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Kommen Sie!
Lass mich!
Max Schmeling hat seine Vaterlandspflicht tapfer erf�llt.
Wir d�rfen stolz auf ihn sein. Es tut mir leid, Frau Ondra.
Gehen Sie.
Kommen Sie, ich helfe Ihnen.
Hier ist noch einer, helft mir.
Schere.
Beeilung, wir r�cken ab. - Jawohl.
Haben Sie Wasser? - Bringen Sie ihm Wasser.
Wir r�cken ab. Lassen Sie alles zur�ck, was uns aufh�lt.
Was ist mit dem? Name?
Das ist Max Schmeling.
Schmeling. Ich hatte Nachricht, Sie seien gefallen.
Da hat nicht viel gefehlt.
Halt! Sie setzen noch eine Meldung nach Berlin ab.
Aber wir haben bereits alles eingepackt. - Dann packen Sie es wieder aus!
Jawohl.
F�hrerhauptquartier. Schmeling lebt, erwarte Befehle! Sofort!
Und warten Sie die Antwort ab. - Jawohl.
Er ist also nicht tot.
Mein Gott, wie viele Leben hat dieser Mann?
Die Informationen sind sicher. Sein Zug wurde ausgel�scht.
Zwei �berlebende. Einer davon Schmeling. Und der ist jetzt im Lazarett in Kreta.
Jetzt haben wir aus dem Mann auch noch einen verdammten Kriegshelden gemacht.
Dann schicken wir ihn doch wieder an die Front.
Nein, Schluss damit.
Schmeling wird aus der Wehrmacht entfernt, ganz still und leise.
Kein Wort mehr �ber ihn.
Der F�hrer will den Namen Schmeling nie wieder h�ren.
Sie bringen diesen Gefangenen zum Verh�r.
In zwei Tagen sollten Sie unser Lager erreicht haben.
Meine Route geht also Richtung Feind. - Nur bis zum Fluss. Hier.
Sie folgen dem Lauf. Sie sind doch ein K�mpfer, oder?
Ich soll wohl nachtr�glich die Meldung best�tigen, stimmt's?
Befehl ist Befehl, da machen Sie keine Ausnahme, Schmeling.
Mit ihm sprechen Sie kein Wort. Wenn er mit Ihnen redet, antworten Sie nicht.
Wenn er versucht zu fliehen, erschie�en Sie den Mann.
Verstanden?
Ein Wort und du bist tot.
Stopp! Sie sind zu schnell.
Vorsicht.
Sie sind alle tot. Das ist noch gar nicht lange her.
Weiter.
Ich kann Ihnen helfen.
Danke, Max Schmeling. - Sie kennen meinen Namen?
Sie sind bekannter als Hitler.
Wir m�ssen gehen.
Wir d�rfen hier nicht bleiben. - Ja.
Max. Dein Platz ist im Ring. Nicht im Krieg.
Was hat Sie hierher verschlagen? - Das ist eine lange Geschichte.
Na ja, der Tag ist auch lang, und wir haben noch einen langen Weg vor uns.
Vor 10 Jahren h�tte ich niemals geglaubt, dass all das passieren w�rde.
1930 ist mein Durchbruch gewesen.
Der Kampf gegen Jack Sharkey in New York.
Sharkey war bekannt als ein Blitzstarter. Ein verr�ckter Hund im Ring.
Wir schreiben die dritte Runde im Kampf zwischen Weltmeister Jack Sharkey
aus Amerika und unserem Max Schmeling, dem Herausforderer aus Deutschland.
Gro�artig, Max!
Sharkey setzt noch einmal alles aufs Ganze in dieser dritten Runde.
Er ist ein w�tender Schl�ger, der immer wieder nach vorne geht,
der diesen Kampf jetzt beenden m�chte. Aber Schmeling h�lt dagegen.
Er kontert immer wieder.
Sharkey ist beeindruckt, aber Schmeling kann sich noch nicht richtig durchsetzen.
L�uft gut, sehr gut, Max, sehr gut.
Hast du gesehen? Der Ami verliert an Kraft, der geht immer �fter in Clinch.
Der hat keine Kondition, aber du hast Kondition.
Ruhig, sehr gut.
Und jetzt ganz ruhig bleiben, immer wieder den Druck erzeugen,
lass ihm keine Ruhe mehr.
Sharkey ist ein wilder Stier, der hat sich schon ausgepowert.
Der hat keine Nerven f�r mehr als drei Runden.
Aber er ist auch ein K�mpfer.
Es geht weiter. "Max, weiter", das m�chte man ihm zurufen,
jetzt, in dieser Situation. Es geht um die Weltmeisterschaft.
Max Schmeling ist der Herausforderer. Kann er siegen heute?
Die Chancen stehen nicht schlecht, hier im Yankee Stadion in New York,
an diesem hei�en Juni des Jahres 1930. Das sind die letzten Minuten der Runde,
und Max Schmeling versucht noch einmal, sich gut in Szene zu setzen.
Ein Volltreffer auf Sharkey, der als j�hzorniger Boxer bekannt ist.
Und aus! Der ist doch tief! Ein tiefer Schwinger!
Max Schmeling sinkt zu Boden. Das ist ein Tiefschlag!
Ich hoffe, der Ringrichter hat es gesehen.
Das ist kein fairer Kampf, das ist kein professionelles Boxen!
Er liegt am Boden, er kann nicht mehr.
Das gibt es nicht!
Der Ringrichter warnt. Was passiert jetzt? Er muss es gesehen haben.
Das war kein fairer Schlag, das war ein unfairer Schlag,
der Ringrichter muss jetzt entscheiden.
Sieg durch Disqualifikation, der neue Champion: Max Schmeling!
Es ist geschafft, Max Schmeling wird zum Sieger erkl�rt!
Max Schmeling, unser deutscher Ulan hat es offensichtlich geschafft,
denn der Ringrichter wertet diesen Schlag als Tiefschlag, einen unfairen Schlag.
Und Schmeling ist der erste Weltmeister, wenn ich das jetzt richtig erkennen kann,
der aufgrund einer solchen Entscheidung die Weltmeisterschaft gewinnt.
Das gab es noch nie in der Geschichte des Boxsports,
dass ein Boxer durch Disqualifikation zum Champion erkl�rt wird.
Sieg f�r Max Schmeling.
Weg hier, haut ab!
Die wollen die Kampfb�rse sperren!
Verflucht nochmal!
Da h�ngen fast 200.000 Dollar fest!
Ich habe ihnen gedroht, das ganze Programm!
Wir m�ssen ein paar Tage abwarten. - Nein, ich will nach Hause.
Ja, klar...
Joe, du besorgst die Karten f�r die �berfahrt.
Ja. - Und ich gebe den Titel zur�ck.
Das tust du nicht. Nein, nein, nein! - Ich will nichts geschenkt.
Du beh�ltst den Titel. Du hast wohl einen zuviel auf den Kopf gekriegt.
Nein.
Du bist Weltmeister, Max, du hast den Titel verdient.
Du hast besser gek�mpft als dieser Betr�ger!
Betrachte die Disqualifizierung nur als eine Art Abk�rzung, komm schon.
Sag doch auch mal was.
Wenn du dich beweisen willst, Max, dann verteidigst du den Titel.
Dann zeigst du beim n�chsten Kampf, dass du ihn zu Recht tr�gst.
Einverstanden. Aber lasst uns jetzt nach Hause fahren.
Jawohl. Das ist mein Junge. - Ich gehe duschen.
Und wie wurden Sie zuhause empfangen?
Nicht ganz so, wie Sie es sich vorgestellt hatten, oder?
Ja, stimmt. Ich hatte wirklich was anderes erwartet.
Bist du noch immer nicht fertig?
Komm endlich. - Ich habe keine Lust, Joe.
Seit wir in Berlin sind, sagst du immer nur das eine: Keine Lust.
Die Leute wollen dich sehen, Max.
Du kannst dich doch nicht ewig verkriechen. Komm.
Ich habe einen Tisch reserviert.
Komm schon, Max.
Wir bleiben aber nicht lange.
Komm, wir m�ssen uns noch fein machen.
Das f�ngt gut an.
Ist das nicht wunderbar, wie sie dich lieben?
Und ohne dich bliebe unser Tisch ohne diese grazilen Sch�nheiten.
Genie�e es, Max. Die Leute wollen dich als Helden feiern.
Das muss man einfach respektieren.
Joe, das sind nicht die Menschen von der Stra�e.
