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Zulu
Lasst mich in Ruhe! Ich habe nichts falsch gemacht!
Was? Ihr habt alles falsch gemacht!
Hier entlang!
-Das wird mich bis ins Grab verfolgen! -Beeilung!
Haltet sie auf!
-Da drüben! -Wo?
Da drüben!
Ok, geh da rüber!
-Weiter! -Sie hat sich versteckt!
Hier entlang!
Hier!
Nein! Los! Sie darf uns nicht entkommen!
Los, Sirisco.
Misia!
Hier entlang!
Jacopo!
Mama!
-Mama! -Jacopo!
-Mama! -Jacopo!
-Mama! -Ich bin hier.
-Mama. -Ich bin hier.
Mama!
Warte.
-Mama. -Alles ok?
-Ja. -Bist du verletzt?
-Alles ok? -Nein. Ich habe nur Angst.
Und du? Bist du verletzt?
Ich bin verbrannt und beschämt.
Meine Freundschaft mit Tindaro war der Fehler.
-Nein. -Ich habe versagt.
Ok.
Seht hinter den Türen nach.
-Es gibt viele Türen. -Es ist beeindruckend.
Die Spinne könnte überall sein.
-Ich meine, es ist schön hier. -Schön.
Danke, ja.
Und Pampinea ruiniert es.
Es wurde von Benediktinern gebaut, und jetzt sind überall ihre Hüte.
Und viele sind übertrieben.
-Die meisten sind übertrieben! -Ist sie die, von der du gesprochen hast?
Ja. Es bedeutet mir viel, dass du zugehört hast.
Oh, danke.
Jetzt müssen wir sie finden.
Wir müssen sie loswerden.
Und dann können wir in dieser wunderbaren Villa alles teilen
und wie die Adligen leben.
Wir können Wein trinken und Geschichten von perversen Frauen erzählen!
-Und von perversen Mönchen. -Ja.
Ok, haltet jetzt also bitte die Augen offen.
Aber passt auf.
Passt auf.
Sie wird euch einlullen,
weil sie eine schöne Frau ist.
Los!
-Wohin? -Hier entlang.
Ich dachte, du wärst tot.
Ja, diese widerlichen Söldner haben mich fast getötet.
Licisca war gemein. Ich dachte: "Wo ist Misia, wenn man sie braucht?"
-Es ist so komisch, dass du Filomena bist. -Nein, es ist logisch.
Wie schön, dich zu sehen.
-Du hast mir so gefehlt. -Du mir auch, du tief hängender Ast.
Danke, du unebener Stumpf.
Wir müssen Pampinea vor ihnen finden.
Sie wollte Stratilia verbrennen. Sie sollten sie finden.
Sie dürfen ihr nicht wehtun.
Warum nicht?
Egal. Erzähl mir, was ich verpasst habe.
Stratilia!
Mein Junge, es geht dir gut. Ich wusste, du bist im Herzen ein Krieger.
Stratilia, ich will dir was sagen.
Ich weiß, warum du meinen Antrag am Scheiterhaufen abgelehnt hast.
Du warst sehr beschäftigt.
Aber als ich dich in Gefahr sah,
wollte ich unbedingt sicherstellen, dass es dir gut geht.
Ich bin reich. Ich kann dich beschützen.
Und wir haben, wie du weißt,
eine starke erotische Bindung.
Jetzt frage ich dich
in aller Ruhe…
In Ordnung.
Bist du verletzt?
Hat die rothaarige Hyäne deine edlen Beine verletzt?
Wir brauchen einen Arzt. Jacopo, Sirisco soll einen Boten holen.
Der soll einen Arzt rufen.
Geld spielt keine Rolle. Dafür ist es endlos da.
Hör auf, zu reden.
-Wie bitte? -Du redest immer.
-Meine Liebste… -Hör bitte auf, zu reden.
Komm.
Stratilia, wo ist Dioneo?
Tot.
Tot?
Tot.
Oh Gott.
Scheiße. Was soll ich tun?
Weiß nicht. Tschüs.
