All language subtitles for 2023_Blind ermittelt - Mord an der Donau.deu

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Original subtitles

*

Untertitel: AUDIO2 im Auftrag des ORF

* mysteriös-detektivische Musik *

* Raben krähen. *

* Schuss, Raben schrecken auf. *

* leise letzte Atemzüge, mysteriöse Musik *

* entspannte Jazzmusik, flottes Hacken *

Ein bisschen Salz. - Aber nicht zu viel.

Nein, und jetzt in die Panierstraße.

Die Paniergossen.

Wie? - Paniergoss'n.

* Niko murmelt. *

Musst schön bedecken alles.

Ja, dann ins Ei.

Ist das nur Eigelb oder ein Gemix aus Eiweiß und ...

Ein Gemix.

Jetzt die Brösel.

Wir müssen aufpassen, dass wir kein Loch ...

Ja. Und wann kommt's ins Fett? - Danach.

Ja, wunderbar. - Du bist so euphorisch, Niko.

Was? Quatsch. - Wie ist das passiert?

Ja, nix ist passiert. - Ich spür's.

Alex, konzentrier dich, jetzt geht's ins Fett.

* Brutzeln * Sehr gut.

Sicilia.

Sicilia.

Ja, genau.

Das ist 'ne Wüste aus Stein. Steine überall.

Ist ein bisschen wie auf dem Mond. Ist schön.

Daggi.

Ja, Daggi ist auch schon da.

* leise Radiomusik *

* Krähen *

* mysteriöse Musik, düsteres Pochen *

*

* Krähen *

* Musik wird schneller und unheilvoller. *

* Sie gibt entsetzte Laute von sich. *

* Sie schluchzt. *

Ach, du großer Gott.

* Sie weint und murmelt. *

Daggi.

* Musik wird intensiver. *

Daggi?

* Musik verklingt langsam. *

Jenni, Auto, sofort.

Jenni!

Auto, jetzt!

* Vogelzwitschern, Krähen *

* Schluchzen *

* Jenni atmet panisch. *

* mysteriöse Musik *

* Handy klingelt. *

(genervt:) Oh. - Kannst du bitte rangehen?

Oh Mann, also, alles muss man für dich machen.

Du bist doch kein Kleinkind.

Okay, bitte schön.

Was gibt's?

- Alex, Folgendes: Der Tobi hat einen Todesfall in der Familie,

die Katze ist krank, der Müllplatz- Vorfall zieht sich in die Länge,

ich habe Tausende Akten am Tisch.

Weg da!

Und jetzt hab ich hier eine Leiche auf der Brigittenauer Brücke.

Ich weiß nicht viel, eine Bekannte fand sie.

Die liegt am Hang. Ich brauch deinen Instinkt.

- Hast du gesagt, dass du mich brauchst?

- Nein, nur deinen Instinkt.

Und den Niko kannst auch zu Haus' lassen.

* entspannte Jazzmusik im Hintergrund *

Hey, uns gibt's nur im Doppelpack, ist das klar?

Genau, bis gleich.

Mickey Mouse ...

Also, das Schnitzel kommt in die Semmeln, auf geht's.

Jetzt gehen wir echt los, ja?

Ich mach mal alles aus.

Ist aus.

Mmh.

Was ist das für ein Mädel?

Was?

Wie heißt sie?

Ich lad euch am Wochenende ein, ich mach Schnitzel,

wir spielen Monopoly.

Ja ... das ist schwierig.

What is her name? - Ich weiß es nicht, Mann.

Du lässt nach, Kamerad.

* Er stöhnt. *

Das ist ja kalt.

Das gehört so, ist ein Klassiker.

Kalte Schnitzelsemmel in Wien. - Ah geh.

* Einsatzbesprechungen im Hintergrund *

* Husten *

Guten Morgen, die Herren.

* Husten, Zeit anhaltendes, vibrierendes Klingeln *

An 'nem schönen blauen Sonntag ...

.. liegt eine tote Frau am Strand, und ein Mensch geht um die Ecke,

den man Mackie Messer nannt.

* vibrierendes Klingeln *

* Er hustet. *

Was los? - Gibt's doch nicht.

Was denn?

Da ist die von gestern, die ist Polizistin.

Was? - Ja.

Oh, Entschuldigung.

Es ist schön, dass Sie da sind. Er hat noch nie so gute Laune gehabt.

Gestern hat's gewirkt, wie wenn er die immer hätte.

Geh bitte, Tammy.

Ja ... 'tschuldigung.

Bist du gut heimgekommen?

Du hast dem Taxifahrer lang und breit erklärt,

was ihm blüht, wenn nicht.

Niko, wo bist du? Ich brauch dich am Tatort!

Ja, ich komm, ich komm!

Wie heißt du? - Tamara.

Tamara, freut mich.

* leises Krähen *

Was siehst du?

Pff ...

Einen Wohnwagen, die Tür ist offen, Campingstuhl davor.

Führ mich hin.

* leises Krähen *

Okay, hier geht's rein.

* leises Krähen *

* Er macht leise Riechgeräusche. *

Geh rein.

Beschreib mir, was du siehst. - Ja.

Das ist irgendwie komisch.

Also irgendwie ... aufgeräumt.

Nicht aufgeräumt.

Ja, wieso?

Als hätt jemand da so rumgewühlt und versucht,

es wieder so herzustellen, wie es war.

Vorne ist die Leiche.

Sie liegt kopfüber, ziemlich steile Böschung.

Achtung.

Okay? - Ja.

Alles klar.

Frau, so Mitte 50, würd ich sagen. Bauchschuss untere linke Seite.

Zwei Frauen haben sie gefunden.

Mutter und Tochter. Hallo übrigens. - Hallo.

Noch keine Spur von Tatwaffe oder Täter.

Könnte ein Raubüberfall gewesen sein, der eskaliert ist.

Hier, das haben wir gefunden.

Eine ... Handyhülle, das Telefon fehlt.

Sonst nichts?

Noch nicht.

* lautes Krähen *

* fokussierte Klänge *

Waren die schon die ganze Zeit hier?

Wer?

Diese Vögel.

Äh ... ich glaub schon.

* detektivische Musik *

Alex, was soll denn das werden?

Wo willst du denn hin?

Ah ... Alex!

Mann, ey, immer dasselbe.

Aber für mich nicht? Danke schön, super.

Große Klasse.

Jetzt komm schon!

* detektivische Musik *

Alex!

Mann, du verläufst dich doch eh nur.

Hast du vergessen, dass du blind bist, ha?

Was soll denn das werden? Mal im Ernst.

* detektivische Musik, Krähen *

* lautes Krähen *

Et voilà!

So langsam wirst mir schon ein bisschen unheimlich,

das weißt eh, gell?

* Sie keucht. *

Na super.

Todeszeitpunkt scheint derselbe zu sein wie bei dem anderen Opfer.

Gepflegtes Äußeres.

Laufschuhe, Joggingoutfit.

Teure Uhr.

Eine Gesäßtasche, leer.

Halt, warte.

Ah, eine Schlüsselkarte.

Keine Autoschlüssel oder Ausweise oder irgendwas?

Nix.

Wird schwer, seine Identität herauszufinden.

Ah ...

.. ein Ehering.

Da.

Dazu müsste es eine Frau oder einen Mann geben.

Einschusswunde deutet auf dieselbe Tatwaffe,

allerdings aus viel größerer Distanz abgefeuert.

* detektivische Musik *

Irgendwelche Patronenhülsen? - Bis jetzt keine.

Der Mann hat die Frau dort vorne erschossen.

(* Schuss *)

Dann sieht er, dass ihn ein Jogger beobachtet hat.

Der rennt panisch davon. Er rennt und rennt.

Der Mann schießt dem Jogger von hinten in den Rücken.

(* Schuss, Ächzen, Krähen *)

So könnt's gewesen sein.

Der Mann hat einfach Pech gehabt.

War zur falschen Zeit am falschen Ort.

