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.
Karin Kofler
Lukas Roither
Mit Untertiteln vom ORF
Ziehst du schon aus?
Du kannst es wohl kaum erwarten?
Erraten.
In dieser Prachtvilla wirst du leider nie wohnen, mein Schatz.
Das werden wir ja sehen.
Mein Schatz.
Is noch was?
Nein.
Nein, nein!
Hm!
Tja ...
Was Wichtiges? Vielleicht von der Bank?
Das Übliche.
Aufdringlich, würd ich sagen.
Das wird langsam lästig.
Ja! Will den Brief einer lesen?
In die Rundablage damit.
Oh.
Was für ein wohltuendes Geräusch.
Ich bitte dich! Das ist doch lächerlich.
Ah!!!
Das is ja super!
Genau so hab ich mir meine Geburtstagsfeier vorgestellt.
Ihr sitzt gelangweilt herum und überlasst mir das Programm.
Ich kann auf Kommando nicht feiern.
Was für eine saublöde Ausrede!
Früher hast du kein Fest ausgelassen.
Du hast mit mir getanzt, bis wir nicht mehr stehen konnten.
Und ins Bett gefallen sind.
Dort haben wir uns weiter amüsiert.
Hör auf, von früher zu reden.
Du bist doch keine alte Frau.
Natürlich nicht.
Brauchst du mir nicht zu sagen.
Ich geh schlafen.
Nix da!
Maximilian hat uns versprochen, aus seinem Manuskript vorzulesen.
Hm?
Los, Dichter! Lies!
Vielleicht erfahren wir ja endlich, warum Kitzbühel am Meer liegen soll.
Das erfährt man erst auf der letzten Seite.
Die er wahrscheinlich nicht schreiben wird.
Mal den Teufel nicht an die Wand.
Servas!
- Servas!
He!
Trainierst wieder?
Ja! Servas!
Für'n Triathlon.
Fünf Mal die Woche 15 Kilometer.
Machst mit?
Naa!
Das is nix für mich.
Würd dir aber nicht schaden!
Und? Wo is die Leiche?
Im Keller.
Florian Grüner, stellvertretender Direktor vom Bankhaus Ulrich.
Wer hat ihn g'funden?
Die Dame, die bei der Tür steht: PA Olga Neheber.
Seine Sekretärin - auf gut Deutsch?
Naa, die korrekte Bezeichnung is "Personal Assistent". Kurz PA.
Hat sie mich aufgeklärt. - Hat sie das, die PA?
Na dann!
Schaut aus, als hätt er sich grad einen Wein geholt.
Ja, und zwar einen sündteuren.
Also: Er is die Stiegen hinauf, ausgerutscht, gestürzt ...
.. und hat sich dabei tödliche Verletzungen zugezogen.
Deswegen sind wir ja auch alle hier!
Er ist rückwärts die Stiegen runter gefallen.
Und mit Wucht auf den Fliesen aufgeschlagen.
Es gibt keinerlei Abschürfungen an den Händen.
Er hat nicht versucht, den Sturz abzufangen.
Weil er nicht mehr reagieren konnte.
Das Hämatom hat er sich ganz sicher nicht beim Sturz zugezogen.
Also wurde er niedergeschlagen? - Richtig.
Mit einem kräftigen Schlag aufs linke Schläfenbein.
Also eindeutig Fremdverschulden.
Er hat sofort das Bewusstsein verloren.
Die Kollegen suchen die Tatwaffe. Könnt ein Golfschläger sein.
Hier herunten is es frisch: Es dürfte so gegen 8 Uhr am Abend passiert sein
A feiner Bordeaux!
Der Vater würd sagen: Schad drum!
Danke, Kroisi!
Alles Gute!
Sollen wir später reden - oder geht's jetzt?
Danke, es geht schon.
Okay. Lass uns bitte kurz allein!
Wo is denn die Frau Grüner?
Die is vor drei Tagen nach Mailand g'fahren.
Zu einem Kongress. Sie is Dolmetscherin.
Haben die Grüners Kinder? - Nein.
Der einzige Verwandte ist der Schriftsteller Maximilian Stanek.
Grüners Onkel.
Muss man den kennen?
Wenn man sich für Heimatromane interessiert ...
Der hat vor vielen Jahren mit einem Buch Riesenerfolg g'habt.
