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Original subtitles

DIE SÜNDIGEN NONNEN VON ST. VALENTIN / DIE EXKOMMUNIZIERUNG VON SAN VALENTINO

Ich komme! Ich komme!

Senor Esteban. Menschenskind.

Hier gibt es nichts!

- Danke, ich schaffe das schon. - Sie haben zuviel Blut verloren.

- Wo ist Lucita? - Sie wartete die ganze Nacht, musste aber zurück.

Die Nonnen könnten sie finden.

- Geht und holt sie. - Gut, ich gehe.

Wie soll ich nachts ins Kloster gehen. Wenn sie mich sehen, bekomme ich Ärger.

Ich weiß, aber nur du kannst das. Lucita muss es wissen.

Sie muss mich heilen.

- Wenn ich sterbe wird es noch mehr Ärger geben für alle. - Ist gut.

- Es schmerzt so. - Nicht bewegen, seit leise.

Au, verdammt!

Vergib mir, Herr.

- Möge San Valentino gesegnet sein. - Möge er für immer gesegnet sein.

Meine Liebe, meine große Liebe.

- Lucita. - Wer hat das getan?

Die Inquisition. Sie beschuldigen mich der Ketzerei und am Mord von Bischof Doloso.

- Wer hat dich beschuldigt? - Es war anonym.

Meine Eltern? Wie ist das möglich?

Die Albornos und die Fuentes hassen sich schon seit Generationen.

Du bist eine Fuentes die einen Albornos liebt.

Eine weitere böse Tat um unsere Ehe zu verhindern.

Jemand erzählte ihnen, dass ich dich entführen will.

Wenn sie alles wissen, ist das schrecklich. Lucita wird bald ihr Gelübde ablegen.

Die Inquisition wird hinter euch her sein. Im Namen aller Heiligen.

Hilf uns. Kümmere dich um Esteban.

Du bist der einzige Freund, den wir noch haben. Ich werde dankbar sein.

Das wird mir nichts nutzen, wenn ich tot bin. Geht.

Er darf sich nicht bewegen. Dass hast du selber gesagt.

Sei vernünftig. Schau ihn dir an.

Was ist mit mir? In Ordnung aber nur heute Nacht.

Morgen müsst Ihr gehen. Und dabei bleibe ich.

Wir wären jetzt schon frei.

- Sie werden uns nicht trennen können. - Geht, ich werde einen Weg finden.

Aber morgen erst. Geht jetzt.

- Was machst du in meinem Bett? - Ich habe gewartet. Es ist kalt.

Wir wärmen uns gegenseitig. Komm schon.

- Geh in dein Bett. Sei nicht albern. - Bin ich nicht. Wo warst?

Ich habe mich unwohl gefühlt.

Wirklich? Wer hat dir Medizin gebracht? Joaquin? Ich habe ihn gehört, weißt du?

Du kannst mir vertrauen. Du bist aus dem gleichen Grund wie ich hier.

Deine Eltern wollen nicht, dass du den Mann, den du liebst heiratest. Also bist du hier.

Komm schon. Du willst doch nicht, dass die Äbtissen dein Geheimnis erfährt, oder?

Vertraue mir. Entlaste dein Herz.

Würde, dass dir nicht gefallen? Ich werde nichts sagen.

Aber ich habe nichts falsch gemacht. Ich habe nur eine Nachricht bekommen.

Und du hast dich nie mit ihm getroffen?

Niemals?

Ich werde nichts sagen.

Sei lieb zu mir...

...und ich werde nichts sagen.

- Glatzkopf! - Redet Ihr mit mir?

Wir suchen einen Mörder. Einen Ketzer, der vor der Inquisition flieht.

San Valentino. Warum sucht Ihr nach ihm in einem Kloster?

- Wir haben Blut in der Nähe gefunden. - Blut? Er ist nicht hier.

Bist du dir sicher, dass er nicht hier ist?

Dies ist ein Kloster. Die frommen Nonnen von San Valentino schützen keine Ketzer.

Du weißt, wer einen Ketzer schützt landet ebenfalls auf dem Scheiterhaufen.

Sie sind hinter Euch her.

Es wird immer gefährlicher für euch beide und...

Und für dich. Ich werde heute Nacht verschwinden.

- Wer ist da? - Lucita.

- Ich habe etwas zu Essen mitgebracht. - Wie könnt Ihr jetzt ans Essen denken?

Ich fühle mich nicht gut. Ich habe ein Bedürfnis. Ich bin gleich wieder da.

- Ich gehe heute Nacht. - Ich gehe mit.

Nein, ich komme nicht weit in diesem Zustand. Ich verstecke mich in der Nähe.

Sobald wir können, werden wir dann fliehen.

- Wer wird sich um dich kümmern. - Das schaffe ich schon.

Mein Aufenthalt hier bringt Gefahr. Joaquin hat recht.

Auch ich muss vorsichtig sein. Meine Zimmergenossin hat etwas gehört.

Josefa. Sie ist zu allem fähig. Ich kann nicht auf dich warten um zu fliehen.

Ich muss mich erholen. Es wird nicht lange dauern.

Überall sind Wachen. Sie werden dich finden.

