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-Aber wie hätte ich es wissen können? -Ich dachte, es war offensichtlich.
Ich wollte ihm sein Wams richten. Was hätte es sonst sein können?
Du standest da und rochst an seinem Nacken,
während ich wie eine Idiotin die Kerzen zählte.
Du hättest ihn sicher haben können. Ich glaube, er mag Männer.
Und du meinen Bruder, wenn du es gewollt hättest.
Guidotto war etwas dünn für mich,
aber ich hätte es gewollt.
Also…
Also…
Was machen wir heute?
Ich will nur
über alles reden.
Misia?
Hilfe.
Ich brauche deine Hilfe.
Willst du mir sagen, was hier passiert ist?
Er hatte wohl ein schlechtes Herz.
Und Nasenbluten.
Wenn du mir nicht sagst, was passiert ist, gehe ich vom Schlimmsten aus.
-Es war nicht die Pest. -Ich meinte Mord.
Er wollte fliehen.
Ist das aus Loyalität zu ihr?
Ja.
Denn eine Loyalität, die schwindet, wenn es Probleme gibt,
ist keine Loyalität, also…
-Misia. -Ja.
-Sieh dir an, was du getan hast. Sieh hin. -Nein.
-Du musst hinsehen. Sieh hin. -Nein.
Du hast ihn eingeladen.
Du hast das möglich gemacht!
Hättest du ihn lebend gewollt, hätte Pampinea das Sagen haben sollen!
Pampinea ist ein Dämon!
-Gott! -Sprich nicht so über meine Freundin!
Deine Freundin? Du hältst sie für deine Freundin?
Sieh dir an, wozu sie dich gezwungen hat! Sieh es dir an!
Eine Freundin gibt einem ein Gefühl der Zugehörigkeit und Herzensgüte.
Sie gibt mir all das, was du gesagt hast.
Ja.
Du kennst sie nur nicht so wie ich.
Ich kenne sie ziemlich gut. Ziemlich gut.
-Du bist eifersüchtig. -Oh Gott.
Weil Pampinea mit dir gevögelt hat, dich aber nicht geliebt hat.
Aber natürlich hat sie dich nicht geliebt. Sieh sie an und sieh dich an.
Du bist nicht nur ein Bauer,
du bist ein Idiot.
Du bist ein Narr.
Könnte ein Idiot sich seit 15 Jahren um die Villa kümmern?
Du beweist, dass ein Idiot das kann.
Achtung, Ihr Undankbaren!
Ich werde nie wieder in diese elende Villa zurückkehren!
Hört Ihr?
Hört Ihr?
Ihr seid alle monströse Schweine!
Nicht du, Matteuzzo. Du bist ein perfekter Engel.
Welcher Papst bin ich?
Ich war als Vorsitzender des Zweiten Laterankonzils recht faul.
Im Ruhestand habe ich wenig erreicht.
Aber dir war wichtig, dass Rom das päpstliche Zentrum bleibt,
und dir machten die törichten Taten Ludwigs VII. zu schaffen.
Aber ich habe versagt
-In nomine Patris et Filii -Et Filii
-Et Spiritus Sancto -Et Spiritus Sancti
Sancto?
Sancto.
Sancti. Et Spiritus Sancti.
-Wir sagten immer "Sancto". -Nein.
Doch. "Sancto." Wir sangen…
-Lang und tief -"Sancto"?
-Sancto -…to
-Sancto. -Sancto.
-Loslassen! -Ich habe die Hübsche.
-Nein. -Aber du bist die Hübsche, oder?
Wir sind beide hübsch.
Ergib dich jetzt.
Ich sterbe, ehe ich mich deiner Fratze ergebe!
Ich bin nicht hässlich. Ich sehe interessant aus.
Oh nein! Wo sind meine Beine?
-Ich habe sie abgeschnitten! -Oh nein!
Ich bin nur noch Sternenlicht!
Nein! Doch.
Halt still.
Halt still.
