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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
Bisher bei "Babylon Berlin":
Ich führe dich jetzt zurück zu der Quelle deiner Angst.
♪ Er liegt zu meinen Füßen ♪
Mein Bruder lebt noch!
Da sind noch zwei! Nicht bewegen!
Ich wurde gefangen genommen und war gezwungen, Anno zurückzulassen.
Und keine Spur von Ihrem Bruder?
Der Zug wird zurückgeschickt
und damit auch der Waggon mit dem Gold. In dem Waggon ist kein Gold. -Doch.
Die Waggonnummern wurden ausgetauscht.
Wolter trifft da einen, den Jänicke nicht kannte.
Die sprechen davon, dass sie den Zug überfallen werden, hier steht auch, wo.
Kilometer 127.
Die werden alle versuchen, den Zug vor der Grenze zu stoppen.
Wer sind denn "alle"? -Wolter und Nyssen.
Gereon!
Ich steck fest!
Komm schon.
Komm schon!
Jetzt kommt schon!
Mond und Sonne.
Beide da.
Ja, das kommt vor.
Beide gleich groß.
Trägst du mich bis in die Stadt zurück?
Natürlich. Was ist passiert?
Hier, Chef, hier führt die Zugstrecke durch den Wald,
aber vorher müssen wir durch dieses Dorf.
Das dauert zu lange.
Da, wir gehen querfeldein. Hier durch.
Da machen die Gleise eine Kurve. So können wir den Weg abkürzen.
Passen Sie gut auf sie auf.
Er fährt besser als ich.
Gereon. Sei vorsichtig.
Wir hätten nach links gemusst.
Nein, wir müssen nach Osten. Osten ist nicht links.
Die Karte steht auf dem Kopf. Warum?
-Weil wir sonst rückwärts laufen müssten. -Ach so.
Hier lang!
-Sag ich doch. -Ich hab links gesagt!
-Aber rechts gemeint. -Oh.
Und jetzt?
Los.
Wenn der Zug schneller als 40 Stundenkilometer fährt, ist er vorbei.
Warum denn?
Weil es drei Stunden her ist, dass er losgefahren ist,
und wir eben bei Kilometer 120 waren.
Aber die 120 bezieht sich nicht auf die Strecke ab Lokschuppen.
-Das weiß ich nicht.
Das weißt du nicht.
Aber dass sie sich nicht auf die Strecke ab Lokschuppen bezieht, weißt du genau.
-Ich sage, er war noch nicht hier. -Chef, Chef.
Das ist ein Stoppschild.
-Streckensperrung. -Sag ich doch.
Wenn wir auf dem Zug sind, müssen wir an jeder Ecke mit ihm rechnen.
Du meinst Wolter. -Und seinen Männern.
An jeder Ecke? -Ich meine Biegung.
Du meinst Kurve. Aber warum sollen die den Überfall...
Pst.
Bereit?
Jawoll.
Was ist denn das?
-Keine Ahnung.
Da ist einer auf der Strecke!
Polizei. Weg damit!
Jetzt hören Sie mir genau zu.
Nein!
Gereon. Gereon.
Hände hinter den Kopf und auf den Boden legen!
Ein bisschen zack, zack, meine Herren!
Kompanie, sichert den Zug!
Wir suchen Waggon TY-2305!
Pscht.
SOROKIN
-Scht.
He.
Alles klar da draußen?
Deine Waffe.
Wirf sie her.
Rauf da.
Du bist kein Held.
Du bist 'n Verräter.
Keine Werte. Keine Moral.
Keinen Mumm.
Hier geht's um was anderes.
Und du?
Du machst Dienst nach Vorschrift.
Wie alle Duckmäuser.
Gott.
Das...
Das ist Kohle.
Das...
Das ist...
Das ist alles Mumpitz hier.
Kohle.
Schnöde Kohle.
Rauf da.
Jetzt!
Rauskommen. Runter da!
Ich will deine Hände sehen!
Henning?
Czerwinski!
Waffe weg!
Jetzt raus da!
Runterkommen!
Gas!
Da strömt Gas aus!
Gas! Fahr los.
Fahr los!
Henning?
Czerwinski?
Wie lange hält die Betäubung an?
Unterschiedlich. 30 bis 60 Minuten.
Halbe bis eine Stunde.
Sag ich doch.
Wo ist Wolter?
Ist er da unten?
Nee, weg. Nicht da.
Achtung!
Entwaffnen, alle!
Jawoll. Jawoll.
He, Chef! Was jetzt? Und jetzt?
Bleibt hier! Entwaffnet die Männer!
Jawoll! Und Sie? Der Zug fährt!
Los, fahr schon! Komm, mach! Schneller!
Ventil!
Volldampf!
Wenn ihr die Bremse zieht, dann knall ich euch ab!
Ah!
Zu dem feigen und hinterhältigen Anschlag
auf Regierungsrat Benda und seine Familie bekannte sich nach ersten Informationen
eine bisher unbekannte Splittergruppe der Kommunistischen Partei.