Ich habe meine Meinung geändert. Ihr könnt leider nicht gehen.

- Joaquin, du bist ein Engel. - Das ist für mich. Sie rufen mich.

Aber Ihr müsst hier verschwinden. Bitte.

Lucita, sei vorsichtig. Vertraue niemandem.

Pass auf diese Josefa auf. Erwecke nicht ihren Argwohn.

Was macht Ihr? Ihr habt mich zu Tode erschreckt!

- Ich gehe, dass ist besser für alle. - Nein, ich habe es Lucita versprochen.

Bei Tage zu gehen wäre Selbstmord.

Was ist? Du konntest es nicht erwarten, dass ich gehe und jetzt...

Ich habe ein sicheres Versteck gefunden. Ich bringe Euch heute Nacht dorthin.

Sobald es Euch besser geht, könnt Ihr gehen. Kommt schon.

Diese Bastarde, die mich verwundet haben.

Schaut euch den Zustand von Schwester Rosario an.

Schaut sie an.

Diese Elendige hat jeden Sinn für unsere Gemeinde verloren.

Sie befolgt nicht ihre heilige Pflicht.

- Sie beleidigt ihre eigene Kirche. - Das ist nicht wahr! Gott ist bei mir!

Ich habe nichts Falsches getan! Ihr vier, wisst das!

Ich bin schon seit langer Zeit krank! Nur wegen euch, Schwestern!

Ich habe immer versucht Euch zu helfen, Schwester Rosario.

- Ihr habt mich ans Bett gefesselt! - Sei still, Elendige!

Gott, erbarme dich meiner! Ihr wisst, dass ich unschuldig bin!

Seht ihr? Sie ist voller Stolz, Sie wagt es sich sogar an Gott zu wenden.

Es ist wahr. Schwester Rosario ist krank.

Aber ihre Krankheit ist dämonisch. Der Teufel hat sie verhext.

Durch sie, beleidigt, verführt und verspottet uns der Teufel.

Und jetzt, betet für sie. Ihr alle.

Ihr werdet Sie töten. Habt erbarmen mit ihr!

Wie kannst du es wagen?

Und ihr, die bald ihr Gelübde ablegen werden, schaut gut hin.

Seht, wie die Sünde es schafft überall einzudringen.

Der Teufel schafft es selbst in das Haus Gottes einzudringen.

Nein! Genug!

Genug! Habt erbarmen! Ich habe nichts getan!

Ich bin nicht vom Teufel besessen!

Ich wäre gerne an der Stelle der Äbtissin. Schau, wie sie sich Rosarios Körper nimmt.

In fünf Tagen werden wir dich rufen.

- Ist deine Seele bereit? - Ja, ich bin bereit.

- Irgendwelche Bedauern? - Keine.

Du hast eine starke Berufung.

Was dich angeht, Josefa, komm zu mir nach der Einkehr.

Hier seid Ihr sicher. Niemand wird Euch finden.

Du bist ein Zauberer. Es ist wie ein Gefängnis. Wer weiß noch davon?

In ein paar Tagen geht es Euch besser und Ihr könnt gehen. Ich hole Essen.

- Und Lucita? - Zuviele Fragen. Überlasst das mir.

Schluss mit dem Küssen! Der Gottesdienst ist gleich vorbei, die Nonnen kommen!

- Bis morgen. - Bis morgen.

Noch ein paar Stunden, dann verschwinden wir. Hast du Angst?

- Nein, ich habe nur Angst um deine Wunde. - Es ist alles gut.

Josefa! Sie haben Josefa getötet!

- Hilfe! Hilfe! Sakrileg! - Mord!

- Soviel Blut! - Jemand hat Josefa getötet!

Sie haben unser Haus entweiht!

Ein Mord in unserem Haus? Das ist beispiellos.

Arme Josefa. Wer konnte dich nur so sehr hassen, meine Seele.

- Tragt sie in die Kirche. - Ruft Joaquin damit er uns hilft.

Nein, niemand darf unser Quartier betreten. Du und du tragt sie.

Wo ist Lucita?

Du warst so nah und bist nicht aufgewacht?

Du hast einen tiefen Schlaf, meine Liebe.

Also, sprich!

Es ist zu deinem eigenem Wohl. Antworte!

Warum hast du vorgegeben zu schlafen?

Warum warst du angezogen? Hast du Josefa de Olmeda?

Gestehe! Antworte! Es ist zu deinem eigenem Wohl.

Nein, ich war es nicht.

Warum unnötig leiden?

Sprich! Gestehe und es wird aufhören.

Isidro, schreib auf.

Die Angeklagte...

...weigert sich hartnäckig die Fragen zu beantworten.

Du hast deine Zimmergenossin getötet. Das ist abscheulich.

Aber du musst gestehen, warum du dieses Verbrechen begangen hast.

Lasst sie runter. Ich habe noch einen Weg, wie ich sie zum Sprechen bringe.

Du wärst gut beraten daran zu gestehen. Du kennst Vater Onorio.

Er ist in ganz Andalusia gefürchtet.

Selbst die Stummen fangen an zu reden, wenn er sie verhört.

Lucita!

Lucita, meine Tochter. Wie ist das möglich?

