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Original subtitles

Es ist meine Pflicht, Sie daran zu erinnern,

dass ein Geschworenenverfahren kein Strafverfahren ist.

Sie müssen entscheiden, ob ich genügend Beweise geliefert habe,

um offiziell Anklage zu erheben.

Zuvor bei Verschwiegen

Wir drei müssen uns alles sagen.

Keine Geheimnisse mehr.

Sie nennen ihn "Pater O'Leary".

Ein ehemaliger Gangster.

Wollte er dem Jungen wehtun? - Nein.

Aber was ist, wenn doch? Wenn ich nicht aufgepasst habe?

"Brent sah das Messer, aber er konnte nur noch zusehen."

Und wenn du wüsstest, dass unser Sohn ein Kind getötet hat.

Würde das etwas ändern?

Ich habe Ben umgebracht.

VERSCHWIEGEN

Hallo, Joanna.

Nein, ist schon gut.

Was gibt's?

Was?

Wann?

Laurie.

Schatz!

Was ist?

Es ist vorbei.

Was? -Er hat gestanden.

Patz.

Ich... -Joanna hat angerufen.

Leonard Patz hat sich gestern erhängt.

Er hat ein Geständnis für die Rifkins hinterlassen.

Die Polizei hat die Schrift untersucht.

Bist du sicher?

Ja.

Es fühlt sich unwirklich an, aber es ist echt.

Joanna beantragt morgen die Einstellung.

Mein Gott!

Ich war so...

Ich dachte... -Nein.

Das ist jetzt unwichtig.

Es ist vorbei.

Jacob.

Aufwachen, Großer.

Wir müssen dir was sagen.

Erheben Sie sich!

Hört, hört, hört!

Der ehrenwerte Richter French hat den Vorsitz.

Die Verhandlung ist eröffnet. Setzen Sie sich.

Meine Damen und Herren Geschworenen, heute um 8 Uhr

hat die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens

gegen Jacob Barber beantragt.

Ursache sind die letzten Entwicklungen in diesem Fall.

Der Angeklagte erhebe sich.

Junger Mann, du wünschst dir sicher hier rauszukommen.

Als Erster sage ich nun die Worte, die du und deine Familie

so sehnsüchtig erwartet habt.

Jacob Barber, Sie sind ein freier Mann.

Jacob Owen Barber, in der Sache 08-44-07

ordnet das Gericht Ihre Freisprechung an.

Sie sind sofort frei.

Die Kaution wird zurückgezahlt.

Klage abgewiesen.

Wir werden alles prüfen

und machen dann ein ausführlicheres Statement.

Ich möchte jedoch mein Bedauern ausdrücken

für das, was die Rifkins und die Barbers durchmachen mussten.

Ich hoffe, sie finden Trost

in diesem gerechten Ausgang. Danke.

Natürlich freuen wir uns über den Ausgang.

Aber diese Familie hat viel durchgemacht.

Respektieren Sie also ihre Privatsphäre,

damit sie das alles verarbeiten kann. Danke.

Jacob, wie geht's?

Super.

Mr. Barber, werden Sie eine Zivilklage erheben?

Mrs. Barber, hier!

Joanna, mir fehlen die Worte. -Ich bitte Sie!

Andy hat recht. Ohne Sie hätten wir das nie geschafft.

Ich hätte bestenfalls einen Freispruch erreicht.

Das ist tausend Mal besser.

Ein Unschuldsbeweis.

Glückwunsch, junger Mann. -Danke, Joanna.

Das war alles sehr hart.

Aber irgendwann begreifst du,

dass so eine Erfahrung

nur ganz wenigen vorbehalten ist.

Papa?

Ich weiß, dass du es warst.

Ich weiß, dass du es warst!

Ich weiß es! Loslassen!

Alles klar?

Was soll ich machen?

Soll ich ihn den Bullen übergeben?

Nein.

Lassen Sie ihn gehen.

Bitte.

Los, verschwinde!

Er war es nicht, Dan.

Alles gut, Kleiner?

