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2013 vom Schwedischen Filminstitut digital restauriert.
Dies Jahr sind sie früh.
Görel, wir müssen reden.
Es gibt nichts zu bereden.
Du siehst wirklich lustig aus!
Was machst du im Garten?
Geh rein, bevor du dich erkältest. Ich bin gleich da.
-Hast du es ihnen gesagt? -Ich habe es Lena gesagt.
-War das wirklich nötig? -Ja, ich denke schon.
Gut, dass Vater das nicht erleben muss.
Werde nicht sentimental.
Man sollte sich nicht an ein Haus binden.
Du ziehst mit Nisse ein, um dir deine Träume zu erfüllen.
Eure architektonischen Wunder werden alle in Erstaunen versetzen.
Es bedeutet einem Genie nichts, dass er die Familie nicht ernähren kann.
Einem Genie wie dir.
Du bist gemein, Görel.
Ist richtig, dass ich jahrein jahraus einen Job mache, den ich verachte?
Einen, mit dem wir uns nur das Nötigste leisten können?
Vielen Menschen geht es so.
Nein, ich mache das.
Ich gebe niemals auf, falls du das hoffen solltest.
Ich muss an das glauben, was ich tue, und auch fühlen, dass ich es tun sollte.
Wofür lohnt es sich zu Leben?
Sage ich, für dein Heim, deine Familie und deine Kinder,
sagst du, ich wäre zynisch und materialistisch
und hätte keinen Idealismus.
Bitte, Görel. Wenn ich mich und meine Arbeit nicht respektiere,
bin ich auch nicht gut für dich.
Dann ist eine Scheidung besser.
Dann beweist du deinen Standpunkt.
Und du nimmst die Kinder mit zu deiner Mutter?
Ja. Sie hat mich darum gebeten.
Es ist nicht viel Platz, aber ein Mieter wir wohl gehen müssen.
Du redest mit ihm.
-Haben sie sich gemeldet? -Gemeldet?
Weißt du nicht, wie Händler sind?
Sie versprechen viel, aber halten sie es ein?
Eher nicht.
Schau dir das an.
Sieht ein bisschen abgenutzt aus.
Aber ich muss ihn heute aufstellen.
Ich weiß, die Leute finden es komisch,
dass ich die Fahne an ihrem Todestag hisse.
Es ist etwas unchristlich, ich weiß.
Aber unser gemeinsames Leben war mit Freude und Glück erfüllt.
Ist das kein Grund zu feiern, obwohl sie vor 16 Jahren starb?
Natürlich.
Ich hoffe, es wird klappen.
Es tut mir leid, aber ich bin spät dran, Hr. Gustavsson.
Ist schon gut.
Die Luft ist noch kühl.
Noch ist nicht wirklich Frühling.
Lena!
Hallo, Papa.
Hallo. Sollten wir das nicht zuknöpfen? Es ist nicht sehr warm.
Lena?
Komm nach der Schule schnell heim.
Du musst heute auf Björn aufpassen.
Gut, dass ich mich auf dich verlassen kann.
Wir sind uns nicht so nahe, wie Mama es aussehen lässt.
Ich bin sicher, dass es so ist.
Gehst du fort?
Ja.
-Wirst du lange weg sein? -Ich glaube ja.
Beeil dich Lena. Wir gehen zusammen.
Das ist Kajsa. Tschüs!
Würden die Prozesse in den Kinderzimmern der Angeklagten stattfinden,
gäbe es keine Verurteilten mehr.
Guten Morgen, Mutter.
Oh, du bist es. Wolltest du zu mir?
Ja, ich wollte mir die Räumlichkeiten ansehen.
Verstehe.
Seine Lordschaft ist nicht zur Vernunft gekommen?
Nisse hat ihm etwas angeboten. Er zieht heute zu ihm.
Ihm eine Stelle angeboten?
Und wer wird in den Gebäuden leben?
Nils ist ein bekannter Architekt, der keine Kompromisse macht.
Na dann.
Gut, dass wenigstens eine Person in der Familie Verantwortlichkeit zeigt.
Du wirst sehen.
Wenn Pilsjö auszieht, werden dir die zwei Zimmer gefallen.
Dir und den Kindern.
Geh hoch und schau dich um.
Er ist noch da. Er lässt dich rein.
Schalte das Licht aus, wenn du gehst.
Mutter?
Musst du immer noch die Trauerkluft tragen?
Es ist jetzt über ein Jahr her.
Ich trauere immer noch um sie.
PILSJÖ, HOMÖOPATH KARPELL
Oh, Sie sind es, Fr. Rocke.
Ich dachte…
-Ihre Mutter ist nicht da. -Ich weiß, ich traf sie unten.
Bitte, kommen Sie.
-Ich glaube, ich kann nicht bleiben. -Was meinen Sie?
Ich bin im Rückstand.
Sehen Sie,
seit dem Skandal letzten Herbst,
kommen immer weniger Patienten zu mir.
Sie nennen mich Quacksalber.
Einen einfachen Quacksalber.
Aber Sie sehen das nicht so, oder? Sie wissen, dass ich Leute geheilt habe.