Und wo find ich den Herrn Stanek?
Der lebt in der Nähe von Oberndorf.
Sein Neffe - also, der Herr Grüner, lässt ihn dort unentgeltlich wohnen.
Sag mal, musst du ständig diese saublöden Sudokus lösen?
Und dabei auch noch herummarschieren?
Tja, ich beanspruche gleichermaßen Körper und Hirn.
Daran zweifle ich!
Bei der ewigen Zahlensucherei verblödet man ja!
Irgendwann wirst du nur noch in Zahlen zu uns reden.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sudoku die Gehhirnzellen anregt.
Und den Blutdruck ankurbelt. - Aha.
Das tut Sex auch.
Angela!
Was fällt dir ein?
Wie kannst du dich derart massiv in meinen Text einmischen?!
Weil ich mehr bin als deine Tippse.
Hör dir das an, Conrad!
Zum Beispiel:
"Flemming drückt das Kitzbüheler Mädl an sich."
"Ihr Lippen, ihre Brüste wird er vermissen!"
"Die wilden Nächte, in denen es nur sie beide gab."
"Ihre Liedenschaft und Hitze!"
Ah!
Und dann gehst du ins Detail.
Da wimmelt's ja nur noch so von Brustwarzen und Schenkeln.
Max!
Was ist daran schlecht? Für die Entwicklung der Figur ist das wichtig
James Bonds Jugend in Tirol.
Er bekommt die Lizenz zum Sex. Herrlich!
Klar, dass euch das gefällt, Männer!
Na gut, dann lass sie im Heu das ganze Kamasutra durchspielen.
Schreib doch, was du willst!
Schade um das Kamasutra!
Grüß Gott!
Guten Tag!
Kofler, Soko Kitzbühel.
Mein Kollege, der Herr Roither.
Die Tür stand offen.
Die steht bei uns immer offen. Uns klaut keiner mehr!
Wir suchen den Herrn Stanek. - Ja?
Was wollen Sie von mir?
Der Florian Grüner ist doch Ihr Neffe, oder?
Ja. Was ist mit ihm?
Hat er seine Bank in die Pleite getrieben?
Er wurde tot aufgefunden.
Oh Gott!
Hat er ...
.. sich selber ...?
Nein, er wurde ermordet.
* Er röchelt. *
Ruhig atmen!
* Handy *
Bleib sitzen!
Sollen wir einen Arzt rufen?
Entschuldigung.
Kroisleitner?
I hab jetzt endlich die Frau Grüner am Handy erreicht.
Sie war in Mailand auf einem Kongress:
"Der Stellenwert der Kohlenhydrate -" - Die Details später!
Ja, jetzt is sie grad auf der Brenner-Autobahn unterwegs.
Aha. Und? Gibt's was Neues von der Spurensicherung?
Die sind mitten in der Arbeit.
Sobald ich was weiß ... - Rufst du mich an! Also!
Moment! I bin noch ned fertig!
Wir ham im Handy-Kalender vom Grüner an interessanten Eintrag g'funden.
Der wollt sich gestern um 17 Uhr mit dem Maximilian Stanek treffen.
Das is ja hochinteressant!
Danke, Kroisi.
Servas!
Und?
Er hat sich hinlegen müssen.
Sollten wir nicht besser einen Arzt rufen?
Nein, wir haben einen Spezialisten im Haus.
Der Herr Holl hat ihm eine Beruhigungsspritze gegeben.
Keine Angst! Er war Heilpraktiker.
Der Herr Stanek hat seinen Neffen gestern getroffen. War das hier?
Nein, in seinem Haus.
Wir waren um Punkt 17 Uhr bei ihm.
Wer genau is "wir"?
Oh Gott, ja! Entschuldigung!
Ja, ich, Angela Egg. Und Conrad Holl.
Wir haben unseren Dichter zu diesem Treffen begleitet.
Ja, wir unternehmen immer alles gemeinsam.
Zum Glück ist unsere alte Kraxen angesprungen.
Wir legen Wert auf Pünktlichkeit!
Wie lang waren S' denn beim Herrn Grüner?
Ähm ... nicht ganz eine Stunde?
Gegen 18 Uhr haben wir uns von ihm verabschiedet.
Ja.
Toll, was?
