All language subtitles for Die Rebellen vom Liang Shan Po - EP02 - DVD 1 Track 2

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Original subtitles

Es heißt in den Schriften der Weisen:

Ihr sollt die Schlange nicht gering achten, weil sie keine Hörner hat.

Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein Drachen wird,

wie auch aus einem einzelnen Mann eine ganze Armee werden kann.

Vor 1000 Jahren, zu Zeiten der Sung-Dynastie,

herrschte in China eine grausame und korrupte Regierung.

Diese Bewaffneten hier sind Ausgestoßene,

die den Kampf gegen die Tyrannei aufgenommen haben.

Auf die Köpfe dieser Helden steht ein Preis.

Sie leben in freiwilliger Verbannung und operieren von Liang Shan Po aus,

einem labyrinthisch verzweigten Flussdelta, weit südlich der Hauptstadt.

Die Legende besagt, dass in diesen Rebellen die Seelen

Freiheitskämpfern aus alter Zeit wiedergeboren wurden.

Lin Chung, Opfer einer Intrige, die Kao Chiu gesponnen hatte,

als Offizier unehrenhaft aus der kaiserlichen Garde ausgestoßen,

ist nun unterwegs ins Straflager Sangshu.

Eine Hölle, aus der noch niemand lebend zurückgekehrt ist.

Ist niemand da?

Los, aufmachen!

Ihr müsst uns aufnehmen, ob ihr wollt oder nicht.

Im Namen des Kaisers, wir brauchen zwei Betten.

Wir sind dienstlich unterwegs.

Ich weiß nicht... der Herr ist nicht zu Hause.

Egal! Wir eskortieren diesen Gefangenen.

Laut Gesetz musst du uns mit Wein, Reis und Fleisch bewirten!

Und bedienen sollen uns zwei hübsche Mädchen.

Erstklassige Weiber haben die in der Hütte wohl nicht.

Egal, Hauptsache willig!

- Und der Gefangene? - Der schläft im Stall!

Dem Äffchen, das gerne den großen Affen spielt, rät der Weise:

Willst du den Herren kennenlernen, so achte auf seinen Knecht.

Was ein Fusel!

Bedienung! Habt ihr nichts Besseres?

Das Mädchen ist hässlich wie eine Peking-Ente. Mit dem Bürzel im Gesicht.

Laut Gesetz stehen uns die hübschesten Mädchen zu.

Ist dein Herr immer noch nicht zurück?

Nein, aber wir erwarten ihn jeden Moment.

Versteckt euch! Sie kommen. Es müssen Hunderte sein.

- Hunderte was? - Hunderte von Räubern!

Sie kommen aus den Bergen. Reiten auf uns zu!

Sie werden uns alle töten.

Bitte, edle Krieger, Ihr müsst uns helfen.

Sie werden uns alle ermorden. Ihr seid Soldaten des Kaisers. Helft uns!

Wenn es die Bande aus den Bergen ist, sind wir verloren.

Bitte beschützt uns.

Das dürfen wir nicht.

Unser Auftrag ist die Eskorte des Gefangenen!

Halt! Bis hierher und nicht weiter.

Ich bin Shih Chin und dieser Ort steht unter meinem Schutz.

Ich heiße Chu Wu. Wir wollen nichts von Euch! Aus dem Weg!

Euch den Weg freigeben? Niemals!

Nimm deine Räuberbande und verschwinde!

Der kaiserliche Drachen! Ein Verwandter des Kaisers.

Zieh dich wieder an, sonst holst du dir einen Schnupfen, Kleiner!

Kleiner? Du wirst schon sehen!

Für Räuber und Mörder ist diese Straße nicht gebaut!

Genug der Worte! Unterhalten wir uns hiermit!

Du spielst dich gern als Ritter auf? Von mir aus!

- Was ist das für ein Lärm? - Ein Überfall!

Es ist eine Räuberbande, nur Ihr könnt uns helfen, Herr.

Siehst du, Kleiner? Hättest du nur nicht angegeben!

Aufhören! Wehrt euch nicht gegen diesen Mann.

Er ist ein Schwertmeister. Ich kenne ihn!

Du bist kein Geringerer als Lin Chung!

Das ist das erste Mal, dass ich einen Meister-Fechter kämpfen sehe.

Chinas bester Schwertkämpfer.

Ich habe gehört, er sei verbannt worden... Ihr habt mir das Leben gerettet!

