All language subtitles for Maria Wern, Kripo Gotland 8x03 - Schutzlos.deu

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Original subtitles

(Junge): Hallo?

Ich schwöre, ich sage wirklich nichts mehr.

Lass mich raus! Bitte!

(Weinend): Lass mich raus.

Ich krieg keine Luft.

*Er schlägt gegen das Holz; Geräusche eines Schlosses*

Hey, Du! Bitte hilf mir. Bleib hier.

Bitte!

als Maria Wern

als Sebastian Stahl

als Per Arvidsson

als Sasha Raufi

(Mann): Ist was drin? - Ja! - Oh!

Ein Prachtkerl.

Zieh es einfach hoch.

*Das Mädchen schreit auf*

Was ist denn?

Oh, Gott!

Sag doch was.

Ich merke doch, dass du was hast.

Du spielst schon ganz schön lange meine Taktik, ja?

Das alte ehrwürdige Schweigen.

Hier, hier, hier, da geht's runter. Ja, ist ja gut. Danke.

Ich dachte, du hast alles im Griff.

Du? Kannst du...

Wann wolltest du es mir sagen?

Was meinst du?

Was soll ich dir sagen? Deine Bewerbung!

Für den Job im Ausland.

Oh, um Gottes willen. Hör zu, ich wollte nur sehen...

Ich wollte nur sehen, ob ich das Zeug dazu habe,

eine Chance habe. Doch, doch!

Dir sollte klar sein, dass ich nie, nie...

*Die Wagentür schlägt zu*

*Melancholische Klänge*

(Mann): Sie haben ihn da rausgezogen.

Das Netz ist auf dem Boot.

Hej. (Beide): Hej. Hej, Maria.

Hej, Martin. Freut mich.

*Düstere Musik*

Das Opfer ist identifiziert als Kristoffer Hoas,

17 Jahre alt, wohnte auf der Insel.

Unter dem Gips auf seinem Unterarm,

war eine winzige Videokamera.

Sie ist auf den Bildern zu sehen. Wie lange lag er im Wasser?

Drei Tage mindestens.

*Piepton* Das war Mariannes Idee, weil ich schlecht schlafe.

Jetzt sagt der Hausarzt, ich soll

am Tag mindestens 10.000 Schritte gehen.

Kristoffer ist aktenkundig. Er ist seit letztem Jahr in Jugendarrest.

Wissen wir auch wo? *Piepton*

Ja, in einer pädagogischen Einrichtung in Bläse.

*Ein Pferd wiehert; ein Hahn kräht*

Hej. Hej. Maria Wern, Polizei. Ja, Anna Fahlén.

Gehen wir da rüber.

Ich hoffe, er nimmt ein bisschen Rücksicht auf die Jungs.

Die sind durcheinander, nachdem was passiert ist.

Und gleichzeitig versteinern sie und machen zu. Mhm.

Wie war er?

Kristoffer.

Entschuldigen Sie, es ist so schwer, das alles zu verarbeiten.

Aber... Also, er war ein ganz feiner Kerl,

ein guter Junge.

Aber die Verlogenheit der Erwachsenenwelt hat ihn verletzt

und das nicht nur einmal. Mhm. Der Gips, den er am Arm hatte,

was ist da passiert? Ein Unfall.

Es passierte, als er da hinten die Scheune gestrichen hat.

Er ist ganz blöd von der Leiter gefallen.

Du hast was vergessen.

Gab es sowas wie Konflikte zwischen Kristoffer und anderen?

Na ja, versammeln Sie 13 kaputte Jugendliche

von 12 bis 17 unter einem Dach: klar, dass es da Konflikte gibt.

Keine, die wir nicht bewältigen können. (Junge): Hej, Anna.

Hej, Albin.

Ich bin Per.

Äh...

wie ich sehe, bist du gerade zwölf geworden.

Gratuliere nachträglich.

Ich stell ein paar Fragen, dann kannst du weiterstriegeln.

Kanntest du Kristoffer? *Das Pferd schnaubt*

Hm. Du bist aus Göteborg.

Häcken oder GAIS-Fan? (Junge): GAIS.

Lassen Sie ihn in Ruhe.

Ich will ein paar Fragen stellen. Aber er nicht antworten.

Wollen wir stattdessen reden?

Hab keine Zeit.

Du kanntest Kristoffer gut, oder?

Okay.

Wie war er?

Schwierig.

Gab viel Ärger.

War er mit jemand richtig zerstritten?

He?

Elliot!

Hej. Maria.

Mein Sohn Emil geht in die gleiche Klasse

wie deine große Schwester Elsa.

*Elliot kehrt weiter*

(Kristina): Ja?

Hej, Maria. Hej.

Du hast gehört, dass die Leiche identifiziert ist:

ein Kristoffer Hoas. Ja, hab ich gehört. Furchtbare Geschichte.

Laut Akte hast du Jugendarrest beantragt. Ja. Können wir reden?

Oh, ich habe meiner Tochter versprochen,

zum Zahnarzt mitzukommen. Bin zu spät dran.

Nur ein paar Minuten. Komm mit.

Verurteilt wegen Diebstahl, Einbruch, Drogenbesitz.

Hatte er Feinde? Einer wie er macht sich zwangsläufig Feinde,

bevor er irgendwann im Viktoriagarden landet.

Ich empfehle dem Jugendamt immer:

Schickt die Jungs so früh wie möglich dorthin.

Keine andere Einrichtung hat ähnlich gute Resultate.

Traurig, dass gerade da sowas Schrecklichen passieren musste.

(Hartman): Die Gerichtsmediziner fanden punktförmige Blutungen

in den Membranen der Augen und auch hinter dem Lungenfell.

Er ist erstickt, nicht ertrunken. Richtig. Wie sicher? 100 %.

Verletzungen um Nase und Mund deuten darauf hin,

dass ihn jemand umbringen wollte.

Arvidsson, du hattest Kontakt mit seinem Vater.

Björn Hoas, Seemann. Ist erst in ein paar Tagen in Mumbai an Land.

Er hat keine Vermisstenanzeige aufgegeben. Dachte, sein Sohn

würde wie üblich wieder auftauchen. Hej.

(Hartman): Ja, hallo. Willkommen.

Kristoffer rief seinen Vater vor knapp einer Woche an und faselte

irgendwas Unzusammenhängendes über einen "Leopard".

Dieser "fucking Leo" habe ihm den Arm gebrochen.

Es gibt keinen Leo unter seinen Bekannten.

