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218 v. Chr. erklärte Hannibal Karthago zur Hauptstadt Spaniens.
Rom, erzürnt über diese Bedrohung seiner Macht,
erklärte unter einem Vorwand prompt den Krieg.
Während sich Rom auf eine Invasion Spaniens übers Meer vorbereitet,
kam Hannibal seinen Erzfeinden zuvor, indem er über die Pyrenäen zog.
Im Sommer erreichte er den Fuß der Alpen.
Ruhe! Ruhe!
Ich bitte um Ordnung!
Der Senat redet immer nur von Ruhe. Wieso schicken Sie Hannibal nicht heim?
- Vielleicht hört er auf sie! - Ruhe! Ruhe!
Lassen wir Minucius weitersprechen.
Bitte, Minucius.
Ein Dummkopf wäre der,
der versuchen sollte die Alpen
mit Tausenden Soldaten und 50 Elefanten zu überschreiten.
Wir haben eher Grund zur Freude als zur Sorge.
Wir sollten den Göttern danken.
Denn bevor unsere Legionen diesem Barbaren zum Kampf gegenübertreten,
haben Schnee und eisige Kälte
sein arrogantes Heer stark geschwächt.
Und die Karthager, die das Wagnis überstehen,
sind dann so erschöpft,
dass sie leichte Beute für unsere Grenzlegionen sind.
Ruhe! Fabius Massimus hat das Wort.
Belehre mich, wenn ich falsch liege, Minucius,
Ich glaube, unsere Alpen-Legionen
haben genug mit den Galliern zu tun.
Jetzt sollen sie es noch mit Hannibal aufnehmen?
Wir schicken Scipios Armee zur Verstärkung.
Rechtzeitig?
Das bezweifle ich.
- Fabius ist immer ein scharfer Kritiker... - Ruhe!
Fabius hat Recht, lasst ihn sprechen!
Ich warne bloß vor übermäßigem Optimismus.
In wenigen Jahren eroberte Hannibal ganz Spanien.
Nicht durch Soldaten und Waffen,
sondern mit kluger Diplomatie.
Ein Mann seines Formats führt auch ein Heer über die Alpen.
Auch wenn es unmöglich erscheint.
Er wäre sehr geschmeichelt,
wenn er wüsste, wie sehr du ihn bewunderst.
Senatoren! Hört her!
Hannibal überquert die Alpen!
Unsere Truppen fliehen.
- Leistet niemand Widerstand? - Rutarius ist der Einzige.
Er war sonst immer gegen uns.
Rutarius und seine Truppe kennen die Berge,
er wird Hannibal aufhalten können.
Das Schicksal Roms liegt also in den Händen seines Feindes.
Vorwärts. Weiter!
Der Pfad ist sicher! Gebt das weiter!
Vorwärts!
Marsch!
Steh auf! Ein Fahnenträger auf dem Boden nützt uns nichts.
Du bist der beste Mann im Regiment. Auf die Beine mit dir!
Weiter. Treibt die Tiere an!
Vorwärts. Immer weiter...
Bewegt Euch! Schließt auf! Seid achtsam, der Weg ist gefährlich.
Vorwärts! Bleibt nicht stehen!
Marsch! Geht voran, achtet auf eure Schritte!
Weiter!
Vorwärts!
Marschiert weiter! Bewegt Euch oder Ihr erfriert!
Achtung! Der Gipfel ist fast erreicht! Weiter geht es!
Marschiert weiter!
Aufstehen...aufstehen...aufstehen!
Haltet die Elefanten in Bewegung! Treibt sie an!
Mach nicht schlapp...
Los, nun komm...
Hab keine Angst, na los.
Haltet die Elefanten in Bewegung! Bewegt Euch Männer!
Vorsicht, er wehrt sich!
Lass ihn. Er ist tot.
Geht weiter oder ihr erfriert! Achtung, seid vorsichtig!
Ich bin ausgekühlt und habe keine Wärme mehr.
Haltet die Elefanten unter Kontrolle!
Nehmt Brot! Esst und marschiert! Nehmt Brot!
Nehmt Euch Brot!
Esst und marschiert! Bewegung!
Hannibal, die Vorräte sind aufgebraucht.
Die Männer frieren zu Tode,
wie lange halten wir noch aus?
Sollten wir nicht umkehren?
Eine Rückkehr wäre Irrsinn.
Uns bleibt nur noch der Weg nach vorn.
Bis wir alle zugrunde gehen?
Nicht du, Maharbal, du bist unzerstörbar!
Würdest du mich meines Kommandos entheben?
Soll das ein Scherz sein?
Warum willst du mich immer verlassen?
Ich habe geschworen, Karthago die Treue zu halten.
Das habe ich auch.
Was denkst du welche Armee ich anführe?
Deine Aufgabe liegt in Spanien
und nicht in diesen verfluchten Bergen.
Kehre lieber dorthin zurück, bevor du in Karthago in Ungnade fällst.
Hätte ich meine Armee durch halb Europa geführt,
in diesen verbotenen Alpen kampieren lassen,
wenn es einen anderen Weg gegeben hätte,
Rom von der Invasion abzuhalten?
Bleib bei uns, Maharbal.
Ich brauche dich.
Ihr seid meine Brüder und meine Stärke.
Ein großer Feldherr braucht nur seine eigene Stärke.
Mach dir nichts daraus. Es ist immer das Gleiche.
Wenn es drauf ankommt, ist auf ihn Verlass. Hey Maharbal!
Hannibal!
Rutarius und seine Männer geben auf.
Rutarius möchte verhandeln.
Seht ihr, man braucht nur Geduld.