Eine richtige Befragung! Wie in einem Krimi.
Tja, und Sie lieben Krimis? - Oh ja!
Einmal in der Woche ist Krimi-Tag.
Was wollten S' denn vom Herrn Grüner?
Äh ... die Bank wollte unseren Dichter für eine Lesung gewinnen.
Das Buch soll nächstes Jahr erscheinen.
Eine wahre Geschichte über die Jugend des James-Bond-Erfinders Ian Fleming.
Der hat ja tatsächlich einige Jahre hier gelebt ... und geliebt!
Ja, eine ganz gute Geschichte!
Und der Titel erst: "Kitzbühel liegt am Meer"
* Sie lacht. *
Ja, unsere Bank veranstaltet Lesungen heimischer Autoren.
Und Ausstellungen.
Und Sie haben diese Veranstaltungen organisiert?
Ja.
Seit wann waren S' denn die Sekretärin vom Herrn Grüner?
Seit mehr als vier Jahren war ich seine PA.
Im Anlagebereich kann man sich viele Feinde machen.
Der Herr Gründer war bekannt für seine ausgewogenen Investment-Fonds.
Feinde hat er keine g'habt.
Und innerhalb der Bank?
Wie war sein Verhältnis zu den Mitarbeitern?
Wie gesagt: Bei unseren Kunden war er sehr beliebt.
Oh, Herr Direktor!
Kann ich Ihnen helfen?
Nein danke, ich komm zurecht.
Darf ich Ihnen Herrn Generaldirektor Ulrich vorstellen?
Frau Kofler von der Soko Kitzbühel. - Sehr erfreut!
Ebenso!
Herr Grüner hat mir Unterlagen versprochen.
Die müssen sehr wichtig sein, wenn Sie selbst danach suchen!
Herr Grüner wollte mir eine Wertpapier-Analyse mailen.
Eine seriöse Bank wie meine kann sich keinen Leerlauf leisten.
Die Frau Neheber hätte Ihnen die Unterlagen sicher gern gebracht!
Ich wollte sie nicht belasten - nach allem, was passiert ist.
Sehr rücksichtsvoll!
* Handy *
Meine Kollegen werden damit auch sehr rücksichtsvoll umgehen!
Die Grüners hätten in drei Wochen geschieden werden sollen.
Er hätt beide Häuser, die er in die Ehe ein'bracht hat, behalten.
Und sie hätt a Aktien-Paket 'kriegt.
Wie hast das so schnell rausg'funden?
Das wird doch erwartet von einem guten PA, oder?
Ja!
Wie hat s' die Todesnachricht aufgenommen?
Sie hat an Weinkrampf bekommen.
Weinen kann ich auch auf Kommando.
Hallo!
Das is mein Kollege, Lukas Roither.
Er leitet die Ermittlungen.
Guten Tag. - Grüß Gott.
Dass er so sterben hat müssen!
Vielleicht können Sie uns helfen, den Täter zu finden.
Ich? Wieso? Ich ... war in Mailand.
Ich bin erst vor einer Stunde gekommen!
Ist irgendetwas gestohlen worden?
M-m.
Sie und Ihr Mann wollten sich scheiden lassen?
Ja.
Das ist richtig.
Verzeihen Sie, wenn das jetzt pietätlos klingt, aber:
Sie profitieren finanziell vom Tod Ihres Mannes.
Bei einer Scheidung wären Sie nicht so gut ausgestiegen.
Nur: Geld interessiert mich nicht!
Haben Sie's schon gehört?
Oh!
(leise:) Der Florian Grüner ist ermordet worden.
Natürlich hab ich das gehört. - Aha! Und was ist unser Plan?
Wir machen keinen Plan.
Da bin ich aber gespannt!
Kann mir nicht vorstellen, dass Ihre Tochter uns einweiht.
Manchmal muss der Mensch auch Glück haben.
Diesmal steht uns die Tür zur Informationsquelle weit offen.
Diesmal haben wir leichtes Spiel.
Sag einmal: Ist es ned langweilig, so allein zu trainieren?
Wenn man den inneren Schweinehund überwunden hat, dann geht's.
Die Frau Neheber -
Die wär jetzt da.
Tja.
Fahr doch! Das Verhör kann ich allein machen.
Danke! - Gern g'schehn.
