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Man nennt es The Rock. Den Felsen.
Willkommen in Alcatraz.
Eine Hölle aus Stahl und Beton für die Schlimmsten der Schlimmen.
Es waren gefährliche Männer. Und man musste jederzeit wachsam sein.
Aber die Gewässer da draußen sind vielleicht noch gefährlicher.
Die Wachen warnten die Insassen vor Haien, die nach flüchtiger Beute suchten.
Und eine neue Sichtung direkt vor der Gefängnisinsel könnte zeigen,
dass etwas Wahres an den Geschichten dran ist.
Dieser eine große Biss veränderte alles,
was wir über Weiße Haie und die San Francisco Bay wissen.
Was sahen die Häftlinge wirklich,
wenn sie die Küste von Sharkatraz verließen?
Die Insel Alcatraz...
eins der bekanntesten Wahrzeichen in der Bucht von San Francisco.
Hier saßen einige der berüchtigsten Kriminellen der Geschichte ein.
Aber die Gewässer, die die Insel umgeben, gehören einer anderen Art von Raubtier...
Den Haien.
Es gibt etwa 12 bis 15 verschiedene Arten von Haien,
von denen die Hälfte hier immer lebt.
Die anderen sind Besucher, die herkommen und wieder weiterziehen.
Seit Jahren sagen Wissenschaftler jedoch,
dass der berüchtigste Hai, der Weiße Hai,
nicht in der Bucht jagt, wo sich die Gefängnisinsel befindet.
Aber das wird sich nun ändern.
2015. An einem sonnigen Tag im Oktober
beobachten Hunderte von Besuchern auf einer Tour von Alcatraz etwas,
das niemand je für möglich gehalten hätte.
Es ist weniger als 10 Meter von der Insel entfernt.
Das ist ein Weißer Hai!
Oh, mein Gott.
Es ist ein Haiangriff.
Ein Weißer Hai greift einen Seelöwen an und verschlingt ihn.
-Whoa. -Daddy, mach ein Foto.
Heiliger Strohsack.
Er ist direkt unter uns! Wie er tobt!
Dieses unglaubliche, einmalige Ereignis schockiert die Wissenschaftler.
Das Gebiet vor der San Francisco Bay, bekannt als das Rote Dreieck,
ist berühmt für die Weißen Haie.
Sie kommen hierher, um Robben und Seelöwen zu fressen.
Von August bis Oktober, ist ihre Anzahl am höchsten,
aber dies ist das erste aufgezeichnete Mal,
dass jemand einen Weißen Hai in der San Francisco Bay fressen sah.
Mindestens seit den 1880er Jahren gab es hier keine Aufzeichnungen über Weiße Haie,
und man dachte immer, dass Weiße Haie nicht herkommen.
Es wurde immer darüber spekuliert, warum sie nicht herkamen.
Und diese Videos zeigen klassisches Raubtierverhalten des Weißen Hais.
Ist es nicht eigentlich unglaublich, dass das nicht schon früher passiert ist?
Dies ist ein Novum für Meeresexperten wie den Unterwasserforscher Scott Cassell.
Genau hier, nur ein paar Meter entfernt, hat der Weiße Hai den Seelöwen gefressen.
Dieser eine große Biss veränderte alles, was wir über Weiße Haie
und die San Francisco Bay wissen, und das ist der Nullpunkt, genau hier.
-Schnapp dir die Ente. -Schaut, da ist das Herz.
Die Beobachtung schürt die öffentliche Angst,
dass tödliche Haie die Bucht nach einer einfachen Mahlzeit durchsuchen.
Diese Angst hatte einst die Gefangenen von Alcatraz in Schach gehalten.
Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Häftling sind.
An einem sonnigen Tag sehen Sie aus einem dieser Fenster.
Sie sehen sich diesen süßen kleinen Seehund an,
als ihn sich plötzlich so ein großer Weißer Hai schnappt,
und sein Leben in dieser großen, schaumigen Blutlache beendet.
Wie würde das Ihre Fluchtvorstellungen beenden? Meine auf jeden Fall!
Oh, mein Gott.
Von hier konnte man echt nicht flüchten!
Auf dieser Gefängnisinsel
entkam kein Häftling der Legende von Sharkatraz.
NUR REGIERUNGSBOOTE ERLAUBT.
Die Wachen sorgten dafür, dass die Häftlinge das Betreten des Wassers
als Todesurteil betrachteten.
Vom ersten Tag an, als man hierher kam
gab es immer diese Wortwechsel zwischen Gefangenen und Wachleuten,
dass man von Haien gefressen würde, wenn man eine Flucht versuchte.
Und wir glaubten das, ich glaubte das. Jeder glaubte das.
Das war die wichtigste psychologische Waffe
welche die Gefängnisaufsicht hatte:
Die Drohung, in den Gewässern der Bucht um Alcatraz lebendig gefressen zu werden:
von Haien, die unter der Golden Gate Bridge durchkamen.