Hast du die Zeitungen der letzten Tage gelesen? Das ist die Stimme des Volkes.
Meines Publikums. Ich h�tte Sharkey besiegen k�nnen.
Er wollte es ja so haben.
Es war ein Fehler. Unter dem leide ich mehr als er.
Na, Herr Schmeling, immer noch Nichtraucher?
Aber sicher.
Danke. - Rest zahlst du selbst.
Danke, Max.
Max, die kannst du doch im Kino anstarren, um die Ecke. Ich bin doch auch da.
Ja. - Zum Wohl.
Guten Abend! Max. - Oh, guten Abend.
Joe, warum treffen wir uns ausgerechnet hier?
Weil wir das immer tun. - Und warum ausgerechnet heute Abend?
Das machst du doch mit Absicht, oder?
Immer nur kritisieren, immer nur meckern.
Hier, lies das mal. - Was?
Und ich sage hier meine Faustregel:
Wenn du dich nicht benimmst, dann haue ich dir unter den G�rtel,
dass du Weltmeister wirst!
Meine Damen, ich empfehle mich.
Max! - Lass ihn, Joe.
Warum geht er jetzt schon wieder?
Er tut das, was er jeden Abend macht, seitdem wir wieder hier sind.
Das ist ja Wasser.
Herr Ober!
Ich wei� nicht, die Dame hat viele Verehrer, die Blumen schicken.
Darum mache ich es ja auch selbst, es ist mir ernst.
Das ist nicht ernst, das ist l�cherlich.
Herr Schmeling, was tun Sie hier?
Sie verstehen? Sie entschuldigen? Danke. - Danke.
Siehst du? So geht das?
Frau Ondra. - Danke sch�n.
Danke.
Du hast alles im Griff?
Was denn noch?
Da ist keine Karte drin, Sie wissen nicht, von wem die Blumen sind, gn�dige Frau.
Ich h�re. - Was?
Von wem sind die Blumen? - Max Schmeling.
Dann richten Sie dem Herrn Schmeling lieben Dank aus.
Aber...
Sie kennen Max Schmeling nicht? - Nein.
Ich kenne ihn gut, und ich wei�, er bringt mich um, wenn ich ohne was zur�ckkomme.
Aber Sie kommen doch nicht ohne was zur�ck.
Sie bekommen einen Bluterguss, das ist das Wenigste.
Sonntag in zwei Wochen, haben Sie da schon was vor?
Martha, kennen Sie einen Herren namens Schmeling?
Den Weltmeister? - Etwa den Boxer?
Ja, Frau Ondra.
Ach je, ich verabscheue Gewalt und rohe Menschen.
Sie verabscheut Gewalt, das sp�rt man aber sofort.
Sie mag keine rohen Menschen. Ich bin doch nicht etwa roh, oder?
Nein.
Ich habe eine zarte Linke und eine gef�hlvolle Rechte.
Lass es ruhig angehen, ja? Das ist nur ein Schaukampf, Max.
Er sieht seine Chance, den Weltmeister auf die Bretter zu schicken.
Das ist ein Anf�nger, der hat keine Chance.
Das sieht der Mann anders. Das sieht drau�en jeder anders.
Die wollen den Schmeling fallen sehen. - H�r mal, Machon.
Du st�rst, Joe.
Wir werden gleich einen ganz hei�en Kampf sehen.
Das wird ganz einfach. Die Ondra ist hier!
Sie sitzt schon am Ring, Max!
Ist sie nicht wundersch�n. - Los jetzt.
Einen Augenblick, Herr Schmeling. - Nein, nicht jetzt, tut mir leid.
Das ist der ung�nstigste Moment, einen Boxer zu sprechen.
Sie f�gen dem deutschen Boxsport einen erheblichen Schaden zu.
Sie sollten den Titel zur�ckgeben, das ist doch wohl ein Witz!
Mein Manager r�t mir ab. Nein.
Sie suchen Rat bei einem Juden? Das ist doch eine Frage der Ehre!
Wir wollen den Kampf fair, keine Tiefschl�ge, keine Kopfst��e, in die Ecken.
Boxt!
Eins, zwei, drei, vier...
Hast du das gemeint mit langsam angehen?
...sieben, acht, neun,
aus!
Sieger: Max Schmeling.
Die Leute wollten einen ganzen Kampf sehen, keine Kurzfassung.
Lasst mich gehen.
Sei froh, dass sie schon gegangen ist. Sie mag keine rohen Leute.
So, Sie haben also gewonnen.
Sie haben ihn ordentlich verdroschen, ja?
Frau Ondra, welch eine �berraschung.
Wissen Sie, ich w�nschte, ich k�nnte das auch hin und wieder tun.
Was denn?
W�tend werden und richtig austeilen.
Aber die Leute lieben Sie, Frau Ondra. - Herr Schmeling, Sie sind ein Star.
Sie haben Publikum, ich habe Publikum, glauben Sie mir,
ich wei�, was Sie heute Abend gef�hlt haben.
Und trotzdem sind Sie gegangen?
Das habe ich doch nur f�r Sie getan! - Wieso das?
Sie h�tten schlie�lich auch zu Boden gehen k�nnen.
Und w�re Ihnen das recht gewesen, dass ich zugegen bin bei Ihrer Niederlage?
Nein, sicher nicht. - Eben. Sehen Sie?
Wollen wir ein St�ckchen gehen?
Sie sind dort mal am Fluss gewesen?
Das war so sch�n. Unglaublich.
Warst du denn schon mal in Prag? - Nein.
Anny. - Karel!
Ich dachte, wir haben eine Verabredung.
Mein Gott, das habe ich total vergessen, das tut mir wahnsinnig leid.
Ich werde besser gehen. - Nein, bitte, Max.
Das ist Karel Lamac, mein Partner in unserer Produktionsfirma.
Und Karel - Max Schmeling. Der sollte dir ja ein Begriff sein.
Freut mich. - Ganz meinerseits.
M�chtest du eine Tasse Kaffee mit uns trinken?
Nein, das kann noch warten. Wir k�nnen uns morgen in Ruhe...
Nein, bitte setz dich. Stimmt was nicht?
Wir haben keine Drehgenehmigung bekommen.
Wieso?
Anscheinend waren die Formulare unvollst�ndig.
Papperlapapp! - Anny, machen wir uns nichts vor,
ohne Drehgenehmigung k�nnen wir nicht weitermachen.
Dann versuchst du es halt noch einmal.
Wer sonst?
Angenehm.
Siehst du, Max.
Das ist so ein Augenblick, in dem ich mir deine F�uste w�nschte.
M�chtest du Kaffee?
Den k�nnte ich jetzt wirklich gebrauchen.
Martha?
Und seitdem seht ihr euch immer �fter.
Ihr seid praktisch jeden Tag zusammen. Dann habt ich sicher auch schon l�ngst...
Ich frag ja nur, ich muss ja nicht alles wissen.
Sehr richtig. - Aber er ist dein Trainer.
Du solltest schon... Schon alleine wegen der Kondition,
nicht wahr, Machon?
Du musst deinen Manager schon ab und zu f�ttern, Max.
Die Leute lieben Geschichten.
Anny hat recht. Das Publikum ist empfindlich.
Keine Romanze in den Schmierbl�ttern.
Wir halten es geheim, verstanden?
Ist eure Entscheidung. Kommt Anny mit nach New York?
Nein. Sie hat Probleme in der Produktionsfirma.
Aber es ist deine Titelverteidigung. - Hoffentlich nicht meine letzte.
Aber treib es nicht zu sehr, das kostet viel Kraft.
Und die Wetten stehen 7 zu 5! Gegen uns!
Max Schmeling verteidigt seinen Titel gegen William, genannt Young Stribling.
Ein wohlerzogener Sohn aus gutem Hause, aber ein ganz unangenehmer Gegner
f�r unseren Weltmeister.
Stribling ist in Europa kein Unbekannter. Im letzten Jahr hat er eine Tournee
durch die alte Welt gemacht und dabei die amtierenden Meister geschlagen.
Das sollte Warnung genug sein f�r unseren Max.
Gut. Tief durchatmen, Max, tief durchatmen.
L�uft gut, l�uft ganz prima.
Er sticht mir immer wieder seinen Daumen ins Auge.
Ich kann nichts mehr sehen.
Warum tust du nicht dasselbe, Max? Ist doch kein Kindergarten hier.
Er muss was tun, er muss was tun! - Hau ab, Joe.
Sch�n vorbereiten, dann die Rechte, zweimal direkt hintereinander.
