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Original subtitles

Ja, Rosa! Los, lauf! Lauf!

Rosa, lauf! Lauf!

Lauf, Rosa! Ja, ja!

Ja, das ist meine Rosi! Lauf, Rose, lauf!

Ja! Weiter, weiter! Weiter so, du bist die Beste, weiter!

Rosi! Rosi!

Weiter, du bist die Beste!

Los! -Los, Rosa! Lauf!

Los, Rosa! -Das machst du sehr gut.

Los, los, mach schon! Rosa, los!

Auf geht's, nicht schlapp machen. Los, weiter, Mami!

Los, los, los!

Lauf weiter. Nicht schlapp machen.

Rosita, sieh nur! Da vorn ist es schon. Zieh durch!

Du hast es gleich geschafft!

Lass nicht nach! Los, lauf!

Los, Rosa! -Rosa, wir sind hier.

Zeig's ihnen!

Rose! -Wir sind hier, Rosa.

Rosa, hier. -Rosa!

Was macht sie? Du bist im Ziel!

Sie hat das Ziel übersehen. -Lauf ihr nach!

ROSAS HOCHZEIT

Das hier...

Nein, das.

Okay, das da.

Und das...

Guten Morgen, Rosa.

Hallo, Ana.

Die sind nicht übel.

Sind die alle aus dem Fundus? -Ja.

Wir brauchen wahrscheinlich noch mehr. Sie drehen eine große Szene.

Geld haben sie keins. Es ist immer dasselbe.

Also dann. Ich bin im Regieraum. -Okay.

Rosa, guten Morgen. -Hallo, guten Morgen.

Hallo, Elvira. -Morgen, Rosa.

Hallo.

Die Sachen für die Hochzeit sind auf diesem Kleiderständer, okay?

Zieht euch an. Um Viertel vor müssen wir fertig sein.

Eure Sachen hängen dahinten.

Okay. -Okay.

Ja, ja, Ja.

Du hältst hier unten fest, ich mache zu.

Nein, ich habe sie rausgemacht. -Keine Ahnung.

Ja, das war hier. Es hängt da unten.

So habt ihr euch das gedacht, oder? -Ja.

Verschiedene Farben, verschiedene Stile, richtig?

Etwas Frisches und Innovatives. -Es gefällt mir sehr gut.

Das hier ist wunderschön. Es hat diesen eleganten Touch.

Gefällt es dir? -Ja.

Danke, Ana. -Das freut mich.

Hier sind Hosen... -Und festliche Sachen?

Mach mir den auf. Den auch.

Den hier.

Mäntel?

Hallo, Mami. -Hallo, Schatz.

Ich habe zwei verpasste Anrufe von dir. -Ja, lange nichts gehört. Wie geht's dir?

Gut, sehr gut. -Du siehst müde aus.

Einer der Zwillinge hält mich immer wach.

Und wie läuft's auf der Arbeit?

Ich habe gekündigt, Mama.

Wie bitte? -Ja, es hat sich einfach nicht gelohnt.

Lidia, was soll das heißen, es hat sich nicht gelohnt?

Und seien es nur drei Tage. Der Umzug nach Manchester war Unterbrechung genug.

Du verpasst den Anschluss.

Mama, bitte.

Ich hab dir schon tausendmal gesagt, halt dich aus meinem Leben raus.

Ich mach Schluss. Wir reden ein andermal. -Moment, Lidia...

Schwesterherz, ich schaffe es heute Abend nicht.

Isst du mit den Kindern und bringst sie vor 22 Uhr ins Bett?

Danke, Rosa. Du bist die Beste. Ciao.

Kinder, wie geht's?

Die Cornflakes sind alle.

Englisch-Zeit!

In den Cornflakes ist zu viel Zucker.

Esst einfach Obst.

Rosa macht euch heute Abend Linsen.

Okay? -Wir verstehen kein Wort!

Du verstehst nichts? - Nein.

Wirklich nicht? -Nein.

Tante Rosa macht euch Abendessen.

Um halb zehn geht's ins Bett.

Um halb zehn.

Okay, noch einmal.

Also, du machst deine Bewegung, nach vorn, nach oben, nach vorn.

Rosi, Liebes. -Laura.

Rosi, Herzchen. Tausend Dank.

Toni, hör mir zu. Sei schön brav bei Rosi.

Liebling, du wirst mir auch fehlen. -Hallo.

Hier in der Tasche sind seine Decke, sein Spielzeug...

Okay.

Das wird schon. Ich wünsch dir viel Spaß.

Also dann. -Keine Sorge.

Okay. Danke. -Viel Spaß.

Ich hab dich lieb. Danke! -Tschüss.

Na dann, Toni.

Ja, Rafa?

Ja, ich war gestern da.

Wunderschön. Es ist zum Teil gefliest.

Aber es sollte alles gefliest sein. Bis oben hin, Rosa.

Aber es sieht toll aus. Mir hat er gesagt, dass es so viel...

Ja, das ist modern so heutzutage.

Ich rede mit dem Handwerker,

und du gehst noch einmal nachsehen, ob alles richtig läuft.

Ja, Rafa. Ich muss noch was erledigen, danach gehe ich noch mal vorbei.

Ja, ich dich auch.

Armando, die Kinder schlafen.

Danke, Schwesterherz!

Rafa, ich war in deiner Wohnung.

Es wird alles gefliest.

Danke, Liebling.

Töchterchen, man erreicht dich nie.

Ich würde gern etwas mit dir bereden. Meld dich.

ALLE VIER TAGE GIESSEN

ICH BIN FÜR DREI WOCHEN WEG. GIESS BITTE MEINE PFLANZEN. DANKE!

Meine Güte.

Rosa, die Party-Szene ist jetzt doch morgen.

Ich weiß, es war spät heute, aber das sind 150 extra.

TÄGLICH ZWEI GLÄSER

Rosa, hier ist Mercedes. Ihr Vater muss diese Woche zur Untersuchung.

Wir haben ihm Bescheid gesagt. Tschüss.

Papa, was machst du denn hier?

Du kommst aber spät nach Hause.

Wir hatten uns doch fürs Wochenende verabredet.

Stimmt.

Ja, und? -Ich bin nicht gern allein zu Hause.

Das weißt du doch. -Ja?

Ich wollte dir einen Vorschlag machen. -Ja.

Lidia ist nicht mehr hier.

Ihr Zimmer ist also frei, und darum...

... dachte ich, ich kann hier wohnen.

Was? -Ich ziehe hier ein.

Ich bin gern bei dir.

Na ja, statt immer hin und her zu tingeln,

zwei Kühlschränke zu füllen, zweimal einkaufen zu gehen,

ziehe ich einfach zu dir.

Dann sind wir wieder zusammen. -Aber Papa, du kannst hier nicht wohnen.

Du kannst mich jederzeit besuchen, aber dann gehst du nach Hause.

Ich bin eh kaum da.

Eben drum.

Wenn ich hier wohne, kann ich dir helfen. Und du kannst in Ruhe deinen Kram machen.

Sieh nur, ich hab gesaugt. -Ja...

Und ich war einkaufen. Dein Kühlschrank war ja ganz leer.

Und dein Vermieter war da. -Das war heute!

Keine Sorge. Ich habe ihm gesagt, dass alles in Ordnung ist.

Wieso denn das? Die Wohnung ist eine Bruchbude.

Such keinen Streit.

Ich gehe jetzt ins Bett. -Du kannst hier nicht wohnen.

Warum nicht?

Weil...

Was ist das Problem?

