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als Jana Hansen
als Christian Hansen
als Lotta Hansen
*Kinderlachen*
*Sanfte, mystische Musik*
als Pari
Eins, zwei, drei, vier, fünf,
sechs, sieben, acht,
neun, zehn!
Alles muss versteckt sein, ich komme!
Die andere Frau, du weißt es, ich seh's dir an.
*Christian schreit auf; Lotta quiekt*
Hat er dir davon erzählt?
Na ja, was heißt schon erzählt?
Er war völlig durch den Wind.
Hab versprochen, nix zu sagen.
Ha! Na warte!
Die andere Frau ist schwanger.
Sie wird in 'ner knappen Stunde abtreiben.
Er weiß nichts davon. Noch nicht mal, dass sie schwanger ist.
Die kriegen ein Kind, und er weiß nichts davon?
Das geht nicht, das kann nicht sein.
Das wär mein Enkel.
Du musst es ihm sagen, er muss es doch wissen!
Schau, Mama!
Irgendwelche Piraten in Sicht? Ja, da!
Okay, Attacke!
Da hat Opa auch noch eine.
*Lotta schreit auf* Na warte!
*Lotta quiekt*
(Schreiend): Attacke!
Wir machen Opa noch eine Portion.
*Handyklingeln*
Er wird's erfahren, ich hab's geregelt.
Danke.
Papa, kommst du? Gleich, ich muss was checken.
(Leise): Ja, sag mal, Pari hat 'ne SMS geschickt, ist das wahr?
Nein.
Papa! Gleich! Wo bist du?
Okay. Ja, gut.
Ciao.
*Sanfte Klänge*
Jana?
*Beklemmende Musik*
Ja?
Ich muss los.
Wieder Scheiße auf der Baustelle. Kannst du mir dein Auto leihen?
Papa, bis morgen, ja? Ja.
Danke, nehmt ein Taxi, okay?
Lotta, ciao, bis später!
Sei froh.
Wenn Sie eine Entscheidung treffen mit dem Kind,
weißt du, woran du bist.
Zwei Jahre ist ja nun nicht unbedingt nichts.
Zwei Jahre?
Ich dachte, das läuft drei Monate.
Drei Monate? Mann, mann, mann, mann!
Du hast gesagt, du wüsstest Bescheid, da dachte ich...
*Er seufzt*
*Melancholische Klänge*
*Poltern*
Frau Andresen, machen Sie einen Termin für nächste Woche,
und dann schauen wir weiter. Vielen Dank. Gern. Tschüss.
Pari, kommst du kurz?
Und?
Sie behält es.
Was glaubst du denn?
Das ist genau wie ich es befürchtete.
Ich hab dich gewarnt.
Sie wollen es behalten, ja.
Er freut sich auf das Kind.
Ich kann schlecht sagen: Bitte kriegen Sie's nicht.
Sie war nicht happy, dass ich ihm davon erzählt habe,
aber im Endeffekt doch froh.
*Entferntes Telefonklingeln*
Es tut mir leid, es tut mir wirklich leid.
Schmeiß sie raus.
Wie? Schmeiß sie raus.
Geht nicht, mit welcher Begründung?
Scheißegal. Ich will sie nicht mehr sehen.
Wenn du's nicht machst, mach ich's. Sowas sprichst sich rum!
Ich werd nicht zugucken, wie das Kind meines Mannes
in ihrem Bauch anschwillt. Nein!
Aber das dauernde Vermischen von Beruf und Privat muss aufhören,
Das geht nicht. Wegen dir brach ich die Schweigepflicht. Und du?
Wir bekommen richtige Probleme, wenn das nicht sofort aufhört!
Es liegt ganz allein an dir.
Sie wird von mir behandelt wie jede andere Patientin.
Gut, ich arbeite nur mit Leuten,
die absolut loyal sind - beruflich wie privat.
Sonst feuerst du mich wie Ove? Ganz ehrlich?
Du musst nicht hier arbeiten,
wenn's dich in Gewissenskonflikte bringt. Ehrlich?
Dass Chris dich betrügt, hat nicht mal was mit dir zu tun.
Er war sehr lange treu, ich dachte, er hätte sich geändert.
Aber das, ja, wie er jetzt ist, ist er eben, war er schon immer.
