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Lily, bist du so weit?
Lily?
Mama, kommst du?
Klingelst du mal?
Mann, Lily! - Sorry.
Was hast du im Mund?
Attacke! - Die schießen auf uns!
Ich gebe dir Deckung. - Vorsicht, ich kann nichts mehr sehen!
Nichts!
Bazooka. Die sind hinter dir!
Such Deckung in der Kutsche. - Hallo, ihr Indianer.
Hallo! - Ab geht's. Und schnall dich an!
Okay.
Danke noch mal. - Mach ich doch gern.
Hallo, Lily.
Viel Glück für später. - Ja.
Mein Prinz! Als Nächstes gehen wir zum See und holen das königliche Schwert.
Ja!
Habt ihr euch gestritten? - Fahrt los, ihr kommt noch zu spät.
Ayoub, soll ich mit ihr reden? - Nein, ganz bestimmt nicht.
Théo, was ist das für ein Tier?
Ein Pferd! - Bingo!
Der ist so verrückt. - Ist er nicht!
Ein bisschen schon.
Dann mal los.
Krieg ich bald mal eine neue Tasche? - Nein, die sieht noch richtig gut aus.
Wieso willst du eine Markentasche? - Einfach so.
Wahrscheinlich hat Delphine eine.
Gefällt dir diese Tasche überhaupt? - Schon gut, hör auf.
Bri?
Bri? - Mama, beeil dich, wir kommen zu spät.
Bri?
Ich bin hier.
Hab ich dich geweckt? - Schon gut, ich muss gleich los.
Wieso schläfst du nicht im Keller? - Weil er zu feucht ist.
Hallo, Lily.
Hier. - Ach ja.
Mann, du hast echt Talent für so was.
Aber ich hör damit auf. Ich hab genug gekämpft.
Du kannst nicht einfach aufgeben. Wir schaffen das und haben genug Argumente.
Hast du den Termin beim Bürgermeister? - Noch nicht.
Siehst du? Selbst das ist ein Kampf. Uns fehlt die richtige Strategie.
Was für eine Strategie? Wie meinst du das?
Überleg doch mal.
Du spinnst doch. - Ihr kommt noch zu spät zur Schule.
Ciao, Süße.
Ist dein Handy im Flugmodus, Lily? - Klar.
Ich kann das spüren.
Entschuldige, Mama. - Mach es ganz aus.
Ja, ja.
Tag 112.
Heute schaffe ich es nicht mehr. Ich weiß nicht, ob ich noch existiere.
Sind keine Augen mehr auf mich gerichtet, bin ich nur noch ein unsichtbarer Schatten.
Ein Trugbild.
Tag 112.
Heute schaffe ich es nicht mehr. Ich weiß nicht, ob ich noch existiere.
Sind ihre Augen nicht mehr auf mich gerichtet, bin ich nur noch ein unsichtbarer Schatten.
Ein Trugbild.
Tag 113.
Zuerst... verblasst mein Körper.
Danach meine Erinnerungen.
Und jetzt verflüchtigt sich die Hoffnung.
Dabei habe ich alles versucht.
Das hier wird der letzte Tag meines Exils sein.
Da sind wir.
Mama, nimm die Kapuze ab. - Ja, tut mir leid.
Wollt ihr die hier verteilen? - Nein.
Die Sticker sind doch cool. - Nein, nein, nein.
Ich will nicht. - Théo, willst du welche?
Hey, hey, hey.
Ich komm nicht aus dem Gurt raus.
Herr Bürgermeister.
Guten Tag. - Guten Tag...
Wie sieht's aus?
Frau Dr. Decondé ist nicht da und geht nicht ans Telefon.
Vielleicht hat Dr. Bodson Zeit. - Nein!
Noch ist Zeit. - Keiner sonst darf an meine Augen.
Victor! - Niemand anderes.
Hier bin ich.
Hallo, Julie. Hallo, Papa. - Hallo.
Wir konnten dich nicht erreichen. - Ja, ich weiß.
Alles gut? - Ja.
Dann mal los.
Geht's dir gut? - Ja, alles okay.
Wie fühlen Sie sich, Dr. Decondé? - Gut.
