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Original subtitles

Entschuldigung.

Gut, dass dein Freimaurertreffen nur einmal im Monat ist.

Ja, du bist so eine richtige alte Jungfer, Maggie!

Du bist wie Leder. Zähes, altes Leder.

Ich mag Leder.

Nach oben, Vater. - Moment!

Bin in 30 Minuten zurück.

Ich habe einen Geschäftstermin.

Bin in 30 Minuten zurück.

Komme gleich. - Ja.

Morgen, Maggie. - Er ist noch nicht da, Mr Heeler.

Frühstückt er noch nicht? - Nach dem Treffen gestern Abend?

Alice!

Ich komme wieder. - Hoffentlich beeilt er sich.

Erwartest du jemanden? - Ja, und ihr wisst wen.

Geht bitte, wenn er kommt.

Ständig kommt Albert Prosser Alice anschmachten.

Wenn Vater sie nicht ausgehen lässt...

Dann soll er sie heiraten. - Er muss sie umwerben.

Nicht unbedingt.

So ist es mit dem Flirten: viel Geglitzer und ohne Sinn.

Hallo, Vater.

Sauberes Taschentuch, Alice!

Obere Schublade. Du bringst alles durcheinander.

Das Aufräumen ist Frauensache.

Ich hab erst aufgeräumt.

Als deine Mutter noch lebte, war alles am rechten Platz.

Da.

Beeil dich, wir müssen das Zimmer machen.

Das macht ihr, wenn ich entscheide zu gehen.

Dann entscheide zu gehen.

Morgen, Miss Vicky. - Morgen, Mr Prosser.

Miss Hobson.

Guten Morgen, Miss Alice. - Vater ist noch da.

Und was können wir für Sie tun?

Ich komme nicht, um etwas zu kaufen.

Dies ist ein Geschäft. Bei uns kauft man etwas.

Dann ein Paar Schnürsenkel.

Welche Schuhgröße haben Sie? - Acht, ich habe kleine Füße.

Ist das wichtig für Schnürsenkel? - Für die Stiefel.

Setzen Sie sich.

Das Oberleder ist eine Schande für Ihren Beruf.

Alice, Nummer 8, drittes Regal. - Vicky!

Oh je. - Ich bin weg.

Ruhig, Sie sind ein Kunde.

Das ist aufgebürstet? - Ja, Vater.

Ohne jeden Sinn.

Wo sind meine Stiefel? - Die sind tadellos.

Das sehen wir gleich.

Du und Alice macht euch zum Gespött von Salford.

Ich weiß nicht, was du meinst. - Es geht um die Tournüren.

Tournüren?

Wer trug letzten Abend neue Kleider?

Ich sah euch vom Moonraker aus, und Sam Minns... - Ein Wirt!

Ja, ein Wirt wie's anständiger keinen gibt an der Bar.

Mein Freund Sam Minns fragte, wer ihr wärt und war interessiert.

Und euch schwang ein künstlicher Höcker am Hintern. - Vater!

Und ihr hattet eine Taille,

wie sie Wespen haben, nicht Frauen.

Ja, und eure Köpfe hieltet ihr

wie Giraffen mit steifem Hals,

und der Höcker wackelte.

Unanständig!

Ist es nicht. Tournüren sind modern.

Dann zur Hölle mit der Mode! - Vater, du bist nicht im Moonraker.

Bequem? - Ja, sehr bequem.

Vater ist gleich fertig.

Das macht ein Pfund. - Ein Pfund?

Ist nicht verschwendet. Diese Stiefel halten.

Danke.

Ihre alten reparieren wir bis Mittwoch.

Oh, ich glaube nicht...

Vielen Dank!

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Maggie, ich muss etwas erledigen.

Ich bin eine Viertelstunde weg.

Komm nicht zu spät zum Essen. - Das ist noch eine Weile.

Wenn du zu lang im Moonraker bist, kommst du zu spät.

Warum Moonraker?

Wenn dein Essen kalt wird, ist es deine Schuld.

Ich werde ewig... - Fluche nicht hier, Vater.

Nein.

Ich setze mich stattdessen. Nun...

Hört mir zu, ihr drei.

Euch fehlt leider die mütterliche Hand,

denn unverheiratete Mädchen bevormunden gerne.

Ich sag euch eins:

Nicht mit mir!

Wir sind nicht deine Freimaurer.

Nein, ich richte ein paar Worte

an die rebellischen Frauen dieses Hauses.

Was ich sage, wird angehört und befolgt!

Es gibt immer mehr Aufsässigkeit mir gegenüber...

Morgen, Miss Vicky.

Oh, Entschuldigung. Ein andermal.

Ja, Vater?

Ich habe mich entschieden, was euch beide angeht.

Ihr werdet eure Talente bei anderen Männern nutzen.

Heiraten, Vater? - Genau.

Ich suche für euch beide Ehemänner aus.

Können wir sie nicht selbst wählen?

Ihr findet nicht mal passende Kleider für euch.

Immer nur Alice und Vicky. Was ist mit mir?

Mit dir? - Ja.

Krieg ich keinen Ehemann?

Du und ein Mann?

Ja, das ist gut!

Warum nicht? - Warum nicht?

Ich dachte, das wüsstest du.

Die brutale Wahrheit ist: Du bist zu alt.

Ich bin 30. - Ja, 30 und verwelkt.

Nicht alle Frauen können Männer haben, Maggie.

Du hast den Platz ihrer Mutter, bis ich alles arrangiert habe.

Wir essen um eins. - Wir essen, wenn ich komme.

Ich bin hier der Herr.

Morgen, Hobson. - Morgen, Mrs Hepworth.

Ein schöner Tag.

Ich bin wegen der Stiefel da. - Ja, Mrs Hepworth.

Sie sind sehr schön.

Stehen Sie auf. Das ist lächerlich.

Wer machte die Stiefel? - Unsere Anfertigung.

Beantworten Sie die Frage.

Sie wurden hier hergestellt.

Junge Frau. Können Sie mir antworten?

Ich denke ja, ich kläre es für Sie.

Tubby!

War das ihr Wunsch, Madame? - Sagte ich doch.

Ich bin verantwortlich für alle Arbeit hier.

Ja, Miss Maggie? - Haben Sie die Stiefel gemacht?

Nein. - Wer dann?

Muss ich jeden hier einzeln befragen?

Willie hat sie gemacht.

Sag Willie, ich will ihn sehen. - Gewiss.

Wer ist Willie? - Willie Mossop.

Ich versichere Ihnen, wenn etwas nicht stimmt, bestrafe ich ihn.

Sind Sie Mossop? - Ja.

Sie machten diese Stiefel?

Ja, letzte Woche.

Nehmen Sie das.

Lesen Sie!

Ich versuch's. - Kann er nicht lesen?

Das Kursive macht es ihm schwer.

Mein Bester. Ich bin wählerisch bei Schuhen.

Es wird nicht wieder vorkommen.

Was denn? - Ich weiß nicht.

Dann schweigen Sie.

Ich kenne jeden Laden in Manchester.

Das sind die besten Stiefel, die ich je hatte.

Sie machen in Zukunft meine Stiefel. Gehört, Hobson?

Selbstverständlich.

Behalten Sie die Karte.

Und wechseln Sie nicht den Laden, ohne es mir zu sagen.

Oh, er wird nicht wechseln.

Warum nicht? Er ist Gold wert und Sie zahlen ihm sicher zu wenig.

Es reicht, Willie. Du kannst gehen.

Er ist schüchtern.

Wollen Sie ein weiteres Paar Stiefel?

Noch nicht.

Aber meine Töchter, und dieser Mann macht sie.

Gewiss.

Guten Morgen, wir sind Ihnen treu zu Diensten.

Warum sagt Sie einem Handwerker Lob ins Gesicht?