Warum erzählst du mir das jetzt?
Weil ich mich frage, wie man drauf ist,
wenn man von der Seite des Mannes nie was gemerkt haben will.
(Helferin): Bis morgen.
Jana!
Jana!
Weißt du, warum ich's nicht raffe? Da ich 'ne naive Kuh bin.
Das war 'ne dumme Sexaffäre.
Hättest du mich nicht gezwungen. Unsinn! Das geht seit 2 Jahren.
Und gemerkt hab ich's nicht, ...
weil wir in der Zeit den besten Sex der letzten Jahre hatten.
*Jana schnieft*
*Sie atmet tief aus*
(Amid): Sie haben keinen Ehevertrag.
Bei einer Scheidung kriegt ihr Ex 50 % von allem -
von Ihrem Gehalt, Ihren Ersparnissen,
Ihrer Altersvorsorge, Rentenpunkte.
Aber er hat mich betrogen.
Er hat mir zwei Jahre
jeden Tag ins Gesicht gelogen, nicht umgekehrt.
Mir wird schlecht, dass ich nackt vor ihm rumlief und ihm sagte,
dass ich ihn liebe.
Das Gericht interessiert das überhaupt nicht, glauben Sie mir.
Frau Dr. Hansen,
wenn all das hier vorbei ist,
mit was möchten Sie dann dastehen?
Ich möchte, dass meine Tochter hier groß werden kann.
Hier, wo sie geboren ist, in ihrem gewohnten Umfeld.
Und ich möchte mein Leben behalten:
meine Praxis, ...
das Haus, ...
mein Geld, ...
meine Würde.
Gut.
Dann ... müssen wir wissen, was er vorhat ...
und wie viel Vermögen noch vorhanden ist.
Ich brauche einen Einblick in alle Konten,
Versicherungen, Kredite etc.
Und spielen Sie ihm weiter die liebende Ehefrau vor,
zumindest solange Sie das emotional
noch irgendwie hinkriegen.
Ich versprach damals, verehrte Stadtverordnete,
das alte Seehotel, diese außergewöhnliche Immobilie,
nein, wie heißt's?
Kann ich gerade nicht lesen.
Dem einzigartigen juristischen, äh, touristischen Juwel
zu neuer Größe zu verhelfen.
Umso mehr freut es mich, dass wir mit den Luxuslofts loslegen.
Loslegen oder beginnen, was meinst du?
Beginnen. Beginnen.
Das Ergebnis wird eine völlig neue Dimension des Wohnens,
bla, bla, bla. Und? Gut, bla, bla, bla war am besten.
Hey.
Sehen wir uns nachher beim Richtfest?
Muss ich gucken, ob ich's einrichten kann.
*Frederick lacht* Nein, quatsch, kennst mich doch:
Ich liebe Christians Reden.
Steht dir aber gut. Danke.
Solltest du öfter tragen.
Sag mal könntest du mir mal einen Gefallen tun? Klar, jeden.
Ich müsste mich schlau machen, wegen der Finanzen der Praxis.
Christian ist so eingespannt.
Wir könnten mal zusammen Essen gehen.
Ja, klar. Gern.
Gut.
Dann vielleicht bis gleich.
Ich verspreche, das alte Seehotel wird durch den modernen Anbau
zu einen der attraktivsten
und exklusivsten Ensembles der Region.
Freuen Sie sich auf eine neue Dimension des Wohnens.
Meinen Dank gilt Stadtrat Andresen,
einem der Wegbereiter des Projekts,
meinen Kollegen und Mitarbeitern und natürlich ganz besonders
meiner Frau und meiner Familie.
Und die Panikattacken? Wie oft haben Sie die noch pro Woche?
Vielleicht so zwei-, dreimal noch. Mhm.
Die sind echt besser geworden, seit er weg ist.
Wo studieren Sie eigentlich Psychologie?
Mein Mann betrügt mich seit 2 Jahren mit 'ner Jüngeren.
Sie studiert auch Psychologie, und sie ist schwanger von ihm.
Krass.
Ich muss wissen was da abläuft, was die beiden vorhaben.
Sie studiert in Flensburg.
Ich bin halt nur an der Fernuni, wegen der Sozialphobie.