Ach, Papa... -Das wird super laufen. Du wirst sehen.

Ich hab Fisch zum Abendessen gemacht. Sag mir morgen, wie er geschmeckt hat.

Warte mal. -Morgen gibt's Churros zum Frühstück.

Du wirst schon sehen, wie gut das klappen wird.

Also dann, gute Nacht.

Rosa, die Farben und so passen,

aber die müssen alle geändert werden.

Und das mit der Wäscherei ist noch nicht gelöst.

Du müsstest alles zu Hause waschen.

Am Montag ist Außendrehtag. Da kommen 80 Statisten...

Ich verspreche, für dich zu sorgen.

Ich verspreche, dich zu achten und dich zu lieben.

Ich verspreche, zu dir zu stehen, in guten wie in schlechten Zeiten.

Ich werde dir treu sein,

an jedem Tag meines Lebens.

Bis dass der Tod uns scheidet.

Papa? - Guten Morgen, Liebling. Wo bist du?

Du hast den Fisch nicht angerührt.

Mir ist etwas dazwischengekommen.

Wir haben ein paar Außendrehtage. Ich bin unterwegs.

Geh nach Hause. Ich meld mich, wenn ich in Valencia bin.

Okay? -Ja, Mensch, so ein Pech.

Ausgerechnet jetzt. Na gut. - Na gut.

Okay, dann frohes Schaffen.

Meld dich, wenn du da bist. Dann komm ich wieder zu dir.

Denk dran, dass du zur Untersuchung musst.

Nimm ein Taxi. Ich frage Armando oder Violeta, ob sie dich begleiten.

Ich würde gern mit dir gehen.

Das würde mir gefallen.

Und später mit dir Churros frühstücken.

Wir zwei gemeinsam.

Ja, mir auch.

Okay, ich wünsch dir viel Erfolg. - Bis dann.

Papa muss zum Arzt. Ich kann ihn nicht begleiten.

...damit Personen aller Altersgruppen die Symptome erkennen können.

Auf diese Weise können Menschenleben gerettet werden.

Die häufigsten Symptome sind

Schwierigkeiten beim Sprechen, Schwierigkeiten beim Laufen,

Kopfschmerzen, Verwirrung...

Wenn sich diese Symptome zeigen,

muss man schnell reagieren und den Notruf wählen.

Armando...

... Ich bin bei der Arbeit.

Das ist dein 15. Anruf. Was ist?

Hör mal, Violeta, jemand muss mit Papa zum Arzt.

Das kann Rosa machen.

Es dauert maximal eine Stunde.

Ich schaffe es nicht.

Ich hab total viel zu tun. Tschüss.

Armando... Armando!

Diese Nervensäge!

Rosita!

Mami! Mama!

Was machst du da?

NÄHERIN OHNE FINGERHUT NAHT NICHT GUT

SCHNEIDEREI AMAPOLA

Das Nähkästchen.

Die wollen Leute entlassen.

Marisa weiß immer über alles Bescheid. -Die schmeißen keinen raus.

Rosi!

Ich kann dich nicht erreichen. Wo steckst du denn?

Es ist wegen Papa.

Ich bin auf einer Tagung. Ich kann nicht.

Aber er kann doch allein dahin, wenn er ein Taxi nimmt.

Meld dich bei mir.

Wo wollt ihr denn hin? -Nach Hause.

Ihr bleibt schön hier. Marilö!

Eins, zwei, drei... Sieben Gin Tonics!

Nicht doch! -Oje!

Wo bleibst du? Kannst du kommen?

Die Sachen aus dem Fundus fehlen. Das hier reicht nur für die Statisten.

Hier ist Rafa, hör mal.

Der Elektriker könnte jetzt kommen.

Kannst du dich kümmern? Danach können wir essen.

Rosa, ich schaffe es heute wieder nicht.

Ab Sonntag sind die Kinder bei Marga.

Mach ihnen Abendessen und bring sie ins Bett...

Und, was sagst du?

Also, das ist Unsinn.

All das kann man in Klassenräume umwandeln.

Es wären vier mehr. -Das kostet ein Vermögen.

Nun übertreib nicht. Gratis ist es nicht. Ich müsste nur etwas oben drauflegen.

Und wovon? -Wir verkaufen die Schneiderei.

Die Schneiderei deiner Mutter? -Ja, genau.

Hast du mit den anderen geredet? -Ja. Nein.

Aber die haben nichts dagegen.

Rosa ist pleite. Violeta wollte schon längst verkaufen.

Und Papa ist es bestimmt egal. Der Laden ist doch schon ewig zu.

Sie sagen sicher Ja. Ich hab nachgerechnet. Ich schaffe das.

Nein, das schaffst du nicht.

Marga, ich hab alles unter Kontrolle. -Aber du kommst kaum hinterher.

Ich unterrichte fast nie. -Weil du keine Zeit hast.

Ohne Rosas Hilfe könntest du dich nicht um die Kinder kümmern, weil du...

Den Kindern fehlt nichts. Weder das leibliche Wohl noch Bildung.

Ihnen geht's blendend. -Blendend...

Übrigens, Marga, was ich noch sagen wollte...

Also, uns geht's blendend.

Ich weiß, dass du deine Zeit brauchst, und das respektiere ich.

Aber wie lange dauert das noch mit der... -Scheidung auf Zeit?

Scheidung? Jetzt werd nicht gleich dramatisch.

Wir wollten Abstand... -Armando, ich muss los.

Wir sprechen später. -Ich hab einen Tisch reserviert.

Armando, tschüss.

Aber Marga...

Carlos!

Sag mal, was ist denn hier los? -Nichts.

Wo ist Rosa? -Keine Ahnung.

War sie nicht hier? -Nein.

Sie ist nicht gekommen? -Nein.

Energiereserven niedrig.

Los, ab ins Bett.

Ab ins Bett. Hey!

Game over.

INKONTINENZ? LUSTLOSIGKEIT? REDEN WIR ÜBER DIE MENOPAUSE

Er kommt gleich.

Wie läuft es so?

Ist er noch so hyperaktiv?

Ich weiß nicht. Stimmt was nicht?

Nein, Ihr Vater ist kerngesund.

Wir wollen nur wissen, ob seine Werte stimmen.

Aber dieser ständige Tatendrang

könnte ein Symptom sein.

Sie sollten das im Auge behalten.

Okay... nach so einem Verlust verdrängen manche Menschen ihre Trauer.

Aber meine Mutter ist schon seit zwei Jahren tot.

Die Zeit hat mit der Trauer nichts zu tun.

Es ist nichts Schlimmes, aber lassen Sie ihn nicht allein.

Papa! -Antonio, passen Sie auf sich auf.

Ja, ist gut. -Sollen wir zwei frühstücken gehen?

Musst du nicht zur Arbeit?

Ich hab noch ein Stündchen Zeit für dich.

Nicht nötig, wirklich. Ich frühstücke zu Hause.

Ist Rosa nicht da? -Nein, die ist nicht hier.

Wir organisieren das.

Rosa ist nicht da!

Wer sein Kostüm kennt, nimmt es sich.

Zieh die Strickjacke an.

Ich brauch Hilfe. -Wer noch?

Da pass ich nicht rein. -Ich find meins nicht.

Ana, Ana, in zehn Minuten.

Okay, in zehn Minuten.

Einen Moment, einen Moment. Moment, Moment!

Rosa, wo bist du?

Ich bin nicht in Valencia. Warte nicht auf mich.

Wo steckst du? Es ist ein einziges Chaos. Ich finde nichts.

Und du hast die Hochzeitssachen.

