All language subtitles for Die Verd+nchtige - S01E01 - Teil 1.deu

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Original subtitles

Diese Geschichte ist inspiriert von wahren Begebenheiten,

aber die Figuren, ihre Beziehungen,

Motivationen und die Handlungsverstrickungen

entsprechen nicht der Realität,

sondern sind fiktive Elemente.

Wasser plätschert, Stimmengewirr

Leise Gespräche, Kinder rufen

(Frau) Natalka!

(Frau, verzweifelt) Natalka!

Natalka!

Haben Sie ein kleines blondes Mädchen gesehen?

Natalka!

Natalka?

Natalka!

Ruhige Gitarrenmusik

(Mann)Brauchen Sie Hilfe? Wie sieht sie aus?

(Frau 2) Hier ist sie! - (Frau 1) Natalka!

Natalka!

Musik wird spannungsvoller.

DIE VERDÄCHTIGE FOLGE 1

Klingelton

(Patientin) Das ist für Frau Ruzickova.

Telefon klingelt weiter.

(Frau) "Hallo Oma. Hallo?"

"Hörst du mich?"

"Hallo?"

Die Pflegerin seufzt.

(Patientin) Schwester, machen Sie das Fenster zu, es ist kalt.

Lautes Summen der Neonröhren

Wo wollen Sie denn wieder hin?

Ich muss meinen Sohn abholen, der Kindergarten hat angerufen.

Kommen Sie.

Aber ... der Kindergarten hat angerufen.

Kommen Sie.

Was machst du?

Hana? Du darfst sie nicht festbinden.

Willst du sie wieder im Flur einfangen?

Es ist gesetzlich verboten, sie zu fixieren.

Und? Beschwerst du dich beim Stationsarzt über mich?

Okay. Seid ihr taub?

Auf der Drei braucht man euch seit 5 Minuten.

Was gibt's denn wieder?

Baustellenlärm

Guten Tag.

Wenn wir fertig sind, räumen wir das Durcheinander wieder auf.

Die Rechnung.

Sie sollen doch nichts auf den Rasen stellen.

Wir räumen's sofort woanders hin.

Na, komm mal her, komm schon. Du bist so ein Braver!

Hallo. Hallo.

Hier, von der Uni.

Machst du ihn nicht auf?

Lärm von draußen

Ich breche ab und fliege mit Filip auf die Kapverden.

Hier ist einfach alles nur zum Kotzen.

Sag mal, willst du mich verarschen?

Wir arbeiten in einem Hotel.

Ist schon organisiert über 'ne Agentur.

Du kannst doch nichts.

Ich werde die Sprache lernen und Filip war schon dort.

Du lässt dich zu jedem Quatsch überreden von dem Idioten.

Filip ist kein Idiot.

Du gehst nirgendwohin. Erst machst du die Uni fertig.

Mama, das ist mein Leben. Solange du bei mir wohnst,

gelten meine Regeln. Na klar!

Du kommst sofort zurück!

Komm und räum gefälligst deinen Saustall auf!

Ich bin doch nicht dein Dienstmädchen!

Wohin gehst du? Ich habe dich was gefragt.

Irgendwohin, wo deine Regeln nicht gelten.

Sanfte Musik

Musik klingt aus.

(Kveta) Also, Gesundheit auch gut.

Nur untenrum musst du aufpassen. Du hast da irgendein Frauenproblem.

Trinkst du die Tees, die ich dir gegeben habe?

Das hilft dir.

Neulich sagtest du was von 'nem Mann, den du für mich siehst.

Dreh mal eine um.

Das ist merkwürdig.

Sieht so aus, als gäb's da schon jemanden, ganz in deiner Nähe,

den du schon lange kennst, aber nicht beachtest. Fällt dir da jemand ein?

Etwa um Mitternacht gibt der Kranak einen Schrei von sich

und sackt zusammen.

Er röchelt ,Schaum vorm Mund.

Die stinkbesoffenen Maurer glotzen ihn nur an.

Da hat einer die Idee, dass es ein epileptischer Anfall sein könnte

und man ihn ruhigstellen muss.

Sie werfen sich also auf ihn und versuchen es mit aller Kraft.

Einer wusste, dass man Epileptikern was zwischen die Zähne steckt,

damit sie sich nicht in die Zunge beißen.

Sie steckten ihm den Stiel einer Schaufel rein.

Scheiße ... Er sah aus, als hätte ihn ein Bulldozer überfahren.

Und war er nun Epileptiker?

