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Zulu
der Berliner Reichstag hier arbeiteten
von 1919 bis 1933 insgesamt fast 1800
Parlamentarier der Weimarer Republik
dieser Film erinnert an das Schicksal
all jener Reichstagsabgeordneten die
nicht der NSDAP angehörten und die nach
der nationalsozialistischen
Machtergreifung Opfer politischer
Verfolgung
W reichstagswahlkampf in der ersten
deutschen Republik die radikalen
Parteien gewinnen immer mehr
Anhänger die Auswirkungen der
Weltwirtschaftskrise treffen auch
Deutschland viereinhalb Millionen
Menschen sind
arbeitslos auf den Straßen herrscht seit
Jahren Gewalt auch Notverordnungen der
Regierung bringen keinen
Frieden die Republik ist geschwächt die
Marschkolonnen der SA werden immer
länger Reichstagswahl im Juli
1932 die NSDAP bekommt doppelt so viele
Stimmen wie 1930 über
37%. in dem neuen Parlament sind die
Demokraten in der Minderheit der
Reichstag wird aufgelöst
über 5inhalb Millionen
Arbeitslose Neuwahl im November
1932 die NSDAP verzeichnet Verluste aber
Adolf Hitler will an die
Macht 30 januar
1933 Hitler wird Reichskanzler und
bildet eine Regierung der nationalen
Konzentration das Ende der Weimarer
Republik ist besiegelt
in der Nacht vom 27 zum 28 Februar
1933 steht der Berliner Reichstag in
Flammen es ist
[Musik]
Brandstiftung für Hitler liefert der
Anschlag auf das Parlament den Vorwand
um mit seinen politischen Gegnern
abzurechnen die nationalsozialistische
Propaganda macht aus dem Reichstagsbrand
das Werk einer kommunistischen
Verschwörung
der NS propagandaleiter Josef Göbbels
hat nie Zweifel an der neuen Linie
gelassen im üb können unsere
parte darüber beruhigt sein dass eher
als wir alle denken die Stunde des Endes
des R gekommen sein wir noch in der
Nacht des Reichstagsbrandes werden
reichsweit tausende von Kommunisten
festgenommen eine Verordnung zum Schutz
von und Staat setzt am nächsten Tag
wesentliche Grundrechte der Weimarer
Verfassung außer Kraft und schafft so
die Möglichkeit zu willkürlichen
Verhaftungen auf dem Dach der
kommunistischen Parteizentrale wäht die
Hakenkreuzfahne die
Reichstagsabgeordneten der KPD werden
soweit sie noch nicht verhaftet sind
steckbrieflich gesucht wer jetzt nicht
schnell untertauchen kann ist seines
Lebens nicht mehr sicher zwei Monate
nach dem Reichstagsbrand sind bereits
drei Reichstagsabgeordnete der KPD tot
Walter Schütz ermordet in der SA Kaserne
Königsberg Albert Funk umgekommen im
Polizeipräsidium
Recklinghausen Albert jankka ermordet im
KZ
Reichenbach auch Politiker anderer
Parteien sind in Gefahr im Wahlkampf für
die letzte halbwegs freie Reichstagswahl
im März
1933 müssen missliebige Kandidaten Tag
für Tag mit ihrer Verhaftung rechnen
[Musik]
Überfälle und Störaktionen der
Nationalsozialisten machen den Wahlkampf
für viele Redner zum
Spießrutenlauf am Wahltag geben dann
knapp 44% der Wähler ihre Stimme der
NSDAP hitler hat damit das Ziel der
absoluten Mehrheit verfehlt
[Musik]
[Musik]
undaktion als der neue Reichstag in der
Berliner Krolloper zusammentritt ist
keiner der 81 neugewählten KPD
Abgeordneten im Saal viele von ihnen
sind bereits geflüchtet oder hinter
Gefängnismauern verschwunden
von den Sozialdemokraten sind bereits
zehn verhaftet von der Zentrumspartei
einer 23 März
1933 gegen die Stimmen der SPD nimmt der
neue Reichstag das sogenannte
Ermächtigungsgesetz an damit erhält die
Regierung Hitler die Vollmacht Gesetze
und selbst die Verfassung ohne
Zustimmung des Reichstags zu ändern das
Parlament macht sich selbst überflüssig
die Reichsregierung g nicht durch dieses
Ermächtigungsgesetz die Länder
aufzuheben wohl aber wir maßnmen treffen
die von nun ab und für immer eine
gleichmäigkeit der politischen
in in den nun folgenden 12 Jahren der
Diktatur verkommt der bald reih
nationalsozialistischestag zur bloen
Kulisse für denüer
sind vorbei der Rechtsstaat ist
begraben nach der KPD hat jetzt auch die
sozialdemokratische Fraktion das erste
Mordopfer zu
beklagen am 21 juni
1933 holt die SA im Berliner Stadtteil
köpenik etwa 40 Personen aus ihren
Wohnungen und misshandelt sie später
wird man von der köpeniker blutwoche
sprechen unter den Verschleppten ist der
