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KLOSTER DER 1000 TODSÜNDEN
Nein!
"WELCHEN NUTZEN HAT CHRISTUS VON SO VIELEN TÖRICHTEN JUNGFRAUEN
UND DIE MENSCHLICHE RASSE VON SO VIELEN OPFERN!"
Nein!
Loslassen! Bitte lass los! Hilfe! Nein!
Lass los! Lass das!!
Nein!
Du gehst sogar so weit und tust das deiner eigenen Tochter an!
Gottloser alter Mann!
Und was dich betrifft: Wir wissen, wohin du gehst.
Dieses arme Kind hat viel gelitten.
Ihre rebellische Natur hat uns während ihres Noviziats in Longchamps viele Schwierigkeiten bereitet.
Aber im Herzen ist sie ein gutes Mädchen und ich will nicht, dass sie eine schlechte Nonne wird.
Sie braucht besondere Aufmerksamkeit, Mutter Oberin.
Darum frage ich gerade Sie. Bitte passen Sie auf sie auf.
Sie haben keinen Grund zur Besorgnis, Monsignore Albert.
Gut.
Ich bin Ihre Mutter Oberin.
- Wie heißen Sie, Schwester? - Susanna Simona.
Schwester Susanna, ein schöner Name.
Finden Sie nicht auch, Schwester Theresa?
Er passt zu Ihnen, denn auch Sie sind schön!
Sie sind in den Reihen unserer Schwestern willkommen, Susanna.
Jetzt, meine Liebe, kommen Sie mit mir. Ich werde Ihnen Ihre Zelle zeigen..
Hier werden Sie von jetzt an leben. Es ist nur eine einfache Zelle.
Hier drüben werden Sie beten.
Und hier werden Sie schlafen. Aber nicht so lange, dass Sie träge werden.
Ich denke jedoch, dass Sie müde sind. Ich entbinde Sie daher von all Ihren Pflichten, aber nur bis morgen früh.
- Sie werden hier glücklich sein. - Danke, Mutter.
Was machen Sie hier?
Verzeihen sie die Störung. Ich wollte mit Ihnen sprechen. Ungestört.
- Was ich zu sagen habe, ist wichtig. - Nicht jetzt. Ich bin beschäftigt. Sie dürfen gehen.
- Ich wollte nur... - Lassen Sie mich.
Ich erwarte Sie heute Nacht. In meiner Zelle.
Entschuldigen Sie meine Frage Mutter, aber warum ist die Novizin heute nicht bei uns?
Ich habe Ihr die Erlaubnis erteilt heute Nacht in Ihrer Zelle zu bleiben.
Sie hat sich noch nicht von Ihrer Reise erholt.
- Darf ich eintreten? - Natürlich.
Ich habe Ihnen etwas zu essen gebracht.
- Gehen Sie noch nicht. Wie heißen Sie? - Schwester Ursula.
Danke, Schwester Ursula. Ich weiß Ihre Freundlichkeit zu schätzen.
Das ist schon in Ordnung.
- Schläft Schwester Susanna schon? - Nein noch nicht. Aber Sie sieht so traurig aus.
Oh, großer Gott!
Ich brauche deine Hilfe, um mich zu stärken. Ich habe nicht den Wunsch eine Nonne zu werden.
Gib mir die Kraft diese neue Welt, in der ich nun leben muss, zu ertragen.
Ich wollte nur sicher gehen, dass Sie nichts mehr benötigen.
Nein, Mutter.
Aber Sie weinen ja, Kind.
Ich denke, es ist an der Zeit, dass Sie ins Bett gehen.
Gute Nacht, Schwester Susanna.
Amen.
- In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. - Amen.
Ite, missa est.
Schwester Susanna.
Spätkommer werden nicht geduldet. Lassen Sie das nicht nochmals geschehen.
Ich werde dafür sorgen, dass es nicht mehr passiert, Mutter Oberin. Ich verspreche es Ihnen.
Oh, Vater!
Ich denke, Sie sollten Don Morel, unseren Beichtvater, kennen lernen.
Vater.
Dies ist Schwester Susanna. Der letzte Neuzugang. Sie wird viel Trost und Unterstützung brauchen.
Willkommen, mein Kind.
Entschuldigen Sie, Vater. Ich möchte, dass Sie meine Beichte hören.
Natürlich, Schwester.
- Don Morel. - Ja, gewiss. Kommen Sie mit mir.
Immer wenn ich mich waschen muss, denke ich an schmutzige, unsittliche Dinge.
Da ist Schwester Agatha.
Gib mir das!
Man braucht nicht dreimal zu raten, um heraus zu finden, woran Schwester Agatha so denkt.
Schauen Sie, Schwester Agatha, wie finden Sie das? Oder würden Sie einen Mann darin bevorzugen?
Moment! Ihnen fehlt ein wichtiges Teil.
So ist es besser. Jetzt bin ich in der richtigen Form.
- Was machen Sie, Schwester? Das kitzelt. - Seien sie nicht so schüchtern.
- Was machen Sie, Schwester? Das kitzelt. - Seien sie nicht so schüchtern.
Kommen Sie schon, geben Sie uns eine Vorführung.
Nun mein Kind. Man hat mir gesagt dass Sie eine sehr talentierte Musikerin sind. Sie spielen die Orgel sehr gut.
Wenn Sie mir Unterricht erteilen, könnte ich vielleicht auch lernen zuspielen.
Sicher. Es wäre mir eine Freude. Ich wäre froh, alles was Sie wollen zu machen.
Entschuldigen Sie meine Neugier, Mutter, aber wer ist dieser Jüngling?
Das ist Narcelino. Narcelino! Komm her!
Er kann nicht sprechen. Ein Findelkind, das wir aufnahmen.
Das ist Schwester Susanna.
Oh, nein danke.
Sie müssen es trinken oder Sie beleidigen ihn.
Mutter, sind Sie in Ordnung?
- Kann ich etwas tun? - Kommen Sie mit mir.
Bringen Sie mich in meine Zelle.
Schwester Agatha!
Sie spielen sehr professionell.
