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NETFLIX PRÄSENTIERT
-Ms. Caruso? -Leda. Ja.
Hi. Willkommen.
Danke.
-Wie war die Fahrt? -Ok.
Hinter Korinth gab es sicher Stau.
Haben Sie lange gewartet?
Schon ok.
-Sorry, ich bin spät dran. -Ich nehme das.
-Tut mir leid, es sind viele Bücher drin. -Ja.
Gehört das hier Ihnen?
Nein, ich kümmere mich darum. Seit 30 Jahren.
-Wow. -Und noch andere auf der Insel.
Die großen Villen.
Hier. Ihr Schlüssel.
Kommen Sie erst mal an, ich hole die restlichen.
Danke.
Bitte sehr. Das sind alle.
Ich stelle im Schlafzimmer die Klimaanlage an.
Nein, lieber Frischluft.
Ich kühle es nur ein wenig runter für Sie.
Sie können sie ja später wieder abstellen.
Ihr Frühstück bekommen Sie unten in der Bar.
Oh, Frühstück in einer Bar.
Der Leuchtturm.
-Das ist nicht immer so. -Ok.
Sind Sie…
Sind Sie Autorin?
Oder Lehrerin?
Professorin.
Ok. Ich verstehe.
-Nehmen Sie Trinkgeld? -Nein. Bitte.
Willkommen in Kyopeli.
Danke.
-Melden Sie sich, wenn Sie was brauchen. -Danke.
Verzeihung, benötigen Sie Hilfe?
Sie sitzen in der Sonne. Ich stelle den Stuhl um.
Ich bin in der Sonne.
Wollen Sie unter den Schirm?
Ja.
Ich arbeite im Strandhaus, also…
Nein, ich mache das.
Na also.
-Danke. -Gern geschehen.
Ich stehe zu Ihren Diensten.
Ich bin Will.
Da gibt es Nespresso und Eis und so.
-Toll. Danke, Will. -Ok.
-Will? -Ja?
Welche Sorten Eis?
Hey…
Achtung!
Geht das leiser? Hey!
Leute, hier liegt jemand, verdammt.
-Sorry. -Kriege ich ein Eis?
-Es ist da! -Nicht mein Problem.
Meine Güte!
Es ist dein Scheißproblem, Mann!
-Na gut… -Willst du Eis?
Ich sagte es ihnen. Neulich gab's keins.
-Siehst du das Eis da? -Das Eis. Ok. Super.
Nein, auch das bunte. Hast du das?
-Ja. -Siehst du.
Brauchen Sie etwas? Super.
Du bist nicht mal gegangen. Er…
Warum sind Dinosaurier vor uns ausgestorben?
Trocknen wir uns ab?
Nina.
Nina, zieh ihr was an, es wird kalt.
Den Bademantel.
Zieh ihr was an.
Siehst du? Viel besser.
Meinst du, ich bekomme meine Puppe irgendwann?
Oh mein Gott.
Hey, Arschloch!
Fick dich! Arschloch.
Mama, willst du mehr?
Ja. Ich will mehr.
Neni, mehr?
-Ich glaube, Neni will mehr. -Ja. Ja, bitte.
-Will? -Ja?
Ja?
-Könnte ich ein Glas Wasser haben? -Ja. Sofort.
An einem Stück. Schäle sie wie eine Schlange.
Diese hier ist rund.
Ich glaube, es regnet…
-Bauen wir einen Käfig? -Echt schön, oder?
-Wirklich gut. -Nein?
-Weißt du, was wir tun? -Was?
Wir verpassen ihr Wackelaugen,
dann kommt sie in einen Käfig, den wir dekorieren.
-Bitte sehr. -Danke.
-Geht es Ihnen gut? Ok. -Ja.
-Ich bin für Sie da. -Danke.
Martha, Baby.
Ich wollte dich auch anrufen. Ich komme gerade vom Strand.
Was ist ruiniert?
Wieso gehst du zu Unbekannten?
Nicht ruiniert. Aber vom Färben werden sie sehr trocken.
Ich tue manchmal etwas Olivenöl rein.
Kennt dein Dad jemanden?
Ich bin im Urlaub. Mit Blick auf die schönste…
Ok.
Hab dich auch lieb.
Tschüss.
Ihr zieht an den letzten Schirm um, ok? Danke.
Er holt euch Getränke. Vielen Dank.
Die Dame muss auch umziehen.
-Das ist doch ok, oder? -Nein, ich bleibe hier.
Wir tauschen nur Schirme, damit wir zusammen sind.
Schon kapiert, aber ich bleibe.
Hey, wo liegt das Problem?
Sie tun uns heute den Gefallen, wir Ihnen morgen.
Nein, danke.
Fotze!
Ich bin ehrlich gesagt sprachlos.
Es geht doch nur um ein paar Meter.
-Die verdammte… -Schluss.
Tut mir leid.
Wir setzen dich auf Diät, und du isst nur Kuchen.
-Ein Stück Kuchen? -Danke. Nein.
Das von eben tut mir leid. Ok?
Ich habe Geburtstag.
-Glückwunsch. -Danke.
-Wie alt sind Sie? -Ich bin 42.
Schönes Bäuchlein.
Es ist ein Mädchen. Sie wissen schon.
-Wie lange noch? -Zwei Monate.
Meine Schwägerin war sofort schwanger. Ich brauchte acht Jahre.
Alles hat seine Zeit.
-Schönen Geburtstag. -Woher sind Sie?
Aus Cambridge, bei Boston.
Nein, ich meine Ihre Vorfahren.
-Meine Vorfahren? -Ja.
Aus Leeds. Shipley, um genau zu sein.
-Schick. -Nein, gar nicht.
Ich hätte schwören können, Sie sind aus Queens.
Nicht, weil Sie so reden, aber Sie haben so etwas.
Wir sind von dort,
aber unsere Familie lebt seit 300 Jahren hier.
Keine Kinder?
Doch, zwei Töchter.
