All language subtitles for Moritz in der Litfaßsäule (1983).Allemand

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Original subtitles

Moritz lebt in Moritzhausen.

Aber denkt nicht, dass die Stadt nach Moritz benannt ist.

Nein, nein, nein.

Die Stadt heißt nach einem alten Kurfürsten Moritz.

Der hat sich vor 100 oder 1000 Jahren mal mit dem Kaiser gezankt.

Der Moritz, den ich meine, der lebt erst 9 Jahre.

Und er hat auch bestimmt nicht vor, sich mit einem Kaiser zu zanken.

Ich bin hier der Straßenfeger und der Plakatekleber.

Naja, eigentlich mache ich hier alles.

Kennt ihr Litfaßsäulen?

Herr Litfaß erfand sie für Leute, die keine Zeitung lesen wollten.

Dieser Film ist für alle, welche die Welt noch mit 3 Augen sehen können.

Da kommt ja Moritz.

Moritz Zack.

Er tut alles schrecklich gern langsam.

Moritz!

Moritz, mach schnell!

Das ist der Vater von Moritz.

Er ist Sparkassendirektor und sehr, sehr genau.

Guten Morgen. Tag, Moritz.

Tag! Da hast du aber Schwein gehabt.

Seid bereit! - (alle) Immer bereit.

Setzen!

Moritz, willst du wieder nach Hause?

Hilf mir erst mal!

Los, nimm die Mappe ab! Ich?

Wer sonst?

5550 minus 2250.

So.

Kann ich auch addieren? Addieren kann ich schneller.

Addieren hatten wir gestern.

Null.

Moritz, ich schaffe meinen Plan nicht.

Mach mal so wie dein Name! Zack-zack!

Karin! - Ja.

Tja. Moritz, träumst du? Ich denke nur nach, Herr Geiger.

Worüber? Bestimmt über die Augenfarbe der Schmetterlinge.

Gibt es auf den Sternen vielleicht Diamanten, weil sie so glitzern?

Geh auf deinen Platz, Moritz!

Ob Flöhe aus dem Ei schlüpfen?

Ruhe!

Vielleicht werde ich Tierforscher.

Mit Flöhen? Nein, oder Seeräuber.

In die Mitte können wir einen großen Mast mit einer Riesenfahne anbauen.

Besser noch ein Segel. Ja, das machen wir gleich morgen.

Morgen? Morgen fahre ich doch.

Da kommt doch unser Umzugsauto.

Leipzig ist verdammt weit, da sehen wir uns so schnell nicht wieder.

Ich wohne da im 14. Stock. Besuche mich in den Ferien!

Und wenn sie deine Trompete nervt? Dann spiele ich eben auf dem Dach.

Ah! Hilfe, Moritz! Marcus!

Seeräuber! Das scheint anstrengend zu sein.

Mach es gut, Alter! Vergiss mich nicht!

Seeräuber.

Das kann sie deswegen nicht machen. - Die kann alles.

Wegen der Kleinigkeit.

Wartet mal! Sollten wir nicht Zucker mitbringen?

Mensch, Sina! Komm endlich!

Da ist ja unser Moritz.

Was machst du hier? Iss deine Stullen lieber zu Hause!

Moritz, wie siehst du aus? - Du bist ganz schmutzig.

Du bist ganz nass. - Komm mit nach Hause!

Warst du so in der Schule?

Was ist hier los?

Habt ihr Milch mitgebracht? Ja.

Und Waschpulver? Waschpulver? Ja, Waschpulver ist auch da.

Und Gemüse? Ja, haben wir.

Aber Tomaten gab es nicht.

Moritz!

Ich bin ... Ja, ja, du bist ...

Wie hast du das wieder gemacht? Moritz, Moritz!

Papa, Marcus zieht morgen weg. Ich weiß.

Schade, wir reden noch mal drüber. Ich gehe noch mal weg.

Gewerkschaftsversammlung. Macht nicht so lange!

Moritz, Abendbrot. Ich habe keinen Hunger.

Moritz! Ich dachte, du hast verschlafen.

Mutti, da fährt Marcus.

Es ist Zeit zum Frühstücken. Es ist schon spät.

Mutti, kann man die Zeit nicht anhalten?

Setz dich schnell hin! Muss das immer so lange dauern?

Langsame Babys wie du gehören in den Kindergarten.

Lass den Jungen in Ruhe! Er kann eben nicht anders.

Hier, der Honig.

Aber er muss doch mal lernen, sich anzupassen.

(beide Eltern) Das Wichtigste ist, sich seine Zeit genau einzuteilen.

Gib mir den Honig wieder!

So, tschüs. Mach es gut!

Tschüs. (die Mädchen) Auf Wiedersehen.

Moritz, träume nicht! Moritz!

Moritz! Moritz, mach!

Ach!

Moritz, wo bleibst du denn?

Ach, Oma Hulda kommt nicht.

Und gerade jetzt, wo ich meine Prüfungen habe.

Und Arbeit auch noch? Ja, und Arbeit auch. Geh endlich!

Mach schnell! Du bist schon wieder der Letzte.

Vielleicht kommt Tante Pia helfen. Das hat mir noch gefehlt.

Pass auf! Hörst du?

Drei.

Eins.

Vier.

Komm rein, Moritz!