Hannibal ist bereit, dich anzuhören.
- Bist du Rutarius? - Das bin ich.
Sprich!
Ich komme nicht um aufzugeben. Ich schlage dir ein Bündnis vor.
Ich nehme kein Bedingungen an. - Dir ist sicher bewusst,
dass meine Männer deinen Weg nach Italien blockieren können.
Mit meiner Hilfe erobert ihr das Tal in wenigen Tagen.
Was verlangst du als Gegenleistung?
Mein Stamm will die Vorherrschaft über alle anderen Völker des Tales.
Einverstanden.
Nicht schießen! Hilf ihm!
Aus dem Weg! Zurück mit Euch!
Weg mit ihnen!
Die Wächter sollen besser aufpassen.
Nächstes Mal wird es eine harte Strafe geben.
Wann begreifen sie, dass die Elefanten die wertvollste Waffe sind.
Wärst du umgekommen, wäre da unser aller Ende gewesen.
Wieso schätzt du dich So gering, mein Bruder?
Rührt Euch!
Was du da unten siehst, ist das Tal des Po.
Mago!
Das hätten wir geschafft. Der Alpen liegen hinter uns.
- Wir bereiten uns auf den Abstieg vor. - In Ordnung.
Das werde ich dir niemals vergessen, mein Freund.
Ich halte mich an Absprachen und kehre in meine Berge zurück.
Woher kommt deine finstere Stimmung?
Die Alpen in 15 Tagen erobern!
- Das ist ein Wunder! - Es erscheint mir wie 15 Jahre.
Wir zogen mit 40.000 Mann los.
Jetzt sind es weniger als die Hälfte.
Ich rede mir ein den Göttern zu dienen.
Morgen können die Männer Roms Köstlichkeiten genießen.
Macht die Elefanten bereit! Auf geht es!
Halt! Schlagt das Lager auf.
Prüft ihre Außenposten, um sie sehen, wie sie abgesichert sind.
Bewegung, helft ihm!
Sieht schlimmer aus als es ist. Ich helfe dir.
Bringt ihn weg.
Gute Arbeit! Mit Männern wie Euch,
kann man die Welt erobern!
Willst du ein Schluck?
Sehr gut!
In Rom erwartet uns noch viel besser Wein.
Und wie sind die Frauen?
Frauen? Das weiß ich nicht.
Das müsst ihr wohl selber herausfinden.
Meinen Elefanten scheint es gut zu gehen,
- Das haben sie sich verdient! - Ja.
Sollen die Römer versuchen, sie aufzuhalten,
sie haben keine Chance.
Kümmert Euch gut um sie, sie sind unsere wichtigste Waffe.
Keine Sorge, ich kümmere mich um sie.
- Hasdrubal, Hannibal möchte uns sprechen. - Gut, ich komme.
Was ist mir dir?
Bis später! Ich muss die Arbeiten am Tor überwachen.
In Ordnung. Komm!
Wir haben Grund zum Feiern.
Italiens Anblick tat den Soldaten gut.
Ihr Wille zu Kämpfen ist gestärkt.
Erwarten wir keine Wunder.
Die Truppen sind zu schwach, um Italien zu erobern.
Wir brauchen Verbündete!
Mit deren Hilfe wir die politische Einheit Roms untergraben können.
Wir trinken auf Euch!
Jeder Römer soll sich vor uns fürchten.
Und wie?
Indem wir das Gerücht verbreiten: Hannibal und sein Heer seien unbesiegbar.
Rom muss von der Gewalt und den Plünderungen hören.
Ebenso verkünden wir:
So grausam Hannibal zu seinen Feinden ist,
so gütig ist er zu seinen Verbündeten.
Auf den Bergen ringsum zünden wir Feuer an.
Bei Nacht entfachen wir sie.
Wir täuschen vor, dass wir neue Verbündete haben.
Rom soll glauben, dass wir unsere Truppen vervielfacht haben.
Dieser römische Sklave behauptet, er hätte eine wichtige Nachricht.
Sicherlich willst du nicht von ihm gestört werden.
Falsch. Jede Information kann wichtig sein. Denk daran.
Bring Ihn zu mir.
Ich weiß, wo sich eine wertvolle Geisel befindet.
Für sie kann hohes Lösegeld verlangt werden.
- Sprich! - Komme ich dafür frei?
Ich feilsche nicht mit Gefangenen.
Bringt ihn weg!
Nein! Nein! Bitte lass mich nicht foltern.
Ich ergebe mich ohne Bedingung deiner Gnade.
Der Befreier der Unterdrückten.
Lasst ihn frei!
- Es ist die Nichte des Quintilius Fabius. - Fabius der Senator?
Er ist der Mächtigste aller Senatoren.
Du kannst sie teuer verkaufen
oder selbst behalten,
Sie ist in ihrem Sommerhaus, ganz in der Nähe.
Bringt ihn zurück in die Zelle!
Weiß dein Vater, dass du mich holst?
Nein, aber er wäre einverstanden.
Du weißt ja, wie sehr er dich mag.
Mir geht es genauso.
Was soll ich dazu sagen, Quintilius?
Wenn dir etwas zustieße, würde ich mir Vorwürfe machen.
Warum behandelst du mich wie ein Kind?
Ich bin erwachsen.
- Also fahren wir. - Herrin...
Sollten wir nicht noch warten, bis es dunkel ist?
Wir müssen schnell nach Rom.
Die Karthager!
Vorsichtig, sie entkommen!
Kümmert ihr euch um hierum, ich folge ihr!
Bringt ihn ins Lager.