Er hat's verdient. - Quatsch.

Er wird nur hochnäsig.

Kommst du, Henry? - Ich komme.

Wir essen um eins. - Jetzt reicht's, Maggie.

Ich bestimme die Essenszeit.

Wir essen um eins, weil ich es sage und nicht du.

Ja, Vater. - Das ist jetzt wohl klar. Ich gehe.

Essen um halb zwei. Dann hat er etwas Zeit.

Weibliche Perversität kommt vom Leben im Haus.

Morgen.

Frauen halten sich für wichtig, weil sie Küchenchefin sind.

Hallo!

Oh nein.

Vordereingang.

Wie geht's?

Frederick! - Ja, Vater?

Siehst du, wohin Hobson geht? - Ja, Vater.

Es gibt noch einen Funken Würde in ihm, der ihm jetzt sagt,

dass mein Auge auf ihm ruht.

Morgen, Sir. - Morgen.

Guten Morgen, Mr Hobson.

Morgen, Henry.

Morgen, Henry. - Spät auf heute.

Ich wurde aufgehalten.

Noch einen.

Du machst gute Geschäfte, Henry. Reiche Kundschaft, was?

Zum Wohl. - Mir wäre wohler ohne dich.

Du ziehst meine Töchter neuerdings wie Pudel an!

Dafür zieh ich dir 15 Pfund im Jahr ab!

Aber Henry, so spricht kein Freund,

und wir sind doch alle Freunde hier.

Ja.

Ich bin nicht gut drauf heute.

Hab' auch allen Grund dazu.

Du hast doch Töchter. Ärgern sie dich auch?

Meistens tun sie, was ich sage.

Meine Frau sorgt schon dafür.

Eine Frau ist nützlich.

Ich wünschte, meine lebte noch.

Ich weiß...

Ich weiß, was ihr denkt, aber es ist so.

Ich war dankbar, als meine Mary verstarb,

aber ich erkenne jetzt, das war ein Fehler.

Die Herrschaft einer Frau ist das Paradies gegenüber der von dreien.

Du solltest sie verheiraten.

Ich denke dran, aber es ist schwer, Männer zu finden.

Männer gibt's viele.

Meine Töchter sollen Abstinenzler heiraten.

Gütiger Himmel!

Du darfst deine Ansprüche nicht zu hoch schrauben.

Du brauchst drei Männer.

Zwei, Jim, zwei. - Zwei?

Maggie kann ich nicht entbehren.

Und sie ist schon ein bisschen zu reif, um zu heiraten.

Reif! Ich kenne welche, die doppelt so alt waren.

Selbst ohne Maggie sind es noch zwei.

Ich fang mit einer an.

Wenn man mit einer Heirat in der Familie anfängt,

verbreitet es sich wie die Masern.

Jetzt redest du Tacheles.

Wir wissen, was wir wollen.

Wir wollen einen jungen Mann und wir wollen ihn abstinent.

Die Frage ist, wieviel willst du dafür anlegen?

Das mache ich schon. Ich werde eine schöne Feier richten.

Jemand wie du muss mehr tun, als die Feier zu richten.

Und was kostet eine Aussteuer?

Für 60 Pfund könnte ich sie einer Dame richten.

Und dann wär da noch die Mitgift.

Mitgift? - Mitgift gehört zur Heirat.

Ich soll Mitgift zahlen?

500 pro Kopf pro Abstinenzler.

500? - Es muss ein echter Köder sein.

Dann lieber nicht angeln.

Sollen sie solo bleiben. Von wegen Mitgift!

Du sparst ihren Unterhalt.

Sie arbeiten und keine isst viel.

Und ihr Gehalt? - Gehalt?

Glaubt ihr, ich zahle meinen Töchtern Gehalt?

Ich bin doch kein Idiot. - Dann ist alles abgeblasen?

Als das Wort "Mitgift" fiel, war bei mir sofort Schluss.

In meinem Haus wird es keine Hochzeiten geben.

Vater! - Ja?

Kein anständiger Mann würde uns ohne Mitgift heiraten.

Das erwartet man von dir. - Dann enttäusche ich sie eben.

Vater! - Zurück in den Laden mit euch.

Da kommen sie schon drüber weg.

Ich mache auch Pläne, und zwar Heiratspläne.

Was?

Eins, zwei, drei Sonntage für das Aufgebot.

Und danach, an einem schönen Tag, heirate ich.

Du? - Ich, Vater.

Das mag neu für dich sein,

aber eine Mitgift kriegst du nicht von mir.

Ich will keine Mitgift.

Da tust du gut dran.

Wie ist sein Name? - Sein Name?

Sag ich dir, wenn ich ihn hab.

Du brütest Eier aus, bevor sie gelegt sind?

Maggie!

Hast du mich erschreckt.

Es hat noch keine alte Jungfer in vier Wochen einen Mann bekommen.

Hast mir einen Schreck eingejagt.

Ich mach mir da keine Sorgen.

Wundert mich, dass du so fantasierst.

Fantasien halten Frauen ruhig und zufrieden.

Geh zurück in den Laden.

Ein großer Trost, dass du nur so fantasierst.

Ich dachte schon, es gäbe einen richtigen Mann.

Gute Nacht, Maggie. - Gute Nacht, Vater.

Braves Mädchen.

Willie?

Ja, Miss Maggie? - Komm rauf.

Bin noch nicht fertig, Miss Maggie. - Komm rauf.

Komm mit.

Schließ die Tür.

Komm her.

Zeig mir deine Hände, Willie.

Sie sind schmutzig.

Schmutzig, aber geschickt.

Du kannst das Leder formen wie niemand sonst.

Wo hast du gelernt?

Ich bin hier in die Lehre gegangen.

Bei Hobson kannst du das nicht gelernt haben.

Ich hatte keinen anderen Lehrer. - Und brauchtest keinen.

Wann verlässt du Hobson? - Hobson verlassen?

Alle sind doch zufrieden.

- Willst du nicht weg? - Nein.

Ich bin schon immer bei Hobson.

Ich gehe nur, wenn ich muss.

Willst du nicht weiterkommen?

In Manchester würde man dich viel besser bezahlen.

Ich habe Angst vor diesen feinen Geschäften.

Was hält dich hier?

Das weiß ich nicht.

Ich bin dran gewöhnt.

Weißt du, was unser Geschäft in Gang hält?

Zwei Dinge.

Das eine sind deine guten Stiefel,

das andere, die schlechten, die ich verkaufe.

Wir sind ein Paar, Mossop.

Sie sind ein Wunder im Laden.

Und du ein Juwel in der Werkstatt.

Nun?

Nun was?

Für mich ist unser Weg klar.

Welcher Weg denn?

Du überlässt alles mir, Junge.

Ich geh lieber zurück an meine Werkbank.

Du gehst, wenn ich fertig bin.

Ich beobachte dich schon lange,

und alles was ich sehe, mag ich.

Du bist gut für mich.

Inwiefern?

Will Mossop... als mein Mann!

Ich habe nie... - Das weiß ich.

Sonst müsste ich dies ja auch nicht tun.

Ich...

Ich setze mich.

Mir ist ganz komisch.

Was... Was haben Sie davon?

Eine Investition.

Du bist eine echte Geldanlage.

Ich hab keinen Sinn fürs Geschäft. - Aber ich.

Mein Kopf und deine Hände sind eine gute Partnerschaft.

Partnerschaft?

Das ist was anderes.

Ich dachte, Sie wollen heiraten. - Will ich.

Verflixt!

Die Tochter des Meisters.

Hör zu, Willie.

Ich müsste sehr dumm sein, mir diese Aussicht zu verscherzen.

Ich bin Ihre beste Aussicht? - Das bist du.

Verflixt.

Daran hab ich nie gedacht.

Dann denk jetzt drüber nach. - Mache ich.