Die Wärter nutzten die Gerüchteküche des Gefängnisses zu ihrem Vorteil
und logen sogar über trainierte Haie, die die Insel patrouillierten,
und einen besonders bösen einflossigen Riesen, den sie Bruce nannten.
Einer der Wärter erzählte den Gefangenen,
dass sie draußen in der Bucht einen Hai gefangen hätten,
ihn hereinbrachten, einen Weißen Hai.
Sie schnitten ihm eine Flosse ab,
damit er nur im Kreisen im Wasser herumschwimmen konnte.
Wir bestärkten den Glauben daran,
dass es in der Bucht Haie gab.
Und es gab sie auch wirklich, Häftlinge zeigten sie mir,
und sagten: "Hey, Cap, schau mal da."
Da kommt diese Flosse aus dem Wasser.
Aber nicht jeder wurde von diesen Geschichten von Seemonstern abgeschreckt.
Die Sträflinge von Alcatraz waren die Schlimmsten der Schlimmen,
die Härtesten der Harten.
105, 107, aufmachen.
Anderswo kam man nicht mit ihnen zurecht.
Alles klar, sie sind drin. Zusperren.
Ich bin Bill Baker, Häftling Nummer 1259 AZ, ehemaliger Häftling von Alcatraz.
Ich saß wegen Ausbruchs aus anderen Gefängnissen.
Die meiste Zeit waren wir in unserer Zelle eingesperrt,
und das war auch das Schlimmste.
Für viele Häftlinge
führten die strengen Regeln, die renitentes Verhalten verhindern sollten
nur dazu, dass sie noch verzweifelter zu flüchten versuchten.
Ich denke, Langeweile zermürbt einen auf lange Sicht.
Letztlich macht sie einen wahnsinnig.
In seiner 29-jährigen Geschichte als Bundesstrafanstalt
gab es 14 Mal Fluchtversuche von Häftlingen aus Alcatraz.
Die meisten wurden schnell gefangen oder getötet, aber bei sechs Versuchen
kamen die Häftlinge tatsächlich in die Bucht und schwammen im Wasser
von dem sie dachten, dass es mit hungrigen Haien gefüllt war.
Die ersten Ausbrecher: Theodore Cole und Ralph Roe.
Dezember 1937.
Nach zwei Jahren in The Rock hatten Cole und Roe genug.
Für sie war die Verlockung der Freiheit weitaus größer als die Gefahr durch Haie.
Ich will nicht den Rest des Lebens hier sein.
Sie hatten Zeit abgesessen und wollten frei sein.
So einfach war das.
Lieber riskiere ich die Haie, statt länger auf diesem Felsen zu sitzen.
Aber Alcatraz ohne Boot im Winter zu entkommen ist fast unmöglich.
Die Angst der Häftlinge vor Haien ist nur ein Hindernis.
Um bis zum Ufer zu schwimmen,
müssen Cole und Roe gefährlich niedrige Wassertemperaturen überwinden,
deutlich unter 10 Grad Celsius
und mächtigen Strömungen, die sie aufs Meer hinaus ziehen.
Wir brauchen einen Weg, diese Gitter zu überwinden.
Diese entschlossenen Häftlinge denken, dass sie einen Ausweg gefunden haben.
Beide waren auf einem Arbeitseinsatz
nördlich des Zellenblocks im Model Industries-Gebäude.
Drinnen entdecken sie ein Fenster, versteckt vor den Augen der Wärter.
Tag für Tag sägen sie heimlich an den Gitterstäben,
feilen sie ab, bis das Metall dünn genug ist, um es aufzuhebeln.
Ihre langsame, stetige Arbeit überdecken sie mit Schuhcreme und Fett.
Dann, an einem nebligen Tag im Dezember,
wagen die Häftlinge den Beweis, dass kein Gefängnis ausbruchsicher ist.
Als ein Wärter die Männer verlässt, um andere Bereiche in der Nähe zu überprüfen,
machen sich Cole und Roe an den Ausbruch.
Schnell machen sie sich auf den Weg zu einem Zaun der am Wasser entlang führt,
und brechen das Schloss auf.
Sie haben es geschafft... oder denken es wenigstens.
Sie benutzen gestohlene Benzinkanister als Schwimmhilfen,
springen in die eiskalte Bucht...
und verschwinden.
Sie werden nie mehr gesehen.
Niemand weiß es, aber die meisten denken, dass Cole und Roe ertrunken sind.
Im eiskalten Wasser kann man innerhalb weniger Stunden sterben.
Die Zeit in diesem Gewässer ist nur sehr eingeschränkt sicher.
Und abgesehen vom bitterkalten Wasser
ist da noch der dichte Nebel, der San Francisco
ein Viertel des Jahres einhüllt.
An diesem speziellen Tag war der Nebel so dick,
dass sogar die Suche nach den Männern per Boot gefährlich war.
Desorientiert durch dichten Nebel, gezogen von starken Strömungen,
war es unwahrscheinlich, dass die Flüchtigen je das Ufer erreichen.