Ist es wirklich wichtig, was ich denke?
Ja.
Sie oder sonst irgendjemand.
Jemand muss mir vertrauen, an meine Ehre glauben.
Ich habe keinen Grund, Ihre Ehre anzuzweifeln.
Die Migräne Ihrer Mutter ist durch mich praktisch geheilt.
Und doch wirft sie mich raus.
Nein.
Doch.
Ich weiß es. Ich höre es in ihrer Stimme, wenn sie fragt, ob ich Patienten hatte.
Mutter muss die Zimmer vermieten, sonst kann sie nicht hier wohnen bleiben.
Nein.
Die Miete reicht dafür nicht.
Sie müsste ihr Geld noch dazu einsetzen.
Das stimmt.
Die Miete reicht dafür nicht.
-Die Sechs kommt auf die Sieben, Mama. -Das weiß ich, Birgit, Liebling.
Gibst du mir meine Tasche? Ich glaube, mein Taschentuch ist da drin.
Görel!
Schau, Mama. Ein richtiges Schloss.
Das ist großartig.
Das zeigen wir Großmutter.
-Schau, Großmutter. -Das ist sehr schön.
Wo warst du?
In der Küche, mit Dagmar und Karin.
Dagmar hat mir geholfen, das auszuschneiden.
Sie meinte…
Du solltest nicht in der Küche sein.
Aber bald kriegst du ein eigenes Zimmer bei deiner Oma.
Du kannst dein eigenes Bett und dein Puppenhaus mitbringen.
Oma kauft dir neue Vorhänge und einen kleinen Tisch.
Ich will hier nicht wohnen!
Ich will bei Mama und Papa wohnen.
Mama wird auch hier wohnen.
Wir müssen Großmutter dankbar sein, dass wir das dürfen.
Wir können sonst nirgendwo hin.
Kannst du mir etwas aus Großmutters Zimmer holen?
Oh. Das machen wir im Salon.
Wir brauchen nur vier Opernkarten. Gib die anderen zwei zurück.
Warum das, Mutter?
Du weißt, wie Wilma ist.
Hört sie, dass die Premiere am Freitag, 13. ist, hätte sie Angst.
Karl war wütend. Er hat sich gefreut, Gösta Ekman zu sehen.
Karl war auch bei der Hamlet-Premiere krank.
Jetzt verpasst er Peer Gynt ebenfalls.
Aber wenn Wilma sich etwas in den Kopf gesetzt hat…
Geh bitte ans Telefon, Karin.
Oh.
Ja?
Nur einen Moment.
-Für Fr. Karpell. -Ist es Hr. Karpell?
Ja.
Ich spreche mit ihm.
-Mutter, kann ich nicht… -Es ist das Beste.
Soll ich Görels Kakao bringen?
Nein, jetzt nicht.
Großmutter hat es versprochen!
Holen Sie mit ihr die Karten und gehen Sie dann in Humelsgården spazieren.
Nun gut.
Verschwenden Sie keine Zeit.
Ich habe nur die eine.
Warum kaufen Sie sich keine Zeitung, statt sie kostenlos zu lesen?
Verärgere ich Sie?
-Ich stehe auf einer öffentlichen Straße. -Ist das wirklich fair?
Was, wenn jeder so wie er wäre?
30 Jahre liest er die Zeitung kostenlos.
Über die Zeit ist das viel Geld.
-Fahren Sie zur Hölle! -Kauz!
Hexe!
Können Sie sich das vorstellen? 50 Tote, darunter viele Kinder.
Da steht, dass die Überlebenden in fünf Gruppen eingeteilt wurden.
Eine muss nach Leichen suchen.
Man kann seine Zeit schöner verbringen.
Werden Sie nicht frech.
-Gehen Sie aus? -Ich erledige etwas für die Dame.
-Haben Sie heute Abend frei, Fräulein? -Karin. Wir kennen uns doch.
Mein Name ist Axel.
Ich habe heute Abend zu tun.
Es kommen Gäste.
Zu schade.
Ich wäre gern mit Ihnen ins Picadilly, um Ich tanze nur für dich zu sehen,
und danach vielleicht noch in den Sveasalen.
-Ich habe heute Abend frei. -Schau! Ballons.
Müssen Sie sie mitnehmen?
Böses Mädchen. Du blamierst mich.
Lassen Sie sie doch vorgehen. Dann können wir besser reden.
Das wage ich nicht.
Wenn ich darüber nachdenke… Hier, bitte.
Kauf dir einen Ballon.
-Wir sind nur um die Ecke. -Bis gleich.
Schaut, hier drüben!
Schau mal, der Rothaarige.
Seht ihr den?
Hör auf! Ich könnte reinfallen.
Hast du Angst?
Du fürchtest dich zu sehr, um herzukommen.
-Machen wir sie fertig. -Was ist das?
Was für ein schöner Ballon.
Lass mich mal sehen.
-Ich nehme ihn. -Das ist mein Ballon.
Wir lassen deinen Ballon platzen.
-Hört auf. -Hilfe!
Das sage ich deinem Vater!
Hauen wir ab!
Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
Kannst du nicht ans Ufer gehen?
