All language subtitles for Mary Queen of Scots.GER

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Original subtitles

Nach "Maria Stuart" von STEFAN ZWEIG

Es ist sehr lange nach Mitternacht,

da sich Mary auf das Bett legt.

Alles, was im Leben zu tun war, hat sie getan.

Nur ein paar Stunden noch

hat die Seele jetzt Gastrecht in dem abgemüdeten Leib.

Elisabeth, meine geliebte Cousine,

dies ist der letzte meiner nicht verschickten Briefe.

Morgen nun...

hat England nicht länger zwei Königinnen.

Seid versichert, dass ich keinen Groll hege,

vielmehr empfinde ich tiefes Mitgefühl.

Ihr seid ebenso machtlos, Eure Rolle zu ändern,

wie ich es war, meine zu ändern.

Ich habe Angst, Eure Majestät.

Das brauchst du nicht.

Danke, dass du bei mir geblieben bist.

Ich verbiete ihnen, dich mitzunehmen.

Ich werde dich beschützen.

Du sollst dein eigenes Leben haben.

Du wirst die Königin sein,

die ich nie sein durfte.

Ich hoffe, Eure Majestät wird Ihre gesunde Tochter

mit dem Sohn König Henrys vermählen.

Er garantiert Euch eine friedliche, machtvolle Zukunft,

wenn England und Schottland vereint sind.

Wenn ich an Schottland zurückdenke, vor 44 Jahren,

wird mir bewusst, dass wir beide keinen einfachen Anfang hatten.

Ich konnte kaum meine Hände bewegen,

da griff die Politik schon nach meiner ahnungslosen Seele.

Gebt gut acht, reicht mir die Hand.

Das Kleid festhalten.

Und Obacht, haltet den Kopf gerade,

den Blick nach vorne.

Sehr gut, Marie.

Ich weiß nicht, welcher Art Eure Kindheitserinnerungen sind.

Meine Kindheit war eher unbeständig.

Wie Ihr wisst,

war Euer Vater so entschlossen, mich mit seinem kränklichen Sohn zu vermählen,

dass er Truppen schickte, mein Land zu plündern.

Viele Schotten verloren durch das Werben um die Kindkönigin ihr Leben.

Als ich von Festung zu Festung geschleppt wurde,

wusste ich oft nicht, ob das, was ich sah, wirklich war oder ein Albtraum.

Lebe wohl, mein Kind,

möge Gott dir eine sichere Überfahrt in ein friedlicheres Land gewähren.

Sie werden dich beschützen.

Du bist wieder fiebrig.

Das ist gut, meine Kleine. Das Fieber wird dir die Angst nehmen.

Meine Mutter konnte mich nur beschützen, indem sie mich nach Übersee schickte.

Über Nacht änderte sich mein Schicksal.

Statt Königin von England sollte ich Königin von Frankreich werden,

verschickt wie ein kostbares Objekt

an einen unbekannten Verlobten, auf Lebzeiten.

Ihr habt Glück, dass ich damals dieses Boot nahm.

Wäre ich geblieben,

so säßet Ihr heute nicht auf dem englischen Thron.

Wie heißt ihr?

Nun...

Aber wer ist die Königin?

Sucht Euch eine aus.

Schau dir das an.

Ich kann töten, nur mit einer Fingerbewegung.

Komm zurück!

Komm und schau!

Aus England!

Nachrichten...

Nachrichten aus England.

Die Königin Maria Tudor...

Ja?

Sie ist gestorben.

Meine Cousine Elisabeth...

...ist jetzt Königin.

Ich weiß es einfach.

Elisabeth?

Was ist?

Hier drüben.

Herrgott, wer seid ihr?

Ich bin die Königin.

Was?

Das ist unmöglich. Ich bin die Königin.

Ich bin die Königin von Frankreich.

Das hättet Ihr gleich sagen müssen. Königin von England, sehr erfreut.

Ich bin auch Königin von Schottland.

Nun, meine Teuerste, Ihr seid in Frankreich.

Da werdet Ihr auch bleiben.

Weshalb lacht Ihr?

Weil ich die Absicht hatte, zu kommen.

- Wohin? - Nach England, Idiotin!

Ihr werdet nicht kommen.

Doch!

Werdet Ihr nicht.

Werde ich wohl!

Du wirst nicht kommen.

Werde ich wohl!

Ich dachte, wir wären Cousinen.

Welche dieser Cousinen ist die Ungestümere?

Ich werde ihr sofort antworten.

Wir werden die besten Schwestern der Welt sein.

Ich sende ihr auch mein Portrait.

Noch besser, ich könnte sie besuchen. - Nein.

Doch, wir verstehen einander, sie und ich.

Wir sind... wir sind wie Zwillinge.

Das geht nicht.

Du kannst sie nicht als Königin ansprechen.

Diese Frau ist ein Bastard.

Selbst wenn, sie ist meine Cousine.

Hast du vergessen, was die Engländer deinem Land angetan haben?

Sie haben es niedergebrannt und zerstört.

Furchtbar, dass es meinetwegen Krieg gab.

Erlieg nicht deinen weiblichen Instinkten und deiner Herzensgüte,

dass sie dein Urteilsvermögen beeinträchtigen.

Es darf keinen Dialog geben mit dieser...

...dieser falschen Thronräuberin.

Wenn sie stirbt, wirst du Königin von England.

