All language subtitles for Hanni und Nanni

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Original subtitles

(Frau, verzerrt) Auf die Plätze, fertig,

loooos!

(schwungvolle Popmusik)

Beeil dich, Papa ist nur bis drei im Studio.

Schieb mal keine Panik. Die eine Runde rocke ich im Schlaf.

Und dann geht's ab zu Papa!

(Musik läuft weiter)

Ist das Sullivan da vorn, sag mal?

(Jubel)

- Juhu! Ich liebe euch auch! - Du schaffst das!

Oh, jetzt Lauf doch!

(Mädchen) Super! Du packst das, mach weiter!

Ja, super! Los, sie kommen!

(Jubel)

Unglaublich. Lauf!

(Zuschauer) Ja!

Olé, olé, olé, olé!

Pst, Hanni! Jetzt sei leise.

Konntest du dich aus deinem Sportkurs rausschummeln?

Ich bin gar nicht erst hingegangen.

(schwungvolle Musik)

(Lied) Wenn wir zusammen sind Bleibt die Zeit für uns stehen

Rennen gegen Gegenwind Bringen den Boden zum Beben

Wenn wir zusammen sind Fangen wir an zu schweben

Vertrauen uns taub und blind

Wenn wir zusammen sind

(Hupen)

Und wenn die anderen fragen

(Mann) Raus aus meinem Auto!

Ob wir sie noch alle haben

Na, als ob, denn normal sein

(Mann) Na, sag mal. Hallo?

Bringt uns keinen Bock Zusammen durchs Feuer

- Guten Tag. - Was macht ihr denn hier?

Oh, ist der Hund aber süß.

Unser Ziel, unser Deal

Lassen uns niemals gehen

Komm, lass uns schweben

Komm, lass uns leben

(Musik läuft leise weiter)

- (singt) Wenn wir laut auf drehen... - Auftakt, dann wiederholen.

- Wild! - Wir haben unseren Song geübt.

- Hey. - Was macht ihr denn hier?

Wir hatten abgesprochen, dass ihr vorher anruft,

wenn ihr herkommen wollt.

Als Erstes stehen die Hausaufgaben an.

(laute Musik)

(gedämpft) Ihr dürft nicht Schule schwänzen.

Hört ihr mich überhaupt? Hallo.

Okay, Mädels, was ist hier los?

Ehrlich, Papa, wir haben eine Freistunde.

Vier. Vier Freistunden hintereinander. Verrückt, was?

Ist klar, vier Freistunden. Für die ganze Schule?

Jetzt seid ihr ja da. Habt ihr den Song geübt?

(singen) Wenn wir zusammen sind

Bleibt die Zeit für uns stehen

Rennen gegen Gegenwind

Bringen den Boden zum Beben

Wenn wir zusammen sind

Fangen wir an zu schweben

Vertrauen uns taub und blind

Wenn wir zusammen sind

Regeln brechen, Zeit vergessen Spiegelei, Pizza essen

Chillen Und entspannt 'ne eiskalte Cola killen

Singen, strahlen, tanzen, lachen Wir machen keine halben Sachen

Denken big und haben ein gutes Feeling

Hallo!

Überraschung!

(dramatische Musik)

(Frau) Hier sieht's ja wieder aus wie Sau. Charlie?

(Frau, vom AB) Frau Sullivan, ich muss Ihnen mitteilen,

dass Ihre Töchter heute wieder einmal nicht beim Deutsch-Leistungstest waren.

Ich hoffe, mir liegt morgen eine entsprechende Entschuldigung vor.

Hannis Versetzung wäre gefährdet.

Nanni kann sich auch nicht wieder für ihre Schwester ausgeben.

(Rascheln)

Sollten Sie irgendwann auch mal zu Hause sein:

Sie kennen meine Nummer

(Charlie) Lasst uns nachher mal noch aufräumen.

Und kein Wort von unseren Pizzaorgien,

wenn eure Mutter morgen kommt.

- (Hanni) Mama. - Super, Charlie.

Kindererziehung: eins mit Sternchen.

(Mutter) Wir diskutieren das jede Woche.

Hanni steht vor 'nem Schulverweis, und Nanni...

(Charlie) Wegschicken ist keine Lösung.

Du kannst nicht den großen Bruder spielen, wenn ich weg bin.

Übertreib nicht, ich will nicht mit dir streiten, wenn du da bist.

Übertreiben? Du solltest dich kümmern.

- Du bist ihr Vater. - Weiß ich auch.

- Ja, aber weißt du auch... - Quatsch. Papa ist der beste Vater.

Aber ohne Mama ist er nun mal völlig aufgeschmissen.

Darum sind die beiden ja zusammen perfekt.

Vielleicht sollten wir mal 'ne Weile Abstand halten.

Susanne...

Ich brauche jetzt mal 'ne Auszeit, okay?

Damit wir die Möglichkeit haben, zu sehen, was wir aneinander haben.

Nein, komm, wir kriegen das hin.

Ich hab Frau Theobald angerufen.

Ich möchte, dass die Kinder nach Lindenhof gehen.

Ins Internat.

Internat?

(Susanne) Kommt, wir müssen los. Wo bleibt ihr denn?

Hanni, kommst du? (Klopfen)

Hanni? (Klopfen)

- Hanni, mach mal die Tür auf. - (Charlie) Bitte.

Das ist super.

Kann ich dich mal kurz in den Arm nehmen, ja?

Komm her.

Streitet ihr jetzt die ganze Zeit weiter?

Dein Papa und ich sind erwachsen. Wir kriegen das hin.

Ja, aber ohne dich ist Papa verloren.

Er braucht dich, kapierst du das nicht?

Ich kann total verstehen, dass du uns helfen willst, Hanni.

Aber es ist gerade viel los bei mir auf der Arbeit.

Im Internat kannst du dich auf die Schule konzentrieren.

Weißt du, dass ich mich innerhalb von 'ner Sekunde in deinen Papa verliebt habe?

Ich war auf 'nem Konzert,

und dann kam dein Vater auf die Bühne und hat ein Wahnsinns-Solo hingelegt.

Und da wusste ich: Das ist mein Mann. Und jetzt geht's ab nach Lindenhof.

- Oh nö. - Oh doch.

(wuchtige Instrumentalmusik)

Im Gefängnis war wohl gerade nichts frei?

Der Protest ist angekommen. Nehmt die Masken ab.

- Oh Mann. - (Charlie) Nehmt sie jetzt ab.

In Lindenhof lernt man auch andere wichtige Sachen.

Marschieren? Stillstehen?

Verantwortung übernehmen, Teamfähigkeit, so was eben.

Für mich war Lindenhof zehn Jahre lang der schönste Ort der Welt.

- Ja, für dich. - Ja.

Einfach mal andere Einflüsse, neue Freunde.

Seit der Geburt steckt ihr zusammen und seid aufeinander eingeschworen.

Stimmt doch gar nicht.

(Musik läuft weiter)

Ein sonniger Tag im beschaulichen Schloss Lindenhof.

Aber es liegt Veränderung in der Luft.

In wenigen Sekunden öffnen sich die Türen des Wagens

und geben den Blick auf den mit Spannung erwarteten Neuankömmling frei.

Wer ist sie?

Sie ist vielleicht von ihrer alten Schule geflogen.

Oder sie ist die Tochter berühmter Eltern.

Vielleicht kommt sie auch aus dem fernen Morgenland.

Oder sie ist...

Oh, scheißschlecht drauf.

Oh mein Gott! Sie ist zwei.

Zwillinge. Das erste Mal in unserer Generation.

Wir dürfen gespannt sein. Yin und Yang oder doch Feuer und Wasser?

Wer hat als Erste alle News über die neuesten Hingucker?

(Poltern)

(leise) Yes!

Willkommen auf Lindenhof.

Besser hättet ihr's nicht treffen können.

Ich bin Barbara. Okay, Mädels, passt auf.

Jede Woche gibt's neue Bettwäsche.

Macht sie nicht kaputt, wir müssen sie selber reparieren.

Wecken ist um sechs, Frühstück bis acht, sonntags bis neun.

Bettruhe für unsere Klasse ist 21:30 Uhr.

Nicht alleine das Gelände verlassen

und auf keinen Fall Essen auf den Zimmern lagern.