Wer zum Teufel sind Sie?

Ein Freund von Ihrem Paps. Ich soll auf Sie aufpassen.

Glückwunsch, übrigens.

War wohl dein Glückstag.

Steigt ins Auto.

Ich rufe Sie an.

Danke.

Für Billy tu ich alles.

Grüßen Sie mir Ihren alten Herrn.

Hier sehen wir, wie die Familie Barber

in ihr Haus in Newton, Massachusetts zurückkehrt,

nach einer unerwarteten Wendung im Gerichtssaal

und einem Prozess, der viele gefesselt hat.

Wie man sieht,

können sie wieder lächeln. Wer kann ihnen das verübeln?

Die Familie hat nun Zeit,

die Entscheidung des Gerichts zu feiern.

Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag.

Es fühlte sich alles so unwirklich an.

Es war aber echt.

Sicher.

Was geschah dann?

Lebten Sie normal weiter?

Nein.

Normal gab es nicht mehr.

Es gab nur ein Vorher...

und ein Danach.

Ich mache Kaffee, Schatz.

Willst du einen?

Was ist los?

Neulich, im Gerichtssaal,

als Derek die Geschichte vorlas, war ich mir so sicher.

Es ist verrückt, aber ich fühlte mich fast erleichtert.

Ich dachte: "Jetzt hab ich Gewissheit."

Welche Mutter denkt so über ihr Kind?

Wir standen unter Stress.

Beide von uns.

Ich war auch geschockt. Mehr als ich gezeigt habe.

Wir müssen drüber hinweg.

Ich versuch's.

Wir wussten, dass wir hier nichts mehr verloren hatten.

Wir wollten neu anfangen, wussten aber nicht wo.

Laurie bekam ein Jobangebot in Colorado.

Sie war interessiert,

wollte es aber langsam angehen.

Uns war klar, dass diese Geschichte uns verfolgen würde.

Also konnten wir auch hier anfangen,

wo uns wirklich keiner wollte.

Danke.

Claudia Hoffman hat heute angerufen

und die Buchung bestätigt. -Wofür?

Hatte ich ganz vergessen!

Was? -Mexiko.

Ist ja uralt.

Sie klang wirklich nervös.

Glaube ich gern.

Es ist die Weihnachtswoche. Wenn wir absagen, dann jetzt.

Lasst uns fahren.

Bitte nicht.

Hört auf!

Iss weiter.

Wie geht es dir?

Ich bin neugierig.

Du wusstest, dass wir dieses Gespräch führen würden.

Wir hätten das auch telefonisch machen können...

Nein, nein...

Ist schon gut.

Schön, dich zu sehen.

Find ich auch, Andy.

Wir können das alles nicht ungeschehen machen.

Ich hoffe bloß, du verstehst, in welcher Lage ich war.

Du hast deinen Job gemacht.

Jedenfalls sollst du wissen,

wie sehr ich deine Haltung in dem Fall geschätzt habe.

Ich hab nichts getan. -Eben.

Du hättest mir das Leben vermiesen können.

Dafür danke.

Deine restlichen Sachen.

Ich wollte sie dir schicken,

aber...

ich wollte wohl das Unabwendbare hinauszögern.

Du könntest auch bleiben.

Wär das etwas,

was du in Betracht ziehen könntest?

Eigentlich nicht.

Und wenn Neal Logiudice nicht hierbleiben würde?

Darum geht es nicht.

Ich kann das nicht mehr machen.

Nachdem ich auf der anderen Seite war.

Bist du sicher?

Ja.

Ganz und gar.

Kann ich verstehen.

Ich musste fragen.

Du solltest versuchen, Neal zu behalten.

Guter Anwalt.

Hat ein paar schlechte Gewohnheiten, aber das wird schon.

Wie dem auch sei,

du kriegst dein Gehalt, bis du weißt, wie's weitergeht.

Lass dir also ruhig Zeit.

Das werde ich.

Gut.

Grüß Laurie für mich. -Sicher.