Ich war unterwegs zu dir, doch er da wollte mich nicht durchlassen.

- Du hättest etwas sagen können. - Du hast das Schwert gezogen!

Befreien lässt du dich nicht, oder?

Woher weißt du das alles?

Wir haben eine Nachricht vom Tigerjäger bekommen.

Der dich wie einen Bruder liebt!

Wir sollen dich mit einem Fest begrüßen, wenn du kommst.

Gute Idee! Dies ist mein Dorf. Darum feiern wir bei mir.

Dir 100 Freuden! - Danke!

- Ihr beiden! Macht euch lieber nützlich. - Oder verschwindet!

Wenn nicht, kriegt ihr nichts zu essen!

Ja, Herr! Ja.

Wieso lässt du dich freiwillig von solchen Idioten gefangen nehmen?

Ihr könntet doch jederzeit entkommen.

Wir führen ein freies Leben und haben alles, was wir brauchen.

Ich habe da oben rund 400 Mann.

Wir stehen Seite an Seite. Möchtest du unser Anführer werden?

- Sehr guter Vorschlag, ich komme mit.

- Du? - Ja, ich!

Die Schikanen der Regierung werden unerträglich.

Wenn du um deine Frau fürchtest, wir warnen sie.

Deine ganze Familie könnte sich in Sicherheit bringen.

Wie lautet die Antwort?

- Ja? Wir führen ein freies Leben!

Überall herrscht die Korruption. Das verärgert mich!

Nun trifft es einen Herrn wie Euch. Diese Bande!

Danke für das Angebot. Aber ich verdiene meine Strafe.

- Der Dickkopf lässt sich einsperren. - Dickkopf? Ja, vielleicht.

Ich habe etwas geschworen. - Geschworen? Was?

Ich habe einen Soldaten umgebracht und muss büßen.

Er und ich waren Soldaten, ich bin verantwortlich dafür.

So ein Unsinn, man hat Euch eine Falle gestellt!

Ein Bandit wird das nie verstehen, aber ich schon.

- Was meinst du mit Bandit? - Chu Wu, du bist zu empfindlich.

Shih Chin ist bereit, als Bandit in die Berge zu gehen.

- Wir trinken auf die Freundschaft! - Sie ist vom Himmel vorbestimmt.

Jetzt komm mir bloß nicht mit so einem Mist.

- Von jetzt an sind wir Brüder. - Brüder!

Einen Augenblick noch.

- Bitte, Lin Chung, erteile mir eine Lektion. Ich bin jetzt Kao Chiu.

Shih Chin, du treibst das Spiel zu weit.

Auch eine Lektion kann tödlich enden. Merk dir das.

Vergib meine Taktlosigkeit.

Wir sitzen im selben Boot. Vertragt euch wieder.

Haltet an! Wir wollen uns verabschieden.

Ja, Herr!

- Habt Dank für Geleit und Bewirtung. - Das war selbstverständlich.

Nimm bitte diese Börse an. Du kannst sie brauchen!

- Nein, danke. - Nun nimm schon.

Wir sehen uns wieder, Bruder!

Wenn du genug hast von der Gefangenschaft, weißt du, wo du uns findest.

Ich kann eine Nachricht zu deiner Frau schicken.

Damit sie weiß, dass du noch lebst.

Aber daran zweifelt Hsiao Lan in der Hauptstadt nicht.

Lin Chung hatte ihr befohlen, sich scheiden zu lassen,

doch sie wollte ihm nicht gehorchen.

- Meint Ihr wir kriegen ihn frei? - Nicht alle stellen sich taub und blind.

Täglich gibt es Beschwerden, über seine ungerechte Verurteilung.

Möglicherweise hebt der Kaiser das Urteil auf.

Könnten wir doch nur eine Wiederaufnahme des Verfahrens erreichen.

Es gibt eine Hoffnung. Keine große, aber...

Lin Chung ist ein verdienter Mann. Vielleicht würde einem Antrag stattgegeben.

Manche Leute kommen auf Ideen! Er fordert eine Wiederaufnahme?

Und wenn er körbeweise Anträge stellt, bekommt er keins.

Schickt den Richter weg.

Das ist kein Thema mehr. Lin Chung ist wahrscheinlich tot.

- Ja, Exzellenz. - Wieso gibt es noch keine Nachricht von seinem Tod?

- Unser Mann war zuverlässig. - Aber Lin Chung hat ihn besiegt?

