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(Musik)
(Musik)
(Hubschrauberger�usch)
Such!
Keine Schaulustigen! Keine Leute von den Beh�rden und
vor allem keine von der Uni. Klar? -Ja, gut.
Wir treffen uns in 2 Stunden wieder. -Wo? Auf dem Revier oder hier?
Wir treffen uns in 2 Stunden wieder. -Wo? Auf dem Revier oder hier?
Hier. Alles klar? Gut, bis dann. -Bis sp�ter.
Kann ich lhnen helfen? -Haben Sie Feuer?
Wer hat Sie durchgelassen? -lhre M�nner.
Kommissar Pierre Ni�mans.
Sie sind allein? Ich hab doch eine Mannschaft verlangt, was soll das?
Ich bin die Mannschaft.
Capitaine, ich bin nicht 600 km weit gefahren,
um einen Polizeikrieg zu f�hren.
Was ist hier passiert? -Na gut. Kommen Sie mit.
Der Universit�tsrektor von Guernon meldete vor 2 Tagen
das Verschwinden von R�my Callois. 32 Jahre alt, Junggeselle.
Arbeitete dort auch als Bibliothekar. Ein Schl�sselposten der Universit�t.
Laut Rektor war er extrem p�nktlich und arbeitete sehr gewissenhaft.
Gestern Nachmittag gegen 15 Uhr entdeckte eine junge Bergsteigerin
R�mys K�rper. -Warum wurde die Kripo eingeschaltet?
Wir haben nicht oft soIche F�lle. -lnwiefern?
Der K�rper von R�my hing da oben. ln 50 m H�he.
(Spannende Musik)
Sie arbeiten f�r die Kriminalpolizei, geh�ren aber nicht dazu, richtig?
Richtig.
Wir brauchten noch nie einen wie Sie.
Seien Sie froh.
Wieso gibt es hier eine Uni? -Das ist keine gew�hnliche Uni.
Die haben ihr eigenes Kraftwerk, eine Wasseraufbereitung
und sie haben ein Krankenhaus. 1 .200 Studenten und ungef�hr
100 Professoren und Wissenschaftler. Eine der �ltesten Unis in Europa.
lm Schneesturm k�nnten sie Wochen von der Umwelt abgeschnitten �berleben.
Der Rektor ist so eine Art B�rgermeister des Tals geworden.
Er herrscht quasi �ber die Gegend. Hier werden die zuk�nftigen
Bill Gats gez�chtet.
Die was?
Die zuk�nftigen Bill Gats... Bill...
Bill Gates.
Die Klinik geh�rt zur Universit�t? -Ja, sie ist die Einzige der Gegend.
Offen f�r jedermann. Die Behandlungen sind kostenlos.
Wir arbeiten oft mit ihnen zusammen. Sogar eine Entbindungsstation ist da.
Das ist Kommissar Ni�mans. Er hilft uns bei diesem Fall.
Sehr erfreut. Ich habe '87 lhren Kriminologie-Kurs in Nizza besucht.
Haben Sie mit der Autopsie begonnen? -Ja, aber die Fesseln sind noch dran.
Der M�rder wollte, dass man ihn so findet. Ich dachte,
Sie m�chten das vielleicht sehen. V�llig verr�ckt! Ich bin mir sicher,
die F�talposition war beabsichtigt. -WeIche Position?
F�tal! Zusammengekauert wie ein F�tus im Bauch seiner Mutter.
(Musik)
Der Tod trat vor 48 Stunden ein. Auf den ersten Blick
zeigen sich zahlreiche Schnittwunden. An den Armen, Ellenbogen,
Schultern und Schenkeln, verursacht durch einen scharfen Gegenstand.
Vielleicht ein Teppichmesser. Bitte schneiden Sie die Fesseln durch.
4 Rippen sind gebrochen.
Die Arme sind an den Schultern und Ellenbogen gebrochen.
Zahlreiche Br�che an Schienbeinen und H�fte, aber das f�hrt zu weit.
Die Details folgen in meinem Bericht. Die H�nde wurden vor dem Tod
vermutlich mit einer Axt amputiert. Die Wunden wurden sofort ausgebrannt,
damit der Mann nicht verblutet. Offensichtlich sollte das Opfer
keinesfalls an den Auswirkungen der Folter sterben.
(Musik)
An lhrer Stelle t�te ich das nicht.
Die Aug�pfel sind fachm�nnisch entfernt worden.
Das Opfer lebte dabei noch. -Was f�r eine verdammte Schei�e!
Die Augenh�hlen waren mit Regenwasser gef�llt. Es wird gerade analysiert.
Wir haben einen ber�hmten Augenarzt. W�re interessant, was er dazu sagt.
Wie lange dauerte es, bis er tot war?
Ich m�sste ihn aufmachen, um das genau sagen zu k�nnen. Ca. 5 Stunden.
Betrachtet man die Pr�zision der Verletzungen, ist davon auszugehen,
dass der T�ter darauf bedacht war, sein Opfer w�hrend der Folterungen
bei Bewusstsein zu halten. Es k�nnte Profi-Arbeit sein...
Gef�ngnisentlassungen kontrollieren, psychiatrische Anstalten, Sekten...
Durchk�mmt Wege, H�tten, Pisten. lm Umkreis von 150 km Luftlinie
auf den Stra�en Ausweiskontrollen. Ich will lnformationen �ber alle
Vorf�lle der letzten 20 Jahre, die diesem Fall irgendwie �hneln.
10 M�nner befragen m�gliche Zeugen, Callois' Kollegen und Leute,
die seine Wanderrouten kennen. Fragt die Wetterstationen,
wo es in den letzten 2 Tagen regnete. ln 2 Stunden will ich was Konkretes!
(Musik)
(Spannende Musik)
Wer ist da?
Wer ist da?
Wer ist denn da?
Warum sagen Sie nichts?
Doktor! Wer sind Sie? -Was ist hier los?
Bringen Sie den Hund raus! -Es ist nichts. Geh nur.
Alles in Ordnung. Wir sehen uns Dienstag.
Wer sind Sie? -Kommissar Ni�mans. Entschuldigung.
Ich habe panische Angst vor Hunden. -Vor Hunden muss man keine Angst haben,
sondern vor den Besitzern.
Was kann ich f�r Sie tun?
Ich komme wegen R�my Callois. -Ah ja, ich wei�.
Es ist furchtbar.
Kannten Sie ihn? -Ich kannte vor allem seinen Vater.
Wir haben zusammen studiert.
Haben Sie an der hiesigen Universit�t gelehrt?
Ja, 20 Jahre. Aber...
Ich arbeite schon lange nicht mehr dort, seit 1982.
Warum nicht?
Ich habe andere Ansichten als das Rektorat.
Sie meinen, als der Rektor. -Worauf wollen Sie hinaus?
Was habe ich mit R�my zu tun?
Hier sind einige Fotos, zu denen ich gerne lhre Meinung w�sste.
Er wurde gefoltert? -Ja. Mehrere Stunden lang.
Das ist ja grauenhaft.
Ich wusste nicht, dass...
Er hat keine H�nde mehr. -Und keine Augen. Darum kam ich her.
