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Yoruba
Zulu
Es ist eine völlig neue Spezies.
Berichten zufolge verbreitet sie sich schnell.
Sind diese Würmer nur zufällig da, wo sie groûen Schaden anrichten?
Da war so ein komisches Leuchten.
Schallimpulse, bevor die Juno sank.
Mach alles winterfest und komm zurück.
Alles muss bei ihr nach Vorschrift laufen.
"Diese Phänomene treten nicht unabhängig voneinander auf.
Es muss einen Zusammenhang geben."
Wir fanden eine Substanz im Hirn eines Wals.
"Die Substanz verursacht die Verhaltensänderung bei den Walen?"
Wellenlänge des Lichts und Schallfrequenz sind identisch.
Es war falsch, dir nicht zu trauen. Es tut mir leid.
* Dumpfes Helikopterwummern *
(hallend) Hey! (hallend) Charlie!
Loslassen!
Wir können da nicht hin! Es geht nicht.
Ich muss zu ihnen!
* Schwermütige Musik *
(Tina) "Sigur? Ich bin's.
Ich wollte dir nur sagen...
Ich kann mir auch kein Leben ohne dich vorstellen."
* Sie schluchzt leicht. *
(Mann) "...wurde ebenfalls verwüstet.
Wobei ersten Berichten zufolge mehrere Küstendörfer zerstört..."
(Frau) "Norwegen ist mit am schlimmsten betroffen.
Über die genaue Anzahl der Opfer haben wir keine Angaben."
* Nachrichtensprecher überlappen sich. *
(Frau) "Die Zahl der Todesopfer ist noch nicht bekannt."
(Mann) "Trondheim, Norwegen...
Man versucht, Informationen über Vermisste zu bekommen..."
* Schwermütige Musik läuft weiter. *
* Klopfen * (Rahim) Charlie?
(Tina) "Sigur? Ich bin's.
Ich wollte dir nur sagen...
Ich kann mir auch kein Leben ohne dich vorstellen."
* Sie schluchzt leicht. *
* Schwermütige Musik läuft weiter. *
* Sie schnaubt wütend. *
* Geheimnisvolle Titelmusik *
Sigur Johanson Cécile Roche
Leon Anawak Charlie Wagner
Mit Untertiteln aus Deutschland
* Aufgeregtes Stimmengewirr *
(Reporter) Ist an dem Vorwurf was dran?
(Reporterin) Wie konnte das passieren?
Ähm, tut mir leid, ich bin spät dran.
Geht klar. - Darf ich vor?
'tschuldigung. Ich bin spät dran, tut mir leid.
Sorry.
* Piepen * Augenblick.
Darf ich Sie bitten,
Ihre Aufmerksamkeit auf den Bildschirm zu richten?
In Rot sehen Sie, wo die infizierten Krebse
in Japan zuerst an Land kamen.
(Mann) Ihren Ausweis, bitte.
Zuvor hatte eine Invasion infizierter Krebse
die Küstengebiete Südafrikas, Brasiliens,
Marokkos und Indiens heimgesucht.
Sie haben es geschafft. - Sorry.
Schön, Sie zu sehen.
Ausgehend vom ersten Ort seines Auftauchens
hat das Bakterium ohne Ausnahme jede Wasserquelle verseucht.
In der Kanalisation wie in natürlichen Gewässern.
Überall, wo es eingeschleppt wurde.
40 Prozent der Weltbevölkerung leben an den Küsten.
"Wenn die Krebsschwärme auch noch anderswo auftauchen ...
steht uns eine der gröûten Fluchtbewegungen bevor,
die die Welt je gesehen hat."
"Dr. Roche." "Ja."
"Wir wissen um die Auswirkungen der Erwärmung der Ozeane
auf den Anstieg des Meeresspiegels.
Wie viele Menschen deswegen ihre Heimat verlassen müssen,
sowie welche Wirkung sie auf die Verbreitung
von krankheitserregenden Bakterien hätte,
und Viren, Pilzen, Parasiten."