Nicht unter denen, auf die ich gestoßen bin.

(Hartman): Was haben wir noch?

Wir versuchten, das Material von der Kamera

unterm Gips wiederherzustellen, aber es ist eine KYRO-XR3,

verwendet man normalerweise im Krankenhaus

für endoskopische Aufnahmen im Rachen.

(Hartman): Eine Kamera? Wozu hat er die gebraucht?

Helft mir. Worum geht es hier?

Er wurde verurteilt, da er gestohlene Computer

und Bootsteile verscherbelt hat. Das führt uns zu Markus Korhonen.

Der hat wohl alles organisiert.

Vermutlich weiß Korhonen einiges über Hoas. Ist er noch im Knast?

Ist seit letzte Woche raus. Soll in einem alten Industriegebäude

in Österby wohnen. Gut.

Wir brauchen noch jemanden, der mit Sasha zu Korhonen fährt.

Das kann ich machen. Prima. Dann also los.

Warte mal. Was ist?

Hast du einen Augenblick, damit wir reden können?

Ich schätze, da brauchen wir mehr als einen Augenblick, oder?

Erzähl's denen.

*Das Tor quietscht*

*Spannende Klänge*

*Glas klirrt*

*Weiterhin spannende Klänge*

Markus Korhonen, bist du das? Hallo? Polizei, stehenbleiben!

*Treibende Musik*

Fuck!

*Spannende Musik*

*Ein Motor startet*

Anhalten! Anhalten!

Scheiße!

Scheiße!

*Sanfte Klänge*

Also, was ist los?

Hm? Ja...

Okay.

*Sie prustet* Ich...

hab mich ins Ausland beworben.

Okay.

Es war gar nicht ernst. Ich hab's versucht, es war mehr aus Witz.

Und ich hab Sebastian nichts gesagt und...

Er hat's rausgefunden.

Ja, ähm... Rede mit ihm.

Das kann doch kein Problem sein, wenn's dir nicht ernst war.

Oder du kaufst einen zwölf Jahre alten Whiskey. Der alte Trick.

Und? Was hast du vor? Ich rede mit ihm, klar.

Die Bewerbung.

Ach du meine Güte, ich wollte es doch nur testen.

Ich wollte nur mal sehen, was geht, die Möglichkeiten ausloten.

Und jetzt... Ist doch klar, dass ich den Job nicht nehme,

nicht... jetzt.

Auch wenn...

*Sie seufzt* Ach, Mann.

Linda geht noch zur Schule, und Emil steht auch noch nicht

auf eigenen Füßen. Wenn du das sagst.

*Sanfte Klänge*

(Emil): Bis später. - Wir sehen uns.

Wenn du mich abholst: Musst du so stehen, dass es alle sehen?

Ja, muss ich.

Hallo. - Hej. - Bis morgen.

Sag mal, kennst du einen Leo?

Spitzname "der Leopard".

Doch, das waren zwei in der Mittelstufe.

Die zogen irgendwann aufs Festland, glaube ich.

Wieso nannte man die Leoparden?

Die hatten viele Sommersprossen im Gesicht, also waren's Leoparden.

Ist was passiert?

*Die Küken piepsen*

Elliot hat ganz sicher nichts mit dem zu tun, was passiert ist.

Er spricht hervorragend auf die Therapien an.

Er hat die richtigen Werkzeuge gefunden,

um seine Gefühle steuern zu können.

Nennt man ihn Leo?

Als er herkam, haben ihn einige so genannt, anfangs.

Wieso? Ach, nur so.

(Anna): Elliot?

Maria Wern ist von der Polizei. Sie will ein paar Fragen stellen.

Hej, Elliot.

Die Verletzungen, die Kristoffer hatte. Der gebrochene Arm,

wegen dem er im Krankenhaus war. Was weißt du davon?

Er flog von der Leiter.

Kristoffer erzählte seinem Vater, es sei gar kein Unfall gewesen.

(Anna): Uns hat er gesagt, er wäre runtergefallen.

Wir untersuchen, ob Kristoffers Tod Mord war.

Ich hoffe, es ist dir klar, was das heißt.

*Die Hühner gackern*

Hast du was mit dieser Verletzung zu tun, Elliot?

He?

Hast du sie ihm zugefügt. Ich finde, wir...

Jetzt pass auf. Möchtest du lieber das Gespräch

auf der Wache fortsetzen und die Nacht in einer Zelle verbringen?

Das ist die Alternative, klar?

Jetzt ist aber Schluss. Entweder beantwortest du meine Fragen

oder kommst mit zur Wache. Wie du willst. Also bitte!

Wir müssen kurz reden. Überleg's dir.

So geht das nicht. Sehen Sie nicht, was Sie anrichten?

Der Junge ist sehr labil.

Lassen Sie uns später nochmal mit ihm reden.

Ja? Bitte!

*Düstere Klänge*

*Sanfte Klavierklänge*

*Freudenschreie*

*Klingelton*

Ja, hallo? Ja, hej, hier ist Kristina Hyllander.

Ich hab hier eine Beschwerde über dein Verhör mit Elliot.

Du kennst doch die Vorschriften für Jugendliche unter 18.

Es war die ganze Zeit ein Erwachsener dabei,

dem er vertraut. Ich musste ihn hart angehen.

Er weiß mehr als er sagt. Versprich mir, dass du in Zukunft

mehr Geduld an den Tag legst bei einem Minderjährigen. Ja.

Wir vor Ort sollen immer die Geduldigen sein. Bis dann.

Ist Elliot dort sicher? Wir denken, niemand ist in Gefahr.

Er sollte nach Hause kommen, bis ihr wisst, wer's war.

Das geht nicht, Jeanette. Er ist im Jugendarrest.

Du weißt doch, wie man es umgehen kann. Sag mir, was ich tun muss.

Wir können ganz gut einschätzen, ob eine Bedrohung vorliegt.

Ich verstehe, dass du beunruhigt bist, aber...

Was war da eigentlich?

Wieso ist er überhaupt in Viktoriagarden?

Als ich ihn zuletzt sah, lief er noch im Spiderman-Kostüm rum

und wedelte mit einem Plastikschwert.

Es fing an...

als Björn vor zwei Jahren an Krebs starb.

Er hat kaum was gegessen, nachts schlecht geschlafen.

Elliot hat seinen Vater furchtbar vermisst,

aber ich habe nie gesehen, dass er geweint hat.

Er hat nie gesagt, wie er sich fühlt.

