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Verdammt…
Bist du so weit?
Ja.
Was? Worüber lachst du?
Erwischt.
Du bist schamlos.
Du betrügst einen Blinden.
Spielt keine Rolle, Bruder.
Bei dem Spiel bin ich der Blinde.
Mist. Du hast dir alles gemerkt.
Nein.
Ich kann sehen.
Sag's keinem, ich brauche die Sozialhilfe.
Ich hab's fast geglaubt!
Ich verliere nur bei dem Spiel.
Vorsicht, du verschüttest meine Murmeln.
-Spiel endlich dein Zeug. -Meinen Track?
-Ja. -Ok.
Er ist noch nicht fertig.
Du musst für mich noch dran feilen.
Hier.
Gar nicht so übel.
Leck mich. Jetzt mal im Ernst.
Er ist gut.
Ist mir egal! Er hat mich zu respektieren, klar?
Er gibt mir endlich die Kohle, sonst…
Was ist los?
Sie kommen her.
-Wer? -Ibrahim.
Bis morgen, ja?
Wo willst du hin?
Wir müssen später reden.
Was ist los?
Das geht dich nichts an.
Jeder hat Dämonen.
Er war mein Dämon.
Mein großer Bruder Ibrahim.
Er war nicht immer so.
Und ich war nicht immer der Blinde des Viertels.
DIE 80ER
MURETS-SIEDLUNG
Warum entschied sich mein Vater für diese Siedlung? Deshalb.
Ich brauche es.
Wir können nicht unser Leben lang
für einen Schinder arbeiten.
Wie willst du das Restaurant nennen?
Restaurant Keïta.
Mein Vater und Agna, schwanger mit Ibrahim,
wollten hier ein neues, besseres Leben beginnen.
Im Gepäck brachten sie große Träume mit.
Und sie erfüllten sie sich.
Ihre Landsleute hatten nichts.
Das Restaurant war ein Geschenk für die Siedlung.
Ein Ort der Zusammenkunft. Voller Leben.
Er war glücklich.
Bananen sind alle.
Er ernährte die Familie.
-Kann ich Fußball spielen? -Ja, nur zu.
Ibra fand seinen Platz in der Siedlung.
-Was geht? -Gehen wir.
Es lief gut.
Bis er eine Überraschung aus der Heimat mitbrachte.
Gewöhn dich dran.
-Meine Mutter. -Sie verschwindet!
Vergiss es, Agna.
Dränge mir keine Zweitfrau auf.
Wir sind hier in Europa.
-Reiche ich dir nicht? -Das ist es nicht.
-Warum dann? -Es ist mein Haus.
Ich zahle die Rechnungen. Ich entscheide.
Damit hat sich's.
Was? Wir eröffneten das Restaurant gemeinsam.
Hast du das vergessen?
Sogar die Tapete suchten wir gemeinsam aus!
-Sie verschwindet. -Es ist entschieden.
Das kannst du mir nicht antun, Ousmane!
Wir haben alles zusammen aufgebaut! Sie fliegt heim!
Danach verlor Ibra nach und nach seine Unbeschwertheit.
Auch deshalb, weil ein Jahr nach Mamas Ankunft
ich auf die Welt kam.
Und das Leben der Familie Keïta veränderte sich für immer.
Wir alle mussten Platz füreinander schaffen.
Und es war nicht leicht.
-Das sind die Haare meines Sohnes. -Was?
-Was willst du damit? -Ich putze. Sieht man das nicht?
Was für eine Hexerei hast du vor?
Du bist doch verrückt.
Ja, bin ich! Wirf sie weg!
Natürlich werfe ich sie weg!
Ehezerstörerin! Ich putze hier, und du…
Meine Mutter hatte immer Angst vor Hexen.
Ein alter Glaube aus der Heimat.
Sie war überzeugt, dass Agna eine traf.
Ich wuchs mit diesen Geschichten auf, also suchte ich sie überall.
Ich meinte, sie gefunden zu haben.
Ibrahim fand Wege, der erdrückenden Enge der Wohnung zu entkommen.