Schlag mich nächstes Mal doch etwas sanfter.
Und wenn das nicht geht, meide den Kopf, denn da ist das Gehirn.
Was tust du hier? Wurdest du gesehen?
Ich habe dich verfolgt,
wie ein erfahrener Jäger ein majestätisches Reh verfolgt.
Ich hatte keine Wahl.
Wie sollte ich dir sonst meine Liebe gestehen?
Meine Liebe!
Es ist zu spät. Du hast dich mit einem anderen fortgepflanzt.
Es gibt keinen anderen. Er starb bei der Geburt.
Das ist ja fantastisch.
Dann bestimme ich…
Nein.
Au!
Ich bestimme, dass du noch mein bist.
Du bist das Objekt meiner Liebe,
und ich bin fast sicher,
dass ich irgendwann lernen werde, dein seltsames, stilles Kind zu lieben.
Stratilia, sag nicht, dass dein Herz mich nicht liebt,
wenn dein Körper mich liebt.
Küsst ihr euch?
Leidenschaftlich.
Die Rohheit unserer niedersten Instinkte bringt einen schon zum Schmunzeln.
Das reicht. Ich muss zur Arbeit.
Du bist verletzt. Ruh dich hier aus.
Jacopo, du hast das Sagen.
Vergiss nicht, dieser Mann verhält sich wie alle Adligen
ununterbrochen egoistisch oder dumm.
Und normalerweise beides. Ich komme bald zurück.
Alles, was du willst, Stratilia.
Ich bin ziemlich schlau.
-Du kannst mich über Herodot ausfragen. -Wer ist Herodot?
Mach dich auf was gefasst. Setz dich.
Blöde Klamotten!
"Ich bin Panfilo. Beruhigen wir uns.
Meine Frau ist sehr fromm.
Sie liebt Gott mehr als mich."
Viscontessa?
Viel Spaß mit dem Dreck.
Darf ich bitte reinkommen?
Ich hoffe, Tauben scheißen auf Euren blöden Filz!
Misia.
-Was macht Ihr da? -Ich helfe Panfilo.
-Ihr helft ihm? -Ja.
Wenn seine Sachen draußen sind, kann er schneller gehen.
Und?
Ruggiero wird Euch und Euer kostbares Baby
nicht mehr stören.
Ihr seid sicher.
Gott sei Dank.
Ich kann mich entspannen.
Ich befehle dem mittellosen Panfilo
und seiner grässlichen Frau, das Gelände zu verlassen.
-Wir hatten nichts gemeinsam. -Und Padrone Tindaro?
Ein starker, männlicher Verstand zieht mich an.
Und er ist noch unverheiratet.
Tindaro darf bleiben.
Was?
Was ist los?
Warum gibt es immer ein Problem?
-Nein, nichts. Es ist nichts. -Sag es mir.
Na ja, ich…
Ich fühle mich nur etwas…
…komisch.
Wisst Ihr, wegen
des Mordes.
Des Mordes?
Ja.
Ach, Schatz.
Nein.
Mein Schatz.
Das war kein Mord.
Nein.
Das war Notwehr gegen einen Agenten des Teufels.
Das personifizierte Böse.
Das ist nicht…
Es gab keine andere Möglichkeit.
Das war nicht…
Du hast getan, was nötig war.
Es war eine große Liebesbekundung an mich.
Die größte Liebe, die ich je gekannt habe.
Außer Leonardos natürlich.
Natürlich, ja.
Misia, meine Süße,
du und ich, wir müssen nie wieder daran denken.
Nein.
Wir müssen nur nach vorn sehen…
…und an unsere Zukunft
mit diesem Kind denken.
Ich brauche keinen Ehemann.
-Ich habe dich. -Ihr habt mich.
Na ja, dann…
Mein Bad?
Ich habe Euer Bad vergessen! Wie dumm von mir!
Wo ist mein Minzöl?
Bitte, ich flehe Euch an.