Eine gute Zwei.

Marcus ist heute Morgen umgezogen. Moritz! Moritz!

Es tut mir leid. Wieder eine Vier.

Alles richtig, aber die Hälfte der Aufgaben fehlt.

Dein Vater muss unterschreiben. Moment mal!

Die andere Vier und die Fünf sind auch noch nicht unterschrieben.

Mein Vater hat wenig Zeit.

Ja, und du bist zu langsam.

Moritz, der letzte Termin ist morgen.

Übrigens: Alle mit einer Vier oder Fünf lassen unterschreiben.

So dachte ich mir den Sommertag. Wie sieht es bei euch aus?

Mhm, ja.

Ja, schön. Sehr schön.

Mhm.

Kerstin, es wird doch.

Schau!

Bleibt auf den Plätzen sitzen!

Ja, schön.

Was ...

Sonne mit Ohren und Vögel mit Hüten. Was soll der Quatsch, Moritz?

Ruhe!

Das ist doch eine Vogelhochzeit. Die Vögel haben Hüte auf, weil ...

Und was hat das Krokodil da zu suchen?

Das gibt es wirklich, am Marktplatz im Spielzeugladen.

Ihr sollt die Natur so malen, wie sie ist.

Auch du, Moritz.

Grüner Wald.

Gelbe Sonne, sehr schön!

Wie ist meins? - Gut.

So, warte mal!

Gibt es was?

Nichts, nein, nein.

Moment, die Hausaufgaben!

Wir malen zu Hause unseren Küchenstuhl.

Eine schöne Wiederholung kann überhaupt nicht schaden.

Du kommst ja schon.

Tag, Mutti. Tag.

Ach ...

Ich denke, du arbeitest in der Schuhfabrik.

Da musst du auch studieren. Bei uns musst du überall studieren.

Auch Mathe? Gerade Mathe und Ökonomie.

Wieso kommst du jetzt erst?

Wie war es heute? Hilfst du mir, den Tisch zu decken?

Ach Gott, die Butter. Geh schnell in den Konsum!

Wo bleiben die Mädchen! Nimm den Mülleimer mit runter!

Hier, fass mal zu!

Ist was? In Mathe ...

Beeilt euch! - Schneckenkönig, hole die Butter!

Was ist los? In Mathe, mein Matheheft ...

Ist hier Hausversammlung? Nein.

Guten Abend, guten Abend. Tür auflassen!

Ja. Mal sehen, was es zum Abendbrot gibt.

Moritz, iss!

Na, was ist?

Unser kleiner Wiederkäuer. Brr!

Kann ich aufstehen? Ja.

Ich musste mir noch Arbeit aus der Sparkasse mitnehmen.

He!

Du trocknest ab. - Nein, ich war gestern schon dran.

Ich wasche ab. - Du räumst weg.

Soll ich was helfen? Ich bin doch schon fertig.

Ich aber nicht.

Das Wirtschaftsgeld ist alle. Was?

Aber wofür denn?

Essen, Anziehen, Seife, Strümpfe, Mostrich, Käse, Kaffee, Salat.

Hast du alles genau aufgeschrieben?

Davon wird es auch nicht mehr. Du mit deinen Zahlen!

Zahlen sind die Grundbausteine des Lebens.

Du mit deiner Schlamperei.

Ich will dir mal was sagen, Erwin.

Solche genauen Zahlenfanatiker wie du sollte man in die Wüste schicken.

Sandkörner zählen.

Auf Zahlen beruht aber die Welt. Ach ...

Zahlen und Zeit. Man muss es genau einteilen.

Das Wichtigste ist, dass der Mensch lernt ...

... seine Zeit genau einzuteilen. Du Zahlenheini!

Schon gut, vielleicht bin ich wirklich zu genau.

Warum warst du heute nicht im Hort? Mhm ...

Was ist mit Mathe? Du kannst ja petzen.

Ich habe dich noch nie verpetzt. Entschuldige bitte!

Aber mir ist heute nicht gut. Kann ich dir irgendwie helfen?

Ist Papa wieder in seinem Zimmer?

Nein, Mutti. Aber geh ruhig hin! Sie haben gute Laune.

Beeilung, Moritz! Und pass auf!

Hau ab! Der Storch ist in der Nähe. Los, Dicker!

So zärtliche Stimmen wie die Vögel müssten die Menschen auch haben.

Moritz, bist du krank? - Wo warst du heute Vormittag?

Hey, Moritz!

Oje, oje!

Eben war er noch hier. - Vielleicht ist er auf einem Baum.

Dafür ist er zu langsam.

Guten Tag. - Guten Tag. Na, ist was?

Nein, ist die hohl? - Ja, hohl. Da sind meine Besen drin.

Kommt! Auf Wiedersehen! - Auf Wiedersehen.

Hast du Zeichnen gemacht? - Eine Wiederholung schadet nicht.

Na?

Na, und jetzt?

Raus kommt es doch.

Vielleicht redest du mal mit deinem Vater.

Danke.

Schön, dass du mich mal abholst.

Warum guckst du mich so an?

Die Frau vom Geld ... Ausgabekassiererin.

Sie sagte, ich habe deine Augen. Das ist doch noch was anderes.

Ich habe die Schule geschwänzt. Das ist schlimm.

