All language subtitles for To New Shores - Yeni kıyılara (Zu neuen Ufern) (1937)

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Original subtitles

Links-Effet, Pudding, Links-Effet. Das Spiel nimmt ja nie ein Ende.

Wieder daneben! - Markier deine paar Punkte.

Ich sagte doch, Links-Effet. - Ich dachte, du legst mich rein.

Pudding, du wirst kein Gentleman. - Sag nicht immer Pudding zu mir!

Komische Sechsen. Von unten nach oben?

Ich finde das apart. Lord Welden macht sie auch so.

Bravo, ich glaub, du wirst doch noch ein feiner Mann.

Prima! Freche Sachen gelingen dir. - Ich werde heute reich durch dich.

Das ist mein letztes Spiel. - Ich kann doch nicht aufhören,

wenn ich am Gewinnen bin. - Aber ich.

Meine ganze Erziehung ist umsonst. - Ich bin kein Millionär.

Aber dein Vater. Der verkauft seinen Käse viel zu teuer.

Er handelt nicht im Kleinen mit Käse, sondern im Großen.

Gib mal her. - Die Wells sind ehrbare Leute,

die durch Fleiß und Sparsamkeit... - Mickrigkeit.

ein Vermögen gemacht haben. - Das Leute wie du, Pudding,

mit Aristokraten wie ich wieder verjuxt.

Ein Staat, der solches duldet, ist verloren!

Man begegnet nicht nur beim Adel diesem sittenlosen Treiben.

Auch Söhne von Englands Bürgertum sind angesteckt von dieser Unmoral!

Tatsachen! Beweise! - Beweise? Nur ein Beispiel.

Was im Jahre des Herrn 1846 möglich ist.

Im Adelphi-Theater tritt eine Sängerin auf, sie heißt...

Wie heißt sie noch? Gloria Vane! Nicht nur,

dass sie die schamlosesten Lieder singt. Sie ist auch bekleidet mit...

Womit denn? - Ich mag es nicht aussprechen!

Mit fast nichts! - Wo tritt die auf? - Adelphi-Theater.

Und die Blüte unserer Familien, junge Männer,

die einmal der Stolz Englands heißen wollen.

Sie pfeifen die Buhlerin nicht aus. Nein, sie applaudieren auch noch!

Sie jubeln ihr zu!

(Singt) Man nennt mich Miss Vane, die berühmte, bekannte, yes, Sir!

Die nicht sehr beliebte bei Onkel und Tante, no, Sir!

Man fürchtet, ich könnt die behüteten Neffen im Spielsalon

oder im Himmelbett treffen, ich könnt Sie verführen

mit Tausenden Listen, zu etwas,

was sie vielleicht doch noch nicht wüssten. Yes, Sir!

(Alle) Yes, Sir! - Yes, Sir! - (Alle) Yes, Sir!

So bin am ganzen Leibe ich, so bin ich und so bleibe ich.

Yes, Sir! (Alle) Yes, Sir!

Eigentlich unerhört. - Ein Sumpf. - Skandal!

Wer ist denn das? Unverständliches Durcheinander

Was wollen Sie denn, Sie da unten?

Das ist ein Skandal! Das da oben! - Sumpf!

Weitersingen!

Weitersingen! - Unsinn. Großartig!

(Publikum) Weitersingen. Weitersingen.

Unerhört! - Unverschämtheit!

Was gefällt Ihnen denn nicht? - Was mir nicht gefällt?

Das ist eine Schamlosigkeit. Ein... - Sumpf!

Es hat Sie niemand eingeladen. Wir fühlen uns ohne Sie sehr wohl.

Bravo, Albert. Gut gegeben! - Bravo. Weitermachen.

Blumenhändler. Ein Strauß Kamelien für Miss Vane.

Pudding, Kamelien sind aus der Mode. Blasslila Heliotrop kommt infrage.

Helio... - ...trop. - Das da oben ist ein Verbrechen!

Es gibt nur ein Verbrechen. Die Dummheit.

Und nur eine Tugend. Die Schönheit. (Publikum) Bravo!

Wer sind Sie überhaupt? - Der Autor des kleinen Liedchens,

das Sie so anstößig finden. - Das sieht Ihnen ähnlich.

Gut so. Sähe es Ihnen ähnlich, wär es bestimmt scheußlich.

Bravo, Albert, bravo!

Kommen Sie. Das ist ein... - Sumpf.

Madame. Die Bewunderung des ganzen Hauses lege ich Ihnen zu Füßen.

Bitte, die 2. Strophe. (Publikum) Bravo!

(Singt) So wie ich hier stehe, so bin ich nun eben, yes, Sir.

(Alle) Bravo!

Die Schönheit ist mir nicht umsonst gegeben, no, Sir.

(Alle) Bravo!

Die Tausenden kleinen, pikanten Histörchen,

die leise geraunten Alkovenmärchen, sind nicht umsonst mir angedichtet,

denn auch ein schlechter Ruf verpflichtet. Yes, Sir!

(Alle) Bravo! - Yes, Sir!

So bin am ganzen Leibe ich. So bin ich und so bleibe ich.

Yes, Sir! (Alle) Yes, Sir.

Skandal! Fast nichts hat sie an!

Opernglas gefällig, Sir?

(Singt) Und muss ich mein irdisches Gastspiel beenden, yes, Sir...

(Alle) Oh!

Sollt ihr euch nicht gleichgültig von mir wenden, no, Sir!

(Alle) No, Sir!

Ich habe geliebt und ich habe geküsst,

weil die Liebe doch dazu erfunden ist.

Wies alle auch hier tun seit Tausenden Jahren,

nur darf man um Gottes willen nichts erfahren. No, Sir!

(Alle) No, Sir!

Yes, Sir!

Halleluja.

Yes, Sir! (Alle) Yes, Sir.

Bravo-Rufe

Verzeihen Sie, Herr Finsbury. Sie verlassen unser schönes England?

Sehr zu unserm Bedauern. - Was soll ich noch hier?

Sie scheinen zu vergessen, dass Sie noch Schulden bei uns haben.

615 Pfund, alles in allem. - Von Australien aus überweis ichs.

Könnten Sie diese Kleinigkeit nicht vor der Abfahrt begleichen?

Sonst wär womöglich die ganze Reise infrage gestellt.

Kommen Sie morgen ans Schiff. Da bekommen Sie Ihr Geld.

Hoffentlich.

Bravo-Rufe

Kommt nachher alle zu mir. Alberts Abschied feiern.

Natürlich, Liebling. - Bravo. - Bravo!

So, Kinder, kommt rein. Fühlt euch wie zu Hause.

Danke. Ach, ist das nett hier. - Und die Mäntel raus. Hopp, hopp.

Den Rumkessel ans Feuer. Hast du einen schönen Zuckerhut besorgt?

Setzen Sie sich doch aufs Kissen. Schön weich, nicht wahr, Violet?

Woher soll ich das wissen?

Wir brauen eine Feuerzangenbowle. - Immer hübsch eins nach dem andern.

Was sagt ihr zu Albert? Ausgerechnet nach Australien in die Kolonien.

Der eleganteste Mann Londons. Ich verstehs nicht.

Was verstehst du nicht? - Dass du uns verlässt.

Und dass Sies erlauben. Sie waren wieder großartig heute Abend.

"Man nennt mich Miss Vane, die berühmte, bekannte, yes, Sir."

Ich kanns nicht so gut wie Sie. - Ich muss dich sprechen, allein!

Jimmy, vergiss nicht den Zuckerhut, weil...

(Frau lacht)

Was ist denn? - Weißt du, was Gloria sagte?

Wir sind ne verdorbene Gesellschaft. - Die englische Gesellschaft,

Gloria, ist wie eine Rehkeule nur mit einem Haut-Gout genießbar.

Stell dich nicht so an. Zahle ich nicht, lässt man mich nicht fahren.

Dann ist meine Zukunft beim Teufel. - Ich hab nicht so viel bei mir.

Es gibt Bankanweisungen. Du hast doch Kredit. - Wie viel wars?

615 Pfund. Für dich ne Lappalie. Hübsche Sache. - Bitte.

Danke. Was soll das denn? Das sind ja bloß 15 Pfund?