Weshalb sollte sie sterben?

Weißt du...

Du allein kannst dieses ketzerische Land zum wahren Glauben zurückführen.

Drei Kronen zu tragen ist eine schwere Last,

solange diese Ketzerin am Leben ist.

Sie muss verschwinden.

Ich zerstöre sie nicht, ich gewinne sie für mich.

Elisabeth, liebste Schwester,

nun hat England zwei Königinnen.

Was für eine köstliche Knacknuss.

Aber nicht alle hier schätzen es, dass ich mit einer fremden Macht verkehre.

Man hat mir versichert,

dass mein Anspruch auf die englische Krone auf einer legitimen Abstammung beruht.

Demzufolge

lasse ich das englische Wappen in meine königlichen Portraits aufnehmen.

Fürchtet Euch nicht um Eure Person.

Ich habe nicht vor, Euch zu belästigen.

Solltet Ihr mir zufälligerweise antworten,

solltet Ihr mich als Königin von Frankreich, Schottland und England ansprechen.

- Welch bezaubernde Stimme. - Ihr seid charmant.

- Kommt hoch. - Ja, kommt hoch.

Warte.

Das tut weh.

Morgen werde ich auf die Jagd gehen.

Ist es nicht noch zu früh?

Ich fühle mich wieder stark.

Zum 1. Mal in diesem Jahr führe ich die Jagd an.

Für dich!

Nein, liebste Cousine,

ich verschwinde nicht in einem Kloster und verwelke.

Ich bin sicher, es gibt noch ein Leben zu entdecken.

Gerade Ihr wisst am besten, dass man als Königin stets

Herr seines eigenen Schicksals bleiben muss.

Kann ich nicht mehr Königin von Frankreich sein, so bin und bleibe ich Königin von Schottland.

Schluss, aus und vorbei.

Ein kleiner Ratschlag:

Sei in Zukunft klüger bei der Wahl deiner Gatten,

damit sie am Leben bleiben, meine Teuerste.

Seht Ihr die Küste, Majestät?

Die Engländer warnen uns, nicht näher zu kommen.

Ich weiß.

Ein kleines Spähschiff.

Wir schicken einen Gruß.

Ihr solltet unter Deck gehen, Majestät.

Eine Kugel könnte Euch treffen.

Mich könnt Ihr nicht aufhalten, Lord Bothwell.

Königin oder nicht, ich kommandiere dieses Schiff.

Lasst mich los! Nein! Lasst mich sofort runter!

Ich bewundere den Mut.

Aber Ihr habt nur ein Leben. Und das ist kostbar.

In der Tat.

Ich würde meines jederzeit dafür geben.

Doch heute lieber noch nicht.

Willkommen, mein Bruder.

Ich konnte nicht schlafen,

mir war fürchterlich kalt.

John Knox ist der Anführer der Protestanten.

Ihr müsst einen guten Eindruck machen.

Er wird so bewundert wie gefürchtet.

Ein Tiger, der einen weisen, starken Mann braucht,

um mit ihm zurechtzukommen.

Ein Zeichen, eine falsche Geste und Schottland steht abermals in Flammen.

Ja, die Balance zwischen Protestanten und Katholiken,

Lords und Königinnen, England und Schottland,

und gar zwischen uns, liebster Bruder, ist von größter Bedeutung für mich.

Danke, Bruder.

Wir sind uns der Pflichten unserem Volk gegenüber bewusst.

Wir wollen unseren Ländern Frieden und Wohlstand bringen,

auch jenen weit entfernt von Eurer kleinen Welt hier.

Deshalb wünsche ich als Erste einzutreten.

Eure Majestät!

John Knox.

Ihr schreibt und predigt weiterhin,

dass eine Frau nicht regieren kann?

Hierin folge ich allein Jesus Christus, Eure Majestät.

Zweifelt ihr meine Autorität etwa an?

Ist sie nicht von Gott vorherbestimmt?

Haben wir nicht denselben Gott?

Religion ist lebenswichtig, doch ist sie eine persönliche Wahl.

Ich denke, wir haben viel gemein.

Lasst uns beide für Toleranz beten.

Der Herr gebietet uns,

Vater und Mutter zu ehren und zu gehorchen, wie Königen.

Doch sind unsere Herrscher göttlich?

Nein, sind sie nicht.

Demnach behauptet Ihr, meine Untertanen täten besser daran,

Euch zu gehorchen, anstatt mir?

Vielleicht vermag die neue Religion eine Brücke

zwischen Volk und Gott zu schlagen.

Seht, mein sehnlichster Wunsch ist es, dass Monarchen und Untertanen Gott gehorchen.

Der Herr wünscht, dass Könige Ziehväter für seine Kirche

und Königinnen Ammen für sein Volk sind.

Dies ist kein politisches Spiel für mich.

Es ist mein wahrer Glaube.

Ihr glaubt also an eine Kirche, die durch spirituelle Unzucht in der Doktrin

und ihrem Benehmen verseucht ist.

Madam,

ich heiße Rom eine Hure.

Mein Gewissen kann dem nicht zustimmen.

Gewissen, Madam, erfordert Wissen...

und ich fürchte, dieses fehlt Euch.

Wir haben beide

Vernunft von Leidenschaft überschatten lassen.

Beide Glauben können harmonisch existieren.

Lasst uns unser Lied singen.

