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Friends-Eine Liebesgeschichte
Ich habe dich erst morgen erwaflet.
Meine G�te, bist du gewachsen!
Dies ist meine Cousine, Michelle.
Du sagtest doch, sie k�me erst morgen.
Nun ist sie eben jetzt schon da.
Auch recht. Stelle mich vor.
Dies ist Pierre.
Ich zeige dir dein Zimmer.
Ich f�rchte, es ist etwas klein.
Das macht mir nichts.
Was h�ltst du von Pierre?
Er wirkt nett.
Erlebt hier, wei�t du?
Seid ihr verheiratet?
Mehr oder weniger.
Ich mochte deinen Vater sehr.
Du bist m�de. Ich hole dir was zu essen,
dann musst du schlafen gehen.
- Ihr Vater ist zur�ck. - Danke.
Nein, das war ganz und gar nicht abgemacht.
Mir ist egal, ob Ihr Anwalt dabei war,
mein Buchhalter wei�, was wir abgemacht haben.
Paul, du siehst, ich bin besch�ftigt. Das war nicht abgesprochen.
Paul.
Gut, Paul, erz�hl mal,
was hast du getan, w�hrend ich weg war?
Nicht viel.
Sieht so aus.
Ich bin sehr entt�uscht von dir, Paul.
Ein Bericht vom Sprachinstitut,
betreffend den 12-t�gigen Ferienkurs. Paul Harrison.
Anwesenheitstage: einer. Abwesenheitstage:
11.
H�tte ich deine Absichten gekannt,
h�tte ich das Geld gewinnbringender anlegen k�nnen.
Ich kann dir wohl nichts vorwerfen.
Wenn ich fort bin, ermutigt dich keiner, deinen Hausaufgaben nachzukommen.
So ist es doch, oder? Ja.
Paul, was w�rdest du sagen, wenn ich wieder heiraten w�rde?
W�re doch nicht schlecht, oder? Nun, es ist tats�chlich so.
Und das wird dir gefallen: Die Dame, die ich heiraten werde, hat einen Sohn.
Er ist etwas j�nger als du.
Genau der Kamerad, den du immer wolltest.
Ihr werdet euch ein Zimmer teilen. Ihr werdet zur selben Schule gehen.
Er wird ein Bruder f�r dich sein, Paul. Na, was h�ltst du davon?
In ein oder zwei Tagen kommen sie zum Abendessen.
Hallo? Ah, New York, gut.
Dann k�nnt ihr anfangen, euch kennenzulernen.
Norman? Mir geht's gut, danke. Wie war Ihr Golfspiel?
Gut.
Ich hoffe, in ein paar Wochen kommen zu k�nnen, dann spielen wir.
Passen Sie auf, Norman, dieses Jackson-Gesch�ft macht mir Sorgen.
Es scheint da viele Bedingungen zu geben, die nicht abgemacht waren.
Ja. Sind Sie sicher? Ja.
Mach mir Kaffee.
Ich habe Kopfweh. Du hast mich abgef�llt.
Dich abgef�llt! H�rt her! Beeil dich, ich bin schon zu sp�t.
Ich auch. Mach dir deinen Kaffee selbst!
Warum bleibe ich nur hier?
Musst du nicht. Ich lasse mich nicht mehr herumkommandieren.
Verschwinde. Und bleib fort
Ich gehe. Und zur H�lle mit dir.
Ich habe die Nase voll.
Es ist vorbei mit uns.
Allerdings.
Es gibt andere, die mich wollen.
So dumm ist doch niemand!
R�um auf.
Sind die Affen nicht lustig?
Nicht sehr.
Bist du Engl�nder?
Ich spreche Englisch.
Bist du auf Urlaub hier?
Nein, ich lebe hier. Wohnst du in Paris?
- Seit gestern. - Dann bist du auf Urlaub.
Nein.
Mein Vater starb. Ich musste hierherkommen.
Jetzt wohne ich bei meiner Cousine. In Montmaflre.
Sonst hatte ich niemanden.
Kennst du viele Leute in Paris?
Ich kenne Hunderte von Leuten und ich hasse sie alle.
- Wie hei�t du? - Michelle Latour.
Paul Harrison. Kann ich dich irgendwohin fahren?
- Fahren? - Ja, wie kommt man sonst herum?
Das ist mein Auto. Kann ich dich wirklich nirgendwohin fahren?
Nein, danke. Also, Wiedersehen.
Wir treffen uns morgen wieder hier!
Das Bad ist ein Saustall. Wie immer.
Ich muss mich doch waschen.
Dann putz gef�lligst danach.
Hast du mein Feuerzeug irgendwo gesehen?
Du bist ein h�bsches M�dchen.
Du hast doch keine Angst vor mir, oder?