Hättest du dein Gesicht gesehen! - Lass doch die Albernheiten.

Hier, mach noch ne 6 davor und die Sache ist in Ordnung.

Zuerst musst du mir sagen, wofür du das Geld brauchst? Für ein Mädchen?

Verdammt, was geht dich das an? - Warum hast du niemals Geld?

Mein Vater verkauft keinen Käse. - Nun ist aber Schluss! 15 Pfund!

Keinen Pfennig kriegst du mehr! - Bobby!

Ist es schon so weit? Ja, komm, lass mich das machen.

So, jetzt brennt er. Die Lichter ausmachen.

So ist gut. Ja, so ist gut, Jack. Und jetzt, alle ganz leise.

(Singt) Immer warten nur die Menschen, die wirklich lieben.

Kommst du noch nicht?

Wie die fallenden Tropfen am Ärmel zerstieben.

Ich steh im Regen...

und warte auf dich.

Auf dich.

Auf allen Wegen erwarte ich nur dich.

Immer nur dich.

Der Zeiger der Kirchturmuhr rückt von Strich zu Strich.

Ach, wo bleibst du denn nur?

Wo ist denn Albert? - Albert? - Albert?

Albert, was machst du denn hier? Ich bekam plötzlich solche Angst.

Was, Angst? - Du...

Lass mich nicht allein. - Aber es muss sein.

Das Schiff geht morgen früh. - Warum nimmst du mich nicht mit?

Aber man nimmt doch keine Frau mit in ein ungewisses Schicksal.

Ich dachte, wir liebten uns. Liebende gehören doch zusammen.

Gerade wenns schwer ist. Albert.

David, haben auch alle Gläser? - Ja. Wo ist denn Albert? Albert!

Albert! Wir wollen doch auf dein Wohl trinken.

Hoch, Albert. Hoch! Hoch! Hoch! - Danke.

Verlieb dich in keine Weberin. - Und denk ans Wiederkommen.

Mein letzter Eindruck von England. Ein frostiger Morgen und Regen.

Wie kalt deine Hände sind. Was? Tränen?

Nein. Der Regen spritzt herein.

Du bist ein sehr tapferes Mädel. Aber sieh mal, hier in der Tasche,

da steckt das Patent zum Offizier. Beim Regiment Neusüdwales.

Das ist der Anfang zu etwas Neuem. - Wirklich, Albert?

In 1 Jahr hol ich dich. Wenn es nur n bisschen gut geht. Ich schwörs.

Man darf nur schwören, Albert, wenn einem etwas Ernst ist.

Es ist dir doch Ernst? - Wir beide gehören zusammen.

Wirst du immer zu mir halten? - Immer. Ich liebe dich doch.

Wirst du auf mich warten? - Immer, Albert.

Orchester stimmt Instrumente

Kinder, seht mal den komischen Kerl. Da unten, in der Loge.

Aufgepasst. Eins, zwei, drei. - Stopp! Mein Vater.

Papa, du hier im Adelphi-Theater? - Dich trifft man ja nur hier an!

Komm, ich muss mit dir reden. - Pudding ist rot wie ne Himbeere.

Ihm ist der Käse sauer geworden. - Pst! Wartet.

Schluss! Oder ich stecke dich ins Kontor. Du bist ein Verschwender!

Ich hab die Dinger hier mitgebracht. Hier, es ist ungeheuer!

Hier! 35 Pfund. 90 Pfund. 28 Pfund. Und hier: 615 Pfund!

Sechshun... Papa, das hab ich nicht geschrieben. Ich mach die 6 immer

von unten nach oben. So eine Gemeinheit von Albert.

Ist das der berühmte Herr Finsbury? - Nein. Das heißt, ja. Aber...

Ihr Auftritt, Miss Vane.

Ach, David. - Es ist was wegen Albert im Gange.

Verdammte Geschichte. Gefälschte Papiere oder so etwas.

Los, Auftritt. - Nachher, in der Garderobe.

Sie, Gloria? - Ach, Bobby.

Ich komme wegen einer unangenehmen Geschichte. David erzählte mir

von der Banksache gegen Albert. - Es war zu dumm von Albert,

aus 15 Pfund 615 Pfund zu machen. Sie wissen doch, ich mach doch immer

die 6 von unten nach oben. Mein Papa war so wütend!

Man fälscht keine Bankanweisungen! - Fälscht. Was für ein böses Wort

für eine weibliche Unbedachtheit. Ich hab eine 6 vor die 15 gemalt.

Was? Sie, und nicht Albert? - Ja. Verstehen Sie, Bobby.

Das neue Stück, viele Toiletten. Will eine Frau anständig bleiben...

Hat Ihr Vater schon was unternommen. - Ich weiß nicht.

Gehen Sie zu ihm. Erwähnen Sie nicht meinen Namen!

Sagen Sie, es war eine Bekannte und nicht Albert.

Ihr Vater ist doch ein Gentleman. Eine Dame gibt er nicht preis.

Ich bin ein Gentleman, Papa. Eine Dame gebe ich nicht preis.

Nie und nimmer! - Die Sache wird ja immer schöner.

Jetzt wars sogar eine von deinen liederlichen Frauenspersonen.

Nenn mir ihren Namen! - Nein. Albert war es aber nicht.

Und ein Gentleman... - Spar dir deinen ewigen Gentleman.

Gut, dann erstatte ich eben Anzeige gegen den sauberen Herrn Finsbury.

Aber wenn ich dir sage, Papa, es war nicht Albert, sondern...

Sondern? Sag mir den Namen, oder...

Gib mir dein Ehrenwort, dass du sie nicht anzeigst.

Es handelt sich um eine Dame. Sieh mal, du musst verstehen, Papa.

Das neue Stück, die vielen Kleider. Will eine Dame anständig bleiben...

Da hat Gloria eben eine 6 vor die 15 gemalt, und fertig.

Gloria. Ist das die Person, die ich gestern im Theater sah?

Du hast mir dein Ehrenwort gegeben! - Unsinn! Ich gab es für eine Dame.

Dieses Weibsstück ist keine Dame. Im Gegenteil.

Die Nation wird es mir noch danken, wenn ich die ins Zuchthaus bringe.

(Singt) Im Parramatta-Fegefeuer ward manche Sündrin weiß gebrannt.

Kehrt zurück als eine Neue, Jungfrau noch, als Engel dann.

Musik

Es muss einmal ein Exempel statuiert werden!

Es muss der frechen Sittenlosigkeit, die unser Fundament unterwühlt,

ein Damm gesetzt werden. Meine Herren Richter,

hohe Geschworene des Londoner Gerichts,

wenn London dem Schicksal eines Babylon, eines Sodom,

eines Gomorrah entgehen soll, lassen Sie sich nicht rühren

von dieser Buhlerin! Unverständliche Zwischenrufe

Sie haben alle Beweise gegen diese Frau.

An einem tragischen Beispiel sahen Sie,

wie sie die Söhne unserer ehrenwertesten Bürger ruiniert.

Seelisch, moralisch und finanziell. - Finanziell.

Nur das steht hier zur Frage. Nur darüber haben wir zu richten.

Hat die Angeklagte die Anweisung gefälscht oder nicht.

Mein Gott...

Angeklagte. Sie erklärten gegenüber Herrn Wells Jr., es getan zu haben.

Herr Wells, stimmt das? - Ich mache die 6 immer von unten

nach oben. Und diesmal, ich möchte natürlich Miss Vane

nicht in Schwierigkeiten bringen... - Hat sie es zugegeben oder nicht?

Ja. Das heißt... - Ich sagte, dass ich es getan hab.

Das stimmt. Aber das war eine Lüge. - Sie widerrufen Ihr Geständnis?

Ja. - Das ist eine Unverschämtheit!

Angeklagte Gloria Vane, es gibt nur eine Möglichkeit.

Sie kennen den wahren Täter und haben versucht, ihn zu decken.

Es tauchte nämlich im Zusammenhang mit Ihrem Fall der Name einer höchst

ehrenwerten Persönlichkeit auf.

Eines Offiziers in Ihrer Majestät Regiment Neusüdwales.

Was sagt er da?

Wir können nicht annehmen, dass eine solche Persönlichkeit

sich so gegen das Gesetz verging.

