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WILLKOMMEN IN BRITEWELL, OH ZUCKERSTANGEN-HAUPTSTADT DER WELT
MERRY & BRIGHT ZUCKERSTANGEN
Die Legende besagt, dass die allererste Zuckerstange
an Heiligabend von einem Chorleiter geschaffen wurde,
um die Kinder während der Weihnachtsmesse zu beschäftigen.
Der Chorleiter bog das Bonbon zu einem Haken,
der einen Griff des Hirtenstabs darstellen sollte.
Meine Großmutter Carol liebte diese Geschichte.
Und sie inspirierte sie dazu, die besten Zuckerstangen der Welt zu produzieren.
Und das ist die Geschichte der Merry and Bright Zuckerstangen-Firma.
Ich beende meine Führungen immer gerne hier,
denn jetzt kann ich euch endlich fragen,
und zwar als Tourleiterin und Chefin des Unternehmens:
-Wer will eine Zuckerstange? -Ich!
Oh, fantastisch! Meine wunderbare Assistentin Sophie teilt sie euch aus,
und ich hoffe, ihr mögt sie.
-Hey, darf ich mal? -Wer will zuerst?
Ich!
Ja, genau, das wäre wunderbar. Ja?
-Ich habe eine Frage. -Wie lautet sie?
Warum sind Ihre Zuckerstangen besser als die anderen?
Das ist eine sehr gute Frage.
Ich kann nicht glauben, dass der Vorstand mir das antut.
Die Empire Unternehmensberatung? Aus New York?
-Ich hörte, die sind ganz gut. -Es sind aber unnötige Kosten.
Der Vorstand ist bestimmt nur besorgt wegen der Zukunft des Unternehmens.
Aber ich bin die neue Chefin.
Ich mache mir Sorgen um die Zukunft der Firma.
Ich weiß, dass Merry and Bright zuletzt keinen Gewinn machten,
aber ich versuche... Ich bin hysterisch, oder? Bin ich hysterisch?
-Ein bisschen. -Okay.
-Mini-Zuckerstange? -Ja. Danke.
Reden wir einfach über was anderes. Wie geht's dir und Pete?
Er lässt immer wieder Andeutungen fallen, dass etwas Großes ansteht.
-Andeutungen? -Na ja...
-Sophie? -Okay, keine Andeutungen.
Es ist wohl eher ein Gefühl. Wir sind seit drei Jahren zusammen.
Weihnachten ist die perfekte Zeit, sich zu verloben.
Oh, Cate! Tut mir leid, ich hab's vergessen.
Schon okay, das ist jetzt Geschichte. Ich freue mich für dich.
Wir sollten darauf anstoßen.
Dreifach Minze Deluxe. Cheers!
Eine Zuckerstangenfirma?
Ich soll einer Zuckerstangenfirma wieder auf die Beine helfen?
Die "Merry and Bright"-Zuckerstangenfirma, um genau zu sein.
Ich beendete gerade die Zusammenarbeit mit Bermax Food.
Ja, und Royce Rutherford war sehr zufrieden mit deiner Arbeit.
-Und der ist sehr streng. -Ich berate doch nur große Unternehmen.
Ich weiß, dass du die Zusammenarbeit mit einer kleinen Firma nicht gewöhnt bist.
Aber das muss eben auch bearbeitet werden, Gabe.
Der Vorstand meldete sich. Sie glauben, dass sie Ärger haben.
Eine einzigartige Situation erfordert eben ein einzigartiges Talent.
Schmeichelhaft. Du fährst ja alle Geschütze auf.
Merry and Bright erinnert mich an vergangene Zeiten.
Wir halfen kleinen Firmen, ihre Ziele zu verwirklichen.
-Können die sich uns leisten? -Das kriegen wir hin.
Es sind nur zwei Wochen bis Weihnachten.
Wieso werden die nicht ruhiger?
Es ist die Weihnachtszeit in einer Zuckerstangenfabrik.
Die werden jetzt erst richtig wach. Das ist der perfekte Zeitpunkt für dich.
Nach deinen ersten zwei Wochen musst du mir einen Bericht vorlegen.
Dann werden wir im nächsten Jahr sehen, wo wir stehen.
Wenn es dich an den Feiertagen juckt,
die Weihnachtszeit in Britewell soll ganz toll sein.
-Ich weiß nicht mal, wo das liegt. -Ohio.
-Schön. -Perfekt.
Dann rufe ich sie an und sage, dass du auf dem Weg bist.
Und wenn du den Bericht früher fertig haben solltest,
schaffst du's vielleicht noch rechtzeitig zu unserer Weihnachtsfeier.
Frohe Weihnachten.
WIRTSHAUS BRITEWELL
SPEISESAAL
Ja, diese Wirkung habe ich auf Leute scheinbar immer.
Die mögen mich. Ich weiß nicht, wieso. Sie tun's einfach.
Meine Mom sagte, Sie leben in San José? Ich war auf der Stanford.
Ja, in Fresno, genau. Ja. Football.
-Ein Bulldog? -Durch und durch.
Ich war damals im Badminton-Team. Das war nur...
-Das war dieser Sport mit dem Federball? -Ja, richtig, diesem Federball.
Verzeihen Sie?
Also, ich verstehe nicht, wieso sie mich nicht bemerkt.
Keine Ahnung. Sie kann Sie wohl nicht leiden.
Ganz sicher nicht.
Oh, eine schöne Tradition von dir, Cate.
Du machst Schokolade für jeden einzelnen Mitarbeiter.
Ich vergaß, wie viel Spaß mir das macht.
Und wann haben wir das letzte Mal zusammen Schokolade gemacht?
Vor zehn Jahren? Gib ihnen immer etwas Süßes.
Ja, das brachte uns deine Großmutter bei.
-Wie war dein Date, Cate? -Netter Reim, Mom.
-Da spricht die Lehrerin in mir. -Ach, es war gut.
-Wirklich? -Ja, wenn gut grausam bedeuten würde.
Oh, nein, das war doch so ein freundlicher Herr.
Mom, ich liebe dich, aber hör auf, mich mit Männern zu verkuppeln.
Du hast was Neues organisiert.
Ja, aber das ist Bernice's Sohn Gary. Er ist aus Akron
und verbringt die ganze Woche im Britewell Inn.
-Er hat hier eine Konferenz. -Mom, Mom!
Mom, bitte, ich muss erst mal ein paar Dinge für mich herausfinden, okay?
Ich bin noch nicht bereit für...
Du bist eben noch nicht bereit für Dates nach Josh, das verstehe ich.
Und ich bin sehr beschäftigt.
Ich dachte, das ganze könnte vielleicht eine nette Abwechslung für dich sein.
Ich möchte mir lieber einen Hund anschaffen.
Oh ja, so etwas sagtest du.
Es wäre nett, einen Begleiter zu haben, der nicht nur über sich selbst spricht.
Ja, aber man führt keine Gespräche mit einem Hund, oder?
Die hinterlassen überall ihre Haare, zerkauen die Schuhe,
kläffen die ganze Zeit.
-Aber vielleicht mag ich das. -Was weiß ich schon?
Ich hatte nie einen Hund.
Weißt du noch, dieser süße Mischling im Tierheim,
von dem ich sprach?
Ja, ich war nach der Arbeit dort. Er war schon weg.
Oh, tut mir leid, Schatz. Du warst einfach zu spät.
Ich bin sicher, ihm geht's gut.
Und vergiss nicht das Sprichwort: Gut Ding will Weile haben.
Du weißt nie, was hinter der nächsten Ecke auf dich wartet.
Lass mich raten. Gary aus Akron?
Nur Geduld.
Eine Sache will ich von Anfang an klarstellen: Das ist mein Haus.
Und meine Regeln. Und du bist hier nur zu Gast.
Bis Heiligabend. Dann bringe ich dich zu Cate.
Ich will keinen Ärger. Und kein Gekläffe.
Was sagte ich gerade?
WIRTSHAUS BRITEWELL
Oh, Verzeihung. Ich musste den Monitor anschalten.
Guten Morgen, Sir, mein Name ist Pete. Wie kann ich behilflich sein?
Guten Morgen, Pete. Gabe Carter.
Ich wollte erst heute Abend einchecken,
aber wenn es geht, mache ich das jetzt schon.
Gern. Nur eine Sekunde.
Bekamen Sie meine Nachricht?
REGISTRIERUNG
Hier ist sie.
Ich gehe etwas früher in die Stadt. Ich möchte mich gerne erst mal umsehen.
Das verstehe ich. Wie ist Ihr erster Eindruck von unserer Stadt?
-Es ist Britewell. -Ja, ganz genau. Wie lang bleiben Sie?
-So kurz wie möglich. -Wie bitte?
Ach, nichts.
Hier steht, Sie bleiben für eine Woche. Mit der Option auf zwei.
Falls Sie über die Feiertage hier sind...
Wir haben unsere große Weihnachtsfeier am 24.
-An Heiligabend? -Das ist Tradition hier in Britewell.
Die Feier, nicht Heiligabend.
Weihnachten ist auch eine Tradition,
aber das ist überall Tradition, also...
Ja, bis dahin bin ich längst weg.
-Hey, Pete! -Hi, Cate!
Die Bestellung?
Ende meiner Schicht, du holst dein Essen, bin gleich zurück.
Okay.
-Cate? Cate Merriweather? -Ja?
-Ich sah ein Bild von Ihnen. -Ach, wirklich?
