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Du hast Blumen bekommen. - Ja?
Ja.
Dein Schlüssel? - Ja, hier.
"Für einen außergewöhnlichen Arzt von einer dankbaren Patientin. Jacqueline."
Und einen Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf.
Bestimmt von Angèle. - Wer ist Angèle?
Eine von den Krankenschwestern. Von ihr waren auch die Madeleines.
Warte, warte. Warte.
Den lehnen wir hier an.
Was ist denn? - Was?
Was meinst du? - Nichts, Papa, alles ist gut.
Ist das Lily? - Ja, das ist sie.
Komm her, mein Engel.
Lass sie doch.
Meine Lily.
Für mich wirst du immer die Schönste sein.
Du hast nichts gegessen, mein Engel.
Nicht doch. - Nur die Serviette.
Ich bin doch kein Kind.
Wer kümmert sich heute Abend um Opa? - Wir alle.
Vielleicht solltest du zu Hause schlafen. Keine Sorge, ich kann hierbleiben.
Wer bringt Lily morgen zur Schule? - Ich kann mit dem Bus fahren.
Delphine fährt die gleiche Strecke, also kein Problem.
Okay.
Sehr lecker. Ein Lob an deine Krankenschwester.
Wir sollten uns bei ihr bedanken. - Bei wem?
Bei Angèle. - Kennst du sie?
Angèle? Wir haben keine Krankenschwester, die Angèle heißt.
Was ist das?
Was ist denn?
Ich sehe nichts.
Wie bei dem Unfall.
Was für ein Unfall? - Wir fuhren auf der Straße etwas an.
Laurence sagt, sie hätte einen Mann gesehen, und dass er nackt war.
Ein nackter Mann?
Die Lampe ist runtergefallen.
Schatz, was war mit dem nackten Mann?
Weiß ich nicht.
Er lag auf dem Boden, nackt. Ich hab ihn berührt.
Bevor ich mein Handy aus dem Auto holte, war er verschwunden.
Was meinst du mit verschwunden?
Verschwunden eben.
Schaut mich doch nicht so an. Er war nicht mehr da, er war weg.
Oh Mann, das machst du gut.
Weiter so, Lily. Du bekommst deine Tasche. Nicht aufhören.
DAS SCHEINT IHR ZU GEFALLEN!
ICH HÄTTE AUCH 'NE TASCHE FÜR SIE! - DU SCHWEIN!
Ich hab Opa ins Bett gebracht. Papa ist unten. Lass die Tür ruhig offen.
Alles gut, Mama.
Wieso bist du früher aus der Schule gekommen?
Bauchschmerzen. - Ach wirklich?
Ist's wieder besser?
Ach mein Liebling.
Mein Liebling.
Wir werden das schaffen, mein Engel.
Papa hat recht, wenn er sagt, dass Opa sehr stark ist.
Wegen dieser Tasche habe ich mir überlegt, wir können halbe-halbe machen.
Wir sind fast unten, noch zwei Stufen.
Noch eine? - Ja.
Hier. - Danke.
Schmeckt er nicht? - Nein, interessant. Was ist das?
Das ist Kaffee. - Ach.
Soll ich dir was anderes machen? - Nein. Nicht, dass du zu spät kommst.
Danke. Mach's gut.
Bis heute Abend. - Bis später, mein Schatz.
Im Moment steht das außer Frage.
Ja, aber meine Kollegen sind sehr kompetent. Machen Sie sich...
Madame Tissot, ich muss Schluss machen. Machen Sie im Sekretariat einen Termin.
Madame Tissot, ich muss jetzt auflegen.
Ja, Ayoub? Was gibt's? Ich hab zu tun.
Was?
Nein, sie ist mit dem Bus gefahren.
Okay, ich komme.
NÄCHSTE WOCHE IST ALLES VERGESSEN KEIN STRESS
ICH WILL SEINE FRESSE NICHT SEHEN ICH HASSE IHN
KANN ICH VERSTEHEN MACH KEINEN SCHEISS
ICH WILL NUR EIN PAAR TAGE VERSCHWINDEN
KENNT DEINE MAMA DAS VIDEO?
NEEEIN
SIE VERSTEHT NICHTS VON NETZWERKEN
Guten Morgen, Victor. Ich wollte mich nach Ihnen erkundigen.
Sehen, ob Sie wieder zu Hause sind. - Vielen Dank.
