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Der OP 2.0 ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklung.
Ich kenne die Technologie. Ich werde Sie nicht enttäuschen.
Sie kennen sich mit Technologie aus, nicht mit Chirurgie.
Hast du eine Affäre?
Nein. Niemals.
Ich weiß nicht, ob Ben und ich uns scheiden lassen.
Dayton hat die Mehrheitsbeteiligung an der Gaffney Group erworben.
Jetzt ist er wohl zuständig.
Wir zeigen der Welt einen Livestream der OP.
Das ist keine Simulation. Auf dem OP-Tisch liegt ein Mensch.
Ich weiß, und Sie retten ihm das Leben.
Und wenn nicht? Wenn er stirbt?
Ich habe offiziell Nierenschwäche im Endstadium.
Sean ist der bestmögliche Spender.
Ich lasse mir nicht die Niere meines Sohnes einpflanzen.
Achtung.
Die Plattform ist defekt. Wir müssen sie abschalten.
Ich bin ruiniert, Sharon. Ich muss das Krankenhaus verkaufen.
Komm schon, Brice.
Brice, beweg die Füße.
Drück meine Hand, komm. Drück schön zu.
Nach der Bergung hat er alle Glieder bewegt.
Jetzt nicht mehr.
Zuhören, alle zusammen! Zuhören.
Schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn.
Massenhaft Opfer unterwegs!
Die Krankenwagen sind fast da.
Hannah, ich brauche dich heute nicht nur zur Geburtshilfe.
Ja.
Atemwege sichern, bevor das Herz stehen bleibt.
0,2 mg pro kg Etomidat, 0,6 mg pro kg Rocuronium.
Alles klar.
- Schlauch. - Bereit.
Ich bin drin. Beatmen.
MASSENHAFT OPFER IN DER NOTAUFNAHME
Peter, ich muss weg.
Viel Glück.
Männlich, 25. Herzfrequenz 115,
Blutdruck 75 zu 50. 13 auf der Glasgow-Skala. Arterienblutung.
Druckverband angelegt.
Ripley, mitkommen. Raum 6.
Alles klar.
Dr. Marcel, wir sind in 5 Minuten da.
Joshua, du hast schon genug. Rot markieren.
Fertig. Tracy, ich komme gleich wieder.
Tut mir leid, einen Moment. Grün markieren.
Kein Notfall, Sir.
Wir bringen Sie ins Wartezimmer, ja?
Sie beide, tut mir leid. Ebenfalls grün markieren.
Alle, die grün markiert sind,
müssen ins Wartezimmer.
Grüne Markierung ins Wartezimmer. Danke.
Bitte den Arm überprüfen.
Brustkorb ist unverletzt.
Was wird das?
Ich stelle sicher, dass es eine Arterienblutung ist.
Die Manschette ist wie ein zweiter Druckverband.
Langsam lösen, und wenn die Blutung aufgehört hat,
ist es keine Arterienblutung.
Nicht jeder kennt den Trick. Sehr gut.
Ich habe bestanden?
Oh Gott, es ist so schnell passiert. Ich wollte das nicht.
Ich wollte nicht in sie reinfahren. Ich konnte nicht halten.
- Es war nicht Ihre Schuld. - Oh Gott.
Wir lassen Sie gleich mal untersuchen.
Nein, wir tun unser Bestes, Sie alle zu informieren.
- Dolores Williams. Ist sie hier? - Ja.
Robbie. Robbie Wilson!
Bitte, gehen Sie alle ins Wartezimmer.
Bald kommt jemand, um Ihre Fragen zu beantworten.
Ins Wartezimmer, bitte. Das war's. Cesar, wen haben wir?
Ivy Vance, Mitte 30, schlug sich im Auto den Kopf an.
Kopfschmerzen und Orientierungsverlust. 12 auf der Glasgow.
Behandlungsraum 3.
Keine Bewegung in den Gliedmaßen.
Ich mach das. Vorsicht.
- Von der Seite. - Ich hab's.
- Sachte. - Jawohl.
Stabil halten.
Gut, dann los.
- Bereit? - Ja.
Maggie, wenn du Hilfe brauchst, kann ich mir Handschuhe anziehen.
Darauf komme ich eventuell zurück.
Maggie, bitte einen Orthopäden.
Alles klar. In Behandlungsraum 3.
Alles klar.
Zach, wen haben wir?
Ivy Vance. Ein paar Schnittwunden, geschlossene Kopfverletzung.
Okay. Hi, Ivy. Ich bin Dr. Asher.
Ich stelle Ihnen ein paar Fragen.
Sie haben sich den Kopf angeschlagen?
Wissen Sie, wo Sie sind?