Poster sind auch nicht erlaubt.

Und das Beste zum Schluss.

(Trommelwirbel)

(angewidert) Schuluniformen.

(dramatische Musik)

Die meisten sitzen in Cliquen zusammen. Wer interessiert euch?

- Ausbrecher und Fluchtwagenfahrer? - Haben wir nicht.

- Wir hätten Streberinnen. - Hallo.

Das Schwimmbecken ist immer offen.

Und Caros Omi schickt einmal in der Woche 'ne Torte.

Immer da, wo es besonders nach Parfüm stinkt, sitzen die Tussis.

(blasiert) Hallo, Barbara.

Statt in dieser Uniform gehe ich morgen lieber nackt.

Das gab's auch schon mal. 2010.

Frau Vogel soll ganz cool gesagt haben: "Willkommen zum Biologieunterricht."

Das ist Margret.

Margret ist ihre eigene Gruppe.

Sie möchte wirklich keine Gesellschaft.

Danke.

- Das hier ist die Reiterclique. - Hallo, Babsi.

Emma, Caro, June und Sumi.

(Mädchen) Super, dann können wir die Berichte schon rausgeben.

Hier sitzt die Redaktion, falls ihr bei der Schülerzeitung mitmachen wollt.

Nee, nee, nee.

- Guten Abend, meine Damen. - (alle) Guten Abend.

Bitte alle mal herhören. Frau Vogel.

Bevor wir essen, lasst uns zwei neue Schülerinnen begrüßen.

Hanni und Nanni Sullivan.

(französischer Akzent) Hanni und Nanni?

Ich habe eine Déjà-vu.

Ich heiße euch auch im Namen von Frau Bertoux und Frau Vogel willkommen.

Wir wünschen euch, dass ihr euch hier gut einlebt

und bei uns wohlfühlt.

(Klopfen)

- Einen guten Appetit. - (Frau Bertoux) Bon appétit.

Ich weiß Halt alles. Damit ihr aus den Fehlern lernt.

(Musik übertönt ihre Worte)

(gedämpft) Wer gegen die Regeln verstößt, kriegt 'ne Strafarbeit.

Was?

Na, für das Poster.

Im Sommer ist die Strafe meistens Gartenarbeit.

Margret hat mal die Wand schwarz gestrichen...

- Hanni für Nanni. - Hanni hört.

Hört Barbara denn nie auf zu quatschen?

- Ich glaube nicht. - Over and out.

Euer Ernst? (Musik läuft weiter)

Na ja, ich hatte mal eine Zimmergenossin...

Barbara.

(Handy piept) (französischer Akzent) Ich habe es gehört.

Manno, aber ich muss ganz kurz diese Nachricht...

Bitte, nur eine Nachricht.

- Bitte. - Non.

Ab in die böse Tasche zu die viele andere.

Mais vous, meine Zwillinge,

ihr dürft heute Abend schlafen in eine Bett.

Ausnahmsweise.

Und träumt was Wunderschönes.

Ja, unbedingt.

Ich denke an Erdbeben, Tornados, Blitzeinschläge.

Mais peu à peu, meine Liebe.

Eins nach die andere, sonst gibt es eine Weltuntergang.

Aber diese Pöster, äh, Poster,

nehmt ihr morgen ab, n'est-ce pas?

Bonne nuit, meine Vögelchen.

Gute Nacht.

(entfernt) Bonne nuit, meine Vögelchen.

(Musik läuft leise weiter)

(unheimliche Klänge)

(entferntes Rauschen)

- Hanni. - Hm?

Da sind ganz komische Geräusche, und Barbara ist auch weg.

Was ist da los?

Vielleicht hatten wir auch Glück, und das Ganze hier ist nur ein Albtraum.

Oder es spukt.

(Knarren)

Quatsch.

(Knarren)

(Nanni, ängstlich) Hanni...

(unheimliches Hauchen)

(spannungsvolle Musik)

Ha!

Was geht denn bei dir ab?

Dieser alte Kasten ist derartig staubig, da kann doch kein Mensch schlafen.

Heute Nacht wird auch nicht geschlafen. Willkommen in Lindenhof.

Für die Neuen gibt es immer ein Aufnahmeritual.

- Wer hier neu an die Schule kommt... - Kommen wir nicht. Wir gehen wieder.

- Das solltet ihr auch tun. - Seid ihr verrückt?

Das Aufnahmeritual ist Tradition, seit es die Schule gibt.

Dann wird's endlich Zeit, damit aufzuhören.

Kapiert ihr's nicht? Ohne das Ritual gehört man nicht dazu.

Und genau das ist unser Plan.

(Zischen)

- Oh, Caro. - Nicht wieder das Omaparfüm.

- Das stinkt. - Ist ja gut. Sorry.

Komm, wir gehen. Komm, Fiffi.

(Rascheln)

Ich rede nie wieder mit euch.

Wenn du das überhaupt kannst.

- Vier Sekunden. - Höchstens drei.

Wette gilt.

(Ticken)

Ihr seid so was von kindisch.

Ja. Ich hab gewonnen.

- Deine grünen. - Deine roten.

(Zischen)

Hiermit besiegeln wir feierlich...

dass wir nicht einen Tag länger als diese bekloppten drei Wochen bleiben.

Wir benehmen uns so schlecht wie möglich.

Das kriegen wir hin. Gefeuert nach drei Wochen.

Versprochen.

(Hanni) Will man aus einem Gefängnis wie Lindenhof entkommen,

bedarf es einer guten Vorgehensweise.

Als Erstes gilt es, mit Tücke die Lehrerschaft gegen sich aufzubringen.

(Lied) Du bist Yin und ich bin Yang Wir sind 'He Gang, für immer zusammen

Oh-oh-oh-oh

Du bist yo und ich bin low Gemeinsam sind wir immer im Flow

Madame Bertoux? Wir sind neu in Ihrem Französischunterricht.

Warum dürfen wir nicht hinein?

Nicht so schüchtern, ihr müsst doch nur die Klinke...

- Mon Dieu, was ist das? - Ich sehe nach, was da los ist.

Keine Angst.

(Hanni) Aber dabei darf es nicht bleiben.

Man muss auch die Mitschüler an den Rand ihrer nervlichen Belastung treiben.

Händewaschen wird überschätzt. Lass uns lieber die Ersten in Mathe sein.

Ich hab gehört, Frau Vogel flippt aus, wenn man zu spät kommt.

Klebestreifen?

Mhm.

Hallo, hört uns hier jemand?

Wir sind hier verschlossen.

Hallo, die Tür ist verschlossen.

Hallo!

(Frau Bertoux) Madame Vogel?

(Frau Vogel) Macht endlich die Tür auf!

(Kreischen)

- Hallo? - Madame Vogel?

(Kreischen)

Sagte ich, die Ersten im Matheunterricht? Ich meinte die Einzigen.

- Ich finde das nicht lustig. Macht auf! - Ouvrez la porte, Madame Vogel.

- Ah! - Oh!

Ja, so mächtig ist die Chemie, äh, Physik.

- (Kichern) - Ruhe!

- Oh, was ist das denn? - Komplett nass, was soll das?

Es tut uns leid, aber alles war nass...

(Stimmengewirr)

Was ist eigentlich mit euch?

Gut.

In so einer chaotischen Kostümierung

verlassen wir die Schule nicht.

Die Exkursion ins Technische Museum fällt aus.

(alle) Oh nein.

Stattdessen gibt es eine Bonusstunde Physik.

(Stimmengewirr)

Wie wir wissen, besitzt ein Föhn neben einer hochohmig,

meist spiralförmig gewickelten Glühwendel ein Gebläse,

mit dem Luft am Glühdraht vorbeigeleitet wird.

So entsteht der warme Luftstrom,

mit dem ihr gerade eure Haare trocknet.

Gehen wir also davon aus, dass jeder Föhn eine Leistung von 2000 Watt hat.

Wie viele Föhne dürfen also maximal in Betrieb sein,

damit die Sicherung nicht rausfliegt?

Ich höre.

(Hanni) Hat man es so weit geschafft, braucht man nur noch eine zündende Idee.

Ganz klar: nicht ein Gerät mehr.