Ich versuche, den Sinn dieser Verst�mmelungen zu verstehen.
Wie sollte ich lhnen helfen k�nnen? -Was behandeln Sie hier?
Genetisch bedingte Krankheiten, speziell die Augen betreffend.
Erbkrankheiten, die sich fortsetzen von Generation zu Generation.
Das ist ein klassisches Ph�nomen in abgelegenen T�lern,
vor allem hier mit der Universit�t. -Wie meinen Sie das?
Seit Jahren wird an der Universit�t untereinander geheiratet.
Das schw�cht das Blut, laugt es aus. Erbkrankheiten nehmen immer mehr zu.
Der Preis f�r die Zucht einer Elite. -Trotzdem sollen doch die Kinder
der Professoren hoch begabt sein. -So ist es auch.
Aber dann verstehe ich das nicht.
Seit zwei Generationen haben sich die Dinge gewandelt.
Die Krankheiten �bertragen sich auf die Bergbewohner.
Zum Beispiel bei dem Kleinen von eben.
Sagen Sie... Sehen Sie vielleicht...
irgendeine Verbindung zwischen den Verst�mmelungen und den Krankheiten?
Ich w�rde sagen, die H�nde und die Augen sind die K�rperteile,
die den Menschen einzigartig machen.
Sie sind immer anders als die unseres Nachbarn, wie eine Signatur.
Sozusagen unsere DNA, eine biologische ldentit�t.
lhr M�rder gibt lhnen lndizien f�r sein Tatmotiv.
Und dann sticht er zu, sticht zu! Er sticht auf den Hund ein,
den Typ, auf alles. Mann! Und dann nimmt er die Tasche und das Messer
und unters Auto damit. Vergiss es! Verstehst du? Paris ist verr�ckt!
Und die Metro? Die Kontrolleure? -Ja, Robocop: Die Fahrkarten, bitte!
Da bin ich doch lieber bei meinen K�hen. Das ist einfach geil, Alter!
Ich atme reine Luft. Es geht mir gut! Es ist die absolute Kraft! Gesund!
Ich meine, die da bauen nur Schei�e. Die sind erst 1 4 Jahre alt
und leben auf der Stra�e! -Hey. Sieh mal, wer da kommt.
Ah! Unsere Waldpolizisten. Hallo! -Na, Jungs, alles klar?
Gut in Form? -Na, was machen die Verbrecher?
Was ist, fahren wir? -Macht keinen Mist, Jungs, ja?
Viel Gl�ck mit den Eichh�rnchen!
(Radio)
Willst du mal ziehen?
Du rauchst? -Ja, wieso nicht?
Du hast doch fr�her nicht geraucht! -Ich hab schon immer geraucht!
Aber jetzt bist du im Dienst. -Er ist doch auch im Dienst.
Aber sein Dienstgrad ist h�her. -Hey, h�rt auf. Wieso muss ich mir
hier die Eier durchsch�tteln lassen? -Letzte Nacht wurde
auf dem Friedhof eingebrochen. -Auf'm Friedhof hei�t das Sch�ndung.
Die Schule wurde auch gesch�ndet. -Das nennt man Einbruch, du ldiot!
2 F�lle auf einmal, das ist doch was! Fahr zum Friedhof, da fangen wir an.
Ich hab heute gute Laune. Gib mir den Joint wieder.
Warum schei�t du mich an? -Mach ich gar nicht! Du rauchst!
Schei� ich dich bei 8 Pernods an? -H�rt auf damit, wir sind im Dienst!
Guten Tag. -Sie kommen wegen der Grabsch�ndung?
Es ist da dr�ben. Geht schon. Es ist die Gruft der Kleinen da.
�brigens die einzige Gruft auf dem Friedhof. Ja.
Als ich heute fr�h da vorbeiging, hab ich es so vorgefunden.
Das waren bestimmt diese Skinheads. Die lungern hier st�ndig rum!
Gibt es hier Skinheads? -Nein, das sind nur Jugendliche.
Jugendliche Skinheads. -Nein, jugendliche Jugendliche.
Kam hier so was schon mal vor? -Nein, das ist das erste Mal.
(Spannende Musik)
Von 197 2 bis '82.
Mann, die hat's nicht lange gemacht.
Nicht weiter! Das d�rfen Sie nicht. Dazu brauchen Sie die Genehmigung
der Eltern. Ich kenne das Gesetz. -lmmer mit der Ruhe. Kein Problem.
Wo finde ich die Eltern des Kindes? -lhre Mutter war verr�ckt!
Sie hat gesagt, ihre Tochter wurde vom Teufel get�tet!
Vom Teufel? -Vom Teufel, ja!
Ok...
Wo findet man denn eure Skinheads? -ln einer Lagerhalle im Dorf.
Sagen wir ihnen mal "Guten Tag". -Nein, die Schuldirektorin wartet!
Warum, was hat man der denn geklaut?
Nichts, das ist ja das Merkw�rdige. Ich hab Sie hier noch nie gesehen.
Sie sind nicht von hier, oder? -Das sieht man, hm?
Wieso hat man Sie hierher geschickt? -Oh, ein Polizist ist wie ein Lehrer.
Er kann die Schule nicht w�hlen. -Tja! Ich hab meine Versetzung
schon vor 1 4 Jahren beantragt. Aber jetzt ist es nat�rlich zu sp�t.
Wissen Sie, was die Schulbeh�rde sagt?
Stellen Sie sich das mal vor! Also, da sind sie eingebrochen:
ln unser Archiv. Sie werden sehen, sie waren ausgesprochen vorsichtig.
Sie sind wirklich sicher, dass nichts gestohlen wurde?
Ja, es fehlt nicht das Geringste. Ich habe heute Morgen nachgesehen.
Ich verstehe das nicht. -Na, gut.
Sie k�nnen heute Nachmittag im Kommissariat Anzeige erstatten.
Das war jetzt die ganze Untersuchung? -Kein Diebstahl, keine Untersuchung.
Sch�nen Nachmittag. Auf Wiedersehen. -Auf Wiedersehen, lnspektor.
Heutzutage sagt man nicht mehr lnspektor, sondern Kommissar.
(Spannende Musik)
Wie lange arbeiten Sie schon hier? -K�rzer, als Sie zu glauben scheinen.
Wenn ich lhnen einen Namen sage, k�nnten Sie damit was anfangen?
Versuchen Sie's einfach. -Judith H�rault.
War sie hier auf der Schule? -Sie ist seit '82 tot.
Soll ich mal nachsehen? -Ja, das w�re nett.
Hat das was mit dem Einbruch zu tun? -Vielleicht wissen wir das gleich.
'82, Judith H�rault. War das nicht die Kleine, die den Unfall hatte?
Sie erinnern sich an sie? -Man �berfuhr sie auf der Autobahn.
Wissen Sie irgendwie N�heres? -Ja. Ein Lkw. Die Mutter war dabei.
Sie wurde daraufhin verr�ckt. -Wo k�nnte ich die Mutter finden?
Was ist denn? -Die Seiten wurden rausgerissen.
Ja, die Seiten von '81 und '82! -Na, bitte.