Dieser Kampf ist der erste, der in ganz Amerika im Radio �bertragen wird.
Und so ist die ganze Nation hautnah dabei.
Tribling landet eine Menge Treffer. Wieder einen!
Der Kampf scheint �ber die volle Distanz zu gehen.
Beide Boxer gehen immer verbissener zu Werke.
Aber weder Max Schmeling noch Young Stribling k�nnen einen,
k�nnen den entscheidenen Treffer landen.
Los, los!
Die Zeit l�uft davon, sie l�uft vor allem unserem Max Schmeling davon.
Max sollte sich nicht auf die Punktrichter verlassen.
Dieser Kampf steht jetzt auf des Messers Schneide! Es wird immer knapper.
Keine 20 Sekunden mehr!
Und da, Max Schmeling trifft, er trifft Stribling, er f�llt.
Aber was passiert jetzt? Er kommt wieder hoch,
aber was entscheidet Ringrichter Blake?
Max, gut!
Neun, aus!
Aus! Technischer K.O. Sieg f�r Max Schmeling, er hat seinen Titel verteidigt.
Hab ich es dir nicht gesagt? Er hat keine Power.
Der Junge Mann mit dem Sonderblatt. - Da ist er ja.
Hier, mein Junge. - Danke.
Die SA liefert sich in den Stra�en wieder K�mpfe mit den Rottrupps.
Komm.
Wann kommt das Land endlich zur Ruhe?
Anny, was ist denn?
Das gibt es doch nicht.
Jungs, die Kabel laufen hei�. Telegramme aus der ganzen Welt.
Jetzt haben wir auch noch die letzten Zweifler �berzeugt.
Ja bitte, verbinden Sie.
Max? - Anny?
Es ist alles aus! Es ist alles vorbei! - Was ist passiert, Anny?
Es ist in der Extraausgabe.
Joe, einen Drink?
Max, es war meine Idee, und jetzt werde ich dich verlieren.
Du wirst mich verlassen.
Ich wei�, es war meine Idee. Und jetzt wirst du mich verlassen.
Ich werde dich verlieren wegen so einem Bl�dsinn.
Anny.
Willst du meine Frau werden?
Was? Du verl�sst mich nicht?
Anny, willst du meine Frau werden?
Ja.
Ja, Max.
Gib mir die mal, Junge.
Bitte sch�n.
Lass mal. - 10 Pfennig, bitte.
Danke sch�n, Herr Schmeling.
Die Amerikaner werden sich diesmal nicht mehr so einfach den Weltmeistertitel
von einem Ausl�nder wegnehmen lassen.
Du meinst, das wird kein fairer Kampf?
Du h�ttest vielleicht lieber gegen Mickey Walker
oder Primo Carnera boxen sollen.
Herr Schmeling! Ein Autogramm bitte! - Aber gerne.
Danke.
Du hast meine Frage nicht beantwortet.
Du hast viele Freunde in Amerika, aber auch viele Kritiker.
Es wird diesmal nicht leicht f�r uns.
Das ist es doch nie, Joe.
Du musst Sharkey ausknocken, sonst wird's eng.
Komm, lass uns eine Kleinigkeit essen.
Ich gebe einen aus. Bist du sicher?
Es kommt zu wenig vom Herausforderer aus Amerika.
Heute, an diesem Junitag des Jahres 1932,
fast genau zwei Jahre nach dem ersten Kampf dieser beiden Kontrahenten.
Das ist zu wenig heute. Max Schmeling ist derjenige, der diesen Kampf beherrscht.
Er beh�lt Oberhand und zeigt jetzt noch einmal, wie man es machen muss.
Ja, das sind die Schl�ge, mit denen man sich Eindruck verschaffen kann.
Max Schmeling geht nach vorne,
und er scheint auch weitaus die bessere Kondition zu haben,
denn Jack Sharkey wirkt m�de.
Ich glaube, der hat keine Chance.
Aber jetzt greifst du an. Du kennst Sharkey, das macht ihn w�tend.
Dann wird er sich wehren. Dann verbraucht er seine ganzen Reserven.
Dann hast du ihn.
Wir gehen in die 15. Runde hier in New York.
Und was f�r eine gro�artige Leistung bisher
von unserem deutschen Helden Max Schmeling im Madison Square Garden.
Er hat diesen wilden K�mpfer Jack Sharkey im Griff.
Wenn wir ehrlich sind, kann es nur einen geben, der momentan diesen Kampf gewinnt,
denn Max Schmeling schickt sich an, in der 15. Runde noch mal alles zu geben.
Nachricht an alle Redakteure: Der Gewinner hei�t Schmeling.
Er forciert den Kampf und deckt Sharkey, der verausgabt wirkt, mit Schl�gen ein.
Was ist? Hier wird nichts mehr passieren. Das ist die letzte Runde.
Das ist nicht dieser wilde Boxer, Jack Sharkey,
der �ber Jahre dem Schwergewicht seinen Stempel aufgedr�ckt hat.
Auseinander!
Das war es.
Ein Knockout w�re mir lieber gewesen,
aber mit einem Punktsieg k�nnen wir auch leben.
Das ist jetzt das Ende des Kampfs.
Das l�uft auf einen eindeutigen Sieg von Max Schmeling,
unserem Max Schmeling hinaus.
Nun d�rfen wir gespannt sein, liebe Zuh�rer,
aber es ist einfach nur ein Urteil zu erwarten:
Ein Punktsieg f�r Max Schmeling.
Eines kann man ihm vorwerfen:
Dass er es vers�umt hat, den Kampf schon vorher zu beenden.
Sieger nach Punkten und neuer Weltmeister:
Jack Sharkey!
Was ist das denn? Das ist doch Schiebung!
Das kann doch nicht wahr sein!
Unglaublich! Sieger Jack Sharkey, das ist Betrug!
Das ist eindeutig Betrug!
Man hat uns betrogen!
Wir wurden betrogen!
Das gibt's doch nicht!
Das ist ein Ungl�ck f�r den Sport, meine Damen und Herren!
Schmeling hat eindeutig gewonnen.
Das gibt's doch nicht. Ihr habt Tomaten auf den Augen!
Die machen den Sport kaputt!
Betrug! Betrug! Was soll das?
Das k�nnen Sie mit uns nicht machen!
Hitler ist mit Wirkung von heute, 30. Januar '33, zum Reichskanzler ernannt.
Heil dem Deutschen Volke!
Max, du wei�t genau, wie viele gegangen sind.
Sogar Karel hat Deutschland verlassen.
Und stell dir vor, Martha will auch fort.
Sie hat Angst wie alle anderen.
Ich kann das niemandem verdenken, der geht.
Aber sollte man den Ring kampflos verlassen?
Max, das w�re ein sehr ungleicher Kampf und ohne Regeln.
Also, nur eine kleine Feier.
Richtig, eine kleine, feine Feier.
Du wirst sehen, das wird ein Strohfeuer.
Die Nazis werden sich nicht lange halten, niemand glaubt daran.
Heil Hitler.
Liebes Brautpaar, ich habe die Order, ein Geschenk des F�hrers zu �berreichen.
Mit den besten Gl�ckw�nschen.
Danken sie dem F�hrer. Das werde ich tun.
Der F�hrer liebt Miniaturen. - Offensichtlich.
Hier auch noch ein Geschenk unseres Hauses.
Gro�artig.
Und jetzt lasst uns feiern!
Seit wann liest du denn so ein Zeug?
Es gibt keine anderen Erfolgsmeldungen mir.
Lass dich nicht auf den Arm nehmen, Joe.
W�rden sie bitte kurz den Arm heben, Herr Schmeling? Danke.
Anny hat immer Recht, das wei�t du doch.
Womit?
Mit der Zeitung.
Es gibt schlimmeres, als dauernd in der Zeitung zu stehen.
Was willst du? Die Leute lieben euch.
Aber wollen die Leute mich so sehen?
Im Moment bin ich ein gut fotografierter Ehemann.
Wir kriegen nur Anfragen von schwachen Gegnern, von Nobodys, von Anf�ngern.
Die wollen alle nur auf deinen Zug aufspringen.
Es gibt jemanden.
Auf keinen Fall Max, so dumm kannst du nicht sein.
Joseph Louis Barrow.
Joe Louis?
Ich danke ihnen. - Ich habe zu danken.
Ihr Anzug ist in zwei Wochen fertig.
Joe Louis, kein anderer.
Nein Max, nein. Nur Verr�ckte wagen sich zu ihm in den Ring.