ehemalige
Ministerpräsident Johannes Stelling
schwer verletzt wird er in das
Amtsgerichtsgefängnis köpenik
eingeliefert von diesem Tag angilt
Stelling als
vermisst bis zwei Wochen später seine
verstümmelte Leiche eingenäht in einen
Sack aus einer Schleuse gezogen wird der
sozialdemokratische vorwärts berichtet
über den Mord bereits aus dem
tschechischen Exil am Tag nach stellings
Verhaftung am 22 juni
1933 ist die SPD Deutschland verboten
worden die anderen Parteien lösen sich
unter dem Druck der Nationalsozialisten
selbst auf und kurz darauf zementiert
Hitler den
Einparteienstaat mit einem Gesetz gegen
die Neubildung von Parteien zu diesem
Zeitpunkt Mitte Juli
1933 sind bereits neun ehemalige
Reichstagsabgeordnete ermordet worden
oder haben sich das Leben genommen
[Musik]
das Frühjahr
1933 bringt nicht nur das Ende der
Parteien auch die Partei Presse wird
verboten die Gewerkschaften zerschlag
politische Verbände
aufgelöst in diesen Organisationen haben
viele Reichstagsabgeordnete gearbeitet
die nun von einem Tag auf den anderen
ihr Einkommen verlieren genauso ergeht
es den Parlamentariern die ihren
Unterhalt als Bürgermeister Beigeordnete
oder Lehrer verdient
haben als Beamte fallen sie unter das
neue Gesetz zur Wiederherstellung des
Berufsbeamtentums danach werden neben
allen Juden auch jene Beamte entlassen
die nach ihrer bisherigen politischen
Betätigung nicht die Gewehr dafür bieten
dass sie jederzeit rückhaltlos für den
nationalen Staat
eintreten eine Klausel mit der alle
politisch missliebigen abgeschoben
werden
können allein nach diesem Gesetz werden
mindestens 94 Reichstagsabgeordnete
entlassen insgesamt verlieren hunderte
ihren
[Musik]
Arbeitsplatz einen neuen Lebensunterhalt
die politisch vorbelasteten nur schwer
manche versucht sich als Vertreter oder
als Pächter eines kleinen Ladens über
Wasser zu halten und oft müssen Ehefrau
und Kinder
[Musik]
mitarbeiten stellvertretend für viele
steht der zentrumsabgeordnete Otto
Gerich der eine Familie mit fün Kindern
zu versorgen hat seine Frau erinnert
sich
später wurde los vom Deutsch nationalen
handlungsgehilfenverband entlassen die
Ehrenämter wurden ihm entzogen eine
Wiederbeschäftigung im öffentlichen
Dienst oder in der Industrie kam auch
nicht in Frage gerik stand auf der
schwarzen Liste politisch
unzuverlässig auf dem Schreibtisch
häuften sich die Bewerbungsschreiben
erschreckend um abseits der
nazleichmachereien und unter dem Druck
zu vegetieren übernahmen wir einen
leider sehr herunter gewirtschafteten
Lebensmittelladen in kölndeutz
anfangs waren die deutcher beamtenfilien
und unsere Gesinnungsfreunde unsere
Kunden bis der parteigewaltige von Deutz
Ihnen unter Strafe untersagte bei uns zu
kaufen also auch dieser Einsatz war
vergeblich letzte Reserven verloren
mühevoll lösten wir letzte
Verbindlichkeiten ein die Familie
hungerte ein Kind Leopold Maria starb an
difterie das war die
verzweiflungsvollste Zeit für meinen
Mann für unsere Familie
Otto Gerich gelingt es
1937 eine Stelle als Abteilungsleiter
bei den Kölner fortwerken zu bekommen
aber die Nationalsozialisten haben ihn
nicht vergessen im August
1944 schafft man ihn bei einer großen
Verhaftungswelle in ein Kölner
Arbeitslager bald darauf in das kzit
Buchenwald dort wird Otto Gerich im
Oktober
1944 mit einer Injektion ermordet
die Angst vor einem solchen Schicksal
bestimmt das Leben vieler ehemaliger
Abgeordneter und ihrer Familien sie
leiden unter den alltäglichen Schikanen
und der sozialen Ächtung und sie leben
in andauernder Furcht vor Überfällen und
Verhaftung ein solches Leben in stetiger
Angst kann Menschen zerstören ein
Beispiel ist Margarete
starmann die SPD Reichstagsabgeordnete
lebt mit ihrem Mann in
Leipzig dort ist sie bereits Anfang 1933
nicht mehr sicher immer wieder wird sie
bedroht ihre Wohnung angegriffen
Scheiben werden
eingeworfen schließlich wird sie nachts
von SA Männern auf der Straße überfallen
und kann nur mit knapper Not
entkommen im März
1933 reist Margarete starmer nach Berlin
um an der Reichstags Abstimmung über das
Ermächtigungsgesetz teilzunehmen der
Ehemann berichtet darüber am 23 März