Wir sind unschuldige Milchmädchen auf einem Spaziergang.
Lasst uns frei.
Denkst du, ich habe dich vergessen. Niemals. Du bist durchgedreht.
Ich erinnere mich, als wär's eine Woche her.
-Kardinal Agnolo war nicht der Beste. -Nein.
-Unser System war gut. -Ja.
Wir brachten ihm das Rauben bei.
Und er uns, zu akzeptieren, dass Gott die Menschheit verlassen hat.
Kennst du die?
-In Zeiten wie diesen… -Ich kenne sie nicht.
-Ich habe einen getötet. -Oder?
Ihren Freund.
-Das hatte ich vergessen. -Ja, ich auch.
Töte die beiden.
Ja, in Ordnung. Du musst mir helfen.
Was?
-Nein. Ich bin eine Dame. -Was guckst du so?
-Auf keinen Fall. -Errege ihre Aufmerksamkeit.
Ich bin auf eine Biene getreten.
Das ist schlecht!
-Sei still! -Nein! Ich werde nicht still sein.
Ich habe unerträgliche Schmerzen.
-Wenn ihr mir nicht glaubt, seht her! -Ich sehe keine Biene.
Der Täter flieht nun mal immer vom Tatort.
-Pass auf die auf. -Mach du doch.
-Ich will die Füße sehen. -Ja…
Lass mich runter!
Reiter!
-Die Mönchsritter! Wunderbar! -Wer?
Zu denen wollten wir eigentlich.
-Seid gegrüßt! Wir haben Gefangene… -Oh nein! Das war ein Fehler!
Sie werden uns umbringen. Tu etwas!
Matteuzzo, wir können überall hingehen. Egal, wohin.
Gut, dass es dich gibt.
Gehen wir schwimmen?
Das gefällt dir sicher. Also los.
Matteuzzo!
Oh ja. Sieh mal.
Sieh dir das an!
Oh Gott.
Atme das ein.
Ja!
Komm rein, mein Freund! Komm rein!
Sehr gut.
Ich wollte, dass du wegfliegst!
Verlieb dich nur nicht!
Sei frei wie ich!
Ich bin frei!
Oh mein Gott! Du bist nicht tot!
Hör auf!
-Fass mich bitte nicht an! -Das hilft nicht!
Sirisco.
Ich bin's, Arriguccio.
Ich brachte Dünger zur Villa.
Arriguccio.
Mein Freund.
Hast du dich verirrt?
Sollen wir deine Sachen holen?
Sollen wir?
Wie läuft es auf deiner Farm?
Sie wurde von Räubern verbrannt.
-Tut mir leid. -Ansonsten bin ich zufrieden.
Klar.
Und die Villa?
Es ist nicht, wie es war.
Habgier und eine wohlgeformte Rothaarige haben sie vergiftet.
Meine Güte.
Der Visconte Leonardo?
Nein, er ist tot.
Er schien anständig zu sein.
Ich weiß nicht, ob er anständig war, aber er war ein Freund.
Die Pest?
-Die Welt kann einsam sein, oder? -Gott, das ist so grausam.
Ich musste meinen Esel essen.
Ich bin nur einen Steinwurf entfernt, wenn du einen Zuhörer brauchst.
Oder einen Freund.
Das ist… Weißt du, ich kann nicht zurück zur Villa.
Vielleicht gehe ich nach Venezia. Die Pest kann ja nicht ewig andauern.
Aber lange genug,
um etwas trinken zu gehen.
Das wäre fantastisch.
Danke.
-Arriguccio! -Arriguccio!
-Ach, Arriguccio! -Du warst viel zu lange weg.
Ich glaubte, im Fluss eine Leiche zu sehen.
-Aber es war viel besser. -Ja.
Bitte begrüßt einen alten Freund von mir.
-Oh mein… -Sirisco.
Der Vogt von Lord Leonardos Villa.
Oh, danke.
So wunderbare Gesichter.