Nein, Stratilia, bitte. Ich habe eine schlimme Wunde.
Kannst du mir bitte helfen?
-Ich könnte, tue es aber nicht. -Was? Wieso?
Ich gehe mit meinem Sohn für immer.
-Wirklich? -Ja.
-Wo gehen wir hin? -Woandershin.
Bitte. Ohne deine Hilfe sterbe ich hier, und ich muss hier weg.
-Ich will genauso gern gehen wie du. -Mama, sei nett.
Nein, ich stelle die Bedürfnisse der Adligen nie wieder über unsere.
Aber sie ist eine Dienerin, keine Adlige.
Gut aufgepasst.
Ok. Geh zur Hütte und pack unsere Sachen.
Ich kümmere mich um sie, aber wir gehen bei Sonnenaufgang.
-Darf ich mit Tindaro spielen? -Nein.
Los, auf den Tisch.
Das wird sich schrecklich anfühlen.
Ich hätte gern gesehen, wie's zerfiel.
War es schön, zu sehen,
wie Ruggiero und seine Verrückten ihre Strafe bekamen?
Ja, das war es.
Warte!
Was?
Da drin ist Ruggiero.
Ruggiero ist am Leben?
Du hast gesagt, alle starben an der Pest.
-Nein. -Er lebt nicht, oder nicht alle starben?
Beides.
Was ist los?
Pampinea…
Pampinea was?
Ich sollte Ruggiero töten.
Und das hast du?
Ja. Irgendwie.
Größtenteils.
Ja, ich habe es sicher getan.
-Sie hat dich zum Mord gezwungen? -Er war da, also musste es getan werden.
Nein, das musste es nicht.
Du siehst verstört aus. Deine Augen sind getrübt.
Komm schon.
Sie sind so wie immer.
Und ich bin dieselbe Misia.
An Bord der Brassy Saint Da segelte ein Mann namens Ivy
Und als er lächelte…
Ich weiß, du liebst sie, aber nach all dem musst du sie verlassen.
Ich helfe dir. Sie ist ein schlechter Mensch.
Ich lösche deine Loyalität zu ihr aus.
Wenn das Gift in dir bleibt, was dann?
-Mir wird's gut gehen. -Nein.
Du wirst zerstört. Du wirst ausgelöscht.
Scheiße.
Ich will sie loswerden.
Ich habe das Gefühl, ich ersticke. Hilf mir, bitte. Hilf mir.
Du sollst frei sein.
Du kannst frei sein.
Bei dir fühle ich mich frei.
Pampinea?
Pamp…
Sieh im Schrank in dem Zimmer nach.
Pampinea?
-Ist sie da drin? -Ja.
Wirklich?
Ach, Ihr meint Neifile, die Leiche Eurer Frau.
-Ja. -Tut mir leid.
Ich habe gelogen.
-Was? -Bevor sie starb.
Kann ich's zurücknehmen?
Ich weiß nicht.
Begräbst du sie mit mir?
Ich schaff's nicht allein.
Ja. Ja, ich helfe Euch, Panfilo.
Ja.
Sobald ich Pampinea finde
und sie aus dem Fenster werfe!
Sie sollte das hören.
Verstehe.
Vielleicht könntet Ihr beten.
Sie mochte diese Sachen, oder?
Das sind meine neuen Freunde.
Ja. Sie leben jetzt hier als Gleichgestellte.
-Ist sie in der Wand? -Könnte sein.
Sie ist winzig. Sie passt in einen Krug. Kommt, bitte.
Sucht nach großen Krügen.
Allmächtiger Vater…
Vater, ich sagte, ich war mir nicht sicher…
…aber ich nehme jede Gnade an, die du mir gibst.
Jeden spärlichen Krümel.
Ich ertrage diese Trauer nicht.
Diese Wut, diese Schuldgefühle.
Hilf mir.
Neifile, hilf mir.
Ok, sei still.
Ok.
Ich habe noch nicht mal angefangen. Atme, Süße.
Wofür die Federn?