wurde sie beim Gang in die Krolloper
durch einen sa Mann tödlich bedroht der
ihr eine Pistole an die Schläfe hielt
mit den Worten wenn du gegen den Führer
stimmst wirst du erledigt sie stimmte
gegen den Führer noch während der
Abstimmung warnte sie ihr guter Freund
Carlo mirendorf perbahn zurückzufahren
alle Züge nach Frankfurt und Leipzig
würden scharf beobachtet um abge der
Linken
festzunehmen ich wartete zwei Tage und
zwei Nächte in Leipzig vergeblich auf
sie in der Morgendämmerung des 27 März
kam sie in einem unbeschreiblich
desolaten elenden Zustand zurück sie
hatte diese ganze Zeit nur in Zügen nach
Norden und Osten und auf
umsteigebahnhöfen verbracht um auf
Umwegen heimzukommen sie war erst nach
tagenfähig über das seit ihrer Abreise
erlebte im Zusammenhang zu berichten das
war der
einer unheilbaren psychischen
[Applaus]
Krankheit der nazerror hat das Leben der
Abgeordneten Margarete starmann
zerstört die politische Entwicklung geht
von nun anüber die demokratischen
Parlamentarier hinweg unden die vor
Augen in dieser hoffnungslosen Situation
sehen manche nur noch einen Ausweg in
den ersten drei Jahren der
nationalsozialistischen Herrschaft
nehmen sich fünf ehemalige
Reichstagsabgeordnete das Leben eine von
ihnen ist Tony pfülf der SPD Abgeordnete
Staudinger schreibt später über eine
Begegnung mit der Fraktionskollegin am
Tag des
Ermächtigungsgesetzes nach unserer
Fraktionssitzung kam die so tätige und
hoch angesehene bayerische Genossin
Antonie pfülf zu mir und gab mir ihre
beiden Hände sie könnne nicht miterleben
wenn der Reichstag sich selbst aufhebe
und zu einem Spielzeug der Nazis werde
sie weinte und schloss mit leiser
stimmen dass sie nach Bayern zurückgehe
um sich das Leben zu
nehmen zur nächsten Sitzung des
Reichstags erscheint Tony pfillf nur
noch um ihre Fraktion von der Teilnahme
abzuhalten sie kann sich nicht
durchsetzen auf der Heimfahrt nach
München versucht sie im Zug sich das
Leben zu nehmen Tony pfillf wird
gerettet aber sie ändert ihren
Entschluss nicht als sie nach einigen
Wochen aus dem Krankenhaus entlassen
wird vergiftet sie sich in ihrer
Münchner
Wohnung als Tony pfillf im Juni 1933
begraben wird sind viele ihrer
reichstagskollegen bereits ins Ausland
geflücht
im Laufe der folgenden Jahre nimmt der
imigrantenstrom stetig zu insgesamt
müssen 167 Reichstagsabgeordnete ihre
Heimat verlassen zwei Drittel von ihnen
werden ausgebürgert und sind damit
staatenlos angewiesen auf Asyl in ihren
Exilländern die meisten Immigranten
flüchten zunächst in die Nachbarländer
der exilvorstand der SPD sammelt sich in
der Tschechoslowakei das Politbüro der
KPD lässt sich ende
1933 vorläufig in Paris
nieder neben der Tschechoslowakei und
Frankreich sind Österreich die Schweiz
die Beneluxländer das vom Völkerbund
verwaltete sargebiet und Dänemark für
viele die erste
Station was bedeutet Exil für die
geflüchteten Abgeordneten vor allem
müssen sie sich einen neuen
Lebensunterhalt suchen aber Arbeit
schwer zu finden zumal im
fremdsprachigen Ausland wer sich nicht
auf eine Organisation seiner Partei
stützen kann ist meist völlig isoliert
hinzu kommt der soziale Abstieg vom
prominenten Politiker zum bitsteller bei
ausländischen
Behörden einer der vielen politischen
Immigranten die sich im Ausland
durchkämpfen müssen ist der ehemalige
reichsministerpräsident Philip
Scheidemann im März
1933 flieht er in den tschechischen
Kurort Karlsbad und erfährt dort dass
ihm sowohl seine Abgeordneten Bezüge als
auch die Pension gestrichen worden sind
[Musik]
der 68-Jährige ist in Karlsbad allein
und mittellos an Parteifreunde schreibt
er liebe Genossen ich empfinde die nahzu
vollkommene Vereinsamung von Tag zu Tag
mehr von keiner Seite hört man etwas
sodass die Grübelei immer mehr Besitz
von einem
nimmt hoffentlich lässt uns der
Parteivorstand nicht sitzen denn ich
weiß nicht mehr wie ein und aus was soll
aus unseren Kindern und Enkeln werden
niemand von ihnen ist versorgt niemand
hat einen Pfennig
Einnahme im fast 2000 km entfernten
Moskau suchen vor allem deutsche
Kommunisten Zuflucht vor Hitler
[Musik]
[Musik]
auch in der Sowjetunion wütet der
politische Terror einer der 12 KPD