Danke für die Gastfreundschaft. Sehr erfreut. Wer hat hier das Sagen?
Niemand.
Niemand.
Wow.
Ich hatte noch nie eine solche Verbundenheit mit Fremden.
Sei frohen Mutes, Bruder. Hier gehörst du her.
-Du bist hier willkommen. -Ja.
-Setz dich. -Prost.
Man hält den Gladius so.
Tu so, als hättest du ein Scutum.
Los. Erst der vordere Fuß, dann der andere.
Und dann schlägst du und stößt zu!
Jetzt bist du dran.
In etwa so?
-Nein! Nicht ganz. -So?
Hör auf!
Das ist nicht die Technik, die ich dir gezeigt habe!
Deine Aktionen sind vielversprechend, aber nicht korrekt.
Aber vielleicht liegt das an deiner unausstehlichen Größe.
Und du bist weder an deiner Größe noch an deiner Unerfahrenheit schuld.
Nein?
Hast du je ein echtes Schwert gehalten?
Oder eine Armbrust?
Eine Keule?
Eine Gleve?
Einen Dreizack?
Einen goldenen Kranz?
Nein.
-Ein Füllhorn? -Nein.
-Hast du je exotische Früchte gegessen? -Nein.
Aber du hast ein Fresko gesehen, oder? Du musst ein gutes Fresko sehen.
Wie trostlos. Warum wohnst du nicht in der Villa?
-Sie ist groß genug. -Meine Mutter geht dahin.
Sie sagt, Adlige hassen uns, also bleibe ich hier.
Dieser Adlige hasst dich sicher nicht.
-Schon mal Safran gegessen? -Nein.
Er ist teuer und lecker.
Du bist dran.
Also…
Ich habe wohl nie wirklich an Gott geglaubt.
Ich war mir selbst nie sicher, ob es den Kerl gibt.
-Wirklich? -Ich habe die Antworten nie gefunden.
Ich habe es so sehr versucht.
Ich habe überall gesucht.
Aber ich bin inzwischen davon überzeugt, dass es nie um die Antworten ging.
Ich konnte die Fragen mit dir an meiner Seite stellen.
Sir, es liegt ein Missverständnis vor.
Wir sind nur zwei Milchmädchen auf einem Spaziergang.
Soll ich die Bienensache machen?
Sieh mal.
Oh mein Gott.
Ist euch heiß? Warm?
Irgendwelche Schmerzen, geistige Verwirrung?
Wart ihr in der Gesellschaft von Katzen oder Deutschen?
-Nein. -Unangenehme Träume? Furzen?
Was ist los? Kannst du uns helfen?
Nein, ihr seid verloren.
Es gibt keine Anzeichen.
Bist du schon tot, oder was?
Bringt sie her!
Hallo, Sir.
Guten Tag euch beiden.
Ruhe!
Tretet vor.
Wo kommt ihr her, Kind?
Wir waren in einer Villa,
aber dann wurden wir von bösen Räubern entführt.
Hätten uns deine Männer nicht gerettet, wären wir gewiss umgekommen.
Wir sind so dankbar für ihre Hilfe.
Ihr seid dankbar?
Ja, das sind wir.
Ihr solltet darauf aufpassen, nicht vor Gott zu lügen.
Aber wir wollen euch nichts tun.
Wir wollen euch retten.
Diese Ritter waren einst Söldner im Dienst von Genua.
Als die Zahlungen ausblieben, hörte auch ihre Loyalität auf,
und sie waren wie ihr verloren.
Aber Gott hat ihnen geholfen, ihren Weg zu finden.
Wir glauben fest an Gottes Plan.
Wir auch.
Gut.
Die Kirche und der Klerus haben mit diesem Plan gebrochen,
und Gott hat seine Strafe geschickt.
Aber es gibt Hoffnung.
Als Jünger der Ordnung haben wir die Männer,
die Waffen und durch diese Seuche die Möglichkeit,
die Gesellschaft so umzugestalten, dass sie Heiligkeit und Ordnung fördert.
