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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
FOLGE 3
Sie wirken nicht ungebildet, keine Sorge.
Sie sehen wie ein Kunstwerk aus.
Kommen wir zur Sache.
Am Tag des Verbrechens war ein Laternenfest.
Der Lärm des Generators dämpfte den Schuss,
und die Menschenmenge bot das perfekte Versteck.
Deshalb wählten Sie diesen Tag. Oder nicht?
- Warum fragen Sie mich? - Ich bitte nur um Hilfe.
Ich habe nicht vor zu helfen.
Die Kugeln kamen aus zwei Richtungen.
Sicher, dass Sie keinen der Schützen sahen?
Ja, ich sah niemanden.
Ich denke, ich habe einen gesehen.
Wenn Sie jemanden verdächtigen...
...habe ich wohl auch einen gesehen.
Wer sind Sie?
Das geht einen Ausländer nichts an.
Sagen Sie es mir. Wer sind Sie wirklich?
Der Gerechte Bandit?
- Armee der Gerechten? - Wenn ja,
macht uns das zu Verbündeten?
Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
Entschuldigen Sie meine Ahnungslosigkeit.
Ich habe nur gelernt zu malen.
Worin besteht Ihre Tätigkeit hier?
Sie sind wohl nicht nur Dolmetscher,
- wenn Sie Konsul sind. - Ich stelle hier die Fragen.
Sie dürfen jetzt gehen.
- Was ist der Grund? - Bitte?
Was meinen Sie?
Die Frau, die alle "Herrin" nennen.
Warum kennt und beschützt sie jeder?
Oh, Dame Ae-sin?
Ich vergaß.
Sie ist die jüngste Tochter der angesehenen Familie Go.
Sie ist eine Edelfrau.
Ihr Großvater, Herr Go Sa-hong,
war nicht nur Mentor seiner Majestät, er wurde
als integrer Staatsdiener ausgezeichnet.
"Durch strikte Befolgung bei Tag und Nacht sowie Unbefangenheit
wird von oben Ordnung hergestellt."
"Dies sind Tugenden, die ein Herrscher besitzen muss,
der Konfuzianismus praktiziert."
- Sieht gut aus. - Nicht wahr?
Da seid ihr. Esst.
Guten Appetit.
In Zeiten der Hungersnot speiste sie die Menschen
mit Reis aus ihrem eigenen Vorrat.
Es gibt in der Gegend niemanden, der ihr nicht das Leben verdankt.
Sie wissen es, da Sie sie trafen,
aber sie ist eine Schönheit,
die nichts von weltlichen Dingen versteht,
weshalb alle Männer und Frauen Hanseongs sie verehren.
Sie scheinen verwirrt.
Sie versteht nichts?
Jawohl. Sie führt ein sehr behütetes Leben.
Himmel.
Stimmt etwas nicht?
Habe ich etwas getan?
Mein Herr!
Beachtlich für einen aus Joseon,
wie er die Amerikaner rumscheucht.
Er muss ihre Kultur früh übernommen haben.
SEOUL ELEKTRIZITÄT
Diese riesige Metallkutsche
- poltert ganz schön. - Stimmt.
Ich hörte, Rikscha-Fahrer haben dadurch viele Kunden verloren.
Und wegen der Dauerlutscher in Jingogae
haben viele Bonbonverkäufer Probleme.
- Fr. Haman. - Ja, Herrin.
Wenden Sie die Sänfte.
Wieso? Wollen Sie woandershin?
Da Sie es erwähnten,
möchte ich Dauerlutscher in Jingogae kaufen.
Die sind zu teuer, Herrin.
Die französische Bäckerei. Bringt sie dorthin.
- Gut. - Kommt. Hier entlang.
Na los.
Ich will viel und schnell.
Es ist dringend.
Sie haben heute wohl
viel und schnell verloren.
Ich habe nun Ihren gesamten Besitz. Nur Sie müssen noch einziehen.
So eine Frechheit!
Was denken Sie, wer ich bin?
Himmel.
Geben Sie mir mein Geld.
Ich fürchte, das kann ich nicht nehmen.
Fr. Haman kam schon dreimal vorbei und suchte es.
Das heißt, Fr. Cho weiß schon Bescheid.
Was? Was soll ich also tun?
Ich brauche meine Sachen.
Wovon reden Sie? Was haben Sie hiergelassen?
Soll ich es holen?
Verehrteste,
ein guter Rat:
"Wenn Sie nicht wissen,
wer der Esel ist, sind es vermutlich Sie."
Was?
Wiederholen Sie das.
Wenn Sie nicht wissen, wer der Esel...
So eine Frechheit!
FRANZÖSISCHE BÄCKEREI
Himmel. Das ist unglaublich.