(Surren, Knall)

(Kreischen)

Oh, yeah!

(Husten)

- (Frau Vogel) Alles okay? - Ich kriege keine Luft.

(Frau Vogel) Ihr zwei.

(bedrohliche Musik)

Mitkommen.

Hopp!

Unglaublich: Die Zwillinge brechen den 30-Stunden-Rekord von 1984.

Nur 26 Stunden nach der Ankunft in Lindenhof

sind sie schon zum ersten Mal von der Direktorin vorgeladen.

Ich verstehe, was ihr mit den Streichen vorhabt.

Aber bis zum Ende der Probezeit bleibt ihr hier.

Daran gibt es nichts zu rütteln.

Wir bestehen darauf, dass jede Schülerin einen Sportkurs belegt.

Habt ihr schon einen gewählt?

Was interessiert euch denn so, hm?

Ich hab von eurer Mutter gehört,

dass ihr gute Reiterinnen seid.

Wie wäre das?

Hm?

(leises Knurren)

- Nein, danke. - Dann machst du Langstreckenlauf.

Möchtest du in den Reitkurs, Nanni?

Unser Reitstall bietet eine solide Ausbildung bei einem Profi.

Jede Reiterin übernimmt aber die Verantwortung für ein Pflegepferd.

Aber die Pferde sind doch mitten im Schuljahr sicher alle vergeben.

(gefühlvolle Instrumentalmusik)

(Hanni) Das glaubst du nicht, oder?

"Rein zufällig haben wir noch ein Superpferd ohne Pflegerin."

Der Besitzer hat es auf Lindenhof untergestellt, hat sie doch gesagt.

Ich wette, es ist ein Shetti.

Na und? Dann gehe ich Halt mit ihm spazieren.

Und wenn er nur drei Beine hat?

Du findest es voll doof, dass ich Ja gesagt hab, oder?

Nö. Ich freue mich schon, wie die gleich gucken:

Rauf auf den Gaul, und los geht's.

Ein eigenes Pflegepferd. Und du willst echt nicht mit?

Zu Hause hast du doch auch immer ein Pferd gewollt.

Wir sind nicht zu Hause.

(Schnauben)

(Wiehern)

Pegasus.

(Schnauben)

Stopp! Stopp!

(Wiehern)

Ihr habt ihn erschreckt.

- Das heißt Danke. - Versuch da nie wieder reinzugehen.

Ihr seid nicht zuständig. Das ist Nannis Pflegepferd.

Schön, aber wenn sie's anfasst, ist sie tot.

(Wiehern)

(Knall, Rumpeln)

Pegasus hat genug Angst vor Menschen. Lasst ihn in Ruhe.

Sumi, Emma, wenn ihr so ein Theater macht, dann regt er sich erst recht auf.

Pegasus, alles gut. Hey, ganz ruhig.

Pegasus, alles ist gut.

Das ist Ole, unser Reitlehrer.

Nanni ist eine super Reiterin.

Tut mir leid, dieses Pferd kann niemand reiten.

Ist nicht schlimm. Ich kann mit ihm spazieren gehen.

Man kann auch nicht mit ihm spazieren gehen, er ist unberechenbar.

Du kannst mir nur helfen, die Box sauber zu halten.

- Frau Theobald hat es ihr versprochen. - Ich weiß.

Aber Pegasus lässt sich nicht mal von mir richtig anfassen.

Ich kann dir im Moment einfach kein richtiges Pflegepferd bieten.

(Tuscheln)

Ja, hier: ein super Pferd für dich.

Was für ein Beschiss.

(Frau Bertoux) Le tableau.

(alle, mit Akzent) Le tableau.

La craie.

(alle, mit Akzent) La craie.

Hm.

La regle.

(alle) La regle.

Le stylo.

- Le stylo. - (alle, mit Akzent) Le stylo.

Non. C'est toi.

Noch einmal, mein Vögelchen:

Le stylo.

- Le stylong. - Non.

Du musst machen die Mund wie cul de poulet.

Wie eine Po-Loch von eine Hühn.

On, on, on, on.

(nasale Laute)

- Ong. - On.

- Ong. - On.

- On. - Ong.

(enttäuscht) Oooh.

Sie gibt sich doch wirklich alle Mühe, Ihren Ansprüchen zu genügen.

Wissen Sie, dieser Leistungsdruck macht mich völlig fertig.

- Ich möchte mich hinlegen. - Natürlich.

Leg dich hin, mein kleines deutsches Vögelchen.

Mesdames, encore une fois!

Cul de poulet,

(nasal) ...Mais comme ça.

Sur le pont d'Avignon.

(alle) Sur le pont d'Avignon.

An Pegasus solltest du dich nicht zu sehr gewöhnen.

Sein Besitzer hat nur noch diesen Monat für ihn bezahlt.

In der Reitschule kann ich ihn nicht behalten.

Man wird nie wieder auf Pegasus reiten können.

Ist einfach zu gefährlich.

Aber jetzt zum Beispiel ist er doch...

Ganz friedlich?

Mhm.

Jetzt steht er da wie ein Lamm.

Und auf einmal, ohne Vorwarnung,

bamm, geht er auf dich los.

Aber ich hab 'ne gute Nachricht für dich. Lisa ist krank.

Du kannst ihren Fuchs Rubin reiten. Ist ein gutes Pferd, Klasse M ausgebildet.

Danke.

(schwungvolle Popmusik)

Und, Nanni, wie lang reitest du schon?

So seit etwa fünf Jahren. Und du?

Eigentlich schon seit meiner Geburt.

Warum will deine Schwester nicht mitreiten?

Kniebeugen! Und drei.

Martina, schön den Rücken gerade machen.

Hanni, was ist los? Du hast dir Sport ausgesucht, jetzt mach auch mit.

Habt ihr schon mal versucht, Pegasus zu helfen?

- Lieber nicht. - Das war bis jetzt zu gefährlich.

(Ole) Pegasus wird nicht angefässt, habt ihr verstanden?

Was machst du da, Emma?

- Oh nee, jetzt kackt er. Ih! - Emma!

- Oh, Emma! - Ih-hi-hi!

Hätte ich ihn nicht umgedreht, hätte er auf mich gekackt.

Emma.

Hanni, was ist denn los? Du bewegst dich wie meine Oma.

Die Flanke dehnen. Und rechts.

Sag mal, Hanni, hast du 'ne Links-Rechts-Schwäche?

Na los, Emma, komm.

Ich bin ja schon da. Ein bisschen Geduld.

Sehr gut! In Zweierreihen loslaufen. Hopp, hopp!

Fit sein ist kein Ziel, fit sein ist eine Lebenshaltung.

(Frau Vogel) Hopp, hopp!

(Schnauben)

(Schnauben)

Du sollst gefährlich sein?

(Wiehern)

(Hanni) "Ich wurde gut erzogen, keine Ahnung, was dann passiert ist. "

Schönes neues Poster.

Sooft ich es abreißen muss, sooft hänge ich, tataa, ein neues hin.

- Aber jedes Mal diese Strafarbeit. - Das ist nicht schlimm.

- Ich muss dir noch was zeigen. - Warte, ich muss dir noch was sagen.

- Du weißt, Reiten war immer... - Gleich. Erst ich.

Papa hat uns ein Paket geschickt.

Ich warte schon seit Stunden darauf, dass wir es auspacken können.

Nanni, mittwochs ist immer Stall-Besprechung.

Du gehörst ja jetzt dazu. Magst du kommen?

Warum soll sie Stalldienst übernehmen?

Sie ist nicht in der Reitstunde und mistet für euch keine einzige Box aus.

Ruhig, Krawallzwilling, eh du wieder auf 180 bist:

Nanni ist sehr wohl in unserer Reitstunde.

(Sumi) Mit Rubin. Seit heute.

Hey, wusste ich doch schon längst.

Wir sind Zwillinge, schon gemerkt?

Wie gesagt, Nanni, würde uns freuen, wenn du dabei bist.

- Ich wollte es dir gerade erzählen. - Ja, ja.

Ist schon gut. Geh schon.

Ich überlege inzwischen, wie ich die Schule sprenge.

Hier ist der Anrufbeantworter von Charlie.

Hinterlasst mir eine Nachricht nach dem Akkord.