Warum wollen Sie noch einmal mit mir reden?
Weil wir mittlerweile wissen, dass Sie gelogen haben.
Sie haben behauptet, dass Sie durch die Garage ins Haus gekommen sind.
Die Verbindungstür stand offen! - Die Türe schließt automatisch.
Man braucht einen Zahlencode, um sie zu öffnen!
Also lügen Sie mich nicht an. Sie kennen den Code.
Ja.
Ich hab für den Florian ... für den Chef öfter was holen müssen.
Wer sagt mir dann, dass Sie gestern nicht auch dort gewesen sind?
Ja. Genau das hab ich befürchtet.
Ihre Personalakte sagt, dass Sie sehr zielstrebig sind.
Entscheidungsfreudig.
Alles positive Eigenschaften.
Aber sehr ehrgeizig. Sie übergehen Hierarchien.
Herr Grüner hat Ihren Wunsch nach einer Führungsposition abgelehnt.
Das muss Sie sehr traurig gemacht haben.
Er wollte, dass ich weiter seine PA bin. Das ist alles.
So kann man's auch sehen.
Aber so eine Ablehnung ist ein richtiger Karriere-Knick.
Da kann man zornig werden.
Wo waren S' denn zur Tatzeit?
Auf einer Party.
Auf welcher Party?
Auf einer ... Lesben-Party.
Ist doch wunderbar! Dann haben Sie ja ein paar Zeugen.
Zwei ohne.
- Pass.
Leichtes Spiel, gell?
Ich hab gedacht, ich hol nur die Wärmeplatten.
Ich hätte nicht geglaubt, dass heute noch eine Bridge-Runde stattfindet.
Unsere Nachbarin liegt mit Fieber im Bett.
Und Maximilian fühlt sich verständlicherweise nicht ganz wohl.
Wir sollten ruhig sein. Der Herr Kofler muss sich konzentrieren.
Hannes, Sie müssen was sagen!
Ja, ja.
Sag ich ... sag ich halt Pik.
Dreien?
Von mir aus.
Na bitte, geht doch!
Haben Sie eigentlich einen Verdacht, ...
.. wer hinter diesem schrecklichen Verbrechen stecken könnte? Pass!
Na ja, einen Grund findet man wahrscheinlich in der Bank.
Ah!
An wen haben Sie da gedacht?
Drei ohne.
Wahrscheinlich war Eifersucht im Spiel.
Pass!
Hm?
Pass!
Pass.
Ihre Karten!
Es ist vielleicht geschmacklos, aber ich tippe auf Mord aus Leidenschaft.
Ein schönes Motiv.
Und wenn dich jemand gesehen hat?
Ich hab extra unten bei der Kurve geparkt.
Abgesehen davon ist mein Stellvertreter ermordet worden.
Werd ich doch seiner Frau einen Kondolenzbesuch abstatten dürfen.
Und du hast wirklich nichts damit zu tun?
Ich bitte dich!
Wie kommst du denn auf so einen abwegigen Gedanken?!
Was ist denn los mit dir?
Du bist doch an dem Tag nach Kitzbühel zurück gefahren.
Ganz ruhig, mein Schatz!
Du bist unter Schock gestanden, als du von dem Mord erfahren hast.
Das musst du der Polizei erzählen.
Das werden die mir nicht glauben.
Und vergiss nicht: Ich bin auch noch da!
Kann ich mich auf dich verlassen? - Selbstverständlich!
Was ist denn das für eine Frage?!
Die Erstuntersuchung hat sich bestätigt.
Bei dem Aufprall hat er sich fünf Rippenbrüche ...
.. und einen Lungenriss zugezogen.
Hast Abwehrspuren g'funden? - Nichts.
Er hat mit keinem Angriff gerechnet.
Der Täter hat spontan und mit voller Wucht zugeschlagen.
Täter oder Täterin? - Ist beides möglich.
Ich hab ein Foto von dem Hämatom auf den Raster projiziert.
Eine runde Fläche.
Könnt von einem Hammer stammen.
So was in der Art.
Auf der Kleidung des Toten ist mir was aufgefallen:
Auf Hose, Jacke und Hemd hab ich fremde Faserspuren entdeckt.
Hast eine Erklärung dafür?
Nicht wirklich. Es hat ja kein Kampf stattgefunden.