Mhm. Ich hatte gehofft, wenn Sie ...
sie zufällig in der Uni kennenlernten, dann ...
würde Sie sich Ihnen vielleicht anvertrauen.
Sie wollen, dass ich mit ...
Ja.
Wenn Sie sagen, Sie seien schwanger,
kommt man vielleicht ins Gespräch.
*Türgeräusch*
Hi.
Hey.
Wo ist den Lotta? Drüben.
Habt ihr Hausaufgaben gemacht? Ja.
Hast du 'ne Minute? Ich muss mit dir sprechen.
Warst du nicht zufrieden mit dem Kick-Off?
Doch, doch, ja. Darum geht's nicht. Ich, ähm ...
würd dir ...
Das hier oder das? Das.
Sexy.
Gut.
Ich muss dir was sagen, es ist wichtig. Hat das nicht Zeit?
Ich muss zu dem Pharma-Empfang. Bruning. Ich weiß.
Ich muss mich da blicken lassen.
Worum geht's denn?
*Wasser rauscht* Ähm ...
Kannst du mal ...
Hm?
Ah. Danke.
Jana, ich ... hab ...
seit längerem schon ein ...
eine ...
*Er seufzt* eine ...
gr ...
große Sorge wegen meinem Vater.
Ich glaube, das geht nicht mehr lange gut.
Ja.
Das glaub ich auch.
Ich kümmere mich, mach dir keine Sorgen.
*Düstere Klänge*
*Schritte und beklemmende Musik*
Sicher, dass es okay ist, wenn ich da hingehe?
Ich kann absagen. Die Situation mit deinem Vater
würde jeder verstehen. Quatsch. Du gehst da hin.
Du siehst super aus.
Ich komm schon klar.
Sicher? Mhm.
*Kusslaute*
Ciao. Ciao. Hab Spaß, amüsier dich.
*Beklemmende pulsierende Klänge*
Hey. Hey. Hallo.
Na?
Darf ich? Gerne.
Danke dir.
Kann ich nicht. Ich hab Lotta hier, was denkst du?
Sie kann nicht wieder zu Louisa. Wir müssen vorsichtig sein,
sonst kann ich's gleich erzählen. Ja.
Wann redest du endlich mit deiner Frau?
Ist nicht so leicht. Ich brauch den richtigen Moment.
Wann soll das sein, bitte schön?
Das wüsste ich auch gern.
Bald.
(Genervt): Bald.
Die gesamten Finanzen? Alles!
Als unser Steuerberater hast du doch den Durchblick.
Hm, dafür hätte ich Unterlagen mitnehmen müssen.
Vermutlich.
Ich glaub, die hab ich vergessen.
Hm! Dann müssen wir uns beide wohl einen schönen Abend machen.
Du weißt, dass ich Chris von Anfang an finanziell helfe. Jana!
Wenn du mich nur aushorchst,... Ich bin hier, da mir mein Leben
wie ein ruhiger Fluss vorkommt,
und ich das Gefühl hab, gewisse Dinge zu verpassen.
Ich fühl mich manchmal nicht mehr.
Weißt du, eigentlich ist es mir scheißegal, worüber wir reden.
Warum bist du hier?
Da ich in den letzten Jahren
viele Gedanken an deinen Körper verschwendete ...
und wissen möchte, was sich unter dem Hosenanzug da verbirgt ...
und ich sicher bin, dass wir fantastischen Sex haben werden.
(Kellner): Sind Sie bereit für den Hauptgang?
Ich denke schon.
*Sanfte Klaviertöne*
Ich hab uns hier ein Zimmer gebucht.
Ich weiß. Ich war an der Rezeption und hab gefragt.
Wie? Gleich als du reingekommen bist oder was? Mhm.
Fuck, bin ich so leicht zu durchschauen?
Ich nehme stark an, ich bin nicht die erste andere Frau.
Mh, ... stimmt. Da gab's schon ein paar.
Auf was stehst du?
Wie? Worauf ich stehe?
Warum treibst du's mit anderen Frauen?
Äh, du stellst vielleicht Fragen.
Äh, na ...
aus Lust.
Also, auf was stehst du?
Du weißt gar nicht, was du mit mir machst, ne?
Doch.
Jedenfalls nichts ...
Abgefahrenes oder so.
Falls du das meinst.
Schade.
Weißt du, Wiebke ist super.