Hat Ihnen der Auflauf geschmeckt? - Oh ja, uns allen.
Umso besser, das freut mich.
Meine Tochter hat Ihre Auflaufform sicher in die Küche getan.
Ah, vielen Dank.
Ach, Angèle, dürfte ich Sie bitten, mir meine Musik einzuschalten?
Ja, natürlich. Mache ich sofort.
Du bist dran mit zählen, los rein. - Nein.
Aber wir haben das alle gemacht. - Nein. Nein!
Nein! Nein!
Ja.
Delphine?
Alles okay? - Ja.
Hast du Lily gesehen? - Nein. Wieso?
War sie nicht mit dir Bus? - Nein. Sollte sie das?
Ja. - Nein, ich hab sie nicht gesehen.
Laurence?
Schon was gehört? - Nein, hab ich nicht.
Was ist los, Ayoub? - Hat sie gesagt, warum sie gestern früher ging?
Ja, sie sagte, sie hatte Bauchschmerzen.
Sag mir schon, was los ist.
Das hier bekam ich heute Morgen.
Das könnte dich schockieren.
Oh Mann.
Weiter so, Lily. Du bekommst deine Tasche.
Weiter, Lily. Weiter, Lily.
Ja, gut.
DEINE MUTTER SUCHT DICH IN DER SCHULE
Ja, er sagte, er hätte Kopfschmerzen. - Das WLAN der Schule.
Ich will nach Hause.
Hey.
Was ist wirklich das Problem? - Ich war mit Zählen dran,
aber ich wollte nicht in das Kabuff.
Sag's ihnen einfach. - Hab ich ja, aber die haben mich gezwungen.
Ich verstehe.
Aber Théo, du musst lernen, dich zu behaupten.
Ich hab doch nein gesagt! - Ich weiß.
Und sie haben nicht auf dich gehört. Das geht so nicht.
Hey, ich habe nicht gesagt, dass es einfach ist.
Ich hab gesagt, dass ich nicht will, während du Mama nichts sagst!
Da, hören Sie? Jetzt!
Angèle?
Angèle?
Angèle?
Angèle?
Hör auf!
Hör auf, beruhige dich!
Angèle?
Hör auf, du musst dich beruhigen!
Wenn ich die Hand wegnehme, darfst du nicht schreien.
Versprichst du es?
Ich meine es ernst!
Angèle, sind Sie das?
Ich lasse dich los, wenn du mir versprichst, ruhig zu bleiben. Okay?
Wer sind Sie? Wieso sehe ich Sie nicht?
Das kann doch nicht sein.
Gut. Ich lass dich los, aber versprich mir, ruhig zu bleiben.
Okay?
Wie sind Sie so geworden?
Es kostete mich Zeit, aber irgendwann gelang es mir.
Aber wie?
Hast du dir noch nie in deinem Leben etwas sehr stark gewünscht?
Doch.
Als ich wach wurde, hatte ich das Gefühl, dass du mich siehst.
Ja.
Wie hast du das geschafft? - Was?
Wie konntest du mich sehen? - Ich sah Sie einfach.
Das ist unmöglich.
Sie haben geschlafen, und als Sie wach geworden sind,
sind Sie auf einmal verschwunden.
Hallo?
Sind Sie noch da?
Ich bin hier.
Hier.
Vor dir ist meine Hand.
Streck deine Hand aus, mach schon.
Warum sind Sie hier?
Bei meinem Opa? - Kannst du es dir nicht denken?
Ich wäre so gern wieder sichtbar.
Und für ihn bin ich es.
Ich bin zurück, Papa.
Pardon, ist Lily hier? - Nein. Sie ist heute Morgen gegangen.
Wieso? Was ist denn los?
Sie ist nicht bei Papa. Ich fahr jetzt nach Hause. Ruf mich zurück.
Und?
Wer hat dir den Tee gemacht? - Angèle.
Was ist denn mit dir, Laurence? - Angèle? War sie hier?
Ja, sie ist hier gewesen.
Wo ist sie jetzt? - Sie war auf einmal weg.
Was ist denn eigentlich los? - Ich kann Lily nicht finden, Papa.
Hast du vorhin mit ihr gesprochen? - Ja.
Und... hat sie dir nichts gesagt? - Was meinst du denn?
Willst du nicht rangehen?
Sie fragt sich sicher, warum du nicht in der Schule bist.