Das ist eine Art Nebenschauplatz.

* mysteriöse Musik *

Hm.

* düsteres Trommeln *

* getragene Mundharmonikaklänge, Trommeln verklingt. *

♪ Und ... der ...

♪ .. Haifisch ... der hat Zähne.

♪ Und die trägt er ...

♪ .. im Gesicht.

* langsame, kecke Musik *

♪ Und Macheath, der hat ein Messer.

♪ Doch das Messer sieht man nicht.

♪ An 'nem schönen blauen Sonntag ...

♪ .. liegt ein toter ... Mann am (englisch betont:) Strand.

♪ Und ein Mensch geht um die ... Ecke ...

♪ .. den man Mackie Messer nennt.

* gefahrvolle Musik *

♪ Und Schmul Meier bleibt verschwunden

♪ und so mancher reicher Mann.

♪ Und sein Geld hat Mackie Messer ...

♪ .. dem man nichts ... beweisen kann.

♪ Und am Kai geht Mackie Messer ...

(Mann:) Ja, danke!

Stopp, Stopp. Danke, bravo. * Klatschen *

Bravo, bravo.

Das ist doch viel schönes Drama.

Jetzt bekommt der Begriff Provinz noch mal 'ne neue Dimension.

Wenn du mir was zu sagen hast, dann kannst du mir das auch laut sagen.

Wir haben darüber gesprochen,

dass die Beziehung zwischen dir und Mackie Messer

geprägt ist von Furcht, elementarer Angst.

Ja ... aber das hab, hab ich doch ... gespielt.

Ich hab davon überhaupt nichts gespürt.

Was du jetzt da spielst, ist so ... so was Freundliches, Indifferentes.

So was Amikales.

Als hättet ihr was zusammen, so 'ne Kantinenbeziehung.

Interessiert mich überhaupt nicht!

Als würdest du ihn mögen, das war nicht verabredet.

Max, ich ... dann hilf mir, weil ich weiß nicht, was ich tun soll.

Mach 'ne Ansage ...

Du bist die Hauptdarstellerin!

Reiß es an dich, spiel die Angst vor dem Bösen, ja?

Ich halte dich nicht zurück.

'tschuldigung. Gott.

Was, was ist mit Thomas? Thomas fand's doch gestern auch super.

Wo ist er denn? Hast du ihn heute schon irgendwann gesehen?

Bin ich mit ihm verheiratet oder du?

Mackie ist das Böse, du bist es nicht!

Ist das so schwer zu verstehen?

* Stimmengewirr in der Garderobe *

Wo steckst du denn? Ich brauch dich hier.

Du weißt doch, wie er ist vor 'ner Premiere.

Hi, Thomas.

Wenn du nicht bald kommst, dann fliegt uns das morgen um die Ohren.

Sag ihm liebe Grüße. - Es ist nur die Mailbox.

* Lachen im Hintergrund *

* Vogelzwitschern *

Kaffee vielleicht?

Nein, danke.

Sagen Sie, wie lange dauert das hier noch?

Was macht ihr da? - Sie ist taub.

Sie versucht, Ihre Lippen zu lesen. - Aha.

Und was hat sie gesagt?

Ihr ist schlecht.

Daggi war unsere Freundin, wir ... haben noch nie eine Leiche gesehen.

Und hat diese ... Daggi ... auch einen Nachnamen?

Hab sie nie gefragt. Das interessiert uns nicht.

Wir versuchen uns von allen gesellschaftlichen Konventionen

zu befreien.

Wissen Sie, ob Daggi einen Freund hatte,

mit dem sie im Wohnmobil gewohnt hat?

Nein, sie war alleine. So wie wir.

Stehen Sie und diese Dagmar hier oft auf diesem Parkplatz dann rum?

Nein, normalerweise PK Lobau.

Ein Wagencamp, stillgelegter Parkplatz.

Ist Ihnen irgendwas aufgefallen? Irgendwas?

Nee.

Aber das hab ich der Kommissarin auch schon erklärt.

* mysteriöse Musik *

* Telefon klingelt. *

* detektivische Musik *

(Laura:) Was ist das?

Die DNA-Analyse des Joggers ist noch nicht ausgewertet.

Was wissen wir über diese Daggi?

Ihr Bus wurde durchwühlt.

Und das wurde ziemlich laienhaft versucht zu vertuschen.

Das lässt auf einen unorganisierten Täter schließen,

der spontan gehandelt hat.

Na ... so ein Vollamateur war er auch nicht.

Ich mein, er hat diesen Augenzeugen aus dem Weg geräumt.

Vielleicht hat sie irgendwelche Wertgegenstände im Bus versteckt.

Füße runter.

Das muss der Täter aber vorher gewusst haben.

Oder er hat auf gut Glück rumgesucht und nichts gefunden,

außer ...

Handy.

Dass wir unbedingt haben müssen.

Es gab keine Spuren von Gewalteinwirkung am Tatort.

Vielleicht war sie ja mit irgendjemandem verabredet?

Könnte sein.

Oder sie wurde dorthin bestellt.

Und dann ... ist das entweder ein Zeuge oder der Täter.

Gab's Hinweise auf andere Personen am Tatort?

Nein ... nur die beiden.

Den Jogger kriegen wir nicht identifiziert.

Wir wissen nicht, wo wir ansetzen sollen.

Aber ich hab eine bestätigte Identität vom ersten Opfer

über das Kennzeichen vom Camper.

Sie heißt Dagmar Moser. - Mhm.

Da, schau mal.

Vor einem Jahr war sie noch Versicherungsmaklerin

und hat dann ganz plötzlich gekündigt.

Die hat keine Meldeadresse? - M-m.

Und keine Krankenversicherung?

Und Steuern zahlt sie auch keine.

Das ist doch mal ein Paradies, oder?

Was ist denn letztes Jahr passiert?

Sie hat sich scheiden lassen.

Ah.

* Regenprasseln *

* Der Hund winselt. *

* Bellen *

Ist sie schon z'ruck?

Sag ihr, es ist total asozial von ihr,

dass sie anderen Leuten das Geld wegnimmt.

Sag ihr, ich will's wieder z'ruck.

Ich komm später wieder.

Ja?

* Er schnappt nach Luft. *

Das ist total ... surreal.

Der Tod Ihrer Exfrau ist sicher ein Schock für Sie.

Wo waren Sie heute um sechs in der Früh?

Daheim.

Kann das irgendjemand bezeugen? - Naa.

Wann haben Sie Dagmar Moser zum letzten Mal gesehen?

Vor zwei Wochen.

Waren Sie da mit ihr verabredet?

Sie wollte sich nicht mehr mit mir treffen.

Lag das daran, dass Sie jetzt so ein unterschiedliches Leben führen?

Also Sie dieses normale Leben?

Natürlich.

Das ist der Grund, warum sie mich verlassen hat.

Wir waren einmal ein sehr gutes Team.

Wir haben mehr Versicherungen verkauft als die meisten Agenturen,

als die ... großen Agenturen.

* Regen prasselt. *

Aber dann, dann ...

.. war alles anders.

Was ist passiert?

Sie wollte frei sein.

Unabhängig.

Weg vom Gesellschaftsdruck.

Sie wollte ... noch einmal neu anfangen.

Sie hat alles aufgegeben für einen Wohnwagen und bisschen frische Luft?

Ja, sie hat alles hingeschmissen, unsere ganze Beziehung, unsere Ehe.

Ich hab geglaubt ...

.. wir sind glücklich.

Besitzen Sie eine Waffe?

Eine?

Eine Waffe.

Nein.

Wüsst auch gar nicht, wie man damit umgeht.

Gut, danke.

Also, der Typ ist echt ein Spezialagent.

Der hat immer noch dieses alte Firmenfoto

von sich und seiner Frau im Büro hängen,

als ob die noch zusammen wären. Die sind seit einem Jahr geschieden.

Dieses ganze Rumgerücke auf diesem Schreibtisch.