Also wirklich, ich liebe sie. Die ...
Aber das muss jetzt unter uns bleiben. Dass du sie liebst?
Der Sex mit ihr ist irgendwie so lieb und so brav.
Da fehlt irgendwie der Kick.
Eigentlich schon von Anfang an.
Sag mir, was dich antörnt.
*Handyton*
*Geheimnisvolle Hintergrundklänge*
Also?
Klassischerweise würde man jetzt mit dem Ausziehen beginnen.
Ich bin verheiratet.
Ich hab meinem Mann die Treue geschworen.
Na dann ...
erzähl ich dir jetzt mal was über Ehemänner.
Es gibt nur zwei Typen: die, bei denen jeder weiß,
dass sie ihre Frau betrügen und die, die es so geschickt machen,
dass niemand was mitbekommt.
Und jeder Mann, den ich bisher getroffen habe
und der in einer längeren Beziehung steckt, ist untreu.
Auf die eine oder andere Art.
Ausnahmslos.
Und Frauen?
Ach, ... es gehören schon zwei dazu.
Alle machen das.
Andauernd.
Redet nur keiner drüber.
*Pulsierende Klänge*
*Sie stöhnen und keuchen*
*Verkehrsgeräusche*
Hey, Jana.
Ich muss los zur Arbeit.
*Frederick seufzt*
Um halb 7, ey? Ja! Muss vorher noch nach Hause.
Ich dachte, dass wir's uns noch hübsch machen.
Wann sagen wir's Wiebke?
Also, ... oder Christian?
Am besten gleichzeitig, oder?
Halt, warte mal.
Wie wär's, wenn wir's für uns behalten?
Wie denkst du dir das? Wiebke und ich sind befreundet, seit Jahren.
Was ist denn los mit dir?
Was hast du vor?
Wir müssen die Wahrheit sagen. Sie hat ein Recht darauf.
Warte, du spielst 'n komisches Spiel.
Ich weiß nicht, was du willst. Ich kann Lügen nicht ausstehen.
Wenn du Wiebke was sagst, das erste was ich mache,
ich ruf Christian an, ich sag dem alles.
Kannst du gerne machen. Ich werde sowieso mit ihm reden.
Was willst du?
Ach, du hast dir das geplant hier, um mich zu erpressen, oder was?
Ich wollte dich und den Sex, das war fantastisch.
Wenn ich für dich lügen soll, damit du deine Ehe
nicht gefährdest, das muss dir was wert sein. Pff! Was?
Christians Kontoauszüge und Kopien von allem,
was die letzten drei Jahre gelaufen ist.
Nicht nur die offizielle Version.
Da laufen Sachen neben den Büchern.
Versuch erst gar nicht, mich zu bescheißen.
Bis heute Nachmittag.
*Sanfte Klänge und Vogelgezwitscher*
*Stimmen im Hintergrund*
(Marlene): Hi, 'tschuldigung, ist da noch frei?
Klar.
(Marlene): Danke. In meinem Zustand noch im Stehen zu essen,
es geht wirklich gar nicht mehr.
Ich bin immer so schnell erschöpft.
Fressen, schlafen, fressen, schlafen.
Das kenne ich nur zu gut.
Bist du auch schwanger?
Mhm. Es ist krass, oder? - Hm.
Da wird mir direkt wieder schlecht. *Marlene stöhnt*
Hey, frag mich mal.
Wie vielter Monat bist du?
Noch ganz am Anfang.
Fühlt sich jetzt schon wie das Ende an.
*Laura lacht*
*Entferntes Schiffshorn*
*Möwengeschrei*
Hey. Hey.
(Seufzend): Das bringt mich zwar in Teufelsküche aber ...
Okay. *Er räuspert sich*
Also, das hier sind die Kontoauszüge, ...
Lebensversicherungen, Einnahmen-Überschuss-Rechnungen,
und das sind die Kreditverträge.
Welche Kreditverträge?
Na, die ... Kreditvereinbarungen, die ...
hast du selber unterschrieben. Hier.
Das ist nicht meine Unterschrift.
Wozu braucht er so viel Geld?
Hm?
Chris hat meiner Meinung nach
das Volumen vom alten Seehotel unterschätzt.
Und du hast ihn nicht gewarnt? Doch, aber ...
ich bin nur für die Bilanzen zuständig.
