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Original subtitles

Volk von Peking!

H�r den Erlass!

Turandot, die Reine, muss den Prinzen heiraten...

...der drei R�tsel l�st, die sie aufgibt.

Wer die Probe eingeht und sie nicht besteht...

...wird enthauptet.

Heute Abend wird sich der Prinz von Persien seinem Schicksal beugen...

...und nach Aufgang des Mondes vor dem Henker knien.

T�tet ihn! Schickt nach dem Henker!

Schnell! Ruft den Henker! Pu-Tin-Pao !

Zur�ck, ihr Schurken!

Zerdr�ckt uns nicht! Lasst ab!

Mein Herr ist niedergest�rzt!

Wer hilft mir?

Mein armer Herr ist gefallen. Habt Erbarmen, bitte!

Vater! Mein Vater!

O Vater, ich habe dich wieder gefunden!

Dein Sohn ist gekommen. Vater, ich habe dich gefunden!

Gesegnet sei das Leid...

...das ein barmherziger Gott beendet.

Du lebst, mein Sohn!

Leise! Unsere Feinde verfolgen uns noch.

Wir sind weiterhin in Gefahr.

Ich glaubte dich tot, mein Sohn.

Lieber Vater! Ich k�sse deine gesegneten H�nde.

O wiedergefundener Sohn!

Seht die Knechte des Henkers.

Metzelt ihn nieder!

Ein K�nig ohne Reich, floh ich von einer hoffnungslosen Schlacht...

...als eine Stimme mir zufl�sterte:

"Komm, ich f�hre dich."

Es war Liu.

Sie sei gesegnet!

Sie gab mir Trost. Sie bettelte gar um Almosen f�r mich.

Liu, wer bist du?

Nur eine Sklavin, edler Herr.

Warum hast du meines Vaters Elend mit ihm geteilt?

Weil du mich einmal angeschaut...

...und mir zugel�chelt hast.

Dreht den Schleifstein! Dreht!

Schmiert die Klinge! Schleift sie!

Des Henkers Schwert ist nie unt�tig...

...in Turandots Reich.

Ihr Freier voll Hoffnung, beeilt euch!

Ihr Freier, eilt herbei!

Wir k�nnen es nicht erwarten, euch sterben zu sehen!

Wer den Gong ert�nen l�sst, wird ihr sch�nes Gesicht erblicken.

Wei� wie Elfenbein, kalt wie die Klinge eines Schwertes...

...ist die herrliche Turandot.

Wenn der Gong ert�nt, frohlockt der Henker.

Es gibt drei R�tsel, aber nur einen Tod!

Des Henkers Schwert ist nie unt�tig in Turandots Reich.

Metzelt ihn nieder!

Warum s�umt der Mond?

Zeig uns dein fahles Licht.

Geh auf!

Zeige dich!

O Einsamer! �de und grau!

Schau herab, blass und leuchtend!

O schweigsame Erscheinung!

Von allen Toten Geliebter!

Die Grabst�tten erwarten dein d�steres Licht!

Seht dort, ein Schimmer....

Lass uns nicht l�nger warten!

Komm, erscheine!

Seht dort, ein Schimmer!

Er erleuchtet den Himmel.

Pu-Tin-Pao , der Mond ist aufgegangen.

Pu-Tin-Pao, beeil dich! Die Zeit ist da!

Dort, weit hinter den Bergen...

...hat der Kranich sein Lied gesungen.

Aber der Fr�hling bl�ht noch nicht...

...der Schnee verweilt lange.

�ber weite L�nder und Meere...

...seufzen unz�hlige Stimmen.

"Sch�ne Prinzessin, komm zu mir."

"Dann wird alles erbl�hen!"

Er ist jung und sch�n! Erbarmen!

O, wie fest er schreitet!

Wie edel, klar und sanft sind seine Z�ge!

Habt Erbarmen mit ihm!

Prinzessin, hab Erbarmen. Zeig ihm Gnade!

Ich will dich sehen, damit ich dich verfluche!

M�chtige Prinzessin! Hab Erbarmen mit ihm!

O g�ttliche Sch�ne! Herrlicher Anblick!

Wundervolle, bezaubernde Vision! Himmlische Sch�ne!

O g�ttliche Sch�ne! Herrlicher Anblick!

Sohn, was tust du?