Aber durch die Temperatur im Keller und die Körpertemperatur ...
.. kann ich mich zumindest beim Todeszeitpunkt festlegen.
Der liegt zwischen 19 und 20 Uhr.
Vater!
Psst!
Was treibst du da? - Ich muss nachdenken.
Ihr Vater muss sich konzentrieren!
Ihr Lieben, das is kein Spaß!
Wir haben noch nie eine Bridge-Partie unterbrochen.
Wahrscheinlich, weil Sie keinen Mord in der Familie g'habt haben!
Das war allerdings ein gelungenes Contra.
Darf ich Ihnen ein Glas Wein anbieten?
Nicht im Dienst! Danke!
In den alten Krimis schlagen die Kommissare nie eine Einladung aus.
Ja.
Wo waren S' denn gestern zwischen 19 und 20 Uhr?
Kann es sein, dass man UNS verdächtigt?
Beantworten Sie bitte die Frage des Kollegen!
Für diese Zeit haben wir doch ein Alibi, oder?
Und dieses Alibi sitzt hier.
Bei uns an diesem Tisch.
Die Herrschaften bestellen seit Jahren ihr Geburtstagsmenü bei mir.
Und das hast du gestern auch serviert?
Eigenhändig. Punkt 19 Uhr.
Du bist dir sicher, dass es 19 Uhr war?
Meine Tochter zweifelt an meiner Aussage!
Wir haben noch ein Glas Wein getrunken.
Und gegen acht bin ich in mein Lokal gefahren.
Ich zweifle nicht an deiner Aussage. - Dann is es ja gut.
Wir können das natürlich bezeugen.
Ah!
"Für die sympathische und kompetente Kommissarin Karin Kofler"
"Ihr Maximilian Stanek"
Hast a Eroberung gemacht, ha?
Da hat jemand meine wahren Werte erkannt.
Na, er is ein charismatischer Mann.
Leider is er ziemlich krank.
Na?
Sorgen?
Oh! Was bedrückt dich?
Die Polizei verdächtigt uns.
Ja!
Das ist doch naheliegend.
Ich wäre beleidigt, wenn sie uns nicht zu den Verdächtigen zählten.
Ah, is das gut!
Ja, ist es gut?
Ja!
Oh!
Du bist ein Schuft!
Warum hast du mir das nicht gesagt?!
Ich muss den Schluss unbedingt sofort lesen!
Erst, wenn ich ihn überarbeitet habe.
Ich habe den Roman meiner Muse ... Angela gewidmet.
Danke!
* fröhliche Musik aus dem Autoradio *
* Sie singen begeistert mit. *
Kroisi, magst auch an Kaffee?
Ja, gern!
Ich hab da an interessanten E-Mail-Verkehr g'funden.
Es war geplant, dass der Grüner den Ulrich ablöst.
Der Grüner hätt die Bank übernehmen sollen?
Hallo, ihr beiden! - Wir haben euch Obst mitgebracht.
Wir stören ja nicht? - Ihr störts doch nie!
Stellts es bitte hin!
Also: Der Grüner hätt die Bank übernehmen sollen.
Er wär zum Generaldirektor aufg'stiegen.
Das Bankhaus g'hört zu 75 Prozent der Familie Ulrich.
Die Ulrichs sind schon in der dritten Generation Banker.
Mein Großvater hat mit seinem Großvater studiert.
Und der hat dann die Bank aufgemacht.
Merkwürdig ... Warum sollte der Dieter Ulrich abgelöst werden?
Das hab i noch ned rausgekriegt.
Aber ich muss eh noch a paar Telefonate machen.
Der Ulrich is ausgesprochen sympathisch.
Nicht einmal ich weiß, warum der gehen soll.
Obwohl er jede Woche bei mir Gast ist.
Deshalb is er dir so sympathisch, hm?
Also, dann werd ich einmal mit ihm reden.
Vielleicht bekomm ich's ja raus.
Schönen Tag noch!
Wir wollen, dass die Ermittlungen zügig vorangehen.
Wir können das Gespräch gern im Kommissariat weiterführen.
Ich hab nichts zu verbergen.
Herr Grüner sollte meinen Posten übernehmen.
Wir wollten das im Rahmen eines Betriebsfestes bekanntgeben.
Vorher sollte nichts nach außen dringen.