Aber für einige, unter anderem die Gefangenen, die in The Rock blieben,
gibt es eine Frage.
Kann es sein, dass sie von Haien gefressen worden waren?
Es gibt annähernd ein Dutzend Haiarten, die in der Bucht leben.
Es gibt sie in allen Formen und Größen, von bodenfressenden Leopardenhaien...
bis hin zu beängstigend großen Riesenhaien.
Trotz ihrer enormen Größe
jagen Riesenhaie keine Säugetiere, sie sind Filterfresser.
Aber eine Haiart, die regelmäßig in der Bucht vorgefunden wird,
könnte gefährlich sein.
Der Kammzähnerhai.
Kammzähnerhaie können recht groß werden, bis zu 3.60 m.
Bei erwachsenen Exemplaren weiß man, dass sie Seehunde und Seelöwen jagen.
Es wurde sogar gezeigt, dass sie diese halb-sozialen Gruppen bilden,
die in Rudeln zu jagen scheinen.
Bis heute wurden keine Angriffe von Kammerzähnerhaien gegen Menschen gesehen.
Sie sind eher Aasfresser als Raubtiere.
Tatsächlich wurde von den meisten Haiarten
die in und um die San Francisco Bay leben
nie bekannt, dass sie Menschen angriffen. Mit einer Ausnahme: Dem Weißen Hai.
Diese großen Haie wiegen 1.500 kg und haben einen Bissradius von über 50 cm.
Sie können einen kalifornischen Seelöwen in zwei Hälften reißen.
Sie können einen ausgewachsenen Seeelefanten ausweiden.
Und dann, sobald er tot ist,
so viele Bissen nehmen, wie sie wollen.
Über Millionen von Jahren haben sie sich zum ultimativen Raubtier entwickelt,
mit ständig nachwachsenden Reihen rasiermesserscharfer Zähne...
...spezialisierten Sinnesorganen, welche die Lorenzinische Ampulle genannt werden
welche die elektrischen Impulse ihrer Beute aufspüren.
Sowie einer tödlichen Strategie der gewaltsamen Angriffe von unten.
Sobald ein Weißer Hai sein Ziel anvisiert, ist es in ernster Gefahr.
Wenn ein Weißer Hai in der Nähe ist,
sieht er einen, aber man sieht ihn nicht.
Weiße Haie greifen selten Menschen an, aber wenn, dann ist es schrecklich.
Im Jahr 1959 bestätigte ein schockierendes Aufeinandertreffen alle Geschichten,
die Wärter den Häftlingen über tödliche Haie erzählt hatten.
Es geschah nur vier Meilen von The Rock entfernt, ein brutaler Angriff...
wo sie es am wenigsten erwarten.
Mai 1959.
San Francisco, Kalifornien.
Es ist ein warmer, sonniger Tag beim Baker Beach,
einem schönen Stück Sand und Brandung direkt außerhalb der Bucht,
weniger als 1,5 km südwestlich der Golden Gate Bridge.
Die 18jährigen Collegestudenten Shirley O'Neill und Albert Kogler
kamen hierher, um sich nach einer langen Studienwoche zu erholen.
Das Pärchen läuft in das kühle, einladende Wasser.
Der Tag könnte nicht perfekter sein.
Aber das wird sich bald ändern.
Sie schwimmen hinter die Wellen
ins tiefere, weniger aufgewühlte Wasser hinein.
Während Albert nach draußen blickt, auf das offene Meer…
sieht Shirley eine riesige, dunkle, Gestalt direkt unter der Wasseroberfläche,
die direkt auf ihn zukommt.
Das Wasser explodiert.
Es ist ein riesiger Hai, fast 3 Meter lang,
der seine Zähne tief in Alberts Fleisch versenkt.
Shirleys Instinkt sagt ihr, sie soll in Sicherheit schwimmen.
Aber sie kann Albert nicht sterben lassen.
Während der Hai noch einmal zubeißt, schwimmt sie zu seiner Rettung.
Sie greift um Alberts Torso herum
und nutzt all ihre Kraft, um sich zurück ans Ufer zu kämpfen.
Aber es ist zu spät.
Alberts Arm ist an der Schulter fast abgetrennt.
Er gleitet in die Bewusstlosigkeit.
Albert!
Nur zwei Stunden später
stirbt Albert Kogler an seinen schweren Verletzungen.
Der tödliche Angriff direkt an der Mündung der Bay
schockiert und verängstigt die Öffentlichkeit.
Albert Kogler fand den Tod
als er am Baker Beach von einem Weißen Hai angegriffen wurde,
und wenn Sie sich das hier ansehen und da rüberschwenken,
sehen Sie, wie nah wir an Alcatraz sind.
Trotz dieser Nähe
dachten viele Haiexperten jahrzehntelang, dass so ein Angriff
in den Gewässern um The Rock niemals passieren könnte.