Die Schäfte bedecken den Widerhaken, dann gräbt er sich weniger ein.
Ok.
Das Schwierige ist, den Widerhaken zu finden.
Ok, atme ein, zwei, drei…
Wo hast du das gelernt?
Leonardo schoss mal seine Hündin an. Ich wollte sie retten.
Er wird hassen, was sie hier gemacht haben.
Er ist seit Wochen tot.
Ich muss weg.
-Ok. -Verdammt!
Die erste ist am schlimmsten.
Dein Sohn war süß.
Ja, mein Jacopo. Leonardo war sein Vater.
Das ist…
-Das ist überraschend. -Ja.
Rede. Erzähl mir von deiner Affäre mit dem erbärmlichen Adligen.
-Oh mein Gott. -Ok. Es fing gut zwischen uns an.
Leonardo war sehr romantisch, wenn ihm danach war.
Er sagte, er liebte mich.
Es ist mir peinlich, wie lange das funktioniert hat.
Ich glaubte ihm, war ihm aber egal.
Dann bekam ich Jacopo und musste bleiben.
-Ihr wart am Ende kein Paar? -Seit Jahren nicht.
Ich habe nicht mal im Haus geschlafen. Aber er war großzügig.
Er sagte, er würde Jacopo alles vererben, was ihm gehörte.
Die Villa könnte seine sein.
Es bedeutet nichts, da er tot ist. Wenn es das je tat.
-Ok. -Dieser verfluchte Pfeil!
-Rede weiter, ok? Rede. -Ok.
Filomena ist meine Schwester.
Und sie wusste es und behielt mich als Dienerin.
Du bist also auch adlig.
Nicht mehr als dein Sohn.
Mein ganzes Leben schrubbte ich den Boden meines Vaters und meiner Schwestern.
Sie wussten, wer ich war. Und ihnen gefiel es so.
Ich schlief auf dreckigem Schilf, sie schliefen lachend in Federbetten.
-Sie lachten im Schlaf? -Über mein Leid und meine Erniedrigung.
Adlige.
Menschen.
Ich wollte glauben, dass Tindaro besser ist als Leonardo,
dass alles anders sein würde.
Aber seine Kleinheit und sein Egoismus waren nur viel offensichtlicher.
Ich genoss die Macht, aber ich mag die Person nicht.
Er bedeutet mir nichts.
Mir auch nicht.
-Scheiß auf sie alle. -Scheiß auf sie alle.
Ok, du überlebst es.
Glaube ich.
Vergiss nicht, das Bein hochzuhalten. Und ruh dich aus, bis du gehst.
Danke, dass du dich um mich gekümmert hast.
Ich kann die dumme Angewohnheit nicht abschalten.
Nimm mich, Tod.
Möge Stratilia mich finden und weinen.
Da draußen
habe ich an dich gedacht.
Das hielt mich warm.
Ich mag dich.
Ich weiß.
-Ich kann frei sein. -Scheiß auf Pampinea.
Scheiß auf sie.
-Arriguccio, warst du auf dem Dachboden? -Keine Spur von ihr.
Es gibt drei Dachböden.
Ich habe vier gezählt.
Sirisco, wir könnten die Küche zusammen durchsuchen,
und wenn wir schon da sind, essen wir was von dem Essen.
In so einem Moment kann man nicht essen.
Pampinea könnte uns beobachten!
Nur zur Erinnerung: Wir verhungern.
Sirisco, darf ich etwas sagen?
Als Freund?
Ein geschätzter Freund.
Vielleicht hat dich diese Pampinea zu sehr belastet.
Kam sie an dich ran?
-Nein. -Bezahlt sie dich?
-Nein. -Doch.
-Nein. -Spinne!
Nein, beruhige dich. Sie kann dir nichts mehr antun.
Sie benutzte mich und ließ mich glauben, sie sei von mir schwanger.
-Sie ist deine Geliebte. -Ja.
Das hat ihr gefallen.
Meine Güte. Die Sirene macht mich wieder zum Narren.