Sehr gut.
Wirklich gut.
Himmel, woher wusstest du davon?
In Joseon ist es so.
Es gibt die, die sogar
vor den gemeinen Leuten knien müssen.
Außerdem dürfen sie nicht sprechen,
bevor man...
...zu ihnen spricht.
Die Kartoffeln sind gut.
Im Winter gibt es nichts Besseres als gekochte Kartoffeln.
Himmel, was ist das für ein Wetter?
Morgen haben wir Bodenfrost.
In Joseon...
Richtig so.
...sind es die Schlachter.
Wieso wagt eine Schlachterin wie du sich auf den Markt?
Genau, du Miststück!
Wegen unserer Bezahlung.
Sie haben nicht fürs Fleisch bezahlt.
- Bitte bezahlen Sie. - Du Miststück, was guckst du mich an?
Du kleines...
Dir erteile ich eine Lektion.
- Bitte aufhören. - Was zur Hölle soll das?
Nimm deine dreckigen Hände von mir!
Du schmutziger Bastard!
Nein, nicht!
- Seht sie an, so mütterlich! - Dreckige Schlachter!
Hiergeblieben.
Schlachter hielten Messer in den Händen,
aber konnten sich nicht verteidigen.
Jeder Abend war eine Demütigung.
Was heißt "Schlachter"?
Was bin ich?
Warum habt ihr mich bekommen, wenn ich so behandelt werde?
Um ihre Kinder zu retten, nahmen die Mütter in Joseon
sich das Leben...
...wurden ermordet...
...oder...
...verstießen sie.
Verschwinde.
Geh!
Stirb auf der Straße, werde Vagabund
oder Mitglied einer Bande!
Lass dich nie wieder blicken.
Geh!
Ich ertrage den Anblick noch eines Schlachters nicht.
Ich will dich nicht mehr sehen. Hau ab.
Geh, bevor ich dich töte!
Gut. Ich gehe. Werde ich!
Ich komme nicht zurück. Niemals!
Ich will sowieso keine Schlachter als Eltern.
Dong-mae...
Weißt du, was ich in Joseon als Erstes tat?
Ich ließ alle wissen, dass ich ein weggelaufenes Schlachterskind bin.
Anders als mein Vater...
...konnte ich alle schlagen.
Sie sind...
Himmel, nein... Bitte...
Bitte töten Sie mich nicht, Dong-mae.
Es tut mir leid.
Es tut mir alles leid.
Ich flehe Sie an, bitte.
Bitte, verschonen Sie mein Leben.
Dong-mae, bitte.
Gut.
Sie dürfen leben.
Wirklich?
Dong-mae!
Dong-mae! Nein!
Sie werden für immer kriechen wie ein Hund.
Sie werden niemals weglaufen können.
Sie werden den Rest Ihres Lebens betteln.
Und sich den Tod wünschen.
Und so...
...werden Sie leben.
Man sieht diesem Miststück aus Joseon an, dass sie eine Dame ist.
Joseons Damen sind leicht zu kriegen.
Und wenn wir mit ihnen fertig sind,
bringen sie sich um.
Wirklich praktisch.
Weniger Ärger für uns, wenn sie sich töten.
Was sagen meine Karten heute?
WIEDERSEHEN: SIE SOLLTEN EINANDER NICHT BEGEGNEN
Du bist gut.
Dort gibt es wohl Streit.
Kein Streit. Irgendwas ärgert ihn wieder.
Der Mann mit dem Schwert ist Gu Dong-mae.
Er ist ein Yakuza, der diese Gegend kontrolliert.
Nicht hinsehen, Herrin. Ein furchtbarer Anblick.
Ist das nicht der aus der Sänfte?
Sie retteten sein Leben.
Der Narr kennt keine Dankbarkeit.
Er weiß nicht, wer sein Leben rettete.
Er bekam eine zweite Chance, und so nutzt er sie.
Himmel.
Worüber denken Sie nach?
Wohin ich gehe.
Wohin werden Sie gehen?
Soll ich dem Schmuckstück zu meinem Feind
oder der Schale zu meinem Retter folgen?
Oder bei dem schönen Wetter...
...vielleicht ein Picknick?
Bitte?
Meine Reisen sind immer lang.
Ich weiß nicht, welche weiter ist.
Oder bin ich bereits am Ziel?
Was haben Sie getrunken?
Ich bin hungrig. Gehen wir etwas essen.
Sehr gute Idee.
Gehen wir.
Für einen, der so lang im Ausland lebte,
muss das Essen in Joseon ein Gaumenschmaus sein.
Ich habe das nie gegessen, als ich hier war.
Bitte?
Essen Sie.