Reichstagsabgeordneten die in den
nächsten Jahren den stalinistischen
Säuberungen zum Opfer fallen werden ist
Heinz Neumann
1935 schifft er sich von Frankreich aus
in die UdSSR ein kein anderes Land war
bereit dem bekannten Kommunisten und
seiner Lebensgefährtin Asyl zu
gewähren Margarete Buber Neumann
schreibt später über ihre Zeit im
Moskauer Hotel Lux in Moskau war die
Atmosphäre zum Ersticken ehemalige
politische Freunde wagten nicht mehr
einander zu besuchen die Telefone in den
einzelnen Zimmern des Hotels wurden
überwacht die Post unterlag
selbstverständlich der Kontrolle
eigentlich waren Neumann und ich seit
dem Tage unserer Ankunft in
Sowjetrussland angene und so wie wir
hatten alle dort lebenden Imigranten
keine Möglichkeit das Land zu
verlassen
1937 auf dem Höhepunkt der
stalinistischen Säuberungen wird Heinz
Neumann nachts im Hotel verhaftet und in
das berüchtigte Moskauer Gefängnis die
lubianca
gebracht seine Lebensgefährtin sieht ihn
nicht mehr wieder er soll in einemeim im
Prozess zum Tode verurteilt und
erschossen worden
sein während Stalin in der Sowjetunion
die großen Schauprozesse inszeniert
bangen die deutschen Imigranten im
Westen erneut um ihre
Sicherheit von 1935 an dehnt sich der
nationalsozialistische Machtbereich
stetig aus und zwingt die politisch
Verfolgten und wieder die Flucht zu
ergreifen
1935 kehrt das sarland ins Deutsche
Reich zurück
1938 folgt der Anschluss
Österreichs noch im selben Jahr besetzt
Hitler das Sudetenland im März 1939 auch
die Rest
Tschechoslowakei nun wird Paris entrum
deutscher Imigranten bis die deutsche
Armee im Juni 1940 auch dort
einmarschiert für die politischen
Flüchtlinge gibt es kaum noch einen
sicheren Ort auf dem europäischen
Festland vielen von ihnen bleibt nur
eine letzte Hoffnung direkt nach England
zu flüchten oder bis in das unbesetzte
Südfrankreich durchzukommen und sich von
dort in die USA nach England oder nach
Palästina
einzuschiffen Menschen auf der Flucht
vor der deutschen Besatzung nach
Südfrankreich auf dem Weg zu den
rettenden Mittelmeerhäfen und
gebirgsübergängen befinden sich auch
drei Deutsche
Reichstagsabgeordnete Rudolf Hilferding
Rudolf Breitscheid und Georg
Bernhard der Journalist Georg bernhard
war reichstagsmitglied für die liberale
Deutsche Demokratische Partei bereits
1933 hat er Deutschland verlassen und
wurde als einer der ersten
ausgebürgert nach Beginn des Zweiten
Weltkriegs wird Bernhard wie viele
andere deutsche Immigranten als
Angehöriger der feindnation in einem
französischen Lager
interniert
1941 ist er gemeinsam mit seiner Frau
auf der Suche nach einem Fluchtweg aus
Frankreich es gelingt Bernhard für sich
und seine Frau die nötigen Papiere zur
Durchreise nach Portugal zu beschaffen
aber die Flucht aus Frankreich scheitert
der Bergführer für den Grenzübertritt
lässt das Paar nachts in den pyreneäen
allein zurück wieder in Südfrankreich
werden die beiden über einen weiteren
betrug aufgeklärt bei den
transitpapieren handelt es sich um
Fälschungen noch dazu um gefährlich
schlecht ausgeführte im faschistischen
Spanien wäre Bernhard damit
wahrscheinlich verhaftet und der Gestapo
ausgeliefert worden das Ehepaar hat
Glück es findet nun sehr Fluchthelfer
den beiden gelingt der illegale
Grenzübertritt und so erreichen Sie
schließlich das sichere Amerika für
viele andere bleibt das ein
Traum Rudolf Breitscheid und Rudolf
Hilferding sind schon im März 1933 aus
Deutschland geflohen und wurden
inzwischen
ausgebürgert im Sommer 40 erreichen sie
gemeinsam mit breitscheids Ehefrau Tony
Marseille und versuchen von dort aus die
rettenden Visa für die Vereinigten
Staten zu bekommen aber sie werden mit
Zwangsaufenthalt belegt erst Ende Januar
1941 erhalten sie ihre Pässe zurück nun
scheint Amerika plötzlich zum Greifen
nah Tony Breitscheid erinnert sich
Ende Januar glaubten wir ausreisen zu
können wir erhielten endlich Visa für
die Route über die Kleinen Antillen
aber bevor das nächste Schiff ging nahm
man uns die Pässe wieder ab und wir
wurden nun aufs strengste
überwacht am 9 Februar verhaftet die
französische Polizei Hilferding und
Breitscheid und liefert beide an die
