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Original subtitles

Nichts wie rein.

Was sagst du, war das nicht eine prima Idee von mir?

Aufmachen, lasst uns rein!

Er hat sie auch nicht alle. - Wer denn?

Na, der da.

Ach, Roberto interessiert sich bloß für Autos.

Wetten, dass ich ihm das eines Tages noch austreibe? Du wirst staunen.

Arme Irene. Überschätze dich bloß nicht.

Noch ist nicht aller Tage Abend. Der Junge ist für mich kein Problem.

Den kriege ich noch unter die Haube.

Hinein!

Hilfe, mein Hund ist ins Wasser gefallen, er kann nicht schwimmen!

Er ertrinkt. Hilfe! Retten Sie ihn doch!

Schnell, Irenes Hund ist ins Wasser gefallen. Helfe Sie doch.

Warum denn ich?

Das ist doch Ihre Pflicht, Sie sind doch Hilfsbademeister. Los.

Da, er ist schon untergegangen.

Wer ist untergegangen? Der Bademeister?

Da. Nun springen Sie doch.

Das ist doch ein Hund!

Junge, kommt bald wieder!

Ah, der Mann aus Tanger.

Da ist er ja. Was hat er denn gemacht? Ist er ins Wasser gefallen?

Der Schlammbeißer!

Sind Sie nass geworden?

Das tut mir aber wirklich leid.

Damals fand ich einen rassigen Sportwagen oder ein schnelles Motorboot

weitaus aufregender als ein Mädchen.

Aber eine besondere Anziehungskraft schien das Wasser auf mich auszuüben.

Schon bei meiner Geburt hatte es in Strömen gegossen.

Ich musste mich beeilen. Als schlechter Schüler konnte ich es meinem toten Vater

nicht antun immer zu spät zu kommen. Papa hat außer Schulden

seine prächtige Villa hinterlassen, aus der ein Knabenpensionat wurde.

Mich behielt man der Einfachheit halber gleich da.

Sieh mal einer an, Roberto Monti ist auch schon da.

"Quousque tandem", so heißt doch das Zitat, nicht wahr,

"abutere fili patientia nostra."

Kannst du dich immer noch nicht an unsere Hausordnung gewöhnen?

Du bist seit 10 Jahren hier. Und seit 10 Jahren wird um 7 gegessen.

Es ist bereits 8, tut mir leid, dein Essen wird gestrichen.

Aber nein, Liebster, in seinem Alter kann man ihn doch nicht ohne Abendbrot

schlafen schicken. Er wächst noch.

Wir werden ihm heute noch einmal verzeihen. Zieh dich um, mein Junge.

Ich danke Ihnen.

Meine Liebe, du bist wie immer zu nachsichtig. Du weißt, was er uns kostet.

Seit 10 Jahren belastet er unser Konto. Und wofür?

Je mehr er wächst, desto mehr isst er. Und alles gratis!

Das stimmt, aber immerhin hast du seinem Vater kurz vor seinem Tod

dieses Haus für ein Butterbrot abgekauft. Vergiss das nicht.

Er konnte mir dankbar sein, er war völlig verschuldet.

Und du hast dich verpflichtet, Roberto bis zu seiner Volljährigkeit

im Pensionat zu behalten.

Ja, aber unter einer Bedingung: Dass er sich gut führt.

Mir reicht es nämlich bald.

Der Mond scheint heute so schön. - Aber er scheint doch immer so.

Roberto.

Roberto, macht der Mond dich auch so melancholisch?

Schon möglich.

Langsam, langsam, iss doch manierlich. Prima digestio fit in ore.

Der Verdauungsvorgang beginnt im Munde.

Die Schule der alten Lateiner.

Fit et supra nos Fortuna negotia curat:

Quare da nobis vina Valerna pua.

Petronis abita. - Übersetze.

Deshalb Gnade gebe uns. Ähh, Wein aus Valerna uns gebe.

Gib uns Wein. - Oh, Verzeihung.

Keiner ahnte, dass mich eine gewisse Unruhe plagte.

Ich versuchte pausenlos, mich meiner nassen Schuhe zu entledigen.

Es war mein einziges Paar.

Die einzige Sorge meines Direktors dagegen war es,

ich könnte ihm die Haare vom Kopf fressen.

Knaben ist es verboten Wein zu trinken.

Ist das auch die alte Schule der Lateiner?

Ach was, meine Schule. Die Schule "Villa Monti".

Nein, das liegt dir nachts wieder im Magen.

Ihm etwa nicht?

Er ist noch jung, er braucht Kraft. - Ich etwa nicht?

Bitte keine Diskussionen, das Fleisch isst er.

Im Gegensatz zu ihrem Mann meinte es die Frau Direktor immer gut mit mir.

In ihren Augen war ein Leuchten, von dem ich noch nicht wusste,

was es zu bedeuten hatte.

Ja, nach dem Essen soll man ruhen.

Was ist denn das? Ist das der Erfolg der Erziehung,

die du in meinem Hause genossen hast? Wo sind die Schuhe?

Ich wünsche eine Erklärung.

Angelina, wir haben kein Wasser!

Gleich, gleich, seid nicht so laut.

Wer war das? Lasst das sein!

Benehmt euch gefälligst anständig!

Ihr sollt das jetzt lassen! Hört auf damit! Hilfe!

Hört endlich auf. Lasst los! Hilfe!

Roberto, helfen Sie mir doch!

Roberto, wie gut, dass Sie da sind.

Die Jungs haben mich mit Seife beworfen - Aber Angelina...

Ich bin ganz nass. - Die meinen es doch gar nicht so.

Ruhe! Wer hat mit der Werferei angefangen?

Sagt schon! Du?

Wisst ihr, was ihr seid? Feige!

Wer war das?

Du?

Warst du es? - Nein.

Oder du? - Nein.

Ovid. Liebeskunst.

Und auch die linke Hand...

Die linke liegt...

Liegt...

Liegt jetzt nicht faul auf dem Bett...

Nein. Oh nein.

Ich darf es nicht tun. Gib mir die Kraft stark zu sein.

Gib mir die Kraft, es nicht zu tun.

Nein. Ich tu es nicht.

Du, Roberto.

Das Eine will ich dir sagen: Das kannst du mit mir nicht machen, Roberto.

Was denkst du dir eigentlich? Was habe ich dir denn getan?

Angelina! Angeli...

Weißt du, wo...

Wach doch endlich auf.

Was soll ich denn bloß mit dir machen?

Bitte nach Ihnen.

Angelina!

Angelina!

Angelina!

Herr Direktor hat gerufen! - Ist dir nicht gut?

Da seid ihr ja. Ich meine, ich dachte... Ich wollte noch einen Kaffee.

Wenn sich das irgendwie machen lässt. Es muss aber nicht sein.

Schneller!

Schneller!

Das ist ja langweilig!

Dabei schlafe ich ja ein.

Ist das alles, was Sie zu bieten haben? Das kann ich auch im Trockenkursus machen.

Ja, na also! Warum denn nicht gleich?

Mein Taschengeld war knapp.

Wie die Badeanzüge der Mädchen im Strandbad.

Aus diesem Grunde hatte ich mich als Motorbootchauffeur

für Wasserskifahrten anheuern lassen.

Mein Herz gehörte nun einmal den starken Motoren

und es war ein wunderschönes Gefühl für mich, sie zu beherrschen.

Das Wasser war nun einmal mein Schicksal.

Was machen Sie denn jetzt? Warum halten Sie an? Sind Sie verrückt geworden?

Ich komme nicht hoch.

Sie sind ja ein feiner Kavalier. Wollen Sie mir nicht endlich helfen?

Ich bin hier am ertrinken.

Ich weiß auch nicht, was da los ist. Ich glaube, die Benzinleitung ist im Eimer.

Ich lasse mich gleich fallen. - Das kann ich nicht verantworten.

So, jetzt dürfen Sie loslassen.

Böse? - Ach was.

Was ist denn eigentlich mit dem Kahn los? Ich denke, da ist ein Motor drin?

Aber der tut es nicht mehr. Mit Bordmitteln kriege ich das nicht hin.

Dann lassen Sie sich was anderes einfallen.

Die Sache sieht verteufelt ernst aus.

Kümmern Sie sich eigentlich nur um Motoren?

Die Frauen sind anscheinend Luft für Sie.

Frauen?

Das einzige weibliche Wesen, das ich sehe, ist ein kleines Mädchen von... 13?

15, wenn ich bitten darf. Und in vier Monaten 16.

Gratuliere, Sie haben sich prima gehalten.

Für mich sehen Sie aus wie 13.

Alter Opa!

Schaffen Sie es? - Ich sehe schwarz.

Ich denke, Sie sind spezialisiert auf Motoren? Oder?

Haben Sie sich verletzt? - Nein.

Aber jetzt sehe ich leider wirklich schwarz.

Kommen Sie mal her.

Danke.

Was ist da drin? Gestatten Sie?

Aber was wollen Sie denn? Da ist doch Draht drin?

Ich habe Ihnen schon mal gesagt, Sie verstehen nichts von Frauen.

Sie sind ganz schön unverschämt. Ich brauche doch keinen Draht.

Schwindeln Sie doch nicht. In den Dingern ist doch immer Draht drin, habe ich gehört.

Sie sollten sich schämen!

Sie verkennen die Situation. Ich bin in Schwierigkeiten.

Ich muss nach Hause, verstehen Sie?

Wissen Sie nicht vielleicht noch einen anderen Ausweg?

Doch! Einer von uns schwimmt an Land und besorgt ein Stück Draht.

Ich bestimmt nicht, dann schon Sie.

Das wird aber eine ganz schöne Zeit dauern, das sind zehn Kilometer.

Bis dahin ist es dunkel.

Wenn es sein muss, drehen Sie sich um.

Hier.

Den Franzosen!

Den Franzosen.

Na, dann wollen wir mal sehen. - Was? Was wollen Sie denn hier sehen?

Ob er endlich anspringt.

Bleiben Sie ja da hinten. Den Anlasser kann ich auch allein drücken.

Sie brauchen mir nur zu sagen, wo.