Es ist so kalt in Schottland und meine Untertanen scheinen ihre Königin zu hassen.

Weil das Volk seine Königin noch nicht kennt.

Die Königin muss sich an schärfere Klingen gewöhnen.

Wie gelingt es meiner Cousine?

Wie?

Man kann nicht jeden enthaupten, der widerspricht!

Ich könnte Knox einsperren lassen, doch das würde alles verschlimmern.

Toleranz wird leicht missverstanden.

Wenigstens seid Ihr schön.

Sie soll wirklich hässlich sein.

Selbst wenn sie erotische Sonette über sie schreiben.

Kein Wunder. Sie hat keinen Mann, aber viele Liebhaber.

Und sie ist 15 cm kleiner als Ihr.

Die Ääärmste!

Schaut,

er ist ganz krumm.

Und wisst Ihr noch, als ich in den Brunnen fiel?

Schaut Euch mein Überbein an.

Das ist nichts.

Und ich habe ein Muttermal, genau hier!

Das ist nichts.

Meins ist schlimmer.

Kommt näher.

Mein Herz und mein Stolz wurden soeben von diesem Hetzer durchbohrt.

Ich habe Angst, liebste Cousine.

Warum fürchten die Gottesmänner uns Frauen so sehr?

Können wir kein Zwillingskönigreich haben, mit zwei Schwestern auf Zwillingsthronen,

die dem Blutvergießen ein Ende setzen?

Protestanten und Katholiken friedlich lebend,

nach dem Vorbild schwesterlicher Einigkeit.

Guten Tag.

- Danke. - Majestät, es ist eine Ehre.

Wie wundervoll.

Wollt Ihr wissen, wie viel Steuern sie zahlen,

damit Ihr weiterhin schöne Kleider tragen könnt?

Oder wie viele Krieger für Euch sterben?

Oder zum Protestantismus konvertieren?

Ich weiß, Ihr verübelt mir meine Rückkehr.

Aber ich muss verstehen können.

Wie soll ich sonst Frieden in dieses Land bringen?

Hört Euch das an!

Und wie wollt Ihr diesen Frieden herbeiführen?

Wenn starke und kriegserprobte Männer versagt haben?

Wo starke Männer versagt haben,

können zwei starke Frauen Erfolg haben.

Offensichtlich bezieht Ihr Euch auf Euch und...

Wie Ihr wollt.

Doch bevor Ihr die Welt verändert

mit unserer Todfeindin, der Königin von England...

Unserer Cousine!

Welch schöne Frau du bist!

Meine Spione haben nicht übertrieben.

Oh, findet Ihr wirklich?

Natürlich.

Aber habt Ihr nicht bemerkt, wie arm Euer Volk ist?

Beglückt es Euch?

Hattet Ihr Eure Hand vielleicht dabei im Spiel?

Aber ich werde das ändern. Ich bin ihre Königin.

Nein, wird sie nicht.

Sie hält sich für etwas Besseres, dabei ist sie bloß 'ne Franzosenhure.

Urteilt nicht vorschnell. Sie ist gerade eingetroffen.

- Sie hat nich mal 'n Mann. - Stimmt.

'Ne Königin ohne König ist gar nichts.

Hört nicht auf sie.

Wir sind wie Schwestern.

Hört Ihr auf mich, werdet Ihr Erfolg haben.

Nun, Schwester, umarmen wir uns.

Ja, Schwester, umarmen wir uns.

Könntet Ihr die Krone absetzen?

Sie ist so groß.

Dann werde ich Euch umarmen.

Nur, wenn Ihr Eure auch absetzt.

Das kann ich nicht.

Doch, Ihr könnt.

Nein, kann ich nicht.

Könnt Ihr.

Kann ich nicht.

Könnt Ihr!

Was wir hier haben, meine Lieben, ist eine tragische Situation.

Zwei Schwestern, zwei Königinnen, die sich nicht einmal umarmen können.

Kann nicht!

Kannst!

Ich hätte sie so gern gesehen. Ihre Hände berührt.

Wie sieht sie wirklich aus, De Croc?

Glaubt mir, sie ist ebenso neugierig wie Ihr.

Natürlich, das ist sie bestimmt.

Sie soll nicht fürchten, nach Schottland zu kommen.

So schlimm ist es nicht.

Badet sie wirklich in warmer Milch?

Und riecht aus dem Mund?

Sie soll ihre Liebhaber verprügeln.

Und keine Unterwäsche tragen.

Und sie kann keine Kinder kriegen.

Ab mit euch, die Damen, wir reden über Politik.

Ich verspreche, später mehr Klatsch preiszugeben.

Konntet Ihr ein Treffen zwischen den beiden Königinnen vorschlagen?

Sie sichert Euch uneingeschränkte Hilfe bei der Wahl Eures Gattens zu.

Ach, wirklich?

Ich wüsste zu gern, wen sie mir als Gemahl empfiehlt.

Und was ist mit ihrem leeren Ehebett?

Immerhin kennt Ihr die Ehe ja schon.

Geliebte Cousine,

wie freut es mich zu hören, dass Euch meine Wiedervermählung am Herzen liegt.

Ich bin ganz aufgeregt, bald eine Reihe Freier zu empfangen.

Bislang war es mir verwehrt, einen Mann zu treffen,

der mein Blut wallen lässt oder mein Herz berührt.

Aber ich fühle, dass neue Abenteuer bevorstehen.