Krankenhaus.
Welcher Tag ist heute?
Mittwoch.
Alles ist in Ordnung.
Wir müssen uns nur die Beule mit Computertomografie ansehen, ja?
Transport!
Moment. Was ist das?
Hamster. Den hatte sie dabei.
- Maggie! - Ja?
Behandlungsraum Bagdad.
10-jähriger Junge. Brice Morgan.
Glasgow bei 7. Fahrzeug steckte unter einem Sattelschlepper fest.
Vater starb vor Ort. Mike, röntgen. Los.
Wird gemacht.
Jimmy, mach du weiter.
Mike, die Halswirbelsäule.
Ja.
Jetzt!
Die Bänder? Ist das überhaupt möglich?
Ja.
Er ist innerlich enthauptet.
Sein Kopf ist nur noch per Haut verbunden.
Jack?
Achtjähriger mit Schnittwunden am Kopf.
Das ist mein Sohn.
Wir kümmern uns um ihn. Kompresse draufhalten.
Behandlungsraum 2. Danke, Jac.
Dean.
Du kriegst morgen eine neue Niere. Pass auf.
Mir geht es gut.
- Dr. Marcel. - Ja?
Die Mutter des Jungen ist hier.
Ms. Morgan, ich bin Dr. Marcel. Es tut mir sehr leid, dass Ihr Mann starb.
Bitte sagen Sie mir, dass mein Sohn Brice am Leben ist.
Das ist er. Aber er ist schwer verletzt. Hier.
Oh mein Gott. Nein.
Ich werde mein Bestes tun, um Ihrem Sohn zu helfen.
Aber ich will Ihnen den Ernst der Lage nicht verheimlichen.
Er erlitt eine so genannte beidseitige atlanto-okzipitale Ausrenkung.
Das heißt, dass sich die Bänder seines Schädels
von der seiner Wirbelsäule gelöst haben.
Was? Nein.
Wir machen eine CT und eine MRT,
dann wissen wir, wie wir chirurgisch fortfahren, ja?
Chirurgisch?
Ja, das ist notwendig, um den Kopf an der Wirbelsäule zu stabilisieren.
Und bitte Dr. Abrams rufen, ja?
Liz? Dr. Abrams ist ein großartiger Neurochirurg. Okay?
Gut.
Setzen Sie doch zu ihm. Kommen Sie.
Hey, Schatz. Keine Sorge, Mami ist bei dir.
Mami ist bei dir.
Maggie.
Matt.
Harris Shorr, Mitte 40, wurde beim Unfall verletzt.
Rechter Arm geschwollen und geprellt. Schwindelgefühle.
Glasgow-Skala bei 15, Herzfrequenz 110, Atemfrequenz 25 pro Minute.
Gut, Behandlungsraum 4.
Ich schicke sofort einen Arzt.
Sind Sie fertig?
Fast.
Du musst dich entscheiden, A.J. Wir haben zwei verschiedene Pflaster.
Wir haben Wolverine oder Spider-Man. Pest oder Cholera?
Pest? Ich will keine Pest.
Nein, Schatz. Er fragt, welches Pflaster du willst.
Ach so. Spider-Man.
Gut. Mein Freund hier versorgt dich.
Bis später, A.J.
Dr. Asher, hier ist Ivys CT.
Ich habe ihren Notfallkontakt angerufen. Eine Mitarbeiterin.
Keine Familie?
Sieht nicht so aus. Die Frau hat das mit dem Hamster erklärt.
Ivy hat ihn vermutlich gerettet. Sie findet gern Dingen ein Zuhause.
Sieht aus, als könne sie damit weitermachen.
Ich sehe nur eine kleine Prellung, nichts Ernstes.
Ja, das dachte ich auch.
Ich sage ihr Bescheid.
Ivy, wie fühlen Sie sich?
Besser.
Schön. Gute Neuigkeiten: Die CT zeigt keine ernsten Verletzungen.
Wir werden Sie alle zwei Stunden neurologisch testen,
um sicher zu sein, dass alles okay ist.
Danke.
Ihre Kollegin hat gesagt, dass Sie gerne Tiere retten.
Sie gehören zur Familie.
Ja, das kann ich gut verstehen.
Wir sind alle verwandt. Vom Fisch zum Hamster bis zu uns.
Und wir alle brauchen ein Zuhause.
Allerdings.
Ich wurde gerettet.
Ich war in einer schlimmen Situation, und jemand hat mich aufgenommen.
Ja, das kann ich nachvollziehen.
Es ist gut, dass es Menschen wie Sie gibt.
- Hey, Archer. - Ja.
Wer ist das?
Der neue Notarzt. Er heißt Ripley.