Aber wir haben so schon genug Heiligkeit in diesem Kloster.
Warum spielen Sie nicht etwas Fröhlicheres?
Ich bezweifle, dass Ihr Können viel größer ist.
Meiner Meinung nach hat sie schon genug Bewunderung genossen.
Das reicht, Schwester Theresa. Ihre Zunge gerät außer Zaum.
Vielleicht höre ich besser auf zu spielen. Ich denke, es langweilt sie alle.
Nein, ich möchte, dass Sie weiter machen.
Sie dürfen alle gehen.
Sie können auch gehen, Schwester Theresa, da Sie es doch anscheinend gehasst haben.
Ich mag es, Mutter.
Sie haben nicht verstanden. Sie sollen gehen.
Mutter, Sie haben mir versprochen, mich zu beraten.
Ich habe beunruhigende Gedanken, über die ich mit Ihnen reden möchte.
Nein! Nein, Ihr Geist ist ungesund. Ich weiß, worüber Sie zu reden wünschen.
Gehen Sie weg! Sie können mich später sehen. Haben Sie gehört?
Ich wünsche Schwester Theresa würde sich nicht so seltsam benehmen.
Wenn sie so lieb wären, Susanna... Ich weiß, dass Sie etwas für mich spielen können.
Bitte nur für mich.
Susanna, ich liebe Sie so sehr.
Zeigen Sie mir, dass Sie etwas für mich fühlen.
Mutter.
Mutter, was ist? Haben Sie einen Anfall, Mutter?
Nein, keine Sorge, es ist nichts.
Schwester Susanna.
Warum haben Sie es so eilig zu gehen? Versuchen Sie, mir aus dem Weg zu gehen?
Nein, Vater. Nein.
Gut, denn ich würde gerne Ihre Beichte hören. Das ist der beste Weg, um Sie kennen zu lernen.
Ich... ich glaube wirklich an Gott. Und ich versuche dementsprechend zu leben.
Aber ich habe keine Berufung. Und ich kann mich nicht daran gewöhnen eine Nonne zu sein.
Ich fühle, dass ich in der Außenwelt weniger nutzlos wäre.
Ich weiß, ich wäre eine gute Frau und Mutter für irgendeinen Mann irgendwo.
Werden Sie mir helfen, Vater?
Aus welchem Grund haben Ihre Eltern Sie gezwungen, sich entgegen Ihrer Wünsche zu unterwerfen?
Sicherlich war da eine geheime Leidenschaft, die ich nicht gebilligt habe.
Oh, Padre. Sie haben es mir nie gesagt, aber ich weiß, die Wahrheit ist, dass ein Geheimnis meine Geburt umgibt.
Ich habe meine Unschuld in der Nacht verloren, in der der Mann, den ich für meinen Vater hielt,
mein Zimmer betreten und mich gewaltsam genommen hat.
Aber wie kann ich erwarten, dass Sie mich verstehen, Vater?
Sie haben Unrecht, Kind. Ich verstehe.
Ich verstehe sehr gut.
Aber beruhigen Sie sich jetzt. Sie müssen Mut fassen.
Sagen Sie mir. Wie ist das Leben im Kloster?
Ich darf mich nicht beschweren, Padre. Ich werde mit der höchsten Liebenswürdigkeit behandelt.
Besonders von der Mutter Oberin, die mich wie ein Baby behandelt.
Immer darauf achtend, dass für mich gesorgt wird, dass ich zufrieden bin, dass es mir nie an Zuneigung mangelt.
Schwester Theresa, ich habe Sie stets sehr gemocht und das tue ich natürlich noch immer.
Aber ich weigere mich, Ihre Besessenheit, dass Sie die Einzige sind, die ich behüte, zu tolerieren.
Sie müssen darüber hinwegkommen, wenn Sie möchten, dass meine Zuneigung Ihnen gegenüber bestehen bleibt.
Und noch genauer, wenn Sie wünschen, Ihre Stellung als meine Stellvertreterin
in den Klosteraufgaben, auch weiterhin zu behalten.
Oh, Mutter. Ich flehe Sie an, befreien Sie mich nicht von diesen Aufgaben.
Lassen Sie mich nicht im Stich, Mutter. Ich gehorche Ihnen, aber berauben Sie mich nicht Ihrer Zuneigung.
Wenn wir dich fertig geschrubbt haben, ist dein Geruch so süß wie der eines neugeborenen Babys, Narcelino.
Er ist kein Baby mit diesen Muskeln. Er ist eher eine griechische Statue.
- Schau dir diese behaarten Beine an. - Und guck diese...
Was machen Sie? Narcelino, zieh dich an und geh!
Sie beide! Folgen Sie mir!
Schwester Theresa, holen Sie etwas Wundsalbe.
Reiben Sie sie auf ihren Rücken. Los, kümmern Sie sich um sie.
Das passiert, wenn Sie sich Ihrer Kleidung unwürdig erweisen.
Seien Sie mir gegenüber nicht schüchtern, Susanna. Sie können sich ganz nackt ausziehen.
Ich verpflichte alle meine Nonnen dazu, sich nackt zu waschen.
Ich bin nicht so grausam, wie Sie vielleicht denken. Ich kann auch liebenswürdig und großzügig sein.
Insbesondere mit jenen, die nicht meinen Befehlen widersprechen.
Hat ein Mann Sie jemals so betrachtet, wie Sie Frauen anschauen?
Nein, Mutter.
Haben Ihre Sinne niemals zu Ihnen gesprochen, mein Kind?
Ich glaube nicht, dass ich weiß, was sie meinen. Ich kenne die Sprache der Sinne nicht, Mutter.
Sie sollten sie lernen. Jeder, der so empfindsam ist wie Sie, sollte damit vertraut sein.
Nein, Mutter. Ich befürchte, es hätte keinen Sinn.
Welchen möglichen Wert hat die Sprache der Sinne,
wenn niemand da ist, mit dem man sich in ihr unterhalten kann?
Oh, keine Sorge. Sie können immer jemanden finden.
Wie kann ich das, wenn ich in einem Kloster eingesperrt bin?