Na gut, dann drücken Sie mal den roten Knopf.

Ciao!

Meine drahtlose Assistentin brachte mich erneut in Seenot.

Damit zeigte mir das Mädchen Irene, wie wenig ich doch im Grunde von Frauen verstand.

Auch hier schwamm ich.

Mir ist kalt!

Hier!

Mit dem Motor hatte ich noch einmal Glück gehabt.

Aber fest stand, dass ich wieder einmal zu spät kam

und der Schulausflug ohne mich stattfinden musste.

Obwohl niemand zu sehen war, hatte ich kein gutes Gefühl.

Noch ahnte ich nicht, was mich an diesem schwülen Sommertag erwarten würde.

Roberto? Roberto!

Kommen Sie sofort her! - Der Roller?

Roberto! - Ich kann jetzt wirklich nicht!

Kommen Sie her!

Wieso sind Sie nicht auf dem Schulausflug?

Darf ich Ihnen die Kiste da rauftragen?

Bringen Sie den Fernseher in mein Schlafzimmer, ja?

Ja, gern, Frau Direktor.

Schön vorsichtig sein, damit Sie nicht stürzen.

Keine Angst. - Es fehlt ein Lift im Haus.

Spüren Sie nicht auch diese drückende Hitze, Roberto?

Das lastet auf einem. Man sollte jede Anstrengung vermeiden.

Geht das?

Ah, das Treppensteigen kann einen ganz fertig machen. Finden Sie nicht auch?

Heute ist es ganz besonders schlimm.

Wissen Sie, was die Japaner immer machen? - Nein.

Die Japaner trinken heißen Tee an solchen Tagen.

Mögen Sie Beethoven? Ich nicht, der ist mir zu schwer.

Wo bleiben wir denn mit dem idiotischen Kasten?

Keine Ahnung. Nein. Nein, da geht es auch nicht.

Kommen Sie mit!

Auch nicht. Und da geht es schon gar nicht, da steht der Topf.

Nein, nein, nein, das geht nicht. Passen Sie doch auf!

Mein Mann hat sowieso was gegen das Fernsehen.

Wir haben es nur wegen meiner Schwiegermutter.

So, da geht es hin.

Stell ihn ab.

Hier steht er gut. Danke.

Das war ein schönes Stück Arbeit.

Sie schwitzen ja, Sie sind ja ganz nass?

Oh Roberto, wie schön braun du bist.

Es gibt Frauen, die haben eine Schwäche für braun gebrannte Männer.

Wirklich. Wirklich.

Wie ist es, möchtest du nicht duschen? Heiß duschen?

Ist das auch eine japanische Gewohnheit? - Nein, das ist meine.

Aber ich habe ja heute schon gebadet.

Also passen Sie auf, ich mache es Ihnen mal vor.

Die Seife unter die Brause und dann den Gegner anvisiert. Peng!

Das muss ich auch gleich mal versuchen.

Vorbei gezielt! - Sie müssen fester zudrücken!

Prima, das war gekonnt!

Das kannst du mit mir doch nicht machen!

Oh, mir wird schwindlig.

Spätestens an diesem schwülen Nachmittag hatte ich erkannt,

dass die Höhepunkte meines Lebens mit dem nassen Element verbunden waren.

Roberto, du hast mich völlig verwirrt.

Warum denn?

Ja, weißt du, du musst mich verstehen, das durftest du nicht mit mir machen.

Ich bin so schrecklich traurig.

Ich gar nicht. Mir hat es etwas wunderbares eingebracht.

Was denn? - Die Freiheit.

Adieu!

Adieu!

Nimm mich mit! Für immer soll dein Schicksal auch mein Schicksal sein, Geliebter.

Roberto Monti!

Ja, Herr Direktor?

Denke an meine Worte, Roberto! Du endest noch mal in der Gosse!

Ha!

Dank der guten Ratschläge meines Direktors

fing ich vorsichtshalber gleich von unten an.

Wer Autos verkaufen will, muss auch wissen, wie man mit ihnen umzugehen hat.

Um diesen hochtourigen Spielsachen möglichst nahe zu sein,

trat ich in eine Tankstelle ein.

Also, das war ein Mal Waschen und Abschmieren.

Danke.

Aus der Perspektive meiner Schmiergrube blickte ich hoffnungsvoll in die Zukunft.

Kopf weg!

Bist du verrückt geworden? Du hättest ihn beinahe umgebracht!

Ich bin einer der besten Stopper der Welt. Hey, Tankwart!

Deine Manieren sind zum Kotzen. - Na, wird es bald?

Sofort. - Bitte, er lebt noch.

Ölwechsel, junger Mann! Aber dalli! Wir haben es sehr eilig.

Moment!

Ich möchte gleich zahlen, mein Schatz.

Darf ich mich für den Herrn entschuldigen?

Renzino hält sich für einen brillianten Fahrer.

Dabei fährt er wie eine besengte Sau! - Das soll es geben.

Ist ja noch mal gutgegangen.

Der Kopf ist ja noch dran. Nicht der Rede wert.

Immerhin.

Ich begreife Sie nicht. Wenn ich an Ihrer Stelle wäre,

würde ich es in diesem Gestank keine Minute aushalten.

Wenn Sie hier raus wollen, wenden Sie sich nur an mich.

Ich mache aus Ihnen die zweite Lollobrigida, bei der Figur.

Ich bin die Besitzerin!

Die Besitzerin sind Sie?

Reizend. Da kann man nur gratulieren.

Ich finde es bewundernswert, wie die moderne Frau ihren Mann steht. Imponierend!

Schließlich leben wir im Zeitalter der Mondraketen, das darf man nicht unterschätzen.

Abgesehen von der fortschreitenden Motorisation, verstehen Sie?

Wir sollten uns zusammentun. - Was?

Ich meine natürlich eine geschäftliche, finanzielle Kombination.

Das wäre doch eine tolle Sache. - Danke, ich komme allein zurecht.

Schade, wir wären ein gutes Gespann.

Das ist eigentlich selten. Was Sie mir über Vergaser erzählt haben,

ist völlig neu für mich. Das habe ich überhaupt nicht gewusst.

Bewundernswert, das muss ich wirklich sagen.

Besonders interessiere ich mich für die Vergaser von Sportwagen.

In der Praxis lernen Sie ja viele kennen.

Ich weiß es bisher nur aus Büchern. - Das lässt sich ändern.

Meinen Sie? - Sie sind hier fehl am Platz.

Mit Ihrem Wissen. Also wenn Sie hier mal raus wollen,

dann brauchen Sie sich nur einfach an mich zu wenden.

Bitte, rufen Sie mich doch mal an. Dann können Sie mich besuchen

und wir unterhalten uns mal in Ruhe, über den Vergaser und andere Details.

Ich gebe Ihnen meine Telefonnummer.

Entschuldige, mein Schatz, es hat etwas länger gedauert.

Gib ihm ein Trinkgeld.

Na, mach schon. - Wie viel?

Alles natürlich.

Guten Morgen.

Ich hatte angerufen. Ich wollte eigentlich zu Monika.

Ach ja, kann mir schon denken. Ich bin Andrea.

Es zieht so scheußlich, wenn die Tür offen steht, kommen Sie doch rein.

Sie sind sicherlich Roberto. Ich bin so empfindlich gegen Kälte.

Aber hier sind doch ca. 40 Grad.

Ich brauche eben hin und wieder diese Temperaturen.

Ich bin gerade dabei, die Sauna vorzubereiten.

Für mich geht nichts über eine Heimsauna.

Ich bin gelernte Kosmetikerin. Lassen Sie sich anschauen, kleiner Roberto.

Ich habe gehört, Sie sind ein Autonarr. Ein ganz besessener sogar.

So ist das.

Dann sind Sie sehr gefährlich für meine Freundin Monika.

Übrigens, Monika macht gerade Einkäufe, aber wird sicher jeden Augenblick

wieder zurück kommen. Jetzt setzen Sie sich schön hin.

Ganz entspannen, nicht anstrengen.

Finden Sie eigentlich, dass ich zu dick bin.

Ich tu alles, um mein Gewicht zu halten.

Ich muss gleich mal kontrollieren.

Exakt. Jetzt werde ich mich erstmal umziehen.

Bleiben Sie ruhig da sitzen. Und machen Sie die Lampen aus, wenn Sie wollen.

Sie können auch eine Platte auflegen. Musik entspannt riesig.

Ich finde keine Platten.

Die Dinger liegen im Kühlschrank, drüben an der Wand.

Wenn ich Heimsauna mache, kriegen die Platten so leicht Beulen.

Ich glaube, wir lassen das mit den Platten.

Legen Sie sie weg, ich muss erstmal Make Up machen.

Nur ein kleines Tröpfchen.

So, jetzt bin ich ganz für Sie da.

Darf ich Ihre Hände maniküren?

Setzen Sie sich.

Sie sollten sich schämen! - Ich habe doch gar nichts gemacht.

Ich begreife nicht, dass ihr Männer immer nur an dasselbe denken müsst.

Sie sollten sich schämen, bei so schönen Händen

mit ungepflegten Nägeln herumzulaufen.

Ich bin schließlich Automechaniker.

Das muss ja nicht gleich jeder sehen.

Ich habe zum Beispiel auch Maurer unter meinen Kunden.

Mit der sozialen Stellung hat das überhaupt nichts zu tun.

Nägel müssen gepflegt sein, der Beruf ist dabei Nebensache.

Ach, das war nur das kleine Häutchen.

Das ist nur Alkohol, der verhindert vorzeitige Erschlaffungserscheinungen,

das muss sein.

Gibt Ihnen meine Massage nicht ein wunderbares Gefühl?

Ich arbeite sowieso den ganzen Tag, bei mir ist eine Massage eigentlich überflüssig.

Aber hier haben Sie es ganz bestimmt nötig.

Eine Hitze ist das hier drin.

Wen hast du denn da auf der Matratze?

Ah, Roberto ist dir in die Hände gefallen.

Na, ihr habt euch ja schon miteinander bekannt gemacht.

Wie findest du ihre Klopfmassage. - Anstrengend.

Soll ich nicht doch noch ein bisschen Hand an dich legen?