Wo sind sie?
Wie alt sind sie?
Bianca ist 25, Martha ist 23.
Nein!
Sie sind jung. Sie haben wohl früh angefangen.
Ich bin 48.
Scheiße. Nein.
Sie sehen toll aus.
Wir hatten auf unter 40 getippt.
Sie Glückspilz.
-Wie heißen Sie? -Leda.
-Neda? -Leda.
Leda. Und weiter?
Caruso.
Caruso aus Queens.
Ich bin Callie.
Callisto.
Das heißt "die Schönste".
Essen Sie nicht mal ein Stückchen?
Wie kann man da widerstehen?
-Gut, oder? -Sehr gut.
Ja.
Mir tut es auch leid wegen vorhin. Ich war angespannt.
Ja, die Sonne hat schon mal diesen Effekt.
Und vielleicht Ihre Mädchen. Dass Sie nicht bei Ihnen sind, oder?
Ja, Sie erleben es ja bald.
Kinder sind eine überwältigende Verantwortung.
Schönen Geburtstag.
-Hi. Hallo. -Lyle. Von oben.
-Ja, natürlich. -Schön, dass Sie hier sind.
-Nicht so übel, oder? -Nein.
-Wir stören Sie nicht? -Nein.
Was trinken Sie?
Schon gut. Ich habe noch genug.
So ein Ort in der Nähe ist schön.
Vor allem, wenn man alleine ist.
-So isst man keine Dosenbohnen. -Oder verdorbenes Obst.
-Manchmal vergesse ich das Essen ganz. -Nicht gut.
Ich sah Sie heute am Strand. Bei Callies Geburtstagsparty.
Ich war kein Gast. Ich sah Sie nicht.
Ich sah Sie.
-Haben Sie sich oben schon eingelebt? -Ja, es ist toll. Danke.
-Ja? Alles ok in der Wohnung? -Ja, alles super. Danke.
Haben Sie die Fernbedienung für den Ventilator gefunden?
Nein, ich ziehe lieber an der Schnur.
-Ventilator. -Schnur.
Die gute alte Schnur, was?
-Die Wohnung ist toll. -Ist eine gute.
Hell und weiß.
-Fast wie auf einem Boot. -Ja.
-Nein, ich mache das. -Nicht nötig.
-Ich bestehe darauf. -Danke.
Melden Sie sich, wenn Sie mich brauchen.
Mache ich. Danke.
Dürfte ich jetzt zu Ende essen?
Klar.
-Ja. -Ok.
Schönes Spiel.
Verzeihung.
Verdammt!
Tu, was du willst. Was ist mit deiner Kleinen?
Willst du wieder zurückkommen? Willst du diesen Arsch?
Was? Du Scheißkerl.
Scheißkerl?
Leck mich! Hey!
Elena?
Elena!
Elena?
Lena.
Elena!
Elena!
Bianca?
Bianca!
Bianca!
Bianca!
Bianca!
Bianca!
Bianca!
Bianca!
Elena!
Da hinten, ok?
Elena!
Elena!
Lena!
Das ist unsere… Unsere Wasserpistole.
Alles gut, sie trägt Ihren Hut. Wir finden sie.
Bianca!
-Bianca! -Bianca, komm zurück!
Bianca!
Bia…
Bianca!
Bianca!
Bianca!
Hey.
Meine Mama ist weg.
Ich suche sie mit dir. Komm.
Elena!
Oh mein Gott!
Gott!
Komm her.
Mama!
Mama!
Ich wollte mich bedanken.
Ja, beängstigend.
Ich dachte, ich sterbe.
Ja.
Zum Glück waren Sie da. Gott sei Dank.
Oft ist so was für Fremde leichter.
Ja, ich war total durcheinander.
Es passieren so viele schlimme Dinge.
Die Leute sind so krank.
Oh mein Gott.
Was ist mit Ihrem Rücken?
-Ein Pinienzapfen vom Strandweg. -Pinienzapfen?
Sieht übel aus. Haben Sie es eingesalbt?
Nein.
Oh nein. Ich habe etwas für Sie.
Das ist gut. Warten Sie.
-Ich mag Ihren Badeanzug. -Danke.
Sie beruhigt sich nicht?
Ja.
Mami!
-Hör auf. -Seltsamer Tag.
Wir fanden sie, und sie verlor
ihre Puppe.
Ich hatte auch so eine Puppe. Sie hieß Mina.
-Nina? -Mina.
Meine Mutter nannte sie Mini-Mama.
Sie finden sie.
-Ja. -Willst du ein Spielzeug?
-Wie ist das? -Gut, danke. Schön kühl.
Ja. Das ist super. Sie werden sich viel besser fühlen.
Bis zum Abend ist alles wieder wunderbar.
-Ja? Gut. -Danke. Ja.
Und wir suchen die Puppe. Ich bin das Geschrei leid.
Bis morgen.
Mama!
-Tschüss. -Tschüss.
Ich habe ein Geschenk für dich.
Augen auf.
Das war Mamas Puppe, als sie klein war.
-Wie heißt sie? -Mina.
Mami?
-Drückst du mich? -Natürlich drücke ich dich.
Ich gebe dir Medizin,
davon kriegst du hübsche Nägel.
Ja.
Sehr unordentlich. Und dir geht es nicht besser.
Ich mache kurz mein Augen zu, Baby. Ok?
Ok.
Erkennst du meine Augenfarbe?
-Braun? -Nein.
Sie sind rot.
-Siehst du es? -Ja.
Ich muss deine Haare bürsten.
Scheiße! Aua!
Bianca, nein!
Aua.
-Wir haben doch ein Date. -Ich kann sie nicht so weinen lassen.
In drei Sekunden musst du wieder hier sein.
Drei, zwei, eins.
Hier. Spiel doch mit Mini-Mama.
Bürste ihre Haare, ja?
-Mama, komm! -Ich komme sofort.
Bianca?
Bianca!