Oder doch?

Sie geben also zu, dass Albert Finsbury...

Nein! Nein.

Ich wars.

Ich.

Das genügt.

(Gesang) Parramatta, deine Qual hat gar manchen umgebracht.

Ja, für alles muss man zahlen, was man vorher nicht bedacht.

Musik

(Richter) ...wird die Angeklagte verurteilt

zu 7 Jahren Deportation nach Parramatta.

Nach Australien. - Parramatta?

Gefängnis von Sydney. - Parramatta, das ist das Fegefeuer.

(Singt) Mögt es ewig euch ersparen,

Parramattas Schmerzenspfad.

Parramatta-Besen.

Orgelspiel und Chorgesang

Donnerwetter, klingt gar nicht so übel, der Gesang.

Tragen die in der Kirche Ketten? - Natürlich.

Denen macht mans Ausreißen schwer. Wenns auch nur Weibsbilder sind.

Der Kerl da hat auch scharf geladen. - Scheints nicht erwarten zu können,

seinen Schießprügel loszubrennen. - Das Pferd gab ich schon fort.

Stout, an die Arbeit. Die Wolle lädt sich nicht von selbst ab.

Hören Sie mal. Wie die Mädchen von Parramatta Choräle singen.

Wär ich nicht so 'n Weiberfeind, müsste ich eigentlich sagen,

gar nicht übel. - Ja, denen gibt man im Zuchthaus

die Frömmigkeit mit Löffeln ein. Es ist nichts mit dem Braunen?

Nein. Den verkaufte ich Hauptmann Finsbury. Ist neu hier im Regiment.

Ich kenn ihn. Der verkehrt ja viel im Hause des Gouverneurs.

Ach, ganz reizend, Herr Gouverneur. - Sie zeichnen wirklich sehr gut.

Zeigen Sie uns doch die andere Mappe, Mary.

Nein, die nicht. - Aber warum denn nicht?

So ein Geheimnis? - So was Ähnliches.

Bezauberndes Mädchen, diese Gouverneurs-Tochter.

Ja. Aber gib dir keine Mühe. Finsbury macht sicher das Rennen.

Gehen Sie bitte unauffällig ins Haus. Ich komm gleich nach.

Sehr nett, dieser Hauptmann Finsbury.

Meine Kleine hat ein Faible für ihn. - Es scheint so.

Jetzt bin ich neugierig. Ah, die andere Mappe.

Ich darf doch hineinsehen?

Er ist der Sohn von Lord Benborg. Ausgezeichnete Familie. Aber arm.

Er hat sich in der Zeit, die er hier ist, ausgezeichnet verhalten.

Mrs. Simson mit ihrem Lorgnon. Sehr gut gelungen.

Sie machen sich ja schön lustig über ahnungslose Mitmenschen.

Ich finde sie eben sehr komisch. - Der Adjutant Ihres Vaters!

Großartig!

Aber da fällt mir ein, ich habe mich selber ja gar nicht gesehen.

Nein. Sie sind nicht drin. - Wann machen Sie meine Karikatur?

Nie.

Liebst du mich?

Weitergehen!

(Krämer) Parramatta-Besen!

Sieht nicht wie ne Verbrecherin aus. - Die Große? Ja, ja, schön.

Parramatta-Besen? - Was? Parramatta-Besen?

Werden die im Zuchthaus gemacht? - 6 Pence, das Stück.

Was, 6 Pence?

Da kauf ich mir lieber n ehrlichen Besen. - Ach, Besen bleibt Besen.

Weib bleibt Weib. Wie viel Frauen gehörten wohl nach Parramatta,

wenn man ihnen hinter die Gardinen sehen könnte. Nicht, alter Freund?

Also, Fanny, ich gehe jetzt. Sie sind mir zu gefährlich.

Gefährlich? - Ich bin ein ganz klein wenig

in Sie verliebt. - Leider sind Sies in viele Frauen.

Das war schon in London so, hat man mir erzählt. - Ach, London.

Das liegt wie in einem fernen Nebel. - Das hat London so an sich.

Aber sonst ist es hübscher als hier. - Damals nahm ich mir vor,

ein besserer Mensch zu werden. - Ich will Sie nicht besser haben.

Ich finde Sie wundervoll. - Fanny, wenn Ihr Mann uns sieht.

Was soll das heißen? - Er könnte es missverstehen.

Das sagen Sie nicht wegen meines Mannes. Sondern...

Sondern wegen dieser albernen Gans. - Welche Gans?

Natürlich. Sie wissen von nichts. - Ach so. Sie meinen die Tochter

des Herrn Gouverneurs. Ein reizendes Mädchen.

Kein Funken Temperament. - Manche Frauen verbergen es

bis nach der Hochzeit. - Hochzeit? Was soll das heißen?

Oje, mein Mann. (lachen)

Hallo, Hauptmann Finsbury. Sieht man Sie auch wieder mal.

Hallo Doktor. - Entschuldige, ich komme spät.

Aber ich traf unterwegs Henry. Kennen Sie meinen Neffen Henry?

Ja, ich glaube. Haben Sie mir nicht im Frühjahr ein Pferd verkauft?

Und wie reitet sich der Fuchs? - Danke, ich bin zufrieden.

Darf ich mich empfehlen? - Aber bleiben Sie doch noch.

Leider muss ich nach Hause. - Schade.

Gott sei Dank brauchen wir heute nicht im Maschinensaal zu arbeiten.

Korbflechten ist echt erholsam. - Den Brief hat er schon, oder?

Keinen Bedarf. - Ein Brief für Hauptmann Finsbury.

Darf ich nur persönlich abgeben.

(Singt) Ich hab eine tiefe Sehnsucht in mir.

Nach dir,

nach dir!

Es flüstert ein leises Märchen in mir.

Von dir,

von dir!

Der Himmel ist trüb und mein Herz ist so müd,

und kein Hoffnungsstern leuchtet mir hier.

Und ich weiß nur das eine:

Ich hab dich so lieb

und ich sehn mich,

ich sehn mich nach dir!

Danke.

Haben Hauptmann einen Wunsch? - Nein. Danke.

Sie sollen hereinkommen.

Madame. Ich komme in einer etwas delikaten Angelegenheit. - Bitte.

Ich bin hier in Sydney stationiert. Noch nicht lange von London weg

und erhalte unlängst einen Brief von einem Londoner Freund.

Er schickt mir halbjährlich einen Bericht über die

interessanten Ereignisse aus der Gesellschaft und...

Das letzte Mal schrieb er, ich soll mich hier nach jemand erkundigen.

Unter Ihren Sträflingen soll... übrigens eine Geschichte,

die in London großes Aufsehen erregt hat,

soll eine früher ziemlich bekannte Schauspielerin sein. Eine gewisse...

Wo hab ich den Brief? Eine gewisse...

Gloria Vane. Ja, die ist hier. - Also wirklich.

Wünschen Sie etwas von ihr? - Wie bitte? Nein, ich nicht.

Mein Freund. Ich sagte ja schon, er wär nun sehr interessiert daran,

zu erfahren... Mein Gott, das war eine sensationelle Sache, nicht?

Wenn ich mich recht erinnere, war sie eine Frau von großem Namen.

Möglich. Hier ist sie Nummer 218. - Wie lange muss sie hierbleiben?

Bis ihre Strafe um ist. Oder bis jemand sie heiratet.

Heirat? - Um die Bevölkerungsziffer

der englischen Kolonie Neusüdwales zu erhöhen, verfügte Ihre Majestät,

dass deportierte Zuchthäuslerinnen bei guter Führung heiraten dürfen

und dann die Anstalt verlassen. - Ja, das ist mir bekannt.

Es besteht Aussicht, dass die Frau, nach der Ihr Freund sich erkundigt,

auf diesem Wege das Zuchthaus bald wieder verlassen kann.

Noch etwas? - Nein.

Ich bin Ihnen sehr verbunden. Darf ich noch fragen,

was die Verurteilte verbrochen hat? - Darüber gebe ich keine Auskunft.

Wollen Sie die Gefangene sprechen? Dann füllen Sie das Formular aus.

Grund der Unterredung, Name und Beruf.

Nein, ich danke. Ich sagte ja, ich kenne die Frau gar nicht.