Ja.
Wir spielen Gottes Plan nach und erschaffen eine Welt,
in der man nur überlebt,
wenn man so fromm ist, wie es Gott verlangt.
Er war schmutzig.
Er kam als Adliger ohne Buße in seinem Herzen zu uns.
Aber seht ihn jetzt an. Wir haben ihn gereinigt.
Er stinkt.
Das erleichtert uns sehr.
Ja.
Wir sind Adlige, ja,
aber wir hatten genug von den Sünden anderer Adliger
und von der Gier, die sie antrieb, also sind wir geflohen.
Hat ihre Gier ihnen Reichtum beschert?
Ja, aber wir wussten, dass ihr Reichtum beschmutzt war.
Also sagten wir: "Behaltet Eure schicke Villa und Euren Reichtum.
Wir werden Nonnen ohne Sex."
Schicke Villa?
-Die Villa war nicht so schick. -Doch, sie war ziemlich schick.
Der Reichtum der unersättlichen Adligen kann unseren Zielen helfen.
Wo ist diese schicke Villa?
Von hier aus?
Ich erinnere mich nicht.
Ihr werdet es uns sagen,
wenn ihr eure Freiheit verdienen wollt.
Habt Gnade!
-Bringt sie in die Strafzellen. -Warte.
Licisca tötete für Gott einen bösen Kardinal.
-Nein, das habe ich nicht. -Doch, das hast du.
Ja, dieser Kardinal, Kardinal Agnolo, war so schmutzig wie dieser Klerus.
Er wollte eine Verheiratete vergewaltigen, aber Licisca reinigte ihn zu Tode.
Das ist gut.
Du hast einen Kardinal getötet?
Für Gott.
Ich verurteile euch beide zum Tode.
Liebster, meine größte Freude ist es, diese Süßigkeiten mit dir zu teilen.
Und mit dem Baby.
Jetzt hält uns nichts mehr auf, oder?
Ihr seid umzingelt! Gebt auf, wo immer ihr seid!
Was in St. Julians Namen machst du da, Tindaro?
Das ist mein Hütezimmer!
Pampinea. Ich passe für seine Mutter auf das Kind auf.
Er weiß nichts über Kriegsführung, aber er lernt sehr schnell.
-Sag Hallo, Jacopo. -Was?
Na gut, er ist Stratilias unehelicher Sohn und kann sich taktisch genial verstecken.
Jacopo,
komm raus.
Ich wollte mit Streitwägen angreifen.
Du warst gar nicht in der Vase. Hinterhältig.
Das ist Stratilias Kind?
Ja, aber sag es niemandem.
Er lebt heimlich im Wald.
Sag Hallo, Jacopo.
Ihr spielt Militär?
Tindaro, Jacopo wäre sicher vom römischen Kürass im Salon begeistert.
-Ein echter Kürass? -Ihr seid der Experte.
Ich behalte Jacopo im Auge, und Ihr holt ihn.
Wenn ich zurückkomme, bekämpfe ich deine krassen und tödlichen Schläge.
Sag das keinem. Das sind nur Jungenspiele.
Möchtest du Süßigkeiten, mein Schatz?
Du armes Ding.
Du bist am Verhungern, oder?
Es gibt nichts umsonst.
-Was willst du? -Ich habe ein paar Fragen.
-Eine Süßigkeit für jede Antwort. -Ok, ja.
Wer ist dein Papa?
Ich weiß nicht. Süßigkeit, bitte.
-Kennst du ihn? -Nein.
-Hat deine Mama einen Namen erwähnt? -Nein.
Vielleicht wie er aussah?
Sie hat einmal gesagt, ich sehe aus wie er.
Einmal.
Und sein sozialer Status?
-Reich? Arm? Irgendwas? -Nur, dass er eine rumhurende Ratte ist.
Gott sei Dank.
Dein Vater scheint furchtbar zu sein.
