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Zulu
*Ein Handy klingelt.*
Hallo!
Mama, rot!
Ich bitte dich, ich hab die Dinge immer gewuppt.
Ich komm um halb zwölf.
Quatsch! Entspann dich!
Wenn die Kollegin absagt, ist das ihr Problem. Ja.
Sie hat scheinbar Probleme mit ihrem Terminkalender.
Bluse!
Streit? Nein.
Eine alleinerziehende Mutter bringt ihren Lieblingssohn zur Schule.
Millionenfacher Alltag in Deutschland.
Hast du vergessen.
Danke.
20 Leute? Das ist kein Problem.
Das machen wir immer mit der Ruhe und blitzschnell.
Mama!
Alles roger, Jaques.
Haben Sie ein Taxi bestellt?
Hab eine Bank überfallen, bin auf der Flucht.
Steigen Sie ein!
Kannst du heute auf ihn aufpassen?
Schon wieder? Nein.
10 Euro extra.
Nein. Einmal shoppen?
Tschüs!
Tschüs!
Hallo!
Witzig! Sonst komm ich immer zu spät.
Das kann nicht so lange dauern!
Haben Sie das Buß- geld eingezahlt?
Wovon?
Als Ihr Anwalt geht mich das nichts an.
Wir reden schließlich von 47 unbezahlten Strafmandaten.
Ich hab niemanden umgebracht.
Ich hab momentan andere Probleme.
Sagen Sie das dem Richter.
Das wirkt gut.
Sie entschuldigen, ich habe keinen Parkplatz gefunden.
Ich habe eine Gehbehinderung.
Ist gut, Herr Vorsitzender.
Wir stehen alle mitten im Leben und sehen das tiefenentspannt.
Da hat sich jemand unverfroren auf den Behindertenparkplatz gestellt.
Das ist dreist.
Wem sagen Sie das?
Das war jemand ohne Behindertenkarte.
Der Besitzer der Park- karte ist seit 2 Jahren tot.
Das ist das Letzte.
In welcher Welt leben wir?
Die Leute gucken nicht mehr links und rechts, ziehen ihr Ding durch.
Sie sollten sich rundum schämen.
Frau Brand!
War der Verstorbene Ihr Großvater oder Ihr Onkel?
Mein Opa.
Sozialstunden in einer Pflege- einrichtung für Behinderte! Spinner!
Der hätte Sie wegen Urkunden- fälschung verurteilen können.
Seien Sie froh, dass Sie alleinerziehende Mutter sind.
Wie stellt der sich das vor?
Ich hab keine 300 Stunden. Ich hab zwei Kinder und zwei Jobs.
Ich habe für alles eine halbe Stunde Zeit.
Möchten Sie wieder für 2 Monate ins Gefängnis?
Dann zahlen Sie die 3.000 Euro!
Woher nehmen?
Dass Sie Probleme haben, glaube ich.
Kann man Berufung einlegen?Ja.
Sie können es bestimmt, aber ich nicht.
Sie können mich nicht einfach hier ...
Herr Hesselmann!
Sie scheinen eine sehr energische Person zu sein.
Ja. Und?
Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
Melden Sie sich bei "Haus am Park" Dort ist Frau Marold zuständig.
Die kann so was wie Sie gut brauchen.
Ich werde beobachten, wie Sie sich bewähren.
Manchmal muss das Strafrecht mangelnde Erziehung kompensieren.
Wo ist Sofie?
Entschuldigen Sie bitte!
Vor Gericht wurde mein Auto abgeschleppt.
Tisch zwei hat Wein bestellt.
Die Rechnung für Tisch vier.
Ich muss mich noch umziehen. Du siehst gut genug aus.
Ein Restaurant... ist eine Bühne.
Voilà.
Sind Sie Frau Brand? Marold.
Richter Meier hat Sie bereits angekündigt.
Sie haben was auf dem Kasten, wenn er sich persönlich um Sie bemüht.
Er hat mich zu 300 Sozialstunden verknackt.
Und sonst hat er nichts gesagt.
Nö.
Dann sprechen wir in einer Stunde weiter.
Wie meinen Sie das?
Sie können sich umentscheiden.
Ich hab kein Geld, um mich freizukaufen.
Lustig! Bewahren Sie sich Ihren Humor!
Herr Richter Meier hat mir erzählt, dass Sie sich gut mit dem Ausloten
persönlicher Grenzen auskennen.
Das wird hier Ihre Aufgabe.
Georg ist Paraplegiker.
Die unteren Gliedmaßen sich gelähmt.
Was genau soll ich mit dem machen?
Motivieren Sie ihn, an unseren Angeboten teilzunehmen!
Wir ham hier ein Basketball-Team, einen Schachklub ...
Lernen Sie ihn erstmal kennen!
Erstmal haben Sie 1 Stunde und dann erhöhen wir auf 2 Stunden am Tag.
Georg! Besuch für Sie!
*Laute Death Metal-Musik dröhnt.*
Hallo!