- Erz�hl mir von deinem Vater. - Ich will nicht von ihm reden.
- Warum nicht? - Ach, er ist so ein alberner Bl�dmann.
- Was ist das, ein "alberner Bl�dmann"? - Einfach eine Nervens�ge.
- Eine Nervens�ge? - Un Idiot. Setzen wir uns hin.
"Alberner Bl�dmann."
- War das richtig? - Gut genug.
Ich will gut Englisch sprechen lernen. Bringst du mir noch mehr bei?
- Ich muss bald weg zur Schule. - K�nnte ich doch auch weg zur Schule.
Bist du verr�ckt?
- Mir gef�llt es dort nicht. - Zuhause?
Wem gef�llt es dofl schon?
- Was hei�t "Zuhause"? - Ta maison. C'est chez toi.
Ich habe kein Zuhause.
Zigarette?
Nein, danke.
Ich verga�, du bist ja erst 14.
Vierzehneinhalb. Du bist kaum �lter.
Ein Jahr.
Aber ich f�hle mich alt genug, um dein Vater zu sein.
Alberner Bl�dmann.
- Merde! Sie kommen heute Abend. - Qu'est ce que tu dis?
Ich bekomme eine neue Familie, die kommen heute Abend.
Und ich bin schon zu sp�t. Au revoir.
Du bist zu sp�t. Komm rein.
Mein unordentlicher Sohn Paul.
- Mrs. Gardner. - Wie geht es dir?
Ich habe mich schon so darauf gefreut, dich kennenzulernen, lieber Paul.
Und das ist Gerald.
Ihr zwei werdet bestimmt ganz dicke Freunde.
- Geh und zieh dich sofort um, Paul. - Geh mit ihm, Gerald.
Je schneller ihr euch kennenlernt, desto besser.
Er braucht die Hand einer Mutter, das sieht man.
Ich hoffe, du kommst mit uns beiden zurecht, Jane.
Es war nicht leicht f�r mich, Jane.
Er war ja erst f�nf, als seine Mutter ging, wei�t du?
Armer Robert
Mach dir nichts draus. Gerald wird einen guten Einfluss auf ihn haben.
Jetzt haben wir also zwei schicke junge Herren.
Bestimmt habt ihr drauflos gequasselt wie alte Freunde.
- Hier entlang, Jungs. - Du sitzt hier, Paul, Schatz.
Gerald, dort dr�ben.
Ah, danke, Schatz. Danke.
Toll, dass du ein Klavier besitzt, Robert
Nach dem Essen wird Gerald etwas f�r uns spielen, nicht wahr, Schatz?
Dieses sch�ne kleine St�ck.
Sonate in C-MOII, Mozart, KV 457.
Spring rein.
Du bist noch nicht erwachsen. Paul, was ist, wenn die Polizei dich anh�lt?
Die m�ssen mich erst mal kriegen.
Wo hast du sie her?
- Wen? - Die Autos.
Ich klaue sie.
Halt an, Paul! Fahren wir zur�ck. Du bekommst �rger.
Ich habe immer �rger. Ich �berlege, ob ich das nicht beruflich machen soll.
Es ist falsch, Paul. Was wir machen ist falsch.
Wenn es einem gef�llt, ist nichts falsch.
Was ist passied? Warum bist du so?
Wegen meines verdammten Vaters und meiner verdammten neuen Mutter.
Und dem verdammten Gerald mit seinem verdammten Mozart
Armer Gerald.
Paul!
Los, raus.
- Oh, Gott! - Was ist los?
Das war das Auto meines Vaters.
Das ist furchtbar. Was wirst du jetzt tun?
Ich wei� es nicht. Ich suche wohl lieber mal ein Telefon.
Er wird mich umbringen.
Ich werde die n�chsten 20 Jahre f�r diesen Wagen zahlen.
Wir werden nie ein Telefon finden. Es ist hoffnungslos.
Willst du nicht mit deinem Vater reden?
W�rdest du? Was ist denn mit deiner Cousine?
Macht sie sich keine Sorgen?
W�rde sie nicht mal, wenn ich die ganze Nacht fodbliebe.
Sollen wir? Die ganze Nacht wegbleiben?
Was ist denn? Hast du Angst?
- Ich verga�, du bist erst 14. - Vierzehneinhalb.
In dem Fall sollten wir uns etwas zum Ubernachten suchen.
Wir bleiben hier, das ist am besten.
- Ich bin immer noch nass. - Dann zieh dein Kleid aus.
Es sieht dich doch keiner.
Alles in Ordnung?
Wirst du deinem Vater von mir erz�hlen?
Wohl kaum. Ich werde sagen, dass ich entf�hrt wurde.
- Entf�hrt? - Gestohlen.
Von einem Mann mit einer bl�ulichen Narbe an der Wange.