Ihr Duft! Er erf�llt meine Seele, er erf�llt die Luft um uns.

Ihre himmlische Sch�nheit bezaubert mich!

Sie ergreift mein Herz, Vater!

Du musst mit uns gehen. Liu, rede vern�nftig mit ihm.

�berzeuge ihn mitzukommen.

Herr, gehen wir zusammen fort.

Dort erwartet uns das Leben.

Mein Leben ist jetzt hier, Vater!

Das Leben lockt aus der Ferne.

Mein Leben ist hier bei ihr! Turandot!

Turandot!

Willst du auf diese Weise sterben?

Nein, ich werde triumphieren, inspiriert durch ihre Sch�nheit.

Du wirst verlieren!

Ich werde glorreich siegen.

Fort mit dir, Narr!

Alle, die hier eintreten, werden get�tet!

Hier wird erw�rgt und geschunden!

Du wirst gefoltert und enthauptet.

Geh heim und such dir eine Wand, um dir den Kopf einzuschlagen.

Doch nicht hier!

Lasst mich in Ruhe!

Unsere Friedh�fe sind voll und hier haben wir schon genug einheimische Narren.

Kehre zur�ck in dein Land. Hier naht dein Begr�bnis!

Nur wegen einer Prinzessin!

Wegen einem Weib mit einer Krone!

Zieht sie ihre feinen Kleider aus, ist sie auch nur aus Fleisch.

Fleisch, das man nicht mal essen kann!

Lasst mich in Ruhe!

Lass ab von den Frauen, oder nimm hundert...

...denn Turandot hat nur ein Gesicht, zwei Arme und zwei Beine.

Sch�n und k�niglich, aber immer dieselben.

Hundert Frauen jedoch, haben viele Arme und Beine.

Und zahllose Reize, hundert Schlafzimmer zu zieren.

Narr, geh fort!

Ruhe dort unten!

Wer spricht da so laut?

Ruhe!

S��er Schlummer h�llt sie jetzt ein.

Ihre Augen sind geschlossen.

Ihr Duft erf�llt die Nacht.

Schluss mit dem Schwatzen! Fort jetzt!

Ihr lieblicher Duft erf�llt die Nacht.

Schau ihn an, Pong. Schau nur! Schau!

Er ist taub f�r unsere Worte.

Er will einfach nicht h�ren.

Kommt! Wir wollen es zu dritt versuchen.

Die dunkelste Nacht ist heller als Turandots R�tsel.

Eisen ist weniger hart als Turandots R�tsel.

Geh fort, bleib weg von Turandots R�tseln.

Rufe sie, und sie wird antworten.

Obwohl wir f�r sie gestorben sind, tr�umen wir noch von ihr.

Hilf uns, sie zu h�ren.

Wir lieben sie immer noch!

Nein! Ich bin's, der sie liebt!

Du bist verr�ckt! Turandot ist ein Phantom.

Es gibt sie nicht.

Genau wie dich und all die andern!

Mensch! Gott! Ich! Bettler und K�nige!

Diese Welt gibt es nicht. Nur Tao existiert.

Der Triumph sei mein! Die Liebe sei mein!

Narr! So wird sie dich lieben!

Und so wird der Mond deine w�chsernen Z�ge k�ssen.

Du l�sst mich also im hohen Alter allein?

Kann keine menschliche Stimme dein Herz bewegen?

Lieber Herr, h�re mich!

Liu kann es nicht l�nger ertragen. Es bricht ihr das Herz!

W�hrend unserer langen Wanderschaft...

...trug ich deinen Namen im Herzen...

...in der Seele und auf den Lippen.

Aber wenn morgen sich dein Schicksal entscheidet...

...sterben wir auf dem Weg in die Verbannung.

Er verliert den Sohn, den er liebt.

Ich verliere die Erinnerung an ein L�cheln.

Liu ertr�gt nicht mehr.

H�r ihre Bitte!

H�r auf zu weinen, Liu.

Erinnere dich an mein einstiges L�cheln...

...und f�r das L�cheln, liebes Kind, h�re mich bitte an.

Dein Herr ist morgen vielleicht allein auf der Welt.

Verlass ihn nicht. Nimm ihn fort mit dir.

Wir sterben auf dem Weg in die Verbannung.

Bleib an seiner Seite und mildre du ihm den Weg.

O, arme kleine Liu, deren Mut nie zaudert...