(Gitarrenakkord) (Piepsen)

Hallo, Papa.

Na ja, schade.

Ähm, vielleicht bist du ja bei Mama.

Ich wollte mich nur für das Paket bedanken.

Die Kopfhörer sind echt cool.

Ich hoffe, ihr vertragt euch wieder,

damit wir bald nach Hause können und alles wie früher wird.

Ich wollte mich bloß mal melden und sagen, ähm...

dass ich euch vermisse.

(Lied, leise) Durchs Feuer gehen Die größte Welle nehmen

Unser Ziel, unser Deal...

(Musik verstummt)

Komm, lasst uns schweben

Komm, lasst uns leben

Komm, lasst uns schwören...

(friedliche Musik)

(Jauchzen)

(Nanni) Kommt. Da drüben ist Pegasus.

(Nanni) Pegasus!

Na, Großer. Komm mal her.

Pegasus.

(June) Sei vorsichtig, Nanni.

- Was macht sie? - Keine Ahnung.

Lust auf ein Wettrennen?

(spannungsvolle Musik)

(Wiehern)

Wuhu!

Schneller! Los, Pegasus, schneller, komm!

Ja, super, Pegasus! Schneller!

Wuhu!

Und Emma reitet Elli, einen echt verrückten Schimmel.

Gestern hat sie dreimal verweigert. Jetzt muss Emma allen Pudding spendieren.

Caro, das ist die Blonde. June reitet ja Western-Style...

Halt doch mal die Luft an, Wendy.

- Was ist denn los mit dir? - Setz dich doch zu Bibi und Tina.

Die Reiterclique hat uns beide an ihren Tisch eingeladen.

Und? Sollen wir unsere Buntstifte mitnehmen?

Hör doch auf. Was haben wir davon, wenn wir's hier nur langweilig finden?

Nannilein. Es geht ums Prinzip.

Die sollen sehen,

dass wir hier nicht hergehören wollen und nie hergehören werden.

Ach komm, wir müssen nur noch eine Woche Probezeit rumbringen.

Dann fahren wir nach Hause und kümmern uns um Mama und Papa.

- June, du schnarchst. - Ja, ich weiß.

(leise Gespräche)

(fernes Wiehern)

(Schnauben)

Na, du? Willst du raus?

Ich weiß, wer dich einfach rauslassen würde.

Du hast dir nur leider die falsche Schwester ausgesucht.

- Mach mal ein bisschen schneller! - Ja, ich mach ja schon.

(Emma) Schiebt eure Kacke allein.

- Hey. - Hey, Caro.

Wie geht's dir eigentlich?

Gut.

Ich finde, es wirkt, als würdest du dich nicht trauen,

dass es dir hier gefällt.

Die magische Verbindung zwischen Zwillingen, ich weiß.

Aber vielleicht ist es ja auch okay, mal nicht dasselbe zu fühlen.

Lass dich von deiner Schwester nicht erpressen.

Hanni erpresst mich nicht.

Ich meine nur, es ist okay, wenn's dir hier gefällt.

Ist deine Sache.

Hi.

Hi.

Kommst du?

Hi, Nanni.

(Hanni) Margret, altes Haus. Erzähl mal 'nen Knaller.

Ich stehe in der Box, da macht er... (imitiert Furzgeräusche)

(spannungsvolle Musik)

- Hi, Mädels. - Seid ihr so weit?

Hä? Was wird das denn?

Ey, Klappe, hat dich einer gefragt?

Uns ist völlig egal, was ihr macht.

Wir sind schon so gut wie weg hier.

Äh, wir? Nanni kommt mit uns.

(Emma) Komm.

Wär's nicht leichter, wenn ich was sehen könnte?

(Caro, leise) Pst, die hören uns noch.

- (Caro) Der Weg wird jedes Mal länger. - (Sumi) Pass auf.

- Ein Fuß dahin. - (Barbara) Du beweist uns dein Vertrauen.

Und wir zeigen dir, dass wir immer für dich da sind.

(Sumi, leise) Jetzt noch ein paar Schritte.

(Sumi) Gleich geschafft.

Los, Nanni, du schaffst das, komm!

- (Sumi) Noch ein letzter Schritt. - (alle) Nanni, Nanni!

Nanni, nein!

Ich hab's geschafft! (Jubel)

Juhu!

(schwungvolle Popmusik)

Ey, meine Mädels hier und ich, ich

Wir lassen keine mehr Im Stich, Stich

Wir sind am Start, wenn es brennt, brennt

Und wenn du das nicht kapierst Dann bist du schief gekämmt

Eine für alle und alle für eine

Wir sind die Gang, und du bist nie alleine

Alle für eine und eine für alle

"Mädchen sind die besten" Steht auf meiner Gürtelschnalle

Wir sind die Gang, Gang, Ga-Ga-Gang

Und das ist unsere Welt

Es macht Bäng, Bäng, Bä-Bä-Bäng

Wir sind stark, wenn man zusammenhält

Bist du schwarz oder weiß Oder bunt kariert

Ganz egal Denn bei uns kann dir nichts passieren

Wir kommen, und die Jungs ziehen Leine

Eine für alle und alle für eine

(Lachen)

(Frau Vogel) Zack, Zack, Zack. Wo bleibt ihr denn?

Macht mal ein bisschen hinne.

(ruhige Klaviermusik)

(Platschen)

(Knurren)

(Bellen)

(unheilvolle Klänge)

(Schlabbern)

Hör auf damit.

Wer bist du denn? Woher hast du denn den Schlüssel?

(Mann) Hierher!

Lochness.

Hierher.

Du hörst ja überhaupt nicht! (Fiepen)

- Was treibst du in meinem Wald? - Ihr Riesenwelpe hat mich erschreckt.

Ach, Gottchen.

Komm mal her, du.

So. Jetzt verschwinde.

Ab.

Ah! Bleibst du hier? Ach.

(Bellen) Mein Fuß.

(stöhnt)

Tu doch was, du Glotzliese.

Hundilein. Hundi, Hundi, Putzi!

Der Hund, der findet allein nach Hause. Hilf mir.

- So, ja. Schön. - Sind Sie immer so schlecht gelaunt?

Nur heute.

Wie sieht's denn hier aus?

Der Hund war diese Woche mit Aufräumen dran.

(Bellen) Siehst du? Da ist er.

Du bist eine von diesen verwöhnten Internatsgören.

Ja. Und draußen steht mein Einhorn.

- Ist da hinten 'ne Küche? - Ja, wieso?

(Klirren)

Bring mir da bloß nichts durcheinander!

Diese Müllkippe können Sie schön alleine aufräumen.

Au. Aua. Aas.

Warum "Lochness"? Der Hund ist ein Mädchen, oder?

Wer sagt denn, dass Seeungeheuer keine Frauen sind?

Haben Sie eine Frau? Irgendjemand, der sich um Sie kümmern kann?

Das geht dich einen Scheißdreck an.

Mhm. Sehr schön.

- Fuß hoch. - (lacht)

Prima. So, zieh Leine.

Nichts lieber als das.

Warte mal.

Tschüss.

Tschüss.

(Applaus)

(Applaus)

(erschrocken) Ah!

- Oh mein Gott. - Der arme Pegasus.

- Was war das? - Hey.

Das Handyverbot gilt auch im Stall, ne?

Wir haben Pegasus' Unfall gesehen.

Es war nicht seine Schuld. Er ist nur gestolpert.

Ich weiß, aber die Reiterin hat sich damals schwer verletzt.

- Pegasus hat sich nie erholt. - Was haben sie mit ihm gemacht?

Der Besitzer hat ihn an den Erstbesten verschenkt.

- Was? - Ja. Seine Tochter war in Lebensgefahr.

Die neuen Besitzer wollten ihn mit der Peitsche gehorsam machen.

Wie kann man so sein? Ein Lebewesen einfach ausrangieren.

Nur weil es einmal einen Fehler gemacht hat.

Kann man nichts mehr machen. Der Transporter ist bestellt.

- In zehn Tagen wird Pegasus abgeholt. - (Nanni) In zehn Tagen?

(Frau Theobald) Was ist mit den Sullivan-Zwillingen?

Ihre Probezeit ist zu Ende.