Die Presse hätte sonst Spekulationen angestellt.
Es heißt, Sie müssen die Bank verlassen.
Müssen?
Davon kann keine Rede sein.
Die Bank steht tadellos da.
Und ich hab auch keinen Mist gebaut, um es trivial zu formulieren.
Ich gehe aus rein privaten Gründen.
Okay. Also, Sie wollen die Bank verlassen.
Und Ihr Nachfolger wird umgebracht.
Das is schon a bissl merkwürdig, oder?
Bitte schön!
Dein Baby!
Gratuliere, Maximilian!
Danke, Conrad.
Auf dich!
Ah!
Schmeckt besser als dein Tee.
Ja! Möge der Roman die Bestsellerlisten stürmen!
Möge der Autor es noch erleben! - Ja!
Da schau her!
(Conrad:) Ja, genau!
(Maximilian:) Ja!
(Angela:) Ja, natürlich!
Scheiße! Was ist denn da los?
Das darf doch nicht wahr sein!
Ho!
Was fällt Ihnen ein?!
Stellen Sie sofort den Sekretär zurück!
Wir haben unseren Auftrag. Da: der Räumungsauftrag.
Der Herr Grüner hat uns vor drei Wochen beauftragt.
Der Herr Grüner ist tot! - Das is uns wurscht.
Sie können uns doch nicht unsere Möbel wegnehmen!
Die Möbel gehören dem Herrn Grüner.
Nur über meine Leiche! - Geh, Opa! Das bringt doch nix!
Das ist doch ...
Das dürfen wir uns doch nicht gefallen lassen!
Was soll'ma denn tun?
Lassts euch was einfallen, Burschen!
Conrad!
Komm!
Stellen Sie sofort die Chaiselongue ab!
San Sie taub?!
Ja, Tür zu!
Abstellen!
Sofort!!!
Oh, oh, oh!
Maximilian!
Sofort!!!
Jetzt mach dich nicht lächerlich!
Niemand verjagt uns drei von hier!!!
Uns delogiert keiner!!!
Oh Gott!
Schnell, schnell! Seine Tropfen!
Komm! Komm mit mir!
Entschuldige! Ich bin zu spät!
G'schneuzt und 'kampelt! Sauber!
Warst wieder allein Radl fahren?
Hat's Spaß g'macht?
Ja, wieso? Sieht man das?
(Kroisleitner:) Sí! Prego! Sí, capito. Sí!
Kroisis Italiano is fast schon perfetto.
Grazie! Ciao, Signore Commandante!
Das war a italienischer Kollege. Milano.
Von der Polizeistation in der Via Olivetani.
Die is ganz in der Nähe von dem Hotel, ...
.. in dem die Frau Grüner abg'stiegen is.
Spann uns ned so auf die Folter!
Na ja, die Frau Grüner hat zwei Tag' früher ausgecheckt ...
Ich hab's vergessen.
Ich stand unter Schock.
Na ja, das kann man im Nachhinein leicht behaupten.
Sie können sich das vielleicht nicht vorstellen, ...
.. aber Simultanübersetzungen sind ziemlich anstrengend.
Vor allem bei den vielen Fachbegriffen.
Ich wollte den Kopf frei kriegen und hab noch ein wenig Erholung angehängt
Und wo?
Am Comer See.
Was halten Sie davon?
Sie waren nicht am Comer See, ...
.. sondern sind zurück nach Kitzbühel gefahren.
Sie haben Ihren Mann getroffen wegen der Scheidung.
Es kam zu einem Streit, und Sie haben im Keller zugeschlagen.
Wir haben gemeinsam zwei Nächte und einen Tag am Comer See verbracht.
Das Alibi erscheint aufs Stichwort - wie praktisch!
Frau Grüner und ich sind seit Längerem ein Paar.
Wir haben versucht, unser Verhältnis geheim zu halten.
Esthers Scheidung stand kurz bevor.
Da gerät man sofort in ein schiefes Licht.
Nach dem Mord wird man gleich zum Hauptverdächtigen!
* Handy *
Entschuldigung!
Das ist wichtig. Sie verzeihen?!
Ulrich!
Er hat seit 30 Jahren mit Zahlen, Bilanzen und Kursen zu tun.
Es reicht ihm einfach.