gistapo aus schon auf der Fahrt in das
Pariser Gefängnis la santeé wird
Hilferding schwer misshandelt einen Tag
nach seiner Einlieferung ist der Tod wie
er starb konnte nie geklärt werden
Breitscheid wird nach Berlin überführt
und nach fast einem Jahr Haft im Gestapo
Gefängnis zusammen mit seiner Frau
zunächst in das KZ Sachsenhausen dann
nach Buchenwald
gebracht hier stirbt er im August
1944 bei einem alliierten Bombenangriff
auf das Lager
zurück ins Deutsche Reich der 30er Jahre
hier wächst die Zahl der Gestapo Opfer
die Gefängnisse füllen sich immer mehr
obwohl ein großer Teil der politischen
Häftlinge schnell in die
Konzentrationslager überführt wird
insgesamt Gerät von den über 1200
ehemaligen Weimarer
Reichstagsabgeordneten die nicht der
nsdp angehörten jeder dritte in Haft 200
von ihnen verschwinden in den Lagern
die Verhaftung der Regimegegner ist kein
Geheimnis im Gegenteil manche von ihnen
werden am hellichten Tag durch die
Städte gefahren und dem Spott und den
Beschimpfungen der Schaulustigen preis
gegeben Bernhard kunundt ehemaliger
Ministerpräsident von Oldenburg und
Reichstagsabgeordneter der SPD verhaftet
im März
1933 man setzt den Politiker in einen
kohlenkarren zwei stadtreite müssen ihn
durch Kemnitz ziehen damit diese
demütigende Szene nicht in Vergessenheit
geraten kann wird sie von den
Nationalsozialisten fotografiert die
Bilder werden später als Postkarten
vertrieben nach der Verhaftung
verschwinden die Abgeordneten zunächst
einmal in den örtlichen Gefängnissen in
der Regel werden sie ohne Anklage in
Schutzhaft genommen und auf unbestimmte
Zeit
festgehalten mancher sitzt Monate oder
jahreel lang in seiner Zelle ohne
Hoffnung auf ein Ende der
Gefangenschaft dann öffnet sich
vielleicht eines Tages die Zellentür und
jemand schreit fertig machen zum
Transport das kann bedeuten Verlegung in
ein anderes Gefängnis es kann aber auch
bedeuten
Konzentrationslager schon im März
1933 beginnen die Nationalsozialisten
überall im Reich solche Lage zu
errichten in die zunächst vor allem
politische Gegner aus den Reihen der KPD
und der SPD eingeliefert werden später
finden sich dort die Verfolgten aller
Parteien und
Nationalitäten die Menschen werden in
den Städten zusammengetrieben wie Vieh
verladen und mit Zügen oft quer durch
ganz Europa in die Lager geschafft viele
sterben schon auf dem unmenschlichen
Transport für sogenannte taibonsen wie
Reichstagsabgeordnete und Funktionäre
ersind die Lagerleitung gelegentlich
besondere
Schikanen der langjährige
reichstagspräsident Paul Löbe wird in
das schlesische KZ dürgu eingeliefert um
ihn zu erniedrigen zwingt die
Lagerleitung die Gefangenen ein
lächerliches empfangszeremoniell zu
inszenieren Löwe erinnert sich als sich
das Tor öffnete standen etwa 600
Häftlinge in Reih und Glied zu beiden
Seiten der Lagerstraße
dann kam von der anderen Seite her eine
schalmainenkapelle von verhafteten
Kommunisten dahinter Bürgermeister mache
mit einem Strauß von Brennesseln und
Kartoffelkraut mit schwarzrot goldener
Schleife Landrat Schubert mit einer drei
pfeilfahne und zwischen ihnen Lüdemann
als
begrüßungsredner Löbe wird im Dezember
1933 entlassen 1944 kommt er noch einmal
ins Lager
[Musik]
wer einmal im KZ ist der lebt auf
unbestimmte Zeit unter der tagtäglichen
Qual von Hunger und entwürdigender
Unterbringung von Demütigung und
Zwangsarbeit er ist recht und namenlos
reduziert auf eine
Nummer der zentrumsabgeordnete Josef
Joos verbringt fast vier Jahre im KZ
Dachau über den Lageralltag schreibt er
immer auf drah sein müssen immer wach
einen ablick nur vergessen wo wir sind
eine schlechte Laune des Lagerführers
des Block oder stubenältesten und wir
fallen auf werden gedemütigt beschimpft
getreten geschlagen die geringste
Wiederrede ein unglückliches Zucken der
Muskeln und wir werden gemeldet bestraft
durch stundenlanges stehen am Lagertor
in strammer Haltung in Sturm und Wetter
durch Entzug der Nahrung durch
Stockhiebe das niederdrückende Gefühl
absoluter Ohnmacht Recht und
Schutzlosigkeit gegenüber toll
gewordenen Gewalten
[Musik]
in Dachau trifft Jos auf seinen
ehemaligen reichstagskollegen Kurt
Schumacher von der SPD Schumacher hat