- Alles in Ordnung? - Tut mir leid.

Mein Bruder kehrt früher zurück. Ich dachte, er sei noch in England.

Kommt, wir bringen Euch in Sicherheit.

Kümmert Euch um sie, Rizzio. Ich seh nach Darnley.

Sucht Ihr nach den Ladies? Oder jagt Ihr Hasen, Mylords?

Oder wollt Ihr vielleicht mitspielen?

- Ich muss die Königin sprechen. - Ich muss zuhören.

Verratet uns doch, wo sie sich aufhält.

Sie ist auf der Jagd nach süßer Trophä, lieber Moray.

Ich warne Euch, Rizzio.

Über zu viel Poesie ist leicht stolpern.

Königlicher Geschmack ist wie das Wetter, und Euer Frühling...

kann plötzlich in Winter umschlagen.

Auch ihre Vorlieben für Verbündete ändern sich.

Wo ist die Königin?

Wollt Ihr mit ihr über Heirat sprechen?

Wird sie der Empfehlung unserer englischen Cousine folgen?

Der englischen Cousine.

Wie viel hat sie Euch für Eure Dienste gezahlt?

Nun, zu diesen Empfehlungen...

"Deshalb empfehlen wir, einen Engländer zu heiraten,

um so unsere großen Königreiche zu vereinigen..."

Ich werde den klugen Rat meiner Cousine befolgen

und einen Engländer heiraten.

Einer, der dem Thron nahe steht.

Aber ich habe eine bessere Idee, die ihr auch gefallen wird.

Das ist lächerlich.

Der Frieden mit England ist gefährdet aufgrund einer koketten Laune...

Sollte ich, Eure Schwester, den Liebhaber der englischen Königin heiraten?

Wenn die Königin weiterhin derartige Ziele verfolgt,

wird sie England gegen sich aufbringen

und uns.

Wir werden dies nicht tolerieren.

Das könnte sehr unklug sein, Lord Moray.

Habe ich nicht Recht?

Darf ich nicht selbst bestimmen, wen ich heirate?

Auch ich bin frei.

Frei, meine eigene Wahl zu treffen.

Außerdem werde ich Euer loyalster Diener sein.

Das wird sie lehren.

- Wartet, bis ich Euch lehre. - Das werdet Ihr bestimmt.

Was ist?

Zum Teufel, sie hat es getan!

Hat was getan?

- Ihren kostbaren Darnley geheiratet. - Heute?

Ohne Vorwarnung.

Sie und ihr idiotischer Ehemann werden uns bald ihre Macht spüren lassen.

Gefährlich wie eine Wildkatze mit den zwei Jungen an ihrer Seite.

Sie hält sich für unantastbar.

Doch sie irrt sich.

Sie wagt es nicht, uns zu verfolgen.

Sie ist verrückt geworden!

Wir werden zurückkommen und einfordern, was uns gehört.

Der Teufel soll Euch holen!

Ja, flieht zu meiner geliebten Cousine.

Wir werden sehen, wie sie Euch empfängt.

Vielleicht mit einem Kerker statt eines Bettes.

Wir müssen einen Erlass verabschieden mit einer Belohnung auf die Flüchtigen.

Jetzt sind wir stark.

Jetzt können wir endlich alle Protestanten

und ihre ketzerische Königin vernichten. Mit der Hilfe Gottes und des Papstes.

Zunächst kehren wir heim.

Ich erhebe meine Hand nicht gegen sie.

Und mein Kind auch nicht.

Oh, geliebte Schwester,

ich muss gestehen, mit meinem neuen Ehemann bin ich nicht ganz zufrieden.

Seine radikalen Ansichten beunruhigen mich.

Seid gewiss, dass ich alles tun werde,

um seine fanatischen Pläne gegen Euch zu vereiteln.

Im Gegenzug vertraue ich darauf,

dass Ihr meine heimtückischen Rebellen entwaffnet

und ihre fanatischen Pläne gegen mich unterbindet.

Der Erbe unser beider Königreiche wächst sicher in mir

und niemand darf ihm etwas antun.

Unterstützt Ihr die protestantische Kirche finanziell, wäre das ein Zeichen von...

- Toleranz. - Das könnte sie beschwichtigen.

Vor allem heilt es die Wunden des Landes.

Ihre Majestät heißt Euch in Schottland willkommen

und lädt Eure Königin ein,

Patin des zukünftigen Herrschers Schottlands zu werden.

Und Englands.

Ihre Majestät ist ebenso erfreut über Eure Schwangerschaft,

Majestät.

Gibt es eine bessere Patin

für ein Kind, das schließlich unsere Königreiche vereinen wird?

Es wäre unklug, sie jetzt zu provozieren.

Ich rede mit meiner Cousine, wie ich will.

Obwohl England und Schottland in der Tat bereits vereint sind,

da der Erbe des englischen Throns

ein Rechtmäßiger sein muss.

Zudem... werden England und Schottland vereint sein im katholischen Glauben...

Ich bin hocherfreut, Euch meinen verlässlichen Freund

den Earl of Bothwell vorzustellen.

Lasst meine liebe Cousine wissen,

dass ich nun ruhig schlafen kann in meinem Bett

seit ich weiß, dass die Grenzen unter Bothwells strenger Kontrolle sind.

"Oh Schwester, misstraut diesem italienischen Unkraut!"