Ja? (Lehmann) "Sigur, siehst du dir das an?"
Ja.
Ähm, ich rufe zurück.
(Ratsmitglied) "...Dr. Roche, ähm, also ..."
ist das Auftreten einer noch bedrohlicheren Art
bedauerlicherweise nicht überraschend.
Nein, ist es nicht.
Aber was wir nicht vorhersehen konnten, war,
dass sie an Land getragen wird durch eine unbekannte Spezies,
die keine andere Funktion zu haben scheint,
als uns zu infizieren mit den Bakterien, die sie in sich trägt.
Dr. Roche, wollen Sie behaupten,
die Krebse hätten absichtlich unser Wasser verseucht?
Ich behaupte gar nichts, Mr Peak. Die Daten zeigen es.
* Düstere Musik *
* Ungläubiges Gemurmel *
* Handyklingeln *
Hallo? "Riku. Hi, hier ist Sigur."
Ich würde gern mit Dr. Roche reden.
Könnten Sie das vielleicht arrangieren?
Ich spreche heute Nachmittag mit ihr. "Gut, gut."
Und wissen Sie, ob Leon Anawak einen Vortrag hält?
Oder sonst jemand vom Vancouver Island Marine Institute?
Er steht nicht auf der Liste. Wieso fragen Sie?
Ich würde ihn gern treffen. "Wann?"
"So bald wie möglich.
Meinen Sie, es besteht eine Chance?"
Ich sehe, was ich tun kann.
* Beklemmende Musik *
* Entfernte Unterhaltung *
Bist du hier, um mir zu sagen, ich soll landeinwärts ziehen?
Das wird hier erst mal schlimmer, bevor es besser wird.
Hier sind wir zu Hause.
Ich weiû.
Ich sehe dich noch vor mir da drauûen.
Halb so groû wie jetzt.
Du bist mit den Wellen um die Wette gerannt,
deine Mutter hinter dir her.
Ich glaube, du warst da drauûen mehr zu Hause
als in den eigenen vier Wänden.
Du hast recht. Bin ich heute noch.
Ja. Ich weiû, dass du dir Sorgen machst, Leon.
Das wissen wir alle hier.
Aber solang Murray Cove noch da ist ...
bleiben die meisten von uns hier.
Ich bin stolz auf dich, mein Junge.
Ich bin froh zu wissen,
dass du genau da bist, wo du hingehörst.
Ich danke dir.
(O'Bannon) Glaubst du wirklich,
ins Landesinnere abzuhauen, bringt was?
Es ist sicherer als an der Küste.
Ich sehe es wie Kit. Ich meine, ins Landesinnere? Wozu?
Es offensiv angehen, hört sich für mich besser an.
Solang ich weg bin, kannst du... Hier nach dem Rechten sehen? Ja.
Ich werde mein Bestes tun.
Hoffen wir, dass noch alles steht, wenn du zurück bist.
Du machst das schon, Leon.
* Tür wird geöffnet. *
* Nachrichtenton *
"Okay, wenn wir davon ausgehen,
dass die Angriffe kein Zufall waren..."
Für mich waren sie kein Zufall.
"Eben, aber das würde demzufolge heiûen,
sie waren gezielt,
also Teil eines umfassenden Plans."
Ich weiû, das klingt seltsam.
Ich suche fieberhaft nach einer anderen Erklärung dafür, aber...
"Aber finden keine." Nein.
Und noch viel beunruhigender ist, ich denke,
was auch immer dahintersteckt, es lernt dazu.
"Lernt dazu?"
Die Bakterienart, die wir in den Hummern entdeckten,
wurde von den Fischern, die sie gefangen haben, an Land gebracht.
Die verseuchten Krebse kamen aus eigener Kraft an Land.
Sie werden verstehen,
wieso ich das bei der Konferenz lieber nicht erwähnen wollte.
"Ja, das verstehe ich."
