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DER ANFANG
30. DEZEMBER LOS ANGELES/NEW YORK
9. FEBRUAR PHOENIX
Ja, was ist?
Oh, Gott sei Dank.
Es tut mir leid, dass ich dich, wie verrückt angerufen habe.
Ja, das hast du.
Ich... Du bist einfach losgefahren.
Ich verst... Wo bist du?
Ich brauchte eine Ausfahrt. Ich bin irgendwo in der Wüste.
Mist, meine Hand blutet.
Es tut mir leid, Baby. - Es ist nicht deine Schuld,
ich hätte auch aufpassen sollen.
Naja, es fühlt sich aber so an. Du bist so sauer geworden.
Wie hätte ich reagieren sollen?
Ich dachte, du freust dich drüber.
Ich kann... Ich glaub's einfach nicht. - Meine Schwester hatte recht.
Na toll. - Sie hat mich davor gewarnt.
Du hast es ihr schon gesagt?
Ja. Tut mir leid.
Rose, wir wollten keine Kinder haben.
Wir hatten uns gleich beim ersten Date darauf geeinigt.
Wir haben andere Paare ausgelacht, die...
Mist, tut mir leid, ich kann das nicht.
Ich kann kein Vater sein. Das weißt du.
Mark, liebst du mich?
Natürlich.
Dann komm nach Hause und lass uns darüber reden.
Ich stehe in der Auffahrt
und warte hier auf dich, die ganze Nacht, wenn es sein muss.
Okay?
Bitte.
Nein. Ich kann nicht.
Ich muss jetzt allein sein. Ich krieg's nicht hin.
Bitte, lass mich nicht so stehen.
Verdammt, Mark. - Ich kann jetzt nicht.
Ich brauche dich.
Rose. Rose?
Sorry, ich bin an irgendeiner Antenne vorbeigefahren.
Das muss wohl... - Mark?
Bitte, hör damit auf.
Wo bist du? - Das weißt du.
Ich fahr in der Wüste rum.
Nach Süden. Ich müsste gegen zehn in Tucson sein,
dann übernachte ich bei Andy.
Ich hab mir solche Sorgen gemacht.
Ich hab die Polizei angerufen. Geht's dir gut?
Die Polizei?
Ich dachte, du hattest einen Unfall oder wärst tot!
Was?
Es war nur ein Funkloch. Und du denkst gleich an einen Unfall?
Warum machst du so eine Szene? - Eine Szene?
Du warst drei Tage lang verschwunden.
Nein. - Was heißt hier, nein?
Ich verstehe: Es ist schwer für dich, und ich bin egoistisch,
aber hör mit diesem Theater auf.
Du glaubst, ich spiele dir was vor? - Keine Ahnung, du hörst dich verrückt an.
Verrückt? Ich hab dir gesagt, dass ich schwanger bin,
daraufhin hast du auf die Garagentür eingeschlagen und bist weggefahren.
Du warst unerreichbar, bis heute, drei Tage später,
und ich soll verrückt sein?
Rose, es ist immer noch Sonntag. Ich bin gerade mal 30 Minuten weg.
Heute ist Mittwoch. - Was...
Was zur Hölle stimmt nicht mit dir?
Du machst mir Angst.
Hat deine Schwester dich dazu angestiftet?
Scheiß Johanna.
Du sollst aufhören, mich ständig anzurufen.
Mark?
Mom? - Mark, bist du das?
Tut mir leid, Ich war mit Rose am Telefon.
Mein Junge. - Ist alles okay?
Besser, jetzt da ich weiß, dass es dir gut geht.
Was ist los mit dir? Wo bist du? - Nichts.
Mom, beruhige dich, ja?
Rose ist schwanger, deshalb...
Naja. - Ich weiß, mein Schatz.
Sie hat's dir schon gesagt?
Sie brauchte es mir nicht sagen. Ich hab es gesehen.
Sie ist im vierten Monat, Mark.
Was redest du da?
Ich hab sie heute gesehen, sie hatte einen schönen runden Bauch.
Sie ist todtraurig. - Was zum...
Sie vermisst dich, aber... - Ich fahre nach Tucson.
Ich bleibe ein paar Tage bei Andy,
nur ein paar Tage, um runterzukommen, ja?