Eines Morgens fand ich unter seinem Bett eine kleine Schachtel,

voll mit den Pillen und Drogen.

Was waren das für Drogen? Ich habe keine Ahnung.

Dann ging's weiter.

Markus Korhonen. Sagt dir der Name was?

Hm, nein, sagt mir nichts. Ganz sicher? Ja.

(Elsa): Mama, weißt du, wo mein blauer Pulli ist?

Hej, mein Schatz. Hej, Elsa.

Hej. Hej. Du, äh...

Markus Korhonen, kennst du den?

Loco-Macke? Loco-Macke?

Setz dich.

Sag uns, was du weißt.

Ich glaube, Elliot hat früher Benzos und Gras von Macke gekauft.

Alle wissen, dass Macke dealt. Okay.

Wir vermuten, dass dein Bruder in einen Konflikt

mit Kristoffer verwickelt war. Weißt du was davon?

Elliot hat wohl einen der kleineren Jungs im Heim beschützt.

Kristoffer konnte ein ziemliches Schwein sein. - Elsa!

Ich sage nur die Wahrheit.

Kristoffer war immer ein Schwein. Kannst du fragen, wenn du willst.

*Maria seufzt*

Ihr braucht keine Angst zu haben. Da kann nichts passieren.

Er ist dort in Sicherheit.

*Düstere Klänge; Windgeräusche*

Die haben alle Räder abmontiert?

Nein, nur eins. Ich komme aber trotzdem nicht weg.

Die Zündkabel sind auch gestohlen.

Ja, aber was... was sind das denn für verdammte Idioten?

*Tosender Wind; Donnergrollen*

Hörst du mich?

Hej. Also, was äh... Na ja, ich wusste nicht,

wie ich dich sonst hierherlocken soll.

Du spinnst.

Du?

Ich hatte nie vor wegzugehen, auch nicht in den Kongo,

oder was immer du denkst.

Du?

Entschuldige.

*Sanfte Klänge*

Was wirst du machen, wenn die ja sagen?

Aber ich hab's dir doch gesagt:

Ich wollte nur testen, ob ich bei sowas eine Chance habe.

Hast du denn nie das Gefühl, alles sei so festgefahren?

Nein, hab ich nicht.

Ich will deinen Träumen nicht im Weg stehen. Ich kann auch

in 'ner Jurte in der Mongolei wohnen,

wenn's dich glücklich macht.

Ich habe noch keine Ausschreibung dorthin gesehen,

aber... Danke. Bitte sehr.

Du bist... so romantisch.

*Sie seufzt*

Ich liebe dich.

Das ist es nicht. Ich weiß, aber ich krieg Schiss, wenn ich höre,

dass meine Frau Auswanderungspläne hat.

Ich dachte, wir sind eine Familie.

He?

*Handyton*

Entschuldige.

*Er schnieft*

Nein, nein, nein. Was ist denn? Scheiße!

*Polizeisirenen*

*Sirenen und "Elliot"-Rufe*

(Anna): Wir finden ihn nicht. Er ist seit zwei Stunden weg.

Was soll ich bloß machen? Sie rufen alle Jugendlichen zusammen.

Jetzt übernehmen wir. Aber wenn... Darum kümmern wir uns.

Wenn er irgendwo... und wir hören nichts.

Tun Sie, was ich sage. Rufen Sie alle zusammen. Können Sie das?

Ja. Hej, hej. Du, du! Du!

Keine Gefahr. Alles wird gut.

Hast du was gesehen?

Du kannst mit mir reden. (Mann): Anna!

Warte da!

(Mann): Anna! Ich war gerade im Bootshaus und...

da lag der Zettel. Vorsicht, nicht anfassen!

Das Boot ist weg. Also äh...

*Anna schnieft*

*Düstere Klänge*

Sehen Sie, was Sie getan haben?

Sie sind aufgeregt. Wenn Sie noch einmal

einen der Jungen beschuldigen,

ohne Beweise zu haben, werde ich gegen Sie vorgehen.

Entschuldigung. Lassen Sie mich kurz mit meiner Kollegin allein?

Danke.

Die haben das Boot gefunden, kieloben,

ein paar hundert Meter vom Land. Ohne Elliot.

*Melancholische Klänge*

*Sie stellt den Motor ab*

(Jeanette): Du sagtest, er wäre nicht in Gefahr.

(Elsa): Ihr müsst suchen, ihr dürft nicht aufgeben!

Wir geben nicht auf. Ich verspreche...

Ich muss helfen. Wir suchen bis wir ihn finden.

Wir suchen dort, wo das Boot gefunden wurde. Sekunde. Warte.

Ich habe etwas, das...

muss ich dir zeigen.

Es tut mir leid, aber ich muss wissen,

ob das seine Handschrift ist.

*Dramatische Klänge; Jeanette wimmert*

Jeanette?

Ist es seine, Jeanette?

Jeanette, warte!

*Jeanette stöhnt*

*Jeanette schreit auf*

*Jeanette weint*

*Melancholische Musik*

*Maria keucht und stöhnt*

*Sie schreit bei den Schlägen auf*

*Sanfte Klänge*

Du bist fantastisch.

Mach dir keine Vorwürfe, das wäre jedem von uns passiert.

Du hast nur deinen Job gemacht.

Er war so schon total durcheinander. *Sie schnieft*

Meine Fragen haben es nicht besser gemacht.

Du?

*Der Zettel knistert*

Du bist fantastisch!

*Ruhige Hintergrundmusik*

Vielleicht wurde Elliot zum Schreiben des Briefes gezwungen.

Du meinst, wir suchen einen Doppelmörder?

Weiß nicht. Keine Ahnung.

Wenn, sind vielleicht andere Jugendliche in Gefahr.

Das piepst immer noch. Kannst du das mal lassen?

Also Korhonen hat Verbindungen zu beiden Jungen.

Vielleicht ist 'ne alte Geschichte hochgekocht.

Und Verbindungen zu anderen Jungen?

Die Insel ist klein. Alle kennen sich.

Wir finden ihn früher oder später.

Seine Flucht zeigt: Es wurde ihm zu heiß.

Es geht nicht nur um Korhonen, wir brauchen Elliots Leiche.

Kristoffers Obduktion ergab keine ausreichenden Beweise.

Wir haben nichts, was ihn mit dem Mord verbindet.

Lass das Suchgebiet noch mehr ausweiten.

Wir haben keine Leiche und so keinen Grund ihn zu verhaften.