Sie ist im Übrigen gesund und es geht ihr so,

wie es einer Frau in Parramatta eben gehen kann.

Du, Nelly? Glaubst du auch, dass er den Brief bekommt?

Der Besenmann ist verlässlich. (Vorsteherin) Wer hat gesprochen?

Bekomme ich keine Antwort?

Wer hier gesprochen hat, hab ich gefragt.

Ich, Frau Vorsteherin. - Du bist lang genug hier,

um zu wissen, was darauf steht. - Ich fing an, mit ihr zu sprechen.

3 Striche im Führungsbuch bedeuten Entzug der Heiratserlaubnis

vor Ablauf der Straffrist. Das sind 7 Jahre Parramatta für dich.

Es war nur, Frau Vorsteherin, die Margret bekommt bald ein Kind.

Ich sagte nur: "Wenns so weit ist, möchte ich gern helfen."

Ich hab doch so geschickte Finger. - Ja, die dich hierher brachten!

Aber Nelly hat nur... - So? Na, schön. Weiterarbeiten!

Nun, mein Kleines?

Hat Hauptmann Finsbury für dich im Garten gepflückt, nicht wahr?

Ja. Gestatten? - Wie reizend. Danke.

Ich stelle sie gleich ins Wasser. - Bitte Platz zu nehmen.

Probieren Sie auch mal so ein Ding. Werden neuerdings auch von Frauen

in Parramatta fabriziert. - Gehorsamsten Dank, Exzellenz.

Wenn man so überlegt, welche Hände diese Zigarren wohl gemacht haben?

Welche Hände? - Verzeihung.

Na, so etepetete werden Sie doch nicht sein.

Vielen Dank. Die Frauen sind doch auch Menschen.

Oh, nein! Exzellenz missverstehen mich.

Schmecken zumindest ausgezeichnet.

Ich dachte da gerade an was, was ich zufällig gehört habe.

Parramatta soll neuerdings einen sehr illustren Gast beherbergen.

Eine Londoner Schauspielerin. Ich sah Auftritte im Adelphi-Theater.

Exzellenz, bei dieser Gelegenheit... - Ja, bitte.

Eigentlich wollte ich an das gütige Herz Eurer Exzellenz appellieren,

ob man ihr den Rest der Strafe auf dem Gnadenweg erlassen könnte.

Sehr menschlich von Ihnen gedacht. Sehr ritterlich.

Aber darf ich Ihnen einen Rat geben? Lassen Sie die Finger davon.

Ich kann beim besten Willen nichts für Sie tun. Gesetz ist Gesetz.

Gefangene müssen Strafen verbüßen. Und ich wollte noch was anderes

mit Ihnen besprechen, Finsbury. Ich beschloss, Sie zu meinem

persönlichen Adjutanten zu machen. Unter Ernennung zum Major.

Ich gratuliere Ihnen. - Gehorsamsten Dank, Exzellenz.

Nichts zu danken. Sie verdienen es. - Und man kann nichts

für diese Frau tun? - Für welche Frau?

Ach, Sie sind noch immer bei dieser Person aus Parramatta.

Es gibt eine Möglichkeit: wenn Sie sie heiraten.

Aber man kann sich ja noch etwas Besseres für Sie vorstellen, nicht?

Exzellenz...

Albert. Ich hab dich ja so lieb.

Ich habe es vorhin Vater gesagt, dass wir... heiraten wollen.

Mieze, wirst du wohl. Magnus, hilf mir.

Sie lässt meine Garnwolle nicht los. Du schreckliches Tier!

Sieh mal, was für ein schreckliches Tier du bist.

Ist das wieder heiß! Furchtbar, es langt.

Seit 3 Wochen keinen Tropfen Regen. - Sieh mal an. Hauptmann Finsbury

ist zum Adjutanten des Gouverneurs ernannt. - Ja, ich weiß.

So? Woher denn?

Mieze, aber jetzt ist es genug mit dem Spielen. Geh weg!

Er hats mir neulich selber erzählt. Magnus, willst du ein Stück Eis?

Nein, danke. - Ich traf ihn zufällig.

So? Wo denn? - Vor seinem Haus.

Fanny, ich erinnere dich daran, dass ich dir sagte...

Ja, ja. Du siehst es nicht gern, dass ich mit ihm zusammenkomme.

Wie kann man bloß bei solcher Hitze so eifersüchtig sein?

Eifersüchtig? Ich bin nicht eifersüchtig.

Oh, nein. Natürlich nicht. - Nein, ich möchte dich nur

vor ner Enttäuschung bewahren. - Hauptmann Finsbury ist ein Mann,

der nie eine Frau enttäuschen wird. - So? Ich glaube, letzten Endes

muss er jede Frau enttäuschen.

Weißt du, Frau Simson sagte, die neue Uniform steht dir großartig.

Du bist der eleganteste Offizier von Sydney.

Frau Simson versteht sich darauf. Das sagen alle.

Also, auf Wiedersehen. - Albert!

Warum bist du in letzter Zeit immer so langweilig und so korrekt?

Wir sind doch verlobt. - Aber doch nicht offiziell, Mary.

Aber es wissen doch alle. Was hast du eigentlich?

Ich? Nichts. Aber du weißt doch. Der Dienst, die neue Stellung.

Also, entschuldige mich. Ich habe noch zu tun. Auf Wiedersehen.

Hallo, Major Finsbury. - Doktor.

Gut, dass ich Sie treffe. Ich hab mit Ihnen zu reden, Major.

Bitte? - Meine Frau war gestern Nachmittag

in Ihrer Wohnung. - Ach, hat sie Ihnen das erzählt?

Sie behauptet, Sie vor Ihrer Wohnung getroffen zu haben.

Aber Frauen sagen meistens nur die halbe Wahrheit.

Mag sein, wie es will. Fanny ist ein Kind.

Sie ist nicht verantwortlich. Aber Sie sind ein Mann, Major.

Was wollen Sie damit sagen, Doktor? Übrigens sind Männer größere Kinder

als Frauen. Ganz allgemein gesagt. - Ich bitte Sie, sich in Zukunft

weniger um meine Frau zu kümmern. Es gibt nämlich Ehemänner,

die in diesem Punkt nur wenig Spaß verstehen. Ganz allgemein gesagt.

(Doktor) Hallo! (Stout) Ja, wer ist denn da?

Doktor Hoyer aus Sydney. - Aufmachen.

N Abend, Herr Doktor. - Na, ist der Boss schon zu Bett?

Guten Abend, Henry. - Guten Abend, Onkel.

Hatte noch ne Entbindung. Sah zuerst böse aus.

Ist aber gut gegangen. - Junge? Mädchen?

Nein. - Ja, was denn? - Zwillinge.

Spende 10 Flaschen Rum. - Ist das nicht zu viel?

Ist ja nicht für die Zwillinge. - Mein Fräulein lahmt etwas.

Stell sie bei mir ein. Ich nehm sie morgen mit. Ich fahre nach Sydney.

Wolle verkaufen. - Nein, eine Überraschung.

Boss? - Ja.

Der Rum! - Ah, der Rum. - Überraschung?

Die ist für uns beide. Das Übrige für die Jungs.

Nun sag schon! - Alles für uns? Was feiern wir?

Der Boss, er hat was vor. Wenn ich nur wüsste, was?

Ich weiß, was. - So, was denn? - Dasselbe wie du, Stout.

Und das wäre? - Heiraten! - Ach, du!

Du bist ja verrückt. Doch nicht eine aus Parramatta.

Aber andere gibts ja hier keine. Tim holte sich seine auch von da.

Der braucht eine für die Wäscherei. - Dafür könnte er sich auch

nen Chinesen nehmen. Na, und die von Richter Perkins?

Die war unschuldig. - Es gibt ne ganze Menge,

die man bloß wegen ner Kleinigkeit deportiert hat.

Du sollst glücklich werden. Aber mit so einer Frau?

Onkel, findest du, dass das Risiko bei den Frauen aus der Gesellschaft

um so viel geringer ist als bei den Frauen aus Parramatta?

Mit dir ist nicht zu reden. Du kennst Parramatta nicht.

Du wirst doch nicht bestreiten, dass ich die Männer kenne.