Ich hab noch Zeit darüber nachzudenken, was ich machen werde.
Sie meinte, sie ist erst in der vierten Woche.
Vierte Woche, nicht vierter Monat.
Woche.
Fahr zurück, jetzt.
Nein, Mom, das verstehst du nicht.
Ich verstehe es nicht?
Ich weiß genau, was dieses Mädchen durchlebt.
Ich hab dich alleine aufgezogen. - Ich kann nicht.
Du bist seit Monaten weg. - Mom? Es reicht.
Hier spricht Andrew von Andrew's IT. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.
Hey Kumpel, ich bin's. Mark.
Ich hoffe, du hast heute Abend kein heißes Date,
weil ich deine Couch heute Nacht brauche.
Ich hab mich mit Rose gestritten.
Und sie ist...
Sie ist schwanger.
Ich... ich kriege das nicht hin...
Ich kann diese Verantwortung nicht tragen.
Jemanden für immer zu lieben, obwohl mein Vater
mich keine zwei Minuten lieben konnte.
Jedenfalls könnte ich jetzt einen Freund gebrauchen.
Die Straßen sind relativ leer,
ich wäre dann in zehn Minuten bei dir, wär das okay?
Dann bis gleich.
Hey, Alter.
Mark? - Tut mir leid,
ich hab dir eine deprimierende Nachricht hinterlassen.
Könnte ich bei dir übernachten? - Was zur Hölle?
Was ist los?
Ich wusste, dass du keine Kinder wolltest, aber...
ich hätte nie gedacht, dass so einer wärst.
So einer? - Einer, der abhaut.
Wer sagt, ich haue ab?
Ich hab's eben erfahren, ich brauche nur Zeit für mich.
Sie soll ja nicht abtreiben. Und ganz ehrlich, ich glaube nicht...
Abtreiben? Halt die Luft an, Mark.
Sie hat vor sechs Monaten entbunden.
Ich bin zurück nach Phoenix, um deiner Frau zu helfen.
Ich war bei der Geburt dabei.
Oh man...
Echt jetzt? Du auch noch? Hör auf damit.
Womit? Was redest du da?
Alter, wie kannst du...
Das ist echt krank. Wie kannst du deren Spiel mitspielen?
Wessen Spiel?
Deren... Scheiß Johanna, und was weiß ich noch.
Es ähnelt dem, was sie Rob angetan hat:
Wir sollten ihn täglich punktgenau anrufen,
das sollte ihn von den Drogen fernhalten.
Das ist wieder eine ihrer irren Vorgehensweisen.
Ist es nicht. - Doch. Aber es funktioniert nicht,
weil das totaler Schwachsinn ist. Ich hab nur noch mehr Lust rumzufahren.
Ich spreche oft mit Johanna.
Und sie ist die Einzige, die deinen Bockmist glaubt.
Meinen Bockmist? - Ja!
Sie meint, du bist ehrlich, wenn du sagst, du seist eben losgefahren.
Sie meint, du leidest an etwas, wo vielleicht alleine rumfahren...
oder... Ach man...
Sie glaubt, etwas würde das auslösen.
Du bist überzeugt, dass du den selben Tag durchlebst.
Ach ja? Welchen Tag? - Den, an dem du dein Leben verbockt hast,
du in die Wüste fuhrst, und deine Frau sitzen ließt.
Nein, Andy. Komm, das reicht.
Welcher Tag ist heute?
Sag es mir.
Es ist Sonntag. Der 9. Februar.
Ich bin vor einer halben Stunde weg, und da war kein Baby im Haus.
Guck auf dein Handy. Welches Datum zeigt es an?
Alter, ich fahre...
Bitte, Mark, lies es mir einfach vor.
Herrgott. Na gut, gib mir eine Sekunde.
Es zeigt selbstverständlich...
Ne, ne... In Ordnung, das ist...
Wie hast du... Das ist echt clever. Wie hast du das gemacht?
Nichts hab ich gemacht. - Du hast das Datum geändert,
es zeigt sogar ein anderes Jahr an. - Das Richtige.
Nein, ist es nicht. Ihr wollt mich durcheinander bringen.
Mark, ich liebe dich,
wirklich. Ich bin froh, dass du endlich rangegangen bist.