- Ich verstehe es auch nicht. - Weil ihr beide zu dumm seid!

- Wir haben unser Bestes getan. - Euer Bestes?

- Hört zu! - Ja, Exzellenz?

Bald kommt Lin Chung im Straflager an.

- Ja. - Geht dort hin!

Nehmt die Angelegenheit in eure Hände!

- Kommt erst zurück, wenn er tot ist! - Zu Befehl!

Verlasst Euch auf uns, Exzellenz.

- Seine Frau wird lästig. - Überlasst sie mir.

- Habt Ihr Pläne mit ihr? - Ja, sie wird meine Frau!

Viel Glück!

Dies ist das Straflager Sangshu, eine wahre Hölle.

Die Häftlinge dort wurden zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt.

Die Wachen prügeln wahllos und gern.

Und auch hier blühen Willkür und Korruption.

Kein Mensch wird dich vermissen!

Du hättest es leichter, wenn du was springen lässt. Verstehst du?

Du gibst mir Geld und ich beschütze dich!

- Ist das ein Angebot? Was sagst du? - Nein!

Wie du meinst! Dir zeige ich es!

Arbeitet, ihr Faulpelze!

Legt alle Kraft in den Schlag!

Ich will hören, dass ihr arbeitet!

Hey du. Der Neue da.

Das ist kein Porzellan, schlag gefälligst zu.

Lu Ta meldet sich zur Wachablösung.

Lu Ta ist wieder da! Der Schrecken aller Faulpelze!

Wer hat denn was von Pause gesagt?

Ihr sollt schuften, bis zum Umfallen! Das ist gesund.

Ich zieh euch Nasen und Ohren so lang, dass ihr nicht in den Himmel kommt.

Also strengt euch gefälligst an, sonst hole ich den Knüppel.

Nehmt euch ein Beispiel an mir. Na wird's bald, ihr Hunde!

Hey, Neuer, ruh dich aus. Das ist nur Lu Ta, der meint es nicht so.

Wenn er nicht wäre, wären wir alle schon tot.

- Er ist eingeschlafen, er schnarcht. - Dann verschwinden wir jetzt.

- Habt ihr die Vorräte? - Ja, hier ist Wasser.

Ich habe Reis für vier Tage.

Was ist, Neuer? Kommst du mit?

- Nein, ich bleibe hier. - Dann bist du Futter für die Geier.

- Bist wohl lebensmüde! - Seid ihr soweit? Dann los.

Na wartet.

Ihr Idioten! Das habt ihr nicht umsonst gemacht.

Fast hättet ihr mich um Kopf und Kragen gebracht.

Man hätte mir die Schuld gegeben! Verstanden?

Was machen die wohl mit mir, wenn einer von euch abhaut?

Dann kann ich für euch die Suppe auslöffeln.

Aber mit dem anständigen Lu Ta kann man so etwas ja machen.

Ist das euer Dank? Ihr habt mich hintergangen!

Ich war immer großzügig und so missbraucht ihr mein Vertrauen!

Soll ich andere Saiten aufziehen? Könnt ihr haben!

Ich habe ein altes Hausmittel gegen Undankbarkeit. Das kriegt ihr jetzt.

Das haut euch zwar um, aber das wird euch gut bekommen.

Nanu! Du bist genauso hart wie ich.

Du musst Lin Chung sein!

Wo ich mir so gewünscht hab, dass du mir unterstellt wärst.

Jetzt bist du also da. Sag mal, bist du wirklich Lin Chung.

Das habe ich mir doch gleich gedacht.

Da muss ich mich nicht wundern, dass mir die Pfote weh tut.

Ganze Kerle erkennen sich gegenseitig!

Was ist denn das? Eine Geldbörse!

Die wird doch nicht etwa voll Gold sein?

Wieso arbeitest du da noch in den Steinbrüchen?

Wer richtig schmiert, lebt ganz gut in der Hölle.

Lass dein Geld für dich arbeiten und du bist fein raus.

Ich würde niemals bestechen.

Bist dir wohl zu vornehm, was?

Dann erledige ich das für dich!

Du hast gut gearbeitet. Dir obliegt nun die Versorgung der Pferde.

Die Pferde! Vielen Dank, Exzellenz.

Wieso bedankst du dich an seiner Stelle?

- Verzeiht, Exzellenz. - Lin Chung, kannst du nicht reden?