Ich setze dir jetzt die Augenklammer ein. - Die Augenklammer.
Okay.
Alles klar, wir fangen mit dem Lasern an. - Gut.
Was ist das?
Was ist das?
Papa, alles okay?
Julie!
Stopp!
Zieh den Stecker raus. Zieh den Stecker raus!
Schnell, bind mich los!
Papa!
Komm, wir tauschen die Taschen. - Im Ernst?
Ja, zeig sie deiner Mutter. - Das wird sie nicht überzeugen.
Siehst du den?
Das ist ein EHS. - Ein was?
Ein Elektrohypersensibler. Genau wie meine Mutter.
Hi, Lily. Ich kenne deine Mutter nicht, aber du kannst sie heute Abend mitbringen.
Hör auf. Der redet Unsinn. Aber wäre cool, wenn ihr kommen würdet.
Kommt ihr?
Vielleicht. - Okay, cool.
Und du? - Lily.
Okay.
Wir sehen uns. - Ja.
Deine Mutter ist noch bei deinem Opa. Ich bring dich nach Hause.
Lily?
Hast du mir zugehört?
Aber was ist denn mit Opa? - Keine Ahnung.
Es gab wohl Komplikationen. Aber das erklärt dir deine Mutter.
Théo!
Théo.
Hast du ihn gesehen?
Théo! Ach Mann, Théo!
Was ist passiert?
Ich habe den Femto-Sekundenlaser auf Lichtpuls eingestellt.
Dann habe ich den Strahl auf das Ziel gerichtet.
Doch... Doch die Stärke stieg immer weiter. Ich konnte sie nicht runterdrehen.
Die ist von allein weiter gestiegen. Nathan.
Was? - Der Laser bewegte sich,
obwohl der Stecker gezogen war.
Was sagst du da? - Ich schwöre, dass es so war.
Julie... Hat der Apparat sich bewegt?
Obwohl der Stecker gezogen war?
Hast du hier was verwechselt? - Nein, ich schwöre es.
Ich weiß genau, in welcher Reihenfolge es geht.
Wer ist da?
Lass mich in Ruhe.
Verschwinde.
Papa.
Ja, heul nur.
Das war ein Unfall, Papa.
Hör sofort damit auf.
Was tust du da? - Ich versuche, das zu verstehen.
Das muss ihm echt wehgetan haben.
Opa ist ein starker Mensch. Er wird es überstehen.
Wie konntest du es nur so versauen?
Du hast gesagt, das sei ein harmloser Eingriff.
Opas Laser spielte verrückt.
Hast du die Versicherung erreicht?
Was?
Wenn ich das tu, gibt's 'ne Untersuchung.
Du hast deinen Vater operiert. Die Ärztekammer wird dich ausschließen.
Was ist mit der Klinik und seinen Patenten? - Aber die kennen doch Papa.
Das hier kann man nicht unter den Teppich kehren.
Das Lasergerät hat gesponnen. Die können gern eine Untersuchung einleiten.
Lily! - Klo.
Keine eingeschalteten Handys abends.
BIN IM BLOCK. ARTHUR FRAGT, WO DU BLEIBST.
Nein, Mama, bitte. - Ich will nur, dass du auf Flugmodus gehst.
Hübsche Tasche. - Hat mir meine Mutter gekauft.
Ich schlafe heute bei dir im Keller.
Ist lieb, aber ich fahr in die Klinik. Ich will bei ihm sein.
Ich kann das übernehmen. - Nein. Das ist meine Aufgabe.
Hast du inzwischen eine Erklärung dafür?
Ich hab gesagt, was passiert ist. Du glaubst mir ja nicht.
Ich möchte dir zu gern glauben.
Aber das ergibt keinen Sinn.
Also, ich fahre jetzt.
Hallo.
Das können wir mit Ja beantworten. - Guckt, wer da ist.
Sieh mal einer an.
Hat Delphine Lust, mit mir ins Bett zu gehen?
Könnten Sie die Frage wiederholen?
Will Delphine mit mir vögeln?
Um das herauszufinden, musst du Delphine fragen.
Nein.
Sie sagt zwar nein, aber ich glaube es ihr nicht.