Und jetzt?

Du hast es mir gesagt, du hast Vertrauen zu mir, das ist gut.

Ich habe auch mal geschwänzt.

Also Schwamm drüber! Das bleibt unter uns.

Hilfst du mir? Ja.

Schreibst du eine Entschuldigung? Ja, aber warum hast du geschwänzt?

Das ist wegen der Rechenaufgaben.

Und da habe ich neulich auch noch 2 Vieren geschrieben.

Und Herr Geiger will die Unterschrift, aber ...

Aber das Heft ist weg, im Bach.

Und dann eine Fünf auch noch.

Hast du solche Angst vor mir?

Na, beruhige dich!

Aber du musst dich wirklich bessern, Moritz.

Mit solchen Zensuren kannst du später nur Straßenfeger werden.

(Lehrer Geiger) Guten Abend. Störe ich?

Ach ja, guten Abend. Kommen Sie erst mal rein!

Ich komme wegen Moritz, Herr Zack. Ja, bitte schön, Herr Geiger.

Das ist von meiner Frau, die macht ein Studium.

Bitte nehmen Sie Platz! Danke.

Ja, wegen Moritz. Eine Flasche Bier? Ja.

Es steht sehr schlecht um Moritz. Er hat Vieren und Fünfen in Mathe.

Im Träumen hätte er eine Eins, wenn es dafür Zensuren gäbe.

Tja, wenn ...

Ja, er denkt gründlich nach.

Aber er macht alles zu langsam. Das ist schon fast krankhaft.

Zu spät kommt er auch.

Heute war er nicht in der Schule. Vieren und Fünfen, unglaublich!

So geht das nicht weiter. Auf gar keinen Fall, nein, nein.

Er ist versetzungsgefährdet. Sie müssen ganz streng mit ihm sein.

Tja, sein Schneckentempo geht mir ja auch auf die Nerven.

Er muss endlich lernen, sich anzupassen.

Aber morgen knöpfe ich ihn mir vor.

Heute muss ich leider weg. Ich muss zur Hausversammlung.

Aber ich knöpfe ihn mir morgen vor.

Auf Wiedersehen. Ich komme gleich mit.

Gute Nacht. Nacht.

Vater wollte mir doch helfen.

Warum hat er nicht gesagt, dass er alles weiß?

Kann ich noch was zu trinken haben? - Schlaf!

Komm rein! - Meine Eltern sind auch nicht da.

Im Fernsehen kommt "Mit der Liebe durch die Höhle".

"Durch die Hölle". - Oder Hölle. Jedenfalls Liebe ...

Miau! Miau!

Katzen klauen meistens.

Komm raus! Ich tue dir nichts.

Wir wollen uns doch vertragen.

Ich bin nicht allein und du verjagst die Mäuse.

Gute Nacht, Mutti.

So, jetzt könnt ihr mal eine Woche allein studieren.

Hat jemand Geburtstag? Nein.

Nach einem halben Jahr Fernstudium mache ich den Kindern eine Freude.

Hast du dir auch was gekauft? Ja.

Bier. Ja, Hausversammlung.

Du ...

Moritz ist nicht in seinem Zimmer. Du ...

Ist Moritz bei euch?

Moritz ist nicht da. Moritz ist weg?

Sein Schlafsack fehlt.

Die Zahnbürste ist auch nicht da.

Und das ganze Brot ist weg.

Das habe ich im Briefkasten gefunden.

"Es hat mir nicht mehr gefallen."

Warum denn nicht?

Der Lehrer war da und hat sich beschwert.

Und du warst wieder hart mit ihm. Nein, ich musste zur Versammlung.

Du musst zur Polizei.

Hallo! Ach, Pia, du.

Was ist hier los? Warum fragt mich keiner, was in der Tasche ist?

Tante Pia! - Warum seid ihr noch wach?

Heute Abend.

Gerade jetzt eben. Das habe ich kommen sehen.

Guten Abend. - Guten Abend.

Ich kann nicht einschlafen.

Du auch nicht? Was!

Hast du Kaugummi? Nein, leider heute nicht.

Schade.

Früher habe ich geraucht. Jetzt kaue ich.

Es ist auch gesünder.

Mein früherer Herr kaut auch. Er ist Polizist.

Manchmal lag sein Revolver auf dem Nachttisch.

Im Mondlicht leuchtete er.

Ich habe ab und zu mal an dem Revolver geleckt.

War das aufregend!

Hast du mal an einem Revolver geleckt?

Nein.

Ich hatte noch keine Gelegenheit, an einem Revolver zu lecken.

Aber eines Tages lief ich ihm weg.

Er hatte zu große Füße.

Seine Stiefel waren so groß wie Geigenkästen.

Du, da kommt er übrigens.

Wer? Der Polizist.

Siehst du seinen Revolver? Pst!

Mit seinen großen Füßen hat er mich oft getreten.

Sei leise!

Aus Versehen. Pst!

Aber gelatscht ist gelatscht. Bitte sei ruhig!

Der kann uns nicht hören. Aber der Hund.

Der ist nachts zu müde.

Na?

Aha, der Zirkus kommt. Es wurde auch Zeit für unsere Kinder.

Ja, Dracula, mein Lieber.

Das war dein Herr? Ja.