Frau Marold!
Entschuldigung!
Nichts anfassen!
*Sie stellt die Musik aus.*
Wieder eine, die mit Krüppelbe- spaßung ihr leeres Konto auffüllt.
Ich hab eine super Idee, wir fangen von vorne an.
*Sie klopft an.*
Hallo Georg, wie geht's?
Ich fang auch noch mal von vorne an: Verpiss dich!
Verrückt geworden?
Das ist albern.
Nichts anfassen!
Und nicht atmen. Hier stinkt es wie im Raubtierkäfig.
Fenster zu!
Sie sind wütend, ich versteh Sie.
Mein Reich, meine Regeln!
Lasst mich endlich in Ruhe!
Sozialspasten!
Rekord!
So kurz war noch keiner drin? Nein, so lang!
Der ist nicht nur querschnittgelähmt.
Der mag Sie! Zweiter Anlauf!
Nein, das ist ein Psychopath.
Was ist los, was machst du hier?
Zu Hause hat keiner aufgemacht.
Laura ist da.
Ist sie nicht.
Sie sollte um 1 zu Hause sein.
Ist sie aber nicht. Ich hab Hunger.
Laura, wo bist du?
Dein Bruder steht bei mir im Supermarkt und kann nicht rein.
Dalli!
Sie kommt jetzt nach Hause und macht dir was zu Essen.
*Ein Handy klingelt.*
Wer stört?
Margold hier.
Hallo.
Ich informiere jetzt das Gericht, dass Sie nicht mehr kommen.
Ja.
Ich sage Richter Meier, dass Sie die 300 Stunden woanders ableisten.
Oder dass Sie zahlen.
Ich hab keine 3.000 Euro.
Aber woanders gerne. Können Sie mir helfen?
Nein, kann ich nicht. Entschuldigung!
Ich melde mich später noch mal.
Das ist ein Supermarkt und kein Callcenter.
Entschuldigung!
*Es klopft.*
Die barmherzige Schwester mit dem Vorstrafenregister ist wieder da.
Für Sie einfach "Sophie". Danke!
Sozialstunden.
Dafür muss ich wohl herhalten.
Ihr trampelt hier rein und glaubt,
Betten machen und Bettpfanne ausschütten, wäre eine Strafe.
Dabei wandert ihr ebenso assozial wieder raus,
nur verlogener.
Ihr glaubt, 100 Stunden Schöntun
macht euch zum gleichwertigen Mitglied der Gesellschaft.
300. Was?
Bei mir sind's 300.
Ja. Auch noch stolz darauf?
Wenigstens haben Sie Ihr Leben im Griff.
Wieso schickt mich der Richter zu diesem Vollidioten?
Er denkt, dass Sie an seinen Bruder rankommen.
An seinen Bruder?
An seinen heißgeliebten,
absolut indiskutablen Bruder.
Ich will nicht an seinen Bruder rankommen.
Dafür tut er alles.
Wieso lebt dieser Typ hier,
obwohl sein Bruder ihm eine Spezialwohnung finanzieren könnte?
Aus der Reha wurde er entlassen, weil er die Therapie verweigert.
Er ist noch nicht fit für ein selbstbestimmtes Leben.
Sein Bruder meint, er ist besser bei uns aufgehoben.
Wieso soll ich an ihn rankommen, wenn er das selbst nicht schafft?
Eher kommt eine unbekannte Schöne an ihn heran,
als jemand, der ihm einmal zu oft den Marsch geblasen hat.
Wie sein Bruder oder wie ich.
Ich bin Martin.
Hallo,
unbekannter Schöner!
Ich bin Sophie.
Er kriegt nicht oft Besuch?
Ganz wenig. Einmal in der Woche besucht ihn seine Freundin.
Er behandelt sie wie Luft.
Er ist seit Monaten nicht mehr aus seinem Zimmer gekommen.
Außer für die lebensnot- wendigen Therapieeinheiten.
Wie ist der Unfall passiert? Sekundenschlaf.
Wahrscheinlich.
Er ist mit seiner Freundin frontal in einen Baum gekracht.
Weiß er, dass sein Bruder mich schickt? Nein.
Sollte er auch besser nie er- fahren, sonst schießt er Sie ab.
Ciao, bis morgen!
Jaques.
Sophie.
Schnaps?
Schnaps.
Ist was?
Nein, nichts.
Sag schon!
Höchstens:
Wir kennen uns schon so lange,
dass ich manchmal vergesse, wie schön du bist.
Sag so was nicht, sonst vergesse ich, wie lange wir uns kennen.
Ich fahr dich nach Hause. Ich mache das morgen früh.
Danke!
Morgen wieder zu deinem Sozialfall?
Zu meinem Soziopathen, ja.
Warum zahlst du nicht die Strafe?
Weil ich von dem Geld lieber Urlaub machen will.
Okay.
Babsi, lass es! Ich brauche dein Gedusel nicht.
Sie sind's.
Ja, ich freue mich auch.