Maria. Der Junge ist längst

aufs offene Meer hinausgetrieben worden.

Die Familie braucht Gewissheit. Um abzuschließen.

Und die müssen wir ihr geben.

Ja.

Ja.

Gut.

Danke. Du? Vielleicht geht's damit besser?

Ah ja, klar.

Danke.

(Mann): Hallo. *Handyklingeln*

Hallo? (Mann): Sie suchen doch Markus Korhonen?

Ja. Mit wem spreche ich?

Ich weiß, wo sich die kleine Ratte befindet.

Und wo wäre das? (Lachend): So läuft das nicht.

Wie viel ist es Ihnen wert? Pff!

Tja, so läuft es aber auch nicht. Okay.

Ich dachte, es sei wichtig, dass Sie ihn finden.

*Sasha räuspert sich*

Haben Sie PayPal?

Maria? Du hast Besuch.

Jeanette!

Hej.

Wie geht es?

Ähm...

Ja, ähm... Es... gibt vielleicht eine Erklärung dafür.

Es ist wohl so, dass...

Elliots Visakarte ist belastet worden. Bis an die Grenze.

1500.

Okay.

Es ist so, dass das Geld bar abgehoben wurde, nachdem er...

Wir checken das. Mhm.

*Windgeräusche*

Der Wohnwagen da. Ja.

*Klappern*

*Spannende Musik*

Polizei! Ist jemand da?

Stopp! Stehenbleiben! *Er schießt zweimal*

Stehenbleiben, sagte ich! Hände in den Nacken!

Hinlegen! Runter auf den Boden!

Ich will einen Anwalt. Hast du schon gesagt.

Ich habe Hoas nicht angerührt. Verdammter Arsch.

Du vertickst labilen Kindern Drogen. Ich soll dir trauen?

Warum wolltest du abhauen? *Korhonen lacht*

Antworte!

Das ist nicht mein Zeug. Ist mir scheißegal,

ob du mit Benzos dealst oder Computer klaust.

Wir wollen eines hören: Was weißt du über Kristoffer?

Okay.

Hoas kam zu mir.

Er wollte abhauen, er... brauchte Cash, um wegzukommen.

Ich konnte ihm echt nicht helfen. Da ist er völlig abgedreht.

Ich hatte eine kleine Kamera, ein Miniding.

Die schnappte er sich und verschwand.

(Oscar): Das ist von dem Bankautomaten.

*Sie atmet tief durch*

Warte, gleich.

Keine zweite Kamera? Nein.

Halt an! Was ist das?

Druck mir das bitte aus. Druckt.

Arvidsson, bist du da drin? Ja, komme gleich.

Die Person, die Elliots Konto geleert hat,

hat einen Fingerabdruck auf der Kameralinse hinterlassen!

Können wir das nicht machen, wenn ich fertig bin?

Sieh, ob die Datenbank was hat, und vergleich ihn mit Korhonens.

Das Bild ist zu schlecht, das geht nicht. Versuch's mal.

Die Kollegen in Dänemark haben das mal hingekriegt.

Wenn ich "ja" sage, lässt du mich dann in Frieden?

*Ruhige Musik; Plätschern der Wellen*

(Hartman): Wo bist du?

Fahre zum Jugendheim. Was wissen wir über die Hacke?

Im Labor haben sie Textilfasern daran gefunden,

was darauf hindeutet,

dass Kristoffer Hoas damit versenkt wurde.

Die Taucher glauben,

dass Elliot mit der Strömung hinausgetragen wurde.

Weiß nicht, wie lange ich's schaffe, dass sie weitersuchen.

Sie müssen so lange suchen wie nötig.

Du schaffst das. Ich melde mich. Bis dann.

Entschuldigung. Hej. Hej.

Ich würde Ihnen gerne ein Bild zeigen.

Kennen Sie diese Hacke?

Ja. Kommen Sie.

*Ein Hahn kräht*

Da hing sie.

Wer hat noch Zugang zu dem Schrank? Nur das Personal.

Wie weit seid ihr mit der Vernehmung des Personals?

Wir sind dran. Und?

Zwei sind auf dem Weg hierher,

einige konnten wir nicht auftreiben.

Korhonen haben wir wenigstens. Er wurde entlassen.

Können wir ihn nicht behalten, bis wir mehr wissen?

Die gestohlenen Sachen reichen wohl. Nicht für U-Haft, leider.

Hartman! Halt mal. Du, der Wohnwagen war voll mit Diebesgut.

*Handyton*

Wir würden gerne ein Gespräch mit Ihnen führen. Wann können Sie?

*Sanfte Klänge*

(Oscar): Sebastian? Hm? Hier sind Kristoffers Kamera und Handy.

Bin damit fertig.

Danke.

Schluss für heute? Ja, ist spät genug.

He, Oscar! Kann man nicht rausfinden,

ob er Bilder in der Cloud gespeichert hat?

Schon überprüft, nein.

Er kann es auch irgendwo extern gespeichert haben.

Die Frage ist wo. Kristoffer hatte keinen Computer.

Gute Nacht. Gute Nacht.

Halt! Oscar!

(Anna): Von mir aus machen Sie mit den Computern, was Sie wollen.

Aber muss das sein, dass Sie nachts hier auftauchen,

ohne sich anzumelden? Die Jungs fragen sich, was hier vorgeht.

Gehen Sie zu ihnen. Ich hole Sie, wenn wir was brauchen.

(Oscar): Hier haben wir was.

Das ist von Kristoffers Kamera.

(Junge im Video): Lasst mich runter! Hört auf!

Verdammt, das ist der kleine Albin!

(Betreuer): ... Konsequenz deines Verhaltens. - Hört auf!

Wer ist denn der Betreuer?

Tommy Larsson.

(Albin): Hilfe! (Tommy): Was sagst du? Was sagst du?

(Junge): Das ist echt nicht gut.

Hey, Tommy, hey! (Tommy): Reiß dich zusammen, du Memme!

(Albin): Lasst los! (Junge): Na, wie geht's? Ist dir schlecht?

Na Albin, alles klar, macht's Spaß, ja?

Schwung! (Albin): Hilfe! (Tommy): Das hast du davon.

(Anna): Für ihn ist es besonders schwer.

Er verweigert jedes Essen seit Elliot verschwunden ist.

Hej, Albin. (Anna): Er war schon immer sehr sensibel.

Ich bin auch mal in so einer Einrichtung gewesen.

Ich war ein bisschen älter als du.