- Glaubt dein Vater das? - Vielleicht.
Dann muss er wirklich ein sehr alberner Bl�dmann sein.
Ja. Nun, morgen muss ich mir eben was anderes ausdenken.
- Dann gute Nacht. - Gute Nacht.
Es ist nicht ungew�hnlich. 14 Kinder verschwanden letzte Woche
allein in Paris.
Mein Sohn ist nicht irgendein Kind, Herr Inspektor.
Ist das wahr, Robert? 14 Kinder verschwanden letzte Woche in Paris?
Der Mann ist ein Idiot.
- Und inkompetent, wenn das stimmt. - Bleib ruhig, Schatz.
Sie werden Paul finden, bestimmt.
Ansonsten stelle ich jemanden daf�r ein.
Haben sie ihn schon?
Noch nicht, Schatz. �b weiter. Braver Junge.
Armer Gerald, er vermisst Paul schon jetzt.
Wo kann er sein?
Warum sollte er weglaufen? Ich gab ihm immer alles, was er wollte.
Er ist ein h�chst undankbarer Junge.
Hoffentlich bereut er inzwischen, was er tat.
- Gib mir was zu essen! - Sag: "Bitte."
- Bitte. - Nein.
Bitte!
Ich habe gewonnen.
Es gibt Schinken. Ich hoffe, das magst du.
Im Laden gab es ein Telefon.
Warum hast du nicht angerufen?
Warum hast du nicht angerufen?
Michelle, machen wir einfach einen Tag frei, nur einen Tag.
Ich rufe meinen Vater heute Abend an. Was sagst du dazu?
Wenn du das f�r richtig h�ltst.
Wenn er wieder heiratet, nehme ich mir einen Tag frei.
"Ich h�tte heute meine Arbeit machen sollen,
"Aber ein brauner Vogel sang im Apfelbaum..."
Das kenne ich auch.
"Und ein Schmetterling flatterte �ber die Wiese."
"Und alle Bl�tter riefen mich."
"Und die Butterblumen nickten mit ihren l�chelnden K�pfen
"und gr��ten die Bienen, die sie besuchten.
"Und ich fragte die Eidechse nach der Zeit,
"die sich an der moosbewachsenen Wand sonnte.
"Und der Wind seufzte �ber das Land
"und warf die Grashalme hin und her.
"Und ein Regenbogen streckte seine leuchtende Hand aus,
"was sollte ich da tun, wenn nicht lachen und gehen?"
"Meine Mutter starb, als ich geboren wurde.
"Ich und mein Vater lebten alleine.
"Wir hatten ein Ferienhaus, in das wir manchmal fuhren. Dann starb auch er.
"Jetzt bin ich allein."
Das ist auch ein Gedicht.
Ich dichtete es selbst, aber es ist wahr.
Jetzt bist du dran.
Meine Mutter lief weg und mein Vater hat viel Geld.
Das war's.
Arme Michelle.
Armer Paul. Reicher Paul.
Armer kleiner reicher Junge.
- Morgen Fr�h rufe ich auf jeden Fall an. - In Ordnung.
Oh, was f�r ein Tag!
Fr�her hatten wir nur solche Tage.
- Warst du gl�cklich mit deinem Vater? - Sehr gl�cklich. Immer.
- Wir hatten ein Haus in Arles. - Arles?
- Das ist ganz im S�den, oder? - Ja.
Mein Vater war K�nstler. Im Sommer fuhren wir in die Camargue,
- dort malte er. - T�te mein Vater nur was N�tzliches.
Wir hatten eine H�tte, ein kleines Haus, von dem nur er und ich...
Das nur ich kenne.
Camargue.
Das ist weit weg.
Es liegt in einer anderen Welt.
Warum w�schst du dich nicht?
Warum sollte ich? Ich bin ein neuer Mensch.
Ich bin heute Morgen ganz neu, in einer neuen Welt.
Du kannst dich trotzdem waschen.
Und dann musst du anrufen. Du f�hrst heute zur�ck.
Du etwa nicht?
Michelle?
Die wollen mich doch nicht.
- Wo gehst du denn dann hin? - Zu dem Haus, von dem ich sprach.
In der Camargue? Don kannst du nicht leben.
Doch, kann ich. Keiner k�mmert sich um mich.
Sie werden mich niemals finden.
Warum komme ich nicht mit?
Nur f�r ein oder zwei Tage.
Dich hat doch niemand gefragt.
Du musst dich erst waschen.
- So w�scht man sich! - Komm zur�ck!
- Damit h�tten wir noch 20 Franc. - Ist doch gut.
Wir h�tten noch mehr, h�ttest du deine Cousine nicht angerufen.
War sie sehr w�tend?
Sie hat Pierre. Sie will mich nicht.
Sind doch alle gleich. Hauptsache, man geht ihnen nicht auf die Nerven.