Nein, er wollte nur nicht, dass wir in seiner Villa leben.
Seiner Villa?
Jacopo ist der Sohn von Leonardo.
-Wer ist Jacopo? -Das Kind, das da drin ist.
-Machen wir uns bereit für… -Was?
-Dein Leonardo? -Mit der Köchin.
Der Köchin? Und sie versteckt ihn?
Behalte ihn hier. Ich muss zu ihrem Haus im Wald.
Nein, wartet, Viscontessa. Warum?
-Ihr könnt nicht allein gehen. -Um zu ermitteln.
Wenn sie ihn verführt hat, könnte sie seine Dinge verhexen.
Vielleicht hält sie ihn sogar in ihrer ekligen, kleinen Hütte am Leben.
Das glaube ich nicht.
Wir haben seinen Kopf über den Tisch rollen gesehen.
-Misia! -Ja.
Wenn das Böse im Spiel ist, gibt es kein Oben und kein Unten.
Ja. Aber ich bitte dich, meine Freundin, beruhige dich,
denn die Aufregung könnte doch dem Baby schaden.
-Ich kriege dich! -Dem Baby?
Misia, verstehst du es nicht?
Nein.
Jacopo ist das Baby.
Ich rede von dem Baby in Eurem Bauch.
In meinem Bauch ist kein Baby.
Ihr seid nicht schwanger.
Ich hatte mein Blut.
Aber ich wusste, dass es ein Baby gibt.
Ich musste Gottes Weg für mich gehen. Für uns.
Und siehe da, er zeigt uns den Weg.
-Was? -Den Weg zum wahren Erben der Villa Santa.
Sirisco.
-Ja. -Warum hast du die Villa verlassen?
-Ich bin kein guter Geschichtenerzähler. -Keiner von uns ist etwas Besonderes.
Aber ihr scheint euch alle gegenseitig zu mögen.
Wir teilen unsere Mittel und halten uns bei Laune.
-Wie schön. -Viele sind gestorben.
Es wird weitergehen.
Aber hier konzentrieren wir uns auf das Gute.
Würdest du an unserem Abendessen teilnehmen?
Es wäre mir eine Ehre. Ich könnte anderthalb Schinken essen.
Danke.
Seht nur, wie groß die Teller sind.
Meine Güte. Ja…
Das ist das Abendessen? Kein Fisch? Kein Käse?
Ich hatte den Käse vergessen.
-Ihr müsst alle am Verhungern sein. -Oh ja, wir verhungern.
Belästigen wir unseren Gast nicht mit unserem Unglück.
Sirisco, wir teilen alles. Fangen wir an?
-Ja. -Ja.
Nein, das ist nicht vertretbar.
Aber wir sprechen immer ein Tischgebet.
Nein, mein Gott, nicht das Gebet. Mein Gott, du selbstloser Engel.
Nein, das hier. All das.
Ihr perfekten Seelen hungert, und Grausame schmausen in der Villa Santa.
Was sagst du da?
Ihr verdient etwas Besseres.
Die haben dort Annehmlichkeiten.
Sie haben zu viel Essen.
Fässer über Fässer voller Wein.
-Machen wir uns keine Hoffnungen. -Ich kann das denen besorgen.
Ich, Sirisco, kann das für euch tun. Ich kann das.
Natürlich werden sie sagen: "Nein. Geh weg, das Essen gehört uns."
Warum gehört es ihnen?
Was macht Pampinea zur Herrin? Muss es eine Herrin geben?
Keine Ahnung.
Hört zu. Ich schwor, nie wieder zur Villa Santa zurückzukehren.
Aber jetzt habe ich wahre Freunde, und ich schwöre, zurückzukehren.
Und wenn sie nicht teilen, können sie herkommen und Frosch essen.
Kommt.
Bitte, kommt mit mir.
Ich führe euch hin und singe unterwegs für euch.
Kommt!
Meine Liebe, wir haben einen Plan
Einen tollen Wunderbaren, glorreichen Plan
Meine Liebe…
Kommt!