Und daher weiß ich,...

dass man oft glaubt,...

Dinge nicht sagen zu dürfen.

Ich hab es auch nicht getan.

Und dann bereut.

Weißt du?

Wollen wir was essen?

Ich hab Hunger.

(Betreuer): Du warst also bei der Toilettensache dabei. - Sagt wer?

Devin hat's erzählt.

Ist das wahr? (Devin): Nein! - Ich hab's aber auch gehört.

Hab ich nicht. Was soll der Scheiß!

Erzähl nicht solche Lügen, verdammt. Du Lügner.

Verdammter Lügner! - He, hört auf! (Anna): Schluss jetzt!

(Devin): Er lügt! - Setz dich hin, Devin!

Rücken gerade und die Arme vom Tisch!

Sagen Sie, ist Tommy Larsson heute da?

Nein. Wieso? Er hat sich gestern krankgemeldet.

*Sasha räuspert sich*

*Spannende Musik*

Ich geh rauf. Ich geh nach hinten.

Tommy Larsson? Polizei!

Hören Sie mich? Aufmachen!

Polizei! Halt!

Halt!

Liegen bleiben! *Tommy stöhnt*

*Tommy stöhnt*

Hör auf!

Was machst du denn da? Liegen bleiben!

Bist du verrückt geworden? Liegen bleiben! Du verdammter Idiot!

Du hast mir die Nase gebrochen.

Bis morgen. Gute Nacht. Was ist passiert?

Es lief etwas aus dem Ruder.

Was zum Teufel soll das?

Ich hab Hartman eine Story aufgetischt.

Aber wenn Tommy dich wegen Gewalt anzeigt...

Ich rede mit dir. Kommt nicht wieder vor.

Das kam gerade rein.

Ein Treffer für den Fingerabdruck am Bankomat.

Wer ist es?

Eigenartigerweise Elliot Brodin.

Was?

Wie sicher ist die Übereinstimmung?

97 %. Es wurde mehrfach getestet.

Okay, danke Oscar.

Hat er Angst vor jemanden? Versteckt er sich deshalb?

Dieser verdammte Tommy Larsson.

Nun müssen wir uns fragen:

Steckt nun doch Elliot hinter Kristoffers Tod.

Glaubst du's nicht, oder willst du's nicht glauben?

*Windgeräusche*

*Spannende Musik*

*Die Tür knarrt*

(Flüsternd): Albin? Albin?

Hey, wach auf. Komm, steh auf.

Sei leise.

Steh auf.

Zieh dich an.

Wo sind deine Sachen?

*Mystische Klänge*

So, komm. Komm her.

So. Okay.

So. So, du kommst jetzt mit, okay?

*Sanfte Musik; Möwengeschrei*

*Eine Tür wird geschlossen*

Was werfen Sie mir vor? Ich hatte frei. Ich war bei meiner Mutter

in Stockholm als Kristoffer verschwand.

Lass mich los! Ruhig. Lass mich los!

Bleiben Sie ruhig! Das ist so verdammt eng hier drin!

Ich habe nichts getan. Beruhigen Sie sich.

Warum muss das so eng sein? Okay.

Tommy?

Wie gut kennen Sie Elliot? Dann ihr durchgeknallter Kollege.

Warum muss ich Fragen beantworten? Sie haben doch nichts in der Hand.

Lassen Sie mich gehen. Bitte.

Ich checke Ihr Alibi, sobald ich hier fertig bin, Tommy.

Erst sagen Sie mir, was Sie über Elliot wissen.

Er war so wie die anderen auch.

Er war impulsiv, er war... er war krank im Kopf.

Er wurde aggressiv, wenn er Druck fühlte.

Elliot!

Hau ab! Verschwinde! - Geh rauf in dein Zimmer!

Elliot, jetzt sei ganz ruhig, ja?

Mach es nicht noch schlimmer. Leg es weg.

*Anna schreit auf*

*Sie schreit und stöhnt*

(Elliot): Lass los! *Anna schreit auf*

*Anna stöhnt* (Elliot): Du sollst loslassen! - Elliot!

*Anna stöhnt und hustet*

*Tastaturgeräusche*

*Handyklingeln*

Sebastian Stahl. Hier ist Anna.

Elliot war hier. Er war hier.

Er... er... Was sagen Sie? Elliot ist wieder da?

Er war plötzlich hier und wollte Albin mitnehmen.

Ist er noch da? Nein. Nein, nein.

*Sanfte Klänge*

*Jeanette schluchzt*

Er wollte einen der Jungen mitnehmen. Ich muss ihn sprechen.

Auf jeden Fall, aber er ist nicht mehr dort.

Aber er lebt, Jeanette,

und wir werden ihn bald finden. Ja.

Was ist? Elsa hat da was gesagt.

*Sanfte Klänge*

Sie sagte, er...

Es wird erzählt,...

Elliot habe Kristoffer ermordet.

Wer sagt das? Die in Elsas Schule.

Ja, okay. Das ist nicht das, was wir glauben.

Ach, es ist so... Kopf hoch. Er lebt.

*Jeanette seufzt*

*Treibende Musik*

Er... stand plötzlich da, ich war total überrascht.

Ich wusste nicht, was... Sind alle anderen Jungs da?

Ja, alle auf ihren Zimmern. Dann gehen Sie auch schlafen.

Ich bleibe heute Nacht hier draußen im Auto.

Oh, okay. Ja. Danke. Ja.

*Ein Pferd wiehert im Hintergrund*

*Geheimnisvolle Klänge*

Du, mach sie aus und geh rein.

Ich fände es cool, wenn Sie mich nicht verpfeifen.

Geh schlafen.

Stark, wie Sie Albin zum Essen gekriegt haben, echt. Alles gut.

Du? Sag mal...

Wie standen Elliot und Albin zueinander?

Es braucht keiner von den Kippen zu wissen.

Und von diesem Gespräch auch nicht. Da ist Mist passiert.

Was? Albin und Elliot waren echt eng.

Aber nach dem Blödsinn mit dem Messer... Was?

Na ja, Abbe hat zugestochen. Was? Was heißt, Abbe hat zugestochen?

Du, hat Abbe jemanden verletzt? Kristoffer.

*Düstere Klänge*

*Ruhige Musik*

Hallo?

Ein Kind, das man auslacht, wird schüchtern.

Toleranz lehrt Geduld.

Kann ich gehen? - Haben Sie noch Fragen? Nein.

Ich gehe runter. - Gut.