Um das herauszufinden, musst du es versuchen.
Nee, keine Chance.
Hier, probier's auch mal.
Wozu hat man ein Piercing?
Es ist ein dekoratives Schmuckstück auf der Haut.
Okay, aber auf der Zunge.
Weil es hübsch ist oder weil man damit gewisse Dinge tun kann?
Ich verstehe "gewisse Dinge" nicht. Du musst Piercing fragen.
Sie weiß nichts damit anzufangen.
Woher willst du das wissen?
Tja... Ich behaupte, du hast noch nie einen Schwanz gesehen.
Doch, schon.
Dann möchte Piercing vielleicht mal an den kleinen Arthur ran?
Was ist, ist Piercing dabei?
Piercing ist zu teuer für den kleinen Arthur.
Wie viel?
Okay.
So eine.
Das ist teuer.
Deal.
Deal.
Weißt du überhaupt, was die kostet? - Ist egal.
Okay.
Gut gemacht.
Raus hier. - Okay, Leute, wir machen 'nen Abflug.
Alle raus.
Los, alle raus. - Du musst das nicht tun.
Ich weiß schon, was ich tue.
GUTE BESSERUNG
Ich bin's, Papa.
Denkst du, es war meine Schuld?
Ja?
Du wolltest doch Höhlenforscherin werden.
Irgendwas hat da nicht gestimmt.
Du bist meiner Meinung?
Die Laserkanone hat selbstständig auf mein Auge gefeuert.
Das war Absicht.
Absicht? - Ja.
Er hat all die Jahre gewartet, bis ich an der Reihe bin.
Von wem sprichst du, Papa? - Von meinem Apparat.
Es tut mir so leid.
Am meisten wird mir dein Gesicht fehlen.
Da! Siehst du das? Das ist ein Fingerabdruck.
Ja, okay. Und?
Da hat wer die Intensität des Laserstrahls manipuliert.
Eine von uns beiden? - Nein, wir trugen ja Handschuhe.
Julie, du hattest doch Handschuhe an, oder?
Du hast gesehen, wie ich den Stecker zog.
Du hast gesehen, dass der Apparat meinem Vater dennoch ins Auge stach.
Julie, verdammt! - Ich weiß nicht mehr.
Du warst doch hier. - Ja, aber das ergibt keinen Sinn.
Und deswegen ist es so nicht passiert?
Was ist? - Ich hab was gespürt. Du etwa nicht?
Nein.
Nichts. Er sieht nichts mehr. - Ja, aber wie sieht "nichts" aus?
Schließ die Augen, dann siehst du's.
Na los, mach sie zu. - Nein, ich will aber nicht.
Halt sie dir einfach zu. - Nein!
Lily, Lily! Er will das nicht.
Ja, ist ja gut.
Okay, ich steig hier aus.
Küsschen.
Sie ist verknallt. - Was verstehst du davon?
Aber das war erst der Anfang. - Hey, Jungs.
Willst du immer noch deine Tasche? - Das war doch der Deal, oder?
Ja, allerdings kostet das Ding einiges. 1200 Mäuse.
Aber kein Problem. Wir legen zusammen.
Aber wenn ich mich beteilige, will ich das nicht umsonst machen.
Das ist ganz klar.
Okay, bis dann.
Scheiße. Hast du das gelesen?
Ach, verdammt.
WER KANN BESSER BLASEN ALS LILY?
GROSSE SCHNAUZE, KLEINER SCHWANZ!
Was? - Hier.
Ja, das ist tatsächlich Lily. Unglaublich, sie hat den Bogen raus, oder?
Ich komm schon klar. - Bist du sicher?
Ja, das ist tatsächlich Lily. Unglaublich, sie hat den Bogen raus, oder?
Guten Tag, Victor.
Ich hab hier was für dich.
Das wird dir helfen.
Du kennst die Statistiken. Von den über 65-Jährigen
gewöhnt sich nur einer von hundert an seine neue Blindheit.
Die anderen werden verrückt.
Ich will nicht verrückt werden.
Schicksal ist abhängig von der Stärke des Charakters.
Weißt du noch?
Ich hab immer von einem Vater wie dir geträumt.
Wir brauchen dich.