Und ich bin übrigens ganz Ihrer Meinung.
Und damit bin ich nicht allein.
Hätten Sie vielleicht Zeit für ein Treffen?
"Ähm, in Trondheim?" Nein, in Kiel.
Institut für Meeresbiologie.
Ich glaube, Sie kennen Katharina Lehmann?
"Äh, flüchtig, aber ja,
wir haben schon ein paarmal gesprochen.
Ähm, die Sache ist die... * Sie räuspert sich. *
Äh, ich habe meinen Kindern versprochen,
ich komme nach Hause."
Ja, ich weiû, es ist viel verlangt.
"Wann?" Morgen.
"Okay, ich komme hin."
Hey. Äh, Rahim? Leon Anawak kommt gleich.
Könnten Sie ihn empfangen und ins Labor bringen, wenn er da ist?
Klar. Ja? Danke.
(Rahim) Leon Anawak?
Ja.
Ich bin Rahim Amir. Ich arbeite mit Professor Lehmann.
Hattest du einen guten Flug?
Ich bin noch nie in einem Privatjet geflogen.
Durfte ich auch noch nicht. Bitte.
Äh, die Cafeteria hat zu,
aber im Büro gibt's Kaffee und Sandwiches,
falls du etwas essen willst, bevor wir anfangen.
Sie haben mit den anderen geredet? Ähm, ja. Cécile, Leon...
Professor Lehmann? Nein.
Nein, ich hielt es für besser, noch zu warten.
Auf Verstärkung.
In den letzten Tagen, Wochen, haben wir alle Dinge erlebt,
die es gar nicht geben sollte.
Und ... dennoch gibt es sie.
Populationen von Meerestieren,
die sich in einer exponentiellen Geschwindigkeit vermehren,
die der Biologie völlig widersprechen.
Wale, die sich verhalten wie besessen.
Die Eruption, der Transport von heiûem Wasser
aus zuvor inaktiven Hydrothermalfeldern
über riesige Entfernungen.
Oder Lebewesen, die, mit mutierten Bakterien infiziert,
unser Trinkwasser vergiften.
Ich bin überzeugt, dass etwas diese Ereignisse,
die wir alle beobachtet haben, lenkt.
Etwas, das die Meere als Waffe einsetzt.
Gegen uns.
Wenn diese ... Phänomene tatsächlich in Verbindung stehen,
dass sie sich jenseits der Grenzen
unseres gegenwärtigen Wissens bewegen...
Wenn sie ... irgendwie das Werk einer,
sagen wir, einer intelligenten Lebensform sind,
die uns aus den Meeren vertreiben will...
Willst du darauf hinaus?
Ja.
Aber...
Aber wir haben doch bisher kaum an der Oberfläche
einer plausibleren Erklärung gekratzt.
Professor Lehmann...
Ja, Sie haben recht, aber mein Instinkt sagt mir,
dass wir es hier mit etwas anderem zu tun haben.
Leon, ich würde niemals infrage stellen,
dass es wichtig ist, dem eigenen Instinkt zu folgen.
Oder dass Intuition die treibende Kraft
hinter zahllosen Durchbrüchen in der Wissenschaft war.
Aber ... einfach alles über Bord zu werfen,
von dem wir wissen, dass es wahr ist...
Und dermaûen voreilige Schlüsse zu ziehen...
Katharina, eben weil alles,
was ich für wahr gehalten habe, nicht mehr gültig ist,
habe ich angefangen, woanders zu suchen.
Und... Und ich kann mir nicht helfen.
Ich glaube, das, was in den Meeren geschieht,
ist in gewisser Weise eine Reaktion ... auf etwas,
was wir den Meeren angetan haben.
Cécile, Sie...
Sie verlangen von mir ...
die Grundfesten einzureiûen,
auf denen meine Ausbildung, meine Forschung,
meine Lehrtätigkeit beruhen.
* Unbehagliche Musik *
Das kann ich nicht.
Es tut mir leid.