Und zwar ausm Effeff. Das sag ich dir.

Noch von damals. Als ich in der Hellstreet stand.

Du, der denkt nicht mehr an dich. Der hat längst ne andere am Hals.

Er wird mich holen. Ich weiß es.

Ja, du weißt es. Vor 4 Wochen hat er den Brief bekommen.

Hätte schon 10 Mal antworten können! - Er wird mich holen. Er muss.

Sei nicht verrückt. Am Sonntag machst du mit. Bei der Liebesparade.

Würd ich so aussehen wie du, hätt ich längst n Kerl und wär raus

aus diesem Satanstöchter-Institut. (Frau schreit)

Da schreit doch jemand? Mein Gott. - Mabel, die haben sie eingesperrt.

In die Strafzelle. Das dumme Luder hat durchbrennen wollen.

Gib schon Ruhe! Daran wirst du dich hier gewöhnen müssen.

Ich halts nicht mehr aus.

Pst.

Führung gut. - Kann teilnehmen.

Der Mann, der dich bekommt, freut sich an deiner Ordnungsliebe nicht.

Führung mittel. - Darf teilnehmen.

Führung genügend. - Darf teilnehmen.

Du musst deine Eigenwilligkeiten und deinen Ungehorsam ablegen,

willst du n Mann glücklich machen. - Ich möchte nicht heiraten.

Man muss über einen solchen Entschluss eine Nacht schlafen.

Führung mangelhaft. - Darf nicht teilnehmen.

Führung mittel. - Darf teilnehmen.

Licht aus! - Messer raus.

Und jetzt nehm ich mal deine Sache in die Hand.

Du meldest dich morgen zur Brautschau, verstanden? Gute Nacht.

Albert...

Wie viele Stunden verlor ich schon mit Spiel, im Gespräch mit Thoren.

Streng dich nicht an. Dein Geist trocknet in diesem dürren Land ein.

Feuchte ihn mit Rum an. - Ich will nicht mehr!

Du warst auch gar nicht eingeladen.

Eigentlich komisch, dass Saufen gar nicht lustig macht. Oder?

Du verträgst eben nichts. Geh heim und leg dich ins Bett.

Ist ohnehin schon Morgen. - Ja, leider.

Es müsste immer nur Nacht sein. - Weltschmerz? Das hat man nötig.

Wo man vorhat, das netteste Mädchen von ganz Sydney zu heiraten.

Heiraten? Wer hat das gesagt? Wer das gesagt hat?

Na, der Alte erzählt doch überall, dass du sein Schwiegersohn wirst.

Gibts denn hier nur Klatschbasen und sentimentale Weiber?

Mary hat doch alles, was einen Mann glücklich macht.

Sehe ich wie ein glücklicher Mann aus?

Ich versteh dich nicht in letzter Zeit.

Ich versteh mich selber nicht. Hör mal, Gilbert,

du bist doch n anständiger Kerl und mein Freund.

Schulden? - Ausnahmsweise nicht. - Was dann?

Sag mir deine aufrichtige Meinung. - Nanu?

Ich kann Mary nicht heiraten. - Ach, Unsinn.

Willst du noch ne Zigarre? - Nein. - Liebst du sie denn nicht?

"Liebst du sie denn nicht?" - Was soll denn das heißen?

Weißt du, in London war eine Frau. Und als ich wegging,

hab ich ihr geschworen... - Na und? Ist das alles? Mein Gott.

Wie viel Frauen hab ich schon ewige Liebe geschworen.

Und sie ist in London. - Nein, in Parramatta.

Was? Im Zuchthaus? - Ja. - Hast du sie gesprochen?

Ich fuhr sofort hin. Ich wollte sie auch sehen, aber ich konnte nicht.

Diese Mauern. Diese Luft. Ich sprach auch mit dem Gouverneur.

Aber er kann nichts tun. - Hast du ihm erzählt, dass...

Nein, natürlich nicht. Das konnte ich doch nicht, Marys wegen.

Du hast doch ne ganze Menge für sie unternommen.

Aber eine Frau, die man liebt, lässt man doch nicht im Zuchthaus.

Du liebst Mary. - Nein, tu ich nicht!

Ich hätte Gloria aus dem Zuchthaus rausholen müssen.

Du hast doch alles versucht. - Ich hätte sie heiraten können!

Bist du wahnsinnig geworden? Eine Zuchthäuslerin!

Weißt du, was das bedeutet? Du musst morgen die Uniform ausziehen.

Der Herr Adjutant des Gouverneurs wird ein Herr Nichts und Nirgendwo.

Warum? Aus falscher Sentimentalität. Aus falschem Ehrbegriff.

Was fängst du denn mit ihr an? Der Sohn eines Lords als Schuhputzer.

Oder als Kneipwirt, ja? Bei dem Frauenmangel in Australien

wird sie schon einer, der zu ihr passt, aus dem Zuchthaus rausholen.

Oder schreib an die Königin, wenn du dein Gewissen beruhigen willst.

Schick ein Gnadengesuch an die Gerichte in London.

Ja, das wäre vielleicht ein Ausweg. - Wenn sie erst frei ist,

kannst du ihr doch weiterhelfen. Sobald du Mary heiratest,

hast du doch Geld genug. - Lass, genug davon.

Wenn man zu viel getrunken hat, hat man sich nicht mehr in der Gewalt.

Los, mein Junge, auf. Es wird Zeit. Signal zum Rapport

Danke, Gilbert. - Was ist hier los?

Bitte, bitte. Wie du willst. - Jungs, Punkt 8 Uhr abends:

Parade-Adjustierung. Alle Orden und Ehrenzeichen.

Das ist das 6. Mal, dass ich in diesem gottverfluchten Land

den Geburtstag Ihrer Majestät feiere.

Breite Hüften muss sie haben, junger Mann.

Und Speck. Das ist die Hauptsache bei den Frauen.

Das ist der Unterschied zum Mann. Wollte die Natur so.

Aber ihr jungen Leute seid ja mehr für was Mageres.

Entartung ist das, mein Sohn. - Hauptsache, keine Diebin.

Oder ne Wechselfälscherin. Die geht am Ende mit der Ladenkasse durch.

Lieber ne Mörderin. N Geschäftsmann braucht was Zuverlässiges.

Henry Hoyer?

Du bist auch entartet. Du bist mir ein Fremder, mein Sohn.

Du mir auch, mein Vater. - Tragen Sie sich bitte hier ein.

Im Übrigen möchte ich meine Warnung nicht missverstanden wissen.

Mir ist egal, was Sie tun. Ich rate auch nicht ab.

Ich folge nur meinen Instruktionen. - Und was schlagen die Ihnen vor?

Sie auf die Folgen Ihres Schrittes aufmerksam zu machen.

Diese Frauen sind Verbrecherinnen. - Nicht alle, möcht ich meinen.

Vielleicht. - Ich sehe einem Menschen an,

was mit ihm los ist. - Man glaubts, solang man jung ist.

Im Alter glaubt man gar nicht mehr an was Gutes?

Sie mögen recht haben, Herr... - Hoyer.

Gut, ich habe meine Pflicht getan. Bitte, kommen Sie.

Du, da sind sie.

Der eine sieht nett aus.

Du heulst ja schon wieder. - Ruhe!

Na, also. - Kommt noch einer?

Es ist gleich 12 Uhr. - Von mir aus kanns losgehen.

Kann man nicht n Fenster aufmachen? Es ist so heiß hier.

Du, die Große da ist ein verteufelt hübsches Frauenzimmer. - Wie bitte?

Verurteilt wegen Fälschung einer Bankanweisung. - Fälschung?

Nein, um Gottes willen! Das ist nichts für mich.

Nun, Herr Hoyer, haben Sie den Mut verloren?

Ich weiß nicht. Es ging alles so rasch vorbei.

Könnte man bloß ein Fenster öffnen. - Mich will wieder keiner.

Ach, Quatsch! Die sehen sich erst unsere körperlichen Vorzüge an.

Mich will wieder keiner. Aufseherin klatscht

Wahrscheinlich sind die Fenster gar nicht zu öffnen.

Hallo!

Du gefällst mir. Wer ist das?

Gloria Vane. 7 Jahre Zuchthaus wegen Fälscherei.