Und jetzt? Jetzt gehöre ich mir selber.

Aber Tiere gehören immer jemandem. Das ist ja die Gemeinheit.

Wir Tiere werden immer von unseren Familien getrennt.

Hast du eine Familie? Eine ziemlich große sogar.

Und warum bist du jetzt nicht bei deiner Familie?

Das kann ich dir nicht so einfach erklären.

Ich muss darüber nachdenken.

Aha, also abgehauen.

Wie heißt du eigentlich? Moritz.

(lacht) Ein komischer Name.

Gute Nacht! Den Namen habe ich von meinen Eltern.

Ich dachte, ich habe geträumt.

Willst du dich nicht auch waschen? Es ist morgen.

Ich wasche mich abends am Brunnen.

Oh, die Blaschke!

Guten Tag, Frau Blaschke. - Geigerchen!

Gehst du nicht in die Schule? Ich bin mit der Schule verkracht.

Oh, du gehst ran.

Aber du kannst bei mir Unterricht haben.

Ich werde dir das Leben genau erklären.

Das kenne ich: Erwachsene nörgeln immer an einem herum.

Man soll so werden wie sie. Das nennen sie dann Erziehung.

Ist es schlimm, ihnen ähnlich zu sein?

Ein immer glattgekämmtes artiges Kind mit sauberen Fingern.

Das kommt einem doch krank vor.

Und man soll immer schnell sein, schnell.

Die Schule ist nicht dein Freund. Das kann man nicht sagen.

Mein erster Schultag war eigentlich ganz schön ulkig.

"Die Schulmappe machte mich mit einem Ruck älter.

Nun beginnt der Ernst des Lebens. Das sagte mein Vater."

Fotografiert mich auch!

Schon passiert!

"Aber so ernst fand ich es gar nicht.

Eher wie Weihnachten, Kindertag oder 1. Mai.

Alle waren guter Laune und etwas feierlich.

Besonders mein Vater und der Schuldirektor."

Die 1b geht nach links.

"Wir waren die 1b.

Die Sonne schien in die Klasse und vorn wartete eine Frau auf uns.

Die Lehrerin, Frau Blaschke."

Das ist unsere Zuckertüte. Umgedreht ist es ein A.

A. - (alle) A.

Hörst du was? Ja.

(Frau Blaschke) Alle schön aufpassen!

Eine schöne Wiederholung kann nicht schaden.

"Ein Hamster, mein Hamster.

Den hatte ich mir schon immer gewünscht.

Auf diese ausgezeichnete Idee war natürlich meine Mutti gekommen.

Aber was dann kam, war etwas aufregend."

Hilfe, eine Maus! Bringt das Tier weg!

Frau Blaschke!

Warte mal! Angorahamster, Cricetus.

Ganz ruhig!

Wem gehört dieses Tier? Mir.

"Von dem Tag an kannte mich die ganze Schule.

Und bei Frau Blaschke war ich mode, für immer."

Gut geschwindelt und ich höre Elefanten.

Du spinnst.

Oh, ein Zirkus.

Tatsache! Elefanten, ganz nah!

Ich gehe jetzt bummeln, zum Zirkus.

Ich kann ja nicht mitkommen, leider. Ja, leider. Tschüs!

Wiedersehen!

Tralalalalalala! Da bin ich wieder.

In welche Gesellschaft bin ich denn hier geraten?

Oh! Hicks!

Igitt! Du riechst nach Bier. Zuerst war ich beim Zirkus.

Der eine Löwe ist mein Urgroßvater. Der war auch Löwe.

Alte Spinnerin.

Dann war ich nebenan in der Brauerei. Gibt es da Mäuse?

Nein, aber Bier. Oh!

Ich trinke Bier für mein Leben gern.

Aber es ist gefährlich. Hicks!

Was ist daran gefährlich?

Gefährlich ist, wenn sie dich erwischen.

Haben sie dich schon mal erwischt? Hicks, erinnere mich nicht daran!

"Alles ist verschlossen. Hygienisch nennen die das."

Nach dem Bier kommt Limonade dran. - Ja, ja.

Vorsicht, die dicken Bierbrauer.

Im großen Fass ist immer noch Schaum. Ach, ach, der schmeckt gut!

Schön schmeckt der. - Emil!

Unsere Säuferkatze ist wieder da.

Da oben!

"Dann verfolgten sie mich."

"Diese dicken Kerle!

Ich bin buchstäblich um mein Leben geschwommen.

Dabei haben die so viel Bier.

Dann hatten sie mich.

Gut, dass der Herr Braumeister kam."

Prost! - (alle) Prost!

"Ein netter Mensch. Oder waren es 2 Zwillinge?

Dann fehlt mir der Film."

Hicks!

"Ich weiß nicht, wo ich zu Bett gegangen bin.

Und mein Mann, ein schöner blauer Kater, ließ sich von mir scheiden."

Verschwindelter Katzenkohl! Schnarch nicht!

So, mein Bruder. Jetzt waschen wir uns den Hals, ein bisschen.

Wäschst du dich immer am Brunnen?

Ja, ich will mal Taucher werden und härte mich jetzt schon ab.

Warum härtest du dich nicht zu Hause ab?

Und was machst du so spät auf der Straße?