...wirst du dies nicht tun f�r einen, der nie mehr l�cheln wird?

Ein letztes Mal flehen wir dich an!

Hab Erbarmen, bitte.

Erinnere dich, wie herrlich das Leben sein kann!

Wirf es nicht von dir!

Ich will nichts mehr h�ren!

Ihre Sch�nheit lockt mich.

Vater, vergib mir. Hab Erbarmen mit deinem Sohn...

...der nie mehr l�cheln wird.

Bringt ihn fort!

Lasst mich in Ruhe!

Das Schicksal sendet mich zu ihr.

Ein Grab erwartet den Toren, der es wagt, Turandot herauszufordern!

Turandot!

Turandot!

Ein Grab erwartet den Toren...

...der es wagt, die Liebe herauszufordern!

Hallo, Pang! Hallo, Pong!

Der t�dliche Gong hat den Palast und die Stadt geweckt.

Was auch kommen mag, wir sind bereit.

Ist der Fremde erfolgreich, bereiten wir eine Hochzeit vor...

...sonst, ein Begr�bnis.

Ich sorge f�r die Hochzeit.

Und ich f�r das Begr�bnis.

Wir z�nden festliche rote Laternen an.

Oder wei�e f�r das Begr�bnis.

Mit Weihrauch und Opfergaben....

Eine rote S�nfte oder ein Sarg!

Priester singen oder lamentieren!

Alles, wie es die Tradition verlangt.

Endlose Details!

O China, o China! Welche Ver�nderungen erlittest du!

Du hast jahrhundertelang so gelassen geschlafen!

Die Welt hat ihren Lauf genommen, den alten Regeln der Welt folgend!

Und dann kam Turandot!

Seitdem sind unsere Feste beschr�nkt auf...

...drei Gongschl�ge, drei R�tsel, eine Enthauptung!

In einem Jahr waren es sechs, im n�chsten acht.

Und in diesem Jahr, dem schrecklichen Jahr des Tigers...

...hatten wir schon dreizehn Freier...

...diesen neuen eingeschlossen.

Wie anstrengend!

Wie langweilig!

Wir arrangieren nur noch Hinrichtungen.

In der N�he meines Hauses in Honan...

...ist ein blauer Teich...

...umgeben von Bambus.

Doch ich vergeude mein Leben hier...

...zerbreche mir Tag f�r Tag den Kopf �ber heilige Schriften.

Heilige Schriften....

Gern kehrte ich zur�ck...

...zu meinem kleinen blauen Teich...

...in einem Bambusw�ldchen.

Ich habe W�lder in Tsiang.

Ich habe bei Kiu einen Garten.

Kein Wald k�nnte sch�ner sein. Aber ich sehe ihn nie wieder.

Mein Teich, versteckt im Bambus....

Doch wir sind hier, lesen Tag f�r Tag die heiligen Schriften.

K�nnte ich nur zur�ck nach Tsiang!

K�nnte ich nur zur�ck nach Kiu!

O, k�nnten wir nur heimkehren!

O Heimat!

Du siehst nur noch verliebte Narren!

Erinnert ihr euch an den Prinzen aus Samarkand?

Er kam um sie zu werben. Er endete enthauptet.

Und der indische Prinz Sagarika, mit Ohrgeh�ngen wie Gl�ckchen?

Er warb, und wurde enthauptet.

Und der Prinz von Kirghiz? Gemordet!

Und der Prinz der Tartaren mit dem gro�en Bogen?

Get�tet...enthauptet!

Geschlachtet! Gemordet!

Leb wohl, Liebe! Leb wohl, Zukunft!

Leb wohl, g�ttliches Geschlecht!

China und das g�ttliche Geschlecht...

...vergehen auf immer!

Ich bereite ihnen das Brautbett! Ein Bett aus weichen Daunen!

Eine duftende Laube!

Ich f�hre das gl�ckliche Paar und halte die Laterne.

Dann gehen wir in den Garten und singen bis zum Morgen von Liebe.

Es gibt keine Frau in China, die gegen Liebe immun ist.

Selbst die eisige Prinzessin mag noch die Flamme des Verlangens sp�ren.

Prinzessin, dein Reich ist grenzenlos.

Aber in dem Brautbett liegt der Herrscher �ber dein Herz.

Wenn du dich seinen leidenschaftlichen K�ssen hingibst...