Ich überlasse Ihnen das Feld.
Doch bevor ich das tue ... muss ich Sie warnen.
Sie könnten da einen sehr gefährlichen Weg einschlagen.
In einer Zeit wie jetzt, wo die Welt so instabil ist,
anzudeuten, dass wir die Wahrheit
nicht in Naturwissenschaften finden können,
wie wir sie kennen und verstehen...
Ihnen muss doch klar sein,
wie enorm groû die Erschütterung wäre,
die das in der Psyche der Menschheit auslösen würde.
* Unbehagliche Musik läuft weiter. *
Professor Lehmann?
Charlie.
Sie glauben nicht an eine Chance, richtig zu liegen?
Es geht nicht darum, eine Chance zu haben.
Es geht um Wahrscheinlichkeit.
Und wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist,
ist es klüger, vorsichtig zu handeln.
Und das macht ihr nicht.
Wir haben keine Zeit, vorsichtig zu handeln.
Das kann man sehr leicht sagen.
Aber genau jetzt ist die Zeit, besonders vorsichtig zu sein.
Dein Ruf, der Ruf von euch allen steht auf dem Spiel.
Was soll uns unser Ruf bringen, wenn...
Du brauchst eine gute Reputation. Sonst wird man dir nie zuhören.
Wenn man an etwas glaubt, dann zieht man es durch.
Trotz Risiken. Das habe ich von Ihnen gelernt.
Charlie, ich verstehe deinen Idealismus.
Aber nach meiner Erfahrung
gehen diese Arten von Risiken meistens schlecht aus.
* Düstere Musik *
(Sato) Redezeit ist jeweils 30 Minuten.
Wird Ihr Vorschlag ausgewählt,
gibt es ein Follow-up mit dem Council.
"Alle Unterlagen müssen im Voraus eingereicht werden."
Ja. Ja, wir arbeiten mit Hochdruck daran.
Das Reisen wird zunehmend schwierig.
Ich bitte mein Büro, alles zu arrangieren.
Ich brauche die Namen aller, die Sie begleiten.
Ähm, Cécile Roche, Leon Anawak, Charlie Wagner.
Und, ähm, Rahim Amir.
Und Professor Lehmann?
"Ähm..."
Na ja, leider ...
wird Professor Lehmann nicht dabei sein.
Sie hat eine ... andere Meinung dazu?
Richtig, ja. Aber, Riku, ich versichere Ihnen...
Sie brauchen mir nichts zu versichern.
Lehmanns Name hätte Ihrer Präsentation
weitere Glaubwürdigkeit verliehen.
Aber wenn Ihre Begründung stichhaltig ist,
dann spricht sie auch für sich.
Danke. Danke, Riku.
Wie lang studieren Sie schon bei ihr?
Professor Lehmann? Mhm.
Drei Jahre.
Zwei brauche ich noch,
also wenn ich meinen Doktor machen will.
Vermutlich nicht der beste Augenblick,
um Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.
Nein, vermutlich nicht.
Ähm...
Bei Ihrem Vortrag vor dem Council...
sagten Sie, wir stünden vor der gröûten Fluchtbewegung,
die die Welt je erlebt hat.
Ja, richtig.
Halten Sie es...
Halten Sie es für möglich, dass diese ... Intelligenz
uns gar nicht unbedingt vernichten will?
Dass sie uns vielleicht nur aus dem Wasser vertreiben
und unsere Rückkehr verhindern will?
Das würde ich gern glauben.
Ich würde gern glauben, dass ihre Absichten defensiver
und nicht aggressiver Natur sind.
Aber Sie sind nicht sicher.
Hier und jetzt, nein. Das kann ich mir nicht sein.
Keiner.
Leider.
Wir müssen uns alle immer wieder ermahnen,
nicht zu voreilige Schlüsse zu ziehen.
"Wenn wir erst das Unmögliche ausgeschlossen haben,
muss das, was bleibt, wie unwahrscheinlich es auch klingt,
die Wahrheit sein."