Oh, danke.
Ehrlich gesagt, bin ich ausgehungert vom vielen Denken.
Ich habe nachgedacht.
Der tote Amerikaner. Logan Taylor.
Ist es nicht seltsam?
Was ist seltsam?
Ich denke, hinter seinem Tod
steckt ein Geheimnis, das nur wir beide nicht kennen.
Es war heiß.
Hören Sie mich an.
Er war Berater des königlichen Hofs und für Japan,
sein Tod betrifft also
Amerika, Joseon, Japan. Nicht weniger als drei Nationen.
Aber ich muss sagen, es ist seltsam ruhig.
Vielleicht war der Täter, der ihn erschoss,
ein Amerikaner?
Warum sollte Amerika ihn töten?
Dann ein Japaner.
Ja, das ist es.
Am Tag seiner Beerdigung
stürmte die Musin-Gruppe
sein Haus und stellte es auf den Kopf.
Sie suchten nach etwas.
Seine Witwe und Kinder sind bei Minister Allen.
Sie verstecken sich vor etwas.
- Die Musin-Gruppe? - Ja.
Eine Bande, angeführt von Gu Dong-mae.
Sie werden ihn erkennen.
Es ist offensichtlich...
Sie ziehen ihre Schwerter genau so, ohne Vorwarnung,
sind so gekleidet und sehen so aus.
Dolmetscher. Wir brauchen Sie.
Wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist, kommen Sie mit.
Gehören die zur Musin-Gruppe?
Das dürfen Sie nicht laut sagen.
Sie.
Seien Sie still, essen Sie.
Raushalten.
Herr. Warum tun Sie mir das an?
Herr, retten Sie mich.
Herr!
- Herr! - Vorwärts.
Ruhe.
Der arme Mann.
Niemand, den sie mitnehmen, kommt lebendig zurück.
Gestern in Jingogae
hatte Gu Dong-mae einen Wutanfall
und verursachte ein Blutbad.
Was es auch ist, ich arbeite für die amerikanische Gesandtschaft.
Es muss ein Missverständnis sein. Hören Sie überhaupt zu?
Herr, hier drüben. Hier bin ich!
Warum folgen Sie uns?
Wir haben denselben Weg.
Achten Sie nicht auf mich.
Ich sagte, Sie sollen sich raushalten.
Wenn Sie Waffen messen wollen,
ich habe auch eine dabei.
So ein Jammer.
Lassen wir ihn.
Wir sehen uns.
Vielen Dank, Herr.
Ich konnte kaum glauben, dass Sie weiteraßen, als sie mich abführten.
Ich werde es Ihnen zurück...
Passiert das oft?
Was?
Sie brauchten dringend einen Dolmetscher.
Einen Dolmetscher? Die?
Was soll ich übersetzen? Ich kann kein Japanisch.
Zeigen Sie mir den Weg.
Wohin?
Wo die Sie hinführten.
Wozu einen Englisch-Dolmetscher?
Können Sie es nicht rausfinden und mir sagen?
Ich bin gar nicht so neugierig.
Gehen wir.
In dem Fall...
...führe ich von hinten.
Gehen wir.
Wie gefällt dir das?
Was ist das?
Nach Sonnenuntergang kleiden sie sich so schändlich.
Wir sollten gehen, solange unsere Beine noch funktionieren.
Der Dolmetscher von vorhin.
Sie wagen es herzukommen?
Sie sagten, wir sehen uns.
Sie Narr.
Wer ist Gu Dong-mae?
Wenn Sie nicht zehn mit jeder Kugel töten können, sind wir tot.
Darum der erste Schuss.
Damit die Polizei es hört.
Außerdem war es doch ein guter Schuss?
So ist Ihre Vorgehensweise?
Bleiben wir am Leben, bis Hilfe kommt.
Und wenn sie nicht kommt?
Ich denke,
wir sollten zu erkennen geben, dass ich Amerikaner bin.
Das sollte gehen.
Sind Sie bereit?
So ist Ihre Vorgehensweise?
Ich frage nochmals.
- Wer ist... - Ich bin Gu Dong-mae.
Wenn Sie nachts ausgerechnet in Jingogae eine Pistole ziehen,
bekommen Sie Schwierigkeiten, mein Herr.
Zu Ihrer Beerdigung werde ich wohl nicht kommen.
Warum stellen wir uns nicht jetzt vor?
Eugene Choi, Konsul der amerikanischen Gesandtschaft.
Ist das ein Nachname aus Joseon?
Er ist aus Amerika, nicht Joseon.
Gestern war ich Amerikaner.
Ich wurde in Dollar bezahlt.
Heute bin ich Japaner und werde in Yen bezahlt.