Ich schwöre, ich bereue es!
Nein!
-Behalte die beiden im Auge. -Ok.
Wie machst du das?
-Was? -Warum bist du so tapfer?
Du verhältst dich so frei, als wärst du von der Erde losgelöst.
Hast du keine Angst vor dem Tod?
Seit Eduardo gestorben ist…
…habe ich keine Angst.
Ich liebte ihn,
aber dadurch war ich an ihn gebunden.
Und als er weg war, waren auch die Bindungen weg.
Und jetzt ist es…
Ich habe das Gefühl, ich sehe…
…die andere Seite der Dinge.
Die Stille und den Frieden im Tod.
Und diese Seite…
Das ist die Hölle.
Und wenn ich diese Seite verlasse…
…was würde ich überhaupt zurücklassen?
Tut mir leid, dass ich dich von der Brücke stieß.
Na ja, es war dein Brot.
Ich habe es schon verdient.
Lieber Gott, wenn ich dein Reich betrete…
Ok, schnapp dir die beiden.
Ich muss dir etwas sagen.
-Schon gut. -Nein.
Du wirst vielleicht wütend. Du musst nicht lange mit der Wut leben.
Was ist?
Du kanntest deine Mutter nicht, aber mein Vater schon.
Sie waren verliebt und bekamen eine Tochter.
Dich.
Wir sind Schwestern.
Schwestern.
Richtet sie hin.
Bitte, es hat mich nur was in der Nase gekitzelt. Ich bin…
Ich bin nicht krank. Bitte.
Nein!
Macht Eure Arbeit, Doktor.
Kommt her.
Haltet sie zurück!
Das war's nicht. Seid still.
Kümmere dich um sie.
-Zwing mich nicht. -Los!
Haltet sie auf!
Komm schon, du Idiotin! Los!
Wartet! Nehmt mich mit!
Licisca, lass mich dich zur Villa bringen.
-Nein. -Doch.
-Nein. -Dioneo ist da und kann dir helfen.
Da gibt es nichts mehr für mich.
Wenn ich dir nicht helfe, stirbst du, und das will ich nicht.
Sei meine Schwester. Bitte!
-Ok? -Du bist nicht meine Schwester.
Ok.
Ok.
-Los! -Hey!
Stopp!
Ich bin wieder da.
Ich habe fast genug für unser Abendessen,
aber wir müssen es doch noch mit Vorräten ergänzen.
Was macht Ihr hier?
Dein Sohn hat mir gesagt, du hockst ohne meine Erlaubnis in dieser Bruchbude.
Ich musste mir dieses Zuhause ansehen, und ich habe das gefunden.
Das sind die Werkzeuge einer Hexe.
Du bist eine Hexe.
-Ich bin eine Hexe? -Ja.
Ja. Du hast den Herrn des Hauses verführt, seinen Erben geboren.
Du hast dafür dunkle Magie benutzt.
Du hast genommen, was mir gehörte.
Wo ist Jacopo?
Leonardo hätte seinen Sohn nie in so einem ekligen Loch leben lassen.
Von jetzt an
wird Jacopo das luxuriöse Leben führen, das er verdient.
Wo ist mein Sohn, du wahnhaftes Miststück?
Wir müssen Vorkehrungen für dich treffen.
Für morgen und übermorgen.
Ich ertrage es nicht, das zu hören.
Geh zu Ruggiero und mach es offiziell.
-Du verdienst diese Villa. -Ich lasse dich nicht allein.
Es wird mich trösten, zu wissen, dass deine Zukunft gesichert ist.
-Los. -Nein!
Nein, ich kann das nicht!
Ich glaube, ich habe einen scharfen Verstand.
Ich bin klug.
Aber ich bin nicht…
Ich bin nichts.
Ohne dich bin ich nichts.
Mein Panfilo…
Du bist so klug, wie du denkst.