Ich kriege wegen dir eine Lungenentzündung und sterbe.
Hier, bitte.
Das ist doof.
Halt!
Geh heim zu deiner Mama und lass mich.
Ich habe mich verlaufen.
Weißt du nicht, wo du wohnst?
Kennst du den Straßennamen?
Dann geh da hin.
Ich bringe dich, aber ich muss mich erst umziehen.
Du musst mitkommen.
Da sind wir.
Lebst du hier?
Ah! Setz dich.
Nimm das.
Und das.
Drehst du dich bitte um?
Die Pfeife.
Mach den Deckel drauf.
Wir brauchen mehr Blätter.
Das reicht.
Was machst du da?
Was weißt du überhaupt?
Mein Ballon.
Gib ihn her.
Beiß rein.
Das kribbelt.
Das kann ich sehr oft machen.
Du musst nach Hause.
Bringst du mich hin?
Das habe ich doch gesagt. Aber zuerst…
Ein Blutschwur, dass du nichts verrätst.
Ich zuerst. Das tut nicht weh.
Lutsch das ab.
Gib mir deine Hand.
Hast du Angst?
Du darfst jetzt nichts verraten.
KÜCHE
Macht die Tür auf.
Macht die Tür auf.
Was ist denn?
Komm rein, mach die Tür zu.
Das wird auch Zeit!
Du siehst schlimm aus.
-Wo ist dein Hut? -Habe ich verloren.
Sag mir, wo du warst. Sag die Wahrheit.
Ich bin gelaufen und kam ans Wasser.
Da ist Göran reingefallen.
Wer ist Göran! Das ist doch Unsinn.
Das Wasser ist geflossen…
Nimm die Finger aus dem Mund!
-Es tut weh. -Sei nicht dumm.
-Göran hat mich gestochen. -Das glaube ich nicht.
Da lasse ich das Kind eine Minute aus den Augen…
Erzähl uns alles von Anfang an. Ich sage deiner Mutter nichts.
Zuerst ist er reingefallen. Dann sind wir in den Wald gelaufen.
Dann hat er sich ausgezogen und hat mir in den Finger gestochen.
Und er hat kleine Ballons gemacht.
Er hat sich ausgezogen, sagst du?
Ganz nackt?
Das war sehr unartig von dir, weißt du das?
Was denkst du, was deine Mutter und Großmutter dazu sagen?
Ich sollte dich sofort zu deiner Mutter bringen.
Das geht nicht, solange er hier ist.
Natürlich. Nicht, solange er hier ist.
Die Hausherrin schien wütend, als ich sagte, dass er an der Tür ist.
Und Fr. Karpell?
-Sie ist fast in Ohnmacht gefallen, oder? -Ja, fast.
Ich wette, sie liebt ihn noch.
Es schien, als wollte sie ihn umarmen.
Warum bist du noch hier?
Geh und wasch dir den gröbsten Dreck ab.
Und komm danach wieder her.
-Was hat er gesagt? -Das erzähle ich dir.
Die Wahrheit ist immer unangenehm, aber nützlich.
Sicher schadet es nicht, dich daran zu erinnern,
wer für deinen Hausstand gesorgt hat, Bertil.
Ohne die große Wohnung wären wir glücklicher gewesen.
Mein Lohn hätte gut für uns gereicht. Hätte man uns nur in Ruhe gelassen.
Es ist deine Schuld, wenn unsere Ehe jetzt scheitert.
Du denkst, dass du Birgit so gut erzogen hättest,
aber das Wichtigste, Unabhängigkeit, frei von Mutters Rockzipfel zu sein,
das hast du dich nicht getraut, sie zu lehren.
Ja, ich war untreu. Na und?
Ich liebe meine Frau.
"Liebe"?
Schäm dich, dieses Wort zu sagen.
Birgit. Du glaubst mir doch, oder? Sag mir, dass du mir glaubst.
Ja, Bertil. Ich glaube dir.
Komm mit mir. Gehen wir nach Hause.
Nach Hause?
Du überraschst mich wirklich, Bertil. Das ist Birgits Heim, nicht deins.
Nun…
Ich ertrage das nicht mehr.
Birgit, du musst wählen.
Du kommst mit mir
oder du bleibst bei deiner Mutter.
Aber wenn du das tust, sehen wir uns nie wieder.
Niemals wieder.
Papa!
Papa, bitte geh nicht!
Du darfst nicht gehen!
Papa!
Ja?
Frl. Röös?
Verstehe.
Einen Moment, ich schaue nach.
-Frl. Röös? -Ja.
Ein Anruf für Sie.
-Ein Mann oder eine Frau? -Ein Mann.
Zum Glück ist Ihre Mutter nicht ran.
Tut mir leid. Das war mein Zimmer, als ich in Ihrem Alter war.
Dann kommen Sie doch rein.
Es ist ziemlich unordentlich.
-Telefon für Sie, Fräulein. -Danke.
Ja?
Arne?
Nicht gut.
Würde ich gerne.
Aber weißt du, Mutter…
Ich frage sie.
Wenn ich kann, komme ich sofort.
Tschüs.
Können Sie das bitte erklären, Fräulein?