Hast du ihn weggewischt? - Nein!
War da wirklich ein Fingerabdruck? - Ja.
Vielleicht ist er von jemandem, der während der OP hier war.
Von dir oder Julie. - Nein, jemand anderes.
Wer? - Weiß ich nicht.
Als ich gestern Abend mit Julie hier war...
Ich habe da etwas gespürt. Ich...
Ich habe... Ich habe gespürt, dass jemand hier war.
Wie? Du hast jemanden gespürt?
Ja.
Ich muss los. - Warte, warte, warte.
Schon gut, ich gehe.
Hast du letzte Nacht etwas geschlafen? - Sehr wenig.
Geh nach Hause, ruh dich aus. - Ich will Papa nach Hause bringen.
Hast du die Versicherung benachrichtigt? - Ich bitte dich. Eins nach dem anderen.
Mach eine Pause. Dann überlegen wir, wie es weitergeht.
Okay? - Okay.
Sie können sie nicht beschuldigen. - Was sie sagt, ergibt keinen Sinn.
Seit sechs Monaten klagt sie über Tinnitus und Kopfschmerzen.
Sie sagt, wegen der Antenne, aber ich frage ich mich, ob...
Was fragen Sie sich?
Vielleicht hat sie einen Burn-out.
Victor erhebt keine Anklage gegen sie.
Seine Entscheidung. Die müssen wir respektieren.
Danke und noch einen schönen Tag. - Ebenso.
Guten Tag. - Guten Tag, Herr Bürgermeister.
WARTEBEREICH
Guten Tag. - Guten Tag.
Ich habe mehrmals angerufen. - Ja. Ich wollte zurückrufen.
Aber ich kann das Netz in Creux nicht kappen.
Ja, ich verstehe.
Aber ich denke, dass Sie die Dinge etwas zu einseitig betrachten.
Ich? Einseitig?
Hören Sie,
letzte Woche wurden an mehreren Sendemasten Kabel durchtrennt.
Bringen Sie lieber Ihre Freunde zur Vernunft. - Sie müssen uns nur zuhören.
Wir leiden. Deshalb werden einige aggressiv.
Was hat das mit den Antennen zu tun? - Wir sind der lebende Beweis dafür.
Wissen Sie... Sind Sie darüber informiert, was das 5G-Netzwerk ist?
Wissen Sie, dass die Wellen stärker pulsieren als bei 4G?
Diese Strahlungen sind anders als natürliche. Unsere Zellen können sie nicht erkennen.
Für sie ist es eine permanente Aggression seit der Installation Ihrer Antenne.
Das erleben wir ganz konkret.
Herr Bürgermeister, haben Sie einen Termin? - Ja.
Wenn Sie uns weiter ignorieren, werden Sabotageakte zunehmen.
Drohen Sie mir etwa? - Nein.
Ich... Ich wollte Sie nur informieren. Mehr nicht.
Hören Sie. Rufen Sie mein Büro an, einverstanden?
Ist gut.
Ich bin da, Papa. Ich bin da. Gehen wir?
Warte.
Hier lang.
Ups, entschuldige. Entschuldige.
Fahr bitte so, wie du immer fährst.
Bist du verletzt? - Nein, es ist nichts.
Was war denn das? - Ich weiß nicht. Bleib hier.
Monsieur? - Laurence?
Hören Sie mich? - Laurence?
Bring mir mein Handy. - Was ist?
Mein Handy, Papa! - Handy? Wie soll ich dein Handy finden?
Was ist denn da? - Es ist...
Was ist los?
Ich weiß es nicht.
Was ist denn passiert? - Ich weiß es nicht!
Ich weiß es nicht. Er hat dagelegen, ganz nackt.
Nackt? Wer denn?
Bleib da.
Warte, Papa.
Und? - Keine Ahnung.
Ich weiß nicht, was passiert ist.
Tag 113.
Zuerst verblasst mein Körper.
Danach meine Erinnerungen.
Und jetzt verflüchtigt sich die Hoffnung.
Dabei habe ich alles versucht.
Das hier wird der letzte Tag meines Exils sein.
Untertitel: Eva Backmann Studio Hamburg Synchron GmbH
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