Aber du hast jetzt ein Baby.
Und eine bezaubernde Frau, die dich jetzt braucht.
Also wo immer du gerade bist,
fahr um, und kehr zu ihnen zurück.
Du kannst das noch geradebiegen.
Hallo? Andy? Andy!
Bist du noch dran? Andy?
Mark? Bist du das?
Mom? Bist du bei Andy?
Oh, mein Junge.
Mein kleiner Junge.
Ist alles in Ordnung?
Ich ruf dich an, weil es heute fünf Jahre her ist,
seit jemand deine Stimme gehört hat. Es war dein Freund Andy.
Ich hatte ihn noch eben am Telefon!
Geht's dir gut? - Mark,
mir geht's nicht gut, seit du vor Jahren verschwunden bist.
Mein Zustand hat sich verschlimmert.
Ich will nicht stören, aber...
ich kriege vielleicht keine andere Chance, dir das zu sagen.
Mir was zu sagen?
Ich weiß, warum du vor deiner Familie geflohen bist.
Es ist wegen deines Vaters.
Weil er uns nach deiner Geburt verlassen hat.
Mom. - Hör mir zu.
Dein Vater wusste nicht, dass ich schwanger war.
Warte. Wie bitte?
Er war Soldat.
Er wurde an dem Tag einberufen, an dem ich erfuhr, dass ich schwanger war.
Ich konnte es ihm einfach nicht sagen.
Er starb in einem Unfall, ein paar Wochen später.
Was erzählst du da, Mom?
Du warst noch so klein, als du nach ihm fragtest,
also hab ich dir erzählt, er sei auf Abenteuerreise,
irgendwo da draußen, und er würde irgendwann heimkommen.
Du warst noch ein Kind. Diese Geschichte hat dir so gefallen.
Manchmal erzähltest du deinen Freunden, er sei Archäologe.
Manchmal Astronaut oder Filmstar.
Alles, was dich glücklich machte.
Wie konnte ich dir das nehmen?
Oh, Mom.
Und eines Tages hörtest du auf zu fragen.
Wie konntest du nur?
Ich weiß, dein Vater hätte dich aus tiefstem Herzen geliebt,
weil du ein guter Mensch bist, Mark.
Hörst du mich? Du bist ein guter Mensch.
Mark? Mark?
Schatz, bist du dran?
Mark!
Verdammte Scheiße!
Scheiße.
Oh Gott, was tu ich nur? Was tu ich da?
Mom? Bist du noch dran?
Mom?
Ich wünschte, du hättest es mir eher gesagt.
Das tu ich wirklich.
Aber ich kann's verstehen.
Jetzt da ich weiß, dass er tot ist...
macht mich das nur so traurig.
Es macht mich so schrecklich traurig.
Mom, ich weiß nicht, ob du das hörst, aber...
ich werde jetzt zurückfahren.
Ich werde meine Frau anrufen,
und ihr sagen, dass ich heimkomme.
Hallo? - Hi?
Ja?
Oh, tut mir leid, ich wollte Rose sprechen.
Hier gibt's keine Rose. Ich bin Jesus.
Das ist aber die 555-0133?
Äh ja, das ist meine Nummer.
Oh, Mist. Okay.
Hör auf damit. Hier ist Andy.
Andy, Kumpel, hier ist Mark.
Gut. Flipp gleich nicht aus oder so. Bitte.
Du hast mir gerade gesagt, ich hätte noch Zeit alles geradezubiegen.
Himmel, Mark. - Du wirst mir sagen, es ist Jahre her,
aber für mich nicht.
Ich fahre gerade heim, meine Frau muss das wissen.
Mark, ich...
Ich weiß nicht, wie ich's dir sagen soll.
Rose hat sich vor Jahren scheiden lassen.
Du giltst offiziell als tot.
Wir dachten alle, du würdest zur Beerdigung deiner Mutter kommen,
aber als du nicht kamst... Naja, war's vorbei.
Rose hat jetzt ein neues Leben.
Wie viel Zeit ist vergangen?
Wovon redest du? - Seit wir gesprochen haben.
Verdammt, Mark, ich weiß nicht. - Sag's mir.
Julian wird heute 12.