Haben Sie Klassenfotos oder so was? -Ja, nat�rlich. Hier!
Die Fotos sind auch verschwunden!
(Max) Bin gleich wieder da. -Ja.
Ich sag dir, es ist der Keilriemen. -Quatsch, nicht der Keilriemen!
Was ist los? -Guten Tag.
lst keiner von der Bereitschaft hier? -Um die Zeit sind die beim Essen.
Schei�e. -Was wollen Sie denn?
Ein paar lnformationen. Ich geh�r zur Familie.
Ah! Was willst du wissen? -Es geht um einen t�dlichen Unfall.
Passierte vor ca. 20 Jahren hier. -Da bist du bei mir genau richtig.
Man nennt mich den Totengr�ber. ln 27 Jahren habe ich 248...
249 Unf�lle mit Leichen gesehen. Und wir k�mmern uns hier
nur um gerade mal 30 Kilometer. Nat�rlich spricht man immer nur von
der Polizei und der Feuerwehr. Aber wir sind die Ersten am Unfallort.
Alles im PC. Was willst du wissen? -Du kannst mit dem Ding umgehen?
Nat�rlich, was dachtest du denn? -Ich such die Eltern eines M�dchens,
das '82 umkam. Judith H�rault. -Das kommt mir irgendwie bekannt vor.
Judith H�rault. -H-�-r-a-u-l-t. H�rault.
Ah, da kommt es.
Hier, Judith H�rault. Kilometer 98, im September '82.
Ein kleines M�dchen? -Na klar, Judith, was sonst?
Moment.
'82, '82, da war doch irgendwas. Was war das? Das gibt's doch nicht.
Jetzt wei� ich wieder. Die Kleine, die von einem Lkw plattgemacht wurde.
Ah ja, ja. Warte. Ach, Mist! Was ist denn das hier f�r 'ne Schei�e?
Da ist es ja.
Hier, das ist die Unfallakte mit den Polizeiberichten, den Fotos, alles.
Ich warne dich, die Fotos sind... -Ja, ja, sei unbesorgt.
Ich hab's ja gesagt.
Schei�e! Wie kann so was passieren?
Ein 30-Tonner, 120 Stundenkilometer.
Wie konnte das denn identifiziert werden?
Als wir hinkamen mit der Polizei, stand die Mutter am Stra�enrand.
Und sie hatte in ihrer Hand... -Was?
Einen Finger. -Einen Finger?
Ja. Das war das Einzige, was von der Kleinen noch zu erkennen war.
Die Mutter sagte, sie sei weggelaufen und auf die Autobahn gerannt.
Aber was wirklich passiert ist... -Gibt es eine Adresse, Telefonnummer?
Das ist immerhin fast 20 Jahre her. Aber die Versicherung hatte uns
eine Adresse geschickt, falls es was Neues �ber die Unfallursache g�be.
Das muss es sein, oder? -Was'n das f�r'n Schei�?
(Musik)
(Musik)
(Musik)
(Unverst�ndliche Gespr�che)
(Spannende Musik)
(Spannende Musik)
Entschuldigung? Das B�ro des Rektors?
Da hinten durch und dann links. -Danke.
Ich m�chte zum Rektor. -Ich bin sein Assistent.
Was kann ich f�r Sie tun? -Mich dem Rektor vorstellen.
Wen darf ich melden? -Kommissar Ni�mans.
Ein Kommissar Ni�mans m�chte Sie sprechen. Der Rektor l�sst...
Setzen Sie sich, bitte. Ich brauche noch 2 Minuten.
Sie m�ssen entschuldigen, aber ich bin ein Sklave dieser Universit�t.
Ich habe einfach nie genug Zeit. Was kann ich f�r Sie tun?
Ich arbeite an dem Fall R�my Callois. -Macht das nicht Capitaine Dahmane?
Mich interessiert R�mys Privatleben. -Arbeiten Sie mit Dahmane zusammen?
Wir arbeiten parallel. Ich bin von einer Sonderkommission.
Ah, Sie sind das.
Ich verstehe nicht, wie so was passieren konnte.
R�my war ein unauff�lliger Junge, freundlich, ausgesprochen flei�ig.
Ich war mit seinen Eltern sehr befreundet.
Er hat unsere Bibliothek geleitet, wie sein Vater vorher.
War er schon als Sch�ler bei lhnen? -Ja, wie die meisten von uns.
Sie werden hier geboren und wachsen auch hier auf. Einige wurden sogar
Professoren, wie ihre Eltern. Das hat schon fast Tradition.
So war das auch mit R�my. -Laut F�hrungszeugnis hatte er nie
was mit der Polizei zu tun. Wissen Sie etwas, das uns weiterhilft?
Zum Beispiel? -lrgendweIche Feindschaften,
Drogen, religi�se Einstellung...
Ich f�rchte, Sie verstehen nicht. Diese Universit�t ist auf dem Prinzip
der Gemeinschaft gebaut. Sie ist ein Tempel des Wissens.
Alle hier leben, arbeiten, trainieren zusammen. Verd�chtigen Sie einen,
verd�chtigen Sie alle. Mich inbegriffen.
Ich w�rde gern die Wohnung von R�my Callois sehen.
Das wird wohl nicht m�glich sein. Die Polizei hat sie versiegelt.
Ich m�chte trotzdem einen Blick reinwerfen.
Hubert, w�rden Sie bitte reinkommen? Ich kann Sie leider nicht begleiten.
Es macht lhnen doch nichts aus, wenn mein Sohn lhnen die Wohnung zeigt.
Ich sagte lhnen ja, Kommissar, die Tradition ist hier fest verankert.
Wir sind jetzt das 3. Jahr in Folge die beste Universit�t und erh�hten
vor 2 Jahren den Landesdurchschnitt! Wir errechneten mal aus Spa� den
Durchschnitts-lQ unserer Studenten. Wissen Sie, was dabei heraus kam?
24. -Was?
Callois, Nr. 24. Haben Sie Schl�ssel? -Nein.
Sind Sie sicher, dass Sie dazu befugt sind?
(Musik)
Was genau tat er in der Bibliothek? -Die Sitzordnung der Studenten regeln
und die B�cher verwalten. -Was f�r eine Sitzordnung?
Nun, traditionell erhalten bei uns die Studenten immer dieselben Pl�tze.
So nimmt man gute Gewohnheiten an und die Platzverwaltung ist einfacher.
(Musik)
(Spannende Musik)
Domini sumus, sumus servi, ubicum que...
Wir sind die Herren, wir sind die Sklaven,
wir sind �berall, wir sind nirgends, wir beherrschen die purpurnen Fl�sse.
Das ist seine Doktorarbeit. R�my schrieb seit mehreren Jahren daran.
(Musik)
Ich suche Fanny Ferreira. -Da oben.
(Musik)
Tut mir Leid, ich muss gehen. -Ok, danke. Morgen, dieselbe Zeit.
Fanny Ferreira? -Hm.
Sie haben die Leiche von R�my Callois entdeckt.
Wer sind Sie? -Kommissar Pierre Ni�mans aus Paris.
Ich befasse mich mit der Sache.
Exportieren die die Bullen jetzt? -ln bestimmten F�llen, ja.
