All language subtitles for Die Stadt der rauhen M+νnner (1949) DEUTSCH

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Original subtitles

Die weiten Ebenen des amerikanischen Westens erwiesen sich als so starkes Hindernis,

dass die fortschreitende Zivilisation mehr als ein Jahrzehnt aufgehalten wurde.

Aber nach und nach wurden auch diese Gebiete erschlossen.

Dieser Film erzählt die Geschichte eines Pioniers,

der mit dem Aufbau des Westens auf das Engste verknüpft ist:

Jim Dancer, ein Mann auf der Flucht vor dem Gesetz.

Am 21. August 1863, zur Zeit des grausamen Bürgerkriegs,

überfiel General Quanterell den Ort Lawrence in Kansas.

Angriff!

Nein! Nein, bitte nicht.

Lassen Sie los, ich bitte Sie.

Aus dem Weg, du kleiner Teufel!

Wir töten keine Mädchen, Yancey.

Ich habe es immer gesagt: Du bist zu sentimental.

Was ist los?

Jim hat mich angegriffen.

Aber nur, weil Yancey das Mädchen umlegen wollte.

Das stimmt nicht, es geht nicht um das Mädchen.

Das ist Slocum, sein Name steht auf der Liste.

Also worauf wartest du, Jim Dancer?

Hast du das schon vergessen? Das ist der Mann, der deinen Bruder getötet hat.

Nein, nein.

Dancer, Jim Dancer.

Der blutige Krieg zwischen den Nord - und Südstaaten fand schließlich sein Ende,

aber an der Grenze hatte sich zu viel Hass aufgestaut.

Einige Unentwegte kämpften weiter.

Der Name Quantrell geriet in Vergessen- heit, aber neue Namen tauchten auf.

Namen von ehemaligen Kampfgefährten von Quanterell,

von Männern, die jetzt von Soldaten zu Verbrechern geworden waren.

"Die jungen Brüder"

"Gesucht wegen Mordes: Jim Dancer"

"Wenn Sie etwas über seinen Verbleib wissen,

melden Sie es der Pleasanton Detektivagentur"

Dancer, Sie können es mir ruhig eingestehen. Sie haben doch keine Zeugen.

Wie war das eigentlich? Gehörten Sie zu der Räuberbande Frank und Jesse James?

Seit dem Krieg habe ich sie nicht mehr gesehen.

Das müssten Sie doch wissen, seit einem Jahr sind Sie hinter mir her.

Also sind Sie im Bilde, was ich inzwischen getrieben habe.

Ach Jim, wie viele Geschichten sind von Ihnen im Umlauf?

Aber ich glaube nicht eine davon. Ich glaube nur, was ich sehe.

Die Pleasanton Detektivagentur hat mich beauftragt, Sie einzufangen.

Eine schöne Summe steht auf Ihren Kopf.

Das Ganze ist für mich ein Geschäft, weiter nichts.

Was für eine Mordanklage läuft denn gegen mich?

Ein Mann namens Slocum.

Das war doch während des Krieges.

Außerdem hat er meinen Bruder getötet.

Aber Sie haben leider den Falschen erwischt,

Sie haben nicht Bert Slocum umgebracht, sondern seinen Bruder Theodor.

Ich bringe Sie jetzt rüber in unser Büro nach Kansas City

und dann werde ich erstmal schlafen.

Ein richtiges Bett ist das Einzige, wonach ich mich sehne.

Das haben Sie verdient, Cummings.

Ich habe auch eine halbe Ewigkeit nicht mehr geschlafen.

Das heißt, in einem Bett.

Es tut mir wirklich leid, dass ich Sie abliefern muss, Jim.

Aber Geschäft ist Geschäft, ob Recht oder Unrecht spielt keine Rolle dabei.

Bert Slocum sucht Sie, Jim.

Der Mann hat eine Menge Geld für Sie ausgesetzt.

Sie sind ihm was wert.

Wir wollen nach Kansas City.

Heute geht es nicht mehr.

Wir haben Hochwasser, Mister.

Es wäre Selbstmord.

Aber wir müssen (über.

Ich bezahle das Doppelte.

So viel Geld können Sie mir gar nicht geben.

Außerdem kann ich nicht schwimmen. - Sie bringen uns rüber.

Ihr setzt ja dabei euer Leben aufs Spiel.

Das ist unsere Sache.

Ach, der hat was auf dem Kerbholz. - Los, mach schon.

Ich bin bereit.

Auf eure Verantwortung.

Nimm die Zügel und führe die Pferde an Bord.

Und wer soll die Fähre bedienen bei dem reißendem Strom?

Hier absteigen.

Schwein gehabt.

Keine falschen Hoffnungen, wir kommen nach Kansas City.

Lebendig kriegen Sie mich nicht nach Kansas City.

Ich krieg Sie schon hin, Jim, und wenn ich Sie auf dem Rücken schleppen müsste.

Zurück. Greif ihm in die Zügel.

Halt ihn! - Was ist mit dir?

Was ist denn passiert?

Fähre, hier war doch sonst eine Fähre.

War das wirklich hier?

Der Weg führt genau bis hierher und geht drüben weiter.

Das Seil wird gerissen sein.

Die Fähre hat sich selbständig gemacht. - Das kann ja gut werden.

Ich muss nach Lanyard, ich habe es eilig.

Ich auch.

Für mich ist eine Viehherde unterwegs, die darf ich auf keinen Fall versäumen.

Gibt es keine andere Fähre in der Nähe?

Doch, es gibt eine, zehn Meilen weiter unten.

Dadurch haben wir einen Umweg von 20 Meilen.

Die Gäule werden es kaum schaffen. - Wir können ja mal ausspannen.

Na schön, kann ich ja machen.

In zehn Minuten geht es weiter.

So hoch war der Fluss noch nie.

Ich fahre diese Strecke seit sechs Jahren, Winter wie Sommer.

Nanu, da unten warten ja noch zwei.

Moment mal.

Was tut ihr hier?

Wie lange seid ihr schon da?

Seit gestern Abend.

Wo ist der Fährmann, mh?

Der wollte uns übersetzen, aber die Pferde wurden scheu

und brachten dabei leider die Fähre zum Kentern.

Er konnte nicht schwimmen. - Armer Kerl.

Den da hat ein Pferdehuf erwischt.

Dass ein Fährmann sich auf sowas eingelassen hat.

Sieht ihm gar nicht ähnlich.

Er war doch sonst so vorsichtig. - Wie heißen Sie?

Cummings, George Cummings.

Ich arbeite für die Pleasanton Detektivagentur.

Was haben Detektive bei uns in der Wildnis zu suchen?

Eine Kleinigkeit. - Wer ist das?

Sein Name ist Jim Dancer.

Jim Dancer? Ich hätte nie gedacht, dass der mal dran glauben müsste.

Ich habe von ihm gehört.

Bei uns in Texas erzählt man sich, er sei der leibhaftige Teufel.

Ich weiß überhaupt nichts über Jim Dancer.

Ich hab zwar eine Menge Geschichten über ihn gehört,

aber als Detektiv glaube ich sowieso nur an das, was ich sehe.

Die Pleasanton Agentur hat mir den Auftrag gegeben, Jim Dancer aufzuspüren.

Ich war monatelang hinter ihm her, wie ein Bluthund hinter dem Wild.

Und was ist jetzt?

Ein toter Jim Dancer passt nicht in unserem Programm.

Das muss aber unangenehm sein, Cummings.

So eine Nacht ist verflucht lang.

Ein Glück für Sie, dass wir gekommen sind.

Sie hätten sonst lange warten können.

Haben Sie eine Stahlfeile dabei? - Sowas habe ich noch nie gebraucht.

Wo ist denn Ihr Schlüssel?

Weggeworfen, Dancer wollte ihn mir abnehmen.

Also gut, Jim Dancer ist tot.

Aber dieser Mann hier lebt und er ist gefesselt an einen...

Ein Messer.

Guten Tag.

Sie hatten mir ein Telegramm geschickt, dass ich herkommen soll.

Ich heiße Bert Slocum.

Ach so, ja, einen Augenblick bitte.

Bitte sehr.

Mr. Slocum.

Ja, das bin ich. - Sehr erfreut Sie zu sehen.

Sie haben also Jim Dancer gefangen?

George Cummings, unserem besten Agenten, ist es gelungen.

Wo ist er?

Die letzte Nachricht hatte ich aus Baurs Springs.

Aus Baurs Springs, das sind 40 Meilen.

Sie müssten doch längst hier sein.

Dancer hat ganz bestimmt euren Detektiv angeschmiert.

Ich habe Cummings noch nicht zu Gesicht bekommen.

Aber Mr. Pleasanton erzählte mir, er wäre sein bester Mann.

Wie gut, dass wir noch einen Schlüssel hatten.