Sorgt dafür, dass er gut behandelt wird.
Sei ein braver Junge und komm mit.
Lasst mich los!
Jemand anderes hätte dich dafür getötet.
Lieber sterbe ich,
als einem Monster in die Hände zu fallen.
So nennen die Römer Hannibal?
Würde er dich hören, würde er deine Zunge raus-schneiden.
Was er mir antut, ist mir gleichgültig.
Er wird Rom nie besiegen.
Das war edel gesprochen.
Einer Nichte des Quintilius Fabius würdig.
Woher weißt du, wer ich bin?
Einer deiner Sklaven erzählte es.
Er erkaufte sich damit die Freiheit.
Du hast Recht, mein Onkel ist Senator Fabius.
Er ist ein reicher und mächtiger Mann in Rom.
Er kann dir zu Reichtum verhelfen.
- Reichtum? - Du brauchst du mich und Quintilius freilassen.
Dir scheint viel an ihm zu liegen.
Er ist jung und ich bin verantwortlich für ihn.
Mein Onkel belohnt dich reich, wenn du uns vor Hannibal rettest:
Etwa mit dem Oberbefehl über eine Zenturie.
Das wäre verlockend.
Ich könnte dir eine Karriere versprechen.
Hannibal würde mich lebendig häuten,
wenn er davon erführe.
Aber ich überlege es mir.
Wirst du es tun?
Leider muss ich dich jetzt ins Lager bringen.
Hannibal, die Gefangene!
Du bist Hannibal?
Ja.
Ich will mich für dein großzügiges Angebot bedanken.
Darf ich wissen, was du mit mir vorhast?
Zuerst wollen wir auf deine Schönheit trinken.
Dann möchte ich mit dir speisen.
Was ich biete, ist einer römischen Tafel nicht würdig.
Aber ich hoffe, du hast Freude an mir.
Was bedeutet das?
Ich bin deine Gefangene.
Warum behandelst du mich nicht so?
Meine Gefangene?
Du bist mein Gast.
In Rom kann ein Gast gehen, wenn er will.
Aber nicht so spät am Abend.
Die Straßen wimmeln von Soldaten.
Nur ein schlechter Gastgeber lässt das zu.
Wann darf ich gehen?
- Vielleicht am Morgen. - Das soll ich glauben?
Ich weiß, dass ich dich nicht zwingen kann.
Ich kann es nur versprechen.
Was ist der Grund für so viel Großzügigkeit?
Ich bin großzügig, wenn ich es mir leisten kann.
Lässt du Quintilius auch frei?
Das hängt von dir ab.
- Was willst du damit sagen? - Du bist eine schwierige Person,
vielleicht brauchst du frische Luft.
Es ist kalt, du kannst es brauchen.
Wohin willst du mich bringen?
Ich möchte dir das Lager zeigen.
Welches Interesse könnte ich daran haben?
Ich dachte, es interessiert dich, wie wir Barbaren leben.
Spielt das Lied! Spielt!
Was hat es mit dem Feuer auf sich?
Das sind verschiedene Lager.
Da sind die Numidier.
Da oben ist die lybische Reiterei.
Weiter rechts sind die Iberer.
Die schnellsten Reiter, die man sich denken kann.
Hier sind meine Karthager.
Das ist meine stärkste Truppe.
Jeder Soldat ist ein langjähriger Veteran.
Lass mich gehen, bitte, lass mich gehen.
- Aber warum denn? - Mir ist kalt.
- Ist das Hannibal? - Ja.
Ich wäre gern an seiner Stelle.
- Wie kannst du es wagen! - Lasst ihn los!
Er steht unter Hannibals Schutz.
Das sind meine Elefanten.
Die gewaltigsten Tiere, die der Mensch kennt.
Sieh, wie stark und mächtig sie sind.
Nichts kann sie stoppen.
Hab keine Angst, sie greifen nur meine Feinde an.
- Wie setzt du sie im Kampf ein?
Ganz einfach, sie stampfen alles nieder, was im Weg ist.
Du wirst deinem Onkel eine Botschaft überbringen.
Welche Botschaft?
Sag ihm: Hannibal wünscht Frieden.
Frieden?
Das wagst du zu sagen: der rücksichtslose Angreifer?
Aggressor!
Dein Land hat den Krieg angefangen, nicht meins.
Karthago will nur in Frieden leben.
Aber es will auch frei sein.
Nicht nur eine römische Provinz.
Ich kenne euer Gelübde: Du hast mit deinen Brüdern
schon als Kind geschworen, Rom zu zerstören.
Du irrst dich.
Wir haben nicht geschworen, Rom anzugreifen,
sondern nie vor ihm zurückzuweichen.
Wir sprechen nicht die selbe Sprache.
- Wieso braucht es so lange? - Bist du sein Kindermädchen?
Er ist alt genug, um selbst auf sich aufzupassen.
Ich glaube nicht, dass dein Bruder heute viel schlafen wird.
Ihr liegt falsch.
Das Mädchen geht zurück nach Rom.
Wir kamen nach Italien, um Rom zu zerstören,
Wir können uns solche Gefühle nicht erlauben.
Denkst du, ich lasse sie frei, weil sie mir etwas bedeutet?
Man kann Krieg auf verschiedene Art führen.
Quintilius!
Hannibal lässt sich entschuldigen.
Er wünscht eine schöne Reise.
- Er hofft, dass er dich in Rom bald wieder sieht! - In Rom?
Was ist los?
Wo warst du heute Nacht?
Welchen Preis hast du für unsere Freiheit gezahlt?
Sylvia!
Du bist ein Kind.