Von wem ist das?
Sherlock Holmes.
Ich finde, es passt.
Was ist das?
Habe ich von meiner Mutter bekommen.
Oh. Darf ich?
Hat es eine Bedeutung?
Als ich klein war, habe ich immer so viele Fragen gestellt.
Und meine Mom damit genervt.
Dann durfte ich nur noch eine bestimmte Anzahl Fragen stellen,
damit ich selektiver frage.
Irgendwann habe ich Dinge gefragt, die sie nicht beantworten konnte.
Da gab sie mir das.
Sie meinte, es wäre ein Symbol.
Für das Unbekannte.
War nur, damit ich Ruhe gebe. War mir klar.
Hat's funktioniert?
Eine Weile.
Aber...
Ich bin kein Mensch, der sich mit dem Unbekannten abfinden kann.
Ich auch nicht.
* Düstere wummernde Musik *
Genug?
Warum Wale?
Ich bin am Meer aufgewachsen.
In British Columbia.
Sie sind Teil der Kultur da.
Ich denke, die meisten erinnern sich,
wie sie als Kind im Boot, am Strand ...
die mächtige Fontäne eines Orcas gesehen haben
oder die Schwanzflosse eines Grauwals.
Ich habe auf den Shetlands einen Orca gesehen.
Ich fuhr immer wieder raus, weil ich hoffte,
ihn noch mal zu sehen, habe ich aber nicht.
Sie sind viel scheuer, als die meisten Leute denken.
* Charlie lacht auf. *
Was?
Professor Lehmann hasst es,
wenn wir über Tiere sprechen, als wären es Menschen.
Aber alle machen es.
* Sie räuspert sich. *
Ich glaube, den Menschen ist gar nicht klar,
wie ähnlich sie uns sind.
Sie wandern Wochen, Monate ...
um zu einem Wal zu kommen, dessen Gesang sie gehört haben.
Diese Bindung zueinander...
Ich kann mir nicht vorstellen,
wie man sie nicht faszinierend finden kann.
Oder wunderschön.
* Schwelende Musik *
* Schwelende Musik läuft weiter. *
* Spannungsvolle Musik *
(Peak) Ich fasse noch mal zusammen, Dr. Johanson.
Und korrigieren Sie mich, wenn ich etwas Falsches sage.
Sie und Ihr Team glauben, dass die Katastrophen der letzten Wochen
in direkter Verbindung miteinander stehen?
Dass neue Arten von Meerestieren,
Muscheln, Krebstiere, um nur einige zu nennen,
mutiert sind,
um gezielte Angriffe auf die Menschheit zu verüben?
Ja, korrekt.
Und dass... dass bestimmte Arten von Walen
auf chemischer und biologischer Ebene
verändert wurden und sich infolgedessen
ungewöhnlich aggressiv verhalten,
ohne jede Rücksicht auf ihr eigenes Wohlergehen
oder gar ihr Überleben?
Um uns ins Landesinnere zu drängen.
Um die Küsten aller Länder der Welt unbewohnbar zu machen.
Und all das, ausnahmslos...
ist das Werk einer... einer...
"Einer unbekannten Intelligenz."
(Frau) "Wie einer auûerirdischen Intelligenz?"
"Auûerirdisch habe ich nicht gesagt."
(Frau) "Es gibt viele intelligente Arten auf diesem Planeten."
"Ja, wir glauben jedoch,
dass diese Intelligenz alles übertrifft,
was wir von anderen Arten kennen,
vielleicht sogar unserer eigenen.
Was wir hier sehen,
die Verwandlungen bestehender Arten,
die Erschaffung neuer Arten...
Das... Das ist unserer Intelligenz
und unseren Möglichkeiten weit überlegen."
Allem, wozu wir jemals fähig sein werden.
Wir dürfen doch annehmen, Dr. Johanson,
Sie haben auch andere, weniger ... originelle Ideen erwogen?