Es kommt zu plötzlich, um klar zu denken.

Heiratest du mich?

Nein.

Das kann ich wirklich nicht.

Ich sehe, dass ich Ihre Absichten verderbe,

aber bitte verlangen Sie das nicht.

Was ich mir vornehme, wird auch gemacht.

Wir gehen Sonntag im Peel Park spazieren.

Peel Park?

Was denken die Leute... - Sollen sie denken.

Geh jetzt heim, Willie.

Ich bin da.

Das hatte ich angeordnet.

Wer ist das?

William Mossop.

Wer ist William Mossop?

Unser Geselle.

Du bist ein begnadeter Schuhmacher.

Schade, dass du in allem sonst so dämlich bist.

Ich versteh mich nur auf Leder, das stimmt.

Ich sah mal den Fluss sauber. Auf einem Schulausflug.

Will? Das Aufgebot wird für nächsten Sonntag bestellt.

Nein.

Ich habe großen Respekt vor Ihnen,

aber was das Heiraten angeht:

Ich liebe Sie nicht.

Nun, ich habe genug Liebe.

Ich nicht, ehrlich.

Wir kommen auch ohne klar.

Aber was wird der Meister sagen?

Sagen wird er viel, soll er nur.

Was geht's mich an.

Erzürnen wir ihn nicht.

Das beurteile ich.

Aber... was mir so wahnsinnig peinlich ist...

Es gibt eine andere Frau.

Was? - Ich bin mit Ada Figgins verlobt.

Dann entlobe dich und zwar sofort.

Wer ist Ada Figgins?

Ich miete bei ihrer Mutter.

Das rothaarige Mädchen, das dir Essen bringt?

Sie ist goldblond, die Ada.

Wo wohnt sie?

Sie gehen doch nicht zu ihr? - Oh doch, ich kläre das.

Ich würde lieber Ada heiraten, wenn's Ihnen recht ist.

Sie kann ganz schön ausfallend werden, die Mrs Figgins.

Miss Hobson kommt! - Miss Hobson?

Das ist Mrs Figgins, Miss Maggie. - Ich weiß.

Sie kennen Ada. - Ja.

Ich muss mit Ihnen sprechen. - Ja, Miss Hobson?

Was ist da mit ihm? - Ada, schweig...

Das geht nur uns an.

Junge Frau, Sie sind mir im Weg. - Ich, Miss Hobson?

Sie sind verlobt. Wir freuen uns alle.

Ja, er sieht glücklich aus.

Schau ihn dir an, Ada. Schau gut hin.

Kein guter Grund für einen Streit.

Vielleicht macht er nicht viel her.

Aber sie heiratet ihn. - Das stimmt.

Komisch, ich auch.

Sie? - Sie, Miss Hobson?

Das meinte ich, und sie kriegt mich noch, Ada!

Willie, warte draußen!

Aber dann gibt's dicke Ohren!

Wahren Sie die Fassung. - Die Fassung?

Ich verliere gleich mehr als nur die Fassung.

Ihr habt ihn in die Enge getrieben. - Wir?

Er wird Ada heiraten!

Hat er hier Zukunft?

Und ob! Er heiratet unsere Ada...

Und verdient den Rest seines Lebens 18 Schilling die Woche!

Was ist daran falsch?

Was haben Sie mit ihm vor, feine Dame?

Will ist ein guter Mann, so sanft und fein...

Fein? - Ja, fein!

Und er kann Leder formen wie keiner sonst in Lancashire.

So ein Mann schafft's bis nach ganz oben.

Seinen fehlenden Geschäftssinn gleiche ich aus.

Ich liebe diesen Mann und werde für ihn arbeiten.

Hört! Hört! Ein Näschen für Geld, was?

Vor Adas Nase mit dem Luder rumzumachen!

Was ist?

Wenn Sie einen Finger gegen uns rühren, zeige ich Sie an.

Komm, Willie. - Mich anzeigen!

Wir zeigen Sie an, feine Dame!

Raub bei Tageslicht! - Gemeine Diebin!

Mein Mädchen verraten!

Sieh ihn dir an! Er macht sich mit seinem Flittchen fort.

Bringt die dreckige Kanaille her!

Als würde er uns was angehen.

Warte nur, wenn du heute Abend nach Hause kommst!

Wo gehen wir jetzt hin? - Zu Tubby.

Von jetzt an wohnst du bei ihm.

Heißt das, ich muss nicht mehr zurück? Nie mehr?

Du kehrst nie mehr dahin zurück, Will.

Es ist wie ein schöner Traum.

Jetzt küss mich, Will.

Aber, ich...

Geht das nicht etwas schnell, Miss Maggie?

Bei Tubby kommen wir nicht mehr dazu.

Aber hier...

hier mitten auf der Straße?

Komm schon, dann ist's vorbei.

Aber das heißt, dass ich allem zustimme, wenn ich Sie küsse.

Nein, ich kann nicht.

Wo ist Maggie? - Sie kommt gerade.

Sie ist spät dran. - Allerdings.

Ist der Tee fertig? - Das Wasser kocht noch nicht.

Was läuft da mit Willie? - Ich heirate ihn.

Gib mir den Tee, Alice.

Du heiratest Will Mossop? - Bist du verrückt geworden?

Ist das ungehörig? - Frag Vater!

Unsere Chancen stehen schon schlecht genug.

Vater sagte heiratet, dann tut's.

Mit Mossop als Schwager?

Dein Albert sollte stolz sein.

Das hat Folgen für uns...

Was ist los?

Gleich gibt's Tee. Wenn sie fertig sind.

Noch lange nicht!

Gebt Ruhe, ihr Quatschmäuler.

Maggie hat mehr Verstand im kleinen Finger als ihr beide.

Reg dich nicht auf, Vicky will etwas sagen.

Was ist los, Vicky?

Nichts. Es geht um Will Mossop.

Will? - Ja.

Was hältst du von ihm?

Er ist ein anständiger Bursche. Ich habe nichts gegen ihn.

Auch nicht in der Familie? - Wessen?

Deiner.

Ich heirate Will, Vater. - Heiraten?

Du? Mossop?

Du denkst, ich sei aus dem Heiratsalter. Bin ich nicht.

Mossop, meinen Gesellen?

Hast du den Verstand verloren?

Gehören wir jetzt zum Hochadel in Salford?

Sein Vater war ein Herumtreiber, ein Hergelaufener...

Ich heirate Mossop.

Ich richte mir mein Leben ein, wie ich es für gut halte.

Das erlaube ich nicht!

Du machst mich überall nur lächerlich, wenn...

Raus, ihr zwei!

Hörst du? Ich erlaube es nicht.

Das gehört sich nicht in deinem Alter.

Ich bin 30 und werde Willie Mossop heiraten.

Und jetzt meine Ansprüche. - Ansprüche!

Du zahlst meinem Mann denselben Lohn wie vorher.

Und ich, die ich 20 Jahre ohne Lohn für dich gearbeitet habe,

arbeite acht Stunden am Tag und du zahlst mir 15 Schilling die Woche.

So viel hab ich nicht.

Du hast bald weniger, wenn Willie geht.

Und wenn Willie geht, gehe ich. Willst du das?

Das ist nicht schlimm. Arbeiter sind billig.

Billige sind billig.

Ich bin wertvoll für dich. Wie mein Mann.

Du kannst im Moonraker prahlen,

dass deine Maggie die seltsamste gute Partie in 50 Jahren macht.

Steck die Hand in die Tasche und tu's.

Tu's?

Ich sag dir, was ich gleich tue!

Will Mossop! - Ja, Mr Hobson?

Komm rauf! - Ja, Mr Hobson.

Du hast dich mit Maggie eingelassen?

Nein, sie hat damit angefangen.

Wie auch immer. Dein Unglück.

