ja.

Und der Kaffee? - F�r Sie.

Ich dachte, dass Sie sich melden w�rden.

Herr Vorsitzender, was halten Sie von diesem Leckerbissen:

Eine B�rgschaft f�r Darek.

Von einer neuen, legalen, anst�ndigen Gewerkschaft.

W�rden Sie ihn dann freisprechen?

Was w�rden die Gewerkschaftler sagen? - Sie w�ren einverstanden.

Und er? Er macht Probleme, oder?

Ich werde mit ihm reden.

Wenn Sie mir eine Hoffnung geben.

Das Urteil wird gemeinsam gef�llt.

Glauben Sie ernsthaft,

dass man sie so vers�hnen kann?

Nein. Das ist nur der Trick eines Anwalts.

Wissen Sie, was ich Ihnen dazu sage?

Ja.

Verdammte Schei�e.

Genau.

Ich komme vorbei.

HoI dir einen Kaffee. Der Vorsitzende hat deinen getrunken.

Eigentlich wollte ich bei Ihnen bleiben.

Das sehe und h�re ich.

Es warbequem, solange sie Verbrecher und Scheidungen �bemommen haben.

Aber seitdem Sie Dareks Prozess f�hren, auf diese Art und Weise...

H�r mirzu.

Wenn du nicht kannst, brauchst du nicht.

Ich werde dir sowieso ein gutes Zeugnis ausstellen.

Das hat mir deine Frau gegeben.

Die 'Tribuna'? Sie?

Lies!

So l�uft das.

Kennst du diese Leute?

Ja.

Einer wohnte in meiner Stra�e.

Er hat auch gestreikt.

Genau.

Ich werde deinen Freund besuchen.

Warum?

Er soll daf�rb�rgen, dass du in Ordnung sein wirst.

Das werde ich nicht.

Du musst alles nutzen, was du von ihnen bekommst.

Du musst die Gelegenheit nutzen.

Er ist doch dein Freund, oder?

Das war er.

Aber er kann f�r dich b�rgen. Dann bist du frei.

Wenn du freiwillig aussagst, k�nnen wir das Schnellverfahren vermeiden.

Dann gibt es einen Freispruch oder Bew�hrung.

Das ist ein schlechter Moment, um zu gewinnen.

Tu so, als ob du nicht existierst, wenn du weiterspielen willst.

Nie musste ich einen Angeklagten bitten,

frei sein zu wollen.

Dann bitten Sie nicht.

Isst du wieder?

Nein.

Denkst du, das �ndert was?

Ja.

Verdammt, ich kann nicht zusehen, wie ihr euch fertig macht!

Man darf es nicht zulassen.

Dann lass es nicht zu!

Schrei: "Ich lasse es nicht zu!" Spring aus dem Fenster!

Das kann ich nicht.

Das Gitter.

Genau!

Ist dir klar, dass ihr beschlossen habt zu leben.

Wer?

Du... ihr...

Deine Klasse.

Trotz des Kriegszustandes vom 13. Dezemberwollt ihr leben.

Lhr habt nicht gegen die Panzer gek�mpft.

Ist das falsch?

Nein, das denke ich nicht.

Aber man muss die Konsequenzen tragen.

Wenn man sich f�rs Leben entscheidet,

muss man viel aushalten k�nnen.

F�nftens: �ber Konsequenzen aufkl�ren...

Anteks Konzept, Darek erhobenen Hauptes rauszuholen,

ist nicht mehr m�glich.

Meinen Weg will ernicht.

Aber es gibt noch einen dritten.

Wir sollen zu ihm ehrlich sein.

Entscheiden soll er alleine.

Sie h�tten den Prozess nicht �bernehmen sollen.

Doch, ich musste es.

Ein gro�artigerJunge.

Ich sagte ihm, dass er durchhalten muss

und keine Zeit f�r Gesten verlieren soll.

Seine Einstellung ist vielleicht

nicht nur f�rihn wichtig.

Die Menschen wollen besser, mutiger sein.

Nur wir wissen nicht wie. Jemand muss das vormachen.

Wer sind wir eigentlich? - Verteidiger.

Das stimmt wohl.

Ich habe M�rderund Diebe verteidigt, sie wollten frei kommen.

Und dieser ehrliche, unschuldige Junge will es nicht.

Seit 45 Jahren mache ich das und seinetwegen stelle ich mir die Grundfrage:

Wen verteidigen wir? Vor wem? Vor was?

Ist dir aufgefallen, dass wir die gleichen Vomamen haben?

Ich denke st�ndig daran.

Wir sagen ihm, seine Frau ist versorgt, die Tochter ist im Kindergarten.

F�r ihren Unterhalt ist gesorgt.