Wieso? Die Bucht ist brackig, eine Mischung aus salzigem Meereswasser,
das während der Flut unter der Golden Gate Bridge durchströmt,
und Süßwasser, das aus den Flüssen des Landes in die Bucht kommt.
Es ist bekannt, dass Brackwasser
für im Meer lebende Raubtiere wie den Weißen Hai unwirtlich ist.
Wenn Weiße Haie in diese Brackwasser-Mischung
von Süß- und Salzwasser in die Bucht kommen,
sind sie doch an eine viel salzigere Meeresumgebung gewöhnt,
und so führt dies zu einer Reduzierung ihrer Leistungsfähigkeit,
der Funktionsfähigkeit der sensorischen Strukturen,
zu verminderter Schwimmfähigkeit, Fehlfunktionen der Organsysteme
oder sogar zu Ausfällen der Organsysteme, was dann zum Tod führt.
Physiologisch ertragen sie es nicht, in sub-salzhaltiger Umgebung zu sein.
Aber dann, in den Jahren 2007 und 2008
wurden bei einer Studie in Stanford, die die Wanderungen der Weißen Haie verfolgte,
die Peilsender von fünf erwachsenen Weißen Haien erfasst,
die unter der Golden Gate Bridge hindurchschwammen.
Aber selbst mit dem Beweis, dass Weiße Haie manchmal in die Bucht kommen,
glaubten Experten bis vor kurzem, das Wasser sei für Weiße Haie zu trüb,
um erfolgreich jagen zu können.
Algen und Sedimente, aufgewirbelt durch die Gezeitenströmung,
halten die Sicht in der Bucht normalerweise bei nur etwa einem Meter.
Da ist ein Weißer Hai!
Aber der jüngste Angriff eines Weißen Hais in der Nähe von Alcatraz
könnte darauf hinweisen, dass die Gewässer hier anders sind, als wir einst dachten.
Oh, mein Gott.
Um mehr zu erfahren, bereitet sich der Tiefseeforscher Scott Cassell darauf vor,
in der Bucht in der Nähe von Alcatraz selbst nachzusehen,
wie die Bedingungen im Wasser wirklich sind.
Das ist Spots, das Unterwasserfahrzeug zur Erforschung von Weißen Haien.
Es hat eine Plattform, auf der wir verschiedene Systeme anbringen.
Es kann als Luftkissenboot schweben, suchen, längere Strecken überwinden.
Eigentlich ist es ein Arbeitstransporter unter Wasser.
Wir können das abbinden, und dann wird es auch am U-Boot festgemacht.
Er diente 15 Jahre lang als Kampftaucher
und hat über 13.000 Stunden Taucherfahrung.
Steh einfach dabei, während ich Ballast ablasse, und dann siehst du…
Cassell weiß, was ihn unter Wasser erwartet.
Er war mit seinem Spezial-U-Boot überall
und hat die Weltmeere erkundet.
Jetzt nutzt er es um herauszufinden, was unter der Wasseroberfläche ist
und helfen könnte, den jüngsten Haiangriff zu erklären.
Du bekommst an zwei Stellen Luft. Willst du das mal überprüfen?
Soundcheck.
Topside, Topside. Kannst du mich hören?
Ich höre dich laut und deutlich.
Alle Systeme sind grün?
Aber hier, beim Eintauchen in die Gewässer von Alcatraz...
Wir haben hier gerade eine sehr starke Strömung.
Ich werde mitgezogen, und das ist wirklich eine Gefahr,
Vielleicht bekommt er hier mehr, als er erwartet hatte.
Wissenschaftler dachten lange, dass die Sicht in der trüben Bucht
zu schlecht ist, damit Haie jagen können.
Aber die jüngste Sichtung wirft neue Fragen auf,
und Scott ist auf der Jagd nach Antworten. Es ist ein riskantes Unterfangen.
Alle Systeme sind grün? Tauchen, tauchen, tauchen.
Topside, Topside, wir haben hier gerade eine sehr starke Strömung.
Ich werde mitgezogen, und das ist wirklich eine Gefahr,
darum werde ich ein bisschen weniger tief tauchen
-und versuchen, die Position zu halten. -Genau.
Nachdem das U-Boot stabilisiert ist, sieht Scott zum ersten Mal richtig hin.
Okay, Topside, ich kann den Boden sehen. Er ist etwa 6 Meter unter uns.
Das kann ich nicht glauben.
Die Umgebung in der Bucht ist anders, als er geglaubt hatte.
Ich kann nicht glauben, wie klar es für die San Francisco Bay ist.
Es ist unglaublich.
Was im Moment gerade passiert: Wir erleben, wie die Flut hereinkommt.
Natürlich kommt damit sauberes Meereswasser in die Bucht,
das erklärt die gute Sicht.
Aber dass man so gute Sicht hat, hatte ich nicht erwartet.
Hier ist es echt klar.
In der Vergangenheit betrug die Sicht in der Bucht nur einen Meter oder weniger.