Heute ist der 10. Mai.
Diese Marken müssen bis zum 17. reichen.
Die ganze Butter ist schon weg.
Diese hier, 327-328 sind noch gültig.
Wir können keine Margarine auf die Brote tun.
Letzte Woche wurde viel von der Sahne für das Geflügel-Hackfleisch genutzt.
Geflügel-Hackfleisch?
Was meinst du damit?
Das haben wir gegessen, als du fort warst.
Dafür braucht man keine Marken.
Das ist noch nicht alles.
Es fehlen 23 Öre
und die Kosten für das Waschmittel sind zu hoch.
Sie sitzen da mit Ihren Marken und Ihrer Buchhaltung.
Und ich muss mich eine Diebin nennen lassen
und kriege nicht mal eine Tasse Kaffee, nur diesen schrecklichen Ersatz.
Vielleicht wissen Sie nicht, dass Kaffee rationiert wird.
Illegalen Kaffee gibt es genug im Haus. Ich werde mich nicht beugen und betteln.
-Diese Hausmädchen… -Mutter.
Misch dich nicht ein.
Du verstehst nicht.
Wir haben harte Zeiten, Görel.
Würde deine Mutter sich nicht um Haushalt und die Marken kümmern,
wüsste ich nicht, was ich tun würde.
Auch im letzten Krieg wurde rationiert.
Noch schlimmer als heute.
Ich erinnere mich an 1917.
-Da fing es mit den Marken an. -Da du das ansprichst,
du hast das mit dem Geflügel-Hack nicht aufgeklärt.
Das wird nicht rationiert.
Blutwurst auch nicht, und die kostet 1,80 das Kilo.
Ich kümmere mich gern um die Rechnungen,
aber dann muss du auch bedenken, dass wir sparen müssen.
Ich habe mit der Bank gesprochen, und diesen Monat haben wir überzogen.
Du hast recht, Birgit, Liebes.
Es ist nur schwer zu sparen.
Keine Dinnerpartys mehr.
Keine Freuden mehr.
Die Zeiten haben sich geändert.
Wir müssen alle lernen kürzer zu treten.
Arne hat angerufen. Wir machen Hausaufgaben.
Darf ich zu ihm? Sein Vater fragt, ob ich zum Abendessen bleiben darf.
Du verbringst ständig Zeit mit diesem Arne.
-Kannst du die Aufgaben nicht hier machen? -Lass sie gehen.
Sein Vater ist Professor.
Ich hörte, er ist ein netter, gebildeter Mann.
Nun, dann kannst du gehen.
Tschüs.
Komm nicht zu spät.
Viel Spaß, Görel.
Guten Tag.
Guten Tag.
Unglaublich, dass Sie in dieser Hitze arbeiten.
Hitze?
Sei nicht albern.
In diesem Land reden die Leute von Hitzewellen und Hitzschlag,
sobald sie ihre Wollunterwäsche für den Sommer weggeräumt haben.
Arbeit?
Das hier? Sei nicht albern.
Wissen Sie, ob Prof. Rocke in seinem Büro ist?
Nein. Ich glaube, er ist unten am See.
Nun, das ist echte Arbeit.
Es überrascht mich, dass die ganze Arbeit im Lehm ihn nicht verrückt macht.
Nein, das ist unchristlich.
Nein…
Stell dir vor.
Es sind jetzt fast vier Jahre, dass sie gegangen ist.
Es war im Frühling, oder?
Sie hat diesen Baum gepflanzt, als wir frisch vermählt herkamen.
Das würdest du nicht verstehen.
Und auch sonst niemand.
Tschüs.
Arne!
Arne!
Guten Tag.
Guten Tag.
Zeit für die Hausaufgaben?
Das Wetter ist doch zu schön dafür.
-Wissen Sie, wo Arne ist? -Habe ihn nicht gesehen, seit er da ist.
Er ist sicher unten am See.
Setz dich.
Keine Eile.
Alles Gute widerfährt dem, der Geduld hat, wie man so sagt.
Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn sie so faul sind?
Du hast die Gabe, dich schuldig zu fühlen.
Lässt dich der werkelnde Gustavsson über meinen Müßiggang spotten?
Nicht wirklich.
Lass mich dir eine Sache sagen, meine sehr junge Freundin.
Müßiggang ist der Schlüssel zur Kreativität.
Nicht der des Herumsitzens, mit vor Langeweile verschränkten Armen,
auch nicht der eines schlechten Gewissens.
Nein…
Der wahre Müßiggang.
Der, der Stille und Nachdenken erfordert.
Aber das braucht Übung.
Und Talent, da bin ich sicher.
Wie geht es dir zurzeit?
Mir geht's gut, danke.
Görel.
Einem unehrlichen Umfeld entgehst du nur, wenn du gehst.
Na, na. Lass die Hausaufgaben einmal sein.
Geh in Arnes Zimmer und hol einen Overall.
Dann geh runter zum See und hilf ihm. Schnell!
-Was trägst du denn da? -War die Idee deines Vaters.
Er sagte, ich soll die Aufgaben lassen und stattdessen beim Boot helfen.