-Nein. Nein, Sirisco, nein. -Du hast recht, das ist sinnlos.
Sie beherrscht uns nicht.
Sollen wir was essen?
-Essen wir uns voll. -Ja.
Wir fressen uns voll. Kommt.
Kommt.
-Müssen wir gehen? -Ja.
-Kann Tindaro mitkommen? -Nein.
Ich finde meinen ersten Freund und verliere ihn sofort.
-Das ist er nicht. -Doch.
Tut mir leid. Du wirst einen neuen finden.
Wo gehen wir hin?
-Weißt du, wie weit weg es ist? -Nein. Ich weiß es nicht. Ok?
Aber ich werd's wissen.
-Die Dame sagte, die Villa gehöre mir. -Nein, wir waren nicht verheiratet.
Und in ihren Köpfen bist du ein Bauer. Du bist ein Nichts, fast Dreck.
-Wie kannst du das sagen? -Ich bin's auch.
Es ist nicht schlimm. Es bedeutet nichts. Es ist unser Platz.
Ich mag uns.
Sie sagte, die Villa gehöre mir. Und sie ist reich.
Was, wenn… Was, wenn das alles für uns ist?
Dinge können für uns sein, oder?
Dinge können für uns sein.
Ja.
Wenn wir sie uns nehmen.
Bruder, seid Ihr krank?
Nein.
Ich sollte es sein.
Was für ein Mann kann sich nicht mal umbringen?
Ein schwacher, nehme ich an.
Ja.
Genau.
Genau das bin ich.
Ein schwacher Mann.
Ich fühle mich platt.
Leer.
Ich mich auch.
Trotz meiner höflichsten Bitten habe ich die Einzige verloren, die ich je liebte.
Auf romantische Art.
Wenigstens ist sie noch da.
Neifile hat mich verlassen.
Ich habe niemanden.
Und es ist meine Schuld.
Sie hätte Nonne werden können. Ich…
Ich musste sie nicht heiraten.
Ich bin so allein wie du.
Nein, das bist du nicht.
Doch.
Ich habe eine Frau gefunden, die ich nicht nur als Objekt,
sondern als Mensch bewundere.
Und dieser Mensch wird mich nie lieben.
Sie ist so gut wie tot.
Mein Auge.
Autsch.
Mein verdammter Verlobter.
Ex-Verlobter.
Du siehst…
Ich bin voller Anmut?
Nein, du siehst ziemlich fertig aus.
Aber…
Ja, du bist voller Anmut.
Habe ich sie nicht gut geliebt?
Du hast sie gut geliebt, aber auch falsch.
Tut mir leid, dass ich dich falsch geliebt habe.
Du hast mich nicht geliebt, oder?
Ich dachte, ich tat es.
Wobei es doch sehr schnell zu Hass wurde.
Ja, ich wurde mein Leben lang falsch geliebt.
Oder gar nicht.
Bei Sonnenaufgang mache ich mich von all den Fesseln frei.
-Was bedeutet das? -Ich mache das allein.
Unabhängigkeit ist der größte Luxus.
Ich nehme alles nur für mich.
Klingt das nicht toll?
Nein.
Überhaupt nicht.
Das Tollste ist, jemanden zu lieben, der es verdient hat.
-Soll ich in den Graben springen? -Nein.
Wenn die Pest aufhört, kannst du mit mir nach Firenze ziehen.
Als deine Dienerin?
Als meine Freundin.
Ich will keine Diener mehr.
Ich habe noch nie so was Irres gehört.
Nicht zu arbeiten.
Was wirst du tun?
Du wirst nicht für Pampinea arbeiten.
Da hast du recht.
Das werde ich nicht.
Ja.
Wenn wir weg sind, wirst du sie nie wiedersehen müssen.
Stimmt.
Überzeugung ist mächtig, und wir haben sie.
Das Haus gehörte deinem Vater, also gehört es dir.
Wem's nicht passt, kann es mit mir aufnehmen.
Hey, Mama.
Ich hasse diese Blumen.