Vielen Dank.

Ich habe mich selten im Leben so entspannt gefühlt wie heute.

Ich habe mich mit Renzino verkracht.

Prima. Du musst ihn mal eine Weile stehen lassen, dann kommt er wieder zu sich.

Sind Sie nicht bald fertig? - Gut, Schluss für heute.

Schieß mal los. Was war denn?

Dieser Idiot hatte wieder mal keine Lust. Ich fahre doch morgen die große Ralley.

Und als ich ihn gefragt habe, ob er mitfahren will, hat er wie immer gestreikt,

der feige Hund. Mit dem kannst du dich nie amüsieren.

Du bist phänomenal.

Und wenn dir der Keilriemen reißt, fällt dir dann auch etwas ein?

Na klar.

Ist was?

Hier ist Obstsalat, den habe ich selbst gemacht.

Auch in der Küche bin ich eine Wucht. Ich muss dich mal sprechen.

Hör mal zu. Du hast mir schon Renzino ausgespannt,

nur dass du Bescheid weißt, den Knaben überlässt du gefälligst mir.

Renzino kannst du haben, aber den Jungen nicht.

Kommt gar nicht infrage, in den habe ich zu viel investiert.

Ich habe ihm die Nägel gemacht und ihn mindestens eine 3/4 Stunde massiert.

Und mir hat er so viel Neues über den Vergaser beigebracht,

dass ich glattweg weinen könnte vor lauter Begeisterung.

Also gut, dann werden wir eben um den Jungen kämpfen.

Bitte, ich bin bereit.

Sei wieder lieb, Monika.

Küsschen.

Sie? Was machen Sie denn hier?

Schon wieder das Auto gewaschen? Das war doch noch ganz sauber?

Ich höre, die Damen sind beim Frühsport.

Das machen sie nur meinetwegen. Ist das nicht rührend? Beide wollen mich.

Na?

Hallo, Kinder! Ich habe was mitgebracht.

Guckt doch mal! Nicht doch! Tut euch nicht weh, macht doch Schluss.

Na, was ist? Ergibst du dich? - Ja, ja.

Schätzen, gratuliere! Du warst großartig.

Komm, Roberto, ich habe dich gewonnen. Du gehörst jetzt mir.

Habe mir erlaubt, in aller Bescheidenheit, ein paar Blumen zu erstehen.

Für mich, Renzino? Wie reizend.

Du weißt, ich hatte schon immer eine Schwäche für dich.

Ich brauche dich doch. - Das sehe ich dir an.

Monika hielt ihr Versprechen.

Sie zeigte mir ihren neuen Sportwagen und stellte mir ein paar Fragen,

die ich ihr sofort mündlich beantworten konnte.

Draußen regnete es wieder einmal.

Und Monika begeisterte sich für technische Einzelheiten, mit großer Leidenschaft.

Was mir fast den Atem nahm.

Was ist los?

Das ist die Rallye Monte Carlo. Ich habe dich als Beifahrer eingetragen.

Fabelhafter Qualm da vorne. - Wieso fabelhaft?

Du! - Stopp, stopp!

Haben Sie nicht einen Feuerlöscher zur Hand? Wir haben einen Vergaserbrand.

Danke, sehr sportlich! - Bitte! Viel Glück!

Du bist wirklich eine Wolke! - Ich bin vor allen Dingen clever.

Der Feuerlöscher ist mit Benzin gefüllt.

Na, der hat mir noch gefehlt, dieser Vollidiot.

Wer?

Na, der Graf von Marcetti Manca.

Sag mal, bist du wahnsinnig geworden?

Ich war noch niemals so normal wie heute.

Der Graf ist ein alter Rivale von mir. Aber bisher habe ich ihn noch immer geschafft.

Monika war eine bewundernswerte Fahrerin. Sie beherrschte das Fahrzeug absolut.

Sie fuhr wie eine Besessene. In ihren Augen entdeckte ich dasselbe Leuchten,

wie bei meiner Frau Direktor.

Da ist er wieder, der verfluchte Marcetti.

Was ist? Hast du etwa Angst? - Nein, nein.

Schneller! Schlaf doch nicht ein! - Da vorne kommen Kurven.

Reiß dich doch mal zusammen! Ich gebe Gas! Los, schneller!

Verdammt! Wieso hakt das Ding nur noch mit Vollgas?

Ich weiß gar nicht, was du willst. Was besseres kann uns gar nicht passieren.

Ah, da kommt er angebraust, dieser dämliche Trottel.

Pass auf, er will mit aller Gewalt überholen.

Die Rallye von Monte Carlo wird nur einer gewinnen, und das bin ich!

Nur, dass du es weißt, du alter Gauner!

Wehe, wenn du ihn vorbei lässt. Die schmeißen Sachen raus.

Dir werden noch die Augen übergehen, Marcetti Manca!

Da kann ich ja nur noch laut lachen!

Dieser Pinkel!

Dem werde ich zeigen, was eine Harke ist.

Ich habe noch mehr anzubieten!

Ausgerechnet ihr wollt mich übertölpeln! Ihr spinnt wohl?

Ich schrecke vor nichts zurück!

Los, jetzt bist du dran! Los, zieh dein Hemd aus!

Aller Ballast muss raus, schnell. Aber halte das Steuer fest!

Lass dich nicht stören!

Ich muss das Letzte hergeben. Hauptsache, wir gewinnen.

Gib mir deine Hose, schnell!

Nein! Aber ich kann doch nicht nackt durchs Ziel fahren!

Ich habe noch was.

Hey!

Danke!

Diese zierliche Person hat alle männlichen Konkurrenten geschlagen.

Danke vielmals!

Meinen allerherzlichsten Glückwunsch!

Sie müssen ja wahnsinnig erschöpft sein, gnädige Frau.

Haben Sie unter der Hitze sehr gelitten?

Hat Ihnen der Sturzhelm und vor allem die schwere Montur sehr zu schaffen gemacht?

Erzählen Sie doch mal!

Danke. Es ging besser als ich dachte.

Wir waren ein gutes Gespann. Die Tatsache jedoch, dass sie das nächste Rennen

mit einem Raketenauto fahren wollte, zwang mich, an mein Weiterleben zu denken

und das Rennfahren mit ihr aufzugeben.

Danke für diesen überaus herzlichen Empfang.

Ich habe in meinem Leben schon oft gewonnen, sogar den Großen Preis von Peking.

Aber heute verdanke ich alles nur Roberto Monti.

Wir sind ein großartiges Gespann.

Wir waren es.

He! Entschuldigen Sie, können Sie mir vielleicht sagen,

wo ich einen neuen Wasserski-Lehrer auftreiben kann?

Ach ja. Der Wasserski-Lehrer ist tot, der verkauft jetzt brandneue Cadillacs.

Meinen Sie den? Der ist doch reif zum Verschrotten?

Hören Sie mal, das ist ein Cadillac El Dorado. Der ist für Margaret Joyce.

Für den Filmstar?

Ja, ich soll sie spazieren fahren, so lange sie hier ist.

Schade, ich kann hier leider nicht weg, wir machen einen Dauertanz.

Und wer am längsten durchhält, wird Sieger.

Dafür habe ich natürlich Verständnis. Ciao! - Ciao!

Hey! Hey, Sie! Haben Sie Lust, mich zu heiraten?

Das ist ein einmaliges Angebot!

Tut mir schrecklich leid, mein Kind, aber da muss ich passen.

Heiraten ist das Einzige, was ich nie tun werde. Nie, nie, nie!

Wie Sie wollen. Aber eines Tages werden Sie es noch bereuen.

Na, hast du was erreicht?

Eine ganze Menge, er hat "Nein" gesagt. - Habe ich gewusst.

Bist du verrückt? Hier bescheißt mich doch einer!

Und was soll das? Hier fehlt doch eine Karte?

Na wenn schon.

Jetzt geht es ums Ganze.

Zu dumm, wieder das Telefon.

Ja, hier ist die Villa von Madame Joyce.

Ich entsinne mich finster. Natürlich!

Ja, aber das geht eben nicht. Nein, der Produzent von Madame ist gerade da,

wegen des nächsten Filmes, nicht wahr?

Ja, es geht um Millionen, nicht? Wie?

Na ja, er möge sich vielleicht ein paar...

10 oder 15 schwache Minuten gedulden, nicht wahr?

Ja. Ja, auf Wiedersehen, mein Lieber, auf Wiedersehen.

Ja, das war... ach, Verzeihung. Gleich kommt er.

Wer ist er?

Na, der Kerl, der dich gewonnen hat, der Sieger.

Kapierst du denn immer noch nicht? Der Gewinner des Preisausschreibens.

Eine ganze Nacht mit Margaret Joyce.

Wenn der wüsste, der Ärmste.

Schluss damit! Setz dich und spiel! - Ach so, ja.

Mensch, was seid ihr bloß für Nullen? Ich habe doch geblufft!

Die hat ein Schwein! - Gekonnt ist gekonnt.

Danke, mein Schatz. Du hast es erkannt.

Scheiß Beruf! Na dann lasst ihn mal rein. - Hallo! Kommt, schnell!

Guten Tag, guten Tag! Kommen Sie nur. Ach sie sind das. Sie sehen doch sehr nett aus.

Kommen Sie nur. Die arme Margaret hat ja geweint, wissen Sie?

Na ja, so ein Preisausschreiben ist ja auch fürchterlich.

Hoffentlich gefällt es Ihnen wenigstens. - Aber ja, natürlich! Sehr!

Ach, von Ihnen ist gar keine Rede. Ich meine, hoffentlich gefällt es Margaret.

Mit Ihnen, nicht wahr? Also mit uns. Wir uns. Wir sich

Pass mal auf, komm mal her. Ich zeige dir was, was noch nie ein Mensch gesehen hat.

Margaret, ganz privatisch. Stellen Sie sich mal da hin. So, ganz intim, ganz intim.

Komisch, dabei ist sie eine ganz einfache Frau.

Sie will kochen, kleine Kinder kriegen.

Backen. Bitte!

Nicht so schüchtern.

Kommen Sie, Sie dürfen mir die Hand küssen.