Geh weg! Ich will dich nicht sehen! Es ist alles deine Schuld!

Meine Schuld? Wie kann ich verantwort- lich sein für etwas, dass du getan hast?

Was meinst du? Glaubst du, ich hätte sie getötet?

Mein Vater glaubt, ich bin eine Mörderin! Wie beschämend!

Es ist ein Trick! Ich bin in eine Falle getappt!

Aber ich bin unschuldig, unschuldig!

Dass es mit jetzt so ergeht, ist allein deine Schuld!

Ich liebte Esteban und ich hätte ihn heiraten können.

Aber nein, du hast mich deinen Vorurteilen geopfert.

Ohne Gnade.

Unsere Familie, die edlen Fuentes, dürfen nicht die Albornos heiraten.

Dieser Hass dauert schon seit Jahrhunderten an!

Lieber eine Nonne als eine Tochter mit solch einer Vereinigung.

Dieser Esteban ist ein Ketzer und noch schlimmer ein Mörder.

Das ist eine Lüge! Und du weißt das am besten!

Er ist weggerannt! Also muss er schuldig sein!

Aber jetzt ist er tot. Also warum von ihm sprechen?

Ich versuche dich von der Inquisition befreien. Ich nutze meine ganzen Einfluss.

Aber danach wirst du in ein Nonnenkloster gesperrt...

...zu den lebendig Begrabenen.

Wenn du das tust, werde ich umbringen und die Reue wird dich für immer quälen!

Ich bin von ihrer Unschuld überzeugt, Vater Onorio. Glaubt mir.

Wirklich.

Meine Tochter war verliebt in Esteban Albornos.

- So? - Esteban ist entkommen.

Er könnte involviert sein. Vielleicht hat er sie kontaktiert.

Ich weiß nicht. Wenn Lucita von diesem Ketzer Irre geführt wurde...

...hat sie vielleicht etwas unvorsichtiges getan, aber Mord.

Eure Verteidigung beschuldigt sie nur doppelt.

Eine Novizin, die mit einem exkommunizierten Ketzer anbändelt

der schuldig ist für den Mord an einem heiligen Mann, Bischof Doloso.

Sie wird mindestens eine Komplizin sein.

Dafür gibt es keinen Beweis.

Wer gegen den Vater rebelliert, rebelliert gegen Gott.

Ein feiner Satz, aber nicht genug um sie zu verurteilen.

Das habe ich zu entscheiden, nicht Ihr!

Nicht einmal der Inquisitor von Sevilla darf so mit mir sprechen!

Ich kämpfte gegen die Mauren für die Königin. Ich fordere Gerechtigkeit von ihr.

Niemand auf Erden kann Vater Onorio stoppen. Gott leitet mich!

Ruft die Nonnen! Ich will sie befragen! Alle!

Dieser Ketzer, der von der Kirche exkommuniziert wurde,

könnte direkt oder indirekt verantwortlich sein,

für das Verbrechen, dass dieses Gotteshaus entweiht hat.

Deshalb ist Lucita Fuentes nicht weniger schuldig.

Ihr illegaler Kontakt mit dieser berüch- tigten Person verurteilen sie ebenfalls.

Aber ich muss die ganze Wahrheit wissen, deshalb bin ich hier.

Wenn jemand etwas weiß, dass der Gerechtigkeit hilft, so möge sie sprechen.

- Spricht frei. - Lucita schien aufgeregt und nervös.

Sie hat nicht in der Kirche gebetet, aber sie war nachdenklich.

Sie wollte schnell in ihr Zimmer, das Zimmer der armen Josefa.

Und Ihr, Dona Incarnacion, habt Ihr etwas zu sagen?

Nein, Hochwürden. Ich denke, der arme Teufel war nervös...

...weil sie am Sonntag ihr Gelübde ablegen wollte.

Ihre Nervosität machte sie hungrig.

Ich sah wie sie sich Essen aus der Küche mitnahm. Etwas Brot, Käse und Fleisch.

Wann habt Ihr diesen Diebstahl gesehen?

Vor zwei oder drei Tagen. Ich kann mich nicht genau erinnern.

Du, komm nach vorne.

Sag mir, wer du bist?

Der Küster hochwürdiger Vater. Wie der Pförtner, Gärtner, Glöckner...

Verstehe. Du kannst das Kloster verlassen und ins Dorf gehen.

Du musst, von dem Mann gehört haben, der geflüchtet ist und sich versteckt.

Ja, ich habe die Gerüchte gehört, aber ich bin unschuldig.

Wir werden das Kloster von oben bis unten durchsuchen.

Einschließlich der Zellen und der Gewölbe.

Ihr seid von euren Pflichten entbunden für den ganzen Tag. Ihr dürft gehen.

- Soll ich mitkommen, Vater? - Nein, meine Wachen reichen aus.

Isidro, gehen wir.

Warum warst du heute Morgen nicht da? Ist Lucita etwas passiert?

Alles gut. Das ist ein Kloster, ich kann nicht kommen und gehen wie ich will.

Ich halte es nicht aus. Ich werde verrückt. Ich weiß nicht, ob es Tag oder Nacht ist.