Zum Beispiel! Ich hatte bis jetzt Vorstellung.

Ach, du bist das auf dem Plakat? Ja.

Du kamst mir bekannt vor.

Wie heißt du? Kitty. Und du?

Moritz. Unser Clown heißt auch Moritz.

Sei nicht böse. Das ist doch ein schöner Name.

Vor allem so selten.

Hast du keine Angst auf dem Seil? Manchmal schon.

Ein Mal stürzte ich ab, aber Papa fing mich auf.

Und wo wohnst du? Im Wohnwagen.

Ich schlafe abends ein und morgens bin ich in einer anderen Stadt.

Toll! Manchmal habe ich Sehnsucht.

Nach einem richtigen Zuhause, einem Garten, einer Schaukel am Baum

Und morgens würde ich zum Briefkasten gehen und nach Post sehen.

Und in eine große Schule gehen ... Das ödet mich alles an.

Und du musst gar nicht zur Schule gehen?

Ich habe im Zirkus Schule. Unsere Lehrer ziehen immer mit.

Mhm ...

Und du hast eine richtige Familie? Ja, da oben.

Ich habe nur Papa.

Was? Du hast keine Mutter?

Mami ist durchgebrannt. Mit dem Zauberer.

Eine Familie ist schön.

Sonntags kann man sich fein anziehen, spazieren gehen, Kirschtorte essen.

Mhm ... Magst du Kirschtorte nicht?

Doch, aber fein anziehen verekelt einem den ganzen Tag.

Wir Frauen sind da anders.

Deine Lebenslinie ringelt sich.

Aber du wirst sehr lange leben, weil du alles so langsam machst.

Dich hat ein schwerer Schicksalsschlag getroffen.

Komm morgen Nachmittag zum Zirkus! Ich lege dir eine Karte zurück.

Nachmittags kann ich nicht.

Aber abends. Gut, bis morgen Abend, Moritz.

Gute Nacht, Kitty.

War es die Liebe?

Guten Appetit.

Habe ich geschnarcht? Wie ein Löwe.

Mein Urgroßvater war Löwe.

Also, du bist verliebt.

Bist du verrückt? Das hört der ganze Marktplatz.

Katzenjammer, aus Liebe.

Aber euch Menschen packt es auch.

Stimmt's?

Ich habe da keine Erfahrung. So, so.

Warten wir ab, bis dein Bart gewachsen ist.

Dann jannst du schnurren.

Aber du bist so langsam.

Ob du jemals eine Frau bekommst? Das will ich auch nicht.

Mädchen stehen nur vor dem Spiegel und wollen neue Kleider und Kämme.

Wenn sie die nicht bekommen, meckern sie.

Aber vielleicht finde ich eine, die mich versteht.

Sie könnte mir Kuchen ans Bett bringen.

Und etwas Geld müsste sie haben, denn ich bin langsam in der Schule.

Vielleicht hat sie kleine Zöpfe. Und kann Seiltanzen.

Morgen gehen wir also in den Zirkus.

Schokolade ist gut für die Seele.

Du hast ihn wieder Weltmeister im Langsamessen genannt.

So empfindlich kann man nicht sein.

Da müssten alle Menschen voreinander weglaufen.

Leg dich hin! Woher ist die Brause? - Mutti hat sie mir ...

Schlaft jetzt! Es ist spät.

Musst du zur Versammlung? Ich gehe heute nicht.

Du, Papa!

Erzähle uns mal, wie es war, als du so klein warst wie Moritz!

Na, komm her!

Ich glaube, ich war nicht so artig, wie ihr denkt.

Ich hatte oft zerrissene Hosen und manchmal auch schwarze Hände.

Naja, und in der Schule ... Sei ehrlich! Sonst sage ich alles.

Auch dass du in Mathe auch Vieren hattest.

Ich weiß nicht. Ich kann heute nichts mehr machen.

Bei der Polizei warst du schon? Schon das 2. Mal.

Es ist ihm sicher nichts passiert.

Er ist ein bedächtiger Mensch. Man muss nur Zeit für ihn haben.

Ich musste auf die Toilette und jetzt habe ich Durst.

Schlaft schön! Gute Nacht.

Ich gehe mit den Kindern in den Zirkus morgen. Das lenkt sie ab.

Warum ist er bloß weggelaufen? Er hat mir alles gebeichtet:

Die Vieren, die Fünfen, das Heft im Bach.

Und als abends Lehrer Geiger kam?

Hast du ihm gesagt, dass du alles weißt?

Ich war so in Eile, weil ich zur Versammlung musste.

Das ist doch eine Ausrede.

Und warum hast du mir nichts gesagt?

Du hattest doch Spätschicht. Ach ...

Meistens schätzt man einen Menschen erst richtig ein, wenn er weg ist.

Ein leerer Platz wirkt manchmal Wunder.

Wir fanden bisher jeden Ausreißer. Machen Sie sich keine Sorgen!

Im Neubauviertel Sternenstadt sind wir durch.

Wäscheböden mögen solche Helden gern.

Hier ist ein Strumpf von Moritz. - Sehr gut, sehr gut.

Das merkt er sich.

Dracula, such!

Ja.

Und das soll ein Polizeihund sein?

Er rettete schon 2 Kindern das Leben.

Drei.