Nanu? - Hey! Warum denn gleich so hitzig?

Ist ja doch eine wie die andere. Wenn du sie haben willst.

Verdammt noch mal! Meinetwegen.

Ja, die sieht wie ne feine Dame aus.

Ich nehme die kräftige Dicke. - Liegt am Gitter vorm Fenster.

Verzeihung, dass ich dich hier... Dass ich Sie hier frage:

Wollen Sie meine Frau werden, Miss?

Ja.

Aber nur mit kirchlicher Trauung.

Ich habe nämlich eine Farm. 10 h von hier.

Wir könnten uns dort trauen lassen. - Gegenüber ist eine Kirche und...

Ich hab da eine gefunden, Madame. - Einen Augenblick!

Der Pfarrer verdient sich gern was. Er erledigt die Formalitäten sofort.

Sofort? - Danke, Madame, aber der Sheriff

bei uns zu Hause machts ebenso gut. - Na, schön.

In 2 h können Sie Ihre neue Frau abholen.

Bitte? Und Sie? - Also, das wäre dann die Dicke da.

Komm, nimm das mit, zur Erinnerung. - Nein, Nelly, nicht deinen Spiegel.

Du brauchst ihn jetzt mehr als ich.

Hübsch sehen Sie aus in Ihrem neuen Kleid.

Nur noch eine Sache und wir haben die Aussteuer beisammen.

Aber kaufen Sie doch nicht so viel. - Nur das, was Sie brauchen.

Passen Sie inzwischen auf den Braunen auf. Komm, Ben.

Wie gefällt sie dir? - Toll! - Hallo.

Ah, Mr. Hoyer. - Das da. - Der Spiegel?

Wo ist die Marrickville-Avenue? - Bin selber fremd. Tut mir leid.

Bleib schön hier stehen. Hörst du!

Ich hab dir doch gesagt, du sollst stehen bleiben.

Wo ist die Marrickville-Avenue? - Hier, das ist sie.

Kennen Sie vielleicht einen gewissen Hauptmann Finsbury?

Major Finsbury. Der wohnt im letzten oder vorletzten Haus rechts.

Hallo!

Na, Frau Farmerin? Wie gefallen Sie sich?

Ich dachte mir, auf die Dauer ist Nellys Spiegel doch zu winzig.

Sie halten mich wohl für eitel. - Wofür ich Sie halte,

sag ich Ihnen frühesten bei der silbernen Hochzeit.

(Krämer) Parramatta-Besen.

Hüh, Brauner, es geht nach Hause. - Wiedersehen, Herr Hoyer.

Wer war der Soldat, mit dem Sie sprachen?

Ich fragte nach der Wohnung eines Bekannten.

Ich kenn hier jemanden. Major Finsbury.

Er ist sicher schon nicht mehr da. - Sie meinen, abkommandiert?

Hier mach ich immer Halt. Es ist der einzige Wasserplatz.

Einen Hauptmann Finsbury lernte ich neulich mal kennen.

Inzwischen wurde er wohl Major. - Major?

Kennen Sie ihn? - Er ist ein Freund meines Onkels.

Na, wohl eher der seiner Frau. Komm, Brauner!

Eigentlich eine komische Situation. Ich meine, mit uns beiden.

Was finden Sie denn so komisch? - Wir sind doch jetzt sozusagen...

Mann und Frau, nicht wahr? - Mann...

Hören Sie. Glauben Sie, dass ich eine Verbrecherin bin?

Ich wusste sofort, dass Sie nicht nach Parramatta gehören.

Und woher wissen Sie das? - Ach, das weiß ich...

Deshalb weiß ich es, Gloria.

Dir gefällt sie auch, was? Hund bellt

Du, sag deinem Herrn, er soll nicht traurig sein, wenn ich...

So, fertig.

Hüh.

Ich bin der glücklichste Mensch in ganz Australien. Hüh!

Scharf bergauf, was, Miss Braun? So heißt nämlich mein Pferd.

Da, hören Sie. Eine richtige Hochzeitskutsche.

Als ich dich zum 1. Mal sah, war mir einen Augenblick zumute

wie noch niemals in meinem Leben als du mich ansahst.

Wir sagen den Leuten auf der Farm gar nichts davon, dass du...

im Zuchthaus warst. Es wird dir schon bei mir gefallen.

Es ist zwar alles noch ein bisschen primitiv, aber weißt du,

ich hab n richtigen Schaukelstuhl. Und wenn erst der Spiegel hängt...

Halt! Henry. - Was denn?

Ich kann nicht bei dir bleiben. Ich liebe einen anderen Mann.

Ich muss zu ihm. Ich ging mit dir, um aus dieser Hölle rauszukommen.

Es gab keinen andern Weg für mich. Ich wollte dir weglaufen, heimlich.

Aber dich kann ich nicht belügen. - Aber Glori, das ist doch Unsinn.

Nein, Henry. Ich muss zu ihm. - Ich lasse dich nicht gehen!

Du bleibst hier, verstanden? - Du kannst mich nicht zwingen!

Warum hast du dich nicht vom dem andern aus Parramatta holen lassen?

Er konnte wohl nicht. Er ist doch Offizier.

Ist das am Ende dieser Hauptmann Finsbury?

Brr! Gloria! So warte doch, Gloria!

Gloria! Brr! Gloria! Gloria! So warte doch!

Jetzt müsst er doch gleich kommen. Ja! Los!

Musik und Gesang

Ruhe, Ruhe! Boss, so stehts in der Bibel:

"Der Herr segne deinen Eingang." - Nimm das Ding da weg!

Was? - Du sollst das Ding wegnehmen. - Hat er keine Frau mitgebracht?

Frau? Ach, die Weiber da waren nichts für n Boss.

Stout, jetzt bist du an der Reihe. Für deinen Geschmack ist was da.

Dummer Bengel.

Sie spielen einen Tusch

Sir Burton und Lady Mabel Burton.

Der ehrenwerte Sir Friedrich Burton. Lady Mabel Burton.

Mr. Pepercorn und Miss Ellen Pepercorn.

Captain Bookwelling.

Miss Mary Jones.

Mr. Ben Furges.

Exzellenz.

Ladies und Gentlemen. In tiefer Ehrfurcht feiern wir heute

das Geburtstagsfest Ihrer allergnädigsten Majestät,

der Königin Viktoria. Herrscherin Großbritanniens,

diesseits und jenseits der Meere. Wollen wir dies nicht vergessen.

Himmeldonnerwetter! - Wo ist die Marrickville-Avenue?

Das hier ist der Gouverneurs-Palast. Sie müssen so heruntergehen.

Verrücktes Frauenzimmer.

Musik

Darf ich um Ihren Namen bitten? - Ich muss Major Finsbury sprechen.

Das wird kaum möglich sein. - Es ist aber sehr dringend.

Sagen Sie ihm: Gloria Vane. - Bitte, warten Sie hier.

Ja.

Mein lieben Freunde, erlauben Sie, dass ich Sie so nenne.

Ich möchte diesen schönen Anlass benutzen Ihnen mitzuteilen,

dass sich meine liebe Tochter Mary mit meinem Adjutanten Major Finsbury

verlobt hat. Ich bitte Sie alle zur in 14 Tagen stattfindenden Hochzeit.

Orchester spielt einen Tusch

Liebe Mary, ich fühle ja so mit dir. - Prosit, Albert.

Hallo John. Hallo Blaky.

(Mann) Wirklich ein Glückspilz, dieser Finsbury.

Bitte? - Miss Gloria Vane wartet draußen.

(Frau) Da, das Feuerwerk! Orchester spielt

Gloria!

Sie sagten doch, sie wollte warten? Glori.

Heut Nacht gibts Regen, endlich. - Ja, Stout. Sogar der Himmel weint

über dein Opfer. Ich hab ja immer gedacht, du bist n Weiberfeind.

Bin ich auch. Und du bist n dummer Lausejunge.

Was soll ich denn machen? Wenn der Boss nicht will?

(Pepercorn) Prima-Wolle ist anders. - Ganz gut? Das ist die beste Wolle,

die Sie je zwischen Ihren warzigen Fingern hatten.

Tobt schon wieder. - Seit wir weg waren, ist er so.