Ich nehme die Villa ein.
-Kann ich mitkommen? -Verpiss dich.
Alle Achtung.
Wow. Das sieht so cool aus. Du siehst aus wie die Dame.
Ich sehe viel schöner aus als Pampinea, Jacopo.
Ok, ich bin bereit.
Andreoli.
Was ist mit dir passiert?
Ich wurde geschlagen.
Und mit dir?
Ist sie nicht mehr da?
Es tut mir leid.
Ich habe sie am Ende angelogen,
und sie wusste es.
Und wir hatten uns versprochen, nicht mehr zu lügen.
Und sie hatte solche Angst.
Und sie ging mit solcher Angst.
Es tut so sehr weh. Ich kann es nicht überwinden.
Was soll ich sagen?
Die Wahrheit.
Sie ist tot.
Und?
Dein Verlust ist nicht einzigartig.
Wir haben alle gelitten.
Ich habe die Botschaft des Todes hundertmal überbracht.
Und ich bin nur ein attraktiver Bote.
Es ist furchtbar. Du wirst's nie überwinden.
Es ist furchtbar.
Ich werde es nie überwinden.
Ja.
Ja.
Das ist die Wahrheit.
Vielleicht kann ich dich mit anderen schrecklichen Neuigkeiten aufheitern.
Hast du Die Fabeln Avians hier?
Kannst du lesen?
Nein, aber das Buch kann mich interessieren.
Ja, das stimmt.
Leonardo hatte eine schöne Bibliothek. Du kannst sie gern ansehen.
Sie gehört jetzt dir.
Schnappt sie!
Wow.
Stratilia.
Du siehst glänzend aus.
Ich nehme die Villa ein.
Sie gehört Jacopo. Ich bin die Jungfernmutter.
Du kannst Vogt bleiben.
-Du nimmst die Villa ein? -Jacopo ist der Erbe. So ist das nun mal.
Ist es das? Denn die Villa gehört niemandem.
Leonardo ist tot.
Wir sollten seine Mittel teilen.
Das Volk sollte sie übernehmen.
Jacopo ist das Volk.
Ich bin das Volk.
Ich bin dran.
Gütiger Gott.
Wir haben noch eine Schlampe am Hals.
Freunde? Freunde, kommt jetzt. Der Urlaub ist vorbei.
Panfilo. Setzt Euch zu uns.
Ich habe schlimme Neuigkeiten.
Söldner kommen her.
Die Söldner?
-Die, die mir das angetan haben? -Sie jammert nur über ihr Bein.
-Wann kommen sie an? -In ein paar Stunden.
Andreoli hat mir Bescheid gegeben.
Er sagte ihnen, die Villa sei voller gepanzerter Ritter.
-Aber das ist sie nicht. -Das weiß er. Er hat Zeit gewonnen.
Ok, Leute, pst.
Licisca, gib mir mehr Informationen. Wie viele Söldner sind es?
Könnten sie stärker sein als ich?
-Es ist eine kleine Armee. -Gut, dass wir hier sind.
-Die Villa ist befestigt. -Wir brauchen einen Plan.
-Bestechen wir sie. -Ja.
Sirisco, hat Leonardo eine versteckte Schatzkammer?
Wir haben Pampineas Mitgift.
Oh ja.
Die enorme Mitgift, mit der sie Leonardos Herz kaufen wollte.
-Die Hure. -Aber dann wäre Leonardo die Hure.
Klappt das?
-Vielleicht. Sie sind käuflich. -Es muss klappen.
Und in der Zwischenzeit suchen wir weiter nach Pampinea.
-Ich habe Pampinea gefunden! -Was?
Pampinea, wir brauchen Eure Mitgift, um die Villa zu retten.
Wo sind Eure Juwelen?
Was? Meine Mitgift?
-Ich… -Wagt es nicht…
In ihrer Truhe.
Sie ist in ihrer Truhe.
Wo ist sie?
Wo ist die schicke Tasche? Ist jemand durch Eure Sachen gegangen?
Setzt Euch.