- (Frau Vogel) Es ist absolut eindeutig... - Es ist nicht eindeutig.

- Es ist eindeutig. - Nicht eindeutig.

- Es ist ein... - Es ist zweideutig.

Also wenn, dann ist es dreideutig.

Die Sullivans wollen und sollten keinen Tag länger bleiben.

Mon Dieu, sind Sie gemein.

Sie sind wie eine böse Hexe.

- Sie sind nicht... - Gut. Ich weiß...

Hanni ist nicht immer einfach.

Aber sie macht sich Sorgen, dass ihre Eltern sich trennen könnten.

Non. Mon Dieu.

(Frau Bertoux) Man muss die Kinder helfen.

Strafen ist dumm.

Herzlichen Glückwunsch. Wir sind zum ersten Mal einer Meinung.

Und sicher gleichermaßen froh, dass es auch das letzte Mal sein wird.

Jetzt ist es so weit: endlich nach Hause.

Na? Unsere drei Wochen sind um.

Hm?

Es ist uns nicht leicht gefallen, die Entscheidung zu treffen.

Ihr zwei seid eine echte Herausforderung.

Es wird euch nicht überraschen, dass sich hier nicht alle

euphorisch für euren Verbleib ausgesprochen haben.

Wie geht's euch denn hier so in Lindenhof?

Mir gefällt es hier inzwischen richtig gut.

Würdest du gerne hierbleiben, Nanni?

(leises Knurren)

Ja. Ich würde gerne bleiben.

Ich nicht. Ich will gehen.

- Aber das wollen Sie ja auch. - Nein, Hanni, das stimmt nicht.

Ich bin sicher, dass ihr zwei dieser Schule viel zu geben habt.

Und deswegen erkläre ich eure Probezeit trotz allem...

für bestanden, hm?

Elf Jahre haben wir alles zusammen gemacht.

Elf Jahre. Und jetzt...

...verrätst du mich einfach.

(Stuhl rumpelt)

- Pass doch auf! - Pass du doch auf!

(Wiehern)

(ruhige, traurige Klaviermusik)

(Bellen)

Hey, Lochness.

Na, hallo!

(Winseln)

Was ist denn los? Stimmt was nicht bei euch?

Lochness? (Bellen)

- Hallo? - (Mann) Hier bin ich.

- Was machen Sie denn da? - Wonach sieht's denn aus?

- Bauchmuskeltraining, du Klugscheißer. - Boah.

Warte. Wenn du jetzt gehst, ist das unterlassene Hilfeleistung.

Wenn ich bleibe, wird's vielleicht Totschlag.

(lachend) Der war gut.

Ich könnte hier einziehen und Ihnen ein bisschen helfen.

Nur über meine Leiche.

(Scheppern)

Und wer geht dann mit Lochness raus?

Nee, nee. Einziehen fällt aus.

Aber wenn es dir Spaß macht,

von diesem Vieh durch die Botanik geschleift zu werden...

So, hier, probier du mal.

In Lindenhof vermisst mich sowieso keiner.

- Treffer. - Ich bin Halt ein Naturtalent.

Eher 'ne Naturkatastrophe.

Wofür ist eigentlich dieser Schlüssel, den Lochness hier trägt?

Hände weg.

Na dann.

Ich komme morgen wieder.

- Tschüss, Lochness. - Na, wenn das keine Drohung ist.

Nimm den Köter gleich mit!

(Frau Bertoux) Danke, dass Sie mitspielen.

- Das ist doch unsere Zuhause. - (Frau Vogel) Lindenhof geht's gut.

- Sie sind dran. - Ah ja, ich bin dran.

Ich habe dies...

Ich habe das, eins, zwei...

- Stopp, Stopp, Stopp. - Non, das ist meine...

(Caro) Pst, die hören uns noch.

Stopp, jetzt bin ich dran. (Knall), (Schreie)

(Rauschen) (Frau Bertoux) Ah!

Deswegen habe ich gesagt, Sie sollen den Beruhigungsschnaps trinken.

Nicht ohne mich, ja?

Los, weiter, kommt!

(Barbara) Unsere Mitternachtsparty ist unvergesslich, Nanni.

(Caro) Ihr müsst leise sein.

Keine Bange, die Lehrer haben uns hier noch nie gefunden.

(fröhliche Partymusik)

- Wuhu! - Und Nanni.

Wahrheit oder Pflicht?

- Eins, zwei, drei... - Kopf in die Schüssel!

(Jubel)

(Musik läuft weiter)

Prost.

(seufzt gelangweilt)

(singt) Warum...

Bin ich manchmal groß

Und manchmal klein?

Warum?

Warum kann nicht alles

Einfach einfach sein?

Warum bleibt die Zeit nicht stehen

Wenn's am schönsten ist?

Warum? Warum?

Warum?

Ich weiß es nicht.

(Klopfen)

Ähm, hi.

- Bist du hier, um die Party zu sprengen? - Nee, also ich wollte eigentlich nur...

Ähm, sorry.

Nur für geladene Gäste.

Hey, aber...

(Partylärm)

(traurige Musik)

(Mädchen singt Lied)

Vielleicht brauche ich einfach mehr Geduld

Vielleicht bin ich auch nicht An allem Schuld

(Scheppern)

(Knurren)

(Frau) Also das wäre jetzt hier der Platz.

Hier müsste man dann ausmessen.

Ja. Frank, miss aus.

Ne me Quitte pas.

Auf Deutsch: Verlass mich nicht.

Von Jacques Brel. Ein Klassiker.

La chanson. Das ist das Herz meiner culture française.

Und darum, meine Vögelchen, übersetzen wir nicht nur, wir singen.

- (Murren) - Oh, là, là, la, là.

Nicht jammern. Singen macht glücklich.

Und wir beginnen mit... Hanni und Nanni.

Diese Chanson ist für euch perfekt.

Zwei Herzen, zwei Seelen, zwei Schmerzen.

Zwei Herzen, die sich... (Schulglocke)

Oh, là, là.

(Winseln)

(Schnarchen)

(heitere Musik)

(Grunzen)

(kurzes Fiepen) (flüstert) Lochness.

Pscht, nicht so laut.

(Fiepen)

"Isabella von Knigge. Dorfstraße 5. Annahme verweigert."

(Fiepen)

"Godehard von Knigge."

Was fällt dir ein, hier rumzustöbern, hm?

Leg das sofort zurück.

Es tut mir leid. Mir ist auch eine Ihrer Spinnweben kaputtgegangen.

(Winseln) Und du?

Du willst ein Wachhund sein?

Ein Schoßhündchen bist du.

(Schnauben)

- (Sumi) Hallo, Nanni. - Hey.

- Alles gut? - Nanni, wir wollen dir helfen.

- Pegasus verdient eine zweite Chance. - Und Freunde halten zusammen.

Du gehörst ja jetzt zu uns.

(wildes Wiehern)

Oder glaubst du, wir lassen zu, dass du diesen Teufel allein zähmst?

Dazu müssten wir Pegasus seine Angst vor Menschen nehmen.

Wie sollen wir das schaffen in neun Tagen?

Na, ganz einfach:

Sumi hat alle Pferdebücher dieser Welt,

June hat schon als Baby in Texas Mustangs eingeritten,

und Caro...

...kann super gut, ähm, Leute verarzten.

- Genau. - Ähm, aber wie wollen wir Ole loswerden?

Ach, June, wenn Pegasus abgeholt wird,

haben wir am nächsten Tag frische Leberwurst.

- Mann, Emma! - Ja, 'tschuldigung.

Und? Was sagst du, Nanni?

Ich sage, Mädchen sind die Besten!

Yay!

(schwungvolle Popmusik)

(singen) My girls, my girls

Das Leben ist eine Party Und ihr seid mein Konfetti

Und wenn es mir dann mal schlecht geht Dann seid ihr für mich da

Ich Ruf die Mädchen an mit dem Masterplan Die Mädchen an, ihr seid für mich da

Ich Ruf die Mädchen an Oh yeah, yeah, yeah, yeah

Wir sind die Gang Können so cool zusammen abhängen

Ich bin der größte Fan

Ich bin ein Fan von my girls

Ein Riesenfan von my girls

Oh, oh, oh, oh, oh, oh

(lautes Kreischen)

(Western-Musik)

Okay, Ladys, ran ans Werk.