-Ja, auf der Firmenwebseite. -Okay.
Zu Ihren Diensten.
Sie scheinen überrascht. Ich dachte, Sie wussten, dass ich komme.
Oh, richtig. Ja, meine Mom sagte so etwas.
Oh, gut. Ich will nicht forsch sein, aber Ihre Probleme sind ab heute vorbei.
Und wenn ich sage, dass ich nicht interessiert bin?
Ja, schon klar. Sie denken, das ist Zeitverschwendung,
-und ich stimme Ihnen auch zu. -Wirklich?
Man sagte mir, ich sei Ihre letzte Chance,
-dass Sie das Ruder noch mal rumreißen. -Wie bitte?
Hey, ich hatte einen langen Weg.
Wir können wenigstens zusammen Abendessen.
Danke, aber ich habe schon gegessen.
Dein Abendessen, Cate!
Perfekt, danke.
Oder wie wär's mit einem Kaffee morgen früh?
Oder Smoothies! Die mögen Sie doch, oder?
Ich weiß nicht, wie ich mich deutlicher ausdrücken soll,
aber wir gehen nicht auf ein Date.
Es war schön, Sie kennenzulernen, und jetzt gute Nacht.
-Ein Date? -Und frohe Weihnachten!
Ich bin nicht hier wegen eines Dates!
-Aber sind Sie nicht aus Akron? -New York.
-Gary? -Gabe. Gabe Carter.
-Empire... -...Unternehmensberatung.
Hi. Cate Merriweather. Schön, Sie zu treffen.
-Ja. -Ja.
Ich komme mir so blöd vor. Ich wusste nicht, dass Sie von Empire sind.
Schon okay, jetzt wissen wir's. Wieso sind wir hier?
Ich weiß nicht wirklich, wie Sie mir helfen wollen.
Dass Sie herkommen, war nicht meine Idee.
Meine auch nicht.
Sehen Sie mich als Ihren Ratgeber.
Das sind aber große Zuckerstangen.
Man nennt uns nicht umsonst die Hauptstadt der Zuckerstangen.
Ja, das hörte ich.
Die letzten zwei Wochen vor Weihnachten sind für uns die wichtigste Zeit.
Und der 26. Dezember nicht zu vergessen.
-Der Tag nach Weihnachten? -Der nationale Zuckerstangentag!
-Wusste ich gar nicht. -Jetzt wissen Sie's.
Mir würde der nationale Pfannkuchentag eher liegen.
Was macht Ihr Unternehmen tragbar?
Unsere Geschäftsmodelle waren von Anfang an die gleichen.
Wir sind saisonabhängig, vor allem von den Monaten August bis Dezember.
Der größte Teil unseres Geschäfts stammt aus Verträgen
mit regionalen und nationalen Vertriebshändlern.
Ich schreibe nur mit.
Ich habe auch einige neue Ideen,
aber es ist aufwändig, den Laden am Laufen zu halten.
Sie wissen es sicherlich... Das ist mein erstes Jahr als Chefin.
Ich übernahm den Laden von meiner Oma. Sie leitete ihn fünfzig Jahre.
Mussten Sie das denn machen? Das war gar nicht Ihre Idee?
Wollen Sie mal probieren? Bitte schön!
-Wo ist Ihre? -Ich mache oft Geschmacksproben.
Ich brauche keine.
Kommen wir zum Punkt:
Sie zahlen durchschnittlich mehr für Zucker. Wieso?
Wir arbeiten seit 40 Jahren mit dem gleichen Hof.
Es klappte immer alles.
Es ist immer noch mein Job, das zu entscheiden, richtig?
Ja, was den Zucker angeht, haben wir kein Problem.
Okay. Was ist mit Ihren Arbeitskräften?
Wir beschäftigen 40 bis 60 Arbeiter. Das hängt immer von...
-Sie können Kosten sparen durch... -Moment! Was?
-Kündigungen? Rauswürfe? -Das wären Optionen.
Die letzte Rettung, aber eine Option.
-Die brauchen wir nicht. -Hören Sie, Cate, ich wollte...
Passen Sie auf! Ich versuche, hier gerade auf eigenen Beinen zu stehen.
Ich habe das Unternehmen noch gar nicht richtig prägen können.
Und nichts für ungut, aber ich kann Sie hier nicht gebrauchen.
Nichts für ungut zurück, aber ich habe auch keine Lust, hier zu sein.
Doch das ist mein Job, und es sieht aus, als müssen wir das aussitzen.
Ich habe jetzt noch Meetings für den Rest des Tages,
also sprechen wir doch morgen.
Bitte, schauen Sie sich gerne um!
Es ist nur keine gute Idee, dass dieser Mann hier ist.
-Was ist mit ihm? -Er schlägt zu viel vor.
-Um der Firma zu helfen? -Nun, ja!
-Um uns zu helfen? -Ja.
Und das ist keine gute Idee?
Er denkt, unsere Zuckerpreise sind zu hoch. Das kriegen wir viel billiger.
-Was ist daran schlimm? -Gar nichts.
Aber Oma Carol blieb den Zuckerproduzenten jahrelang treu.
Und er redet schon über Rauswürfe.
Du willst also niemanden verletzen und keine billigeren Zutaten kaufen?
Nein. Ich würde es vorziehen, unsere Abteilungen effizienter zu strukturieren.
Vielleicht sind einige unserer Zutaten ein wenig...
Vielleicht hat er gute Argumente.
Ich will nur, dass Merry and Bright sein volles Potenzial ausschöpft.
Das wollen wir auch. Vielleicht brauchst du nur etwas Hilfe.
Ja, er mag einen schlechten Tag gehabt haben.
Vielleicht sollte ich ihm mal eine Chance geben.
Kann nicht schaden.
Ich wette, er glaubt an diese Firma. Und zwar genauso wie du.
Ja. Okay, suchen wir ihn. Ich stelle dich vor.
Wenn er schon mal hier ist, führen wir ihn doch etwas herum.
Er lernt die anderen Kollegen kennen und sieht die Stadt.
Ich denke, dass er sich hier wohl fühlt.
Alles Zeitverschwendung! Der Ort ist wie eine riesige Schneekugel.
Man lebt wie in einer Zeitlupenblase.
Sara, das ganze Geschäftsmodell ist total überholt.
Und Cate?
Du redest nicht nur gegen eine Wand, sondern gegen eine ganze Mauer.
Das wird eine unangenehme Situation. Ich muss alles noch mal überdenken.
Du bist meine Nummer eins von unseren Experten.
-Ich weiß. -Der Mann mit den "Midas"-Augen.
Sogar Midas würde es in Britewell nicht aushalten.
Regel Nummer eins: Du kannst nichts reparieren,
wenn der Verantwortliche nicht bereit dazu ist.
Dann wird dein Bericht interessant. Bin gespannt drauf.
Das werden viele leere Seiten.
Gabe, ich weiß, dass du nicht dort sein willst.
Das spüre ich. Das merke ich durchs Telefon.
Du denkst, dass Zuckerstangen deine Zeit nicht wert sind.
Aber vielleicht überraschst du dich selbst und entdeckst noch was.
Das ist so ein schöner Baum dieses Jahr.
Cate?
Ich sagte, der Baum ist dieses Jahr sehr schön.
-Oh, ja, der ist wirklich festlich. -Zu viele Zuckerstangen?
Die gehören ja zu meinem Leben. Ich sollte mich also an sie gewöhnen.
Ja, ich weiß, du hattest eigentlich andere Pläne.
Aber durch dich wird Omas Wunsch,
diese Firma am Leben zu halten, erst möglich.
Sie wäre jetzt stolz auf dich.
-Und was sagst du zu dem Stern? -Hat dein Dad dir den gegeben?
-Wir telefonierten gestern. -Das ist sehr schön. Ja.
Ich brachte ein paar Sachen von Oma mit.
-Oh, an den erinnere ich mich. -Oh! Ich muss los!
-Ist alles okay? -Ja...
Ja, ich muss zu diesem Event. Ich habe einen Termin.
-Um die Zeit? -Ja, Jennifer kommt gleich vorbei.
Sie wollte was abholen. Einen Weihnachts-Früchtekuchen.
Du hast einen Früchtekuchen gemacht? Den magst du doch nicht.
-Ich bin eben offen für Neues. -Für Früchtekuchen.
Ja, genau. Ich muss los. Bis dann!
ZUCKERSTANGEN-DRILLINGE
Ich habe dich schon nicht vergessen. Keine Sorge, du kleiner Fellkopf!
Du bist ganz schön aufgedreht. Laut und aufgedreht.
Hier hast du ein Leckerli.
Aber wehe, du erwartest das jetzt jedes Mal.
Den gibt's nur heute. Zu besonderen Anlässen.
Das ist so komisch für mich, weißt du?
Jemand anderen hier im Haus zu haben. Komm nicht auf dumme Ideen!
Ich war fünf Jahre allein, und ich mochte es sehr.
Na dann,... gehe ich jetzt mal zum Abendessen.
Kommst du?
Hey, hier ist Pete. Ist Sam vom IT zu sprechen? Der ist total kaputt.
-Hi. -Hi, eine Sekunde.
Kann er mich vielleicht nachher zurückrufen, bitte? Danke.
-Hey, wie geht's? -Du hast mich angerufen.
Ja, habe ich. Sophie, ich muss mit dir über etwas sprechen.
-Es ist wichtig. -Okay.