als Abgeordneter und als Organisator der
sozialdemokratischen abwehrtruppe
reichsbahner schwarzrot Gold gegen die
nationalsozialistenfont gemacht
besonders verhasst ist er ihnen seit
seiner berühmten Reichstagsrede vom
februar
1932 die ganze nationalsozialistische
Agitation ist ein dauernder Appell an
den innereninehund im
Menschen und wenn wir irgendetwas beim
Nationalsozialismus anerkennen dann ist
es die Anerkennung dass ih zum ersten
Mal in der deutschen Politik die
rechtlose Mobilisierung der menschlichen
Dummheit gelungen ist
abschließend sage ich den Herren
Nationalsozialisten sie können tun und
lassen was sie wollen an den Grad
unserer Verachtung werden sie niemals
ranreen der Kriegsinvalide bezahlt seine
schonungslose Kritik mit fast 10 Jahren
in Gefängnissen und Konzentrationslagern
über seine Haft im kzqberg schreibt eine
Untersuchungskommission der
sozialistischen Arbeiter ale seine Zelle
ist völlig dunkel kein Tageslicht dringt
in sie Schuhmacher und die übrigen
verhafteten leiden entsetzlich seit 11
Monaten hält das Dritte Reich einen
einarmigen in Dunkelhaft dem man nichts
anderes vorzuwerfen vermag als dass er
ein unerschrockener Gegner dieses
Systems
ist später muss Schuhmacher Steine
schleppen Berg auf und wieder Berg ab
Stunde um Stunde Tag um Tag die sinnlose
Placke Rei soll die Häftlinge zermürben
und bringt sie dem Tod durch Schwäche
und Hunger ein Stück näher schuhacher
verweigert sich 1935 tritt er für 28
Tage in den Hungerstreik und erzwingt so
seine Freistellung von der
lebensgefährlichen Schwerstarbeit dann
bringt man ihn nach
Dachau auch hier macht er aus seiner
tiefen Verachtung für die
Nationalsozialisten keinen Hel obwohl
seine Kräfte zur Neige gehen der 1 m 80
große Mann magert auf 42 kg ab und die
Unterernährung beschleunigt seine
Kreislaufstörungen später wird man ihm
deshalb ein Bein amputieren
müssen 1943 wird der schwerkranke
überraschend auf freien Fuß gesetzt
Josef Jos vermutet wahrscheinlich hat
das reichss sicherheitshauptamt es getan
in dem Glauben er würde sowieso nicht
mehr lange
aushalten aber obwohl Schumacher noch
einmal für einige Tage ins KZ kommt er
überlebt das
Regime vielen anderen Häftlingen dagegen
werden gerade die letzten Jahre der
hitlerherrschaft zum Verhängnis denn
nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs
sind die Zustände in den
Konzentrationslagern noch unerträglicher
als zuvor die Nationalsozialisten
deportieren Gefangene aus allen
europäischen Nationen und pferchen sie
hinter Stacheldraht zusammen viele
Häftlinge werden in der
Rüstungsindustrie oder bei der Räumung
zerbombter Städte eingesetzt bei immer
schlechterer Ernährung in immer
überfüllteren Lagern unzählige KZ
Häftlinge sterben an tyfus Ruhe oder
Entkräftung auch vorher wurde gemordet
aber Massenerschießungen und schließlich
Vergasungen gehören erst jetzt zum
Alltag in vielen
Konzentrationslagern august
1944 auf das Attentat vom 20 Juli folgt
eine neue Verhaftungswelle es wird
angeordnet alle früheren Reichs und
Landtagsabgeordneten sowie
Stadtverordneten der KPD und SPD im
Reich
festzunehmen gleichgültig ist ob diesen
im Augenblick etwas nachgewiesen ist
oder
nicht der Befehl wird etwas später auch
auf zentrumsabgeordnete ausgedehnt bei
diesen sogenannten Aktionen Gitter und
Gewitter werden von der gistapo noch
einmal 137 Reichstagsabgeordnete
verhaftet
eine von ihnen ist die Kommunistin Lotte
Zinke sie ist schon vorher verhört und
polizeilich überwacht
worden nun wird sie nach havensbrück
gebracht wo
1938 ein Konzentrationslager für Frauen
errichtet worden
ist als Lotte Zinke eingeliefert wird
ist das Lager bereits völlig überfüllt
zu Hunger Zwangsarbeit und Terror kommen
medizinische Versuche an den Häftlingen
Zwangssterilisationen Unterkühlung
Experimente mit
Bakterien wodurch Lotte Zinke am 6
November 1944 umkommt ist später nicht
mehr festzustellen wie sie sterben fünf
weitere Frauen des Weimarer Parlaments
in nationalsozialistischer Haft oder an
deren Folgen insgesamt kommen 46
Reichstagsabgeordnete in den
Konzentrationslagern
[Musik]
um ein besonderes Schicksal haben die
Juden unter den Verfolgten
Reichstagsabgeordneten schon der