Also rief ich einen Dolmetscher.
Ich hörte, er weigerte sich, und war enttäuscht.
Wozu der Dolmetscher?
Für Geld natürlich.
Ich wurde nicht bezahlt,
aber mein Klient ist unauffindbar.
Wenn ich es recht überlege,
wurde er erschossen.
Die vier, die starben, weil sie Logan beschützten, waren meine Familie.
Ihre Leben sind nichts wert,
aber ihre Löhne.
Die Witwe muss zahlen,
aber sie versteckt sich in Horace Allens Haus.
Unmöglich, sie nun zu erreichen.
Ich wollte ihr einen Brief schreiben.
Würde der amerikanische Herr mir dabei behilflich sein?
Wenn das so ist, bitte ich um Entschuldigung.
Ich würde gern helfen, aber ich bin ein schlechter Schreiber.
Ich empfehle ihn.
Er ist klug und wird Ihnen helfen.
Helfen Sie ihm. Es scheint dringend.
Ich vertraue Ihnen.
Herr, Sie können nicht einfach gehen.
Entschuldigung. Kommen Sie.
Kommen Sie.
Mein Herr!
Mein Herr.
Was soll ich tun?
Wir haben keine Wahl.
Es könnte lästig werden.
Lass ihn gehen.
Lebendig.
Sie führten ein umtriebiges Leben.
Viele Leute sind hinter Ihnen her.
Ich halte mich raus.
Das Dokument, das Logan bei sich trug,
ist verschwunden.
Glücklicherweise
ist es wohl noch nicht in die Hände der Japaner gefallen.
Ich werde der amerikanischen Armee erlauben, ein Lager zu errichten.
Senden Sie einen offiziellen Brief nach Amerika,
und bereiten Sie alles vor.
Ist das Ihr Wunsch, Eure Majestät?
Minister Allen
gibt vor, uns mit seinem naiven Gesicht zu helfen,
aber ihn kümmert nur amerikanischer Profit.
Die Japaner...
...gewinnen in ganz Asien an Macht.
Ich weiß keine andere Möglichkeit,
sie in Schach zu halten.
Wissen Sie eine?
Nein. Verzeiht, Eure Majestät.
Ich kann vor Sorge nicht schlafen.
Finden Sie das Dokument
so bald wie möglich.
Ich werde alles tun, was ich kann, Eure Majestät.
Jedes Mal, wenn ich es sehe, erscheint es mir unzivilisiert.
Verbeugungen vor einem Dokument.
In Joseon verbeugen sie sich sogar vorm Telefon, bevor sie abheben.
Ich, Dolmetscher Im Gwan-su, nehme den königlichen Befehl an.
Ich übergebe den Brief, wenn der Minister aus der Unsan-Mine zurück ist.
Er ist sehr wichtig.
Sie müssen es tun.
Ja, mein Herr.
Wo sind Ihre Manieren?
Wohin wollen Sie?
Wie Sie sehen, hat seine Majestät einen Brief...
Machen Sie nur. Ich habe etwas Dringendes zu tun.
Warum...
Sagte er, etwas sei wichtiger als ein königlicher Befehl?
Sein Aussehen täuscht, er ist ganz und gar Amerikaner.
Er kennt unsere Sitten nicht.
- Ein Amerikaner? - Ja, mein Herr.
Vielleicht, weil er so lang im Ausland lebte.
Egal ob ein Bediensteter stirbt
oder einen königlichen Befehl erhält, er ist...
Er ist sehr gleichgültig.
Brauchen Sie ein Boot?
Hey, Sie sind der Herr, der neulich vorbeikam.
Was machen Sie hier?
Sind Sie mir gefolgt?
Jeder sieht doch, dass Sie hinter mir stehen.
Schicken Sie den Fährmann.
Ich will zum Brennofen.
Was führt Sie dorthin?
Herrin Ae-sin, kommen Sie.
Ich suche einen Töpfer.
Meine Erinnerung ist recht verblasst,
aber ich glaube, er fuhr einmal von hier mit dem Boot.
So eine Geschichte hat mir noch kein Mann aufgetischt.
Hinterlassen Sie Ihren Namen in der Taverne.
Kommen Sie wieder, wenn Sie ihn fast vergessen haben.
Warum soll ich das tun?
Herrin Ae-sin, vorsichtig.
Kennen Sie die Gerüchte über Hwang Eun-san?
Japaner, Leute aus dem Westen und der Oberschicht
gehen mit leeren Händen, nachdem sie Monate
in der Taverne auf weißes Porzellan von ihm warteten.
Aber dank ihm verdiene ich Geld.
Ich bringe Sie schnell auf die andere Seite, Herrin.
Ist Hwang Eun-san sein Name?