Er redet sonst wie ein Buch, er ist nur so überrascht!

Ich selbst werde ihn einweisen, Exzellenz.

Ein Held wie du mein Freund? Ich könnt vor Freude singen.

Was du getan hast, werde ich dir nie vergessen.

Ich kann mich frei bewegen, fast wie ein freier Mann.

Ich sagte es ja: Machst du es richtig, geht es dir hier gut.

Kennst du die Geschichte vom betrogenen Betrüger?

Der Bonze hat nicht alles Geld gekriegt! Darauf trinken wir.

Riecht gut. Sollen wir auch etwas essen?

Welch Luxus! Eine Nachtigall singt für uns.

Auf unsere Freundschaft!

Ich wusste gleich, dass wir vom gleichen Schlag sind.

Hör zu, Lin Chung! Ich mache dir einen Vorschlag:

- Sollen wir fortan Brüder sein? - Ja.

- Aber nur, wenn du mein älterer Bruder bist. - Gern, kleiner Bruder.

Das sagst du zwar nur aus Höflichkeit, aber ich freue mich trotzdem.

Trink noch einen Schluck.

So berühmten kleinen Bruder verdiene ich gar nicht.

Mehr zu trinken! In diese Krüge geht ja nichts rein.

Geht alles auf meine Rechnung. Das Essen auch, ich habe Geld genug.

Mein kleiner Bruder ist reich.

Regnet es? Ich bin nicht gekommen, um dem Regen zuzuhören.

Tränen? An so einem Tag?

- Sie soll aufhören zu heulen! - Ich bitte um Verzeihung.

- Ich bitte Euch um Nachsicht. - Die Nachsicht hast du auch nötig.

Wie soll der Wein schmecken, bei dem Geheule?

Warum weint sie? Bist du daran schuld?

Nein, das ist nicht meine Schuld. Sie und ihr Vater sind in Not geraten.

Darf ich die beiden Eurer geneigten Aufmerksamkeit empfehlen?

Geneigte Aufmerksamkeit... mal sehen, was ich tun kann.

Erst singst du und nun weinst du? Was bereitet dir Kummer?

Sie heißt Bieng, eine fahrende Sängerin, die vor den Gästen musiziert.

Aber jetzt pflegt sie ihren kranken Vater.

Sie hat sich beim Geldverleiher 100 Kuan geliehen.

Doch nun sagt dieser Schuft, sie schuldet ihm 1.000 Kuan.

1.000 Kuan? Das ist ja Zauberei!

Er verlangt jetzt von ihr 1.000 Kuan. Oder Sie muss seine Geliebte werden.

- Wer ist der Geldverleiher? - Der Schlachter.

Also der Schlachter.

Meine Tochter wusste nicht, dass dieser Herr Wucherzinsen verlangt.

Wir brauchten Geld für Essen und Trinken. Nun soll sie seine Frau werden.

Überlasst diesen Schinder mir.

Solche Männer müssen Lu Ta Rede und Antwort stehen.

Weine nicht! Diesen Halunken nehme ich mir vor!

Lin Chung, Hilfe!

Lin Chung, Hilfe!

Das ist nicht bloß ein Schlachter, sondern ein Blutsauger!

Dem lege ich das Handwerk.

Ja, ein Blutsauger. Nur, was können wir tun, Bruder?

Wieso wir? Du hältst dich da raus!

Du darfst da überhaupt nichts machen. Mir fällt schon was ein.

- Eure Schulden übernehme ich. - Wie wollt Ihr die bezahlen?

Ich bekomme in der ganzen Stadt Kredit.

Verlasst die Stadt. Hier, Reisegeld.

- Das wird erst einmal reichen. - Ihr seid sehr großzügig.

- Ich weiß nicht, wie ich Euch danken soll. - Aber ich.

- Indem du aufhörst zu weinen. - Danke für Eure Hilfe.

Gern! Nehmt das Geld, es macht mich eh nur leichtsinnig.

Ich habe doch recht.

Die Rechnung von heute schreibst du an.

Aufwachen ihr beiden! Ich habe etwas Wichtiges zu erledigen.

- Deshalb führt ihr diesen Gefangenen zu den Futterspeichern. - Ja, Exzellenz.

Tag, schönes Wetter heute. Wo ist der Meister?

Lu Ta. Welche Ehre. - Ehre, wem Ehre gebührt.

- Was machen deine Geschäfte, gehen sie gut? - Es geht.

