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Das ist Max de Winter. Der Herr auf Manderley.
Es heißt, er komme nicht über den Tod seiner Frau hinweg.
Sie ist ertrunken. In einer Bucht unweit Manderley.
Ich weiß nicht mehr über sie als am erste Tag, als wir uns begegneten.
Wollen Sie, dass ich gehe?
Die Sache ist doch ganz einfach, entweder Sie fahren nach New York
mit Mrs. Van Hopper oder nach Manderley mit mir.
Suchen Sie eine Sekretärin oder sowas?
Seien Sie auf der Hut, Cinderella,
vielleicht erweist sich der Prinz am Ende als gar nicht so charmant.
Das heißt also "ja"?
Ja, Maxim.
Um den Haushalt brauchst du dich nicht zu kümmern,
Mrs. Danvers ist dafür zuständig.
Darf ich Sie jetzt zurück begleiten? In Ihren Flügel des Hauses.
Es geht ihr gegen Strich, dass du hier bist.
Wieso?
Sie empfindet dein Hiersein als persönliche Beleidigung.
Ich dachte, Maxim hätte es dir erzählt. Sie hat Rebecca geradezu vergöttert.
Erzählen Sie mir, wie es geschah.
Sie war auf ihrem Boot, einer kleinen Jacht mit Kajüte.
Doch spätnachts, das Boot kenterte...
Mr. De Winter hat sie identifiziert. Er bestand darauf.
Ich wollte nicht in diese Bucht, ich gehe nicht einmal in die Nähe
von diesem verdammten Strandhaus! Das würdest du auch nicht,
wenn du meine Erinnerungen hättest.
Ich habe einmal durch das Fenster geguckt, sie wurde sehr böse und sagte:
Du hast nichts gesehen, mach das nie wieder.
Ich weiß nicht, wen Sie meinen, Ben.
Ich muss leider in den nächsten Tagen nach London, ich habe
dort einige Besprechungen. Dass ich dich gerade jetzt alleine lassen muss...
Willst du mich nicht vorstellen, Dany? Das gehört sich doch so, nicht wahr?
Der Braut die Referenz zu erweisen.
Das ist Mr. Favell, Madam. Mrs. De Winters Cousin.
Sie würden mir einen großen Gefallen tun, wenn Sie meinen kleinen Besuch
vor Max nicht erwähnen. Er schätzt mich nicht gerade übermäßig.
Warum, weiß ich auch nicht.
Und die arme alte alte Dany könnte sich einen Rüffel einhandeln.
Man kann gar nicht glauben, dass sie tot ist, nicht wahr?
Ich spüre ihre Gegenwart überall. Sie doch auch, nicht wahr?
Maxim!
Wir werden erwartet. - Wenn Sie mir bitte folgen wollen.
Der Tisch am Kamin?
Nicht eine einzige bekannte Persönlichkeit.
Was ist das nur für ein Hotel? Unmöglich!
Ich verlange einen Preisnachlass von der Direktion.
Ich meine, was denken die sich, warum ich hierher komme? Wegen der Hotelpagen?
Der da ist ja ganz niedlich.
Nun ja, das war einmal.
Sie sind schockiert? Tatsächlich, sie ist es.
Moment mal, wen erblicke ich denn da?
Endlich eine Persönlichkeit! Und was für eine!
Das ist Max de Winter. Der Herr auf Manderley.
Ist Ihnen doch ein Begriff, Manderley, nicht wahr?
Ja, natürlich.
Der wird mir nicht entgehen.
Er war sehr krank. Es heißt, er komme über den Tod seiner Frau nicht hinweg.
Sie ist ertrunken. In einer Bucht unweit Manderley.
Sie kennen meine Standpunkt, ich habe ihn ein für alle mal klar gemacht.
Darf ich fragen, wie Sie davon erfahren haben?
Hier, Kleiner, bring das dem Herrn da drüben. Husch, husch!
Woher ich es weiß, tut nichts zur Sache.
Ich weiß nun mal, er war hier, heute Nachmittag, als Sie wussten, ich würde
nicht im Haus sein! Ich dulde nicht, dass Jack Favell das Anwesen betritt.
Von der Dame dort.
Richten Sie ihm aus, dass er sich von hier fernhalten soll!
Wenn Sie sich mit ihm treffen wollen, dann außerhalb von Manderley.
Ist das klar?
Ich werde Ihnen das nicht noch einmal sagen.
Rebecca! Seine Frau war, was man eine Schönheit nennt.
Sind wir das nicht alle?
Ganz reizend, dass Sie uns Gesellschaft leisten. Ganz reizend!
Ich war mir nicht so sicher, ob Sie sich noch an mich erinnern würden.
Oh! Aber sogleich, Mrs. Van Hopper! Es war noch wo?
Geburtstag meines Cousins Billy. Im "Claridge".
Er war so stolz darauf, Sie zum Freund zu haben.
Und wenn er von Manderley sprach, glänzten seine Augen. Ein Märchenschloss!
Ich frage mich, wie halten Sie es bloß aus, nicht dort zu sein?
Allein schon diese, ach, wie nennt man das, Säulengalerie!
Ach, ein wahres Juwel!
Ich wette, in Manderley waren schon Könige zu Gast.
Ist es nicht so? - Nicht mehr seit Essorette!
Den Unpünktlichen, wie man ihn nannte.
Meine Familie gab ihm diesen Beinamen, weil er stets zu spät zum Dinner kam.
Sie sind mir einer! Köstlich! Ach, ich liebe Männer mit Humor!
Nun, da das Eis gebrochen ist, hoffe ich, dass wir uns häufiger sehen.
Sie schauen ein mal in meiner Suite vorbei, nehmen einen Drink.
Ich habe oft ein paar Freunde zu Gast, müssen Sie wissen.
Sehr freundlich von Ihnen, aber ich bin gerade erst angekommen,
und weiß noch nicht, wie sich... was halten Sie von Monte Carlo?
Oder halten Sie gar nichts davon?
Es kommt mir irgendwie gekünstelt vor. Aber der Sonnenuntergang...
Maxim, sag doch "ja."
Sie ist verwöhnt, müssen Sie wissen. Das ist ihr Problem.
Sei nicht so verbohrt. Es wäre einfach himmlisch.
Die meisten jungen Mädchen würden ihr Augenlicht opfern, um Monte zu sehen.
Genau was du brauchst, um dich als neue Herrin von Manderley in Szene zu setzen.
Würde dieses Opfer nicht Sinn und Zweck verfehlen?
Der Kostümball war stets das Ereignis des Jahres. Die Krönung.
Ein herrlicher Anblick. Manderley hell erleuchtet.
Also wirklich, Sie sind mir vielleicht ein Schelm!
Ich liebe Feuerwerk.
Das hört sich ein wenig beängstigend an. - Das schaffst du schon.
Halb so aufregend, wie es sich anhört.
Sie müssen nur die Gäste begrüßen und die Nacht hindurch tanzen.
Mit all den Charlie Chaplins und Napoleons.
Ja, bei Gott, die ganze Grafschaft macht sich zum Narren.
Er murrt und knurrt jedes Mal, aber am Ende genießt er es.
Tu ich das? - Das bedeutet "ja".
Jippie, alter Junge.
Was wirst du tragen, Maxim?
Ich kostümiere mich niemals. Das ist das einzige, worauf ich bestehe.
Guten Morgen!
Aber was ist mit dir? Puck aus dem Sommernachtstraum?
Sind Sie allein?
Alice im Wunderland. - Nein, nichts dergleichen.
Ja. - Bitte, setzen Sie sich.
Was dann?
Wartet es doch ab.
Garcon, ein Stuhl für Mademoiselle. - Ja, Monsoir.
Vielleicht wird das die Überraschung deines Lebens, Maxim.
Oh Gott.
Ich helfe, alles zu organisieren.
Nein, das überlasst du alles Frank und der alten Danvers.
Und, wie geht es Ihnen heute Morgen?
Die sind mit allem vertraut.
Danke, mir geht es gut.
Ganz recht. Nur nicht freiwillig melden. Zurücklehnen und still genießen.
Tut mir leid, wenn ich gestern Abend etwas rüde war.
Waren Sie nicht. - Zu Ihnen wohl weniger.
Wie geht es Ihrer Freundin heute Morgen?
Komm, sie es dir an, Clarice.
Sie hat eine leichte Verkühlung.
Arme Mrs. Van Hopper.
Um sich mit Champagner-Cocktails zu kurieren, nehme ich an?
Welches gefällt dir am besten?
Oh, Madame, sie sind wunderschön!
Ich weiß nicht so recht.
Eier im Glas, Toast, englische Marmelade und Kaffee, ja?
Madame, es ist so aufregend. Mr. Frith sagt, es wird wie in alten Zeiten sein.
Und wenn Sie erst meine Mutter hören würden. Sie ist völlig aus dem Häuschen.
Merci!
Ich will, dass es etwas ganz besonderes wird.
Sie will mich zu ihrer, wie man sagt, Gesellschafterin machen.
Madame, es ist wundervoll.
Ich bekomme ein Gehalt.
Ich wusste gar nicht, dass man sich Gesellschaft kaufen kann.
Wahre Gesellschaft natürlich nicht.
Ich habe im Konversationslexikon nachgeschlagen.
Dort steht, eine Gesellschafterin ist eine Herzensvertraute.
Haben Sie denn keine Familie? - Nein, meine Eltern sind beide tot.
Oh. Dann haben wir etwas gemeinsam.
Wir sind beide auf uns selbst gestellt.
Ich habe zwar eine Schwester und eine uralte Großmutter,
aber keine von ihnen wäre eine Gesellschafterin für mich.
Sie suchen nach etwas, das Sie auf dem Ball anziehen könnten, Madame?
Immerhin haben Sie ein Daheim. Irgendwo etwas für sich.
Nichts scheint mir so recht geeignet, Mrs. Danvers.
Als Kind habe ich mal eine Ansichtskarte von Manderley erstanden.
Warum kopieren Sie nicht ein Kleid von Manderleys Gemälden?
Hat mich mein halbes Taschengeld gekostet.
In der Galerie.
Ein einsames Haus. Zuweilen ist es dort so einsam wie in einem überfüllten Hotel.
Daran habe ich noch gar nicht gedacht.
Es kommt mir nicht zu, Vorschläge zu machen, aber wenn Sie erlauben,
Sie bewunderten einmal das Porträt einer jungen Dame in Weiß,
Was wird eigentlich aus dieser Herzensvertrautheit, wenn Mrs. Van Hopper
wenn ich mich recht erinnere.
auf der Treppe stürzt und sich ihren exquisiten Hals bricht?
Ja, das stimmt. Danke, Mrs. Danvers.
Ich nehme an, es gibt noch andere Mrs. Van Hoppers.
Dann brauche ich, außer dem Kleid, natürlich auch eine Perücke.
Mehr als genug.
In Ihrem Alter können einen solche Zukunftsaussichten nicht schrecken.
Ich kenne ein paar Läden in London, die Dinge wie diese führen.
Nichts schreckt einen.
Aber es muss ein Geheimnis bleiben. Eine Überraschung für Mr. De Winter.
Ich bin doppelt so alt wie Sie.
Ich denke, ich weiß ein Geheimnis zu wahren, Madame.
Setzen Sie sich einen Hut auf.
In Manderley kann man von der Terrasse aus das Meer hören.
Die Brecher, wenn sie in die Bucht donnern.
Es ist anders als hier.
Kalt, grau, wie Schiefer.
Dafür ist im Frühling alles mit Blumen überseht.
Narzissen, Primeln, Glockenblumen. Die ich aber nicht fürs Haus pflücken lasse.
Dort ist nicht ihr Platz.
Wilde Blumen lässt man da, wo sie wachsen.
Meine Schwester klagt immer, dass es auf Manderley zu viele Düfte gäbe.
Ich möchte wissen, was du gerade denkst.
Sie fühle sich wie betrunken, sagt sie.
Für mich ist dies die einzige Trunkenheit, die ich mag.
Nichts.
Zerreibe Blüten zwischen den Fingern.
Du siehst aus, als führtest du was im Schilde. Was ist los?
Tausend Düfte, es wird einem der Kopf schwer.
Nichts, wirklich.
Nein!
Was Frauen in ihrem krausen Verstand so aushecken, ist immer wieder verblüffend.
Auch wenn du für mich nicht eine Frau wie andere Frauen bist.
Tut mir leid, das war unverzeihlich von mir.
Sie brauchen sich nicht zu fürchten!
Sollten wir nicht umkehren?
Da seid ihr ja endlich. Hierher mit den Leitern.
Da kommen die Rosengirlanden. - Geht vorsichtig damit um.
Du nimmst dir den hier vor, Jack.
In Ordnung, schon dabei, Sir.
Da, sehen Sie?
Nicht so gefährlich, wie es aussieht.
Waren Sie schon ein Mal hier?
Kennen Sie diese Gegend?
Ja.
Nichts hat sich geändert.
Sehen Sie, Madame. Packen wir es gleich aus?
Ich fahre Sie wohlbehalten heim.
Danke.
Da auf den Tisch.
Der Blumenschmuck auf den Kamin.
Ganz kalte Hände!
Hier, nehmen Sie!
Nun? Wie haben Sie heute die Zeit verbracht?
Ich habe beim Tennislehrer eine Stunde genommen.
Ah! Was immer er für Ihre Rückhand getan hat,
er hat für Farbe auf Ihren Wangen gesorgt.
Jemand Neues eingetroffen?
Nicht, dass ich wüsste.
Es sitzt wunderbar, Madame. Wie für eine Königin.
Zauberhaft. - Oh ja, ist es. Ist es, Clarice.
Ich werde wohl morgen besser den Arzt rufen.
Meine Kopfschmerzen melden sich wieder!
Das ist es.
Jetzt die Perücke, Clarice.
Bist du soweit?
Vielleicht sind es aber auch nur die Leute, die mich zu Tode langweilen.
Beatrice! Du kannst jetzt nicht reinkommen.
Oh, wo stecken sie bloß neuerdings alle? Monte war doch einmal...
Ich brenne darauf, dich zu sehen.
Komm schon, bevor alle anderen eintreffen.
Nur noch eine Minute. Warte unten auf mich, ja?
Geben Sie schon her!
Hoffentlich lohnt sich das Warten.
Wo ist die alte Clique?
Jetzt der Hut.
Haben Sie vielleicht Max de Winter gesehen?
Oh Madame, Mr. De Winter wird staunen.
Ich habe ihn beim Frühstück gesehen.
Oh ja, er wird staunen.
Hat ihm jemand beim Mittagessen Gesellschaft geleistet?
Keine Ahnung, was sie so lange macht, sie ist seit Stunden da oben.