Alles klar? Was geht?
Entspann dich.
Damals sah ich das nicht.
Ich wollte nur meinen Vater in Awalé schlagen.
Wirst du etwa gerade vernichtet?
Dein Vater verliert zum ersten Mal.
Aïssata, spiel woanders.
Mit meiner Halbschwester Aïssata machte meine Mutter Boden gut.
Kalt erwischt.
Gewonnen!
Du dachtest, ich sei im Nachteil.
Und das nutzte ich aus.
Mein Armeekommandant sagte immer:
"Akzeptiere deine Schwäche.
Kämpfe nicht dagegen an. Mach sie zu deiner Stärke."
-Verstehst du? -Noch ein Spiel?
Gern!
Bullen! Die Bullen sind da!
Warte kurz.
-Bleib bei deinem Onkel. -Komm.
Halt!
Halt!
Hey, bleib stehen!
Was macht ihr alle hier? Was soll das?
Pass auf! Die Bullen! Hey!
Hey, die Bullen sind da!
Du wirst keinen Fuß mehr in mein Haus setzen!
Hören Sie auf!
Das reicht!
-Ok! -Du bist nicht mein Sohn!
Du bist eine Schande für die Familie Keïta!
-Hör auf! -Ganz ruhig!
-Verschwinde! -Hör auf!
Das ist deine Schuld! Du verhätschelst ihn.
-Ja! -Gehen wir.
Du bist nicht mehr mein Sohn! Hau ab!
So habe ich meinen Vater noch nie gesehen.
Ich verstand nicht alles,
aber ich sah, dass die Familie Keïta auseinanderbrach.
Hey, ich bin hier!
Komm schon!
Er schlägt echt zu.
-Egal. -Es ist wahr.
Hey, steig aus!
Verpiss dich!
Pfoten weg!
Was willst du machen?
Bitte! Ich brauche Hilfe!
Für meinen Vater war es ein Unfall,
aber Mama war überzeugt, dass es Agna gewesen ist.
Dass sie mich mit schwarzer Magie verletzt hat.
Schwarze Magie raubte mein Augenlicht.
Jedenfalls mussten sich alle auf mich einstellen.
Wie geht's Adama?
Ich kann helfen.
Mama sollte nicht ausziehen müssen.
Ja? Und wie?
Gibst du ihm sein Augenlicht wieder?
Wir müssen die Wohnung aufgeben. Sie ist zu klein.
Vollgestellt.
Wir müssen ausräumen.
Damit der Junge nicht dauernd gegen Möbel läuft.
Jeder muss helfen, auch deine Mutter.
Ich habe eine Wohnung.
Eine große, im Block B.
Viele Zimmer. Genug Platz für alle.
Und wie hast du sie so schnell gefunden?
Wen hast du bedroht?
Wen bezahlt?
Diese Wohnung wurde mit schmutzigem Geld bezahlt.
Ich sorge für meine Familie, nicht du.
Weißt du, was?
Komm zu mir, wenn du ehrlich geworden bist.
Ein Mann.
Bis dahin…
…halt dich fern.
Mein Zimmer ist so groß!
-Ganz für mich allein? -Genau.
Wo ist Adamas Zimmer?
Gleich neben deinem.
Von seinem Zimmer seht ihr meinen Turm.
Wann kommt er her?
Bald.
Aïssata, spielst du in deinem Zimmer?
Ich muss mit deinem Bruder reden.
Ibé…
-Das ist keine gute Idee. -Ist schon ok, Mama.
Du hattest es so schwer.
Wir müssen nicht immer nachgeben. Er kann auch kommen.
Du bist so erwachsen.
-Die Wohnung gehört mir? -Absolut.
Keine Sorge.
-Ich muss los. -Danke.
Gut gemacht! Du brauchst mich nicht mehr.
Gib mir deinen Stock. Sehr gut.
Sitzt du bequem?
Hier, ich hab was für dich.
Was ist es?
Rate.
Ein Awalé-Set?