Hauen Sie ab! Ich bin gerade nicht gesellig.
Ganz anders als sonst.
Es ist verrückt, dass sie das mitmacht.
Babsi.
Seit diesem Unfall. Oh Gott!
Jetzt werde ich auch noch dement.
Wie, bitte?
Ich hab den Teil total vergessen.
Wie wir zusammen zur Schule gegangen sind.
Wie wir beste Freunde wurden.
Wie uns das Leben zusammengeschweißt hat.
Und wie ich langsam, ganz langsam,
Vertrauen zu Ihnen gefasst habe,
und Ihnen seit Jahren alles über mich erzähle
und unbedingt, ganz doll, Ihre Meinung zu allem wissen will.
Stimmt.
Sie haben ja gar keine Freunde.
Oder?
Machen Sie Fortschritte?
Nein.
Wir waren zusammen in der Reha.
Georg und ich ...
Er tut mir wirklich leid.
Haben Sie ihn nicht über?
Sein Schmerz rührt mich.
Ich war damals genauso.
Es ist wie ein Strudel,
der einen immer weiter nach unten zieht.
Wenn du den Punkt verpasst,
dann ist es zu spät.
Aber Sie haben es offen- sichtlich geschafft.
Ja.
Bald.
Laura!
Scheiße! Ich muss zur Arbeit. Laura kommt sicher gleich.
Ich hab Hunger.
Sie macht dir was. Aber wenn sie nicht kommt ...?
Sie kommt. Aber wenn nicht ...?
Dann soll sie dich vom Restaurant abholen.
Komm!
Das ist nicht dein Ernst.
Zweimal die Ente, zweimal den Lachs!
Hey!
Ein Bewährungshelfer.
Sehr umgänglich!
Sieht gefährlich aus.
Hunger? Ja.
Eine Creme bruleé speciale pour monsieur.
Laura!
Was soll das? Hast du meinen Zettel nicht gelesen?
Ich bin jeden Tag Babysitter.
Das ist vorübergehend.
Bis er Abi hat, oder was?
Ich krieg's zur Zeit nicht anders hin.
Einen neuen Papa brauche ich übrigens auch nicht.
Was?
Was redest du?
Ist das normal, dass du mit deinem Chef rumknutschen musst?
Du meinst Jaques?
So was kann mal passieren. Das merkst du auch noch.
Papa hat morgen Geburtstag.
Gehen wir hin?
Sind wir da schon ein- mal nicht hingegangen?
Mama, warum schaust du nach oben?
Weil ich glaube, dass der Papa uns zuschaut.
Mama!
Was denkt er, wenn er uns sieht?
Er freut sich, dass es uns gut geht.
*Es klopft.*
Ja, bitte.
Hier stinkt es wie in einer Strandhütte.
Marihuana ist gut für die Muskelentspannung.
In Kalifornien krieg ich das auf Rezept.
Das können Sie Ihrem Neurologen erzählen.
Da soll ich Sie in 20 Minuten abliefern.
Los, einsteigen!
Das können Sie alleine, oder?
Das Bett auf die selbe Höhe wie den Stuhl bringen!
Okay.
Scheiße!
Steckst tatsächlich die Bude in Brand.
Haben Sie sich verletzt?
Buh!
Sie Vollidiot!
Sie haben vergessen, die Bremsen festzustellen.
Das hätten Sie mir vorher sagen können.
Auf!
Jetzt werde ich auch noch sexuell belästigt.
Das ist Missbrauch von Schutzbefohlenen.
Haben Sie es wirklich so nötig?
Sicher. Bekiffte Stinkstiefel sind genau mein Beuteschema.
Aus uns wird nichts mehr. Ich rufe einen Profi.
Bevor Sie mich umbringen.
Und Sie suchen sich gefälligst ein anderes Opfer!
So schnell sind Sie mich nicht los. Meinen Sie, das macht mir Spaß?
In einem Monat sind Sie weg.
Wetten?
Was ist denn?
Frau Marold, sie wollte mir Marihuana andrehen.
Behauptet, es sei gut für die Muskelentspannung.
Viel Spaß noch!
Kommen Sie jetzt auch noch, um mich zu kontrollieren?
Nehmen Sie sich nicht so wichtig! Ich besuche meinen Bruder.
Wie läuft's denn?
Super! Er vertraut mir und macht irrwitzige Fortschritte.
Ja? Nein, natürlich nicht.
Keine Ahnung, warum ich dachte, dass Sie was erreichen könnten.
Irgendwas an Ihnen erinnert mich an ihn, wie er früher war.
Danke!
Er war ein Charmebolzen.
Davon ist heute nicht mehr viel zu spüren.
Wollen Sie die Wahrheit? Ich be- mühe mich nicht, ihn zu öffnen.
Sie können mich zu Sozialstunden verurteilen,
aber nicht zu einer Langzeittherapie.
Er hat mich als dumm und notgeil beschimpft. Der kann mich mal!
*Die Reifen quietschen.*
Urlaub schon geplant?