Die Exzellenz hat Appetit auf etwas Besonderes.

Ich kann heute Schwein empfehlen.

Dann nehme ich drei Pfund Schweinefleisch. Für den Statthalter.

Oh, für den Statthalter! Dann schneide ich eigenhändig.

Den Gesellen trau ich nicht bei so wichtiger Kundschaft.

- Ohne Fett! Für seine Exzellenz. - Das dauert aber eine Weile.

Und jetzt noch zehn Pfund Speck. Ohne mageres Fleisch!

- Ganz ohne mageres Fleisch? - Ja, für den Statthalter.

Also gut. - Sagen wir drei Pfund,

aber ohne jede Beigabe.

- Noch etwas? - Vier Pfund Rippchen, ohne Fleisch und Fett!

- Ganz ohne alles? - Ja, keine Spur Fleisch oder Fett.

- Bin ich denn blöd? - Fleischer Tschong...

... woher sollen wir das denn wissen? Wenn du das nicht einmal weißt!

- Jedenfalls kriegst du jetzt dein Fett ab. - Dich zerlege ich in kleine Teile.

Du Schwein!

Worauf wartet ihr noch? Schlachtet ihn doch ab.

Vorher nehme ich euch auseinander.

Ich bin kein Schwein, das ihr abschlachten könnt!

Wenn es drauf ankommt, werde ich zur rasenden Wildsau.

- Lu Ta, sollen wir dir helfen? - Nein, ich schaff das schon.

Die haben genug... kein Grund zur Aufregung.

Und jetzt zu dir, du Wucherer. Schreib dir eins hinter die Ohren:

Erpresst du noch einmal wehrlose Mädchen, dann schlag ich dir den Schädel ein!

Du bist nicht halb so zäh wie das Fleisch, das du verkaufst.

Na los! Steh auf!

- Er ist tot, wir müssen weg hier. - Der stellt sich doch nur tot.

Er ist ja wirklich tot. Das kann mich den Kopf kosten.

Du hältst es also für ausgeschlossen, dass Lin Chung entkommen konnte?

Ihn behalten wir ganz besonders im Auge.

Ich weiß um die Gefährlichkeit des Mannes.

Wir isolieren ihn streng von den anderen Häftlingen.

Gut! Das erleichtert uns den Auftrag.

- Gehen wir zu ihm. - Sofort oder wollt Ihr Euch ausruhen?

- Wir haben ein Festmahl für euch. - Schluss jetzt!

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Lin Chung! Mach bitte auf. Ich brauche deine Hilfe.

- Ich bin erledigt! Verloren. - Was ist denn los?

Lin Chung, du musst mich verstecken.

Dich verstecken? Ich bin doch selbst Gefangener.

- Auf einmal war dieser Blutsauger tot. - Tot? Wie ist denn das passiert?

Ich weiß es nicht! Ich habe ganz vorsichtig zugeschlagen.

Nein! Das ist eine Falle, von Kao Chiu.

Bruder, ich helfe dir.

Du kannst mir nicht helfen, ich habe einen Mann getötet.

Sie werden überall nach mir suchen.

Hier vermuten sie mich nicht.

Auf die Idee, dass ich hier bin, werden sie nicht kommen.

Bei einem Strafgefangenen sicher nicht.

Das Beste am alten Lu Ta ist die Birne da oben.

Auch wenn sie mich manchmal im Stich lässt. Leider.

Jetzt bekomme ich Hunger.

Hätte ich nur daran gedacht, das Fleisch mitzunehmen.

- Wenn du sonst keine Sorgen hast? - Ich denke immer ans Essen!

Stockfisch! So hungrig bin ich dann doch nicht.

Jetzt haben sie mich gefunden! Vier Soldaten beobachten das Haus.

Lin Chung, ich verschwinde lieber.

- Wer weiß, was die wollen. - Was wohl?

- Mir an den Kragen wollen sie. - Wohin kannst du denn fliehen?

Wenn ich das wüsste. Ich bin es nicht gewohnt, davonzulaufen.

- Bei wem könnte ich mich verstecken? - Shin Chin.

- Sag ihm, dass du von mir kommst. - Der mit dem Drachentattoo?

Er ist zuverlässig. Sag ihm, dass ich dich schicke.

Das mache ich. Zum Glück, habe ich dich, kleiner Bruder.

- Sei vorsichtig! - Wir sehen uns wieder.