- Bring Lucita. Wir müssen verschwinden. - Das ist unmöglich heute Nacht.

Warum? Also war meine Vermutung richtig! Sprich!

Es ist ein schreckliche Geschichte.

Josefa, Lucitas Zimmer- genossin wurde ermordet.

Ermordet? Von wem?

Sie werfen es Lucita vor.

Hochwürdiger Vater. Verzeihung, aber ich glaube es ist wichtig.

Die Gefangene will mit Euch sprechen.

Habt Ihr mit ihr gesprochen? Niemand darf zu ihr, nicht einmal Ihr.

Ich habe nicht mit ihr gesprochen. Sie hat mit der Wache gesprochen.

- Ich höre. - Ich habe Josefa de Olmeda getötet.

Rede weiter. Das weiß ich.

Sie wusste von deiner Affäre mit dem exkommunizierten Esteban Albornos.

Also hast du sie erstochen. Ist es so?

Ich habe nichts von ihm gehört seit ich hier bin. Warum erwähnt Ihr ihn?

Du weißt wirklich nichts?

Weißt du nicht, dass er verwundet ist und sich hier in der Gegend versteckt?

- Ich weiß gar nichts. - Warum hast du Josefa de Olmeda getötet?

Sie sah, wie ich ein verbotenes Buch las. Ich wusste nicht, dass es verboten war.

Sie wollte es der Äbtissen sagen. Ich wäre bestraft worden.

- Wo ist dieses Buch? - Im Kleiderraum.

Ich weiß nicht, ob du die Wahrheit sagst.

Ein Geständnis bewahrt dich vor Folter aber nicht vor Verurteilung und Tod.

Du bist des Mordes schuldig und nun auch der Ketzerei.

- Was hast du mit dem Dolch getan? - Weiß nicht, ich habe ihn weggeworfen.

Du hast die Wahrheit gesagt.

Das ist eine gottlose und gotteslästerliche Tat.

Ich werde ein Exempel an dir statuieren.

Wir bringen dich nach Sevilla auf den Hauptplatz...

...und dort wirst du lebendig verbrannt vor der ganzen Stadt.

Die Flammen des Scheiterhaufens...

...werden die Flammen unseres Glaubens neu entfachen.

- Der einzige wahre Glaube. - Gott rette mich.

Was? Immer noch Dienst? Ein hartes Leben. Du hättest Küster werden sollen.

- Wann darfst du gehen? - Nicht vor Morgengrauen.

- Der Wein wird dir helfen. - Danke.

Schön. Die Klöster machen den besten Wein.

Man kann keine Messe mit Essig abhalten.

- Er wird 30 Minuten schlafen. Schnell! - Genial. Was hast du ihm gegeben?

Immer Fragen. Schnell! Ich bitte Euch beeilt Euch!

Esteban, meine Liebe.

Warum hast du gestanden? Das war ein Fehler.

Mein Vater hat es mir geraten. Keine Sorge, er wird mich retten.

Vertraust du ihm? Und das Buch, woher wusstest du davon?

Es war Josefas. Du musst gehen. Sorge dich nicht um mich.

Mein Vater wird mir helfen. Und dann finden wir einen Weg zu fliehen.

Ich kann dich nicht zurücklassen mit diesen Fanatikern.

Die Inquisition ist dir dicht auf den Fersen. Du bist in Gefahr.

Mein Vater wird mir helfen. Sei nicht so unbedacht.

Ich weiß, was ich tun muss.

Im Namen des hochwürdigen Vaters Onorio de Mendosa...

informiere ich offiziell Lucita de Fuentes, Novizen im Kloster von San Valentino...

das die Inquisition sie am 23 November verurteilt.

Die Angeklagte wird ins Gefängnis von Sevilla gebracht...

...und wird dort festgehalten bis zum Tag der Verhandlung.

Zieh dir dieses Gewand der Buße an und lass uns gehen.

Nein, zieh das unreine Unterkleid aus. Nur das Gewand der Buße darf dich berühren.

- Geht raus. - Ich muss bleiben, es ist meine Pflicht.

Gehen wir!

Die Tür!

Wartet, einen Moment.

Lebe wohl, Lucita. Möge der Himmel dich beschützen.

- Ich glaube an deine Unschuld. - Ich bin unschuldig!

Warum hast du dann die Tat eines Anderen gestanden?

Wen beschützt du?

Geh, mein Kind. Ich werde für dich und das Heil deiner Seele beten.

Mutter, vergebt mir. Wir müssen gehen.

Ich weiß, dass du ein Geheimnis hast. Ich werde dir helfen.

Joaquin, ich habe eine Idee.

Seid Ihr überrascht mich zu sehen und nicht Joaquin oder Lucita?

- Ich habe Neuigkeiten. - Wer seid Ihr?

Dona Incarnacion Diez de Montalbo, die Äbtissen.

Wer hat Euch von mir erzählt? Wer hat mich verraten?

Du warst es! Du hast mich verraten! Teufel!

Lasst ihn! Er ist ein treuer Diener! Er war es nicht.

Lucita hat mir alles gestanden. Sie weiß, dass sie mir vertrauen kann.

- Lucita? Unmöglich! - Ich weiß alles.