Es scheint mir, es macht überhaupt keinen Sinn.
Wenn Sie möchten, kann ich viel deutlicher werden.
Nein, lieber nicht. Ich bevorzuge eher, unwissend zu bleiben.
Ich möchte keine Begierden wecken, die ich nicht befriedigen kann.
Es gibt Wege seine Begierden zu befriedigen.
Vertrauen Sie meinen Methoden.
- Ich... - Oh Susanna. Sie können nicht so unschuldig sein.
Mutter, ich habe Glück unwissend zu sein. Besser sterben, als meine Unschuld zu verlieren.
Schwester Susanna!
Ich finde Ihr Verhalten unakzeptabel für diese Einrichtung.
Wie Sie wissen müssen, bin ich Stellvertreterin hier
und eines Tages werde ich die Aufgaben unserer Mutter Oberin übernehmen.
Und ich habe nicht die Absicht, einer Novizin zu erlauben, mir die Macht wegzunehmen,
die ich durch so viel Widmung, Opfer und Erniedrigung erworben habe.
Ich möchte, dass das klar ist.
Guten Morgen, Schwester Susanna.
Guten Morgen, Schwester Ursula.
Sie sehen besorgt aus, Schwester. Als ob Sie die ganze Nacht geweint hätten.
Nun, das habe ich, Schwester Ursula.
Was macht Sie so traurig, Schwester Susanna? Warum vertrauen Sie sich mir nicht an?
Ich weiß, ich kann auf Sie als Freundin zählen, wenn ich Sie benötige. Ich bin sehr dankbar dafür.
Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass jemand da ist, dem ich meine Probleme mitteilen kann.
Sie können mir vertrauen. Ihre Geheimnisse werden sicher sein. Ich spreche nie zu jemanden.
Sehen Sie, Schwester, das Klosterleben erfordert eine wirkliche Berufung.
Jeder Tag, der vorübergeht, stärkt meinen Glauben, dass ich in einem Gefängnis bin.
Mann gibt den Kampf auf, wenn man erkennt, dass man hilflos ist.
Ich habe mich aus eigener Willensfreiheit für das Klosterleben entschieden.
Aber ich denke, ich kann mir vorstellen, wie es für jemanden sein muss, der keine Wahl hatte.
Ich frage mich, ob Sie das können, Schwester. Es ist sehr schwer für ein Mädchen wie mich.
Ich gebe zu, ich fühle mich ziemlich verzweifelt. Ich verabscheue das Leben hier so sehr,
dass ich bereit wäre, fast jede Erniedrigung auf mich zu nehmen,
wenn ich von meinem Gelübde erlöst würde, um meine Freiheit wieder zu gewinnen.
Ich habe keinen Freund jenseits dieser Klostermauern und meine Eltern würden alles tun, um mich hier festzuhalten.
Ich habe einflussreiche Freunde, die helfen können, wenn Sie interessiert sind.
Keine Sorge.
- Mutter! - Kein Grund sich zu beunruhigen.
Lassen Sie sich führen, Kind.
Es ist nur ein Ausdruck von Zärtlichkeit.
Weisen Sie Zärtlichkeit nicht zurück.
Ihre Haut ist so glatt wie Marmor.
Sie zittern, ängstlich vor dem Unbekannten. Seien Sie das nicht.
Ihr Körper ist so frisch, so wunderschön.
Ruhig. Lassen Sie sich gehen.
Kein Grund sich Sorgen zu machen.
Schwester Theresa!
Diesmal sind Sie zu weit gegangen. Mir wird nicht nachspioniert, verstanden?
Vergeben Sie mir, Mutter. Aber es ist meine Liebe für Sie, die mich dazu treibt, solche dummen, kindischen Dinge zu tun.
Ich habe Angst, verlassen zu werden.
Sie hören jetzt auf damit oder ich weiß, ich werde etwas tun, das ich bedauern werde.
Mutter! Was kann ich tun? Sind Sie in Ordnung?
Versuchen Sie sich zu beruhigen.
Gelobt sei der Herr Jesus Christus, Padre.
- Kann ich mit Ihnen sprechen? - Ich bin sofort bei Ihnen.
Schwester Agatha, das ist das zweite Mal, dass ich Sie hier erwische, bei etwas,
was ich nur als ungewöhnliche Umstände beschreiben kann.
Oh, Schwester Theresa, vergeben Sie mir. Ich bin ein Sünder und ich muss bestraft werden.
Meine Sünde ist so ungeheuerlich.
Das Eingeständnis der Schuld macht es schon einfacher, Ihnen zu vergeben.
Ich denke, das ist genug Bestrafung.
Kommen Sie, stehen Sie auf. Ich möchte Ihre Freundin sein.
Ich war die ganze Nacht über wach. Ich konnte wegen einer meiner Anfälle nicht schlafen. Es sind meine armen Lungen.
Es tut mir schrecklich leid Mutter.
Nicht doch, meine Liebe. Ich bin in Ordnung. Es interessiert mich mehr, wie Sie Ihren Morgen verbracht haben, Susanna.
Ich habe nicht viel gemacht, würde ich sagen.
Und Sie haben bis jetzt keine Zeit gefunden, Ihre Mutter zu besuchen?
- Haben Sie Don Morel gesehen? - Ja.
Hat er Ihre Beichte gehört?
Ja.
Haben Sie die Dinge gebeichtet, die wir letzte Nacht gemacht haben?
Ich habe Ihm alle meine Sünden gebeichtet.
Sie scheinen kalt mir gegenüber zu sein, Schwester Susanna. Ist das der Rat von Don Morel?
Nein.
Wenn wir mit unserem Herrn Jesus Christus sterben werden, so glauben wir, dass wir mit ihm leben werden.
Wir wissen, dass er, der von den Toten wieder auferstanden ist, niemals wieder sterben wird.
Der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
Als er starb, nahm er die Sünden von uns auf sich.
Was meinst du? Wo ist die Mutter Oberin?
Ist sie krank?
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
- Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. - Amen.
Wie arrogant sie ist.
Schwester Susanna. Ich möchte mit Ihnen sprechen.