Ich komm nicht mehr. Wartet nicht auf mich.

Ist dir was passiert? -Ja.

Was meinst du?

Nein, mir ist nichts passiert. - Was soll das heißen?

Wartet nicht auf mich. Ana, sucht euch jemand anders.

Rosa...

Ich ziehe aus. Ich hab den Vermieter angerufen, Laura.

Abgefahren! Das machst du richtig.

Ein neues Leben, neue Nachbarn, ein neues Karma.

Du zündest die Atombombe.

Ganz genau, eine radikale Veränderung.

Und für diesen Neuanfang möchte ich was Besonderes machen,

eine Art Zeremonie, und zwar am Strand, in Benicässim.

Kommst du, Laura? - Klar, ich bin dabei! Was hast du vor?

Ich werd mich selbst heiraten.

Dich selbst?

Kapier ich nicht. -Egal, du wirst schon sehen.

Hauptsache, du kommst, Laura. Ich brauche dich.

Klar. Sag mir einfach, wo ich hinkommen soll.

Aber dir geht's gut?

Mir geht's hervorragend. Ich geb dir Toni.

Ja, klar. -Guck mal, Toni.

Guck mal, wer da ist. - Toni!

Ich lass euch allein. - Mein Liebling, geht's dir gut?

Passt du schön auf Rosi auf?

Ist Ja schon gut.

Mami kommt gleich.

Hallo, Lidia. -Hallo, Mama. Wie geht's dir?

Passt es dir gerade? -Ja, es passt mir gut.

Was machen die Kleinen? -Sie sind hier. Es gibt jetzt Essen.

Ich wollte mich entschuldigen wegen neulich...

Warte mal kurz, Mama.

Alles gut, Schatz. Das Essen ist fertig. Alles gut.

Hier. Ist das lecker.

Mach dir keinen Kopf wegen des Jobs.

Es hat einfach nicht gepasst. Ich finde was Besseres.

Aber sicher. Und dir, wie geht's dir?

Alles super. Super.

Und John? -Er ist drei Tage weg. Er hat Konzerte.

Hier, Schatz. Und wie geht's dir?

Mir geht's gut.

Sehr gut. Es gibt so viel zu erzählen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Warte mal kurz. Nein, nicht den Teller.

Das geht nicht. - Komm doch für ein paar Tage.

Oder wann wolltest du mal wieder kommen?

Ich weiß nicht. Die Flüge sind gerade sehr teuer.

Es wird wohl eher im September, dann können wir alle vier kommen.

Komm her. Ich geb dir was dazu.

Nein, ich möchte nicht noch mehr Geld. Ich schulde dir schon so viel.

Ach, das Geld ist doch egal.

Mir aber nicht.

Mir nicht. Warte.

Lidia, du fehlst mir so sehr, Schatz.

Wie niedlich!

Mama, ich muss Schluss machen. Ich hab hier zu tun.

Ich ruf dich wieder an, okay?

Sag: "Tschüss, Oma."

Ich vermisse dich sehr. Euch alle.

Wir vermissen dich auch.

Aber sicher.

Meine Güte.

Ich gehe nicht zurück. -Ganz schön krass, oder?

Rafa, ich habe es einfach satt.

Ich mache Mamas Schneiderei wieder auf. -Wie bitte? Die Schneiderei?

Also, zumindest denke ich darüber nach.

Noch was, Rafa. Komm bitte nach Benicässim.

Ja. -Es ist wichtig.

Rafa, es gibt Riesenstress an einem der Tische.

Ja. -Komm.

Moment, Carmen. Ich komme gleich.

Komm mit. Ich komm gleich.

Lass mich erst mal ausreden. -Los, in die Küche.

Du bist ja so wunderschön. Wir sehen uns einfach nie.

Komm her. -Rafa!

Rafa, da warten eine Menge Leute. -Ja, gib mir nur eine Minute.

Was soll ich mit denen machen? -Sie sollen kurz warten.

Pass auf, hier ist es gerade stressig. Sobald ich kann, komme ich nach Benidorm.

Nach Benicässim, Rafa! -Benicässim. Ich liebe dich sehr, Rosa.

Du lässt mich nicht ausreden. -Nach Benicässim.

Ich bin da, Carmen. Meinst du Tisch 18? Da steht...

Die Schneiderei aufmachen? -Ja. Freust du dich?

Ich weiß nicht. Das ist doch ein Fass ohne Boden.

Es gibt nicht genug Kunden.

Der Ort ist viel zu klein.

Außerdem gibt's den Laden von Enriqueta.

Fest- und Brautmoden. -Richtig.

Obwohl...

... deine Mutter hätte sich gefreut.

Sie hat immer da gesessen am Fenster zum Hof...

Mit ihren Kleidern.

Und bevor sie nicht fertig war, kriegte sie keiner da raus.

Dann fändest du es gut?

Wenn es dein Wunsch ist. Was soll ich sagen? Na klar.

Aber du müsstest mir Starthilfe geben, so wie bei Violeta und Armando.

Aber als wir...

Als wir ihnen geholfen haben,

hatten wir Ersparnisse, aber jetzt habe ich nur meine Rente.

Aber die Schneiderei gehört zur Hälfte dir. -Ja.

Damit und mit meinem Anteil habe ich fast alles.

Ich rede mit Violeta und Armando und zahle sie aus, sobald ich kann.

Aber...

Wir haben ihnen geholfen, weil sie ein neues Leben anfingen.

Ich will auch neu anfangen.

Sie haben geheiratet. -Na gut, und wenn ich auch heirate?

Dann ja, na klar.

Das wäre nur fair.

_ NÄHERIN OHNE FINGERHUT NAHT NUR WENIG UND NICHT GUT

Können Sie mir daraus einen Ring machen?

Ich denke schon. Einen Moment.

Ich verspreche...

Ich verspreche... mich zu achten.

Ich verspreche...

Hallo. -Ich wusste nicht, dass jemand hier ist.

Meine Mutter sagt, ich soll hier putzen. Dein Bruder hat sie angerufen.

Mein Bruder? -Ja. Mehr hat sie nicht gesagt.

Aber wie ich sehe, hast du aufgeräumt.

Wer bist du? -Ich bin Lolin, die Tochter von Paca.

Ach so! Du bist groß geworden.

Meine Güte.

Das ist aber schön. -Ja.

Ist das ein Rock? Hast du den gemacht? -Ja.

Das ist eher ein Überrock.

Der ist ja klasse.

Total klasse.

Stimmt, du machst Kleider. -Ja.

So wie deine Mutter. -Ja, wie meine Mutter.

Er ist ein bisschen anders als der rote.

Aber er ist so ähnlich.

Er ist umwerfend! -Warte, das Wichtigste fehlt noch.

Rosa, das gefällt mir total gut.

Mach ein Foto.

Nächsten Mittwoch, das ist der 29.

14 Tage Frist... Ordentliche Kündigung...

Ich brauche Ihren Dienstvertrag. -Meinen was?

Ihren Dienstvertrag als Selbständige.

Da über die Hälfte Ihrer Einkünfte immer von der Agentur kamen,

schlagen wir trotz Vertragslösung eine gute Abfindung raus.

Ich weiß nichts von so einem Vertrag.

Nicht? -Nein.

Gut, wenn das so ist, dann müssen wir die Agentur verklagen.

Ich muss was trinken.

Ich heirate am Sonntag.

Kommt alle nach Benicassim.

Hallo.

Hallo. -Hier sind die Sachen.

Hallo, Papa. -Also, tschüss.