Küssen Sie schon.

Unterhalten Sie mich ein bisschen. Nehmen Sie Platz zu meinen Füssen.

Schön so? - Sehr bequem, danke.

Hinter Ihnen steht Champagner. Lieben Sie ihn trocken oder halbtrocken?

Das ist mir eigentlich gleich. Ich glaube, der da ist ganz gut. Was ist mit dem?

Junger Mann, sind Sie glücklich? Hat sich der Traum Ihres Lebens erfüllt,

mit Margaret Joyce Champagner zu trinken?

Schenk ein, my Boy!

Oh nein, nein, kein Glas.

Über meine Beine. Ich bin sehr empfänglich für alles, was prickelt.

Es muss natürlich der richtige Jahrgang sein.

Genug! Genug jetzt! Entzückend, dass Sie meinen Humor verstehen.

Und nun sag mir, mein Freund, hast du ganz besondere Wünsche an mich?

Nein, ich dachte umgekehrt.

Haben Sie irgendein besonderes Ziel? Ich richte mich selbstverständlich nach Ihnen.

Ja, ja, ich weiß. - Ja, aber ich dachte...

Kann ich Sie nicht irgendwo hin fahren? - Irgendwo hin?

Aber warum willst du denn nicht hier bleiben? Hier ist es doch so gemütlich.

Ja doch, das finde ich auch. Ich dachte nur...

Aber du bist doch nicht hier, um zu denken.

Hättest du was dagegen, wenn wir jetzt die kleinen, wilden Bestien los lassen?

Wollen wir das tun? - Was? Die wilden Bestien?

Ja. Ich halte asiatische Löwen.

Die warten schon so lange, dass sie endlich mal raus kommen können.

Hast du gar keinen Spaß an so was?

Ich bin nicht ganz sicher. Ich glaube, ich muss jetzt gehen. Vielen Dank auch.

Aber nein, Sie bleiben! Nenne mich Margie. ! ...

Oh, danke, das ist sehr liebenswürdig. Mein Name ist Roberto.

Aber ich bitte dich, das ist doch ganz unwichtig. Komm mit, jetzt geht es los.

Kommt rein, Boys!

Kommt! Kommt!

Margie, mach dich mal frei! - Kannst du auch schwimmen?

Komm hier rüber! - Bisschen höher noch.

Die Burschen verstanden ihr Handwerk. Es klickte und blitzte.

Margaret vergaß alles und dachte nur an ihre Publicity.

Ich wurde Zeuge, wie die nackteste Margaret wieder einmal

für die Betrachter einschlägiger Magazine festgehalten wurde.

So, jetzt reicht es!

Margie! Margie!

Das ist ja eine reizende Bescherung! Guck mal da!

Wer ist denn das?

Der richtige Gewinner vom Preisausschreiben ist da.

Der andere ist ein Betrüger.

Nein, tatsächlich? Schmeiß den Kerl raus, ich bin ja kein Wohlfahrtsinstitut.

Du glaubst doch nicht im Ernst,

dass ich den ganzen Zinnober noch mal von vorne anfange?

Ja, was sollen wir machen? Er geht zu den Zeitungen,

die machen einen Riesenskandal.

Gratuliere, Sie sind also der glückliche Gewinner.

Mit der Nacht war es natürlich nur ein kleiner Scherz.

Ein Gag, verstehen Sie? Für so etwas hätte ich auch gar keine Zeit.

Ich habe Anspruch auf eine Nacht mit Margaret Joyce.

Er stottert auch noch. - Ja, besonders wenn er spricht.

Das Ganze ist doch nur eine Reklame-Idee. Das ist doch so üblich.

Übrigens, Sie sind gar nicht fotogen.

Hier steht, dass ich Anspruch habe.

Wir geben Ihnen eine Entschädigung von 50 Dollar.

Ja, danke, aber ich will...

50 Dollar und einen winzigen verstohlenen Einblick.

Danke, aber ich habe Anspruch auf...

Oder soll ich etwa die liebe Polizei holen?

Nein nein, ich, bitte, lesen Sie, hier steht doch...

Zeigen Sie mal her.

Aha. Wann war das Treffen mit mir vereinbart?

Um acht... - Zu wann, Marcel?

Achtzehn Uhr. - Und wie spät ist es jetzt, Marcel?

18:30 Uhr.

Aber es war doch so viel Verkehr.

Wie können Sie es wagen, zu Margaret Joyce zu spät zu kommen? Unglaublich.

Sie erscheinen bei dieser Dame um eine halbe Stunde zu spät?

Nur wegen eines Verkehrs, den Sie hatten?

Sie hätten schon im Morgengrauen hier erscheinen müssen.

Nee, jetzt sind wir böse. Verschwinden Sie.

Das war vielleicht ein Idiot. Das Gesicht, vorne, das er hat, das ist ja...

Wenigstens einen Kuss.

Marcel, erledige du das bitte. - Was, ich?

Ja, los, küss ihn.

So, da haben Sie Ihren Kuss von Margaret Joyce.

Warum hast du das getan? - Was?

Was hast du dir dabei gedacht? Warum hast du mir nicht gesagt,

dass du gar nicht der Gewinner des Preisausschreibens bist.

Entschuldigen Sie, ich weiß gar nicht, was Sie von mir wollen.

Eine Nacht mit Margaret Joyce.

Ich wurde Ihnen als Chauffeur zugeteilt, ich soll Sie fahren.

Mein Vater war auch Chauffeur.

Was Sie nicht sagen.

Ja, Taxi-Chauffeur.

Vielleicht war er auch was anderes. Vielleicht war er Minister.

Betty! - Was ist, Margaret?

Was war noch mein Vater? Minister? Oder Taxi-Chauffeur?

Methodistenpfarrer in Alabama. Mann ohne Rassenvorurteile.

Ein Mann von ungeheurer Loyalität.

Oh nein, ich meine meinen richtigen Vater. Was war der in Wirklichkeit?

Der war Taxi-Chauffeur.

Na also, ich habe doch richtig geraten.

Damit ging Margie zum privaten Teil über.

Sie schien sich auf einen gemütlichen Abend mit mir vorzubereiten.

Zunächst legte sie alle Starallüren ab und zeige sich

von ihrer menschlichsten Seite.

Nach dem Rummel mit den Reportern hatte Sie eine Erfrischung verdient.

Ich war von ihrem Charme und von dem was ich sah fasziniert.

Bürste! Bürste!

Bürste bitte.

Whisky.

Kennst du dieses köstliche Gefühl? - Welches Gefühl?

Whisky auf der Zunge und Wasser auf der Haut.

Mich macht das ganz verrückt.

Badetuch.

Whisky! - Sofort.

Was willst du eigentlich?

Na ja...

Ich weiß genau, was du willst.

Du würdest die tollsten Sachen anstellen, um mich zu kriegen.

Ja, schon, aber Sie sind ein Star.

Wie alt bist du?

Bald 21.

Hast du schon mal was erlebt mit Frauen?

Natürlich. Sogar schon oft.

Wie meinen Sie das?

Ich meine eine ganze Nacht. - Na ja, ich...

Aber noch nie mit Margaret Joyce, mein Junge. Mir fehlt was.

Ich weiß nicht, so habe ich das bisher noch nicht empfunden.

Würdest du mir einen Gefallen tun?

Etwas, was ich nicht von jedem Mann verlangen würde.

Sofort.

Probier dieses Konfekt. Ich habe es selbst gebacken.

Ich backe für mein Leben gern.

Du bist enttäuscht?

Hat es nicht geschmeckt?

Nein. Doch.

Du bist einfach hinreißend, mein Kleiner.

Wollen wir jetzt was wirklich aufregendes machen?

Ja. - Jetzt gleich?

Jetzt gleich. - Pass auf.

Können wir? - Es kann losgehen.

So.

Ich schlage vor, dass wir da anfangen, wo wir aufgehört haben.

Ich gewinne sowieso. Also strengt euch nicht an.

Als ich alleine auf dem großen Bett von Margaret Joyce lag,

hatte ich das Gefühl, noch kein Mann zu sein.

Aber beruflich zahlte es sich aus.

Durch die Fotos mit Margie-Baby erhielt ich meine erste Publicity.

Mein Chef sah mich mit anderen Augen an, ich fiel die Treppe hinauf

und wurde Autoverkäufer.

Im Telefonbuch entdeckte ich den Namen einer Baronin,

die eine extravagante Boutique für Damenmoden betrieb.

Ihr wollte ich einen besonders teuren Wagen verkaufen.

Dazu hatte ich mir einen Trick ausgedacht.

Ich musste so tun, als ob eine Freundin von ihr den Wagen kaufen wollte.

Hier Jean mit dem Modell "Spielereil".

Und jetzt die Attraktion: Jojo mit der Creation "Puffotter".

Aber warum stellst du dich so an? Das Ganze ist doch nur ein Spaß.

Das soll ein Spaß sein, wenn man ausgepeitscht wird?

Aber man kann doch seinen Kunden keine Modenschau à la Marquise de Sade

vorführen, ohne Peitsche. Halt dich lieber grade.

Und dir habe ich schon hundertmal gesagt, du sollst das Dekolleté tiefer machen.

Los, geh dich umziehen.

Wie oft soll ich denn noch betonen, dass ich bei den Proben

für eine Modenschau keine Fremden dabeihaben möchte.

Was wünschen Sie?

Entschuldigen Sie, eine gute Freundin von Ihnen hat mich hierher bestellt.

Olga? - Wie?

Ach ja, Olga. Ja, natürlich, Olga. Guten Tag.

Ich soll ein neues Auto vorführen.

Das letzte Modell von Bentley. Convertable, ein Paradies auf Rädern.

Ein Auto?

Ja. Ein Wagen ohne Pferde.

Das schönste Auto der Welt.

Entschuldigen Sie, sollen wir weitermachen?

Warte. Gib mir meine Tasche. Los, kommen Sie, zeigen Sie es mir.

Was denn? - Ihr Paradies auf Rädern.

Aber das geht leider nicht. - Und warum nicht?

Sie müssen das verstehen, das wäre nicht korrekt.