Das ist wie n Gewitter. Muss man austoben lassen.

Sie brauchen mir nichts zu erzählen. Was haben Sie eigentlich vor?

Ich kreuze jetzt. In 3 Jahren hab ich ne Musterherde von 1.000 Stück.

Dazu haben Sie nicht genug Wasser. - Mann muss nur tief genug bohren.

Wenns sein muss, bohr ich 100 Fuß tief.

Sie sind n Optimist. - Und Sie ne elende Krämer-Seele.

Aber Sie irren, wenn Sie denken, Sie können den Preis drücken.

Stout, den Wagen für Mr. Pepercorn. - Jawohl, Boss.

Wie kommt der verdammte Spiegel in deine Kammer?

Sagte ich nicht, der soll weg! - Der schöne Spiegel.

Raus damit! Verstanden! - Mr. Hoyer. Ich zahle den Preis.

So, Sie zahlen. Also, Stout, nicht den Wagen.

Also, der Boss kriegt ja immer seinen Willen.

Ja, ist n Dickschädel.

Augen werden die Weiber machen, wenn sie mich zu sehen kriegen.

Und was gibts Neues in Sydney?

Im Casino tritt jetzt ne Gruppe von Degen-Schluckern auf.

Aber das interessiert Sie nicht. Aber von dem Feuerwerk,

da sprechen die Leute heute noch. Das war ja auch toll.

Ja, die Königin hatte Geburtstag. - Es war mehr wegen der Verlobung

der Gouverneurs-Tochter. - Die Kleine hat sich verlobt?

Da, trinken Sie. Eis haben wir leider keins.

Verdammte Hitze. Ja, mit dem Major Finsbury.

Mit wem? - Der Adjutant des Gouverneurs.

Sie haben ihm doch neulich ein Pferd verkauft.

Ja, sagen Sie mal... Sie sind auch sicher?

Ich hörte es mit eigenen Ohren. Ich war ja eingeladen.

Komm, Ben, fass mal mit an. - Willst du ihn wirklich wegwerfen?

Ben, den Wagen anspannen. Wasser und Decken nicht vergessen.

Wir fahren nach Sydney. - Jetzt? - Jawohl. Hopp, hopp.

Ja, du kommst auch mit. Jetzt braucht sie uns.

"Jetzt braucht sie uns"? Was bedeutet das?

Den können wir hängen lassen. - Was?

Musik und Gesang

Bravo! Bravo!

Der Liebling meines Publikums. Da sind Sie in ein paar Tagen auch.

Gloria Vane. Jim, ne halbe Flasche Rum. Sie nehmen doch auch ein Glas?

Etwas zu essen, bitte. - Wohl lange keine Arbeit gehabt?

Es war so schwer, etwas zu finden.

Ein höllisches Pflaster, dieses Sydney.

Fix, Jim, bring einen Curryreis.

Kommen Sie, ich zeig Ihnen jetzt Ihre Garderobe.

Also, Madame, das ist Ihr Reich. Nicht so pompös wie in England,

aber es ist das Nobelste in Sydney. Dass ich hier gleichzeitig

meine Rumvorräte aufbewahre, wird Ihnen ja nicht unangenehm sein.

Ich habe kein Kostüm. - Es sind noch genug Sachen da

von Ihrer Vorgängerin. - Ich möcht mich fertig machen.

Genieren Sie sich nicht, Madame. Oder haben sie dir so viel Moral

eingepaukt in Parramatta? Ich hoffe, du bist in 2,3 Tagen wieder normal

und spielst mit deinen Reizen nicht Verstecken.

Verzeihung. - Verdammt! Kannst du den Whiskey

nicht kälter halten bei der Hitze? - Verzeihung, Lady.

Sie kommen gar nicht mehr zu uns! - Was soll das heißen, Mrs. Hoyer?

Ich hab so sehr auf Sie gewartet. Was bleibt mir anderes übrig?

Nicht mal n Stuhl bieten Sie an? - Verlassen Sie sofort das Haus.

Ich hab keine Zeit für Ihre Spielereien. - Aber Albert.

Sie müssen doch vernünftig sein. - Sie wollen morgen Mary heiraten,

und da soll ich vernünftig sein? - Und warum nicht, bitte?

Vielleicht liebe ich Sie, Albert. - Liebe? Was ihr alles Liebe nennt!

Das bisschen Leidenschaft und Aufregung. Ihr ahnt ja nicht...

So viel ist Ihnen diese Gouver... - Ich spreche nicht von Mary.

Darf ich bitten, Mrs. Hoyer? - Aber Albert?

Ja? - Ich verstehe Sie nicht.

Nein, das stimmt. Kommen Sie, ich begleite Sie hinaus.

Bitte schön.

Hören Sie...

Ihr Mann darf nie erfahren, dass Sie hier waren. Er liebt Sie.

Und Sie ihn auch. Ich weiß es. - Ja, Albert?

Bestimmt. - Er ist nur immer so streng.

So konsequent. Schrecklich konsequent. In allem.

Viel besser, als wenn man sich nie entscheiden kann.

Kommen Sie. Sie müssen jetzt gehen. Ich bin noch verabredet.

Was, Albert? Hier ist doch Stimmung. - Der einzige Platz in Sydney,

wo man n paar hübsche Mädels findet.

Guten Abend, meine Herren. Darf ich Ihnen was zur Gesellschaft schicken?

Danke, wir sind sehr wählerisch. - Du, die Mädels sind nicht übel.

Die können auch in London passieren. - Sagen Sie nicht, dass Sydney

hinter London zurücksteht. Es gelang mir nämlich, einen Star von London,

direkt vom Adelphi-Theater, zu verpflichten.

Direkt ist etwas übertrieben. Sie gab ein Gastspiel im Parramatta.

Das ist doch ne Sensation.

Nun sehen Sie mal den Kerl an?

Bravo-Rufe

Nanu? Wohin willst du denn? - Ich möchte gehen.

Aber du hast doch grade gehört... - Sei doch kein Spielverderber.

Mit Finsbury ist bald wirklich nichts mehr los.

(Singt) Immer warten nur die Menschen, die wirklich lieben.

Kommst du noch nicht.

Wie die fallenden Tropfen am Ärmel zerstieben.

Ich steh im Regen

und warte auf dich.

Auf dich.

Auf allen Wegen erwart ich nur dich.

Immer nur dich.

Der Zeiger der Kirchturmuhr rückt von Strich zu Strich.

Ach, wo bleibst du denn nur? Denkst du nicht mehr an mich?

Und ich steh im Regen

und warte auf dich.

Auf dich.

Wie die Leute mich ansehen.

Für halb 7 hast du mich hierher bestellt.

Soll ich weggehen.

Wohin soll ich denn gehen? Hab nur dich auf der Welt.

Ich steh im Regen

und warte auf dich.

Auf dich.

Auf allen Wegen erwart ich nur dich.

Immer nur dich.

Der Zeiger der Kirchturmuhr rückt von Strich zu Strich.

Ach, wo bleibst du denn nur? Denkst du nicht mehr an mich?

(Publikum) Aufhören! Aufhören!

Ladies und Gentlemen... - Das Lied von der Jungfrau!

(Singt) Ich bin eine Jungfrau. Schatz, du musst mir glauben.

Komm ich in der weiten Welt auch noch so viel herum.

Und wenn mich auch nächstes Mal 7 Männer rauben,

mach ich doch auf meiner großen Trommel weiter bum, bum, bum.

Als Jungfrau, als Jungfrau, als Jungfrau.

Alle mitsingen. Ich bin eine Jungfrau,

Schatz, du musst mir glauben. Komm ich in der weiten Welt

auch noch so viel herum.

Jubel und Applaus

Glori.

Glori. - Jawohl, Cognac, sofort.

Oh, Verzeihung. Ich wusste nicht, dass ein Herr hier bei der Dame...

Bin gleich fertig. Ich wollt nur... - Da.

Danke, Sir.

Eigentlich solls nicht sein, dass Herren hierherkommen.

Nicht wegen der Moral, wissen Sie, weil hier unser Rum-Magazin ist.

Ja. Sie verstehen schon. Aber ich hab nichts gesehen.

Mein Gott, wie kommst du hierher?