boykotttag im Frühjahr 1933 lässt ahnen
wie sich die Nationalsozialisten die
Zukunft der Juden im Reich vorstellen
Schritt für Schritt werden sie aus dem
gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt sie
dürfen nicht mehr Beamte sein man
entzieht ihnen ihre Zulassungen als
Ärzte oder Rechtsanwälte enteignet sie
verbietet ihnen die Ehe mit
Ari bei den Pogromen im November
1938 beschönigend Reichskristallnacht
genannt brennen die Synagogen im Januar
1942 wird auf der wnseekonferenz die
Vernichtung der europäischen Juden
beschlossen die jüdischen
Reichstagsabgeordneten sind der
nationalsozialistischen Verfolgung
doppelt ausgesetzt als prominente
politische Gegner und als Juden sind sie
im Alltag in Gefängnissen und in
Konzentrationslagern besonderen
Quälereien
unterworfen
1941 errichten die Nationalsozialisten
ein jüdisches Sonderlager in Böhmen das
KZ Theresienstadt ein Propagandafilm mit
geschminkten und neu eingekleideten
Häftlingen soll die Welt über die
Ermordung der Juden hinwegtäuschen er
trägt den zynischen Titel der Führer
schenkt den Juden eine
Stadt wenn der Arbeitstag endet und der
Feierabend Beginn strömen a den
verschiedenenorwerken und Arbeit die
Arbeiter und arbeiterinen
inur hier stirbt der jüdische Arzt und
Abgeordnete Julius Moses
1933 wird er für se Monate in Haft
halten
1935 muss er seine nichtjüdische
Lebensgefährtin und den gemeinsamen Sohn
verlassen um die Familie nicht zu
gefährden in einem Brief an den Sohn
nennt er diesen Schritt das
allerschmerzlichste in meinem ganzen
Leben
1938 wird ihm die arztzulassung
aberkannt der Staat zieht sein Vermögen
ein vier Jahre später wird er nun fast
74-Jährige zum zweiten Mal verhaftet und
aus Berlin nach Theresienstadt
deportiert
das Geschenk des Führers sieht anders
aus als im
Propagandafilm Julius moses hat dort nur
noch etwa zwei Monate zu leben ein
Mithäftling berichtet ich fand wenige
Tage später dr Moses als sogenannten
prominenten Häftling mit zehn Herren ein
Zimmer teilend auf dem Boden liegend nur
notdürftig mit einer Decke zugedeckt
sehr unter nagendem hungerleitend aber
voller Hoffnung auf eine bessere
Zukunft doch für Julius Moses gibt es
ist keine bessere Zukunft er stirbt am
24 September 1942 im Lager
Theresienstadt unter ungeklärten
Umständen und wird auf dem
ghettofriedhof begraben Reihe 68 Schach
d der Volksgerichtshof mit seinem
Vorsitzenden roland Freisler von diesem
Gericht werden diejenigen abgeurteilt
die es gewagt haben sich gegen Hitler zu
erheben dem Widerstand gegen den
Nationalsozialismus gehören Menschen der
verschiedensten parteipolitischen
Richtungen an auch ehemalige
Reichstagsabgeordnete beteiligen sich
obwohl sie als bekannte Politiker
besonders gefährdet sind
dazu gehören die Kommunisten Georg
Schumann Theodor Neubauer und Bernhard
bestlein sie werden 1933 verhaftet und
verbringen mehrere Jahre in Gefängnissen
Zuchthäusern und
Konzentrationslagern als sie entlassen
werden ist von der einstigen
Organisation des kommunistischen
Widerstandes kaum noch etwas übrig
geblieben die meisten Gruppen hat die
Gestapo längst zerschlagen die Arbeit
der noch verblieben ist gelähmt durch
den Nichtangriffspakt den Hitler und
Stalin 1939 abgeschlossen haben erst
nach dem deutschen Angriff auf die
Sowjetunion im Sommer
1941 kommt es wieder verstärkt zu
kommunistischer
Untergrundarbeit auch die drei
ehemaligen Abgeordneten beginnen nun
widerstandszirkel aufzubauen Neubauer in
Thüringen Schumann in
Sachsen bestlein bildet zunchst eine in
Hamburg wird aber schon bald verhaftet
nach 15 Monaten Gefängnis schließt er
sich einem Kreis in Berlin an bis 1944
entsteht erneut ein dichtes Netz
kommunistischer
Widerstandszellen dann schlägt die
gistapo
zu die Anführer werden verhaftet und vor
den Volksgerichtshof
gestellt im September
1944 wird Bernhard bestlein im Zuchthaus
brandenburggörden
hingerichtet im Januar
1945 Georg Schumann im
Untersuchungsgefängnis Dresden Theodor
Neubauer stirbt im Februar
1945 im Zuchthaus Brandenburg Görden
unter dem Fallbeil ein ähnliches
Schicksal erwartet die
widerstandskämpfeer anderer Parteien
besonders bekannt ist der Fall des SPD