Ist noch ein bisschen hin.
Obwohl ein Tapeten- wechsel mir gut täte.
Ja, ein Wochenende in 'nem hübschen Häuschen am See würde dir guttun.
Ich hab nur leider keins.
Aber ich.
Was ist passiert?
Nichts, das war absehbar.
Martin geht jetzt ins Hospitz.
Frau Brand!
Das ist nicht der richtige Moment,
aber es war eins zu viel und ich muss der Sache nachgehen.
Georg behauptet, dass Sie ihm Geld gestohlen haben.
Ich hab was?
Ich kann es mir auch nicht vorstellen.
Das hat er gesagt?
Sie mieser kleiner Lügner!
Sie sind noch erbärm- licher als ich dachte!
Sie haben nichts anderes verdient, als im Drecksloch zu verrotten!
Ersaufen Sie im Selbstmitleid!
Sie haben's schwer, weil Ihnen das Schicksal in die Fresse haut.
Das gibt Ihnen das Recht, allen eine reinhauen zu dürfen?
Fertig?
Nein!
Glauben Sie, es macht Spaß, zwei Kinder alleine großzuziehen?
Nur, weil ich ein paar Straf- zettel nicht gezahlt hab,
weil ich keine Kohle hab,
muss ich mich um ungepflegte, aso- ziale Arschlöcher wie Sie kümmern.
Ihr Mann wird schon wissen, warum er gegangen ist.
Was?
Was haben Sie gesagt?
Wissen Sie ...
Es gibt Menschen, die alles dafür gegeben hätten, zu leben.
Dann sehe ich einen wie Sie, der sein Leben wegschmeißt.
Nicht, Sie lassen hier keinen mehr rein.
Hier will keiner mehr rein.
Ich will es auch nicht mehr.
*Ein Handy klingelt.*
Ja, Brand.
Hier ist Margold.
Entschuldigen Sie die Störung! Es geht um Georg.
Er sagt, er hat das Geld wieder gefunden,
und dass es wohl ein Missverständnis war.
Er hat es gefunden?
Er hat die Geschichte erfunden.
Ich brauche zwar Geld, aber ich stehle keins.
Er hat sich für die falschen Vorwürfe entschuldigt.
Sie können sich vorstellen, wie schwer ihm das gefallen ist.
Er lässt fragen, ob Sie nicht doch wieder kommen könnten.
Was haben Sie gesagt?
Ob Sie nicht wieder kommen können?
Der kleine Lord lässt fragen.
Der kann mich mal!
Wenn er was von mir will, dann soll er hierher kommen,
und sich entschuldigen, uns zwar aufrichtig.
Dann überlege ich mir, ob ich es unter Umständen einrichten kann.
Sagen Sie ihm das!
Er verlässt sein Zimmer nicht.
Dann hat er Pech gehabt!
Sie haben ja meine Adresse.
Tschüs!
Tja.
Sie will, dass Sie sich persönlich bei ihr entschuldigen.
Ich denk nicht dran.
Mama, komm mal!
Was ist denn?
Da sitzt einer im Rollstuhl und starrt aufs Haus.
Ist das nicht dein Irrer aus dem Behindertenheim?
Lass ihn starren!
Es tut mir leid!
Sie haben gewettet, dass ich bis zum Monatsende weg bin. Gelungen!
Kommen Sie wieder!
Warum? Sie haben erreicht, was Sie wollten.
Weil ...
Weil Sie die erste sind, die kein Mitleid mit mir hat.
Und mir gesagt hat, was ich wirklich bin.
Ein Idiot.
Ich hatte schon genug Idioten in meinem Leben. Machen Sie's gut!
Ich kann die mitleidigen Gesichter nicht mehr ertragen.
Sie sehen meinen Charakter, nicht den Rollstuhl.
Das tut mir gut.
Sie tun mir gut.
Aber Sie tun mir nicht gut, weil Sie einen miesen Charakter haben.
Wie schnell fährt der?
Geh wieder hoch!
Wie viel PS hat der?
Nur mich.
Bist du zu faul zum Gehen?
Ich hab mir weh getan.
Hast du aber Glück gehabt.
Warum?
Mein Papa hat sich auch weh getan.
Aber der ist tot.
Oh, das ...
Gehst du jetzt bitte wieder rauf!
Ist ja gut! Fahren wir mal ein Rennen?
Du hast Null Chance gegen meinen Roller.
Mal sehen!
Tschüs!
Tschüs!
Du bist gar nicht so wie Mama gesagt hat.
Ab jetzt!
Es gilt nicht, das ist ein Kind.
Was ist? Sehen wir uns wieder?
Wie komme ich wieder nach Hause?
So wie Sie hergekommen sind.
Hi!
Wohnst du da?
Ja.
Freiwillig?
Nicht wirklich.
Hallo!
Danke!
Bedanken Sie sich bei ihm!
Freuen Sie sich nicht zu früh: Eine blöde Bemerkung und wir sind weg.