WEIHNACHTEN KAM FRÜH!
-Sieht sich Gabe heute die Fabrik an? -Ja, ich freue mich schon drauf.
-Wie auf einen Zahnarztbesuch. -Kommt auf den Zahnarzt an.
-Hey, kann ich eine Sekunde mit dir reden? -Klar.
Pete geht seit Kurzem Onlineshopping für Mountain Bikes.
-Er ließ seinen Laptop offen. -Okay.
Ich glaube, das ist ein Weihnachtsgeschenk für mich.
Aber das ist toll! Du magst das doch!
So weit schon, aber warum schenkt er mir denn so was,
wenn ich schon glücklich wäre mit dem kleinsten...
Du weißt ja: Weihnachten ist die perfekte Zeit.
Wieso redest du nicht mit ihm?
Ich soll ihm sagen, er soll mir einen Antrag machen?
-Das kann ich nicht. -Nein, nur keine Ahnung, findet es heraus!
-Vielleicht geht's ihm ebenso, wer weiß. -Ich glaube, das will er.
Ich sprach es an, aber er wechselte einfach das Thema.
-Vielleicht ist er nervös. -Vielleicht.
Ich will das Ganze ja ansprechen, aber es muss auch von ihm kommen. Oder?
Soll ich mit ihm sprechen? Das mache ich gern.
Wirklich? Ich will keinen Druck auf ihn ausüben, aber...
Nein, nein, nein, nein, natürlich nicht. Dann weißt du, wie er sich fühlt.
Ich warte einen guten Moment ab.
-Das wäre toll. -Kein Problem.
Guten Morgen, Ladys. Lust auf eine heiße Schokolade?
-Oh, danke. -Danke.
Ich wollte ein paar Zuckerstangen reintun, aber ich wusste nicht, wo ich die kriege.
-Dann wollen wir mal an die Arbeit. -Ja, ja, dort lang.
-Kommt auf den Zahnarzt an. -Sie haben einen Zahnarzttermin?
Nein.
Okay, dann reden wir über die Stärken Ihrer Firma.
Gern. Gabe, bevor wir anfangen,
wir haben uns neulich auf dem falschen Fuß kennengelernt.
Und das Mal davor auch.
Also für die nächsten Tage möchte ich, dass wir uns gut verstehen.
Das fände ich wirklich sehr schön.
Gut.
Also, Sie haben fast keine Mitarbeiter-Fluktuation.
Ja, darauf bin ich sehr stolz. Wir sind hier wie eine große Familie.
-Ja, und alle lieben Zuckerstangen. -Das stimmt.
-Die Zuckerstangen-Hauptstadt. -Oh, Sie wissen's noch!
-Nicht zu übersehen. -Ach ja.
-Weihnachten ist hier sehr beliebt. -Das spürt man.
Und Sie verbringen Weihnachten sonst in New York, oder wie?
Ich weiß noch nicht genau, wo ich sein werde.
-Ist das nicht Ihr Zuhause? -Doch, aber ich lebe aus dem Koffer.
Ich bin über die Feiertage viel unterwegs, verpasse die meisten Weihnachtsfeiern
und weiß nicht, wo ich sein werde. Ein paar Mal habe ich sogar...
Wir sollten wieder übers Geschäft reden.
Ein guter Firmenaufbau ist der Schlüssel zu jeder erfolgreichen Geschäftsbeziehung.
Da haben Sie recht. Ich wollte sagen,
dass ich Weihnachten am Flughafen verbringen werde.
Absichtlich?
Niemand sagt, dass man Weihnachten nicht an der Kofferausgabe verbringen sollte.
Aber wissen Sie was? Ich liebe meinen Job.
Aber jeder braucht ein Zuhause.
Irgendwann.
Jetzt noch mal zurück zu Ihrem Widerstand, viele Ihrer Kosten einzugrenzen.
-Sie meinen, ich leiste Widerstand? -Eine weitere Empfehlung wäre,
alternative Produktideen zu generieren. Und Kosten senken Sie,
indem Sie den potenziellen Gewinn steigern.
Also danke noch mal für diesen Marktforschungsbericht.
Ich hatte schon eine Marketing-Firma beauftragt.
Nur um genau zu sehen, wo wir stehen.
Super. Die Umfrage besagt:
85 Prozent kennen den Merry and Bright Markennamen,
Ihre Marke hat also einen starken Wiedererkennungswert, was gut ist.
89 Prozent würden noch weitere Ihrer Produkte probieren.
Cate, das ist viel! Haben Sie noch andere Produkte in der Pipeline?
-Wer weiß... -Ist das ein Geheimnis?
Nein, aber wenn ich's Ihnen sage, muss ich sie Ihnen zeigen.
Deal.
Hier sind sie.
-Was ist das? -Barbierstangen.
Sie sind eine Nachbildung der originalen Pfefferminzbonbons,
die im 19. Jahrhundert erfunden wurden.
Sie sind eine Inspiration für die heutige Zuckerstange.
-Die hier haben also nicht den Haken. -Genau.
Wir fingen an, sie als Leckerei für unser Weihnachtsfest zu machen.
-Was ist das genau? -Das größte Weihnachts-Event in der Stadt.
Sie sind dann schon weg, aber es gibt Essen, die Leute tanzen,
da kommt die ganze Stadt zusammen.
Und im Rahmen dieses Programms wird heute der Weihnachtsbaum
bei der Alten Mühle erleuchtet.
Und ich darf den Knopf drücken. Mein zweites Mal.
-Eine große Ehre. -Ist es.
Macht Merry and Bright denn noch weitere Produkte?
-Carol war eine sehr fokussierte Frau. -Und das heißt: eigenwillig?
Sie wusste, was sie will, und blieb dabei.
Okay, ich betreue eine der mächtigsten Schokoladenfirmen dieses Landes.
Ich ziehe bei Ihnen nun ein klares Fazit.
Merry and Bright können nicht länger existieren,
wenn sie nur Zuckerstangen verkaufen. Mit oder ohne diese Haken.
Natürlich überlegte ich, die Produkte zu erweitern, seit ich hier bin.
-Worauf warten Sie? -Warten? Ich bin hier seit einem Jahr.
-Und? -Und diese Dinge brauchen Zeit.
Ich musste erst mal wieder die Firma zum Laufen kriegen.
Aber der Markt ist übersättigt.
Und ich respektiere eben die Methoden meiner Familie.
-Sie müssen mitwachsen oder Sie... -Richtig.
Wir haben ja auch ein total überholtes Geschäftsmodell.
Und dann leben wir noch in dieser riesigen Schneekugel. Einer Zeitlupenblase.
-Sie haben mich belauscht. -Als wenn man zu einer Mauer spricht.
Ich war frustriert. Ich meinte das nicht so. Tut mir leid.
Schon okay. Wir müssen uns verändern. Das weiß ich.
Produktvielfalt wäre eine Option.
Oder Alternativen wie... Schokolade.
-Schokolade? -Ich denke nur laut nach.
Vielleicht kommen wir gemeinsam auf eine Lösung.
Kann ich Ihnen etwas zeigen?
-Und? Was sagen Sie? -Wow!
Wie in der Werkstatt des Weihnachtsmannes!
Oder mein Lieblings-Spielzeugladen in New York.
Ich komme immer gerne hierher, wenn ich einen harten Tag hatte.
Dann weiß ich wieder, wofür ich das alles mache.
Hier beende ich auch immer die öffentlichen Führungen.
-Sie machen Führungen? -Ja, genau.
Meine Großmutter fing damit an, und mir gefällt diese Tradition.
-Das ist sie? -Ja.
Sie sieht nett aus. Aber sie hatte keinen Sinn fürs Geschäft.
Wow, Sie interpretieren ja viel in ein Foto.
Ich bin mit dieser Art Mensch sehr vertraut.
Ich weiß nicht, was sie zu Empire sagen würde.
Würde sie uns nicht wollen? Wir möchten nur helfen.
Ich habe meinen MBA in Kalifornien gemacht
und habe dann in einer Marketingfirma gearbeitet.
Ich war in Sacramento, als der Anruf kam. Wegen meiner Oma.
Ich wollte diese Firma gar nicht übernehmen.
So was passiert, wenn man es am wenigsten erwartet.
Ja.
Ich habe jetzt gleich noch ein paar Meetings,
und Sie haben mich zum Nachdenken gebracht.
-Dann gehe ich jetzt. Bis später. -Ja.
Ich wollte Sie fragen, ob Sie zur Weihnachtsbaumerleuchtung gehen.
-Ich meine, Sie haben sicher Pläne. -Ja, ich habe viel zu tun.
-Ja, klar. Dann bis später. -Bis nachher.
SÜSSIGKEITEN-VIELFALT
WEIHNACHTSBAUMBELEUCHTUNGSZEREMONIE
Ich komme bald wieder.
Wir erleuchten den Weihnachtsbaum. Dauert fünf Sekunden.
Mach's mir nicht so schwer! Du hast dein Spielzeug,
du hast Leckerlis, du hast Wasser, alles wird gut!
DIE JÄHRLICHE BRITEWELL WEIHNACHTSBAUMBELEUCHTUNGSZEREMONIE
Wir werden abseits vom Geschehen sein. Am Rand der Menge.
Oh, das wird so toll. Deine ersten Weihnachtsbaumlichter.
Kannst du sehen? Okay, weißt du was? Geh wieder da rein!
Geh wieder rein! So, schön brav, okay? Zurück in deine Tasche.