Diesen Morgen sind Sie zur Mutter Oberin gegangen. Sie haben sich entschlossen, meinen Rat zu ignorieren.
Und die Nacht vorher haben Sie sie in Ihrer Zelle empfangen. Das ist nicht gerade sehr diskret.
Wurden Sie mir sagen, worüber Sie gesprochen haben?
Nichts Wichtiges.
Haben Sie eine Ahnung, welche Risiken Sie auf sich nehmen mit dieser ordnungswidrigen und ungehörigen Art?
Ich schäme mich nicht Schwester. Aber haben Sie nichts, wessen Sie sich schämen sollten?
Es scheint Ihnen an Demut zu fehlen! Sie sollten sich gut daran erinnern, dass ich die Mutter Oberin vertrete.
Sie haben alle Zeit, die Sie benötigen, um darüber nachzudenken, während Sie diesen Raum säubern.
"Ich verkünde meine Treue in den einen und einzigen, wahren Gott und seinen Sohn Jesus Christus
und in Maria, Mutter Gottes und der heiligen römischen Kirche."
Hat jemand von Euch Schwester Susanna heute gesehen?
Nein, Mutter. Ich denke, sie ist noch im Speiseraum.
Als ich sie verließ, begann sie gerade den Raum rein zu machen. Es sah so aus, als würde es lange dauern.
Schwester Susanna. Wer gab Ihnen die Anweisung den Boden zu schrubben?
Müssen Sie mich das wirklich fragen?
Stehen Sie auf.
Ihr Verhalten wird unerträglich, Schwester Theresa. Wenn Sie so weiter machen, bin ich gezwungen, Sie zu ersetzen.
Und Sie Ihrer Privilegien zu berauben, an die Sie sich so gewöhnt haben.
Schwester Susanna, ich möchte, dass Sie mir nach draußen folgen.
- Ich muss jetzt beten. Ich kann nicht raus kommen. - Aber Sie können überall beten.
Jetzt wird sie aufdringlich. Ich habe wirklich schon so genug Schwierigkeiten.
Wie schön.
Was geht hier vor? Wird das ein Irrenhaus?
Ziehen Sie Ihre Kleidung sofort an und eilen sie in die Kapelle, um Vergebung zu erbitten.
Sie Haufen Sünder! Schande über Sie! Raus! Machen Sie das nie wieder!
Ich verstehe nicht. Die Mutter Oberin benimmt sich sehr seltsam. Sie wird immer schlimmer.
- Ihre Reaktionen werden unberechenbar. - Ja, das werden sie.
Danke, Schwester Agatha.
Herein.
Schwester Agatha schickt mich, um Ihnen zu sagen, dass Sie alles getrunken hat. Bis auf den letzten Tropfen.
Großartig. Wir müssen bereit sein. Schon bald wird der Trunk wirken.
Schwester Anna. Gehen Sie nicht weg. Ich möchte, dass Sie mir heute Nacht Gesellschaft leisten.
Helfen Sie mir!
Ich brenne innerlich!
Nein!
Aufhören! Aufhören! Bitte nicht!
Nein! Nein!
Was geht hier vor? Was machen Sie alle? Hören Sie sofort auf! Raus hier!
Zurück in Ihre Zellen! Raus!
- Feuer. Hinfort Teufel. Lass mich. Ich brenne innerlich. - Wir sind jetzt alleine Susanna. Nur Sie und ich,
die Mutter Oberin.
Nein! Nein! Feuer!
Sie ist besessen. Das Feuer, das sie innerlich fühlt, ist der Dämon.
Ich brenne!
Susanna, sagen Sie mir, ob Sie in Ordnung sind.
Ich fühle mich jetzt besser und ich denke, es war nur meine Einbildung.
Ich wurde plötzlich schrecklich krank. Das ist alles, was ich weiß, Schwester Ursula.
Oh Susanna. Alle Schwestern sprachen letzte Nacht über Ihre Krankheit.
Und der Name des Teufels wurde mehr als einmal erwähnt.
Ich befürchte, dass Schwester Theresa eine Verschwörung gegen Sie anzettelt.
Und sie versucht, alle Schwestern auf ihre Seite zu bekommen.
Schwester Ursula, Ihre Freundschaft ist ein Segen. Sagen Sie mir, weiß Don Morel Bescheid?
Ich weiß es nicht.
Es ist ein schwieriger Schritt, Schwester Susanna. Wir könnten Ihren Fall niemals in Erwägung ziehen.
Wenn die Kirche Sie von Ihrem Gelübde befreien würde, würden schon bald weitere Fälle folgen.
Es wäre ein Präzedenzfall, der die Glaubwürdigkeit und das Prestige der Kirche gefährden würde.
Oh Don Morel, wenn Sie nur in der Lage wären meine Lage zu verstehen.
Ich bin keine gute Nonne und ich könnte nie eine sein.
Sie haben Unrecht, Schwester Susanna. Jetzt musst ich Ihnen etwas beichten.
Wie Sie bin ich den Wünschen meiner Eltern gefolgt und habe mein Gelübde abgelegt, ohne sehr überzeugt gewesen zu sein.
Meine Schwäche hat mein Leben ruiniert.
Jetzt können Sie vielleicht verstehen, wie sehr ich Ihren Mut bewundere. Wie ich wünschte, so tapfer wie Sie zu sein.
Oh, Narcelino. Du bist so schön wie ein Engel.
Susanna, was werden Sie tun, wenn ich nicht da bin?
Susanna. Arme Susanna. Susanna.
Wer wird sie beschützen, wenn ich nicht da bin?
Ihr Fieber ist sehr hoch. Sie fantasiert. Sie ist schlimmer dran als jemals zuvor.
Wie Sie wissen, ist unsere liebe Mutter krank. Bis sie sich wieder erholt hat, werde ich sie vertreten.
Sie wollte es so.
Im Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Amen.
Jetzt wird Schwester Theresa wirklich versuchen, Ihnen das Leben schwer zu machen.
Also müssen Sie stets auf der Hut sein.