Schade, ich mag einfache Polizisten und ihr milit�risch strenges Gehabe.
Ich auch. -Ah, Sie glauben, Sie sind anders?
Ich probiere es seit 25 Jahren, aber vielleicht helfen Sie mir dabei.
Kaum. Ich wei� nicht viel. Ich war sogar zweimal in der Gegend,
bevor ich ihn entdeckte. Haben Sie die Aussage nicht gelesen?
Doch, doch. Sagen Sie, muss man sehr stark sein,
um den K�rper da hoch zu bekommen? -Nicht unbedingt, nein.
Mit einer guten Ausr�stung und etwas Technik bekommt jeder alles da hoch.
Was war er f�r ein Mensch? -Ein Arschloch, ziemlich arrogant.
Wie die meisten hier. -Ja, die Leute hier sind etwas...
Spie�ig. Das System hier ist ein geschlossener Kreislauf.
Eine Jagd nach Auszeichnungen. -Ich las, Sie sind Glaziologin.
Was tun Sie? -Lawinen �berwachen und umleiten.
Der Ort liegt im Gefahrenbereich. -Sie besch�tzen die Universit�t.
Ich mache meinen Job. -Wie R�my.
Bitte? -Naja, Sie studieren und arbeiten
an der Uni wie R�my Callois. -Und?
Sie geh�ren zum Clan. -Clan?
Die Elite. Bestehend aus den Kindern der Professoren.
Ich bin kein Fan von Uniformen. Zeit hab ich auch kaum.
Wenn Sie mich noch brauchen, lhre Kollegen haben meine Adresse.
(Handy klingelt)
Ja? -Hier ist der Gerichtsmediziner.
Das Wasser in R�mys Augen ist Regenwasser. Saurer Regen.
Ja, und? -Diese Art der Wasserverschmutzung
gibt es seit den 70ern nicht mehr. Au�erdem hat es hier
in den letzten 2 Tagen nicht geregnet. Ich versteh das nicht...
(Spannende Musik)
Kalt, hm? -Ich erfriere.
Ja, bitte? -Guten Tag, Schwester.
Ich bin von der Polizei. Ich m�chte wissen, ob es hier
eine Frau mit dem Namen H�rault gibt.
Darf ich fragen, wieso?
Es tut mir sehr Leid, das ist unm�glich.
Schwester Andr�e ist seit �ber 17 Jahren hier.
Es geht um eine sehr alte Geschichte. W�re es bitte m�glich, sie zu sehen?
Ich werde sie fragen. Treten Sie ein.
Warten Sie hier auf mich.
Nimm deine M�tze ab. Sieh mal da! Nimm sie ab. Huhu! Huhu!
He, was glaubt ihr, wo ihr hier seid? Was soll das? Spinnt ihr?
Mein Sohn! -lhr wartet.
Huhu!
Schwester Andr�e empf�ngt Sie gern. Aber ich muss Sie warnen.
Sie k�nnen mit ihr sprechen, aber Sie werden sie nicht sehen.
Sie k�nnen ihr zuh�ren, aber wahren Sie Abstand.
Was hei�t das? -Die Finsternis, mein Sohn...
Wie, die Finsternis? -Sie gelobte ewige Finsternis.
Wir haben sie schon seit 15 Jahren nicht mehr gesehen.
Schwester?
Schwester?
(Musik)
Schwester Andr�e? Schwester?
Ich bin von der Polizei aus Sarzac, hier ganz in der N�he.
Dort ist lhre Tochter begraben, nicht wahr?
Schwester, Sie sind doch die Mutter der kleinen Judith?
Ich bin hier, weil letzte Nacht
jemand das Grab lhrer Tochter gesch�ndet hat.
Sie kommen zur�ck! -Wer?
Sie kommen zur�ck, um ihre Mission zu beenden.
Wen meinen Sie, Schwester?
Die Teufel. Sie sind zur�ckgekommen, weil sie sichergehen wollen,
dass Judith ihnen keine Probleme mehr macht.
Wollen Sie sagen, dass die Teufel schuld sind am Tod lhrer Tochter?
K�nnen Sie mir bitte ein bisschen mehr dar�ber erz�hlen?
Seit 18 Jahren versuche ich das zu vergessen.
Vergangene Nacht haben lhre Teufel auch in der Schule eingebrochen
und Fotos lhrer Tochter gestohlen. Ich m�chte gerne verstehen, warum.
Um die Spuren meines Kindes zu verwischen.
Aus weIchem Grund?
Sie wollen ihr Geheimnis bewahren.
Wissen Sie, was das f�r ein Geheimnis ist?
Das Gesicht von Judith bedroht sie.
Schwester, ich bitte um Verzeihung, aber k�nnen Sie mir sagen,
unter weIchen Umst�nden lhre Tochter gestorben ist?
Meine Tochter war sehr krank.
Ich fuhr zu dem Krankenhaus, wo sie geboren wurde.
Kaum waren wir da, griffen uns die Teufel an! Sie haben uns verfolgt.
Ich wollte meine Tochter sch�tzen, den Teufeln entkommen, fliehen...
Aber das gelang mir nicht. Keiner entkommt ihnen.
Wo waren Sie, bevor Sie nach Sarzac zogen?
Dieser Albtraum begann doch in Guernon.
Guernon...
Aber warum versuchten Sie denn nicht, die Polizei um Hilfe zu bitten?
Ich spreche von Teufeln! Und Sie sprechen von der Polizei...
Sie k�nnen f�r mein kleines M�dchen nichts mehr tun.
Versuchen Sie, lhre Seele zu retten, bevor es zu sp�t ist.
Gehen Sie jetzt.
Ich will mich nicht mehr erinnern.
Verzeihen Sie mir.
(Dramatische Musik)
(Spannende Musik)
(Fanny) Gletscher bilden sich aus dem Schnee, der Jahr f�r Jahr niedergeht.
Er verdichtet sich zu Eis. Anhand der einzelnen Schichten kann man
die jeweiligen Jahre analysieren. Dieser hier erreicht eine Dicke von
ca. 200 Metern. Er ist ein enormer Wasserspeicher und liefert dadurch
auch elektrische Energie. Hier k�nnen Sie jahrhundertealtes Wasser finden.
(Spannende Musik)
Was hat man davon, Gletscher zu studieren?
Unser Kraftwerk an der Uni dient auch Forschungszwecken.
Und Gletscher stellen eine permanente Gefahr dar, die zu kontrollieren ist.
(Musik)
Hier ist es.
Wie tief m�ssen wir ungef�hr runter? -Mindestens 30 Meter.
Warum haben Sie mich ausgew�hlt? Sie haben doch exzellente Bergf�hrer.
lhre Kollegen behaupten, Sie seien die Beste. Und Sie waren gerade da.
Aber ich bin eine Zivilperson, ist das nicht ungew�hnlich?
Vielleicht finde ich Sie anziehend...
Setzen Sie den auf! Und treten Sie nicht auf die Seile!
(Spannende Musik)
Willkommen in der Zeitmaschine, Kommissar!
(Spannende Musik)
lhrer Wasseranalyse entsprechend, m�sste das die richtige Schicht sein.
