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DIES IST KEIN FIKTIVES WERK.
JEDE ÄHNLICHKEIT MIT LEBENDEN ODER TOTEN PERSONEN
ODER TATSÄCHLICHEN EREIGNISSEN IST BEABSICHTIGT.
ATLANTA, GEORGIA. JUNI 2018.
- Alles klar? - Tschüss.
- Zwei Sambucas auf Eis, bitte. - Lady, die Bar ist drinnen.
Das ist ein Foodtruck. Du kannst ein Po'boy kaufen.
Da bist du ja. Becca?
Zeig das nicht für lau. Knie dich hin.
Verdammt. Was stimmt nicht mit dir?
Danke.
- Los, komm her. - Ich will ein Po'boy.
Nein. Hi. Bist du A.J.? Ja, unser Fahrer. Hey, komm.
Nein, sie ist zu betrunken. Ruft jemand anderen.
Du lässt uns um 2:00 Uhr morgens sitzen?
Du kannst nicht einfach wegfahren. Das ist gegen das Gesetz!
Deshalb werde ich dich anzeigen. Verdammter Mistkerl.
Ich könnte euch fahren.
Sicher nicht.
Ist das aus der Mülltonne?
- Ja, ist nicht schlecht. - Das ist widerlich.
- Nein. Was... - Scheiße.
Wie viel verlangst du?
Danke fürs Fahren. Nicht viele Leute würden sich diese Mühe machen.
Ja. Schon gut.
- Tut mir leid, falls sie gekotzt hat. - Nein, hat sie nicht.
- Wird deine Freundin wieder? - Sieht sie aus wie meine Freundin?
Meine Mitbewohnerin.
- Wir waren auf derselben Party. - Ok.
Wenn sie entführt wird, fehlt mir die Miete, also...
Ich war vorhin etwas unhöflich.
- Ja, schon ok. - Ja. Mein Fehler.
Ich bin Rashida. Wie heißt du?
- Tony. Ja. - Tony. Woher kommst du?
- Aus Texas. Und du? - Geboren und aufgewachsen in Atlanta.
Wie alt bist du?
Scheiße.
So meinte ich das nicht.
Es war nur... Du scheinst klug zu sein. Das meinte ich. Mein Fehler.
Klar, ja. Ich bin auf der Uni.
Ja. Und ich spreche drei Sprachen, also bin ich echt beeindruckend.
- Ja. - Ja.
Ja.
Bist du beeindruckend, Tony?
- Ich habe meine Fähigkeiten. - Ja? Welche?
Es...
Scheiße.
BIENENSCHWARM
Bringen wir ihren nackten Arsch in die Badewanne.
Ich will nicht, dass sie mein neues Sofa ruiniert.
Ok. Hast du sie?
- Ja. - Ok.
Setz dich einfach. Ok. Hier.
- Scheiße. - Mein Po tut weh. Zu viele Fürze.
- Ich bin ihren Scheiß satt. - Ihre Nase ist gebrochen.
- Willst du sie einfach hierlassen? - Seh ich wie eine Ärztin aus?
Ich hatte eine Mitbewohnerin, die sich nicht auszog.
Sie verlor ihre Studienbeihilfe. Musste nach Louisiana zurück. Echt schade.
- Blut macht dir nichts aus? - Ne. Bin auf 'ner Farm aufgewachsen.
- Das ist beeindruckend. - Ja.
Trotzdem eklig. Willst kein Shirt?
- Nein, schon gut. - Sicher?
- Ja. - Ok.
Ich mache Musik an. Im Stillen zu rauchen, mag ich nicht.
Das nicht. Sorry.
- Warte. Was? - Sorry. Was?
Ich hasse Ni'Jah.
- Du nicht? Ich kann... - Sie ist meine Lieblingssängerin.
- Ich weiß nicht... - Mein Mädchen.
- Kein Witz? - Nein. Das ist meine Lieblingssängerin.
- Ich weiß nicht, ob du mich verarschst. - Ehrlich. Ich liebe sie.
Ich mag sie am liebsten.
Ok. Tut mir leid. Du magst sie am liebsten. Ok.
Wie bist du so gechillt?
Du solltest Medizin studieren oder Serienmörder werden.
Ich rufe im Krankenhaus an, damit sie die Idiotin wegschaffen.