- Ripley? - Ja.
- Kommt mir irgendwie bekannt vor. - Ja?
Was wissen Sie über ihn?
Er ist echt klug. Vollstipendium an der Columbia.
Er hat tolle Empfehlungen.
Dr. Ripley, helfen Sie mir in Raum 4. Krankenblatt ist unterwegs.
Mr. Shorr.
Harris geht es gut.
Meine Frau, Audrey.
Ich bin Dr. Ripley. Und das ist...
Maggie Lockwood, unsere Oberschwester.
Mrs. Ben.
Verzeihung?
Unser Sohn Michael war ein Schüler Ihres Mannes.
Wir haben uns letztes Jahr beim Elternabend getroffen.
Sie beide waren in dem Autounfall?
Wir wollten auszuweichen. Harris verlor die Kontrolle über den Wagen.
Ich weiß nicht, was passiert ist.
Mir wurde schwindlig.
Ich glaube, mein Arm ist gebrochen.
- Röntgen! - Ja!
Vorder- und Seitenansichten des rechten Oberarms und Unterarms.
Ihnen wurde schwindlig?
Das kommt öfter vor.
- Und Sie sind kurzatmig? - Ein bisschen.
Jetzt!
Nicht dislozierte Fraktur des distalen Radius.
Sie haben einen gebrochenen Flügel.
Soll ich die Orthopädie rufen?
Ja, bitte. Ihr Blutdruck ist hoch. Wussten Sie das?
Nein.
Sie nehmen sowohl Lithium als auch sowie Quetiapin und Lamotrigin.
Wegen bipolarer Störung.
Er managt das sehr gut.
Das ist gut. Aber ich mache mir Sorgen um Ihre Atmung,
Ihren Blutdruck, die Schwindelgefühle. Ich will Sie untersuchen.
Bitte tun Sie das. Ich sorge mich um ihn.
Mit Ihnen ist alles okay, Audrey? Nichts tut weh?
- Nein. - Okay.
Bitte grüßen Sie Mr. Ben.
Beginnen wir mit Bluttests. Ich komme bald wieder und sage Bescheid.
Danke, Doc.
Mr. Shorr nimmt Stimmungsstabilisatoren.
Schalten wir die Psychiatrie ein? Dr. Charles hat Bereitschaftsdienst.
Noch nicht. Warten wir auf die Laborergebnisse.
Gut.
Wie geht es ihr?
Gefühlsmäßig völlig am Ende. Sie hält es für ihre Schuld.
Physisch weiß ich noch nicht.
Bluterguss auf der Kopfhaut,
deshalb lasse ich eine Computertomographie machen.
- Okay, bitte Bescheid sagen. - Sicher.
Herzkammerflimmern.
Elektroschock vorbereiten, beatmen.
Wird gemacht.
Auf 120 laden.
Wird geladen.
Jetzt!
Kein Puls. 1 mg Epi.
Kommt.
Es muss die Kopfverletzung sein. Sie hat keine anderen Verletzungen.
Nein, das sollte nicht passieren.
Auf 200 laden.
Wird geladen.
Jetzt!
Noch eine Dosis Epi.
Noch mal 200.
Wird geladen.
Jetzt!
Puls ist wieder da.
Ihre Pupillen sind geweitet.
Nein. Nein, nein. Aufgepasst.
Sie ist hirntot, ja?
Wir intubieren sie und lassen sie künstlich beatmen,
bis wir das bestätigen und von Ihrem Kontakt hören.
Habe ich etwas übersehen?
Hätte ich etwas anderes tun können?
Das bezweifle ich.
Ich bin Gynäkologin. Das ist nicht mein Fach.
Wahrscheinlich ein Pseudoaneurysma. das die CT nicht aufnahm.
Oder ich habe es nicht gesehen.
Keiner hat es gesehen. So was passiert. Nicht Ihre Schuld.
Wirklich? Es ist auch nicht Ihr Fachgebiet.
Klar, ich kann Wunder vollbringen, aber das hier?
Ich habe noch nie eine solche Verrenkung von Schädel und Wirbelsäule
bei einem lebenden Patienten gesehen.
Ja, ich glaube,
der übliche Eingriff von hinten geht nicht,
nicht bei den massiven Schnittwunden an Kopf und Hals.
Und ein Hinterhauptsbein nur ein paar Millimeter dick.
Ja. Wie machen wir es also? Durch den Mund?
Ja. Transoral.
Im Ernst?
Der einzige Weg für eine vordere atlanto-okzipitale Schraubenfixierung.
Aber kein guter.
Hat das schon jemand gemacht?
Ein oder zwei Mal bei Kadaverstudien.