Übrigens, die Polizei

hat den Patz-Fall abgeschlossen.

Hatte sie das nicht schon?

Vielleicht gab's noch Ungereimtheiten.

Du kennst das ja. Aber jetzt ist es vorbei.

Nur dass du es weißt.

Ja, danke.

Ich würde hier nicht den harten Kerl spielen.

Wie lief's mit Lynn?

Gut. Sie lässt grüßen.

Klar.

Gefällt dir der?

Ja, der ist hübsch.

Sie haben ihn in Worcester.

Ist ein ganzes Ende.

Aber wir könnten uns mit Jake einen schönen Tag machen.

Er braucht eh neue Schwimmsachen.

Kommst du mit? Du bräuchtest auch eine neue Badehose.

Nein, ich hab eine Videokonferenz mit einer Kanzlei in Boulder.

Ach ja? Super!

Ja. Mal sehen.

Und der hier?

Nicht in Pink, aber vom Modell her.

Ja.

Hübsch.

Hast du das getan?

Was?

Pater O'Leary, dein Kumpel.

O'Leary? Nie gehört.

Quatsch!

Er hat hier mit dir gesessen.

Hier kommen viele Leute vorbei.

Sag es mir.

Hab ich eben. Keine Ahnung, wovon du redest.

Scheiße, lüg mich nicht an!

He, ich unterhalte mich hier. -Leiser!

Ich hab im Polizeibericht über den Tatort in Patz' Wohnung gelesen.

Den Kinderschänder?

Was ist mit dem?

Herrgott!

Du warst es, nicht wahr?

Ich weiß immer noch nicht, wovon du redest.

Eine Nachbarin hat an dem Abend ein Auto bemerkt.

Einen alten Lincoln.

Ohne Nummernschilder.

Sie dachte, er wäre schwarz, war sich aber nicht sicher.

Was hat das mit mir zu tun?

Das weißt du ganz genau.

Ich weiß gar nichts.

Nur dass dieses Dreckstück das Seine bekommen hat.

Liebes Ehepaar...

Versteh gar nicht, was dich aufregt.

Ein Ungeheuer weniger.

Wir brauchten dich nicht.

Bist du da sicher?

Er hat quasi gestanden.

Er war unschuldig.

Scheißegal.

Ist mir egal, ob er es war.

Soll er den Rest seines Lebens

an so einem Ort verbringen?

In so einem Grab?

Ich sag nicht, dass ich weiß,

wovon du gerade redest.

Aber was auch immer da passiert ist...

es ist das Beste so.

Und wenn du das nicht erkennst,

bist du nicht so schlau, wie ich dachte.

Ich kann dich nicht...

Vorsicht, Junge!

Willst du ihn wieder zu den Wölfen schicken?

Erzähl den Bullen doch diese verrückte Geschichte.

Vielleicht glauben sie dir.

Und dann?

Du kannst ein guter Mensch sein.

Oder du kannst ein guter Vater sein.

Ich bin weder noch.

Das weiß ich.

Aber du hast die Wahl.

Es war schön, dich zu sehen.

Dich ein bisschen kennenzulernen.

Zwischen uns war's das wahrscheinlich.

Aber...

sag dem Jungen...

sollte er mal seinen Opa treffen wollen,

weiß er, wo er mich findet.

Das ist eklig!

Hallo, Papa.

Wie lief die Videokonferenz?

Die wurde verschoben.

Ärgerlich. Hättest mitkommen können.

Erzähl mal Papa deinen Witz.

Warum ist der Kannibale vom Restaurant enttäuscht?

Warum?

Es heißt "Five Guys".

Hast du gegessen?

Noch nicht.

Hast du sie anprobiert?

Die neue Badehose.

Ja.

Und?

Gefällt mir.

Sagtest du schon. Aber passt sie?

Ja, passt super. Danke.

Jake wollte dir eine Speedo-Badehose kaufen.

Alles klar?

Ja. Warum?

Du warst heute Abend irgendwie abwesend.

Sogar beim Essen.