Ich werde Mr. Travers sagen, dass Sie hier sind.

George Cummings ist draußen. - Schicken Sie ihn rein.

Mr. Cummings.

Mr. Travers.

Wo ist Jim Dancer?

Ich bin Bert Slocum, wo ist Dancer?

Er ist tot.

Ich habe es ja gewusst, dass niemand Jim Dancer fängt.

Ich hatte den Auftrag von Mr. Pleasanton, Jim Dancer bei Ihrer Filiale abzuliefern.

Wieso ist Jim Dancer tot? Was ist passiert?

Wir mussten den Fluss überqueren, es war Hochwasser, die Fähre kenterte.

Es war ein Unfall. - Und wo ist die Leiche?

Joe Patrice, der Fahrer vom Holidayexpress, und ich haben ihn begraben.

Das war falsch. Wie habe ich die Gewähr, dass der Tote Jim Dancer ist?

Mr. Slocum hat recht, Cummings. Sie hätte ihn hierher holen müssen.

Hier haben Sie meine Papiere, schicken Sie sie bitte zurück an Mr. Pleasant.

Überlegen Sie es nochmal.

Da gibt es nicht das geringste zu überlegen, Mr. Travers.

Ich möchte nicht nochmal eine Nacht verbringen, gefesselt an einem toten Mann.

Den Schlüssel habe ich in den Fluss geworfen, aus Vorsicht,

weil Jim Dancer auf der Fähre eine Rauferei anfing.

Sie haben dann seine Hand abgeschnitten mit einem Taschenmesser.

Ich habe Ihrer Agentur 12.000 Dollar bezahlt. Ich verlange einen positiven Beweis.

Hier nehmen Sie, das muss genügen.

Liebe Mitbürger, das ist der Moment, auf den wir alle solange gewartet haben,

der Moment, in dem der letzte Schwellennagel eingeschlagen wurde.

Der hiermit unseren Ort mit den großen Städten im Osten verbindet.

Vor sechs Monaten weideten genau auf diesem Platz noch Büffelherden.

Heute steht hier eine Prärie-Metropole: Lanyard Kansas.

Benannt nach meinem guten Freund Charles Lanyard, dem Vizepräsidenten

der Missouri- Kansas- und Pazifik- Eisenbahn.

Mr. Lanyard ist zu meinem großen Bedauern heute am Erscheinen verhindert.

Aber wenn er bei uns wäre, dann würde ich das zu ihm sagen,

was ich jetzt zu ihnen sage: Willkommen!

Und jetzt möchte ich noch ein Wort der Begrüßung

an unsere Freunde aus dem Süden richten:

Die Viehzüchter und Cowboys von Texas.

Sie treiben die Herden hunderte von Meilen hinweg über die Prärie,

um sie hierzu verladen.

Die Züge bringen sie dann zu den großen Märkten von Kansas City, Chicago, New York.

Und nun darf ich Ihnen zum Abschluss zurufen:

Hier kommt die erste Herde, heißen wir sie herzlich Willkommen.

Die Rede war gut, Mr. Slocum.

Cummings. - Ja.

21 Tage, 82 Dollar.

lasen...

Guten Abend, Sir.

Guten Abend.

Guten Abend.

George Cummings, von der Pleasant Detektivagentur.

Ich bin jetzt Schienenleger, Mr. Hobson.

Sie haben ihren Beruf aufgegeben?

Vor sieben Wochen, was kostet ein Zimmer?

Zwei Dollar, Nummer 12, das schönste Zimmer der ganzen Stadt.

Die Cowboys, sie machen wieder Feuerwerk.

Sie sollten nach dem Rechten sehen, Marshal.

Die sind noch imstande und knallen uns die halbe Stadt zusammen aus purem Übermut.

Es gibt nichts gemeineres als besoffene Cowboys.

Sie sind verantwortlich für die Sicherheit unserer Stadt,

bringen Sie die zur Vernunft, tun Sie ihre Pflicht.

So verrückt sind meiner Mutter ihre Kinder nicht.

Verdammt nochmal.

Zum letzten Mal: Tun Sie ihre Pflicht, oder treten Sie von ihrem Posten zurück.

Gut, der Posten ist wieder frei.

Sie können jetzt nicht so einfach zurücktreten, das wäre doch Flucht vor dem Feind.

Meine Sorge.

Nein, nein. Hilfe! Hilfe!

Nein. Hilfe!

Respekt.

Mach dein Testament.

Das ist nicht fair, er hat keine Pistole.

Hol dir eine, hol dir ein Schießeisen und komm zurück.

Das geht auch ohne.

Du hörst wohl falsch auf dem rechten Auge. Ich geb dir fünf Minuten, kapiert?

Oder du kannst dir die Radieschen von unten betrachten.

Nimm nur die Beine in die Hand, Slattery macht, was er sagt.

Onkel Bert.

Kann ich mal Ihre Pistole haben?

Legen Sie sich lieber nicht mit Slattery an.

Der schießt schneller als andere denken. Bei dem ziehen Sie nur den Kürzeren.

Gegen so einen Revolverhelden kommen Sie nicht an.

Mir bleibt keine andere Wahl.

Sie haben so eine nette Hüftverzierung, können Sie mir die mal pumpen?

Sie haben Nerven wie ein Pferd.

Bist du fertig, Slattery?

Ja. - Los!

War der Kampf fair?

Großartig, der Kerl. - Er ist schneller als der Wind.

Dem haben Sie es gegeben, Cummings. Das war klasse.

Hier haben Sie ihre Knarre wieder. Die ist in Ordnung.

Aber es muss ein Kerl dahinter stehen.

So einen Mann wie den brauchten wir hier als Marshal.

Mr. Slocum, haben Sie das mit angesehen?

Ja. Sind Sie nicht Cummings von der Pleasanton Agentur?

Das war einmal.

Moment mal, Cummings, ich möchte mit Ihnen sprechen.

Jetzt nicht.

Bert, das ist der richtige Mann für den Marshalposten.

Wir haben doch einen. - Der ist zurückgetreten.

Ich hab die Nase voll. Wir brauchen einen entschlossenen Mann,

damit die Schießerei aufhört.

Also gut, nehmen wir Johnny Tancred als Marshal.

Wir wollen Tancred nicht. - Das ist Sache des Bürgerkomitees.

Die Mehrzahl ist für Cummings.

Sehr richtig, das ist unser Mann.

Die Leute sind einstimmig für George Cummings, Slocum.

Und was meinst du dazu?

Tja, warum nicht?

Also gut, Paul, setz ihn provisorisch als Marshal ein,

aber das Bürgerkomitee entscheidet die endgültige Wahl.

Wir können die Sache heute Abend entscheiden.

Ist alles in Ordnung, mein Schatz?

Ja, sicher.

Geh ins Büro und warte auf mich, ich bringe dich dann nach Hause, ja?

Ich hab meine Bestes versucht, wie du siehst.

Das war nicht allzu viel.

Beim ersten Widerstand haben Sie klein bei gegeben.

Es war nicht Hobson allein, die ganzen Leute waren für Cummings.

Cummings, diese halbe Portion Detektiv.

Oh Mr. Cummings, verzeihen Sie, wenn ich Sie belästige, aber wir brauchen Sie.

Wollen Sie nicht den Marshalposten übernehmen?

Nein.

Das Bürgerkomitee tritt heute Abend zusammen, um Sie zu bestätigen.

Das interessiert mich nicht.

Aber bedenken Sie doch, das schöne Gehalt dafür.

Ich sagte bereits, ich will nicht.

200 Dollar im Monat und drei Dollar für jede Verh...

Guten Abend.

Guten Abend, Mr. Cummings.

Wo isst man hier am besten?

Das Eldorado ist ganz gut.

Es wird Ihnen aber vielleicht etwas zu laut sein.

Dagegen habe ich nichts.

Dann ist es das Richtige für Sie. - Danke.

Mr. Cummings.

Guten Abend.

Meine Nichte Evelyn.

Wir haben uns heute Nachmittag schon getroffen.

Ich hatte noch keine Gelegenheit, Ihnen zu danken.

Ich habe mich zu Tode erschrocken, Mr. Cummings.

Genau wie damals, als mein Vater... - Denk nicht mehr daran, Kind.

Hobson hat mit Ihnen über den Posten gesprochen?

Ich habe abgelehnt.

Das Gehalt, kann Sie das nicht locken? - Nein.

Das ist wirklich schade.

Sie kommen doch hoffentlich zur Einweihungsfeier heute Abend?

Ich würde mich freuen.

Wir veranstalten nämlich ein kleines Tanzvergnügen,

damit sich die Leute besser kennenlernen.

In einer so zusammengewürfelten Stadt kennt der eine den anderen nicht.

Vielleicht sehe ich mal rein.

Bitte. - Gut, tun Sie es aber wirklich.