Wollten Sie Porzellan kaufen, ohne seinen Namen zu kennen?
Mich kannte er auch nicht.
Natürlich kennt er Hwang Eun-san nicht.
Wissen Sie, wie man rudert?
Ich habe in vielerlei Hinsicht
Erfahrung mit Booten.
Herrin Ae-sin, kennen Sie diesen Mann?
Vergessen Sie nicht
Ihr Wechselgeld für das Baeksuk.
Ich schulde Ihnen was.
Zahlen Sie es zurück.
Bei Gelegenheit.
Es wird sich eine bieten...
...wenn Sie es wollen.
Was wollen Sie beim Brennofen?
Haben Sie mich nicht genug verhört?
Das geht einen Ausländer nichts an.
Lass mal sehen.
Himmel, sehr schön.
Die ist sehr hübsch.
Exquisit.
Die nicht, Meister. Die hat einen Sprung.
Still, du Hohlkopf.
Die Leute reißen sich um mein Porzellan.
Nein, Meister.
Mangelware zu verkaufen, wird Ihren Ruf ruinieren.
Verstanden?
Sei nicht so unhöflich!
Hör zu, du Esel. Du musst den Mund halten.
Das ist ein natürlich entstandener Riss,
und auch der Riss gehört zu meiner Kunst.
Lass los, du Narr.
Was machen Sie dann, damit die nichts sagen?
Nun...
Ich denke, Herrin Ae-sin ist diskret,
und dieser junge Mann scheint von der stillen Sorte.
Ich habe nichts zu befürchten, solange Sie schweigen.
Wo ist das Problem?
Entschuldigen Sie, Herrin Ae-sin.
Ich werde sofort alles herrichten.
Entschuldigen Sie.
Ich bin es gewöhnt. Keine Sorge.
Herrin Ae-sin, ich weiß, warum Sie hier sind,
aber was macht dieser Mann, der offenbar die westliche Kultur angenommen hat, hier?
Hong-pa muss einen Grund haben, ihn zu schicken.
Danke. Vielen Dank.
Hör auf, Unsinn zu reden und überlebe,
und geh nach Amerika.
Ich bin ihr Fährmann.
Ihr Fährmann?
Sollten Sie dann nicht Ihr Ruder bewachen?
Warum sind Sie hergekommen?
Ich kam, um einen großen Töpfer zu treffen,
aber er ist heute wohl nicht hier.
Himmel.
Ich bin noch nie einem begegnet, der mit solchen Scherzen aufwartet.
Es ist Ihnen wohl gut ergangen. Sie sind nicht viel gealtert.
Was? Wovon reden Sie jetzt?
Kenne ich Sie, mein Herr?
Sie sind ein seltsamer Mann.
Eben waren Sie noch unhöflich.
Warum plötzlich so höflich?
Sie scheinen wohl zu merken,
dass man mich respektieren sollte.
Was?
Himmel, wo kommt dieser Kerl überhaupt her?
Warum bringen Sie diesen...
Schütze Jang lässt Sie grüßen.
Alles ist gut bei ihm. Alles unverändert.
Oh, Himmel.
Er ist definitiv unverändert unhöflich.
Wenigstens lässt er Sie grüßen, denn er sieht Sie als Freund.
Da irren Sie sich, Herrin.
Der Vater dieses Bengels Seung-gu und ich
waren Freunde.
Warum stehen Sie eigentlich da
und grinsen, junger Mann?
Wenn es etwas zu lachen gibt, lassen Sie uns teilhaben.
Bin ich dran, weil Sie nicht mit einer Dame streiten können?
Wie kleinlich.
Was? Was war das?
- Wie können Sie... - Da ich den ganzen Weg kam,
nehme ich ein Gefäß.
Aber keins mit Sprung.
Gar nichts nehmen Sie!
Leute aus der ganzen Welt warten,
die glücklich wären, Gefäße mit Sprung zu kaufen.
Hey, Ko! Was dauert da so lang?
Beeilung.
Die Leute sollen verschwinden. Mach schon!
Beeilung!
Himmel.
Er weigerte sich bei mir. Wie bekamen Sie die Schalen?
Wir sind alte Geschäftspartner.
Es sind fast nur kaputte oder gesprungene Schalen.
Auch die können nützlich sein.
Sie kennen einen Schützen,
und sie kamen den ganzen Weg, um kaputte Schalen zu kaufen.
Sie taugen nicht als Geschirr.
Also wohl zum Schießtraining.
- Ich kann nicht folgen. - Ich glaube aber doch.
Ups. Ich bin nicht so gut im Rudern.
Ups. Ich bin es nicht gewohnt, auf einem Boot zu sein.