Sie haben einmal gesagt, Sie bieten mir Ihre Freundschaft an, Schwester Ursula. Sind Sie noch immer bereit zu helfen?
Natürlich bin ich das.
Sie können sich auf mich verlassen.
Ich werde Ihnen ewig dankbar sein. Sie erzählten mir, Sie haben einflussreiche Verwandte.
- Vielleicht könnten diese etwas tun. - Ich bin mir sicher, das werden sie.
Ich diesem Brief habe ich meine detaillierte Auflistung über die Vorgänge in unserem Kloster niedergeschrieben.
- Meine Zukunft hängt ganz von Ihnen ab. - Keine Sorge, ich werde...
Ich würde gerne wissen, was sie tun. Sie dürfen gehen, Schwester Ursula.
Worüber haben Sie mit Schwester Ursula gesprochen?
Das betrifft Sie nicht, Schwester Theresa.
Ich verbiete Ihnen, Geheimnisse zu haben. Ich habe das Recht, es zu erfahren.
Es gibt nichts zu vertuschen. Ich habe einfach nichts zu erzählen.
Oh doch, das haben Sie. Da gibt es eine Menge in Ihrem Leben, das Erklärung benötigt. Sie sind zu allem fähig.
Was hat es mit dem Brief auf sich, den Sie Schwester Ursula gegeben haben?
Es hat keinen Zweck zu lügen. Sie müssen es mir sagen.
Ich höre nicht auf, Sie zu schlagen, bis Sie mir alles gesagt haben. Ich will wissen, was in dem Brief steht.
Los, sagen Sie es mir!
Sie sind eine fürchterliche Sünderin, Schwester Susanna. Los, gestehen Sie!
Herr, vergibt mir jetzt alle meine schrecklichen Sünden, so wie du an deinem Kreuz für mich gebetet hast.
Für wen halten sie sich? Sie vergleichen sich selbst mit Jesus und uns mit den Juden, die ihn gekreuzigt haben?
Wenn Sie mich wiedersehen, wird es sein, um Sie zu bestrafen.
Schwestern, hören Sie genau, was ich Ihnen zu sagen habe.
Wir müssen die Hilfe unseres Herrn herbei beschwören.
Der Prinz der Dunkelheit hat dieses Kloster in der Form einer Mitschwester betreten.
Sie dürfen nicht in Ihre Nähe gehen. Sie könnte andere mit dem Bösen verunreinigen.
Sprechen Sie nicht einmal mit ihr oder Sie könnten die Gunst unseres Herrn verlieren.
In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. Amen.
- Was werden Sie mit mir machen? - Das hängt von Ihnen ab.
Ich verstehe nicht, warum Sie weiterhin abstreiten, einen Brief von Schwester Susanna bekommen zu haben.
Sie würden es nicht wagen, mich zu foltern. Sie müssen sich der sozialen Stellung meiner Familie
und die Wichtigkeit Ihrer finanziellen Unterstützung für das Kloster bewusst sein.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Sie. Ich bin mir Ihrer höchsten Hingebung bewusst.
Also brauche ich Ihnen nicht zu sagen, was zu tun ist. Sie wissen, wo Ihre Pflicht liegt, Schwester Ursula.
Wenn eine Nonne eine Sünde begeht, ist sie verpflichtet, ihre eigene Bestrafung auszuführen.
- Schwester Theresa, denken Sie nicht, dass ich... - Sicherlich werden Sie nicht ablehnen.
Die meisten Ihres Standes haben Mut. Und sie werden keine Züchtigung benötigen, wenn Sie mir diesen Brief aushändigen.
Vielleicht werden Sie sogar belohnt.
- Bedrückt Sie etwas? - Es geht nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte.
Schwester Susanna möchte von ihrem Gelübde befreit werden und hat eine Anhörung beantragt.
Wenn ihr Gesuch bewilligt wird, ist Sie verpflichtet zu reden.
Meine Autorität wäre in Gefahr. Ich hätte nichts, für das es sich zu leben lohnt.
Sie muss zum Schweigen gebracht werden.
Ja, aber das Problem ist, sie zu ermorden, wäre zu riskant. Sie würden uns erwischen.
Wenn wir nur... ja... da hab ich eine Idee. Ja, sie wird von der Kirche eingesperrt.
Nein!
Nein, bitte!
Nein! Nein!
Nein!
Nein, bitte!
Bitte!
Nein! Bitte! Lassen Sie mich! Was habe ich getan?
Nein!
Bitte, lassen Sie mich los. Tun Sie mir nicht weh! Bitte!
Nein!
Halten Sie den Mund! Los!
Nein!
Nein!
- Guten Morgen, Schwester Theresa. - Guten Morgen, Don Morel.
Welche Neuigkeiten gibt es von der Mutter Oberin? Geht es Ihr besser?
Es tut mir leid, berichten zu müssen, dass unsere Mutter noch immer ans Bett gefesselt ist und
die Diagnose des Doktors war sehr ernst. Es ist so bedauerlich.
Ich habe bemerkt, dass Schwester Susanna, heute Morgen nicht in der Messe war. Ist sie auch krank?
Ich bin sehr bestürzt wegen diesem aufbrau- senden Mädchen. Ich muss sie wegsperren.
Ich weiß nicht, was in sie gefahren ist, aber sie scheint, als habe sie den Teufel im Körper.
- Dann muss ich sie sofort sehen. - Ich würde nicht dazu raten, sie könnte gefährlich sein.
Sie griff gestern zwei Schwestern ohne erkennbaren Grund an.
Schwester Theresa, ich muss darauf bestehen, eine Beichte wird ihr helfen.
Ziehen Sie sich an! Don Morel möchte, dass Sie zur Beichte gehen.
Don Morel. Schreckliche Dinge gehen vor sich.
Ich muss mit Ihnen darüber reden. Irgendwo, wo niemand uns hören kann.
- Heute Nacht am Südtor. - In Ordnung.
Sehen Sie, Ihre Angst ist grundlos. Sie hat mich nicht angefallen. Ich denke, Sie haben sie genug bestraft.