17 Siege durch K.O. Keinen Kampf verloren.
Und in Amerika empf�ngt man uns Deutsche im Moment auch nicht mit offenen Armen.
Lass doch Max auch mal was sagen.
Ich habe ein Telegramm bekommen.
Die B�rse von Louis ist ordentlich.
Das Risiko aber auch, Max.
Du �bersch�tzt dich. Die wollen dich nicht siegen sehen.
Die wollen ein Schlachtfest.
Max ist in Bestform. Au�erdem war er Weltmeister.
War, Joe. War.
Louis ist unschlagbar. Das wissen die.
Das wissen alle!
Der schickt seine Gegner ins Koma, einen nach dem anderen.
Also, was wollen wir machen?
Ich habe ihn k�mpfen sehen. Keine Chance.
Es gibt doch immer eine Chance.
Bitte, wie finde ich die Reichssportf�hrung?
Zweiter Stock, Herr Schmeling.
Danke.
Ich will den Bericht morgen fr�h um acht Uhr bei mir auf dem Schreibtisch.
Max Schmeling.
Nehmen sie Platz, Herr Schmeling.
Jawohl!
Sie haben mich vorgeladen?
Nein, eingeladen. Ich m�chte mit Ihnen Ihre Karriere planen.
Sie planen meine Karriere?
Sie sind dem Deutschen Volk,
insbesondere der deutschen Jugend ein gro�es Vorbild.
Das mag schon sein, aber ich...
Daraus leiten sich f�r sie einige Verpflichtungen ab.
Zum Beispiel?
Ihre Frau ist Tschechin, nicht wahr?
Worauf wollen sie hinaus?
Ihr Manager ist Amerikaner und auch noch Jude.
Und er ist mein Freund!
Was wollen Sie von mir?
Sie sollten endlich Ihre deutschen Pflichten erkennen.
Meine Frau verlassen und einen Freund verraten?
Ein deutscher Manager wird ihnen mehr K�mpfe in Deutschland anraten.
Also wissen sie, dass ich nach New York reisen werde?
Wir sind gegen einen Kampf mit diesem Neger, Herr Schmeling.
Wir?
Sie sollen ja nicht in den Ring, da kann ich sie beruhigen.
Ich muss ihnen doch nicht erkl�ren, dass dieser Kampf zwischen ihnen und Louis
kein gew�hnlicher Kampf ist.
Politik ist allein ihre Resort.
Das ist Amerika gegen Deutschland. Das ist Rassenkampf.
Der Arier gegen den unterentwickelten Bimbo.
Und sie machen sich trotzdem Sorgen?
Bei diesem primitiven Neger ist doch jeder menschliche Instinkt unterentwickelt,
das ist doch wohl offensichtlich.
Ich k�nnte verlieren, das ist offensichtlich!
Vor der Blamage haben sie Angst.
Sie sagen den Kampf ab, das ist ein Befehl.
Befehl? Mir?
Sie sind vor allen Dingen Deutscher und dem deutschen Volke verpflichtet.
Heil Hitler. - Heil Hitler.
Herr Schmeling, ich gr��e sie.
Herr Schmeling, der F�hrer l�sst fragen,
ob sie sich einen Sieg �ber den Neger tats�chlich zutrauen?
Ich steige in den Ring, um zu gewinnen.
Ja, ich traue ihn mir zu.
Beachtlich. - Niemand ist unbezwingbar.
Entt�uschen sie den F�hrer nicht.
Also, wir wollen einen Kampf gegen Joe Louis?
Sehe ich das jetzt richtig?
Heil Hitler. - Heil Hitler.
Ja, wenn der F�hrer seinen Adjutanten schickt, dann �ndert das alles.
Heil Hitler. - Heil Hitler.
Joe.
Entschuldige bitte die Versp�tung, ich hatte einen anstrengenden Tag.
Wartest du schon lange?
Der F�hrer sagt "ja".
Das ist ja wunderbar. Dann ist ja alles in Butter.
Der interessiert sich wohl scheinbar f�rs Boxen.
Der interessiert sich doch nur f�r seinen Endsieg.
Damit hat er den Ruf Deutschlands total ruiniert.
Glaubst du, die Leute da drau�en wissen nicht, was hier gespielt wird?
Der braucht deine guten Kontakte nach Amerika.
Damit er die Olympiade herkriegt, das ist es.
Soll ich darum etwa absagen?
Du bist Max Schmeling, der Champion.
Du bist doch kein Politiker.
Du wirst k�mpfen, mein Junge.
Du kannst also unsere Zusage telegrafieren.
Nein, ich nehme morgen den Zeppelin nach New York
und werde mir am Sonntag den Louis-Kampf ansehen.
Und dann werde ich noch ein bisschen herumspionieren.
Um so besser.
Bleibst du heute Nacht hier, oder f�hrst du noch zu Anny raus?
Ich bleibe hier.
Guten Abend!
Dasselbe Zimmer wie immer, bitte.
Es tut mir leid.
Was tut ihnen leid?
Ist jemand gestorben?
Wir behalten uns vor, unsere G�ste zu w�hlen.
Wollen sie damit sagen, sie haben freie Zimmer, aber kein Zimmer f�r mich?
Entschuldigung. Wissen sie, wer ich bin?
Selbstverst�ndlich, Herr Schmeling.
Aber sie wissen nicht, wer vor ihnen steht.
Unser Haus hat leider Richtlinien im Interesse unserer anderen G�ste.
Soll ich ihr Hotel verlassen? - Das hat keinen Sinn.
Er bekommt ein Zimmer f�r diese Nacht, jetzt sofort.
Ich w�nsche einen angenehmen Aufenthalt.
Es wird immer schlimmer.
Mach dir keine Gedanken.
Solange du siegst mach ich mir auch keine.
Seht ihr das? - Ja.
Ich sehe eine Kampfmaschine.
Ich sehe Gefahr.
Ich sehe die Niederlage, Max.
Louis ist viel zu stark f�r uns, wir m�ssen absagen.
Perfekte Schl�ge. - Die halte ich aus.
Perfekte Deckung.
Ich habe ihn selbst gesehen, ich stand am Ring.
Da kannst du austeilen, so viel du willst.
Das wird nichts.
Wir k�nnen immer noch da raus.
Wir erkl�ren das der Reichssportf�hrung... - Joe!
Siehst du das denn nicht?
Max, seine Haken sind m�rderisch.
Schau genau hin!
Was seht ihr da blo�?
Du hast Recht.
Halt mal an, Joe.
Ist das gut oder schlecht?
Verstehe. Deine Rechte m�sste dem knallhart kommen.
Direkt vorm Kinn.
Habt ihr seinen Punch gesehen?
Der hei�t doch nicht umsonst "Der Braune Bomber"!
Ja, das w�re eine Chance.
Die einzige.
Extrablatt!
Schmeling gegen Louis!
Der Jahrhundertkampf in New York!
Der Braune Bomber gegen unseren Schwarzen Ulan vom Rhein.
Experten in aller Welt sehen keine Chance f�r Max.
Louis unbezwingbar!
17 Siege und nicht eine Niederlage!
K.O.-Bomber will fr�he Entscheidung
Extrablatt! Rundfunk�bertragung vom Ring!
Max, ich habe ein schlechtes Gef�hl.
Ich habe dar�ber nachgedacht, und ich muss die Firma liquidieren.
Bist du sicher?
Ja, wei�t du, viele von meinen Partnern sind... waren j�disch.
Und sie sind alle weg.
Die meisten davon ohne Abschied.
Ich wei� also nicht mal, ob sie inhaftiert oder geflohen sind.
Ich mache mir solche Sorgen um diese Menschen.
Und was ist mit Martha?
Martha? Du wei�t doch, sie hat Verwandte in England.
Und dort will sie so schnell wie m�glich hin.
Wir werden ihr helfen.
Danke, Max.
Anny, dir wird nie etwas geschehen.
Daf�r werde ich sorgen.
Nochmal.
Jawohl.
Und nochmal, los.
Ach, k�nnen Sie nicht ihre Schuhe abputzen?
Da k�nnte ja jeder daherlaufen.
Name?
Entschuldigen Sie bitte.
Scheren Sie sich weg!
Was ist passiert?
Reichsminister Dr. Goebbels l�sst fragen, ob ihnen ein Besuch genehm w�re.
Jetzt?
Heute abend.
Sie meinen wegen Max' Boxkampf?
Jawohl. - Bei ihm zuhause?
Wagen und Fahrer stehen unten.