"Er stört das Gleichgewicht zwischen..."

"Engländern, Schotten, Iren,

Franzosen, Polen und Spaniern."

"200 Jahre lang hielt ich

das Gleichgewicht in diesem äußerst komplizierten Land."

Guten Abend.

So geht das nicht.

- Darnley, was habt Ihr mit denen zu tun? - Mischt Euch nicht ein, Liebste.

Rizzio!

Mein Kleines...

Hab keine Angst.

Mama wird alles regeln...

Etwas Schreckliches ist passiert, mein Kind.

Ich bin jetzt eine Gefangene, liebste Cousine.

Ich kann nicht glauben, was mir da widerfährt.

Das Kind dieses Verräters wächst in mir

und ich weiß nicht, wie ich es beschützen kann.

Unser Kind, geht es ihm gut?

Gott sei Dank seid Ihr hier, liebster Darnley.

Ich fürchte um die Gesundheit unseres Kindes.

Hier ersticke ich. Hier erstickt unser Kind.

Die Lords werden Euch nicht gehen lassen,

wenn Ihr sie nicht bedingungslos begnadigt für ihre Taten.

Nur unserem Kind zuliebe.

Aber bitte, lasst mich hier raus,

damit wir wieder zusammen sein können, Darnley.

Zusammen,

ganz, wie zuvor.

Ich war halb verrückt vor Eifersucht.

Nur deshalb hab ich mitgemacht.

Überzeugt sie davon, dass der zukünftige König Schottlands Ruhe braucht.

Lasst die Wache vor meiner Tür abziehen.

Dann treffen wir uns vor Sonnenaufgang.

Wie weiß ich, wann die Wehen einsetzen?

Ihr werdet es wissen.

Ihr werdet es wissen.

- Ihr werdet es wissen. - Ihr werdet es wissen.

- Soll ich Lord Darnley rufen? - Auf keinen Fall.

Ganz ruhig, ganz ruhig.

- Drückt mir fest die Hand. - Ihr schafft das.

18...

19...

Ein Sohn für unsere geliebte Königin!

- Was ist mit Eurer Stimme? - Mit meiner Stimme?

Ich möchte, dass Ihr geht. Wo ist Rizzio?

Ich bin Rizzio.

Er ist tot.

Ihr seid ein Teufel. Geht weg.

Lasst mich allein.

Habt Ihr meine Mörder bestraft?

Ich musste meinen Sohn retten.

Sohn?

Was? Habt Ihr "Sohn" gesagt?

Ich hasse sie, ich hasse sie...

Dennoch liebe ich sie so sehr.

Aber das kann ich ihr niemals sagen.

So attraktiv. So schön!

Liebt Ihr mich wirklich?

Liebe? Wer spricht von Liebe?

Ich hasse Euch, ich hasse sie...

Dann hasse ich Euch auch...

...für ein Weilchen.

Ich habe einen Sohn.

Das ist Euer Sohn. Und meiner.

Möge jeder hier Zeuge sein.

Mögen alle hier den zukünftigen Herrscher von Schottland und England sehen.

Wie kann ich so gelassen und zuversichtlich wirken wie Ihr,

wenn mir innerlich nach schreien zumute ist?

Ihr könnt nicht erahnen, wie es ist, als Mutter von Schlangen umgeben zu sein.

Vielleicht habt Ihr Recht, nicht zu heiraten.

Liebste Schwester, wir müssen uns zusammentun.

Die Geburt meines Sohnes ist eine Chance für uns beide.

Es ist wahrhaftig unser Sohn.

Die Zukunft, unserer eines Tages vereinten Königreiche, liegt auf seinen Schultern.

Ihr tut ihm noch weh.

Vielleicht ist er bei mir sicherer?

Wenn Ihr ihn anfasst, bringe ich Euch um.

Ihr vertraut mir nicht.

Weder als Vater, noch als Gemahl oder Mann.

Gebt mir eine Chance, mich zu beweisen.

Sprecht das Wort "Vertrauen" nie wieder aus.

Ich habe weder verziehen noch vergessen, was Ihr getan habt, als Ihr die Gelegenheit hattet.

Du sollst wissen, dass ich dich liebe.

Ich verspreche Euch, der zukünftige König wird wohl behütet sein.

Meine Loyalität gilt meiner Königin

und natürlich Schottland.

Er hat einen Mann getötet.

Das Urteil ist klar.

Bauer Innery, ich verurteile Sie zu 4 Jahren Zwangsarbeit.

Um diesen Hals gehört eine Schlinge.

Es sind meine Untertanen, Bruder!

Als Königin wünsche ich nicht, den Blutzoll meines Volkes zu vermehren.

Wir brechen im Morgengrauen auf.

Bothwell wurde schwer verwundet.

Na und?

Dies sind unsere Grenzen, unsere verwundbare Flanke gen England.

Es ist ein 5-stündiger Ritt zur Grenze.

Es ist gefährlich, Eure Majestät und das nur wenige Monate nach der Geburt.

Es gibt keine Herberge, Majestät.

Armes Schottland!

Mit Bothwell als unserer einzigen Hoffnung.

Wir reiten bei Sonnenaufgang los.

Uns wurde berichtet, Ihr hättet uns verlassen,

mein lieber Freund.

Wie könnte ich, Eure Majestät?

Ohne Eure Erlaubnis.