Wir haben unsere Freiheit Hannibals Großmut zu verdanken.
Aufsteigen!
Weil ich dich kenne Sylvia,
Ich kann nicht akzeptieren, dass Sie etwas falsch gemacht haben.
Aber ich fürchte, du verstehst Hannibals Geste falsch.
Warum dieses Misstrauen?
Wir waren seine Gefangenen.
Dein Sohn war in seiner Hand.
- Hannibal hätte sich rächen können. - Hannibal hat nur ein Ziel.
Darüber sind wir uns doch einig.
Selbst wenn er meinen Sohn tötet.
Ich weiß, dass er nur Frieden will.
Er will den Untergang Roms.
Und du hast die Aufgabe, uns über seine Macht zu unterrichten.
Er will uns beunruhigen, um leichteres Spiel zu haben.
Nur deshalb ließ er dich frei. Begreifst du das nicht?
Dein Hass macht dich blind.
Versuchen wir es. Was hat Rom zu verlieren?
Es stellt sich bald heraus, ob er aufrichtig ist oder nicht.
Wenn er Frieden will, könntest du Tausende Leben retten.
Es wäre ein Zeichen von Schwäche, jetzt mit ihm zu verhandeln.
Deine Gefühle haben im Krieg nichts zu suchen.
Habe ich es nicht gesagt? Sie hat den Verstand verloren.
Sie ist eine Frau, Quintilius.
Bleiben wir vernünftig.
Hannibal hat zwei Feinde:
Die Zeit und die große Entfernung.
Halten wir ihn hin und schwächen ihn.
Durch kleinere Gefechte.
Jeder Tag, jede Stunde, die vergeht, schont unsere Kräfte.
Und ist ein Pfeil mehr auf unserem Bogen.
Senator Fabius hat eigenartige Vorschläge.
Kriege werden nicht mit Verzögerung oder
solche Spielchen gewonnen.
Titus Longus gewann den Krieg mit 40.000 Soldaten, nicht mit Worten.
Wann greifen unsere Legionen endlich an?
Ein entscheidender Sieg im offenen Kampf,
könnte ein Ende des Krieges bedeuten.
Ja! Tun wir es!
Vertreiben wir Hannibal aus Italien!
Hoffen wir für Roms Wohl,
dass mein Vorschlag falsch war.
Was sollen wir tun?
In einer Linie! Haltet die Stellung!
Haltet die Stellung!
Diese Tiere sind unverwüstlich! Zurück Männer! Zurück!
Seid vorsichtig!
Hannibal, viele Flüchtlinge versuchen, über den Fluss zu fliehen.
Lasst sie laufen.
Gebt jetzt Befehl zum Sammeln.
Die Leute sollen sich ausruhen.
- Morgen geht es weiter nach Etrurien. - Jawohl!
Hannibal, dein Auge ist wieder schlimmer.
- Du musst dich darum kümmern. - Du klingst wie Mutter.
Vorsicht, vorsieht.
Doktor, kannst du ihm nicht helfen?
Mir fehlen die passenden Instrumente.
- Kann man sie nicht besorgen? - Das bräuchte zu viel Zeit.
Viele Männer sind an Fieber erkrankt, aber das...
Linder wenigstens seine Schmerzen!
Hannibal, bitte!
Sag mir die Wahrheit!
Werde ich dadurch erblinden?
Nein, bestimmt nicht.
Aber du wirst große Schmerzen ertragen müssen.
Bringen wir es hinter uns.
Dies ist nicht die Zeit für ein Befehlswechsel,
eine Schlacht tobt in Trasimeno.
Der Senat hat entschieden, das Volk ist gegen Flaminius,
wir müssen uns ihrem Willen beugen.
Lasst das Volk aus dem Spiel!
Sie glauben alles, was man ihnen vorgaukelt.
Was auch geschieht, ihr beide übernehmt die Verantwortung.
Wir dienen nur den Göttern, und die Götter sind gegen Flaminius.
Blasphemie!
Die Götter haben damit nichts zu tun,
es sind nicht die Götter, die gegen Caius Flaminius sind,
sondern seine politischen Rivalen!
Und sie nutzen den närrischen Aberglauben aus
um ihn abzulösen.
Ich werde solchen Fehlern nicht weiter beiwohnen,
denn sie beschwören Roms Untergang!
Am Tor wartet ein Händler, er möchte seine Waren zeigen.
- Schick ihn fort. - Er bittet mich ihnen zu sagen,
dass er wertvollen Schmuck
und Elfenbein dabei hat.
Wie kannst du es wagen, ohne Erlaubnis hereinzukommen?
Er kann bleiben.
Oh, bring mir bitte meinen Umhang, es ist kühl.
Es ist sehr gütig, dass sie
meine unwürdigen Waren ansehen.
Versuche nicht, mich zu täuschen. Du bist kein Händler. Was willst du?
Ich habe den Auftrag, der Herrin Sylvia etwas zu überbringen.
Was ist es?
- Von Hannibal? - Er möchte, dass du ihn behältst.
- Er könnte dir noch nützen. - Wieso?
Der Fall Roms scheint unvermeidlich.
Flaminius' Legionen wurden zerstört.
Bald stehen die Karthager vor Rom.
Hannibal fürchtet, ihnen könnte etwas zustoßen.
- Wer sind die? - Eine Delegation des Senats.
Nimm das und geh, bevor du entdeckt wirst.
Bitte behalten sie es. Ich bezahle sonst mit meinem Leben.
Mit diesem Ring haben Sie nichts zu befürchten.
So wird Ihn kein karthagischer Soldat etwas antun!