Was wollten Sie beim Töpfer?
Es sah nicht aus, als wollten Sie Porzellan haben.
Ich wollte ihn bloß sehen.
Sie schienen einander nicht zu kennen.
Ich kenne ihn.
Er hat mich bloß vergessen.
Russische Gewehre mit Kammerverschluss haben einen starken Rückstoß,
schwer zu handeln, wenn man zierlich ist.
Aber sie sind genauer als deutsche Gewehre,
also ist es unwahrscheinlich, zu verfehlen,
selbst außerhalb der effektiven Reichweite.
Man muss lernen, es richtig zu halten, bevor man Schießen üben kann.
Das ist mein Rat an Sie.
Aber Sie können sicher nicht folgen.
Sicher nicht.
Was kostet ein Schmuckstück wie dieses?
Sie meinen den Preis?
Was mag es vor 30 Jahren gekostet haben?
Vor drei Jahrzehnten?
Vielleicht einen Sack Reis...
Das sind sicher drei Mals Reis.
Tausch es nicht für weniger ein.
Sie kannte nicht mal den Wert.
Wollen Sie nicht rudern?
Ich war kurz in Gedanken.
Woran dachten Sie?
Sie beantworten nie meine Fragen.
Ich trage Schmuck,
um anders als in meiner Tarnung auszusehen.
Ich las in der Zeitung, wir leben nun im Zeitalter der Romantik.
Vielleicht stimmt es.
Die Freunde der westlichen Kultur trinken Kaffee,
tragen französische Mode
und freuen sich über Importwaren.
Ich bin nicht anders.
Aber meine Romantik
liegt in der Mündung eines deutschen Gewehrs.
Wer weiß?
Wie Sie mich in der Nacht sahen...
...war vielleicht selbst romantisch.
Eine Dame aus einem der besten Häuser Joseons
sollte so etwas nicht sagen.
Sie haben recht.
Schön, Sie kennenzulernen.
Melden Sie sich, wenn Sie Porzellan brauchen.
Ich wusste nicht, dass ich so nah einen Verbündeten habe.
Himmel, warum braucht sie so lang?
Ich werde nervös.
Himmel, was dauerte so lang?
Konntest du das Telegramm senden?
Ja. "Hui-seong, du Bengel!
Mein lieber Sohn,
wie geht es dir so weit entfernt?
Wir hören Monate nichts von dir,
es sei denn, ich melde mich..."
Meine Liebe, ich hoffe, das hast du nicht alles
per Telegramm geschickt.
Ein Wort kostet ein Mal Reis.
Ich wollte all das schreiben,
aber ich schrieb: "Komm zurück zu uns." Nur diese vier Worte. Zufrieden?
Himmel, du hast mir Angst eingejagt.
Das Telegramm geht ohnehin nur nach Incheon
und von dort per Bote nach Japan.
Ich habe doch gesagt, ich gehe selbst nach Japan
- und hole diesen Bengel zurück. - Meine Liebe,
die Fähre nach Japan kostet einen großen Sack Reis.
Himmel, ernsthaft? Ist Reis wichtiger als dein Sohn?
Kehrt er dieses Jahr nicht zurück,
hat unsere Familie keinen Erben.
Wir müssen alles tun, um ihn zurückzuholen.
Dieser Bengel. Unglaublich, wie unreif er mit 30 noch ist.
Er ist jetzt 32.
Wann ist dieser Narr so alt geworden?
KOMM ZURÜCK ZU UNS
Und wenn das Mädchen, das du heiraten sollst, hässlich ist?
Dann muss ich sie dennoch heiraten.
So läuft es in Joseon.
Wie grausam. Du machst so viel durch wegen deines Landes.
Was wirst du tun, wenn du zurück nach Joseon gehst,
mein junger Herr?
Ich werde nichts tun.
Wieso?
Was habe ich denn in Japan getan?
Oh, richtig.
Ich traf...
...dich.
Du sündiger Mann.
Du hast recht.
Ich habe viel gesündigt.
Du sprichst wieder deine Sprache.
In Joseon solltest du es wie die anderen machen.
Ich hörte, alle in Joseon versuchen, das Land zu verkaufen.
Ich weiß.
Jeder versucht, es an andere zu verraten.
Ich weiß nicht mal, was noch davon übrig ist.
Himmel, schon wieder...
Herrin Ae-sin, hier.
Sehr gut gemacht.
Der junge Herr Hui-seong ist wohl noch nicht zurück,
wenn die Herrin jährlich ein neues Kleid ordert.
Der Mann überquerte den Ozean mit großen Plänen.
Seine Studien sind das Wichtigste.
Sie sind sehr freundlich.
Herrin Ae-sun sagte es mir schon.