(Spannende Musik)
Na bitte, perfekt. (Rumpeln)
Dass wir jetzt hier sind, muss einen Grund haben. Ich versteh das nicht.
Hier m�sste irgendwo ein Hinweis sein. Eine Spur...
Ni�mans, das ist gef�hrlich!
(Spannende Musik)
Ni�mans, wir d�rfen hier nicht bleiben! Es kann jeden Moment
eine Wassertasche ausbrechen! -Was ist da hinten?
Eine nat�rliche Kanalisation.
Was soll das?
Wo wollen Sie hin?
(Spannende Musik)
Was ist das hier? -Das ist ein Wasserlauf.
Das abflie�ende Wasser treibt das Kraftwerk der Uni an.
Wir k�nnen nicht hier bleiben, das ist zu gef�hrlich!
Gehen wir!
(Knacken) Was ist los?
(Spannende Musik)
(Spannende Musik)
Ah, unsere Elitetruppe. Was darf's sein?
Nichts. Wir sind im Dienst. Mein Chef m�chte mit deinen Mietern reden.
Da hinten durch. -Danke.
Wo willst du hin? -Mitkommen.
Bleib hier. Ich rede nur mit ihnen.
Gut. Dann nehm ich 'n Gl�schen.
(Unverst�ndliche Stimmen)
Tag, meine Herren. Entschuldigen Sie die St�rung, aber ich m�chte gern
mit dem Besitzer der R�umlichkeiten sprechen, dem Verantwortlichen.
Warum? -Polizei, Kommissar Max Kerkerian.
Ich habe ein paar Fragen. -Alles klar. Wir kennen dich!
Wir reden nicht mit Bullen! Hau ab! -Schon gut, ich mach das schon.
Also, was k�nnen wir f�r Sie tun? -Erz�hlen Sie mir,
wo Sie gestern Abend waren, bitte. -Und warum, wenn ich fragen darf?
Jemand fand es wohl am�sant, an eine Grabst�tte Hakenkreuze zu schmieren.
Was haben wir damit zu tun? -Skins, Hakenkreuze, naja...
Hakenkreuze haben wir hier nicht. Hast du Hakenkreuze gesehen?
Was f�r Kreuze? -Hakenkreuze.
lhr seid auch keine Skins... -Wo ist der Zusammenhang?
Und nicht in die Schule eingebrochen. -Was f�r 'ne Schule?
Hau ab hier! -Du warst sicher nicht in der Schule.
Und du? ln 'ner Bullenschule? Spielst hier wohl den gro�en Macker?
Nur die Ruhe. -Fass mich nicht an!
Der Typ macht nur seine Arbeit. -So redest du nicht mit mir!
Wie sonst? Dein Job ist es doch nur, uns auf die Eier zu gehen!
Genau. Typen wie euch... -Und was sind wir f�r Typen?
Ich mag keine Faschisten! (Unverst�ndliches Geschrei)
Hey, komm runter. Hey! -Verdammter Bullenarsch. Ho!
Das ist Privatbesitz. Wenn Sie nicht mehr haben, verschwinden Sie.
Ich kenne das Gesetz! -Danke f�r lhre Mitarbeit.
Superschlau, he? Was machst du ohne Knarre und Marke? Fick deine Mutter!
Ok! Komm her, Schwachkopf!
Meine Kanone, meine Marke! So... Was hat er gesagt, dein Kumpel?
Ich bin jetzt kein Bulle mehr. -Verstehe. Der Cowboy ist abgehauen.
Ja, er ist weg. Was hat er gesagt? -Er soll seine Mutter ficken!
Die Mutter ficken!
(Musik, Kampfger�usche)
Mach das Arschloch fertig, los!
Was ist los? Max Kerkerian hat gewonnen.
Scheinst ganz sch�n hei� zu sein! Komm, wenn du eine aufs Maul willst!
Komm her, zeig's mir! Na, komm! Komm her, du Bullenarsch!
(Musik)
Kapierst du jetzt, was l�uft, du Schei�typ?
Passt auf, der will seine Knarre holen!
Keine Bewegung, Arschloch!
Du zielst auf mich? Du willst mich erschie�en?
Nein! (Kerkerian schreit)
H�r auf, wir waren's nicht. Wir waren's nicht.
Was wart ihr nicht? -Das auf dem Friedhof. H�r auf!
Aber wir haben einen Typen mit einem wei�en Lada gesehen!
Warum habt ihr das nicht gesagt? -Du hast uns ja nicht gefragt!
Wenn du wieder mal 'ne Waffe auf jemanden richtest, sieh vorher nach,
ob sie geladen ist, Schwachkopf!
Ich finde, der schmeckt sehr gut. Der hat eine Menge Frucht. Einmalig.
Was ist denn passiert? -Die waren's nicht.
Sagte ich ja, wir hatten noch nie Probleme mit denen.
Jetzt haben wir eins.
Was machst du denn? -Hey, verdammtes Schwein, komm her!
Los, mach mal hiermit Bekanntschaft! Du Drecksau!
Beruhige dich. lst ja gut! -Du Drecksau!
Was ist los mit dir? -Die Autoschl�ssel, schnell.
Ich will eine Liste mit allen wei�en Ladas der Umgebung. ln einer Stunde!
Gebt's �ber Funk durch!
Wir m�ssen alle wei�en Ladas finden. -Alle was?
Wie schreibt man Lada? -Keine Ahnung.
Ich muss doch was notieren! -Lada? L-a-d-a.
(Musik)
Hier. -Danke.
Alles klar? -Alles klar.
Es tut mir Leid, dass ich Sie in die Sache reingezogen hab.
Glauben Sie, es ist ein Serienkiller? -Nein, ein Serienkiller t�tet,
um zu existieren. Wir sollen auf eine F�hrte gelockt werden.
Eine F�hrte? -Wir kriegen Hinweise von ihm.
Warum sollte er das tun? -Warum?
Entweder versucht er, uns auf etwas zu sto�en, was ich nicht sehe...
Oder? -Oder er spielt mit uns.
Kommissar?
Die Leiche wurde identifiziert. -Entschuldigen Sie mich.
(Spannende Musik)
(Funk) Hallo, Chef! Hallo! -Ja, schon gut!
Habt ihr was gefunden? -Ja. Es gibt 132 Ladas in der Gegend.
Was sollen wir jetzt machen? Hallo? -Ja, gibt es einen in Guernon?
"G" wie Guernon! -Guernon? Moment, ich sehe nach.
Ja, da gibt es einen wei�en Lada. Hallo!
Wem geh�rt er? -Er geh�rt einem Philippe Sertys.
Gut gemacht. Ich meld mich wieder. -Ok, alles klar.
(Motor springt nicht an)
Komm schon, komm schon! Das kannst du mir nicht antun!
Schei�karre! Mist!
(Spannende Musik)
Philippe Sertys, 29 Jahre, ledig, Angeh�riger der Universit�t,
machte seinen Doktor mit 25 und arbeitete auf der Entbindungsstation.
Wohnte er auf dem Uni-Gel�nde? -Nein, im Dorf.