Sie können es nutzen, um sicher zu passieren.
Du warst lange abwesend.
Wir vermissen deine wertvollen Ratschläge.
Flaminius" Niederlage hat wahrscheinlich zur Folge,
dass Hannibal nach Rom marschiert.
Wir brauchen dich im Senat.
Wir haben keine Zeit zum Diskutieren.
Holen wir unsere Legionen aus Gallien zurück.
Wir können jeden Mann gebrauchen.
Ihr scheint zu wissen, was zu tun ist,
wieso kommt ihr zu mir?
Habt ihr einen anderen Vorschlag?
Verstehe es nicht falsch,
es ist keine Zeit für Diskussionen.
Das stimmt. Es braucht jemanden, der eine Entscheidung fällt.
Und die volle Verantwortung übernimmt.
Dein Vorschlag bedeutet Diktatur. Dem wird der Senat nie zustimmen.
Ihr scheint eure Entscheidungen bereits getroffen zu haben...
- Wieso sind sie hier? -Wir wurden am Trasimenischen See besiegt.
Sie halten Hannibal für unaufhaltsam.
Ihr irrt euch. Hannibal ist bereit Zu verhandeln.
Woher weißt du das?
Sieh dir diesen Ring an. Er hat ihn mir geschickt.
Bist du von allen Göttern verlassen? Du bist noch mit ihm in Verbindung?
Aber Quintilius! Er will mit uns über den Frieden verhandeln.
Was gedenkst du zu tun?
Ich geh zu ihm.
Mit dem Ring komme ich über die feindliche Linie.
Sylvia, das darfst du nicht.
Wenn der Senat erfährt, dass du hier Spione empfängst,
ist das der Untergang meines Vaters.
Lieber gehen wir zugrunde, als dass ihr den Feind um Frieden bittet.
Lass mich los! Du tust mir ja weh.
Sylvia!
Begreifst du das nicht? Hannibal will nicht den Frieden.
Er schickt den Ring aus nur einem Grund.
Was meinst du?
Er will dich. Ich wusste es sofort, als ich euch gesehen habe.
Was willst du damit sagen?
Sylvia...
Ich...
Ich liebe dich!
Quintilius, bitte!
Du sollst so etwas nie wieder sagen.
Warum nicht?
Wir wuchsen zusammen auf,
- Du bist wie ein Bruder. - Du lügst!
Du liebst Hannibal!
Der Senat und das Volk von Rom verordnen in diesem Notstand die totale Mobilisierung.
Alle Männer von 15 bis 50 Jahren werden zur Waffen gerufen.
Meldet euch auf euren Posten!
Wenn der Senat neue Truppen erstellt, melde ich mich zu den Waffen.
Ich hindere dich nicht daran. Es ist deine Pflicht.
Danke, Vater!
Ich verspreche, unserem Namen Ehre zu machen.
Mit Sicherheit, mein Sohn.
Hoffentlich ist es nicht vergeblich.
Wir werden die Karthager besiegen.
Das wünschen wir uns alle.
Eile und Panik sind jedoch selten der Weg zum Sieg.
Könnten wir nur einen Waffenstillstand mit ihm aushandeln.
3 Monate Zeit hätten für uns mehr bedeutet als eine neue Armee.
Es war ein Fehler, nicht auf Hannibals Vorschlag einzugehen.
Es ist doch Wahnsinn, jetzt nicht weiterzumarschieren.
Für dich ist alles, was glänzt, immer Gold.
Im Moment habe ich nicht die Absicht, von hier wegzugehen.
Du weißt wie man siegt, aber nicht, wie man Siege ausnutzt.
Das soll die Geschichte beurteilen. Hannibal!
Eine Frau möchte mit dir sprechen.
Sie zeigte uns diesen Ring.
Sie wartet dort.
Zurück ins Lager!
Danke, dass du gekommen bist.
Du darfst mir nicht danken.
Ich brauche deine Hilfe.
Ich bin sehr froh, dass du da bist.
Als wir uns das letzte Mal sahen, sprachst du von Frieden.
Es gibt keinen Frieden mit Rom.
Du schicktest mich zu meinem Onkel, weil du verhandeln wolltest.
Es schien die einzige Möglichkeit.
Warum schicktest du mir den Ring?
Ich wollte dich wiedersehen.
Und ich hoffte, es würde auch dein Wunsch sein.
Ich bin hier für Rom.
Das ist der einzige Grund?
Um was sollte es sonst gehen?
- Was ist mit deinem Auge? - Keine Sorge. Das heilt wieder.
Ich bitte dich: Lass mich nicht nach Rom zurück ohne ein Friedensangebot.
Für uns alle.
Unmöglich!
Wer sollte dir deine Entscheidungen vorschreiben?
Karthago,
Meine Offiziere, meine Truppen.
Stopp!
Folgt mir.
Bitte behalte ihn für mich.
Für uns.
Nein, bitte nicht.
Ergib dich!
Quintilius! Quintilius! Stopp! Hört auf!
Nein, Quintilius, nein! - Aufhören!
Ich will ihn selbst umbringen.
Quintilius!
Verletzt sie nicht!
Ich habe deine Leben gerettet.
Das ist eine seltsame Art der Dankbarkeit.
Wie heißt du?
Quintilius. Ich bin der Sohn des Fabius.
Der Sohn des Senators?
Sehr geschickt von dir und deinem Onkel.
Lasst sie laufen!
Ich hab die Wahrheit erzählt,
und ich wiederhole,
Ich bin allein zu Hannibal, um Frieden zu schaffen.
Ich habe dich in seinen Armen gefunden.
Oder willst du das leugnen?