OCD, obsessive Zwangsstörung.

Er braucht die perfekte Ordnung.

Aha.

Und seine Frau ist genau das Gegenteil gewesen,

also seine Exfrau.

Wirkt wie 'ne logische Konsequenz.

* Er atmet angespannt tief durch. *

* abwartend-geheimnisvolle Musik *

*

* Er ringt um Luft und schluchzt. *

* Er schluchzt zitternd. *

* geheimnisvolle Musik *

Ja, bitte? - Grüß Gott.

Schon mal diese Frau gesehen?

Nein, die kenn ich nicht.

Noch nie gesehen? - Nein.

Schauen Sie sich das Foto ganz genau an.

Ich hab's genau gesehen und kenne diese Frau nicht.

Das ist ja schade ... - War's das jetzt?

Ich hab was zu tun.

Ach so? - Ja.

Was haben Sie denn zu tun? - Ich koche. Auf Wiedersehen.

Warten Sie, was gibt's denn zu essen?

* Sie spricht auf Ungarisch. *

Ja, alles klar. Vielen Dank.

Sie haben uns sehr geholfen, große Klasse.

* Sie spricht weiter auf Ungarisch. *

Nur eine kurze Frage, wir wollen Sie nicht lange stören.

Ich will die Frage nicht hören. - Ach so?

Schauen Sie ... - Naa, gemma. Putzts euch.

Jetzt red ned, das sind Kieberer.

Du kannst doch ned ... - Ich kann's.

Schleichts euch. Fahrts ab.

Hauts euch über die Häuser. - Beruhig dich.

Ich glaub, das ist die Dagmar. Die ist oft beim Joshi.

Und wer ist der Joshi? - Der da drüben.

Da der? - Mhm.

Vielen Dank.

* Hund winselt. *

Gehen wir zum Joshi.

Da sitzen übrigens zwei Herren. - Alles klar.

* Bellen *

Wer von euch ist der Joshi?

Na, das kommt ganz drauf an, wer das wissen will.

Ich, Polizei.

Alexander Haller.

Ernsthaft jetzt? Ein blinder Kieberer?

Was kommt als Nächstes?

Wer sind Sie? Der Blindenhund, oder was?

Wau!

Ha, Miau.

Sie kannten angeblich Dagmar Moser.

Na ja, kennen tun wir sie alle. - Was ist mit Ihnen?

Ja, ein-, zweimal hab ich sie 'troffen.

Die Daggi war ein paarmal bei uns im Camp.

Wann haben Sie die Dagmar das letzte Mal gesehen?

Pff ...

Letzten Freitag.

Ich treff sie immer nur da. Wieso?

Sie ist heute Morgen tot aufgefunden worden.

* Umweltgeräusche verklingen, er atmet geschockt. *

* Er schluckt laut. *

* Geräuschwelt normalisiert sich. *

Okay, das ist arg.

Und was ist passiert, wenn ich fragen darf?

Das versuchen wir gerade herauszufinden.

Nun, bevor S' bei mir stehen, sollten Sie vielleicht mit ihrem Ex reden.

Den Versicherungsschicksen. Diesen Moser, ja?

Na, die Dagmar hat mir ein paarmal von ihm erzählt,

dass er immer schreibt, sie anruft

und aufdringlich ist seit der Trennung.

Klingt fast wie ein Stalker.

Er war ein paarmal da und hat ... ziemlichen Wirbel gemacht.

Verstehe.

Sie haben uns sehr geholfen.

Herzlichen Dank.

Wiedersehen. - Wiedersehen.

* laute Maschinengeräusche *

* monotone Maschinengeräusche *

* düstere Trommelklänge *

* Musik verklingt. *

Danke, Harry. - Gerne.

* entfernte Sirenen, entferntes Telefonklingeln *

Ihre Exfrau hat Sie letztes Jahr wegen Stalking angezeigt.

Waren Sie schon einmal verliebt?

Wirklich verliebt?

Wenn man leidenschaftlich liebt, begeht man eben auch Fehler.

Hm.

Sie wurden mehrfach verwarnt und weggewiesen.

Meine Sie solche Fehler?

Meine Leidenschaft ist Ausdruck meiner Liebe.

Und das lass ich mir von niemandem verbieten.

Ein Jahr ist eine ziemlich lange Zeit.

Ich hätt noch länger auf sie gewartet.

Einfach um ihr ... zu zeigen, dass ich immer noch da bin.

Dass ich sie liebe.

* Er spielt mit dem Löffel. *

Nicht wie dieser Neumayr Joshi.

* Telefonklingeln, Bürogespräche *

Also, ich glaub, der war's.

Hat sie aus Eifersucht umgebracht.

Ganz einfach.

Ganz einfach, klar. - Mhm.

Hat sie total verwirrt.

Joshi Neumayr vom Camp?

Wie wollen Sie das wissen?

Ich kenn den Joshi.

Ein Parasit ist das.

Der setzte ihr diese verlogene Freiheit in den Kopf.

* Ring scheppert, fokussierte Musik *

* Musik verklingt. *

Sie tragen ja immer noch den Ehering.

(haucht:) Ja, ich ... trag immer noch meinen Ehering.

Herr Moser, danke, dass Sie hier waren. Sie können gehen.

* entfernte Sirenen *

Bitte.

Ahm, verlassen Sie bitte die Stadt nicht

und halten Sie sich zu unserer Verfügung.

* Bürogespräche, Telefonklingeln *

* Streitgespräch *

Nur weil ich dich um Hilfe bitte, heißt das noch lang nicht,

dass das hier dein Laden ist!

Wir haben zwei Verdächtige: den Joshi und den Moser.

Einer davon sitzt hier, du lässt ihn gehen?

Ich weiß, aber ich hab eine Idee.

* Sie atmet genervt aus. *

Ich fahr jetzt in die KTU

und überprüf die Fingerabdrücke von dem Neumayr.

* Tür schlägt laut zu. * Oje.

* Telefon klingelt. *

Buh!

Oh-oh.

Niko?

Genug geklotzt. Lassmann, ich brauch die Indizien vom Tatort.

* Klopfen *

Na los, komm.

Servus.

Servas.

So, bitte.

Servus, endlich. Danke.

Niko, komm.

Ich bin wach, ich bin wach, ja.

Das war ein ... Superstuhl, Superstuhl.

Ich brauch diesen Ring, bitte.

Ja, Alex, ich mach das schon.

Wo ist der Ring?

Ich such den Ring. Ja?

Grüß euch.

Ciao. - Servus.

Alles klar, hier ist er.

Beschreib ihn mir.

Gold, auf jeden Fall getragen.

Auf der Innenseite ist 'ne Gravur.

Beschreib sie mir.

Sieht aus wie ein Strichcode. - Strichcode?

Könnte auch eine Klaviertastatur sein.

Klaviertastatur, Musiker. Vielleicht war unser Opfer ein Musiker.

Mm ... hier ist noch 'ne Schlüsselkarte.

Beschreib sie mir.

Eine weiße Schlüsselkarte mit 'nem P drauf.

Ist das blau? - Ja.

Ich hab 'ne Idee. Komm, komm.

Nimm die Karte mit.

Oh Mann, wo sind deine Schuhe?

Warum musst du denn immer barfuß laufen, erklär mir das mal?

Ich muss den Boden spüren.

Ja ... den kannst du auch durch deine Schuhe spüren.

Kauf dir doch Adiletten.

Wir müssen alle Opernparkhäuser checken.

(Mann, flüsternd:) Die einen stehen im Dunkeln,

die anderen stehen im Licht.

Doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.

Doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.

Doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.

Er hat noch nie 'ne Premiere verpasst.

Ich weiß.

* Startgong * Toi, toi, toi.

Wie seid ihr denn verblieben?

Ich versteh nicht, warum der jetzt nicht hier ist.

* Stimmengewirr der Besucher *

Hattet ihr Streit?

Nein, wir haben über dich gesprochen, dass er dich endlich rauswerfen soll.