Mit einer Widmung.
Schau.
"Akzeptiere deine…
"Akzeptiere deine Schwäche und…
mach sie…
…zu deiner Stärke."
"Akzeptiere deine Schwäche und mach sie zu deiner Stärke."
Gut gemacht, mein Sohn.
Ich bin stolz auf dich.
Akzeptiere deine Schwäche und mach sie zu deiner Stärke.
Akzeptiere deine Schwäche und mach sie zu deiner Stärke.
Das geht dich nichts an.
Hey, lass deinen Bruder in Ruhe!
-Halbbruder. -Bruder!
Hier gibt es keine Halbbrüder!
Warum greifst du Schwächere an?
Ich sprach mit seinem Freund.
Wird so ein Mann aus ihm?
Ich behandele ihn wie alle anderen.
-Soll ich ihn schlagen? -Mich hast du geschlagen.
Mit Recht! Und ich würde es wieder tun!
Heute Abend.
Alles ok, Papa?
Ja, alles gut, mein Junge.
Gehst du hin?
Ich habe keine Wahl.
Verdammt…
Es wird übel enden.
Sonst kommt er zu mir, und da sind meine Mutter, meine Schwester.
Hey… geht es um Aïssata?
Auf keinen Fall. Wir sind echt vorsichtig.
Keine Sorge. Ich hab was mit deinem Bruder zu regeln, mehr nicht.
Noch ein Spiel.
Bin gleich zurück.
Sitz.
Ich kann dich nicht reinbringen.
Hey, pass hier auf.
-Geht's gut? -Ja, nicht schlecht.
Ich habe dich später erwartet.
-Die Papiere sind noch nicht fertig. -Ich muss aufs Klo.
Halt's Maul! Du wagst es, meine Schwester anzufassen?
Sie ist eine Königin, du Penner!
-Ibra, ich hab sie nicht angefasst. -Lüg mich nicht an!
Ich schwöre, ich mach dich kalt!
Weg mit ihm, sonst ist er dran.
Junge, was ist in dich gefahren?
Tut mir leid.
Du bist tot, Mann!
Hoch mit dir!
Mach ihn kalt!
Hast du verstanden?
Ich sehe und höre alles! Hau ab.
Wenn du sie triffst, erfahre ich's.
-Arschloch. Hast du gehört? -Hör auf!
-Seine Schwester? -Wirst du frech?
Er ist weg.
Sie haben Malik gehen lassen.
Sie machen uns das Leben zur Hölle.
Zerstören alles.
Sie machen den Fahrstuhl kaputt, um dealen zu können.
Wird schon, Fr. Diop.
Es wird schon.
Adama?
-Du hast Besuch. -Wer ist es?
Könnt ihr das alte T-Shirt nicht mal entsorgen?
Der Arme sieht's nicht.
Sag nichts gegen das T-Shirt.
Es hat mal mir gehört.
Alles klar.
Ein tolles T-Shirt.
Sieht gut aus.
Du Schleimerin!
Absolut schamlos!
Das T-Shirt ist toll.
Kinder, ich muss wieder ins Restaurant.
-Wir lassen euch mal. -Ok.
-Tschüs. -Tschüs.
-Du bist so schön. -Danke.
-Wie geht's? -Gut, dir?
Ganz gut.
Ich spiele herum.
-Weißt du, wo er ist? -Wer?
Was denkst du?
Keine Ahnung.
Ich versuche seit zwei Tagen, ihn zu erreichen.
Der Arsch blockt mich auf Insta, auf Snap.
Ich hoffe, ihm ist nichts passiert.
Wenn's eine andere Tussi ist, kriegt er Ärger.
Lachst du etwa?
Aber nein.
Das würde ich nie wagen, Aïss.
Du bist die Härteste im ganzen Viertel.
Vergiss es.
Lass mal hören.
-Den da? -Ja.
Hier. Das ist dein Mann.
Gefällt er dir?
Klasse!
Ja?
Er hat's drauf.
Ich hab seine Scheiße in Magie verwandelt.