Er war zur Mittagszeit nicht im Restaurant.
Ihr großer Auftritt, alter Junge.
Nicht da? Sehen Sie, es heißt,
Kommen Sie, Madame.
er erwähne nie ihren Namen.
Er will einfach nicht darüber sprechen, er lässt keinen an sich heran.
Sie haben es ja erlebt, wie er mich hat abblitzen lassen.
Miss Caroline de Winter.
Trotz allem, wieso sollte ich es nicht noch mal versuchen?
Sobald ich wieder besser beieinander bin.
Was zum Teufel hast du da ausgebrütet?
Nach dem Gemälde. Das weiße Kleid.
Ich denke, Max de Winter hat zu gute Manieren, eine Lady zweimal zurückzuweisen.
Geh und zieh das sofort aus, bevor die anderen kommen.
Auch, wenn diese Lady nicht unbedingt eine ist.
Ausziehen?
Ja, zieh das aus, du wirst schon irgendwas anderes finden, egal was.
Was stehst du denn noch herum? Hörst du nicht, was ich sage?
Guten Morgen!
Wohin wünschen Madame heute zu fahren?
Natürlich wusste ich sofort, dass es ein unglücklicher Zufall war.
Du konntest unmöglich davon wissen, woher auch?
Wissen? Was?
Das mit dem Kleid.
Das Gemälde, dein Vorbild.
Das gleiche Kleid hat Rebecca beim letzten Kostümball getragen.
Haargenau.
Du standest da oben auf der Treppe und einen grässlichen Augenblick lang
glaubte ich wirklich...
Na ja, es ist ja jetzt vorbei.
Armes Mädchen, woher solltest du das auch wissen?
Ich hätte es wissen müssen. - Unsinn.
Keiner von uns konnte ahnen, dass dir sowas einfallen würde.
Darum war es ja auch ein solcher Schock für uns.
Und Max...
Ja? Maxim?
Nun, Maxim glaubt, weißt du, dass du das absichtlich gemacht hast.
Weil du gesagt hattest, du wolltest ihn überraschen, weißt du noch?
Und für ihn war es ein ganz furchtbarer Schock, wie du dir vorstellen kannst.
Ja. Ich hätte es einfach wissen müssen.
Nicht doch. Mach dir keine Vorwürfe.
Du wirst ihm das alles in Ruhe erklären können, wenn ihr allein seid.
Es renkt sich alles wieder ein, wirst sehen.
Und den anderen sagen wir einfach, man hätte das falsche Kostüm geliefert.
Was wollten Sie sagen?
Und darum kämst du eben im Abendkleid herunter.
Also, suchen wir was Hübsches raus.
Ich sehen es Ihnen doch an! Sie wollten etwas sagen! Was ist es?
Na gut. Such irgendwas raus.
Was macht es schon. - So ist es recht.
Wenn es doch nur eine Erfindung gäbe, um einen Augenblick festzuhalten,
Maxim zuliebe.
in einem Fläschchen zum Beispiel. Wie einen Duft, der nie verfliegt!
Und wenn einem danach ist, öffnet man das Fläschchen
und erlebt den Augenblick wieder und wieder.
Welche Augenblicke in Ihrem jungen Leben würden Sie denn bewahren wollen?
Einen wie diesen!
Ist der Kaffee wirklich so gut?
Lachen Sie nicht über mich!
Sie sollten mich nicht wie ein törichtes Kind behandeln.
Auch wenn ich noch nicht viel von der Welt kenne.
Auch wenn ich keine Frau von 36 bin
und mich nicht in schwarzen Satin kleide und Perlen trage.
Dann würden Sie nicht mit mir hier sitzen!
Und hören Sie auf, an den Nägeln zu kauen! Eine hässliche Unart.
Wieso fahren Sie dann mit mir aus, Tag für Tag,
Sie ist so völlig anders als ich dachte.
wenn Sie mich für dumm und hässlich halten? Wieso?
Ihr Kostüm soll ihm gar nicht gefallen haben.
Wenn ich noch an die Bälle von früher denke...
Hab gehört von dem Malheur mit dem Kostüm.
Aus Mitleid? Ist es das?
Suchen Sie sich jemand anderen für Ihren Edelmut!
Was heißt hier Mitleid und Edelmut? Ich besitze weder das eine noch das andere!
Setzen Sie den Laden auf Grund. Ich würde es tun!
Ohne lange zu fackeln. England und Manderley erwarten das, verdammt nochmal!
Ich lade Sie ein mit mir auszufahren, weil Sie Sie sind.
Sie könnten meine Tochter sein, und ich weiß nicht,
wie ich mit Ihnen umgehen soll.
Sie haben ein Wunder vollbracht, gutes Kind. Ich sage es Ihnen.
Aber ich weiß, Sie haben die Vergangenheit in mir ausgelöscht,
Und dieses hübsche Kleidchen. Wie niedlich.
wie es all die funkelnden Lichter von Monte Carlo nicht vermochten.
Das ist unsere Nacht, Josefine.
Bedaure, de Winter, kaiserliches Privileg.
Wenn Sie mir nicht glauben, dann sagen Sie es,
und ich werde abreisen.
Ich bin nur Ihretwegen geblieben.
Mr. De Winter ist nicht gerade in bester Stimmung.
Ich weiß nicht mehr über Sie, als am ersten Tag, da wir uns begegneten?
Wollen Sie, dass ich gehe?
Ach, was zum Teufel!
Red schon. - Ach Schatz.
Eines müssen Sie mir versprechen!
Entschuldigung. Dieser stürmische Prinz macht sich besser hoch zu Ross.
Niemals schwarzen Satin zu tragen!
Darf ich bekannt machen: Colonel Julyan. - Sehr erfreut, Mrs. De Winter.
Macht nicht gerade den Eindruck einer Säule der Rechtschaffenheit
für einen Polizeirichter. Keine Müdigkeit, Charly.
Auf ein Neues.
Nein, nein! Jeder weiß, dass ich nicht zu denjenigen gehöre,
die alte Wunden wieder aufreißen. Es muss ja wie ein Messerstich ins Herz sein,
wenn Sie nur an sie denken!
Aber Max, sie sollten sich von Ihren Freunden helfen lassen, Max!
Amüsieren Sie sich mit uns! Lachen Sie mit uns!
Sie können doch nicht Ihr Leben lang Trübsal blasen?
Das ist nicht fair, der Weiblichkeit gegenüber,
dass ein so gut aussehender Mann sich ihr verweigert!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rebecca das gutheißen würde, Max!
Kapitales Feuerwerk, gut gemacht.
Wie rührend, dass Sie so besorgt um mich sind!
Zumal, da sie mich nur flüchtig kennen. Von meiner Frau ganz zu schweigen.
Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen wollen.
Oh, nein! Nicht doch, Sie wollen uns schon verlassen?
Aber es fängt doch gerade erst an? Ach, bleiben Sie noch auf ein paar Drinks!
Sagen Sie "ja", Max! Alles mal herhören!
Wir erheben jetzt unser Glas auf Rebecca de Winter!
Unterstehen Sie sich! Nennen Sie nicht ihren Namen!
Keiner von Ihnen hier hat sie gekannt.
Guten Abend!
Machen wir uns nichts vor, du liebst nicht mich, du liebst Rebecca.
Du hast sie niemals vergessen.
Du denkst immer an sie, Tag und Nacht. Rebecca, Rebecca, Rebecca.
Bitte um Verzeihung, Mr. Max de Winter!
Da irrst du dich.
Was bedeutet es dir, dass ich dich liebe? Und wie empfindest du für mich?
Es ist doch nur eine kleine Party!
Wie für ein Kind? Wie ein Schoßhündchen? - Nein.
Du suchst etwas, was ich dir nicht geben kann. Was du mit ihr hattest.
Noch immer gehörst du Rebecca.
Sie hatten allen Grund, empört zu sein.
Wenn du wüsstest... - Nein! Rühr mich nicht an.
Ich hätte mich beherrschen sollen. Ein unbedachter Wutausbruch, in meinem Alter!
Ich bin nicht Rebecca.
Es kam nur so unerwartet. Aber Sie wissen, was für eine närrische,
Sie ist hier. In diesem Zimmer.
Ich rieche den Duft ihres Parfüms.
unglückliche, einsame Frau sie ist.
Bitte! - Nein! Nein!
Soll ich sie darum bemitleiden und ertragen? Geduldig ertragen?
Ja!
Vielleicht ist es auch nur so, dass ich nicht sehr gut in solchen Sachen bin.
Einer meiner Fehler.
Einer meiner schlimmsten, würde Sie das nicht auch sagen?
Sie machen sich schon wieder über mich lustig.
Das stimmt nicht.
Es ist nur so, dass Sie manchmal ein zu ernstes kleines Ding sein können.
Ein kleines Ding? So wirke ich also auf Sie.
Ich wollte Sie nicht kränken, ich meinte es nicht so.
Ich...
Ich bin nicht Rebecca.
Ich hoffe, Sie werden immer so zu mir sein.
So natürlich und offen.
Ein kleines Mädchen, das nie erwachsen wird.
Nein, das nun wieder nicht.
Was ich sagen will, ist, ich hoffe, Sie bleiben sich selber treu.
Wie auch immer. Aber es ist ja auch nicht so wichtig, wie ich auf Sie wirke.
In ein paar Tagen reisen Sie wahrscheinlich ab und haben mich vergessen.
Ich werde Sie ganz sicher nicht vergessen.
Ihre komische, unbedarfte, kleine Freundin.
Sie!
Ich werde Sie nie vergessen!
Muss ich denn erst hinunterkommen und Dampf machen?
Nicht doch! Sagen Sie ihnen einfach, Mrs. Van Hoppers übliche Kabine.
Alles klar?
Da sind Sie ja!
Nie sind Sie in den letzten Tagen greifbar, wenn ich Sie brauche.
Nun denn, es gibt Arbeit für uns! Wir packen! Abreise morgen!
Ich habe die Nase voll von Europa!
Wie klingt das für Sie: New York!
Was ziehen Sie denn für ein Gesicht?
Ich bitte Sie, ich sagte New York!
Zum Teufel! Ich werde nicht schlau aus Ihnen!
Die Chance, die ich Ihnen biete. Sie sagten doch, Sie mögen Monte nicht?
Guten Morgen, Madame. Es ist bereits abgetragen,
Ich habe mich dran gewöhnt.
falls Sie jedoch noch frühstücken möchten...
Wie gnädig von Ihnen!
Nein, ist schon gut, Frith. Es ist schon spät.
Okay, und jetzt gewöhnen Sie sich eben an New York.
Hat Mr. De Winter gefrühstückt?
Nein, Madame.
Ist er in der Bibliothek?
Nein, Madame, ich habe Mr. De Winter heute morgen noch nicht gesehen.
Guten Morgen. - Guten Morgen, Madame.
Wir haben Ihnen durch das Fest viel Extraarbeit gemacht.
Solange sich jeder amüsiert, und darauf kommt es doch an,
meinen Sie nicht, Madame. - Ja, gewiss doch.
Haben Sie Mr. De Winter gesehen?
Nein, Madame, heute Morgen noch nicht. - Danke.
Gibst es irgendwas?
Ich suche Maxim, haben Sie ihn irgendwo gesehen?
Im Verwaltungsbüro ist er noch nicht gewesen.
Wahrscheinlich unternimmt er einen ausgedehnten Spaziergang.
Der Morgen danach, wissen Sie. War sicher recht strapaziös für Sie.
Er hat sich nicht zu Bett gelegt, Frank. Ich war gestern außer mir,
ich habe ihm Dinge vorgeworfen... - Sie sind übernächtigt.
Ruhen Sie sich etwas aus und warten Sie, bis er zurückkommt.
Sie brauchen sich keine Vorwürfe zu machen.
Wir fahren nach New York! Ich wollte "Auf Wiedersehen" sagen.
Sie konnten das mit dem Kleid doch nicht wissen.
Hören Sie, ich muss wieder weiter.
Nein!
Sorgen Sie sich nicht zu sehr um Max,
er taucht schon wieder auf, wenn er sich beruhigt hat. So ist er nun mal.
So!
Mrs. Van Hopper hat also genug von Monte Carlo
und möchte wieder heim.
Ich auch.
Sie nach New York, und ich nach Manderley.
Sie haben erreicht, was Sie bezweckt haben.
Sind Sie jetzt zufrieden, Mrs. Danvers?
Was würden Sie vorziehen?
Machen Sie keine Scherze darüber! Das ist unfair!
Sie haben mir dieses Kleid eingeredet,
Sie wollten Mr. De Winter kränken. Sie wollten ihn leiden lassen.
Ich mache keine Scherze, und schon gar nicht so früh am Morgen!
Bringen wir die Sache auf den Punkt! Entweder Sie fahren mit Mrs. Van Hopper
Hat er nicht schon genug gelitten?
nach New York, oder mit mir nach Manderley.
Glauben Sie, sein Schmerz bringt Rebecca wieder zurück?
Suchen Sie eine Sekretärin oder so was?
Was schert mich sein Schmerz? Hat er sich je um meinen geschert?
Nein, Sie Dummerchen! Ich frage Sie, ob Sie mich heiraten wollen!
Wie ist mir wohl zumute, mit ansehen zu müssen, wie Sie ihren Platz einnehmen.
Dinge berühren, die ihre Hand berührt hat.
Verzeihen Sie bitte! Ich überfalle Sie so einfach damit.
Wie meinen Sie, war das für mich in all den Monaten,
Wir sollten uns in einem Wintergarten befinden.
wenn die Dienstboten Sie Mrs. De Winter nannten?
Orchideen, Sie in einem weißen Kleid, Violinen erklingen, Walzermelodien.
Während meine Mrs. De Winter tot und vergessen in der Familiengruft liegt.
Tut mir leid, wir müssen ohne das alles auskommen.
Hören Sie auf damit, Maxime!
Geschieht ihm recht, wenn er leidet. Muss er ein junges Ding wie Sie heiraten?
Ich bin nicht das Mädchen, das für Sie...
Kaum 10 Monate später! Dafür muss er jetzt büßen.
ich weiß nicht, wie ich mich verständlich machen soll,
Er hat sich seine Hölle selbst geschaffen.
aber ich passe nun mal nicht in Ihre Welt.
Er hat sich seine Qualen selbst zu verdanken.
Und was ist meine Welt?
Manderley! Sie wissen, was ich meine.
Das ist nicht wahr! Wir waren glücklich miteinander.
In den Flitterwochen? Er ist doch ein Mann.
Unsinn!
Natürlich hat er sein Vergnügen.
Wie können Sie es wagen, so mit mir zu sprechen?
Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet.
Immerhin eine Spur von Temperament.
Wie könnte ich das? Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Was ist? Einverstanden, mich auf der Stelle zu heiraten?