Wieso? Haben Sie den Kauf denn schon abgeschlossen?

Das nicht, aber eine verbindliche Absprache.

Verbindliche Absprache. Was heißt das heutzutage schon.

Mir blieb die Luft weg. Die Baronin war Ende 20.

Sie war eine Dame, die genau wusste, was sie wollte.

Sie duftete hinreißend.

Ich war der Situation in keiner Weise gewachsen.

Für einen Autoverkäufer wirken Sie aber reichlich unsicher.

Ich? Wieso?

Lassen Sie mich jetzt mal den Wagen ein Stück fahren.

Entschuldigen Sie bitte, aber das geht leider nicht.

Und warum nicht?

Ja, weil ich den Wagen doch verkaufen will.

Ich möchte gerne eine Probefahrt machen, vielleicht will ich den Wagen kaufen.

Und was ich mir in den Kopf setze, das tue ich auch.

Und Ihnen kann es doch egal sein, ob meine Freundin oder ich den Wagen übernimmt.

Ja, da haben Sie eigentlich recht.

Legen Sie mal Ihren Arm um mich.

Wir wollen versuchen, lieber so die Plätze zu wechseln.

Das erscheint mir weniger gefährlich.

Es geht schon.

Moment, Verzeihung. Ich bin hängen geblieben.

Sie sind sehr ungeschickt, mein Junge.

Habe es gleich.

Nun machen Sie schon.

Entschuldigen Sie bitte.

Ihre nervöse Tour ist ja eine fabelhafte Masche.

Wie vielen Frauen haben Sie auf diese Weise schon einen Wagen verkauft?

Keiner. Sie sind mein erster Versuch.

Laura, welch Glanz in meiner armen Hütte.

Olga, guten Tag, liebste Olga, ich bin ganz zufällig hier vorbei gekommen.

Stell dir vor, ich habe diesen fabelhaften Wagen gesehen,

der mir so gut gefällt, dass ich ihn unbedingt kaufen möchte.

Eine gute Idee. Aber warum sagst du das mir?

Oh, ich dachte, das würde dich vielleicht interessieren.

Mich? Warum?

Sie tut nur so. Es interessiert sie sehr.

Ich gebe überhaupt kein Geld mehr für Autos aus.

Sie verlieren so schnell ihren Wert. Und deshalb habe ich mir neulich ein Gemälde,

ein Utrillo gekauft.

Das ist ja eine fantastische Idee. Aber warst du auch gut beraten?

Heute muss man sehr aufpassen. Es gibt so viele Fälschungen.

Sag mal, hattest du nicht heute eine Verabredung bei mir in der Boutique?

Bei dir? In der Boutique? Nein.

Das musst du geträumt haben.

Sie sagt nicht die Wahrheit.

Was sind das für sonderbare Sachen? Oder handelt es sich um einen Mann?

Hübscher Junge. Gehört der dir?

Nein. Zu jung für mich.

Sag das nicht. Ein junger Liebhaber verjüngt.

Kommt, Kinder, da ist Besuch!

Wer ist denn das? - Das sind meine Nichten.

Wir haben ein Doppel mit Archi gespielt.

Sie machen den Ärmsten ganz fertig.

Kommt, Kinderchen. Archi, komm!

Guten Tag.

Du liebst die Überraschungen, Tag Laura.

Haben sie dich geschlagen?

Ich habe mich verteidigt, so gut ich konnte. Aber 6:0, 6:0.

In deinen Filmen hast du immer gewonnen.

Das war einmal. Das war vor 20 Jahren, liebste Olga.

Darf ich dir einen Freund vorstellen? Roberto Monti.

Ach, die Kinderchen kennen sich schon.

Ich glaube, wir lassen jetzt die Jugend bei der Jugend,

und wir Alten nehmen jetzt eine Tasse Tee. Komm, Archi.

Hallo! Hallo!

Fahren Sie eine Runde mit uns?

Also, ich finde den Wagen blöd. - Wieso?

Ein richtiger Angeberwagen.

Los, machen wir eine Probefahrt. - Kommt nicht infrage.

Wie geht es Ihnen? Sie haben ja einiges hinter sich.

Ich? Wieso?

Ich dachte, Sie stehen noch unter dem Schock.

Wovon reden Sie eigentlich?

Von der wunderbaren Nacht mit Margaret Joyce.

Habe die Fotos gesehen, waren ja in allen Zeitungen.

Die Krone der Geschmacklosigkeit.

Hören Sie mal zu, was in den Zeitungen steht, ist völliger...

Seien Sie still. Ich habe Sie nicht um eine Erklärung gebeten.

Eine Frau wird erst schön durch die Liebe.

Ganz allein nur durch die Liebe.

Darum sehnt sie sich stets nach der Liebe.

Voll Verlangen nach der Liebe.

Und sie wünscht, dass es ewig so bliebe,

denn die Liebe macht so schön.

Wissen Sie denn überhaupt, mein Herr,

was man entdecken kann bei einer Frau?

Ahnen Sie denn überhaupt, mein Herr,

was sie verstecken kann und will? Sehr schlau.

Was mag hinter zarten Tüllen, Seide, Samt und weichem Nerz

sich geheimnisvoll verhüllen?

Nichts als ein Frauenherz.

Eine Frau wird erst schön durch die Liebe.

Ganz allein nur durch die Liebe.

Darum sehnt sie sich stets nach der Liebe.

Voll Verlangen nach der Liebe.

Und sie wünscht, dass es ewig so bliebe,

denn die Liebe macht so schön.

Bravo, bravo! Welche Frau auf der Welt kann so singen wie Sie?

Deine Stimme ist noch genau so wie früher.

Wenn es doch nur einen Produzenten gäbe,

der einen Film mit uns beiden machen würde.

Das würde bestimmt ein größer Erfolg.

Ach du meine Güte.

Außerdem könnte ich es gar nicht, selbst wenn ich wollte.

Mit all den Geschäften, um die ich mich kümmern muss.

Meine Hubschrauberfabrik.

Du weißt doch, ich bringe ein neues Exportmodell raus.

Du hast es gut, Laura, mit deiner kleinen Boutique.

Ich habe gehört, du hast so große Schwierigkeiten im Moment.

Wir Frauen sollten uns eben doch nicht mit so großen Geschäften belasten.

Ja, da hast du ganz recht.

Die Baronin hatte ein wunderbares Talent,

mich von einer Schwierigkeit in die andere zu bringen.

Schutzlos überließ sie mich den drei Mädchen,

die mit aller Gewalt eine Probefahrt unternehmen wollten.

Ich bekam Küsse und Schläge, ich wurde gezwickt und gekitzelt,

die Biester kamen hinter mir her und suchten mit ihren flinken Händen

den Zündschlüssel in meiner Hosentasche.

Violetta holte ihn schließlich heraus.

Nein, lass mich.

Jedes mal, wenn wir uns getroffen haben, hattest du keine Zeit für mich.

Jetzt will ich nicht.

Ciao! - Na warte!

Junger Mann, Sie haben höchst eigenwillige Verkaufsmethoden.

Bitte entschuldigen Sie, ich dachte, es wäre...

Was? Wer? - Ach, nichts.

Es tut mir sehr leid, ich hoffe, Sie sind mir nicht böse.

Nein.

Es gefällt mir nur nicht, dass ich von Ihnen einen Wagen kaufen soll,

den Sie so einfach zwei wildgewordenen Kindern überlassen.

Pass auf! Alle Mann in Deckung!

Ach ja?

Es regnet. - Ach ja, richtig.

Keine Sorge, Baronin, hier ist alles automatisch.

Ein kleiner Druck auf den Knopf und schon schließt sich das Verdeck.

Hoffentlich. - Das haben wir gleich.

Na, das ist ja...

Fabelhaft. Wozu brauchen Sie denn noch das Verdeck?

Wir sind doch sowieso schon nass.

Zum Teufel, ich will den Knopf... - Das merke ich.

Aber irgendwo muss er doch sein.

Na, das arme Auto kann doch nichts dafür.

Lassen Sie das. Hat doch keinen Zweck.

Kommen Sie, kommen Sie.

So ein Mist. - Wieso, ist doch lustig.

Warten Sie, ich gebe Ihnen meine Jacke. Das habe ich noch nie erlebt.

Endlich mal was Neues.

Bei mir ist alles nass.

Na? Und Sie?

Ziehen Sie doch Ihr Hemd aus. Sie sind ja auch ganz nass.

Ach.

Aber Baronin... - Sei still.

Wenn ich mir einmal etwas in den Kopf gesetzt habe, kenne ich keine Hindernisse.

Dann sehe ich auch nicht ein, warum du so schüchtern bist.

Mit dem können Sie machen was sie wollen.

Er reagiert automatisch. Das Beste, was wir Ihnen bieten können.

Schön, aber ich wünsche einen Nachlass von 30 Prozent.

Die Bezüge sind total verdorben und das ist Ihre Schuld.

Sonst kaufe ich den Wagen nicht.

Einverstanden, Baronin. 30 Prozent weniger und wir reden nicht mehr davon.

Gut, und außerdem würde ich Ihnen raten, den jungen Mann dort zu entlassen.

Er hat wirklich keine blasse Ahnung.

Sie haben ganz recht, ein blutiger Anfänger, nicht wahr?

Ich werde ihn entlassen. Auf der Stelle. Danke sehr.

Wollen Sie nicht ein Stückchen mitfahren?

Ich bin gerade da rausgeflogen. Ihretwegen!

Ich weiß. Wenn du willst, kannst du bei mir anfangen.

Komm. Steig ein.

Um in Ihrer Boutique Hüte zu verkaufen, oder?

Ja. Genau das.

Du hast alle Eigenschaften, den Frauen etwas zu verkaufen.

Du hast Einbildung, Phantasie und Frechheit.

Und außerdem bist du ein ausgezeichneter Lügner.

Ich? Ein Lügner?

Ja, Olga ein Auto verkaufen zu wollen, das war hinreißend eingefädelt.

Perfekt. Es hatte nur einen kleinen Schönheitsfehler.