Neidisch?
Ein bisschen.
Keine Sorge. Du bist der Beste.
Schon besser.
Aber mal im Ernst. Das hat er noch nie gemacht.
Wir reden sonst ständig.
-Sag's nicht weiter. -Was?
Schwöre es!
Du sagst nichts.
Erzähl schon.
Ich war bei Fr. Diop.
Ibra und seine Jungs haben ihn verprügelt
und ihm gedroht, falls er dich wiedersieht.
Verdammt…
Siehst du?
Mach, was du willst, aber nicht vor Leuten.
Wen interessiert das?
Was glaubst du, wo du hier bist?
Was ist?
Hörst du's nicht?
Nein.
Ich höre komische Laute.
Komm.
Es ist Papa!
Papa!
Papa! Wir müssen jemanden rufen! Papa!
Hilfe! Papa.
Was hat er?
-Was hat er? -Ruf jemanden!
Hilfe, bitte! Ruf jemanden!
-Hilfe! -Papa, bleib bei mir, bitte.
-Papa! -Hilfe!
Sie hat recht.
Das Restaurant gehört dir.
Du hast es mit deinem Mann eröffnet.
Mit aufgebaut.
Und er hinterlässt es euch beiden.
Sie hat nichts gemacht.
Ousmane hat ihr die Wohnung gekauft.
Und das erbt sie auch?
Und was bekommt Ibrahim?
Nichts?
Das ist nicht richtig.
Egal, wie es zwischen ihnen stand, so was tut man seinem Sohn nicht an.
Nimm es nicht einfach hin.
Er ist weg, also müssen wir unauffällig bleiben.
Noch mehr als vorher.
Malik, warte!
Was ist das?
-Nichts. "Nichts"?
Reg dich nicht auf. Nicht hier.
Du fehlst mir. Ich rede mit ihm, es ist mir egal.
Mit wem?
-Ibra. -Nein.
Nein, du sagst ihm nichts.
Wir warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Wir haben keine Wahl.
Ich sah's ihm an. Er wollte mich töten.
Er war nicht immer so. So beschützt er Mama und mich.
Gib ihm Zeit.
Ich kann nicht.
Du verstehst es nicht.
Ist das dein Ernst?
Adama.
Nur du kannst uns retten.
Komm zu mir, wenn du so weit bist.
Ich kann helfen, Adama.
Ich kann dir helfen.
Wir schließen.
Bist du blind oder taub?
-Wir warten. -Er will nicht gehen.
Lass ihn.
Wir müssen über Eddy reden. Das ist wichtiger.
Keine Bewegung.
Runter!
Hände hinter den Kopf!
Gib her! Halt's Maul! Gib her oder du bist tot!
Ich hab alles!
Aufmachen!
Was ist los?
Was ist los?
Stellt alles dort ab. Im Schlafzimmer.
Was meinst du damit?
-Was läuft hier? -Ich muss hier Zeug lagern.
Wir sind im Krieg mit Eddys Leuten. Es gerät außer Kontrolle.
-Ist mir scheißegal. -Wie war das?
-Du ziehst mich mit rein! -Was hast du gesagt?
Und deine Wohnung?
Die Bullen würden mich einlochen, aber keinen Blinden.
Es ist auch meine Wohnung.
Egal, was im Testament steht!
Und ich will hier was bunkern!
Ob es Vater passt oder nicht, die Hälfte gehört mir.
Verstanden?
Ich kümmere mich um euch.
Auf meine Art. Jetzt, wo er nicht mehr da ist.
Ich bringe das Geld heim.
-Die Bullen sind da! -Bullen!
Halt!
Tom!
Halt!
Halt!
Lauf da lang!
Halt!
Bullen!
Scheiße!
Hey! Zurück!
Du, zurück!
Zurück!
Nichts zu sehen!
Was ist los?
Wir arbeiten!
-Warum er? -Es war ein Tipp.
-Einer von Eddys Typen wurde ausgeraubt. -Tomtom?
Ich hab nichts getan. Er war das.