Temperament.
Alles kann in wenigen Tagen arrangiert werden. Urkunden, Standesamt, all das.
Keiner konnte es mit meiner Herrin darin aufnehmen.
Keine Kirche? Keine Brautjungfern? Kein Glockengeläut?
Ich habe sie umsorgt seit ihrer Kindheit.
Nein! Eine solche Hochzeit hatte ich schon einmal.
Die Männer sahen ihr schon hinterher, starrten sie an,
Sagen Sie "ja", jetzt gleich! Wir fahren nach Venedig in die Flitterwochen.
als sie erst 12 Jahre alt war. Sie wusste schon immer,
dass sie einmal eine Schönheit werden würde. Was für ein Paar.
Venedig? - Verliebte fahren gewöhnlich nach Venedig!
Sie und ihr Cousin Mr. Jack.
Wir können in einer Gondel Händchen halten.
Sie taten, was ihnen in den Sinn kam. Sie besaß die Kraft einer jungen Löwin.
Und dann mit dem Schiff zurück nach England. Ich möchte Ihnen Manderley zeigen.
Ich wäre dann Mrs. De Winter?
Ich weiß noch, wie sie einmal auf einen der Hengste ihres Vater kletterte,
ein Tier, von dem es hieß, keiner könne es reiten.
Ich sehe sie noch vor mir. Mit wild wehendem Haar auf ihn einschlagend.
Wollen Sie mich nicht?
Ich dachte, Sie lieben mich vielleicht.
Ihm die Sporen gebend. Sie ritt ihn, wie er geritten werden musste.
Das tue ich!
Sie machte, dass er am ganzen Leib zitterte, Schaum vor dem Maul,
Das heißt also "ja"?
Blut an den Flanken. Das wird ihm eine Lehre sein, Danny, sagte sie.
Ja, Maxime!
Und genau so packte sie auch das Leben an. Bis in den Tod.
Sie ist tot.
Sie ist tot.
Mach dir keine Sorgen. Wir besprechen das alles beim Frühstück.
Guten Morgen! Jetzt brauchen wir eine Stärkung für den Geist.
Sie sind krank, Mrs. Danvers.
Ja, es gibt jetzt vieles zu bedenken. - Also ein großes Frühstück!
Sie sollten sich hinlegen und den Arzt rufen.
Was ist mit Mrs. Van Hopper?
Lassen Sie mich in Ruhe!
Was kann es Ihnen schon bedeuten, wenn ich meine Gefühle zeige?
Soll ich es ihr sagen?
Nein. Ich mach das schon. Ich sage es ihr.
Ich schäme mich ihrer nicht.
Ich schließe mich nicht in mein Zimmer ein, um zu weinen, wie Mr. De Winter.
Dann am besten gleich.
Oh ja, ich habe ihn hinter seiner verriegelten Tür gehört,
Ich warte hier.
wie ein gefangenes Tier. - Bitte hören Sie auf damit.
Er war verrückt nach ihr. Wie jeder Mann, der sie nur ansah.
Ich bin sicher, sie wird sich sehr für uns freuen.
Und wie eifersüchtig er war! Er ist es noch immer.
Deshalb lässt er nicht zu, dass Mr. Jack herkommt.
Ich will nichts mehr hören!
Wissen Sie, da kann ich nur sagen: Donnerwetter!
Es ist sinnlos, nicht wahr?
Tennisstunden, ja?
Sie werden sie niemals ausstechen.
Tja, Spiel, Satz und Sieg! Für Sie, Kindchen!
Selbst im Tode ist sie nach wie vor die Herrin hier.
Sie ist und bleibt die wahre Mrs. De Winter.
Warum überlassen Sie Manderley nicht ihr?
Haben Sie etwas getan, was sich nicht schickt?
Er möchte wieder mit ihr allein sein.
Ich werde selbstverständlich noch für Sie packen.
Sie sollten besser tot sein.
Selbstverständlich. Sie werden etwas mehr zu tun haben, als nur packen.
Warum springen Sie nicht einfach?
Als Herrin von Manderley!
Es ist ganz leicht. Es tut nicht weh.
Fühlen Sie sich dem gewachsen?
Fühlen Sie sich ihm gewachsen?
Springen Sie.
Ich meine, er ist ein höchst attraktiver Mann, wie Sie sicher selbst wissen.
Und alles ist vorbei.
Dann werden Sie nicht mehr unglücklich sein.
Seien Sie auf der Hut, Cinderella!
Nur zu. Haben Sie keine Angst.
Vielleicht erweist sich der Prinz am Ende als gar nicht so charmant?
Es ist zu Ihrem Besten.
Haben Sie neulich Abend seine Augen gesehen?
Was war das eben? Was ist passiert?
Ein Tiger!
Signalraketen. Da muss ein Schiff unten in der Bucht sein.
Sind Sie für so etwas in Ihrem Bett gewappnet?
Ein Schiff sitzt auf dem Riff fest!
Sie sagten, es würde Ihnen nicht viel Zeit bleiben.
Die Besatzung muss von Bord geholt werden!
Ich packe Ihren Schrankkoffer.
Trommeln Sie die Männer zusammen, ich lauf schon runter...
Wenn Sie mit Mr. De Winter sprechen, Madame, sage Sie ihm,
Viel Glück, Kindchen!
dass für die Männer eine warme Mahlzeit bereit stehen wird, zu jeder Zeit.
Sie sind eine höchst bezaubernde Gesellschafterin, Mrs. De Winter!
Aber an unserem letzten Abend an Bord sollten wir uns, denke ich,
der Öffentlichkeit präsentieren.
Um dem guten Ton genüge zu tun.
Ich werde mein neues Kleid anziehen.
Und ich werde vor all diesen alten Lang- weilern mit meinem besten Benehmen glänzen!
Und das wird zwangsläufig auch bei unserer Heimkehr so sein.
In der ganzen Grafschaft. Auf Manderley tun wir, was uns gefällt.
Danke, Frith.
Bitte wundern Sie sich nicht über mich, ich habe eine Stärkung nötig.
Ich hoffe, du wirst es ebenso lieben wie ich.
Wünschen Madame, dass ich nach Clarice schicke?
Vielleicht möchten Sie ein wenig ruhen?
Nicht zu auffällig. Eher in etwas zarteren Tönen.
Nein, nur einen Moment noch, dann gehe ich runter zur Bucht.
Sie können gut und gern kräftigere Farben vertragen, Madam,
Alle sind bereits dort. - Ja, in der Tat.
wir haben die ganz Palette der neuesten Töne vorrätig.
Ich bin das nicht so gewohnt! Vielleicht mal probeweise?
Sehr wohl, Madame.
Sie können uns vertrauen, Madam. Wir finden schon das richtige für Sie.
Was halten Sie von diesem?
Gibt es Verletzte?
Nichts ernsthaftes. Es wird nicht allzu schnell sinken.
Die Rettungsboote liegen schon längsseits.
Guten Abend, Mr. De Winter! Darf ich mich zu Ihnen setzen?
Sehen Sie ihn - Ja, ich sehe ihn.
Maxim ist immer sehr beherzt in solchen Situationen.
Was soll denn das?
Was hast du dir dabei nur gedacht?
Setzt sich voll ein. - Glaube ich gern.
Ist es zu viel?
Ich werde jetzt mal alles weitere veranlassen.
Es war nur so zum Spaß.
Die Rettung muss gebührend gefeiert werden.
All die anderen Frauen... ich dachte, passend zum Kleid?
Bleiben Sie noch? - Ja.
Ich hab keine Dirne geheiratet! - Maxime, bitte!
Wisch das ab! Sofort! - Nein, ich kann nicht!
Doch nicht hier? - Willst du einen Narren aus mir machen?
Männer von Bord!
Ich sagte: Wisch das ab! Sofort!
Hör auf, Maxime!
Ich verstehe dich nicht.
So, runter.
Wir legen ab. - Die Flut kommt!
Alles klar? Hier geht es gleich runter.
Ich denke, wir gehen besser zurück in unsere Kabine.
Ich komme. Bin gleich da.
Auseinander brechen wird sie, auseinander brechen.
Es wird nicht auf Grund sinken wie ein Stein.
Die Fische haben sie inzwischen aufgefressen.
Wovon sprechen Sie, Ben?
Von ihr, der anderen. Ich habe durch das Fenster geguckt,
sie hat gesagt, sie bringt mich in die Anstalt.
Sie kann es nicht mehr. Die Fische haben sie gefressen.
Haben sie doch, oder?
Es tut mit sehr leid.
Sie brauchen keine Angst zu haben, Ben.
Wie konnte ich mich nur wegen ein bisschen zu viel Lippenstift so gehen lassen?
Fertig!
Du wolltest mir damit gefallen und ich reiß dir den Kopf ab.
Da kommt Mr. De Winter. Er hat zwei Männer im Boot.
Wir kommen! Wir kommen schon.
Es ist nur so: Es kam so überraschend.
Wird schon werden.
Ich verspreche dir, so etwas wird nie wieder geschehen.
Gab es Verletzte auf dem Schiff?
Ja, aber keiner ist schwerverletzt.
Sag, dass du mir verzeihst!
Das Rettungsboot bringt die übrigen in den Hafen.
Bitte!
Und wie geht es dir? Müde siehst du aus.
Ich habe nicht geschlafen. Bin herumgewandert.
Aber ja doch! Ich liebe dich!
Die ganze Nacht?
Kannst du mir verzeihen? All das, was ich gesagt habe.
Kannst du mir verzeihen?
Können wir noch mal von vorne anfangen?
Mit Vertrauen zueinander.
Bitte, Maxim. Ich bin erwachsen seit gestern Nacht.
Ich werde nie wieder wie ein Kind sein.
Wirklich nicht?
Mr. De Winter, Sir! Ich muss Sie sprechen! Dringend!
Wiederhole: Ich muss Sie sprechen, Mr. De Winter! Dringend.
Was ist denn jetzt wieder? Das ist mein Küstenabschnitt.
Vielleicht wegen Absperrungen oder sowas.
Gleich sind wir da. Müde?
Weiß der Himmel, worum es geht. Kümmern Sie sich um alles, Frank.
Mach dich auf ein gewisses Maß an Neugier gefasst.
Ja, gewiss.
Nichts ernstes.
Alle Augen werden auf dich gerichtet sein.
Das ist doch verständlich.
Kein Grund, nervös zu sein. Sei nur du selbst, und alle werden dich lieben.
Kann ich Sie unter vier Augen sprechen, Sir?
Da wären wir!
Ziemlich heikle Angelegenheit, die erstmal unter uns bleiben sollte.
Schön, euch wieder zu sehen! - Mr. De Winter, Madam!
Hören Sie, es liegt mir nichts ferner, als Ihnen Unannehmlichkeiten zu bereiten.
Das ist unsere neue Mrs. De Winter.
Um den Haushalt brauchst du dich nicht zu kümmern.
Ich weiß, nicht schön für Sie, dass die Vergangenheit wieder aufgerührt werden,
Mrs. Danvers ist dafür zuständig, sie sorgt für alles. Überlass alles ihr.
wird, aber es wird sich nicht vermeiden lassen, wie die Sache aussieht.
Wir haben einen Taucher runtergeschickt und er hat was gefunden,
Sie ist sehr eigen, um es mal so auszudrücken.
was keiner von uns erwartet.
Das Segelboot, dass der ertrunkenen Mrs. De Winter gehörte.
Wahrscheinlich wird sie dir zunächst etwas steif erscheinen,
aber sieh darüber hinweg, es ist eben so ihre Art.
Aber das ist noch nicht alles. In der Kajüte liegt eine Leiche.
Und jetzt schließ die Augen!
Nur noch ein Skelett, verständlicherweise.
Ich sage dir, wenn du sie wieder aufmachen kannst.
Tut mir leid, Mr. De Winter, aber es ist meine Pflicht, es ihnen zu sagen.
Und ich muss den Fund melden, offiziell, sie verstehen.
Ja, natürlich.
Rebecca war doch angeblich allein?
Dann muss sie also jemanden bei sich gehabt haben.
Ohne dass es jemand wusste. - Sieht ganz so aus, Madame.
Aber die Zeitungen waren doch damals voll davon.
Jetzt! Schau!
War denn niemand als vermisst gemeldet?
Bitte nicht jetzt. - Es werden Fragen gestellt werden.
Da!
Wird einiges Aufsehen erregen, fürchte ich. Geht sicher vor Gericht.
Gefällt es dir?
Es ist dein!
Maxim, wie furchtbar für dich.
Muss mein Mann das alles denn noch einmal durchmachen?
Ich muss den Fund der Leiche melden.
Zu spät. Es gibt kein Glück mehr für uns.
Nicht doch.
Es ist passiert, was ich immer ahnte. Jetzt ist es passiert.
Ich wusste es.
Wenn ich daran denke, wie sie mich angesehen hat, als sie starb.
Sie wusste, es würde so kommen.
Rebecca wusste, dass sie am Ende siegen würde.
Gleich sind sie da!
Kommt, kommt, kommt!
Wovon sprichst du?
Die Leiche im Boot ist niemand anderes als Rebecca.
Hör zu, die Frau, die in der Gruft beigesetzt wurde, ist jemand,
der nirgendwo hingehörte. Eine Namenlose, die keiner vermisste.
Es war kein Unfall. Ich habe Rebecca getötet.
Kommt, kommt! Stellt euch da hin!
Sie ist nicht ertrunken.
Ich habe sie umgebracht, im Strandhaus.
Habe ihre Leiche auf das Boot gebracht und es versenkt.
Verfluchtes Weib! - Was ist denn da los?
Wer sind die vielen Leute?
Kannst du mich noch lieben, nachdem du das weißt?
Mrs. Danvers hat das Personal aus allen Ecken und Enden
Nein.
zu unserem Empfang zusammengetrommelt. Sie sollte wissen,
Was bin ich für ein Narr, so etwas zu fragen.
dass ich für so etwas nichts übrig habe. Ah, Fred!
Schön, Sie wieder zuhause begrüßen zu können, Sir! Und Madam auch!
Es ist vorbei. Alles.
Gib Robert den Mantel!
Maxim, schau mich an.
Du brauchst nichts zu sagen, ich mache das schon.
Schau mich an, Maxim.
Danke für diesen Empfang! Schön, euch alle wieder zu sehen.
Ihr seid alle bei bester Gesundheit, ja?
Wir dürfen einander nicht verlieren.
Ich muss gestehen, es ist schön, wieder bei euch zu sein.
Ich liebe dich, Maxim.
Danke!
Das ist alles, was zählt.
Oh Gott, ich liebe dich.
So, das wäre es.
Ich liebe dich!
Danke, Frith! Nun denn!