(Schnauben)

Hä? Wer muss aufs Klo?

Oh, Emma, die Tonne greift an.

(Sumi) Die Tonne greift an, Emma, Mann.

(June) Okay, Nanni, vorwärts, Marsch. Und Blickkontakt halten.

(Caro) Oh Gott.

(Musik wird spannungsvoller)

(Zischen)

Oh Mann, Caro!

(wildes Wiehern)

(Schreie)

Wartet auf mich! Helft mir!

- Na gut, neuer Plan. - Kommt, Leute.

(Hanni, im Traum) Nanni, Nanni.

Wach auf!

Wach auf!

Und dann fahren wir wieder nach Hause und kümmern uns um Mama und Papa.

- Wir hatten einen Riesenspaß. - Ist es lustig, wenn sie sitzen bleiben?

(Hanni) Nanni, nein!

Setz dich doch rüber zu Bibi und Tina. (Lachen)

(Mädchen) Woah!

Mach's gut, Schwesterherz.

Hanni.

(Hanni) Na, du? Auch ganz allein unterwegs?

(ein Insekt summt)

(Summen verstummt)

Kannst du mal das Kissen unter den Fuß schieben?

Ach. Pass doch auf, du Trampel.

- Ach! - Wenn du rumkommandieren willst,

dann wasch dich, rasiere dich und such dir 'ne Frau.

Kein Wunder, dass Sie hier allein versauern.

Warte. Warte mal.

Du kannst Godehard zu mir sagen.

Hm?

- Hanni. - Tut mir leid.

Das ist deine Tochter auf den Fotos in dieser geheimen Kiste, oder?

Weißt du,

ich hab sie nach der Scheidung nie wiedergesehen.

Sie hat sich nicht mal gemeldet, als ihre Mutter gestorben ist.

(er schnieft) Ich hab's nur aus der Zeitung erfahren.

Das tut mir leid.

Hab's mir mit allen versaut.

Ich hab auch niemanden mehr.

Meine Schwester will wohl nie wieder was von mir wissen.

Ganz zu schweigen vom Rest von Lindenhof.

Na ja,

sind ja nur noch 'n paar Tage.

- Hä? Warum? - Warum? Warum? Frag nicht so blöd.

Weil der alte Kasten abgerissen wird. Darum.

Da.

"Lindenhof macht Platz für das Golfhotel der Zukunft."

(Frau) Eine Vision aus Glas.

Ein künstlich angelegter Jachthafen.

Rentnerparadies "Klein Florida".

Hier ein Landeplatz für einen Helikopter.

Sessellift. Klassisch.

Hier schlägt bald der erste Gast seinen Ball ab.

Wenn Sie sich zum Kauf entschließen, beginnen wir nächste Woche mit dem Abriss.

- (beide) Wunderbar. - Wunderbar.

(Frau) Wenn Lindenhof Ihnen gehört, steht dem Golfhotel nichts mehr im Wege.

- Das wird die Driving Range. - Frank, Foto.

Wir schaffen hier Platz und Luxus.

Mit Flutlichtern zum Trainieren bis abends.

Da hinten könnte man 'ne kleine Golf schule anlegen, und ich wette, hier...

(entferntes Wiehern)

(entferntes Flüstern) Pegasus...

(Schnauben)

- Der Wald wird natürlich gefällt. - Ja.

(Käuferin) Die Holzdinger stehen eh nur im Weg rum.

Halten wir die Angelegenheit noch unter Verschluss,

damit hier keine Unruhe ausbricht.

(June) Okay, Mädels: Alles oder nichts!

(Wiehern)

- Ganz ruhig, Pegasus. - Wir machen es einfach, wie es hier steht.

Stufe eins: Das Pferd muss dich akzeptieren.

Ganz ruhig.

Ruhig.

(Sumi) Wow, Stufe eins ist geschafft!

- Hab ich doch gesagt. - (Caro) Ole wird echt Augen machen.

- (Nanni) Und was nun? - (Sumi) Weiter. Viel Zeit bleibt nicht.

Hier steht als zweite Stufe: "Führe das Pferd. Es muss dir folgen."

Ganz kurz mal hier.

Nanni Sullivan, der Pferdeflüsterin, gelingt ein Durchbruch.

Schafft sie es, das Pferd zu zähmen?

- Ruhig, Pegasus. Halt. - (Caro) Vorsichtig!

- Stopp! - (Emma) Oh mein Gott.

- Nanni! - Ah!

Bleib stehen!

- Ist alles okay? - Ist schon gut, Leute.

Tut mir leid, Nanni, hier steht, dass du's noch mal machen musst.

Komm.

Vorsichtig.

- Das sieht gut aus. - Ja, super.

High Five. (Jubel)

Du hast es geschafft!

Ja!

(Kreischen und Lachen)

Komm, Pegasus, es ist nur Wasser. Du kannst das, Großer.

Na, komm.

Schau mal, ist doch nur Wasser. Schau, Großer.

Du hast doch schon so viel geschafft. Komm, zu zweit schaffen wir das.

Ja. Super, Pegasus.

Schaut her, er vertraut mir.

- Er hat's geschafft. - I knew He was going to make it.

Yeah! Juhu!

Ho.

Nanni, look! Ole.

Sagt mal, seid ihr verrückt geworden? Was macht ihr hier mit Pegasus?

Ich weiß, ich darf ihn nicht anfassen.

Aber er ist nicht mehr unberechenbar.

Ist dir klar, was du riskiert hast? Ich hatte das streng verboten.

Das Zeug zu einer großartigen Trainerin hat Nanni auf jeden Fall.

Wenn man mit ihm weitertrainiert. Er ist verlässlich.

Es spricht nichts mehr dagegen, ihn hierzubehalten.

(Ole) Ihr seid echt unglaublich.

(Frau Bertoux) Attention.

Et alors.

Entschuldigung.

Wir können nicht. Wir haben nicht geübt.

C'est dommage.

Das ist sehr, sehr schade.

(singt) Ne me Quitte pas

Il faut oublier

Töut peut s'oubiier

Qui s'enfuit déja

Oublier le temps

Des malentendus

Et le temps perdu

À savoir comment

Oubller ces heures

Qui tualent parfols

Le coeur du bonheur

Ne me Quitte pas

Ne me Quitte pas

Ne me Quitte pas

Ne me Quitte pas

Ich komme, um dir was zu sagen.

Lindenhof erledigt sich von ganz allein.

Es wird verkauft.

Weg. Finito.

Kannst du auch mal was sagen?

Weißt du was? Ich hab keine Lust mehr auf deine Sabotagenummern.

Verkriech dich in eine Ecke und wüte da vor dich hin, aber lass mich in Ruhe.

Nanni, wenn du mir jetzt nicht glaubst,

dann wirst du das hier alles wieder verlieren.

Du kommst nicht damit klar, dass ich eine Meinung hab und mal was will.

Aber weißt du was? Ich hab's satt, dein Anhängsel zu sein.

Ich Brauch dich nicht mehr.

Du hast recht. Du brauchst mich wirklich nicht mehr.

(entfernte Musik)

Rennen gegen Gegenwind Bringen den Boden zum Beben

Wenn wir zusammen sind Fangen wir an zu schweben

Warte, ich glaub dir!

Wirklich jetzt?

Die anderen hatten recht. Ich wollte alles kaputtmachen.

Aber jetzt nicht mehr.

(gefühlvolle Musik)

- Hallo, Isabella. - Frau Theobald.

Stimmt es, was ich gehört habe?

Du verkaufst das Gebäude?

Wir müssen die Mädels an Bord holen.

Oh Mist, komm!

(Isabella) Das kann ich noch nicht sagen, aber es sieht so aus.

Das ist doch diese Frau da mit den Plänen.

(Frau Theobald) Warum bereden wir das nicht?

Meine Mutter hat mir Lindenhof vererbt. Ich habe keine Verpflichtungen.

Verpflichtungen? Du warst auf dieser Schule.

Ich war vor 20 Jahren hier. Ich war Referendarin und du so klein.

- Ich dachte auch, Sie wären in Rente. - Vielen Dank.