Wir hatten ihn schon abgeschrieben.

Zu viert schoben wir den Karren mit den blutigen Leichnamen,

als wir einen fluchen hörten.

Da wussten wir, es war kein Geist.

Können Geister nicht fluchen?

Ich behalte ihn im Auge,

damit er uns auch ja nicht stirbt.

Du meine Güte, was wäre passiert, wenn der Hieb Euch getötet hätte?

Schaut nicht so zufrieden, ich lebe.

Ganz plötzlich wurde mir klar, dass er immer an meiner Seite gewesen war.

Soviel Zeit habe ich vergeudet,

doch ist es nun zu spät?

Oh nein, das hört jetzt auf, sonst steuern wir in unser Verderben.

In meinem Ende ist mein Anbeginn.

Ihr!

Wartet...

Wartet...

- Ich bin froh, euch wohlauf zu sehen. - Gott sei Dank, geht es Euch gut.

Verfluchte Wunde.

Ich bleibe in der Nähe.

Lasst uns allein.

Während Ihr krank wart, verbrachte ich viel Zeit mit unserem Sohn James.

Wir sind gute Freunde geworden.

Außerdem habe ich an Eurem Königreich gearbeitet...

an unserem Königreich.

Gefällt sie Euch?

Das sollte ein paar Dinge klären.

- Und ich habe weitere Schritte eingeleitet. - Welche?

Ich habe mehreren Herrschern Europas geschrieben,

und ihnen versprochen, den wahren Glauben wiederherzustellen.

Den katholischen Glauben, hier in Schottland.

Falls nötig mit Gewalt.

Der Augenblick ist gekommen.

Seid Ihr überrascht?

In der Tat, ja.

Habt Ihr den Verstand verloren?

Dieses Land ist zerrissen von zwei Religionen.

Das wird noch mehr Feindseligkeit,

mehr Unglück und weitere Abspaltungen verursachen.

Trottel...

Ich bin schließlich König.

Nein, das seid Ihr nicht.

Die Engländer sind gekommen.

Ich kann es nicht erwarten, sie zu sehen.

Warum ist sie Euch so wichtig?

Das könnt Ihr nicht verstehen.

In gewisser Weise gibt es nur uns beide. Sie und mich.

Eng verbunden durch unser Blut,

unsere Pflicht, unsere Einsamkeit.

Und ich will ihr Gesicht sehen, wenn sie meinen Sohn sieht.

Und Euch will ich auch.

Die Königin!

Ihre Majestät, die Königin von England, ist geehrt, Patin des zukünftigen

Herrschers von Schottland zu sein.

Die Königin bedauert, dass sie nicht dabei sein kann

und hofft, Euch sehr bald zu sehen.

Bis dahin umarmen wir uns als Schwestern, anstelle meiner Königin.

Es wäre eine vorzügliche Geste.

All die Jahre träumte ich davon, Eure Hände zu berühren,

doch ich bekomme nur ein Häufchen Gold.

Ihr seht großartig aus, De Croc.

Verzeiht diese harten Worte der Enttäuschung, liebste Elisabeth.

Eine unendliche Traurigkeit zermürbt mich,

obgleich die königliche Taufe ein freudiger Anlass sein sollte.

Wärt' Ihr hier, so könntet Ihr sehen, welch gute Figur ich mache.

Niemand in Schottland hat je solch ein Spektakel gesehen.

Es ist alles bestens.

Ich habe einen gesunden Sohn und eine gesicherte Zukunft.

Und doch ist die Frau in mir unzufrieden.

Ich spüre eine Kraft in mir aufsteigen, der ich ausgeliefert bin.

Soll ich mich ihr hingeben oder ihr widerstehen?

Kann ich auf meine Ahnen zählen?

Viel hängt von Eurer Wahl der Gärtner ab.

Eine falsche Wahl kann die Pflanzung ruinieren.

Wenn Ihr das bedenkt, wird Euer Apfelbäumchen gedeihen.

Genießt Ihr Euer kleines protziges Fest?

Was ist denn?

Ich dachte, Ihr wäret eine von uns. Schottisch, wie ich.

Doch Ihr gebt Euch französischen Ausschweifungen hin.

Mein Sohn wird gerade getauft.

Tatsächlich?

Und wo ist sein Vater?

Ich sehe nur Bothwell.

Es geht Euch gar nicht um Bothwell.

Da habt Ihr ausnahmsweise Recht.

Es geht um Darnley.

Tatsächlich?

Darnley muss im Zaum gehalten werden.

Er wird immer ehrgeiziger und hemmungsloser.

Er verschwört sich mit allen. Den englischen Katholiken, dem Papst...

Und mit Euch, Bruder?

Ich bin Euer Bruder.

Habe ich Euch je enttäuscht?

Das ist kein Spiel.

- Eure Handlungen spalten unser Land. - Und Eure?

Lebt wohl, Mylady.

So habe ich noch nie empfunden.

Ich habe etwas entdeckt, das ich mir nie erträumt hätte.

Alle werden sich von mir abwenden und mich verurteilen.

Doch wie kann das Sünde sein?

Ja, von meinem Mann habe ich ein Kind empfangen.

Aber nichts hat mich darauf vorbereitet:

ein neues Königreich,

worin ich mich wundersam verwandle.

Ihr mögt glauben, wir passen nicht zueinander.

Aber harrt nur aus.

Darnley ist fort.