Halt's Maul.
Etwas mehr Respekt.
Warum ist er abgehauen?
Durchsucht ihn.
-Ich brauche keine Erlaubnis. -Er müsste es bei sich haben.
Durchsucht ihn. Wenn ihr was findet…
…könnt ihr ihn gleich mitnehmen.
Wenn ihr ihn ohne Durchsuchung abführt,
mache ich hier ein Riesenfass auf.
Ist das alles?
Das war's.
Verdammt…
Weg mit euch.
Nimm sie ja ab.
Weg damit!
Schnell!
EINKAUFSZENTRUM BIEVRE BÄCKER KONDITOR
Verschicke deinen Lebenslauf. Das hat sie gesagt!
Deine Cousine spinnt.
Dann sagte sie…
Was willst du?
Die Ladenbesitzer beklagen sich.
Und es gefällt mir nicht.
Ich beschütze diese Siedlung. Jeder muss beitragen, ok?
Du beschützt dein Geschäft, nicht die Siedlung.
Hey, alter Mann.
Hör auf, mich zu belehren. Ich bin kein Kind mehr.
Ibrahim.
Du bist nicht ohne Liebe aufgewachsen.
Ousmane liebte dich.
Sehr sogar.
Tief im Inneren weißt du das.
-Der Alte spinnt. -Ja.
Ibra, was soll das?
Ibra! Wo willst du hin?
Was ist passiert?
Sie haben alles gestohlen. Ibras Sachen.
Es ist alles weg.
Es wird nie aufhören. Ich bin es so leid…
Ich bin es leid. Ich bin müde.
Komm rein.
Wann hört es auf?
Es reicht.
Ich habe Angst um Mama.
Du musst ihn loswerden.
Du kannst es.
Deinetwegen bin ich blind.
Glaubst du das?
Mama glaubt es.
Komm zu mir, Adama.
Höre auf meine Stimme, höre auf dein Herz.
Du kannst sehen, Adama.
Kenne dich selbst.
BASTIONS-SIEDLUNG
Was gibt's, Kumpel?
Es wird außer Kontrolle geraten.
-Mein Bruder ist zu allem fähig. -Ja.
Das bin ich auch.
Euer Krieg erschöpft uns.
Die Mütter, die Kinder, alle.
Bring die Sachen zurück.
"Bring die Sachen zurück"?
Hast du vergessen, wo du bist?
Geschäft ist Geschäft.
Es waren meine Sachen.
Und sie bleiben hier.
Du bist ein guter Typ. Geh heim, bevor du Ärger kriegst.
Bring ihn weg.
-Los. -Lass mich los.
Geh heim!
Ich kann's allein.
-Haltet ihn fest! -Hey!
Komm her!
-Komm mit, verdammt! -Halt!
-Loslassen! -Bewegung!
-Halt ihn fest! -Aufhören!
-Was wolltest du von Eddy? -Ich habe nichts gemacht!
Das Zeug ist weg.
Du warst in Eddys Revier, hast aber nichts gemacht?
Tomtom sah dich. Was wolltest du da?
Das Zeug zurückholen.
Die Lage beruhigen.
Ich schwöre es.
Rede, du Arsch!
Keine Lust zu reden?
Er muss reden.
Oder sind wir tot.
Dann muss er reden können. Wir machen das anders.
Wir geben dir Zeit, darüber nachzudenken. Überlege es dir gut.
Adama…
Höre auf dein Herz.
Der Feind deines Feindes ist dein Freund, Adama.
-Hätte es nicht warten können? -Nein.
Hast du das auch gehört? Adama wird in einem Keller festgehalten.
Quatsch.
Nein, ist es nicht.
Das haben meine Freunde erzählt.
Seine Mutter sucht ihn.
-Sie dreht ab. -Wer sagt das?
Unwichtig.
-Du vertraust mir nicht, oder? -Doch, natürlich.
Aber nicht deinem Bruder.
Was macht er erst mit mir?
Dein Freund erzählt Scheiße.
Ibra ist nicht für alles verantwortlich.