Hi, das ist die Mailbox von Lily. Nach dem Signal...
Was ist mit ihr? - Nichts, Papa. Ich...
Mach dir keine Sorgen.
Sie sorgt sich. Ich bin auch Mutter, ich kann sie verstehen.
Ich werde nie mehr in diese Schule gehen.
Du willst nicht mehr hin?
Wegen des blonden Jungen?
Haben Sie mich ausspioniert?
Ohne es zu wollen. Ich beobachte ständig Menschen.
Dann... wissen Sie, was passiert ist?
Ich war gestern Abend bei dir in deinem Zimmer.
Als du den Clip gesehen hast.
Du kannst dich nicht ewig hier verstecken.
Vielleicht kann ich dir helfen.
Mir helfen? - Dich zu verstecken.
Ohne dich wirklich zu verstecken.
Das willst du doch, oder?
Ich soll unsichtbar sein?
Wäre das möglich?
Ich hab es auch geschafft.
Also warum solltest du es nicht schaffen?
Was ist?
Zweifelst du noch?
Lassen Sie ihn in Ruhe.
Oh Mann.
Weiter so, Lily. Du bekommst deine Tasche.
Weiter, Lily. Weiter, Lily. Weiter, Lily.
Hat sie einen Freund? Ich meine, hatte sie schon Geschlechtsverkehr mit einem Jungen?
Ich glaube nicht. - Nein.
Okay.
Sie sagte, sie hätte Bauchschmerzen. Ich dachte mir nichts dabei.
Ich hätte nachfragen müssen. - Lily ist 15. Irgendwann ist es so weit.
Sie ist bestimmt total verzweifelt. - Sie schämt sich sicher nur.
Und sie will sich nicht in der Schule blicken lassen.
Das sehe ich genauso, Schatz. Zum Glück sieht man ihr Gesicht nicht.
Denkst du wirklich, das wäre ein Trost für sie?
Nein. Aber stell dir mal vor, man könnte sie erkennen.
Er hat recht. Für ihre Zukunft ist das ein Glück.
Dann sollten wir sie lieber nicht suchen, ja? Ich...
Könnten Sie ihr Handy orten?
Wir müssen 24 Stunden warten, bevor wir solche Maßnahmen ergreifen können.
Ihr Vater sah sie heute Morgen noch? - Ja. Er hat sie gehört.
Was ich damit sagen will:
Sie schwänzt offenbar nur die Schule.
Sie kommt sicher nach Hause. - Ich verstehe, wir sollen warten.
Wir sollen also warten. Ja?
Während sie allein ist, verzweifelt, und ihr irgendein Verrückter begegnen könnte.
Entschuldigen Sie bitte.
Mama!
Théo, dein Ranzen.
Er hat Kopfweh und hatte nur noch zwei Stunden.
Okay. Dann kann ich mehr Zeit mit meinem Ritter verbringen.
Val. - Was?
Ich kitzle dich.
Nein!
Doch, doch!
Ich muss zurück. Kommst du klar? - Ja. Wieso nicht?
Ich frag ja nur.
Dann kann ich gehen? - Jetzt fress ich dich auf!
Ich fress dich auf!
Verflucht, Scheiße! Gott!
Nein, nein, warte. Das war keine Absicht. Keine Absicht, ich wollte dich nur fressen.
Und jetzt werde ich dich fressen.
Ich werde dich fressen.
Na los, raus.
Na hopp.
Warum ist es hier so dunkel?
Wir haben Besuch. - Nicht das Licht!
Ein Mädchen in deinem Alter.
Nein, jünger. - Ich mache das Licht an.
Also Lily, das hier ist Pierre, mein Sohn.
Pierre, das ist Lily, eine Freundin.
Hallo. - Lily wird für ein paar Tage bei uns bleiben.
Sie möchte auch unsichtbar werden.
Mein Handy. - Liegt wohl noch im Keller.
Ich muss meiner Mutter Bescheid sagen. - Ich hol es dir nachher.
Ich wollte Lily im Gästezimmer unterbringen, aber das ist nicht schön.
Kannst du ihr nicht dein Zimmer anbieten?
Nein. Mama, nein.
Besteh nicht darauf. Nein. Ich will das nicht.
Kann er Sie sehen? - Ja.
Er ist der Einzige.
Wusstest du, dass ich sichtbar bin, wenn ich schlafe?