Wir wollen irgendwo neu anfangen.
Schön für Sie beide!
In einer Luxusvilla in Hanglage mit Indoor-Swimmingpool und allem Pipapo
Das waren Florians Fantasien. Der war ja nicht mehr zu bremsen.
Der Erfolg ist ihm zu Kopf gestiegen.
Wie wollte er den Neubau finanzieren?
Mit dem Verkauf dieses Hauses.
Also, den Rest hätte er wohl von seiner Bank bekommen, nehm ich an.
Das Piccolo Hotel del Lago in Bellagio. Überprüf bitte, ...
.. wann der Generaldirektor Ulrich Italien verlassen hat.
Okay!
Lass mich auch!
Der Lukas will noch mit dir reden.
Der Grüner wollt sich a Villa bauen lassen.
Find heraus, wie er das finanzieren wollt!
* Telefon *
(Kroisi:) Kann einmal einer von euch ... He!
Wart, i bin jetzt auch überfordert.
* Telefon *
Bleib einmal dran!
I hab a Gespräch auf der anderen Leitung. - Kroisleitner!
Was?
A Schießerei? Wo?
Was für a Schießerei?
Sie können nur hoffen, dass die Möbelpacker Sie nicht anzeigen.
Er hat sie nicht mit dem Gewehr be- droht. Er hat auf die Decke gezielt.
Mir doch egal, dann geh ich ins Gefängnis.
Nicht ohne uns!
Ich hab neue Informationen.
Der Herr Grüner hat Ihnen vor einem halben Jahr die Kündigung geschickt.
Wir haben nichts bekommen.
Absolut nichts!
Das Haus ist so gut wie verkauft.
Da muss ein Irrtum vorliegen.
Mein Neffe hat uns versichert, ...
.. wir können bis zu unserem Tod hier wohnen bleiben.
Gibt es einen Mietvertrag?
So etwas hat es nie gegeben.
Aber es gibt etwas Ähnliches.
Wir drei haben meine Schwester jahrelang gepflegt.
Und mein Neffe hat sich bei uns dafür bedankt.
Es war immerhin seine Mutter.
Bitte schön!
Danke!
".. gewähre ich, Florian Grüner, meinem Onkel, Maximilian Stanek, ...
.. sowie Conrad Holl und Angela Egg ...
.. ein kostenloses Wohnrecht auf Lebenszeit in meinem Haus."
"Florian Grüner"
Tja!
Das bleibt einstweilen bei uns, ja?
Aber wer hat dann die Spedition angerufen?
Er war am Comer See, aber nur die erste Nacht.
Die Frau Grüner is dort geblieben.
Aber er is z'ruck nach Kitzbühel g'fahren.
Dann kommt er für die Tatzeit in Frage.
Er behauptet, er war bis 11 Uhr im Casino.
Das lässt sich ja überprüfen.
Was is?
Der Kroisleitner überprüft sein Alibi.
Die Frau Grüner soll sich das Schreiben von ihrem Mann anschauen.
Was is, wenn der Florian Grüner seine Meinung geändert hat?
Vielleicht wollt er das Haus ver- kaufen, weil er Geld 'braucht hat.
Obwohl die seine Mutter gepflegt haben?
Du meinst, sie wollten eine Garantie, ...
.. damit sie nicht auf der Straße landen?
Und der Grüner hat sie abblitzen lassen.
Dabei können einem die Nerven durchgehen.
Glaubst, kann das so ein Knauf g'wesen sein?
Möglich wär's. Aber die drei waren daheim, zusammen mit meinem Vater.
Das is das Einzige, was ned ins Bild passt.
Die Frau Grüner is grad beim Stanek.
* Handy *
Franziska, was gibt's?
* Klopfen *
Ah!
Ich hab die Fasern auf der Kleidung des Toten durch das SEM geschickt.
Durch was?
Durch das Raster-Elektronen-Mikroskop.
Wir haben sie einer chemischen Analyse unterzogen.
Die Fasern stammen von einem Mischgewebe mit Asbest.
A g'sunde Mischung!
Diese Textur wurde in den späten 60er und 70er Jahren ...
.. hauptsächlich für Überzüge verwendet.
Du hast gesagt, dass die Fasern auf der ganzen Kleidung vom Grüner waren
Ja.