Warte, Marga. Willst du schon gehen?

Ja. -Warte noch kurz.

Was... -Geht in euer Zimmer.

Ciao, Mami. -Ciao.

Entschuldige kurz.

Papa. Ja, ich hab's gehört.

Nein, ich wusste es nicht.

Was weiß ich, Papa. Wahrscheinlich diesen Rafa, ihren Freund.

Wir sind da.

Wir sind schon da.

Ciao, Papa.

Warte doch, Marga. Bleib hier, es ist doch...

Es ist Familien-Zeit.

Armando, es ist Marga-Zeit .

Also, die Sache ist...

Rosita, Violeta hat erzählt, dass du heiratest.

Meine Güte!

Welch eine Überraschung!

Du hast neulich schon so etwas erwähnt,

aber ich wusste nicht, dass es so schnell geht.

Rosa heiratet? -Ja, plötzlich. Sie hat nichts gesagt.

Gratuliere ihr herzlich von mir. -Okay.

Also, ich muss los. Tschüss.

Okay, tschüss.

Also, da wären wir.

Hallo! Ist jemand zu Hause?

Dann meinen Glückwunsch.

Bis dann.

Überraschung!

Alles gut, Schatz. Ist schon gut.

Wir sind da.

Schon gut, schon gut.

Schon gut. Hör auf zu weinen. Bruno, bitte.

Liebling, hallo! -Mama?

Wie geht's den Kleinen? -Gut.

Mama, was ist denn hier los? Und wo bist du?

Ich bin in Benicassim, Schatz.

Ich bin zu Hause in Valencia. - In Valencia?

Wieso hast du nichts gesagt? Ich hätte dich vom Flughafen abgeholt.

Ich wollte dich überraschen, Mama.

Und was soll das heißen, du heiratest? - Ja, ich heirate.

Das erzähle ich dir, wenn du hier bist. Du kannst dort nicht bleiben.

Geh zu Tante Violeta. Du kannst mit Armando hierher fahren.

Du musst es ihnen sagen.

Ja, ich weiß, Laura. Aber ich glaub, sie verstehen das nicht.

Vielleicht stehen sie auf und gehen.

Und ich möchte, dass sie kommen.

Ich möchte, dass sie mir zuhören und mich verstehen.

Verstehst du mich, Laura?

Ach, Laura, bitte.

Das ist wie eine ganz normale Hochzeit,

auf der sich zwei Menschen Liebe und Achtung voreinander schwören.

Nur dass ich das mir selbst schwöre.

Ich verstehe.

Meine Geschwister sollen es auch verstehen.

Und sich vor allem um meinen Vater kümmern.

Bruderherz!

Du siehst gut aus.

Und du siehst breiter aus, oder?

Wer ist denn da? -Hallo.

Wie geht's dir? -Gut.

Ich stell ihn hierhin.

Wie läuft's bei dir zu Hause? -Spitze.

Und bei dir? Hast du viel zu tun? -Sehr viel.

Lidia, was ist mit John? Kommt er nicht?

Danke, dass ihr hier seid. Es war ja alles recht spontan.

Und ob! Wie lange kennst du Rafa? Ein paar Monate?

Ihr seid echt verliebt. Dann heiratest du morgen?

Und der Papierkram, die Gäste? Ist alles organisiert?

Das brauche ich alles nicht. Es ist nicht, wie ihr denkt.

Ich will nicht länger warten. Ich möchte ein neues Leben anfangen.

Okay, und seit wann weißt du das?

Seit zwei Wochen.

Wie leidenschaftlich, Rose! -Und du ziehst mit Rafa hierher?

Darüber... -Sei nicht altmodisch.

Heutzutage behält jeder seine Wohnung.

Du willst dem Kerl nicht die schmutzigen Socken waschen.

"Jeder lebt bei sich, Gott lebt bei allen”, sagte Mama.

Und: "Näherin ohne Fingerhut näht nur wenig und nicht gut."

Und außerdem ist Papa da. -Darüber wollte ich mit euch reden.

Ihr müsst euch um ihn kümmern.

Klar. Wir sagen ihm, wann es losgeht, damit er nichts durcheinander bringt.

Und wir laden mehr Gäste ein. -Niemand wird eingeladen.

Ich will eine intime Hochzeit.

Ganz genau das sind Hochzeiten nicht. -Nein.

Jeder kann heiraten, wie er will.

Und du, wie willst du heiraten? -Ich heirate in der Bucht.

In der Bucht? -So wie die Ziegen zwischen den Felsen?

Rosa, bitte. Die Feier ist zwar klein, aber sie sollte trotzdem schön werden.

Man heiratet nicht jeden Tag. -Ja, aber...

Rosa, mach dir keine Sorgen, wir schaukeln das schon.

Zuerst fragen wir im Rathaus nach.

Wieso im Rathaus? Nein, ich habe schon einen Plan.

Und der wäre? -Es ist eine Überraschung.

Die machst du uns im Rathaus. Das geht schnell.

Du rufst doch nicht etwa... Armando! -Nicht weinen.

Sieh mal, hier.

Nein, nein, nein.

Gut, okay. Sie bestätigen das noch mal.

Hervorragend. -Gib es ihm wieder.

Nimm das deinem Bruder nicht weg. -Hört mal.

Erledigt. -Hört mal zu.

Vor zwei Wochen wollte Papa bei mir einziehen.

Hier sind zwei Calamari übrig. -Wir bestellen noch eine Flasche.

Junger Mann! -Du trinkst viel.

Und du isst ganz schön viel.

Habt ihr mir zugehört? -Was, Rose?

Papa wollte vor zwei Wochen bei mir einziehen.

Papa ist eben ab und zu gern mit dir zusammen.

Von wegen, ab und zu! Seit zwei Jahren ist er wie eine Klette.

Und vor zwei Wochen hat er beschlossen, dass er bei mir einziehen will.

Du hast doch Nein gesagt, nehme ich an.

Ich hab mich nicht getraut. Ihr müsst euch mehr um ihn kümmern.

Na ja, aber Rose, er hat seine eigene Wohnung.

Ja, aber da machen ihn die Erinnerungen traurig.

Wir müssen uns abwechselnd um ihn kümmern.

Du kannst ein paar Tage zu ihm.

Ich? Im Moment? Völlig unmöglich.

Ich kann nicht, nein.

Zu mir kann er nicht.

Ich hab ein ausziehbares Sofa, da kann er mal schlafen,

aber nicht für länger.

Wir könnten auch jemanden einstellen, der alles macht.

Darum geht es nicht. -Papa geht's blendend.

Das hat mir die Arzthelferin gesagt.

Ja, gut, er ist ein bisschen traurig, aber das sind wir alle irgendwie.

Er ist nicht körperlich eingeschränkt oder dement.

Ist einer von euch in Scheiße getreten? Es stinkt.

Sind sie es? -Ja.

Soll ich? -Nein.

Ich helfe ihr.

Du? -Klar. Wozu hat man eine Tante?

Los, komm mal her zur Tante. Mensch, bist du schwer.

Das ist Andres. Andres!

Andres, kleinen Augenblick. Das ist der Immobilienmakler.

Welcher Makler? -Ich hab die Urkunde der Schneiderei mit.

Hast du sie deswegen putzen lassen? -Darüber reden wir später.

Was hast du mit der Schneiderei vor? -Erzähl ich dir später.

Glückwunsch, Rosita.

Andres, was ist los?

Ich erzähle es gerade meiner Schwester.

Das gibt's nicht.

Armando, hör mal. - Ja?