Damit er sich keine Sorgen macht.

Wer wird ihm das sagen?

Wer? Du nat�rlich.

Ja, ich.

Ich kann ihm nur das sagen, was ich selber denke.

Was h�rst du?

Eine gute Kassette, oder?

Schau mal, was ich hierhabe.

Was ist das? - Eine H�lse.

Vom Tr�nengas.

Wo hast du das her?

Wo bist du gewesen?

Auf dem Platz der Verfassung.

Geh nie wieder zu solchen Orten.

Versprichst du es mir?

Riech mal.

Es stinkt noch.

Ich habe niemanden sonst in der Welt.

Ich bitte dich.

DerAnwalt Labrador ist es leid.

Erwill sie so verteidigen, wie er das seit Jahren macht.

Aber sie sind ihm entwischt. Das ist gut.

Jetzt kommen h�rtere und klare Zeiten. Bleiben Sie konsequent und schreien Sie.

Das Gitter ist unwichtig. Man h�rt es auch so.

Sagen Sie folgendes: "Ja, ich gestehe."

"Ich organisierte den Streik, weil ich k�mpfen will"

"Ich bereue nur, dass ich so sp�t verstanden habe."

Die Sachen in der Fabrik waren nur ein Vorwand.

Sie streikten wegen etwas Gr��erem. Die Menschen wollten Sie alsAnf�hrer.

Nicht jeder hatte den Mut dazu.

Aber sie haben sich an die Spitze gestellt und sie bereuen es nicht.

Bis jetzt war es ein gew�hnlicher Prozess.

Aber jetzt kann man einige Leute einladen.

Man wird sie nicht reinlassen.

Alle werden glauben, dass der Prozess gro� ist.

Wissen Sie, was man in Warschau und in Krakau sagen wird?

In Warschau wird es die Runde machen.

Ich sage Ihnen, wie die Rede lauten wird.

Hohes Gericht.

Ich bitte nicht um Milde f�r den Angeklagten.

Er ist ein bescheidener Mensch, wie es viele davon gibt.

Doch derAngeklagte ist anders. Er ist mutig.

Dieser Mut ist ansteckend wie die Pest.

DerAngeklagte ist gef�hrlich. Er hat den Mut, die Wahrheit zu sagen.

Die Wahrheit wird durch die Gitter dringen.

Darum ist die Arbeit des Hohen Gerichts...

nutzlos.

Die Nutzlosigkeit und die Ratlosigkeit bringt W�t hervor.

DerAngeklagte ist darauf vorbereitet.

Sie sprechen vom Hass? - Und was f�hlen Sie?

DerAnwalt Zyro hat von Klarheit gesprochen,

dass beide Seiten die Augen �ffnen sollen.

Dass man helfen soll, den Weg finden.

Jedermuss den Weg alleine finden.

Auch wenn alle anderen...

Man muss ihn selbst finden.

Das ist Poesie.

Labrador sagt, dass es keine Beweise gibt.

Man muss falsch l�cheln und frei kommen.

So schnell, wie es nur geht.

Das ist eine pragmatische Sicht.

In Wirklichkeit ein Kompromiss.

Es gibt noch einen dritten Weg.

Sie streikten, um das System zu zermalmen.

Nein. Nicht deswegen.

Eher nicht. - Weswegen dann?

Egal, ob Sie es verstehen.

Sie streikten, um das System zu zermalmen.

Wenn Sie sitzen wollen, dann muss es einen Grund geben.

Daf�r gibt es mindestens 3 Jahre.

Und im H�chstfall?

Das ist gut.

Man muss ein Zeichen setzen.

Sonst werden wir Schlange stehen und uns freuen, wenn wir Seife kaufen.

Essen Sie wieder? - Nein.

Halten Sie noch die ein paar Tage durch.

Je schlimmer Sie aussehen, desto besser.

Was ist passiert?

Spuck es aus, verdammt!

Sie benutzen zu oft das Wort 'verdammt'.

Entschuldigung.

Er hat den Hungerstreik beendet.

Wann? - Gestern.

Sie haben gewonnen.

Ja...

Ich habe gewonnen.

Wir sind doch Verteidiger.

Hier ist die B�rgschaft.

Man muss sie jetzt nutzen.

Man muss es tun...

Welcher Tag ist heute?

Der dritte.

Geh ins Gericht und gib es dem Vorsitzendem.

Ich werde in einer Stunde bei ihm sein.

Geh schon, verdammt!

Ich wollte mich verabschieden.

Warum?

Ich gehe weg.

Es ist schwer, das zu sagen.

�berhaupt zu reden.

Wohin? - Zur�ck. �ber Kanada.

Machst du es dir nicht zu leicht?