Dann ist es also wahr?
Ja, es ist wahr.
Ich liebe ihn. Aber nichts lag mir ferner
als dich zu verraten,
oder meine Familie,
oder Rom.
Du bringst Schande über unser Haus.
Ich kämpfe im Senat um Vertrauen,
und meine eigene Nichte
wirft sich in die Arme des Feindes.
Das römische Gesetz hat dafür nur eine Strafe vorgesehen:
Du wirst bei lebendigem Leibe vergraben,
bis du stirbst.
Mögen die Götter mir vergeben.
Ich kann dich nicht öffentlich anklagen.
Du bist mir ans Herz gewachsen.
Von Kindheit an liebte ich dich wie meine eigene Tochter.
Aber du wirst für deine Verfehlungen büßen.
Morgen früh wirst du zum Tempel der Vesta geführt.
Den wirst du für den Rest deines Lebens nicht mehr verlassen.
Du lebst in Keuschheit mit Frauen, die ihren Dienst der Göttin weihten.
Dieses Zeltlager ist lächerlich, Rom ist nicht weit entfernt.
Es ist Hannibals Befehl. Wir haben sie in die Flucht geschlagen.
Wieso nutzen wir es nicht aus?
In vier Tagen könnten wir unseren Sieg in Rom feiern.
Hannibal hat keine Zeit, die Stadt zu belagern.
Die Römer haben nicht genug Männer, um Rom zu verteidigen!
Sylvia!
Was machen sie hier?
Ich habe überall nach ihnen gesucht. Es ist sehr spät.
Sie haben geweint!
Keine Sorge.
Ich muss meine Schuld allein verbüßen.
Für was verbüßen?
- Für ihre Liebe? - Bitte!
Nein, hör mich an.
Hannibal hat die Wahrheit erfahren. Er liebt dich, Sylvia.
Der Händler war jeden Tag hier.
Heute hinterließ er eine Nachricht.
Hannibal wartet auf dich und freut sich, dich wiederzusehen.
Bitte, lass mich erklären...
Ich habe dich nie verraten, glaub mir.
Ich habe dich nie verraten!
Warte auf mich im Zelt.
Wir brechen das Lager ab und marschieren morgen nach Venosa.
Hannibal, wir müssen mit dir sprechen.
Jetzt nicht. Das hat Zeit bis später.
Du willst die Frau doch nicht mitnehmen, oder?
Ich wünsche, dass meine Befehle ausgeführt werden.
Sie wird noch unser Untergang sein.
Ich schlage Varro als Prokonsul vor. Varro hat gegen Hannibal gekämpft,
in Spanien und Italien.
Es gibt kein anderen Römer, der Hannibal besser versteht,
und seinen plötzlichen Rückzug vor Rom erklären kann.
Es kann eine Strategie des Karthagers sein.
Wollen wir nicht zu früh optimistisch sein.
Fabius beurteilt die Lage nicht so günstig.
Er hält Hannibal für stärker denn je.
Die Meinung von Fabius ist nicht von Interesse.
Warum kehrte er nicht in den Senat zurück?
Fürchtet er, der Verschwörung angeklagt zu werden?
Ja!
Ich habe Angst, Varro,
Ich habe Angst.
Wenn ich mich verteidigen muss,
dann beschuldige ich den Senat!
Ihr alle habt eure Pflicht verletzt!
Wie sollte deiner Meinung nach das Volk regiert werden?
Indem man sein eigen' Fleisch und Blut an den Feind ausliefert?
Ich muss offen gestehen:
Ich weiß nicht, wo meine Nichte ist.
Aber wenn sich euer Verdacht
als begründet herausstellt
wenn er sich bewahrheitet,
schwöre ich bei allen Göttern,
dass der Tag, wo ich Sylvia zu Gesicht bekomme,
zugleich der Tag ihres Todes sein soll.
Es gibt keine Frau, die Hannibal beeinflussen könnte.
Nein? Dann erklär mir,
wieso er den Kampf mit allen Mitteln verhindert?
Du weißt genau, dass er neue Verbündete gewinnen will.
Wir brauchen Waffen und Lebensmittel.
Vor Trebia und Trasimeno ging es auch ohne.
Damals war Rom nicht so schwach wie heute.
You defend your brother, but you do it without conviction.
Es gibt nur eine Lösung,
- Wir müssen die Römerin beseitigen. - Wie bitte?
Unfälle passieren täglich im Lager.
Vielleicht vergessen die Wärter mal, die Elefantengehege zu schließen?
Die Elefanten geraten in Panik und...
Hast du den Verstand verloren? Wenn Hannibal davon erfährt...
Was ist da los?
Das, was ich vorausgesehen habe.
Ich wusste, es wäre schwer dich zu überzeugen.
Treibt sie zurück!
- Wir brauchen mehr Fackeln! - Mehr Fackeln!
Zurück, Surus! Raus!
Zurück!
Bitte, mach dir keine Sorgen,
ich hatte bloß Angst.
Jemand hat die Gehege geöffnet und die Elefanten in Panik versetzt.
Bleib bei ihr.
Hannibal findet besser nie raus, was du getan hast.
Ich hab es für uns alle getan. Ich übernehme die volle Verantwortung.
Es ist nur bedauerlich, dass es missglückt ist.
Was ist missglückt?
- Was ist missglückt? - Ich wollte sie beseitigen.
Sie ist unser aller Verderben.
Ständest du nicht über mir...
Würde ich dich nicht brauchen...
Hannibal hat ein Duell!
Ihr habt um mich gekämpft, nicht wahr?
Jetzt ist alles gut.