...erhebt sich Im Garten ein Murmeln, und jedes Glockenbl�mchen erklingt.

Zwischen Seufzern und S�useln funkelt jede Bl�te von Tau.

Heil dem, der die Geheimnisse der Liebe kennt.

Heil der Liebestrunkenheit...

...die China den Frieden zur�ckgibt!

Wir tr�umen, und der Palast f�llt sich mit Menschen.

Wir k�nnen schon das Klappern der Holzschuhe auf allen Treppen h�ren.

Die Trompeten ert�nen!

Die Zeremonie beginnt!

Jetzt, zur zigsten Hinrichtung!

Seht die Gelehrten schreiten, gebeugt von ihrer feierlichen B�rde.

In den Schriftrollen versiegelt sind die Antworten zu den R�tseln.

Dort sind Ping, Pong und Pang.

M�gst du zehntausend Jahre leben!

Heil, allm�chtiger Kaiser!

Heil dir!

Ich muss einen schrecklichen Eid erf�llen.

Und das verh�ngnisvolle Edikt wahren.

Mein Zepter ist blutbefleckt, mit dem Blut junger Opfer.

Genug des Blutvergie�ens. Fort, t�richter J�ngling!

Sohn des Himmels, erlaube mir, die Herausforderung anzunehmen.

Lass mich sterben ohne die B�rde deines Todes, junger Fremder.

Sohn des Himmels, erlaube mir, die Herausforderung anzunehmen.

W�nsche nicht, dass mein Palast solche Schrecken noch einmal erlebe.

Sohn des Himmels, ich w�nsche mein Gl�ck zu versuchen.

Fremder, der Tod hat dich verhext. So sei's!

Erprobe dein Schicksal!

M�gst du zehntausend Jahre leben!

Heil, allm�chtiger Kaiser!

Volk von Peking!

H�r den Erlass!

Turandot, die Reine, muss den Prinzen heiraten, der ihre R�tsel l�st.

Wer die Probe eingeht und sie nicht besteht, wird enthauptet.

�ber weite L�nder und Meere seufzen unz�hlige Stimmen.

Sch�ne Prinzessin, komm zu mir. Dann wird alles erbl�hen!

In diesem Palast, vor tausend und abertausend Jahren...

...erscholl ein Verzweiflungsschrei.

Dieser Schrei sandte sein Echo durch die Jahrhunderte.

Und fand Zuflucht in meiner Seele.

Es war die Prinzessin Lo-u-Ling.

Meine milde Ahnfrau...

...die in heiterer Stille herrschte...

...die sich Gewalt und Tyrannei entgegensetzte.

Du lebst in mir.

Zu der Zeit, wie alle wissen, brachen Krieg und Terror aus.

Unser Reich war besiegt.

Unsere Ahnfrau wurde grausam verfolgt und gefangen genommen...

...von einem Mann wie du, einem Fremdling...

...der sie folterte und ihre Stimme auf immer verstummen lie�.

Ihr Prinzen, die ihr so prachtvoll auf weitere Eroberung aus seid...

Ich r�che an euch alles, was sie erlitt...

...ihre Todesschreie, w�hrend sie hingeschlachtet wurde!

Kein Mann soll je mich besitzen!

Kein Mann soll je mich besitzen!

Das Grauen vor ihrem M�rder brennt weiter in meinem Herzen.

Kein Mann wird mich besitzen!

Die Pracht ihres Stolzes, ihrer Reinheit, leben weiter in mir!

Versuche nicht das Gl�ck.

Dreimal musst du antworten.

Du stirbst nur einmal!

Dreimal werde ich antworten.

Wir leben nur einmal!

Lass den k�niglichen Fremden sein Gl�ck versuchen!

So h�re und antworte!

In n�chtlichen Schatten steigt ein funkelndes Phantom auf.

Es breitet seine Fl�gel aus und schwebt �ber den Elenden der Erde.

Jeder Sterbliche fleht es an. Jeder Sterbliche sehnt sich nach ihm.

Es verschwindet bei Sonnenaufgang und entsteht doch in uns immer neu.

Es wird jede Nacht neu geboren und stirbt mit jedem Morgen.

Ja, es ist neu geboren und l�sst meine Seele jubeln.

"Die Hoffnung" ist die Antwort!

Ja, dieselbe Hoffnung, die uns immer tr�gt!