Hilf Cesar beim Saubermachen. - Okay.

Das waren alle. Ja. Und, äh,...

ist es unbedingt notwendig, dass Sie noch mal mit Albin reden?

(Junge): Anna? - Nicht jetzt, noch 5 Minuten.

Albin verletzte einen mit einem Messer. Wieso melden Sie nichts?

Was hieße, dass er in eine geschlossene Einrichtung kommt.

Er und seine kleine Schwester

sind bei verschiedenen Pflegeeltern aufgewachsen.

Man hat sie behandelt wie... wie Vieh. Sehen Sie sich das an.

So sah er aus, als er herkam.

Albin ist 12 Jahre. Da gibt es immer noch Hoffnung für ihn.

Ja, ich verstehe, aber Sie hätten das trotzdem melden müssen.

Eine impulsive Reaktion führte zu einer kritischen Situation.

Seien Sie so nett, und melden Sie die Geschichte nicht.

Also.

Was ist das Problem? Ach, ähm... Schon gut.

Wieso bist du derartig auf Tommy Larsson losgegangen?

Ich...

Ich war selbst mal in einem Internat.

Ein paar Jahre lang.

Na ja, es war... nicht gerade wie Hogwarts.

der Teenager war gut aufgehoben,

während meine Mutter Karriere machte.

Die Älteren behandelten uns wie Pisse,

also behandelten wir die Jüngeren noch schlimmer.

Die Lehrer taten nichts, keiner griff ein. Sie nannten es...

Gruppenerziehung.

Wie man kann jemanden wie Tommy Larsson einstellen?

Verdammt, das ist unglaublich.

Du... Hej! Hallo.

*Melancholische Musik*

Bitte melden Sie sich wegen eines Vorstellungsgesprächs.

Kommst du nicht ins Bett? Gleich.

*Sie seufzt* Du?

Was war das mit Tommy?

Hast du vor, mit mir darüber zu reden?

Nein, jetzt nicht.

Aha.

Okay.

Mit Sasha aber schon?

Sowas ergibt sich, ja.

Erzähl du mir erst mal, wieso wir nicht über Brüssel sprechen.

Was... willst du denn da hören?

Hartman erzählte, sie hätten angerufen und wollten Referenzen.

Er witzelte und fragte, ob ich dich empfehlen würde.

Ich verstand erst nicht. Weißt du, wie's für mich ist?

Und hast du mich empfohlen, ja?

Toll.

*Ruhige Musik; Möwengeschrei*

*Melancholische Musik*

Maria?

Maria!

*Lautes Stöhnen*

(Tommy): Vorsichtig. *Er stöhnt*

*Er stöhnt und keucht*

Sie stehen auf keiner Abfahrtsliste zum Festland.

Sie sagen, Sie waren in Stockholm - kein Flug, keine Fähre.

Sie haben kein Alibi.

Wer sagt, ich sei mit der Fähre gefahren oder geflogen?

Zum Schwimmen ist es etwas zu weit.

Hm. Ich war mit 'nem Kumpel dort.

Der hat ein Segelboot. Aha. Ja.

Und dessen Adresse können Sie uns ja sicherlich geben. Hm?

Ja.

Ja, klar.

Ich verstehe nicht, wie lange Sie mich grundlos festhalten.

Sie haben doch keine Beweise.

Ich hab eine saubere Weste.

(Mann): Gut, dass da oben ein Gummi dran ist.

Vorwärts! - Na los, geh schon!

Lasst mich los, ich komm ja mit.

Gehst du nicht mehr ans Telefon? Ich muss zum Viktoriagarden.

Da stimmt etwas nicht. Was? Hallo?

Jetzt bleib stehen und rede mit mir.

Ich kann dich gar nicht verstehen.

Du hast zwei wunderbare Kinder, einen super Job,

einen attraktiven Mann. Was ist denn das Problem?

Gar nichts, denke ich.

Gar nichts? Ich weiß nicht, wo das Problem ist.

Nicht? Nein! Ich weiß es nicht, sagte ich.

Soll ich hier den Rest meines Lebens verbringen? War's das?

Das frage ich mich, ja?

Stell dir vor, im Leben ändert sich nichts mehr.

(Seufzend): Okay.

Nimm nicht alles gleich persönlich! Wie denn sonst?

Klar, nehme ich es persönlich. Oh, Mann!

*Melancholische Klänge*

Hej.

Können wir kurz reden?

Was tun Sie hier? Ich hab ein paar kurze Fragen an Albin.

Leider hat von uns im Augenblick niemand Zeit.

Nur eine Minute, und ich hätte ihn gern allein gesprochen. Ja.

Ich will, dass jemand Qualifiziertes dabei ist.

Verstehe. Ich setze ihn nicht unter Druck. Sie haben mein Wort.

Nur ganz kurz, okay?

Ich möchte dir wirklich helfen, Albin.

Ich brauche Antworten auf meine Fragen.

Verstehst du?

Du.

Elliot hat dir geholfen, nicht?

Weißt du, wo er gerade ist?

Ja, hallo? Hej, Kristina Hyllander.

Wir haben keine Beweise, um Tommy Larsson

wegen des Mordes an Kristoffer festzuhalten.

Aber er ist in die Sache verwickelt, das weiß ich.

Bitte gib mir noch einen Tag. Nein.

Ich liefere was.

Ich kann nichts tun. Er wird heute entlassen. Jetzt gerade.

Na dann, okay. Gut. Danke.

*Motor wird angelassen*

Du siehst es an den Nähten. Es ist keine Funktionshose.

Jeans waren die ersten Funktionshosen. Jeans?

Deshalb trag ich welche, sie sind historisch.

Nicht wegwerfen. Aufheben! Kommt wieder.

Du, ich ruf dich zurück. Danke.

Maria.

Da ist was ganz merkwürdig.

Da sind einige Tipps beim Innendienst eingegangen.

Und die sind verschwunden. Was heißt verschwunden?

Gelöscht von unserem Server.

Und es war nicht nur Schlamperei?

Die sind reingekommen, wurden registriert,

und sind plötzlich weg, nicht wiederherstellbar.

Warum sollte jemand Tipps gerade zu diesem Vorfall löschen?

Hej.

*Bedrohliche Musik*

Maria?

Ich las den Lebenslauf von Tommy.

Er war mal in einem Erziehungsheim. Rate, bei wem.

Keine Zeit zum raten. Wer war's? Okay, es war Anna Fahlén,

vom Viktoriagarden.