Würdest du nicht röcheln, wenn du vier Promille hättest?

Hana, erinnerst du dich an den Maurer mit Epilepsie?

Nein. Du warst schon hier, als die Rokytova Chefärztin war.

Könnte ich mich vielleicht umziehen? Sicher. 'Tschuldigung.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz will niemand hier, oder?

Schließt du hinter mir ab? - (Larisa) Ja. - Danke.

(Bara) Hana, geh bitte öfter zu Frau Ruzickova, sie läuft ständig aus.

Glaubst du, ich brauche 'ne Anleitung von dir?

Ich will sie nur nicht wieder durchnässt vorfinden.

Heute hat sich ihre Familie beschwert.

Wiedersehen. - (Oberschwester) Wiedersehen.

Mit der Ruzickova hat sie recht.

Ihre Tochter hat mich 15 Minuten lang zusammengeschrien.

Na, dann einen ruhigen Dienst. Bis morgen.

Ruhige Musik

Man hört sie nicht.

Hast du die Akte von Frau Snajdrova gesehen?

Ich habe die hier hingelegt. Du hast meinen Kleiderbügel benutzt.

Ach, echt? Entschuldigung.

Ich sehe mal nebenan nach.

Neonröhren summen.

Bedrohliche Klänge

Stift kratzt auf Papier.

Kurzes Piepsen

Die Zwei.

Mehrere Geräte piepsen.

Herzstillstand? Der Arzt soll kommen.

Weiter Piepsen der Geräte

Sie hat 'ne DNR.

Schock.

Vaculik schnauft.

Er schnauft angestrengt.

Hoher Dauerton des Geräts

Wieviel Uhr ist es?

23.38 Uhr.

Schreiben Sie Exitus letalis, 23.38 Uhr.

Hana. Bring mir ihre Akte.

Dauerton verstummt.

Hatte sie in letzter Zeit Herzrhythmus-Störungen?

Nein, alles war in Ordnung.

Mach sie fertig. Ja.

Ich kümmere mich um die Papiere.

(Patientin) Sie war eine so nette Frau.

Jetzt hat sie wenigstens ihre Ruhe.

Larisa ...

Nehmen Sie ihr Blut ab

und schicken Sie eine Probe der Infusion,

die Kucerova vorbereitet hat, runter ins Labor.

Sie sollte es möglichst nicht mitbekommen.

Nadel und Ampulle nehmen Sie aus dem Lager. Haben Sie den Schlüssel?

Ja. Bringen Sie mir dann die Ergebnisse.

Sie schreibt etwas.

Es klopft. Herein.

Die Ergebnisse sind da.

Kalium im Körper: 10,6.

In der Infusion wurde nichts gefunden.

Wie, nichts gefunden? In der Infusion war kein Kalium.

Die Laborantin will wissen, ob sie eine Kontrollmessung machen soll.

Nein, das reicht so.

Was haben Sie mit der Infusion gemacht?

Habe ich weggeworfen. Wohin denn?

Na, in den Müll. Bringen Sie sie mir.

Larisa.

Reden Sie mit keinem darüber, auch nicht mit den Mädels. Verstanden?

Ja.

(Dostalova) Hallo.

Nachtschicht vorbei?

Mein Schwiegervater ist schon wieder im Krankenhaus.

Es ging ihm schlecht. Er bekam keine Luft und ihm war schwindelig.

Er ist schon drei Tage dort.

Und wir wissen immer noch nichts.

Ich wollte dich bitten, mal nachzufragen.

Du kennst da schließlich alle, oder?

Wo liegt er? Auf der Inneren.

Die hier sind abgelaufen. Kann doch nicht sein.

Lass mal sehen. Der hier auch.

Zeig her.

Aha.

Ja.

Tatsächlich. Ist Miruna blind oder was?

Ruf mich abends an. Danke, vielen Dank.

Und wenn sie sich geirrt hat

und einfach vergessen hat, das Kalium der Infusion beizufügen?

Dann hätten wir es nicht im Blut gefunden, oder?

Es gibt nur eine Erklärung: Sie hat es ihr direkt in die Vene gespritzt.

Weshalb, um Himmels willen, hätte sie das tun sollen?

Hör mal ... ich weiß, sie ist sonderbar,

sie achtet oft nicht darauf, was sie sagt, ist unangenehm.

Aber, dass sie vorsätzlich jemanden umbringt...

Als sie die Ruzickova anschaute, hat es ganz so ausgesehen ...

als würde sie sich freuen.