Schau, Paul! Arles!
Ein bisschen klein.
Michelle!
Ich habe es nicht so gemeint. Das Haus ist toll.
Michelle.
Es besitzt alle Annehmlichkeiten.
Lebensmittel?
Ich sagte doch, fr�her lebten wir hier manchmal f�r l�ngere Zeit.
Und als du nach Paris kamst, wurde das einfach dichtgemacht?
- Ich kam allein und r�umte alles weg. - Kann ich was helfen?
Du kannst etwas Holz hacken.
Wei�t du, wie das geht?
Oh, verdammt!
Komm schon.
Geh mal zur Seite, ich zeige dir, wie es geht.
Du?
So.
Warum r�umen wir alles um? Ich kann nicht mehr.
Mein Vater hat hier gewohnt. Ich will, dass alles anders aussieht.
Ist das f�r dich oder mich? Oder f�r uns beide?
- War nicht so gemeint. - Dann h�ttest du es nicht sagen sollen.
Ich stehe sowieso nicht auf dich.
- Hat er je welche verkauft? - Nat�rlich.
- An die Touristen in Arles. - Touristen kaufen alles.
War nur ein Witz.
Wie willst du denn hier leben?
Ich kann arbeiten.
Du hast keine Chance. In einem Monat bist du verhungert
Vielleicht, wenn ich bei dir bliebe.
- Vielleicht w�re das nicht richtig. - Das k�nnten wir selbst entscheiden.
Wenn wir mit einem Schiff auf einer einsamen Insel gestrandet w�ren.
Da w�re immer ein Erwachsener, der uns sagen w�rde, was wir tun sollen.
Du hast keine Fantasie, das ist dein Problem.
- Und du hast zu viel. - Ist das so?
Rate mal, was ich mir gerade vorstelle!
H�r auf, Paul! Lass mich los!
H�r auf! Paul!
Gute Nacht, Michelle.
- Tr�um von mir. - Hoffentlich nicht.
- Gibt es hier wirklich ein Telefon? - Nat�rlich.
Was soll ich denn sagen? Soll ich ihm von dir erz�hlen?
Er ist dein Vater, erz�hl ihm, was du willst. Ich gehe zur�ck.
Paul.
Paul, was ist passiert?
Ich sagte ihm, dass ich nie wieder zur�ckkomme.
Nie wieder.
Oh, Paul! Ich habe so gehofft... Was hat er gesagt?
- Dass er mich finden wird. - Wird er nie!
Wir werden hier leben wie Bruder und Schwester und... War er sehr b�se?
Er wird dar�ber hinwegkommen. He, schau mal da rein.
- Wunderbar! - Wir hatten keins mehr.
Michelle,
das ist f�r dich.
Michelle, w�rst du auch alleine hiergeblieben?
Leg es mir an.
Und?
Ich w�re hier nicht ohne dich geblieben.
- Ich habe gewonnen. - Und jetzt deine Belohnung.
- Magst du Lakritze haben? - Bitte.
Dann hol sie dir.
Du musst dir einen Job suchen, wei�t du?
- Wir haben kaum noch Geld. - Das sollte kein Problem sein.
Was kannst du denn?
- Nichts. Ich bin gebildet. - Dann m�ssen wir dich ent-bilden.
Zum Beispiel kannst du nicht so herumlaufen.
Die Sachen waren teuer.
Eben. Nette Leute haben kein Geld.
Hier.
- Soll ich? - Er w�rde wollen, dass du es nimmst.
Mit deinem Hemd und meiner Bildung verhungern wir.
Es hie�, morgen k�nnte ich Programme verkaufen.
- Bekommst du daf�r mehr Geld? - Nein, aber die Arbeit ist wichtiger.
- Wie lange bleiben sie noch? - Leider nur bis Samstag.
- Wow! Es ist hei�. - Es soll ja hei� sein.
Du kannst jetzt rein.
Steig rein.
W�rdest du mir die Seife holen?
- Das kann ich selbst. - Nein, kannst du nicht.
- He, langsam. - Du musst doch sauber sein.
Du schrubbst mich wund!
Ich finde sie schon.
Den Rest kann ich selbst.
W�rdest du mir bitte ein Handtuch holen?
Baby.
Danach bist du dran.
Was?
Ich kann auch gut schrubben, wei�t du?
- Reicht es? - Ja, danke.
Na gut, jetzt kannst du rein.
Los, steig rein.
Bitte leg noch etwas Holz in den Ofen.
Alberner Bl�dmann.
- Ist es sch�n hei�? - Ja, danke.
Gut! Jetzt bin ich dran.
Paul!
Halt, Paul!
- Du tust mir weh. - Das tut dir gut.
Nein! H�r auf, bitte! Bitte!