Mag sein. Aber warum soll man das Schwere suchen?

Hier habe ich nichts gefunden.

Die Welt, die ich kannte, gibt es nicht mehr.

Sie existiert nur noch auf den Fotos.

Die lachenden Gesichter, jemand reicht einem anderen die Hand.

Alles war klar und einfach. Das ist weg.

Das war die Welt von Antek, oder?

Ja.

Die Menschen sind jetzt verschlossen, isoliert.

Man wei� nicht, was gut und was b�se ist.

Mit manchen will ich nicht sein,

mit anderen kann ich nicht.

Ich habe es alleine versucht. Immer ist man alleine.

Ich dachte, vielleicht...

Ich gehe weg.

Antek ist hier.

Tu das nicht.

Ich habe ihn gesehen.

Du hast getr�umt.

Nein.

Ich habe ihn gesehen.

Ich h�tte ihn fragen k�nnen...

Wohin f�hrst du jetzt?

In die Stadt. - Nimmst du mich mit?

Kommen Sie rein.

Es hat schon angefangen.

Ich mag kein Fett, keinen Speck.

Lhr wollt schlank sein.

Das Essen macht euch keinen Spa�.

Lhr wollt nicht essen. Euer K�rper sp�rt keinen Hunger.

Lhr schlaft.

Lhr schlaft...

Und? Ist er verschwunden?

Ja.

Jetzt wollen Sie abnehmen? - Nein.

Ich m�chte, das Sie es noch einmal machen.

Aber wenn erverschwunden ist.

Ja, aber ich m�chte es noch einmal.

Sie haben mich damals reingelegt.

Er ist tot, oder?

Wissen Sie...

Ich habe keine Verbindung zum Jenseits.

Ich bin mit Papa hier gewesen, als wir Opa besucht haben.

Darfich?

Ganz kurz.

Geh.

Ich liebe dich.

H�rst du?

Ich liebe dich.

Mama, ich muss dir was Schlimmes sagen.

Papas Mama liebe ich mehr als deine.

Das dachte ich mir.

Warum bin ich so selten hier gewesen?

Jetzt bist du hier.

Da ist Oma.

Oma!

Er liebt dich sehr.

Das hat er gerade im Auto gesagt.

Er ist jetzt brav. Sehr brav.

Geh schon. Mach dir keine Sorgen.

F�hrst du weit weg?

Nein.

Mama, du hast dich nicht verabschiedet.

Ich habe doch tsch�ss gesagt.

Wenn wir uns f�r l�nger verabschieden, sagen wir 'AufWiedersehen'.

Auf Wiedersehen, Mama.

AufWiedersehen, Jacek.

Das Urteil im Namen der Volksrepublik Polen.

Das Landesgericht von Warschau verk�ndet

aufgrund der Verhandlung vom 6.12.1982

gegen den Angeklagten Dariusz Socha

nach derAnklageschrift folgendes Urteil:

Dariusz Socha wird f�r schuldig befunden.

Nach dem Artikel 46/2 der Verordnung des Kriegszustandes

und nach dem Artikel 12/2 der Verordnung �ber besondere Verfahren

wird von dem Schnellverfahren abgesehen.

DerAngeklagte wird zu 1 Jahrund 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Die Strafe wird zur Bew�hrung auf 2 Jahre ausgesetzt.

Aufgrund dieses Urteils beschlie�t das Gericht,

den Haftbefehl gegen�ber Dariusz Stach aufzuheben.

Sie sind frei.

Ich gratuliere Ihnen.

Danke.

HerrAnwalt...

Das muss nicht sein.

Wir werden gleich gehen.

Wir gehen gleich.

Und ab jetzt sitze ich auf dieser Seite.

Letzter Tag, letzter Prozess.

Ich habe was gefunden, ich k�nnte es Ihnen vorlesen.

In Ordnung.

Ich wei� nicht, wie undwann es dazu kam,

dass aus einem W�lflein ein Hund wurde, fast kahl.

Vielleicht mangelte es am rauhen Wind um mein Maul.

Ohne zu schielen, blickte ich gen Himmel mit gelbem Aug'.

Vielleicht huschte ein Abglanz der Angst

und keine satte Flamme �ber meinen R�cken,

vielleicht brauchte niemand mir ein Halsband anlegen,

niemand musste mich holen.

lch trottete von allein,

dienend wie ein Hund und bescheiden.

Herr,

der Du sogar die Kriechenden liebst

und im blassen Blut des Wurmes Stolz entfachst,

hilf den Rachen zu �ffnen, derin den Himmel ruft.

Best�rke mich im Glauben, dass ich frei lebe, obwohl ich weine.

Hallo.

�bersetzung: Agnieszka Mikolajewicz

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