Heißen Sie herzlich willkommen: Cate Merriweather!
Hallo, alle zusammen! Ich bin so gespannt und geehrt,
dass ich den Knopf ein zweites Mal drücken darf.
Und es ist wirklich schön, Sie alle hier heute zu sehen.
-Sind alle bereit für den Baum? -Ja!
Okay! Fertig? Eins, zwei...
...drei!
-Hey, was ist los? -Halt!
Gabe? Hoch mit dir! Du drückst den Knopf! Komm schon, Gabe!
Gabe Carter, Herrschaften! Komm schon, Gabe!
Ich will eigentlich nicht...
Na gut, na gut, na gut, okay, Leute!
Okay, versuchen wir's noch mal!
Eins, zwei, drei!
-Gut gemacht. -Das ist wirklich schön.
Und das ist die Bar, die wir jedes Jahr sponsern.
-Das ist toll. -Hey, Cate! Hi!
Hast du schon eine Gelegenheit gefunden, um...
Oh, entschuldige, nein. Ich wollte...
Das Rad ist schon so gut wie gekauft. Das ist eine ernste Situation.
Richtig. Ich komme gleich.
Können Sie mich kurz entschuldigen? Ich beeile mich.
-Hey, Pete! -Hey, Cate!
Das mit dem Knopf war eben eine nette Geste.
Danke! Danke. Kann ich eine Sekunde mit dir reden?
Ja, die bleiben schon heiß. Sophie liebt diesen Glühmost aus Preiselbeeren.
-Ja, der ist köstlich. -Ja.
Wo wir schon beim Thema sind, das wievielte Weihnachten ist das für euch?
Oh, ich glaube, unser viertes. Drei!
-Nein, dieses Weihnachten sind es vier. -Ein gutes Zeichen, oder?
Wirklich? Für was?
Dass da noch mehr Weihnachten kommen werden. Zusammen.
Ja, kommt drauf an, was ich ihr dieses Jahr schenke.
-Oh nein, das zählt doch nicht wirklich. -Ach, das war ein Scherz.
Ich glaube, das lief immer ganz gut.
Die Schlittschuhe und die Kaffeemaschine und das Chia Pet.
Ja, das sind alles Sachen, die man im Alltag braucht.
Vielleicht nicht das Chia Pet, aber...
Egal! Was ich sagen wollte, ist, na ja...
Mit Geschenken kann man dem anderen sagen: Ich liebe dich! Oder?
Ja.
Okay, also was macht das "Ich liebe dich" dieses Weihnachten anders als die anderen?
Ich denke, dass ich ihr diesmal sagen kann: "Ich liebe dich für immer!"
Wirklich?
Aber da gibt es ja ein bestimmtes Geschenk, um ihr das zu zeigen.
Ja, aber das habe ich schon. Ein "Top of the Line"-Mountainbike.
Ich dachte da an etwas Kleineres, das sie tragen kann.
-Ein Fahrradhelm? -Nein, etwas, was sie immer tragen kann.
-Juwelen? -Bingo!
Aber was genau für Juwelen?
Pete. Okay.
-Aber... -Ich werde jetzt gehen.
-Hey! -Hey!
-Heiße Schokolade? -Danke.
-Ist alles okay? -Ja, danke.
Also, Schokolade oder Pfefferminz? Was magst du lieber?
Ich muss eins auswählen?
Die passen so gut zusammen.
-Und? Wie war es? -Den Baum zu erleuchten?
-Ja. -Das war echt toll.
-Eine große Ehre. Danke. -Gern.
-Hat es mal nicht funktioniert? -Der Knopf? Ja.
Der berühmte Stromausfall im Jahr 1993.
Damals waren es nicht nur die Lichter, die nicht funktioniert haben...
Der ganze Strom hier fiel zwei Tage lang aus.
-Wirklich? -Ja. Das war nicht gerade schön,
aber immerhin konnte man die Sterne sehen.
Cate, ich wollte Sie noch was fragen.
Ist das meine Mom?
-Wo geht sie so schnell hin? -Zum Sport vielleicht?
-Sport? -Ja, meine Sporttasche sieht genauso aus.
Ich wusste gar nicht, dass sie das macht.
Hey, übrigens, ich muss noch ein paar Berichte durcharbeiten,
aber ich dachte, wir könnten vielleicht...
-...zu Abend essen? -Ja, das wäre toll.
Gern.
-Ja, ich meine, es ist nicht wirklich... -Nein, nein, das ist kein...
-Nur eine kurze Pause. -Ja, nur um durchzuatmen.
Ja.
Du hast Schwierigkeiten?
Es gibt für alles ein erstes Mal, nicht wahr?
Ich weiß auch nicht. Das ist wie eine Schreibblockade.
Nennen wir's: Unternehmensberatungs-Blockade.
Diese Aufgabe ist eben anders.
Wieso?
Ich bin sonst immer in meinem Büro. Oder einem Hotelzimmer.
Ich arbeite sonst nie in den Räumen der Firma.
-Und? -Und?
Hier sind Papiere. Hier sind tonnenweise Papiere!
-Hier ist nichts elektronisch. -Ist das der einzige Grund?
Keine Ahnung. Ich kann meinen Kopf nicht freikriegen.
Ich durfte den Weihnachtsbaum zum Leuchten bringen.
-Den was? -So etwas habe ich nie vorher gefühlt.
Es war so festlich. Und alle waren so gastfreundlich.
Als würden sie mich kennen.
Und ich habe mit Britewell nichts zu tun.
-Und wer hat das alles organisiert? -Cate. Cate Merriweather.
Ich glaube, es gibt scheinbar noch einen weiteren Grund,
-wieso du nicht vorankommst. -Was meinst du?
-Ich sagte doch gar nichts. -Du sagtest genug. Nenne es "Instinkt".
-Hey, Pete! -Ja?
-Ich habe eine Frage an Sie! -Gern.
Was ist das beste Restaurant der Stadt?
Abgesehen von Ihrer schönen Lokalität hier natürlich.
Der "Elegante Elch" ist immer sehr gut.
Oh nein, es gibt was Besseres.
-Stanton's? -Was?
Du hast ihm das Stanton's vorgeschlagen?
Er wollte das beste...
Cate war nicht mehr dort seit, du weißt schon...
-Nein, das weiß ich nicht. -Seit Josh...
Josh war in dem Restaurant, das Cate nicht...
Ich hätte beim "Eleganten Elch" bleiben sollen.
Ja.
-Hi. -Hi.
-Du siehst toll aus. -Danke, du aber auch.
-Alles okay? -Ja, ja, doch. Gehen wir?
Gern. Nach dir.
Ich finde, das war ein wirklich wunderbarer Abend.
-Das finde ich auch. -Das hätte ich gar nicht erwartet.
Ich meine jetzt nicht wegen Ihnen. Sie sind sehr freundlich.
-Was sagten Sie? -Sie sind fröhlich.
-Sie haben doch "freundlich" gesagt, oder? -Habe ich nicht.
-Nein, nein, ich glaube, das haben Sie. -Das werden wir wohl niemals herausfinden.
Nein, ich glaube, ich kann mich Ihnen gegenüber jetzt mehr öffnen.
Das ist sehr schön. Was denken Sie gerade?
Ich war etwas irritiert, als wir hier reinkamen.
Ich wusste es doch.
Das letzte Mal, als ich hier war, vor einem Jahr,
da wurde mir ein Antrag gemacht.
Ja, und ich sagte "Nein".
Wirklich? Das tut mir leid, das wusste ich nicht.
Das können Sie auch nicht. Alles ist gut.
Wir kannten uns schon seit der Schule und zogen nach Sacramento.
Und dann kam der Anruf von Merry and Bright.
Aber er wollte, dass Sie in Kalifornien bleiben.
Gar nicht schlecht.
Ja, und dann stellte er mir auf einmal die Frage.
Vor einem Jahr am 21. Dezember.
Tief im Inneren wusste ich, dass er nicht der Richtige war.
Ich hatte es mir nicht mal selber eingestanden, wissen Sie?
Bis ich auf einmal eine kleine Schachtel mit einem Ring aufmachte.
Es war schwer, aber ich hatte die Wahl, und das war's!
Scheinbar entschieden Sie richtig.
-Ich glaube auch. -Haben Sie sich noch mal gesehen?
Ja, manchmal unterhalten wir uns.
Er ist jetzt verlobt und wirkt glücklich. Ich freue mich für ihn.
Schätze, ich habe es doch noch nicht verarbeitet.
Es braucht Zeit. Jeder von uns ist anders.
Jedenfalls ist das meine Erfahrung.
-Jetzt habe ich aber was losgetreten. -Und es gibt kein Zurück.
Nun, meine Mutter ist eine Kupplerin, finde ich.
Da haben wir ja noch was gemeinsam.
Nun, Veronika... Sie kam aus guter Familie.
Sie verkehrte in den gleichen Kreisen, ging auf die richtige Schule.
Aber wir sind... Wir passten nicht zusammen.
Wir lösten die Verlobung nach sechs Monaten.
Sie waren nicht glücklich?
Man spürt es dann doch immer tief im Herzen.
Ich glaube, manchmal sagt uns das Herz mehr als jede Tabellenkalkulation.
Aber die Schwierigkeit besteht darin, die Zeichen zu deuten.
Hey, das war ein sehr schöner Abend. Und dann noch auf Kosten von Empire.