Hat sie das bei Befragungen erwähnt? Nein.

*Handyklingeln*

(Anna): So, komm mit. Geh schon.

Mit der Schweigewoche ist jetzt Schluss. Wo ist Elliot?

Willst du da rein?

Gut. - Nein.

Willst du was sagen?

Also, dann rein.

So!

*Keuchendes Atmen*

*Keuchendes Atmen*

Albin. Atme jetzt ruhig, wie du es gelernt hast.

Konzentriere dich. Du kriegst mehr als genug Sauerstoff da drin.

(Albin): Bitte! Hey!

Hey! Lass mich nicht hier drin! Lass mich raus!

Du. Ich sprach mit einem Typen, der in Viktoriagarden war.

Nicht nur Tommy hatte dort ein paar seltsame Methoden.

Die gesamte Einrichtung stinkt nach schwarzer Pädagogik

auf Steroiden.

Sie haben verschiedene Themenwochen. Zum Beispiel?

Die "Schweigewoche".

Da darf man nicht reden, sondern lernt zuzuhören.

Die "Befehlswoche". Da lernt man zu führen und zu folgen.

Dann gibt's die "Hungerwoche".

In der übt man Selbstkontrolle und Versuchungen zu widerstehen.

Wir müssen sie herholen.

Hier ist Anna, ich brauch deine Hilfe.

Hör jetzt auf damit. Hilf mir einfach.

Wir müssen Elliot finden, vor der Polizei.

Ich erreiche Anna nicht.

Scheiße.

Ich fahr hin.

Ruf die Techniker an: Wann rief sie Tommy an?

Du hilfst mir, das in Ordnung zu bringen. Du weißt, was passiert.

Klar werde ich dich da mit reinziehen, ganz klar.

Du fliegst auch auf.

Warte!

Kannst du was für mich tun oder vergeude ich meine Zeit?

Und dann weiter was?

Ja...

Aha.

*Melancholische Musik*

*Bremsgeräusch*

Hej, ihr könnt mit reinkommen.

Nun kommt schon Jungs. Ich weiß, dass ihr mehr wisst als ihr sagt.

Wo ist Albin?

He?

Keiner?

*Schnelle Schritte*

Anna und Albin sind spurlos verschwunden,

keiner weiß, wo sie sind. Oder behaupten es.

Halt sie zusammen bis wir uns melden. Sicher?

Okay, danke.

Anna und Albin sind verschwunden.

Lundin, schick einen Wagen zum Viktoriagarden.

Maria. Komm.

Ich sprach mit dem Techniker.

Der letzte eingehende Anruf bei Anna

kam von einem nichtregistrierten Handy. Pass auf:

Wegen der Masten ist die Positionsbestimmung sehr exakt.

Hier? Kein Scherz?

Aus diesem Revier.

*Bedrohliche Musik*

(Anna): Elliot!

Elliot!

*Handyklingeln*

Ja?

Wo steckst du?

Wir können uns sehen. Aber zu meinen Bedingungen.

Elliot. Komm jetzt. Du weißt, was sonst passiert.

Halt die Schnauze!

Hör zu. Ich bestimme hier. Komm zur alten Mole.

Elliot!

Scheiße!

Okay, prima, danke.

Da. Den können wir auch streichen.

Wer hat noch Zugang zu den Dateien mit eingehenden Tipps?

Übersehen wir jemanden?

(Kristina): Komm rein.

Hej. Hej, Kristina.

Störe ich? Nein, nein.

Wir haben ein Leck bei uns.

Irgendein Sack gibt Auskünfte über die Ermittlung weiter.

Was? Ja.

Habt ihr eine Ahnung wer? Nein, noch nicht.

Ich brauch deine Hilfe, um rauszufinden, wer es sein könnte.

Wir brauchen jemanden von außen. Ja, sicher.

Was soll ich machen? Hm.

*Handyklingeln*

Das sind die Kinder.

Geh doch ran.

Das ist die Kleine, sie krank ist zuhause.

Hallo, hej. Ich kann jetzt nicht reden.

Kann ich dich etwas später anrufen? Klar kannst du das.

Was ist das für ein Spielchen?

Wieso telefonierst du mit Anna aus dem Viktoriagarden

mit einem nicht registrierten Handy?

Ich weiß nicht, wovon du redest.

Wenn es so einen Anruf gibt, hab ich mich verwählt. Okay.

wozu hast du ein nicht registriertes Telefon? Das hier?

Weil ich die ganze Zeit am Arbeitstelefon hänge.

Damit können mich die Kinder im Notfall erreichen.

Aha.

*Die Tür wird geschlossen* Pfui Teufel.

Was?

Weißt du, was wir im Viktoriagarden gefunden haben?

Nein. Kristoffer Hoas' Tagebuchaufzeichnungen.

Da steht alles drin.

Aha. Und was hab ich damit zu tun? Da steht auch was über dich.

Über mich? Ich verstehe gar nichts mehr.

Wenn du zugibst, das stimmt, was er schreibt,

mildert das die Konsequenzen aus dem, was du getan hast.

Das weißt du so gut wie ich.

*Sie räuspert sich*

Lass dir Zeit.

*Kristina räuspert sich*

Kristoffer kam zu mir,...

weil ich mich damals für ihn eingesetzt hatte.

Er sagte, er wolle aufdecken, was da...

was da im Viktoriagarden vor sich gegangen ist.

Und ich habe Anna gewarnt.

Damit sie sich drum kümmern und die Dinge abstellen kann.

Ich hätte nie erwartet, dass es so eine Wendung nehmen würde.

Weiter.

Anna hatte gesagt, dass... dass Kristoffer...

dass das mit Kristoffer nur ein Unglück gewesen sei.

Glaubt mir, ich bin kein schlechter Mensch,

ich habe gekämpft, um den jungen Menschen hier zu helfen.

Annas Methoden sind nun mal etwas anders, ich weiß das.

Die anderen Methoden waren die Ursache

für den Tod eines schutzbedürftigen Jungen.

(Schluchzend): Mhm.

Kristina?

Hast du dann auch die Tipps bei uns gelöscht?

Mhm. Was waren das für Tipps?

Es war ein Hinweis auf einen Jungen, er...

sei an der Mole in Klintehamn, bei der alten Fabrik.

*Sie blättert*

*Albin keucht*

Hilfe! Hört mich jemand?

Hilfe!

Elliot?

Komm, lass uns miteinander reden, wir können das klären.