Jetzt schätzt Scott, dass er bis zu sechs Meter weit sehen kann,
was ein bedeutend besseres Jagdgebiet
für Raubtiere des Meeres wie Weiße Haie bedeutet.
Topside, Topside, bitte um Erlaubnis zum Auftauchen.
Du kommst aus dem Wasser hoch, ja?
Ja, Ma'am, wir stoppen das U-Boot.
Die Sicht war überraschend gut, was bedeutet, dass ein visueller Räuber
wie ein Weißer Hai, leicht ein Beutetier an der Oberfläche wie eine Robbe
finden und zuschlagen kann, bevor sie es auch nur ahnt.
Eine mögliche Erklärung für diese bemerkenswerte Sicht in der Bucht
könnte etwas mit dem Wetter zu tun haben.
Es gibt eine Korrelation zwischen Salzgehalt und Sichtbarkeit.
Wenn weniger Flusswasser in die Bucht fließt,
ist der Salzgehalt höher und die Schlammkonzentration geringer,
wodurch das Wasser klarer wird.
Trockenes Wetter führt also typischerweise zu besserer Sicht in der Bucht.
Ein natürlicher Kreislauf,
in dem der Salzgehalt von Jahreszeit zu Jahreszeit steigt oder sinkt.
In der letzten Zeit haben wir gesehen, dass durch die Dürre in Kalifornien
langfristig viel weniger Süßwasser in die San Francisco Bay gelangt,
was den Salzgehalt wieder sehr
an die Werte im Meer herangebracht hat.
Eine weitere mögliche Erklärung für bessere Sicht sind Gezeitenströmungen.
Der Salzgehalt und die Klarheit der Bucht ändern sich ständig mit den Gezeiten.
Wenn Meerwasser einfließt, wird das Wasser klarer.
Wenn also Häftlinge aus Alcatraz entkommen wollten,
hatte die genaue Zeit des Fluchtversuchs starken Auswirkungen auf ihr Risiko,
einem Weißen Hai von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.
Tatsächlich zeigt einer der berühmtesten und genialsten Ausbrüche von The Rock,
wie unglaublich wichtig das Timing ist,
wenn es darum geht, sicher durch die Gewässer von Alcatraz zu navigieren.
Mai 1962.
Frank Morris, ein Mann, in dessen Gefängnisakte
einst "Entfesselungskünstler" als Beruf aufgeführt wurde,
wollte sich niemals einsperren lassen.
Hier auf The Rock ist er in bester Gesellschaft.
Die Mitgefangenen Clarence und John Anglin wollen auch raus.
Überlieferte Geschichten über Coles und Roes Fluchtversuch
vor über 20 Jahren
überzeugen die Häftlinge, dass The Rock nicht ausbruchssicher ist.
Frank Morris verbrachte eineinhalb Jahre mit der Planung des Ausbruchs.
-Gut, schaffen wir den Termin? -Ja, in einem Monat sind wir bereit.
Alles klar, gut.
Es war sehr kompliziert. Sie mussten viele Materialien beschaffen.
Sie mussten viel dafür tun, dass es ein Erfolg wird.
Sie bemerkten den Versorgungskorridor hinter den Betonwänden ihrer Zellen,
der zu einem Lüftungsschacht auf dem Dach des Zellenblocks führt.
Nacht für Nacht kratzten sie mit angespitzten Löffeln leise am Beton,
der ein Eisengitter im hinteren Teil ihrer Zellen festhielt.
Währenddessen bauten sie Kopfattrappen aus Stofffetzen und Seife.
Paddel aus gestohlenem Sperrholz.
Und aufblasbare Flöße aus Gefängnis-Regenmänteln.
Sie hoffen, dass sie diese improvisierten Boote über Wasser halten,
außerhalb der Reichweite von Haien, denen sie begegnen könnten
wenn sie in die eiskalte Bucht eintauchen.
Dann, in der Nacht des 11. Juni...
irgendwann nach 21:30 beginnt die Flucht.
Sie legen die Kopfattrappen unter ihre Decken...
und kriechen in den Versorgungskorridor...
und klettern in die Freiheit.
Sobald sie draußen sind, bahnen sie sich schnell ihren Weg durch die Schatten,
mit ihren Spezialflößen, Rettungswesten und Paddeln.
Sie haben die Insel verlassen.
Aber wenn jetzt ihr Timing nicht stimmt,
könnten starke Strömungen die Männer hinaus auf den offenen Ozean tragen,
direkt in das Rote Dreieck,
in die gefährlichen Jagdgründe des Weißen Hais hinein.
Juni 1962.
Auf der Insel Alcatraz
hatten Frank Morris und die Brüder Clarence und John Anglin
Geschichten von früheren Fluchtversuchen
von den Häftlingen Theodore Cole und Ralph Roe vor 25 Jahren gehört.
Niemand weiß, was mit Cole und Roe passiert war,
aber die Chancen auf Erfolg standen nicht zu ihren Gunsten.
Ich habe etwas Haar aus dem Frisörsalon bekommen.