-Sehr gerne. -Na dann, das ist meiner!
Oh, hier, das ist für dich.
-Das muss doch nicht sein. -Nein, nein!
Ich habe sie für alle unsere Kollegen von Merry and Bright gemacht.
Danke.
Okay.
Oh, das vergesse ich andauernd.
-Gute Nacht. -Gute Nacht.
Ja, das ist gut. Perfekt.
Noch ein bisschen mehr auf diese Seite. Oh, es hängt fest.
Wow! Ihr meint es ja wirklich ernst mit der ganzen Dekoration.
-Wen haben wir hier? -Das ist wunderschön.
Danke. Das war auch viel Arbeit.
Wir benutzen dieses Jahr Waldelemente zum Schmücken,
also Zedernkränze, Tannenzapfen und so.
Meine Mom ist für die Deko zuständig. Oh, das ist meine Mom Joy.
-Mom, das ist Gabe. -Oh, hi!
-Der Berater. -Freut mich sehr.
Nun, was machst du denn hier?
Ich habe eure Schokolade gegessen, und die ist fabelhaft.
Oh, danke. Die mache ich zum Spaß.
Das ist ein Pfefferminzbonbon-Rezept mit etwas handgemachter Schokolade.
-Nichts Originelles. -Oh, ich muss los!
Es war wirklich schön, Sie zu treffen. Jennifer holt gleich die Kichererbsen ab.
-Die Freude ist ganz bei mir. -Die rennt aber schnell.
Sport zahlt sich aus.
Der Markt für handgemachte Schokolade ist gerade wirklich riesengroß.
Das könnte vielleicht euer Durchbruch werden.
Du willst uns zu einer Schokoladenfabrik machen?
Nein, auf keinen Fall.
Aber es wäre eine ganzjährige, alternative Einnahmequelle,
um auf dem Markt besser konkurrieren zu können.
Ich mag Schokolade, aber sind das wirklich wir?
Und wir bräuchten ja auch Geld für die neuen Maschinen.
Ihr braucht einen Investor. Und ich kenne den größten, den es gibt.
Royce Rutherford. Bermax Food Enterprises.
-Du kennst Royce Rutherford? -Allerdings.
-Ich habe mit ihm zusammengearbeitet. -Bermax ist riesig.
Aber die machen doch nicht wirklich...
Nein, aber die investieren in kleine Firmen, die für sie produzieren.
Merry and Bright kann man nicht kaufen.
Ja, aber ich weiß, dass er um jeden Preis in eine kleine Firma investieren will,
die gute Schokolade produziert. Erweitere dein Angebot!
-Ändere Geschmacksrichtungen! -Ja, wieso nicht?
Meine Oma hat auch noch mehr Rezepte. Bestimmt für drei weitere Sorten.
-Lieber sechs oder acht. -Aber dann hilfst du mir.
Deal.
-Cate! -Hi, ich rief nicht an.
-Ich dachte, ich komme... -Eine Sekunde!
Mom?
-Tut mir echt leid. -Ist alles okay?
Ja! Sehr.
Ganz sicher?
-Okay, na dann... -Moment, reden wir doch hier draußen!
-Die frische Luft tut mir sehr gut. -Gern. Und dir geht's gut?
Aber ja, riech doch mal! Die Luft!
-Mit dir stimmt doch was nicht, oder? -Aber nein! Aber nein.
Es ist alles gut. Ich versprech's dir.
Ich wollte Omas altes Rezeptbuch borgen, wenn das okay ist.
-Oh, sicher. Ich hole es dir kurz. -Okay, danke.
Das ist Oma Carols altes Rezeptbuch.
Das geht bis zu ihren ersten Zuckerstangen zurück.
Ich habe es seit Jahren nicht mehr angeschaut.
Wow, ich wusste, dass sie ein paar gute Schokoladenrezepte hier drin hat.
Hey, das bist du!
Die habe ich immer geliebt. Lebkuchen-Zuckerstangen.
Sie machte sie damals für uns zu Weihnachten.
-Ich habe die ewig nicht gegessen. -Und sie machte die nie für die Firma?
Nein, aber sie hat immer gerne experimentiert.
Und ich war ihr Versuchskaninchen.
Das glaube ich. Was für ein Glück für dich.
Oh, hier ist es.
SCHOKOLADE
Oh, das sieht interessant aus.
Kokosnussbuttercreme. French Toast Schokolade?
-Butter in Ahornsirup. -Klingt köstlich.
Nun, willkommen in Merriweather's Küche, Mister Carter.
-Ich soll die tragen? -Ja, die brauchen Sie.
-Hi, Barb. -Joy Merriweather, Sie haben einen Hund?
Das ist ein Geschenk für Cate.
Sie kriegt ihn Heiligabend als Überraschung von mir.
Wie schön! Ich werd's auch keinem erzählen.
-Ich halte den Mund. -Danke.
-Hier, für Sie. -Danke.
Du warst eben so ein feiner Hund. Ja, das stimmt. Guter Junge. Na, komm!
Oh, okay.
Hey, was ist das denn hier? Siehst du das?
-Entschuldige. -Entschuldige.
-Hey! Was... -Qualitätskontrolle!
Und? Was sagst du?
Oh, Mann, man schmeckt wirklich den French Toast. Wie lecker!
Hoffen wir, dass Bermax Food genauso denkt.
Ich wette, Royce freut sich, die zu probieren.
Er liebt Schokolade. Eigentlich ist es eher seine Frau.
Bei Schokolade haben Frauen einen ausgeprägten Geschmack.
-Rentier-Socken? -Ja, die mag ich.
Alle? Oder nur die vom Weihnachtsmann?
Na ja, er kriegt zwar den ganzen Ruhm, aber ich mag sie alle.
Nimm dir doch eins als Haustier.
Das würde meinen Nachbarn aber nicht gefallen.
-Ich glaube, ein Hund würde mir reichen. -Du willst einen Hund?
Ja, schon. Im Tierheim ist ein süßer Hund, auf den ich ein Auge geworfen habe.
Aber den holte schon jemand anderes ab. Ich war einfach zu spät dran.
Man darf nicht zu lange warten. Ist das nicht immer so?
-Es geht doch immer ums Timing. -Ja. Vielleicht war's ein Zeichen.
-Ein Zeichen? -Ja, ich bin nicht bereit.
Für einen Hund.
Ja.
Und jetzt noch die Probleme mit dem Geschäft...
Ja. Ja.
-Gabe... -Ja?
-Danke für die Hilfe. -Es war mir eine Freude.
Ich meine mit der Schokolade, mit der Firma.
Ich weiß das zu schätzen. Und ich denke, Oma Carol hätte das auch.
Sehr gern.
Das Letzte, was ich erwartet hätte, war, hier in Britewell zu landen.
Ich kenne das Gefühl.
Für jemand, der gar nicht hier sein wollte,...
-...bin ich doch ziemlich froh. -Das bin ich auch.
-Ich bin echt müde. -Ja, es ist schon spät, oder?
Ich muss noch ein paar Anrufe machen. Und New York schläft nicht.
Ja, so sagt man.
Mein Büro schickt uns unsere Tickets dann morgen.
-Unsere Tickets? -Wir fliegen Dienstag nach New York.
-Was? -Was ist so witzig?
Ich verstand, wir fliegen Dienstag nach New York.
Tun wir auch. Zu unserer Präsentation bei Bermax in Manhattan.
Ernsthaft?
Merry and Bright's Schokolade, Bermax will sofort mit uns reden.
Ich dachte, ich hätte dich darüber schon informiert.
-Habe ich wohl vergessen. -Ja, das hast du scheinbar.
Ich dachte, du würdest hinfahren. Ihr beide kennt euch doch schon so gut.
Es ist dein Produkt, dein Unternehmen. Und ich bin echt kein Verkäufer.
Schon, aber ich habe lange keine Präsentation mehr gemacht.
-Das verlernt man doch, oder? -Das ist wie Fahrradfahren. Du machst das!
Ich war noch nie in New York.
Cate, diese Chance bekommst du nie wieder.
-Bermax ist so wichtig für uns. -Ja, ist er.
Manchmal musst du eben mutig sein. Nutze die Chance!
Was, wenn er "Nein" sagt?
-Sag das nicht! -Aber es ist möglich!
-Ja, aber... -Was, wenn ich alle enttäusche?
Merry and Bright? Mich selbst?
Ich versuche, das Vermächtnis meiner Familie zu ehren.
Und es stimmt, die Firma muss sich verändern.
Ich weiß nur nicht, was das Richtige ist.
Wer nicht spielt, wird nicht gewinnen.
Wenn du es nicht machen willst, sage ich Royce Bescheid,
aber entscheide dich schnell.
Hab eine gute Nacht.
Oh, nein.
Hey, Pete! Was ist da in dem Karton?
-Hoffentlich kein Mountainbike. -Neue Kissen für die Zimmer.
-Auf dem hier sind Rentiere. -Oh, die sind nett. Das mag ich.
-Danke. -Ich wollte dich noch fragen,
wie du mit Sophies Geschenk vorankommst.
Oh, ich war neulich über eine Stunde beim Juwelier.
Habe auch was gefunden, aber ich zeig dir erst ein Foto,
-bevor ich zuschlage. -Oh, nein, nein, tu das nicht, okay?
Du machst das schon. Das ist deine Wahl und deine Entscheidung.
Oh, wow, das ist das Unendlichkeits-Symbol.