Tat sie das?
Wie meinen Sie das?
Herrin Ae-sun kaufte ein Paar westliche Schuhe.
Sie bezahlte sie nicht, sondern sagte, Sie übernehmen das.
Herrin Cho wird furchtbar wütend sein, wenn sie das hört.
Westliche Schuhe werden im Hauptgeschäft hergestellt, oder?
Ja, Herrin.
Ich bezahle, was sie mitnahm.
Lassen Sie mir das gleiche Modell anfertigen.
Ich gehe selbst zum Hauptgeschäft.
- Sagen Sie dort Bescheid. - Jawohl.
Das Hauptgeschäft ist in Jemulpo.
So weit wollen Sie reisen?
Wieso?
Ich nutze die Chance, die Bahn zu nehmen.
Himmel.
Ich will sehen, ob sie wirklich so schnell ist, wie man sagt.
Ich muss es selbst testen.
Keine Sorge.
Sagen Sie Hrn. Haengrang Bescheid.
Wir...
Wir kommen mit?
Du liebe Zeit.
Da brauche ich ein neues Kleid.
Ich sollte gut gekleidet sein, wenn wir so weit fahren.
Die Schuhe haben andere Größen als Danghye.
Bitte warten Sie drinnen.
DANGHYE: TRADITIONELLE LEDERSCHUHE
Hey, rate mal.
Wir werden mit der Bahn fahren.
Himmel, in dem Aufzug geht das nicht.
Was fahren?
Will Herrin Ae-sin mit der japanischen Metallkutsche fahren?
Die Japaner haben sie vielleicht gebaut,
aber Männer Joseons fahren sie.
Sei nicht albern.
Hast du kein ordentliches Gewand?
Solange es mich warmhält, ist es gut.
Was brauche ich mehr? So bin ich.
Wofür gibst du all dein Geld aus?
Ich spare es für dich, falls du was brauchst.
Brauchst du neue Kleidung?
Wer? Ich?
Warum mir was kaufen?
Du hast wohl zu viel Geld.
Komm schon. Hast du ein ordentliches Gewand oder nicht?
Warum redest du Unsinn, statt meine Frage zu beantworten?
Ist dir kalt?
Die Kälte setzt einem im Alter zu.
Was soll ich anziehen?
Ein Seidenkleid wäre schön.
Kannst du mir etwas Geld leihen?
Einen Moment, mein Herr.
Ich komme nach Herrin Ae-sin zu Ihnen.
Wir sind fertig, Herrin.
Lassen Sie sie dort.
Jawohl.
Ich hole die Sachen der Dame und komme gleich zurück.
Ich habe...
...nicht viel mitgebracht.
Sie dürfen nicht lang in Joseon bleiben.
Im Gegenteil, deshalb bin ich hier.
Steht Ihnen gut.
Ich bezweifle, Sie erkennen die Farbe des Anzugs.
Dunkelblau steht Ihnen.
Sie sehen darin aus wie ein Igel.
Das ist ein seltener Zufall.
Sie arbeiten für die Gesandtschaft,
und Sie sprechen die amerikanische Sprache.
Wenn Sie erlauben, darf ich Sie etwas fragen?
Was ist Love?
Warum fragen Sie?
Weil ich das will.
Es soll besser sein, als einen Titel zu erlangen.
Das ist es wohl, auf gewisse Weise.
Aber man kann es nicht allein.
Sie brauchen noch jemanden.
Wenn dem so ist, wollen Sie dieser Jemand sein?
Weil ich eine Frau bin?
Sie wissen, dass ich schießen kann.
Es ist schwerer als Schießen.
Es ist gefährlicher...
...und bedarf mehr Leidenschaft.
Es muss schwierig sein.
Warum fragen Sie mich?
Wir sind Verbündete.
Warum denken Sie das?
Ein Amerikaner und vier Japaner.
Wir beide kennen den Täter.
Dennoch haben Sie mich nicht verhaftet.
Gäbe es sonst einen Grund für Ihr Handeln?
Warum versuchten Sie, ihn zu töten?
Warum versuchten Sie es?
- Er entehrte Amerika. - Er entehrte Joseon auch.
Er sagte, die Japaner
hätten die Wilden von Joseon zivilisiert.
Er verharmloste Japans Intervention, indem er sie Zivilisierung nannte.
Hatte Joseon je
eine Ehre zu verlieren?
Ich brauchte nicht den wahren Täter.
Ich brauchte die Umstände.
Der Anschlag
wird als Akt der Überbleibsel der Armee der Gerechten verbucht werden.
Ich habe erreicht, was ich wollte.
HALTESTELLE JEMULPO
Himmel.
Bin ich in Joseon, Japan oder China?