Alles gut. Aber...

Mir geht nur viel durch den Kopf. -Was denn?

Der Umzug, die Arbeit...

Was ist damit?

Weiß nicht. Irgendwas sagt mir, wir sollten jetzt umziehen.

Es muss nicht Colorado sein. Egal wohin.

Ich dachte, du magst Colorado. -Tu ich.

Wir können auch woanders hin.

Das ist es nicht. Ich glaube, ich bin so weit.

Die Warterei zermürbt mich.

Weiter nichts.

Ich bin auch so weit.

Wenn wir zurückkommen, verkaufen wir das Haus.

Das hättest du gleich sagen sollen.

Ich wollte dich nicht drängen.

Wir können trotzdem drüber reden.

Wir waren uns doch einig, dass wir das jetzt so machen.

Keine Geheimnisse mehr.

"FUNintheSUN."

Wie bitte?

Das WLAN-Passwort.

"FUNintheSUN." Alles zusammen.

"FUN" und "SUN" groß.

Danke.

Kann ich dich was fragen?

Bist du...

Jacob Barber?

Ich dachte es mir, war mir aber nicht sicher.

Ist sicher krass, wenn einen die Leute erkennen.

Andy, guck mal.

Alles klar.

Danke.

Wie war Mexiko?

Wie wir es uns erhofft hatten.

Es war das Paradies.

Was ist?

Hör auf. Ich werde rot.

Du siehst so zufrieden aus.

Ich bin es.

Ich hol mir noch eins. Willst du auch?

Im Ernst? Es ist noch nicht mal Mittag.

Andy, guck mal.

Sie sieht nett aus.

Diesen Namen mochte ich schon immer: Hope.

Ist aber schon eine reifere Frau: sechzehn.

Du kennst ihre Mutter?

Ja, vom Fitness-Klub.

Sie kommen aus Toronto.

Und...

weiß sie Bescheid?

Davon gehe ich aus.

Schien sie nicht zu stören.

Willst du wirklich keins?

Vielleicht später.

Reden wir über Hope Connors.

Das Mädchen, das Jacob kennengelernt hat.

Sie haben viel Zeit miteinander verbracht.

Ja.

Sie hat ein Selfie mit ihm gepostet.

Hat zu Hause viel Aufsehen erregt.

Jacob war ja irgendwie eine Berühmtheit.

Haben die beiden über den Fall geredet?

Keine Ahnung.

Möglich ist es.

Vielleicht hat er sich ihr anvertraut.

Wie gesagt, ich hab keine Ahnung.

Und es gab nichts anzuvertrauen.

Erzählen Sie vom Silvesterabend.

Es ist eine Party?

Eher so ein Lagerfeuer. Am Strand.

Vor dem Hotel?

Na ja, gleich daneben.

Hope meint, es ist ganz nah.

Sind ihre Eltern einverstanden?

Ja. Ich glaub eh nicht, dass es spät wird.

Mit Sicherheit nicht.

Heißt das... ja?

Schreib uns, wenn du ankommst, und wenn du gehst. Verstanden?

Ich mein's ernst.

Danke.

Er hieß...

Danny...

Der mit der dicken Brille. Harkaway?

Harkavey. -Genau!

Der war beim Wasserwerk, oder?

Er sagte immer:

"Ich reinige das Wasser, das du trinkst." Mein Gott!

Ein schräger Typ.

Die Wohnung war aber toll.

Das ist alles ewig her.

Ja, ist es.

Wir sind hier.

Wir haben es geschafft.

Bestellen wir noch eine Flasche?

Die nehmen wir mit aufs Zimmer.

Bist du sicher?

Ich weiß, dass es auf unserer Hochzeitsreise war...

Du wolltest schreiben, bevor du zurückkommst.

Tut mir leid, hab ich vergessen.

Hattet ihr Spaß auf der Party?

Sie mehr als ich.

Wie war euer Abendessen? -Sehr schön.

Wo ist dein weißes Hemd?

Ich hab's am Strand vergessen.