Ich hasste sie. Es war keine wirkliche Liebe.
Guten Tag, Sir!
Guten Tag, Madam!
Sie war gar nicht fähig, zu lieben, so wie sie war.
Mrs. Danvers! Was für ein Empfang! Danke!
All die Jahre war es nur Schein?
Das ist Mrs. De Winter.
Ich freue mich sehr, Mrs. Danvers.
Man hielt mich für den glücklichsten Mann der Welt, als ich Rebecca heiratete.
Danke, Madam! Ich und das gesamte Personal auf Manderley,
War sie nicht wundervoll? So kultiviert, so amüsant.
stehen zu Ihrer Verfügung!
Sie sagte mir fünf Tage nach unserer Hochzeit die Wahrheit.
Gut! Dann seid ihr jetzt Freunde. Fein!
Sie können den Tee bringen, Frith!
Wir fuhren einmal die Küste entlang. Bei Monte Carlo, weißt du noch?
Du fragtest mich, ob ich schon einmal dort gewesen wäre.
Da hat sie mir alles über mich erzählt.
Die Affären, die sie hatte, mit welcher Sorte Männer.
Alles, bis in die Einzelheiten.
Ich hätte nicht gedacht, dass das Haus so groß ist.
Und dass sie nicht vorhabe sich zu ändern.
Ja, Manderley ist ein großes Haus. Nicht so groß wie andere, natürlich.
Hör zu! Ich werde ein Abkommen mit dir treffen.
Ich werde um deinetwillen meinen Pflichten auf Manderley nachkommen, Max.
Ich werde es zum berühmtesten Schauplatz im ganzen Land machen.
Verzeihen Sie, dass ich Sie warten ließ, Mrs. Danvers.
Die Leute werden uns beneiden, als das glücklichste
und schönste Paar in ganz England.
Es liegt bei Ihnen, das Tempo zu bestimmen, Madam.
Was für ein Triumph! Man wird uns als das Traumpaar feiern!
Hier entlang!
Was für ein Spaß! Ich werde sie alle zum Narren halten.
Wie ich höre, haben Sie alles neu hergerichtet.
Und du? Du spielst doch mit? Natürlich spielst du mit.
Deinem Stolz zuliebe und um der Ehre deines Namens willen.
Und wegen Manderley. Natürlich spielst du mit.
Oh, Mrs. Danvers, es ist zauberhaft.
Ich hoffe, es entspricht Mr. De Winters Anordnungen.
Sie hatte Recht. Ich spielte mit.
Ich war ein Feigling.
Ich hätte eine öffentliche Demütigung nicht ertragen.
Sie war gerissen.
Alle hier bewunderten sie. Die Dienstboten, Freunde, Verwandte!
Man sieht von hier aus gar nicht das Meer?
Nein! Von diesem Flügel aus nicht.
Keiner von ihnen ahnte, wie sehr sie alle verachtete.
Und es ist auch nicht zu hören von diesem Flügel aus.
Aber Mr. De Winter wünschte für Sie dieses Zimmer.
Er meinte, Sie würden es zu schätzen wissen.
Sie begrüßte die Gäste auf einer Gartenparty, Arm in Arm mit mir.
Demnach war es früher nicht sein Schlafzimmer?
Nein. Als Mrs. De Winter noch lebte, bewohnten sie den Westflügel.
Mit einem Lächeln im Gesicht, wie ein Engel.
Das schönste Zimmer des Hauses.
Und tags darauf verschwand sie nach London in ihre Wohnung
Mit Blick auf die See.
und nahm dort ihr lasterhaftes Leben wieder auf, fernab von Manderley.
Du brauchst nicht weiter zu erzählen.
Mrs. Danvers, ich hoffe, wir werden Freunde werden und gut miteinander auskommen.
Monate, jahrelang nahm ich es wegen Manderley hin.
Sie müssen Geduld mit mir haben. Wissen sie, diese Art von Leben ist neu für mich.
Was sie in London trieb berührte mich nicht, weil es Manderley nicht schadete,
Ich möchte mich hier wohl fühlen. Und Mr. De Winter glücklich machen.
wie ich mir einredete.
Doch dann brachte sie ihre fragwürdigen Freunde hierher.
Ich hoffe, es wird alles zu Ihrer Zufriedenheit sein, Madam.
Ich bin sicher, das wird es. Ich möchte hier keineswegs etwas verändern.
Zu Mitternachtspicknicks im Strandhaus.
Vor allem ihren Cousin, diesen Jack Favell. Ich konnte das nicht dulden.
Können Sie mir sagen, wann Ihre Zofe eintreffen wird?
Nicht hier. Nicht ihn!
Wünschen Sie eine?
Ich sagte ihr, ich würde ihn umbringen,
Ich weiß nicht, ich habe noch nicht darüber nachgedacht.
wenn ich ihm irgendwo auf Manderley begegnen sollte.
Es ist für Damen in Ihrer Position üblich.
Es war schon spät, als ich eines Abends nach Hause kam.
Könnten Sie das für mich in die Hand nehmen?
Sie war am Morgen nach London gefahren und zu meiner Überraschung
Vielleicht ein junges Mädchen, das Erfahrung sammeln möchte?
war sie bereits zurück, wie ich an ihren Sachen in der Halle sehen konnte.
Ganz wie Sie wünschen, Madam.
Ich wusste, wo ich sie finden würde. Und war sicher, dass er bei ihr war.
Danke, Mrs. Danvers.
Ich konnte es nicht länger ertragen.
All die Lügen, Vorspiegelungen. Ich musste dem ein Ende machen!
Sollte sie mit ihm in London leben. Von mir aus!
Mit ihm oder irgendeinem der anderen Männer. Aber nicht hier!
Nicht auf Manderley!
Sie sollte gehen. Es war vorbei für mich, zu ende.
Du täuscht dich, Max! Leg den Revolver weg!
Er ist nicht hier. Niemand ist hier.
Und es ist nicht vorbei. Ich bin nicht bereit, einfach zu gehen.
Ich lasse mich von dir scheiden!
Und was willst du gegen mich vorbringen?
Wir beide vor Gericht? Nicht auszudenken!
Wir führen doch eine Musterehe, nicht wahr, Max? Jeder weiß das.
Ich werde Beweise vorlegen.
Nein, wirst du nicht. Keine Chance!
Wir beide haben unsere Rollen zu gut gespielt. Wir sind ein Liebespaar.
Wir beten uns an.
Nicht einer der Dienstboten würde irgendetwas anderes sagen.
Nimm Dany. Kann man sich eine ergebenere Zofe vorstellen?
Sie würde vor Gericht jeden Meineid für mich schwören.
So leicht wirst du mich nicht los!
Ich könnte dich umbringen!
Angenommen, ich hätte ein Kind, Max,
wer könnte beweisen, dass es nicht deins ist? Niemand!
Wäre das nicht der Kick deines Lebens, Max, mit anzusehen,
wie mein Sohn als dein Erbe aufwächst? - Das wird nicht passieren!
Das wäre der Witz! All die armseligen Pächter und selbstgefälligen Leute,
die vor dir katzbuckeln, wie werden die sich freuen!
Darauf haben wir schon lange gehofft, Mrs. De Winter!
Ich werde die perfekte Mutter abgeben, Max! Genau so wie die perfekte Ehefrau!
Und kein Mensch wird jemals erfahren, dass...
Ich schleppte sie in die Kajüte,
Wer ist die Frau in dem weißen Kleid?
steuerte das Boot hinaus in die Bucht
Wo?
und mit einem Spleißdorn stieß ich Löcher in die Bodenplanken.
In der Galerie! Die Frau ganz in weiß.
Ich glaube, irgendeine Ur-Ur-Urgroßtante.
Caroline war, glaube ich, ihr Name.
Sie ist wunderschön.
Schon möglich.
Dann stieg ich in das Beiboot.
Wundervolle Augen. Jung und wiederum nicht jung.
Ich wartete so lange,
bis das Boot in den Fluten verschwand.
Möchtest du, dass ich so aussehe?
Nein. - Warum nicht?
Wie eine Ewigkeit kam es mir vor.
Passt nicht zu dir. - Wieso nicht?
Hör mit dieser Fragerei auf und iss dein Ei!
Maxime! - Entschuldige. War nicht bös gemeint.
Ein Besitz wie Manderley kostet einen Haufen Arbeit.
Da hat man den Kopf voll. Also dann, ich habe eine Menge zu erledigen.
Du kannst dich allein beschäftigen?
Ach, zum Mittagessen heute: Schwester, Schwager und Crawley, mein Verwalter.
Mrs. Danvers kümmert sich darum. Ist dir doch angenehm, oder?
Das Boot sank zu dicht am Ufer.
Ich kam nicht weit genug heraus. Wenn ich es bis jenseits des Riffs
hätte bringen können, hätten sie es nie gefunden.
Guten Morgen! - Guten Morgen, Madam!
Wenn der Dampfer nicht gestrandet wäre, wäre das nie passiert.
Es war zu dicht am Riff.
Es hat mir nichts genützt, dass ich dir begegnet bin.
Dass ich dich liebe hat nichts verändert.
Sie wusste, letztlich würde sie mich vernichten.
Rebecca ist tot! Sie kann dir nichts mehr anhaben!
Man hat sie gefunden. Man wird sie identifizieren.
Anhand ihrer Ringe, möglicherweise an Kleidungsstücken.
Die Leiche trieb ja nicht in der See, zerschmettert an den Felsen.
Wenn sie wirklich feststellen, dass es Rebecca ist, musst du sagen,
dass du dich bei der ersten Leiche geirrt hast.
Die beigesetzte in der Gruft war die falsche.
Als du sie identifiziertest seist du verwirrt gewesen, im Schock.
Du hättest nicht gewusst, was du tust. Du hättest dich getäuscht.
Das wirst du doch sagen? Ja, Maxim? - Ja! Ja, werde ich!
Ich habe Rebecca getötet. Es ist nicht zu ändern und ich bereue es nicht ein mal.
Suchen Sie irgendetwas bestimmtes, Madam?
Ich kann kein Streichholz finden, um den Kamin anzuzünden.
Aber was ich dir angetan habe, bereue ich.
Es ist kühl hier drinnen.
Das Feuer in der Bibliothek wird nicht vor dem Nachmittag angemacht, Madam.
Er ist verschwunden, dieser drollige, jungmädchenhafte,
Sie finden ein gutes Feuer im Damenzimmer.
verträumte Blick von damals, den ich so liebte.
Ja, danke.
Wenn Sie auch in der Bibliothek ein Feuer wünschen,
Erloschen, unwiderruflich!
werde ich das selbstverständlich veranlassen.
Auch den habe ich getötet.
Nein, das ist wirklich nicht nötig. Ich gehe ins Damenzimmer. Danke, Frith!
Wir haben einander.
Sie finden dort auch Schreibpapier, Madam. Mrs. De Winter pflegte
Sie können dir nichts beweisen.
Niemand hat dich in jener Nacht gesehen.
Ihre Korrespondenz und Telefonate immer nach dem Frühstück
Niemand weiß davon. Nur du und ich, Maxim.
im Damenzimmer zu erledigen. - Ja, danke.
Als die beiden einzigen Menschen in der Welt.
Du musst es für uns tun.
Sie gehen durch den großen Salon, Madam, und danach rechts.
Danke, Frith.
Sie sagten, es sei nichts Ungewöhnliches, dass Ihre verstorbene Gattin
nachts mit ihrem Boot hinausfuhr.
Ganz und gar nicht ungewöhnlich! Das war eines ihrer größten Vergnügen im Leben.
Und sie war eine erfahrene Seglerin? - Absolut!
Sie war perfekt, in allem, was sie tat.
Ich fragte speziell nach ihrer Befähigung im Umgang mit einem Segelboot!
Sie war sehr geübt darin.
Was soll denn das jetzt noch, so ein Blödsinn? Reine Zeitverschwendung!
Ich verbitte mir jedweden Kommentar zu meiner Beweisaufnahme!
Reiß dich zusammen, Mädchen!
Ja, wer ist dort? - Mrs. De Winter?
Segeln erfordert ein sorgfältiges Abwägen der Wetterbedingungen, nicht wahr?
Tut mir leid, das muss sich um einen Irrtum handeln.
Mrs. De Winter ist schon über ein Jahr tot.
Gewiss doch.
Würden Sie die verstorbene Mrs. De Winter als leichtsinnig bezeichnen?
Hier spricht Mrs. Danvers, Madam! Über das Haustelefon.
Ganz gewiss nicht!
Aber sie stand, wie ich weiß, im Ruf, ziemlich draufgängerisch zu sein.
Ich möchte gern wissen, ob Sie mit der Speisenfolge heute einverstanden sind.
Bitte um Verzeihung! Ja doch, gewiss doch.
Wie meinen Sie das? - In sportlicher Hinsicht, Mr. De Winter!
Sie liegt vor Ihnen, auf der Schreibunterlage, auf dem Sekretär.
Ich glaube, das ist wahr. Eine ängstliche Frau war sie nicht.
Ja! Gut aufeinander abgestimmt. Wirklich gut.
Danke, Madam.
Kann man wohl sagen! - Benimm dich, Be!
Also eine willensstarke Frau, Mr. De Winter?
Es lässt sich durchaus sagen, dass sie wusste, was sie wollte.
Sie sind James Tent, der Bootsbauer? - Ja.
Uns Sie sagen, Sie haben die Segeljacht der verstorbenen Mrs. De Winter,
ein ursprünglich französisches Fischerboot,
seinerzeit zu einer Kajütjacht umgebaut? Ist das korrekt?
Ja, Sir!
War das Boot seetüchtig, als Sie es ihr übergaben?
Das war es, als ich es im April letzten Jahres überholt habe.
Es war Mrs. De Winters vierte Saison damit!
Ist Ihnen bekannt, ob das Boot jemals zuvor gekentert ist?
Guten Morgen!
Nein, Sir! Und wenn, hätte Mrs. De Winter mir das sicher gesagt.
Verzeihung! Ich bin Frank Crawley, Maximes Verwalter.
Ich nehme an, es erforderte viel Erfahrung und Geschicklichkeit,
Ja, natürlich! Maxime hat mir von Ihnen erzählt. Guten Morgen!
um das kleine Boot bei rauhem Wetter zu segeln?
Sie erkunden Manderley?
Nun, es war kein wackeliges, kleines Ding. Es war solide, lag gut im Wasser.
Es scheint noch viel zu entdecken zu geben.
Ein faszinierendes, altes Gemäuer.
Ist dieser Flügel des Hauses komplett geschlossen?
Mrs. De Winter ist damit durch weit schlimmere Wetter geschippert,
Nicht direkt. Es ist nur so, dass er für Sie beide allein nicht benötigt wird.
als in jener Nacht.