Eure Wunden, der Plan zu fliehen und die Besuche.

Keine Sorge.

Ich werde für euch tun, was ich kann.

- Aber was könnt Ihr tun? - Eine Menge.

Vertraut mir.

Zuerst müsst Ihr wieder zu Kräften kommen. Lasst mich sehen.

Joaquin, die Bandagen und die Salben.

Das hätten wir.

Morgen geht es Euch besser. Dann sage ich Euch, wie Ihr Lucita befreien könnt.

Warum tut Ihr all das? Lucita und ich haben alle Regeln gebrochen.

Meine Zuflucht ist ein Ort an dem die Anwesenheit eines Mannes ein Sakrileg ist.

Ihr solltet mich eher hassen, als mich zu beschützen.

Ihr solltet mich an die Inquisition verraten.

Eure Geschichte berührt mich. Sie weckt süße Erinnerungen aus der Vergangenheit.

Ich werde es vielleicht bereuen.

Aber jetzt will ich mein Leben riskieren für das Glück zwei Liebender.

- Bring ihn später in mein Zimmer. - Ja.

Zumindestens bekommt Ihr ein anständiges Mahl statt Reste.

Wie kann ich Euch danken? Ich werde für immer dankbar sein.

Das wird meine Belohnung sein.

Willst du auch etwas?

Ich verstehe dich nicht. Du solltest froh sein, dass die Äbtissin uns hilft.

Du hast uns als Erster geholfen und sie hat dir vergeben.

Du hattest Angst vor Bestrafung.

- Was ist los? - Nichts, nur Zahnschmerzen.

- Ist etwas mit Lucita? - Nein, alles ist gut. Ich muss gehen.

- Wann kann ich sie sehen? - Keine Ahnung! Fragt die Äbtissin.

Sie wird es wissen, ohne Zweifel.

Besser? Füttert man den Körper nicht lässt das Gehirn einen im Stich.

- Ihr müsst ruhen. Wie geht es der Wunde? - Gut, danke.

Ich werde alles für Ihre Sicherheit tun. Habt Ihr sie gesehen?

Ja, sie lässt Euch grüßen.

Ihr gebt mir Zuflucht in Ihren Räumen. Ich muss im Weg sein.

- Ich gehe besser wieder zurück. - Unsinn, Ihr seid hier sicher.

Niemand wagt es in mein Zimmer einzutreten nicht mal der Inquisitor.

Ihr werdet hier schlafen. Nur Nonnen kommen her, wenn ich sie rufe.

- Und Joaquin? - Der ist ein alter Trottel.

Ihr lebt wie eine Königin.

Eine Äbtissin ist Herrin ihres Klosters, ich habe Macht über Leben und Tod.

Schlaft jetzt. Ruht Euch aus. Morgen ist ein wichtiger Tag.

Ich bin froh Euch hier zu haben.

- Gute Nacht. - Gute Nacht, Mutter.

Nennt mich bitte Incarnacion in diesem Zimmer.

Niemand hat mich mehr so genannt seit 13 Jahren.

Seit 13 Jahren bin ich von Nonnen und Mönchen umgeben.

Nie ein Mann, mit dem ich reden kann, um die Monotonie meines Lebens zu entlasten.

Darf ich Euch etwas fragen, Esteban?

- Habt Ihr mit Lucita... - Nein, ich habe sie immer respektiert.

Hört zu. Ich kann nicht mehr mit dieser Last auf meinem Gewissen leben.

Die Äbtissin ist kein Mensch. Sie ist der Teufel und ich bin eins ihrer Geschöpfe.

Ich habe ihr von Euch erzählt. Dank mir, weiß sie immer alles.

Sie ist eine Schlange. Sie ist böse. Sie liebt es Menschen leiden zu sehen.

Sie hat Josefa umgebracht, damit sie Lucita beschuldigen.

Was ist mit Lucita?

Der Inquisitor hat sie nach Sevilla gebracht. Sie wird zum Tode verurteilt.

Sie hält Euch hier fest, damit Ihr nicht Lucita rettet.

Euer Leben ist auch in Gefahr. Sie ist verrückt. Rettet Euch! Flieht!

Morgen wird ein Pferd am Tor bereitstehen.

Der leibhaftige Satan regiert dieses Kloster.

Ich werde selbst Satans Hilfe annehmen um Lucita zu retten.

- Hat die Äbtissin Macht oder nicht? - Sicher, wenn sie auf Eurer Seite ist.

Dafür werde ich sorgen.

Geh, Joaquin.

Bald werdet Ihr eure große Liebe vergessen.

Wolltet Ihr das nicht? Wir sind uns ähnlich.

Aber Ihr habt Euer Leben für sie riskiert.

Jetzt riskiere ich es für Euch, wenn man mich in Eurem Bett findet.

Ihr seid eine Überraschung, Esteban.

Wenn Ihr doch nur aufrichtig wärt.

Du hast mich betrogen.

Ich habe gehört, wie du mit Esteban geredet hast letzte Nacht.

Denkst du, du hättest eine gute Tat verbracht?

Ja, du warst mutig. Aber, was wird es dir bringen?

Wird es dein Gewissen beruhigen? Ich brauche keine Spione um mich.