Bianca! Komm schon! Abendessen.
Das ist gut.
Ignorierst du mich?
Ich habe dich zig Mal gerufen.
Bianca?
Worauf sitzt du da? Bianca!
Steh auf.
Steh auf!
Magst du sie nicht?
Du solltest dich doch um Mina kümmern.
Du bist so rücksichtslos.
Das ist meine Puppe. Behandle sie nicht wie Dreck.
Nein. Sie gehört mir.
Tja, nun ist sie ruiniert.
-Oh, hi! -Hi.
-Sie sind trocken geblieben. -War es schlimm?
Ja, es war verrückt.
Alle rannten ins Café, dann war alles überfüllt.
Schirme wirbelten herum, Bücher, Handtücher, ja.
-Alle flippten aus. -Oh Gott.
Ja, und das kleine Mädchen Elena weinte nur noch.
Ja, sie verlor wohl ihre Puppe.
Ich mag Stürme.
Nun ja, Ihre Bücher wurden nicht nass.
-Deine schon? -Ja.
Was studierst du?
-BWL. -Auf Griechisch?
Nein, ich studiere in Dublin,
ich arbeite hier den Sommer über.
Ja, ich bin etwas langsam.
Ich habe viel Zeit vergeudet.
-Ja. -Wie alt bist du?
-Vierundzwanzig. -Zwischen meinen Töchtern.
Sie sind Professorin.
Da sagt man eher: "Klingt nach Spaß."
-Wie bitte? -Mieser Witz.
Sandwichstellung. Ja.
Ich unterrichte, ja. Komparatistik. Italienische Literatur.
-Ok. -Ich schweife ab.
Ok, ja, Komparatistik.
Ja.
-Sie können viele Sprachen. -Keine wirklich gut.
Ich vergeudete auch Zeit.
Essen wir zusammen?
Ich muss duschen und mich umziehen…
Nicht nötig.
-Meine Geldbörse. -Ich lade dich ein. Komm.
Ok.
Das war lustig.
Vassili ist Callies Ehemann.
Ich dachte, er wäre der Mann der Molligeren.
-Bitte. -Was?
Sie ist fett.
Nein, das müsste Callies Tante sein.
-Lyle, der sich kümmert. -Er arbeitet für sie.
-Und Ninas Mann ist… -Toni.
-Toni? -Ja.
Ja, er kommt an Wochenenden.
Er betreibt Geschäfte in Kalamata.
-Klingt zwielichtig. -Ja.
Und dann mieten sie eine der Riesenvillen an der Küste.
Sie ist pink.
-Pink? -Ja.
Sie mieten immer dieselbe.
Wow, das klingt nach einem Film in einer Sprache, die ich kaum verstehe.
Solche Filme guckst du?
-Ja. -Ohne Untertitel?
Ja.
Und deine Kinder sind in meinem Alter?
Ja, 25 und 23. Bianca und Martha.
Sehen sie aus wie du?
Ehrlich gesagt schwer zu sagen. Wahrscheinlich.
Du bist wunderschön.
Kluger Junge.
Meine Mutter war hübsch.
In Marthas Alter dachte ich, sie hätte das nicht weitergegeben.
Mit meiner Geburt löste sie sich,
als würde man ekliges Essen wegschieben.
Bei Bianca und Martha finde ich die verborgenen Ähnlichkeiten interessant.
Weißt du?
Was macht Bianca verführerisch und Martha nicht und so.
Sie werfen es mir vor.
Als ich jung war, hatte ich kleine Brüste.
Gleich nach der Geburt wurden sie groß.
Und Bianca hat große Brüste, und Martha fast nichts, wie ein Junge.
Sie erkennt ihre wahre Schönheit nicht.
Sie trägt einen wattierten BH und erniedrigt sich.
Sie denkt, ich hätte das Beste an Bianca vererbt,
fühlt sich beraubt.
Und ich verstehe es. Und…
Vor langer Zeit dachte ich kurz,
nur halb im Ernst, an Implantate.
Aber sie kommen aus dem Nichts, was sind sie also wert?
Weißt du?
Aber Bianca ist ganz anders,
sie würde sich nie beraubt fühlen.
Sie saugt alle verborgenen Fähigkeiten aus mir raus.
Sie meinte, ich wäre pingelig beim Obstschälen.
Nichts darf abreißen.
Ich mag diesen langen… Wie sagt man?
-Strang… -Strang.
-Ja, total verkrampft. -Ja.
Das war mir nicht mal bewusst.
Ja, klar, ich verstehe.
Mein Problem ist nur, dass der Zeitplan so eng ist.
Baby…
Sonntag. Du bist dran.
Columbia.
Ich arbeite.
Ich ersticke.
-Küsst du ihn bitte? -Ja, setz dich hin.
-Mama, bitte, küsst du es weg? -Setz dich.
Was sollte das?
Ich wollte eine Schlange schälen, wie du es immer tust.
Bitte, küsst du es weg?
Es tut voll weh.
Mama!
Küss ihn.
Bitte.
Bitte.
Man kann euch nicht allein lassen.
Es gibt ein tolles Gedicht von María Guerra.
Haciendo serpentinas?
Nein.
-Hast du Leda und der Schwan gelesen? -Nein.
Ok. Das ist auf Englisch.
-Ok. -Und mit meiner Namensvetterin.
"Die Mitte hält nicht mehr…" Das ist was anderes von Yeats.
Meine Mum litt an Schwindel.
Sie… Immer wenn sie aufstand.
Weil sie es zu schnell tat.
Arme Wesen aus meinem Bauch.
Das, was ich an ihnen besonders liebe, ist mir fremd.
Also bin ich nicht verantwortlich.
-Langweile ich dich? -Nein.
Nina ist wunderschön.
Ja.
Hoffentlich finden sie die Puppe.
Sie rasten alle aus und…
Ich musste den Strand durchkämmen.
Sie finden sie.
Das gestern war großartig.