Ich weiß nicht, was ich wegen seiner Ideen machen soll.
-Hast du seine letzten Skulpturen gesehen? -Dein Vater und du, ihr seid so lustig.
Es ist, als ob du für ihn sorgst und nicht andersherum.
Das stimmt. Du verstehst es nicht.
-Du scheinst mürrisch zu sein. -Nimm den Spachtel und hilf mir.
Du siehst ja, wo die alte Farbe runter muss.
-Arne? -Ja, was ist?
Brauchst du Hilfe?
Nein, sicher nicht.
Bist du noch nicht müde?
Nein, du?
Ich?
Sei nicht albern.
Hey.
Bist du noch nicht müde?
Nein, du?
Ich? Sei nicht albern.
Jetzt will ich mich aber sonnen.
-Hey. -Ja?
Soll ich im Sommer zum Segeln kommen?
Willst du, dass ich komme?
Papa hat das vorgeschlagen.
Er meinte, du musst den echten Ozean erleben,
anstatt eines dieser Snob-Urlaubsgebiete.
Ist auch besser für dich, wenn jemand kocht und sauber macht.
Kannst du denn kochen?
Du machst doch nur Teewasser heiß.
Ich kann kochen.
Lass mich runter!
-Hey! -Ja?
Du sagtest, dein Vater hat vorgeschlagen, dass ich komme.
-Wolltest du nicht, dass ich komme? -Sei nicht albern.
Willst du eine formelle Einladung mit Rückmeldung?
Natürlich möchte ich, dass du kommst.
Morgens ist es am besten.
Wenn man in einer Bucht ankert und man das Wasser unter sich hört
und das Boot sanft schaukelt.
Und man muss sich nicht waschen, sondern nur ins Wasser springen.
Ferkelchen. Jetzt verstehe ich, warum du es magst.
Also um drei?
Um 3 Uhr.
Montag, 10. Mai 1943.
Die Deutschen sind ich Charkow, Narvik und Tunis.
Goebbels meint, unsere größten Siege lagen in den ersten Kriegsjahren.
Einige Handelsrouten sind offen.
Laut Gallup glauben 58 % der Bevölkerung, wir können uns aus dem Krieg raushalten.
Ich habe einen Artikel gelesen.
In Kopenhagen heulen die Luftschutzsirenen dreimal am Tag.
Und…
Grete, vier Jahre alt, besucht das Kunstmuseum.
"Mama, ist das eine Meerjungfrau?"
"Nein", sagt die Mutter.
"Das ist eine Sirene."
Grete ist ängstlich.
"Das ist nur ein Bild, oder?"
"Es wird nicht heulen?"
Arne.
Ich muss dir etwas sagen.
Ich möchte dir das schon lange sagen.
Käme der Krieg nach Schweden, gehörte meine Familie zu den Nazis.
Warum das?
Sie würden nicht aktiv werden,
also spionieren oder sabotieren oder so.
Dafür sind sie zu faul.
Nein, es ist schlimmer als das. Sie sind völlig gleichgültig.
Solange sie Essen und Kleider haben und ihre Ruhe haben, ist ihnen alles egal.
Denkst du, sie wären Verräter?
Ich glaube, oft beginnt es so.
Wie bei den Handelsrouten.
Das Einzige, was sie sagten, war:
"Endlich kriegen wir Kaffee und Kakao ins Land."
Ich fühle mich wie ein Komplize.
Ich lebe von unseren Mitteln.
Freue mich über ein Kleid vom Schwarzmarkt.
Ich will fort.
Aber ich habe Angst.
Hm.
Sobald du die Schule verlässt, heiratest du einen reichen Kaufmann.
Dann musst du dich nicht sorgen.
Ich helfe dir.
Wenn ich nicht bald esse, passiert etwas Schreckliches.
Ein Wettlauf!
Worin servieren wir die Suppe?
Nimm die Tonschalen vom Regal.
Wo gehst du hin?
Ich decke den Tisch.
Wen möchtest du beeindrucken?
Decke den Tisch hier.
Für meine Gäste und mich reicht das.
Wo sind die Rettiche?
Hey. Vergiss nicht, die Knochen rauszunehmen.
Ich will nicht draufbeißen.
Warum kommt er wieder her?
Wer?
Arne mag den Professor nicht.
Was hat er dir getan?
Er ist von Henry Moore besessen.
Er vergleicht Vaters Dinge ständig mit seinen.
Hat Henry Moore nichts dagegen, warum sollte ich dann?
-Sieht er gut aus? -Henry Moore?
Nein, der andere.
Ja, sehr. Genau dein Typ.
Görel, Liebes, weißt du, wer Henry Moore ist?
-Sollte ich? -Ja, das solltest du.
Nutze deine grauen Zellen öfter, dann stirbst du nicht dumm.
-Haben wir etwas zum Hering? -Guter Junge!
Der Hering sieht sehr traurig aus.
Mal sehen, was wir haben.
Nun…
Nicht viel.
Schubs mich nicht.
Du schubst doch.
Nimm diese alte Rübe als Dekoration.
Eine alte Rübe ist nicht schön.
Wie wär's mit Petersilie?