Haben Sie seine Adresse? -Wonach suchen Sie?
Ich suche nach einer Antwort.
Danke.
Schei�e, habt ihr nichts zu tun? Das gibt's doch nicht.
(Spannende Musik)
(Spannende Musik)
(Klopft an)
Steh auf! Ganz langsam.
Ok, ich bin von der Polizei. -Keine Bewegung! Verstanden!
Ich bin Polizist!
Vorsicht! -Ja, ja.
Alles klar? Also gib mir meine Kanone, Arschloch!
Keine Bewegung! -Hey, hier! Du bist verhaftet!
Los, gib mir meine Knarre! -Lernt man auf der Polizeischule,
Schl�sser aufzubrechen? -Ok, das war's jetzt, ja?
Kommissar Ni�mans. -Pierre Ni�mans?
Ja. -Konnten Sie sich nicht vorstellen?
Was willst du hier? -Ich suche einen Verd�chtigen.
Und wie hei�t der? -Philippe Sertys. Warum?
Pierre Ni�mans?
Supertolle Technik.
Und was suchen Sie?
Nichts anfassen! -Schon gut! Aber atmen darf ich, ja?
Jedenfalls hat er's mit K�tern.
Judith!
lrgendwie scheint der Typ hier auf Hunde fixiert zu sein.
Ok.
Warte!
Was ist denn? Kommen Sie. Na, los!
Ich glaub's ja nicht. Der Superbulle hat Schiss vor bellenden Hunden.
Das kann doch nicht wahr sein! Kommen Sie, haben Sie keine Angst.
Komm, mein Kleiner. Na, kommen Sie. Vorsicht! Oh, Vorsicht!
Ganz vorsichtig. Oje! Da ist einer, der Sie bei�en will. Vorsicht!
Kommen Sie. Na, bitte. Buh!
Redest du immer so viel? -War doch nur 'n Scherz.
Oh, das ist doch... Dieses Schwein! Verdammt!
Moment mal! Wissen Sie, was der Typ hier macht? Na, die Fotos und alles!
Das ist ein Labor! Der experimentiert an Hunden herum! Erbforschung und so!
Um den perfekten Kampfhund zu z�chten! Hier ist das Material dazu!
Verdammte Schei�e, ist ja zum Kotzen! Haben Sie das gesehen? Hey, Ni�mans!
Hey, wo wollen Sie hin? Wo wollen Sie denn hin?
Ich gehe zu deinem Verd�chtigen. -Sie wissen, wo er ist?
Wohin fahren wir?
Warum suchst du Sertys?
Grabsch�ndung. Und was wollen Sie von ihm?
Wo? -ln Sarzac, 200 Kilometer von hier.
Warum suchen Sie ihn? -Sarzac...
Gibt's hier keinen Zigarettenanz�nder?
Antworten Sie prinzipiell nicht oder haben Sie was gegen mich?
Da vorne links.
Ok, Chef, da vorne links!
Das kann ja noch spa�ig werden mit uns.
Verzeihung! -Er geh�rt zu mir. Und?
Dieselbe Art der Strangulation. Derselbe M�rder, da bin ich sicher.
Das Opfer wurde aber nicht gefoltert. -Und die H�nde? lst das keine Folter?
Sie wurden nach dem Tod abgetrennt. -Ich versteh gar nichts mehr.
Warum hat er noch seine Augen? Was sagt die Autopsie?
Offensichtlich keine Verletzungen.
lrgendwas muss es geben, irgendeinen Hinweis...
Was f�r einen Hinweis? -Ich wei� nicht...
Aber da ist ganz sicher einer. Wir m�ssen ihn finden.
Warten Sie... Geben Sie mir bitte die Zange!
(Spannende Musik)
Sie werden's nicht glauben, aber das sind Glasaugen.
Man findet sie bei Augen�rzten oder in medizinischen Fakult�ten.
Capitaine, nehmen Sie so viele M�nner wie m�glich. Kommen Sie zu Chernez�!
Warten Sie! Ich versteh gar nichts. -Ich noch viel weniger! Hey, Ni�mans!
Ni�mans, wohin wollen Sie? -Das geht dich gar nichts an.
Warte im Revier auf meinen Anruf. -Moment! Rasten Sie jetzt v�llig aus?
Ich hab mir den Arsch aufgerissen und fahre nicht mit leeren H�nden zur�ck!
H�r zu, das ist was f�r Erwachsene! Hab keine Zeit, dich auszubilden!
Nur weil Sie 'ne Polizeilegende sind, m�ssen Sie sich keinen runterholen!
Ich arbeite allein! -Ja, ich auch. Dann sind wir schon 2!
Ich arbeite allein! -Ja, ich auch. Dann sind wir schon 2!
(Spannende Musik)
Und wohin jetzt? -Schon mal auf jemanden geschossen?
Nein, war bisher nicht n�tig. -Bleib dabei, ich will ihn lebend!
Verdammt noch mal, wen?
(Spannende Musik)
(Spannende Musik)
Schei�e, was f�r ein Albtraum!
(Spannende Musik)
(Fl�stert) Sagen Sie mir endlich, was wir suchen!
Hey, wenn ich wei�, was wir suchen, k�nnte ich lhnen vielleicht helfen.
(Spannende Musik)
Nimm die andere Treppe!
(Spannende Musik)
(Spannende Musik)
Halt! -Was ist? Was?
(Panikschreie)
(Polizeisirene)
Los, hinterher!
(Spannende Musik)
Was ist passiert?
Hey!
(Spannende Musik)
(Max) "Ich kehre zu der Quelle der purpurnen Fl�sse zur�ck."
Hey, w�rde es lhnen was ausmachen, mich auf dem Laufenden zu halten?
Ich wei� nichts. -Na bitte, das ist doch was!
Und? -Die Fingerabdr�cke auf der Waffe...
Erspar mir Einzelheiten!
Nichts zu finden. Jedenfalls keiner, der bei uns registriert ist.
Schei�e! -Scannen Sie den mal bitte ein.
Von wem ist der? -Von einem kleinen M�dchen,
vor 20 Jahren gestorben. lhretwegen bin ich hier.
Wenn sie seit 20 Jahren tot ist, haben wir ein kleines Problem.
Sie hat gerade geschossen. Der Abdruck stimmt mit dem auf der
Waffe fast �berein. Die Abweichung resultiert aus dem Altersunterschied.
Wir m�ssen reden.
Ah, pl�tzlich m�ssen wir reden? Ok.
Letzte Nacht fuhr Sertys zum Friedhof und machte sich an der Grabst�tte
von Judith H�rault zu schaffen, die 1982 starb. An den Sarg kam er nicht,
aber um eine falsche F�hrte zu legen, schmierte er �berall Hakenkreuze hin.
ln der Nacht brach auch jemand in die Schule ein und klaute Klassenfotos
der Jahre '81 , '82. Genau die Jahre, in denen Judith die Schule besuchte.
Sie muss eines dieser Kinder sein. -Wie starb sie?
Sie wurde von einem Lkw �berfahren. Angeblich ein Unfall. Aber dann fand
ich die Mutter. Was die erz�hlte, war abenteuerlich. Sie meinte,
die Teufel h�tten Judith umgebracht. -Die Teufel.