Linus! Der Georg mag das nicht, wenn man seine Sachen anfasst.
Ist schon okay.
Linus!
Nicht!
Legen Sie das zurück in den Karton, bitte!
Cool! Ist die echt?
Darf ich die haben?
Der Eisenmann.
Sind Sie das?
Das war ich mal. Legen Sie es bitte zurück!
Wenn ich beim Rennen gewinne, darf ich die dann haben?
Linus, er will das nicht.
Er hat's mir versprochen.
Ich hab nichts versprochen.
Es gibt kein Rennen.
Feigling! Weil du so- wieso keine Chance hast.
Wartet mal!
Ihr seid verrückt!
Linus!
Da fährst du nicht runter! Das ist gefährlich. Perfekt!
Wer zuerst unten ist, hat gewonnen.
Achtung, fertig, Feuer, los!
Achtung!
Linus!
Georg!
Langsamer!
Stop! Georg!
Achtung, das Wasser!
Ah!
Gewonnen, Mama! Ich hab gewonnen.
Scheiße!
Georg!
Scheiße!
Alles okay?
Was ist denn da los?
Ehre, wem Ehre gebührt.
Du hast gewonnen.
Du bist über das Ziel hinaus, aber du warst vorne.
Stimmt. Du bist der erste Sieger und ich bin der zweite Sieger.
Okay.
Komm! Wir müssen los. Ich will noch da bleiben.
Bitte!
Wir sind klatschnass.
Wir sehen uns am Montag. Schönes Wochenende!
*Es klingelt.*
Hallo!
Ist deine Mutter schon fertig?
Die ist gar nicht da.
Hat sie nichts gesagt?
Hey! Das ist ja eine Überraschung!
Was machst du hier?
Ich war verabredet, mit dir.
Vergessen?
Was vergessen, Mama?
Du hast es wirklich vergessen?
Entschuldige! Jacques und ich wollten übers Wochenende wegfahren.
Ganz sicher nicht.
Kann ich mit?
Sind Sie ein Verwandter?
Wir haben ein paar Monate in der Reha verbracht.
Verstehe.
Es tut mir sehr leid, aber er ist heute Morgen verstorben.
Kann ich ihn noch einmal sehen?
*Ihr Handy klingelt.*
Hallo!
Ich bin's.
Martin ist tot.
Was?
Heute Morgen gestorben.
Ich wollte ihn besuchen.
Warte mal!
Wäre das okay, wenn wir noch jemanden mitnehmen?
Georg, wir kommen dich holen.
Hey!
Wir fahren übers Wochenende ans Wasser.
Hast du Lust, mitzukommen?
Hallo, ich bin Jacques.
Ich arbeite in seinem Lokal.
Wir kennen uns schon lange. Hab ich nichts von ihm erzählt?
Nein.
Egal.
Komm mit! Das wird lustig.
Cool!
Wo ist meine Badehose?
Ich bringe sie dir gleich.
Schuhe aus!
Bevor das Geld auf der Bank verrottet.
Das ist es.
Gar nicht schlecht für einen Koch, oder?
Oh Gott!
Tut mir leid!
Ist okay.
Ich bin es gewohnt, dass mich Frauen sitzen lassen.
Jacques!
Komm ins Wasser!
Spielverderber!
Einen kleinen Jacques vielleicht?
Trinkst du nicht?
Ich kenn mich nicht so aus mit ...
Behinderten. Oder sagt man das nicht?
Paperlapapp.
Heute reden alle von Inklusion.
Menschen mit Handicap.
Aber ehrlich ist "Behinderte".
Aber kannst du schwimmen?
Jacques!
Braucht ihr noch Eis?
Taucht gleich wieder auf.
Schwimmen geht ganz gut.
*Beide stöhnen.*
Und, noch fit?
Klar.
Nochmal hin und zurück.
Entschuldige, dass ich dich nicht gleich erkannt habe.
Du bist doch dieser Triathlet.
Zumindest war ich das mal.
Ich versteh das nicht.
Wenn man das richtig geliebt hat, kann man das denn aufgeben?
Machst du Scherze?
Ich spür meine Beine nicht mehr.
Du hast Beine, und vor allem Arme.
Die kannst du trainieren.
Scheiß drauf!
Scheiß drauf? Du bist mir davon- geschwommen. Ich hab gesunde Beine.
Dir war es nicht egal.
Du bist ziemlich ehrgeizig und willst nicht verlieren.
Ich hab schon verloren.
Mehr als du dir vorstellen kannst.
Alles in Ordnung?
Komm!
*Im Radio spielt Musik.*
Kann ich nicht sehen.
Ist doch egal.
Mama!
Sie ist unten.
Ich geh zu Mama.
Die freut sich bestimmt.
Was macht ihr da?
Ist das immer so?
Er ist 7. Und ich 43.
Es ist das erste Mal.
Ein anderer Mann bei uns.
*Sie flüstern.*
Ist da nichts Normales? Man braucht ein Lexikon für den Kühlschrank.