Ich denke, du willst immer lange schlafen.

Hier rostet man ein.

Fang doch das Mäuschen! Igitt! Das sind eklige Flügelmäuse.

Fledermäuse. Wie kann eine Maus nur Flügel haben?

Damit sie den Katzen wegfliegen kann.

Oh, ich kann auch fliegen.

Sogar aus dem 3. Stock.

Achtung! Wichtig ist der lange Schwanz.

Tatzen spreizen!

Weiche Landung.

Eine schöne Wiederholung ... Schweig! Das sagt die Blaschke auch.

Außerdem sind 3 Leiterstufen kein 3. Stock.

Pah! Du langweilst mich.

(leise) Tante Pia!

Die ist in Ordnung. Die macht alles mit.

Schicke Frau!

Hübsche Schuhe! Oh!

Und die kann Briefe schreiben.

Wasche dich nur, wenn es nötig ist!

Streite dich den ganzen Tag herum! Sonst lohnt es sich nicht.

Am besten gehst du splitternackt. Dann kannst du nichts zerreißen.

Ja.

Und den Brief habe ich ans Pionierlager geschickt.

Ach so ...

Vater sagt, Kinder sind bei Tante Pia gefährdet.

Das finde ich nicht.

Übrigens: Sie ist geschieden.

Wie du.

Schade, dass sie gerade jetzt da ist, wo ich hier bin.

Kunststück, die ganze Familie sucht dich.

Ob die was ahnen? Tante Pia ist pfiffig.

Die lachen über die alte Geschichte, warum Dracula so zottelig ist.

"Dracula war ein ganz richtiger gewöhnlicher Polizeihund.

Treu, aber etwas jung noch.

Er und sein Herr, der Polizist Zampe, verstanden sich ausgezeichnet."

Raus, Dracula, raus!

"Aber es gab ein Problem in der Familie.

Frau Zampe hatte Angst, dass ihr Mann einmal eine Glatze bekommen würde.

Also schleppte sie immer neue Haarwässerchen heran."

Mir reichen meine Haare. - Kopf eintauchen 3 Minuten!

50 Minuten wirken lassen, spülen! Garantiert voller Haarwuchs.

Telefon.

Brauche ich so viele Haare? Ich trage immer eine Mütze.

Dann muss ich so oft zum Friseur wie du.

Was das kostet! - Otto, für dich!

Wer ist das schon wieder?

"Und Hunde müssen immer saufen.

Außerdem ist Dracula sehr wissbegierig und so passierte es."

Otto!

Wer ist das?

Dracula?

Mein Dracula?

Dracula.

"Auch wenn Dracula jetzt wie ein Beatle aussieht, treu ist er.

Und Wachtmeister Zampe auch."

Ihr Katzen habt es gut.

Wenn ihr schwindelt, sieht man nie, dass ihr rot werdet.

Mir sieht man es gleich an. Ich bekomme rote Ohren.

Hat er lange Haare oder nicht? Kein richtiger Polizeihund.

Moment, 4 Ausreißer hat er zurückgebracht.

Und 2 Kinder vor dem Ertrinken gerettet.

Wir machen uns alle große Sorgen.

Ich fordere beim Fahnenappell alle Kinder zum Mitsuchen auf.

Ich möchte ein paar Worte mit der Klasse reden.

Setzen, setzen!

Ihr wisst sicher alle, dass Moritz weg ist.

Denkt besonders nach, wo er sein kann, denn ihr kennt ihn am besten.

Vielleicht fuhr er zu Marcus, seinem Freund.

Nein, mit Leipzig habe ich telefoniert.

Wenn ihr was von Moritz wisst, sagt es seinem Vater oder mir.

Wir sprechen noch darüber.

Sicher haben wir alle was falsch gemacht.

Ich auch.

Guten Tag, Herr Zack.

Vielleicht hätten wir uns besser um Moritz kümmern sollen.

Er ist ein Sonderling. Sonderling?

Das glaube ich nicht.

Hoffentlich sieht mich keiner.

Wo geht es hier lang? Du hast aber ein schlappes Herz.

Komm schon, ich zeige dir meinen geheimen Katzengang!

Hörst du die Musik? Ja.

Wir müssen nur der Musik nachgehen.

Ausverkauft! - Ausverkauft, du kannst zumachen.

Aber es ist doch bestimmt eine Karte für mich hier von Kitty.

Bist du Moritz? Ja, Moritz.

Bitte.

"Viel Spaß und 3 Grüße von Kitty."

Hierher!

Pst!

Gar nicht so dumm. Hier sieht mich keiner.

Haben wir Zähne!

Dein Onkel-Opa will wohl nicht so.

Nun mach schon, Opachen! Hopperchen!

Hallo, Leute! Das ist mein Pferd im Schlafanzug.

Gute Nacht!

Hey!

Kuckuck! - Gack, gack!

Aua!

Oh!

Hallo, Junge, hilf mir auf mein Pferd im Schlafanzug! Bitte, bitte, bitte!

Warum rennst du weg?

Da ist Moritz. - Wo?

Was ist los, mein Junge? - Warum hast du Angst?

Dein Schuh!

Wo rennt er denn hin?

Kitty!

Und jetzt, verehrtes Publikum!

Unsere jüngste Künstlerin: Kitty auf dem Seil!