Die Rolle eines vor Ort festgenommenen Dienstmädchens wird derzeit überprüft.
Der unmenschliche Akt steht vermutlich in direktem Zusammenhang
mit dem am 1. Mai in Berlin getöteten Demonstranten auf Seiten der Kommunisten.
Die Polizei hat noch in der Nacht damit begonnen,
aufrührerische Elemente in der Stadt aufzuspüren und dingfest zu machen.
Der Rote Terror destabilisiere die Republik
und müsse mit aller Härte bekämpft werden, so Polizeipräsident Zörgiebel.
Zossen. Bei einem Zugunglück gestern Nacht
detonierte ein mit Chemikalien gefüllter Kesselwagen.
Die Hintergründe des Unfalls liegen derzeit noch völlig im Dunkeln.
Na, Junior?
Danke.
Das da: weg.
Wenn Sie fertig sind, lassen Sie mal gründlich ausräuchern, das Zimmer.
-Na, desinfizieren. -Sehr wohl.
Der Chef hat jetzt Zeit für Sie.
Herr Regierungsrat?
Freue mich, Sie kennenzulernen.
Gratuliere zu Ihrem Fahndungserfolg in den eigenen Reihen.
-Danke. -Setzen Sie sich.
Zigarette?
Danke.
Die Vorgänge um den Kollegen Wolter und seine illegalen Aktivitäten
haben mich zum Nachdenken gebracht.
Es wird in diesen wirren Zeiten immer schwieriger, sich auf die politischen
Überzeugungen, auch der engsten Kollegen, verlassen zu können, nicht wahr?
Ich dachte daher, eine neue Abteilung einzurichten.
Ich nenne sie "Interne Revision".
Unregelmäßigkeiten innerhalb unseres Apparats,
auffälliges politisches Verhalten, Korruption, so was.
Ich möchte, dass Sie die Leitung dieser Abteilung übernehmen.
Inoffiziell.
Offiziell bleiben Sie natürlich in der Mord.
Schwören Sie, die Wahrheit zu sagen, nichts als die Wahrheit.
So wahr mir Gott helfe.
Mir liegt hier ein von Ihrem Kollegen, Herrn Kommissar
Wolter, Bruno
unterzeichnetes Gedächtnisprotokoll der Ereignisse rund um die Demonstrationen
am 1. Mai 1929 vor.
Darin beschuldigt Ihr Kollege die Kommunisten,
Sie und ihn beschossen zu haben.
Dies widerspricht sämtlichen Aussagen,
die wir hier im Verlauf des Prozesses von allen anderen Zeugen gehört haben.
Moment, korrigiere mich.
Von allen Zeugen, die nicht Mitglieder der Berliner Polizei sind.
Da der Kommissar Wolter, wie ich der Akte entnehme, verstorben ist,
sind Sie heute alleine geladen.
Kommissar Rath.
Können Sie die Angaben Ihres Kollegen bestätigen?
Oder wollen Sie heute, unter Eid, etwas hinzufügen?
Jetzt bin ich aber gespannt, was der sagt.
Wir wurden beschossen.
Das ist eine Lüge!
Hiermit bestätige ich die Aussage meines Kollegen Bruno Wolter.
Lügner!
Lügner!
Die Demonstranten haben das Feuer auf uns eröffnet. Wir wurden beschossen.
Ruhe! Ruhe! Ruhe!
Danke. Ist ja gut, ist ja gut.
-Ja, guter Auftritt. Sind alle dankbar. -Danke. Vielen Dank.
Chef.
Das ist heute Morgen abgegeben worden.
Wir müssen in die Wohnung der Sorokina.
Wir dürfen diese Frau nicht davonkommen lassen!
Das ist heute Morgen für Sie abgegeben worden. Abteilung PB.
-Personalbüro. -Abteilung Personal.
Gratulation.
Ihr Antrag wurde angenommen. Sie haben die Stelle.
Herzlichen Glückwunsch.
Willkommen in unserer Abteilung,
Kriminalassistentin Ritter.
Ja, Glückwunsch.
Glückwunsch.
Kommen Sie, auf zu Sorokina.
Guten Tag. Sperren Sie uns die Wohnung der Sorokina auf, Polizei.
Kriminalpolizei.
Ausgeflogen. -Hm.
Charlotte?
Schauen Sie mal.
Das Familienporträt.
Der alte Sorokin und seine Familie.
Acht Kinder.
Na, die Kleine da bei der Mutter, oder?
Das ist ein Junge.
Sehen Sie sich das Gesicht an.
Der Kleine hat sogar einen Degen.
Und das Kleid?
Ein Taufkleid.
Sie meinen...
...die Sorokins haben gar keine Tochter?
Auf dem Bild ist sie jedenfalls nicht.
Die Sängerin hat mir erzählt,
dass sie als Kinder mit der Tochter vom Chauffeur gespielt haben.
Dem Chauffeur der Familie.
Er hat später die Sorokins an die Bolschewiken verraten
während der Revolution.