Ich muss morgen früh raus.
- Ok. Gute Nacht. - Warte. Warum hast du es so eilig?
- Tut mir leid. - Gib mir deine Nummer.
Dann gehen wir mal was trinken.
- Ich hab schon ewig kein Handy mehr. - Ist das dein... Warum?
Schlechte Angewohnheit.
Ok.
Altmodisch. Ich gebe dir meine Nummer und meinen Namen,
zur Sicherheit.
Wenn du eins hast, kannst du mich anrufen.
Cool.
- Gute Nacht. - Gute Nacht.
Schlaf gut.
- Ich zahle nicht zwei verdammte Pillen. - Aber das geht nach Body-Mass-Index.
Das steht hier auf der Box.
Nenn mich nicht fett, nur weil du pleite bist.
Es steht hier auf der Box. Komm schon. Sei nicht so.
- Drei-sieben-eins. - Kein Problem.
- Entschuldigung. Sie müssen erst zahlen. - So ist das also.
Was geht?
Du hast nie angerufen.
Ja, nein. Du scheinst schwer beschäftigt zu sein, darum...
Du scheinst ein schlechter Lügner zu sein. Was machst du gerade?
Ich? Ich chille nur.
Lebst du in der Nähe?
Ne. Früher ja. Aber ich suche nach einer neuen Wohnung.
In Cabbagetown? Schick.
Bist du jetzt im 21. Jahrhundert und hast ein Handy gekauft?
Ne, noch nicht. Aber ich habe darüber nachgedacht.
Fährst du mich nach Hause?
- Dein Freund hat kein Problem damit? - Sei nicht eifersüchtig.
Das kann ich nicht ab.
Aber...
...mein Auto wird leider gerade repariert.
Das ist ok. Wir können gehen.
Oder?
Alles klar?
- Bin gleich zurück. - Ok.
Alles klar bei dir?
Ich hab meine Tage.
Ich habe eine Spirale. Eigentlich krieg ich meine Tage nicht, aber mal schauen.
Was? Ist dir das peinlich? Das muss doch nicht sein.
Du weißt schon, dass mir das egal ist?
Du bist so seltsam, Tony.
Spinner.
- Hey. - Hey.
- Bitte sehr. - Danke.
- Die wurde abgelehnt. - Probieren Sie's noch mal.
Haben Sie Bargeld?
Die wird gehen.
Ja, die geht auch nicht.
Noch mal.
Vielleicht sollten Sie es woanders versuchen.
Du hast ein neues Auto? Das ist sicher das dritte in einem Monat.
Ich bin wohl wählerisch. Gefällt's dir?
Du siehst toll aus.
Hast du die Blumen, die du mitnehmen solltest?
Tja, der Blumenladen hatte zu.
Tut mir leid.
- Bist du so weit? - Klar.
Ja? Tun wir's.
- Hallo. - Hallo. Schön.
Es ist windig. Hi.
- Du siehst hübsch aus. - Du siehst hübsch aus.
Danke.
Nenn mich nicht so.
Ich weiß, du machst es bei mir, also fange ich damit an.
Schön, dich zu sehen. Du siehst so hübsch aus.
Komm her. Diese Familie gibt Umarmungen. Hol dir eine ab.
- Tony. Freut mich. - Komm.
Was gibt's?
- Komm rauf hier. Ja. - Komm her.
Da stand ich also, mitten im Publix mit einem plärrenden Kleinkind.
Ich kann nicht mal mein Baby aufheben, ohne dass es mir ins Gesicht schlägt.
Und Rashida hört nicht auf zu schreien. Sie will ihr Apfelmus.
Ohne das Mus geht sie nicht aus dem Laden.
Was tat ich also?
Ich mache die Flasche auf und schütte ihr das Mus über den Kopf.
In dem Laden konnte man eine Nadel fallen hören. Ich dachte: "Das war's.
Jemand wird herkommen und mir das Kind wegnehmen."
Was ist passiert?
Miss Rashida da fing an, sich kaputtzulachen.
Sie fand es nicht nur lustig,
sie aß sogar das Mus von ihrem Kopf.
Nur du findest die Geschichte lustig.
- Was? Die Leute lieben diese Geschichte. - Nein. Niemand liebt diese Geschichte.