Kadaver? Nie an einem lebenden Patienten?
Richtig. Und es waren erwachsene Leichen.
Keine Ahnung, ob es bei einem Kind geht.
Wie stehen die Überlebenschancen?
50 Prozent? Welche Chance hat der Junge?
Fünf Prozent. Höchstens.
Wir müssen seine Chancen verbessern.
Dennis, in der Notaufnahme ist nicht genug Platz. Wir müssen räumen.
Jede Station muss Betten für weitere Patienten finden.
Dann die Privatzimmer doppelt belegen.
Herein.
Miss Goodwin, wir haben einen 10-Jährigen mit atlanto-okzipitaler Ausrenkung.
Das tut mir sehr leid.
Das Problem ist, der Standardeingriff funktioniert nicht.
Wir müssen durch den Mund rein.
Und warum kommen Sie zu mir?
Weil das noch nie an einem Kind vorgenommen wurde.
Bisher nur an erwachsenen Kadavern.
Sie müssen die Verwendung des 2.0 genehmigen.
Der 2.0? Nein. Der ist ein Desaster.
Der halluziniert Daten. Warum nicht der hybride Operationssaal?
Nicht gut genug.
Haben Sie Schutzmaßnahmen beim 2.0 eingeführt?
- Ich denke schon. - Na toll.
Ich habe Simulationen durchgeführt. Mit sehr gutem Ergebnis.
- Aber nicht mit einem Patienten? - Nein, nicht seit...
Seit die Plattform das Krankenhaus finanziell ruiniert hat.
Die Technologie des 2.0 ist fortgeschrittener als alles andere.
Ich glaube daran. Und daran, dass das die einzige Hoffnung des Jungen ist.
Sharon, komm schon. Die Haftbarkeit?
Mögliche Klagen?
Peter.
Wenn es seine einzige Hoffnung ist, welche Wahl haben wir?
Sie haben meine Genehmigung.
Danke.
- Dr. Marcel. - Ja.
Unsere neuen Eigentümer sind Geschäftsleute.
Wenn die OP schiefgeht, geht es um Ihren Kopf.
Verstehe.
Und um deinen ebenfalls.
Was gibt es sonst Neues?
Steve.
Hast du die Nachricht von Sean gekriegt? OP-Vorbereitung für morgen.
Nein.
Geh doch zu ihm. Wir schaffen das hier.
Das mit deinem Patienten tut mir leid. Kommst du klar?
Ob ich aufs Damenklo gehe und mir einen Schuss setze?
- Hör auf. - Tut mir leid.
Ja. Ich komme klar.
Gut. Okay.
Dr. Ripley. Ich bin Dan Charles.
Wir haben uns schon getroffen, oder? Wir kennen uns.
Gutes Gedächtnis. Das war vor 20 Jahren. Ich sah anders aus.
Dr. Ripley, schauen Sie. Mr. Shorrs Laborergebnisse.
Verzeihung.
- Harris, Audrey. - Hey, Doc.
Ihr Blutbild zeigt erhöhte Glukose, LDL, Entzündungsmarker.
Haben Sie überraschend zugenommen?
Schauen Sie sich meinen Bauch an.
Das sind Stoffwechselsymptome,
die mit den Stimmungsstabilisatoren zu tun haben könnten.
Ist es was Ernstes?
Es kann lebensbedrohlich sein.
Mein Gott. Ich wusste, es stimmt was nicht.
Sind die Stimmungsstabilisatoren das Problem?
Ich glaube, Ihr Mann nimmt zu viele Medikamente.
Und die jeweilige Dosis ist unnötig hoch.
Das ist ein Risiko für ihn.
Aber sein Arzt hat sie verschrieben.
Ärzte können falsch liegen, Schatz. Nichts für ungut.
Was machen wir jetzt?
Ich möchte, dass Sie eine Arznei absetzen. Das Quetiapin.
Um zu sehen, ob es mit dem Stoffwechsel besser wird.
Absetzen?
Nur, solange er im Krankenhaus unter Beobachtung ist.
Wenn es Probleme gibt, kann er wieder es wieder nehmen.
Ja, gut. Machen wir das.
PSYCHIATRIEBERICHT
Archer, ich nehme gerade ein kleines Mädchen von dem Unfall auf.
Vielleicht kannst du mir helfen.
Gut, Hannah.
Ich weiß, du hast eine Patientin verloren, aber ich vertraue darauf...
Ich frage, weil sie eine neue Niere hat.
Hallo, Kayla. Ich bin Dr. Archer.
Ich bin ihr Vater, Tom.
Du hast also eine neue Niere, was?
Seit etwa drei Monaten.