Die frühere Mrs. De Winter bewohnte ihn.
Ich denke mir, sie hat alles ganz nach Ihrem Geschmack eingerichtet.
Sie liebte große Räume.
So verschlossen wirkt es auf mich, wie ein verbotenes Reich.
Sie waren also überrascht, dass das Boot in jener Nacht unterging?
Ich konnte es nicht verstehen. Und das habe ich immer wieder gesagt.
Nein! Ihre Seite des Hauses hat mehr Sonne. Das war es wohl, was Maxime bewog,
Es ist aber untergegangen, das steht nun mal fest!
hell und frisch. Zu Ihrem Besten, wie wir alle voller Freude sehen.
Falls nun aber Mrs. De Winter in die Kajüte ging, etwa um sich etwas überzuziehen,
Das ist wirklich sehr nett von Ihnen, Mr. Crawley.
und eine plötzliche Böe von der Landseite kam,
das würde doch das Boot zum Kentern bringen können?
Nein! Nein, nicht meiner Meinung nach.
Aber genau das ist allem Anschein nach geschehen!
Niemand will Ihnen was nachsagen! Ich akzeptiere Ihre Aussage,
dass Sie das Boot in einwandfreiem Zustand übergeben haben,
das ist alles, was ich von Ihnen wissen wollte.
Offenbar war Mrs. De Winter einen Augenblick lang unaufmerksam
und verlor so ihr Leben.
Unfälle wie diese haben sich in unseren Gewässern schon vorher ereignet.
Bitte um Verzeihung, Sir!
Aber da ist noch etwas anderes! - Ach ja? Und was genau?
Nachdem das Boot gehoben war, gestattete mir der Hafenmeister, es zu inspizieren.
Was ich wissen möchte ist, wer stieß die Löcher in die Planken?
Was will der Bursche uns denn da weismachen?
Meinen Sie vorsätzlich?
Ja, Sir! Ich sage, das Boot ist nie und nimmer gekentert!
Es wurde versenkt!
Wie kann er so etwas sagen?
Mr. De Winter, wissen Sie etwas über die Löcher in den Planken?
Nicht das Geringste, Euer Ehren! - Es ist ein schock für Sie, nicht wahr?
Es war bereits ein Schock, festzustellen,
dass ich mich bei der Identifizierung vor zwölf Monaten irrte.
Jetzt erfahre ich, dass meine Frau nicht nur in ihrer Kajüte ertrunken ist,
sondern, dass das Boot vorsätzlich beschädigt wurde, damit es untergeht.
Ist das ein Wunder, dass das ein Schock für mich ist?
Mr. De Winter, wir alle empfinden tiefes Mitgefühl für Sie,
aber ich muss dieser Sache nachgehen, und ich werde das auch.
Ich tue das nicht zu meinem eigenen Vergnügen.
Ganz offensichtlich!
Nicht, Maxim, nicht die Beherrschung verlieren!
Angesichts der zurückgelegten Strecke kann nur der Segler selbst
die Planken durchlöchert haben. Sonst wäre das Boot schon früher gesunken!
Was wollen Sie hier, Madam?
Das scheint mir auch so. - Höchst merkwürdig, finden Sie nicht?
Kann ich Ihnen helfen?
Sicher! - Haben Sie irgendeine Erklärung dafür?
Ich habe mich verlaufen.
Nein, keine!
Möchten Sie, dass ich Ihnen diese Räume zeige?
Mr. De Winter, so schmerzvoll das auch für Sie sein mag,
Das hier ist der Westflügel. Sie können selbstverständlich sehen,
es ist meine Pflicht, Ihnen eine sehr persönliche Frage zu stellen.
was immer Sie wollen. Ein Wort von Ihnen genügt!
Bitte, nur zu!
War Ihre Ehe mit der verstorbenen Rebecca de Winter uneingeschränkt glücklich?
Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass unsere Gäste eingetroffen sind.
Darf ich Sie nun zurückbegleiten? In Ihren Flügel des Hauses?
Das ist ungeheuerlich!
Ich finde meinen Weg allein. Nicht nötig.
Würde sich bitte jemand meiner Frau annehmen?
Wir bringen sie raus. - Sie braucht etwas frische Luft.
Wir sind uns kein bisschen ähnlich, mein Bruder und ich.
Man weiß nie, was in seinem Hirnkasten vorgeht.
Beim geringsten Anlass verliere ich die Beherrschung,
aber "puff", und schon ist es wieder vorbei.
Maxime dagegen, wenn der ein Mal im Jahr an die Decke geht, dann explodiert er.
Geht es dir besser?
Du wirst ihn wohl kaum aus der Fassung bringen. Du schaffst es sicher,
Na gut.
Wie dumm von mir. Dass mir das auch passieren musste.
die wilde Bestie zu besänftigen.
Du bist unmöglich, Beatrice!
Es war so stickig da drin.
Und dieser unverschämte Kerl mit seinen lächerlichen Fragen.
Armer Maxime! Es war grauenvoll für ihn.
Was denkt der sich eigentlich dabei? - Gehört zu seinem Beruf!
Er war vor sechs Monaten ein Wrack!
Wo ist Maxim? - Er ist noch da drin!
Jetzt siehst du viel besser aus. Viel besser! Ist doch so, Giles?
Vermutlich wird jetzt noch mal alles durchgegangen.
Bist ein anderer Mensch geworden, alter Junge!
Ich werde Sie jetzt nach Hause bringen. - Nein! Ich muss bei ihm bleiben.
Dem stimmen Sie doch zu, Crawley? - Absolut!
Danke! Mein Gott!
Armer Maxime! Oh, liebst du die Fuchsjagd?
Maxim hat mich gebeten, Sie nach Hause zu bringen.
Giles und Beatrice bleiben noch hier.
Ich war noch nie auf einer. Als Kind habe ich zwar Reiten gelernt,
Fügen wir uns Maxims Wunsch.
aber war nicht sehr sattelfest. Es ist schon sehr lange her.
Und du, altes Mädchen, benimmst dich da drin gefälligst!
Du musst es wieder aufnehmen! Unmöglich, auf dem Land zu leben
Der Richter hat sie schon verwarnt. - Dieser Einfaltspinsel!
und nicht zu reiten! Was willst du sonst anstellen?
Hör sich an, was dieser Bootsbauer daherredet.
Wie soll man nach so langer Zeit feststellen, woher die Löcher stammen?
Sie zeichnet und malt! Recht gut sogar.
Gehört nun mal zu seinem Beruf.
Sicher ein Kommunist, dieser Bootsbauer! Stiftet Unruhe!
Sicher sehr hübsch, an einem regnerischen Tag, wenn man nichts besseres tun kann,
Das einzige, was die können, nicht?
aber bewegen tut man sich da nicht groß.
Ich wandere gern und schwimme! - Oh nein, das Wasser ist viel zu kalt!
Das macht mir nichts, wenn die Strömung nicht zu stark ist.
Dieser Jack Favell, was hat der da zu suchen?
Schwimmt man sicher in der Bucht?
Rebecca war seine Cousine. - Und warum kam er mit Mrs. Danvers?
Er kennt sie schon von früher Kindheit an.
Jasper würde ein bisschen schwimmen gut tun!
Das weiß ich, Frank! Aber was will er da?
Zu viel gefuttert, was, alter Knabe? Genau wie Giles!
Wird er eine Aussage machen? Etwas, das gegen Maxim spricht?
Immer mit dem Knüppel auf den Hund, was?
Ich kann mir nicht denken, was.
Favell und Mrs. Danvers. Eingeweiht in Rebeccas anderes Leben.
Das macht mir Angst. - Sie sollten sich etwas ausruhen.
Bist du sehr verliebt in ihn?
Das war zu viel für Sie.
Nein, antworte nicht, ich sehe es dir an der Nasenspitze an.
Sie wissen doch, was jeder Mann hier weiß, Frank!
Du denkst, ich bin eine, die sich immer und überall einmischt.
Wir wird es Ihrer Meinung nach ausgehen?
Versteh mich nicht falsch, ich verehre Maxim.
So lange Maxim ruhig Blut bewahrt und sich nicht vom Coroner verleiten lässt,
was zu sagen, was er nicht bedacht hat, wieso sollte es nicht genau so ausgehen
Komm schon, Be, altes Mädchen!
Wie kommst du mit der Danvers zurecht?
wie schon ein Jahr zuvor? Es war schon immer ein Puzzle.
Ein solcher Mensch ist mir bisher noch nie begegnet.
Sie war allein auf dem Boot und ist ertrunken.
Das glaube ich dir aufs Wort!
Ein rätselhafter Unfall. - Ist das alles, was Sie wissen?
Es geht ihr gegen den Strich, dass du hier bist.
Wieso?
Sie empfindet dein Hiersein als persönliche Beleidigung.
Ich dachte, Max hätte es dir erzählt? Sie hat Rebecca geradezu vergöttert.
Ach so.
Sie wird mit der Zeit darüber hinwegkommen.
Wenn Max nicht darüber sprechen will, würde ich das nicht forcieren.
Sie ruhen sich jetzt etwas aus, nicht wahr?
Ich sollte eigentlich bei ihm sein.
Nein, natürlich nicht - Was dazu beiträgt, Rebecca zu vergessen,
Er wird doch wieder nach Hause kommen, oder?
falls er das kann... Großer Gott, wie taktlos von mir, das zu sagen!
Bitte! Ruhen Sie sich etwas aus.
Eins steht fest: Du bist kein bisschen wie Rebecca.
Meine Familie kann einem schon sehr auf die Nerven gehen.
Und Grandma kennst du noch gar nicht. - Warum bist du so gereizt, Maxim?
Mir haben die beiden gefallen. Beatrice sagt nur, was sie denkt.
Denkt sie denn?
Sie findet, ich sollte etwas mit meinem Haar machen.
Was geht sie das an? Was sollte denn mit deinem Haar sein?
Dann gefällt es dir, wie es ist? - Natürlich, wieso nicht?
Es gefällt mir, wie es ist.
Völlig überraschend, nicht? Dieser Gegensatz, wenn man aus dem Wald tritt.
Nur zu! Haben Sie keine Angst!
Niemand würde das vermuten. Nicht einmal ich.
Jasper? Jasper, komm! Wo bist du, dummer Hund? Wo steckst du?
Ich bin froh, dass ich sie getötet habe!
Ich habe sie getötet! Ich bereue es nicht!
Da drüben!
Nicht doch! Er findet schon wieder zurück!
Schon gut, ich hole ihn!
Er findet von allein nach Haus!
Jasper? Hierher, Jasper!
Verrückter Kerl!
Jasper!
Er ist verschwunden, dieser drollige, jungmädchenhafte,
verträumte Blick von damals, den ich so liebte.
Erloschen, unwiderruflich!
Auch den habe ich getötet!
Was ist denn? Hier ist es unheimlich!
Komm, Jasper, wir gehen beide zurück ins Haus!
Es wurde auf Selbstmord erkannt.
Ohne ausreichenden Beweis für eine Gemütserkrankung.
Überstanden! - Noch nicht ganz!
Frank und ich müssen in die Kirche und sie beisetzen.
Nur wir beide und der Vikar. Dann ist es überstanden.
Ich kenne den Hund! Er kommt vom Haus! Ist nicht Ihr Hund!
Geh rein! Ich muss los!
Nein, es ist Mr. De Winters Hund!
Komm schon, Jasper, sei ein braver Hund!
Sie kommt nicht mehr her! - Nein, nicht!
Ist weg, in die Dunkelheit! Raus auf die See! Kommt nicht wieder!
Ich hab nie nix gesagt.
Ist schon gut, machen Sie sich keine Sorgen.
Ich hab nie nix gesagt.
Ja, bitten Sie ihn herein, Frith! - Sehr wohl, Madam!
Das war Ben, er ist völlig harmlos, sein Vater war einer meiner Aufseher.
Und das Strandhaus sollte eigentlich verschlossen sein. Jasper!
Nett, dass Sie mich nicht im Regen stehen lassen.
Warte auf mich, Maxim.
Wenn du auf mich gehört hättest, anstatt diesem dummen Hund nachzujagen,
Noch nicht zurück, der gute Max, was?
wären wir jetzt zuhause und würden nicht tropfnass werden.
Letzte Formalitäten und all das.
Ich war besorgt, er könnte von der Flut überrascht werden.
Meinst du, ich würden den Hund sich selbst überlassen,
Hab gerade die alte Dany hergebracht.
wenn für ihn irgendeine Gefahr bestünde?
Sie fühlt sich ein bisschen angeschlagen. Das Ganze nimmt sie sehr mit.
Wie soll ich das wissen? So wie du gelaunt bist...
Was wollen Sie?
Weil du müde bist, quengelst du. - Bin ich nicht.
Nun, fürs Erste wär mir ein Whisky mit Soda durchaus recht!
Das nimmst du nur als Vorwand. - Vorwand? Vorwand für was?
Was dagegen, wenn ich mich selbst bediene?
Um nicht mit mir über die Klippen zu gehen, vermute ich.
Und warum glaubt du, wollte ich mit dir nicht über die Klippen?
Maxim, woher soll ich das wissen? Ich kann nicht Gedanken lesen.
Was wollen Sie von Maxim?
Das verlange ich ja auch gar nicht. - Jedenfalls wolltest du nicht,
Sie können auf den guten Max wirklich stolz sein. Toll, was er da abgezogen hat.
dass ich dort hingehe. Ich habe es dir angesehen.
Was hast du mir angesehen?
Er stand da wie ein Fels! Welche Würde! Niemals hob er die Stimme.
Bitte, hör auf damit, bitte, Maxim.
Neben ihm nahm sich der Spürhund von einem Coroner
Also gut, ich wollte nicht in diese Bucht. Ich meide diesen verdammten Ort,
wie ein kläffender Straßenköter aus, mit seinen bohrenden Fragen.
Was für Fragen?
dieses verdammte Strandhaus, das würdest du auch, wenn du
Ach, nichts aufregendes.
meine Erinnerungen hättest. Du würdest auch nicht darüber sprechen,
Auch wenn er ständig herumstocherte.
du würdest versuchen, nicht mehr daran zu denken.
Ob Rebecca vielleicht finanzielle Schwierigkeiten gehabt hätte.
Finanzielle Schwierigkeiten, lieber Gott!
Bist du jetzt zufrieden?
Die gute Rebecca würde sich totlachen, wenn sie es nicht schon wäre.
Bitte, Maxim, es ist furchtbar, dich so zu sehen.
Wäre es nicht besser, wenn Sie morgen Früh in der Verwaltung anrufen,
Es tut mir weh, beruhige dich.
wenn Sie Maxim unbedingt sprechen müssen?