Bring noch eine Runde. - Noch jemand einen Whiskey?

Das wäre doch gelacht, wenn da kein Gewinn raus käme.

Alles fertig? Drei gewinnt, vier verliert.

Und auf ein Neues, meine Herrschaften.

Spiel du für mich, Charly.

In Ordnung. Wer hat jetzt die Bank?

Guten Abend, meine Herren, was soll es sein?

Ich möchte etwas essen.

Wir haben Beefsteak.

Na gut. - Bitte.

Guten Abend, wie geht es?

Danke.

Für die Vorstellung heute Mittag hätten Sie Eintritt verlangen können.

Es gibt Menschen, die immer in so etwas verwickelt werden.

Ich nehme an, dass Sie sich auch nicht beklagen können.

Naja, mit einem langen weißen Bart werde ich wohl nicht ins Gras beißen.

Na, du süße Motte...

Hallo Mr. Cummings.

Hallo. - Behalten Sie Platz.

Eigentlich bin ich überrascht, Sie hier wiederzutreffen.

Sie wollten doch nach Kansas City, wenn ich mich nicht irre.

Ich folge dem Zug nach dem Westen.

Kann ich Sie mal sprechen, Mrs. Peel?

Natürlich.

Verzeihung.

Ich habe für ihren Vater gearbeitet, der hatte auch so eine Bar.

Er wurde abgeknallt, als sie 12 Jahre alt war.

Florence und ich sind Partner.

Ihnen wurde der Marshalposten angeboten.

Das hat sich schnell herumgesprochen.

Ihr Kampf mit Slattery ist das Stadtgespräch.

Der war gut.

Bei einem solchen Kampf muss man gut sein.

Man muss töten oder sterben.

Ich verstehe nicht, warum Sie den Posten nicht annehmen.

Um wieder anzufangen, wo ich vor ein paar Monaten aufhörte?

Sie haben sich bei dem Kampf beinahe verraten.

Sie wollen damit etwas bestimmtes sagen, aber ich verstehe Sie nicht.

So flink wie Sie hat nur einer geschossen.

Schlagen Sie den Posten doch nicht aus, Jim.

Was haben Sie gesagt?

Ich sagte, nehmen Sie den Marshalposten, Jim Dancer.

Ich glaube, mir ist der Appetit vergangen.

Hier, der Eintritt ist frei.

Mr. Cummings, ich freue mich, Sie hierzu sehen.

Es gibt ein paar hübsche Mädchen dabei, finden Sie nicht?

Greifen Sie sich eine und schwingen Sie das Tanzbein.

Nett, dass sie gekommen sind.

Die Gesellschaft von Lanyard ist heute wieder vollzählig versammelt.

Da können Sie sie alle kennenlernen, Mr. Cummings.

Das würde mich sehr freuen.

Wollen wir tanzen?

Ja, aber ich habe sehr lange nicht mehr getanzt.

Ich bringe es Ihnen gern wieder bei.

Wenn Sie mir nicht böse sind, Mrs. Slocum,

möchte ich erstmal in die Sitzung hineinschauen.

Natürlich.

Tancred ist nicht der richtige Mann für diesen Posten.

Er ist als Revolverheld bekannt.

Wollt ihr so etwas zum Marshal machen?

Also gut, wenn Tancred nicht infrage kommt...

Herein.

Guten Abend, meine Herren.

Ist noch Zeit? Ich habe es mir überlegt, mit dem Marshalposten.

Das trifft sich gut, meine Herren, das löst unser Problem.

Hoch erfreut, Cummings, hoch erfreut.

Wir wollten gerade andere Anordnungen treffen.

Cummings ist der richtige Mann für unseren Posten.

Was ich von Mr. Cummings gesehen habe, da können wir uns nur gratulieren.

Ich tue mein Bestes, mehr kann ich nicht versprechen.

Das genügt mir, so.

Sie sind von jetzt ab Marshal von Lanyard Kansas.

Ich gratuliere Ihnen, Marshal, nehmen Sie Platz.

Weiß Mr. Cummings, welches Gehalt er bekommt?

200 Dollar pro Monat. - Und drei Dollar für jede Verhaftung.

Ein gutes Gehalt, besonders wenn Sie die Gelegenheit beim Schopf packen.

Ich meine, Sie müssten eben sorgfältig durchgreifen.

Richter Leach und ich beziehen 25 Prozent von Ihren Strafen.

Das sind nämlich Gebühren, die uns vertraglich zustehen.

Darf ich Sie mit den übrigen Mitgliedern des Komitees bekannt machen?

Mit Staatsanwalt Vedder, Mr. Meeker...

Sehr erfreut.

...Friedensrichter Leach.

Sehr angenehm.

Mr. Carter Bullock, unser Stadtschatzmeister, Mr. Slocum kennen Sie bereits.

Jetzt sind wir also endlich komplett und ich hoffe,

dass die Stadt durch Cummings zur Ruhe kommt.

Es ist ein unmöglicher Zustand,

dass eine Frau am Vormittag von einem betrunkenem Cowboy belästigt wird

und für ihre Würde und vielleicht auch für ihr Leben fürchten muss.

Von nachts ganz zu schweigen.

Sehr richtig.

Das muss aufhören.

Die Cowboys machen unten wieder ein Mordsspektakel.

Na, wie wäre es denn mit uns beiden, mh?

Finger weg, du Kerl.

Du, lass meine Tochter los.

Sie können Ihren Dienst gleich beginnen, Marshal.

Schmeißen Sie die Cowboys raus.

Jetzt aber Schluss damit.

Cummings nummeriere deine Knochen, du Kerl.

Ich bin jetzt Marshal von Lanyard. Raus hier, oder ich mache dir Beine.

Wo ist euer Gefängnis? - Ich zeige es Ihnen.

Nun wollen wir aber wieder mal tanzen.

Spielt weiter: Musik!

Hier ist das Gefängnis, Marshal.

Hereinspaziert, meine Herren.

Gute Arbeit, Marshal, gute Arbeit. Schöner Anfang.

Wenn ich rauskomme, dem stecke ich die ganze Bude in Brand.

Der Marshal, der.

Der dahergelaufene Kerl, der.

Hey, sollen wir im Dunklen hocken?

Keine Lampe drinnen?

Doch.

Kein Feuer?

Doch.

Steck doch an.

Die anderen werden uns schon rausholen.

Ist eine Gemeinheit, uns hier einzusperren.

Dem werden wir noch das Handwerk legen.

Kommt der uns ausgerechnet in die Quere.

Los, kommt, die holen wir jetzt aus dem Gefängnis raus.

Los, dem schlagen wir den Laden zusammen.

Aufmachen, Marshal.

Dann schlag doch die Tür ein. - Aufmachen, los!

Versuchen wir es an der Hintertür, kommt.

Wo brennt es denn, meine Herren?

Die Gefangenen raus.

Schmeiß die Knarre weg.

Ich hab ein volles Magazin, die Hälfte von Euch muss dran glauben.

Rührt euch nicht.

Werft die Schießeisen weg, wenn euch das Leben lieb ist.

Führt den Befehl aus.

Schließ die Tür auf. Los, setzt euch in Bewegung.

Rein mit euch. Bisschen schnell.

Na mein Lieber, das haben wir uns aber anders vorgestellt.

Ein schönes Wiedersehen auf Nummer Sicher.

Ich habe alles genau beobachtet, Marshal.

Da juckt mein Geldbeutel, neun Gefangene mehr.

Verdammt gute Arbeit. Wir treffen uns morgen im Gerichtssaal.

Danke.

Das müssen wir begießen.

Ich glaube, es ist besser, ich schlage für die Nacht mein Lager hier auf.

Rauchen Sie, Cummings? - Danke.

Woher wussten Sie, dass ich Jim Dancer bin?

Die Fesseln haben Sie verraten.

Was meinen Sie damit?

Cummings linkes Handgelenk war an ihr Rechtes gefesselt.

Hat es noch jemand gesehen?

Ich glaube es nicht.

Warum sollte ich den Posten annehmen?

Weshalb sollen Sie sich weiter verstecken, wenn wir Sie hier brauchen.

Und warum haben Sie den Posten angenommen?

Weil ich in diesem Nest ein paar gute Freunde gefunden habe.

Bis morgen früh, Jim.

Gute Nacht.

Die Sitzung ist eröffnet.

Ein sauberes Sammelsurium, ein sehr sauberes.

Welche Anklagen liegen vor? - Aufrührerisches Verhalten.

25 Dollar pro Mann.

Hinzu kommt noch Randalieren und Widerstand bei der Festnahme.

Also außerdem noch 25 Dollar pro Nase, macht 50 Dollar.

Du verblödete alte Schnapsflasche.

25 Dollar extra, im Ganzen 75 Dollar für Sie.

Schimpf doch ruhig weiter. Nichts mehr auf Lager?