Geh zu Enriqueta in den Brautmodenladen.

Sie weiß Bescheid. Rosas Kleid liegt dort bereit.

Sie soll es anpassen lassen. Ich übernehme das.

Okay, Papa. -Ihr könnt euch auch etwas aussuchen.

Wir? -Na ja, immerhin heiratet Rosa.

Wir müssen gut aussehen. - Ja.

Ist Marga bei euch?

Nein, sie kommt morgen, glaube ich.

Ich muss Schluss machen.

Bis später. Tschüss. -Okay, bis dann.

Carlos, wie geht's dir, mein Sohn?

Mann, ich spiele gerade.

Ja, gut. Alles in Ordnung?

Ja doch. Wie läuft's in Benicäassim?

Tja, ich bin hier bei der Hochzeit deiner Tante.

Aha. Cool. -Ja.

Carlos, ist Mama da? - Nein.

Hast du ihr gesagt, sie soll anrufen? - Ja. Redet sie nicht mehr mit dir?

Natürlich. -Ich dachte, ihr vertragt euch wieder.

Es läuft doch alles gut. Mach dir mal keinen Kopf.

Mach dir keine Sorgen, es ist alles perfekt.

Sag mal, seit wann wusstest du das?

Das mit der Hochzeit? Seit heute.

Sollen die zwei sich im Wasser auflösen?

Oje, ich komme. -Sie sind schon ganz schrumpelig.

Ich habe jede Menge Ideen.

Lolin hat mir gesagt... Weißt du noch, die Tochter von Paca?

Lolin meint, dass ihre Freundinnen auch gern so ein Kleid hätten wie sie.

Weißt du, hier auf dem Land

gibt es oft Hochzeiten, fünf, sechs im Jahr.

Und Lolin meint, wenn ich 60 oder 70 Euro verlange,

gehen sie weg wie warme Semmeln. -Aber Oma hat hier nie etwas verkauft.

Ich hätte die Schneiderei hier, würde aber übers Internet verkaufen.

Wo nimmst du das Geld dafür her? -Ich nehme einen Kredit auf.

Wenn es nicht klappt, hab ich es wenigstens versucht.

Ich wollte immer, meine eigenen Kleider entwerfen.

Und dein Job?

Ich hab gekündigt. -Nein.

Manchmal muss man die Atombombe zünden. -Welche Atombombe?

Morgen werde ich heiraten... -Und dann ziehst du mit Rafa hierher?

Darüber haben wir noch nicht geredet. -Mit mir hast du auch nicht geredet.

Wozu auch, nicht wahr?

Aber du lebst in Manchester.

Das ist doch, was du wolltest. Du hast da dein Leben.

Ja.

Na dann, herzlichen Glückwunsch.

Werd glücklich.

Wo willst du hin? -Keine Ahnung.

Ich hab hier nichts zu suchen. -Was ist das jetzt für ein Unsinn?

Mama... Scheiße.

Ich rede und mache keinen Unsinn, und ich habe es satt,

dass ich in deinen Augen alles falsch mache.

Das tut mir leid, Liebling.

Mensch... -Mama, lass es bleiben.

Du lebst dein Leben... und ich lebe meins.

Bitte... -Lass mich bitte in Ruhe.

Ich seh aus wie eine Paprika.

Mit Rührei und Blutwurst. Et voila, fertig ist die Mahlzeit.

Wie lange warst du nicht mehr beim Sport oder bist zum Strand gelaufen?

Ich hab nicht mal Zeit zum Unterrichten. Und dabei mache ich das am liebsten.

Sport, schön wär's. Apropos Schule.

Ich will einen Kredit aufnehmen, um sie auszubauen.

Die Schneiderei könnte meine Sicherheit sein.

Oder wir könnten sie ganz verkaufen. -Hast du Papa gefragt?

Nein, aber jetzt, WO wir zusammen sind, können wir reden.

Du hast keine Geldsorgen, aber du könntest sicher mehr gebrauchen.

Ja.

Rosi!

Ist Lidia hier? -Nein. Vielleicht im Hotel?

Dein Vater hat gestern angerufen. Ich soll das schönste Kleid aussuchen.

Es ist sein Geschenk. -Hab ich auch bekommen.

Nicht nötig. -Wieso?

Danke, aber ich wollte das Kleid von Mama anziehen.

Aber das ist doch uralt!

Wer weiß, wo es ist.

Ich bringe es dir. Du wirst umwerfend aussehen, glaub mir.

Es ist in der Schneiderei. -Sicher ganz vergilbt.

Was? -Du sollst gut aussehen. Du heiratest!

Es ist mein Ernst. Tu es für Papa.

Jetzt stell dich nicht so an. Probier das Kleid wenigstens mal an.

Schnell, wir haben einen Termin im Spa. -Welches Spa?

Ich lad dich ein. Das ist mein Geschenk.

Was anderes ging nicht auf die Schnelle. Probier es an.

Aber ich werde es nicht tragen.

Aber Rosa... -Nun komm, probier es an.

Wir machen ein Foto, Papa freut sich, und morgen trägst du, was du willst.

Ich hole Lidia ab, okay? Auf geht's, Rosi!

Das wird deinen Vater umhauen.

Siehst du? -Da bin ich mir sicher.

Geh schon, Rosa.

Freu mich schon auf morgen.

Rafa, jetzt nicht.

Lidia, geh schon ran, bitte.

Hör zu, Liebling.

Ich werde niemanden heiraten. Ich konnte es dir nicht erklären.

Sag mir, wo du bist. Ich komme zu dir und erkläre dir alles.

Hallo.

Wieso warst du nicht bei der Anprobe?

Hallo. Wir haben einen Termin im Spa.

Geh du ruhig hin. Ich passe auf die Jungs auf.

Was macht du da? -Ich reise ab.

Wohin denn? Und die Hochzeit deiner Mutter?

Keine Ahnung. Ich weiß es nicht.

Was ist denn los? -Meine Mutter ist übergeschnappt.

Na ja, es ist alles ein wenig überstürzt,

aber wenn es sie glücklich macht.

Klar, sie macht, was sie will, und wir gucken in die Röhre.

Wie kommst du darauf? -Sie hat mir nichts gesagt!

Sie hat mir weder von der Kündigung erzählt

noch von der Hochzeit, noch davon, dass sie von zu Hause ausgezogen ist.

Was? -Wusstest du nichts?

Nein. -Tja.

Sie will hier leben und arbeiten.

Ich muss da rangehen. Es geht um Leben und Tod.

Bitte bleib hier, und wir reden gleich über alles.

Eine Sekunde. Isabel!

Schön, dass du anrufst. Ja, ich höre.

Warte kurz.

Lidia, bitte geh nicht. Bitte!

Ja, ich höre.

Ja, das Festival ist in ein paar Tagen, aber ich bin verfügbar, wenn ihr wollt.

Die Tagung in Madrid?

Natürlich erinnere ich mich.

Ich war sicher nicht betrunken.

Ich hab ein bisschen was getrunken, aber das haben wir alle.

Wie hab ich mich aufgeführt?

Welcher Concierge?

Auf der Toilette?

Also gut.

Armando, hast du Lidia erreicht?

Nur die Mailbox. Sie kommt sicher gleich.

Hör mal, wegen der Schneiderei... -Entschuldigung.

Leg dich hin. -Bitte.

Nein, keine Maske bitte. -Mach schon.

Ich will aber nicht. -Leg dich hin.

Danach bist du wie neu. -Anlehnen.

Ich möchte die Schneiderei verkaufen. -Verkaufen?