Aber Morris und die Anglins sind überzeugt,
dass die mögliche Freiheit die Risiken wert ist.
Nach Monaten der Vorbereitung...
führen die Männer ihren Plan endlich aus.
Los, los!
Und sie erreichen das Wasser.
Die Männer stoßen in die Nacht hinaus, sie paddeln so schnell sie können.
Sofort spüren sie die starke Strömung, die sie mitreißt...
und dann... sind sie verschwunden.
Am nächsten Morgen…
Anglin! Wach auf! Du hältst den ganzen Block auf.
entdecken Wärter die Kopfattrappen...
Hey!
...und schlagen Alarm.
Aber nach einer aufwendigen Suche
findet man nur von den Häftlingen speziell angefertigte Fluchtgegenstände,
die am Ufer der Bucht angespült wurden.
Haben sie es in die Freiheit geschafft, sind sie ertrunken,
oder wurden sie vielleicht von Haien gefressen?
Manche glauben, Morris und die Anglin-Brüder,
die Flöße verwendeten, um sich aus dem Wasser zu halten
hätten eine bessere Chance gehabt, ans Ufer zu kommen,
als frühere Ausbrecher.
Dies ist ein Geheimnis, das bis heute nicht geklärt werden konnte.
Man kann nur wissen, ob Morris und die Anglins
das Ufer erreicht haben,
wenn man genau herausfinden könnte, wann sie ins Wasser gegangen waren.
Die starken Gezeitenströmungen in der Bucht ändern sich dramatisch
im Laufe eines Tages.
Ein Team niederländischer Wissenschaftler erstellte
unter Verwendung aller verfügbaren Informationen ein digitales Model
aller Strömungen in der Nacht des großen Fluchtversuchs.
In der San Francisco Bay
sehen wir in der Mitte diesen kleinen Bruch, das Golden Gate.
Das ist der einzige Bereich, durch den Wasser in die Bucht und wieder abfließt.
Wenn wir die Größe der Bucht betrachten, ist sie absolut riesig.
Es ist ein riesiges Gewässer, das bei Ebbe
durch diese winzige, kleine Spalte fließt.
Dadurch beschleunigt sich der Wasserfluss
es entstehen sehr starke Strömungen aus der Bucht heraus.
Es ist eine sehr schwierige Umgebung, eine sehr gefährliche Umgebung.
ALCATRAZ 20:00 UHR
Das Computermodell zeigt,
wenn sie zwischen 21:30 und Mitternacht in See gestochen wären,
hätte sie die starke ablaufende Strömung mit sich gerissen,
direkt unter die Brücke und in das Rote Dreieck hinein.
Diese Region, gleich außerhalb des Golden Gate,
von der Bodega Bay bis zum Big Sur und raus zu den Farallon-Inseln
ist reich an Meeressäugetieren.
Es ist ein berüchtigtes Jagdgebiet des Weißen Hais,
ein Gebiet, das für Hai-Angriffe bekannt ist.
Das Rote Dreieck ist berüchtigt,
weil es hier die häufigsten Angriffe durch Weiße Haie
in der Welt gibt.
Wenn die Gezeitenströme die Ausbrecher hierher gezogen hätten,
wäre ihr Risiko, auf tödliche Weiße Haie zu treffen,
dramatisch erhöht worden.
Dies ist eine Tatsache, die Surfer im Roten Dreieck nur zu gut kennen.
Oktober 2005, Salmon Creek, Kalifornien,
ein beliebter Surfspot nördlich des Golden Gate.
Es ist ein schöner Herbstmorgen als die 20-jährige Megan Halavais
mit ein paar Freunden an den Strand geht.
Sie paddelt 150 Meter hinaus
und sucht sich eine Stelle aus, wo sie anhält und auf eine Welle wartet.
Während sie untätig auf ihrem Board sitzt…
setzen plötzlich ihre Instinkte ein.
Dieses seltsame, schreckliche Gefühl, wie ein Kribbeln in der Wirbelsäule…
und ich weiß noch, wie ich denke: "Ich will echt bei den anderen sein."
Plötzlich kommt ein riesiger Kiefer von unten hervor.
Dies könnte das Ende sein.
Ein Weißer Hai bei Alcatraz Island lässt die Legende von Sharkatraz aufleben.
Was wäre passiert, wenn flüchtige Häftlinge
tödliche Haie getroffen hätten?
Ein berüchtigter Angriff direkt vor der Küste könnte einen Hinweis liefern.
Oktober 2005, nicht weit von der San Francisco Bay.
Ich erinnere mich, wie ich über meine Schulter sehe
und nur diese riesige Rückenflosse hinter mir sehe,
und diesen großen, grauen Körper und tosendes Wasser,
und als nächstes erinnere ich mich, wie ich die Hände gegen graues Fleisch presse.
Und dann werde mich mit meinem Brett unter das Wasser gezogen.
Und alles ist weg.
Ich war weg, mein Brett war weg, der Hai war weg.