Danke.
Schicken Sie das nach New York.
Ich will nicht, dass Schmeling dummes Zeug vor der Auslandspresse redet.
Und sorgen sie daf�r, dass er die Anweisungen auch bekommt.
Anny Ondra besucht Familie Goebbels.
Was ist los?
Ein Wunsch des Reichsministers.
Zur Unterhaltung von Frau und Kindern offenbar.
Die Ondra hat zugesagt.
Was erdreistet sich diese Tschechen-G�re.
Und was ist blo� in den Reichsminister gefahren?
Ja gut, ab!
Mister Schmeling, bitte!
Kein Kommentar.
Okay. - Okay.
Okay. - Okay.
Siegen Sie f�r den Deutschen Boxsport und f�rs Vaterland.
Reichssportf�hrer Hans von Tschammer.
Die Nazis m�ssen immer und �berall dabei sein.
Das ist ein Boxkampf, mehr nicht.
Nur ein Boxkampf? Wenn du dich da mal nicht irrst.
Ich geh auf Toilette.
Hey Max.
Ich freue mich, dich vor dem Kampf noch einmal zu sehen.
Ich werde dich ausknocken.
In welcher Runde?
Runde eins.
Ich sehe dich im Ring, Joe. - Okay, Max.
Max? Alles okay?
Ja.
Joe Louis und Max Schmeling haben den Ring betreten
und werden von Ringrichter Donovan eingewiesen.
Ich will einen sauberen und fairen Kampf sehen. Gehen Sie in ihre Ecken.
Meine Damen und Herren, der Jahrhundertkampf kann beginnen.
Boxt!
Joe Louis, seit Beginn seiner Karriere ungeschlagener Favorit,
17 Siege durch K.O., eine K.O.-Maschine.
Max, achte auf seine Linke.
Und wieder Joe Louis.
Er beginnt so, wie man sich das hier vorgestellt hat.
Joe Louis, der Braune Bomber geht nach vorne,
es ist ein Heimspiel f�r ihn.
Max muss verdammt aufpassen.
Ein Heimspiel hier im Yankee-Stadion in New York, im Juni 1936.
Im Juni, in dem Schmeling immer in den USA zu boxen scheint.
Deine Rechte kommt zu kurz, Max.
Seine Linke kommt zu oft durch.
Max, das setzt dir zu.
Der kann zuschlagen. - Ja, du etwa nicht?
Denk an deine Rechte. Mehr die Rechte. Die kommt viel zu kurz, Max.
Hier, Wasser.
Max Schmeling ist auch jetzt wieder unter Druck.
Der Ulan vom Rhein nimmt eine Linke vom Neger.
Max Schmeling kann sich befreien aus dieser misslichen Situation am Seil.
Dreht sich raus, das macht er gut.
Immer wieder Louis. Max, du musst auf der Hut sein!
Louis, immer wieder die Linke.
Und was kommt von Max Schmeling? Im Moment ist das nicht viel.
Er muss mehr machen.
Er kann diesen Kampf nicht gewinnen, wenn er so defensiv bleibt.
Louis, immer wieder die Linke.
Max Schmeling nimmt die Hiebe seines Gegners l�ngst gelassener.
Und wieder mit der F�hrhand eine Doppellinke von Joe Louis.
Max muss was tun. Wir sind hier in Amerika!
Wir k�nnen hier nicht nach Punkten gewinnen.
Wasser.
Kein einziger Konter von dir. Was ist los, Max?
Ich warte auf seine Linke.
So sieht das auch aus. Louis wird's dir danken.
Halt die Deckung hoch!
Das ist die Sensation heute. Max Schmeling teilt selber ganz kr�ftig aus.
Und der Neger Joe Louis ist �berrascht.
Ja, Max Schmeling geht nach vorne. Was macht er jetzt?
Max Schmeling schl�gt zu. Ja, das war die Rechte. Bravo, Max, bravo!
Ja, da ist die Rechte! Joe Louis ist am Boden,
Max Schmeling hat den Braunen Bomber kurzerhand niedergestreckt.
Bahnt sich hier eine Sensation an? Aber Loe Louis steht wieder.
Joe Louis ist zur�ck im Kampf.
Aber Max Schmeling l�sst nicht locker.
Max Schmeling greift seinen Gegner jetzt pausenlos an. Wer h�tte das gedacht?
Alle waren davon ausgegangen, dass der Braune Bomber diesen Kampf bestimmen wird.
Das ist eine Sensation, was sich hier anbahnt.
Wenn Max Schmeling so weiter macht, dann kann er es schaffen.
Jetzt konzentrierst du dich.
Die Linke kommt immer �fter. Dann die Rechte, nur die Rechte.
Jetzt machst du Schluss! Ende!
Jetzt wird Joe Louis nat�rlich versuchen,
in dieser Runde in den Kampf zur�ckzukommen.
Unser Schwarzer Ulan vom Rhein, er hat den Kampf im Griff,
er hat das Heft des Handelns in der Hand.
Ja, noch eine Rechte, ja! Ja, setz nach!
Ja!
Schmeling trifft mit einer weiteren Rechten und setzt noch einmal nach.
Ja, ja, ja! - Aus!
Ja!
Es ist aus! Es ist aus, die Sensation ist perfekt! Aus, aus, aus!
Es ist eine Sportsensation! Der Schwarze Ulan ist der Sieger! Sieg durch K.O.!
Ein gro�er Erfolg f�r Deutschland.
Die Sensation ist perfekt! Max Schmeling, unser Max, der Deutsche,
hat den Braunen Bomber niedergestreckt!
Jetzt geht Max Schmeling zu seinem Gegner in die Ecke.
Joe Louis ist v�llig benommen, er kann sich nicht mehr alleine bewegen.
Joe Louis ist geschlagen.
Das Deutsche Reich ist stolz auf Ihren Mann, Frau Ondra. Sie k�nnen auch stolz sein.
Das bin ich.
Ich werde sofort unsere Gl�ckw�nsche und Aufmerksamkeiten
nach New York senden lassen. - Das ist sehr freundlich von Ihnen.
Der Fahrer steht f�r Sie bereit.
Frau Ondra, haben Sie Dank f�r Ihre Gesellschaft.
Ich danke Ihnen. Ich bin heute schon sehr m�de. Guten Abend.
Hier habe ich �ber tausend Telegramme, Jungs.
Und es nimmt kein Ende.
Heinz R�hmann, Hans Albers.
Adolf Hitler. "Ganz Deutschland kann heute stolz sein."
"Ganz Deutschland war gestern im Ring."
G�ring sagt dir einen kapitalen Hirsch zu.
Der dicke G�hring will mit dir zur Jagd gehen. Marlene Dietrich, Ernst Lubitsch.
Gary Cooper, Clark Gable.
Was ist eigentlich mit Louis? - Ach, dem geht es wieder ganz gut.
Er kann es immer noch nicht glauben, dass du ihn ausgeknockt hast.
Er meint, Hitler h�tte ihm sein Essen vergiftet.
Louis hat noch nie verloren, noch niemals. Daran muss man sich erstmal gew�hnen.
Mach dir keine Gedanken.
Nein, die mache ich mir nicht. Irgendwann verliert jeder mal.
Goebbels: "Ich wei�, du hast f�r Deutschland gek�mpft.
Es war ein deutscher Sieg."
Anny hat die Radio�bertragung im Kreise der Familie Goebbels geh�rt.
Wann fahren wir eigentlich nach Hause, Joe?
Joe, was ist los?
Was?
Redet mit mir!
Joe wird nicht mit zur�ck nach Deutschland reisen, Max.
Du bist mein Freund.
Ja. Und genau das ist den Nazis ein Dorn im Auge.
Max, ich bin Jude. Ich kann nicht mehr nach Deutschland.
Da kommt er!
Wo ist Anny? - Die wartet zuhause.
Sie will den Trubel nicht.
Herr Schmeling, ich gratuliere! Der F�hrer stellt Ihnen seinen Wagen zur Verf�gung.
F�r Sie haben wir nat�rlich auch ein Fahrzeug, Herr Machon. Bitte da lang.
Gratuliere! - Gro�artig!
Gratuliere! Gratuliere, Herr Schmeling.
Gratulation!
Bravo, bravo!
Reinhard, was machst du hier drau�en?
Guten Tag, Herr Schmeling.
Was ist denn, Kleiner? - Ich habe Hunger.
Komm mal mit!
Hat deine Mutter nichts gekocht?
Ich sollte mich verstecken, so schnell ich konnte, sodass mich niemand findet.