Sie hat auch wieder das Fenster aufgemacht.

Damit die Seele rausfliegen kann.

Und wie soll es weiter gehen? Willst du die Polizei anrufen?

Weiß nicht.

Tja, es liegt auf der Hand, dass wir zwei das hier nicht klären können.

Und wenn wir sie in eine andere Abteilung versetzen?

Wie meinst du das?

Irgendwohin, wo sie nicht mit Patienten zu tun hat.

Sie geht sowieso furchtbar mit ihnen um. Ständig beklagen sich Verwandte.

Na schön.

Aber der Klinikleitung müssen wir das mitteilen.

(seufzend) Ist gut, ich rufe Krizic an.

Was könnte der morgens schon lieber hören als meine Stimme?

Was hast du eigentlich auf den Totenschein geschrieben?

Nichts bisher.

Ausgeschaltet.

Wahrscheinlich ist er beim Squash.

Rhythmische Musik

Dumpf Musik

Von draußen dröhnt Musik.

Automotor läuft.

(Filip) Guten Abend.

Hallo.

Schleichst du jetzt wie eine Diebin hier rum?

Ich habe doch nicht gewusst, dass du nicht da bist.

Komm, Perry.

Los!

Wie viel teurer wird es?

Muss ich erst ausrechnen.

Sie hatten versprochen, dass ich nichts draufzahlen muss.

Es war nicht abzusehen, was unter dem Putz ist. Ist Ihres.

Wir haben den gleichen Klingelton.

Handy-Klingelton

Hallo?

Warum siezt du mich?

Wie bitte?

Und wann?

Bis dann.

Alles in Ordnung?

Machen Sie eine Kostenaufstellung, dann sprechen wir uns wieder.

(Oberschwester) Entschuldigung, wir hatten eine Aufnahme.

(Sekretärin) Gehen Sie rein. Sie warten noch.

Vibrierton (Sekretärin) Sie können.

Bitte, setzen Sie sich.

(Kriz) Sie ahnen, warum wir Sie hergebeten haben?

Nein, tue ich nicht.

Wir untersuchen ein ungewöhnliches Ereignis in Ihrer Abteilung.

Den Todesfall der Patientin Bozena Ruzickova,

zu dem es während Ihres Dienstes am Donnerstag kam.

Wie bitte?

Können Sie uns was zu diesem Ereignis sagen?

Was soll ich dazu zu sagen haben?

Wie hatten Sie in der Nacht mit der Patientin zu tun?

Genau wie immer.

(Kriz) Seien Sie bitte etwas konkreter.

Gleich nachdem ich an dem Tag die Schicht begonnen hatte,

windelte ich sie. So um sechs.

Gegen acht war ich noch mal bei ihr.

Haben sie miteinander kommuniziert? Nein.

Und dann?

Gegen zehn bereitete ich die Infusion vor.

Wie?

So wie in den 19 Jahren, die ich in der Abteilung bin.

Ich holte einen 500ml-Beutel mit isotonischer Kochsalzlösung.

Im Untersuchungszimmer stand ein angefangenes Fläschchen mit Kalium.

Ich zog die Dosis auf und spritzte sie in den Beutel.

Wie hoch war die Dosis? 40 ml, wie verschrieben.

Warum sagten Sie, man solle sie nicht wiederbeleben?

Sie hatte eine DNR.

(Kriz) DNR? - Do not resuscitate.

Eine Patientenverfügung gegen Wiederbelebung.

Wer entschied das? Der Chefarzt.

Waren Sie überrascht, als der Arzt mit der Reanimation begann?

Nein, denn er rettet alle.

(Cechurova) Hm.

(Kriz) Na schön. Nehmen Sie sich bis Monatsende frei.

Wir untersuchen die Angelegenheit und entscheiden dann.

Sie können gehen. Warum soll ich mir freinehmen?

Wir untersuchen den suspekten Tod einer Patientin. Das ist Vorschrift.

Ich will mir nicht freinehmen.

Frau Kucerova, ...

ich denke, es reicht. Seien Sie so nett und gehen Sie jetzt.

Beklemmende, dumpfe Klänge

VERWALTUNG

Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen.

(Kriz) Herr Doktor.

Warum erfahren wir von einer so schwerwiegenden Sache

mit dreitägiger Verspätung?

Mehr oder weniger durch Zufall!

So sind Beweise verloren gegangen, die wir kaum sicherstellen können.

Ich stellte alle Beweise über den Fall noch in der Nacht sicher.