Na ja, oder sie zumindest als Sicherheit für den Kredit einsetzen.

Aber Armando... -Das wäre wirklich wichtig für mich.

Sonst kann ich die Schule nicht ausbauen. Und die Konkurrenz sitzt mir im Nacken.

Ja, aber... -Ich meine, sie verstaubt sowieso nur.

Das geht nicht. Sie ist Papas Hochzeitsgeschenk.

Außerdem will ich sie wiedereröffnen. -Was? Wozu?

Ich möchte einen Kredit aufnehmen.

Was verstehst du denn von Geschäften?

Dann lerne ich es. -Das geht nicht.

Unsere Eltern haben dir und Violeta auch geholfen.

Jetzt bin ich dran. Ich brauche diese Hilfe, Armando.

Pass mal auf, Rosa... -Armando, nein.

Du benimmst dich seltsam, Rosa.

Hast du Lidia gesehen?

Sie wollte abfahren.

Wohin?

Wahrscheinlich nach Manchester. -Wie bitte?

Violeta, bitte...

Es läuft alles schief.

Was ist jetzt wieder?

Gibt's hier keinen Willkommenssekt oder so was?

Gleis eins, Abfahrt des Zuges nach Valencia.

Verzeihung.

DEIN PERSÖNLICHES MOTIV AUF DEINEM T-SHIRT

Mein Bruder ist morgen um zwölf bei euch und macht die Fotos.

Prima. . -Was wollt ihr? Das Übliche?

Das Brautpaar, ein paar Portraits, Familienfotos.

Wir wollen all das.

Rosa hat mir gar nichts gesagt.

Ist das Armandito? -Ja.

Was machst du hier? -Rosa heiratet morgen.

Na so was!

Da wird sich meine Tochter aber freuen. Sie waren eng befreundet.

Dürfen wir ins Rathaus kommen und zusehen?

Selbstverständlich. Ihr seid alle eingeladen.

Carmina, hier ist Violeta.

Können Sie mir sagen, wann ich ungefähr mit der Abfindung rechnen kann?

Marga, ruf mich bitte mal zurück.

Morgen ist die Hochzeit.

Sag Bescheid, ob du Papa und die Kinder herbringst.

Nach dem Foto kannst du meinetwegen wieder gehen, wie du willst.

MAMA VERPASSTER ANRUF

Wo hast du denn all die Fotos her?

Von Facebook. -Ich bei den Fallas. Furchtbar!

Pack es weg. -Okay.

Rosi! -Da ist sie ja.

Helft mir bitte.

Keine Panik, es ist alles organisiert.

Sogar ein Feuerwerk bekommst du.

Schöner als auf den Fallas.

Ich brauch eure Hilfe. Lidia ist weg.

Was? -Sie ist sauer auf mich.

Sie verpasst die Hochzeit ihrer Mutter? -Aber darum geht es nicht, Armando.

Wie, darum geht es nicht? -Das ist doch egal.

Mir ist die Hochzeit nicht egal. - Jetzt vergiss doch mal die Hochzeit!

Bitte. Ich heirate niemanden.

Was soll das bitte heißen?

Es gibt keinen Bräutigam. Ich heirate mich selbst.

Willst du uns veralbern? -Nein.

Das ist doch ein Scherz. -Nein.

Dann war das ganze Tamtam umsonst?

Wer macht denn hier ein Tamtam? Das bist doch wohl du.

Ich? Rosa, ich bitte dich.

Ich wollte lediglich eine kleine Zeremonie

und euch eröffnen, dass ich aus Valencia weggehe.

Ich bleibe hier.

Ihr müsst ohne mich klarkommen und für Papa sorgen.

Das war alles eine Lüge?

Nein, ich heirate, aber ich heirate mich selbst.

Aber... -Dich selbst?

Ich heirate mich!

Du stehst allein im Kleid vorm Altar?

Das heißt also, du schließt gar keine Ehe und wohnst mit niemandem zusammen?

Existiert dieser Rafa überhaupt? -Natürlich.

Aber ihn heiratest du nicht? -Ich heirate mich.

Du heiratest... dich selbst?

Ach so, du heiratest dich selbst. So MeToo-mäßig.

Das ist ja jetzt in Mode.

Verstehe. Weißt du was, Rosa?

Verarsch jemand anderen. Mach dein Ding allein.

Ich fahre nach Valencia.

Ich hab Besseres zu tun, als mich im Rathaus zum Deppen zu machen.

Und du sagst es Papa, wenn er kommt.

Mal sehen, was er dazu sagt.

Wann wolltest du uns denn einweihen?

Da vor aller Welt im Rathaus? War das dein Plan?

Am Strand. Das war die Überraschung.

Aber ihr habt es mir kaputt gemacht.

Ehrlich gesagt, ich versteh das auch nicht.

Ihr wollt mir ja auch nicht zuhören.

Papa hat Mamas Tod noch nicht verkraftet. Er klebt ständig an mir.

Er ist hyperaktiv, weil er sich dem Allein-Sein nicht stellen will.

Dass Papa bei mir einziehen wollte, hat mich zum Nachdenken gebracht.

Ich bin jetzt fast 45. Wann werde ich endlich tun, was ich will?

Was mich glücklich macht? Wann werde ich an mich denken?

Wenn Papa mich nicht mehr braucht? Oder du?

Wann?

Ist Ja gut.

Ich verstehe nicht, wieso du es nicht einfach gesagt hast.

Ich wollte es bei der Hochzeit sagen.

Jetzt wisst ihr Bescheid. Macht, was ihr wollt.

Ich wollte eure Zeit nicht verschwenden.

Warte, Rose. -Ich bin nicht deine Rose.

Ich habe nicht gewusst, wie schlecht es Rosa geht.

Besonders, weil es uns beiden ja so super geht.

Und wo willst du jetzt hin?

Es tut mir leid, Rosa.

Lass es gut sein, Violeta. Ehrlich.

Nein, es tut mir ehrlich leid. -Schon gut.

Ich war egoistisch.

Ja? Na dann.

Und deine Hochzeit?

Wie kommt es, dass du mir nichts gesagt hast?

Ich dachte, dass du das albern findest. -Albern, Rose?

Es ist deine Hochzeit!

Und wenn du einen Tisch heiratest.

Wir wären alle gekommen. Es ist dein großer Tag.

Du bist das Herz der Familie. -Ach was, das Herz...

Ich bin euer Hampelmann. -Wie bitte?

Du warst immer Mamas Liebling. Und jetzt auch Papas.

Ich arbeite hart, spreche drei Sprachen, strenge mich an,

aber mich vermisst keiner.

Aber kaum bist du zwei Wochen weg, geht alles drunter und drüber,

merkst du das nicht?

So ist es nun einmal, Rosa. Und so war es schon immer.

Du heiratest dich selbst?

Schön, dich zu sehen. Ja.

Ich werd's dir erklären. Komm her.

Ich habe alles falsch gemacht. Es tut mir furchtbar leid.

Verzeih mir, Lidia.

Mit mir war's nicht leicht.

Aber du bist wenigstens gekommen. Das zählt.

Ich bin nicht wegen der Hochzeit hier. -Sondern?

Ich hab es nicht mehr ausgehalten.

Es hat nichts so geklappt, wie ich es wollte.

John sehe ich kaum.

Ich bin immerzu allein.

Und warum hast du deinen Job gekündigt? -Weil er scheiße war.

Und schlecht bezahlt. Mein ganzer Lohn ging für die Kinderbetreuung drauf.

Da kann ich auch zu Hause bleiben.