Abgeordneten Julius
Leber vier Jahre bringt er im Zuchthaus
in Gefängnissen und Konzentrationslagern
ein Jahr davon im dunkelarrest ohne
Ausgang ohne Pritsche ohne Decke 1937
lässt man ihn
frei Leber geht nach Berlin und beginnt
Hotz Überwachung und Haussuchungen
Kontakte zu gesinnungsfreunden zu
knüpfen er trifft sich wieder mit seinem
früheren Fraktionskollegen Carlo
miendorf der selbst bereits viereinhalb
Jahre Gefängnis und konz rtionlager
hinter sich hat und in der Haft schwer
misshandelt worden
ist nach seiner Entlassung beteiligt
sich miendorf am Aufbau einer
sozialdemokratischen Widerstandsgruppe
und arbeitet im sogenannten Kreisauer
Kreis in den er auch Leber einführt nach
einem geglückten Putsch soll miendorf
Pressereferent des Reichskanzlers werden
aber er stirbt bereits 1943 bei einem
alliierten Luftangriff
als der Kreisauer Kreis zerfällt wendet
sich Julius Leber stärker den
militärischen Widerstand um den Grafen
Staufenberg zu Staufenberg versucht am
20 Juli
1944 Hitler mit einer Bombe zu töten
aber der Anschlag misslinkt das
Führerhauptquartier ist zerstört der
Diktator überlebt er lässt sofort den
engsten Kreis der Verschwörer verhaften
Staufenberg und einige andere werden
noch am selben Abend
erschossen Karl gördeler sollte nach dem
Sturz Hitlers Regierungschef werden nach
dem fehlgeschlagenen Attentat wird er
festgenommen und mit ihm die Männer die
seine Regierung unterstützen wollten sie
werden vor dem Volksgerichtshof
gedemütigt und schließlich zum Tode
verurteilt spricht ja auch für ihre
Haltung dass sie sich haben dass sie
erst gewartet haben bis man sie Dienst
verpflichtete feines Früchtchen ja ja ja
feines Früchtchen sie haben gewachet bis
man die Dienst verpflichtete und zwar wo
sind sie hingegangen
Erzeugung haben keine Ahnung von Chemie
werden lieber eine knappe in die Hand
genommen wer ich auf dumme gen gekommen
natürlich die haben ja besteh dass die
kver sind na also und werden sie hier
nicht
unverschämt mit ihnen werden wir fertig
auch Julius Leber wird nun als
Verschwörer vor Gericht gestellt obwohl
er schon vor dem 20 Juli verhaftet
worden ist im Namen des deutschen Volkes
verurteilt ihn die politische Justiz zum
Tod durch den Strang er wird am 5 januar
1945 im Zuchthaus Berlin Plötzensee
hingerichtet der ehemalige
zentrumsabgeordnete Eugen Bolz steht
seit 1942 in Kontakt mit gördeler und
hat sich als Kultusminister für eine
Regierung nach Hitler zur Verfügung
gestellt am 23 Januar 1945 stirbt er im
Zuchthaus Plötzensee unter dem Fallbeil
der volksgerichtsof Hof hat Befunden
Eugen Bolz hat sich gördeler für den
Posten eines Reichsministers in dessen
Regierung für den Fall unseres
Zusammenbruchs zur Verfügung gestellt
und viele verratsbesprechungen mit
engsten mitverrätern gördelas gehalten
für immer eher los wird er dafür mit dem
Tode bestraft
über Paul leön jung von der
konservativen christlichntionalen
Arbeitsgemeinschaft fällt Freisler das
gleiche Urteil der ehemalige
Parlamentarier hätte unter gördeler das
Wirtschaftsministerium leiten sollen am
8 September
1944 wird er zum Tode verurteilt und
noch am Nachmittag desselben Tages in
plötzense
gehängt statt mannhaft wie das ganze
deutsche Volk dem Führer folgend unseren
Sieg zu erkämpfen verrieten sie das
Opfer unserer Krieger Volk Führer und
Reich sie werden mit dem Tode bestraft
ihr Vermögen verfällt dem
Reich als die früheren
Reichstagsabgeordneten hingerichtet
werden ist das Ende des tausendjährigen
Reiches schon
nah am 8 mai 1945 ist es vorbei das
Deutsche Reich
kapituliert die Alliierten dokumentieren
die Befreiung der konzentrationslage mit
der Kamera die Bilder versetzen die Welt
in
Schrecken 100 Männer und Frauen die für
die erste deutsche Republik im Reichstag
gesessen haben erleben den Tag der
Befreiung nicht mehr 53 Kommunisten 35
Sozialdemokraten sieben
zentrumsangehörige drei konservative und
zwei
liberale sie starben nach schweren
Misshandlungen sie wurden in den
Selbstmord getrieben oder im Exil
umgebracht
sie wurden dem Hungertod preis gegeben
hingerichtet erschlagen ermordet in
Gefängnissen und Konzentrationslagern
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