Lebe wohl, kleiner Bruder. Auf bald!

Ausgezeichnet. Hier sitzt er wieder in der Falle.

- Wann soll es geschehen? - Bei Anbruch der Nacht.

Ko Shou und Wo Hang! Wieso sind sie hier?

Kao Chiu hat sie geschickt. Aus welchem Grund?

Um mich zu töten!

Wieso bin ich im Weg? Bin ich als Gefangener so lästig?

Hsiao Lan, meine Frau. Es geht um sie.

Dann helft mir. Ihr habt so viel Macht und könnt es erreichen.

Es hieß, Lin Chungs Fall wird aufgenommen, wenn ich komme und darum bitte.

Hsiao Lan, deine Naivität entzückt mich, weil sie nicht gespielt ist.

Dir wird einleuchten, dass alles, was geschehen wird,

davon abhängig ist, wie du dich verhältst.

- Also? - Ihr missbraucht schamlos Eure Macht.

Ein Mann in Eurer Stellung darf eine hilflose Frau nicht erpressen.

Deine Anständigkeit ist wirklich bezaubernd.

Ich liebe dich, und ich möchte, dass du meine Frau wirst.

- Und das wirst du! - Ich will nichts davon hören!

Viele andere Frauen liegen mir zu Füßen.

Warum wehrst du dich so gegen mich?

Du kannst mir nicht vormachen, dass du so gefühllos bist.

Nein! Nein! Bitte nicht!

Nein, ich will nicht!

Nein!

Bitte nicht!

Sei ruhig, dich kann hier niemand hören.

Noch einen Schritt näher und ich werde mich töten.

Wie du willst. Ich übe mich in Geduld... ich kann warten!

Wer will denn an so einem Tag sterben.

Bitte lasst mich raus hier. Ich will raus hier.

Lasst mich raus.

Schließt sofort die Tür auf.

Ich will sofort raus hier.

Das könnt Ihr nicht tun!

Besser die eisigen Winde des Winters im Gesicht, als den Atem des Tigers.

Lin Chung. Hilf mir!

So hilf mir doch.

Mein Geliebter, ich kann nicht länger deine Frau sein.

Nun, da Kao Chiu mich entehrt hat.

Dass ich so töricht war, zu ihm zu gehen, ist unverzeihlich.

Ich weiß, dass wir nicht für immer getrennt sein werden.

Deine und meine Ehre sind beschmutzt.

Und ich allein bin daran schuld.

Durch sträfliche Leichtgläubigkeit.

Ich will jetzt unsere Ehre wiederherstellen.

Doch dieser Weg ist schrecklich einsam.

Das dürft Ihr nicht! Wie konntet Ihr nur.

Da bin ich ja gerade noch rechtzeitig gekommen.

Was haltet Ihr mich vom Sterben ab? Ich bin so gut wie tot.

Das sieht Euch ähnlich.

Als man mir erzählte, dass Ihr bei Kao Chiu seid, wusste ich, dass es so ausgeht.

Euer Ehren, ich möchte Euch bitten, mich nicht länger zu stören.

Ich muss meine Ehre wiederherstellen, also geht jetzt bitte.

Kommt nicht in Frage!

Wollt Ihr eine Dummheit wiedergutmachen, indem Ihr eine andere begeht?

Lin Chung übersteht nur die Qualen, weil er an Euch denkt!

Wie kann ich ihm je wieder vor die Augen treten?

Hört Ihr mir überhaupt zu? Denkt denkt ganz genau nach.

Wem soll dieser Tod nützen? Wollt Ihr damit Eurem Mann helfen?

Das nimmt ihm alle Hoffnung.

Ist es denn nicht sinnvoller, für jemanden zu leben als zu sterben?

Ihr müsst leben, damit er nicht verzweifelt.

Ihr werdet Lin Chung nicht verlieren. Er wird Euch verzeihen.

Ihr müsst ihm erklären, wie alles gekommen ist. Euch trifft keine Schuld.

Ihr müsst versuchen, irgendwie nach Sanshu zu gelangen.

Geht zu Lin Chung und erzählt ihm, was geschehen ist und wer es war.

Euer Gewissen ist rein, also sagt ihm die Wahrheit.

Er wird Euch helfen, das 10.000-fache Glück wiederzufinden.

Ab hier gehe ich allein weiter. Es ist besser, wenn Ihr jetzt umkehrt.

Ich danke Euch für alles.