Eine originelle Idee.
Das tut es auch.
Hering mit Rührei.
Bis zum Ende des Monats gibt es keine Eier mehr.
Wir machen Rührei.
Eine Feier ist eine Feier.
Nun…
Dessert und Kaffee müssen wir uns vorstellen.
Hast du nicht den neuen Ersatz probiert?
In meinem Haus? Nein, danke.
Gehen wir stattdessen ins Büro.
Es war eine große Ehre, eine so junge und hübsche Lady am Tisch zu haben.
Eine seltene Freude in diesem Männerhaushalt.
Bring sie nicht auf dumme Gedanken. Es ist hier unordentlich genug.
Er ist gutaussehend.
Schrecklich alt, aber definitiv gutaussehend.
Wie kann er es wagen?
Setzt er noch einmal einen Fuß in dieses Haus, bin ich weg.
Vater lacht darüber nur.
Was ist mit dir?
"Eine seltene Freude in diesem Männerhaushalt."
-Ja? -Wie kann er das über Mutter sagen?
-Vielleicht weiß er es nicht besser. -Nicht besser wissen?
Er weiß es.
Ich war hier, als Vater ihm davon erzählt hat.
Und du.
Spielst dich für ihn auf.
Es war schrecklich, das zu sehen.
Hey.
Waschen wir ab, damit wir rauskönnen, bevor es dunkel wird.
Warum lachst du?
Ist Abwaschen so lustig?
Ich kann zaubern.
Wusstest du das?
Das glaube ich erst, wenn ich es sehe.
Wollen Sie den Abwasch verschwinden sehen, mein Herr?
Darauf kannst du wetten.
Ich brauche nur einen Zauberstab.
Zauberstab?
Zauberstab.
Hey, Presto!
Du kannst die Sechs legen.
Oh, ja!
Sie sollte schon zurück sein.
Es wird später und später.
Diesmal habe ich gewonnen.
Ich gehe zu Bett.
Das solltest du auch.
Nein.
Ich bleibe auf, bis sie zu Hause ist.
Wir wissen, wo sie ist.
Die Zeiten ändern sich, Birgit. Es ist nicht mehr wie in unserer Jugend.
Nein, die Zeiten ändern sich.
Da hast du recht.
Zeit für die Nachrichten.
Gute Nacht.
Gute Nacht, Mutter.
Eine Meldung aus Kairo spricht von schweren Attacken auf Catania.
Ein Munitionstransport wurde versenkt,
ein Tanker in Brand geschossen, weitere Schiffe getroffen.
Die sind von Arnes Vater. Ich soll sie dir und Großmutter geben.
Ein Gruß des ersten echten Frühlingstages.
Ich kenne ihn nicht.
Außerdem nehme ich keine Bestechungen an.
Es ist erst 23 Uhr. Dienstags geht es nicht vor 9 Uhr los.
Du weißt, ich will, dass du in der Woche um 22 Uhr im Bett bist.
Und dennoch sagst du mir frei heraus, dass es erst 23 Uhr ist.
-Wir hatten so viel zu besprechen. -Ja?
Ihr hattet viel zu besprechen,
du und dein Klassenkamerad, wie immer er heißt?
Ich bin nicht so dumm wie du denkst.
Ich weiß, was du tust.
In deinem Alter hatte ich keinen Jungen geküsst.
Aber ich sollte wohl dankbar sein, solange du keinen Bastard heimbringst.
Das ist nicht wahr!
Wir haben nie…
Dann ist es halt ein anderer.
Oder mehrere.
Eine Hure, das bist du.
Eine richtige Hure.
Was in aller Welt?
-Wie geht es dir? -Ich bin nur…
Geht es dir gut?
Komm rein.
Nein, ich muss…
Sei nicht albern. Komm rein.
Du kannst den Professor nicht wecken.
Zu ihm will ich gar nicht.
Was ist los?
Kann ich heute hier schlafen?
Ich bin fortgerannt.
Ich frage Vater. Aber sicher darfst du.
Das meine ich nicht.
Ich möchte bei dir sein.
Dass wir zusammen sind.
Richtig.
Wenn du nicht willst, gehe ich.
Wie lange willst du dasitzen?
Solange ich will.
Du wirst doch nicht weinen, oder?
Lass das Licht aus.
Was macht das denn schon?
Was tust du? Nicht auf meinen Zeichnungen!
Was für Zeichnungen?
Ein Gebäude.
Ein Vorschlag für ein 12-stöckiges Parkhaus.
-Hey. -Ja?
Ich habe eine bessere. Mach weiter.
Das ist eine Kirche.
Aber kein Tempel für den Herrn.
Ein Gebäude, dass die Menschen sich wie in einer Kirche geborgen fühlen lässt.
Nein, etwa so.
Sauber und einfach.
Nicht angeberisch und protzig.
Die Leute sollen stehenbleiben und denken: "Das ist eine Kirche."
Und sie gehen hinein und fühlen sich entweder klein oder erhaben.
Nein, ich will, dass es etwas Reines ist. Etwas…
Das sich anfühlt, als ob man taucht und die Sonnenstrahlen sieht.