-Er würde das Adama nie antun. -Ja? Er hat mich fast umgebracht.
Er wollte mich beschützen.
Hör auf mit den Ausreden.
Mach die Augen auf.
Im Ernst.
Du verlierst alles.
-Dein Sohn ist hier. -Oh Gott!
Was haben sie dir angetan?
Wieso musstest du ihn so verprügeln?
Beruhige dich, verdammt!
Beruhige dich.
Lass mich los!
Er soll sagen, was er bei Eddy wollte, sonst ich bringe ihn um.
Ich pflege dich gesund. Ich kümmere mich um dich.
Mama.
Mein Liebling.
Ich kann sehen.
Ich sehe wieder etwas.
Was von Adama gehört?
Was meinst du?
Maimouna sucht ihn. Weißt du, wo er ist?
-Woher soll ich das wissen? -Nur so.
Na ja… Die Leute reden.
Reden?
Sag schon. Was sagen sie?
Was?
-Dass du Adama gefangen hältst. -Was?
Hey!
Ibé. Das tust du nicht, oder?
Ibé! Sag, dass es nicht stimmt.
Ibé, sag, dass es nicht wahr ist.
Ibé!
-Er hat mich verraten. -Was?
Er ist selbst schuld.
Ibra, du musst ihn freilassen.
-Das geht noch nicht. -Mama.
So was tut man der Familie nicht an!
-Das ist er nicht mehr. -Was?
Hört auf, zu nerven! Das ist meine Sache.
Das werden wir nicht. Das ist ernst.
-Er hat auch Malik verprügelt. -Ibé…
Brachte ihn fast um.
-Papa hätte es nie zugelassen. -Sei still!
Was ist los mit dir? Sei still!
Sprich hier nicht von ihm!
Sag nicht seinen Namen!
Hat er deine Schule bezahlt?
Ich kaufte deinen Computer! Ich kaufte die Wohnung!
Ich sorge für euch!
Wisst ihr, unter welchem Druck ich deswegen stehe?
Und Mama und ich sind schuld?
-Dass du ein Gangster bist? -Was?
Glaubt ihr, all das hat keinen Preis?
Wo kommt das alles her?
Ich wäre auch gern sauber wie deine reichen Freunde.
Spiel nur das Opfer.
Hier gibt's keine Opfer! Fang ja nicht damit an!
Ich verdiene mein Geld selbst!
Behalte dein schmutziges Geld!
Bestichst du uns?
Mein Gewissen kaufst du nicht!
Es muss sein! Ich muss respektiert werden, verstanden?
-Du willst Blut an deinen Händen? -Nerv mich nicht!
Du hast Glück, dass ich wegmuss! Hör auf, mich zu nerven!
Ja, verschwinde! Arschloch!
Ich hasse dich!
Das ist Agna.
Es tut mir leid!
Ich tötete sie.
Gehen wir.
Komm, gehen wir!
Bring sie rein.
Kommt, hier lang.
Bist du sicher?
Warum nicht?
Sie ist alt. Er ist blind.
Ich denke mir…
Wenn man die Familie seines Feindes hat, hat man ihn in der Hand.
Wenn was passiert, sind sie dran.
Ich habe sie so gefunden. Ich rief einen Krankenwagen.
Ich habe sie nicht kommen sehen.
Halt die Schnauze!
-Ich mach dich kalt! -Ibra!
Hör auf!
-Hör auf! -Ich bring dich um!
-Ibra! Hör auf! -Ich mach dich kalt!
-Ibra! Hör auf! -Du bist tot!
-Nein. -Lass mich los!
-Schau! -Hör auf zu schreien.
Schau!
Schau, was sie getan haben!
Adama.
Niemand hier darf wissen, dass du sehen kannst.
Es schützt uns. Niemand verdächtigt einen Blinden.
Ein Mörder kann nicht blind sein.
Komm her, mein Sohn.
Ich hielt sie für die anderen.
Ich sah sie nicht.
Ich weiß, mein Sohn. Das weiß ich.