Die Blutprobe und den Infusionsbeutel.

Ich habe außerdem Chefarzt Macha Bericht erstattet.

Wir versuchten, Sie zu erreichen, aber Ihr Telefon war ausgeschaltet.

Ich sprach mit dem Chefarzt. Und?

Sie wollten die ganze Angelegenheit angeblich vertuschen,

indem sie Kucerova in eine andere Abteilung versetzen. Stimmt das?

Ich wollte keine Causa draus machen.

Der verdächtige Tod einer Patientin ist kein Grund für Ermittlungen?

Wollen Sie Polizei in Ihrem Krankenhaus?

In meinem Krankenhaus sollen Vorschriften eingehalten werden.

Wie bei ungewöhnlichen Ereignissen vorgegangen wird, wissen Sie.

Ich stellte verfügbare Beweise sicher und meldete den Vorgang,

habe die Situation also nicht unterschätzt.

Gleich habe ich Visite.

Wenn es nichts zu besprechen gibt, widme ich mich meiner Arbeit.

Bitte. Sie können gehen.

Hast du das aufgezeichnet?

Ich traue ihm nicht.

Ich glaube, er deckt sie.

Wir übergeben das der Polizei.

Treibende Musik

Du verdächtigst mich, die Frau umgebracht zu haben?

Hallo, Hana.

Wieso haben die mich nach dem Kalium in der Infusion gefragt?

Das ist doch ein normales Vorgehen. Was ist merkwürdig daran?

Stimmte mit dem Kalium was nicht? Das ist kein Grund zur Panik.

Dann kannst du mir ja antworten, wenn es keinen Grund zur Panik gibt.

Hat denen was nicht gepasst? War irgendwas mit dem Kalium?

In ihrem Blut wurde ein Kaliumwert von über zehn gemessen.

In der Infusion wurde hingegen kein Kalium gefunden.

(Bara) Du hättest nicht mit ihr reden sollen.

Nicht dass sie das gegen dich verwendet.

Am Ende kriegst du noch Probleme deswegen.

Kann ich noch etwas Salat haben? Der ist wirklich sehr lecker.

Spannungsvolle Klänge

VORBEREITUNG DER INFUSION FÜR FRAU R.

Sie seufzt.

(Kriez) Ah! Kommen Sie, ich stelle Sie vor.

Doktor Vaculik. - Berka, Kriminalpolizei.

Danke, dass Sie so schnell kamen. Selbstverständlich.

Vom Dienstzimmer bis hierher sind es zehn Sekunden.

Fotografier alles und mach eine Zeichnung.

Die Tür, wie die Betten stehen, Entfernungen und so.

Die Infusion haben Sie? - In meinem Büro.

(Berka) Hol sie und schließ das hier mit der Schwester ab.

Können wir uns irgendwo unterhalten? Das Arztzimmer sollte frei sein.

Sehr gut. Bitte.

Als Sie bei der Patientin ankamen

hat die Kucerova da irgendwie versucht, die Frau wiederzubeleben?

Hat sie versucht, sie zu retten?

Ich weiß nur, dass sie neben dem Bett stand,

was genau sie tat, nahm ich nicht wahr.

Ist Ihnen an ihrem Verhalten in dieser Nacht etwas aufgefallen?

Etwas, das Sie überrascht, stutzig gemacht hätte?

Kucerova tat der Tod der Patientin nicht leid, hatte ich das Gefühl.

Sie lässt sowas allgemein nicht an sich ran.

Sie baut keine Beziehung zu Patienten auf wie andere Schwestern.

Könnte es sein, dass sie so die Patientin loswerden wollte?

Daran habe ich überhaupt nicht gedacht.

Ich dachte, sie hat die Medikamente irrtümlich verabreicht.

Ist so etwas in der Vergangenheit schon mal vorgekommen?

Nicht, dass ich wüsste.

Wie lange kennen Sie sie?

Schwester Kucerova? Über zwanzig Jahre.

Riefen Sie deshalb nicht gleich die Polizei?

Ich war mir nicht sicher, ob es einen Grund dazu gibt.

Verdächtiger Tod einer Patientin?

Ich war etwas durcheinander.

Als Arzt ist man nicht täglich in der Situation, dass einem ...

ein Patient stirbt.

Wir werden Sie wohl noch mal vorladen müssen.

Ein Kollege oder ich werden uns melden.

Geben Sie mir Ihre Telefonnummer?

Im Angebot.

Ich dachte, du machst Diät?