Als du den Schirm nicht aufgabst.
-Aber tu so was nicht mehr. -Wieso?
Weil das üble Leute sind.
Ich habe Angst, sie werden mir zu viel.
Was ist, wenn ich alleine bin und ohnmächtig werde?
Baby, dir geht es gut.
Versprochen.
Du kannst sie versorgen.
Ich nehme das Kleid, die Schuhe und die Socken.
Und die nicht… Nein.
Die Jacke nehme ich auch. Danke.
Leda.
-Hi. -Hi.
Wie geht's?
Gut.
Haben Sie schon Enkel?
Nein.
Haben Sie meine Salbe benutzt?
Für den Rücken. Ja, viel besser.
-Danke. -Gut.
Hey. Hey, Süße. Hast du deine Puppe gefunden?
-Oh Gott. -Elena, lass das.
-Sorry. -Schon ok.
Sie ist supermüde.
Erzähl der Dame doch mal,
dass wir Neni morgen finden, wenn es nicht regnet, ok, Schatz?
Heute holen wir eine Puppe für ein großes Mädchen.
Denn du bist Mamis großes Mädchen. Ganz genau.
Wer sie nahm, sollte verrecken.
Komm schon. So sind Kinder halt.
Sie mögen was, sie nehmen es.
Arrunos Kinder sind anders.
Ja, weil ihre Mom eine Fotze ist.
Ich sprach mit Toni, die Kinder nahmen nichts.
-Er lügt. -Sag das nicht.
-Es ist wahr. -Sag das nicht.
Sie hat viel durchgemacht, ok?
Sie hatte Fieber, kann nachts kaum atmen.
Sie braucht ein Kleenex. Wir sind sauer.
-Haben Sie ein Kleenex? -Nein, tut mir leid.
Hohes Fieber?
Nur 37,7. Sie ist ok.
Ok, kann Mama dich kurz absetzen?
Komm schon. Elena, Mama will dich absetzen. Komm.
Lass das. Hör auf.
Es reicht. Hör auf. Es reicht! Benimm dich nicht so. Lass mich…
Scheiße!
Sie macht mich irre.
Weil Daddy weg ist?
Daddy ist weg, und du lässt es an mir aus.
Ok. Komm zu Tanti, Baby. Komm zu Tanti.
Na also, meine Große.
-Großes Mädchen. -Geh. Ich muss mal durchatmen.
Manchmal ist es mir zu viel.
-Ich weiß. -Ok?
Ja, wie du willst. Zeig es Mama.
Zeig Mama und der Dame, wie brav du sein kannst, ok?
Na also.
Alles ok.
Sie verlangen uns einiges ab.
-Sie erwarten doch Ihr erstes. -Ja.
Wie waren Ihre Töchter als Kinder?
Waren sie auch so stur wie sie?
Ich erinnere mich kaum.
Nein, die eigenen Kinder vergisst man nicht.
Ihre Erfahrung?
Ich meinte nur, machten Ihre Töchter es Ihnen auch schwer?
Weiß ich nicht mehr.
-Alles ok? -Sie erinnert sich nicht.
Ich war sehr erschöpft.
Entschuldigung.
Kaufen Sie ihr keine neue Puppe. Das ändert rein gar nichts.
Sie finden sie.
Mama, wie schreibt man "Vulkan"?
Mama, wie schreibt man "Vulkan"?
Mama. Schreibt man so "Vulkan"?
-Wie… -Lass das!
Tu das nie wieder, Bianca.
Hör zu. Tu das nie wieder.
Man schlägt Mama nicht.
Das darf man nicht. Verstanden?
-Darf ich… -Raus!
-Nein! -Raus!
-Lass mich! -Gib mir noch 15 Minuten!
Runter.
Ich…
Ich will dich gerade nicht sehen!
Mama!
Oh mein Gott.
-Ich ficke gerne deine feuchte Möse. -Ja.
-Scheiße, du bist gut. -Dein Schwanz zerreißt mich.
Scheiße.
Kein Ständer?
Doch, schon. Irgendwie schon.
Oh, Baby.
Ist ok.
Ich muss… Ich muss aufs Klo.
Danach wirst du kommen.
Nina!
Nina!
Judy Garland war ein Genie.
Wo hat Dr. Williams ihren blöden Kaffee?
-Trinkt sie nur Tee? -Du hattest einen in Great Barrington.
-Leck mich. -Baby, probier die mal.
-Probier die mal, Baby. -Ich will nicht.
-Probier die mal. Los. -Ich will aber nicht.
Mami! Endlich gefunden!
-Oh Gott, ihr seid patschnass! -Wir sahen Spatzen und Rotkehlchen!
Das Haus gehört Daddys Lehrerin. Schuhe ausziehen.
Schuhe ausziehen. Ihr müsst hier ganz vorsichtig sein.
-Ich habe Hunger. -Daddy aß eure Snacks.
Wir wollten Blintze machen, damit die Sonne scheint.
-Du hast alle gegessen? -Machen wir. Versprochen.
Was siehst du da draußen?
Oh mein Gott.
Wanderer.
-Wanderer! -Wanderer. Warte hier.
Auf dem Catamount Trail.
Was sind Wanderer?
Ist das dein Ernst?
-Sie haben kein Essen. -Es ist nicht 1985.
-Was denn? Sie sind klitschnass. -Joe, hol sie nicht rein!
Ihr seid wohl schon länger unterwegs.
Ja, seit April.
-Toll. -Grazie.
-Wie alt bist du? -Zweiundvierzig.
Gott.
Ohne Kinder ist alles anders.
Ich habe Kinder.
Ich habe drei.
Zwölf, neun, sieben.
Sie sind in London bei der Mutter.
Ihr seid also abgehauen?
-Ich schätze schon. -Ja.
Man hat so viele blöde Verpflichtungen. Aus der Kindheit sogar.
-Verpflichtungen? -Ja.
Die Sache mit uns ist das Einzige
seit meiner Geburt, das Sinn ergibt.