Olga hatte im Jahre 38 einen Autounfall in einem Film gehabt

und wollte seitdem und will seitdem nie mehr etwas von Autos hören.

Sie hat auch nie mehr eines gekauft. Bitte.

Oh, es fängt wieder einmal an zu regnen.

Die Baronin hatte immer gewusst, wo der Knopf war.

Meine so hoffnungsvoll begonnene Karriere als Autoverkäufer endete hier.

Und ich wurde erster Verkäufer in ihrer supereleganten

Apotheke für extravagante Damenmoden.

Ich war einen lächerlichen Schritt weitergekommen.

Mit treuem Augenaufschlag drehte ich den Damen für teures Geld an, was ich wollte.

Die Baronin war sehr zufrieden mit mir.

Roberto, ich bin sehr unzufrieden mit Ihnen.

Warum, Baronin?

An einem Abend wie diesem in Grau? Haben Sie denn keinen Smoking?

Nein. Habe ich nie besessen.

Ich muss irgendwo einen Smoking haben.

Jemand hat mal hier einen vergessen und nie wieder abgeholt. Maria!

Wie ich das wieder hinkriegen soll, weiß ich auch nicht.

Da passen ja fast zwei rein, so können Sie nicht rumlaufen.

So geht das nicht, das ist ja unmöglich. Maria, Sie müssen mir unbedingt helfen,

Sie müssen die Hose enger machen, die Hosenbeine länger.

Ausziehen, schnell. Beeilen Sie sich, es kommen jeden Augenblick die Gäste.

Erst das eine Bein... So. Und jetzt das andere.

Maria, beeilen Sie sich. - Ich mache so schnell ich kann.

Aber Hexen kann ich nicht. Ich bin auch nur ein Mensch.

Das muss ich mir sowieso erstmal in aller Ruhe ansehen.

Hast du das Kleid auch nicht bei der Konkurrenz gekauft?

Wo denkst du hin? Das kann ich doch Laura nicht antun. Na, so still hier?

Wir scheinen die ersten zu sein. - Tja, ist noch niemand da.

Das ist uns noch nie passiert.

Das heißt, außer dem Herrn da.

Guten Abend. - Enrico Addizione

Roberto Monti. - Meine Frau.

Sehr erfreut, Senior. - Ganz meinerseits.

Sagen Sie, wo ist die Baronin?

Sie ist irgendwie hier, sie wird gleich kommen.

Ich hoffe es wenigstens.

Sie entschuldigen. - Bitte.

Ich muss den ganzen Fetzen auseinander nehmen. Anders kriege ich das nicht hin.

Eine Zumutung ist das. Da hilft nur Geduld. Geduld. Geduld.

Oh, chic ist das. - Exklusivmodell.

Schau dich doch mal um. - Sündhaft teuer.

Also, in Bonn hatte ich ihn nicht vermutet.

So, wirklich?

Ricardo! Ciao!

Entschuldigen Sie, junger Mann, müssen Sie hier unbedingt stehen?

Ich fühle mich sehr wohl hier.

Aber mir fällt das langsam auf die Nerven.

Ich weiß nicht, wohin das noch führen soll. Jeden Tag erfinden sie eine neue Steuer.

Katastrophal!

In deinem Alter sind zwei Dinge verboten. Und dies ist eines davon.

Tante Olga, ist doch nur ein Martini.

Bitte nicht hier.

Merken Sie nicht, dass Sie stören?

Lass sie doch bitte in Ruhe. Bitte. - Ja.

Verschwinden Sie hier, los.

Aber Laura, wir waren doch füreinander geschaffen.

Für mich gibt es nur eine Frau, und das bist du.

Hör doch auf, ich weiß doch, wie schnell du dich getröstet hast.

Das sagst du mir? Ich weiß doch gar nicht mehr, wie eine Frau beschaffen ist.

Schau mal, ich bin schon ganz fett geworden. Nur durch Beherrschung.

Das habe ich ja immer gesagt. - Sie gestatten, Senior.

Seniorina. - Seniorina, natürlich. Verzeihung.

Pardon, Seniorina. - Senior, wenn ich bitten darf.

Das Finanzamt treibt es noch so weit, dass wir ohne Hosen herumlaufen.

Nicht so stürmisch.

Aber Laura, bitte sag mir, wer hat mich aus deinem Herzen verstoßen?

Ist es wenigstens ein bedeutender Mann von meinem Format?

Oh ja.

Ah, Roberto, da sind Sie ja. So sehen Sie doch wesentlich vorteilhafter aus.

Gut steht Ihnen der Smoking. Übrigens, darf ich bekannt machen...

Nicht nötig. Wir kennen uns schon.

Entschuldige, Laura, es geht nicht.

Dieser Smoking kommt mir verteufelt bekannt vor.

Ja, du hast recht. Es ist auch deiner.

Roberto! - Oh, Irene. Du bist auch auf der Party?

Ja, nur so zur Abwechslung. Die Baronin hat mich gebeten, ein paar Kleider vorzuführen.

Und was machst du? Dich soll sie als Verkäufer engagiert haben.

Sie ist reizend, nicht wahr?

Ja. Entschuldige, ich habe im Augenblick keine Zeit.

Du hast es eilig, wie gewöhnlich. Darf ich dir was sagen?

Du solltest etwas mehr auf dich acht geben.

Du wirst es sicher nicht für möglich halten, aber du hast deine Hosen verloren.

Und du wirst es nicht für möglich halten, aber ich weiß es bereits.

Und wer hat dich dazu angeregt? Die Baronin?

Nein. Das werde ich dir später erklären.

Hilf mir bitte erstmal rüber zur Schneiderwerkstatt.

Aber wie?

Vielleicht so?

Na, wie habe ich das gedeixelt? - Ich bin völlig fertig.

Und wo bleibt meine Belohnung?

Ich möchte einen Kuss. Oder ist die Baronin eifersüchtig?

Aber was geht mich denn die Baronin an?

Hilfe! Lassen Sie mich sofort los! Machen Sie, dass sie wegkommen!

Sie sind wohl verrückt geworden!

Was bilden Sie sich eigentlich ein? Lassen Sie mich los!

Hat man schon sowas gesehen? Ich bin sprachlos.

Mein Kind, mein armes Kind. Komm, setz dich.

Ach, diese Männer.

Warum starren Sie mich so an?

Ich habe ihr gar nichts getan.

Tja, das ist das Zweite, was ich meinte.

Also hören Sie, Kollege Kunz, ich habe an diesem Wochenende frei.

Hat das nicht noch drei Tage Zeit?

Ich könnte mir vorstellen, junger Mann, dass Sie das brauchen.

Sehr aufmerksam, vielen Dank.

Sie haben Glück gehabt,

die Schneiderin traute sich nicht in den Salon mit Männerhosen in der Hand.

In ihrem Alter verständlich.

Wissen Sie, es ist nicht so einfach, um diese Zeit ein Taxi zu finden.

Verzeihen Sie, darf ich mich vorstellen? Roberto Monti.

Doktor Markus. - Ah, ein Doktor.

Und wie hoch ist die Temperatur? 48? Ein bisschen zu wenig.

Was? Zu wenig?

Versuchen Sie auf jeden Fall zu erhöhen. Auf 60.

Was? Auf 60?

In Ordnung. Ich werde versuchen ein Taxi zu kriegen. Bis gleich.

Ich könnte Sie auch in meinem Wagen hinfahren. Das ist kein Problem.

Kommen Sie, ehe es zu spät ist.

Und jetzt Modell "Gequälte Unschuld".

Es folgt "Creatione Puffotter".

Wer ist das? - Renzino.

Meine Freundin Olga möchte dich gerne kennen lernen.

Mein Mann.

Wir fuhren mit meinem ersten eigenen Wagen, den mir die vermögende Baronin

zunächst geschenkt, später aber leider mit meinem Gehalt verrechnet hatte.

Die Fahrt ging zum "Kernphysikalischen Forschungsinstitut".

Abend, Doktor, spät heute.

Hier arbeite ich. Ich bin Atomphysikerin am Elektronensynchrotron.

Jetzt müssten Sie aussteigen. - Ach so.

Ich glaube nicht, dass die Atomphysik Sie reizen kann.

Ich denke, Sie beschäftigen sich in erster Linie mit Damenwäsche, Herr Monti.

Aber das macht doch nichts. Gerade die Kernphysik beweist, wie nah sich alles ist.

Zeigen Sie mir mal Ihr Labor. Es würde mich interessieren.

Das ist strengstens verboten.

Es liegt natürlich in meiner Hand, eine Ausnahme zu machen.

Ich kann es nur gestatten, wenn Sie versprechen, nichts anzufassen.

Und wenn ich Sie jetzt mitnehme, geschieht es auf eigene Gefahr.

Das hatte ich im Traum nicht erwartet.

Eine wirkliche Atomwissenschaftlerin wollte mir ihre Werkstatt zeigen.

Zunächst musste ich mich wieder einmal ausziehen.

Diesmal jedoch nur, um etwas Fantastisches anzuziehen.

Guten Abend, Doktor Markus.

Guten Abend, seien Sie vorsichtig, hier ist es etwas radioaktiv.

Immer?

Das merkt man an den Kontrollplaketten. Normalerweise sind sie gelb.

Wenn sie anfangen rot anzulaufen, wird es hier radioaktiv. Dann ist Vorsicht geboten.

Kann man dabei draufgehen? Ich meine, daran sterben?

Selbstverständlich. Das alles hier gehört zur Produktion der Antiprotonen.

Sie verstehen, Antimaterie.

Sie wissen doch sicher darüber Bescheid. - Ich habe es leider vergessen.

Es sind Wasserstoffatomkerne, negativ geladen.

So wie sie in der Natur nicht existieren.

Ja, das habe ich mir gleich gedacht.

Vor lauter Formeln und Mathematik habe ich tatsächlich das Kleine 1x1 verlernt.

Ich hatte Sie doch gebeten, nichts anzufassen.

Ruft das auch eine Reaktion hervor? Ist es sehr gefährlich?

Kann man daran auch sterben?

Ich fahre jetzt ins Neandertal, Kollege Markus.