Wir sind Familie, das zählt.

Familie.

Komm her, komm her.

Glaubst du, ihm ist irgendwas passiert?

Du konzentrierst dich jetzt hier auf diesen Auftritt,

wir kümmern uns um Thomas.

Du gehst da jetzt raus, mach sie fertig.

Ich mach sie fertig.

(beide:) Toi, toi, toi.

(beide, leise schreiend:) Jaaa!

Okay. - Nein, der Mantel.

Raus.

* Applaus, Pfiffe, Jubel *

* unheimliche Musik *

* ablehnender Piepston *

* angespannte Musik *

Ja, erster Versuch.

* ablehnender Piepston *

* detektivische Musik *

* ablehnender Piepston *

* Telefon klingelt im Hintergrund. *

* ablehnender Piepston *

* ablehnender Piepston *

* ablehnender Piepston *

* ablehnender Piepston *

Ich hab jetzt die Schnauze voll und Hunger hab ich auch.

* detektivische Musik *

Karte, bitte.

Nix. - Ach, schade.

* akzeptierender Ton *

* Tür surrt zum Öffnen. *

* akzeptierender Ton, Öffnungssurren *

Das ist es.

* Er lacht begeistert. *

Et voilà!

Phh.

Und, wo sind wir?

Parkhaus Volkstheater.

Das gibt's doch gar nicht, oder?

Mann!

Hallo?

- Laura. - Hallo?

- Laura, ich hab schlechten Empfang.

Laura? - Ich versteh kein Wort.

- Laura. - Hallo?

- Hör zu, wir wissen, wer der Tote ist. Der Theaterdirektor.

- Ich hab ein Video,

wie jemand mit der Karte des Opfers Geld abhebt.

- Und, von wem?

- Und zwar von Joshi Neumayr, mein Schlaumeierchen.

- Nein. Okay.

- Wie ich gesagt hab. Ich fahr da hin.

- Verstanden.

Okay, alles klar.

* Gesang im Hintergrund *

Neumayr oder Moser? - Neumayr.

Ja, wusste ich's doch. Eins zu null für Sie.

Vielen Dank, sehr freundlich von Ihnen.

Das ist nicht erlaubt.

Es ist nicht möglich.

* Er atmet schwer. *

Sollen wir noch jemand anderen aus der Familie benachrichtigen?

Ja.

Klara, seine Frau.

* Gesang im Hintergrund *

Gut.

♪ Die im Dunkeln sieht man nicht.

* pathetische Musik *

♪ Doch man sieht nur die im Lichte,

♪ die im Dunkeln sieht man nicht.

* Schlussakkorde *

* Jubel, Applaus *

* Pfiffe *

* tosender Applaus, Jubel *

Geh raus. - Was ist passiert?

Geh jetzt raus. Geh zum Applaus. - Was ist denn?

Geh, geh, geh, geh. - Ist ihm irgendwas passiert?

Geh jetzt raus, bitte. - Was ist denn?

Nichts, nichts, es ist alles gut.

* Applaus, Jubel *

Manchmal hass ich meinen Beruf.

* angespannt-ruhige Musik *

* Sirenen heulen. *

Das ist er.

Wartets da. - (Mann:) Alles klar, Chefin.

Herr Neumayr!

Herr Neumayr!

Hey, what's going on?

Bleiben S' bitte im Fahrzeug.

Fuck off.

* abwartende Musik *

Aufmachen, Polizei!

Oida, was ist ... - Guten Abend, Herr Neumayr.

Janda ist mein Name.

Sie sagen mir jetzt bitte, wo Sie gestern um sechs in der Früh waren.

Im Bett, so früh. - Kann das Ihre Freundin bezeugen?

Welche Freundin? - Dagmar Moser.

Ach so, nein, kann sie ja nicht, weil sie tot ist.

Daggi ist ned meine Freundin, das ist übertrieben.

Das können wir besprechen, kommen Sie bitte mit.

Ernsthaft jetzt? - Nehmen Sie sich eine Jacke.

Dann fahren wir.

Ich komm eh freiwillig, ja?

* düstere Trommelklänge *

* Klänge werden intensiver. *

* schweres Atmen *

* Trommeln verklingt. *

Er geht jeden Tag dort joggen.

Jeden Morgen um sechs, gleich nach dem Aufstehen.

Na wer tut so was? Das macht doch alles überhaupt keinen Sinn.

* Partyschreie und Gejubel *

Muss das jetzt sein? Bitte, bitte, geht einfach raus.

Verpisst euch, bitte!

* Stimmengewirr *

Hat Ihr Mann noch irgendwas gesagt, bevor er losgelaufen ist?

Ich hab noch geschlafen.

Ist er immer dieselbe Strecke gelaufen?

Ja.

Er ... er wollte sehen, ob er sich verbessert.

Er hatte Probleme mit ... mit dem Älterwerden

und wollte etwas dagegen tun.

Ah.

Erschossen, so was gibt's doch gar nicht.

Vielleicht war es einfach nur ein blöder Zufall.

Was für ein Zufall, was meinen Sie damit?

Dass er dem Täter im Weg war, dass er ihn aufgeschreckt hat.

Eine verirrte Kugel? So was gibt's nur im Fernsehen.

Sagt Ihnen der Name Dagmar Moser etwas?

Was? Nein.

Oh Gott, ich krieg das nicht zusammen.

Ich, ich, ich, ich schaff das nicht.

Oh Gott ...

Hey ... - Mir wird schlecht.

Ist alles gut, Entschuldigung.

Oh Gott, 'tschuldigung.

Es ist so eine Scheiße, ich fass es nicht.

Ich weiß. - Ich fass es nicht.

* Er stöhnt. *

Warum schießt jemand auf meinen Mann?

Oh Gott ... - Das werden wir herausfinden.

* Er schluchzt. *

* düstere Trommelklänge *

* Musik wird spannungsvoller. *

Und ... wer hat euch gesteckt, dass ich was mit der Daggi gehabt hab?

Niemand.

Aber scheint ja zu stimmen.

Ja, schau nur hin.

Bauchschuss.

Da verblutet man ganz schnell.

Und da ... einfach in den Rücken geschossen.

* Musik wird geheimnisvoller. *

Das war ich ned.

Sie sind vorbestraft wegen unerlaubten Waffenbesitzes.

Eine Schreckschusspistole.

Wie kommen Ihre Fingerabdrücke in den Wohnwagen von der Dagmar?

Ich hab sie besucht.

Ein-, zweimal.

* leise, geheimnisvolle Musik *

* Er schluckt laut. *

Schauen S' einmal.

Wie Sie Geld abheben.

Zwei Tage vor dem Mord.

* mysteriöse Musik *

Na und?

Mit der Bankomatkarte des Opfers.

* lautes Schlucken *

Ich kann das erklären.

Ah, da bin ich jetzt aber gespannt. - Wirklich.

Die Daggi wollt, dass ich ihr hin und wieder was abheb.

Wieso hat sie das nicht selber gemacht?

Weil sie mir vertraut hat.

Wieso hat sie dann nicht eine Freundin gefragt,

die Tina zum Beispiel?

* angespannt-mysteriöse Musik *

Weil ...

.. weil sie wollt, dass ...

.. ich mir auch ...

.. manchmal einen Hunderter nehm.

Schaut nicht gut für Sie aus.

* ruhige Musik, Stimmengewirr *

Nicht ein Hinweis.

Keine Waffe, kein Bargeld, nichts.

Was ist mit dem Geld, was der Joshi mit Dagmars Geldkarte abgehoben hat?

Tatsächlich in ihrem Auftrag.

Er hat ihr Sachen gekauft, zum Beispiel ein Mobiltelefon.

Den Rest durft er sich dann behalten.

Ein Mobiltelefon, das wir immer noch nicht haben.

Wart einmal, hab ich das richtig verstanden?

Der Typ hat sich für Sex bezahlen lassen?

Wie so ein Toyboy? * Niko lacht. *

Geil.