Nein! Oh Gott! Beschütze mich! Berühren Sie mich nicht! Berühren Sie mich nicht!
Der Teufel ruft! Berühren Sie mich nicht!
Nicht berühren! Ahh!
- Beruhigen Sie sich. - Mein Gott! Der Teufel ruft!
- Beruhigen Sie sich. - Der Teufel ruft!
Beruhigen Sie sich, beruhigen Sie sich. Seien Sie ein gutes Mädchen.
Ich wurde der Folter ausgesetzt. Schwester Theresas Bosheit hat keine Grenzen.
- Sie hat allen eingeredet, dass ich besessen bin. - Ich weiß, dass das nicht wahr ist.
Ich werde Ihnen helfen.
- Danke. - Liebste.
Susanna! Susanna! Mein liebes Kind!
Susanna! Wo bist du?
- Nehmen Sie sie. - Was ist los?
- Halten Sie sie still. Was ist los mit Ihnen? - Nein, nein! Was machen Sie?
Sie Sünderin!
Geben Sie ihr, was sie verdient!
Wir werden den Teufel aus dir rausschlagen.
Härter!
Beunruhigende Neuigkeiten haben meine Ohren aus dem Kloster Arpajon erreicht.
Abgesehen von der Krankheit der Mutter, ist eine der Nonnen anscheinend vom Teufel besessen.
Eine gewisse Susanna.
Ist das nicht die junge Novizin, die aus dem Kloster Longchamps verlegt wurde?
Ja, Euer Gnaden. Ich habe mich selbst um diesen Fall gekümmert.
Ich glaube, sie hat beantragt, von ihrem heiligem Gelübde befreit zu werden.
Offensichtlich hat der Teufel sie wirklich besessen.
Sie verursacht eine Menge Schwierigkeiten. Es ist offensichtlich das Werk Satans.
Ich kenne diese Nonne gut und ich habe auch nie für einen Moment vermutet, dass sie unausgeglichen
und schon gar nicht besessen ist.
Sie wird das Klosterleben als etwas ein- schränkend empfunden haben, das ist alles.
Die Versuchungen des Teufels sind zahlreich und oft unberechenbar. Ich habe dafür gesorgt,
dass ein Exorzist geschickt wird.
Aber ich hätte gerne, wenn Sie es persönlich verfolgen, falls es Ihnen recht ist, Monsignore.
Ich werde mein Bestes tun, damit Gerechtigkeit geübt wird.
Ich weiß, das werden Sie.
Und behalten Sie vor allem im Sinn, dass die Interessen der Kirche an erster Stelle stehen.
Willkommen in unserem Kloster.
Treffen Sie Vorbereitungen für den Exorzismus.
- Wo ist die Zelle der besessenen Nonne? - Die Letzte am Ende des Korridors.
Wir werden sofort beginnen.
Hier ist es. Satan ist anwesend. Ich treibe den bösen Geist aus diesem heiligen Ort. Gott wird triumphieren.
Satan ist mit uns in der Zelle.
Ich befehle dir, komm heraus aus diesen Mauern. Komm hervor, zeige dich!
- Ich bin hier, um Ihre Seele zu retten. - Sie haben kein Recht!
Bereitet das heilige Wasser für die Läuterung vor.
Nein, nein, nein!
Nehmen Sie Ihre Hände von mir. Lassen Sie mich!
Satan, wir befehlen dir, ziehe dich zurück, hinfort!
Schwester, Sie müssen Ihre Sünden bereuen, treiben Sie das Böse aus Ihrem Körper!
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
- Das ist alles ein Fehler, Sie haben Unrecht! - Das heilige Wasser, schnell! Wo ist es?
Oh nein! Bitte! Was werden Sie mit mir machen?
- Was machen Sie? - Dieses vom Herren gesegnete heilige Wasser wird alles
Böse in Ihnen herauswaschen, so dass Sie wieder rein und von Gott geliebt sein werden.
Drücken Sie es rein! Alles! Waschen Sie den Dämon raus!
- Schnell, sie ist voll mit dem Bösen. - Helfen Sie mir! Bitte! Helfen Sie mir!
Schwester Theresa foltert diese arme Nonne auf entsetzlichste Weise.
Ich habe mit meinen eigenen Augen gesehen, wie Schwester Susanna erniedrigt wurde.
Ist das die Besessene?
Schwester Susanna ist nicht besessen. Schwester Theresa will jedem Glauben machen, dass sie es ist.
Schwester Susannas einziger Fehler ist, dass sie keine Berufung hat.
Wussten Sie, dass sie beabsichtigt, eine Anhörung zu beantragen, so dass sie von ihrem Gelübde befreit wird?
Wussten Sie es?
Offensichtlich ja.
Stimmen Sie dem zu?
Ich wiederhole die Frage.
Stimmen Sie dem zu?
- Nein, aber... - Dann sehe Ich keinen Grund,
Schwester Theresas Wort anzuzweifeln, die der Kirche völlig treu geblieben ist,
indem sie die bösen Absichten einer höchst niederträchtigen Nonne angeprangert hat.
Sicherlich glauben Sie niemanden, der vom Teufel besessen ist.
Schwester Susanna ist nur ein Opfer.
Don Morel, passen Sie auf, was Sie sagen.
Sie haben eine schöne und brilliante Karriere vor sich, die Sie auf Spiel setzen könnten,
indem Sie eine törichte Entscheidung treffen, die Sie gewiss noch bereuen würden.
Ich bitte Sie zu bedenken, was Sie tun.
Seien Sie gescheit und glauben Sie, dass Schwester Susanna wirklich besessen ist.
Und entsinnen Sie sich, Don Morel: Die Kirche macht nie einen Fehler.
Ihr Ruhm als Exorzist ist uns selbst hier in Arpajon ein Begriff.
Sie haben der Kirche in ihrem Kampf gegen das Böse schon große Dienste erwiesen.
Ich hoffe, Sie werden die Seele unserer unglückseligen Schwester retten.
Oder uns vielleicht sogar ganz von ihr befreien.
Ich hoffe, Sie glauben nicht, dass ich zu hart wäre.