Es kommen Soldaten her, oder?
Wenn uns die Mitgift rettet, nehmt sie bitte.
Seid still.
Wo ist Stratilia?
Ich muss mich bei ihr entschuldigen.
-Natürlich ist sie keine Hexe. -Nähert Euch ihr nicht.
Ich muss mich auch bei Euch entschuldigen.
Ich wollte es so sehr,
dass ich mir eine Liebe ausgedacht und mich verloren habe.
Euch verloren?
Ihr habt jede Person in diesem Zimmer manipuliert.
Ich weiß.
Es tut mir leid, Sirisco.
Ich schäme mich so sehr.
Zu spät.
Die Tasche ist nicht hier. Die Mitgift ist weg.
Wo ist sie, Pampinea?
Habt Ihr sie mitgenommen, als Sirisco Euch jagte?
Ich verspreche, dass ich sie nicht habe.
Ihr lügt.
-Ich schwöre es. -Sie lügt.
Ok, hört auf.
Vielleicht muss sie sich zusammennehmen, bevor sie es uns sagt.
Sich zusammennehmen? Sie schluckt keinen Käfer.
Ich verspreche bei unserer Freundschaft, ich habe sie nicht.
Freundschaft?
-Ihr denkt, Misia sei noch Eure Freundin? -Das bin ich.
Misia, diese Frau interessiert sich nur für sich selbst
und dafür, wie du ihr nützlich sein kannst.
Wenn du versagst, tut sie so, als wärst du in Ungnade gefallen.
Das ist eine Lüge.
Dann lächelt sie und erlaubt dir, die Wogen dieses Mal zu glätten.
Und für eine Weile ist sie fröhlich.
Und du bist fröhlich, weil sie es ist.
Aber sie ist nur fröhlich, weil sie weiß, ihr System funktioniert.
Du hast es bewiesen.
-Nein, es ist etwas komplizierter… -Doch, Misia. Doch.
Ich weiß das, weil ich auch so bin.
Oder so war.
Misia, nein.
Misia, das stimmt nicht.
Misia, bitte.
-Tritt von dieser Frau weg. -Misia, du weißt, dass ich dich liebe.
Ohne ihren Schmuck ist sie für uns wohl nutzlos, also…
Bringt sie weg, Jungs.
-Ihr seid nutzlos. -Es ist Zeit, Abschied zu nehmen.
-Los. -Sirisco, nein.
-Tschüs. -Nein.
Vielleicht hat einer deiner armen Freunde meine Mitgift gefunden.
Was habt Ihr gesagt?
Es ist nicht ihre Schuld.
Es liegt in ihrer Natur. Sie konnten nicht anders.
-Ihr müsst so weit wie möglich weg. -Du kannst mich nicht wegschicken.
Für wen hältst du dich?
Für wen ich mich halte?
Das ist klar, oder?
Ok, Sirisco, das ist ein Messer.
Für den, auf den du gewartet hast.
Deinen geliebten Visconte Leonardo.
Ich bin endlich hier.
Venezianische Huren hielten mich auf, aber ich bin wieder da.
Ich bin hier und bereit, meine neue Braut kennenzulernen.
Und ich werde sie aussaugen.
Aber weißt du, was ich brauche?
Die Mitgift.
Meine Bezahlung.
Seien wir ehrlich. Darum habe ich dich gewählt. Sieh dich an.
Wo ist sie?
Zeigt mir die Juwelen.
Ich habe sie nicht.
-Misia, Hilfe! -Zeit, zu gehen!
-Ich will nicht! -Hey!
Misia, wie konntest du nur?
-Misia! -Stopp!
-Misia! -Hört auf!
-Lass mich nicht da draußen allein! -Sirisco, warte kurz, bitte.
-Ohne dich schaffe ich es nicht. -Bitte.
-Stopp! -Genug! Das reicht!
-Auf Wiedersehen, Pampinea. -Nein.
Ich weiß, dass Ihr es allein schafft.
So wie wir.
Misia, hör mir zu. Bitte.