Ganz leise sollte ich sein. - Das hat deine Mutter gesagt?
Und ich sollte mir keine Sorgen machen. - Ganz richtig, mach dir keine Sorgen.
Mutti hat gesagt, sie kommt bald wieder.
Die M�nner sind in die Wohnung und haben deine Mutter mitgenommen?
Trugen sie Uniform? - Ich soll mir keine Sorgen machen.
Was k�nnen wir tun?
Vermittlung. - Reichskanzlei.
Was ich gesagt habe?
Sie glauben doch wohl nicht, dass ich den F�hrer mit solch einer Farce bel�stige?
Dann ist ja alles in Ordnung. - Ach ja?
Schmeling will sein Gesuch dem F�hrer pers�nlich vortragen.
Wie bitte?
Und der wir Sie fragen, was ich Sie jetzt frage:
Haben Sie den Mann denn �berhaupt nicht unter Kontrolle?
Ich werde mit Schmeling sprechen, darauf k�nnen Sie sich verlassen.
Nein! Sie werden diese Frau finden, diese Nachbarin. Und zwar ein bisschen flott!
Aber... - Haben wir uns verstanden?
Jawohl.
Zur Seite!
Zur Seite!
Elisabeth Gohrmann?
Elisabeth Gohrmann, vortreten!
Abmarsch!
Anny! Kannst du nicht schlafen? - Nein.
Was h�lt uns hier, Max?
Du willst Deutschland verlassen? - Warum nicht?
Ich habe Angst. Und ich habe jeden Grund, Angst zu haben.
Max Schmeling verl�sst Deutschland. Ein Verr�ter w�re ich dann.
Das ist doch nicht wahr!
Aber so w�rden sie es darstellen, das wei�t du.
Das muss dich doch nicht k�mmern, was irgendjemand sagt oder irgendjemand denkt.
Nicht meinetwegen. Aber es k�me einem Erdbeben gleich.
Unsere Freunde m�ssten ausbaden, was wir hinterlassen.
Wie? - Sie alle w�ren Verr�ter.
Ihnen allen w�rde unterstellt, davon gewusst zu haben.
Aber wenn wir bleiben, kann ich helfen. - Ja. Solange du denen etwas wert bist.
Max, die Nazis besetzen inzwischen jeden wichtigen Posten im Filmgesch�ft.
Ich werde keine Filme mehr drehen, Max.
Anny, auch Boxer haben eine kurze Glanzzeit.
Das spielt doch aber f�r dich und f�r mich keine Rolle. Wir haben uns!
Lass uns fort gehen. Wir bleiben in Deutschland, aber verlassen Berlin.
Wo m�chtest du hin? - Aufs Land, nicht weit von hier.
Pommern vielleicht.
Sieh dir das an!
Es ist wundervoll. Wei�t du, so was m�ssten wir finden.
Erstens ist es nicht weit weg von der Stadt, und dann stell dir mal vor,
du stehst auf in der Fr�h und du siehst auf diesen Garten und du hast all dieses...
Anny! - Was?
Ich freue mich, dass es dir gef�llt.
Es geh�rt uns. - Was?
Hast du ihnen gesagt, dass sich f�r sie nichts �ndert?
Ja, habe ich. Es gibt schlie�lich genug Arbeit f�r alle hier.
Ja, allerdings.
Herr Schmeling, wo soll ich das hin bringen?
Bringen Sie es bitte ins Wohnzimmer.
Max? Wei�t du eigentlich, wie gl�cklich ich mit dir bin?
Vermisst du die Stadt endlich?
Nicht wirklich.
Anny ist gl�cklich auf dem Land. Und wenn sie es ist, bin ich es auch.
Also war es gut, dort zu investieren?
Wenn du siehst, wie das Geld verf�llt.
Ich habe mein ganzes Verm�gen in das Gut gesteckt, das ist sicherer.
Und wir haben hier unsere eigene Welt.
Sch�n, Sie mal wieder hier zu sehen, Herr Schmeling.
Ich danke Ihnen.
Fr�her war mal dieser Laden hier deine eigene Welt, Max.
Joe ist weg, viele sind gegangen. Noch viel mehr sind einfach verschwunden.
Ja, es wird Zeit, dass sie da verschwindet.
Bitte sehr. - Danke sch�n.
Joe hat sich gemeldet.
Wie geht es ihm? Was telegrafiert er?
Er sagt, Louis trainiert wieder. Er hat ihn k�mpfen sehen.
Er sagt, der Mann ist gut wie nie.
Murdoch hat gegen mich gekniffen und so seinen Titel behalten.
Die Niederlage gegen Louis hat ihm nicht weh getan. Er hat an ihr verdient.
Er ist an den zuk�nftigen B�rsen von Louis beteiligt.
Mir ging es ums Geld, Louis geht es ums Boxen.
Ich will wieder gegen ihn k�mpfen.
Dann m�ssten wir aber auch so gut sein wie die.
Wann und wo?
Max, Louis hat aus seinen Fehlern gelernt. - Und das bedeutet was?
Das hei�t, der Mann ist jetzt noch gef�hrlicher.
Und bedeutet das auch, das ich kneifen soll wie Murdoch?
Ja.
Ich habe ihn K.O. geschlagen. Louis ist nie zuvor K.O. gegangen.
Ich schulde ihm eine Revanche. - So einfach ist das nicht.
Doch, genau so einfach ist das. - Du und deine verdammte Ehre.
Ich werde k�mpfen!
Das will ich in einer Stunde auf dem Tisch haben!
Ach, Herr Schmeling! Das Landleben bekommt Ihnen wohl nicht?
Seit Wochen h�re ich gar nichts, seit Monaten bekomme ich nur Absagen von Ihnen.
F�r die K�mpfe, die ich f�r Sie als Reichssportf�hrer vorsehe...
In irgendwelchen Sporthallen? Passend zu Ihren Propagandafeiern?
Ich habe einen Manager, der meine K�mpfe aushandelt.
Der Jude ist und im Ausland sitzt. - Ich boxe im Ausland.
Sie sollten mehr in Deutschland boxen. Deutsche Siege f�r Deutschland.
Denn in Ihrem Alter sollten Sie daran denken, dass Ihre Zeit bald um ist.
Zerbrechen Sie sich nicht meinen Kopf.
Sie werden mir irgendwann noch mal dankbar sein, einen Trainerposten zu bekommen.
Das denke ich nicht.
Wovon wollen Sie leben, wenn Sie nicht mehr boxen, Schmeling?
Von meinen Ersparnissen? Den Kampfb�rsen?
Ein Grund mehr, im Ausland zu k�mpfen.
Wie viel mehr wird das wohl sein?
Mein n�chster Kampf bringt so etwas eine Million Reichsmark, Herr Reichssportf�hrer.
Ich w�nsche Ihnen einen sch�nen Tag.
Die Stimmung ist gekippt.
Ich denke, die Amis kennen und m�gen mich?
Die ganze Welt blickt auf Deutschland. Die Judenverfolgung, die Kriegspl�ne.
Die Menschen machen sich Sorgen. - Ich bin doch kein Nazi!
Du bist Deutscher, das reicht denen.
Ihr habt eure Befehle. Die Reichskanzlei telegrafiert: Sieg um jeden Preis!
Hitler erwartet den Sieg der Herrenrasse. Goebbels, Himmler, die spielen alle mit.
Das ist doch nur Sport.
Ich wei�. Aber die da drau�en sehen nur den, der sich mit deinem...
Hey, Max!
Danke f�rs Kommen. - Sch�n, dich wiederzusehen, Joe.
Auf einen fairen Kampf. - Ich sehe dich im Ring, Max.
Ich sehe euch am Ring, Jungs. - Klar, Joe.
Okay, danke.
Es geht los, Max.
Wir schreiben das Jahr 1938. Dies ist das Yankee-Stadium, hier in New York,
und es ist der R�ckkampf, es ist die Weltmeisterschaft im Schwergewicht.
Zwischen unserem Max Schmeling, dem Schwarzen Ulan vom Rhein
und Joe Louis, dem Braunen Bomber aus Amerika.
Boxt!
Es geht los, die Massen sind begeistert.
Joe Louis, wird er noch ein Mal so abwartend boxen, wie im letzten Kampf?
Oder wird er sich heute steigern?
Da kommt schon die erste Linke, Max Schmeling ist in die Defensive gedr�ngt.
Max Schmeling versucht, sich hier im Ring zu bewegen, aber es f�llt ihm schwer.