Er könnte mit einer Decke zugedeckt gewesen sein.
Worauf willst hinaus?
Dann würd die Körpertemperatur langsamer sinken.
Bei dem kalten Kellerboden nützt eine Decke wenig.
Außer es is eine spezielle Decke.
Herzliche Gratulation!
"Kitzbühel liegt am Meer".
Entschuldigen Sie!
Ich will nicht unhöflich sein, aber ich muss mich hinlegen.
Ich bitte Sie! Das ist kein Problem.
Sie werden sich fragen, weshalb wir Sie hierhergebeten haben.
Wie Sie wissen, ...
.. haben wir drei ja Ihre Schwiegermutter sehr lange gepflegt.
Staneks Schwester. Und da haben wir uns gedacht ...
Da wollten wir Sie fragen ...
Guten Abend!
Abend!
Entschuldigen Sie die Störung! Wir hätten noch ein paar Fragen.
Frau Grüner, ist das die Unterschrift Ihres Mannes?
Nein! Er hat beim zweiten R immer einen Haken gemacht.
Das ist nicht seine Unterschrift.
Sind Sie sich da ganz sicher?
Ich kenne die Unterschrift meines Mannes genau.
Unter jedes Schreiben seines Anwalts hat er seinen "Florian" gekritzelt.
Das hier ist sie nicht.
Unmöglich!
Er hat's vor unseren Augen unterschrieben.
Ja.
Jetzt is es aus!
Jetzt is es aus!
Man delogiert uns.
Also ...
.. keiner wird delogiert.
Entschuldigen Sie, ich wusste nicht, wie sehr Sie hier unter Druck stehen.
Das sage ich hier jetzt vor allen und vor Zeugen:
Niemand muss hier raus!
Schließlich gehört das Haus jetzt mir.
Danke schön!
Als Sie erfahren haben, dass das Haus verkauft werden sollte, ...
.. haben Sie drei dieses Schreiben aufgesetzt ...
.. im Namen vom Neffen von Herrn Stanek.
Und dann sind Sie zu ihm gefahren, um sich eine Unterschrift zu holen.
Im Glauben an das alte Versprechen, ...
.. aber Florian Grüner hat Sie ausgelacht.
Er hat uns einfach stehen lassen und ist in den Keller gegangen.
Wir sollten ihn nicht mehr belästigen.
- Es hat ihn überhaupt nicht interessiert, wo wir bleiben!
(Das ist so lächerlich!)
Da hab ich zugeschlagen.
Darf ich?
Damit haben Sie zugeschlagen?
Im Affekt!
Der Herr Grüner ist so unglücklich die Kellertreppe hinuntergestürzt,..
.. dass er sich das Genick gebrochen hat.
Sie hatten keine Unterschrift, aber einen Toten.
Die Unterschrift konnten Sie fälschen.
Ich muss sagen, Sie haben uns ganz schön an der Nase herumgeführt, ...
.. was den Todeszeitpunkt betrifft.
Wer von Ihnen hatte denn die Idee mit der Heizdecke?
Die war gar nicht von uns.
Die hatten wir aus einem alten Krimi.
Ich bin gefahren und hab die Decke geholt.
Schließlich war Ihr Vater schon zu uns unterwegs ...
.. mit meinem Geburtstagsmenü.
Eigentlich eine geniale Idee, oder?
Herr Stanek, ich muss Sie bitten, mit uns aufs Kommissariat zu kommen.
Herr Stanek!
Herr Stanek!
Maximilian?
Maximilian?!
Maximilian?
Oh mein Gott!
Manchmal hasse ich meinen Job.
Bist allein unterwegs?
Ja.
Wie immer!
Radelst nimmer zu zweit?
Vor dir is ned einmal die Polizei sicher.
Na, was is mit deiner hübschen Trainingspartnerin?
Die radelt seit heut mit einem anderen - von der Sitte!
Ab dem 7. Stich gibt es Stichpunkte.
Und die Punkte hängen von der Trumpffarbe ab.
Sie lernen schnell!
I bin ned auf der Nudelsuppe daherg'schwommen.
Vater, hast zwei Kaffee für uns?
Du weißt, wo die Maschin is. Mach mir einen kleinen Braunen bitte!
Für mich einen Espresso! Danke!
Für mich a Glasl Wasser.
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