*Sie spricht etwas falsch aus und er korrigiert sie.*
Klingt gut, schmeckt scheußlich.
Darf ich dich was fragen? Sicher.
Spürst du da noch was?
Und wie!
Kann die Dinger nicht mehr gebrauchen, aber sie tun weh.
Ich kann nichts dagegen tun.
Klingt echt scheiße.
Da geht es uns ähnlich. Wieso?
Nicht noch 'n Vater?
Darf ich dich auch was fragen?
Woran ist er gestorben?
Ein Arbeitsunfall.
Er fehlt dir.
Eigentlich nicht.
Es scheint, als ob wir beide unsichtbare Schmerzen haben.
Hast du daran gedacht, dich umzubringen?
Ständig.
Ich hab so 'ne Ahnung, dass man das Leben nicht schwänzen darf.
Schon kapiert.
Ich geh dann mal.
Entschuldige, aber dieser Busfahrer...
Hallo! Hallo!
Sophie.
Georg hat dich erwähnt: Barbara.
Freut mich.
Dann geh ich mal.
Vielleicht ein andermal.
Alles okay? Jaja.
Ich ertrag ihr schlechtes Gewissen nicht mehr.
Wieso hat sie eins?
Sie glaubt, sie ist für den Unfall verantwortlich.
Ist sie das?
Kannst du einmal pünktlich sein?
Sag das dem Busfahrer vor mir.
Klar.
Warum glaubt sie das?
Egal!
Ich dachte, du bist gefahren.
Eben, deshalb ja.
Ich damals ein Radrennen gefahren, in München.
Ich war ziemlich fertig.
Danach hat sie mich die ganze Strecke allein fahren lassen.
Es klingt, als würdest du ihr die Schuld für den Unfall geben.
Schau, was in der Zeitung war!
Ja, und? Das Stadtmarathon, das wäre am Ziel.
Für wen? Für dich. Du könntest mitlaufen.
Mitlaufen... Da kann jeder daran teilnehmen, auch Rollstuhlfahrer.
Ja, und auch Senioren. Ich war ein Profi, ganz vorne.
Glaubst du, ich mische mich unter Hausfrauen, Omas und fette Jogger?
Du kannst gewinnen, wenn du so gut bist.
Ich bin nicht so gut, und deswegen lass ich es.
Meine Zeit ist vorbei.
Wer sagt denn das? Ich.
Können wir das Thema wechseln? Ich bin behindert, verstehst du?
Mich behindern diese beiden toten Stumpen.
Hindernisse sind zu überwinden.
Ja, das ... Ich hab im Internet nachgeschaut.
Weißt du, was der beste Rollstuhl- fahrer in Berlin eingefahren hat?
1 Stunde und 21 Minuten für 42 Kilometer.
Und bei den Läufern liegt der Rekord bei über 2 Stunden.
Vergiss es! Ja. Klar.
War 'ne Schnapsidee von mir. Du hast Einiges zu verlieren.
Bei dem Stress hast du keine Zeit zum Trainieren. Stress.
Du betreibst extrem Selbsbemitleiden.
Und das erfordert deine ganze Kraft.
"Wir müssen Ihnen mitteilen, dass Ihre Tochter seit über 2 Wochen
nicht mehr in der Schule war. Wir bitten Sie um ein Gespräch."
Wie war es in der Schule?
Das fragst du nie.
Guck mal ...
Okay, du weißt das.
Leb damit!
Laura!
Wenn du mit 'ner Schnapsflasche unter der Brücke landen willst,
dann mach so weiter. Wieso?
Du hast Abi und darfst kellnern, weil du mit deinem Boss rummachst.
Eine Jahrhundertkarriere.
Komm wieder in die Spur. Ich bin deine Mutter.
Echt? Ich dachte, ich wär' deine Mutter,
so lebensuntüchtig wie du bist.
"Laura, pass auf Linus auf!
hast du mal Bargeld?
Laura, Laura, Laura ..."
Ich kann und ich will nicht mehr.
Also lass mich wenigstens mit der verdammten Schule.
Du hast Recht.
Es tut mir leid.
Als der Papa noch da war, warst du nie so.
Weißt du was?
Als der Papa noch da war ...
da war ich noch ganz.
Für ein Mädchen in der Pubertät ist die Vaterfigur ziemlich wichtig.
Ich kann ihr keinen backen.
Du bist nicht automatisch der neue Vater, nur weil wir zusammenkommen.
Ach so, ich dachte, wir sind schon.
Georg!
Georg!
Das gibt's nicht.
Hey! Du trainierst wieder!
Was ist los? Nichts.
Nur keinen Bock mehr, ständig auf dich zu warten.
Ich war gerade... Jaja, es ist immer etwas.
Ich habe echt Stress.
Ich muss noch zur Schule, weil meine Tochter seit 14 Tagen blau macht.
Du musst in die Schule, weil du deine Post nicht geöffnet hast,
und deswegen nicht schnallst, was mit deiner Tochter los ist.
Spinnst du?