Wir warten noch auf die Laborergebnisse.
Kayla hat keine sichtlichen Verletzungen und die Röntgenaufnahmen waren gut.
Ich sag doch, mir geht es gut, Dad.
Sie wollte nicht kommen, aber ich mache mir Sorgen um sie.
Natürlich. Der Blutdruck ist etwas schwach.
Und sie ist tachykard.
Ich fühle mich gut. Wirklich.
Ich berühre jetzt deinen Bauch, ja?
Tut das weh?
- Nein. - Nein?
Und hier?
Hier?
Das tut ein bisschen weh.
Ja. Fing das heute an? Nach dem Unfall?
Vielleicht.
Hast du einen Sicherheitsgurt getragen?
Dad lässt mich sonst nicht mitfahren.
Worauf wollen Sie hinaus?
Als Ihr Wagen plötzlich anhielt, ist es möglich,
dass der Sicherheitsgurt sich über ihrem Bauch straffte.
Und könnte ihre Niere verletzt haben?
Möglich, aber wir greifen wir nicht vor.
Wir schicken Kayla zur Computertomografie.
Schon okay. Es geht alles gut.
Ihre Niere blutet, oder?
Sie könnte sie verlieren.
Daniel. Wir sind überfüllt. Ich suche nach Betten.
Kann jemand vorzeitig aus der Psychiatrie entlassen werden?
Aus der... Ja.
- Ja? - Ja.
Was ist los?
Ich habe einen Patienten getroffen.
Genauer gesagt, jemanden, der vor 20 Jahren mein Patient war,
als Jugendlicher.
Und?
Er war gewalttätig. Schlug einen Teen krankenhausreif.
Er hat aber sein Leben echt umgekrempelt.
Super College, super Job. Eigentlich eine tolle Geschichte.
- Also ist es gut? - Es ist gut. Es ist wirklich gut.
Jetzt kannst du mir helfen.
- Besorg mir ein paar Betten. - Ich schau mal.
Danke.
Danke, Dr. Cameron. Ich weiß es zu schätzen.
- Hey. - Dr. Cameron meint, ich sei bereit.
Blutbild, Bildgebung, alles perfekt. Glückwunsch.
Ja.
Glückwunsch. Du weißt, das muss nicht sein, ja?
Was soll das heißen? Ich will das doch machen.
Es tut mir nur leid, dass wir es nicht früher gemacht haben.
Mir tut sehr vieles leid.
Dir tut was leid? Was tut dir leid?
Ich bin doch derjenige, dem etwas leidtun muss.
Dad, ich bitte dich. Hör auf.
Erinnerst du dich an unsere Nachbarn? Die Barns?
Ja?
Sie hatten eine Tochter. Sarah.
Ein paar Jahre jünger als ich. Sie hat mal ihre Katze verloren.
Und sie weinte und war völlig außer sich.
Ich ging die Katze suchen.
Und seltsamerweise fand ich sie unter unserer Terrasse.
Ich brachte sie zu ihr zurück
und sie war so was von glücklich.
Das war der beste Tag meines Lebens.
Der beste Tag meines Lebens, bis heute.
Ich hielt dein Urteilsvermögen schon oft für suspekt. Aber das?
Das ist deine bisher schwachsinnigste Idee.
Der 2.0 ist Brices beste Chance.
Seine Chance, auf dem OP-Tisch zu sterben?
Was willst du machen, Sam?
Soll ich einen anderen Neurochirurgen suchen?
Nein. Ich bin der Einzige, der dich vor dir selbst retten kann.
Aber wie in Gottes Namen willst du überprüfen,
was die KI uns sagt?
Ich werde nicht allein sein.
Ich arbeite mit dem besten Neurochirurgen des Planeten zusammen.
Kayla, das ist Dr. Cameron, Chef der Nierentransplantation.
Hallo. Dr. Archer hat Kaylas CT und Laborergebnisse mit mir geteilt.
Kayla, deine Laborwerte zeigen, dass schon vor dem Unfall
deine Niere geschwächelt hat.
Und der CAT-Scan hat eine aktive Rötung gezeigt,
was bedeutet, dass die Niere blutet.
Jetzt funktioniert sie gar nicht mehr.
Oh Gott.
Sie hat versagt?
Ja.
Also zurück zur Dialyse.
Ich fürchte schon.
Ja, aber zuerst musst du zur Interventionsradiologie.
Um die Niere zu embolisieren. Um die Blutung zu stoppen.
- Okay. - Gut.
Das muss sofort sein. Ich leite es in die Wege.
Danke.
Dr. Cameron wird sich um dich kümmern. Er ist der Beste.
Und das weiß ich, weil er auch mein Arzt ist.