Von jeder Strafe kriege ich ein Viertel.

Kann man nichts machen. Fahren Sie fort, Marshal.

Die erste Gruppe wollte die zweite befreien.

Gefängniseinbruch? Besonders schweres Vergehen: 50 pro Mann.

Drei, sechs, acht, neun: 450 Dollar plus 175 macht zusammen. Moment mal...

625.

625 Dollar zu 25 Prozent sind...

Über 165 Dollar.

Für jeden von uns.

Und 36 Dollar für Sie, Marshal.

Also los, blättern Sie hin.

Rutsch uns den Buckel runter. - Kostet noch 25 Dollar, macht 650.

Das geht zu weit, meine Herren.

Ich habe einen Anwalt mitgebracht.

Zu spät, ich habe sie schon verurteilt.

Euer Gnaden, ich bin leider von Mr. Kerrgan aufgehalten worden.

Ich halte Sie nicht auf, die Gefangenen sind für schuldig befunden

und verurteilt worden.

Zur Tagesordnung, noch weitere Gefangene, Marshal?

Ich werde keinen Cent bezahlen. - Macht weitere 50 Dollar.

Ein Gericht wie dieses gehört mit Pech und Schwefel ausgeräuchert.

Macht 100 Dollar.

Kommen vielleicht noch 200 dazu?

Zahlen Sie lieber Kerrigan, es wird sonst noch mehr.

Also gut, also gut: Ich bezahle.

Aber wenn ich Sie mal in New Mexiko erwische...

750 Dollar.

Das wäre es, Männer, drei Dollar für jeden.

Hier, bitte, Marshal. Zwölf Männer ä drei Dollar.

Ich hole es mir bei der Stadtkasse, am Ende des Monats.

Wie Sie wollen, aber ich habe es lieber gleich.

Wollen Sie es haben, Staatsanwalt?

Nein, ich hole meins auch auf dem üblichen Weg, Richter Leach.

Na, Marshal, was halten Sie von der Rechtsauffassung

in unserer Präriemetropole Lanyard?

Sie sind Anwalt, was halten Sie davon?

Soll ich Ihnen was verraten?

Marshal, bringen Sie mir mehr Gefangene.

Wiedersehen.

Jesse James.

Hallo Jim.

Hallo, wir haben uns lange nicht gesehen.

Das war eine Überraschung, als ich dich gestern plötzlich da stehen sah.

Wir dachten, du wärst tot.

Also bist du dem Pleasanton-Mann doch entwischt.

Nein, er hat mich geschnappt, aber er ging dabei drauf.

Ich spaziere jetzt mit seinem Namen herum.

Wieso das denn?

Wenn du dich hinter seinem Namen verstecken willst, das kapier ich ja.

Aber als Marshal in so einer Stadt

wie dieser sitzt du doch auf dem Präsentierteller.

Ja, ich weiß. Mach es dir bequem, ich erzähl dir die Geschichte.

Erinnerst du dich noch? Das war damals in Lawrence.

Da habe ich einen Mann namens Theodor Slocum getötet.

Seine Tochter, so 14, 15 Jahre alt, hat gesehen, wie ich es tat.

Auf den Tag ist keiner von uns stolz.

Nein, Bert Slocum, der Bruder von Theodor, ist der Mann,

den ich eigentlich töten wollte, weil er meinen Bruder erschossen hat.

Bert Slocum, das ist der Mann, dem die Stadt gehört.

So ist es. Er hat die Pleasanton Agentur auf mich geheizt.

Er will damit die Gefahr, die ihm selbst droht, abwenden.

Das nehme ich auch an.

Slocum weiß nicht, wer du bist.

Nein, aber seine Nichte,

die damals gesehen hat, wie ich ihren Vater erschossen habe, ist auch hier.

Die könnte dich wiedererkennen.

Ganz schön heiße Sache, mein Lieber.

Ich hoffe, dass sie gut ausgeht.

Ach, ich wünsche dir jedenfalls das Beste.

Ich muss mich auf die Socken machen.

Was suchst du denn hier in Lanyard?

Die Bank?

Seit wann bist du so neugierig?

Tu es nicht.

Ich hoffe nicht, dass ich eines Tages noch gegen dich kämpfen muss.

Wiedersehen, Jim. - Ich wünsche dir viel Glück.

Wenn ich dich mal wiedersehe, bist du vielleicht kein Marshal mehr.

"Wir ziehen den Hut!"

"Marshal Cummings leistet ganze Arbeit. Er macht Lanyard zu einer sicheren Stadt."

"Lanyard Sparkasse 50.000 Dollar Betriebsvermögen."

Guten Morgen Marshal.

Wo geht das Kabel hin?

Können Sie lesen oder nicht?

Keine Ausflüchte. Für wen ist der Transport bestimmt?

Ich werde dafür bezahlt, dass ich den Wagen lade, nicht für das Quatschen.

Nanu, hey, ich kenne Sie doch.

Vielleicht hast du hier schon mal im Gefängnis gesessen.

Ich bin eben erst in Lanyard angekommen.

Aber ich kenne Sie bestimmt, nur ich weiß nicht mehr woher.

Da kann ich dir auch nicht helfen.

Guten Morgen, Bill. - Wie geht es, George?

Hey Marshal, wir haben Sie überall gesucht. Was geht hier vor?

Was soll das heißen?

Haben Sie noch nichts bemerkt?

Um die ganze Stadt wird Stacheldraht gezogen, wir konnten kaum durchkommen.

Was sagt ihr?

Ja, überall. Wir konnten kaum mit der Herde durch.

Ihr habt unsere Leute ins Gefängnis gesetzt, aber ihr ward fair dabei.

Ihr habt keinen schlecht behandelt und Ihr ward im Recht.

Aber die Sache mit dem Stacheldraht ist eine Unverschämtheit.

Ich werde mir die Kiste mal ansehen. - Ich wusste, dass Sie Ordnung schaffen.

Ein Wagenzug mit Draht ist eben angekommen.

Für die Homestead Development Company.

Wer ist denn das?

Weiß ich auch nicht, aber ich kriege es raus.

Das finde ich komisch, diese Geheimnistuerei.

Fand ich auch schon Verdächtig.

Unser Frühstück fertig? - Natürlich, es wartet schon.

Bring uns den Kaffee.

Bring noch eine Tasse für mich, Dan. - Sofort, Mrs. Peel.

Bleiben Sie sitzen.

Was macht Ihnen Sorgen, George? - Einen Wagen mit Drahtrollen.

Ist das alles?

Und jemand, den ich gerade getroffen habe.

Hey Marshal, sehen Sie sich mal an, was sich auf der Straße tut.

Johnny Tancred macht mal wieder Ärger. - Tancred?

Entschuldige mich bitte.

Anhalten. Halt.

Treib das Vieh zurück. Herden dürfen nicht mehr durch die Stadt geführt werden.

Seit wann? - Seit heute.

Was soll das heißen, Tancred?

Ich bin ihr Stellvertreter.

Wer hat Sie ernannt?

Das Bürgerkomitee, und gleichzeitig kam die neue Verordnung heraus.

Ich werde Ihnen zeigen, wie man diese Cowboys behandelt.

Los, raus mit dem Vieh aus der Stadt.

Wie soll ich die Herde zum Verladen bringen, ohne sie durch die Stadt zu treiben?

Das ist nicht meine Angelegenheit.

Ich gebe euch zwei Minuten, um das Vieh wegzutreiben.

Treibt es durch die Stadt.

Die neue Order bleibt in Kraft.

Noch bin ich Marshal, ihr habt mir zu gehorchen.

Weiter durch die Stadt.

Unsere Abmachung geht niemanden etwas an, haben Sie mich verstanden?

Ah Marshal. Wir sehen uns noch.

Man hat Tancred zu meinem Stellvertreter ernannt.

Naja, Cummings, Hobson beantragte es gestern bei der Sitzung.

Er behauptete, Sie brauchten eine rechte Hand.

So'?

Die Sache ist nämlich die, Sie haben sich für uns geradezu aufgeopfert,

Tag und Nacht, das hält ja kein Mensch aus und da haben wir beschlossen,

dass Sie einen Stellvertreter haben müssen.

Johnny Tancred.

Guter Mann, Cummings.

Zwar nicht sehr erfahren, aber er war vorher Friedensrichter in Prärie City.

Ich kenne seinen Ruf.

Sie müssen doch auch mal schlafen.

Sie können nicht 24 Stunden Dienst tun.

Er hat blank gezogen. - Weil sie auf ihn angelegt haben.

Er hat die neue Verordnung übertreten.

Sie wussten, wie ich darüber denke.

Ich habe Sie nicht aufgehalten.

Aber er kam zurück und hat mich angestänkert.