Wolltet ihr nicht das Feuerwerk sehen?

Nein. Sie ist noch geblieben.

Am Strand?

Sind ihre Eltern einverstanden? -Denke ja.

Sie wollte ihnen schreiben.

Gab es Ärger?

Zwischen dir und Hope.

Eigentlich nicht.

Ich mag halt keine Partys mit Saufköpfen und Scheißmusik.

Wir gucken uns die Übertragung vom Times Square an. Kommst du?

Nein, ist schon gut.

Gut.

Frohes Neues, Schatz.

Frohes Neues, Großer. -Euch auch.

Mrs. Barber?

Die Polizei möchte Ihren Sohn sprechen.

Worum geht es? -Eine vermisste Person.

Wo ist Ihr Mann? -Ich verstehe nicht.

Andy! -Was ist los?

Das ist meine Familie.

Was ist los?

Hope Connors ist verschwunden.

Die Polizei will Jacob sprechen.

Jetzt gleich. Tut mir leid.

Los. -Komm, Jacob.

Hier lang.

Wann hatte Jacob sie das letzte Mal gesehen?

Gegen 20:00 oder 20:15.

Er sagte...

sie hätten sich gestritten. Wegen einer Kleinigkeit.

Sie mochte einen Schauspieler, er nicht. Es wurde unangenehm.

Daraufhin

wollte er nicht mehr bleiben.

Sie aber schon. Also ging er.

Haben Sie ihm geglaubt?

Natürlich.

Und Laurie? -Ja.

Von Anfang an? -Wir haben ihm beide geglaubt.

Und die Polizei?

Sie dachte, er lügt. Sie dachte, wir decken ihn.

Sie hat uns drei Stunden lang verhört.

Sie nahm unsere Pässe, wir sollten im Hotel bleiben.

Als wir schlafen gingen, war sie seit 24 Stunden vermisst.

Das darf doch nicht wahr sein!

Sein Hemd...

Er sagte, er hat es am Strand gelassen.

Und?

Nichts.

Schon gut.

Andy.

Was machst du hier draußen?

Ich wusste es nicht.

Was denn?

Es ist alles gut.

Wir können drüber reden.

Hat Jacob was gesagt?

Sag es mir.

Leonard Patz.

Was?

Er hat sich nicht umgebracht.

Das war mein Vater.

Unmöglich!

Wie sollte er...

Mein Gott! Der Lincoln!

Dieser Mann...

Hat der ihn getötet?

Mein Gott!

Jacob war nie wirklich unschuldig. -Das kann man nicht sagen.

Natürlich kann man das.

Natürlich!

Warum erzählst du mir das sonst?

Weiß es die Polizei?

Niemand weiß es.

Zumindest noch nicht.

Glaubst du, er hat was mit Hope zu tun?

Mein Gott!

Ich weiß es nicht.

Soll ich es der Polizei sagen?

Laurie!

Ich muss reingehen.

Und dann?

Dann wurde sie gefunden.

Sie hat jemanden auf der Party kennengelernt,

der ihr was ins Glas geschüttet hat.

Hope!

Er hat sie mit nach Hause genommen.

Sein Freund geriet in Panik und rief die Polizei.

Sie waren sicher erleichtert.

Das waren alle.

Sogar Laurie?

Was glauben Sie?

Sich erneut in so einer Situation wiederzufinden,

hat bestimmt

alte Sorgen wieder aufkommen lassen.

Alte Ängste.

Sie flogen am selben Tag noch zurück, drei Tage vor Urlaubsende.

Und? -Sie hatten doch allen Grund zur Freude.

Jacob war entlastet.

Wir wollten bloß nach Hause.

Willst du darüber reden? -Nein.

Wann dann?

Ich weiß nicht.

Vielleicht nie.

Er nannte sie "Job Stories".

Hat Job eine Geschichte über den Mord an Ben Rifkin gepostet?

Er kannte Jason nicht, sonst hätte er gezittert.

Die Finger umkrallten den Griff.