Dieser Joe Louis, das ist heute ein ganz anderer Joe Louis als im ersten Kampf,
und Max Schmeling muss schon schwer einstecken.
Wach auf!
Abstand halten!
Immer wieder deckt er ihn mit Schl�gen ein. Linke Gerade, rechte Gerade,
der Neger kommt fl�ssig. Louis zeigt, was in ihm steckt.
Oh je, Max Schmeling in den Seilen, der Neger deckt ihn mit Schl�gen ein.
Und da ein Schlag auf die Nieren, Max Schmeling ist verteidigungsunf�hig,
in dieser Phase schon. Und wieder schwere Treffer von Louis.
Und da geht er schon das erste Mal zu Boden, nach einer ganz harten Kombination.
Box!
Box!
Und da f�llt der Max! Und wir m�ssen wieder leiden, Max Schmeling ist am Boden.
Und Ringrichter Arthur Donovan z�hlt. Max, kommt er nochmal hoch? Nein!
Nein, es ist vermutlich das Ende. Nach nur 127 Sekunden,
wenn ich das richtig erkennen kann. Nach nur zwei Minuten ist dieser Kampf beendet.
Eine Schande f�r Deutschland, Max Schmeling hat den Kampf verloren,
Joe Louis ist der Weltmeister.
Der Name Schmeling verschwindet aus der Presse, aus allen Bl�ttern.
Und der Empfang in der Reichskanzlei?
So was muss man sich verdienen. Der F�hrer hat kein Interesse an Erkl�rungen
und Ausfl�chten. Der F�hrer erwartet deutsche Siege.
Jawohl. Ich werde das N�tige in die Wege leiten. Heil Hitler!
Heil Hitler!
Und nun?
Ich fahre ins Hotel.
Mach es gut.
Judenfeind!
Halt! Fahren Sie hier rein!
Wird auch Zeit, dass wir Deutschen es den Juden zeigen.
Sie sollen meine Kinder in Ruhe lassen! - Raus, vorw�rts!
Herr Lewin, sind Sie verletzt?
Das sind Juden! - Haut ab! Haut ab!
Das Judenpack nehme ich nicht mit! - Sie fahren, oder ich fahre!
Los, kommt.
Nehmen Sie den Koffer.
Kommt runter von der Stra�e.
Fahren Sie ab!
Herr Schmeling, ich danke Ihnen.
Ihr versteckt euch so lange in der Werkstatt, h�rt ihr?
Die sollen zur�ck? Das ist doch viel zu gef�hrlich.
Ich muss meine Frau suchen. Ich habe keine Wahl.
Lassen Sie die Jungs bei mir, wir warten im Hotel auf Sie.
Nun gehen Sie Ihre Frau suchen. - Ich danke Ihnen.
Papa! - Werner, alles wird gut, keine Angst.
Wenn sich die Lage beruhigt hat, bringe ich euch zu eurem Vater zur�ck.
So lange m�ssen wir uns hier ruhig aufhalten.
Ihr habt doch bestimmt Hunger, oder?
Ich habe heute extra K�nigsberger Klopse f�r Sie gemacht.
Vielen Dank, Lily. - Gerne. Guten Appetit!
Danke.
Anny, in Berlin ist der Teufel los.
Das habe ich geh�rt. Im Radio sprachen sie vom Volkszorn.
Das kannst du dir nicht vorstellen. Menschen jagen Menschen wie Tiere.
Unfassbar!
�berall Br�nde, zerst�rte Fensterscheiben. Und mittendrin Lewin mit seinen Kindern.
Ich konnte sie gerade noch vor der Meute retten.
Gott sei Dank sind wir hier.
Anny, ich bin so froh, dass wir uns haben. Ich habe dich sehr vermisst.
Max! War das n�tig? Das muss doch nicht wirklich nochmal sein, oder?
Sie haben mich verspottet, beschimpft und mit M�ll beworfen.
Ich habe verloren. So kann ich nicht abtreten. Ich werde wieder aufstehen.
Ich wei�. Und das wirst du. Mahlzeit.
Sag mal, hat sich eigentlich bei dir jemand von Hitlers Leuten gemeldet?
Nein. Warum auch? Es war kein deutscher Sieg.
Es war eben nur meine Niederlage.
Demnach plant Schmeling die n�chste Blamage f�rs Deutsche Volk.
Sind das gesicherte Informationen? - Ja, er will wieder im Ausland boxen.
Na ja, Sie wissen ja, wie das ausgeht. Er hat sich ja schon mal �bersch�tzt.
Der F�hrer duldet keine deutschen Niederlagen.
Ganz meine Ansicht.
Dann sagen Sie Schmeling einfach, dass er keinen Kampf im Ausland ausfechten wird.
Ich habe den Mann nicht unter Kontrolle.
Wir k�nnen mit dem Mann als Athleten nichts mehr anfangen, da nehmen wir ja Schaden.
Was schlagen Sie vor?
Na ja, als Held und Vorbild taugt er allemal noch.
Sieh dir das an.
Die fahren nach Osten, es gibt Krieg.
Herr Schmeling, ich habe ein Einschreiben f�r Sie.
Darf ich Sie bitten, den Empfang hier zu best�tigen?
Danke sehr.
Ist das ein Gestellungsbefehl?
Offenbar.
Max, kein Athlet wie du wird zur Waffe gerufen.
Zu den Fallschirmj�gern. Das war so abgesprochen.
Max, wir m�ssen weg.
Ganz ruhig, Anny. Ich bin noch nie weggelaufen.
Und ich fange nun nicht damit an.
Das solltest du aber.
Ich habe keine Ausbildung als Fallschirmspringer.
Ich soll die Rekruten wohl nur auf ihre Sportlichkeit testen.
Max, jetzt h�r auf, die wollen dich loswerden!
Anny, wahrscheinlich soll ich die Jungs nur aufmuntern, trainieren vielleicht.
Du wirst schon sehen. Ist ganz ungef�hrlich.
Sie haben noch Schmerzen. - Ja.
Es ist nicht so wie beim Boxen. Im Krieg sind Schmerzen dein Freund.
Eine Verletzung ist eine Fahrkarte in die Heimat.
W�re m�glich. - Glauben Sie mir.
Das war es f�r uns beide.
Gehen Sie nach Hause.
Sie kriegen sicher Probleme.
Schon in Ordnung.
Auf Wiedersehen.
Alan!
F�r unterwegs.
Wo wollen Sie hin? - Ich gehe nach Hause. Nach Gut Ponickel.
Das ist Irrsinn, die Russen kommen. Steigen Sie ein, wir nehmen Sie mit.
Nein, danke, ich muss nach Hause. Meine Frau wartet auf mich.
Anny!
Anny!
Anny!
Max!
Ich habe versprochen, ich komme zur�ck. Wir haben es uns doch versprochen!
Max, kannst du mir mit dem Koffer helfen?
Ich mache weiter.
Joe war auch so ein lieber Mensch.
Er ist leider viel zu fr�h gestorben.
Anny, wir m�ssen uns beeilen. Die Russen werden alles niederrei�en.
Komm, Anny!
Name? - Max Schmeling.
Grund f�r den Antrag? - Ich brauche eine Arbeitsgenehmigung.
Sind Sie sauber? - Sie meinen die Entnazifizierung?
Haben Sie die Papiere dabei? - Nein, mir fehlen daf�r Zeugen.
Sie meinen, Sie haben keine Zeugen, die beweisen k�nnen,
dass ausgerechnet Sie kein Nazi sind, Max Schmeling? Kann ich mir vorstellen.
Nein, ich habe... - Jeder kennt die Fotos.
Der F�hrer und Sie. Wundervolle Zeit, nicht wahr?
Wir haben alles verloren, ich brauche Arbeit.
Verstehen Sie mich nicht? Gehen Sie!
Nein, Sie verstehen mich nicht. Bitte geben Sie mir die Arbeitsgenehmigung.
Ab in die Zelle mit ihm.
Geben Sie mir die Arbeitsgenehmigung, ich brauche die Arbeitsgenehmigung!
Guten Morgen!
Alan? - Na, wieder zur�ck in den Schlagzeilen?
Ich schulde Ihnen einen Gefallen.
Sie k�nnen gehen, Weltmeister Schmeling.
Kommen Sie! Ich besorge Ihnen eine Tasse Tee.
Der N�chste. - Guten Tag.
Hoch- oder Tiefbau. - Ich habe zwei kr�ftige H�nde.