So war es eben. Es gibt Idioten, gegen die ist kein Kraut gewachsen.

Aber gegen Killer ist ein Kraut gewachsen.

Was soll das heißen? - Zunächst sind Sie mal entlassen.

Das würden Sie bereuen.

Was ich bereue, ist meine Sache.

Die Knarre weg, sonst knall ich Sie nieder.

Weg mit dem Abzeichen.

Ich sage: weg mit dem Abzeichen!

Danke, Marshal.

Er hat Bill herausgefordert.

Erledigt, Boys.

Slocums erster Versuch. Ein Kerl wie Tancred zum Stellvertreter...

Dem sieht man die Bosheit auf Meilen an.

Sagen Sie, Marshal, haben wir uns nicht in Cheyenne getroffen?

Da war ich noch nie. - Kennen Sie mich?

Ja, ich erinnere mich genau. Sie haben dort ein Spiellokal gehabt.

Und Sie haben falsch gespielt. - Ich?

Ja, deswegen wurden Sie aus der Stadt ausgewiesen.

So ein verdammter Schnüffler.

Das ist wohl der, von dem Sie gestern gesprochen haben.

Er kennt mich von früher.

Ist das wahr?

Er weiß nicht, wo er mich hintun soll.

Und Sie wissen es?

Ja, sein Name ist Yancey, es war in Lawrence.

Er hat Grund, sich an mich zu erinnern.

Noch zweimal dasselbe.

Zahlst du? - Ja.

Danke.

Du hast vor ein paar Minuten mit dem Marshal gesprochen, nicht?

Ja, ich kenne ihn von irgendwoher, aber ich weiß nicht mehr genau, wo das war.

Es ist schon ziemlich lange her.

Er war Detektiv, bevor er hierher kam, bei der Pleasanton Agentur.

Pleasanton? Nein, von da kenne ich ihn bestimmt nicht.

Ich habe nichts am Hut mit Detektiven, überhaupt nichts.

Detektive sind eine besondere Rasse, von der ich mich fernhalte.

Aber mir fällt es schon ein, wenn ich vielleicht noch einen trinke.

Sagen wir einen Doppelten.

Noch einen Doppelten für meinen Freund. - Ja.

Herein.

Ah, Mr. Slocum.

Freue mich Sie zu sehen, Mr. Lanyard.

Ich möchte nicht gestört werden, Shaun.

Wollen Sie sich nicht setzen?

Danke.

Ich bin extra von Kansas City hier ihretwegen, Slocum.

Also gut, Lanyard. Lassen Sie uns zur Sache kommen.

Sie haben bereits wieder einen Waggon Stacheldraht bestellt.

Das ist nun schon der sechste Waggon in diesem Monat.

Außerdem haben Sie 200 Pflüge und landwirtschaftliche Geräte bestellt,

die auch geliefert wurden.

Was in drei Teufels Namen haben Sie vor?

Tja, Mr. Lanyard, ich bin gerade im Begriff, mich der Landwirtschaft zu widmen.

Das Einzige, was Sie hier aufziehen können, sind Präriehunde.

Also gut, Lanyard, machen wir es kurz und schmerzlos.

Wir haben vereinbart, diese Stadt auf Teilung aufzubauen.

Ja, aber dazu ist zu sagen: Sie hatten 12.000 Hektar Land von der Regierung erhalten,

für den Spottpreis von 50 Cents pro Hektar.

Ich habe die Bahn ihretwegen nach Südwesten verlegt,

wodurch Sie 300.000 Dollar einsteckten.

Wovon Sie 50.000 erhielten und damit die halbe Stadt kaufen konnten.

Der Umweg von sieben Meilen hat uns ein Vermögen gekostet.

Das hat die Eisenbahngesellschaft gezahlt und nicht Sie.

Warum regen Sie sich denn auf?

Wenn Ihnen der hohe Anteil,

den Sie laufend aus unserer Stadt beziehen, noch nicht genügt, Mr Lanyard,

dann kaufen Sie meine fünfzig Prozent einfach mit auf.

Dann gehört Ihnen die ganze Stadt, die ja sowieso nach Ihnen benannt ist.

Und Sie würden sich zurückziehen?

Das will ich nicht sagen. Ich werde eben Landwirt.

Und wie viel Prärieland haben Sie nun erworben?

Beiderseits der Bahn entlang, so zwei bis drei Meilen.

Und in der Mitte liegt die Stadt.

Mit anderen Worten also, Sie besitzen alles Land um Lanyard herum.

Ich habe die Stadt sozusagen blockiert.

Uns soweit ich übersehen kann,

wurden ungefähr 100.000 Stück Vieh bisher in Lanyard verladen.

Und genau dieselbe Zahl grast im Augenblick auf meinem Land.

Und ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass es bis zum November

eine halbe Millionen sein würden.

Was sollen die albernen Zahlen, Slocum?

In Anbetracht dessen, dass ich der Bahn so viel zu verdienen gebe,

könnte mir die Bahn auch mal was zukommen lassen, nicht?

Wie?

Naja, vielleicht einen Dollar pro Stück Vieh.

Sie sind verrückt, Slocum.

Ich habe euch blockiert.

Nicht ein Stück Vieh kann verladen werden, ohne meinen Grund und Boden zu passieren.

Sie brauchen es nicht übers Knie zu brechen, lassen Sie sich Zeit.

24 Stunden.

Nimm die Füße runter.

Ich habe ein fettes Auge für Ihre Hühnersuppe, Boss.

Ein Kerl, der Cummings kennt.

Wer kennt den nicht.

Ja, aber der Mann kennt ihn schon von früher, Boss.

Er weiß zwar nicht woher, aber er behauptet, Cummings war nie ein Detektiv.

Was?

Der Kerl heißt Yancey, wir haben ihn neu eingestellt.

Ich sah, wie er mit Cummings sprach und da habe ich mich ran gemacht.

Johnny, wenn Cummings kein Detektiv war...

Denk mal nach: Man fand Cummings an einen Toten gefesselt.

Hier ist noch das Spielzeug.

Ich wusste, dass kein Detektiv Jim Dancer fangen konnte.

Wenn er nicht George Cummings ist, dann ist er...

Jim Dancer.

Ich weiß, wie ich das herausfinden kann.

Pleasanton, Chicago. Die müssen jemand herschicken, der Cummings kennt.

Das kann ich verlangen.

Was wollen Sie hier?

Verstecken Sie ihr Schießgewehr.

Ich bin Marshal Cummings von Lanyard.

Ich weiß, wer Sie sind, aber hier draußen haben Sie nichts zu suchen.

Ich komme nicht als Marshal hierher.

Sie sollen mir nur ein paar Fragen beantworten.

Ich bin kein Auskunftsbüro.

Ich habe Sie in Slocums Büro gesehen,

also ist Slocum die Homestead Development Company.

Was Sie denken, ist mir egal.

Warum zieht ihr Stacheldraht den ganzen Bahndamm entlang?

Sollen wir vielleicht Pullover daraus stricken?

He, Marshal.

Marshal, ich habe Sie überall gesucht.

Kommen Sie rein.

Slocum hat unsere Miete um 50 Prozent erhöht,

und so hat er es mit jedem hier gemacht.

Aber das ist gegen das Gesetz.

Wir zahlen sowieso schon einen besonders hohen Preis.

Wir haben Investierungen gemacht, die Läden ausgestattet,

alles im Hinblick auf einen bestimmten Verdienst.

Und jetzt macht er das.

Ich kann nicht mehr bezahlen. Sprechen Sie mit ihm, Marshal.

Ich habe mein Möglichstes versucht.

Er sagt, es ist sein Grund und Boden, er kann verlangen, was er will.

Wir auch George, wir haben gerade erfahren, dass wir ab heute

25 Prozent von unserem Spielgewinn an die Lanyard Landgesellschaft abgeben müssen.

Das kann er nicht machen. Nein.

Wie wäre es, wenn wir den Laden einfach schließen würden?

Und von der Luft leben. - Den bringe ich vor das Gericht.

Da kostet Sie jede Beleidigung 25 Dollar.

Die lauern doch nur darauf. - Halsabschneider.

Ich habe sowieso mit Slocum ein Hühnchen zu rupfen.

Das geht in einem Aufräumen.

Machen Sie ihm klar, dass kein Kaufmann mehr bezahlen wird.

Sagen Sie ihm, dass wir protestieren. Es ist absurd.

Slocum. Ich möchte mit Ihnen sprechen.

Kommen Sie rein.

Ich bin eben ausgeritten, wie kommen Sie dazu, überall Stacheldraht zu ziehen?

Ich wüsste nicht, was Sie das angeht.

Nichts, aber der Viehtransport geht die Allgemeinheit etwas an,

und der wird von Ihnen sabotiert.