Ich weiß es nicht.
Wie geht es Ihnen, Herrin?
Bitte setzen Sie sich.
Setzen Sie sich. Ich sitze im nächsten Abteil.
Danke, Herrin.
ZWEITES ABTEIL
Joseons schmutzige Schweine
verdienen nicht, zu Japan zu gehören.
Diese Bastarde.
Halunken.
Die ist jung und hübsch, wir sollten sie leben lassen.
Wie es wohl ist, wenn sie Angst hat?
Oh nein! Meine Herrin!
Was ist los mit der?
Willst du mal anfassen?
Macht man das so?
Wohin, damit es tödlich ist?
Hier?
Oder dort?
Was soll das?
Nimm das Gewehr. Was, wenn sie schießt?
Junge Dame, das ist kein Spielzeug.
Bitte sehr, mein Herr. Himmel.
Tut mir leid. Entschuldigen Sie.
Meister?
Vorsichtig, Herrin.
Was ist das nun?
Ich sehe sie nicht zum ersten Mal,
aber die bleichen Gesichter und Augen der Amerikaner sind gruselig.
Als sähe man einen Kobold.
Ich hörte, sie fressen Menschen.
Hoffentlich die Japaner.
Vielleicht sind sie schlimmer als die Japaner.
Warum sind amerikanische Soldaten in Joseon?
Himmel.
- Liebe Zeit. - Was zur Hölle tun Sie?
Ich verstehe kein Wort, das Sie sagen.
Nur zu. Durchsuchen Sie mich.
Ich verstecke darunter nichts.
Wieso hebt sie ihren Rock wie eine Irre?
Himmel!
Was wollen Sie? Dass ich mich ausziehe?
Was denken Sie, was Sie da tun?
Soll ich alles ausziehen?
Röcke müssen durchsucht werden. Da drüben eine Reihe bilden.
Was reden Sie da?
Wie unhöflich. Für wen halten Sie sich?
- Der Rock muss... - Wie können Sie es wagen?
Keine Widerrede! Sofort!
Er will unter Ihrem Rock suchen.
Wir suchen ein amerikanisches Gewehr, das unterwegs verschwand.
Ich brauche Ihre Kooperation.
Sie sind Soldat?
Aber wie kann es sein,
dass ein Mann Joseons eine amerikanische Uniform trägt?
Ich sagte nie, ich sei von hier.
Ich bin Eugene Choi, Captain des US-Marinekorps.
Der Anschlag wird als Akt der Überbleibsel der Armee der Gerechten verbucht werden.
Ich habe erreicht, was ich wollte.
- Geben Sie uns einen Moment. - Wofür?
Sehen Sie sie nicht?
- Sie sind in der Überzahl... - Sofort.
Sie braucht uns als zweites Paar Augen.
Ziehen wir uns zurück.
Ging es Ihnen darum?
Den Tod des Amerikaners dazu zu nutzen,
amerikanische Soldaten nach Joseon zu bringen?
Ich sage nichts.
- Bitte kooperieren... - Wie können Sie nur?
Wie können Sie es wagen, Joseons Leute in Joseon zu bedrohen?
Ist überhaupt ein Gewehr verschwunden?
Oder...
...ist das eine weitere Ausrede...
Im Güterwagon wurde eine Kiste Scharfschützengewehre zerstört.
Nur eins der Gewehre fehlt.
Was wird man wohl damit tun?
Erregen Sie keine Aufmerksamkeit.
Amerikanischen Gewehren sind Oberschicht und Sklaven einerlei.
Das ist Demokratie.
Ich kann nicht mal seinen Namen lesen.
Der vermeintliche Verbündete
war die ganze Zeit ein Ausländer.
Ist er Freund
oder Feind?
Männer haben die Macht in Joseon.
Aber diese Männer sind immer im Glory Hotel.
Ich bin Kim Hui-seong.
Ich bin Hina Kudo.
Sie sollten lernen, ruhig zu bleiben, wenn Sie in Joseon leben.
Sind Sie ein Handlanger Amerikas?
Gehören Sie zu denen, die es durchsuchten?
Das heißt, ich muss mich gegen eine Frau wenden.
Ein Schlachtermädchen erstach eine Bürgerin.
Eine noble Närrin, die im Luxus lebt.
Statt Kühe und Schweine schlachte ich etwas anderes.
Sollte ich versuchen, Rache zu nehmen?
Der Sklavenjunge, der entkam.
Der Sohn der Familie Choi.
Ich bin Kim Hui-seong, dein Verlobter.
Wenn ich es tue, töte ich sie.
Gewehre.
Ruhm.
Ein trauriges Ende.
Eine traurige Schlussfolgerung.
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