Ich schwöre dir, ich war kurz davor durchzudrehen.

Es hat nicht viel gefehlt.

Und zwischen John und mir hätte es fast geknallt.

Aber dann...

... willst du also in Valencia bleiben?

Ich glaube schon.

Wir haben darüber geredet, und John hat nichts dagegen,

dass wir es hier versuchen.

Ich bin gekommen, um es dir zu sagen,

aber dann habe ich das mit der Hochzeit erfahren.

Und dass du von Valencia wegziehst.

Und da du böse auf mich bist...

Ich bin doch nicht böse.

Ein bisschen. -Was redest du da, Schatz?

Ich habe mich so geschämt, und ich wollte dich nicht enttäuschen.

Weißt du, Mama, mir ist klar...

... dass es dir lieber wäre...

... wenn ich anders wäre.

Schatz... -Und nicht mein Studium abbrechen würde.

Aber, Mama, mir ist klar geworden...

Mir ist klar geworden, dass ich keine Künstlerin bin

und auch keine Unternehmerin.

Ich bin einfach nur...

... feige.

Aber du bist doch nicht feige, Schatz.

Du bist eine Frau,

die eine Familie gegründet hat weit weg von ihrer Heimat.

Du bist total stark und mutig.

Ich war sehr hart und ungerecht zu dir.

Du hast alles Recht, so zu leben, wie du willst.

Es tut mir furchtbar leid, Schatz. Wirklich.

Ja, hallo.

Du willst doch nicht etwa abreisen?

Keine Ahnung, was ich machen soll.

Ich verstehe nichts mehr. Nichts, Violeta.

Die ganze Sache mit Papa, okay.

Aber diese Hochzeit...

Und wenn sie sich nur die Schneiderei unter den Nagel reißen will?

Wie kannst du so schlecht denken?

Wir können nach dem ganzen Wirbel nicht gehen.

Den Wirbel hat sie doch verursacht.

Ich sollte eigentlich bei Marga sein,

um meine Ehe zu retten, die auseinanderbricht.

Aber Armando, es ist wirklich wichtig, dass wir hierbleiben.

Wir alle haben Probleme. Ich bin meinen Job los, ohne Abfindung.

Die haben dich rausgeworfen?

Verdammt.

Was war denn los? Wieso?

Egal. Die wollten Stellen kürzen, und mich hat's erwischt.

Verstehe.

Na ja, Violeta...

... du solltest vielleicht etwas weniger trinken, nicht?

Woher weißt du, dass es deswegen ist? -Ich kann es mir denken.

Ja, ich trinke ab und zu. Es muntert mich auf und entspannt mich.

Klar.

Aber ich hab kein Alkoholproblem.

Nein, nein. Und ich hab keins mit dem Essen.

Man kann nichts sehen.

Jetzt klopf schon.

Da ist sie.

Feiern wir Junggesellinnenabschied, oder was?

Das musst du diesem Langweiler John zeigen.

Wo ist Armando?

Bruderherz.

Hier wird gefeiert. -Ja, schon klar.

Was ist los mit Marga und dir?

Was weiß ich.

Seit zehn Jahren

schufte ich wie ein Blöder, um...

Um uns ein schönes Leben zu ermöglichen, damit wir Zeit füreinander haben...

... Später, aber...

Wann denn, später?

Ich hab sie verloren.

Marga will nicht zu mir zurück.

Das renkt sich wieder ein.

Ich hab das Gefühl, dass ich alles vermasselt habe.

Das mit der Schule habe ich vermasselt,

meine Ehe, mich um Papa zu kümmern...

Alles vermasselt.

Nicht alles.

Hier, die T-Shirts.

Die sind doch toll.

Doch, im Ernst.

Du bist ja so blöd. -Mein liebes Brüderchen.

Guten Morgen. -Morgen. Wie hast du geschlafen?

Gut. Wo ist Lidia?

Sie kommt gleich. Sie macht noch die Kinder fertig.

Sie will nicht zurück. Sie bleibt in Valencia.

Wie bitte?

Es hat nicht geklappt.

Jetzt brauche ich eine Wohnung und ein Einkommen, um ihr zu helfen.

Darum gehe ich auch nach Valencia. -Und dein Plan?

Der muss warten. Soll ich sie etwa hängen lassen?

Wenigstens, bis John kommt.

Und die Wiedereröffnung der Schneiderei?

Ich kann jetzt keine Schulden machen. -Und die Hochzeit?

Da ich mich selbst heirate, kann ich mich ruhig sitzen lassen.

Und dein Versprechen? -Nichts, ich kann es nicht halten.

Sag du es Armando. -Nein.

Doch. Ich lade euch wenigstens zum Mittag ein.

Warte doch. Du begehst einen Fehler.

Vielen Dank für deine Hilfe und für dein Verständnis.

Sag du es ihm, okay?

So ein Mist.

Na dann, auf zur Hochzeit. Es wird schon werden.

Meine Nerven! -Entspann dich.

Die Hochzeit ist geplatzt.

Wie bitte?

Lidia geht es nicht gut in Manchester, und sie kommt zurück.

Darum lässt Rosa die Hochzeit platzen.

Das hat noch gefehlt. Papa.

Papi!

Alles super hier!

Bitte was?

Wie kommst du dazu, die Familie in Pamplona anzurufen?

Tante Conchita? Die war doch schon tot.

Papa, bitte lad nicht noch mehr Leute ein, okay?

Ja, ich weiß, dass es Rosas Hochzeit ist,

aber sie wollte eher was Kleines.

Wenn ihr ankommt, fahrt ihr zum Rathaus.

Wir kommen auch dorthin.

Bis dann.

Mami.

Was machst du denn? -Wir gehen zurück nach Valencia.

Wir wohnen übergangsweise bei Opa, bis wir etwas Neues gefunden haben.

Nein, Mama. -Doch.

Red du mit ihr. -Nein, Rose.

Rosa, das mit der Schneiderei war ein Fehler von mir.

Ich habe dich nicht vorher gefragt. Du musst deinen eigenen Weg gehen.

Ich finde schon eine Lösung.

Mach dir keinen Kopf. -Was redest du da?

Aber darum geht es überhaupt nicht. -Ach nein?

Nein. Wieso hört hier niemand dem anderen zu?

Aber wir hören doch zu. -Nein, tun wir nicht.

Keiner weiß, wie es den anderen geht.

Das ist jetzt kein guter Moment für eine Familientherapie.

Wir müssten nämlich entscheiden, was nun mit Rosas Hochzeit ist.

Was denn entscheiden? -Nun ja...

Im Moment...

Hör zu, Rosa.

Im Rathaus warten gerade ein paar Leute auf uns.

Der Stadtrat, die halbe Stadt

und die Musikkapelle der Stadt.

Was? Die Musikkapelle...

Der Stadt. -Welche Kapelle?

Nun, in der abgespeckten Version. Es sind nur 17.

Da sind eine Menge Leute, und sie warten auf dich.

Und in zehn Minuten müsste Papa da sein.

Mit den Verwandten.

Und...

... denen aus Pamplona. -Was sagst du?

Papa hat alle angerufen, Rosa. Du heiratest.

Ihr habt nicht gesagt, dass ich mich selbst heirate?

Na ja, ich hab mich gestern Abend einfach nicht getraut.

Verflucht, ich wollte eine kleine Feier!

Ja, gut. Mach dir keine Sorgen.

Ich werde es ihnen erklären und mich entschuldigen.

Wir packen das Buffet ein... -Welches Buffet?