Alle Geschäftsleute in Lanyard haben Sie vorher dazu überredet,

langjährige Pachtverträge mit Ihnen abzuschließen, im Hinblick auf die Bahnlinie.

Na und?

Sehr einfach. Die Verträge sind Betrug, weil Sie die Bahnlinie sperren.

Wie kommen Sie nur auf die Idee, dass ich so etwas tun will?

Durch die neue Verordnung, dass kein Vieh mehr durch die Stadt darf.

Diese Verordnung hat das Bürgerkomitee erlassen.

Auf lhre Anregung hin.

Das gebe ich zu. Na schön. Aber es steht den Züchtern frei,

ihre Viehherden außerhalb meines Geländes zur Verladung zu bringen.

Sie müssen bloß eine neue Vereinbarung treffen.

Nein, da verrechnen Sie sich.

Genauso wie Sie sich verrechnen, wenn Sie meinen,

dass die Kaufleute mehr für ihre Pacht bezahlen werden.

Glauben Sie, Milo Meeker und die übrigen in der Stadt

werden das stillschweigend hinnehmen?

Damit kommen Sie nicht durch.

Die Cowboys und die Kaufleute werden die Stadt auseinander nehmen.

Sie haben vielleicht recht. Ich will Ihnen mal etwas sagen:

Das hier aufzubauen hat mich eine Menge Geld gekostet,

und vielleicht war das etwas zu viel für mich.

Also werde ich folgendes machen:

Ich fahre morgen nach Kansas City und nehme einen neuen Kredit auf,

dann kann ich die Mieten wieder senken und mache alles andere rückgängig.

Meinen Sie das ernst?

Selbstverständlich, Mr. Cummings.

Ich trau meinen Ohren nicht.

Halt das Maul.

Halt das Maul!

Mr. Slocum? - Ja?

Mein Name ist Clifford Bailey, ich komme gerade aus Chicago, ich bin von der...

Pleasanton Detektivagentur, ich freue mich Sie kennenzulernen.

Nehmen Sie bitte Platz.

Sie telegrafierten,

dass Sie die Identität eines unserer früheren Detektive bezweifelten.

Ja, das stimmt.

Sie kennen doch den Fall Cummings/Dancer.

Ja.

Die Tatsache, dass Cummings die Leiche von Dancer verscharrt hat

und gleichzeitig von seinem Posten zurückgetreten ist, war mir immer verdächtig.

Wir haben oft im Büro darüber gesprochen. Das sah ihm nicht ähnlich.

Das ist interessant.

Ich werde Ihnen etwas sagen, Mr. Bailey:

Diese Sache hat mich 12.000 Dollar gekostet,

ich habe immer wieder um eine positive Identifizierung gebeten,

und was habe ich schließlich bekommen?

Das.

Ich kann Sie sehr gut verstehen, Mr. Slocum.

Deshalb bin ich ja auch hier. Auf Kosten von Pleasanton.

Und wo kann ich diesen Betrüger finden? Diesen Cummings?

Im Dorado an der nächsten Ecke.

Sein bester Freund ist der Besitzer der Bude.

Ja, das wird sich bald herausstellen, ob er Cummings ist oder nicht.

Darf ich das hier lassen?

Bitte sehr.

Lies dir das mal durch.

Cliff?

Cliff!

Dave. Ich werde verrückt. Was tust du hier?

Mir gehört diese Bar. Das heißt, zur Hälfte.

Ich habe immer Schwein mit den Karten gehabt.

Weißt du noch, wie das halbe Kavallerie-Regiment blechen musste?

Ja, du hattest mir meinen Sold immer schon abgeknöpft, ehe ich ihn bekam.

Das sind sechs Jahre her, seit wir ausgemustert wurden.

Warum hast du nie etwas von dir hören lassen?

Ich war fast dauernd unterwegs.

Was treibst du denn hier bei uns?

Ob du es glaubst oder nicht, ich bin Detektiv.

Ich arbeite für die Pleasanton Agentur in Chicago.

Florence, ein alter Freund von mir: Cliff Bailey.

Wir waren im selben Regiment.

Florence Peel, meine Partnerin. - Sehr angenehm.

Freut mich, Mr. Bailey. Sie sagten, Sie sind Detektiv?

Natürlich, ja. Oder habt ihr vielleicht etwas dagegen?

Wir haben nichts zu verbergen.

Aber was tust du in Lanyard?

Oh, ich kann ruhig über die Sache sprechen.

Vor ein paar Monaten ist ein Mann namens George Cummings

unter sehr merkwürdigen Umständen bei uns ausgeschieden,

und um die Sache kurz zu machen:

Die Agentur wurde gebeten, einen Mann herzuschicken, um den Fall zu überprüfen.

Slocum? - Ja.

Er nimmt also an, dass George Cummings ein Betrüger ist?

Ja.

So deutlich hat er sich nicht ausgedrückt.

Aber er hat vor einiger Zeit dafür eine beachtliche Summe ausgegeben.

Und zwar... - 12.000 Dollar, um Jim Dancer zu fangen.

Wie wäre es mit einem Whiskey?

Nein. Nein. danke.

Cummings ist ein Freund von dir?

Ja.

Als ich ihn zum ersten Mal traf, war er an eine Leiche gefesselt.

Ich selbst habe dem Toten die Hand abschneiden müssen.

Es gab keine andere Möglichkeit.

Ja, ich habe davon gehört.

Also du warst es.

Daraufhin wurde er Schienenleger in Missouri, Kansas und Pacifik.

Er landete hier mit der Eisenbahn

und wurde sofort in eine Schlägerei mit einem betrunkenem Cowboy verwickelt,

der sich an einer Frau vergriffen hatte.

Sein Mut imponierte allen und man schlug ihn zum Marshal vor.

Er nahm erst an, als wir ihn dazu überredeten.

Cliff, ich habe Friedensrichter im Süden und Westen beobachtet,

und weiß auch, wie die in anderen Städten hier in Kansas hausen,

aber keiner kann ihm das Wasser reichen.

Ja. Lieber Dave, was du da erzählt hast,

dass verstärkt nur den Verdacht, den ich seit langem habe.

Ich muss dir noch was sagen, Cliff:

Weil eine Belohnung auf seinen Kopf gesetzt wurde,

weil Slocum euch bezahlte, dass ihr ihn heizt,

glaubt ihr, er ist ein Mörder.

Gewiss, er gehörte zu Quantrells Truppe, aber schließlich war damals noch Krieg.

Und dass er Slocums Bruder getötet hat, war nichts als ein reines Missverständnis.

Denn Bert Slocum, der skrupelloseste Bursche von ganz Lanyard,

der hatte seinen Bruder getötet.

Wenn Jim Dancer ein Mörder ist, dann ist es Bert Slocum auch.

Tja.

Euer Agent George Cummings ist tot, das steht außer Frage.

Jim Dancer hat Cummings nicht getötet.

Ein Pferdehuf hat seinen Kopf zerschmettert, und Jim Dancer ist auch tot.

Verstehst du, was ich meine?

Er ist tot. Cliff, begreif mich doch: Er ist tot.

Ich werde doch einen Whiskey trinken.

George? Das ist Cliff Bailey von der Pleasanton Detektivagentur.

Guten Tag.

Von der Zentrale? Chicago?

Ja.

Im Auftrag Slocums.

Verstehe.

Ich glaube, in 25 Minuten fährt ein Zug nach Chicago zurück.

Ganz recht.

Begleiten Sie mich.

Lieber George, es war schön, dich wiederzusehen.

Schade, dass du nicht doch mit nach Chicago zurückkommen kannst.

Mr. Pleasanton hätte sich so gefreut, dich wiederzukriegen.

Dein Posten steht dir jederzeit offen.

Also, auf Wiedersehen, George. Und besuch uns bald in Chicago.

Wiedersehen, Dave. Der Bursche ist goldrichtig.

Ich weiß wirklich nicht, wie Sie das gemacht haben, Dave.

Vielen Dank.

Ich habe gar nichts getan. Ich habe ihm nur die ganze Geschichte erzählt.

Das war alles.

Jim...

Sind Sie verliebt, Dave?

Ich werde meine Zelte hier bald abbrechen müssen.

Hier ist bald alles abgegrast, die Bahnarbeiter sind auch schon weg.

Ich denke, ich gehe nach New Orleans.

Sind Sie in Florence verliebt?

Ich bin ein Spieler, Florence ist die Tochter eines Spielers.

Und deshalb will Sie keinen Spieler heiraten?

Ich habe sie nicht gefragt.

New Orleans muss hübsch sein in dieser Jahreszeit.

Der Handel blüht auf dem Mississippi.

Ich würde mir da leicht ein kleines Vermögen erwerben können.

Florence.

Herein.

Wenn Sie nicht zu beschäftigt sind, würde ich gern mal mit Ihnen sprechen.

Nehmen Sie Platz.