Glori, komm, wir gehen fort. Wir bleiben jetzt zusammen.

Du und ich.

Wir bleiben jetzt für immer zusammen.

Albert, ich liebe dich nicht mehr. Ich liebe dich nicht mehr.

Aber Glori, das ist doch nicht...

Wir verstehen uns nicht mehr, Albert. Ich hab zu lange gewartet.

Ich war n Feigling. Aber ohne dich kann ich nicht leben.

So kann ich nicht leben, Glori.

Warum sagst du denn nichts? Liebst du einen andern?

Du kommst zu spät. Ich steh auf einem anderen Ufer, weißt du?

Ich war im Parramatta. - Parramatta.

Du bist keine Verbrecherin. Was geht es mich an, was du getan hast?

Doch, Albert, es geht dich was an.

Ich habe gefälscht. Einen Wechsel.

Einen Wechsel über 615 Pfund. - Das ist nicht wahr?

Doch, Albert. Es ist wahr.

Na, hören Sie mal! Sie wollen in London Schauspielerin gewesen sein?

Regen prasselt aufs Dach Endlich gehts los mit dem Regen.

Sie verdarben den Jungs die Laune mit Ihrem Grabgesang.

Was fällt denn dem ein? Demoliert mein kostbares Mobiliar.

Traurige Musik

"Ich steh im Regen und wart auf dich."

"Auf allen Wegen erwart ich nur dich,"

"immer nur dich."

(Singt) "Der Zeiger der Kirchturmuhr"

"rückt von Strich zu Strich."

"Ach, wo bleibst du denn nur? Denkst du nicht mehr an mich?"

(Singt) Komm ich in der weiten Welt auch noch so viel herum.

Wenn Sie die große Schauspielerin aus London sehen, sagen Sie ihr...

Die? Die ist hier. - Hier? Wo?

(Singt) Schatz, du bist ne Jungfrau. Schatz, du musst mir glauben.

Komm ich in der weiten Welt auch noch so viel herum.

Hey, Fräulein! Schön, dass Sie die Loge als Schlafgemach nutzen.

Verzeihung, ich habe kein Zimmer. - Ich möcht mich gütlich einigen.

Ab morgen hab ich Olga und ihren dressierten Pudel verpflichtet.

Schätze, dass das meinem Publikum besser gefällt als Ihre Kunst.

Heute Abend treten Sie noch mal auf. Aber singen Sie was Lustiges.

So was wie das Jungfrau-Lied. 10 Schillinge bekommen Sie von mir.

Man soll nicht sagen, dass ich kleinlich bin.

Sie sind ein Gentleman, Herr Direktor.

Aber auftreten mag ich nicht mehr. - Bitte, wie Sie wollen.

Ich geh zurück. - Wohin gehen Sie?

Hallo. - Hallo, Mr. Hoyer. - Wo wohnt Hauptmann Finsbury?

Marrickville-Avenue. Da geradeaus. - Danke. Stout, ihr fahrt weiter.

Der wird aber wenig Zeit haben, der heiratet heute.

Hallo? Niemand hier?

Aufstehen, Major Finsbury. Sie verschlafen Ihre Hochzeit.

Onkel Magnus?

Was ist hier...?

Aus. Ich werds wohl am besten gleich dem Regiment melden.

Wo haben Sie Gloria gelassen, Major Finsbury.

Guten Tag, lieber Kantor. Zu Anfang möcht ich das Lied von den Lilien

auf den Feldern. Den 1. und 2. Vers und vielleicht noch den 10.

Alle können wir doch nicht singen, sonst wird die Suppe kalt.

Entschuldigung.

Meine liebe Mary, alles Gute. - Danke dir.

Herr Pfarrer, das von den Pflichten haben Sie sehr schön gesagt. Nur...

es macht mich ein wenig verlegen. - Sie ist ein Kind. Ein reines Kind.

Also, wenn Albert drüben aus der Türe tritt,

setzt du dich in Bewegung. Vor dem Altar trefft ihr euch.

Dann braucht ihr nur noch niederknien und abwarten.

Also, gleich gehts los. Mach es gut.

Das war knapp!

Darf ich Eure Exzellenz dringend sprechen?

Was ist denn, um Gottes willen? - Etwas Entsetzliches ist passiert.

Ach, du, Magnus. Hast du die Schlüssel vergessen?

Es war doch gar nicht zugesperrt. Was hast du?

Du bist ja ganz verstört. Wo warst du? Wo kommst du her?

Magnus? Magnus!

Ich komme von Albert.

Von Albert?

Weißt dus? - Was?

Er ist tot.

Tot? Mein Gott.

Du musst fort. Du musst fort! Schnell, du musst fliehen.

Im Hafen, da steht ein Schiff. Ich werd inzwischen packen. Komm.

Aber das geht ja nicht. Schiffe werden sicher überwacht.

Wir gehen zu Henry auf die Farm. Er wird uns bestimmt verstecken.

Was stehst du denn da? Nun tu doch was!

Warum soll ich denn fort? - Man wird es doch entdecken.

Man wird dich suchen und verhaften! - Hast du solche Sorge um mich?

Es kann doch gleich jemand kommen. Du musst dich verstecken.

Aber beruhige dich doch. Es ist ihm von mir ja gar nichts geschehen.

Er hat es selber getan.

Also, das ist hier Parramatta. Na, Stout, du sagst ja gar nichts.

Ob ichs mir noch mal überlege? - Nein, jetzt ist es zu spät.

Hallo?

Hallo!

Junger Mann? - Tritt hier Gloria Vane auf?

Nicht mehr. Pech, junger Mann. Aber ob Sie so viel versäumt haben?

Wissen Sie, wohin sie ging? - Sie sagte, sie geht wieder zurück.

Aber was sie damit meinte... - Zurück?

Was wollen Sie denn hier? - Ich möchte zurück ins Zuchthaus.

Das geht nicht. Sie sind entlassen. - Aber wohin soll ich denn?

Wenn Sie zurückwollen, das kam ja noch nie vor, muss Ihr Mann erst

einen Antrag stellen, glaub ich. - Mein Mann?

Aber ich frag die Frau Vorsteherin.

Glockenläuten

Sie können nicht hierbleiben, Miss. Es findet gleich eine Trauung statt.

Ich bin so müde. - Na, wenn Sie ruhig sind.

So, nimm mir mal die Dinger da ab. - Also Lied 101., 1. bis 3. Vers.

Kommt da auch kein Fis drin vor? Das ist nämlich kaputt.

So genau kommts darauf nicht an. - Also, ich tret den Blasebalg.

Romantische Musik

Sie kommen. Ich hole den Herrn Pfarrer.

Das war ein prächtiger Regen, nicht wahr? Gut für die Ernte.

Dank sei unserm Herrgott. - Herr Pfarrer?

Höchste Zeit, das Brautpaar wartet schon.

Wartet schon. Was machen wir denn da?

Dann müssen Sie mich mal für ein paar Minuten entschuldigen.

Eine der Damen aus Parramatta reicht einem Lebensgefährten die Hand.

Und was wird aus mir?

Lasset uns die Seele dem Fleische vorziehen, mein Freund.

Ich bin gleich wieder da.

(Stout) Boss! Was wollen Sie hier? - Scht!

Dasselbe wie du, nicht wahr?

Glori! - Glori.

Wolltest du mich zum Mann nehmen, tätest du mir den größten Gefallen

von der Welt. Und wolltest du mich lieben...

Henry, ich will. Ich will!

Und Petrus...

Das sind ja 2 Paare. Ich hab doch nur einen Spruch vorbereitet.

So genau kommts nicht drauf an. - Und Petrus schlief im Gefängnis

zwischen 2 Soldaten und war mit doppelten Ketten gefesselt.

Und 2 andere Soldaten hielten Wache vor dem Kerker.

Und plötzlich stand der Engel des Herrn vor ihm.

Und sein Licht erstrahlte im Raum, und er sprach: "Folge mir nach."

Und siehe da. Er stand auf und die Ketten fielen ihm von seinen Händen.

(Knabenchor singt) Gloria, Gloria in Excelsis Deo.

Gloria, Gloria, in Excelsis Deo.

Gloria, Gloria, in Excelsis, in Excelsis Deo.

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