Ich hab ein Buffet im Hotel bestellt.

Kannst du aufhören, Sachen zu bestellen, die keiner will?

Ich mache nur das, was ich für das Beste halte.

Das Beste für wen?

Einen Augenblick mal. Mami, hör mir mal zu.

Ich rede mit den Leuten und erkläre ihnen, dass...

Nein! Ich mach das!

So eine Scheiße!

Jetzt mal ehrlich.

Mich trifft noch der Schlag.

Armando, Glückwunsch! -Danke.

Ach du liebe Zeit.

Armando, wie geht's dir? Glückwunsch! -Hallo. Entschuldigung.

Die aus Pamplona.

Opa!

Meine Lidia. -Wie geht's dir?

Schatz, wie geht's dir? -Gut.

Sieh dir die zwei nur an. -Hübsch. Wo ist Rosa?

Wieso heiratet deine Mutter eigentlich so plötzlich?

Das hat ja keiner geahnt. Wusstest du das? Seit wann?

Sieh doch mal nach, ob sie fertig ist.

Sie soll herkommen.

Komm, wir gehen lieber hoch. -Lass uns auf Rosa warten.

Hilf mir mit den Kindern. -Okay, bis gleich.

Lidia.

Hallo. Du hier? Sag mal, was ist denn hier los?

Die Hochzeit. -Welche Hochzeit?

Die von meiner Mutter. Bis gleich.

Wieso hat es Rosa so eilig zu heiraten? -Na ja...

Ich mache mir Sorgen. Ist sie sich wirklich sicher?

Sie kennt ihn noch nicht lang.

Kennst du diesen Rafa?

Nein. -Siehst du.

Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan.

Ich auch nicht, Papa. Hör mal, also...

Das wird heute eine richtig große Überraschung.

Aber es gibt keinen Grund zur Sorge.

Rafa macht keine Probleme, das versichere ich dir.

Setz dich hin und warte ab.

Pass auf die Kinder auf. Bin gleich wieder da.

Was willst du ihnen sagen?

Dass es ein Fehler war und mir leidtut.

Zieh die Sache durch, Rosa.

Deine Hochzeit, deine Pläne, alles.

Merkst du denn nicht, dass sich die Geschichte wiederholt?

Zuerst Mama, die wegen uns auf ihre Träume verzichtet hat.

Und dann du wegen Lidia.

Nicht noch mal, Rosa.

Bitte, gib nicht schon wieder auf.

Sie hat ihren Mann.

Und sie hat Papa, der ihr gern unter die Arme greift.

Und sie hat mich. Sie kann bei mir wohnen.

Mir wird das gut tun.

Die Hauptsache ist, dass du sie akzeptierst.

Wolltest du dir nicht heute ein Versprechen geben und neu anfangen?

Ja. -Wenn nicht jetzt, wann dann, Rosa?

Vor den Menschen, die du liebst. Und okay, ein paar mehr.

Ich kann nicht. -Gib dein Versprechen ab.

Und halte es.

Wenn du es heute nicht tust, wirst du es niemals tun.

Ich kann das nicht.

Rosa... Rosa, gib dein Versprechen ab.

Da ist sie!

Hallo, Rosa. -Sie hat kein Kleid.

Und ihr Kleid?

Du liebst Überraschungen.

Es tut mir leid, dass ihr gekommen seid. Ich muss euch leider enttäuschen.

Komm mal her.

Heirate.

Bitte.

Ich kann nicht.

Mama, ich flehe dich an.

Heirate und bleibe hier.

Und du?

Und was wird aus dir?

Das ist ihre Tochter. -Die Tochter.

Die in Manchester wohnt.

Hier.

Dein Gelübde.

Hier gab's ein Missverständnis.

Die Hochzeit findet am Strand statt. Kommt bitte mit.

Los, alle an den Strand. -Warte mal, Rosa.

Rafa, zur Bucht. -Jetzt warte doch mal kurz.

Verzeihung... Jetzt macht mal Platz.

Runter zur Bucht!

Ja, in der Bucht. Los, kommt mit.

Rosa! Rosa, bleib mal kurz stehen.

Sag mal...

Warum hast du mich herbestellt? Um mich zu demütigen?

Weil es mir wichtig ist, dass du dabei bist.

Um zu sehen, wie du einen anderen heiratest?

Ich heirate keinen anderen. -Und was soll das dann?

Schatz, es ist mir wichtig, dass du hier bist und mir zuhörst.

Bitte. Zur Bucht.

Rosa, aber... -Lauf mir nicht nach.

Komm zum Strand.

Da kommt sie!

Da ist sie! Da ist sie!

Wunderschön! -Ein Hoch auf die Braut!

Und der Bräutigam? -Sehr seltsam.

Mein Schatz. Papi!

Und dieses Kleid?

Ist das jetzt hier eine Hochzeit oder nicht?

Ja, ohne Bräutigam keine Hochzeit.

Ich danke euch allen, dass ihr hier seid.

Danke, dass ihr gekommen seid.

Heute ist ein ganz besonderer Tag.

Ich würde mich gern für den Rest meines Lebens an diesen Tag erinnern.

Heute heirate ich.

Ich möchte mich mir selbst versprechen.

Denn um geachtet und geliebt zu werden,

muss man sich selbst achten und lieben.

Und dieses Versprechen gebe ich mir heute

hier vor euch allen.

Ich glaub's nicht.

Ich verspreche, mich zu achten,

auf mich aufzupassen.

Ich verspreche, mir selbst zuzuhören und mir zu vergeben.

Ich verspreche, das zu tun, was mir gut tut.

Ich verspreche, zuerst mich selbst zu fragen,

bevor ich andere frage, was sie wollen.

Ich verspreche, meine Träume und Wünsche in die Tat umzusetzen.

Ich verspreche, mich zu lieben,

aus tiefstem Herzen und bis ans Ende meiner Tage.

Und ich möchte nicht länger

mein Glück in die Hände anderer legen.

Und zu guter Letzt

werde ich nicht länger gehorsam sein.

Ein Hoch auf die Braut!

Ein Hoch auf die Braut!

Die Ehe ist geschlossen. -Ich komm nicht mit.

Gibt's nun ein Buffet oder nicht? -Ganz bestimmt.

Rosa, wie schön du geredet hast.

Eine Schande! Unerhört!

Dafür sind wir die ganze Nacht gefahren. -Den ganzen Weg aus Pamplona.

Unmöglich. Lasst uns gehen. -Ja.

Antonio, wir sprechen uns. -Ich habe nichts gehört.

Besser so.

Warte mal, Pilar.

Und wir beide, Rosita?

Willst du...

Willst du, dass wir zusammenbleiben?

Aber natürlich.

Papa, das ist Rafa, mein Freund.

Das ist Rafa. -Hallo. Freut mich.

Aber... Warte mal, Schatz...

Danke, dass du gekommen bist.

Du hast geheiratet ohne Bräutigam?

Ja. -Aber wie...

Geht's dir gut?

So gut wie nie zuvor, Papa.

Ich wollte dir noch was Wichtiges sagen. -Ja?

Du kannst nicht bei mir wohnen.

Verstehst du das?

Okay. -Ich bleibe hier.

Du wirst mir sehr fehlen, Papa, aber wir können uns gegenseitig besuchen.

Natürlich. Du musst dein Leben leben.

Und ich lebe meins. -Ach, Papi.

Genau das tue ich.

Ein Hoch auf Rosa!

Lang lebe die Braut!

Hurra! Hurra!

BABELFISCH TRANSLATIONS Untertitel: Marion Koller

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