Ich weiß nicht. Mir hat sie gefallen.
- Siehst du? - Tony, bitte vergib uns.
Wir haben die schreckliche Angewohnheit unser einziges Kind zu beschämen,
wenn sie uns mal mit ihrer Anwesenheit beehrt.
Ja. So dramatisch. Ich habe eine Arbeit. Die Uni.
- Und wer ist daran schuld? - Ich will arbeiten.
Rashida, wir hatten einen Deal. Du bist eine Studentin.
Während du auf der Uni bist, unterstützen wir dich.
Ja.
- Warum noch mehr Stress? - Gibst du mir den Wein?
Ich mag meinen Job. Er ist gut.
- Willst du noch Brot? - Ich habe genug. Sehr lecker. Danke.
Warum unglücklich sein, wenn man Zitronenkuchen haben kann?
Also, Tony, wo arbeitest du zur Zeit?
Ich stecke gerade im Jobwechsel,
aber ich nehme hier und da einiges mit.
Ich meine, Tony, arbeitet ständig. Wirklich, es ist beeindruckend.
Mein Neffe hat gerade als Klassenbester abgeschlossen.
Er findet keinen künstlerischen Job, der genug Geld bringt.
Darum ist er Barkepper in Inman Park.
Ihr jungen Leute habt es schwer.
Ein großer Druck, Geld zu verdienen und eine schlechte Wirtschaft.
Ich bin froh, nur ein Kind zu haben. Amerika lässt seine Kinder im Stich.
Dad, das will jetzt keiner hören. Komm schon.
Hey, Schatz, mach das lauter. Ich liebe dieses Album.
Ja.
- Mama hat das gute Zeug. - Das sieht gut aus.
Esst auf, ihr zwei.
- Von wo aus Texas kommst du? - Mann, ich bin aus Houston.
Da gibt's das beste Barbecue in Texas.
Alle sagen, das beste Barbecue in Texas gibt's in Austin.
Warum tust du so cool?
Früher sahen wir uns immer die Rockets gegen San Antonio in Houston an.
- Ja. - Rashida wurde da gezeugt.
Ok.
Ihr habt heute einen Lauf. Wollt ihr sonst noch was sagen?
Wie oft fährst du heim? Sind deine Eltern noch dort?
Ich habe keine Eltern.
Ich meine, ich hatte welche. Aber sie sind jetzt tot.
Schatz.
Tut mir so leid, das zu hören.
Danke.
Ich liebe diesen Song. Zeig mir, was du drauf hast.
- Zum Mitnehmen. - Danke. Es war köstlich.
Rashida bringt nicht viele ihrer Dates mit nach Hause, weißt du?
Das ist etwas Gutes.
Ehrlich?
Ich weiß, die Welt hat es dir schwer gemacht.
Aber das wirst du schaffen.
Danke.
War es komisch mit meinen Eltern über deine Familie zu reden?
Nein.
Hast deine Schwester ausgelassen.
Ja, ich weiß.
Du weißt, du kannst immer über sie reden, ja?
Ja. Danke.
Ich liebe dich.
Ich bin happy wegen uns.
Und ich wegen dir.
Ich arbeite dran,
aber keine Ahnung, wie ich die Mail übersehen habe.
Ich antworte nicht mit PDFs. Das ist sogar gegen die Firmenpolitik.
Es muss ja erst nächsten Donnerstag fertig sein.
Die Gruppe mag spät dran sein, aber ich bin sogar voraus. Aber...
Ok, gut. Ich kann nichts versprechen, aber ich werd's versuchen.
Ja. Ich kann heute Abend nicht skypen, weil ich es nicht will.
Gut. Ok. Danke. Tschüss.
- Hi. - Hi.
- Harter Tag? - Ja. Chaos auf der Arbeit.
Und ich habe Kopfschmerzen. Aber ich bin jetzt da.
- Warum nimmst du keine Aspirin? - Ich will das Zeug nicht im Körper haben.
Ich brauche nur Wasser und ein Bad. Das muss ich erst fertig machen.
- Warte. Darf ich kurz? - Sorry.
- Ok. - Ja.
Fröhlichen Jahrestag.
Das sind Ni'Jah-Tickets. Für heute. Also zieh dich an.