Genau, und das bedeutet "für immer".
Ja, es ist eine wunderschöne Kette.
-Aber... -Okay, ich ertrag's nicht mehr, Pete.
Wirst du Sophie einen Antrag machen, oder nicht?
Was?
Cate, ich bin nicht doof. Ich verstehe schon, was los ist.
-Ist ein komischer Weg, das zu zeigen. -Es fällt mir nur sehr schwer.
-Was meinst du? -Ich habe Angst, Cate.
Du musst doch keine Angst haben. Sie liebt dich!
Ich liebe sie auch. Ich bin verrückt nach Sophie.
Okay, und wo ist das Problem?
Was ist, wenn ich sie frage und sie "Nein" sagt?
Das hast du nicht zu befürchten.
Aber einen Antrag zu machen... Das braucht Planung und Nachdenken.
Eben! Aber jeder Antrag ist anders! Zum Beispiel:
Über die Zuschauer-Kamera bei einem Basketballspiel bis zum...
Oh, das war ein übertriebenes Beispiel.
Etwas Kleineres kann genauso schön sein.
Vielleicht gibt es einen Ort, mit dem ihr beide besondere Erinnerungen verbindet.
-Ja, den gibt es. -Okay. Gut.
Es ist normal, Angst zu haben, aber es darf dich nicht aufhalten,
dein Leben zu leben und fröhlich zu sein. Sei mutig! Nutze die Chance!
-Wo ist Gabe? -Er war vor Kurzem noch in der Lounge.
Okay, danke.
-Hi. -Hi.
Ist dieser Mantel okay für New York?
Ich hoffte, dass du "Ja" sagst. Die Tickets sind gebucht.
-Wir fliegen gleich sechs Uhr morgens. -Wow, das ist früh.
-Was hast du? -Kann ich ehrlich mit dir sein?
-Ja, ja, natürlich. -Ich war noch niemals in New York.
-Was? Ehrlich? -Ja.
Die ist wie jede Stadt, nur mehr von allem.
Aber du musst dort vorsichtig sein.
Man verliebt sich sehr schnell in sie.
Vanilla Snowflake.
Du hast deine Zahnbürste, du hast deine Wasserflasche, die Süßigkeiten...
-Süßes? -Ja, die Snacks.
Mom, hör bloß auf!
Vielleicht noch ein schickes Kleid für eine Date-Nacht.
Mom, ganz ruhig! Ich habe doch alles unter Kontrolle, okay?
Danke. Was ist mit dir in letzter Zeit los?
-Was meinst du? -Ich glaube, ich weiß, was los ist.
-Wirklich? -Ja. Und es ist schön!
Nur, du musst es doch nicht verstecken und Ausreden erfinden.
Ich wollte dich so gern überraschen.
Mom, ich finde es wirklich ganz toll, dass du wieder Sport machst.
Du warst eine Weile nicht mehr da.
In dir geht eine Menge vor. Du fühlst dich wie ein neuer Mensch, oder?
-Ja. -Ist doch gut! Weißt du was?
Wenn ich aus New York zurückkomme, gehen wir wieder joggen.
-Das wäre sehr schön. -Ja?
-Ja. -Oh, ich freue mich für dich.
-Hab eine tolle Zeit in New York. -Danke.
-Tracy! -Mister Carter!
-Cate Merriweather. -Hi.
Freut mich. Ich sage Mister Rutherford, dass Sie hier sind.
Danke.
Und? Wie fühlst du dich?
-Nervös. -Das ist gut.
Du bist also aufgeregt, nicht wahr?
-Du wirkst ruhig. -Oh, das mag auch täuschen.
Wenn ich sage, ich wäre ruhig, würde ich lügen.
-Wenn du sagen würdest... -Würde?
Ja, "Würde" ist bei einem Konditionalsatz die korrektere Form.
Mom war Lehrerin.
Hey, Royce kann manchmal ziemlich hart sein.
-Und wie hart? -Mister Rutherford ist bereit für Sie.
Ich bin bei dir.
Die Kakaokonfekte von Merry and Bright's
würden auf dem Markt eine große Anziehungskraft haben.
Unser Ziel ist es, nicht nur von unserem treuen Kundenstamm zu profitieren,
wir wollen auch den High-End-Kunden erreichen.
Orte wie Hotels, Resorts, Flughäfen und auch Fachgeschäfte.
Eins ist mir nicht klar: Sie machen gern Schokolade,
aber sind eine Zuckerstangenfirma.
Ja, das wäre eine schöne Alternative zu unseren anderen Produkten.
Andere Produkte, die aber nur Zuckerstangen sind?
Korrekt. Wir suchen nach einer Vielfalt. Und auf dem heutigen Markt...
Der heutige Markt hat keine Zeit für Firmen mit Identitätsproblemen.
Die Leute wollen eine cleane, einfache Geschichte.
Was ist Ihre? Wissen Sie, wer Sie sind?
Ja. Das tue ich.
Wir sind "Merry and Bright", eine familienbetriebene Firma seit 50 Jahren.
Unsere Aufgaben erledigen wir gut, aber manchmal ist das nicht genug.
Ich habe diese Schokoladen mit Gabe gemacht.
Nach einem traditionellen Familienrezept, und wir hatten eine tolle Zeit.
Ich finde sie sehr besonders, also probieren Sie sie oder nicht. Ihre Wahl.
Mir ist beides recht.
Na schön. Dann geben wir der Schokolade mal eine Chance.
-Was ist das hier? -Kokosnussbuttercreme.
Es ist... okay.
Okay?
Es ist okay.
Royce ist schwer durchschaubar. Er sagt, er meldet sich in ein, zwei Tagen.
-Du hast dich sehr gut geschlagen. -Danke.
-Ich fand's nicht schlecht. -Ich war sehr nervös.
Schließlich habe ich dich hergeschleppt, und wenn nichts dabei rauskäme,
-wäre doch das alles hier... -Es wäre nicht umsonst, Gabe.
Dieser Pitch hat mich daran erinnert, warum ich dieses Geschäft so liebe.
Und dadurch, dass ich eben die Rezepte meiner Großmutter vorgetragen habe,
fühle ich mich jetzt einfach sehr mit der Firma verbunden.
Merry and Bright hat mir wirklich etwas bedeutet.
-Das ist toll! -Ja.
Und ich bin in New York! Zur Weihnachtszeit und das dank dir.
Hey, weißt du was? Wir haben jetzt frei. Wieso unternehmen wir nicht noch was?
Okay. Hast du eine Idee?
-Ja. Die habe ich. -Okay.
Folge mir!
Wow! Jetzt verstehe ich, warum du diesen Laden so liebst.
Wow! Hier drinnen habe ich als Kind Stunden verbracht.
Ich hätte am liebsten alles gekauft, aber ich konnte mir damals nichts leisten.
Als ich klein war, hatte meine Mom drei Jobs und war alleinerziehend.
Sie machte später ein Wirtschaftsstudium und fand die Zeit,
Empire aufzubauen. Sie half erst kleinen Unternehmen,
-und dann ging alles ziemlich schnell. -Was? Deine Mom hat Empire gegründet?
Korrekt.
Sie ist die wirkliche Chefin von Empire?
Sara Carter. Wir sind auch ein Familienunternehmen.
Mittlerweile kannst du dir wohl jedes Spielzeug hier kaufen.
Tue ich auch. Nur zu, such dir was aus!
Ich gebe alles an eine Wohltätigkeitsorganisation.
Am Eingang steht ein Korb von denen.
Schön.
Sophie wäre verrückt nach diesem Laden. Meine Mom übrigens auch.
Oh, ich höre sie schon sagen: Du machst eine Reise nach New York
-und gehst nur in einen Spielzeugladen? -Und zu dieser Party nachher.
-Welche Party? -Ups!
-Halt! Was? Welche Party? -Muss ich wohl vergessen haben.
Wir müssen wirklich an deinem Gedächtnisverlust arbeiten.
Von welcher Party redest du da?
Hi.
-Hi. -Hi. Danke.
-Wow, das ist was Besonderes. -Ja.
Ja, meine Mutter liebt Weihnachten wirklich sehr.
Ich kann nicht glauben, dass ich wieder auf einer ihrer Partys bin.
Cate Merriweather.
Das ist Sara Carter, Chefin von Empire-Unternehmensberatung.
Freut mich sehr! Wir haben telefoniert.
-Schön, dass Sie kommen konnten. -Ihre Feier ist herrlich.
Danke. Ich hoffe, Ihre Bermax-Präsentation war heute erfolgreich?
-Ja, ich denke, es war gut. -Das ist schön. Entschuldigt mich kurz.
Ja.
Was?
-Ich fühle mich etwas... -...fehl am Platz?
Ja. Bei einem richtigen Date müsstest du mich jetzt zum Tanz auffordern.
Wenn das ein Date wäre...
"Wäre" ist bei einem Konditionalsatz die korrektere Form.
Hypothetisch gesprochen, ja.
Darf ich bitten? Miss Merriweather?
Charmant, Mister Carter.
Und? Magst du deine erste New Yorker Party?
-Also bisher schon. Vor allem das Tanzen. -Aber es kann auch heikel werden.
-Wie das? -Es ist sehr rom...
-Was? -Ach nichts.
-Was wolltest du sagen? -Überhaupt nichts.
-Es fing mit einem "R" an. -Rücksichtslos?
Nein, romantisch.
Was?
Doch, du wolltest "romantisch" sagen.