Er spürte, wie die Kraft vom Arm bis in die Schulter schoss.

Brent sah das Messer, aber er konnte nur noch zusehen.

Es drang ein, als würde Jason in Luft stechen.

Er stach noch zweimal zu und merkte sich das Gefühl.

Und wenn du wüsstest, dass er etwas Unverzeihliches getan hat?

Erst musste er wissen, ob Brent tot war.

Vielleicht haben wir nicht aufgepasst. Dann wäre das alles

irgendwie auch meine Schuld.

In Mexiko hat sich was verändert.

Irgendwas ist mit Laurie passiert.

Lächerlich!

Zwei Wochen nach Ihrer Rückkehr boten Sie Ihr Haus zum Verkauf an.

Das war so geplant.

Keiner von Ihnen hatte einen Job. Sie wussten nicht, wo Sie hinwollten.

Und? -Wovor sind Sie weggerannt?

Was war zwischen Ihnen und Laurie passiert?

Nichts. Sagte ich doch.

Warum ist sie dann nicht hier?

Warum ist Laurie heute nicht hier?

Ich mach ein paar Besorgungen.

Weißt du noch?

Bis später.

Hast du heimlich an deiner Othello-Technik gefeilt?

Man muss die Ecken einnehmen. Hab ich von dir.

Ja.

Wo ist Mama? Ich hab Hunger.

Sie wollte einkaufen.

Sie ist gleich wieder da.

Was ist los mit ihr?

Was meinst du?

Sie scheint so... ich weiß nicht...

stiller als sonst.

Sie hat gerade viel um die Ohren.

Die Kisten, den Umzug...

Wir müssen ihr nur Zeit lassen.

Was ist?

Du bist dran.

Ich finde keinen Zug mehr.

Du hast auch keinen mehr.

Laurie?

Ich wusste nicht, dass du unten bist.

Es gibt viel zu sortieren.

Ich wollte ins Bett.

Jake müsste zum Frisör. Ich kann ihn morgen hinfahren.

Ich mach das schon.

Sicher? Stört mich nicht. -Ich weiß, was er will.

Er macht sich Sorgen um dich.

Ich auch.

Was willst du hören?

Nichts. Nur...

Es ist, als würde ich mit einem Geist leben.

Bestrafst du mich? -Nein.

Was ist es dann?

Die Art, wie du ihn ansiehst...

Ich will nur wissen, wie es weitergeht.

Es geht doch schon weiter.

Laurie...

Wenn du Zeit für dich brauchst,

können wir den Umzug verschieben.

Du könntest wegfahren und...

dir überlegen, was du willst.

Vielleicht.

Du kannst machen, was du willst.

Wirklich.

Ich liebe dich.

Das bedeutet vielleicht nicht viel...

aber es ist so.

Ich will's nicht zu kurz.

Nur ein bisschen die Ohren freimachen

und den Nacken, wie letztes Mal.

Klar.

Ich kann mich nicht erinnern...

Die Ereignisse letztes Jahr...

Ich hab dich nie gefragt.

Nicht direkt.

Ich hatte wohl Angst, dass sie dir was antun.

Jetzt können sie dir nichts mehr anhaben.

Keiner kann das.

Hättest du mir die Wahrheit gesagt?

Wenn ich dir versprechen würde, dich immer zu lieben,

würdest du's mir sagen?

Hast du Ben getötet?

Was?

Nein. Das weißt du.

Und wenn ich dir nicht glaube?

Was? -Ein Mensch ist gestorben.

Du weißt es nicht,

aber er wurde ermordet, damit du freikommst.

Ich muss es wissen. -Was denn?

Hast du Ben getötet? Sag mir die Wahrheit.

Was ist los mit dir? -Ich liebe dich trotzdem.

Ich glaube dir nicht.

Du fährst zu schnell.

Woher kommt diese Geschichte? -Langsamer!

Die ganzen Details... -Sind ausgedacht.

Das glaube ich nicht, tut mir leid.

Ich will die Wahrheit.

Ich hab sie mir ausgedacht.