Nicht der Rede wert. Gerne verlasse ich Euch nicht.

Gebt dieses Schreiben dem Statthalter.

Und gebt ihm diese Börse, dann wird er ein Treffen mit Lin Chung vereinbaren.

- Wie kann ich das je vergelten? - Ab jetzt müsst Ihr sehr wachsam sein.

In dieser Gegend herrschen Räuberbanden.

Noch dazu seid Ihr eine Dame von Rang.

Die Hsiao Lan, von der Ihr redet, gehört der Vergangenheit an.

Sie ist tot, aber ich habe die Hoffnung, dass sie wieder leben wird.

Nun, da bin ich sicher.

Sagt Lin Chung, dass ich mit meinen Gedanken bei ihm bin.

Ja.

Ihr Feiglinge!

Kommt aus dem Versteck, wenn ihr den Mut dazu habt.

Feiglinge!

Habt ihr Angst vor einem ehrlichen Kampf?

Ihr wollt Männer sein? Affen seid ihr!

Was sind wir? Du wirst sehen, dass wir Männer sind.

Lasst mich runter!

Ihr sollt mich runterlassen.

Lasst mich runter.

Das ist ja ein Mädchen.

Ich werde euch alle umbringen.

Bist du ausgerissen, oder warum reitest du durch die Berge?

- Ich hasse euch. - Nun bist du unter Räubern.

Ich heiße Chu Wu. Lass dich mal anschauen.

Gar nicht mal so hässlich.

Jetzt bekomme ich erst recht Lust auf dich.

Köstlich. Nimm dich zusammen, kleine Wildkatze.

Er war Aufseher im Straflager. Hat den Wucherer erschlagen.

Hat der Hund auch nicht besser verdient.

- Herr, es hängen überall Steckbriefe. - Ja, ich weiß.

- Das ist gefährlich, Herr. - Was?

Dass Ihr Euch mit Räubern verbrüdert und jetzt einem Mörder Unterschlupf bietet.

Halt den Mund. Der Mann ist mein Gast, und wehe du sagst ein Wort über ihn.

Herr, ich fürchte um Euch. Die Belohnung ist sehr hoch.

Ich habe dich gewarnt! Hüte deine Zunge.

Ich schneide sie dir heraus, wenn du es jemandem sagst.

Hey, wach auf! Aufwachen, Lu Ta!

Wo ich so schön geträumt habe.

Haben wir schon wieder Morgen? Dann muss ich was trinken.

Es ist noch Abend. Sie haben einen Preis auf deinen Kopf ausgesetzt.

- Einen hohen Preis? - 3.000 Kuan.

- Mehr bin ich denen nicht wert? - Überall hängen Steckbriefe von dir.

- Bin ich gut getroffen? - Nicht besonders schmeichelhaft.

Keiner kann dich so schlecht zeichnen, dass man dich nicht erkennt.

Was könnte einen so schönen Menschen wie mich schon entstellen?

- Eine Tonsur. - Wie ein Mönch?

Ja, du wirst jünger aussehen. Hier ein ungenutztes Priester-Patent.

Ich werde dich als Novize in ein Kloster senden.

Ich, ein Novize?

Ist das ein hässlicher Glatzkopf.

Aber nichts kann einen schönen Mann entstellen.

Ich habe dich schon beim Abt angemeldet.

Im Tempel der großen Weisheit.

Hey, ich bin es, Chu Wu. Störe ich?

Komm rein, aber benimm dich anständig.

Hoffentlich, sonst erteile ich keinen Segen.

Mit einem heiligen Mann in der Familie, kommen wir alle in den Himmel.

Nimm die Finger von der Glatze, sonst geht deine Unkeuschheit auf mich über.

Ein Jammer, dass Mönche keusch leben müssen.

Ich hab eine kleine Überraschung. Hierher, bringt sie rein.

- Hoffentlich was zum Nachtisch. - Na, ist das vielleicht was?

Mein Keuschheitsgelübde... Ich werde das nicht ablegen.

Wirst du dich wohl zusammennehmen, Mönch.

Chu Wu, ich bin gerührt. Hast du sie mir als Geschenk mitgebracht?

Von wegen. Ich dachte, wir teilen sie uns.

Redet ihr von mir? Da irrt ihr euch, ich würde euch alle töten.

- Diese Stimme, wie ein Singvogel. - Mönch, halt dich da raus!