Verfluchte Frau!

Warum habt Ihr ihn umgebracht?

Weil er mich letzte Nacht betrogen hat. Und das wisst Ihr zu gut.

Ich brauche keine Leute wie ihn! Ich brauche Sklaven!

Ihr müsst auch sterben! Ihr habt mich verführt, Dämon, ihr habt mich missbraucht!

Ihr habt mich verführt! Ihr habt es genossen mich zu berühren und zu küssen!

Mein Körper gehörte Euch! Aber was wollt Ihr von mir?

Meine Hilfe für Eure schöne Lucita? Ihr seid naiv! Eher würde ich sterben!

Früher oder später werdet Ihr für Eure Taten bezahlen.

Ich weiß nicht wie verrückt Ihr seid, aber ich werde Euch denunzieren.

Wer wird schon einem exkommuniziertem Ketzer glauben?

Einem fliehendem Rebell der sofort gehängt wird ohne Verhandlung!

Marcelino! Marcelino!

Esteban, endlich. Ich bin so froh dich zu sehen.

- Ich dachte, die Inquisition hätte dich getötet. - Danke für deine Freundschaft.

Jetzt brauche ich Kleidung, ein Pferd und Waffen.

- Und? - Sie hat gestanden.

Der Bischof kann nichts tun, nur der Großinquisitor kann sie retten.

Mir wurde nur erlaubt sie zu besuchen.

Aufgepasst, ein Albornos.

- Wartet, ich will mit Don Alonzo reden. - Du redest mit Niemandem. Schnappt ihn!

Alonzo Fuentes, wo seid Ihr?

Greift ein! Ich komme als Freund!

- Ich komme als Freund, ich schwöre! - Halt!

Don Alonzo, hört zu. Lucita ist unschuldig.

Ich weiß die Wahrheit über das Kloster von San Valentino. Ich brauche Eure Hilfe.

Legt Euer Schwert nieder!

Ich habe die Äbtissin anonym denunziert, wie es zur Zeit üblich.

Ich bin auch ein Opfer davon, wie Ihr wisst.

Die mächtige Inquisition und der fanatische Vater Onorio werden es untersuchen.

Nein, sie werden den Skandal vertuschen und meine Tochter zu Tode verurteilen.

Es ist Eure Schuld, dass das Leben von Lucita in Gefahr ist!

Wenn zu lieben Schuld ist, dann bin ich Schuld.

Wir können das später besprechen. Jetzt müssen wir handeln.

Ich kehre zum Bischof zurück und bitte die Königin um Begnadigung.

Den Bischof oder die Königin anzuflehen bringt nichts.

- Wie lautet Euer Plan? - Sie aus dem Gefängnis zu befreien.

- Das ist absurd. - Gebt mir ein paar gute Männer und ich mache es.

Ich tue alles um Lucita zu retten.

Ihr bekommt Männer und Geld. Ich danke Euch, wenn Ihr es schafft.

Aber bittet mich um nichts weiteres.

Ich habe Euch um nichts anderes gebeten.

Esteban, das ist Pablo. Ich kenne ihn. Ihr könnt ihm vertrauen.

Danke.

Ihr kommt mit mir und anderen Soldaten rein.

Das Passwort lautet: Gott und Spanien. Ich zeige Euch die Zelle und das war es.

Vergesst nicht: Ich habe Euch noch nie gesehen und kenne Euch nicht.

Ich schätze mein Leben. Gehen wir.

Gott und Spanien.

- Gott und Spanien. - Nicht vergessen: Gott und Spanien.

- Gott und Spanien. - Gott und Spanien.

Los geht's.

Geht weg! Fass mich nicht an!

Wenn ihr mich anfasst, wird Satan euch mit einem Blitz treffen!

- Pablo, das ist die falsche Zelle. - Lucita Fuentes war heute Morgen hier.

Verstecken!

- Alles in Ordnung? - Ja.

Sie müssen sie beim Wachablösung weggebracht haben. Aber wohin?

Ihr müsst jetzt gehen. Schnell!

Ich bin ein Freund von Luzifer! Satan und der Beelzebub werden kommen!

Ich habe sie gesehen!

- Der Vater Inquisitor? - Drinnen.

Die anonyme Anzeige ist ein Witz gegen das was ich hier gefunden habe.

Laster, Obszönitäten, Unzucht, Sakrileg, Mord.

Dieses Haus ist vom Teufel besessen.

Und Ihr seid der leibhaftige Teufel.

Die Leiche haben wir am Grund des Brunnens gefunden.

Die wurden im Garten begraben, alle erstochen.

Nein, lasst mich los!

Sie wollte flüchten, hochwürdiger Vater.

Das war nicht das Werk eines Einzelnen! Ihr habt alle geholfen!

Warum wurden diese Männer ermordet? Warum?

- Sie hat sie danach getötet! - Danach? Nach was?

Nachdem sie in ihrem Bett waren! Sie hat sie alle getötet!

Und ihr habt ihr geholfen. Schande über euch.

Schande über euch, üblen Kreaturen, ihr seid unwürdig zu leben.

Nein. Der ist zu wenig für euch.

Eure Sünden können nicht mit dem Tod bestraft werden.