Du siehst die Welt mit klaren Augen.
Vertrau ihnen.
Vertrau dir selbst.
Sichere dir deinen Platz.
Uns zuliebe.
Ruggiero, Neifile hat gefragt…
Nun.
Jacopo!
-Langsam, Hexe! -Jacopo, ich komme!
Jacopo!
Das sind keine Laufschuhe, das sind Abendschuhe!
-Halt die Klappe, du Schlampe! -Ich kann dich riechen!
-Jacopo! -Langsam!
-Mama, hier oben! -Jacopo!
-Mama! -Ich bin hier!
-Du rennst zu schnell für eine Hexe! -Ich bin hier!
Misia!
-Jacopo! -Stopp!
Hilfe!
Jacopo! Schlampe!
-Klappe, du Küchenhure! -Jacopo!
Jacopo!
Du Psychoschlampe, lass mich los!
-Ich höre dich! Ich bin hier! -Jacopo!
Schatz, wie ist es gelaufen?
Hat er die Villa überschrieben?
Ja, das hat er.
Und zwar voller Freude.
Und er wünscht dir das Beste.
Wirklich?
Ja.
Er freut sich für uns.
Es ist ein Wunder.
Lügst du?
Nein.
Ich muss aufstehen.
-Ich muss. -Bitte, Neifile.
-Du bist zu schwach. -Nein!
Ich darf nicht zu schwach sein. Ich habe Dinge zu erledigen!
Was wird mit mir passieren?
Panfilo.
Panfilo.
Ich liebe dich.
Ich habe solche Angst.
Ruggiero darf uns nicht sehen.
Hey, willst du reden?
Was?
Ich fragte mich, ob du darüber reden willst…
Dass du wusstest, dass ich deine Schwester bin,
mich aber trotzdem all die Jahre wie Scheiße behandelt hast?
Ich will eher nie wieder mit dir reden.
Schon bei deinem Anblick wird mir übel.
Jacopo, ich habe das beste Zeug.
Wir machen eine Testudo. Das bedeutet "Schildkröte".
Das kannst du nicht tun!
Ich kann tun, was ich will.
-Winde dich nicht so. -Ich bin keine Hexe.
Das sagen alle Hexen.
Ich weiß, dass du die Ursache der Pest bist.
Und dass du der Grund dafür bist, dass mein geliebter Leonardo starb.
Du hast ihn nie kennengelernt, du verrückte Schlampe!
Wenn ihr nach links seht, das ist die Villa.
Hallo! Filomena, Licisca!
Sie ist Filomena.
-Ja. Das sind meine neuen besten Freunde. -Hallo. Sehr erfreut. Ich bin…
-Was? -Misia.
Kommt.
Klappe!
Was um alles in der Welt macht Ihr mit meiner Freundin?
-Ich bin nicht deine Freundin. -Tindaro, sie hat Euch verhext.
So wie Leonardo.
Misia, zeig ihm die profanen Dinge.
Ihr müsst sie gehen lassen.
Wir verbrennen sie, weil sie eine Hexe ist.
Sie ist keine Hexe.
Sie ist eine zukünftige Adlige.
Stratilia…
…erweist du mir die große Ehre, meine Frau zu werden?
Was? Nein!
-Klappe! -Fasst meine Mylady nicht an!
Idiot.
Im Namen der Liebe!
Was ist los mit Euch?
Nichts ist mit mir los!
Geschafft!
-Helft mir! -Helft ihr!
Vorsicht! Feuer ist heiß!
Mutter!
Mutter!
Helft ihr, sie brennt!
Lasst mich runter.
-Alles ok. -Man darf niemanden verbrennen!
Misia.
Sie ist weg.
Neifile ist tot.
Diese widerliche Frau ist die Ursache all unserer Leiden.
Wenn jemand eine Hexe ist, dann sie.
Was?
-Hat mich keiner gehört? -Misia?
Nein.
Sieht mich niemand an?
Untertitel von: Laura Hatry
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