Aber bleib blind.
Niemand wird deine Worte anzweifeln.
Denk dran, was Papa sagte.
Mach aus deiner Schwäche eine Stärke.
Zeig mir deine Augen.
Danke.
-Salam. -Hi, Mama.
Wie geht's? Aïssata wartet in deinem Zimmer.
Frag sie, ob sie mit uns isst.
Verdammt…
Wo warst du?
Ich war einkaufen.
Bewahrst du die Einkäufe dort auf?
Nein, der Laden war geschlossen.
Frag sie, ob sie mit uns isst.
Mama fragt, ob du mit uns isst.
Ja?
Ja.
Ja.
Hier, bitte.
Kann ich helfen?
Mach, was du willst.
Aber ich bin durch.
Du kriegst keinen Euro mehr.
Zum Glück muss Ousmane das nicht mehr miterleben.
Was war das?
Schafft ihn raus.
Du bist ein großes Risiko für uns.
Du auch.
Ja, aber ich muss mit dir reden.
Seit Agna im Koma liegt, dreht Ibra total ab.
Und Aïssata ist echt sauer auf dich. Sie sucht dich!
Gibt es keine Anzeichen, dass sie aufwacht?
Nein.
Da ist noch mehr.
Eddy hat das Geld, und damit die Kontrolle.
Ibra wird von Großhändlern bedroht.
Seine Leute verschwinden. Es herrscht Krieg.
Er ruft an!
Es wird eng.
Scheißbullen!
Sie erpressen sogar die Ladenbesitzer. Chérif, der Friseur?
Er hat sich geweigert.
Jetzt ist er weg. Und der Friseurladen.
Nur noch Asche.
Verdammt…
Fr. Diop geht nicht raus. Aïssata ist traurig.
Meine Beziehung, die Siedlung, die Kinder, nichts ist ok.
Alles läuft schief.
Ich musste mit dir reden.
Wir müssen etwas tun.
Es ist traurig, aber was kann ich tun?
Ich weiß nicht.
Keine Ahnung.
Vielleicht…
…gehst du zur Polizei?
Was?
Es muss aufhören.
Erzähl, was passiert ist. Was Ibra getan hat.
Ich mag die Bullen auch nicht.
Es geht nicht anders.
Es geht zu weit.
Was sage ich über Agna?
Die Wahrheit.
Du bist blind. Du wusstest nicht, dass sie es war.
Dachtest, es wäre er.
Du hattest Angst um deine Mutter.
-All das. -Er geht nicht ins Gefängnis.
Ok?
Ich habe keine Beweise. Kein Versteck, nichts.
-Hat er geredet? -Mit den Bullen?
Natürlich nicht. Er würde nie mit den Bullen reden.
Aïssata darf auch nichts sagen.
Sie wollen nur dich.
Hi, Aïssata.
-Wie geht's? -Gut.
Malik ist nicht zu Hause.
Ich wollte nur was holen. Ist deine Mama nicht da?
Nein, sie arbeitet.
Darf ich reinkommen?
Das gibt's doch nicht!
Hör auf.
Yo! Das ist verrückt!
Du kannst sehen?
Das ist ein Wunder!
Scheiße…
So was passiert.
Was?
-Blinde können wieder sehen. -Was meinst du?
In Extremsituationen oder…
…nach einem Schlag auf den Kopf.
Agna war echt ein Unfall.
Meine Sicht war noch verschwommen.
-Ich dachte, er will uns töten. -Ich glaube dir.
Ich muss hier weg.
Ich halte es nicht aus, hier eingesperrt zu sein.
Ich muss weit weg.
Ich muss weg.
Das ist der einzige Weg. Ich bin nur eine Last.
Komm, rede nicht so.
Danke.
Danke, Bruder.
Geht's gut?
-Es geht dir nicht gut. -Doch.
-Was ist los? -Nichts.
Du kannst es mir sagen.
Geht's um Mama?
Gibt's was Neues?
Was ist dann?
Wir finden ihn.
Wir finden Adama.