Was?

Es wird alles gut.

Aber lockt diesen lästigen Welpen aus seinem Bau.

Er ist labil.

Nehmt ihn an die kurze Leine.

Ich war bei meinen Entscheidungen immer allein

und ließ mich von meinem Gespür leiten.

Ich wage zu behaupten, dass Ihr jetzt nicht mehr allein seid, Majestät.

Schon immer habe ich auf einen Mann wie Euch gewartet.

Holt ihn zurück.

Für ihn hab ich Würde und Gewissen riskiert.

Für ihn, meine Freunde herabgesetzt.

Für ihn würd ich gern der Welt entsagen

und bereitwillig sterben, damit er sich erheben kann.

Es gefällt mir, meinen Mann leiden zu sehen.

Schon seit langem widert dieses Wesen mich an.

Aber wie kann eine Frau ihren Mann loswerden?

Wie kann ich Euch das fragen, liebe Cousine?

Ich muss die demütige Krankenschwester spielen,

umgeben von einem üblen Gestank, der nicht nur von seinem Leiden herrührt,

sondern auch von den bösen Gedanken, die mich quälen.

Gebt mir einen Kuss.

Füttert mich meine Liebe.

Glaubt Ihr, sie verschwören sich gegen mich?

Es heilt bereits.

Könnt ihr mir verzeihen?

Ich bin noch jung.

Ich weiß, ich habe Euren Wünschen zuwider gehandelt,

aber fordert meine Jugend nicht Nachsicht?

Alles was ich will, ist das Beste für uns beide.

Ich will nur Euer Vertrauen zurückgewinnen,

Eure Liebe.

Euer Bett.

Bothwell, ich muss einfach schreiben, solange Papier da ist...

Ich weiß nur allzu gut, dass sein Herz aus Wachs

und meins ein Diamant ist.

Nur Ihr könnt mein Mitleid für ihn mildern.

Ihr bringt mich dazu, mich immer zu verstellen, dass ich ständig in Angst bin.

Meine Taten erfüllen mich mit Schrecken.

Was werdet Ihr nun tun?

Ich weiß es nicht.

Seid vorsichtig. Das Volk wird Euch bestrafen für das, was ihr getan habt.

Ich habe nichts getan, glaubt mir.

Mir schnürt sich alles zu.

Ich ersticke.

Einige Taten begeht man durch Nichtstun.

Ist es solch eine Sünde, Rizzio?

Ich bin schwanger.

Dies ist ein historisches Ereignis.

Vor mir knien ein Protestant

und eine Katholikin,

zusammengeführt vor Gott als Eins.

Dies verkörpert...

das wahre Wesen der Toleranz.

Das Volk und das Land sollten sich freuen,

doch sie tun es nicht.

Liegt es daran, dass es auch sie an Jesaja in der Heiligen Schrift erinnert?

Wenn er verkündet: "Viele Häuser sollen wüst werden,

sogar die großen und feinen werden öde stehen!"

Hört, wen Darnleys tragisches Ableben bestürzt.

"Meine Ohren waren erstaunt,

mein Geist verstört, mein Herz erschüttert,

als ich vom entsetzlichen Mord an Eurem Mann hörte."

"Ich finde kaum die Kraft, Euch dies zu schreiben."

"Euretwegen bin ich viel betrübter als seinetwegen."

"Madam, ich verhehle Euch nicht, dass die Nörgler unter Euren Untertanen

verwegen munkeln, dass Euch nicht daran liege, mehr von dieser schrecklichen Tat zu erfahren."

"Mir ist zu Ohren gekommen,

dass Ihr die Urheber dieser skrupellosen, brutalen Tat nicht bestrafen wollt."

"Ich ermahne, rate und beschwöre Euch deshalb,

die schwesterliche Warnung zu Herzen zu nehmen

und jeden mit aller Härte des Gesetzes zu bestrafen,

auch den, der Euch am nächsten steht,

sollte seine Schuld bewiesen sein."

"Der, der Euch am nächsten steht."

Wie wortgewandt sie doch ist, diese englische...

Trotzdem,

Eure gnädige Cousine

meint den den Vater des zukünftigen Königs von Schottland.

Ich weiß, Euch missfällt meine plötzliche Hochzeit.

Aber Ihr versteht sicher, dass eine schwangere Königin

den Vater ihres Kindes heiraten muss.

Ihr wisst ja nicht, wie wütend und verzweifelt ich bin,

da mein neuer Gatte des Mordes an meinem früheren bezichtigt wird.

Und wenn ich hundertfach unsere Unschuld beteuere,

gibt es immer Verleumder, die uns verdammen.

Ihr reist doch nicht etwa ab, Bruder?

Wir bitten Euch,

jagt und bestraft diejenigen, die für den Tod des Königs verantwortlich sind.

Wie denn könnte ich,

ohne Eure Führung?

Nun, ich verabschiede mich.

In stürmischen Zeiten müssen alle Männer

und Frauen

ihren eigenen Kurs setzen.

Ich bin gezwungen, nach Italien zu reisen.

Du Hurensohn!

Wir sehen Euch dann in Phillippi.

Ihr geht doch nicht auch, mein Freund?

Dringende Geschäfte rufen mich nach Frankreich.

Ich weiß, dass es Euch missfällt, dass ich einen Protestanten geheiratet habe.

Aber wir müssen uns treu bleiben, das hab ich von Euch!