Nicht doch, jagen Sie mich nicht fort!
Sie halten mich wohl für den bösen Wolf?
Wir hätten nicht hierher zurückkehren, wir hätten in Italien bleiben sollen.
Der bin ich nicht! Wirklich!
Es war ein Fehler von mir.
Ich bin nichts weiter als ein völlig normaler, harmloser Bursche.
Du bist tief verletzt in deinem Inneren.
Und ich finde, Sie machen Ihre Sache wirklich großartig!
Führen ein Haus wie dieses.
Es tut mir weh, dich so zu sehen.
Verkehren mit Leuten, denen Sie früher nie begegnet wären.
Ich liebe dich so sehr.
Nehmen es mit Max und seinen Launen auf.
Tust du das?
Und dann finden Sie auch noch die Wahrheit heraus.
Sie kennen sie, genau wie ich.
Tust du das?
Deswegen wurden Sie im Gerichtssaal ohnmächtig, richtig?
Ich verstehe nicht! Sie gehen jetzt wohl besser!
Ich werde der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen! Selbstmord! Mein Gott!
Was sind das für Geschworene? Sind die alle aus der Klapsmühle?
Raus hier! Das hat man dir doch schon mal gesagt!
Langsam, Max! Ich bin hier, um dir zum Ausgang der Verhandlung zu gratulieren!
Ein Glas auf deine Unverfrorenheit zu heben! Oh, was dagegen, wenn ich...
Muss ich dich erst rauswerfen lassen? - Hör lieber, was ich dir zu sagen habe, Max!
Ich könnte dir Knüppel zwischen die Beine werfen,
dass es dich den Hals kosten könnte.
Und wie das?
Also, hör zu, Max. Legen wir die Karten auf den Tisch.
Ich nehme an, zwischen dir und deiner Frau gibt es keine Geheimnisse.
Und wie es aussieht, ist Crawley der Dritte im Bunde.
Dass ich diese Leute aber auch einladen musste.
Willst du nicht lieber gehen? - Nein! Das will ich nicht! Ich bleibe!
Ich hätte mir noch ein paar Wochen Zeit lassen können.
Die gute alte Beatrice, sie macht mich rasend,
aber im Grunde habe ich sie gern.
Also, ohne Umschweife! Ihr alle wisst, dass Rebecca und ich ein Verhältnis hatten.
Wir werden hier doch glücklich sein, wir beide?
Ich habe es nie geleugnet, werde es nie leugnen.
Natürlich.
War ein Schlag für mich, als sie ertrank.
Ganz schöner Schlag.
Bis heute dachte ich, es sei ein Unfall gewesen, ein furchtbares Unglück.
Dachte ich! Jetzt weiß ich es besser!
Falls du deinen Besuch bei Grandma überlebst.
Es war kein Unglücksfall, nicht wahr, Max?
Selbstmord! Gerichtlich abgeklärt!
Ich habe Beweise anderer Art.
Das hier sind die letzten Zeilen, die Rebecca mir geschrieben hat.
Mit einem Datum und Uhrzeit versehen.
Der Nachmittag vor ihrem Tod. Hör zu:
"Ich wollte dich von der Wohnung aus anrufen, aber du warst nicht da.
Jetzt mache ich mich nach Manderley auf. Heute Abend bin ich im Strandhaus,
und wenn du das erhältst, komm doch bitte mit dem Wagen nach.
Ich werde im Strandhaus übernachten und die Tür für dich offen lassen.
Ist da drinnen jemand? - Ich habe nichts gehört.
Ich habe dir etwas zu sagen
und möchte dich so bald wie möglich sehen. Rebecca!"
Ich möchte dich so bald wie möglich sehen!
Schreibt man das, wenn man vorhat, Selbstmord zu begehen?
Ich habe dir etwas zu sagen! Und sich dann ertränken?
Zu dumm, dass ich auf einer Party durchgemacht hatte.
Ich fand das hier erst am nächsten Morgen.
Als ich mich dann ans Telefon hing, erfuhr ich von Dany, was passiert war.
Haben Sie einen Augenblick Zeit für mich, Sir?
Da war mein Kater gleich verflogen!
Ja, natürlich, was ist denn?
Wenn ich das heute dem Coroner vorgelesen hätte,
Es geht um Robert, Sir. Es gibt da eine kleine Missstimmung
wäre es für dich ein bisschen kitzelig geworden, nicht war, Max?
zwischen ihm und Mrs. Danvers. Robert ist sehr betroffen,
er kam zu mir, fast den Tränen nah. - Großer Gott.
Warum hast du es nicht?
Sehen Sie, Sir, es gehört zu Roberts Pflichten, die Blumen im Damenzimmer
Na ja, zum einen weiß die alte Dany noch nichts davon.
zu erneuern... - Bitte, Frith, kommen Sie zur Sache.
Und ich denke, das wollen wir auch gar nicht, oder?
Eine kleine Statuette fehlt, Sir. Mrs. Danvers hat Robert beschuldigt,
Ich meine, wenn die gute, alte Dany erfährt, dass jemand anders
sie entweder entwendet oder zerbrochen und die Scherben versteckt zu haben.
das Boot durchlöchert hat, dass jemand ihre geliebte Rebecca umgebracht hat
und zwar du, Max, in rasender Eifersucht. Wenn ich ihr das erzählte,
Welche Statuette? - Der Porzellan-Amor, Sir.
ich glaube, die alte Dany würde wie von der Tarantel gestochen
Ist das nicht eine von unseren Kostbarkeiten?
Ich fürchte, ja, Sir.
Ich werde mit Mrs. Danvers sprechen, wenn ich mit dem Frühstück fertig bin.
aus ihrem Schaukelstuhl springen. Und Gott weiß, wozu sie fähig wäre.
Sehr wohl, Sir.
Du und die Deinen wären nicht mehr sicher, Max!
Verdammt.
Selbst wenn du vor Gericht davon kommen solltest, was ich bezweifle.
Dieser Amor ist einiges wert. Ich kann es nicht ausstehen,
Maxim!
wenn das Personal zerstritten ist.
Das sind lediglich Theorien! Sie haben keine Beweise!
Maxim, es tut mir leid, ich komme mir so dumm vor.
Guter, alter, treuer Frank! Stets bereit, seinem Herrn in den Hintern zu kriechen.
Das reicht, Favell! Was also willst du?
Ich will dich nicht ans Messer liefern, Max.
Gott weiß, du warst mir nie ein Freund, aber das nehme ich dir nicht weiter übel.
Alle Ehemänner von hübschen Frauen sind eifersüchtig! Etwa nicht?
Und manche spielen dann eben den Othello. Ich werfe ihnen das nicht vor.
Da haben wir es, Mrs. Danvers. Unser gefallenes Engelchen.
Ich bedauere sie viel mehr.
Ich begreife nicht, warum Männer ihre Frauen nicht miteinander teilen können,
Allem Anschein nach hat Mrs. De Winter den Amor zerbrochen
anstatt sie umzubringen. Was macht das schon? Man hat noch immer seinen Spaß!
und vergessen, es zu erwähnen.
Ende des Dramas, hoffe ich.
Eine hübsche Frau ist kein Autoreifen, sie verschleißt doch nicht!
Je mehr sie rangenommen wird, umso geschmierter läuft sie.
Es tut mir leid, ich wollte Robert nicht in Schwierigkeiten bringen.
Halten Sie Ihre Zunge im Zaum, Mann!
Vielleicht haben Sie die Freundlichkeit, Mrs. Danvers,
Du heuchlerischer Tugendbold! Du hast dein Glück bei Rebecca versucht
und schicken die Scherben nach London. Und sollte man sie nicht mehr
und bist nicht bei ihr gelandet, nicht wahr? Du glaubst, du hast es einfacher
zusammensetzen können, davon geht die Welt nicht unter.
bei der neuen Braut! Sie auffangen, wenn sie in Ohnmacht fällt.
Also, Frith, sage Robert, er soll seine Tränen trocknen.
Und sie wird dir so dankbar sein! - Maxim, nicht!
Sehr wohl, Sir.
Ich werde mich bei Robert entschuldigen, in aller Form.
Nicht doch, nicht doch! Lassen Sie ihn!
Aber alle Umstände deuteten auf ihn hin.
Sie wollten es ja so!
Darf ich darum ersuchen, dass, sollte abermals etwas ähnliches vorkommen,
Ach wirklich?
Mrs. De Winter mich persönlich informiert, um jeden unnötigen Zwist
Wie wäre es mit Geld, Max? - Wofür?
auf Manderley zu vermeiden.
Dass ich den Mund halte? - Nicht einen Penny!
Und Unannehmlichkeiten von vornherein auszuschließen.
An wie viel haben Sie gedacht, Favell?
So zwei, drei Tausend im Jahr! Auf Lebenszeit! Durchaus erschwinglich für dich,
Nun ja, es scheint, als hätte Mrs. De Winter befürchtet, Sie würden
sie dafür in ein dunkles Verlies werfen, Mrs. Danvers.
billig genug, deinen Hals zu retten. - Erpressung? Niemals!
Wie ein verängstigtes, kleines Zimmermädchen.
Versicherung! Die beste, die du jemals hattest!
Einem Zimmermädchen auf Manderley wäre es niemals gestattet,
die wertvollen Stücke im Damenzimmer anzurühren.
Frank, er soll sich das Blut abwaschen und dann raus mit ihm!
Es ist noch nie etwas zerbrochen im Damenzimmer.
Kommen Sie! - Max! Alles spricht gegen dich!
Rebeccas Zeilen, die Art, wie du mich behandelt hast, deine krankhafte Eifersucht,
Als Mrs. De Winter noch lebte, entstaubten wir die wertvollen Stücke gemeinsam.
die dich dazu brachte, Rebecca zu töten! Wenn ich zur Polizei gehe,
Jetzt kann ich niemandem mehr vertrauen.
wird man dich auf der Stelle verhaften!
Niemand wird mich aufgrund deiner blutigen Nase verhaften!
Ja, nun, da kann ich Ihnen auch nicht helfen.
Ein Berufsrisiko, oder nicht? Bei deinem Lebensstil!
Danke, Mrs. Danvers.
Max, ich bitte dich! Stell dich nicht so an, mach mir ein Angebot.
Danke, Sir.
Sonst...
Während du dir das Gesicht abwäschst, werde ich Colonel Julien anrufen.
Er ist unser Polizei-Richter.
Wenn er hier ist, kannst du ihm deine Geschichte erzählen
und hören, was er von Erpressung hält!
Tja, das wagst du nicht!
Höchst sonderbar, dein Verhalten. Warum hast du nicht gleich die Frau
Frank, bringen Sie ihn ins Badezimmer.
kommen lassen, nachdem dir das Missgeschick passiert ist, und ihr gesagt:
"Mrs. Danvers lassen Sie das bitte richten." Die Sache wäre erledigt gewesen.
Colonel Julien kann in einer halben Stunde hier sein.
Ich bin nun mal schüchtern.
Nur zu, Max! Damit legst du dir die Schlinge um den Hals!
Ich dachte, wir wären darüber hinweg.
Kommen Sie, Mann, Sie sind betrunken!
Ich versuche es ja, ich bemühe mich jeden Tag.
Ich würde noch mal drüber nachdenken. Du hattest deine Chance.
Jedes Mal, wenn ich ausgehe oder Besuche mache, ich versuche es ja.
Ich habe eben nicht deine Erziehung, dir fällt das leicht.
Das hat nichts mit Erziehung zu tun, sondern dass man sich entwickelt.
Er weiß es. Er weiß es! - Für mich ist das Bluff!
Vergiss nicht, dass hier alle Augen auf Manderley gerichtet sind.
Er will nur Geld! Gib ihm, was er verlangt, dann bist du ihn los!
Nein, er würde immer wieder kommen. Wir wären seine Gefangenen!
Darum hast du wohl mich geheiratet.
Du wusstest, dass ich schüchtern bin, still und unerfahren.
Wie ich der Gefangene von Rebecca war!
Ich hab solche Angst, Maxim!
Und dass es über mich nichts zu klatschen geben würde.
Etwas Schreckliches wird passieren, wenn wir uns nicht einigen!
Wie meinst du das?
Es gibt nur einen Weg! Ihn aus der Fassung bringen,
Ach, nur so.
bis er keine Argumente mehr hat! Dann wird er uns nichts mehr anhaben können!
Was weißt du von irgendwelchem Klatsch hier?
Nichts, warum siehst du mich so an?
Und auch Rebecca nicht! Vergiss nicht, er vermutet nur. Wissen tut er nichts!
Wer hat dir was erzählt?
Niemand. Was habe ich denn gesagt? - Du weißt, was du gesagt hast.
Oh, Maxim!
Ich habe es nicht so... Es kam mir nur so in den Kopf. Ich weiß auch nicht.
Ich werde jetzt Julien anrufen.
Jedenfalls war es nicht nett, sowas zu sagen, nicht wahr?
Nein.
Es war dumm, unbedacht.
Bitte entschuldige.
Guten Abend! - Guten Abend, Sir!
Warum haben Sie das nicht eher zur Sprache gebracht?
Weil er hoffte, ich würde ihm Geld geben, wenn er es nicht tut.
Absurd! Als hätte ich es nötig, mich mit ihm einzulassen!
Er ist ein Mörder! Und dafür wird er büßen!
Gentlemen! Ich bin hier, weil schwer wiegende Anschuldigungen
von Ihnen beiden vorgebracht werden. Nicht, um einem Streit beizuwohnen.
Hallo!
Und was diesen Brief angeht, er ist kein Beweis für irgendein Verbrechen.
Du wirkst ein wenig blass, Liebes. Was ist los?
Nichts! Wirklich.
Da haben Sie es! - Da steckt mehr, viel mehr dahinter!
Bist du in anderen Umständen? - Nein, ich glaube nicht.
Kein morgendliches Unwohlsein? - Nein.
Rebecca war dir keine Ehefrau, gib es zu!
Muss nicht immer so sein. Ich hatte nicht zu klagen, als Roger unterwegs war.
Wann hatte sie dir das letzte Mal erlaubt, sie zu berühren?
Sie wollte dir den Laufpass geben! Um mich zu heiraten!
Hab noch Golf gespielt am Tag vor seiner Geburt.
Wenn du meinst, dass, lass es mich wissen.
Und du hast das kommen sehen, nicht wahr, Max?
Nein, wirklich, da ist nichts.
Ihr werdet doch über kurz oder lang einen Erben produzieren.
Die zu erwartende Schmach, die öffentliche Demütigung.
Wäre gut für Maxim. Tust du was, um es zu verhindern?
Zu viel für Maxim de Winter.
Natürlich nicht, nein.