Ich will ihn auch finden. Aber tu Malik nichts, versprich es mir.
Was hat er damit zu tun?
Versprich es mir.
Sag schon.
Eddy ruft dich.
Ein rechter Haken, dann noch einer.
-Lass mich los! -Er wollte etwas holen.
Was macht ihr da?
-Eine Gartenschere. -Wozu?
Er hält eine.
-Deine Hand! -Nein!
Aufhören!
Scheiße.
So sieht's aus.
Er hat was für dich.
Ich verstehe. Schon gut.
Dein Freund wartet auf dich in deinem Keller.
Übergebe ich dich,
darf ich Ibras Drogenhäuser nutzen.
Ich sagte zu.
Verstehst du doch?
Rein geschäftlich.
Bringt ihn hin.
Komm mit.
Willst du die ganze Siedlung?
Los, wir gehen.
Ibra, wir sollten warten.
Wir sitzen fest. Die Arschlöcher warten auf uns…
Du hast es mir versprochen, verdammt!
-Aïssata. -Lass mich los, Omar, bitte.
Ibra, wenn du mich liebst, lass ihn gehen.
Bitte. Hör mir zu.
Deinetwegen liegt Mama im Koma!
Du willst es nicht sehen, aber du bist schuld!
Du! Lass mich los, verdammt!
Mach die Tür auf!
Lass mich raus, verdammt! Mach die Tür auf!
Lass mich raus!
Wer ist da?
Hey! Nicht!
Ich bin's, Bruder.
Es ist vorbei.
Scheiße.
Beeilen wir uns.
Notrufzentrale.
Adama.
Scheiße, wir sehen nichts!
Komm, steh auf!
Stromausfall. Da stimmt was nicht.
Ist mir scheißegal!
Im Haus sind zehn Kilo, hol es.
Besorg dir ein Auto und vergrabe sie.
Ist mir scheißegal. Tu was!
Beweg deinen Arsch hierher!
Fünf Minuten, ab sofort! Nimm Tony mit.
Ok, hör mir zu.
Ibra sah mich an…
Was soll der ganze Aufruhr?
Kommen Sie.
Schließen Sie sich hier ein.
Machen Sie auf keinen Fall die Tür auf.
Bis die Polizei kommt.
Notrufzentrale.
Ich rufe aus einer Wohnung im Block C der Murets-Siedlung an.
Leute aus der Bastions-Siedlung greifen uns an.
Wer greift Sie an?
Leute aus der Bastions-Siedlung. Sie sind bewaffnet.
-Was für Waffen? -Keine Ahnung!
Kommen Sie schnell!
Was willst du hier?
-Steh auf. -Ibra, alles ok?
Ibra, antworte mir!
Was ist los?
Ibra, antworte mir!
Ibra, antworte mir, bitte.
Was läuft hier?
Mach die Tür auf! Was ist los? Bitte, antworte!
Schau, was du getan hast.
Ibra, antworte mir, bitte!
Was ist los?
Antworte mir!
Ibra, verdammt, antworte mir! Was ist los?
Scheiße, Ibra!
Ibra, bitte, bleib bei mir.
Das wird schon. Sieh mich an.
Ich verspreche es.
Bitte, bleib bei mir. Ich bin hier.
Nein, geh nicht! Nein, bleib bei mir, bitte!
Nein!
Nein, geh nicht, Ibra. Bitte.
Ibra, geh nicht. Verlass mich nicht!
Ibra!
Du! Komm mit!
Los! Bewegung, sagte ich!
Hey, schon gut!
Ich kenne ihn schon ewig. Er ist blind.
Siehst du das nicht?
Was soll er tun? Er ist behindert.
Gehen wir. Da sind andere.
Loslassen!
Lass mich los!
Akzeptiere deine Schwäche und mach sie zu deiner Stärke.
Akzeptiere deine Schwäche und mach sie zu deiner Stärke.
Akzeptiere deine Schwäche und mach sie zu deiner Stärke.
Untertitel von: Tanja Ekkert
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