Sie haben eine Nierenerkrankung?
Ja.
Das tut mir echt leid.
Danke.
Es kommt also bald jemand,
der dich in die Radiologie bringt.
Mark, ist es möglich, dass Seans Niere für Kayla infrage kommt?
Wie bitte?
Könnte Sean seine Niere Kayla spenden?
Sean spendet dir seine Niere.
Wieso fragst du so was?
Nein, keine Übereinstimmung.
Dean, kann ich mit dir reden?
Ja.
Was? Du wolltest arrangieren, dass Sean Kayla seine Niere gibt?
Das geht dich nichts an, Hannah.
Geht mich nichts an? Das ist ganz schön kalt. Sogar von dir.
Du hattest einen miesen Tag. Das ist nicht mein Problem.
Nein. Hey. Die ganze Zeit dachte ich, du sorgst dich,
weil Sean seine Niere spendet, aber darum geht es nicht.
Nein?
Was dich wirklich stört, ist, dass er sie dir spendet.
Ja, vielleicht, weil ein 13-jähriges Mädchen
eine Niere braucht.
Und du nicht? Schau dich an.
Hör zu. Es ist mein Sohn.
Und er will mir ein Stück von sich opfern.
Ja, allerdings!
Hör zu, ich...
Ich verdiene das nicht. Klar?
Ich war ein furchtbarer Vater. Verstehst du das?
Ich verstehe das.
Verstehst du das?
Ich verstehe das. Du fühlst dich unwürdig.
Ja.
Ich bin süchtig, okay? Ich... Nein, ich weiß...
Ich weiß, wie es ist, sich unwürdig zu fühlen.
Sean auch. Und er kennt auch die Einsamkeit
und weiß, wie es ist, von allen abgeschnitten zu sein.
Und glaub mir, mit Drogen lässt sich diese Leere gut füllen.
Hannah, ich bitte dich.
Nein, jetzt hörst du mir zu. Dein Sohn will keine Drogen mehr.
Er will eine Beziehung. Und zwar zu seinem Vater.
Seinen Vater, den er liebt.
Du fühlst dich unwürdig,
aber wenn du Sean das wegnimmst, zerstörst du ihn.
Ich muss hier raus.
Ich will hier nicht bleiben. Ich will hier raus.
- Was ist los? - Ich weiß nicht.
- Tut mir leid, es wird Zeit. - Harris, schon okay.
- Nein, ich gehe. - Schön ruhig.
Sie müssen mich rauslassen, okay?
- Harris? - Lassen Sie mich raus!
- Wache! - Ich will hier raus!
1 mg Versed, 5 mg Haldol.
Nein! Die bringen mich um!
Die bringen mich um! Ich will raus hier!
Schon gut.
Nein!
Wieso hast du mich hergebracht?
- Nein, Harris. - Wieso hast du das getan?
Das passt. Na also.
Alles gut. Danke.
Kann ich mir das Krankenblatt ansehen?
Dr. Ripley, können wir uns kurz unterhalten?
Sie haben sein Quetiapin abgesetzt.
Ich bin nur neugierig, warum.
Er ist eine Zeitbombe. Haben Sie sein Krankenblatt gelesen?
Dyspnoe, hoher Blutdruck, Blutzucker, niedriger HDL-Wert, Fettleibigkeit.
Ich muss wissen, ob es von den Medikamenten ist.
Und Sie kamen nicht darauf, einen Psychiater zu konsultieren?
Ich bin den ganzen Tag da.
Er ist nicht Ihr Patient.
Sieht schon nach einem Psychiatriepatienten aus.
Heute ist er ein Notaufnahmepatient mit Stoffwechselsyndrom.
Der ausflippt, weil Sie seine Arznei abgesetzt haben.
Um Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern. Er ist übermedikamentiert.
Das können Sie nicht wissen.
Quetiapin, Lithium, Lamotrigin?
Alle Neurotransmitter-Modulatoren. Überschneiden sich, sind redundant.
Sie sind nicht redundant.
Die beiden Stimmungsstabilisatoren ergänzen sich.
- Und Quetiapin, eine andere Arznei... - Ja, Ihre Sorte gibt gern Medikamente.
Man kann es nicht einfach absetzen.
Ehrlich, Dr. Ripley,
ich finde Ihr Vorgehen etwas leichtsinnig.
Leichtsinnig?
Leichtsinnig.
Kommen Sie, Dr. Charles, sagen Sie es doch.
Impulskontrollstörung. Haben Sie es nicht so genannt?
Sie haben die Medikamente also wegen mir abgesetzt?
Ich habe bei Mr. Shorr nur ein Medikament abgesetzt.