Ist 'ne Ausnahme.

Was essen wir zum Huhn? Reis oder Kartoffeln?

Kartoffeln essen wir ständig. Dann Reis.

Und noch einen Wein für Papa. Hm.

Den hier?

Mhm. Ja?

War's das?

Hallo. - Hallo.

Hallo.

Mhm. Ich habe das auch genommen, sehr lecker.

Und der Mama, wie geht's ihr?

Weiß nicht, gut wahrscheinlich.

Gibt's da nicht Ärger im Krankenhaus?

Da soll eine Patientin auf skurrile Weise verstorben sein.

Ich weiß von nichts.

Gestern war die Kriminalpolizei da. Die haben mich über sie ausgefragt.

Was? Über Mama? Ja.

Was wollten die wissen?

Na, wie sie so ist.

Ihr Verhalten, vor allem gegenüber Älteren.

(Dostalova) 370 Kronen. - (Filip) Ja.

Ich würde Sie gerne mal einladen ...

auf einen Kaffee.

Oder auch auf etwas anderes.

Nein danke, ich suche niemanden.

Ich dachte nur, Sie sind allein, ich bin auch allein.

Mir gefällt es so.

Mami?

Kann ich mal bitte mit dir sprechen?

Los, zählen Sie das Geld nach. Ja.

Also, wenn was ist, ich bin draußen.

Du hast ja vielleicht was durcheinandergebracht.

Hast du schon mal eine Infusion gelegt?

Die haben die Dostalova ausgefragt. Über dein Verhalten.

Was soll denn das, bitte schön? Was hat die damit zu tun?

Und was ist jetzt mit der Uni?

Das ist ja wohl nicht das Thema.

Ich hoffe, du bist nicht blöd und lässt alles sausen.

Du denkst, ich bin so blöd? Schreib doch deine Bachelorarbeit.

Mami! Begreif das doch, die Uni interessiert mich nicht.

Ich will nicht mein Leben lang in 'nem Amt sitzen.

Also ziehst du lieber am Arsch der Welt dreckige Laken ab.

Na, da kann man wirklich von Erfolg reden.

Und was machst du bei der Arbeit?

Deshalb sollst du es nicht machen. Werde ich bestimmt nicht.

Du bist ganz wie dein Vater. Du scheißt auf alles.

Es regelt sich schon von allein, ja?

Wer hat dich gezwungen ihn zu heiraten? Ich etwa?

Melancholische Klänge

(Merkner) Wieso soll ich dir glauben?

Als stellvertretender Bürgermeister hast du jeden Versuch torpediert,

etwas im Krankenhaus zu ändern.

(Fotograf) Meine Dame, bitte nach rechts.

STADTVERTRETUNG 2019

Die zweite Reihe rückt nach. Wunderbar.

(Merkner) Plötzlich, einen Monat vor den Wahlen

hast du eine Lösung, die wir x-mal vorgeschlagen haben

und die du immer vom Tisch gewischt hast.

(Fotograf) Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit!

Ich sage dir mal was. Ihr sitzt in der Patsche,

versprecht alles Mögliche, damit die Leute euch wählen.

(Kriz) Roman, ich weise schon lange auf den Mangel an Akutbetten hin.

Als Stadtverordneter und Leiter des Krankenhauses.

Und was hast du noch getan, außer drauf hinzuweisen?

(Fotograf) Sind jetzt alle da? Ausgezeichnet. Lächeln!

Leise Gespräche

Also, was ist los?

Wo haben sie das gefunden?

Die sollen es da lassen, wo es ist.

In spätestens zehn Minuten bin ich im Krankenhaus.

Grüß dich. - Hallo.

Hier? - Mhm.

(Kriz) Guten Tag. - Guten Tag.

Ihre Stellvertreterin wollte, dass wir Frau Kucerovas Spind ausräumen.

Haben Sie das angefasst?

Nein. Wir haben nur Frau Cechurova Bescheid gesagt.

Wer mit Ausnahme von Ihnen weiß davon?

Niemand.

Entschuldigung.

Guten Tag, Kriz hier.

Herr Kommissar, können Sie kommen? Wir haben was gefunden.

Ich hätte nicht hingehen sollen.

Sie hat mich bloß wieder als unfähige dumme Kuh runtergemacht.

Und wie hat sie auf das mit der Polizei reagiert?

Wie hätte sie schon reagieren sollen?

War sie überrascht oder beunruhigt? Wie immer stinksauer.

Klopfen

Filip? Die Klospülung spinnt wieder.