Tja, das werden wir beide wohl niemals herausfinden.
Als ich noch ein kleines Kind war,
brachte mir mein Vater immer Poster von seinen Geschäftsreisen mit.
-Lebt dein Vater auch in Britewell? -Das hat er mal.
Jetzt lebt er im Ausland. Meine Eltern sind seit fünf Jahren geschieden.
Aber das eine Mal brachte er mir ein Poster von der New Yorker Skyline mit.
Es hing in meinem Zimmer, ich lag im Bett und ich stellte mir vor,
wie es wohl sein würde, dort mittendrin zu sein.
All die Lichter und die Menschen... Das war immer mein Wunsch.
-Und jetzt bin ich wirklich hier. -Ist es so, wie du es dir vorstelltest?
Ich will dir etwas zeigen.
Okay.
-Wow, das Anwesen ist riesig. -Ziemlich cool, was?
-Das wolltest du mir zeigen? -Wie findest du es?
Es ist das Untypischste für New York, was ich hier gesehen habe.
Da hast du wahrscheinlich recht.
Wow, das erinnert mich an die Alte Mühle mit den Bäumen im Hintergrund.
-Die wir erleuchtet haben. -Hey, du warst das.
Ich wollte erst nichts sagen, aber als wir bei der Zeremonie ankamen,
sah ich die Scheune und die Bäume...
Überhaupt die ganze Atmosphäre dort, das alles erinnerte mich sofort daran.
-Wo genau ist denn dieser Ort? -Nirgendwo. Er ist fiktiv.
-Ganz sicher? -Ja, mein Vater malte es.
-Dein Dad? -Ja, das ist lange her.
Es war ein Weihnachtsgeschenk und hing in meinem Zimmer,
als ich noch klein war. Ich habe es mir stundenlang angeguckt
und mir diesen Ort vorgestellt. Und es kam mir alles so magisch vor.
Der bunte Himmel und der Schnee auf den Bäumen...
Als Kind war ich nie auf dem Land.
Ich habe so gehofft, dass es das gibt.
Du hast es gefunden.
Ja, das habe ich.
Gabe? Gabe? Die Maguires sind hier.
-Ich dachte, es wäre schön, wenn du... -Ja, ich komme.
Tja,... ich sollte jetzt wohl gehen.
-Schon? -Mein Flug geht sehr früh.
Ja.
Aber diese Reise war etwas ganz Besonderes. Wirklich.
Und auch sehr inspirierend. Auch ohne erfolgreichen Vortrag.
-Wir überlegen uns schon noch was. -Wegen des Geschäfts oder...
-Es war ein schöner Moment. -Das fand ich auch.
Aber lassen wir ihn einfach unbenannt. Es war eine magische Nacht.
Du lebst hier und reist durch das Land.
Ich bin in Britewell, und ich habe viel zu tun mit dem Geschäft...
Cate, ich verstehe das.
Du bist nicht bereit für einen Hund.
-Ja. -Ich bringe dich noch raus.
-Und rufe dir ein Taxi. Okay? -Okay. Ja.
Okay. Alles klar so weit. Danke.
-Hey, Soph. -Oh, hi, Cate.
Ich wusste nicht, dass du hier bist. Wie war New York?
Es war alles, was ich mir erhofft hatte. Sogar mehr.
-Und der Vortrag? -Der war okay.
Ich habe noch keine Antwort von Mister Rutherford.
Ich möchte ihm ein kleines Dankeschön schenken von Merry and Bright.
Ich weiß noch nicht was, aber ich denke darüber nach.
Gern.
-Hallo? -Gabe! Royce Rutherford.
Royce! Lass mich raten!
Du hast noch mehr Schokolade probiert und findest sie toll!
Nein. Aber weißt du was? Meine Frau mag sie sehr.
Und die ist schwer zu begeistern.
Ich komme am besten direkt zum Punkt. Du kennst mich...
Ich traue meinem Instinkt und glaube an Beziehungen.
Du weißt, ich mag dich, Gabe, aber auch Cate!
-Sie ist eine sehr intelligente Frau. -Ja, das ist sie.
Wie du weißt,
investieren wir in eine Vielzahl kleinerer Lebensmittelunternehmen.
Getreide, Teigwaren, Gemüse und Backwaren.
Aber eine Sache, die uns immer noch fehlt,
ist eine Investition in eine junge Schokoladenfirma.
Ich glaube,
dass Merry and Bright diese Schokoladenfirma sein wird.
Die Infrastruktur ist da.
Und was noch wichtiger ist, die Markentreue!
Zumindest laut dem Marktbericht von dir. Danke.
Neue Maschinen zu besorgen, ist kein Problem.
Ich habe dort meine Verbindungen. Wir stellen die besten Chocolatiers ein.
Es ist eine Win-Win-Situation für alle.
Das klingt alles sehr gut. Was ist mit den Zuckerstangen?
Ja, Gabe, das ist die Frage: Was passiert mit den Zuckerstangen?
ZUCKERSTANGEN
Komm schon, Junge! Ja, guter Hund, guter Hund, gut gemacht!
Guter Hund!
Hey, Cate! Ich sprach mit Brian über die Aufkleber,
und er sagte, es ist kein Problem.
Heute Abend ist alles bereit. Die Zutaten besorgt er auch.
Toll!
Lebkuchen, Eierlikör und Süßpflaumen-Zuckerstangen.
Das ist perfekt für die Weihnachtsfeiertage.
Und perfekt für das Dankeschön an Bermax.
Ach, und schick ihm auch Limette und French Toast.
Und bitte sorge dafür, dass wir ihm alles richtig schön verpacken. Abgemacht?
-Klingt gut. -Wie Oma Carol immer sagte:
Gib ihnen immer etwas Süßes.
-Hey, Gabe! -Cate, ich habe gute Neuigkeiten.
-Royce will in euch investieren. -Was? Das ist ja toll!
Das Merry and Bright Schokoladenunternehmen.
-Na, wie klingt das? -Entschuldige. Was sagtest du?
Merry and Bright wird zum Teil ein Schokoladenunternehmen
mit Bermax als Hauptinvestor. Das ist riesig.
Ja, aber Merry and Bright ist keine Schokoladenfirma,
-wir machen Zuckerstangen. -Die macht ihr auch weiter.
Es ist aber nicht mehr der Fokus der Firma.
Und wer weiß, wenn das erfolgreich wird,
müsst ihr die vielleicht überhaupt nicht mehr produzieren.
Wichtig ist jetzt nur, dass wir so schnell wie möglich handeln.
Schokolade ist ein Ganzjahres-Geschäft und genau das, was du suchtest.
-Ich weiß nicht, was ich sagen soll. -Ach, du musst gar nichts sagen.
Legal erstellt gerade die Papiere,
und morgen nimmt sein Assistent schon den Flieger.
Ich würde auch gerne dabei sein. Wir haben das ja zusammen geschafft.
Okay, bis dann.
Ein Schokoladenunternehmen? Aber macht ihr auch weiterhin Zuckerstangen?
Ja, aber sie werden nicht mehr unser Hauptaugenmerk sein.
Ich denke, das hilft uns.
Wir haben Bermax als Hauptinvestor. Wir heißen weiterhin Merry and Bright, aber...
-Aber was, Schatz? -Ist es das wert?
Du kennst Oma besser als wir alle zusammen.
Hätte sie ihr Angebot überhaupt erweitern wollen? Wollte sie neue Ideen?
Oma glaubte an Traditionen. Das soll aber nicht heißen,
dass sie nicht auch einige neue Ideen parat hatte.
Aber vielleicht hatte sie nicht genug Zeit, um sie alle zu verwirklichen.
Immer wenn ich an unserem Weihnachtsbaum
diesen kleinen Engel mit der Zuckerstange sehe...
Großmutter Lieblingsengel?
Ich frage mich nur, was würde sie über all das denken.
Das ist jetzt dein Unternehmen. Das erlebt natürlich Höhen und Tiefen,
aber deine Großmutter war eine Kämpferin. Und sie glaubte fest an das Produkt.
Und daran, wie die Menschen sich über die Weihnachtstage fühlen.
Deswegen ist unsere Firma immer noch die Zuckerstangen-Hauptstadt.
Der Markt verändert sich. Ich weiß nicht, ob unser Angebot ausreicht.
Wir brauchen etwas für das gesamte Jahr. Das erschwert meine Entscheidung.
Vielleicht erschwert Gabe auch deine Entscheidung, oder?
Ich sehe doch, was du für ihn empfindest.
Also? Wenn ich Oma wäre, was würde ich tun?
Alle liebten Oma Carol. Aber, Schatz, du musst nicht werden wie sie.
Du musst du selbst sein.
Ich glaube, es ist alles in Ordnung. Hat Legal schon drüber geguckt?
Ja.
Unterschreiben Sie da und da!
Gabe, ich tue mich damit schwer.
-Das verstehe ich. -Hoffentlich.
Ich weiß nicht, ob ich das Richtige tue.
Cate, denk nicht zu viel nach. Es ist eine Win-Win-Situation.
Du wolltest eine Unternehmensberatung. Besser als das geht es nicht.
Erstens war es nicht meine Idee, dass Empire hierherkommt,
und zweitens ist das keine Beratung. Das ist eine Überarbeitung.
-Das ist für uns alle ein tolles Geschäft. -Sicher?
Ist es ein Gewinn, wenn wir verlieren, wer wir sind?
-Cate... -Gabe...