Augen zu.
Hey.
Ich hab sie für dich hergebracht.
Augen auf.
Es wäre gut, wenn du eine Freundin hättest, oder?
Du kannst nicht ewig bei deiner unsichtbaren Mutter bleiben.
Frag sie nach der Sache mit dem Jungen.
Komm.
Wo ist sie? - Ich habe keine Ahnung.
Das Video kann dich ins Gefängnis bringen.
Ich habe es nicht gepostet. - Dumme Sprüche, ja?
Nathan, ich bitte dich.
Du hast doch sicher von Lily gehört.
Nur heute Morgen. - Hast du sie gesehen?
Nein, nein. Wir haben getextet.
Sie wollte bei ihrem Opa bleiben, weil er sie ja nicht sehen kann.
Ich fahre hin.
Scheiße!
Lily, bist du da?
Laurence?
Angèle?
Wer ist denn da?
Aber Victor...
Angèle? - Was ist denn mit Ihnen?
Sind Sie da? - Aber natürlich.
Mir ist leider ein Missgeschick passiert.
Ist doch nicht so schlimm. Ich werde Ihnen helfen.
Wir werden das in Ordnung bringen.
Danke, Angèle. Danke.
Wir gehen da rauf. - Ja.
Hey.
Wieso kannst du deine Mutter sehen?
Ich sehe sie einfach.
Ja, aber das heißt doch dann, dass du sie immer nackt siehst.
Stört dich das nicht? - Doch, eigentlich schon.
Darum zieht sie sich zu Hause was über.
Aber dich würde ich gerne nackt sehen.
Hast du sie noch alle?
Entschuldige.
Mach ein Foto von mir. - Ich habe doch schon 20 gemacht.
Das reicht.
Kann ich die Fotos mal sehen? - Warte! Théo, gib das her.
Du hast es verschickt. Das geht an meinen Chef.
Entschuldigung. - Lass mich jetzt in Ruhe.
Ist ungerecht. - Ich muss mich vor der Arbeit ausruhen.
Mach das bitte leiser. Leiser bitte!
Mach das leiser!
Théo! - Ich bin nicht fertig!
Ich bat dich mehrmals, es leiser zu machen.
Es macht keinen Spaß mit dir.
Ich habe Hunger.
Kann ich einen Joghurt haben? - Ja.
Ich finde keinen. - Oben.
Nein. Kann ich was anderes haben? - Ach, verflucht. Sieh richtig nach!
Hier.
Was ist denn?
Ich wollte ihn aufmachen. - Ist doch völlig egal.
Ich will einen anderen. - Spinnst du? Nur, um ihn aufzumachen?
Das ist Verschwendung! - Du schüttest jeden Tag die Milch weg.
Gut, du willst einen Joghurt. Jetz iss deinen verdammten Joghurt!
Das wolltest du doch? Warum heulst du? - Du schimpfst so viel.
Du gehst mir echt auf die Nerven. Hör auf zu heulen!
Ich muss mich vor der Arbeit ausruhen!
Du musst dich immer ausruhen. Das machen die anderen Mamas nicht.
Scheiße!
Ach du Schande. Laurence ist ja nicht die Ordentlichste.
Äh, ich muss leider los. - Was? Jetzt sofort?
Ich möchte Sie meiner Tochter vorstellen. - Nein, nicht jetzt.
Papa?
Papa? Wo bist du? - In meinem Zimmer.
Nur eine kurze Begrüßung, mehr nicht.
Mit wem sprichst du? - Mit Angèle, die ich dir gern vorstelle.
Da ist niemand, Papa.
Angèle?
Sie waren doch gerade noch da. - Da ist niemand, Papa.
Verrückt. Sie war doch gerade noch hier.
Hör zu.
Du musst ehrlich sein, ja? - Ja.
Der Tee, die Zeitung, die Kekse vorhin.
Ja?
Mir ist klar, dass das Lily war.
Lily? Aber nicht doch, das war Angèle.
Sie geht nicht zur Schule, du darfst sie nicht decken.
Was redest du da?
Hat sie dir das mit Arthur erzählt? Dieses Video?
Wie hätte ich ein Video sehen sollen?
Sie hätte davon erzählen können. Hältst du mich für blöd?
Nein. Du gehst mir auf die Nerven.
Untertitel: Eva Backmann Studio Hamburg Synchron GmbH
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