Brava!
Dein Italienisch ist toll.
So weiblich.
Leda ist die größte Expertin für moderne italienische Literatur.
Meine Güte, Joe.
Ich habe Übersetzung studiert, ja.
Und Komparatistik.
Woran arbeitest du?
Ich arbeite kaum.
-An einer Yeats-Übersetzung. -Yeats?
-Nein. -Ins Italienische? Das…
Das ist wie Schokolade auf Schokolade.
Was ist das?
-Keine Ahnung. -Das ist Auden.
Schauer des krummen Flügels Über meinem Körper
Lächerlich.
Ich hab's ihnen beigebracht.
Aus The Crisis.
Insiderwitz.
Wie schön.
Gut gemacht.
Wow.
Danke!
Würdest du mir etwas von dir zu lesen geben?
-Etwas von mir? -Ja, deine Arbeit.
Ja, natürlich.
Wie geht es seinen Töchtern?
Geht es ihnen gut?
Keine Töchter.
Es sind Jungs.
-Gib ihr keins. -Warum nicht?
VERMISST EIN KLEINES MÄDCHEN TRAUERT
BELOHNUNG
Oh Gott.
Oh, Kleines.
-Wer ist da? -Lyle.
Ich bin mit meinem Schlüssel rein.
-Ich will nicht stören. -Schon ok.
Ich sah ein Auto und dachte, Sie sind wieder da.
Ja.
Ich will nicht stören,
aber wenn Sie Tintenfisch mögen, der ist ganz frisch.
Oh, Tintenfisch.
Chtapodi.
-Sie sprechen Griechisch. -Ein wenig. Ich lebe schon lange hier.
-Wollen Sie reinkommen? -Gern.
-Zu Abend gegessen? -Nein, nicht mal zu Mittag.
Es ist fast fünf.
Der ist so frisch, man kann ihn roh essen.
Das fände ich eklig. Oder war es ein schmutziger Witz?
Tut mir leid.
-Gebraten? -Ich kann ihn nicht ausnehmen.
Schon erledigt. Dauert nur zwei Minuten.
Ok.
Als ich hierherkam,
konnte man Tintenfisch von den Felsen einsammeln.
Wir hingen sie an Wäscheleinen, wie die alten Frauen es tun.
Prost.
Mein Schwiegervater sagte immer, man konnte früher
von Martha's Vineyard nach Nantucket über Walrücken laufen.
Verheiratet?
Zuletzt in den 80ern.
Zitronen?
Ihre Kinder liebten wohl die Tintenfische.
So wächst man gerne auf.
Sie wuchsen bei ihrer Mom in Philly auf.
Mein Ältester ist älter als Sie.
Wohl kaum. Ich bin alt.
Wie bitte, alt? Sie sind doch maximal vierzig.
42?
43?
44?
45?
46?
47?
48, Lyle.
Zwei Töchter.
Erwachsen. 25 und 23. Martha wuchs in Sorge um mich auf.
Armes Ding. Sie prüfte, ob ich aß, nachts nicht starb.
Bianca ist wie ihr Vater. Sie wollte mich immer umformen.
Als täte ihre Boshaftigkeit mir gut.
Mein Ältester ist 50.
Eigentlich 51.
Also gewinne ich.
Dreifacher Großvater.
Ihre kleinen Körper sind so weich.
-Leben Ihre Kinder auf der Insel? -Nein.
Leonard Cohen kam von Hydra hierher.
Wir schrieben zusammen Songs. Davon hörten sie gern.
Keine richtigen Songs. Nur so. Das gefiel ihnen.
Kennen Sie Seeigel-Gehäuse?
Nein? Seeigel, wissen Sie…
Wunderschön lila.
Ich tat Watte rein und schickte sie ihnen zu Geburtstagen.
Ich suche welche für Ihre Kinder.
Ein echter Familienmensch.
Ja.
Ja, ich habe ihnen allen das Schwimmen beigebracht.
Bis auf den Kleinsten.
Tut mir leid. Das… Ich bin fies.
Nein. Drauf geschissen.
Ich bin auch fies.
Dann passt es ja.
Klingt reizend. Worauf stoße ich an?
Es bedeutet "fies".
"Grausam".
Muss einsam gewesen sein.
Es war eine Dauerparty.
-Ist Ihnen schlecht? -Alles gut.
Legen Sie sich kurz hin.
Das geht vorüber.
Nicht nötig, Lyle. Mir geht's gut.
-Kaffee? -Nein, danke. Bleiben Sie bitte so.
Na also. Ihre Farbe ist zurück.
Sie waren kreidebleich.
Ja.
Ich gehe eine rauchen.
Da ist Wasser drin.
Pinke Villa.
Ich muss telefonieren.
Lass mich rangehen. Nein.
Hallo.
Hallo?
Mama!
-Mama, Professor Cole ist am Telefon. -Was?
Professor Cole ist am Telefon.
-Am Telefon… -Professor Cole…
Ich kann mir so kurzfristig kein Ticket leisten.
Oh, meine Güte. Das ist…
Soll ich ein Referat halten oder…
Nein, schon gut.
Danke für diese Chance.
Das ist ok.
Ok.
Ok, danke.
Sehen wir Daddy?
Hier sind meine und Joes Nummern,
Biancas Schule und Marthas Kita.
Und der Kinderarzt…
Martha ist erkältet.
Nichts Ernstes, sie kriegt morgens einen Teelöffel Holunderbeeren.
Und danach eine hiervon. Wenn sie brav war.
Den Luftbefeuchter neben ihrem Bett steckst du zur Nacht ein.
Und sie liebt Cheetah.
Wenn sie nachts weint, gib ihr einfach Cheetah.
Ja, die Nummer von Joes Mum,
und ich rufe jeden Abend an, also… Danke!
Und da ist noch die Nummer meiner Mum, aber nur als letzte Lösung.