Nein.
Nein, das ist es nicht.
Deine Männer hassen mich.
Deshalb wollte sie mich töten.
Wenn du weiter zu mir hältst, werden sie dich ebenso hassen.
Ich sorge nur für Aufruhr und Zwietracht im Lager.
Deine Männer können nicht vergessen, dass ich Römerin bin,
und ihre Feindin.
Sie werden es, Sylvia.
Aber wie ist es mit dir?
Alles spricht gegen uns, alles.
Bereust du, dass du zu mir gekommen bist?
Ich bereue nichts, mein Liebster!
Der Senat hat einen schweren Fehler begangen,
Varro zum Befehlshaber zu machen.
Er ist von Gefühlen getrieben, nicht von Vernunft.
Aber sie haben auch Aemilius ernannt, dem hast du immer vertraut.
Ja.
Wie kann ein Heer geführt werden, wenn sich ihre Befehlshaber hassen?
Aemilius weiß mit Varro umzugehen, du wirst sehen.
Wir wollen es hoffen.
Halte dich immer in seiner Nähe, mein Sohn.
Das hätte nicht besser für uns laufen können.
Das römische Heer ist fast doppelt so groß wie unseres.
Ja, aber du übersiehst etwas,
die Römer haben zwei Befehlshaber,
die sich auf den Tod nicht ausstehen können.
Weißt du, was das bedeutet?
Zersplitterung der Kräfte, Ungehorsam und Verwirrung.
Das werden wir ausnutzen.
Die Römer überqueren den Ofanto,
sie planen einen großen Angriff.
Hier.
Das ist der Fluss. Und das sind die römischen Truppen.
Wir lassen sie den Fluss überqueren.
Die einzige Gefahr geht von ihrer Reiterei aus.
Aber sie sind in ihrer Bewegung eingeschränkt.
Unsere Infanterie im Zentrum wird sich zurückziehen.
Und schließlich greifen wir sie von hinten an.
Jetzt können wir sie einkreisen und zerquetschen.
Die 5. Zenturie vorrücken!
Zenturie Caius und Cato auf mein Kommando: Kompanien 1, 6 und 7 wie geplant!
Bewegt Euch!
8. Zentruie, Marsch!
Varro, hör mich an.
Es ist gefährlich, so nah am Fluss Stellung zu beziehen.
Die Reiterei hat kein Platz Zu manövrieren,
du könntest sie im Notfall brauchen.
Heute befehle ich, hast du verstanden?
- Ich habe das Kommando! - Das ist Selbstmord!
Du hast dich unterzuordnen.
Deine Reiterei brauchen wir nicht.
Beeilt euch mit der Einschiffung des Floßes!
Wartet nicht!
Halt!
Phase eins: Greift die Außenposten an!
Ruhe!
Los!
Halt!
Hamilcar, schlag hart zu!
Rückzug!
Rückzug!
Zurück auf unsere Postton!
Die Karthager ziehen sich zurück!
Gut. Kehrt auf eure Posten zurück. Gib den Marschbefehl!
Triff den Feind in der Mitte!
Marsch!
Unser aller Schicksal hängt von diesem Kampf ab.
Verlieren wir, werden wir wie Kriminelle gejagt,
unser Heer wird versklavt und unser Land sehen wir nie wieder.
Aber wenn wir siegen,
haben wir die Zukunft des Römischen Reiches in unseren Händen.
Hannibal, die Römer greifen an!
Das Zentrum soll sich weiter zurückziehen!
Die Römer tappen in unsere Falle!
Wie die Ratten in der Falle.
Der linke Flügel soll sich bereithalten.
Ich führe den rechten. Wir greifen gleichzeitig an.
But the Romans haven't used their cavalry yet.
Sie haben den Fluss im Rücken.
Jeder Manöver-Versuch wird von uns durchkreuzt.
Die Römer marschieren weiter. Sie müssen bald hier sein.
In Deckung! Sie greifen von allen Seiten an!
Wir sind umzingelt!
Wir brauchen Verstärkung! Holt Paulus Aemilius und die Reiterei!
Varro ist eingeschlossen!
Bringt mich zu Paulus Aemilius! Wo ist er?
Wir müssen die karthagische Kampflinie durchbrechen
und unsere Kohorten befreien!
Auf zur Rettung! Befreien wir sie! Vorwärts
Vorwärts!
Angriff!
Vorwärts!
Wir sind abgeschnitten!
Angriff!
Varro ist geflohen! Die karthagische Reiterei schließt uns ein,
sie werden uns niedermetzeln!
Wir sind alle flankiert! Wir müssen zurück über den Fluss!
Zurück zum Fluss! Zurück zum Fluss!
Folgt den Römern zum Fluss!
Zurück! Folgt ihnen, bis wir rüberkommen!
Der Kampf ist vorbei, gib deinen Kommandeuren Bescheid!
Kein Römer darf Cannae lebend verlassen.
Konsul Paulus Aemilius ist tot. Die Römerin hat
auch den Leichnam seines Sohnes Quintilius Fabius gefunden.
Es tut mir leid!
Verzeih, dass wir unangemeldet bei dir eindringen.
Wir sprechen dir das Beileid
des Senats zum Tode deines Sohnes aus.
Dies ist sein Schwert.
Viele Väter beweinen ihre Söhne.
Vielleicht wollen die Götter uns bestrafen.
Fabius, unser Besuch hat noch einen Grund,
Der Senat bietet dir das Amt des Prokonsuls an.
Dieses Mal zu deinen Bedingungen.
Sogar du, Minucius?
Du warst mein hartnäckigster Gegner.