Na gut.
- Ist das besser? - Ja.
Es reicht.
Ich mochte die Arbeit in der Stierkampfarena.
- Und die Bezahlung war gut. - Du findest bald eine andere Arbeit.
Ich fange morgen an zu suchen.
Komm, deck mich zu.
Du bist vielleicht ein Baby!
Willst du mich nicht zudecken und mir einen Gutenachtkuss geben?
Und ein Kuss.
Bleib hier.
- Nein, h�r auf, Paul. - Warum nicht?
Weil du mich festgehalten hast.
Wenn du willst, darfst du mich festhalten.
So l�uft das ganz und gar nicht.
Fr�her bedeutete die Sonne Urlaub.
Morgen findest du eine Arbeit.
Wir halten noch eine Weile durch.
Ich habe Hunger.
Ich habe auch Hunger.
Michelle! Michelle!
Ich kann genauso gut ins Bett gehen und von Essen tr�umen.
Bald wird alles besser.
Ich kann �berhaupt nichts!
Das ist das Problem.
Geh schon, vielleicht tr�umst du auch von Essen.
Paul, darf ich zu dir ins Bett?
Bitte, Paul.
Warum?
Weil du Hunger hast.
Ja, ich habe Hunger.
Ich liebe dich.
Dann...
Weiter, weiter.
Ich kann nicht.
Es ist schon vorbei.
Tut mir leid.
- Du kannst nichts daf�r. - Ich sagte es dir doch.
Ich kann �berhaupt nichts.
Ich wei� nicht mal, wie man...
Paul.
Ich will nicht dar�ber reden.
Ich gehe jetzt.
Vielleicht nimmt mich jemand mit nach Arles.
Es ist weit zu laufen.
Wenn ich Arbeit finde, nehme ich den Bus.
Es gibt noch die Reisfelder.
Die sind nicht so weit weg.
Nein. Sind sie nicht.
Ich sollte es zuerst dort versuchen.
Ja, gut.
Paul.
- Viel Gl�ck. - Danke.
Bis sp�ter.
Bis sp�ter.
Michelle...
Bis sp�ter.
Was machen wir hier?
- Was machen wir? - Wir leben hier.
Warum?
Warum, Michelle?
Warum muss ich so arbeiten? Warum m�ssen wir Hunger leiden?
- Sag mir blo�, warum? - Du musstest nicht hierherkommen.
- Du kannst gehen, wenn du willst. - Ich will aber nicht.
Ich habe dir das doch eingebrockt.
Du hast mir gar nichts eingebrockt.
Dies ist mein Zuhause. Ich habe sonst nichts.
Du schon.
Wenn wir zur�ck nach Paris gingen und ich meinem Vater erkl�rte...
Dass du nicht ohne ihn leben konntest?
Ich wollte dich bitten, mit mir zur�ckzukommen.
Mach dir keine Umst�nde.
Ich dachte, du seist Mann genug, um...
Um was?
Um was zu tun, Michelle? Du bringst nie was zu Ende!
Du auch nicht.
Wenn du das denkst, dann gehe ich. Ich gehe nach Hause.
Ich hasse meinen Vater, aber nicht so sehr wie dich.
Geh doch, geh doch. Ich hasse dich!
Ich hasse dich!
Paul!
Paul! Paul!
Michelle!
Michelle!
Paul!
Paul!
Michelle!
Paul!
Michelle!
Paul!
Ich liebe dich.
F�r immer. Ewig.
Michelle.
Michelle, letzte Nacht...
Was ist, wenn du herausfindest, dass du schwanger bist?
Ich wei�, dass ich ein Baby bekommen werde.
- Was? - Nat�rlich.
Aber das kannst du doch nicht wissen.
Ich meine, es passiert doch nicht immer. Nicht jedes Mal.
Aber diesmal ist es passiert
- Und woher wei�t du das? - Ich wei� es eben.
- Es macht dir doch nichts aus, oder? - Ich wei� es nicht.
Und dir?
Es ist das Allersch�nste, was mir jemals passiert ist.
- Wirklich? - Nat�rlich.
Du und ich und ein Baby.
Was k�nnte besser sein als das?
Kannst du dir irgendwas Besseres vorstellen?
Nein, kann ich nicht.
Du hast recht!
Es ist wunderbar.
Es ist unseres!
Ich wollte immer ein echtes Baby haben.
Ein echtes Baby.
Hast du sie bekommen?
Guter Junge.
Es war nicht leicht, diese Gurken zu kriegen.
Herrlich.
Heute Morgen war mir so schlecht.
Bist du dir wirklich ganz sicher?
Ziemlich. Ich bin jetzt zwei Monate �berf�llig.
Oh, wunderbar, wunderbar!
- Ich bin so gl�cklich. - Das solltest du auch sein.