Liebe hat dich blind gemacht und ich treibe sie dir aus.

Sei nicht bange!

Nun, du behältst deinen Job. Ich bin dir nicht böse.

Aber du hast eine Krankheit und ich die Medizin.

Die Liebe werde ich dir rausprügeln.

Jeden Morgen, den du verliebt zur Arbeit kommst, setzt es Hiebe.

Sie müssten Liebe reinprügeln. Sie machen einen Fehler.

Lass deine Finger von Maggie,

wenn dir dein heiles Fell lieb ist.

Nicht ich wollte Ihre Maggie, sie wollte mich.

Aber ich sag Ihnen, wenn mich Ihr Gürtel berührt,

nehme ich sie und kleb an ihr wie Kleister.

Darauf gib es nur eine Antwort.

Für mich auch:

Maggie, ich habe dich noch nie geküsst,

jetzt küss ich dich.

Noch ein Riemen und Sie erleben noch mehr.

Dann machen wir uns selbstständig. - Ich wusste es!

Komm, Mädchen.

Ich muss zurückgehen. - Wozu?

Um mich bei Mr Hobson zu entschuldigen.

Was kam über mich, den Meister so zu konfrontieren?

Ich kam über dich.

Komm, wir müssen die Tram kriegen.

Gib mir die Karte von Mrs Hepworth.

Was willst du damit?

Wir brauchen Kapital für die Selbstständigkeit.

Kapital? Was ist Kapital?

Früh unterwegs, Miss Hobson. - Guten Morgen.

Morgen, Madam. - Sie sind der Schuhmacher.

Setzen Sie sich.

Also, was wünschen Sie?

Sie wollten wissen, wenn er sich verändern würde.

Er will sich verändern. Er will mich heiraten.

Gute Wahl, Mossop, aber...

Ich meinte berufliche Veränderung. - Die ändert sich auch.

Deshalb ist er hier.

Er macht sich selbstständig und braucht 100 Pfund Startkapital.

100 Pfund? - Tut er das?

An Schüchternheit soll's nicht scheitern.

Er kann Stiefel machen, und ich kann sie verkaufen.

Stiefel sind ein Geschäft.

Wir zahlen Ihnen Ihr Geld plus 20 Prozent in einem Jahr zurück.

Welche Sicherheit haben Sie? - Ihn.

Er ist die Sicherheit.

Der beste Stiefelmacher in Lancashire.

Je mehr Sie ihn empfehlen, desto sicherer sind Sie.

100 Pfund.

So viel war ihr Stück Papier wert? - Ja.

Jetzt haben wir viel zu tun.

Einen Laden und Möbel finden,

das Aufgebot bestellen, Werkzeug kaufen.

Fangen wir mit dem Laden an.

Wie nutzen Sie die Räume? - Als Schuhgeschäft.

Und als Wohnung.

Und die Miete? - Zehn Schilling die Woche.

Wir brauchen Bettwäsche.

Ich kauf sie bei Ihnen und geb Ihnen 5 Schilling pro Woche.

Nun, wie wär's mit 7 Schilling 6 Pence.

Hier sind zwei Pfund für acht Wochen Miete im Voraus. Abgemacht?

Ja, ich versuche, alles bis morgen auszuräumen.

Das Geschäft öffnet um sechs Uhr.

Zieh die Jacke aus. Ich geh aus.

Bei meiner Rückkehr ist alles draußen, ja?

Sich selbstständig machen, stellt euch vor!

Also sagte ich ganz ruhig zu ihnen:

"Wenn ihr nicht Vernunft annehmt und euch benehmt, marsch hinaus!"

Und raus waren sie!

Wisst ihr, was dann geschah?

Der große Liebhaber stürmt an mir vorbei,

stolpert und schlägt Hals über Kopf aufs Pflaster.

Es ist doch immer dasselbe!

Es ist seine Tochter!

Ich weiß.

Oh je!

Ich gebe dem Liebespaar drei Monate.

Dann betteln beide an meiner Türschwelle.

Soll ich es für dich sagen?

Sie haben keinen Heller.

Hab gerade für sie gearbeitet. - Was sagst du?

500 Zettel drucken und liefern.

Sollte heute fertig sein. Sie bezahlten bar.

Was steht drauf, Henry?

Schade. - Macht nichts, ich habe noch mehr.

Ich soll sie überall verteilen,

an alle, die ich treffe, bei jeder Gelegenheit.

Gute Geschäftsfrau, deine Tochter. Schlägt nach dir.

Dein Name steht drauf, Henry.

"Vormals bei Hobson!"

Das ist gute Reklame!

Reklame? Quatsch.

Firlefanz mit nichts dahinter.

Die Liebe stieg ihnen in den Kopf. Kranke Träume.

Lasst es uns in Relation sehen.

Die Klugen am Tisch wissen,

es braucht mehr als einen Zettel, um ein Geschäft aufzubauen.

Ja, fein!

Langsam solltest du zu Tubby gehen.

Du kannst die Zettel morgen auf deinem Weg verteilen.

Ich erwarte dich pünktlich um 6 Uhr.

Nun...

Gute Nacht, Maggie.

Es war ein großer Tag und...

Ich...

Du bist ein ganz Lieber.

Guten Morgen, Alice.

Maggie! Du hier?

Ich schau kurz rein. Wo ist Vater?

Er ist aus, zum Glück für dich.

Gib ihm das hier, wenn er kommt.

Eine Einladung zu unserer Hochzeit morgen.

Ich erwarte euch alle. - Da kannst du lang warten.

Kein Grund für diesen Ton. Ich versprach, euch zu helfen.

Guten Morgen, Miss Maggie.

Guten Morgen, Tubby.

Da sind ein paar Messingringe, verkauf mir einen.

Maggie, was tust du hier?

Ich kaufe einen Ring.

Nein.

Der ist schön. Passt gut.

Den nimmst du nicht dafür?

Will und ich sind sparsam.

Fourpence für den Ring. Tu's in die Kasse.

Ein vorgefertigter Messingring?

Sie sind immer vorgefertigt.

Alice, trag den Verkauf ins Buch ein.

Ich erwarte euch also morgen.

Ich heirate nicht ohne euch.

Tschüss, Miss Maggie. - Tschüss, Tubby.

Ich muss schon sagen...

Tu das in sein Schlafzimmer. Ich geb's ihm nicht.

Wir haben jetzt alles fertig.

Der Meister wird schimpfen, wenn wir nichts zu tun haben.

Was tun wir? - Weiß nicht, irgendetwas.

Ich hindere Sie nicht. - Sie sagen auch nichts.

Wir könnten Holzpantinen auf Vorrat machen.

Nur zu. - Schön.

Wenn Sie Holzpantinen beauftragen.

War Ihr Vorschlag. - Nur eine Bemerkung.

Nicht sehr einfallsreich.

Mit Anweisung würd ich meinen Kopf benutzen und es gut machen.

Was ist, Tubby?

Ist irgendwas?

Ich gab ihm nur Anweisungen.

Die sollst du ihm morgens und nicht mittags geben.

Geh nach unten und tu, was sie dir sagt.

Und pass auf!

Vicky! - Ja, Vater?

Essen.

Was ist das? - Zunge in Gelee.

Mach keine Witze.

Montags gibt's Kotelett. - Kalte Zunge, ich bin jetzt Köchin.

Du sollst kochen, das macht dich noch nicht zur Köchin.

Ich muss auch an mein Aussehen denken.

Du hast an weiter nichts zu denken als an mein tägliches Wohlbefinden.

Nachspeise? - Rhabarber.

Alice?

Wo ist mein richtiges Essen?

Ich habe im Laden alle Hände voll zu tun.

Maggie ist unersetzlich.

Ich hab die Hausarbeit. Sollen wir für drei arbeiten?

Die Buchhaltung... - Bettenmachen, Boden putzen...