Ich muss den Rest des Klosters vor Ansteckung schützen.
Selbst wenn das bedeutet eine bedauerliche Nonne zu opfern, um alle anderen zu retten.
Sie kennen Ihre Pflicht.
- Darf ich reinkommen? - Ja, natürlich.
Entschuldigung, Mutter. Eure Eminenz ist hier, Monsignore Albert.
Eure Eminenz, ich wusste nicht, dass Sie planten, uns zu besuchen, ansonsten hatte ich...
Sie können auf die Formalitäten verzichten, Schwester Theresa.
Der Erzbischof hat Ihren Bericht studiert und findet die Situation sehr ernst.
Er hat mich hergeschickt, um die Sache zu untersuchen.
Ich befürchte, es ist sehr ernst.
Es ist eindeutig, dass der Teufel im Kloster ist.
Ich weiß völlig darüber Bescheid, was hier vorgeht,
aber ich würde gerne mehr über die Krankheit der Mutter Oberin wissen.
Susanna?
Susanna! Wo ist Sie?
Warum haben Sie mich verlassen?
Sind Sie das?
Sind Sie endlich zu mir gekommen?
Susanna! Susanna!
Susanna! Sie wissen, ich bin krank.
Bleiben Sie bei mir. Nahe bei mir. Sie sind mein Liebling.
Vergessen Sie mich nicht, liebstes Kind.
Susanna! Seien Sie nicht grausam.
Bleiben Sie bei mir!
Schwester Susanna ist verantwortlich für den Zustand dieser armen Frau.
Die Dinge sind in diesem Kloster schief gelaufen, seit sie hergekommen ist.
Ich möchte Sie sehen.
Ich warne Sie, Monsignore. Es könnte gefährlich für Sie sein.
Ich befürchte, ich muss darauf bestehen.
Binden Sie sie los!
Sie müssen verstehen, Don Morel.
Wir können niemals das Prestige der Kirche für das Wohl einer einzigen Person schaden.
Oh Vater, ich liebe Gott und ich glaube, ich wäre eine gute Mutter.
Aber ich befürchte, dass ich nur eine schlechte Nonne sein kann.
Und das quält mich.
Ich würde Gott besser in der Außenwelt jenseits dieser Klostermauern dienen.
Don Morel, ich bin unserem Herren treu ergeben, aber nicht hier drin.
Sie können nicht dem Wort von jemandem, der vom Teufel besessen ist, zuhören.
Ich ertrage schreckliche Folter. Schwester Theresas Bosheit hat keine Grenzen.
Sie hat alle Nonnen davon überzeugt, dass ich besessen bin.
Ich weiß, dass das nicht wahr ist. Ich werde Ihnen helfen.
Don Morel, seien Sie vorsichtig. Opfern Sie nicht Ihre Zukunft, indem Sie sich der Kirche widersetzen.
Sie hätten zu viel zu verlieren.
Ich bin ein wenig besorgt. Wenn Don Morel in Schwester Susanna verliebt ist, wird er versuchen,
sie zu verteidigen, wenn sie den Prozess gemacht bekommt.
Und Monsignore Albert könnte sich auf seine Seite schlagen.
Wenn er das tut, sind wir erledigt.
Bringt die Angeklagte Schwester Susanna.
Hier vor mir hin.
- Geben Sie ihr das Kreuz zu küssen. - Sie müssen das Kreuz küssen.
- Sehen Sie, sie hat sich geweigert. - Sie muss den Teufel in sich haben.
Sie ist besessen.
Sie alle haben den Beweis für ihren Zustand gesehen.
Sie hat sogar das Kreuz weggestoßen.
Es ist noch nicht zu spät.
Verbannen Sie den Dämon und umarmen Sie das Kreuz Jesu.
Wenn Sie sich weigern, wird der Herr Sie in die ewige Verdammnis schleudern.
- Küssen Sie es! - Das reicht, Bruder. Überlassen Sie sie mir.
Beruhigen Sie sich und stehen Sie auf.
Schwester Susanna. Glauben Sie an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist?
Ja.
- Entsagen Sie Satan und all seinem Werk? - Ja.
Schwester Susanna, ich erkläre Sie für unschuldig.
Sie lügt!
Ich habe sie mit meinen eigenen Augen eines Tages in der Kirche gesehen.
Sie stand zähneknirschend da, anstatt zu beten.
Und während des Segens hat sie sich gewun- den und verdreht, als hätte sie Schmerzen.
Das habe ich nie getan.
Ich habe sie Gotteslästerungen reden hören, ich wäre zu beschämt, sie zu wiederholen.
Hören Sie nicht auf sie, das ist eine Erfindung.
Warum erzählen Sie ihm nicht von den Besuchen,
die Sie sich gegenseitig nachts abstatten, um gemeinsam zu sündigen?
Ich bin unschuldig. Ich habe nichts getan. Nichts!
Oh, Sie alle hassen mich. Ich bin eine Schwester.
Ich verstehe nicht warum!
Sie hat eine unserer Schwestern im Kreuzgang angegriffen.
Und sie hat sie niedergeschlagen und dann hat sie sie getreten und
versucht ihr Gewand herunterzureißen.
Sie sind alle Lügner. Ich schwöre, es ist nicht wahr, Eure Eminenz.
Sie erfinden das alles.
Oh, nein, nein.
Das ist wie ein schrecklicher Albtraum.
Ich kann das nicht glauben, dass das mit mir geschieht.
Was habe ich getan? Was? Was?
Haben Sie Mitleid mit mir, bitte. Ich flehe Sie an.
Ich habe es Ihnen gesagt. Alles ist die Wahrheit.
Ich schwöre es. Bitte sagen Sie es ihm.
Sage ihm, dass ich nichts gemacht habe, Jesus. Bitte.
Hier ist das Kreutz. Schwöre darauf!
Sie ist vom Teufel besessen. Seht, wie sie in Schmerzen schreit, als sie es berührte.
Sie müssen Satan verbannen.
Schauen Sie sich diese Male auf ihrem Körper an!
Sie sind das Zeichen dafür, dass sie mit Satan kopuliert hat.