Ich ändere meinen Beschluss nicht.

Sorg dafür, dass deine Investoren nicht die ganze Zeit hier rumschleichen.

Wenigstens die Kinder sollen sich keine Sorgen machen.

Das können Sie wohl vergessen.

Der Abschluss geht morgen über die Bühne.

Ausgerechnet morgen, wo das Schulfest stattfindet

und alle Eltern anreisen?

Das hab ich nicht gewusst.

(Nanni) Diese miese Kuh.

Die hat so Architektenpläne wie Mama. Darauf ist Lindenhof ein Golfhotel.

Hey, Leute!

Hanni hat euch was zu sagen.

Macht ihr wieder auf eineiig?

Wirklich. Ihr müsst Hanni zuhören.

Das hier ist Lindenhof in einem Jahr.

- Was? - Warum willst du uns helfen, Hanni?

Dir kann doch nichts lieber sein als der Abriss.

Ja, also, ich hab jetzt kapiert, dass Lindenhof ein Ort ist,

wo sich sogar ein Mädchen wie Margret, die alles schwarzmalt, zu Hause fühlt.

Und dass Nanni hier echt glücklich ist.

- Okay, wie ist der Plan? - So mag ich dich, Sumi.

(Kreischen und Trommeln)

(Hanni) Lindenhof steht kurz vor dem Verkauf

An dem Tag, an dem alle Eltern zum Schulfest kommen,

braucht es einen Plan, um die Katastrophe abzuwenden.

Okay, Leute, ich sehe sie. Sie ist da.

(Hanni) Im Spiel um Geld und Besitz

nimmt die rothaarige Frau eine Schlüsselrolle ein.

Wesentlich kürzer.

(June) Ja, ich sehe sie auch. Get down.

(Hanni) Die drohende Auslöschung von Lindenhof

verbreitet sich wie ein Lauffeuer

Schüler und Lehrer sind der Verzweiflung nahe.

Ich bin zu alt für eine neue Leben.

Dann müssen Sie jetzt mal endlich mit dem Sport anfangen.

Sie kommt auf uns zu.

- Passen Sie auf, hier ist es rutschig. - Nicht das passende Schuhwerk.

(Frank) Schade, dass alles abgerissen wird.

Ja, aber wir bauen hier das Golfhotel der Zukunft.

(Käuferin) Gut. Wir schauen uns kurz alleine um, Frau von Knigge.

Knigge? Den Namen kenne ich irgendwoher.

- (Caro) Pst. Sie kommt rüber. - Auf drei geht's los.

Eins, zwei...

(Schreie)

Ah!

Hilfe!

Was fällt euch eigentlich ein?

- Was fällt Ihnen ein? - Verkaufen Sie nicht.

- Es ist der schönste Ort der Welt. - Für euch.

- Ich will es los sein. - Tun Sie das nicht.

Tut mir leid, dass ihr euer Zuhause verliert.

Das geht nicht gegen euch.

Es geht um einen Vater, der sich seit 15 Jahren nicht bei seiner Tochter meldet.

Und um eine Tochter, die alle Erinnerungen an ihn loswerden will.

Lasst mich! Lindenhof wird verkauft!

(Isabella) Bande.

(unverständlich)

(Hanni, in Gedanken) Godehard von Knigge. Isabelia von Knigge.

Du bist das Mädchen aus der Kiste.

(in Gedanken) Beim Verkauf von Lindenhof geht es gar nicht ums Geld.

Die rothaarige Frau ist die Tochter von Godehard: Isabella von Knigge.

Sie hat sich nicht mal gemeldet, als ihre Mutter gestorben ist.

(Isabella) Ein Vater, der sich seit 15 Jahren nicht bei seiner Tochter meldet.

(Hanni) Um den Verkauf von Lindenhof zu verhindern,

müssen sich Godehard und seine Töchter wieder vertragen.

Besprechen wir die Vertragsbedingungen.

Wir müssen diesen Godehard und seine Briefe nach Lindenhof holen.

Wie sollen wir so schnell bei Godehard und wieder zurück sein?

Das dauert mindestens eine halbe Stunde.

- Gute Frage. - Weiß auch nicht.

Dann gibt es nur noch eine Chance.

(Pfiff) (Wiehern)

- (Emma) Was hat die denn vor? - (Caro) Nicht wirklich, oder?

- Nicht dein Ernst. - Doch.

Ruhig, Großer.

Du hast das lange nicht mehr gemacht, aber du kannst das.

- Du bist ihn noch nie geritten. - Was, wenn du abgeworfen wirst?

Dann liegst du im Wald und verrottest. Da ist auch niemandem geholfen.

Ich schaffe das, okay?

Aber ich brauche dazu meine Schwester.

Kommst du?

(dynamische Musik)

Brr.

Helme nicht vergessen.

Ihr müsst die Besitzerin aufhalten. Lasst euch was einfallen.

- Wir können sie ja foltern. - Nein! Können wir nicht, Margret.

- (Nanni) Wir treffen uns auf der Wiese! - (Jubel)

Es ist echt schön hier. Wollen Sie wirklich das alles verkaufen?

Ich habe einige schöne Erinnerungen und kann das guten Gewissens weitergeben.

Klasse.

Gut, wir sehen uns bei der Unterzeichnung.

- Ja. Frau Lurch. - Frau von Knigge.

- Herr Blitz, Ritz, Schlitz? - Britz.

- Britz. Richtig. - Ja.

Hä? Ach so.

- Danke. - Ja.

Fahren Sie bitte zum Notarbüro Dr. Kauzig in die Schillerstraße.

- (tiefe Stimme) Okay. - (seufzt)

(Quietschen)

Wo haben Sie denn Fahren gelernt?

Na, wo wohl? Im Internet.

(gedämpfte Rufe)

Huh!

- Hello again. - Was soll das werden?

Das nennt man Kindersicherung. Los, fahrt. Schnell!

(Isabella) Hilfe! Ich werde von Kindern entführt!

Gut gemacht, Pegasus, gut.

(Scheppern, Seufzen)

(Scheppern)

Da rein. Die Briefe sind auf dem Kamin in der Kiste.

Der Schlüssel hängt um Lochness' Hals.

Ich lenke Godehard ab, du holst die Briefe.

Wir treffen uns an der Wiese.

Ich... ich locke ihn irgendwie da hin.

- He, dein Lieblingsbesuch ist da. - Wer ist Lochness?

- Na, endlich. - (seufzt)

Ich hab die ganze Zeit auf dich gewartet.

Ich will 'ne Revanche. Setz dich hin.

(spannungsvolle Musik)

(Knurren)

Willst du 'n Schlückchen?

- Nein, danke. - Ach, komm.

(Knurren)

Hallo, Hund.

- Äh, Lochness. - (Bellen)

Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren.

(Godehard) Aus!

(Knurren) Prost.

Ganz ruhig. Braver Hund. Ich Brauch nur den Schlüssel.

- (Bellen) - (Godehard) Aus!

Ach, was ist mit dem Köter los?

- Denkst du, das ist auch gut für Kinder? - Na klar. Kirschsaft ist gesund.

(Knurren)

Was ist?

Bist du 'ne Verkehrspolizistin?

- Nein. - Wieso machst du so komische Bewegungen?

- Gibst du gleich auf? - Ich muss noch mal ganz kurz ins Haus.

Hä?

- Was soll das? - Diese Lochness ist ein Monster.

Quatsch, er ist der beste Hund und mein Freund.

Er kann uns gut auseinanderhalten. Mein Freund will er nicht sein.

- Du bist dran! - Ja.

Okay. Planänderung.

Ich kümmere mich um die Briefe, du bringst Godehard zum Treffpunkt.

- Ich Kenn den doch nicht. - Egal. Dir fällt was ein.

Warte.

Die Buchstaben auf unseren Pullis.

Cool. Gleiche T-Shirts.

Dab.

Hallo!

Komme.

Hier.

Und hier ist Munition.

Was ist jetzt? Hast du Stromausfall im Oberstübchen?

Ich hab eine Überraschung für Sie.

Äh, dich. Komm mit.

Ich wusste schon immer, dass du 'ne Meise hast,

aber heute kommst du mir echt geistesgestört vor.