Es reicht, ich will nichts mehr hören.

Drei Wochen ertrage ich diesen Mist.

Ungehorsam, Inkompetenz und miserable Küche.

Und ich ertrage es nicht mehr.

Ich gehe dahin, wo's bequem ist,

wo es gutes Essen und verdienten Respekt gibt.

Ich gehe in den Moonraker und komme erst spätabends zurück.

Wenn ich so nachdenke, wundert's mich nicht.

Ich hab's kommen sehen mit Maggie.

Sie ist klug und anpackend.

Und was hat sie davon?

Salfords größte Hoffnung!

Kann nicht lesen, nicht schreiben.

Maggie hatte nie Sinn für Stil.

Nicht so wie die beiden anderen.

Du meinst, sie wollen gefallen. Das Neueste von Tudsbury...

Vicky braucht dafür keine Tournüre.

Meine Freunde... - Hört, hört!

Eine wundervolle Bande seid ihr...

Tudsbury, der Experte für Frauen,

nur weil er ihnen Petticoats anpasst...

Du bist selbst eine alte Frau, Tudsbury!

Na, na, Henry!

Und du, du bist nur ein Schatten.

Das hat Maggie schon vor Jahren gesehen.

Wie du dich an mich ranschmeißt:

"Ja, Henry" und "Nein, Henry",

nur damit du Freigetränke kriegst.

Suchst du rosa Ratten, Denton?

Du, der fetteste Säufer Salfords!

Du stinkst nach Alkohol,

stinkst wie die Fische, die du montags verkaufst.

Jetzt reicht's, Henry.

Ein Fisch, das bin ich.

Großer Fisch, kleiner Teich.

Ein stinkender kleiner Teich, und ich verlasse ihn.

Seien Sie nicht böse, Gentlemen. Wir alle kennen Henry.

Nach der morgigen Hochzeit geht's ihm besser.

Und du Sam Minns!

Meine Mary sagte immer, du stiehlst und das stimmt.

Du betreibst systematischen Schwindel.

Wir zahlen zu viel fürs Trinken, wenn wir voll sind.

Der arme Denton kriegt seit 20 Jahren kein exaktes Wechselgeld.

Ich gehe.

Oh, gut.

So ein Gesicht zu meiner Hochzeit?

Ihres sieht gleich genauso aus.

Es ist Ihr Vater. Er schläft in unserem Keller.

Kommen Sie rein. Das regt mich nicht auf.

Und nun? - Er kann da nicht liegenbleiben.

Wenn mein alter Herr, der Abstinenzler, ihn findet,

ist es aus mit Vicky und mir. Er wacht jeden Moment auf.

In diesem Zustand schläft er bis Mittag, Keller hin oder her.

Worüber lachen Sie? - Erstmal ist's mein Hochzeitstag.

Und zweitens, ich hab da eine Idee.

Ich bin gleich fertig.

Du wirst staunen, Will. Heute ist viel passiert.

Morgen, Miss Alice. Miss Vicky.

Nenn sie jetzt Alice und Vicky. - Kommt nicht infrage!

Nur dass ihr es wisst, wir haben etwas abgemacht.

Und wenn du Albert und du Freddy willst,

dann respektiert Willie.

Stimmt das, Albert? - Ja, Alice.

Gut. Jetzt küsst Willie, euren Schwager.

Das ist aber doch etwas peinlich.

Halt still, Will. Die ringen sich durch.

Nur unter Protest. - Protestiere, aber küsse.

Gut, jetzt bist du dran, Vicky.

Und nicht so zaghaft.

Freddy. - Tu, was sie sagt, Vicky.

Hier ist der Ring. Du bist Trauzeuge.

Wir sehen euch drinnen.

Ich will noch mit Willie sprechen.

Wie geht's dir? - Ich habe mich entschieden.

Alles in Ordnung. Ich bin bereit.

Wir gehen nicht zum Zahnarzt.

Ich weiß. Beim Zahnarzt verliert man was,

in der Kirche kriegt man was.

Hör zu. Ich achte die Kirche.

Der Pfarrer fragt, ob du mich liebst.

Entweder du antwortest ehrlich oder gar nicht.

Ich sage es ihm: ja.

Ehrlich? - Ja, Maggie.

Ich bin zufrieden. Du gehörst zu mir.

Ich geh den Weg mit dir.

Danke.

Henry Hobson? - Ja.

Auf Braut und Bräutigam!

Eine Rede! - Komm schon, Willie!

Es ist uns eine große Freude, euch hier zu sehen.

Es ist eine Ehre für uns,

und ich versichere euch im Namen... meiner Frau

und in meinem, dass die... - "Großherzigen".

Richtig!

...dass die großherzigen Wünsche Mr Beenstocks,

die begeistert aufgenommen wurden...

Das ging durcheinander.

...von Mr. Prosser, aufgenommen von Mr Beenstock,

nie von meiner Frau und mir vergessen werden,

und ich erhebe das Glas auf euch in meinem Haus.

Auf unsere Gäste, mögen sie selbst bald verheiratet sein.

Hört, hört!

Auf unsere Gäste!

Bravo! - Eine schöne Rede!

Du überraschst mich, Will. - Wo hast du das gelernt?

Maggie bringt mir in letzter Zeit viel bei.

Räumen wir auf, Will. Vater kommt bald.

Oh.

Kommt schon. - Sicher, dass er kommt?

Er braucht Rat und geht gewiss nicht zum Anwalt.

Er denkt, im Dunkeln sieht ihn niemand.

Ich bin nervös. - Keine Sorge.

Geht einfach ins Schlafzimmer, bis ich euch rufe.

Ich mach den Rest.

Fang mit dem Abwasch an. - Ja, Maggie.

Du und Freddy könnt ihm helfen.

Sie sind Gäste! - Ich weiß.

Aber Albert lachte über Willie, soll er selbst mal abwaschen.

Es ist Vater.

Nein, du nicht, Will.

Komm, setz dich.

Denk dran, du bist hier der Hausherr.

Na, Maggie.

Na, Vater.

Ich komme rein.

Nun, ich weiß nicht.

Ich muss erst den Hausherrn fragen. - Will?

Es ist Vater. Darf er reinkommen?

Ja, lass ihn herein.

Schön, Sie zu sehen, Mr Hobson.

Der Vater macht den Hochzeitstag erst rund...

Danke, Willie. Übertreib nicht.

Gib mir deinen Hut.

Setz dich.

Du kommst zu spät zur Hochzeit, aber wir freuen uns.

Schweinspastete, Mr Hobson? - Pastete!

Wenn du schon hier bist, sei auch gesellig.

Ich bin nicht wegen der Geselligkeit hier, Maggie.

Ich habe Probleme. - Tja.

Ein Stück Hochzeitskuchen wird dir guttun.

Das ist süß. - Das ist bei Kuchen so.

Ich wünsche mir, dass mein Vater

zu meiner Hochzeit meinen Hochzeitskuchen isst.

Ich bin von deiner Wahl nicht begeistert,

aber ich hab deinem Mann die Hand gegeben und gut ist.

Dann iss den Kuchen.

Ich versprech's, ich bin nicht böse.

Dann beweis es.

Du bist eine harte Frau.

Reich mir den Tee.

Das ist besser.

Maggie.

Ich komme wegen einer ernsten Sache.

Besprich sie am besten mit meinem Mann.

Maggie.

Besprecht's von Mann zu Mann, ohne eine dumme Frau.

Ruft, wenn ihr fertig seid.

Es ist vertraulich!

Geheimnisse vor Will? Nein!

Will gehört zur Familie.

Ich kann nicht vor ihm sprechen. - Will und ich sind eins.

Setzen Sie sich. - Nenn ihn jetzt Vater.

Soll ich?

Soll er? - Soll er.