Oder als ob man bei starkem Wind segelt, verstehst du?
Obwohl eine Kirche… Alles ist gleich wichtig.
Ein Parkhaus, ein Kinderheim oder eine Bushaltestelle.
Aber…
Es ist das Gefühl des Ankommens bei…
Ich werde es finden. Das werde ich!
Wusstest du immer, dass du das willst?
Nur nach zwei Jahre bis zum Abschluss, dann die Uni.
Dann sammle ich Arbeitserfahrung. Das werde ich auch in den Sommerferien.
Alles. Auf Baustellen arbeiten, Mörtel schleppen…
-Hey. -Ja?
Das habe ich nie jemandem erzählt. Das ist das erste Mal.
Bereust du es?
Nein.
Ich wusste nicht, dass es so wehtut.
Ich wünschte fast, schwanger zu werden. Das würde ihnen passen.
Was würdest du dann tun?
Es wegmachen lassen?
Bist du verrückt?
Wir würden natürlich heiraten.
-Görel? -Ja?
Heute Morgen, als wir im Garten gekämpft haben,
da wolltest du nicht.
Bist du nur aus Bosheit hier?
Anfangs ja.
Und dann?
-Es tut mir leid. -Du kannst bleiben. Das macht mir nichts.
Wenn ich nur den Zeichenblock finden würde.
Tschüs.
Viel Glück.
Das ist meine Tochter Fr. Rocke.
Hr. Ylvén. Er ist Kunsthändler.
Oh, ich verstehe.
Darf ich mich umsehen, Fr. Karpell?
Natürlich.
Es geht hauptsächlich um dieses Gemälde und das ostindische Porzellan.
Wie kannst du das tun? Letztes Jahr das Silber und jetzt das.
Weiß sie es?
Du denkst doch nicht, dass ich meine Mutter hintergehe, oder?
Natürlich weiß sie es.
Vielleicht dauert die Krankheit länger an. Pflege rund um die Uhr kostet Geld.
Pflegerinnen kosten viel Geld, Görel.
Das tust du, um sie zu demütigen.
Damit du deine Rache kriegst.
Ich weiß nicht, was du meinst.
Leider ist das Gedeck unvollständig.
Was denken Sie, wie viel…
Ich kann Ihnen dafür nicht mehr als 1.500 geben.
Es ist sehr viel mehr wert.
Wenn Sie es kaufen, Fr. Karpell. Das ist ein Unterschied.
Du verschwendest deine Zeit. Sie lebt nicht mehr lange.
Woher willst du das wissen?
Sie will nicht mehr leben.
Es ist so lieb, dass du so oft zu mir kommst.
-Wie ich sehe, ist jetzt Frühling. -Ja.
Es ist Frühling.
-Kannst du die Jalousien öffnen? -Mhm!
Das Fenster auch? Es ist ein warmer Tag.
Ja, mach nur.
Du siehst heute so glücklich aus. Gibt es einen Grund dafür?
Ich habe an die Palme gedacht.
Die Palme?
Das war in dem Jahr, in dem ich 19 wurde.
Ich war frisch verheiratet und sehr glücklich.
Und ich habe Unterhaltung geliebt.
Ich habe es geliebt zu tanzen.
Dein Großvater…
Er war so viel älter als ich.
Er hatte es nicht so mit Bällen und Veranstaltungen.
Aber er gab oft nach.
Er wollte mich Lächeln sehen.
Mich glücklich sehen.
Wie geht's Arne?
Und den Kindern?
Ihnen geht es gut.
Den Kindern geht es gut. Lena ist ein großes Mädchen.
Erzähl mir mehr über die Palme.
Nun…
Da war ein großer Ball in der Spiegelhalle geplant.
Er war der Höhepunkt der Saison.
Ich habe mich so darauf gefreut.
Ich habe deinem Großvater wochenlang Hinweise darauf gegeben.
Und es schien, als ob er nachgeben würde.
Kannst du das Fenster schließen?
Die Luft ist immer noch kühl.
Dann… kam der große Tag.
Ich bin in der Wohnung herumgerannt.
Es klingelte.
Ich bin den Flur hinuntergelaufen.
Eine Überraschung.
Ich dachte, es wäre das Kleid.
Er hatte es nicht vergessen.
Nein.
Er hatte es nicht vergessen.
Es war ein Geschenk für mich.
Ein Bote brachte es in den Flur.
Das Licht war aus, also habe ich es nicht gleich gesehen.
Es war die Palme.
Ich bin nie auf dem Ball gewesen.
Stattdessen bekam ich die Palme.
Er hat mich geliebt, auf seine Art.
Hat er nichts gekauft?
Doch, es wird später abgeholt.
Was tust du da?
Ich mache die Buchhaltung.
Arne hat angerufen.
Ich soll dir ausrichten, dass er heute lange arbeiten muss.
Er kommt erst spät nach Hause.
Sag es mir.
Kannst du dir mit Arnes Gehalt wirklich ein Hausmädchen leisten?
-Er hatte eine Gehaltserhöhung. -Na dann.
Bauingenieure verdienen gut.
Was macht er eigentlich wirklich?
Oh, ach ja.