So, Freunde, und jetzt?

Wir reden später noch mal mit Mutter und Tochter,

wenn sie zurück sind.

* monotone Maschinengeräusche *

*

* ruhig-andächtige Musik *

* monotone Maschinengeräusche *

* mysteriöse Musik *

* Musik wird eindringlicher. *

Schon als Kind hat er immer gesagt, er wird nicht alt.

Was machen wir denn jetzt?

Wir?

Wir machen gar nichts.

Ein Wir wird es nicht mehr geben.

Du bist frei, du kannst gehen. Du kannst gehen, wohin du willst.

* lautes Ausatmen *

Gott verdammt!

Was für eine Scheiße!

* Er schluchzt lautstark. *

Ah ... warum?

Warum?

Oh Gott.

* geheimnisvolle Musik *

* Er schreit im Hintergrund weiter. *

So eine Scheiße, warum?

* Straßenbahn läutet. *

* Musik endet. *

* beklemmende Musik *

* Krähen *

* entfernte Rufe der Kinder *

Ich komm gleich wieder, okay?

Frau Naber, hallo.

Hallo.

Ihr beide kommt mir vor wie Sherlock und Watson.

Ach so?

Frau Naber, wo genau waren Sie beide, bevor Sie Dagmar gefunden haben?

Mit dem Bus am Fluss, an der Copa Cagrana.

Und was haben Sie noch mal gemacht, nachdem Sie sie gefunden haben?

Ein Lagerfeuer, kleine Gedenkfeier für Daggi.

Der Wohnwagen wurde durchwühlt.

Sie haben nicht irgendwelche Wertgegenstände entwendet? Ein Handy?

Ein Handy?

Wir leben mit dem Minimalsten.

Und wir tun das, weil wir das so wollen.

Na, was tuschelt ihr?

Was ist passiert?

Ich sehe alles.

Sie kommen jetzt bitte mit ins Kommissariat.

Ich möcht Sie getrennt vernehmen.

Das ist langsam Schikane. - Kommen Sie.

Niko!

Bin schon da, bin schon da.

Wie soll das denn gehen, ha?

'ne Gehörlose zu verhören?

Lass mich mal machen.

Ich probier was aus.

Da bin ich mal gespannt.

*

*

An- ...

Angeschrien.

Deine Mutter hat mit Dagmar gestritten?

Warum?

Da staunst du, was, Lassmann?

Bitte, wie macht er das?

Das ist das Lorm-Alphabet.

So kommunizieren Taubblinde.

Deine Mutter hat Dagmar gesagt ...

.. dass sie sich's zu gut gehen lässt.

Ah, ich verstehe.

Dagmar hatte also immer mehr Geld als alle anderen am Wagenplatz.

* ernste Musik *

Mehr ...

.. Geld.

* Musik wird beklemmender. *

Du weißt nicht, woher?

Ein krummes Geschäft? Was Illegales?

Wollte mit dir reden, aber du ...

.. aber du weißt nicht, was?

(Ich will ja nicht, dass du mir irgendwas schenkst.)

(Ich will, dass du mir sagst, wie ich selber an so viel Kohle komme.)

(Nein, ihr nagt ja nicht am Hungertuch.)

(Das gibt's nicht.) - (Vielleicht nicht.)

(Wir brauchen Kohle.) - (Wen geht das was an?)

(Woher hast du das Geld?)

Ich danke dir.

Danke.

Danke.

Niko.

Niko? - Ja, ich bin hier.

* Niko lacht. *

Ich wollt nur mal schauen, ob du noch blind bist.

Ich bin noch blind. Also, was denkt ihr?

Die weiß mehr, als sie sagt.

Lauter Einzelteile.

Wir haben den eifersüchtigen Moser,

wir haben den Neumayr, der sich aushalten lässt.

Der Streit zwischen den Frauen.

Die Frage ist, woher hatte Daggi das Geld?

Ganz genau. Und um was ging's bei diesem Streit?

Und jetzt?

Und jetzt?

Ich ...

.. ich weiß auch nicht weiter.

* mysteriöse Musik *

* düsteres Klingeln *

(* lautes Krähen *)

* beklemmend-tickende Musik *

(* lautes Krähen *)

* beklemmend-tickende Musik, düsteres Trommeln *

Ah ...

Die Teile sind einfach zu komplex.

Ich hab Angst, was zu übersehen.

Du kannst doch nichts übersehen.

Pass auf, es gibt nicht nur eine Leiche, es gibt zwei Leichen.

Richtig.

Ja.

Es gibt ...

.. zwei Leichen.

* Türklingel *

Kommt noch wer? - Überraschung.

* Alex lacht leise. *

* Türklingel läutet mehrmals. *

Hereinspaziert.

Schön, dass Sie gekommen sind.

Schnitzel ist fertig, Monopoly liegt am Tisch.

Hallo. - Ich lass euch mal. Baba. Ciao.

Oh, hey. Hallo.

* Regenprasseln *

Ich glaube nicht, dass Dagmar Moser das primäre Ziel war.

Thomas Bachmann sollte zuerst erschossen werden.

Der Jogger?

Ja. - Wieso? Wie kommst du darauf?

50 Prozent Logik, 50 Prozent Intuition.

(lacht:) Ah so, ja, alles klar.

Schau mal ... er hat sich in den Büschen so unlogisch verhalten.

Und wär er auf der Flucht gewesen, hätt er sich verstecken müssen.

Das hat er aber nicht getan. - Nein.

Er blieb auf dem Weg.

Ich glaube, der Täter wartete,

bis Bachmann vorbeilief.

(* Schuss *)

Hat ihn erschossen und erst dann Dagmar Moser getötet.

(* Krähen *)

Der Täter wollte, dass es so aussieht wie zufällig?

Und das ging nur, wenn man den Bachmann nicht erkennt.

Ganz genau.

Die beiden kannten sich also.

Ja, genau. Die beiden kannten sich.

Wenn beide das Ziel waren ...

.. wer profitiert dann von ihrem Tod?

Scheiße, genau das ist die Frage.

Wer profitiert von ihrem Tod?

Das ist echt eine interessante Frau, diese Tamara.

Stell dir vor, die hat alle Filme vom Bruce Lee gesehen.

Ja. - Hä ... Danke übrigens.

Du bist echt ein guter Wingman, wenn du willst.

Was ist ein Wingman?

Wingman? Topgun, Tom Cruise, Flügelmann?

Das war klar, dass du es nicht kennst.

Was ist da?

Blumen, Gedenkkarten.

Anscheinend mochten viele Menschen diesen Thomas Bachmann.

Rechts oder links?

Links.

* Klopfen *

Frau Bachmann? - Ja.

Dürfen wir Sie stören?

Bitte, natürlich.

Ich muss nur die Sachen meines Mannes wegräumen.

Man hat Max die Stelle hier angeboten, er hat angenommen.

Ach, Max Bachmann übernimmt die künstlerische Leitung.

Ja, in einer Woche fängt er an.

Und was passiert mit Ihnen?

Ich weiß es nicht.

Wo soll ich hin? Ich war zwölf Jahre lang an diesem Theater.

Und was ... passiert mit dem Nachlass?

(seufzt:) Ist mir egal.

Testamentsverkündung ist am Mittwoch. - Aha.

Gab's ... Also, hatte Ihr Mann Feinde?

In Wien? (kurz lachend:) Ja, natürlich.

Jedes Theater ist eine Schlangengrube.

Ist schon klar, aber ich mein, richtig echte Feinde?

Ah ... ja. Ja, es gibt auch in diesem Metier Leute,

die vor nichts zurückschrecken.

Könnten Sie uns eine Liste machen?

Wer wusste von der Laufstrecke Ihres Mannes?

Ich glaube, jeder hier im Theater.

Er ...

.. er hat immer damit geprahlt, wie schnell er läuft.

Ah ...

* düstere Trommelklänge *

Es ist zu teuer, wir haben kein Geld.