Setz dich, Will.

Also dann, Vater. Fang an, wir hören.

Klage wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Ein Dolchstoß in den Rücken.

Eine unfaire und gemeine Weise,

Vorteil aus einem Unfall zu schlagen.

War es Hausfriedensbruch? - Ein Unfall.

Ich leugne es ja nicht. Ich war zu lange im Moonraker.

Ich fiel in den Keller, schlief dort ein und dann das.

Anwälte, Gerichtskosten, Presse, Ruin, Bankrott.

Schon immer hasse ich Anwälte und jetzt haben sie mich.

Ich bin in ihren Klauen und sie werden mich auspressen.

Donnerwetter, das sieht nach Erpressen aus.

Ich verstehe den Ernst.

Da wirst du sicher Kunden verlieren.

Das ist so sicher wie Weihnachten.

Meine besten Kunden kaufen keine Stiefel

von einem Mann, der vor Gericht stand...

und den es auf der Straße überkommen hat.

Kommt das in die Zeitung, Maggie?

Dein Name wird im "Salford Reporter" stehen.

"Salford Reporter"?

Wenn Ruin und Unglück einen Mann wie mich treffen,

steht's im "Manchester Guardian",

damit es das ganze Land liest.

Liebe Güte! Na sowas!

Es lohnt sich, Pleite zu machen,

wenn man dann in der Zeitung steht.

Das lesen andere, nicht man selber.

Du hast recht.

Da weiß ich einen ganzen Haufen, der sich die Hände reibt.

Viele Leute möchten gern über das Malheur der anderen lesen.

Und es macht doppelt so viel Spaß, wenn man denjenigen kennt.

Das klingt so, als macht's dir auch Vergnügen.

Nein, tut's nicht.

Aber man soll alles von der schlimmsten Seite her sehen.

Heute ist St Philip.

Ich vermute, du kannst nicht mehr im Kirchenrat sein.

Die Kirchengemeinde brachte dir viele Kunden.

Ich bekomme eine Menge Trost von deinem Mann.

Hast du verdient.

Hast du noch mehr Trost für mich, Will?

Ich denke nur laut.

Hast du alles gesagt?

Ich halte wohl lieber den Mund.

Nur kein Zwang, Will Mossop.

Wenn einer viele Gedanken hat, soll er sie rauslassen.

Verzeihung, ich dachte, du wolltest Rat.

Nicht von dir, du Hergelaufener...

Es reicht, Vater!

Mein Mann will dir nur helfen.

Ja, Maggie.

Nun zu diesem Unfall.

Du fürchtest die Öffentlichkeit.

Dass es überhaupt vor Gericht kommt.

Das müssen wir verhüten. - Das wird nicht einfach.

Die Anwälte pressen einen aus.

Sie pressen einen aus, wo man sich am meisten windet - im Gericht.

Vater, ich habe dich heute Abend erwartet.

Du hast mich erwartet? - Ja.

Ich kannte die Klage und wusste, dass du kommst.

Ich lud die interessierten Parteien ein.

Die Parteien? - Ja.

Du kannst es gleich erledigen.

Mr Prosser? Mr Beenstock?

Vater, das ist Mr Prosser von Prosser, Pilkington und Prosser.

Abend, Mr Hobson.

Sind Sie Rechtsanwalt? - Ja.

In Ihrem Alter.

Das ist Mr Beenstock, Repräsentant der Kläger. - Hallo.

Guten Tag.

Nimm Platz, Vater.

Mr Prosser.

Mr Beenstock. - Danke.

So.

Zum Geschäft, Sir?

Junger Mann, missbrauchen sie kein nobles Wort!

Nun, mein Klient wäre bereit zum außergerichtlichen Vergleich.

Ich würde ihm abraten, da wir vor Gericht sicher mehr bekämen.

Ja, ihr Blutsauger, Abgreifer...

Nennen Sie mich, wie Sie wollen.

Das werde ich, du kleiner...

Aber zu Ihrem eigenen Interesse:

Beleidigung des Anwalts kostet sehr viel mehr.

Mein Klient hat nicht den Wunsch, sich zu rächen.

Er berücksichtigt Ihren Ruf als hochachtbarer...

Wieviel? - Verzeihung?

Ihre Stimme gefällt mir weniger als Ihnen. Wieviel?

Die Summe einschließlich meiner Kosten,

aber ohne zusätzliche Kosten für Ihre Beleidigungen gegen mich,

ist 1000 Pfund.

Was? - Verdammt!

Albert Prosser, Sie machen Ihren Weg in der Welt,

aber nicht zu gierig.

1000 sind zu viel. - Wir...

Zu viel. - Aber...

Noch mehr Zeichen von Geldgier ihrerseits

und es gibt eine Gegenklage wegen Fahrlässigkeit.

Die Kellerklappe war offen!

Maggie, du rettest mich.

Die Klage erheb ich. Ich zeig's Ihnen.

Du bist nicht verletzt, wie beweist du das vor Gericht?

Ich kenne meinen Vater. 1000 Pfund sind zu viel.

"Zu viel, zu viel". Ich bin kein Bettler.

Du kannst 500 zahlen. Und das wirst du.

Gilt dieser Vergleich also?

Wollen Sie das Geld erst sehen?

Ist das die Sitte bei Anwälten?

Nein, Mr Hobson.

Gut. - Was ist gut daran?

Der Familie geht viel Geld verloren.

Es geht der Familie nicht verloren. - Was soll das heißen?

Ihr beiden könnt rauskommen. Es ist alles geregelt.

Wo kommen sie her? - Aus dem Schlafzimmer.

Maggie, setz mich ins Bild, bevor meine Birne weich wird.

Es ist ganz einfach, Vater. Sie werden heiraten.

Heiraten? - Ja.

Du wolltest sie loswerden, hier sind ihre Männer.

Das ist sehr freundlich von ihnen, aber du hast dich verrechnet.

Es schmerzt mich, euch junge Damen daran zu erinnern,

wie's um die Mitgift bestellt ist.

Ich habe jetzt die Schuhgröße dieser beiden,

und wenn sie glauben, sie kriegen eine Mitgift,

wo ich gerade erpresst worden bin um 500...

250 für jede, Vater.

Willst du etwa sagen...

Du hast dein Wort gegeben, Vater.

Ich wurde reingelegt.

Das schafft dir im Laden die dummen Frauen aus dem Weg.

Ihr könnt mir alle gestohlen bleiben, hört ihr!

Ich führe das Geschäft mit Männern und zeige Salford, wie es sein soll.

Ich bin nicht blind und sehe, wem ich das zu verdanken habe.

Du tust mir leid, Will Mossop.

Insgesamt, bist du noch der beste von ihnen.

Ein Hergelaufener, aber du kennst das Handwerk.

Ja!

Grinst nur, ihr beiden. Wartet nur, bis der Zuwachs kommt.

Vater! - Ja.

Ihr sollt bald wissen, was es heißt, eine Frau zu heiraten.

Ich habe über 30 Jahre gelitten

und heute bin ich ein freier Mann.

Oh, Maggie, danke! - Gern, Liebes.

Es ist geschafft! Hurra!

Vicky!

Na, Zeit zu gehen.

Oh ja, ihr seht uns lieber von hinten.

Nein, ich bin froh, wenn ihr bleibt.

Ich nicht. Zeit, euch rauszuwerfen.

Kommt, wir holen eure Sachen.

Ich versteh nicht, warum ihr schon gehen sollt.

Ich habe gern ein bisschen Gesellschaft.

Auch in der Hochzeitsnacht?

Nun, ich war noch nie verheiratet.

Ich fühl mich ganz komisch.

Du warst doch mit ihr verlobt. - Aber nicht sehr lange.

Mit Maggie wird man nicht so leicht intim.

Gute Nacht, Will.