Bitte.
Auf Wiedersehen.
Ihr seid alle schrecklich!
Ok. Ab jetzt wird es hier anders laufen.
Sirisco, alle zusammen,
widmen wir unsere Aufmerksamkeit jemandem, der sie verdient.
Neifile.
Kommt.
Danke.
Freunde…
Ich wollte hier der Wahrheit entfliehen
und mit netter Ablenkung Zeit gewinnen.
Ein Urlaub.
Aber der Urlaub war flüchtig, wie jeder Urlaub.
Und jetzt
bleibt mir nur die Wahrheit.
Neifile, ohne dich…
…bin ich verloren.
Ich hielt meine Schwester, als sie starb.
Bevor sie ging,
erblindete sie.
Und in dem Moment
konnte ich auch nicht sehen, so sehr wollte ich ihren Platz einnehmen.
Fiammetta.
Sie hat für mich die Kamine geputzt, wenn ich zu müde war.
Ich hatte Lisabetta.
Und Carlotto.
Luigi, Antonio.
Freduccio.
Rambaldo.
Scarlata und Tedaldo.
Und meine Mutter Caterina.
Sie starb bei meiner Geburt.
Mein Babygehirn war so groß, dass es sie ermordete.
Und Dioneo.
Mein Onkel stand, als sein Tod kam, das…
Das hat mich traurig gemacht.
Ich habe von ihm immer eins hinter die Ohren gekriegt,
aber er war trotzdem nett zu mir.
Lupetta.
Sie war schön und sanft.
Sie hatte große Füße.
Verdammte Pest.
Nein, nein.
Ein Pferd hat sie getreten.
Meine Lucia.
Sie hasste mich bis zu ihrem letzten Atemzug.
Und ich versteh's.
Parmena.
Mein Täubchen.
Violetta.
Lauretta.
Mama.
-Eduar… -Papa.
Hey. Licisca.
Hey, warte.
-Willst du über ihn reden? -Ich will nicht mit dir reden.
Es tut mir leid. Ich log, weil Vater mich bat, zu lügen.
-Kein Teil von mir kann dir verzeihen. -Wir müssen es versuchen.
Was bringt einem eine Familie ohne ihre bedingungslose Liebe?
Du willst jetzt Familie spielen?
Wann hättest du mich so behandelt?
Sicher nicht in all den Jahren, als ich deine Nachttöpfe geleert
und deine vollgeschissene Kleidung gewaschen habe.
War ich immer voller Kacke?
Du musst nie schwere Dinge tun.
Ich schon. Das ist der Unterschied zwischen uns.
-Wie bitte? Das ist absurd. -Was hast du je für jemand anderen getan?
Ich habe Pampinea Misia zuliebe zerstört.
Ja, richtig. Was hast du je für mich getan?
Ich habe dir das Leben gerettet.
Wann denn?
Ich sagte dir, Papa sei tot,
damit wir nicht an der Pest sterben, und das rettete uns.
Was meinst du?
Er war tot.
Du sagtest, er sei weg.
Ich habe gelogen.
Wir ließen ihn allein sterben?
Er würde es verstehen.
Wie konntest du nur?
Er wäre bald gestorben. So wie wir, wenn wir geblieben wären.
Ich habe uns gerettet.
Ja. Ich habe vergessen, dass wir in Sicherheit sind.
Ich mache mich von dir los.
Es geht immer um deine Bedürfnisse, darum, dich zu retten.
Du bist hilflos, und du verdienst es, allein zu sein.
Ich will das auf jeden Fall.
Ich hatte keine Wahl.
-Ich dachte, sie gehören Leonardo. -Es gibt keinen Leonardo.
Sag es ihnen.
Sag ihnen, dass ich meine Mitgift mitnehmen musste.
Ich bin sonst nichts wert.
Warte.
Wo willst du damit hin?
Die Villa ist in die andere Richtung.
Halt! Das ist meine Mitgift!
Oh ja, Signora.
Scheiße!
Untertitel von: Laura Hatry
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