Sprit, die Fähre.

Ich hab den Wunsch auch.

Nächstes Jahr.

Ich weiß.

Nächstes Jahr, ich vesprech's.

Andreas Schneider, Roland ... - Metzger.

Metzger, Maria ... - Berenz, Hannes Sora-Beragé.

Ja, ja. Das ist der von der Maske. Matthias Pötsch.

Den haben wir doch entlassen wegen sexueller Übergriffe.

Ja. - Das ist alles abwegig.

Diese Liste haben wir von Ihrer Schwägerin bekommen.

Wir sind hier am Theater. Da gibt's Neid, Missgunst, Konkurrenz,

aber doch keine Feindschaft.

Haben wir so was?

Nein. - Nein.

Mein Bruder hatte keine Feinde, alle mochten ihn.

Michael, sag dem Fernando, das Licht im zweiten Teil ist zu hell.

Passt. - Ähm ... so.

Entschuldigen Sie mich, ich muss.

Bitte.

Ihr Bruder hatte eine Waffe?

Wissen Sie was über den Verbleib? - Ja, er hatte mal 'ne Waffe ...

Entschuldigung, ich muss mit Ihnen reden.

Ja, doch nicht jetzt. Ich bin beschäftigt.

Später vielleicht? - Ja, später vielleicht.

Entschuldigung ... ich dachte, mein Bruder

wär von einer verirrten Kugel getroffen worden.

Ja, das dachten wir bis vor kurzem auch.

* mysteriöse Klänge *

* Hupen *

* Zeit anhaltendes, vibrierendes Klingeln *

Und Thomas Bachmann bleibt verschwunden

und so mancher reicher Mann.

Und sein Geld hat Mackie Messer, dem man nichts beweisen kann.

* vibrierendes Klingeln *

Willst du das verkaufen?

So viel ist es nicht wert.

Zwei, höchstens.

Pin?

Pin?

Die haben alle Seriennummern, ich nehm nix Geklautes.

Schleich di.

Danke schön.

Prost, ich freu mich sehr, dass wir hier sind.

Prost. Danke für die Einladung.

Ich bin ja hier diese Liste von den Theaterleuten durchgegangen.

Das sind ja nur ... Bosheiten und Gerüchte.

Thomas Bachmann hatte zwar viele Neider,

aber keine ernsthaften Feinde.

Über den Mann gibt's überhaupt nichts in der Datenbank,

nicht mal einen Strafzettel.

Das schmeckt ganz komisch, dieses rote Zeug.

Das ist 'ne ganz tolle Küche, lass dich einfach fallen.

Bitte noch mal zweimal von dem roten Kram da.

Also, dann übernimmt er die musi- kalische Leitung des Theaters ...

und erbt total viel Geld vom Thomas.

Mhm.

Somit hätte auch er ein Motiv.

* fokussierte Klänge, hallende Schritte *

Ist Jenni hier?

Ha?

Grüß euch.

Ach komm, das gibt's doch gar nicht. - Hallo.

Sie ist im Kommissariat aufgetaucht und hat klargemacht,

dass sie nur mit dir reden will, Alex.

Ach, das freut mich.

Na, das gibt's nicht.

Hm.

Dagmars Handy?

* geheimnisvolle Musik *

Sie hat's am Tatort gefunden.

Was wolltest du mit Dagmars Telefon?

Warum hast du ihr Telefon genommen?

* Musik wird spannungsvoller. *

Ich versteh das.

Ihr habt nicht viel Geld. Na ja ...

Das kommt sofort in die KTU.

Niko, kannst meinen Teller auch haben.

Ah, super. Danke schön. - Lassmann, komm.

Hast du Hunger?

Möchtest du was essen?

Essen. Und das?

Beißen, essen, beißen, essen.

Komm, gib ihr einen Teller.

* Gespräche im Restaurant *

* abwartende Musik *

So.

*

* Musik wird ruhiger. *

Was hat Tina am Tatort gesucht?

KTU hat das Handy geknackt. - Na endlich.

Und, was ist drauf? - Schau'ma mal.

Johanna, Katharina ... - Tina ... Naber.

Joshi Neumayr.

Annalisa ... Ah, da ist eine Nummer ohne Namen.

Da ist noch eine.

Warte.

Ich ruf da mal schnell an. - Mhm.

* Freizeichen *

Maria Rauch.

- Ja, schönen guten Tag, der Bürgermeister von Wien ist hier.

Sie haben eine Reise auf die Malediven gewonnen, für zwei.

- Echt?

- Wir melden uns noch bei Ihnen. Wiederhören.

Da war noch eine Nummer. - Ja.

Zeig mal. - Hier.

Ha.

Mhm.

* Freizeichen *

Wird spannend, Freunde.

* Freizeichen *

Max Bachmann?

* unheimliche Musik *

Wer ist da?

(flüsternd:) What the fuck.

Das war also die Verbindung. - Mit dem war sie verabredet.

Na los, hol mal rein zum Verhör.

Was? Das reicht nicht für eine Ver- haftung bei der Staatsanwaltschaft.

Was wollte er von ihr?

Woher kennen sich die beiden?

* spannungsvolle Musik *

Wir müssen zu Martin Moser.

Der kannte Dagmar am besten

und vielleicht weiß der was über die Verbindung

zwischen Dagmar und den Bachmanns. - Alles klar.

Okay.

Ich stöber inzwischen bei Max Bachmann weiter.

Meldets euch, wenn ihr was habts, ja?

* angespannte Musik *

Überall liegen Akten auf dem Boden, komplettes Chaos.

* angespannte Musik *

Herr Moser. - Guten Abend.

Was ist hier passiert? Was suchen Sie?

Herr Moser, sagt Ihnen der Name Thomas Bachmann was?

Jetzt Sie auch noch.

Was hat der Mann mit dem Tod meiner Frau zu tun?

Ist das ein Zeuge?

Was heißt "wir auch noch"?

Wer hat Sie noch drauf angesprochen?

Diese Hippie-Freundin von meiner Frau.

Was meinen Sie mit Hippie-Freundin? Tina Naber?

Ich weiß es wirklich nicht. Sie war mit einem jungen Mädel da,

das nicht sprechen kann.

(flüstert:) Sie musste draußen warten.

Ich ... sagen Sie ...

.. hatte meine Frau was mit diesem Bachmann?

Hat sie was mit ihm gehabt? - Ruhig.

Herr Moser ...

.. was hat Ihre Frau mit den Bachmanns zu tun?

Der Name steht in den Akten.

Meine Frau hat ihm eine Lebensversicherung verkauft.

Ganz ruhig, geben Sie mal ... - Der Name steht im ...

In den Akten. Sie hat ihm eine Lebensversicherung verkauft.

Herr Moser, ganz ruhig. Kann ich die Akte mal sehen?

Thomas ... - Danke, danke.

Haben die was miteinander?

Die Lebensversicherung ist auf eine Million abgeschlossen.

Wer ist der Begünstigte?

Hat denn meine Frau eine Affäre mit dem Bachmann?

Steht nicht drin.

Das heißt, das Geld ... geht in den Nachlass.

Und entweder an Max oder Klara Bachmann.

Ja, so war's, oder?

Hat meine Frau was mit dem Bachmann gehabt?

Das wissen wir nicht. Jetzt beruhigen Sie sich mal.

Hatte meine Frau eine Affäre mit diesem Bachmann?

Ich will die Wahrheit wissen!

* Verkehrslärm *

Ich wusste es.

Der Max Bachmann ist scharf aufs Geld.

Jetzt will er sich noch die Intendantenstelle krallen.

Aber warum sind dann beide erschossen worden?

Welchen Vorteil hätten Max oder Klara von Dagmars Tod?

Ja, vor allen Dingen: Was wollte Tina mit dieser Lebensversicherung?

Warum wollte die das wissen?

Tina weiß mehr, als sie uns sagen kann.

Wir müssen mit Tina reden.

Laura soll herausfinden, wer von den beiden Bachmanns erben wird.