Er führt die Arbeiten echter Architekten aus, oder?
Das stimmt.
Und er kann seine Familie ernähren.
Stell dir vor.
Ich hätte nie gedacht, dass Arne, bei all seinen großen Plänen,
so vernünftig wäre, über diesen Umweg Architekt zu werden.
Aber es wäre möglich gewesen.
Aber es ist gut, zu lernen, auf etwas zu verzichten.
Und wenn er es wirklich will, kann er Abendkurse belegen.
Ich meine, er könnte das als Hobby nebenbei machen.
Was ist nur mit ihr?
ARCHITEKTENBÜRO
Hallo.
Oh, du bist es.
Komm rein, ich bin allein.
Ich bin zum ersten Mal hier.
Ja, das stimmt.
Was machst du da?
Ich arbeite an der Lännings Schule.
-Warum fragst du? -Ich war nur neugierig.
Plötzlich bist du interessiert.
Oh, du hast mit deiner Mutter geredet.
Es ist mir egal, was sie sagt.
Was sie sagt, aber nicht das, was sie denkt.
In etwa wie: "Ich frage mich, wie lange er durchhält."
"Ich frage mich, wie lange sie sich noch verstellen können."
Sag ihr, sie kann lange darauf warten, dass ich aufgebe.
Oh nein.
Ich kann genauso gut wie ein Kaufmann für ihre Tochter sorgen.
Warum sagst du nichts?
Du verteidigst dich nicht.
Ich fühle mich wohl schuldig.
Wäre es doch nur so einfach.
Dass wir beide schuld wären.
Ich zeige dir, was ich meine.
Verstehst du, was ich meine?
Es ist nicht das Kreuz, oder?
Nein, überhaupt nicht.
Gott interessiert sich nicht dafür. Nicht im üblichen Sinne.
Kommst du oft her?
Manchmal.
Um zu sehen, was ich nie tun werde.
Niemals etwas Echtes, Sauberes und Einfaches.
-Nie etwas, das nur von mir sein wird. -Vielleicht gibt es noch einen Weg.
Nein, nicht mehr. Ich habe meine Wahl getroffen.
Das ist der Unterschied zwischen uns. Du hast deine Kinder gekriegt.
Das werde ich nie können.
Erinnerst du dich ans erste Mal? Unsere erste gemeinsame Nacht.
Du hast mich gefragt: "Bereust du es?"
Jetzt muss ich fragen.
Bereust du es?
Und ich gebe dir dieselbe Antwort.
Nein, das tue ich nicht.
Aber ich wusste nicht, dass es so wehtut.
Und das nicht zum ersten Mal.
Es tut immer weh.
Jede Minute eines jeden Tages.
Du bist noch hier, Görel, Liebes?
Ich habe gesehen, dass das Licht brennt. Dachte, Frl. Röös hat es angelassen.
Mutter… sag es mir ganz ehrlich.
Hast du die Scheidung von Papa je bereut?
Es vergeht kein Tag, and dem ich es nicht bereue.
Nun…
Glaubst du, du wirst in deinem neuen Heim glücklich?
Ja, ich werde dort glücklich sein.
Es hilft dir nicht, zu weinen, schreckliches Kind.
Ich springe aus dem Fenster und liege dann tot auf der Erde.
Spring nicht, Lena.
Lena!
Lena!
Lena.
Was machst du denn?
Björn und ich haben gespielt.
Er ist dumm genug, um alles zu glauben, was du sagst.
Machst du das oft?
Vielleicht.
Ist es dir egal, dass ich dir vertraue?
Na gut…
Geh in mein Bett. Ich bringe deinen Bruder ins Bett, dann reden wir.
Komm, Björn.
Warum bist du zurückgekommen?
Das bin ich nicht.
Ich hole nur ein paar Dinge ab.
Arne.
Arne.
Weißt du, wann ich fühlte, dass wir zusammengehören?
Hier unten, als wir während des Krieges am Boot gearbeitet haben.
Die Luftschutzsirenen heulten, aber ich wollte sie nicht hören.
Ich habe mir die Ohren zugehalten.
Du hast meine Hände weggezogen. Warum hast du das nicht wieder getan?
Warum hast du mich nicht geschüttelt,
in den Jahren, in denen ich geschlafwandelt bin?
Ich war zu sehr mit mir selbst beschäftigt.
Ich wollte es schaffen.
Niemand hat geglaubt, dass ich es könnte. Und das hätte ich ohne Vater auch nicht.
Aber dann, als er starb…
Du hast es wohl nicht gemerkt oder wolltest es nicht sehen.
Ich konnte nur mit ihm reden.
Ich war so einsam.
-Görel. -Ja?
Schlafen die Kinder?
Ja, jetzt schlafen sie.
Können wir sie eine Weile allein lassen? Jetzt?
Nur für ein paar Stunden.
Ja. Gerda ist hier, also sind sie nicht allein.
Wo gehen wir hin?
Zum Segelboot.
So spät noch?
Warte.
Was tust du denn?
Ich kann nicht rennen.
Ist es zu spät für einen Neuanfang?
Es ist nie zu spät.
Untertitel von: Mirko Buzov
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