Für Mittwoch, Donnerstag, Freitag, alles ist beschriftet…
Ich habe noch Bohnen eingelegt, aber kam nicht zum… Kochst du?
Das Rezept ist hier. Sie sollten nicht verfallen.
Hi…
Ich hätte gerne Wein.
Nein, nur ein Glas.
Danke. Oder haben Sie auch Champagner?
Ja. Nein, das ist ok…
Wie teuer ist eine Flasche? Ich feiere.
-Hi. -Hi, Leda.
Das ist mein Vortrag.
Ich weiß nicht, ob er überzeugend ist.
Camus postuliert,
die ontologische Leere des Universums
stehe in Konflikt mit dem unabdingbaren menschlichen Verlangen
nach metaphysischer Bedeutung.
Daher irritiert es, dass Esslins Theater des Absurden…
Bourdieu…
Bourdies Fehler war es, seinen Vornamen oft zu vergessen.
Pardon, Walter. Walter ist sensibel. Wo ist er?
Das ist schrecklich.
Aber worauf ich hinauswill…
Ich verspreche, ich komme zurück auf Auden.
…ist, dass es nicht nur unaussprechlich ist,
sondern undenkbar.
Ricœurs Gedankenansatz der sprachlichen Gastfreundschaft
reizt mich ungemein, und…
Aber sein Name, Ricœur…
Ich sollte die zweite Silbe betonen,
denn er kommt von Herzen.
Der Apfel…
Ein Objekt…
Ich lese den überaus erstaunlichen Text über Audens The Crisis von Leda Caruso,
und in meinen Augen antizipiert sie darin
Ricœurs Ansatz der sprachlichen Gastfreundschaft.
Für sie…
…erlangt man Gastfreundschaft durch Aufmerksamkeit,
selbst in Krisen.
Simone Weil sagt ja:
"Aufmerksamkeit ist die seltenste und reinste Form der Güte."
Plötzlich sagte er meinen Namen. Und es war…
Es war verrückt.
Er… Nein, er sprach über den Auden-Artikel.
Er meinte…
Er meinte, ich hätte Ricœurs Arbeit zum Thema Übersetzung antizipiert und…
Ich hätte Ricœurs Arbeit zum Thema Übersetzung antizipiert,
und das war einfach nur…
…krass.
Und Coles Augen waren so…
Er drehte sich ganz langsam. Er ging fast an die Decke.
Leda Caruso ist in Audens private Mythologie eingedrungen.
Gott sei Dank, denn wann immer man Zweifel unterdrückt,
entsteht Tyrannei.
Sie hat Windpocken?
Verrückt, sie war nur leicht erkältet. Hat sie Fieber?
Das ist kein Fieber. Nein.
Ich habe nicht mal seine neuesten Arbeiten gelesen.
Es kam alles von mir.
Ja. Hol sie ans Telefon.
Hi, Süße.
Hi. Juckt es?
Ich weiß. Das ist nicht schön.
Hat Daddy dir eine DVD gegeben?
Ja, aber vergiss nicht, es wird etwas gruselig, wenn…
Kannst du kurz warten, Schatz?
Ja. Ich komme.
-Ich will nicht stören. -Nein. Schon gut.
Ich wollte dir zu deinem heutigen Erfolg gratulieren.
Danke.
Du musst jetzt den Yeats-Artikel beenden.
-Eine andere Publikation ist wichtig. -Ja. Klar.
Ich erkläre Hardy, wie wir arbeiten.
Das Abendessen ist in 20 Minuten im Speisesaal.
-Ich habe dir einen Platz organisiert. -Meine Güte. Danke.
Hallo. Ich glaube, das ist mein Auto.
-Sie glauben es? -Ja. Es ist ein Mietwagen.
Verzeihung.
-Lyle meinte, Sie mieten die Wohnung. -Ach ja?
Lehrer haben den ganzen Sommer frei. Schön.
Das sind Arbeitsferien.
Bei mir auch.
Danke für Ihre Hilfe neulich mit Elena.
Und Nina. Sie ist oft konfus.
Na klar. Entschuldigung.
-Nicht mein Auto. -Nein.
Tschüss.
Tschüss.
Sie sind auch hier?
-Freut mich, Sie kennenzulernen. -Gleichfalls.
Ihre Arbeit ist mitreißend.
Danke.
Mitreißend.
Danke.
Er ist ein seriöser Wissenschaftler.
Aber ich schaue mir das gebannt an.
-Was denn? -Nun ja…
Ich bin auf seine Taktik gespannt, wenn er die Jagd heute Abend fortsetzt.
Verzeihung.
Wo ist der Kellner?
Noch etwas Champagner.
Nicht weinen. Nein!
Ich fand die Witze über ihre Namen herrlich.
-Das macht dich menschlicher. -Menschlicher?
-Im Gegensatz zu was? -Zu göttlich.
Dein Name. Leda. Sehr provokant.
Du denkst an Yeats.
Hochsinnig. Man denkt sofort an Vergewaltigung.
Meine Güte.
Du kannst es sicher auswendig.
Auf Italienisch.
Taumelndes Mädchen.
Ich will mit dir schlafen.
Aber du bist wohl verheiratet, also…
Du musst anfangen.
Hi! Hallo!
Hallo, kleine Kuschelmonster.
Ihr habt mir gefehlt.
-Ich euch auch? -Ja.
-Ja? -Ja.
Die würde ich knallen.
Nein, viel zu alt, yo.
Sie könnte mir einen blasen, wenn ich sie nicht sehen müsste.
Entschuldigung, wir wollen den Film sehen.
Ok.
Hey! Reißt euch zusammen, sonst rufen wir den Platzanweiser.
Sie ruft den Platzanweiser, yo.
Ja, Bitch. Ruf den Platzanweiser! Ruf den Schwanzlutscher!
Hallo?
Hallo?
Ist jemand da?
Ja. Hi.
In Saal zwei sind ein paar Jungs sehr störend.
-Störend? -Sie werfen mit Popcorn, grölen.