Du wirst Vater.
Das ist das einzige Problem. Ich hasse V�ter.
Paul, es ist schon sp�t.
Ich habe mir �berlegt: Wir brauchen ein Krankenhaus, wo man dich nicht kennt.
- Krankenhaus? - F�r die Geburt
Ich gehe nicht ins Krankenhaus.
- Du kannst es doch nicht hier kriegen. - Warum nicht?
Der Arzt w�rde uns auf die Schliche kommen.
Paul, man braucht keinen Arzt, um ein Kind zu bekommen.
- Was? - Manchmal hilft eine Hebamme.
Aber wenn nicht, dann bekommt man es einfach.
Du kannst doch nicht einfach so ein Kind kriegen, ohne Hilfe.
Oder, geht das?
Ich glaube schon.
Immerhin wirst du hier sein.
- Also kannst du mir helfen. - Ich?
Warum nicht?
Aber ich wei� gar nichts �bers Kinderkriegen.
Dann musst du wohl was dr�ber lernen, oder?
Michelle, es k�nnte etwas schief gehen.
- Nichts wird schief gehen. - Es k�nnte aber passieren.
Du sagtest, deine Mutter starb bei deiner Geburt
Das war was anderes. Sie war schon ziemlich alt. Sie war 28.
Und das geht dann auch nicht mehr.
Ich wollte doch gar nicht.
Also, ich suche nach einem Kochbuch.
- Pardon? - Nach einem Kochbuch.
Verstehen Sie, was ich meine?
Ich will ein Buch �bers Kochen.
Oh, je.
- Soll ich es ihr sagen? - Oh. K�nntest du das?
Kochb�cher sind dort dr�ben.
Danke. Wie klug du bist.
Ein Baby wird geboren
Und, was hast du dir ausgesucht?
Eine sch�ne Abenteuergeschichte?
Oh, tats�chlich?
In deinem Alter?
Wenn es Sie interessiert, es ist f�r meine Schwester.
Na, in diesem Fall... Wie alt ist deine Schwester?
Sieben.
Von diesem Geb�ude ist heute nur noch der Eingang �brig.
Es dauerte 18 Monate, den Torbogen zu konstruieren.
"Mit sieben Monaten ist das Baby durch die Nabelschnur
- "fest mit der Plazenta verbunden." - Womit?
"Zu dieser Zeit dreht sich das Baby, bis es mit dem Kopf
- "nach unten im Becken liegt." - Klingt wie Geografie.
In Geografie war ich noch nie gut.
"Zuerst kommen die Er�ffnungswehen, die den Muttermund weiten."
- "Weiten?" - Das hei�t: "�ffnen."
Hervorragender Kuchen. Da nehme ich mir doch noch ein St�ck.
"In der n�chsten Phase erfolgen die Wehen zun�chst
"in Intervallen von f�nf oder sechs Minuten.
"Die Wehen dauern durchschnittlich etwa 30 Sekunden
"und kommen dann immer schneller und regelm��iger.
"Die letzte Wehe, die das Baby in den Gebuflskanal dr�ckt,
"dauefl normalerweise acht Sekunden."
- Lies weiter. - Das war's.
Es kommt blau heraus, wird aber bald rosa und schreit.
Es hat keine Schmerzen, es bedeutet nur, dass es zu atmen begann.
Die Schnur wird an den Enden verknotet und in der Mitte durchgeschnitten.
Und dann hast du ein Baby.
Paul, ist das nicht wunderbar?
Paul, gef�llt es dir, ein Baby mit mir zu kriegen?
Ich will alles mit dir erleben, immer.
Alles, immer.
- Ich w�nschte nur... - Was w�nschst du dir?
Dass wir heiraten k�nnten.
W�rde es ihn st�ren, wenn er w�sste, dass er auch uns verm�hlt?
Es reicht doch, dass wir es wissen.
Und nun hat Michelle endlich einen guten Mann gefunden.
Sie ist nicht mehr die J�ngste,
aber ein paar gute Jahre hat sie schon noch vor sich.
Ich m�chte auf Michelle und Paul ansto�en. Die Braut und den Br�utigam.
Auf die Braut, den Br�utigam und das Baby.
M�gen sie immer gl�cklich leben.
- F�r immer und ewig. - Amen.
- Paul, Fr�hst�ck. - Ich komme.
Was machst du denn da, Kind? Du hast dich letzte Woche rasiert
Der Bad ist wieder gewachsen.
- Und nenn mich doch nicht "Kind". - Na gut, Papa.
- Heute Abend wird es sp�t werden. - Du hast es gut, du gehst einkaufen.
- Du w�rdest gerne mitkommen, was? - Das geht nicht.
Ich will auf keinen Fall so gesehen werden.
Warum? Du bist wundersch�n.
Bin ich das?