Ist Kitty deine erste Liebe?

Meine erste Liebe war ein Hund.

Ich habe da keine Erfahrung. Hör endlich auf mit Liebe!

Gib mir den schwarzen Schnürsenkel! Willst du dich aufhängen?

Quatsch, ich brauche was Schwarzes zur Beerdigung.

Meine Freundin, die Bahnhofskatze ist tot.

Sie ist im großen Milchkessel ertrunken.

Herzliches Beileid.

Ein schöner Tod für eine Katze.

(schuchzt) Mir ist heute so weltschmerzlich zumute.

Tante Pia sagt immer:

Wenn man Weltschmerz hat, muss man einen auf die Lampe gießen.

Aber was machen wir Kinder, wenn wir Weltschmerz haben?

Es wird sehr traurig.

Ich kann es mir schon denken.

Verdammter Weltschmerz!

Na, was ist denn hier?

Sollen Sie mich suchen?

Ich wollte nur meine Besen holen. Oder hast du etwa Angst vor mir?

Guten Abend, Herr ... Straßenfeger.

Oder Hausmeister von Moritzhausen. Naja, du kennst mich ja.

Guten Abend. Guten Abend.

Ich bin als Junge auch mal von zu Hause weggelaufen.

Und dann? Ach, das ist schon lange her.

Aber warum bist du weggelaufen?

Erwachsene sind nicht immer ehrlich und halten ihre Versprechen nicht.

Im Märchen ist alles viel einfacher.

Da sind die Guten gut und die Bösen böse.

Ja, im Leben ist alles komplizierter.

Ich habe mir mal eine Liste gemacht mit guten und bösen Menschen.

Aber die meisten lassen sich nicht einteilen.

Mal sind sie gut, mal sind sie böse. Hab Geduld mit den Erwachsenen!

Es ist nicht leicht, Vorbild zu sein. Kinder haben es besser.

Nein, Erwachsene haben immer recht, auch wenn sie nicht recht haben.

Ich muss noch was tun. Kommst du mit?

Kann ich? Zieh dich warm an!

Nimm dir die Jacke vom Haken!

Schlaf schön, meine Kleine.

Und quatscht nicht mehr so lange. Mach das Licht aus!

Hinlegen!

Ich habe ihn gesehen.

- Ach, du! - Wirklich.

- Wer weiß, was du gesehen hast. - Doch, ich habe.

- Ruhe, Licht aus, Salome! - Er hat sich ertränkt.

Hier in dem Buch steht ... - Unsinn! Moritz kann doch schwimmen.

Wenn er kommt, backe ich ihm Kuchen. Er liebt Streuselkuchen.

Du und Kuchen backen?

Aber ich würde ihm meinen schönsten Stein schenken: den Korallenstein.

Und ich würde auf seine Jeans die schönsten Flicken draufnähen.

Licht aus!

Noch schöne Musik. Gute Nacht.

Kommst du ein bisschen rüber zu uns?

Meine ...

Meine liebe Schwester Pia!

Solange dieses Schild an der Tür hängt, heißt das immer noch ...

Macht dir die Arbeit Spaß? Das Leben macht nicht immer Spaß.

Aber wenn Mond und Sterne über mir sind, das macht mich froh.

Weißt du, so eine Stadt ist wie ein großes Zimmer.

Da will alles in Ordnung sein.

Ja.

Ein bisschen mehr könnten die Leute auch für ihr Zimmer tun.

Ach!

Papa sagt, wenn ich nicht gut lerne, muss ich auch Straßenfeger werden.

Nicht welche Arbeit man tut, sondern wie man sie tut, ist entscheidend.

Hat dir das dein Vater nicht erklärt? Er hat keine Zeit.

Meistens redet er nur von Zahlen. Er liebt Zahlen sehr.

Er nennt sie Grundbausteine des Lebens.

Ich mag keine Zahlen.

Was magst du? Alles, was bunt ist und sich bewegt.

Schmetterlinge, Blumen, Bäume, Vögel.

Wenn du einen Korb mit Äpfeln hast, macht es auch Spaß, sie zu zählen.

Oder die Sterne. Eins, zwei ...

Ich gebe den Sternen manchmal Namen von Frauen, die ich mal geliebt habe.

Hast du jetzt keine Frau? Nein, nein.

Sie ist mir weggelaufen.

Aber du verdienst nicht viel Geld. Ach, mir reicht es.

Sieh mal, Moritz!

Viele Leute verdienen viel Geld, aber glücklich werden sie nicht.

Bist du ein glücklicher Mensch? Glück?

Glück ist vielleicht schon, dass man lebt.

Und damals, als du weggelaufen bist?

Damals, ich hatte immer schon eine Sehnsucht nach der Welt.

Deshalb probierte ich verschiedene Berufe aus.

Zirkus, Schiffer, Koch, Heizer, Holzfäller, Fernfahrer.

Auch Leuchtturmwärter.

Leuchtturmwärter?

Schiff ahoi! Schiff ahoi!

Hol über! Hier rüber!

Der Mensch hat eine Sehnsucht, etwas zu suchen oder auf etwas zu warten.

Ja. Ich warte, dass ich ganz schnell erwachsen werde.

Wieso denn?

Sei doch froh, dass du noch ein Kind bist.