Hat der falsche Gärtner einmal zu graben begonnen,

kann man nichts mehr tun.

Nein, das nicht!

Das ist zu groß, das wird nichts.

Herrgott noch mal, Frau! Es gibt Krieg!

Und Eure "Freunde"?

Diese Trottel wechseln abermals die Seite.

Nur können wir sie diesmal nicht über die Grenze jagen.

Sie wollen unsere Köpfe, Majestät.

Glaubt Ihr, unsere Soldaten kämpfen umsonst?

Etwa aus Liebe?

Würdet Ihr das tun, Bothwell?

Verdammt.

Trefft mich am Strand von Dunbar.

Die tun Euch nichts.

Der Earl of Bothwell...

Euer Leben ist in Gefahr, Majestät.

Er ist eine Bedrohung für Euch, für uns, für das Königreich.

Ihr müsst Euch von ihm trennen,

nicht nur um Euretwillen,

sondern auch um Eures Sohnes willen.

Mich trennen?

Was meint Ihr damit?

Wir nehmen Prinz James unter unsere Fittiche,

wenn Ihr Bothwell nicht verlasst.

Verräter!

Wie könnt Ihr es wagen!

Ihr sprecht mit Eurer Königin,

nicht mit einer Schachfigur.

In meinen Adern fließt heiliges königliches Blut

und ihr behandelt mich nicht auf diese Weise.

Und ich werde kämpfen, meine Herren.

Doch seid gewiss, nicht für so etwas Banales wie mein Leben.

Das einzige, was ich von Euch hören will,

ist die bedingungslose Unterwerfung

gegenüber Eurer Königin.

Ihr werdet es bereuen, auf der falschen Seite zu stehen,

Eure Majestät.

Geht mir aus den Augen!

Macht euch bereit!

Kann das gelingen?

Sie zu bekämpfen wäre Wahnsinn, Majestät.

Sie sind in der Überzahl.

Ich will sie keineswegs bekämpfen.

Schwören sie auf den königlichen Löwen, kehrt in Schottland Frieden ein.

Heute gibt es kein Blutvergießen.

Ich fordere jeden Lord zum Duell heraus.

Die Lords senden Euch dies, Majestät.

Sie sind Eure Erzfeinde.

Es gibt weder Duelle noch Verhandlungen. Nur die Kapitulation.

Ihr müsst ihn fortschicken, Ihr habt keine Wahl.

Ein Baum könnte noch verschont bleiben.

Geht!

Sie geben uns 5 Minuten.

Dann greifen sie an.

Nun sind die Würfel gefallen.

Am 16. Mai besteigt Mary ein Fischerboot,

überquert den Golf von Solway

und landet in der Nähe der Hafenstadt Carlisle.

An diesem schicksalhaften Tag ist sie noch keine 25 Jahre

und doch schon ihr Leben zu Ende.

Für den Augenblick hat Elisabeth gesiegt. Aber dieser Sieg ist ein Pyrrhussieg.

Denn solange sie Mary gefangen hält

leben zwei Königinnen in England.

Und solange sie beide am Leben sind

wird das Land keine Ruhe finden.

Lebt Ihr noch in der Vergangenheit?

Es muss Frühling sein.

Rizzio.

Nein, Winter!

Ich komme so leicht durcheinander.

Ich kann die Frühlinge und Winter nicht mehr zählen.

Es waren zu viele.

Und auch zu viele Orte.

Bin ich tot, Rizzio?

Hat sie mich schon umgebracht?

Nein, du hast Recht.

Eigentlich bin ich viel lebendiger als sie.

All das Warten.

Dabei hätte sie mir nur eine Privataudienz gewähren müssen.

Wie sollte sie Euch einladen mit dieser Krone?

Oh, das ist nichts.

Ich kann sie einfach abnehmen.

Seht nur, Eure Hände!

Ich brauche es nur abzuwischen.

Sie könnte es. Sie könnte die Krone abschlagen. Die Hände...

Während all der Jahre hat sie gezögert, mich zu treffen.

Sie ließ mich hoffen und bangen mit all ihren Briefen und Versprechen für Treffen.

Doch nun ist sie die gekrönte Herrscherin,

ich bin nur eine arme Frau, ohne Krone, ohne Land, ohne Volk.

Ich ertrage es nicht länger.

Es wäre mir lieber, sie würde mich töten.

Zwei große Königinnen in einer fatalen Sackgasse.

Gefangen in der Vorhölle.

Ohne Ausweg.

Bis eine von Euch stirbt.

Das kann sich endlos hinziehen.

Bleibt hier!

Geht nicht fort!

Bitte lasst mich nicht allein.

Tut, was getan werden muss.

Ich würde mich gern von diesem Bett erheben und mich Eurem Scharfrichter stellen.

Obgleich Eure Männer Euch ständig bedrängen,

zögert Ihr dennoch, die Feder zur Hand zu nehmen

und unseren Briefwechsel zu beenden.

Wenn der geheime Augenblick endlich kommt,

werdet Ihr den Mut haben, mich anzusehen?

Mit oder ohne Euch an meiner Seite

sehne ich mich nach einem neuen Leben,

danach, zu meinem Anbeginn zurückzukehren.

Oh geliebte Cousine,

ich wäre Euch zutiefst dankbar, wenn Ihr das Beil vorzüglich schärft.

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