Etwas anderes ist erforderlich!

Isidro, sorge dafür, dass meine Befehle ausgeführt werden.

Soldaten, äußert nicht ein Wort, von dem was ihr gehört und gesehen habt!

Schwört es auf die Bibel!

Diese Schmach darf nicht die Ursache für ein Skandal sein.

Es darf niemals darüber gesprochen werden.

Ihr seid alle verantwortlich für das, was aufgedeckt wurde.

Wenn dieser Knecht des Teufels Schmach begangen hat, habt ihr es gebilligt!

Indem ihr ihr geholfen habt, weil ihr unter ihrer Macht standet

oder indem ihr still wart, weil ihr Angst vor Bestrafung hattet.

Ich werde keine Gnade haben. Es wird keine Verhandlung geben, kein Urteil!

Die reinen Seelen der Christen...

dürfen nicht durch die Kenntnis von solchen Ungeheuerlichkeiten gestört werden.

Ihr werdet nie wieder lebend entkommen aus diesem Grab.

Nein, ihr könnt uns nicht einmauern!

Zurück! Zurück mit euch!

Zurück!

- Nicht! - Zurück!

Sie mauern uns lebendig ein, diese verfluchten Teufel!

Der Bischof sagte, ich darf meine Tochter besuchen, aber niemand weiß was von ihr.

Sie ist verschwunden. Ihr könnt einem Vater nicht verwehren sie zu sehen.

Ich hätte das selbst erlaubt...

...ohne den Bischof zu belästigen. Aber leider...

Was ist? Ist etwas passiert?

Ihre Tochter ist nicht länger in der Hand der Inquisition.

Sie ist jetzt in den barmherzigen Händen unseres Herrn.

- Was ihr da sagt heißt... - Sie ist tot.

Sie starb vor zwei Tagen. Sie erkrankte plötzlich.

Die göttliche Gerechtigkeit war schneller als die irdische.

Das ist unmöglich. Lucita war stark. Sie war nicht krank.

Vielleicht erkrankte ihr Gewissen wegen der Verbrechen die sie begangen hat.

Don Eusebio Gonzalo, Gefängnis-Arzt.

Alonzo Fuentes, Vater elendigen Frau, die letztens starb.

Eine tückische Krankheit durch die sie in wenigen Stunden verstarb.

Delirium. Fieber. Dann hörte ihr Herz auf zu schlagen.

Leider konnte ich ihr nicht helfen.

Ich fasse es nicht. Eine Tochter stirbt und Ihr informiert nicht mal den Vater?

Ist das christliche Nächstenliebe? In was für einer Welt leben Sie?

Ich will zumindestens ihre Kleider haben.

Alles wurde verbrannt aus Angst vor Ansteckung.

Aber Ihr könnt sie an ihrem Grab besuchen. Sie wurde gestern begraben.

Das ist eine Gnade, die wir Ihnen gewähren wollten.

Ich bitte dich um Vergebung für alles was passiert ist.

Es ist alles meine Schuld.

Du solltest nicht diesen Mann lieben. Ich brachte dich in dieses verfluchte Kloster.

Ich habe den Kopf verloren, Lucita, als ich hörte, du liebst einen Albornos.

Wie sollte mein Stolz solch eine Verbindung akzeptieren?

Also habe ich ihn an die Inquisition denunziert.

Um ihn zu distanzieren, damit du ihn hasst.

Du solltest denken, er sei ein Mörder und ein Ketzer.

Meine Vermutung war richtig. Nur Ihr wart es. Ihr habt unser Leben ruiniert.

Ihr könnt mir vielleicht vergeben, aber sie nicht.

Sie wird Euch vergeben, wenn wir sie retten können.

Was redet Ihr? Sie ist hier.

Das glaube ich nicht. Das ist nur ein Trick des Inquisitors.

Gestern war sie noch am Leben. Das wissen wir.

Sie können sie ohne Zweifel töten.

Aber wenn sie sie getötet haben, schwöre ich, dass ich Onorio töte.

So wahr es ist, dass ich nicht Doloso getötet habe.

Die Hexe.

Lucita ist am Leben.

Sie haben sie versteckt um sie später zu töten. Aber wo?

Wir müssen es herausfinden. Aber wer weiß es?

Da gibt es jemanden, der weiß alles über die Inquisition. Fragen wir ihn.

Wasser ist sicherer als Wein.

Ich habe keine Zeit zu verschwenden, rede oder ich werde dich foltern.

Du weißt, ich werde es tun. Also, wo ist Lucita Fuentes?

Sie ist tot! Sie ist vor zwei Tagen gestorben!

Eine Seele hat mir geflüstert, dass Lucita nicht tot ist...

...und das ihr Grab mit der Leiche einer Hexe belegt ist.

Ich weiß nichts. Vater Onorio erzählt mir nie was.

Rede! Die Inquisition tötet nach dem Geständnis. Ich werde dich laufen lassen.

Ich gewähre dir sehr günstige Konditionen. Also, rede!

Na los, sprich schon!

Sie wurde zum Kloster gebracht!

Das Kloster wurde zugemauert. Sie werden alle sterben, falls sie es nicht schon sind.