Gute Nacht, Maggie.

Hast du meinen Hut, Alice?

Bis zur Hochzeit.

Danach seid ihr zu fein für uns.

Aber nein!

Wir holen euch bald ein. Das ist nur der Anfang.

Gute Nacht.

Ich sag dir was, Will.

In einigen Jahren hält man von dir mehr als von deinen Schwagern.

Ich weiß nicht. Die haben uns viel voraus.

Ja, aber du hast mich.

Hol die Schiefertafel aus dem Schlafzimmer.

Ich räume inzwischen den Tisch ab.

Lass erstmal sehen!

Das hast du letzte Nacht bei Tubby gemacht?

Ja, deine Schrift wird besser.

Heute nur einen kurzen Satz. Es ist schon spät.

Es...

Ist...

immer...

Raum...

an...

der Spitze.

Nun schreib das ab.

Ich werf die Blumen von Mrs Hepworth fort.

Wenn wir morgen arbeiten, sind sie im Weg.

Ich dachte, ich presse sie in meiner Bibel zum Andenken.

Ich möchte gern an diesen Tag zurückdenken.

Ich bin müde.

Ich spüle erst morgen früh.

Ein unordentlicher Anfang, aber man heiratet nicht alle Tage. - Nein.

Ich geh ins Bett.

Schreib's einmal ab und komme dann.

Willie?

Ja, Maggie? - Ich bin bereit.

Donnerwetter!

An die Arbeit, mein Lieber.

Du kriegst dein Frühstück gleich.

Kundschaft!

Guten Morgen, Madam.

Guten Morgen.

Ein Paar Schnürsenkel, bitte. - Sofort!

Das macht einen Penny.

Danke.

Guten Morgen. - Madam.

Verdammt!

Wo kommst du her?

Du wirst einen Schreck kriegen.

Glaub ich nicht.

Ich habe gerade 120 Pfund bezahlt. - Was?

An Mrs Hepworth. Das ist ihr Kapital plus 20 Prozent.

Hier ist die Quittung. Wir brauchen sie nicht mehr.

Du brauchst mich also auch nicht mehr.

Maggie.

Freust du dich denn nicht?

Doch, doch...

Ich möchte nur bei allem gefragt werden.

Gott weiß, das alles hier ist nur dein Werk.

Ich wollte dich doch überraschen.

Schon gut, Lieber. Ich beklag mich nicht.

Heute ist Silvester.

Da fangen wir morgen ohne Schulden an.

Ich fühle mich wie ein Betrunkener.

Davon haben wir genug in der Familie, besonders an Silvester!

Los, zieh den guten Anzug aus und hilf mir mit dem Essen.

Tubby!

Ich...

Hol den Doktor! - Ja, Sir.

Oh, Jim, oh, Jim! - Henry.

Was ist los?

Vielleicht eine Leberkolik.

Schlimmer als das. Schlimmer.

Los, zurück ins Bett! Komm!

Der Doktor kommt gleich.

Ich empfange keinen Arzt im Bett.

Ich trete ihm unten entgegen.

Gib mir die Kleider!

Zusammenbruch heute Morgen? - Ja.

Hände ausstrecken.

Soll ich Ihnen wirklich die Wahrheit sagen?

Dafür bezahle ich Sie.

Chronische Alkoholvergiftung.

Ja. - Ein ernster Fall.

Ich weiß, dass es ernst ist.

Sie sollen mich heilen.

Haben Sie eine Frau?

Im Bett?

Weiter oben. - Bedauerlich.

Ein Mann wie Sie braucht eine Frau.

Ich bin nicht erpicht auf Frauen.

Den Apotheker-Dreck nehm ich nicht.

Mein Magen ist wählerisch.

Mr Hobson,

benehmen Sie sich oder ich stell ihnen den Totenschein aus.

Ist Ihnen klar, dass Sie sich in sechs Monaten zu Tode saufen?

Heute Morgen bekamen Sie eine Warnung.

Richten Sie sich danach.

Indem ich Ihren Mist nehme? - Genau.

Und Sie gewöhnen sich sofort das Trinken ab.

Soll ich etwa meine bescheidene tägliche Erfrischung aufgeben?

Ich verbiete Ihnen Alkohol.

Wenn mich der Suff fällen soll, dann falle ich kämpfend.

Das Leben muss sich lohnen, bevor ich's aufgebe.

Dann sind meine Dienste zwecklos.

Sind sie nicht. Ich bezahle Sie sofort.

Das wird das Beste für Sie sein.

Was tust du unter meinem Dach?

Ich wurde gerufen. - Wer rief dich?

Tubby. - Tubby ist entlassen.

Setzen Sie sich. - Er sagte, du seist sehr krank.

Das ist er, Mrs... - Mossop.

Ihr Vater trinkt sich zu Tode.

Was zwischen uns besprochen wurde, ist vertraulich.

Ich will alles hören.

Schmutzige Neugier!

Ich stimme Ihnen nicht zu.

Sie sind ein verbohrter Dummkopf,

aber ich mag Sie und lasse nicht zu, dass Sie sich umbringen.

Kann ich kurz allein mit Ihnen sprechen?

Danke.

Auf Wiedersehen, Mr Hobson.

Und ein glückliches neues Jahr.

Nun? Raus damit!

Man kann dich wohl nicht mehr allein lassen.

Alice und Vicky sehen nach dir.

Ich zahlte 500 Pfund, um sie loszuwerden.

Was ist mit dir? - Kommt nicht infrage.

Alice und Vicky haben Zeit. Wir haben ein Geschäft.

Ich geh jetzt zu Alice und Vicky. Wir kommen später am Nachmittag her.

Bind einen Kragen um, falls Will kommt.

Einen Kragen umbinden für Will?

Du hast keinen Sinn für Proportionen mehr, Mädchen.

Er soll mit Respekt behandelt werden.

Ich bin um ein Uhr zurück.

Ich geh wieder hin und räume auf.

Du zieh den guten Anzug an und den neuen Hut.

Ich erwarte dich um eins. - Ja, Maggie.

Und sei gegen Alice und Vicky von oben herab. - Ja.

Auch gegen Vater. So krank ist er nicht.

Ich bin nicht geübt darin gegen Mr Hobson.

Du schaffst das, Liebster.

Ja.

Ich tu's dir zuliebe.

Morgen, Miss Alice.

Wartet doch die Dunkelheit ab.

Die vertuscht nicht, was die Straße schon weiß.

Ich sage euch, es ist nicht mehr wie früher.

Kommt rein.

Morgen, Alice. Morgen, Vicky. Wo ist Vater?

Oben. - Hol ihn runter, aber schnell.

Ich habe viel zu tun in meinem Laden.

Ja, Willie.

Damals lief das Geschäft ja noch ganz gut bei Hobson.

Was meinst du? Es läuft immer noch gut.

Wärst du nicht in Rechtskreisen,

wüsstest du, wie der Laden deines Vaters heute bewertet wird.

Vicky sollte es wissen. Ihr Mann ist vom Fach.

Mein Fred vom Fach?

Nicht? - Er ist im Großhandel.

Das ist kein Handwerk.

Der Wert von Vaters Geschäft geht dich nichts an, Will Mossop.

Was tust du? - Ich schaue mir die Ware an.

Wenn ich einsteige, will ich wissen, wie es aussieht.

Du kamst, um nach Vater zu sehen.

Maggie kann das ganz nebenbei.

Ich kümmere mich ums Geschäft. - Will Mossop!

Weißt du, mit wem du sprichst?

Den kleinen Schwestern meiner Frau.

Er ist betrunken. - Wir müssen aufpassen.

Was meinst du? - Schau.

Nimm an, Vater geht's schlechter und sie sind hier.

Kannst du dir's nicht denken? - Fahr fort.

Es ist so schwierig zu sagen. - Sag's einfach.