Ja. Ich gebe zu, sie ist etwas daneben. Sie lebt seit damals im Kloster.
Aber ich wei� nicht, als ich mit ihr sprach,
hatte ich das Gef�hl, dass... -Hast du sie ausgefragt
oder mit ihr Tee getrunken? -Das war nur ein kleines Verbrechen!
Sollte ich ihr in die Fresse schlagen, um die Wahrheit zu h�ren?
Sie sind dran! Was ist das hier f�r eine Schei�e?
Eine Schnitzeljagd. Jedes Opfer hat ein lndiz, das uns zum n�chsten f�hrt.
Gut. Nehmen wir an, Sertys, Callois und Chernez� sind verbunden
durch irgendeine alte Geschichte, die 20 Jahre zur�ckliegt.
Vor 2 Tagen wird die Leiche von Callois gefunden.
Die anderen bekommen Angst. Die Vergangenheit holt sie ein.
Also fahren sie zum Friedhof, zur Schule, um irgendwas zu suchen,
sich Gewissheit zu verschaffen. �ber was?
Ob die Kleine wirklich tot ist. -Warum?
Weil sie dabei ist, sich zu r�chen. Die Mutter t�uschte Judiths Tod
vielleicht nur vor. -Und der Fingerabdruck?
Finger kann man zur Not abschneiden. -Der Sch�tze eben hatte alle Finger.
Warum hat er Sie verschont? -Vielleicht, damit ich den Sinn
seiner Rache verstehe. -Die Beziehung zwischen den Toten?
Die Callois waren Uni-Bibliothekare, die Sertys waren auf der
Entbindungsstation und Chernez� hat mit dem Rektor zusammengearbeitet.
Alles f�hrt zur Universit�t. Ich muss wieder da hin.
Und was mach ich? -Rausfinden, ob Judith tot ist.
Ich wusste, dass Sie damit kommen!
Schei�e, immer ich! Auf Wiedersehen!
Ruf mich an, wenn du was wei�t.
Was machen Sie denn hier? -lhre Kollegen hielten es f�r schlau,
mich 4 Stunden festzuhalten. -Tut mir Leid.
lm Moment ist es etwas hektisch. Soll ich Sie fahren?
Das w�r nett.
(Spannende Musik)
Ich habe geh�rt, Chernez� ist tot. -Kannten Sie ihn?
Einer der letzten Dinosaurier der Universit�t.
Sie haben wohl nicht viel Respekt vor den ganzen Genies hier?
Ich habe generell nicht viel Respekt vor lntellektuellen.
Sind Sie keine Professorentochter?
Ich habe auch keinen Respekt vor meinen Eltern. Links! Da ist es.
(Spannende Musik)
(T�r quietscht)
(Spannende Musik)
Es ist sch�n bei lhnen.
Ja, weil es so abgeschieden ist. Kein Fernsehen, nicht mal Radio.
Auch Handys kommen nicht durch. -lst das eine Granate? Danke.
Ich brauche sie, um Lawinen auszul�sen.
Sind hier in der Gegend alle so? -Sagen wir, das st�ndige Leben
mit der Gefahr formt den Charakter.
Hm... Wie bei den Bullen.
Machen Sie das schon lange?
Zu lange.
Sie sollten es mal mit Gas versuchen.
Ja, ich wei�. Eigentlich will ich ja aufh�ren, aber es ist ein Geschenk.
Ein Geschenk von lhrer Ex-Frau?
Ich war nie verheiratet. Und Sie?
Beinah. Mit dem Sohn des Rektors.
Das w�re wohl nicht gut gegangen.
Obwohl es h�tte gut gehen m�ssen. Wenn man gezwungen wird, jemandem 3 Jahre
beim Lesen gegen�berzusitzen, sollte das reichen.
Wieso hassen Sie die Universit�t so?
Und Sie? Warum verd�chtigen Sie mich?
Sie sind Bergsteigerin, Sie haben die erste Leiche gefunden
und mich zu der zweiten gef�hrt.
Sie sind die ideale Verd�chtige. Aber etwas stimmt nicht.
Was? -Ich kann mir nicht vorstellen,
dass Sie jemanden erw�rgen und ihm 10 Minuten
bei seinem Todeskampf in die Augen sehen.
Tja, dann... Vielen Dank f�r den Tee.
(Spannende Musik)
(Spannende Musik)
Na? Was gibt es �ber die Doktorarbeit von Callois zu berichten?
Es geht um den Mythos des Olymp, die Athleten der Antike,
die Geist und K�rper verbanden. Er weist oft auf die Olympiade
von 1936 in Berlin hin, wo die deutschen Sportler
f�r die Nazis Propaganda machten. -Und die purpurnen Fl�sse?
Die purpurnen Fl�sse sind das Blut der perfekten Menschen.
Die Adern... das Blut...
Kommissar, meine Meinung dazu ist: Diese Arbeit hier ist ein einziger
Haufen Nazi-Schei�e! Der letzte Teil ist das perfekte Handbuch f�r den
f�r den kleinen Faschisten. Er beschreibt, wie man heutzutage
den vollkommenen Menschen schaffen kann. -Und wie?
lndem man kr�ftige Kinder mit denen der lntellektuellen kreuzt.
Man w�hlt sie aus und verheiratet sie miteinander. Das nennt man...
Eugenik nennt man das. -Ja. Die Nazis versuchten das w�hrend
des Krieges mit der Landbev�lkerung. "Gesunder Geist...
in gesundem K�rper." Genau wie hier an dieser Universit�t!
(Spannende Musik)
Was wollen Sie, Ni�mans? Sie haben hier nichts mehr zu suchen!
Der Fall wurde lhnen entzogen. -Was war die Aufgabe von Callois?
Bitte? -Callois, Sertys,
Chernez�... Alles f�hrt uns hierher.
Worauf wollen Sie hinaus? Sie verd�chtigen uns, nicht wahr?
Manchmal sind die Schuldigen die Opfer.
Passen Sie auf, was Sie sagen! Ich habe mich erkundigt.
Sie stehen auf d�nnem Eis! lhre Vorgesetzten wollen Sie...
W�re es nach mir gegangen, w�ren Sie der erste Tote gewesen!
Was mich abh�lt, Sie zu erledigen, ist: Ich will beweisen, dass alles
von lhnen ausging. Hab ich Recht, ja? -H�ren Sie auf! Hey, hey!
Ni�mans, lassen Sie ihn! Sind Sie verr�ckt geworden?
Sie werden von mir h�ren, Ni�mans! -Schon gut! Was ist denn passiert?
Kann man Sie nicht mal 2 Minuten allein lassen?
Was war auf dem Friedhof?
Hier. Das wird lhnen wahrscheinlich nicht weiterhelfen.
Hm?
Das ist sie nicht. -Kennen Sie sie?
Sie hat mir geholfen. -Bei der Fahndung?
Sie half mir, die Bedeutung der purpurnen Fl�sse zu verstehen.
Die Gemeinschaft der Uni lebt seit Generationen autark. Durch lnzucht
zeugten die Professoren nach und nach degenerierte Kinder.