Gute Reise, lieber Professor. Erholen Sie sich gut.

Dieses Mal gelingt es mir bestimmt. Ich habe es im Gefühl.

Was gelingt Ihnen dieses Mal?

Das Feuer mit Holzstäbchen anzumachen.

Das wäre ein ungeheurer Fortschritt.

Ich wünsche Ihnen viel Glück. Also auf Wiedersehen!

Auf Wiedersehen! Auf Wiedersehen!

Das ist Crank, der bedeutendste Wissenschaftler hier.

Er befasst sich mit dem Problem der introvertierten Neutronen.

Ach, so ist das? Introvertierte Neutronen.

Was es nicht alles gibt.

Aber sagen Sie mal, warum zieht sich Ihr Kollege so merkwürdig an?

Um unser Gleichgewicht zu erhalten,

versetzen wir uns gerne in die Vergangenheit.

Das ist für uns eine Art von Erholung. Das brauchen wir hin und wieder.

Je anormaler wir uns fühlen, desto weiter gehen wir in die Geschichte zurück.

Da habe ich mich also nicht geirrt, der Professor ist ein bisschen gaga.

Er ist ein besonders schwieriger Fall. Er ist seiner Zeit so weit voraus, dass

er sich nicht mehr re-integrieren kann.

Leider konnten wir ihn nur bis in die Steinzeit zurückverfrachten.

Von den Perioden davor wissen wir zu wenig.

Vorher gab es da doch noch das Paradies.

Wäre das nicht vielleicht was für Sie?

Damit ist durchaus nicht zu spaßen, Herr Monti.

Ah ja, Pardon. Es war nur gut gemeint.

Fühlen Sie sich nicht auch anormal?

Natürlich. Aber so weit brauche ich nicht zurück in die Vergangenheit.

Mir genügen zwei Jahrhunderte.

Marquise.

Koste von den kandierten Früchten. Sie sind einfach exquisit.

Es ist ein Präsent des Grafen von Saint Germains.

Das Fräulein Doktor Markus wagte den Sprung mit mir.

Sie hatte sich zuhause ganz im Stil von Louis-seize eingerichtet.

Mein Schuldirektor hatte uns die Französische Revolution so eingepaukt,

dass ich jetzt genau Bescheid wusste. So konnte ich mit der gescheiten Franziska

ein Spiel wagen, das sie "Re-Integration" nannte und nur ihrer Entspannung diente,

um die Kernspaltung zu vergessen.

Wir sind also im Jahre 1789. Mitten in der Französischen Revolution.

Wieso Revolution? An so etwas würde das französische Volk niemals denken.

Seid Ihr so überzeugt davon?

Dazu ist es viel zu interessiert an den Amouren seines Königs.

Seid Ihr ganz sicher, Marquise?

Aber 100%ig, liebster Herzog. Ein bisschen Champagner?

Mit allergrößtem Vergnügen.

1959. Alle Achtung. Das ist ein guter Jahrgang.

Ihr habt ein bezauberndes Dekolleté, Marquise. Es beunruhigt mich.

Oh, Monsieur. Sie gehen zu weit.

Aber wir leben doch im 18. Jahrhundert.

Eben deshalb, die Epoche der Aufklärung. Diderot, Voltaire.

Die Vernunft siegt über das Gefühl.

Und das Gefühl über die Vernunft.

Wie können Sie nur so etwas sagen?

Weil es Tatsache ist.

Wir leben in der Epoche des Luxus und der Verschwendung.

Des hemmungslosen Vergnügens.

Wir leben doch im Zeitalter der Pompadour.

Aber ja, in Versailles regiert jetzt die Pompadour.

Wofür haltet Ihr mich eigentlich, ich bin doch keine Mätresse.

Aber nein, wer spricht denn von so etwas?

Ihr seid nur eine Frau.

Eine wunderbare Frau.

Ihr seid einmalig für mich.

Ihr seid meine Königin Antoinette.

Und ich bin Euer König, Ludwig XIV.

16?

30., 40. Was Ihr wollt!

Danke für Eure Hand. Wir wollen die Stunden genießen.

Die Revolution kommt schneller als Ihr ahnt.

Ich bitte Sie, Sire, was haben Sie vor? Das hier ist mein Bett.

Ja, ich weiß, Sie müssen mir gehören. - Tut mir leid, das ist unmöglich.

Aber wir haben doch nur eine kurze Chance.

Nur noch ein paar kurze Tage und es ist alles vorbei.

Dann wird man uns auf die Guillotine zerren.

Ich glaube nicht daran.

Wir müssen die Zeit nutzen. Das Leben genießen.

Fühlt Ihr das nicht?

Unsere Uhr ist bald abgelaufen.

Daran kann ich Gott sei Dank nicht glauben.

Das Volk betet uns an, und auf das Volk kommt es doch schließlich an.

Ja, natürlich. - Na also.

Oh, was haben Sie da gemacht?

Nichts, meine Königin.

Haben Sie gehört? Es hat jemand geklopft.

Ja?

Ein Bote. Nun, was gibt es?

Unglaublich. Da haben wir's.

Lafayette hat uns verraten.

Ich habe es geahnt. Sie haben die Bastille besetzt.

Oh, dieser Lafayette!

Schicken wir ihn den Amerikanern. - Die wollen ihn auch nicht haben.

Ein paar Freunde werden uns doch geblieben sein.

Mirabeau. Wo ist Mirabeau?

Keine Ahnung. Wir haben jetzt Juli, vielleicht in St. Tropez.

Ich rufe ihn gleich mal an.

Nein, lass es. Bitte lassen Sie mich, Sire.

Nicht weiter, Roberto, einmal muss Schluss sein.

Es gibt kein Zurück. Bitte denken Sie an Ihre Re-Integration.

Sie sind meine Königin. Ich bin der König.

Es lebe der König.

Nein!

Nein!

Doch, du bist der König.

Louis? - Ja?

Louis? - Was ist, Liebste?

Frankreich braucht Euch so sehr, Sire. Es lebe Frankreich.

Es lebe Frankreich.

Louis? - Was bedrückt dich?

Die Domestiken haben uns alle verlassen.

Damit müssen wir uns abfinden. Es gibt schlimmeres auf der Welt.

Gibt es jetzt ein kleines Frühstück?

So, nun komm.

Lasst doch bitte nicht den Kopf so hängen, Sire.

Ihr seid der König, vergesst das nicht. - Ja ja.

Dann bewahrt bitte Haltung.

Ihr seid das Staatsoberhaupt. Ihr repräsentiert das Volk.

Ihr dürft jetzt nicht schwach werden. Ihr müsst stark sein.

Bedenkt, Ihr seid das Volk.

Aber Antoinette, seid doch vernünftig. Das Volk ist etwas müde.

Antoinette, das Volk ist sehr unzufrieden. Wo sind die frischen Brötchen?

Das Volk muss heute mal Brot essen.

Ich kann doch in diesem Augenblick nicht einkaufen gehen.

Ist mein König nicht satt geworden? Ich habe mir so viel Mühe gegeben.

Hätte ich doch ein Brötchen. Ein kleines, frisches Brötchen.

Das letzte hast du vorgestern gegessen. - Ich kann mich erinnern.

Sire, alle haben uns verlassen.

Die Nationalversammlung wird uns den Prozess machen.

Man wird uns zum Tode verurteilen. Der Pöbel wird uns vernichten.

Man wird uns auseinander reißen. Louis! Es ist die letzte Nacht, Louis!

Verzeihung, Franziska, ich muss jetzt nach Hause.

Gehen Sie nicht, Louis. Denken Sie an meine Re-Integration.

Sie sind doch der König. Und ich bin Antoinette.

Louis, wo wollt Ihr hin?

Ich möchte nach Hause! Ich muss arbeiten!

Unmöglich, der König arbeitet nicht. - Ach so.

Er regiert. - Also, bitte.

Wisst Ihr, was ich machen werde? Ich werde Hilfe holen.

Und zwar aus England.

Das ist sinnlos, die Engländer sind Verräter.

Sie sind die größten Feinde Frankreichs.

Unser Land hat überhaupt keine Freunde.

Ja ja, das verdanken wir Monsieur de Gaulle.

Mir völlig unbekannt.

Antoinette, ich muss dich verlassen. Ich sende dir die drei Musketiere.

Nein, Louis, lass mich nicht allein.

Sei vernünftig, Antoinette. Jetzt ist noch keine Gefahr.

Danton ist in Marseille, Robespierre in Arras.

Und Marat?

Keine Angst, der Ball ist doch erst übermorgen.

Lebe ich noch, oder bin ich tot?

Scarlet Pimpernel hat uns gerettet.

Am dritten Tag wurde ich morgens durch das intensive Knurren meines Magens geweckt.

Ich beschloss, etwas dagegen zu tun. Mein Aufzug war alles andere als unauffällig.

Aber ich hatte nur einen Gedanken: Frische Brötchen.

Wenn mein Schuldirektor gewusst hätte, wie gründlich ich mit allen Einzelheiten

der Französischen Revolution vertraut gemacht worden war,

ich wäre sicher gelobt worden.

Nun musste ich mich meinem beruflichen Fortkommen zuwenden,

das auch einen ganzen Mann verlangte.

Armes Frankreich.

Selbst dein König verlässt dich.

Ist da das Atominstitut?

Bitte Kollege Kunz.

Hier ist Doktor Markus.

Irgendwas neues für mich?

Danke der Nachfrage.

Das Wochenende verlief günstig.

Ja, es war eine gute Re-Integration.

Was sagen Sie? Eine ungenaue Spaltung?

Achten Sie auf die Zeiten.

Kontrollieren Sie den Ablauf, ich komme.

Und was haben Sie in der letzten Zeit getrieben?

Ich war im Bett...

Das heißt, ich habe die Französische Revolution studiert.

Aha.

Pardon.

Blütenstaub. - Meine Magnolien.

Sie werden sich noch daran gewöhnen müssen. Alter Adel?

Nein, das ist ein Andenken an eine Königin.

Ariel 3 ruft Villa Olga. Wir nehmen Kurs auf Sie.

Ah, da ist es. Mein neues Exportmodell.