Fahr langsamer!

Was ist passiert?

Ich hab ihn umgebracht!

Wirklich?

Egal was, aber fahr langsamer.

Ich will die Wahrheit!

Fahr langsamer, Mama.

Ich werd's nie erfahren! -Fahr langsamer.

Ich werd's nie wissen. -Du fährst zu schnell.

Ich kann nicht mehr. -Du bist verrückt!

Du machst mir Angst. Fahr langsamer.

Mama, bitte!

Ich liebe dich. -Bitte!

Ich liebe dich und deinen Vater.

Hör auf, Mama!

Ich frage Sie noch mal:

Warum ist Laurie heute nicht hier?

Am 22. Februar, vor knapp sechs Wochen,

bekamen Sie einen Anruf von der Massachusetts-Polizei, richtig?

Es gab einen Unfall.

Laurie und Jacob waren mit dem Auto von der Straße abgekommen.

Mutter und Sohn lagen auf der Intensivstation

vom Newton-Krankenhaus.

Laut Polizeibericht waren keine anderen Fahrzeuge beteiligt.

Es gab Zeugen, andere Verkehrsteilnehmer,

die sahen, wie das Auto plötzlich von der Straße abwich.

Sie fuhr zu schnell. -Wie bitte?

Sie fuhr zu schnell. Es regnete, und sie fuhr zu schnell.

Laut Zeugen gab es keinen Versuch

die Richtung zu ändern oder zu bremsen.

Sie hat die Kontrolle verloren. -Hat sie das?

Die Kontrolle verloren? -Das meinte ich nicht.

Joanna Klein, Jacobs Anwältin,

bekam zwei Anrufe von Ihrer Frau

zwischen 4 und 5 Uhr morgens, am Unfalltag.

Beide Mal wurde aufgelegt.

Was wollte sie von Jacobs Anwalt?

Ich weiß nicht. Joanna ist eine Freundin.

Elizabeth Vogel auch?

Von Lauries Telefon ging ein Anruf

in Dr. Vogels Büro um 3 Uhr 18 ein.

Das hört sich nach einer verzweifelten Frau an.

Hat sie in der Nacht überhaupt geschlafen?

Andy!

Sie sagten, Sie wollen die Wahrheit. Sie sagen aber nicht die Wahrheit.

Doch. Es war ein Unfall.

Es war kein Unfall. Sie hat versucht, ihren Sohn zu töten.

Ihren Sohn.

Ich verstehe, warum Sie uns nicht helfen wollen.

Aber wir schulden Jacob Gerechtigkeit.

Keiner gibt Ihnen die Schuld, Andy.

Sie sind ein Opfer.

Aber Sie müssen stark sein.

Für Ihren Sohn würden Sie alles tun, das weiß ich.

Egal wie schmerzhaft.

Helfen Sie uns.

Helfen Sie uns, Gerechtigkeit walten zu lassen.

Mehr wollen wir nicht.

Gerechtigkeit.

Für Jacob.

Für Sie.

Andy.

Sie fuhr zu schnell.

Es regnete.

Und es war ein Unfall.

Es ist so weit.

Hallo, Großer.

Alles gut.

Und?

Sie haben abgestimmt.

Kein Verfahren.

Was bedeutet das?

Keine Anklage. Sie wissen, dass es ein Unfall war.

Wirklich? Sind sie sicher?

Ich war heute wieder bei ihm.

Ich hab ihm vorgelesen.

Die Pflegerin meinte, sie sind zuversichtlich.

Es gibt vielversprechende Anzeichen.

Das stimmt.

Wenn er aufwacht...

Was, wenn er denkt, dass ich...

Das wird er nicht.

Ich versuche dauernd, mich an diesen Tag zu erinnern.

Tu das nicht.

Es war ein Unfall. Mehr nicht.

Nur ein Unfall.

Ich will nur unsere Familie zurückhaben.

Ich auch.

Ruh dich aus.

Untertitel: Frédéric Winter

Untertitelung: DUBBING BROTHERS

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