Ich schaue gleich.

(Mutter) Nicht, dass das Wasser die ganze Nacht läuft.

Ich reparier's gleich. Ja? Geh schlafen, gute Nacht.

(Mutter) Gute Nacht. Gute Nacht.

Tür schließt.

Seufzen

Was, wenn das nicht geklärt wird, bevor wir fliegen?

Wenn die Bullen die Leute weiter so über sie ausfragen?

Zurückkommen können wir doch immer noch.

Fünftausend Kilometer.

Weiß auch nicht.

Hast du eine Telefonnummer von jemandem aus ihrer Abteilung?

Was glaubst du, was die mir sagen würde?

Immer noch besser als Däumchen drehen.

Das hat sie mir absichtlich eingebrockt!

Sie seufzt.

Wasser tropft.

Leise spannungsvolle Klänge

Leise Kinderstimmen

Entschuldigung. Lojza, leg das bitte hin und setz dich her.

Komm.

Rhythmische Musik

(Frau) Bitte sehr.

Danke.

Danke. - Und zurück.

Man hört sie nicht.

Wiedersehen. - (Mann) Wiedersehen.

Guten Tag. - Guten Tag.

Was darf's sein? - Ein Wasser ohne Kohlensäure.

Sofort.

Eine Frau lacht.

Kann ich kurz mit dir reden oder ist das verboten?

Hallo.

Welche Anschuldigungen gibt es gegen mich?

Seit zwei Wochen bin ich Zuhause.

Überall werden Leute befragt, nur ich weiß von nichts.

Mir haben sie nichts gesagt.

Dir als Oberschwester müssen sie was sagen.

Ich bin mit der Kleinen hier. Trink.

Na und, tue ich ihr was? Was soll denn das heißen?

Wie lang kennst du mich?

35 Jahre. Ist dir doch klar, dass das Schwachsinn ist.

Hana. Nimm's mir nicht übel. Komm, Mäuschen.

Komm, gib Omi die Hand. Komm.

Glaub mir, ich weiß wirklich nichts, gar nichts.

Es hat sich ausgeschossen.

Sie atmet schwer.

Sie ächzt und atmet schwer.

Wir haben ein Problem bei uns im Krankenhaus.

Das könnte Sie interessieren. - Hm.

Sie bieten einem Journalisten an, über ein Problem zu schreiben?

Das interessiert mich durchaus. - Ähm. - Was?

In unserer Pflegeabteilung kam es zu einem merkwürdigen Todesfall.

Wahrscheinlich hat eine Schwester eine Patientin getötet.

Sieht so aus, als hätte ein Arzt sie gedeckt.

Haben Sie sich das ausgedacht oder gibt es dafür Beweise?

Natürlich gibt es Beweise. Wir haben sie der Polizei übergeben.

Warum glauben Sie, dass der Arzt die Schwester gedeckt hat?

Ganz sicher sind wir nicht, aber wir vermuten, sie hatten ein Verhältnis.

Wäre ich dem nicht nachgegangen, wäre das wohl vertuscht worden.

Wer bei der Kriminalpolizei hat das auf dem Tisch?

Oberkommissar Berka. - Das ist ja blöd.

Der lässt nichts durchsickern.

Er muss nichts durchsickern lassen.

Mein Angebot: Exklusiver Zugriff auf alle Infos der Ermittlungen

sowie auf die Interna des Krankenhauses.

Und was haben Sie davon?

Ich möchte nur, dass jeder weiß: ich habe mich der Sache angenommen.

Und dass ich nichts unterschätzt habe. Das ist fair, oder?

(Frau) Guten Tag. Guten Tag.

Ich habe ein Einschreiben. Ja.

Hier unterschreiben. Danke.

Das war's.

Danke. Auf Wiedersehen.

Wiedersehen.

KRIMINALPOLIZEI

VORLADUNG

Bedrohliche Klänge

Man hört sie nicht.

Hana (Klára Melísková): Katrin Zimmermann

Tereza (Denisa Baresová): Derya Flechtner

Vaculík (Ivan Trojan): Rainer Doering

Kríz (Petr Lnenicka): Alexander Doering

Oberschwester (Milena Steinmasslová): Arianne Borbach

Übersetzung: Barbara Mainer

Dialogbuch und Regie: Beate Klöckner

Deutsche Fassung: Studio Hamburg Synchron GmbH

Redaktion: Felicitas Schwarz

Untertitelung: Timecode-Filmstudio, Kehl, 2022

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