Beschimpfen Leute. Störend.
Wollen Sie Ihr Geld zurück?
Nein. Sie sollen was tun.
Ok. Tut mir sehr leid. Ich kläre das.
Eine Minute, ok?
-Danke. -Ok.
Fick dich!
Nein!
Ich hacke euch eure kleinen Schwänze ab und füttere euch damit!
Das geht so nicht. Ich rufe die Polizei!
Dann ruf die Polizei, Bitch. Los.
Blue Lives Matter!
Schluss jetzt!
Leck mich!
Mama, hast du einen Snack?
Hast du Snacks dabei?
Mist.
Wir besorgen welche. Spiel da drüben was.
Mama, der Luftballon-Mann ist da.
Ich will einen Wal.
Er kann Wale machen.
Verdammt brillant. Du bist brillant.
Mama.
Ich will nicht in deinen Mund kommen.
Ich will warten, bis du in mir drin bist.
Vielleicht ist es gut so, dass du nicht kriegst, was du willst.
Bitte, Mama. Bitte.
Oh, Scheiße. Ja.
Ja, Baby. Ich bringe dir Süßes aus London mit.
Was?
Ich kann nicht…
Bia… Ich kann nicht…
Bianca, dreh das Telefon um. Ich höre Martha nicht.
Ok, Babys. Ich freue mich auf euch. Hab euch lieb.
Nein, du legst auf. So ist es besser.
Ok. Hab dich lieb. Tschüss.
Ich dich auch.
Ok.
Ich hasse Telefonate mit meinen Kids.
Was?
Ich hasse Telefonate mit den Kindern.
-Sie hassen das auch. -Hör auf.
Es ist so.
Sag das nicht.
Ok.
Hallo?
Hallo?
Scheiße.
Hallo?
Ja, am Apparat.
Ist alles ok?
Ja, ich bin beim letzten Stand bei den Booten. Der mit Vintage-Schmuck.
Ich warte hier.
Ich folge Ihnen seit zehn Minuten.
-Ja, meinten Sie. Ist alles ok? -Was? Ja?
Ihre Nummer war gestern auf meinem Handy.
-Haben Sie angerufen? -Ja. Hab ich.
Hallo.
Hey, Kleine. Geht es dir besser?
Sie braucht ihre Medizin.
-Deine Puppe? -Sie vergisst es nicht.
Sie will ihre Puppe. Scheiße.
-Er fällt immer runter. -Hey.
Darf ich?
Meine Oma benutzte Hutnadeln. So bleibt er drauf.
Ok. Hut.
Ok?
So, dass er gut sitzt.
Seit die Puppe weg ist, raubt sie mir den Verstand.
Etwas stimmt nicht. Sie schläft nicht.
Gar nicht. Nur, wenn ich bei ihr liege.
Und bewege ich mich…
Ich bin sehr müde. Total erschöpft.
Ich weiß.
Sie sahen mich mit Will.
Denken Sie nicht schlecht von mir.
Das tue ich von keinem.
Ja.
Ja, das wusste ich. Als ich Sie sah, dachte ich…
"Ich will wie diese Frau sein."
Was Sie sahen, war bedeutungslos.
Oder?
Nein.
Das wird nichts Ernstes. Ich…
Aber ich bin glücklich.
Mit Elena, mit allem.
Ich bin…
Ich traf meinen Mann jung.
Und er ist verrückt nach mir.
Und nach ihr.
Er sagt, meine Brüste passen perfekt in seine Hände.
Und wenn er von Will wüsste?
Er würde mich abmurksen.
Lassen wir das Thema.
Ich habe nur fünf Minuten, so lange Callie einkauft.
-Wir sollen nicht reden? -Ich darf rein gar nichts tun.
Wen juckt's?
Darf ich was fragen?
Klar.
Was war im Spielzeugladen?
Sie sprachen über Ihre Töchter,
dann geschah etwas.
Erinnern Sie sich?
Ja.
Ich ging.
Als die Älteste sieben und die Jüngste fünf war.
Ich verließ sie, sah sie drei Jahre nicht.
Sie sahen Ihre Kinder drei Jahre nicht?
Nein.
Wer war für sie da?
Ihr Vater und meine Mum, dann kam ich zurück.
Wie war es ohne sie?
Es war fabelhaft.
Als hätte ich etwas unterdrückt und wäre dann explodiert.
Klingt nicht so fabelhaft.
Ok.
-Da sind Callie und Ihr Mann. -Mein Mann?
Was tut er denn hier?
Er sollte erst morgen kommen.
Scheiße. Ich muss los.
Hi, Leute.
-Hey. -Hi.
Was ist denn? Sagt hallo zu Mami.
Martha. Los. Sag hallo.
Alles gut.
-Kriege ich eine Umarmung? -Geh schon.
Bist du jetzt zu Hause, Mami?
Heute schon.
Wäschst du mir nach dem Abendessen die Haare?
Ich esse nicht mit, Baby. Ich muss mein Flugzeug kriegen.
Ok.
Aber ich habe Geschenke für euch.
Und schicke Kleider.
Diese hier.
Hi.
Deins!
Ihr habt das Kitzelmonster geweckt. Das Kitzelmonster ist da.
Bianca? Soll ich dir helfen, es zuzuknöpfen?
Nein.
Ok.
Zeig mir dein Kleid.
Wie hübsch.
-Leda, können wir kurz reden? -Klar.
Bitte tu das nicht.
Was brauchst du? Sag schon. Soll ich auf die Knie gehen?
Meine Eier abhacken? Was brauchst du? Sag schon.
Antworte, oder hast du seinen Schwanz im Mund?
Joe, es geht nicht um dich.
Wie bitte?
-Ich hab ihn verlassen. -Was? Glückwunsch, du Profi.
Hältst du mich für blöd?
Bin ich ein Arsch?
Bitte. Komm schon.
Sie sind kleine Mädchen. Wie soll ich das hinkriegen?