Danke.

Das Geschäft ist in letzter Zeit nicht allzu gut gewesen,

da die Herden ausgeblieben sind.

Die kommen im Frühjahr schon wieder.

Es wird nicht viel los sein in Lanyard während der Winterszeit.

Unten im Süden wäre es vielleicht günstiger für Sie.

Dave hat Ihnen wohl erzählt, dass er vorhat zu schließen,

und das bringen Sie mir schonend bei.

Er erzählte mir etwas von New Orleans.

Also gut, Jim. Sie wollen wissen, ob ich nach New Orleans gehe.

Dave sagte, er würde eventuell hingehen.

Selbst wenn wir verkaufen oder verpachten,

ich werde nicht weggehen.

Es gibt für mich nur einen Mann, dem ich überall folgen würde.

Überall, wohin er nur wollte.

Sie sind blind, Jim. Oder Sie wollen es nicht wahr haben.

Herein.

Das wurde für den Marshal abgegeben, es soll sehr wichtig sein.

Der Brief ist von Evelyn Slocum, eine Einladung für heute Abend.

Was wollen Sie mit der, Jim, sie passt nicht zu Ihnen.

Wenn die wüsste, wer sie in Wirklichkeit sind,

würden Sie Bekanntschaft mit dem Galgen machen.

Das weiß ich besser als Sie, Florence. Ich habe ihren Vater getötet.

Nein, Jim, das glaube ich nicht.

Es ist wahr.

Sie hat es selbst miterlebt, sie weiß auch, wer es gewesen ist.

Nur eins weiß sie nicht: Dass ich Jim Dancer bin.

Das ist kein schönes Schicksal, und ich beneide Sie wirklich nicht.

Aber jeder von uns hat wohl etwas zu tragen.

Dave so wie ich und auch Sie, Jim.

Tja, ich werde wohl doch noch nach New Orleans fahren.

Guten Abend, Mr. Cummings, nett, dass Sie kommen.

Ich danke für die Einladung.

Geben Sie mir bitte Ihren Hut.

Darf ich bitten. Onkel Bert ist im Wohnzimmer.

Ich freue mich, dass Sie etwas Zeit für uns haben, Cummings.

Wie wäre es mit einem Whiskey? - Nein, vielen Dank.

Unsinn, einen kleinen Schluck zur Begrüßung müssen Sie schon nehmen.

Entschuldige mich bitte, ich muss mal nach meinem Braten sehen. Er ist bald soweit.

Natürlich, mein Kind.

Setzen Sie sich, Cummings.

Zigarre? - Nein danke.

Da sparen Sie viel Geld.

Auf Ihr Wohl.

Nummer F042...

Hände hoch!

Schnell durch die Prärie, Richtung Cheyenne!

Gehen Sie.

Mein Freund Henderson aus Ebbelin bepflanzt 2000 Hektar

und erntete 1600 Scheffel pro Hektar.

Bei Weizen ein beachtlicher Gewinn.

Wie viel Land hast du eigentlich, Onkel Bert?

Etwa 5000 Hektar.

Wollen Sie nur Weizen anpflanzen?

Natürlich. Der Boden ist zu schade für Weideland.

Es scheint mir wichtiger, Getreide anzubauen.

Nahrung ist das wesentlichste.

Aber Vieh ist auch Nahrung.

Dafür reicht auch Boden, der weniger fruchtbar ist.

Mein Boden ist bedeutend reicher als der in Ebbelin,

also müssten wir ungefähr 2000 Scheffel pro Hektar ernten.

Mr. Slocum! Mr. Slocum! - Johnny.

Mike ist erschossen worden, von Yancey und seinen Leuten.

Ich muss gehen.

Lass uns einen trinken.

Das war saubere Arbeit, Johnny.

George, der Staatsanwalt hat Ihnen etwas Wichtiges zu sagen.

Später, ich habe jetzt keine Zeit.

Da liegt er, mausetot. Mit zwei Schüssen im Rücken.

Haben sie Geld erwischt?

Nein, die kamen nur rein, knallten Mike nieder und weg waren sie.

Wie viele? - Es waren drei.

Nein, nein, als ich Schießen hörte, lief ich raus

und sah noch zwei, die die Pferde hielten.

Also fünf.

Warum haben sie nur den armen Mike umgebracht?

Und ich habe gedacht, wir hätten diese Zeiten endlich überstanden.

George, eine große Neuigkeit: Wir sind ein Bezirk geworden, seit heute.

Lanyard ist die Kreisstadt. - Was?

Ich bin der neue Bezirksanwalt. Und Sie sind der Sheriff.

Sheriff, und da ist Ihre Ernennungsurkunde.

Gesiegelt und hiermit zugestellt.

Vielen Dank, Ken. Hat man die Mörder erkannt?

Ihr Freund Yancey war einer davon. - Woher wissen Sie das?

Ich habe ihn erkannt, als sie weg ritten.

Ich könnte mir denken, wo sie zu finden sind.

Ich reite mit Ihnen.

Nanu, da kommt doch jemand.

Es ist der Marshal.

Dieser verdammte Schnüffler, dem werde ich es jetzt mal zeigen.

Was wollen Sie hier?

Hallo Boys.

Eine Frechheit, hierher zu kommen.

Marshal, hier draußen in der Gegend haben Sie nichts zu suchen.

Das stimmt schon, aber ich wollte euch einen Gegenbesuch abstatten.

Ihr wart ja auch in Lanyard.

Wir waren nicht in Lanyard.

Marshal, ich fresse einen Besen, wenn ich Sie nicht kenne.

Mir fällt auch noch ein, woher.

War es vielleicht in Chicago? - Ich war niemals in Chicago.

War es vielleicht in Saint Louis?

In Saint Louis? Das schon eher.

Denk mal drüber nach.

Wenn sich einer von euch rührt, knallt es, meine Herren.

Nicht schießen. - Knarren weg.

Raus mit euch, das Gefängnis wartet schon.

Sie haben außerhalb der Stadt nichts zu befehlen.

Das haben Sie selbst gesagt. - Das klären wir später. Raus.

Ich bitte einen Augenblick um Ruhe. Meine Herrschaften, meine Herrschaften,

ich habe eine wichtige Mitteilung zu machen.

Seit dem gestrigen Tage ist Lanyard die Kreisstadt

des neugegründeten Bezirks Courtney Kansas.

Ich möchte Ihnen jetzt Richter Lee Currier vorstellen,

vom Bezirksgericht, der hierher beordert wurde, um die Verhandlung zu führen.

Richter Currier.

Einen Augenblick, meine Herren, das ist meine Verhandlung.

Darf ich vorstellen, Friedensrichter Leach, euer Gnaden.

Sehr erfreut. Über Ihre Pflichten reden wir später, Mr. Leach.

Wenn Sie gestatten, werde ich jetzt die Verhandlung eröffnen.

Aber Euer Gnaden, ich... - Bitte?

Nichts, nichts Euer Gnaden.

Leach, sein Sie vernünftig. Machen Sie keine Geschichten.

Ist gut ja, das ist doch... - Kommen Sie, setzen Sie sich.

Die Verhandlung des Bezirksgerichts ist hiermit eröffnet.

Bringen Sie die Anklage vor. - Euer Gnaden. - Euer Gnaden.

Der Gerichtshof von Kansas erhebt Anklage wegen vorsätzlichen Mordes,

begangen an dem Kaufmann Mike.

Darf ich um Gehör bitten.

Ich wurde gebeten, die Verteidigung zu übernehmen

und ich ersuche Euer Gnaden, die Anklage niederzuschlagen, aus Mangel an Beweisen.

Euer Gnaden, ehe Sie sich entscheiden, möchte ich noch einen Zeugen verhören.

Ich protestiere.

Protest abgewiesen. Fahrt fort.

Otto Holz.

Erheben Sie Ihre rechte Hand, bitte.

Schwören Sie die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

Ich schwöre.

Ich protestiere.

Bewahren Sie Ihre Einwände für später.

Fahren Sie fort.

Wie heißen Sie?

Otto Holz. - Was ist Ihr Beruf?

Tja, ich arbeite in Mr. Mikes Laden.

Das heißt, jetzt nicht mehr.

Was passierte eigentlich gestern Abend kurz nach halb neun, Mr. Holz?

Deswegen ist doch hier die Verhandlung.

Ich dachte, Sie wüssten es.

Mr. Holz, wir würden es gerne mit Ihren eigenen Worten hören,

was sich gestern Abend in Mr. Mikes Laden zugetragen hat.

Natürlich, deswegen bin ich ja hier.

Mr. Mike wurde von diesen Männern da erschossen.

Ich protestiere.

Einspruch abgewiesen.

Überlassen Sie das ruhig dem Herrn Staatsanwalt, dem Zeugen Fragen zu stellen,

die der Beweisführung dienen.