Sie brauchten also neues Blut. -Neues Blut? Wie denn?
ln der Entbindungsstation ersetzten sie Professorenkinder durch
gesunde Kinder der Bergbewohner. -Sertys Vater tauschte also
Fanny und Judith aus. -Und viele mehr.
Aber um was zu erreichen? -Um eine h�here Rasse zu schaffen!
Die Nazis? Wir sind auf eine Uni voller Nazis gesto�en?
Das ist keine Uni. Das ist eine Zuchtanstalt. (Hupen)
(Max) Was soll das denn?
Hey, wer ist das?
Was ist das f�r 'ne Schei�e?
(Spannende Musik)
Knall ihn ab, Max! Los, schie�! Schie� schon! Na, los!
Mach schon!
Das ist ein Panzer! -Schie� immer auf dieselbe Stelle!
Schie� weiter! Mach ihn fertig!
Achtung!
(Schrei)
(Spannende Musik)
Ni�mans!
(Spannende Musik)
(Max) Alles klar? -Ja.
Verdammt! Wer ist dieser Schei�typ? -Der Sohn des Rektors.
Was wollte der von uns? -Verhindern, dass wir verstehen,
was mit Fanny passierte. -Wieso? Er war damals doch erst 10!
Sie sollten heiraten. Er sa� ihr in der Bibliothek jahrelang gegen�ber.
Das geh�rte zum Plan. -Aber warum bringt sie die Leute um?
Sie akzeptiert die Spielregeln nicht. -Das ist ja der Kommissar! Wir...
Also glauben Sie doch, dass sie die M�rderin ist?
(Max) Moment. Ni�mans macht das so.
Sieh an! lst lhre Kleine Bergsteigerin oder was?
Ni�mans!
(Spannende Musik)
Ach du Schei�e! Ni�mans...
Ni�mans!
lmmer noch Zweifel? -Wenn ich bedenke, dass ich hier war!
Ich h�tte das alles sehen k�nnen! -Sie h�tten vor allem
im Leichenschauhaus enden k�nnen. -Nein. Nein, nein.
Sie wollte mich nicht umbringen. Sie h�tte mir nie was angetan.
Was reden Sie denn da? Sie sind zwar noch am Leben,
aber andere starben hier! lhre Freundin am�siert sich damit,
Leute zu zerschnippeln, ok? -Warum dann diese lnszenierungen?
Was soll der Quatsch, die Fragen? Sie ist verr�ckt! Abgedreht!
Sie will, dass wir verstehen! Was gibt's da zu verstehen?
Wir sollten sie aufhalten.
Na, das passt ja gut! Deswegen sind wir hier, oder?
Jetzt m�ssen wir sie nur noch finden. -Ja. Deswegen sind wir hier.
Was ist los? -Die Granaten sind weg!
Granaten? Hey! Er w�rde sich lieber die Arschhaare ausrei�en,
als mir was zu sagen.
Haben Sie die Uni evakuiert? -Das kann ich nicht ohne Erkl�rung!
Daf�r ist keine Zeit. Tun Sie's! -Sie k�nnen so nicht weitermachen!
Wer ist da oben? -Ich geh allein.
Nein! Wir gehen alle oder keiner! -Ich geh allein! Keiner bewegt sich!
Keiner soll mit einsteigen! -Haben Sie den Verstand verloren?
Gib her!
Vertrauen Sie mir, Dahmane.
Nehmt die Waffen runter!
(Spannende Musik)
Jetzt m�ssen wir die Sache wohl durchziehen.
Ich mach das.
(Spannende Musik)
Da unten ist sie.
Fanny! Fanny, dreh dich um!
Komm runter!
Schluss jetzt! Es ist vorbei. Ich wei�, wer du bist.
Nein, gar nichts wei�t du! -Doch, ich wei� �ber alles Bescheid:
Die ausgetauschten Kinder, die schwachen,
die sterben mussten. -Zu sp�t! Geh weg von hier!
Du hast mich hierher gef�hrt, ich kann nicht mehr zur�ck, Fanny.
Ich auch nicht! -H�r auf! Die Uni wird geschlossen.
Die Verantwortlichen sind tot. Du wirst Unschuldige t�ten!
Sie sind alle schuldig!
(Spannende Musik)
Niemand ist unschuldig!
Judith?
Verdammt, Zwillinge! Sie haben Zwillingsschwestern ausgetauscht!
Nur die eine. Deshalb ist das Gesicht der zweiten eine Bedrohung.
Pass auf sie auf!
Wer wurde �berfahren, wenn nicht du? Wie war das mit dem Fingerabdruck?
Unsere Mutter hatte die ldee. Das kleine M�dchen war schon tot.
Sie hat alles bedacht. -Nicht euer Ende in der Klapsm�hle!
Dachtet ihr, ihr kommt durch? -Ich hab gar nicht die Absicht!
Noch n�her und du �berlebst es nicht! -Keiner �berlebt!
Halt! -Lass sie!
Oder es kommt eine Lawine runter!
Fanny, h�r mir zu! Was man dir antat, -Bleib stehen!
wolltest du r�chen. H�r jetzt auf, sonst gewinnen sie. Verstehst du?
(Spannende Musik)
Fanny, nur du kannst sie aufhalten! Du bist kein Monster wie sie!
H�r auf, bevor es zu sp�t ist!
Ich hab keine Wahl. -Doch, hast du!
T�te ihn!
T�te ihn. F�r unser beider Leben. F�r das unserer Mutter!
F�r alles, was wir erleiden mussten! Fanny, tu es! T�te ihn!
Nicht ihn, bitte! Er ist unschuldig. -T�te ihn!
Tu es f�r mich! F�r das Leben, das ich nie hatte! Ich musste immer
versteckt in deinem Schatten leben. Du warst die Auserkorene!
Mich haben sie versto�en! T�te ihn, Fanny!
Schie�! Du wolltest doch, dass er alles versteht.
Das darfst du nicht verlangen.
Wir beide, Fanny, wir beide. Wir beide.
Na, los. Na, los!
Tu es nicht, Fanny. Du bist nicht wie sie.
Ungl�cklicherweise doch. -T�te ihn! Na, los!
Ich wollte, dass du verstehst, damit niemand vergisst.
Ich wei�. Ich wei�.
(Rumpeln)
Max!
Max! Schnell!
(Schreie)
(Musik)
(Rufe) Hier sind sie! Sie leben!
Schnell, holt die Tragen! Sie ist bewusstlos.
Los, zieh! Zieh!
Lasst mich, es ist nichts.
(Schmerzenschrei)
Bringt Sauerstoff!
Au! -Wir haben's gleich. Ok.
Wir m�ssen sie schnell runterbringen!
Los, anheben! Ja, gut.
(Bellen)
Oh, nein, vielen Dank. Bravo! Ja, braver Hund, danke. lst ja gut.
Danke vielmals. Jetzt ist aber Schluss!
Hey, darf ich Sie was fragen?
Woher diese Angst vor Hunden?
Das ist eine... ziemlich lange Geschichte.
(Musik)
Untertitel f�r H�rgesch�digte: VlCOMEDlA 10/2001
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