Die gesamte Familie ist ermordet worden.
Die Menschen hier auf dem Bild,
die sind alle tot.
Vielleicht ist Swetlana die Tochter von diesem Chauffeur.
Deshalb wusste sie auch von dem Gold, aber...
...nicht, dass es gefälscht war.
Da ist unser Zug.
Da hinten wird ein Kessel gegossen.
Wie unser Waggon.
Sehen Sie mal.
Das gibt's doch nicht.
Der Kessel...
Der Kessel selbst...
...ist aus Gold.
Meine Damen und Herren.
Es ist mir eine Freude, den schillerndsten Stern,
den uns der russische Himmel gesandt hat, präsentieren zu dürfen.
Zum ersten Mal in Paris.
Die Comtesse en Noir. ♪ Dämmerung, Sonntag ♪
♪ Ohne Schlaf quält mich das Leben ♪
♪ Im Sturm der Schatten der Vergangenheit ♪
♪ Werde ich die Nacht nicht überleben ♪
♪ Schwarzer Trauervorhang fiel vom Himmel hinunter ♪
♪ In einem weißen Garten ♪
♪ Fanden wir düsteren Wald ♪
♪ Ahne ich, dass die Engel dich mir nicht wieder hergeben werden ♪
♪ Sie wissen, wie traurig es mir hier ohne dich ist ♪
♪ Am Sonntag ♪
He!
Du!
Lass das!
Ich kann das nicht haben, das Schaukeln. Hörst du?
Herr Nyssen?
Frau Rath ist da.
♪ Zündet die Kerzen nicht an ♪
♪ Lasst den Choral verstummen ♪
♪ Alle, die uns kannten, sollen glauben ♪
♪ Dass es uns dort besser ergehen wird ♪
♪ Tod ist kein Traum ♪
♪ Auf das Erwachen warte ich nicht ♪
♪ All meine Zärtlichkeit möchte ich dir geben ♪
♪ Auferstehung ♪
♪ An einem Sonntag ♪
♪ Sonntag ♪
Genug jetzt! Stellt ihn an die Wand!
Im Namen der unterdrückten Massen
wird Gereon Rath wegen Meineids zum Tode verurteilt!
Weg! Alle weg! los!
Atmen Sie ganz ruhig.
Ein.
Und auch aus.
Gut.
Und wenn ich nun "jetzt" sage,
da werden Sie die Augen öffnen.
Jetzt.
Ja, machen Sie die Augen wieder zu.
Gut. Gut.
Und nun gehen Sie doppelt so tief in Ihre Entspannung wie zuvor.
Ich zähle jetzt rückwärts. Fünf...
Und Sie stellen sich einen Ort vor,
wo Sie sich am sichersten fühlen. Vier...
Ein Ort, wo Sie geborgen sind.
Geliebt.
Sicher.
Vielleicht ist es ja im Schoße Ihrer Familie, hm?
Ich führe dich jetzt zurück.
Zu der Quelle.
Zu der Quelle deiner Angst.
Du bist in Köln. In deiner Heimatstadt.
Es ist der Sommer, kurz bevor du eingezogen wirst.
Du sehnst dich so, in den Krieg zu ziehen.
Du brennst darauf, endlich hier fortzugehen, alles hinter dir zu lassen.
Da ist die Frau, die du liebst.
Aber da ist etwas, was dich von ihr trennt.
Ich werde dich leiten.
Schritt für Schritt.
Schritt für Schritt.
Bis hin zur Quelle deiner Angst.
Bis hin zur Wahrheit.
Es ist der 4. November 1918.
Kurz vor 9 Uhr vormittags.
Die Frontlinie zwischen Malmaison und Laffaux.
Drei...
Es ist jetzt neun Minuten nach neun.
Obwohl die Sicht so schlecht ist,
intensiviert der Feind seine neue Offensive.
Bei "eins" wirst du erwachen.
Du wirst die Augen aufmachen
und endlich die Bilder der Wahrheit über die Lüge legen.
Zwei...
Aber du musst das Bild der Wahrheit schon erinnern.
Gereon!
Gereon!
Und wenn du jetzt die Augen aufmachst,
wird die Angst Vergangenheit sein.
Eins.
Erkennst du mich?
Anno.
Ja.
Steh auf, Gereon.
♪ Zu Asche, zu Staub ♪
♪ Dem Licht geraubt ♪
♪ Doch noch nicht jetzt ♪
♪ Wunder warten bis zuletzt ♪
♪ Ozean der Zeit ♪
♪ Ewiges Gesetz ♪
♪ Zu Asche, zu Staub ♪
♪ Zu Asche ♪
♪ Doch noch nicht jetzt ♪
♪ Zu Asche, zu Staub ♪
♪ Dem Licht geraubt ♪
♪ Doch noch nicht jetzt ♪
♪ Wunder warten bis zuletzt ♪
♪ Ozean der Zeit ♪
♪ Ewiges Gesetz ♪
♪ Zu Asche, zu Staub ♪
♪ Zu Asche ♪
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