Der riesige Weiße Hai schwimmt direkt nach unten
und hat Megans Surfbrettleine in seine Zähne verwickelt.
Was er auch tun wollte, er würde es tun,
und ich hing mit dran.
Dann zerreißen die Kiefer des Raubtiers die Plastikleine
wodurch es Megan möglich wird, zurück zur Oberfläche zu schwimmen.
Aber wird der Hai zu einem weiteren Angriff zurückkommen?
Ich schnappte mir das erste, das ich erwischte,
packte es einfach und zog meinen ganzen Körper hoch.
Sie riefen "Okay, okay, komm auf dein Board, auf dein Board."
Der riesige Biss
der sich von ihrem Oberschenkel bis herunter zur Wade zog,
hatte den Muskel bis auf den Knochen abgetrennt, knapp vor einer Arterie.
Megan hat Glück, noch zu leben.
Der Angriff ist kein Einzelfall.
Überall an der Küste von Kalifornien
gehören Surfer zu den häufigsten Opfern von Haifischangriffen.
Aber Meeresexperten warnen davor, die Raubtiere zu verteufeln.
Basierend auf allen bisher gesammelten Daten über diese gewalttätigen Begegnungen
sind Wissenschaftler überzeugt, dass Weiße Haie kein Menschenblut wollen.
In der Tat scheinen die meisten Bisse eindeutig eine Verwechslung zu sein.
Wenn sie hoch schauen und einen Surfer sehen,
diesen langen, zylindrischen Körper mit abstehenden Flossen,
die unsere Hände und Füße sind,
sehen wir wie ein Beutetier aus. Wir sind für sie ein Seehund,
und so stürmen sie mit großer Kraft aus dem Hinterhalt,
und dann schlagen sie zu
und erst dann merken sie, dass sie sich vertan haben,
nachdem sie ihre Zähne eingesetzt haben. Aber unser Schaden ist groß.
Wenn sie uns ausspucken: "Es war ein Haiangriff!"
und "Oh, Gott, so viel Blut, diese Verletzung!"
Und der Hai denkt sich: "Ups…"
Selbst wenn wir wissen, dass Weiße Haie nicht absichtlich Menschen jagen…
-Das ist ein Weißer Hai! -Oh, Gott!
...lässt die letzte Sichtung eines Weißen Hais beim Fressen in der Bucht
die Frage wieder aufleben:
Könnten es Alcatraz-Ausbrecher bis an die Küste geschafft haben,
ohne von Haien angegriffen zu werden?
Der letzte echte Alcatraz-Ausbruch könnte die Frage ein für alle Mal beantworten.
Dezember 1962.
Nur sechs Monate nach der großen Flucht von Morris und den Anglin-Brüdern
ist John Paul Scott der Meinung, dass jetzt er an der Reihe ist.
Ein Häftling, der 20, 30, 50 Jahre oder lebenslänglich verbüßt,
kommt an einen Punkt, wo alles besser ist als das.
Und dann ist man bereit, alles zu versuchen,
ist fast zu Selbstmord bereit, um nur herauszukommen.
Bei der Arbeit im Küchenkeller, entdeckt er ein vergittertes Fenster,
die jemand anderes schon teilweise durchgesägt hat.
Scott beschließt, die Sache abzuschließen.
Tag für Tag benutzt er alles, das er in die Finger bekommt,
sogar Bindfaden, der mit Bohnerwachs und Scheuerpulver beschichtet wurde,
um den verbleibenden Stahlstab leise abzuschleifen.
Und als er fast fertig ist... zieht er einen Partner hinzu.
Ich habe mir eins der Fenster im Keller der Küche vorgenommen.
Ich werde abhauen von diesem Felsen. Komm doch mit.
Er sagt dem Mitgefangenen Darl Lee Parker, dass er jetzt abhauen wird.
Ich bin drinnen.
Alle anderen, die es versucht haben, wurden gefangen genommen oder sind tot.
Aber werden sie es schaffen und sicher in die Freiheit schwimmen,
oder werden sie Opfer der tödlichen Legende von Sharkatraz?
Sie sagen, dass es nicht möglich ist…
ein Weißer Hai, der vor Alcatraz Island jagt,
in der San Francisco Bay.
-Das ist ein Weißer Hai! -Oh, mein Gott.
Nach dieser kürzlichen Sichtung fragten sich die Leute,
was echt mit den Häftlingen von Alcatraz geschehen war, die verschwunden sind.
Sind die ertrunken... oder ist die Legende von Sharkatraz wahr?
Die letzte wahre Flucht von Alcatraz konnte endlich zeigen,
ob es ein Todesurteil bedeutet, The Rock schwimmend zu verlassen.
16. Dezember 1962.
Auf den Tag genau 25 Jahre
nachdem die ersten Ausbrecher von The Rock verschwanden,
waren eine neue Gruppe von Häftlingen, John Paul Scott und Darl Lee Parker,
bereit, durch Haifische verseuchte Gewässer in ihre Freiheit zu schwimmen.