Es lodert wie eine Flamme und ist doch kein Feuer.

Es rast wie Fieber, das in uns aufwallt.

Manchmal ist es tr�ge, wird im Angesicht von Gefahr eiskalt...

...oder flackert und lodert auf.

Seine Stimme l�sst uns erzittern.

Wie des Sonnenunterganges rotes Gl�hen ist sein Schimmer.

�Denke, bevor du antwortest! �Dein Leben steht auf dem Spiel!

Sprich!

Es ist um der Liebe willen.

Ja, m�chtige Prinzessin, es flackert auf und stockt dann.

Dein Blick bewirkt das in meinen Venen. Es ist...

...das Blut!

Hab Mut!

Schlagt den P�bel!

Eis, das wie Feuer brennt und doch k�lter wird, wenn du es ber�hrst.

Klar wie der Tag, dunkel wie die Nacht. Dich zu befreien, wird es Knecht.

Doch nur in solcher Knechtschaft macht es dich zum K�nig!

Mut, Fremdling! Dein Gesicht ist voller Furcht.

Du f�rchtest, du bist geschlagen.

Sag, Fremder, was ist das Eis, das wie Feuer brennt?

Ich habe dich gewonnen, denn du hast mir den Sieg geschenkt.

Du bist das Eis, und mein Feuer wird dich schmelzen...

...Turandot!

Heil, heil dem Sieger!

Das Leben scheint hell auf dich!

Leben und Liebe sind deine Belohnung!

Unser Kaiser lebe zehntausend Jahre!

Sein k�nigliches Licht bescheine alle Sch�pfung!

Sohn des Himmels, erhabener Vater!

Gib deine Tochter nicht diesem Fremdling hin!

Mein Schwur ist heilig.

Deine Tochter ist heilig.

Du kannst mich ihm nicht wie eine Sklavin geben.

Deine Tochter ist auch heilig.

Zwingt er mich zu seinen Diensten, wird die Scham mich t�ten.

Sieh mich nicht an. Verspotte nicht meinen Stolz, Fremder.

Ich werde nicht die Deine! Ich will nicht!

Der Schwur ist heilig.

Nein, sieh mich nicht an! Ich werde nicht die Deine!

Er hat sein Leben f�r dich aufs Spiel gesetzt.

Du bist seine Belohnung.

Willst du das wirklich, Fremdling?

W�rdest du deine Braut in deine Arme zwingen?

Nein, nein, stolze Prinzessin!

Ich will dich gl�hend vor Liebe!

Drei R�tsel hast du mir aufgegeben.

Alle drei habe ich gel�st.

Nur ein R�tsel will ich dir aufgeben.

Du kennst meinen Namen nicht. Das ist mein R�tsel.

Nenne mir meinen Namen.

Wenn du ihn mir bei Sonnenaufgang sagst, will ich sterben.

Der Himmel m�ge geben...

...dass ich morgen bei Tagesanbruch dich als meinen Sohn begr��e!

Wir fallen dir zu F��en, Herrscher und Licht aller Sch�pfung!

Wir preisen deine Weisheit und dein g�tiges Herz.

Wir bieten dir freudig und in Demut unsere Liebe.

Dir geben wir unsere Herzen.

M�gst du zehntausend Jahre leben!

Heil, allm�chtiger Kaiser!

Heil dir!

Jetzt h�rt, was Turandot befiehlt!

In dieser Nacht ist allen das Schlafen verboten.

Keiner schlummere!

Viele m�ssen leiden, wenn der Name des Fremdem nicht vor dem Morgen gefunden wird.

Viele m�ssen leiden!

In dieser Nacht ist allen das Schlafen verboten.

Keiner schlafe!

Keiner schlummere!

Auch du, Prinzessin, sollst nicht schlafen, in deiner einsamen Kammer.

Blicke nach den Sternen, die zu zittern scheinen...

...von Liebe und Sehnen.

Mein Geheimnis ist verschlossen in mir.

Niemand soll den Namen wissen...

...bis ich ihn deinen Lippen aufdr�cke...

...strahlenden Licht des neuen Tags.

Dieser Kuss beendet mein Schweigen.

Dann wirst du die Meine.

Geh zu Ende, Nacht! Geht unter, Sterne!

Im Morgengrauen wird sie mein.

Ich werde siegen!

Ich werde siegen!