Du hast zwei kr�ftige H�nde? Hast du schon mal am Bau gearbeitet?
Nein. - Nein?
Was kannst du denn? Hast du einen Beruf? - Nein.
Der N�chste!
Wo hast du bisher gearbeitet? - Tiefbau.
Gut. Unterschreib hier.
Nimm die Schaufel da. Der N�chste!
Hoch- oder Tiefbau? - Tiefbau.
Da habe ich nichts zu suchen. Ich habe nichts gelernt.
Max, nat�rlich hast du das! - Was denn? Boxen!
Max! Wenn uns nichts anderes �ber bleibt, dann tu das. Boxe!
Eins, zwei, drei, vier, f�nf,
sechs, sieben, acht, neun,
aus! Aus!
Eins, zwei, drei, vier, f�nf,
sechs, sieben, acht, neun, aus!
Sieger ist Max Schmeling!
Sch�n, dass du gekommen bist. - Max, was tust du hier?
Jedes Wochenende eine Show. Es reicht gerade von der Hand in den Mund.
Aber ich sehe es auch als erstes Training. - Training?
Wir m�ssen trainieren, Machon.
Ein alter Mann kann nicht... - Du bist doch nicht alt, Machon!
Du bist alt, Max! Die Soldaten hier sind alle halb so alt wie du.
Deine Zeit ist vorbei. - Ich werde trainieren.
Du hast keine Chance. - Du wei�t, es gibt immer eine Chance.
Und du, du wirst mir dabei helfen.
Versteh doch, es ist die einzige Chance, die mir bleibt.
Ich brauche Geld f�r die Zeit nach dem Sport.
Gut, wie du willst.
Das ist doch egal. Komm!
Morgen Fr�h, 6:30 Uhr, 25 Kilometer, Max.
Ja, los! Und auf geht es!
Sieht doch schon gut aus.
Und jetzt den anderen.
Kr�ftiger! Und noch mehr! Noch mehr!
Drei!
Und vier, Max. Komm, vier.
Noch mal! Gut, noch einen!
Und los! Druck! Druck, Maxe, Druck!
Aber kultiviert! Kultivierter!
Mehr als drei Jahre nach Kriegsende, heute, im Oktober 1948,
ist Max Schmeling zwar alt, aber offenbar nicht zu alt.
Hier in Kiel geht es gegen Hans-Joachim Dr�gestein.
Schmelings starke Rechte, sie kommt nach wie vor direkt auf Dr�gestein geschossen,
der mit dieser Hand gro�e, gro�e Probleme hat.
Die wehrlosen Konterschl�ge von Hans-Joachim Dr�gestein wirken wie harmlose Wischer.
Max Schmeling ist ganz der Chef im Ring.
Wir sind in der achten Runde und Max Schmeling �bernimmt noch einmal
voll das Kommando, er geht in die Offensive.
Max Schmeling sucht die Entscheidung in dieser Runde.
Und da, da schl�gt sie wieder ein, die rechte Hand. Ein brutaler Hieb!
Dr�gesteins Kiefer k�nnte gebrochen sein.
So viel Gewalt steckt noch in den F�usten von Max Schmeling.
Eins, zwei, drei, vier, f�nf,
sechs, sieben, acht,
neun, Ende!
Sieger: Max Schmeling.
Drei Jahre nach dem Krieg hat er gezeigt, was noch in ihm steckt.
Und das mit �ber 40 Jahren. Ein wirklich bewundernswerter,
gro�er deutscher Sportler, Max Schmeling.
Ich habe was gesehen, Machon.
Fehlende Reaktionskraft, langsame Reflexe.
Ja, du hast deinen Gegner K.O. geschickt, Max.
Du wei�t, dass ich nicht �ber ihn spreche.
Max?
Mach das nicht.
Kennen wir uns? - Jim Farley.
New York Boxing Commission.
Ich meine das ehrlich, Max.
Kein Boxen mehr.
Du zerst�rst dich und deine Reputation.
Reputation?
Du ruinierst deinen Wert mit diesen K�mpfen.
Ich muss Geld verdienen.
Ich meine, es gibt so viele M�glichkeiten, Geld zu verdienen.
Alles Gute, viel Gl�ck.
Max? Max? Ist was?
Nichts, Anny, mir geht es gut.
Max Schmeling gegen Richard Vogt. Beides bekannte Namen hier im Berliner Sportpalast.
Meine Herren, ich bitte um einen fairen Kampf.
Kein Halten, kein Kopfsto� und keine Tiefschl�ge, danke.
Bitte jetzt den Ring verlassen.
Max, alles gut. - Den schicken wir heute in Rente.
Du hast deine Jugend f�r dich, verstehst du?
Du musst ran gehen, du bist noch nicht verbraucht.
Denk nur an die Rechte!
Box!
Der Kampf ist freigegeben, am letzten Oktobertag dieses Jahres 1948.
Altmeister gegen Herausforderer. Beide gehen gleich nach vorne,
um die Schw�che des Gegners auszuloten. Max Schmeling, wie wird er sich schlagen?
Gegen den wesentlich j�ngeren Boxer Richard Vogt aus Hamburg,
der beweglich ist, der hellwach ist, der ein gutes Auge hat?
Und Vogt legt stark los und l�sst Max Schmeling keine Sekunde Zeit zum Luft holen.
Aber da! Schmeling wehrt sich. Seine gute Rechte kracht gegen den Kopf von Vogt.
Aber dann ist diese Runde zu Ende.
Ich habe gesagt, du sollst die Deckung hochnehmen!
Wenn der �ber die Rechte kommt, hast du keine Chance mehr!
Wir wollen hier siegen und nicht hier verlieren! Alles klar?
Box!
Und weiter geht es hier im Berliner Sportpalast.
Richard Vogt scheint sich viel vorgenommen zu haben,
er brennt ein wahres Feuerwerk von Schl�gen ab.
Ein Treffer nach dem anderen findet sein Ziel
und der Altmeister Max Schmeling ger�t nun v�llig in die Defensive.
Er wehrt sich verzweifelt, aber Richard Vogt k�mpft wie eine Maschine.
Ein Stakkato von Schl�gen bricht �ber Max Schmeling herein.
Links, rechts, ein Haken, es kommt von allen Seiten,
aber in dieser schweren See, in der Max Schmeling sich jetzt befindet,
da hilft ihm nat�rlich seine Erfahrung aus vielen, vielen K�mpfen,
um sich auf den Beinen zu halten.
Jeder andere w�re l�ngst zu Boden gegangen,
h�tte die Segel schon l�ngst streichen m�ssen.
Und kaum sage ich es, landet Vogt eine krachende Rechte voll im Ziel.
Schmeling geht zu Boden, der Ringrichter z�hlt ihn an.
Aber Max Schmeling rappelt sich wieder hoch.
So schnell gibt er nicht auf, der Schwarze Ulan vom Rhein.
Der Kampf ist wieder frei, und Richard Vogt wittert seine Chance.
Er ist dicht am Gegner und Schmeling klammert, aber er gibt nicht auf.
Und, schafft er die Runde?
Schafft er die Runde? Ja, der Gong rettet ihn.
Wasser!
Die drei Runden schaffst du noch.
Nimm dir die Zeit, dann kannst du dich erholen. Hast du verstanden?
Box!
Die n�chsten drei Minuten stehen an,
und Max Schmeling hat diese Pause gerade dringend gebraucht.
Aber "Riedel" Vogt, wie sie ihn nennen, greift weiter an.
Er scheint heute �ber sich hinaus zu wachsen. Max Schmeling kann nur noch reagieren
und fast scheint es, als w�rden ihn die Kr�fte nun endg�ltig verlassen.
Die Deckung! Max, nimm die Deckung hoch!
Treffer! Treffer! Richard Vogt ist der Herr im Ring
und nagelt Max Schmeling immer �fter am Seil fest.
Stopp!
Und wieder rettet der Gong Max Schmeling.
Aber was ist das? Statt sich in seiner Ecke zu erholen
bleibt Max Schmeling pl�tzlich im Ring stehen. Sein Trainer Max Machon ist bei ihm.
Eine ungew�hnliche Situation.
Der Ringrichter nimmt das Mikrofon und gibt es Max Schmeling.
Aber was macht Max Schmeling da?
Ich danke euch.
Dies war mein letzter Kampf.
Ich gebe mich geschlagen, aber ich verlasse den Ring aufrecht.
Habt Dank!
Mein Respekt, Max! Du bist ein wahrer Champion!
Gl�ckwunsch! - Danke!
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