Entscheiden tut er allein.
Ja. Außerdem kam ja dann Whitestone Developing ins Spiel.
Wer ist das?
Ein privater Investor, der hat die Kredite bei der Bank abgelöst.
und inzwischen bis heute irgendwie
4,7 Millionen zusätzlich reingeschossen,
sonst hätten die nicht anfangen können zu bauen.
Ich dachte, du weißt davon.
Whitestone Develop...
Das ist so 'ne Briefkastenfirma. Die sitzen auf Jersey.
Briefkastenfirma? Also illegal?
*Sie pustet aus* Ja.
Das entscheidende ist eher, dass, wenn was schiefgeht,
seid ihr innerhalb von einer Woche komplett bankrott.
Du musst mir helfen. Ich muss wissen, wer das ist.
Es geht um meine Existenz und die von Lotta. Jana ...
*Handyklingeln*
Ja?
*Es ist nichts zu hören*
Ich bin gleich da.
Es tut mir leid. Ich hätte dir das gerne erspart.
Ich muss los.
So. Festhalten. Ja.
Ich wollte einkaufen, da bin ich einfach ...
abgeschmiert. Schietkram.
Dein Glück, dass Lüder immer da ist. Ja.
Wenn was ist, ihr wisst, wo ihr mich findet.
Er liebt dich.
Doch.
Deswegen ist er bei dir und nicht bei ihr.
Wir haben geredet, von Mann zu Mann.
Ohne drum rum.
Glaub mir, ...
ich kenn ihn.
Es liegt nur an dir, wenn du jetzt klug bist.
Hat er erzählt, dass wir komplett verschuldet sind? Hä?
Wenn was schief geht bei seinem Projekt, sind wir bankrott.
Das alte Seehotel ist eine Luftnummer.
Bei mir ist er nur, da ihn eine Scheidung ruinieren würde.
Er hat sogar meine Unterschrift gefälscht.
Dafür kommt man in den Knast. Wenn du dich scheiden lässt ...
Was er gemacht hat, bricht ihm bei der Scheidung das Genick.
Aber keine Sorge,
Lotta und ich, wir werden okay sein.
Bleib, lass mich nicht im Stich.
Du hast versprochen, mir zu helfen, wenn's soweit ist.
Wer baut eine Wand, obwohl ein Panoramafenster geplant ist?
Schönen Feierabend euch! Und morgen hier, ja?
Komm, ich zeig dir das Dach.
Chris, ich will das so nicht mehr!
Was?
Ich kann's nicht.
Es ist alles so unwürdig, für dich, für mich, gerade für Jana.
Du hast oft versprochen, du trennst dich, aber ...
Stopp! Weißt du, was los ist?
Mein Vater, die Baustelle.
Ständig will irgendwer irgendeinen Scheiß.
Ich liebe dich. Denkst du, für mich ist das einfach?
Ich suche mir das nicht aus. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt.
Der richtige Zeitpunkt wird nie kommen, Chris!
Sagst du ihr nicht bis Ende der Woche die Wahrheit,
trenne ich mich.
Ich sagte dir immer, ich möchte unter den Umständen kein Kind.
Ich mein's ernst, da treibe ich lieber ab.
Ich lass mich emotional nicht erpressen. Auch nicht von dir.
Das ist alles, was du dazu sagst?
Mach, was du für richtig hältst.
Du bist ja zuhause!
Ich hab dich nicht kommen hören. Alles in Ordnung?
Ich brüte wahrscheinlich irgendwas aus, mit dem Magen.
Soll ich Ingwertee machen? Ist gut gegen Übelkeit.
Nein, nix machen.
Ich brauche ein bisschen Ruhe.
Gut.
Danke, dass du dich um Papa gekümmert hast.
Na klar.
Ich hab was dagelassen, damit er schlafen kann.
Ich guck morgen nach ihm. Mhm.
*Düstere Klänge*
*Handyklingeln*
*Weiterhin Handyklingeln*
Ja?
Mhm.
Was?
*Er atmet tief durch*
Was ist passiert?
Lüder hat Papa gefunden.
Der Arzt meint, es war eine Überdosis.
Er hat sich vermutlich das Leben genommen.
Ich muss ...
Ich komme mit. Nein, nein, lass.