STRAFANSTALT
Ihre Chancen sind gering.
Man weiß von keinem einzigen Häftling, der The Rock lebend entkommen ist.
Sechs wurden von Gefängniswärtern erschossen.
Diejenigen, die es ins Wasser schafften, wurden schnell erwischt
oder man glaubt, dass sie ertranken.
Aber kurz nach 17:30
schafften es Scott and Parker bis zum felsigen Ufer der Insel.
Am Rande des Wassers blasen sie Gummihandschuhe auf
und stecken diese in ihre Gefängnishemden.
Vielleicht helfen ihnen diese einfachen Schwimmhilfen, nicht unterzugehen.
Aber sie schützen sie nicht vor dem bitterkalten Wasser…
oder vor den Haien.
Aber jetzt geht kein Weg mehr zurück.
Minuten später entdecken Wärter von Alcatraz den Ausbruch
und schlagen Alarm.
Sofort gehen Boote auf die Suche nach den entkommenen Sträflingen.
Dann, etwas mehr als 100 Meter von der Gefängnisinsel entfernt,
auf einer kleinen Felsengruppe, bekannt als Little Alcatraz...
finden sie einen der Männer, der sich festklammert, um sein Leben zu retten.
Es ist Darl Lee Parker.
John Paul Scott wird nirgendwo gefunden.
Ist es möglich, dass er das gefährlich kalte Wasser der Bucht überlebte,
oder ist er den Haien begegnet, vor denen die Wärter die Insassen warnen?
Schließlich kommt ein Anruf.
Scott lebt, und ist am Ufer von San Francisco.
Fast zwei Stunden nach seiner Flucht
finden ihn zwei junge Männer, wie er halb bewusstlos
an den Felsen von Fort Point hängt, knapp 5 km von Alcatraz entfernt.
Er hatte Glück, wie ihn die Strömung hinauszog…
Wäre er 15, 20 Meter weiter rechts gewesen,
wäre er vor der Golden Gate Bridge herausgekommen,
und das wäre sein Ende gewesen.
Er landete hier auf den Felsen,
was seine letzte Rettung war, bevor er aufs Meer hinaus gezogen wurde.
Und er war so erschöpft, dass er einfach auf den Felsen zusammenbrach.
Sie nahmen ihn mit und brachten ihn zurück nach Alcatraz.
Aber er war geschwommen, schaffte es.
ALCATRAZ-AUSBRUCH: ZWEI SCHWIMMEN IN DIE NACHT, EINER SCHAFFT ES ZUM UFER
Das Überleben von John Paul Scott ist der Beweis, dass man es schaffen kann,
ohne einem menschenfressenden Hai zu begegnen.
Diese Tatsache wurde in der Folge häufig unter Beweis gestellt.
Jedes Jahr schwimmen Hunderte von Alcatraz zur Küste von San Francisco.
Eigentlich ist das Risiko eines Haiangriffs sehr gering,
und bis heute gibt es vermutlich Schwimmer,
die bei Alcatraz schwimmen,
während ein Weißer Hai unter ihnen ist,
und nichts passiert, weil sie keine Beute für ihn sind.
Experten sind der Meinung, dass es sehr unwahrscheinlich ist,
dass einer der entkommenen Häftlinge in der Bucht einen Weißen Hai traf.
Was ist also wirklich mit den verschwundenen Häftlingen passiert?
Viele spekulieren, dass Cole and Roe in der Bucht ertrunken sind…
Bei Morris und den Anglin-Brüdern denken einige, dass sie es schafften.
Aber vermutlich hätten keine Insassen jemals die Flucht versucht,
wenn sie den gewaltigen Haiangriff vor dem Pier von Alcatraz gesehen hätten.
Der alte Gefängnisdirektor hätte es sicher toll gefunden, wenn ein Weißer Hai
vor den Insassen hier so eine Show abgezogen hätte.
Wenn die Weißen Haie die San Francisco Bay
als möglichen Jagdgrund wiederentdecken, wartet reiche Beute auf sie.
Es gibt eine große Anzahl von kalifornischen Seelöwen am Pier 39,
außerdem eine wachsende Population von Hafenrobben,
mehrere Brutplätze in der Bucht.
Dies könnte also ein Jagdrevier sein,
das die Haie bald wieder entdecken,
und nur die Zeit wird zeigen, ob sie nicht mehr vorübergehende Besucher sind,
sondern sich dauerhaft hier ansiedeln werden.
Letztlich scheinen die Geschichten, die die Wärter den Häftlingen
von menschenfressenden Haien in der Bucht erzählten,
nichts weiter waren als Hilfsmittel, um die Häftlinge zu kontrollieren.
Oh, mein Gott.
Aber die dramatische Haifisch-Jagdszene vor Alcatraz
könnte die Dinge in der Zukunft verändern,
und die Legende des unbesiegbaren Felsens Sharkatraz wieder aufleben lassen.
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