Wenn du falsch parkst, ist der schuld, der dich aufschreibt.
Wenn du nicht zahlst, ist der schuld, der dich verurteilt hat.
Wenn du zu spät kommst,ist es der Bus, das Taxi, dein Sohn, der Job.
Nur du bist nie schuld an deinem Wahnsinn.
Und so jemand erzählt mir, ich soll mein Leben in den Griff kriegen.
Was willst du eigentlich von mir?
Wir machen eine Wette.
Worum geht es diesmal?
Dass du mit mir den Marathon machst.
Und um was willst du wetten?
Wenn ich gewinne, krieg ich dich.
Und wenn ich gewinne?
Dann kriegst du mich.
Wenn du mitlaufen willst, erfordert das Konsequenz, Disziplin ...
und eine gewisse Hartnäckigkeit.
Dazu eine Menge Ausdauer.
Hab ich die nicht?
Du bist schon chaotisch.
Ich bin allein erziehende Mutter mit 2 Kindern, 2 Jobs und Sozialstunden.
Was hast du? Wie, was?
Wie viele Kinder hast du großgezogen?
Ich hab es gut gemeint.
Mein du ist du. Und ich geh rein zum Gespräch.
Das ist das Herrenklo.
Georg!
Hast du einen Altkleider- container ausgeraubt?
Immer noch der alte Charmebolzen.
Hilfst du mir?
Machst du das mit Absicht?
Laura! Ich muss zur Schule.
Geht ganz schnell, hier kenn ich mich aus.
Ich krieg keine Behindertenrente.
(Nicht verständlich)
Was machst du?
Besonders den Behindertenrabatt. Spinnst du?
Königskrabben aus Alaska.
Wenn die uns erwischen. Kann ich immer noch wegrennen.
Hast du keinen Mitarbeiterrabatt? Ne.
Wir haben noch nichts zu trinken.
*Sie flüstert etwas.*
Babsi ...
Na? Dir geht es offenbar gut.
Ja, ich äh ... trainiere wieder.
Sieht man.
Wir könnten zu Viert was unternehmen, also ...
Essen gehen, mein Freund und ich und ihr?
Warum nich?
Sonntag?
Hab ich Zeit.
Georg hat sicher deine Nummer.
Ich geh davon aus.
Dann ... ich muss mal los.
Gibt es eine behinderten- gerechte Toilette?
Ich hab nicht darauf geachtet.
Hier muss man vorreservieren. Die Toilette?
War der davor auch schon so ein Sonnenscheinchen?
Kann mich nicht erinnern.
Also wenn es hier keine behindertengerechte Toilette gibt,
dann muss mir jemand helfen.
Na, dann komm schon!
Und was jetzt?
Du umklammerst mich von vorne und hebst mich mit aller Kraft hoch.
Was ist das für ein Parfum?
Das ist die WC-Ente.
Eins-zwei-drei!
Immer wenn ich im Herren-Klo bin.
(nicht zu verstehen)
Kein Wunder, wie du dich hängen lässt.
Und jetzt?
Nichts.
Wie? Das heißt ... du musst gar nicht?
Und warum hab ich dich hier rüber gewuchtet?
Ich hab keine Chance, aber ich nutze sie.
Du Hund.
Ich musste da raus.
Wegen Baba.
Fertig?
Was alle denken?
Die Schulze hat ihn fahren lassen.
Und jetzt lässt sie den armen Krüppel auch noch sitzen.
Sie haben recht.
Die Wahrheit ist ...
... er ist glücklich.
Und ich?
Barbara!
Wie war es auf dem Clo?
Ich hab damals paar verbotene Substanzen genommen.
Ich hab gewinnen wollen.
Also hab ich vor dem Wettkampf angefangen so Zeug zu fressen.
Hab das unterschätzt.
Hab es zuerst gar nicht richtig gemerkt.
Wenn es gewirkt hat, war ich total aggressiv.
Wenn es nachgelassen hat,
hatte ich so Aussetzer.
Ich wusste manchmal gar nicht, wo ich bin.
Ich glaube,
bei dem Unfall war es auch so.
Du kannst nichts dafür.
Es war nicht deine Schuld.
Ich konnte es niemandem sagen.
Ich weiß, dass du dir immer wieder Vorwürfe machst.
Ich hab mich so geschämt, hab alles gehasst.
Das Leben, mich selber ...
Sogar dich.
Ich wollte um jeden Preis, dass du mich hasst.
Damit du endlich gehen kannst.
Du kannst nichts dafür.
Du warst nicht schuld.
Ich möchte dich gerne um Verzeihung bitten.
Was ist?
Wer saufen kann, kann auch laufen.
5 Minuten.
Wie hat Barbara reagiert?
Sie war erleichtert, die Wahrheit zu erfahren.
Sie hätte mich erschlagen müssen.
Ich war zu feige, es ihr früher zu sagen.
Danke dir!
Tut mir leid ...
War 'ne blöde Idee.
Na, stimmt die Bilanz?