Mit drei Luftschrauben.

Gefällt es Ihnen nicht?

Nein, da stimmt irgendetwas nicht.

Da ist irgendwas nicht in Ordnung.

Der Heckmotor verliert an Umdrehungen. Lassen Sie ihn lieber landen.

Ach, reden Sie nicht solche Dummheiten, mein Junge.

Fliegen Sie weiter. Weiter Richtung Nord-Nordwest.

Kann Kurs nicht halten. Verliere an Höhe.

Maschine außer Kontrolle, versuche Notlandung.

Ist was passiert?

Notlandung missglückt. Bin ausgestiegen.

Was heißt das?

Totalschaden. Ein Motor fiel aus.

Welcher? - Der Heckmotor!

Woher haben Sie das gewusst? Sind Sie aus der Branche?

Nein, ich verstehe nur ein bisschen was von Motoren.

Über Hubschrauber habe ich viel gelesen.

Sie haben mich immer ganz besonders interessiert.

Aha.

Aha, aha.

Wollen wir bei mir einen Drink nehmen?

Und das hier ist dein Zimmer. Guck mal, das schöne Bett.

Ein bisschen schmal, aber sonst ist es prima,

kann man sich richtig drauf austoben.

Im Bett soll man schlafen, nicht toben. - Tust du das nie?

Ich schon. Das macht doch grade Spaß.

Wenn du nicht toben willst, kannst du ja lesen. Zum Beispiel "Brehms Tierleben".

Nein, vielen Dank.

Warte, jetzt zeige ich dir was.

Das Allerschönste am Zimmer ist die Aussicht, die ist fantastisch.

Du wirst dich wundern. Du musst da mal runtergucken,

das ist ein Blick, da gehen dir die Augen über.

Wer ist da?

Ich bin es, Roberto.

Einen Moment, bitte.

Kannst kommen!

Ciao, Irene.

Ich habe dich schon lange nicht mehr gesehen, Roberto.

Was hast du inzwischen wieder angestellt?

Die Baronin soll ja ziemlich sauer gewesen sein.

Bedaure, man kann es nicht jedem recht machen.

Vergiss nicht, ich bin ja schließlich auch nur ein Mensch.

Und ich lasse mich nicht überfordern, es hat alles seine Grenzen im Leben.

Stimmt doch.

Was machst du da eigentlich?

Ich ziehe mich aus, wie du siehst.

Roberto, bilde dir ja nicht ein, dass du mit mir so umgehen kannst wie mit den anderen.

Aber nein, ich bereite nur schon alles für die nächste Szene vor.

Du kannst jetzt wieder losschreien und deine Tante Olga rufen.

Weißt du eigentlich, dass ich dich besonders gern habe, wenn du wütend bist?

Ach ja, das wollte ich dir übrigens noch sagen:

Ich bin Bevollmächtigter bei Tante Olga geworden.

Hast du wirklich geglaubt, ich hätte das nicht gewusst?

Das habe ich doch extra alles eingefädelt, mein Lieber.

Oder glaubst du, du hättest es von alleine geschafft?

Das möchte ich bezweifeln.

Jetzt habe ich aber endgültig die Schnauze voll!

Was bildet ihr euch denn überhaupt alle ein?

Die eine will einen Rennfahrer aus mir machen, die andere schmeißt mich ins Heu,

die eine steckt mich in die Badewanne und setzt mir auch noch eine Perücke auf,

die eine will mich massieren, die andere blamiert mich in den Zeitungen.

Und alles unter dem Vorwand, aus mir einen Mann zu machen.

Aber ich bin ein Mann und will endlich machen, was ich will!

Ich spiele nicht mehr mit!

Ich lasse mich nicht mehr länger für dumm verkaufen, verstanden?

Ich werde allerdings bei deiner Tante Olga arbeiten, das steht fest.

Aber ich lasse mich nicht mehr beeinflussen,

weder von dir noch von sonst jemandem.

Und dass du es nur weißt, mich wird keiner Frau mehr an der Nase herumführen.

Und am allerwenigsten du!

Ja, du hast recht.

Ich habe mich blöd benommen, das sehe ich ein.

Ich wollte dich ein bisschen auf die Palme bringen.

Es tut mir sehr leid. Ja, wirklich, Roberto, ich tue es auch nicht mehr wieder.

In zwei Stunden fahre ich in dies langweilige Internat zurück.

Na, zufrieden?

Mach's gut.

Du musst jetzt gehen, ich habe noch allerhand zu tun.

Ich muss mich umziehen.

Bitte entschuldigt...

Darf ich Sie ersuchen, mich nicht mitten im Satz zu unterbrechen.

Es war Ihre Aufgabe, jedes Detail vor dem Start genau zu kontrollieren.

Es interessiert mich nicht, dass nichts passiert ist,

es hätte ebenso gut ein Unglück passieren können.

Herr Merk, Sie sind entlassen.

Kommen Sie morgen früh in mein Büro wegen Ihrer Papiere.

Wiederhören. Guten Tag.

Pardon.

Zu Tisch, bitte.

Ich muss schon sagen, Roberto hat sich direkt zum Manager entwickelt.

Er ist sehr hart geworden.

Wie alle jungen Leute glaubt er, dass zum Kommandieren Strenge nötig sei.

Na dann, dieser Mann hat einen Fehler gemacht.

Wenn ich diesen Fehler begehe, werfen Sie mich auch raus.

Na.

Roberto ist gar nicht mehr so witzig wie früher.

Dafür ist er aber viel männlicher geworden.

Hauptsache ist, dass ich zufrieden bin.

Und seitdem Roberto da ist, gehen die Geschäfte viel besser.

Apropos, Argentinien hat 20 Hubschrauber bestellt.

Ich müsste hinfliegen, um die Piloten einzuweisen.

Wann? - So schnell wie möglich.

Morgen oder übermorgen.

Weißt du noch, Archi, als mein Vater unser Verhältnis entdeckte

und mich dann ins Internat gesteckt hat?

Streng bewacht vor den Männern.

Aber Archi, ein unzugängliches Internat, und das hat dir gar nicht gepasst.

Herrgott, waren das Zeiten. Wie stürmisch du warst.

Vor keiner Gefahr schrecktest du zurück.

Als du wie ein Ritter auf deinem weißen Pferd wie ein Blitz aus heiterem Himmel

über die Mauer sprengtest, und vor den Augen der entsetzten Schwestern

und von allen Mädchen glühend beneidet mich entführt hast.

Das war ein himmlisches Gefühl.

Das kann doch nur der Teufel sein!

Das ist der Teufel in Person!

Nicht schießen, Schwestern, den Teufel überwindet man anders.

Wir werden ihn mit Wasser vertreiben!

Sie müssen besser zielen!

Bitte keine Müdigkeit vorschützen!

Jetzt steigt er aus.

Ich stelle das Wasser ab.

Das ist ja ein schicker Kerl!

Es spritzt nicht mehr richtig!

So, und jetzt keinen Mucks mehr.

Eine Entführung!

Lass mich los!

Ciao!

Dann kam auch für mich der wichtigste Tag in meinem Leben.

Ich heiratete das schönste Mädchen der Welt. Irene.

Und um mein Glück vollkommen zu machen, waren alle Damen gekommen,

die mir in meiner Entwicklung weitergeholfen hatten.

Meine liebe Frau Direktor, die immer besonders nett zu mir war

und mir oft heimlich manch großes Stück Fleisch zugesteckt hatte.

Eine selbstlose Dame, die mich vor den Gefahren bewahrte,

die einem jungen Pensionatszögling zu drohen pflegen.

Der Abschied von ihr fiel mir besonders schwer.

Monika, die Rennfahrerin, deren Tempo ihrem Temperament entsprach.

Und die am Steuer einen Mann aus mir gemacht hatte.

Ihre Tricks werde ich nie vergessen und mir damit viel Ärger im Leben ersparen.

Ich wünsche ihr noch viele Siege auf allen Pisten der Welt.

Die katzenäugige Margaret Joyce, Liebling von Millionen Kinofans,

die demnächst ein Buch über Kochkünste am eigenen Herd herausbringt.

Eine einfache Frau im Scheinwerferlicht, die über Sex ganz anders denkt

als ihre Verehrer.

Baronin Laura, die faszinierende Geschäftsfrau mit dem ausgeprägten Sinn

für Realitäten. Eine Frau, die sich von keinem Mann beherrschen lässt

und der jede Abhängigkeit zuwider ist.

Dabei von einer Zärtlichkeit, nach der sich jeder Mann sehnt.

Und Franziska, meine gestrenge Intellektuelle.

Die, um in die Zukunft schauen zu können, gelegentlich auch mal zurückblickt.

Eine Wissenschaftlerin, die aussieht wie Angelique.

Irene sah hinreißend aus. Ihre Augen strahlten wie nie zuvor.

Als wir die Kirche verließen, regnete es.

Jetzt wusste ich genau, dass es sich um den Höhepunkt in meinem Leben handelte.

Wiedersehen, wiedersehen, Tante Olga!

Wiedersehen!

Du auch! Ciao!

Ciao!

Und du auch. Wiedersehen!

Zum ersten Mal störte mich etwas an meiner jungen Frau.

Die traditionelle Küsserei der jungen Hochzeitsgäste gefiel mir gar nicht.

Aber ich ließ mir natürlich nichts anmerken.

Nun ist aber endgültig genug!

Ciao!

Wiedersehen!

Die Sonne kam heraus und unsere Hochzeitsreise begann mit einem Höhenflug.

Ich sah die Stätten meiner Jugend, die mir weit entfernt erschienen,

ich war reifer geworden und ein Mann.

Irene, glaube ich, hat das gewisse Etwas einer Frau, das mich glücklich macht.

Ich werde mich bemühen, ihr ein guter Ehemann zu sein.

Roberto? - Was ist?

Guck mal runter. Das waren noch Zeiten.

Jetzt ist endlich mal Ruhe.

Weißt du, was wir heute Abend machen?

Ohne Ihre liebevolle Hilfe, meine Damen, hätte ich das nie geschafft.

Ich danke Ihnen.

Untertitel: Herden Media

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