Ich hätte gedacht, du weißt, worum es mir geht. Wofür ich stehe.
Ich dachte, du kennst mich.
Ich weiß anscheinend nicht, was du willst.
Nein. Nein, Gabe. Das weißt du nicht.
-Du machst hier einen Fehler. -Einen Fehler, den ich selber behebe.
Sie wollte nicht unterschreiben?
Heißt das, du bleibst über die Feiertage in New York?
Ich weiß es nicht.
Aber Merry and Bright ist vorbei, oder nicht?
Ich würde gern im neuen Jahr,
ich möchte mich eher auf kleinere Unternehmen spezialisieren.
Ich will ihnen helfen.
Genau so, wie du damals angefangen hast.
Ich muss zugeben, dass die Dinge nicht so liefen, wie ich erhoffte.
Scheinbar habe ich noch viel zu lernen.
Du bist hier immer noch mein bester Unternehmensexperte.
Und deine Ideen bedeuten mir viel.
-Und vielleicht ist das sogar deine beste. -Danke, Mom.
Sehr gerne.
BRITEWELL WEIHNACHTS-JUBILÄUM
ZUCKERPFLAUME, EIERLIKÖR, LIMETTE, LEBKUCHEN
Okay.
Royce! Fröhliche Weihnachten!
Du machst mich nervös, Pete.
Stell dich doch hier hin, bitte!
Kannst du dich noch näher an den Kamin stellen, bitte?
Näher an den Kamin? Okay, jetzt machst du mich aber wirklich nervös.
Okay, da bin ich. Bei dem Kamin.
Wir hatten unseren ersten Kuss vor diesem Kamin.
-Geh besser nicht zu nah ran! -Du hast recht.
Es ist wohl besser, wenn du hier stehst. Und mich dabei anguckst.
-Okay, ich glaube, jetzt kann ich. -Was ist hier los?
Oh, mein Gott...
Eine Sekunde!
Oh, mein Gott, oh, mein Gott, oh, mein Gott!
Bitte, ich mache hier einen Antrag!
Sophie Candace Marie, ich liebe dich seit unserem ersten Tag.
-Willst du meine Frau werden? -Ja! Ja, ja, ja, ja.
Lass mich aufstehen! Lass mich aufstehen!
Du siehst so gut aus.
Heute Abend triffst du dein neues Frauchen. Meine Tochter Cate.
Du wirst sie mögen! Sie ist sehr lustig!
Und sie ist schlau, und sie ist liebevoll.
Und sie macht mich sehr stolz.
Sei nicht traurig! Ihr zwei werdet sehr glücklich zusammen.
Das werdet ihr. Wir hatten so viel Spaß, findest du nicht?
Ich meine, nicht immer. Du hast andauernd meine Sachen angeknabbert,
und deine Haare liegen jetzt überall, aber...
...es ist schön, nach Hause zu kommen, und du wartest hier auf mich.
Mein Süßer... Ich vermisse dich jetzt schon.
Ich...
Cate, jetzt habe ich ein paar gute Nachrichten.
-Er hat mich gefragt! -Herzlichen Glückwunsch!
-Danke. -Ich freue mich so für dich.
-Das Mountainbike wird wohl etwas warten. -Ja, das wird es.
Und danke, Cate, du hast ihm den letzten Ansporn gegeben.
-Das war echt nett. -Den brauchte er gar nicht wirklich.
Viel Spaß damit!
Das ist Eierlikör.
Die kommen echt gut an.
Wo ist Sophie?
-Hi, Cate. -Gabe.
Weißt du noch, wie du sagtest, ich werde nicht das Weihnachtsfest mitfeiern?
Ich feiere euer Weihnachtsfest mit.
-Cate, ich wollte dir nur noch sagen... -Lass mich bitte ausreden...
Ich muss dir etwas mitteilen: Wir sind hier kein Schokoladenunternehmen.
Diese Firma existiert nur, weil eine wirklich starke Frau
sich in diese kleinen Zuckerstangen mit roten Streifen drauf verliebte.
Und wie sie die Menschen an Weihnachten verzaubern.
Das war ihr Vermächtnis, und jetzt ist es auch meins.
Und ich liebe dieses Unternehmen.
Wir sind Merry and Bright, und wir produzieren Zuckerstangen.
Wir sind nicht perfekt, aber das sind wir.
Und ich hoffe, du respektierst das.
Das kann ich. Und das werde ich auch.
Und ich denke, den Respekt von Royce Rutherford hast du auch.
Was meinst du? Hast du mit ihm gesprochen?
Jemand möchte mit dir reden.
-Hallo? -Cate Merriweather.
Royce Rutherford. Verzeihen Sie, dass ich am Heiligabend störe.
Nein, gar kein Problem. Alles gut.
Wenn ich etwas wirklich mag, und das passiert nicht sehr häufig,
lasse ich es die Leute gleich wissen.
Und die Zuckerstangen, die Sie mir schickten, waren köstlich.
Ja, danke.
So etwas habe ich noch nie in meinem ganzen Leben probiert.
Den Eierlikör und Zuckerpflaume...
Meine Frau und ich waren verrückt nach dem Lebkuchen-Geschmack.
Es erinnerte uns an das Gebäck meiner Großmutter damals in den Ferien.
Das klingt sehr schön.
Dachten Sie darüber nach, die nächstes Jahr alle zu verkaufen?
-Ehrlich gesagt, ja. -Dann haben wir einen Deal, Cate.
Vergessen wir die Schokolade.
Sie wissen ja, wir von Bermax wollen immer noch Ihr Investor sein.
Wir bringen Sie überall in die Märkte,
aber nicht nur an den Küsten, sondern weltweit.
Vielleicht verkaufen wir die Zuckerstangen das ganze Jahr über,
nicht nur zu Weihnachten.
Sprechen wir noch mal im neuen Jahr. Frohe Weihnachten, Cate.
-Ihnen und Ihrer Familie. -Ja, danke.
Frohe Weihnachten auch an Sie und Ihre Familie. Bis dann.
-Ist das wirklich wahr? -Ist es. Das warst alles du.
-Bist du deswegen hier? -Cate, ich bin hier, weil...
Hi, Liebling! Hi.
Hi, Mom. Warst du wieder beim Sport?
Ich habe eine Überraschung für dich. Zu Weihnachten.
Bitte schön. Das ist dein neues Frauchen.
Du warst also im Tierheim?
Ich wollte sichergehen, dass du ihn bekommst.
-Und du hattest ihn die ganze Zeit? -Ganz genau. Oh, ich vermisse dich auch.
Aber ich komme dich besuchen, so oft ich kann, okay?
Und jetzt gehst du zu Cate. Geh zu Cate.
-Geh zu Cate. -Oh, hi. Komm her, kleiner Freund! Hi!
Okay. Alles gut. Zier dich nicht so. Ich komme dich auch besuchen.
Das verspreche ich dir.
Mom, der ist so putzig. Ich liebe ihn.
Ich freue mich schon, wenn ich ihn besuchen komme.
-Was meinst du? -Er gehört zu dir.
-Was? -Frohe Weihnachten, Mom!
-Du hast jetzt einen Hund. -Danke, Liebling.
Das ist ein wunderbares, perfektes Weihnachtsgeschenk.
-Viel Spaß, Mom! -Bis dann.
Sollen wir tanzen?
-Fühlst du dich fehl am Platz? -Nein. Und du?
Ich fühle mich wie Zuhause.
-Darf ich bitten, Miss Merriweather? -Charmant, Mister Carter.
Die neuen Geschmacksrichtungen waren ein Riesenerfolg.
Eierlikör, Zuckerpflaume, Lebkuchen...
Sogar French Toast gehört jetzt zum Sortiment.
Ich habe Zimtgeschmack zum Valentinstag, Limette zum St. Patrick's Day
und Kürbisgewürze zu Halloween eingeführt.
Alles nach Oma Carols Originalrezepten.
Nun, eigentlich waren die Kürbisgewürze von mir.
Ich beende meine Führungen immer gerne hier,
denn jetzt kann ich euch endlich fragen,
und zwar als Tourleiterin und Chefin des Unternehmens:
-Wer will eine Zuckerstange? -Ich!
Oh, fantastisch! Meine wunderbare Assistentin Sophie
teilt sie euch aus und ich hoffe, ihr mögt sie.
-Hey, darf ich mal? -Wer will zuerst?
Hier!
Ja, genau, das wäre wunderbar. Ja?
-Ich habe eine Frage. -Wie lautet sie?
Warum sind Ihre Zuckerstangen so viel besser als die anderen?
Tja, weil jede Zuckerstange mit Liebe gemacht ist.
Hier. Frohe Weihnachten.
-Danke. -Aber gerne. Viel Spaß!
-Tolle Führung! -Danke. Ich muss los.
-Wir sehen uns später. -Ja. Bevor du gehst,
kannst du noch einen Blick auf die Zuckerpflaumen werfen?
-Die sind gerade angekommen. -Klar. Perfekt.
Hier drinnen?
Es wäre besser, wenn du sie aufmachen würdest.
Gabe!
Das ist die Geschichte
des Merry and Bright Zuckerstangen-Unternehmens.
Eine Geschichte über Familie, Tradition und Süßigkeiten.
Alles mit Liebe gemacht, der wertvollsten Zutat, die wir haben.
Manchmal muss man einfach mutig seine Chancen nutzen.
Und den anderen immer etwas Süßes geben.
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