Joe, mir ist schwindelig.
Ich bringe sie zu deiner Mum.
-Was? -Ja.
Drohst du mir?
Das ist Rache.
Das ist Bequemlichkeit.
Wenn du sie hinbringst,
erleben sie die Hölle.
Die Hölle, aus der ich kam.
Du bist ein Arschloch.
-Meine Mutter hat keinen Schulabschluss. -Na und?
-Mama. -Ja?
Kannst du eine Schlange schälen?
Was?
Kannst du eine Schlange schälen?
Bitte?
-Kannst du sie ganz schälen? -Ja.
Nichts abreißen lassen.
Nein, ich lasse nichts abreißen.
Ist das ein Land- oder Seeungeheuer?
Eine Seeschlange. Ja.
An einem Stück. Wie eine Schlange.
An einem Stück.
Die ist aber lang.
Länger als sonst.
Kann sie sich kringeln?
Sie kringelt sich.
Und jetzt im Kreis.
Mama, wohin gehst du?
Wohin gehst du, Mami?
-Mama? -Kommst du zurück?
Wann kommst du zurück?
Mama?
-Wohin gehst du, Mama? -Mama!
Mama!
Mama!
-Wie wär's? -Nein, danke.
-Kommen Sie! -Ok.
Lassen Sie Ihre Tasche hier.
Ich liebe diesen Song!
Leda, Sie gehen besser.
Will?
Alles in Ordnung?
Weißt du, es war wundervoll.
Dein Geschenk an Nina. Sie war sehr dankbar für deine Güte.
Ok.
Ich muss dich etwas fragen.
-Was? -Darf ich reinkommen?
Nicht so gerne.
Ok.
Nina fragt, ob du uns deine Wohnung für ein paar Stunden überlassen würdest.
Sag Nina bitte, ich will mit ihr reden.
-Wann? -Wann es ihr passt.
Ihr Mann fährt erst Sonntag, davor geht's nicht.
Montag ist ok.
Bist du sauer?
-Nein. -Du wirkst sauer.
Nein, Will, der Pächter kennt Nina und macht Geschäfte mit ihrem Mann.
Lyle? Gib ihm 20 €, und er schweigt.
Wieso fragst du ausgerechnet mich?
Nina bat mich darum.
Gute Nacht.
Steh auf!
-Steh auf! -Elena.
Steh auf.
Los.
Steh auf!
Steh…
Steh auf!
Mami, steh auf!
Mami, steh auf!
Komm ins Wasser, Mami.
-Ins Wasser, Mami. -Ich gehe mit ihr.
Ich gehe.
Lass mich.
Komm schon.
Brauchen Sie Hilfe mit den Taschen?
-Was? -Brauchen Sie Hilfe?
Meine Tante bat mich darum.
Nein, danke.
Ja?
Hier ist Nina.
-Hi. -Hi.
Ich rechnete Montag mit Ihnen.
Nein.
Ich ziehe mich schnell an.
Nein, ich habe nur wenig Zeit. Ich…
Ich sagte Callie, ich hole Nasentropfen für Elena.
Sie ist ständig im Wasser.
Und sie ist erkältet, also…
Bitte sehr.
Es ist schön hier.
Ja. Sie wollen den Schlüssel?
Wenn das ok ist.
Um mich geht es nicht.
Nein?
Ihre Ehe war doch glücklich.
Ja.
Ja, Sie sagten, sie seien glücklich.
Das bin ich.
Keine Ahnung.
Was denken Sie?
Sie sollten tun, was Sie wollen.
Wo leben Sie?
Cambridge, bei Boston.
-Ich besuche Sie. -Ich gebe Ihnen die Adresse.
Ok.
-Hört das auf? -Was?
Ich kann's nicht benennen.
Ich habe Depressionen oder so was…
Aber es vergeht.
Hatten Sie es nicht eilig?
Ja.
Wenn es so fabelhaft war, wieso gingen Sie zurück?
Ich bin ihre Mutter. Ich vermisste sie.
Ich bin sehr egoistisch.
Ich muss Ihnen noch etwas geben.
Alles ok?
Ja, das passiert, wenn ich schnell aufstehe.
Was?
Sie haben sie gefunden?
-Wo war sie? -Nein, ich nahm sie mit.
Warum?
-Ich weiß nicht. -Sie wissen es nicht?
Nein.
Ich verstehe nicht.
Dachten Sie, die Puppe war nicht gut für uns?
-Es war ein Spiel. -Spiel?
Wir waren alle… verzweifelt.
Sie sahen uns.
Ich bin eine Rabenmutter.
-Scheiße. -Es tut mir leid.
Scheiße! Das ist krank!
Nina, der Schlüssel!
Ich reise heute ab. Die Wohnung ist dann leer.
-Tut mir leid. -Ich will nichts von Ihnen.
Sie sind jung, es vergeht nicht.
-Nichts davon vergeht… -Sie kranke Fotze.
Passen Sie bloß auf!
Was ist das?
Man nennt es Nabel.
-Warum heißt es Nabel? -Es…
Es heißt Nabel, weil…
-Kennst du ein anderes Wort? -Nein.
Bauchknöpfchen.
Bauchknöpfchen, genau.
-Pups-Nabel! -Sieht aus wie ein Knopf.
Es sieht aus wie ein Knopf.
Der hier geht nach außen.
Und der andere geht nach innen.
-Hallo? -Bianca, hier ist Mum.
Mama! Martha!
Ihr seid beide da.
-Hi, Mama. -Martha, meine Kleine.
Ich sprach dir so oft drauf. Ich dachte, du bist tot.
-Tot? -Ja.
Geht es dir gut, Mama?
Nein, ich lebe noch.
Na los.
Erzähl mir alles.
Wie eine Schlange. An einem Stück.
Wie eine Schlange…
NACH DEM ROMAN "FRAU IM DUNKELN" VON ELENA FERRANTE
Untertitel von: Whenke Killmer
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