Ja, ruf sie doch an.

* Reifenquietschen *

* angespannte Musik *

* spannungsvolle Klänge *

Der Wohnwagen von den beiden ist weg.

Vielleicht stehen sie woanders?

Sie sind abgehauen oder irgendwas.

Das gibt's doch gar nicht.

* angespannt-spannungsvolle Musik *

Komm her, komm mal mit.

Joshi, komm, mach auf.

Oida, ich weiß wirklich ned, ich hab nix damit zu tun.

Ist ja gut. Beruhig dich.

Weißt du, wo die Tina und ihre Tochter sind?

Keine Ahnung, wo die hin sind.

Fuck.

Wir müssen mit ihm reden.

Können wir reinkommen? - Ja, kommts rein.

Stufe, jetzt.

* Musik verklingt. *

Ihr könnt euch hinsetzen. - Danke.

Joshi, hör zu ... hast du den Typen mal mit Dagmar gesehen?

Ich hab den noch ned da gesehen.

Aber die Daggi hat irgendwie eine Vorliebe

für so g'stopfte Schnösel gehabt.

Was soll das heißen?

Na ja, irgendwoher hat sie immer Kohle gehabt.

Immer.

Mehr als wir alle.

Aber dafür gearbeitet hat sie nie.

Ich mein ... ich mein, ich hackle mich da ab die ganze Zeit,

mach, keine Ahnung, dort Rechnung holen,

da Rechnung holen.

Was passiert? Gar nix. - Woher kam das Geld?

Das war alles immer streng geheim.

Wahrscheinlich hat nur die Tina davon gewusst.

Vielleicht haben sie deshalb immer gestritten, oder?

War sie neidisch?

Naa.

Aber wahrscheinlich hätt sie auch gern mehr gehabt.

Ich mein, auch wegen der Jenni und so.

Macht halt auch irgendwie frei und ist geil, oder?

Kohle, mein ich.

Klar, danke dir.

Ciao. - Ciao.

(Laura:) Dagmar hat irgendwoher Geld bezogen.

Und das wollte Tina auch.

- Wie kann man Geld verdienen, ohne dafür zu arbeiten?

- Indem man was gegen die Person in der Hand hat.

- Sehr gut.

Was könnte Dagmar gegen die Bachmanns in der Hand gehabt haben?

- Ja, die einzige Verbindung zwischen den beiden

ist die Lebensversicherung, die sie abschloss.

Vielleicht stimmt mit der Versicherung was nicht.

Und sie hat die Bachmanns damit erpresst.

- Ja, genau. Das erklärt auch den Anruf von Max' Handy auf Dagmars.

- Und die Bachmann-Konten sind interessant.

Weil Thomas hat seit einem Jahr an Max regelmäßig Geld überwiesen.

Viel Geld.

- Okay. - In kleineren Beträgen.

Thomas hat seinem Bruder Geld überwiesen?

Aus Nächstenliebe oder warum?

* düstere Trommelklänge *

* Sie atmet schwer. *

(verstellte Stimme:) Ich weiß, was Sie getan haben.

Ich weiß, dass Sie zwei Menschen umgebracht haben.

Und ich weiß auch, warum.

Ich will 50.000 in kleinen Scheinen.

Um acht an der Oper.

Nein, nein, nein, nein, Moment.

Ich sag, wie's läuft.

Morgen Früh um acht am Eingang der Oper.

Und kommen Sie alleine.

Wenn ich auch nur einen einzigen Bullen sehe,

dann sag ich alles.

Haben Sie mich verstanden? Alles.

* angespannte Trommelklänge *

Oh Gott, oh Gott.

* Sie atmet tief durch. *

* Auftritt im Hintergrund *

* geheimnisvolles Ticken *

*

* Ticken endet. *

* angespannte Musik *

*

* Angespannte Musik wird intensiver. *

* Stimmengewirr nähert sich. *

Jetzt gibst du beim Finale einfach noch mal alles.

Was machen Sie hier?

Sind Sie die Ehefrau?

Die Frau von dem Bachmann?

Wer sind Sie?

Und Sie sind der Bruder ... wahrscheinlich.

Ich weiß, wer ich bin. Wer sind Sie?

Dagmar Moser, sagt Ihnen was? Ja?

Wer ist der Begünstigte in dieser Lebensversicherung?

Was für 'ne Lebensversicherung?

Die Dagmar hat mit Ihrem Mann eine Versicherung abgeschlossen.

Und mich verlassen, um mit diesen Scheißhippies zu leben.

PK Lobau, Wagenplatz.

Sollen wir den Portier rufen? - Lass mal, lass mal.

Dreckig, mit einem Haufen Spinner.

Bin sicher, dass ... der oder die Begünstigte meine Frau ermordet hat.

Was für ein Begünstigter?

Er hat Ihren Mann und meine Frau ermordet.

Wer erbt das alles?

Wer ist der Erbe?

* Straßenbahn läutet. *

* Zeit anhaltendes, vibrierendes Klingeln *

Und die einen stehen im Dunkeln, und die anderen stehen im Licht.

Doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.

* vibrierendes Klingeln *

Warum hat ihm sein Bruder regelmäßig so viel Geld überwiesen?

Wir stellen jetzt Max Bachmann zur Rede.

Stufen.

(Laura:) Okay, ruf mich an, sobald du kannst.

Noch mal Stufen.

Hier ist er auch nicht.

Riechst du das? - Was?

* Schnuppern *

Hier riecht's nach Schießpulver.

Riech nichts.

Hier ist vor kurzem eine Waffe abgefeuert worden.

Was ist das?

Hier.

Oh, fuck.

Das ist Moser.

Ist er tot? - Sieht so aus.

* Niko stöhnt. *

Ja, Schuss direkt ins Gesicht.

Ah.

Wir hätten's wissen müssen.

Ha ...

Laura muss sofort eine Fahndung nach Max Bachmann rausgeben.

Kann jetzt hier jeder rein und raus, wie er will?

Sie sind festgenommen! - Hände hoch!

Oh Gott ... ist er tot?

(über Monitor:) "Bachmann, Sie bleiben bei uns so lange sitzen,

bis Sie unsere Fragen beantwortet haben."

"Gott, das ist vollkommen inakzeptabel,

was Sie treiben."

Es ist reine Willkür, es gibt so was wie Menschenrechte.

Ich mein, Sie sind verrückt geworden.

Warum musste Moser sterben?

Ja, ich weiß nicht, ich kenne diesen Mann nicht.

Ich hab den vorher nie gesehen.

Er stand da plötzlich im Büro.

Plötzlich lag er da tot?

Ja. - Ah ja.

Warum, weiß ich nicht. - Aus heiterem Himmel.

Dann lag da diese Waffe plötzlich bei Ihnen.

Ich weiß nicht, wie diese Waffe hinkam.

Es wird sich raustellen, dass das die Tatwaffe ist.

Und Sie wollen sagen, dass ich meinen Bruder umgebracht habe.

"Wollen sie mich provozieren?" - "Sie setzen sich."

"Ich will Sie nicht provozieren, ich möchte ..."

"Nein, Sie behaupten ..."

Hausmeister, bringt jemand Handschellen?

Sie setzen sich hin.

Bitte keine Handschellen. - Handschellen!

"Ja, ganz sicher? Ganz ruhig sind Sie, was?"

Kann mal einer von euch kommen, oder was ist los?

Entschuldigung, nein, bitte nicht. Bitte nicht.

Ja. - Bitte nicht.

Keine Handschellen. - Ah!

Ganz ruhig, ruhig.

Sie sagte, ich hätte meinen Bruder umgebracht.

Beruhigen Sie sich. * Laura ächzt. *

Fassen Sie mich nicht an! Nicht anfassen!

Beruhigen Sie sich. * düstere Musik *

Sie hat gesagt, ich hätte ... meinen Bruder umgebracht.

Ich bin doch nicht irre.

Ich bin doch kein Mörder.