Oh Gott, das ist nicht war.
Diese Flecken sind die Zeichen der Folter, die mir die Nonnen zugefügt haben.
Das reicht! Ich weigere mich zu schweigen.
Trotz aller Schwierigkeiten für mich, muss ich Gottes Willen erzählen.
Wenn ein Mann der Kirche in einem Kloster von einer Frau verführt wird, einer Frau,
die als Nonne lebt, dann muss ich sie verurteilen.
Schwester, ich möchte seinen Namen haben.
Es ist unser Beichtvater.
Sie sind Geliebte. Don Morel und Schwester Susanna.
Es tut mir leid, wenn ich keine Berufung habe. Ich bin keine Sünderin, aber ich wollte niemals
in einem Kloster weggesperrt werden. Ich wäre Gott draußen von größerem Nutzen.
Ich liebe Gott und ich schwöre Ihnen, meine einzige Schuld liegt darin,
dass ich meiner Familie erlaubt habe, mich dazu zu bewegen, dies zu tun.
Hören Sie nicht auf sie. Sie ist so listig wie der Satan.
Dies sind die Worte des Teufels.
Solange sie hier ist, kann sie uns anstecken. Sie müssen das Allgemeinwohl bedenken.
Das Böse ist klar in ihr zu sehen. Verbannen Sie sie.
Aber ich bin unschuldig, Eure Eminenz. Ich habe Ihnen die Wahrheit gesagt.
Eure Eminenz, dort liegen die Schwierigkeiten. Sie war immer eifersüchtig auf Schwester Susanna.
Sie bekam Angst, dass sie alle Privilegien, die sie von der Mutter Oberin verliehen bekommen hat, verliert.
Schwester Susannas herzige, sympathische Natur und ihre Unschuld gewannen das Herz unserer Mutter Oberin,
von uns allen.
Schwester Theresa begann sie zu peinigen, als sie befürchtete, dass die Stellung als Stellvertreterin an sie übergehen würde.
Sie benutzte ihr schrecklichen Drohungen - auch mir gegenüber.
Sie ist verrückt, können Sie das nicht sehen? Sie weiß nicht, was sie sagt.
Der Teufel hat auch sie angesteckt.
Sie konfiszierten ihr Kruzifix und beschuldigten sie dann, sie habe es verloren.
- Sie warf es weg, genau wie ihren Rosenkranz. - Sie geht nicht in die Nähe des Sakraments.
- Weil Sie sie davon fern halten. - Wenn sie die Kommunion bekommen soll, verweigert sie sie.
Sie war seit Wochen nicht zur Beichte und betet nicht einmal.
Sie brach ihr Zellenschloss auf, damit sie sich hinausschleichen
und jede Nacht auf dem Korridor mit dem Teufel Liebe machen konnte.
Ich habe sie wie ein Tier aufschreien hören.
Sie verdrehen die Fakten, Monsignore. Schwester Susanna brach das Schloss ihrer Tür auf,
weil sie die Himmelfahrt mit uns feiern wollte.
Ruhe! Sie werden Schwierigkeiten bekommen, wenn Sie weitermachen.
Es ist nicht meine Absicht, Uneinigkeit zu verursachen. Ich versuche nur, Gerechtigkeit zu suchen.
- Kommen Sie sofort. Die Mutter Oberin ist tot! - Sie ist ein Teufel. Der Teufel in Person.
- Wir müssen das Böse aus dem Kloster verjagen. - Still, still, beherrschen Sie sich!
Rufen Sie Don Morel!
Stehen Sie auf.
Ich möchte Ihnen einige Fragen stellen.
Kennen Sie die Angeklagte Schwester Susanna gut?
Sie ist eine der Schwestern, die zu mir zur Beichte kommen.
Es gibt Gerüchte, dass Sie eine sündige Beziehung zu dieser Schwester hatten.
Bestätigen Sie diese Anschuldigungen oder leugnen Sie sie?
Ich leugne sie.
Seit dem ersten Tag, als sie ins Kloster kam, bin ich von Schwester Susanna versucht worden,
ich konnte mit größten Schwierigkeiten entkommen.
Ohne die Kraft, die unser Herr mir verliehen hat, wäre ich niemals in der Lage gewesen,
ihren Versuchungen zur Sünde zu widerstehen.
Ich bin mir sicher, sie war sich nicht bewusst, was sie tat. Das arme Geschöpf. Sie tut mir schrecklich leid.
Wahrscheinlich hatte sie ihren Geist nicht ganz unter Kontrolle. Sie ist nicht sehr stark und so vermute ich,
dass es zu einfach für sie war, ein Sklave des Prinzen der Finsternis zu werden.
Der Teufel kann... ein grausamer Herr sein.
Danke, Don Morel. Ihre Zeugenaussage war unschätzbar.
Die Kirche ist Ihnen dankbar und wird in Ihrer Schuld bleiben.
Sie dürfen jetzt gehen.
Jetzt ist die Farce vorbei, nicht wahr?
Ich wurde gegen meinen Willen zu einer Nonne gemacht.
Ich wollte niemals eine sein.
Ihr nahmt meinen Körper und habt ihn benutzt.
Ihr wollt, dass ich besessen bin? Dann werde ich auch das sein!
In Ordnung. Ich bin eine Hure Satans!
DIE ADLIGEN FAMILIEN UND WOHLWOLLENDEN GESELLSCHAFTEN, DIE DIESE KLÖSTER UNTERSTÜTZTEN, WO EINE GRAUSAME ZUCHT
ALLE BEWOHNER GANZ VON DER WELT ISOLIERTE UND IHNEN IHRE NATÜRLICHEN BEGEHREN VERSAGTE, WAREN JENE,
DIE FÜR IHREN TOD VERANTWORTLICH WAREN.
SUSANNA SIMONA WAR DAS LETZTE OPFER EINER DUNKLEN ZEIT, DIE MIT DER INQUISITION BEGANN.
ABER WAR SIE TATSÄCHLICH DIE LETZTE MÄRTYRERIN?
Übersetzung: Michael Schmitz
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