Wei�t du, Weihnachten steht vor der T�r.
- Und die Gans wird fett. - Schwein!
- Was hast du denn? - Er hat mich getreten.
Alberner Bl�dmann.
Wiedersehen.
Auftritt: Weihnachtsmann, mit einem Truthahn.
Der ist riesig! Der wird gar nicht in den Ofen passen.
- Was ist das? - Ich begann mit einem Schneemann.
- Das ist ein Schneebaby. - Es ist wundersch�n.
- Schade, dass er es nicht sehen kann. - Wer?
Das Baby nat�rlich. Wer denn sonst?
Michelle, wenn doch etwas schief geht und ich einen Arzt holen muss...
Das darfst du nicht.
Manchmal muss es sein.
Wenn irgendetwas wirklich schief l�uft und dein Leben in Gefahr ist.
Wir reden �ber dein Leben.
Wir h�tten sterben k�nnen, als der Wagen im Wasser landete.
Wir h�tten jederzeit getrennt werden k�nnen.
Als du weggingst und deinen Vater anriefst, wei�t du noch?
- Ich dachte, du k�mst nicht wieder. - Michelle, ich rief gar nicht an.
- Ich sagte es zwar, aber... - Paul. Warum nicht?
Er h�tte mich dazu gebracht, zu ihm zur�ckzugehen. Ich wollte aber bleiben.
Es war alles so wunderbar.
Aber nur, weil wir zusammen waren.
Versprich mir, Paul, dass du nichts tun wirst, um das zu �ndern.
Ich w�rde ohne dich nicht weiterleben wollen.
Versprich es.
Ich verspreche es.
- Was ist los? - Es ist gleich wieder gut.
Wir h�tten nicht bis hierher laufen sollen.
Ich wollte, dass er die Weihnachtslieder h�rt.
- Wie sollen wir ihn nennen? - Entscheide du.
Paul.
Ich will keine zwei Kinder, die beide Paul hei�en.
Michel!
Nein, ich hab's. Es gibt nur einen Namen f�r ihn.
Wir nennen ihn Richard, nach deinem Vater.
- Richard Harrison. - Das ist ein wunderbarer Name.
Komisch, dass ich hier so gl�cklich bin.
Ich muss arbeiten gehen. Ich bin ein Mann, der Verantwortung tr�gt.
Du bist ein Kind, das Verantwortung tr�gt.
F�r dich, von mir, mit all meiner Liebe.
Danke.
Paul, ich habe gar kein Geschenk f�r dich.
Doch, hast du.
F�r mich, von dir.
Was das wohl ist?
- Mach es auf. - Nein! F�r dich, mit all meiner Liebe.
Paul, das ist herrlich!
Es war nicht teuer.
Es ist mir lieber als der gr��te Diamant der Welt.
Komm her und lass dich k�ssen.
Mach deines auf. Was habe ich dir geschenkt?
Ich glaube, ich werde entt�uscht sein.
Oh! Aber du hast ja gar kein Geschenk f�r dich!
Ich bekomme das beste Geschenk der Welt, es ist nur noch nicht da.
Schau, das ist f�r ihn.
Das wird er erst haben wollen, wenn er ein so gro�es Baby ist wie du.
Du hast eine Uhr in dir.
- Eine was? - Eine Uhr.
- H�r doch. - Das kann ich nicht. H�r du.
- Es ist eine Zeitbombe. - Paul...
Wirklich. Es macht: "tick, tick, tick..."
- Er wird sich heraussprengen. - Sei nicht albern. H�r nochmal hin.
Es ist sein Herz. Sein schlagendes Herz.
Erlebt. Ein komplett neuer Mensch.
Es schl�gt so schnell.
Sein Herz? Das Herz meines kleinen Sohnes?
Er ist nicht sehr schlau. Er sagt immer nur: "tick, tick, tick."
Ich habe das Gef�hl, dass der Winter ewig w�hrt
Jetzt kann es nicht mehr lange dauern.
Au�er, ich bin irgendwie anders.
Heute werden wir nichts fangen.
Paul. Komm.
Michelle, kommt das Baby? Wade auf mich.
- Tut mir leid. - Was tut dir leid?
Fehlalarm.
Das ist schon in Ordnung. Steht alles im Buch.
- Paul? - Ja?
Ich will etwas tun.
- Nicht schon wieder! - Nein, was anderes. Ich will aufr�umen.
Was soll das denn? Das kann ich danach machen.
- Kommt es? - Er bewegt sich.
- Hast du alles? - Ja!
Ich glaube, das Waden ist fast vorbei.
Michelle.
Michelle, sag mir, was ich machen soll.
Mir ist so hei�.
War es schlimm?
Wie Zahnschmerzen im Bauch.
Tja, dieses Mal ist es echt.