(ächzend:) Ah, ah ... Ah!

Mein Bruder, mein Bruder ... - (schreit:) Ah!

* Sie ächzen beide. *

* düster-angespannte Musik *

Und der Haifisch, der hat Zähne.

Und die trägt er im Gesicht.

Und der Mörder hat ein Messer ...

.. es werde Licht.

Es werde Licht!

Haaa!

* Krähen *

* Düsteres Trommeln endet. *

* Krähen *

*

* Krähen *

* leise, angespannte Musik *

* Krähen *

* düstere Klänge *

* treibende, angespannte Musik *

Sie haben also Ihren Bruder jahrelang um sein Geld betrogen,

und jetzt wollt er es zurück.

Nein.

Das war ganz anders.

Wie denn dann?

Er hat das Geld versteckt.

Er hat's bei Ihnen versteckt? Wozu das?

Er wollte sich scheiden lassen, er wollte neu anfangen.

Das war alles nicht so ganz einfach.

Er hat ihr gedroht, er würde ihre Karriere kaputt machen.

Und sie hat ihm gedroht, sie würde sich was antun.

Das ging ... ständig hin und her.

Also haben Sie und Ihr Bruder ...

Ihre Schwägerin jahrelang hintergangen.

Ja.

Ja.

Wusste sie davon?

* angespannte Musik *

Sie wusste nichts.

Glaub ich.

Das ist die Lösung.

Sie hat's gewusst, die Lebensversicherung.

Sie muss es gewusst haben.

Niko, Niko. - Ja?

Du gehst mit.

* angespannte Musik *

Ja.

Kann sein, dass sie's gewusst hat.

Mhm, jetzt waren wir alle blind.

Bis auf den Blinden.

* leise, angespannte Musik *

* Musik wird intensiver. *

(haucht:) Oh mein Gott.

Das Schlimme ist:

Es sind immer die Menschen, die einem am Nächsten stehen,

die einen verarschen, weißt du.

Klara wurde von allen betrogen.

Klara Bachmann findet heraus, dass ihr Mann alle Konten löscht,

das gesamte Vermögen verschiebt

und sie und ihre Karriere zerstören will.

* mysteriöse Musik *

Sie ruft ein paar Tage vorher mit Max' Handy bei Dagmar an.

Platziert das Handy am Tatort, um so den Verdacht auf Max zu lenken.

* bedrohliches Geräusch *

Ja ... aber wer konnte damit rechnen,

dass Jenni auf Handys steht.

(* Sie atmet nervös. *)

Was hat jetzt Dagmar Mosers Lebens- versicherung mit dem Ganzen zu tun?

Klara hat eine Lebensversicherung

auf das Leben ihres Mannes abgeschlossen,

ohne dass er es wusste.

Klara Bachmann wurde von Dagmar erpresst.

Tina versteht, was los ist.

Sie weiß, woher Dagmar so viel Geld hat, und sie will auch Geld.

Und dann beschließt Tina, Klara zu erpressen.

(* Sie atmet angespannt. *)

Eine Mörderin zu erpressen, die Frau hat Eier.

Respekt.

* angespannte Musik *

* Sie atmet nervös. *

* Sie atmet panisch. *

(fast lautlos:) Okay.

(lautlos:) Mama.

* Tina schreit. *

* Sie schreit lautstark. *

Da steht ein fremdes Auto.

Sieht ziemlich teuer aus.

Okay.

* detektivische Musik *

Könnte Klaras Wagen sein.

Gar nichts zu sehen, nichts.

Die Tür vom Wohnmobil ist offen bei den beiden.

* mysteriöse Musik *

Da liegt 'ne Tasse auf dem Boden.

Aha.

Schau mal rein. - Warte hier.

Nichts. Niemand drinnen.

Ich hab so eine komische Vorahnung.

Da ist irgendwas.

* Musik stoppt. *

*

Alex, gs, gs.

Jenni liegt am Boden, gefesselt.

Und Tina auch.

* Jenni ächzt. *

Du bleibst hier ...

.. und rufst Laura an.

Jetzt.

Alex, jetzt mach keinen Scheiß.

Mann.

Alex, Alex. * Jenni ächzt. *

Hauen Sie ab! Hauen Sie ab!

Hauen Sie ab, ich habe ein Messer.

Ich habe ein Messer, das halt ich direkt an ihre Kehle.

Wenn Sie näherkommen, dann schlitz ich ihr die Kehle auf.

* Jenni ächzt. *

Mann, Laura, wo bleibt ihr, gib Gas jetzt. Scheiße, echt.

Auf der Flucht mit 'ner Gehörlosen ist es schwierig.

Gehörlos?

Nehmen Sie mich stattdessen.

Ich bin blind, ich kann nicht fliehen.

Die Kommunikation wäre leichter.

Gehen Sie mir einfach aus dem Weg!

Sie müssen Ihren Mann sehr gehasst haben.

Ich habe Thomas geliebt.

Aber er hat mich verraten.

Eiskalt verraten hat er mich!

Er wollte mir alles nehmen!

Mein Geld, meine Karriere, unsere Ehe, mein komplettes Leben!

Ich bin hier das Opfer!

Deswegen musste er sterben?

Ja!

Und Max, dieses Arschloch, hat ihm geholfen!

Er hat es verdient.

Er hat es verdient, dieses dreckige Arschloch hat es verdient.

(schreit:) Ah!

* Sie ächzt, Musik wird treibender. *

* Sie ächzt. *

* Kampfeslaute *

Nein! Lasst mich los!

Lass mich!

Sie sind festgenommen wegen des Mordes an Thomas Bachmann,

Dagmar und Martin Moser. * Polizeisirenen nähern sich. *

Lassen Sie mich los!

* Sie schreit. *

* Sie schreit tobend. *

* Sie wimmert lautstark. *

Ah-ha-ha-ha!

Ah!

So, Frau Bachmann ... da steigen wir jetzt ein.

* Musik beruhigt sich etwas. *

* Sie atmet tief durch. *

Ha.

(leise:) Jenni.

Gut.

Gut.

* Musik verklingt. *

Sollten die zwei nicht herkommen?

Das passt schon so.

Beim nächsten Fall sind die zwei wieder dabei.

Und wir haben bis dahin unsere Ruhe.

Cheers. - Prost.

Mmh, danke schön. * Handy vibriert. *

Ah ...

Alex.

- Ich weiß, dass ich manchmal in meinem Handeln abrupt sein kann.

Wir hätten die Lösung sicher früher gefunden,

wenn wir Moser länger verhört hätten

und ich ihn nicht weggeschickt hätte.

- Lassen wir das.

- Ich hab dich auch lieb. - Gute Arbeit, Haller.

- Du bist eine wirklich gute Polizistin, das weiß ich.

- Danke. Baba.

* Musik im Hintergrund *

* Musik: "Felicità" von Al Bano, Romina Power *

Das ist dir jetzt richtig schwer gefallen, ha?

Hast du gut gemacht.

* Er atmet erleichtert aus. *

Eine Frau umbringen, weil man von ihr erpresst wird?

Einen Mann umbringen, weil er zu viel weiß?

Und den eigenen Ehemann umbringen, weil er droht,

die Karriere zu zerstören?

Das ist wie der wahre Mackie Messer.

Hm.

Oder der Wolf im Schafspelz.

Erst das Fressen, dann die Moral.

Das stimmt auch wieder. - So, meine Herren.

Ah, super.

Mmh. - Mmh, danke, danke.

Servus.

Ein Schnitzerl, bitte. - Schnitzel steht schon da.

Passt.

Bier wie immer? - Ja.

♪ Felicità, felicità.

* Im Radio läuft das Lied weiter. *

♪ Felicità.

♪ E' una spiaggia di notte

♪ l'onda che batte la felicità.

♪ E' una mano sul cuore piena d'amore la felicità.

♪ E' aspettare l'aurora per farlo ancora.

♪ La felicità - ♪ Felicità.

♪ Felicità.

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