Mein Vater hat hier gearbeitet.

Ich weiß noch: Wenn er Nachtschicht hatte,...

durfte ich im Auto schlafen. Wir sind früh raus zum Fischen.

Dann schlossen sie die Fabrik, aber wir fuhren trotzdem noch her.

Das war unser Ding.

Ich verstehe, das alles muss für dich sehr schwierig sein. Hm?

Weißt du, was diesen Ort so besonders macht? - Nein.

Das sonst keiner hier ist.

Elliot.

*Anna schreit*

*Handyklingeln*

(Oscar): Wir haben Bilder von Kameras der Sicherheitsfirma.

Sie ist an der Fabrik! Ihr Wagen ist auf dem alten Holzlagerplatz.

Ja, wir kommen. *Polizeisirene*

*Anna stöhnt*

Ich kann mit meiner Hüfte nicht schwimmen!

Hilf mir hoch!

*Anna stöhnt* (Elliot): Los!

Na los, erzähl uns alles!

(Keuchend): Ich weiß nicht wovon du redest.

Erzähl uns alles über Kristoffer! - Was?

Sag allen hier, was du getan hast!

Hilf mir, dann können wir über alles reden. Hilf mir raus!

*Anna schreit* Ihr habt ihn in die Kiste gesperrt,

als Strafe, weil er gequatscht hat. Dann hast du mich gezwungen,

mit Tommy seine Leiche zu versenken.

Gib zu, dass es so war!

Ich weiß nicht, was du dir da zusammenreimst.

Du bist krank, du fantasierst. - Gib es zu Sag es!

Ich kann nicht mehr.

Ich kann mich nicht mehr halten.

Komm näher damit.

*Anna keucht und atmet schwer*

Näher!

Fuck! - Elliot, sei ganz ruhig und hör mir zu.

Albin liegt in der Kiste.

Hilf mir hoch, dann fahren wir hin und holen ihn raus. - Du lügst!

*Polizeisirene*

Elliot!

Elliot!

Anna!

Elliot!

(Anna): Es liegt nur an dir, was jetzt mit ihm geschieht.

Willst du ihm helfen? - Halt die Klappe!

Du weißt, was sonst passieren wird.

Du und ich, wir gehen zur Polizei. - Was glaubst du denn,

wem die Polizei eher glauben wird?

Tommy und mir oder einem Teenager

mit einer Vorgeschichte von Verbrechen und Gewalt?

Elliot, Elliot! (Anna): Hilfe! Hilfe!

Hilfe! Hilfe!

Helfen Sie mir! Keine Angst, geben Sie mir Ihre Hand.

Elliot! Elliot! Nein, warte!

Ich hab Sie.

*Rasante Musik*

Bleib stehen!

Elliot! Warte, halt, bleib stehen!

Elliot! Warte, warte!

Renn nicht weg. Ich will nur mit dir reden. Scheiße!

Scheiße!

Ruhig, es ist vorbei. Nein, nein, es ist nicht vorbei!

Albin ist in der Kiste.

Ich sehe im Keller nach.

*Das Holz knarrt*

Albin?

Hier ist nichts.

Maria?

Hallo?

Was zum Teufel ist denn da los?

Wieso finden die ihn nicht?

*Handyton* Hallo? Hörst du mich? Hier ist keine Kiste.

Sie ist woanders. Sie finden sie nicht. Wieso? Wo kann sie sein?

Komm schon, denk nach. Dank! Warte! Fuck, fuck!

Sie... sie muss im Keller sein.

Sie muss! Ich habe die dort nachts was machen hören.

Ich brauche Hilfe, komm!

Albin!

Albin!

*Dramatische Musik*

Albin!

Albin!

Brich das auf!

Hast du's?

Vorsichtig.

Albin!

Hey! Hey!

Albin! Albin!

*Handyton*

Hallo?

*Sie atmet tief durch*

Danke.

*Beide atmen erleichtert durch*

*Elliot schluchzt*

Hallo?

Hey!

Mann, es ist vorbei, es ist alles okay.

Jetzt ist alles gut. *Sebastian keucht*

*Sanfte Musik*

*Eine Tür wird geöffnet*

(Elliot): Albin!

Entschuldige.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie das noch mal tun.

Du...

kannst nichts dafür.

Fuck!

Wie geht es ihm?

Ähm, er sagt nicht viel, er...

er schläft die ganze Zeit, und er geht nicht aus seinem Zimmer.

Er hat sehr viel durchgemacht. Mhm.

Ich scheine meinen Sohn nicht mehr zu kennen.

Ich verstehe nicht mehr, was in seinem Kopf vor sich geht.

Du hast doch auch deinen Mann verloren.

Wie lange trauert man eigentlich?

Ich werde verrückt.

Elliot will nicht mal, dass man seinen Namen nennt.

*Jeanette weint*

Jeanette,...

das braucht Zeit. Mhm.

Die Trauer wird irgendwann einmal... ein Teil von dir.

Lass es zu.

Gib nicht auf.

Halt durch!

Du musst immer wieder mit ihm reden.

Immer wieder.

Und schlag irgendwann die Tür ein.

*Windgeräusche; Möwengeschrei*

Ich melde mich! Okay.

*Die Tür schlägt zu*

*Ruhige Klaviermusik*

(Frau): Was ich noch fragen wollte:

Was ist Ihre Motivation für eine derartige Tätigkeit?

Nun, wie gesagt, ich arbeite mein ganzes Leben in Schweden, und...

ich bin an einem Punkt, wo ich gerne

zu etwas Größerem beitragen würde.

Wissen Sie, wir fragen das,

weil sich die Leute manchmal aus den falschen Gründen bewerben.

Aber Sie haben das durchdacht. Das ist gut.

Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen.

Sie hören von uns. Okay.

Danke sehr. War mir ein Vergnügen. Danke.

*Melancholische Musik*

(Hartman): Die Pferde wurden vermutlich um 3:30 Uhr gestohlen.

Stellt euch vor... Maria, ich dachte, du bist in Brüssel?

Ja, war ich auch.

Das war ein kurzer Trip.

Ich hatte Sehnsucht nach euch. Das bezweifle ich.

Also, wie gesagt, die Tatzeit...

Wie ist es gelaufen?

Ist nichts für mich.

Nicht jetzt.

Hört mal, das grenzt schon an sexuelle Belästigung. Echt jetzt?

*Sanfte Klaviermusik*

UNTERTITELUNG: Globe tv GmbH, Saarbrücken, 2020

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