Beende das Starren nach den Sternen.

H�re auf uns! Der Tod schleicht durch die Stadt. Er klopft an jede T�r.

"Wer ist er?", fragt er lautstark. "Wer ist er?"

Was wollt ihr von mir?

Und was willst du?

Ist es wirklich Liebe, die du suchst?

Es ist dein. Nimm dies!

Sieh, wie sch�n sie sind!

Stell dir vor, welche Freuden dich erwarten.

Sie versprechen endlose Ekstase.

Was dann? Reichtum? �berm��ige Sch�tze seien dein!

Diese gl�nzenden Juwelen schimmern durch das n�chtliche Dunkel!

Nein, keine Reicht�mer!

Suchst du Macht, wir verhelfen dir zu einem Ort, wo du herrschen kannst.

Bleib nicht hier! Entkomme jetzt!

Rette dich und rette auch uns.

M�ge der Morgen kommen, dass dieser Alptraum mich verlasse!

O Fremder, du wei�t nicht, wie grausam sie uns martern werden...

...wenn du bleibst und deinen Namen nicht preisgibst.

Sie wird uns keine Gnade zeigen.

Wir werden alle gefoltert.

Hingeschlachtet!

Bitten oder Drohen ist vergeblich!

Sollte selbst die Welt einst�rzen, ich will Turandot!

Nein, denn du wirst vor uns sterben!

Du musst es uns sagen! Wer bist du?

Diese beiden werden es uns sagen! Sie wissen den Namen!

Sie k�nnen nichts sagen.

Du wurdest mit ihnen gesehen. Sie kennen dein Geheimnis.

G�ttlichste Prinzessin!

Sein Name ist gefunden...

...verschlossen von den Lippen dieser Gefangenen.

Wir haben Werkzeug, ihn ihnen zu entrei�en.

Du wirst bleich, Fremdling!

Deine Angst t�uscht dich!

Es ist das Morgengrauen auf meinem Gesicht.

Sie k�nnen dir nicht sagen, wer ich bin.

Wir werden es sehen.

Alter, ich warte!

Sie m�ssen zur Antwort gezwungen werden.

Wer ist er?

Ich allein kenne den Namen.

Wir sind gerettet!

Verfluchte Sklavin, du wei�t nichts!

O ja, ich kenne ihn.

Meine h�chste Wonne ist, zu wissen, dass ich allein das Geheimnis besitze.

F�r ihre Qualen und Tr�nen sollt ihr b��en.

Herr, ich werde nicht sprechen.

Den Namen!

Herr, deine Dienerin bittet um Vergebung, ich kann nicht sprechen.

Liu, was ist los?

Ich schreie nicht mehr. Niemand hat mir wehgetan.

(Verbindet mir den Mund, dass er mich nicht h�rt.)

Antworte! Sprich seinen Namen!

Lasst ab von ihr. Sprich!

Eher w�rde ich sterben.

Was gibt dir solchen Mut?

Prinzessin, es ist die Liebe.

Eine uneingestandene Liebe.

Eine heimliche Liebe, grenzenlos und tief, immun gegen Folter.

Qualen sind mir s��...

...ich gebe sie meinem Herrn zum Geschenk.

Denn durch mein Schweigen gebe ich ihm deine Hingabe...

...auch wenn ich dadurch alles verliere.

Ich verliere selbst die Hoffnung, deren Erf�llung hoffnungslos war.

So bindet mich, foltert mich.

Foltert mich weiter.

Ich habe kein h�heres Geschenk der Hingabe.

Entrei�t ihr das Geheimnis!

Ruft Pu-Tin-Pao!

Ruft den Henker! Lasst sie foltern!

Ich habe Angst vor mir selbst, habe Angst, nicht mehr zu widerstehen.

Du musst antworten!

Ja, Prinzessin, ich will antworten.

Eine Eiswand umgibt dich...

...doch eine starke Flamme wird sie �berw�ltigen.

Auch du wirst ihn lieben.

Lange vor Morgengrauen, schlie�e ich meine Augen f�r immer...

...damit er nochmals siege.

Ich werde ihn nie wiedersehen.

Lange vor Morgengrauen...

...schlie�en sich meine Augen f�r immer.

Und sehen ihn nie mehr.

Sprich den Namen!

Den Namen!

Sie haben dich get�tet. Um meinetwillen!