- Alles in Ordnung? - Alles in Ordnung.
H�ltst du es aus?
Ja, ich halte es aus. Und du?
Ja.
- Hast du einen Krampf in den Beinen? - Einen kleinen.
Keine Sorge, das ist normal. Es steht im Buch.
Michelle.
Michelle!
Hilf mir! Hilf mir! Ich kann das nicht.
Ich hole Hilfe. Ich werde Hilfe holen.
Bitte, hilf mir.
Er kommt!
Paul, wo bist du?
Schwein!
- Wo willst du hin? - Nirgendwohin.
- Alles in Ordnung? - Nat�rlich.
Du stehst am falschen Ende.
Komm schon, Baby.
Komm schon, du alberner Bl�dmann.
Du machst es mir verdammt schwer.
Ich kann ihn sehen!
Ich sehe seinen Kopf!
Er kommt.
Er kommt.
Ich habe ihn! Er ist drau�en!
Er ist riesig.
Paul, ist es ein Junge?
- Das wei� ich nicht. - Dann sieh doch nach.
Er ist ein M�dchen.
Ich wollte immer ein M�dchen.
- Ich auch. - Dann mach weiter, was im Buch steht.
- Warum schreit sie? - Ich wei� nicht. Sie liegt einfach nur da.
Bitte, zeig sie mir.
- Ist sie sch�n? - Das wei� ich nicht.
Ist sie sch�n?
Sie ist wundersch�n.
Sie ist so wundersch�n.
Wei�t du, was du tun musst?
Ich glaube, wir tun das Richtige.
Ich glaube, wir tun, was wir tun sollten.
Es w�re falsch, wenn wir es nicht t�ten.
Geh weiter.
Beeil dich.
Ich taufe dich auf den Namen Sylvie Marie Helene.
Michelle Pauline.
Michelle Pauline.
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
- Sylvie Marie Helene. - Michelle Pauline.
Du vergisst immer die letzten zwei. Das sind wir.
Auf die Zukunft.
Was ist die Zukunft, Paul?
Sie ist hier.
- Wir sind es. - Immer?
Bis wir alt genug sind, um richtig zu heiraten.
Es war richtig!
Bis wir so alt sind, dass niemand mehr sagt, wir seien zu jung.
- Kannst du so lange warten? - Ja. Und du?
Ich werde sparen.
Und in ein paar Jahren besitze ich meinen eigenen Weinberg.
Dann bin ich den ganzen Tag lang betrunken.
Idiot! Was ist dann mit mir?
Du wirst Dutzende von Kindern haben, um die du dich k�mmern kannst.
K�ss mich.
Es wird sp�t. Zeit f�r Sylvies Abendessen.
Polizei.
Kann ich Ihnen helfen?
Kennen Sie diesen Jungen?
Ja, das ist Paul Dupont. Er arbeitet hier.
Sie finden ihn hier am Morgen.
Du bist dran. Geh schon, sie ist einsam.
Sie hat Hunger. Sie kommt nach dir.
Komm schon. Da.
Paul?
Wei�t du noch, als wir herkamen?
- Sei still! - Vor einem ganzen Jahr.
Wei�t du noch?
Wenn du das nochmal sagst, will ich mich an gar nichts mehr erinnern.
Erinnerst du dich denn? Ich kann nicht anders.
Ich will mich so sehr an alles erinnern.
Du bist zu jung.
Du darfst dich an nichts erinnern, bis du alt bist
- und nichts Sch�nes mehr vor dir liegt. - Wie alt?
-30. - Aber das ist schrecklich!
Dann wird Sylvie schon 15 sein.
Glaubst du, sie wird mit einem Jungen abhauen?
Das hoffe ich. Ich will sie nicht f�r immer unterst�tzen m�ssen.
Ich hoffe es auch. Wenn es ein Junge ist wie du.
Du warst ein schrecklicher Junge!
Erinnerst du dich an den Zoo?
Tut mir leid.
- Ich schicke dich gleich ins Bett. - Ja, bitte!
Dann mache ich es nicht.
Wei�t du noch, das erste Mal, als wir...
Das erste Mal, als wir was?
- Das sollte ich dir gar nicht sagen. - Ich wei� es noch.
Du warst nicht besonders gut.
Ich wollte sagen: Das erste Mal, als wir angeln waren.
Darin warst du auch nicht besonders gut.
- Jetzt bin ich besser. - Jetzt bist du sehr gut.
Na, dann. Sollen wir? Angeln gehen?
Ja, bitte.
- Wiedersehen, Sylvie. Wiedersehen. - Wiedersehen.
Bis heute Abend.
- Wiedersehen. - Sag Daddy auf Wiedersehen.
Wiedersehen.
Wiedersehen, du alberner Bl�dmann.
Wiedersehen.
German
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