Ich will nicht, dass Lotta sich erschrickt.
*Melancholische Klänge*
*Weiterhin melancholische Klänge*
Ich versteh's einfach nicht.
Mit der Überdosis.
So, ... so plötzlich.
Hat er, hast ... Hast ... du ihm die ...
Mit dem, was ich ihm gab, wär's unmöglich gewesen.
Es tut mir leid, ich war ... Es ist nur, ich ...
Warum tut er mir das an?
So ohne Abschied.
Ja.
Er ist jetzt erlöst, das ist das wichtigste. Hm.
*Scheppern*
*Sie stöhnen und keuchen*
*Christian schluchzt*
Weißt du, was ich mir überlegt hab?
Wenn das Seehotel fertig ist und was abwirft,
lös ich den Kutter bei der Bank aus und wir machen 'ne Reise.
Nur wir zwei? Mhm.
Allein? Was hältst du denn davon?
Das haben wir nicht gemacht, seit Lotta da ist. Wird höchste Zeit.
*Handyton*
Alles gut? Hm.
Die üblichen Probleme.
Auf der Baustelle? Mhm.
Kann einfach mal bis morgen warten.
*Sanfte Hintergrundklänge*
Hm, und wo zieht der Schmerz hin? Ganz runter zum Bein.
Auch nach hier oben? Da nicht.
*Handyklingeln* Nur nach unten. Gut, beugen Sie sich nach vorne.
So weit wie's geht.
*Weiterhin Handy* Gehen Sie ruhig ans Telefon.
Einen Moment. Setzen Sie sich bitte kurz.
Dr. Hansen. (Marlene): Hi, ich bin's. Ich hab sie gesprochen.
Sie hat Schluss gemacht, da er sich nicht trennen wollte.
Es ist richtig ernst, er hat richtig verkackt.
Es hat ihr gereicht. Es ist aus. Sie lässt das Kind abtreiben.
Ganz sicher? Ja, absolut.
Sie vertraut mir total,
hat gefragt, ob ich mitkomme zur Abtreibung.
Danke. Ja, es geht mir auch echt beschissen.
Ich könnte was Stärkeres als Valium gebrauchen.
Ich verschreibe nur, was ich vertreten kann.
Sie dachten, dass wir einen Deal haben:
Infos für Medikamente? Wissen Sie was?
Fick dich, fick dich hart!
Guck mal.
Du musst das, ... Dreh mal um.
Genau.
Machst die beiden rein und die.
Dann knickst du's so rein, ja? Herr Qadi?
Ja, ich wollte mich sowieso bei Ihnen melden.
Ich hab meine Meinung geändert.
Uns geht's wieder besser, ja.
Ich denke, wir schaffen das.
*Telefonklingeln im Hintergrund*
Morgen. Morgen.
Mein Beileid nochmals. Danke.
Können wir kurz sprechen?
Ja.
Es gab eine Patientenbeschwerde
über dich bei der Ärztekammer. Er behauptet, du warst bei ihm
und hättest gedroht 'ne Zigarette auf seinem Arm auszudrücken.
Na, also ... völliger Schwachsinn.
Gut. Wie kommt er darauf, so etwas zu behaupten?
Keine Ahnung. Einer, der sich schlecht behandelt gefühlt hat?
Ein Selbstdarsteller? Ihr kennt's doch:
kannst es nicht jedem recht machen.
Er sagte, Sie hätten Schwierigkeiten im Privatleben.
Mit Ihrer Ehe.
Glaubst du das auch? Pff!
Hast du Jeppe die Medikamente gegeben?
Welche Medikamente denn? Tebonox und Vomevac.
Dr. Michel fand sie bei ihm. Von ihm hat er sie nicht.
Ja, und? Versteh ich nicht.
Ich ...
ich habe mich nur gewundert, weil ich neulich
die Medikamente in deiner Tasche sah, einen Tag bevor Jeppe ...
In meiner Tasche?
Du warst an meiner Tasche?
Ich habe eine Handcreme gesucht, und deine Tasche stand offen da.
Ja, okay ... Ja, ja!
Sag mal, was ist das hier?
*Spannende Klänge*
UNTERTITELUNG: Globe tv GmbH, Saarbrücken, 2022
Can't find what you're looking for?
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