Komm. Zieh dich an.
- Es sind Ni'Jah-Tickets. - Ja, ich weiß. Ich gehe nicht.
- Warte. Was? - Ich gehe nicht. Wir gehen...
Wir gehen heute nicht auf ein Ni'Jah-Konzert.
Erste Reihe.
Ja, ich weiß. Und ich gehe nicht. Bist du dumm?
Bist du dumm?
Ich dachte... Ich dachte, es würde dir gefallen.
Lass mich das klarstellen.
Ich mag
Ni'Jah nicht.
Und das weißt du,
weil es eins der fünf häufigsten Themen in unserer Beziehung ist.
Du hättest das Geld für einen Urlaub ausgeben können.
Hättest mich zum Essen einladen können,
in dem Restaurant, von dem ich seit zwei Monaten rede.
Oder es das verdammte Klo runterspülen können.
Es wäre besser, als es dieser Frau und ihrem
geldgierigen Mann zu geben.
Wie teuer waren die Karten?
Viertausend? Oder so ähnlich? Darum konntest du die Miete nicht zahlen?
Ja? Darum habe ich zwei Jobs?
Damit wir nicht auf der Straße landen und zu Ni'Jah-Konzerten gehen können?
Ist das dein Ernst?
Du bist ein egoistisches Arschloch.
Du dachtest... Du dachtest, dass das alles gut werden würde?
Ich bat meine Eltern heute um Geld, und du weißt, wie mir das wehtut.
Und du stolzierst hier herum und denkst: "Es wird alles gut sein,
wenn wir in der ersten Reihe sitzen bei Can't Just be in Love."
Oder was auch immer. Ich weiß es nicht, weil die Musik gar nicht so gut ist.
Wenn ich Spaß haben soll, bring mich wenigstens zum Konzert ihrer Schwester.
Dann wüsste ich, dass du mir zuhörst, wenn ich etwas sage.
Hörst du mir jetzt gerade zu?
Dass du nicht nur an dich selbst denkst,
durch diese Welt stapfst mit diesem dämlichen, verwirrten
"Rette mich"-Blick. Was soll das?
Ich weiß. Ich weiß, was wir... Ich habe eine geniale Lösung.
Baby, gehen wir zum Mercedes Benz Stadium
und schauen jemandem 80 Minuten beim Noten trällern zu, weil das die Rettung ist.
Du bist ein egoistisches Arschloch. Weißt du das?
Das ist Schwachsinn.
Ich weiß.
Ich weiß.
Ok.
Ok.
Was?
Was zum Teufel? Was machst... Hör auf.
Was... Runter von mir.
Hör auf.
Geh runter.
Hör auf.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich.
Tickets.
Die habe ich vergessen. Haben Sie eine Liste oder so?
- Nicht hier. Die E-Mail auf Ihrem Handy. - Mann.
- Ich habe kein Handy. - Dann haben Sie Pech.
Ich denke, wir könnten... Hey.
Unhöflich.
Was zum Henker?
- Hab mein Ticket verloren. - Ausverkauft.
- Ich habe meins verloren. - Wie ist Ihr Name?
- Rashida. - Rashida... Nachname?
Thompson.
Cool. Gut. Ich muss nur Ihren Ausweis sehen, dann kriegen Sie
ein neues Ticket.
Hey, braucht ihr Tickets? Brauchst du Tickets?
Ich habe Tickets.
Braucht ihr Tickets? Ich habe welche.
- Braucht jemand Tickets? - Ich brauche Tickets.
- Das wird teuer. Wie viel hast du? - Viel.
Das wären 5.000 pro Karte, auch mit Kreditkarte,
falls du kein Bares für beide hast.
Ich weiß, ihr wisst, wie das geht.
Seid frei.
Ni'Jah! Bitte!
Ni'Jah!
Nein. Nein, Ni'Jah.
Bitte! Bitte, Ni'Jah.
- Bitte! - Aufhören!
Lasst sie los.
Sing für sie. Hab keine Angst.
Ich liebe euch alle.
Ni'Jah!
Ni'Jah!
Danke.
Ich danke dir.
NUR GOTT MACHT HAPPY ENDS
Untertitel von: Daniel Raab
Creative Supervisor: André Kussmaul
Can't find what you're looking for?
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