Wir feiern gerade seinen Geburtstag.
Julian?
Dein Sohn.
Julian ist dein Sohn. - Ich hab einen Jungen?
Alter, hör mir zu, du musst damit aufhören.
Du kannst nicht alle paar Jahre immer wieder alles durcheinander bringen.
Ist Rose da, bitte? Ist sie bei dir?
Kannst du sie ans Telefon holen, bitte?
Nein. Das ist keine gute Idee.
Ich muss ihr nur etwas sagen, bitte.
Okay. Na gut.
Hey.
Ja, das ist er. Es ist Mark.
Hallo? - Rose, ich bin's.
Du sollst nur wissen, dass ich dich liebe.
Und dass es mir leid tut, so leid.
Es tut mir leid, dir das angetan zu haben.
Ich hatte solche Angst. Ich war total verstört.
Ich komme jetzt heim, okay?
Mark.
Bitte nicht. - Ich muss.
Hör zu...
Wenn du nach 12 Jahren auf einmal beschließt,
deinen Sohn kennenlernen zu wollen,
würde ich dich nicht davon abhalten. Aber nicht heute.
Nicht so. Nicht inmitten seiner Geburtstagsfeier.
Liebst du mich noch?
Ich... - Bitte.
Ich bin jetzt mit Andy verheiratet. - Wie bitte?
Als du weg warst, war er für mich da. Es ist einfach passiert.
Und er ist...
Hallo? Mark, bist du noch dran?
Meine Hand. Meine Hand.
Hallo?
Vergiss es. Ich bin gleich zuhause, okay?
Keine Angst, ich erscheine nicht zur Feier,
hab gerade bemerkt, dass meine Hand noch blutet.
Deine Hand? - Meine Hand.
Ich schaue sie mir gerade an.
Es ist von der Garagentür, auf die ich eingeschlagen habe, als ich wegging.
Ich verstehe kein Wort.
Das heißt, wo immer du dich befindest,
es ist nicht im Hier und Jetzt.
Aber sobald ich heimkomme, wirst nur du da sein,
die mich, wie versprochen, in der Ausfahrt erwarten wird.
Das ist 12 Jahre her, Mark.
Ja, für dich, aber nicht für mich.
In ein paar Minuten, werde ich ja sehen, ob ich recht habe.
Du hast mir das Herz gebrochen, Mark.
Ich hab dich so sehr geliebt.
Aber... Bitte,
bitte komm nicht wieder zurück.
Ich bitte dich, Mark.
Rose.
Rose!
Ich bin fast da. Gib mir noch eine Minute, ja?
In einer Minute bin ich in der Auffahrt.
Hallo? - Wenn ich...
Ist Mark dran?
Ja.
Ich... Ich bin Julian.
Ich bin der Sohn von Rose Walsh.
Oh Gott. - Ich weiß nicht, ob du das wirklich bist,
oder nur jemand, der die alte Nummer meines Vaters hat...
Nein, ich bin es.
Ich habe diese Nummer so oft eingegeben...
Es tut mir leid, dass ich nie für dich da war.
Es tut mir inständig leid.
Verzeih mir.
Ja, nun...
Also,
falls du, aus welchen Grund auch immer...
Ich weiß nicht, ein Bier trinken gehen willst, oder so, dann, naja...
Ich dachte, ich sollte dir sagen, dass ich damit einverstanden wäre.
Julian, hör mich an.
Dieses Bier werden wir zusammen trinken, ja?
Wir werden das alles machen, und noch viel mehr.
Hörst du mich?
Ich verspreche dir. Ich werde dich nie wieder enttäuschen.
Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht,
damit du der glücklichste Mensch auf Erden bist.
Ich versprech's dir.
Hört sich toll an.
Aber zuerst muss ich deine Mutter sehen, okay?
Weil ich glaube, dass sie auf mich wartet.
Klar. Alles gut.
Ich liebe dich, mein Sohn.
Ich liebe dich auch, Dad.
Okay.
Ich bin zuhause.
Ich bin zuhause.
Viel Glück. - Danke, bis bald.
Rose.
Rose, ich bin zuhause. Rose?
Untertitel: Charlotte Heinrich
Untertitlung: DUBBING BROTHERS
Can't find what you're looking for?
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