Ja.
Ist es nicht idiotisch? Du fährst jeden Abend zu dir und ich zu mir.
Wir könnten auch zu uns fahren.
Also ich meine ...
Dass wir noch vieles einfacher machen.
Und außerdem fände ich es schön.
Was?
Dass wir zusammenziehen könnten.
Ach so.
Jetzt bringst du erst auf deinen Marathon und die Sozialstunden.
Dann hast du mehr Luft. Wieso?
Du weißt, wovon ich rede.
Er ist nett. Aber er ist jedes Wochenende dabei. Jacques!
Wir sind nie allein.
Wir trainieren, und du sagst es ist okay.
Schon klar.
Er ist irgendwie ...
Du hast genug am Hals.
Das stimmt.
Pause?
Hey.
Alles okay?
Georg...
Ich zieh mit den Kindern zu Jacques.
Nein, das tust du nicht. Doch, ich hab drüber nachgedacht.
Es ist das Beste für uns, als Familie.
Du liebst ihn gar nicht.
Doch.
Ein Mann im Rollstuhl ist eben kein richtiger Mann.
Was?
Dass du glücklich wirst. Georg!
Georg!
Ich bring dich nach Hause.
Du willst mich los werden?
Ich will dir was sagen.
Ich will dir sagen: lass es!
Genieße, dass sie dich mag.
Behalte sie in guter Erinnerung!
Denk nicht nur an dich.
Sie ist freiwillig zu mir gekommen.
Mein Bruder hat sie auf dich angesetzt, dass sie dich knackt.
Du lügst.
Ja, ich lüge, ein Feinschmeckertrottel.
Und du bist der heilige Held, den Gott bestraft hat.
Kommt Georg nie wieder zu uns?
Ich weiß nicht. Schlaf jetzt.
Es wird dir gefallen. Du hast dort ein eigenes Zimmer.
Mama, ...
Ich hab gesehen, wie Georg dich geküsst hat und bin zu Jacques.
Und dann?
Er ist gleich zu Georg.
Sein Bruder hat dich auf ihn angesetzt?
Das hat er ihm gesagt?
Sie haben ein Taxi bestellt?
Wir fahren da rüber und laden aus. Und ihr holt was zu essen. Klar?
Klar.
*Sie schreien etwas.*
Kein Junkfood!
Jetzt beginnt unser neues Leben.
*Lautsprecher:* Herzlich willkommen, meine Damen und Herren
zu einem tollen Ereignis aus der freien Hansestadt Hamburg.
Wir starten den achten Hamburger Stadtmarathon.
Wir zeigen Ihnen, wie die Athleten sich auf dieses Rennen vorbereiten.
Heut ist ja dieser Marathon.
Wir sollen zur Seite fahren.
Werde ich wohl müssen.
*Radio:* Hier ist die Startaufstellung.
In der ersten Startreihe
der amtierende Weltmeister aus der Schweiz ...
Es gibt einen weiteren, auf den ich mich sehr freue.
Ich durfte ihn oft ansagen. Er ist zurück auf der Sportbühne
nach einem schweren Unfall.
Ein donnernder Applaus für Georg!
Georg, alles Gute, viel Kraft!
Die Startaufstellung steht, sie können loslegen.
Glaub mir, du tust das Richtige.
*Die Fans schreien laut.*
Was soll das?
Die ganze Stadt sperren sie wegen dem Marathon.
Warte mal! Was warten?
*Sie macht das Radio lauter*
Er ist auf das Sportparkett zurück gekehrt,
hier und heute liefert er sich einen Zweikampf mit dem Vorjahressieger...
Achtung...! Der Scheiß ...
*Das Radio ist still.*
Hast du dich nicht entschieden, dass es vorbei ist?
"Sophie Sozialstundenromanze mit cholerischem Mann im Rollstuhl."
Ende!
Sollen wir das Thema nicht abhaken?
Bitte!
Ich hake keine Menschen ab, die ich mag.
Ja, gut, ihr habt euch geküsst.
Das gibt's.
Aber es ist jetzt vorbei, oder?
Du hast Angst vor ihm. Was?
Sonst hättest du ihm nicht erzählt,
dass dein Bruder mich auf ihn angesetzt hat.
Ich hab ihm klar gemacht, dass er ein Klotz am Bein ist.
Dass er nicht in unsere Welt passt.
Nicht in deine und nicht in meine.
Ich werde mit ihm schlafen.
Wieso?
Und das hier? War ein Missverständnis?
Schatz, ich hab mich da vertan.
Sophie hat sich leider wieder mal...
Scheiße.
Am Besten, du steigst jetzt aus.
(Reporter:) Oh, Schumi gewinnt das Rennen. Herzlichen Glückwunsch!
Vielleicht kam dieses Comeback ein bisschen zu früh.
Georg, die wirst zurück zu alter Stärke finden.
Georg!
*Er atmet heftig.*
Na, du Verlierer?
Du stinkst.
Aber deine Wette hast du gewonnen.
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