Kämpfen wir, wer sie als Erster kriegt. Einverstanden?

Wenn du meinst.

Diesmal besiegst du mich nicht, ich habe von Lin Chung gelernt.

Lin Chung? Lin Chung hast du gesagt?

Lebt er noch?

Er ist ein bedeutender Mann. Woher kennst du ihn?

Wir sind gute Freunde. Sag, lebt er noch?

Ja, ich habe ihm einen gemütlichen Arbeitsplatz besorgt.

Eine gute Nachricht! Was für eine gute Nachricht.

Wie konnten wir so mit ihr umgehen, wo sie doch in ihn verliebt ist?

Ich bin nicht verliebt in ihn. Ich verliere mein Herz nicht so schnell.

Auch nicht an mich? Schäme dich!

Das ist eines Helden los. - So rächen sich die Götter an dir!

- Wir haben einen neuen Kampfgefährten. - Kampfgefährtin!

- Darauf trinken wir. - Dazu braucht man eine gute Unterlage.

Nein danke, ich habe keinen Hunger.

Herr, Ihr solltet nach draußen kommen! Ein Offizier will Euch sprechen.

Die Soldaten haben das Haus umstellt.

Ich wurde verraten!

- Was hat das zu bedeuten? - Das werdet Ihr erfahren.

Ihr und alle im Haus kommen sofort mit uns.

Wie ich höre, ist ein Räuber darunter und ein Mörder.

Das hörtet Ihr? Ich gebe nur ein Gastmahl für Freunde.

Ihr habt nichts zu befürchten, wenn Ihr sie ausliefert.

- Und wenn nicht? - Weigert Ihr Euch also?

Dann holen wir sie eben mit Gewalt.

- Dringt in das Haus ein und nehmt alle fest. - Halt!

Für Euch ist kein Platz in meinem Haus!

Wer hier rein will, bekommt es mit mir zu tun!

Soldaten, auf sie!

Ich bin Lu Ta, ein gläubiger Buddha-Jünger.

Ich höre auf den Namen Chu Wu.

Und mein Name ist Hu San-Niang.

Nein. Nein. Nein.

Du hast mich verraten, also wirst du jetzt sterben.

- Rückzug! - Na los, schneller!

Feiglinge!

Verschwindet und lasst euch hier nicht wieder blicken.

Shih Chin, du bist nun ein Gesetzloser, wie wir.

- Stimmt, Lu Ta. - Ehe die zurück sind, müssen wir weg sein.

Ich komme mit in die Berge.

Und du? Willst du mitkommen?

- Ich weiß es nicht. - Sie weiß es doch.

Sie will in der Nähe von Lin Chung sein.

- So, das wäre also erledigt. - Ich bin zufrieden mit dir.

- Lin Chung schmort im Backofen. - Ein Pechvogel, dieser Lin Chung.

Er bildet sich ein, er wäre dem Henker entronnen. Friede seiner Asche.

Leider hat er nicht erfahren, dass man ihm Hörner aufgesetzt hat.

Dass seine Frau jetzt Kao Chius Geliebte ist!

Das ist sein Gespenst! Tu uns nichts.

- Ist das wahr, was du sagtest? - Ja, ist es.

Deine Frau ist Kao Chius Geliebte.

Jetzt zieh weiter, Gespenst.

Ist das nun mein Weg? Zum Schlächter zu werden?

Ein Tempel ist ein offenes Haus und immer leer.

Ein Gefängnis ist ein geschlossenes Haus, aber immer überfüllt.

Lin Chung ist überzeugt, das nichts, was ihm heilig war, noch von Wert ist.

Er bricht sein Wort und flieht zu den Gesetzlosen.

Doch es heißt:

Man soll nicht vorschnell aufgeben, was langsam gewachsen ist.

Liebe und Pflichtgefühl helfen Hsiao Lan, zu Lin Chung zu gelangen.

Auch eine andere Frau wird von ihrem Herzen ins Unbekannte geführt.

Helden mögen tapfer sein oder auch töricht.

Sie ahnen nicht, was der Himmel mit ihnen vorhat.

Auch wenn ein Baum 100 Fuß hoch wächst, fallen seine Blätter und ernähren die Wurzeln.

Weit und wunderbar verzweigt, sind Wurzelwerk und Äste aller Abenteuer.

Abenteuer, die neun Dutzend Helden bestehen müssen,

bis sie endlich im Delta von Liang Shan Po, vereint sind.

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