- Komm. - Hanni...

Hashtag: Lindenhof wird verkauft.

Die Zeit für die Superzwillinge wird knapp.

Das Schicksal von Lindenhof scheint besiegelt.

Gleich wird der Verkauf offiziell verkündet.

(melancholische Melodie)

(Isabella) Seid ihr völlig wahnsinnig? Ich muss zur Vertragsunterzeichnung.

Ha!

Okay, das war's.

Ist nur noch ein kleines Stückchen.

'N alten Mann hier so durch die Botanik zu jagen.

Wirklich, nur noch ein kleines Stückchen. (Wiehern)

Was machst du denn hier?

Du solltest doch auf Lindenhof im Stall eingesperrt sein.

(Hanni) So viele Briefe von Ihrem Vater.

Ich habe diese Briefe nie bekommen.

Meine Mutter muss sie abgefangen haben. Sie war so wütend nach der Scheidung.

"Meine liebe Bella, du ahnst nicht, wie gern ich dich begleitet hätte.

Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dich denke."

- Du bist Pegasus' Besitzer? - Mhm.

Ich habe ihn in Lindenhof für meine Tochter aufbewahrt.

Aber es war sinnlos.

Sie ist nicht zurückgekommen zu uns.

Ich hatte Knochenbrüche und bin in Ohnmacht gefallen.

Als ich nach Hause kam, hab ich entdeckt, dass mein Pferd weg ist.

Einfach weg.

Er hat sie beinahe umgebracht.

(er seufzt) (Wiehern)

Ja.

(Wiehern)

Pegasus?

(gefühlvolle Musik)

Papa?

Nanni!

- Papa. - Bella, meine Kleine.

Pegasus.

Pst.

Ich bin's.

(Ächzen)

Ich... ich hab dich so...

so schrecklich vermisst.

All die Jahre.

Verzeihst du mir?

(Nanni) Ist der Verkauf von Lindenhof erst mal vom Tisch,

ist es bloß noch ein Klacks, die Schule zu retten.

Dann wollen wir das Trauerspiel mal beenden.

- Wo kommt ihr denn her? - Hey, Mädels.

Frau Theobald, warten Sie.

Liebe Schülerinnen, liebe Gäste,

es gibt eine Neuigkeit,

die für euch und für Sie und für uns alle...

Lindenhof wird nicht verkauft.

(Jubel)

Ja, ja, ja! Gagné, gagné, gagné!

Ähm, wir wollten gern noch ein Lied für euch singen.

Warum bin ich manchmal groß Und manchmal klein?

Warum kann nicht alles Einfach einfach sein?

Warum bleibt die Zeit nicht stehen Wenn's am schönsten ist?

Warum, warum, warum?

Ich weiß es nicht.

- Wir brauchen unseren Papa. - Los, komm hoch!

Meine Mama hat gesagt,

dass sie sich in nur einer Sekunde in meinen Papa verliebt hat.

Nur weil er dieses eine Gitarrensolo gespielt hat.

Wollt ihr das nicht auch hören? (Jubel)

(alle) Charlie, Charlie, Charlie, Charlie!

(schwungvolle Gitarrenmusik)

(singen) Wir gehören für immer zusammen

Wir gehören für immer zusammen

Ich werd für dich da sein Ich werd für uns stark sein

Ich gebe niemals auf

Wir gehören für immer zusammen

Und ich weiß, du weißt es auch

Wir gehören für immer zusammen

Ich glaub ganz fest daran

Wir gehören für immer zusammen

Wenn nichts uns trennen kann

Ich werd für dich da sein Ich werd für uns stark sein

Ich gebe niemals auf

Wir gehören für immer zusammen

Und ich weiß, du weißt es auch

(Jubel)

Du bist ein Genie, Schwesterherz.

- Nur die grünen. - Danke.

Jetzt ist alles in Butter.

Wir müssen nur noch Mama und Papa was beichten.

Wir müssen euch noch was sagen.

Wir lassen euch wirklich nicht gern allein.

Aber wir denken, ihr braucht ein bisschen Zeit für euch.

Was? Ihr wollt hierbleiben?

- Echt? - Wir werden Spaß haben.

Neben der Schule lernt man in Lindenhof auch andere wichtige Sachen.

- Zum Beispiel? - Verantwortung zu übernehmen.

(Kreischen)

Teamfähigkeit. (Zischen, Knall)

- So was eben. - Kommt her, ihr Verrückten.

Sicher, ja?

Die Musik nicht vergessen. Ich schick euch die Noten.

- Vor allem: Esst gesunde Sachen. - Ja, Mama.

- Übt den Song. - Tschaui-Baui.

Tschüss, ihr Süßen.

Tschüss.

Endlich sind wir sie los.

- (Mädchen) Los! Los geht's! - Spring, du schaffst das!

- Los, Hanni! Los geht's! - Hä? Das soll 'ne Mutprobe sein?

- Ja, es ist 'ne Mutprobe, komm schon. - Mach doch.

Los, Hanni. Eine für alle.

Und alle für Lindenhof!

(Lied) Wir sind mehr, mehr, mehr Als beste Freunde

So viel mehr, mehr, mehr Als beste Freunde

Wir springen gemeinsam über Zäune

Jagen einfach unsere Träume

Vielleicht geht es auch Mal runter und mal rauf

Doch keiner hält uns auf

- Ihr Beitrag ist unqualifiziert. - Das sagen Sie?

Sie sind nicht sachlich. Ich bin nämlich an der Sache dran.

- Ich habe Gefühle, Sie nicht. - Ich habe sehr wohl Gefühle, aber...

Dann gibt es nur noch eine Chance.

(nur leises Pusten)

(Prusten, Lachen)

Dieser alte Kasten ist derma... Dieser alte Kasten ist...

Dieser alte... Dieser alte Kasten...

Ich habe eine unglaublich...

Wirklich, ich habe eine unglaubliche Überra...

Alors, meine erste Küss.

Er war so hübsch.

Er hatte Lippen wie Wattewolken.

Aber er hat mich gepackt

mit seine starke Arme und dann hat er mich...

Üps.

Dann machst du Langstreckenlauf?

Ach komm, wir müssen nur noch...

(Stammeln und Kichern)

(Frau) 28-6.

(Wiehern)

Sie sind kalt wie Eis.

- Man kann Sie lutschen. - Sie reden die ganze Zeit.

- Sie auch. So, so, so, die ganze Zeit. - Ich bin jetzt dran.

So, und jetzt sag ich was: Stopp! Stopp!

(Lied) Wir sind mehr, mehr, mehr Als beste Freunde

- Ich hab dich lieb! - (Nanni) Ich hab dich auch lieb!

(Lied) So viel mehr, mehr, mehr Als beste Freunde

(Scheppern)

Macht Barbara eine kleine Singshow?

(Kreischen)

(Hupen)

Non, non, non, non! Ich protestiere!

Ich protestiere! Äh...

Domino?

Ah!

(lachend) Was machst du?

(singen) Sur le pont d'Avignon

Oh, seid ihr schöne Hühner. Ihr seid so schöne Hühner!

Ach, ich liebe euch, meine Vögelchen.

- Showtime. - Party.

(schwungvolle Popmusik)

(singen) Wir zwei verstehen uns ohne ein Wort

Wenn mich alles nervt Dann merkst du es sofort

Ich Soli auf alle hören Doch ich hör auf dich

Was du von mir weißt Wissen alle anderen nicht

Wir sind uns ähnlich Und doch so verschieden

Kopf und Bauch Haben manchmal einfach Streit

Aber wenn es darauf ankommt Fühlen wir beide immer gleich

Wir zwei sind eins, eins Du weißt, wovon ich träume

Eins, eins Wir sind für immer beste Freunde

Eins, eins Ganz egal, was du auch machst

Ob du tanzt oder lachst oder weinst

Wir zwei sind eins, eins

Wenn wir tanzen Sind wir eins, eins

Und wenn wir lachen Sind wir eins, eins

Und immer wenn wir weinen Sind wir eins, eins

Wir zwei sind eins, eins

Du weißt, wovon ich träume Eins, eins

Wir sind für immer beste Freunde

Eins, eins Ganz egal, was du auch machst

Eins, eins

Wir zwei sind eins!

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