Jetzt sei nicht gleich schockiert, heutzutage wissen junge Ehefrauen
Also hast du sie getötet! - Reine Spiegelfechterei!
genau Bescheid. Verdammt lästig, wenn man zur Fuchsjagd will und angebunden ist.
Wer sollte das vor Gericht bezeugen? Abgesehen von Ihnen!
Schon in der ersten Saison. Dir würde es ja nichts ausmachen,
beim Zeichnen sind Babys nicht unbedingt hinderlich.
Ruf die Polizei! Ich bin bereit! - In der Verfassung? Das glaube ich kaum.
Komm jetzt, wir dürfen Granny nicht warten lassen.
Geben Sie es auf, Favell! Sie haben nicht einen Zeugen.
Ach, habe ich nicht?
Ich möchte meinen Tee.
Dass Sie sich da nicht täuschen. Es gibt einen!
Schon unterwegs, Gran. Kein Grund zu quengeln.
Warum bringt sie nur nicht den Tee?
Er ist ständig im Wald rumgestrichen, in der Bucht und ums Strandhaus.
Er kommt schon, Gran.
Dazu gibt es heute Sandwiches mit Brunnenkresse.
Hat viel gesehen, was er nicht hätte sehen sollen.
Wir haben ihm Angst und Bange gemacht.
Ich freue mich immer auf den Brunnenkresse-Tag.
Ich hab nie nichts gesagt, wirklich nicht!
Warum haben Sie mir nicht gesagt, dass heute Brunnenkresse-Tag ist?
Sollen wir den lieblich duftenden Ben holen, damit er uns erzählt,
Natürlich habe ich Ihnen das gesagt.
was er gesehen hat, als er den Spanner spielte?
Wir sind wieder sehr vergesslich heute, was?
Nein, nicht!
Nicht für 1.000 Pfund am Tag möchte ich an ihrer Stelle sein.
Ich meine, können wir ihn nicht damit verschonen?
Warum haben Sie so getrödelt? - Wer wird denn so garstig sein?
Max!
Wer sind denn Sie? Ich habe Sie noch nie gesehen.
Frank, wären Sie so freundlich, Ben hierher zu holen, bitte?
Be, wer ist dieses Kind?
Dauert nicht lange. - Ja, selbstverständlich.
Gran, Schätzchen, ich habe sie dir doch eben vorgestellt.
Das ist Maxims Frau.
Sie sind erst kürzlich zurückgekommen, um auf Manderley zu leben.
Auf Manderley! Nicht, Max? Du hast das alles für diesen Steinhaufen
Das ist nicht Rebecca. Was habt Ihr mit Rebecca gemacht?
und deine Dienerschaft gemacht, die sich die Haare rauft.
Wer hat Ihnen erlaubt, auf Manderley zu leben?
Möchte jemand einen Drink?
Sagt Max, ich will Rebecca sehen. - Ich denke, wir sollten gehen.
Das ist nicht Rebecca.
Keine Angst, Ben, du hast nichts zu befürchten.
Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Das war sicher schrecklich für dich.
Das ist nicht so tragisch, Beatrice.
Niemand wird dir etwas tun.
Er hat es ihr erzählt. Dass Ihr geheiratet habt...
Verlieren wir kein Wort mehr darüber.
Ich habe vergessen, wir entzückt sie immer war, Rebecca zu sehen,
die natürlich alle Register zog.
Sie brachte sie dazu, dass sie sich vor Lachen schüttelte.
Es war schon so, dass Rebecca die Gabe hatte, jeden in ihren Bann zu ziehen.
Hallo Ben!
Wie war das Leben so zu dir, als wir uns zuletzt sahen?
Ganz gleich, wen. Männer, Frauen, Kinder, Hunde.
Du weißt doch, wer ich bin, nicht wahr?
Und was Maxim betrifft, den bringt die arme alte Dame nur mit Rebecca in Verbindung.
Großer Gott, ein grässlicher Nachmittag, du wirst mir nicht gerade dankbar sein.
Nur zu, nimm eine. So viele, wie du willst!
Es macht mir nichts. Es macht mir nichts.
Geht in Ordnung, Ben.
Giles wird darüber außer sich sein.
Dann erzähle es ihm doch nicht. Was macht es schon?
Es macht wirklich nichts.
Also, du kennst mich. Nicht wahr?
Du hast mich im Strandhaus gesehen. Nicht wahr?
Hab Sie nie gesehen!
Was bist du nur für ein Dummkopf!
Du hast mich im Strandhaus mit Mrs. De Winter gesehen.
Ich hab Sie nie gesehen!
Wir hätten nicht hierher zurückkehren sollen, es war ein Fehler von mir.
Frischt das dein Gedächtnis auf?
Ist er gekommen, um mich in die Anstalt zu bringen?
Antworte mir! Du hast mich mit Mrs. De Winter gesehen! Mehr als ein Mal!
Sie ist weg!
Du hast uns gesehen! Im Wald und unten im Strandhaus!
Ich hab Sie nie gesehen! - Brauchst keine Angst zu haben, Ben!
Ich will nicht in keine Anstalt! Ich will zuhause bleiben!
Ich gehe das letzte Stück zu Fuß.
Favell!
Oh ja! Er ist Eigentum von Manderley! Er plappert nach, was immer ihr ihm vorsagt!
Frank! Begleiten Sie mich zum Haus? - Mit Vergnügen.
Mein Gott! Und wie er reden würde,
wenn ich die Peitsche auf seinem Rücken tanzen lassen würde!
Schon gut, Frank!
Ich habe meine Pflichten für heute erfüllt.
Essen beim Bischof und seiner Gattin und Tee bei Grandma.
Ich hoffe, der Hut war richtig. - Aber gewiss doch.
Geben Sie ihm was Gutes zu essen, Robert! Und dann bringen Sie ihn nach Haus!
Also dann, Ben! Alles in Ordnung!
Erzählen Sie von Manderleys Kostümbällen, sie sollen berühmt gewesen sein.
Dränge ihn nicht, Robert! - Jawohl, Sir!
Sie waren das Ereignis des Jahres. Ein Riesenspektakel.
Alles aus der Grafschaft erschien und alle möglichen Leute aus London.
Bei meinen Besuchen werde ich immer gefragt, wann wir einen veranstalten.
Raus mit dir, Favell! - Noch bin ich nicht fertig!
Eine Menge Vorbereitungen. - Hat bestimmt Rebecca arrangiert.
Holt Dany her!
Zum größten Teil.
Sagen wir ihr, wer Rebecca getötet hat.
Überall erzählt man mir, wie fantastisch Rebecca in allem war.
Das ist wohl auch der eigentliche Grund für all die vielen Einladungen,
Frank, tun Sie, was er wünscht!
damit man mich von oben bis unten mustern und mit Rebecca vergleichen kann.
5:10, was würden Sie sagen? So im Schnitt.
Bitte, denken Sie das nicht.
Wie hast du es getan, Max?
Die Leute finden Sie bestimmt ebenso erfrischend und charmant wie ich.
Hast ihr nichts über den Schädel gehauen!
Keine Anzeichen von Gewalteinwirkung!
Nichts in der Welt geht über Freundlichkeit, Aufrichtigkeit und Bescheidenheit.
Hast du sie erstickt?
Meiner Meinung nach. - Danke, Frank.
Erwürgt?
In Ihnen habe ich einen Freund, auf den ich immer zählen kann, nicht wahr.
Oder ertränkt?
Treiben Sie es nicht zu weit, Favell!
Mrs. Danvers! Bitte treten Sie näher!
Mr. Favell würde Ihnen gern einige Fragen stellen.
Genau! Dany, erzähl, was du von mir und Rebecca weißt.
Erzählen? Was? - Das weißt du verdammt gut!
Sind das alles Rebeccas Sachen im Strandhaus?
Wir hatten jahrelang ein Verhältnis. Sie liebte mich. Sag es ihnen!
Ja.
Dann hatte sie dort ein Reich ganz für sich. Ihr besonderes Plätzchen.
Nein! Niemals!
Ursprünglich war es das Bootshaus, sie hat es dann herrichten lassen.
Sie liebte weder Sie
Was hat sie dort gemacht? - Picknicks im Mondschein, dies und das.
noch Mr. De Winter oder sonst einen Mann.
Romantisch.
Sie verachtete die Männer!
Waren Sie auch auf diesen Picknicks im Mondschein?
Sie stand über all dem!
Ein-, zweimal.
Du alte Närrin!
Dort ist sie auch ertrunken, nicht?
Hat sie mich nicht im Strandhaus Nacht für Nacht erwartet?
Haben wir nicht die Wochenenden zusammen in London verbracht?
Erzählen Sie mir, wie es geschah. - Sie war auf ihrem Boot.
Und wenn schon. Sie hatte ein Recht, sich zu amüsieren, oder etwa nicht?
Einer kleinen Jacht mit Kabine.
Verliebt? In Sie? In irgendeinen von Ihnen?
Spätnachts, das Boot kenterte, es kann sehr böig in der Bucht sein.
Es war ein Spiel für sie! Sie hat es mir selbst gesagt.
Sie muss ertrunken sein, als sie an Land schwimmen wollte.
Sie war also ganz allein?
Ob sie nun mit Ihnen ins Bett ging, oder einem anderen Mann,
Ja, sie fuhr oft ganz allein raus, kam dann um Mitternacht wieder
in Wirklichkeit machte sie sich nur lustig darüber!
und schlief im Strandhaus.
Und Maxim hatte nichts dagegen?
Wie oft, wenn sie zurück kam, saß sie aufrecht in ihrem Bett
Keine Ahnung.
und schüttete sich vor Lachen über Sie und Ihresgleichen aus!
Man fand sie in der Bucht? - Nein, etwa 40 Meilen die Küste runter.
Sie waren ihr Favorit. Dennoch war es immer nur ein Spiel.
Zwei Monate später.
Maxim musste sie identifizieren.
Es tut mir leid, so furchtbare Dinge zu berühren.
Ich
war die einzige,
Aber ich muss es wissen, um Maxim verstehen zu können. Um seinetwillen.
die sie wirklich liebte!
Er erzählt mir nie etwas von Rebecca. Aber er denkt an sie, das weiß ich.
Es heißt, ertrinken sei ein sanfter Tod.
Als ob er sich irgendwie schuldig fühlt.
Nein, er versucht zu vergessen.
Ist das so?
Keiner von uns hier will die Vergangenheit zurückholen.
Nicht ein einziges Foto von ihr ist zu sehen.
War Rebecca wirklich so schön?
Ich habe niemals mehr eine solche Schönheit gesehen.
Ihre Zeugin, Favell!
Da sind noch immer Rebeccas Zeilen. Das war kein Abschiedsbrief!
Sie wollte mir etwas mitteilen. Was, um Gottes willen?
Das könnte vielleicht alles erklären, wenn wir das wüssten.
Das werden wir nicht mehr erfahren.
Es könnte uns verraten, was es war, warum du am Ende die Nerven verloren hast, Max!
Wir machen das schon, Frith.
Sie klammern sich an einen Strohhalm! Sehen Sie ein, dass es zwecklos ist!
Danke.
Ich wusste nicht, dass sie in London war!
Was hat sie dort getan? Wen hat sie aufgesucht?
War es sehr egoistisch von mir,
Zwecklos! Vergessen Sie es! - Nein, Frank!
dich zu heiraten?
Lassen wir ihn seinem eigenen Schwanz nachjagen, wenn er will.
Wie meinst du das?
Wie es Hunde nun mal so tun.
Vielleicht liegen zu viele Jahre zwischen uns.
Ich werde dich rankriegen, Max!
Du hättest warten und einen Mann deines Alters heiraten sollen.
Auf die eine oder andere Weise!
Nicht einen wie mich, dessen halbes Leben schon hinter ihm liegt.
Das werden Sie nicht, Favell! Nicht ohne Beweise!
Und wir wissen nicht, was sie an jenem Tag unternahm!
Wenn man sich liebt, spielt das Alter doch keine Rolle. In vielen Ehen...
Ich habe ihre privaten Terminkalender.
Was interessieren mich andere Ehen und Paare? Ich rede von uns.
Derlei Dinge habe ich aufbewahrt.
Es war meine Schuld, ich habe dich dazu gedrängt,
Mr. De Winter hat niemals danach gefragt.
Auch ein Adressbuch gibt es. Möchten Sie beides sehen?
dir keine Zeit gegeben, darüber nachzudenken.
Darüber nachzudenken brauchte ich nicht. Es gab für mich nur dich.
Danke, Dany!
Sprich nicht, als hätten wir was falsch gemacht.
De Winter, was dagegen, wenn wir uns diesen Terminkalender mal ansehen?
Du weißt, ich liebe dich.
Ich liebe dich, wie ich noch nie jemanden geliebt habe.
Gehen wir ihn holen. - Ich glaube, es genügt, wenn ich gehe.
Du bist alles für mich. Alles, was ich habe.
Mrs. De Winter, würden Sie mitkommen? - Natürlich!
Du bist enttäuscht von mir. Du meinst, ich wäre nicht die richtige für Manderley.
Nun?
Wenn es das ist, dann will ich nicht, dass du mir etwas vormachst.
Wo wird uns das hinführen, Max?
Sag es mir und ich werde gehen. Das ist es doch, was du willst.
Unsinn, das bildest du dir nur ein.
Es ging damit an, dass ich den Amor zerbrochen habe.
Ja. Wenn es möglich wäre.
Zum Teufel mit dem Amor.
Und wenn er in 10.000 Stück zersprungen wäre, ist mir doch gleich.
Es ist von großer Wichtigkeit.
Er hat dich wieder an Rebecca erinnert.
Gut. Das wäre ausgezeichnet.
Alles in dem Zimmer sind Rebeccas Dinge.
Darum habe ich den Amor zerbrochen. Nicht absichtlich, natürlich nicht,
Ja.
Sie ging zu ihrem Friseur, dann in den Club zum Mittagessen
sondern weil ich tief in meinem Inneren dachte, das ist mein Zimmer von jetzt an.
und dann zu einem gewissen Baker.
Also stellte ich andere Blumen dort hin, und stellte sie dort hin,
Sehr liebenswürdig! Wiederhören!
wo sonst keine standen, um etwas zu verändern.
Aber ich war wohl etwas tollpatschig. Kein bisschen wie Rebecca.
Baker ist Mediziner. Facharzt für Frauenheilkunde, wie er mir eben sagte.
Wenn du meinst, wir können nicht glücklich werden, dann sag es mir, Maxim.
Er erwartet uns morgen Nachmittag.
Das wäre nicht die Wahrheit.
Du weißt, was er sagen wird, nicht wahr, Max?
Tut mir leid, dass es den Anschein hat, als würde ich dich manchmal ausschließen.