Das seine Stoffwechselsymptome verursacht.
Und es geschah in einer kontrollierten Umgebung.
Ich bin Arzt in diesem Krankenhaus.
Behandeln Sie mich nicht wie den Jungen, den Sie vor 20 Jahren kannten.
Dissektion des Weichteilgewebes zur Vorbereitung
des anterioren C1-Rings für die transartikulären Schrauben.
2.0, wo liegt der ideale Einstiegspunkt?
Unteres Drittel der Mittellinie der seitlichen C1-Masse,
knapp über der C1-2-Gelenkkapsel.
Das haben die Leichenstudien und unsere Simulationen nahegelegt.
Bohrer.
Wir beginnen mit der linken Seite und bohren seitlich,
nach hinten und nach oben.
Der CO2-Gehalt des Kindes sinkt.
2.0, überprüfen.
Aufgrund der Ausgangswerte und der Vitalparameter
besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit einer venösen Luftembolie.
Ist das wirklich der Fall?
Könnte Bronchospasmus, schlechte Gewebedurchblutung oder gar nichts sein.
Ja, 2.0, venöse Luftembolie prüfen.
Geprüft. Es besteht eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 75 %,
dass es zum Todesfall oder katastrophalen Folgen kommt. Sofort behandeln.
Vielleicht halluziniert das verdammte Ding wieder.
Ja, der Blutdruck ist etwas niedrig. 85 zu 49.
Wir müssen die OP abschließen, damit der Junge vom Tisch kann.
Nein, warte. Kopf senken, präkordialen Doppler anlegen,
transösophageales Echokardiogramm vorbereiten.
Crockett.
Eine Luftembolie könnte ihn umbringen. Wir müssen wissen, was es ist.
Das Geräusch vom Doppler, das sind Luftblasen.
Als du in den Knochen gebohrt hast,
wurde Luft ins Gefäßsystem gesaugt. Gelangte direkt zum Herzen.
Blutdruck fällt weiter. 65 zu 33.
Herzfrequenz sinkt. 36.
Da sind sie. Jede Menge Luftblasen.
Ja, sie embolisieren in die Lungenarterie,
verursachen eine Herzbelastung.
Der 2.0 hatte recht.
Marty, gib dem Jungen CO2. Und Atemmaske anlegen.
Kommt.
Ich habe Probleme mit der Beatmung und Sauerstoffzufuhr.
80 % gesättigt.
Bestätigt. Kritisch signifikante Hypoxie und schlechte systemische Durchblutung.
Wir müssen die Luft aus seinem Herzen absaugen.
Gib mir den Swan-Ganz-Katheter.
ST-Segmentveränderungen im EKG.
Eine Minute bis zum kompletten Herzkollaps.
Wir dringen durch die bestehende Cordis
und direkt in die Pulmonalarterie ein.
Vitalparameter stürzen ab. Systolisch knapp über 40.
Notfallwagen holen.
Ich bin im rechten Ventrikel. Ballon auf.
Ballon ist auf. Los.
Okay. Ich bewege mich vor.
Jederzeit, Crockett.
Fast.
Okay, ich bin in der Pulmonalarterie. Spritze.
Kommt.
Keine Luft.
Kaum eine Arterienspur. Er wird bradykardisch.
Herzstillstand steht bevor.
1 mg Atropin. Jetzt!
Ich bewege mich weiter. Ballon runter.
Komm schon.
Wir haben Luft!
Blutdruck, Herzfrequenz.
Lungenluftembolie erfolgreich behandelt.
Audrey.
Danke.
Gern geschehen.
Der arme Harris.
Er bemüht sich so um seine psychische Gesundheit.
Es ist eine schwierige Krankheit.
Ich wünschte, mehr Menschen sähen das so. Nicht als eine Art Versagen.
Ihr Mann ist einer der wenigen, die das verstehen.
Er war immer so gut zu unserem Sohn.
Einmal kam Harris ins Krankenhaus
und Michael hatte solche Angst,
aber Mr. Ben hat ihm wirklich geholfen.
Er zeigte ihm, dass Menschen verschieden krank werden können.
Und dass sich sein Daddy erholen wird.
Wird er auch, Audrey.
Das wird er auch.
Das war nett, was sie über Ben gesagt hat.
Ja. Aber um ehrlich zu sein, Doris, will ich nichts über Ben hören.
Hey, Doris, was wird mit dem Hamster?
Keiner will ihn. Ich habe im Tierheim angerufen.
Dean, ich habe den OP-Plan für morgen gesehen.
Du machst die Transplantation.
Ja.
Dr. Charles. Judiths CT zeigte ein akutes subdurales Hämatom.