Mr. Holz, beantworten Sie die nächste Frage sehr gewissenhaft.

Haben Sie zufällig die Gesichter der Männer gesehen,

die Mr. Mike niedergeschossen haben.

Würden Sie sie vielleicht wiedererkennen, Mr. Holz?

Ich bin doch nicht blind. Das Pack da.

Die Drei kamen rein, und der in der Mitte hat geschossen.

Du lügst, du Hund, du.

Setz dich. Sei froh, dass du noch sitzen kannst, ehe du hängst.

Dancer, Dancer.

Jim Dancer. Jawohl, das ist er, ja.

Hey Richter, das ist kein Sheriff, das ist Jim Dancer,

ein Verbrecher und Mörder. Ja, Dancer, Dancer.

Er ist es ganz sicher. Ich weiß es, wir waren zusammen bei Quantrell.

Ist das wirklich wahr?

Ja, ich bin Jim Dancer.

Da haben wir Glück gehabt, Jim Dancer kann niemanden verhaften.

Er ist selbst ein Verbrecher. - Hingesetzt.

Wenn hier einer hängt, dann bist du es.

Schöne Geschichte.

Der Marshal ist Jim Dancer.

Jim Dancer, hast du gehört?

Ich bitte um Ruhe, ich bitte nochmals um Ruhe.

Ruhe!

Ich bitte um äußerste Ruhe, sonst lasse ich den Saal räumen.

Sind Sie Jim Dancer?

Jawohl, das stelle ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Gehen wir auch.

Hey, nicht weiter.

Die Verhandlung wird fortgesetzt.

Ich weiß, was du tun willst, aber ich werde es nicht zulassen.

Hör mir zu, Jim Dancer ist der beste Mann, den du jemals kanntest.

Nein, ich bitte dich, mach das nicht. Sei doch vernünftig.

Sie haben meinen Vater ermordet, Jim Dancer.

Kaltblütig, ermordet vor meinen eigenen Augen.

Seit neun Jahren zittere ich vor diesem Augenblick.

Und ich werde es Ihnen nie wer...

Lass das.

Wenn du wüsstest, wie alles zusammenhängt, würdest du dich schämen.

Jim.

Das Bezirksgericht von Kansas gibt hiermit bekannt:

Ihr seid für schuldig befunden des Mordes an Milo Mike.

Das Urteil lautet: Tod durch den Strang.

Ruhe! Ruhe!

Führt die Gefangenen ab.

Los. Los.

Das kann ja noch gut werden.

Ich lass mir das nicht gefallen, ich gehe nach Kansas City.

In Ordnung, Johnny?

Beiseite treten.

Ihr seid frei, ich bin jetzt Marshal.

Nehmt eure Schießeisen, Jungs. Kommt.

Folgt mir.

Sieh mal an, da ist er ja, des Ex-Marshals Busenfreund.

Lassen Sie mich zufrieden.

Bei dir werden wir in Zukunft gratis saufen, mein Junge.

Ich brauche noch ein paar Zuschauer, wenn ich Jim Dancer verhafte.

Sie sind verrückt.

Warum?

Dancer ist ein lang gesuchter Mörder, er passt uns nicht.

Und was sind diese Herren? - Meine Stellvertreter.

Stellvertreter?

Dieser Abschaum ist es nicht mal wert, Dancers Schuhe zu putzen.

Dafür dürfen Sie jetzt zusehen, wenn Dancer gehängt wird.

Das erleben Sie nicht, dafür wette ich meinen Kopf.

So? Den hole ich mir gleich persönlich. - Das ist kein Spaß, Florence, warne Jim.

Das wirst du nicht tun.

Lass mich los.

Hängt sie auf.

Sie sind verhaftet, Dancer.

Und du wirst aufgehängt.

Haben Sie diese Strolche freigelassen?

Ja, und die anderen haben wir schon alle fertiggemacht.

Den Richter, den Staatsanwalt. - Und ihren Busenfreund.

Oldham?

Der ist tot, und das wirst du auch bald sein.

Du stehst schon lange auf unserer Liste, Jim Dancer.

Du bist zäh, aber du wirst auch noch auf den Knien vor mir liegen und...

Yancey, geh und hol diesen Richter Leach oder Peach, oder wie immer er heißt.

Wozu denn? - Geh schon.

Na gut.

Also, Mr. Dancer.

Sie kommen gerade rechtzeitig, um das hier mitzuerleben.

Na los, gehen wir.

Slocum, ich kann das nicht tun. Ich kann es nicht.

Ich darf keinen Menschen zum Tod durch den Strang verurteilen.

Ich habe keine Befugnis dazu.

Reden Sie keinen Stuss, Richter.

Wenn Sie eine Befugnis brauchen, hier ist sie.

Sind Sie jetzt in der Lage, ein Urteil zu fällen, oder nicht?

Ja, Sir.

Der Angeklagte ist ein eiskalter Mörder namens Jim Dancer.

Jetzt ist er bloß noch ein Häufchen Elend.

Vorwärts, sagen Sie schon irgendwas.

Ja, Sir, wo sind die Beweise gegen diesen Mann?

Beweise, Richter? Er ist ein Mörder, habe ich gesagt.

Genügt mein Wort im Gericht etwa nicht?

Ich kann den Beweis liefern.

Ich stand neben ihm, als der Kerl einen erschossen hat.

Brauchen Sie noch mehr Beweise?

Das genügt mir. Ich spreche hiermit den Angeklagten schuldig.

Na wunderbar, Richter.

Wunderbar, jetzt das Urteil.

25 Dolla... Tod.

Tod durch den Strang.

Danke, Richter. Das war gute Arbeit.

Es gibt viele Zeugen hier, die das Urteil gehört haben.

Nur für den Fall, dass später Fragen auftauchen.

Also vollstrecken wir es gleich.

Die Eiche am Ende der Straße ist das Richtige für ihn.

Vorwärts!

Schöne Äste. Starkes Bäumchen.

Wo ist das Seil, Kid?

Das ist hier.

Darf ich mit aushelfen? - Wer sind Sie denn?

Wir sind hier ganz fremd und wir wollten hier...

Wenn Sie mit heilen Knochen davonkommen wollen,

dann halten Sie sich gefälligst hier raus.

So eine Hinrichtung habe ich lange nicht mehr gesehen,

die möchte ich miterleben.

Außerdem habe ich euch mein Seil geliehen,

dass müsste mehr wert sein als eine Eintrittskarte.

Also gut, aber haltet euch draußen.

Ihr sollt euer Vergnügen haben.

Mr. Slocum, wollen Sie sich bedienen?

Nein.

Hast du die Hosen voll? Du wolltest ihn doch aufhängen, los!

Dazu muss einer Nerven haben.

Ihr Freund ist zu weichherzig.

Ihr sollt euch raushalten, habe ich gesagt.

Bring das Pferd her.

Sie waren nicht allzu lange Marshal.

Vielleicht ist ihre Zeit noch kürzer.

Schon möglich, ich habe mich lange genug für dumm verkaufen lassen.

Boss, was ich noch sagen wollte:

Ich habe lange genug für ein paar Kröten gearbeitet,

auf Ihrer Bank liegen 200.000 Dollar, damit komme ich eine ganze Ecke weiter.

Das ist nicht ihr Ernst.

Bankräuber Süden'?

Ich habe Sie gewarnt, halten Sie sich raus.

Das Aufhängen, junger Mann, ist vielleicht Ihre Spezialität,

aber den Bankraub überlassen Sie mir.

Vorsicht, es ist Jesse James.

Warum ergibst du dich, du Feigling?

Wer kämpft schon gegen Jesse James?

Wenn du nicht kämpfst, dann verschwinde.

Danke, Jesse, dir auch, Coal, euch allen.

Ich habe zwar mein Versprechen gebrochen,

aber ich habe es nur getan, um dir daraus zu helfen.

Wir sind wohl gerade im richtigen Moment gekommen.

Wir hatten gehört, dass du in der Klemme sitzt,

und da fiel mir Mr. Slocum ein, mit dem vielen Geld.

Ich bekam den Tipp, dass er dich in Ruhe lassen würde,

wenn wir ihn um, sagen wir, 200.000 Dollar erleichtern würden.

Wer hat dir den Tipp gegeben?

Das wirst du nicht für möglich halten.

Der Vizepräsident der Eisenbahn.

Ein gewisser Lanyard.

Ein solides Unternehmen, ich werde mich eines Tages mal drum kümmern müssen.

Kommst du mit uns, Jim?

Man muss bleiben, wo man seine Chance sieht. Meine ist hier.

Jesse, wir müssen weiter.

Sofort.

Jim, es war schön, dich wiederzusehen.

Jetzt sind wir quitt, du hast mir auch einmal das Leben gerettet, damals im Krieg.

Ende

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