Liu, liebe Liu!

Es ist fast Morgen, Zeit zum Aufwachen.

�ffne die Augen, sanfte Liu.

Lass sie, Alter! Sie ist tot.

Ihr habt sie get�tet! Ihr seid alle schuldig!

Sie wird euch immer verfolgen...

...bis ihre gekr�nkte Seele ger�cht ist.

Klagender Schatten, verschone uns.

Gew�hre uns Vergebung.

Liu, die Gute.

Liu, die Sanfte.

Gehen wir die Stra�e gemeinsam weiter.

Mit deiner Hand in meiner f�hrst du mich.

Ich wei�, du warst gefesselt, und ich will dir folgen...

...durch die Nacht, die nie den Morgen sieht.

Z�rtlichkeit, l�ngst vergessen, erwacht und f�hrt uns zum Mitleid.

Du bist die Prinzessin des Todes, Prinzessin des Blutvergie�ens!

Komm herunter aus deinem trostlosen Himmel und wohne unter uns.

Sieh den Preis deiner Grausamkeit.

Sieh das Blut deines Opfers, das ungerecht vergossen wurde.

Du wagst mich zu l�stern!

Ich bin kein gew�hnliches sterbliches Wesen.

Ich bin Tochter des Himmels.

Wagst du, dich mir zu n�hern, flieht meine Seele in die H�he.

Sie gleitet �ber uns dahin, aber dein K�rper ist noch nah.

Mit gl�henden Liebkosungen ergreife ich den Saum deines Mantels.

Wenn meine Lippen beben, presse ich sie auf die deinen.

Ach, dich an mich zu dr�cken!

Die Eiswand um dich? Nur eine Illusion!

Das Schicksal meiner Vorfahrin soll sich nicht wiederholen!

Ich begehre dich!

Ber�hre mich nicht, Fremder, oder du bist verdammt!

Dein Kuss verleiht ewiges Leben!

Was soll ich tun?

Ich bin verloren!

O, meine sch�ne, sich entfaltende Blume!

Meine zarte duftende Lilie!

Ich f�hle dich erbeben an meiner Brust.

Ich f�hle dich in verz�ckte Ohnmacht sinken...

...blass und sch�n in deinem Silbermantel.

Wie hast du mich erobert?

Du weinst?

Es ist Morgen!

Turandot ist besiegt.

Die Liebe erwacht mit der Sonne!

Niemand soll mich sehen...

...denn mein Ruhm ist zu Ende.

Nein, er beginnt.

O Wunder!

Dein Ruhm ergl�nzt neu durch der Liebe ersten Kuss...

...und die ersten Tr�nen.

Meine ersten Tr�nen....

Ich weinte sie, als ich dich zuerst erblickte. Ich f�hlte den Schauder...

...des h�chsten Wehs.

Wie viele habe ich um mich sterben sehen.

Ich verachtete sie. Dich f�rchtete ich.

Aus deinen Augen strahlte das heilige Feuer der Helden.

Ich sah die stolze Zuversicht deines Sieges.

Ich verachtete dich daf�r.

Doch ich liebte dich auch daf�r.

Was f�rchtete ich mehr? Dich besiegen oder von dir besiegt werden?

Ich bin bezwungen.

Ich bin bezwungen, nicht durch die klugen Antworten, sondern durch das Fieber in mir.

Du bist jetzt mein!

Eroberung! Die suchtest du hier.

Nun hast du gesiegt.

Gr��eren Sieg kannst du nicht wollen.

Geh, Fremder...

...dessen Name noch unbekannt ist.

Mein Name noch ein Geheimnis? Nicht mehr!

Du kannst mich immer noch besiegen.

Namen und Leben gebe ich dir gern.

Ich bin Kalaf, K�nig Timurs Sohn.

Jetzt kenne ich deinen Namen!

Mein Ruhm liegt in deiner Umarmung!

H�r! Die Trompeten!

Mein Leben ist jetzt in deinen K�ssen.

Es ist Morgen. Die letzte Pr�fung n�hert sich.

Ich f�rchte sie nicht.

Komm, Kalaf! Das Volk erwartet uns.

Der Sieg ist dein!

M�ge er zehntausend Jahre regieren!

Heil unserem Kaiser!

Erhabener Vater!

Ich kenne den Namen des Fremden.

Sein Name ist Liebe!

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