Alle? Aber nur die Äbtissin ist schuld. Die anderen sind nicht beteiligt.

In Vater Onorios Augen sind sie schuldig.

Du bleibst hier, bis wir zurück kommen.

Bemühe dich nicht um Hilfe zu schreien. Hier kommt niemand vorbei.

Hilfe!

Ich auch! Ich möchte auch etwas!

Satan, mein Herr!

- Komm mit mir! - Nein, nein!

Warum hast du uns verlassen? Wir sind deine Sklaven! Deine Huldiger!

Wir haben soviel für dich getan! Warum hast du uns verlassen?

Und Ihr, wo ist Eure Macht, jetzt? Warum vollbringt Ihr nicht ein Wunder?

Warum besorgt Ihr nicht Essen und Wasser? Wegen Euch werden wir sterben!

Nein, wir sind dankbar! Wir lieben Euch!

Nur Ihr habt die Männer genossen, die wir beschafft haben! Rettet uns jetzt!

Ich habe immer Macht! Ich gebe die Befehle!

Verfluchte Teufel! Schlampen!

Immer!

Immer!

Wasser, Wasser.

Sie hat Wasser gefunden! Sie hat Wasser gefunden!

Ihr Tod ist ein Zeichen Gottes!

Ich weiß, was wir tun müssen.

- Weg mit euch! Na los! - Lasst uns gehen.

Es ist Lucitas Schuld. Sie ist schuld. Sie ist verantwortlich, nicht ich.

Wenn wir sie töten, werden wir gerettet.

Ich werde gerettet, weil ich das Böse zerstöre!

Ja, sie ist verantwortlich. Sie hat Josefa, Joaquin und die anderen getötet.

Sie ist vom Teufel besessen.

Wir müssen sie töten, wenn wir gerettet werden.

Vergib ihnen. Sie haben den Verstand verloren.

Sie ist schuld! Wir sind unschuldig!

Wir sind unschuldig! Du bist die Mörderin!

Gebt diesen armen Teufel Essen und Trinken!

Hilfe! Lasst mich los!

Lucita, du wurdest von Männern begehrt, von Esteban, von mir!

Du wirst Estebans Gesicht nie wieder sehen!

Lucita, meine Liebe!

Gott, hab erbarmen mit ihnen.

Und dir, Rosario Asuncion de Molinas, neue Äbtissin von San Valentino...

vertraut Gott die schwere Last an,

die Heiligkeit und Frömmigkeit wieder- herzustellen in dem entweihten Kloster.

Die Schwestern, deren einzige Schuld war dem Bösen nicht widerstehen zu können

und die Sünden anderer duldeten,

befehle ich, Großinquisitor von Spanien...

mit speziellen Befugnissen durch den Souverän Ferdinand II...

und durch den Obersten Papst...

euch frei zu lassen. Ihr könnt zur Kirche der heiligen Mutter zurückkehren.

- Wir sind auch unschuldig! - Wir sind unschuldig!

Es war die Äbtissin!

Eure Vergehen werden von Gott und seiner Gerechtigkeit gerichtet.

Nein, wir sind unschuldig!

Ihr, Vater Onorio de Mendosa, früherer Inquisitor von Sevilla

wünscht Eure Verteidigung schriftlich vorzulegen. Lest Sie laut vor.

Den Anschuldigungen, die heute gegen mich erhoben wurden...

...übereifrig zu sein und meine Macht missbraucht zu haben widerspreche ich!

Meine Worte spiegeln mein Gewissen wieder, hier, vor dem heiligen Kreuz.

Was wisst Ihr über Vater Onorio de Mendosa?

Ich rufe als Zeugen Bischof Doloso!

- Aber er ist tot. - Lebendiger als manch Lebender!

Er versteckt sich nicht vor mir. Er erscheint mir und prüft mich ständig.

Beim Angriff auf Granada...

...tötete ein Diener Allahs dutzende Christen mit seinem Schwert.

Letztendlich wurde er verwundet und lag im Sterben.

Schaut! Schaut!

Ich liebte Bischof Doloso, weil er mich an diesem Tag rettete...

...er öffnete die Türen der Wahrheit für mich!

Von dem Tag an, habe ich den wahren Glauben an Christus verherrlicht!

Möge das Blut der Reinen wie ihn über seine Mörder vergossen werden!

Niemand ist unschuldig! Wir sind alle schuldig!

Wir müssen alle bezahlen für die Schmach und die Sünde!

Sie haben die Erde überfallen!

Fanatismus ist manchmal nichts als das andere Gesicht des Wahnsinns.

Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Gnade und Vergebung.

Im Namen Gottes deklarieren wir...

...dass Esteban de Albornos unschuldig ist am Mord von Bischof Doloso.

Der Denunziant erklärte seine Angaben für falsch.

Ich gehe in ein Kloster um meine Sünden zu sühnen, wie von der Königin entschieden.

Aber ich brauche Eure Vergebung, Esteban.

Jetzt, da ich Lucita haben, könnt Ihr Euch wünschen, was Ihr wollt.

- Geht! Vergesst mich und werdet glücklich. - Wie soll ich dich vergessen?

Zusammen werden wir es schaffen.

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