Vergessen wir unseren Zwist.
Ich will mich eures Vertrauens würdig zeigen und tun, was ich kann.
Ich drücke den Wunsch jedes Bürgers unserer Stadt aus, wenn ich sage:
Rom wird sich niemals einem Angreifer unterwerfen.
Die Worte, die Hannibal seinen Soldaten zurief beim Alpen-Übergang,
"Entweder siegen oder sterben."
Was ist geschehen?
Dein Onkel ist zum Prokonsul gewählt worden.
Er schickte mir eine Botschaft: Siegen oder Sterben.
Hattest du vielleicht etwas anderes erwartet?
Du scheinst zufrieden.
Nein!
Es tut mir leid.
Es tut mir leid!
In Capua wird heute ein Fest für mich gegeben.
Ich möchte, dass du mit mir kommst.
Bitte nicht. Geh du allein hin.
Es ist nicht gut, sich so von aller Welt abzuschließen.
Es kann gefährlich sein sich zu sehr auszuruhen.
Lass sie ruhen. Wenn Maharbal zurückkommt, geht der Krieg weiter.
Ich hoffe sie bringen Verstärkung, wir brauchen sie.
Keine Sorge!
Hannibal, kommst du nicht mit nach Capua?
Das Fest ist dir zu Ehren. Es sieht so aus, als ob das Fest dir zu Ehren ist.
Ich gehe mit, komm später zu uns!
Bitte!
Hannibal, Maharbal ist zurück,
er ist in deinem Zelt.
- Hasdrubal? - Er ist in Italien angekommen.
Wunderbar!
Vater!
Tut dein Auge weh?
Nur ein kleines bisschen.
Das trage ich nur, weil mich das Licht stört.
Möchtest du die Elefanten füttern?
- Ja! - Mago!
Na komm, ich zeig sie dir!
Na los!
Was machst du hier?
Ich möchte meinen Platz an deiner Seite einnehmen.
Ich trennte mich mit Zustimmung der Priester vor Jahren von dir.
- Ich bin die Mutter deines Sohnes. - Wir wollen ihn da nicht hineinziehen.
Danila, ich hab deine ewigen Launen satt.
Dass du nicht Not leiden musst, dafür habe ich gesorgt.
Alles was ich besitze, gehört meinem Sohn.
Was ist mit der Verstärkung aus Kathargo?
Wärest du meinem Rat gefolgt, hätten wir Rom schon erobert.
Und Karthago hätte dir die Verstärkung sicher nicht verweigert.
Die Verstärkung verweigert?
Was soll das heißen?
Hasdrubal hat nur noch 4000 Männer.
4000 Männer?
Das ist unmöglich.
In Karthago hat man das Vertrauen zu dir verloren.
Begreifst du endlich, warum ich hier bin?
Wo ist Sylvia?
Sie hat ein Pferd verlangt und ist weg-geritten.
Komm schon... Ah, Hannibal!
Auf der einen Seite...
Bitte geh nicht!
Warum bist du mir nachgeritten? Bitte lass mich gehen.
Sylvia!
Geh zu deiner Frau zurück. Ich will nicht länger im Wege sein.
Ich werde mich nicht weiter erklären.
Ich liebe meinen Sohn, Sylvia.
Und ich liebe dich.
Ich verstehe dich,
Ich hatte alles, was sich eine Frau nur wünschen kann.
Mit dir habe ich meine glücklichsten Stunden verlebt.
Nun muss ich nach Rom zurückkehren.
Deine Rückkehr bedeutet dein Tod.
Fabius wird Verständnis haben und mich verteidigen.
Dort!
Warte! Sylvia!
Halt! Wartet! Nehmt mich mit, ich bin Römerin!
Schießt nicht!
Nehmt mich mit!
Du bist zu gut für mich!
Ich habe Angst, aber ich geb mir Mühe!
Hab Erbarmen!
Hände hoch, Römer!
- Ich schneide sie ab! - Hör auf!
Du solltest gehen, Mago,
lass uns allein.
Pack das Schwert weg.
Dein Sohn stellt sich gut an.
Schon mit 4 Jahren konnte er fechten.
Ich gab ihm die besten Lehrer in Karthago.
Es ist alles getan worden, wie du wolltest.
Ich hab immer gesagt, dass er nicht werden soll wie ich.
Er soll kein Hass und keine Rache kennen.
Bitte bring ihn zurück. Sei einmal anständig, Danila.
Nicht für mich, sondern für dich.
Wartet hier!
Warte, Hannibal, warte!
Es ist unser Bruder.
Die Römer schlugen ihm den Kopf ab.
- Ist es soweit? - Ja.
Einen Augenblick.
Jetzt? Ich bin bereit.
Ich habe keine Angst vorm Sterben.
Das ist alles, was ich tun kann.
Der Tod wird schnell eingetreten,
ohne Schmerzen.
Trink das.
Danke.
Bitte!
Er gab ihn mir.
Ich verspreche, er bekommt ihn wieder.
Runter mit den Speeren!
Bruder, die Römer greifen an!
Sie haben unsere Vorhut überrannt.
Gehen wir!
Marsch!
Marsch!
Von nun an ist das Schicksal Hannibals besiegelt.
An einen furchtbaren Schwur gebunden,
beherrscht ihn nur ein Gedanke:
Die Macht Roms zu zerschlagen.
Er kämpfe weiter, für Ewigkeiten,
in vielen Ländern.
Vielleicht mit der letzten Hoffnung,
dass sein Sohn nie in seine Fußstapfen tritt
und die Last der Geschichte auf seinen Schultern liegt.
ENDE
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