Jetzt passt alles zusammen. Jetzt wissen wir, warum du die Nerven verloren hast,
Muss schwer sein, damit fertig zu werden.
in jener Nacht! Rebecca war schwanger! Mit meinem Kind!
Nicht besonders vergnüglich.
Ich möchte, dass wir beide glücklich sind.
Sie hat es dir gesagt, nicht wahr? So, wie sie es mir an jenem Abend sagen wollte,
Dann sind wir es auch.
und da bist du explodiert und hast sie getötet!
Vertrag besiegelt, ganz offiziell.
Schluss damit! Schluss damit!
Lach nicht über mich.
Wie tief kannst du noch sinken, Favell?
Nein.
Du bist erledigt, Max.
Ich muss leider in den nächsten Tagen nach London.
Ich bringe dich an den Galgen.
Ich habe dort einige Besprechungen.
Gerade jetzt muss ich dich allein lassen.
Ich werde es ertragen. Es gibt viel zu tun.
Danke, Robert.
Sie müssen los, Sir, Sie wollen sich doch nicht verspäten.
Es wird eine lange Fahrt. - Sicher doch.
Richten Sie Mrs. De Winter aus, ich rufe sie von London aus an.
Sehr wohl, Sir.
Maxim.
Sieh mich an.
Jasper!
Du kannst sie wohl auch nicht vergessen.
Ruhig, Jasper! Ruhig, mein Guter.
Sie sollen doch da nicht reingehen, Ben. Mr. De Winter sieht das nicht gern.
Ich tue nichts unrechtes.
Was verstecken Sie da, Ben, zeigen Sie es bitte.
Die Frau, die mich konsultierte und ihren Namen mit Rebecca Danvers angab,
Das können Sie behalten. Aber nehmen Sie nie wieder was.
war sehr krank. Todkrank.
Sie haben Engel-Augen. Nicht so wie die andere.
Sie gab einen falschen Namen an, wohl um ganz sicher zu gehen,
Es ist nicht recht, anderer Leute Sachen zu nehmen.
Sie könnten in Schwierigkeiten kommen.
dass Diskretion gewahrt wird,
Wollen Sie mich in die Anstalt bringen? Ich habe nichts böse getan,
die unser Berufsstand ohnehin zu wahren hat. Wie ein Priester das Beichtgeheimnis.
hab niemanden nix erzählt. - Was meinen Sie, Ben?
Aber ihrer Beschreibung nach war das Ihre Frau, Mr. De Winter.
Sie hatte Augen wie eine Schlange. Kommt in der Nacht.
Inzwischen ist sie gestorben unter außergewöhnlichen Umständen.
Ich habe mal ins Fenster geguckt, sie wurde böse und sagte:
"Du hast mich nicht gesehen, mach das nie wieder!"
Nun, fahren Sie schon fort. Los doch.
Sie sagte: "Wenn du mir noch mal nachspionierst,
dann bringen sie mich in die Anstalt."
Sie sagte: " Da gehen sie grausam um mit solchen wie dir."
Es gab zwei Konsultationen. Bei der zweiten erfuhr sie den Befund
der Untersuchung unter Einbeziehung der Röntgenaufnahmen,
Sie ist jetzt fort, nicht wahr? Sie kommt nicht wieder.
die bei der ersten gemacht wurden.
Sie erklärte mir mit allem Nachdruck, dass sie die volle Wahrheit wissen wolle.
Ich weiß nicht, wen Sie meinen, Ben.
Aber niemand wird Sie in die Anstalt bringen. Seien Sie unbesorgt, Ben.
Keine Andeutungen oder Ausflüchte. - Ja, ja.
Also habe ich sie ihr nicht vorenthalten.
Sie sollten jetzt besser nach Hause gehen.
Sie hatte nicht länger als ein paar Monate zu leben.
Engel-Augen.
Der Krebs war zu weit fortgeschritten.
Für eine Operation war es bereits zu spät.
Rein äußerlich wirkte sie wie eine kerngesunde Frau,
aber es war abzusehen, dass die Schmerzen von Woche zu Woche zunehmen würden
und sie bald Morphium nehmen müsste. Bis zu ihrem Ende.
Er ist nur ein armer, bedauernswerter Mensch, Jasper,
Sie sagte, sie hätte seit geraumer Zeit so etwas vermutet.
der nicht weiß, was er sagt.
Sinnlos, darüber überhaupt nachzudenken.
Armer, armer Kerl.
Oh Gott.
Da ist noch etwas, was Sie vielleicht wissen sollten, Mr. De Winter.
Die Röntgenaufnahmen zeigen eine gewisse Deformation des Uterus,
was bedeutet, dass sie niemals in der Lage gewesen wäre, ein Kind zu bekommen.
Ich bin ein verschüchtertes, törichtes, hysterisches Schulmädchen, Jasper.
Aber das war eine Sache für sich.
Hatte nichts zu tun mit ihrer Krankheit.
Gehen wir ins Haus.
Danke für Ihre Hilfe, Doktor Baker.
Ich bin nicht in der Stimmung für Besucher. Du?
Wir lassen uns einfach nicht blicken.
Oh mein Gott, Rebecca.
Sag ihm, er soll sich zum Teufel scheren.
Sie ist nicht da.
Wenn Sie sich beeilen, wird sie es nicht bemerken.
Ich kann es nicht länger ertragen, dieses verdammte Gedudel.
Verdammt, meine Zigarettenetui ist im Damenzimmer, ich hole es schnell.
Ist er imstande selbst zu fahren?
Nicht doch, Jasper!
Nur eine Minute, dann geht es wieder.
Na du, du kennst mich also noch?
War ein furchtbarer Schock für mich. Krebs.
Ich bitte sehr um Verzeihung.
Wer hätte das gedacht?
Eine Frau wie sie. - Reißen Sie sich zusammen...
Ich platze einfach so herein, sehr ungezogen.
Ist schon in Ordnung.
Ich habe der alten Dany nur mal "Guten Tag" gesagt.
Gut gelaufen für dich, Max?
Eine alte Bekannte von mir.
Dein Glückstag. Du hast jetzt dein Motiv für Selbstmord.
Da ist es ja, was ich holen wollte.
Ich rauche nicht, vielen Dank.
Ich werde es allerdings nie und nimmer glauben.
Das sollten Sie aber.
Niemals. - Dann behalten Sie es für sich.
Wie geht es dem guten Max?
Verleumdung wird schwer geahndet, falls Ihnen das nicht klar sein sollte.
Er ist wohlauf, danke. Er ist heute in London.
Und lässt seine Braut ganz allein?
Sie beide brauchen jetzt Ruhe. Ich fahre Favell nach Hause
Sehr nachlässig von ihm.
und werde zurück den Nachtzug nehmen. Steigen Sie ein, Favell.
Hat er keine Angst, dass jemand kommen könnte und Sie entführt?
Ich hätte Angst.
Damit sollte die Sache nun aus der Welt sein.
Aber Sie wissen ja, wie in Landgemeinden Gerüchte umgehen,
das ist nun mal so.
Wollen Sie mich nicht vorstellen, Dany? Das gehört sich doch so, nicht wahr?
Vielleicht haben Sie Lust, eine zeitlang wegzufahren. Ins Ausland womöglich.
Der Braut die Referenz zu erweisen.
Sie kennen doch die Redensart: Aus den Augen, aus dem Sinn.
Das ist Mr. Favell, Madam. Mrs. De Winters Cousin.
Nur ein Vorschlag. - Danke.
Sehr erfreut, Mr. Favell! Möchten Sie vielleicht einen Sherry?
Ist das nicht eine charmante Einladung?
Was meinen Sie, Dany, soll ich auf einen Sherry bleiben?
Nein, wohl besser nicht. Aber trotzdem vielen Dank, Mrs. De Winter!
Gehab dich wohl.
Ein kleiner Plausch bei einem Sherry wäre sehr amüsant gewesen.
Gutes, altes Manderley.
Ich werde jetzt wohl besser gehen.
Ich bringe Sie hinaus, Mr. Favell!
Vielen Dank! Sie müssen meinen Wagen sehen, eine wahre Schönheit.
Dany? - Nein, danke!
Es war Lüge, als sie von einem Kind sprach.
Wiedersehen, Mr. Jack. - Bis dann, Dany!
Sie wollte, dass ich sie töte.
Wünsche noch einen schönen Tag!
Das war ihr letzter Streich.
Der ungeheuerlichste von allen.
Sie kann uns jetzt nichts mehr anhaben.
Hören Sie, Sie würden mir einen großen Gefallen tun, wenn sie meinen kleinen
Nein.
Besuch vor Max nicht erwähnten. Er schätzt mich nicht besonders.
Denkst du, Colonel Julien hatte einen Verdacht?
Warum, weiß ich auch nicht.
Und die arme alte Dany könnte sich einen Rüffel einhandeln.
Durchaus möglich.
Und Frank hat seit längerem etwas geahnt.
Ist gut. - Danke.
Ich glaube schon, ja.
Da, ist er nicht umwerfend?
Aber er hat nie etwas verlauten lassen.
Und doppelt so schnell wie die alte Kiste von Max.
Es ist vorbei.
Ich finde es wirklich eine Affenschande, der alte Max zischt ab nach London
Lassen wir das alles hinter uns.
und lässt Sie hier mutterseelenallein zurück.
Ich bin gerne allein. - Aber das ist doch brutal.
Das ist gegen die Natur. Ich meine, wie lange sind Sie jetzt verheiratet?
Drei Monate? - In etwa, ja.
Ich wünschte, ich hätte eine junge Braut, die zuhause auf mich wartet.
Ich bin ein armer, einsamer Junggeselle. Leben Sie wohl.
Rebecca.
Wohin geht es?
Rebecca.
Haben Sie etwas, Madame? Ist Ihnen unwohl?
Nein, es geht mir gut. Ich sah vom Garten aus die Fensterläden offen.
Sie wollten ihr Zimmer sehen, nicht wahr? Ja, natürlich.
Das wollten Sie doch schon lange, nicht wahr?
Jetzt, wo Sie hier sind, kann ich es Ihnen ja zeigen, wenn Sie möchten.
Kommen Sie.
Ist das nicht ein wundervolles Bett?
Sie haben Ihr Nachtgewand berührt.
Noch ist der Duft nicht verflogen.
Man könnte meinen, sie hätte es gerade erst abgelegt.
Großer Gott!
Ich habe alles so belassen, wie es in der Nacht war, als sie nicht mehr zurückkam.
Wie spät ist es?
Der Himmel ist so rot. Ist das die Morgenröte?
Alles ist bereit für sie. Genau so, wie es immer zu sein pflegte.
Nicht die Morgenröte! Das ist Manderley.
Sehen Sie, wie groß sie war?
Und bei Ihnen streift es den Boden.
Sie hatte eine wundervolle Figur. Groß, geschmeidig.
Und dennoch, wenn sie hier im Bett lag, wirkte sie so zerbrechlich wie eine Elfe,
umwallt von ihrem dichten, schwarzen Haargeflecht.
Jeden Abend habe ich ihr das Haar gebürstet.
20 Minuten jedes Mal. Es reichte ihr bis über die Taille, damals, jungvermählt.
Ich habe alles für sie getan.
Ich werde Ihnen ihre Kleider zeigen.
Sie konnte alles tragen. In jeder Farbe.
Und was sie in dieser unglückseligen Nacht trug, als sie ertrank,
wurde ihr von der Strömung vom Leib gerissen.
Sie war völlig nackt, als man sie Wochen später fand.
Zerschmettert an den Klippen. Ihr schönes Gesicht...
Wir tun alles, was wir können. - Können wir es retten?
Mr. De Winter hat sie identifiziert, er bestand darauf.
Vielleicht das Erdgeschoss! - Mein Gott, Manderley.
Wir haben gerettet, was wir konnten.
Er war sehr krank, aber keiner konnte ihn davon abhalten.
Ist jemand verletzt? Sind alle draußen? - Niemand ist verletzt, Sir.
Bitte!
Keiner weiß, wo Mrs. Danvers ist.
Maxim, nicht! - Vielleicht lebt sie noch!
Vielleicht will sie nicht mehr leben!
Jetzt wissen Sie, warum Mr. De Winter nicht mehr hierher kommt.
Maxim!
Maxim!
Hören Sie die See?
Mrs. Danvers!
Nicht mehr seit jener Nacht, in der sie ertrank?
Nacht für Nacht verbrachte er in der Bibliothek.
Morgens lag überall Zigarettenasche auf dem Boden.
Und den ganzen Tag über ging er auf und ab, auf und ab.
Nein, er kommt nicht mehr hierher.
Keiner kommt hierher, außer mir.
Man kann gar nicht glauben, dass sie tot ist, nicht wahr?
Ich spüre ihre Gegenwart überall. Sie doch auch, nicht wahr?
Ich höre, wie sie hier herumgeht überall. Das Rascheln ihres Kleides
auf den Stufen, wenn sie zum Essen herunter kommt.
Sie kehren wieder, die Toten, um über die Lebenden zu wachen.
Sie beobachtet uns jetzt.
Nein, nein, nein.
Schaut zu, wenn Sie und Mr. De Winter beieinander sind.
"Zehn Jahre später"
Letzte Nacht träumte ich, ich wäre nach Manderley zurückgekehrt.
Das Haus war ein Grabmal.
Unsere Ängste und Qualen lagen begraben in der Ruine,
um nie wieder aufzuerstehen.
Maxim!
Und ich wusste, dass, wenn ich aufwachte, keine Bitterkeit in mir sein würde.
Maxim!
Maxim!
Wenn ich an Manderley denke, stelle ich mir vor, wie es hätte sein können
wäre nicht all dieser Schrecken gewesen.
Ich erinnere mich an den Rosengarten im Sommer,
die Teestunden unter dem Kastanienbaum
und das Rauschen des Meeres, das von unten über das Grün des Rasens herauf drang.
Dies alles wird mich immer begleiten.
Schaut zu, wenn Sie und Mr. De Winter beieinander sind.
Erinnerungen, die das Exil, das wir auf uns nehmen mussten,
weder schmerzlicher machen noch versüßen können.
Maxim werde ich nichts von meinem Traum erzählen.
Wir sprechen niemals von Manderley.
Und wir können niemals dorthin zurückkehren.
Unsere kleine Zuflucht bietet keinerlei Abwechslung.
Ein Tag ist dem anderen gleich.
Aber wir sind so zufrieden. Wir sind beide frei,
wenn auch nicht unversehrt. Wie auch?
Wir werden niemals Kinder haben, aber wir haben uns.
Nichts steht zwischen uns.
Er ist überaus geduldig und beklagt sich nie.
Nicht einmal, wenn die Erinnerung ihn übermannt,
was sicher häufiger geschieht als er vor mir zugeben würde.
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