Kinder sind glücklich. Sie sehen die Welt noch mit 3 Augen.

Das dritte Auge gibt ihnen den bunten Blick.

Das dritte Auge?

Wo haben sie das dritte Auge? Innen.

Man sieht es nicht.

Aber wenn sie erwachsen werden, dann verlieren sie es.

Alle?

Fast alle.

Hier, dein Schuh.

Und den Schmetterling soll ich dir geben, von Kitty.

Nächsten Sommer kommt sie wieder.

Den Schmetterling, jetzt hat sie nur noch einen.

Heiliger Katzenvater, bist du dreckig.

Pfui!

Machst du die auch noch? Das ist ja Schwerarbeit.

Nein.

Was ist das? Von meiner Großmutter.

Sie war eine echte Glamourkatze.

Was ist das für eine Rasse? Glamour kommt von Amor.

Und Amor ist der Gott der Liebe.

Ja, ja.

Such dir einen Kater und dann höre endlich auf mit der Liebe!

Komm lieber essen!

Igitt, das sieht ja aus wie eine Maus.

Ich rieche Hund.

Das macht Dracula jetzt immer. Er schnuppert an der Litfaßsäule.

Vielleicht sucht er einen Baum, einen besonderen.

Ja, er sucht. Er sucht den Moritz. - Hier?

Wer weiß? Ich sehe in der Litfaßsäule nach.

Aber machen Sie sich nicht schmutzig. Da sind Besen und Plakatkleister.

Ach, ja.

Dann kann nichts anderes drin sein. - Überhaupt nicht.

Spätestens morgen haben wir den Moritz.

Na, komm, komm!

Moritz! Wau!

Ach, mir ist bald das Herz stehengeblieben.

Das ist doch ein Polizeihund. Der hat mich gerochen.

Der riecht nichts, weil er immer Käse frisst.

Ich erzähle dir eine Geschichte. Hör auf!

Höre endlich auf! Ich will deine Geschichten nicht mehr.

Aua! Aua!

Aua, Grobian!

Für zwei ist das Haus zu klein. Ich gehe, für immer.

Es war aus Versehen! Katze!

Sei doch nicht eingeschnappt.

Katze!

Sie suchen mich.

Wenn sie mich hier entdecken, führen sie mich wie einen Verbrecher ab.

Wie soll ich denn hier wieder raus?

Ah!

Schön!

Lecker, Schokoladenpudding.

Moritz, bist du noch da?

Machst du Dunkelstunde?

Hast du das Plakat angeklebt? Ja.

Ich fand es gerade hier am ungefährlichsten.

So dicht hinter deinem Bild vermutet dich niemand.

Was soll ich nur machen? Tja, das musst du selber wissen.

Und was rätst du mir? Naja ...

Rate mal!

Kommst du mich mal besuchen? Später?

Ich glaube kaum, dass das deinem Vater recht sein wird.

Aber wir können uns ja immer wieder mal auf dem Platz treffen.

Wenn er dich kennen würde, sagt er bestimmt nicht mehr zu mir:

"Wenn du nicht lernst, musst du Straßenfeger werden."

Naja, vielleicht.

Kommst du heute wieder mit?

Ich glaube, nein.

Ich mache es nicht zu fest, falls du es mitnehmen willst.

Halt, bleib noch ein bisschen! Lass mich nicht allein.

Moritz.

Es nützt nichts, sich zu verstecken.

Ich las mal in einem schönen, aber sehr traurigen Buch.

Da heißt es:

"Nirgends kann man sich so gut verstecken,

um vor dem Leben sicher zu sein."

Naja.

Bis bald, Moritz. Und mach's gut!

Tralala, guten Abend!

# Die Liebe, die Liebe ist eine ...

Igittigitt, nur Dummheiten haben diese Kater im Kopf.

Pfui!

Grüble nicht in der Nase! Das bringt dich auch nicht weiter.

Warum knurrst du mich an? Mensch, das ist mein Magen. Hunger!

Du willst mir wohl beweisen, dass ihr Menschen von den Affen abstammt.

Na, na, na!

Du hast ein schlappes Herz. Wie kann man sich nur selbst einsperren?

Igitt, diese ekligen Flügelmäuse.

Sie fliegen in deine Haare und du musst dir eine Glatze schneiden.

Du spinnst.

Lehrer Geiger sagte, das sind nützliche Tiere.

Du weißt nicht alles vom Leben.

Leck mich am Hintern!

Moritz!

Moritz?

Moritz.

Moritz.

Was hast du die ganze Zeit hier gemacht?

Ich habe nachgedacht, Papa. Und dabei bin ich älter geworden.

Warte einen Moment, Papa!

Du, mein Papa ist draußen.

Willst du mit mir nach Hause kommen?

Küsschen!

Hatschi!

Was würdest du tun, wenn ich mich in das schöne Mädchen verwandeln würde?

Hey!

Jetzt muss ich dich wohl heiraten, später.

Hab keine Angst! Ich bleibe lieber eine Katze.

Mit dir zu leben, scheint anstrengend zu sein.

Womöglich würde ich aus Liebe zu dir so langsam werden wie du.

Mach das Licht aus, lieber Moritz!

Ich habe Nachtaugen. Das weißt du doch.

Tschüss.

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