Wenn er ihnen alles hinterlässt! - Da ist er.

Willie! Vater ist unten.

Hallo, Vater. - Alice.

Vater, du bist krank. - Vicky, mein Baby.

Schön zu wissen, dass meine Töchter nach mir gucken.

Aber natürlich. Komm und setz dich, Vater.

Du siehst gut aus. Und Farbe hast du.

Nun, ich bin sehr krank und brauche jemand, der mich pflegt.

Sie wissen Bescheid, Vater.

Wer von euch ist also bereit?

Ich kann nicht in meinen Umständen. - Was für Umstände?

Was flüstert ihr da?

Sie ist schwanger.

Und? Das kann jeder von uns zustoßen.

Maggie! - Was ist dabei?

Das ist nun mal in der Ehe so.

Maggie sollte es sein. Sie ist die älteste.

Ich sage... - Morgen, Vater.

Ich höre, du bist krank. - Ich bin ein neuer Mensch.

Es gab noch Luft nach oben. - Was?

Setz dich.

Lass uns keine Zeit vergeuden.

Zeit ist kostbar. Mein Laden.

Ist dein Laden wichtiger als mein Leben?

Ich bin um dein Leben besorgt, weil Maggie sich sorgt.

Aber mein Betrieb soll wegen dir nicht leiden.

Das hätte ich nicht von dir erwartet, Will.

Du hast keinen Grund, extra Zuneigung zu erwarten.

Oh! - Will!

Und wir sollen hier mitansehen, wie ihr mit Vater umspringt?

Ihr braucht nicht zu bleiben. - Das ist ein wahres Wort!

Aber Vater, liebster Vater!

Bist du bereit zu kommen? - Nein.

Du, Vicky? - Es ist mein Kind, Vater.

Mir egal, was es ist.

Kommst du oder nicht? - Nein, nicht.

Also gut.

Die, die nicht wollen, können gehen. Ich rede mit denen, die wollen.

Zeig ihnen die Tür, Will.

Vicky.

Ich weiß nicht.

Ihr seid herzlich mal sonntags zum Tee eingeladen.

Ha! Neureiche.

Nun, mein Lieber, ich sag dir, was wir tun.

Setz dich hin.

Jetzt können wir reden, wo die feinen Dämchen weg sind.

Sie sind vor Stolz aufgeblasen,

und den Unterschied zwischen euch und ihnen merke ich mir.

Es gibt Zeiten, wo man zurückhält, und solche,

wo man loslässt und freigiebig wird.

Ihr kommt hierher in dieses Haus.

Das hintere Zimmer ist für euch.

Dieses teilen wir uns. Maggie führt den Haushalt.

Wenn sie Zeit hat, kann sie im Laden helfen.

Für Will finde ich einen Job.

Du kannst deine alte Werkbank im Keller haben zum alten Lohn.

18 Schilling die Woche

und wir teilen uns die Haushaltskosten.

Wenn das nicht schön ist, na?

Komm, Maggie. - Ja, ich denke auch.

Woher die Eile?

Vielleicht ist es neu für dich, aber ich habe einen Laden

und verschwende hier meine Zeit.

Zeit verschwenden?

Maggie, ich habe Will ein Angebot gemacht.

Er hat seinen eigenen Laden.

Ein Mann, der für Hobson arbeitet,

braucht keinen eigenen Laden in einem miesen Keller.

Soll ich's ihm sagen oder gehen wir?

Geh! Ich halt dich nicht auf.

Wenn Willie geht, gehe ich mit.

Ich finde, du solltest reden.

Also gut.

Wir sind ein Jahr in dem miesen Keller.

Weißt du was?

Mrs Hepworths Darlehen ist zurückgezahlt.

Mrs Hepworth? - Ja.

Wir haben noch zusätzlich gespart.

Wir haben deine besten Kunden.

Es ist ein Keller, aber sie kommen zu uns.

Du verkaufst nur Holzpantoffeln. Alle kaufen bei uns.

Und du bietest mir den alten Job an mit 18 Schilling die Woche?

Dem Inhaber des Ladens, der deinen aussticht?

Aber du bist Will Mossop, mein alter Geselle!

Der war ich, aber ich habe mich seitdem entwickelt.

Deine Tochter hat was aus mir gemacht.

Und jetzt schlage ich dir was vor.

Ich verlege den Laden hierher und - das ist großzügig -

ich nehme dich zum Partner und gebe die dir Hälfte,

wenn du stiller Teilhaber bist und dich nicht einmischst.

Partner?

"William Mossop, vormals Hobson" heißt der Laden.

Moment. Dem stimme ich nicht zu.

So habt ihr euch das vorgestellt.

Ich dachte, ihr habt beide den Verstand verloren.

Das "vormals" klingt schlimm, Will.

Das ist mein Wunsch. - Warte mal.

Ich kriege einen halben Anteil an meiner eigenen Firma,

vorausgesetzt ich mische mich nicht ein, oder?

So ist es. - Unverschämtheit!

Schon gut. - Hast du das gehört?

Es ist schon entschieden, es geht nur noch um den Namen.

"Vormals Hobson" nicht.

Ich bin noch nicht tot, und das beweis ich euch.

Ich mag "Hobson und Mossop".

Sein Name auf meinem Schild?

Ich biete als letztes:

"Mossop und Hobson".

Nein.

Mossop und Hobson, oder wir bleiben im Keller.

Nun gut, Will.

Mossop und Hobson.

Na hör mal! - Fein.

Ich werde ein paar Änderungen vornehmen.

Änderungen in meinem Laden? - Guck dir den Stuhl an.

Man kann feinen Kunden nicht so einen Stuhl anbieten.

Wir haben einen Keller, aber sie sitzen auf Samt.

Samtpolster? So eine Verhätschelung.

Samtpolster für den Keller, Maroquin hier.

Leute zu verwöhnen lohnt sich. Wir verlegen einen Teppich.

Teppich? Maroquin? Junger Mann!

Das ist kein Schuh-Palast im feinsten Viertel Manchesters.

Noch nicht.

Aber er wird es sein.

Von der Chapel Street zum St. Ann's Square

ist's nicht weiter als von der Oldfield Road.

Ich hab einen Sprung gemacht und bald kommt der nächste.

Lass ihm Zeit. Es ist sehr plötzlich.

Ich fürchte, ich war zu hart zu ihm.

Klang ich selbstbewusst? - Das war richtig so.

Ich war nicht so sicher.

Aber ich sollte die Kraft nutzen, die du mir gibst.

Mein eigener Mut hat mich fast erschreckt.

Als wir wegen des Namens stritten, zitterten mir die Knie.

Es riss mich fort. Ich hätte nie gewagt, gegen dich zu sein.

Verdirb's nicht.

Du bist, wie ich dich wollte. Ich bin stolz.

Aber ich sagte solche Sachen zu ihm. Und sie klangen, als meinte ich sie.

Etwa nicht? - Ja, das ist das Schlimmste.

Ich meine, er und ich, er ist mein alter Meister und...

Du bist der neue!

Will, was machst du? Mein Ehering!

Du trägst lange genug Messing. - Den trage ich ewig.

Ich schenk dir einen richtigen. - Er bleibt, wo er ist.

Und wenn wir reich und stolz sind, sehen wir ihn uns lange an,

damit wir nicht die Wahrheit über uns vergessen.

Ich habe mich entschieden. - Ja, Mr Hobson?

Du hast mich dazu gezwungen. Es ist ein tiefer Fall.

Aber ich gehe zu Albert Prosser.

Albert Prosser? - Ja.

Ich werde dich in einem Vertrag zügeln.

Albert Prosser wird einen Teilhaber-Vertrag erstellen.

Ja, Vater. - Ja.

Verdammt!

Verdammt!

Tubby! In den Laden!

Verdammt!

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