Sie nimmt Blutverdünner, es könnte also schlimmer werden.
- Sie muss operiert werden. - Ja.
Sie verweigert die Behandlung. Sie sagt, sie wolle sterben.
Sie hat Selbstmordgedanken.
Könnten wir sie einweisen?
Das ginge, aber ich will erst mit ihr reden.
Ja.
Judith, ich bin Dr. Charles.
Wir haben uns heute schon getroffen, vielleicht erinnern Sie sich.
Mir wurde gesagt, Sie wollen Ihr Hämatom nicht behandeln lassen.
Sie müssen aber verstehen,
dass Sie sterben könnten, wenn es nicht behandelt wird.
Ich verdiene es nicht, zu leben.
Darf ich etwas fragen?
Wenn jemand, der Ihnen nahesteht,
in derselben Situation wäre, was würden Sie der Person sagen?
Dass sie es nicht verdient, zu leben?
Ich denke nicht.
Das würden Sie nicht, oder? Sie würden vermutlich sagen:
"Es war nicht deine Schuld."
Aber es war meine Schuld.
Ich bremste und der Wagen fing an, sich zu drehen und...
Ich fuhr in die Planke rein und löste eine Massenkarambolage aus.
Ohne mich wäre das nicht passiert.
Sie fuhren auf Glatteis. Es war ein Unfall.
Sie haben niemandem absichtlich etwas getan.
Einer der schwersten Momente im Leben ist, wenn man merkt,
wie wenig Kontrolle man über das hat, was einem passiert.
Aber wir könnten kontrollieren, wie wir reagieren.
Und ich bin mir sicher, mit der Zeit haben Sie mehr Klarheit.
Und vielleicht schaffen Sie es sogar,
das Schwierigste zu tun, was Menschen lernen können,
nämlich, Ihnen selbst zu vergeben.
Aber wenn wir Ihnen nicht helfen können, wird daraus nichts.
Dürfen wir Ihnen also helfen?
Okay, Brice. Drück mir die Hand.
Gut.
Kannst du mit den Zehen wackeln?
Okay, jetzt streck die Zunge raus.
Sogar der Hypoglossus funktioniert gut.
Ich glaube, Ihr Sohn wird sich erholen.
Danke.
Ja.
Danke.
Wir lassen Sie mit Ihrem Jungen allein.
Alles wird wieder gut, ja?
Schon gehört? Ivy war Organspenderin.
Ach ja?
Dr. Archer hat sie testen lassen.
Sie ist kompatibel mit dem Mädchen, das eine Niere braucht.
Archer?
Nein, das wusste ich nicht.
Ich dachte, dann fühlen Sie sich besser.
Mags, hol dir deinen Mantel, ich geh mit dir zum Auto.
Nein. Janine kommt ein paar Stunden später
und ich springe für sie ein.
Nein, du arbeitest nonstop. Lass es jemand anderes machen.
Es macht mir nichts aus.
Nein. Du musst heim zu Ben.
Er fragt sich sicher, wo seine Frau ist.
Ben kommt klar.
Ich hätte gerne einen Ben, der auf mich wartet.
Hör auf!
Hör auf.
Alle reden über meinen wunderbaren Ben.
Mein wunderbarer Mann will die Scheidung.
Nein.
Mitch.
Wenn es um Mr. Shorr geht, er ist wieder bei Verstand,
nimmt wieder die volle Palette an Medikamenten.
Die Stoffwechselprobleme müssen wir noch angehen. Bald.
Natürlich.
Aber ich bin gekommen, um Ihnen zu sagen,
wie beeindruckt ich davon bin, was Sie aus sich gemacht haben.
Sie haben wirklich Großartiges geleistet.
Besser als erwartet?
Sie hatten viel zu bewältigen.
Ja. Was steht oben auf der Liste? Jugendgefängnis?
Meine psychiatrische Behandlung?
Haldol, Zyprexa, der ganze Süßwarenladen.
Ich erinnere mich. Sie waren gewalttätig.
Und Sie waren aggressiv.
Es waren viele Kinder dort.
Wir mussten sie beschützen.
Chemische Fesseln.
Sie haben funktioniert.
Konnte mich nicht bewegen, nicht schlafen, nicht pinkeln.
Spaßige Zeiten.
Wir wissen jetzt mehr über diese Arzneien als damals.
Wir können sie viel besser dosieren.
Sie waren wahrscheinlich übermedikamentiert.
Und dann sind Sie abgedampft.
Abgedampft?
Sie sind weg. Sie gingen.
Ich denke, das lag wohl daran, dass ich...
Meine Rotation war vermutlich...
Untertitel von: Nanette Gobel
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