Natürlich.
Das haben wir alle hier. Endlos viele.
Ein Laborexperiment, das missglückt ist.
Verrottende nukleare Abfallcontainer,
aus denen radioaktives Material ins Meer entweicht.
Ein feindlicher Staat.
Bioterroristen, die genetisch veränderte Lebewesen
für einen konzertierten Angriff einsetzen.
So viele, wie Sie zweifelsohne selbst erwogen haben.
Und wenn Sie auf eine plausible,
weniger originelle Erklärung gekommen sind ...
die all die von uns beobachteten Phänomene abdeckt,
dann bitte, sagen Sie es uns.
Uns ist das nämlich nicht gelungen.
Und, den bisher gehörten Vorträgen nach zu urteilen,
auch niemandem sonst.
Hm. Und, äh, diese neue Intelligenz...
Darf ich fragen, welchen Namen Sie ihr geben?
Wie Sie sie nennen?
Vorläufig, dachte ich, nenne ich sie ... "die Yrr".
Die Yrr? Genau.
Wie würden Sie vorgehen?
Für den Fall, dass wir Ihre These in Betracht ziehen.
Als ersten Schritt würde ich vorschlagen,
wir versuchen Kontakt aufzunehmen.
Kontakt? Mit den Yrr.
Und wenn die Kontaktaufnahme gelänge, Dr. Johanson,
was würden Sie sagen?
Was ich zu jeder Angriffsmacht sagen würde,
gegen die ich keine Chance hätte, mich zu wehren.
Ich würde sie bitten aufzuhören.
Und ich würde alles in meiner Macht Stehende tun,
um eine Einigung zu erreichen.
Ähm, eine letzte Frage, Dr. Johanson.
Sie sind Mitglied des Lehrkörpers der Universität Trondheim?
Ich bin derzeit im Sabbatical. Mhm.
Und Sie waren als Berater tätig für Hovedstad Energy?
Korrekt. Mhm.
Die Ihre Forschungen finanzierten.
Genauer gesagt, sie haben die Reise finanziert,
auf der wir die Eiswürmer entdeckt haben.
Mhm. Gibt es noch andere Finanzierungsquellen?
Die Mifune Foundation
übernimmt die Kosten für Reise und Unterkunft.
Aber Sie habe keine Mittel von den Institutionen erhalten,
denen Sie und Ihre Kollegen immerhin angehören?
Nein.
Im Moment nicht, nein.
Wenn es keine weiteren Fragen gibt...
Danke, Dr. Johanson. Danke, Ihnen allen.
(Crowe) Spannende Theorie, die ihr da entwickelt habt.
Alicia hatte versprochen, dass sich die Reise lohnt.
Sie hat mich nicht enttäuscht.
Sam hat die Töne untersucht,
die wir von dem Wal aufgenommen hatten.
Es sind alles Variationen von Rhythmen, Klicks, Kratzen.
Alle in derselben Tonhöhe und Frequenz.
Alles Merkmale einer Sprache.
Die Frage ist, was für eine Sprache?
Ich habe unser Archiv durchforstet.
Das ERIEL-System zeichnet sowohl Geräusche auf,
die von der Erde ausgehen als auch aus der Galaxis.
Und wir haben dasselbe Signal empfangen.
Aus dem Weltall?
Viel näher an zu Hause.
Antarktis und Arktischer Ozean.
Ich frage gerade bei Kollegen
von anderen Organisationen rund um die Welt nach,
ob sie was Ähnliches empfangen haben.
Was denken Sie? Über die Yrr?
Ich denke ... ich wäre keine echte Astrophysikerin,
wenn ich es nicht für möglich halten würde.
Wenn ich Sie bitten würde, sich uns anzuschlieûen...
Was würden Sie sagen?
Das Team, das wir haben... Wir sind Meeresexperten.
Aber keiner von uns kann, was Sie können.
Schlieûe ich mich euch an?
Ja. Absolut.
* Bedrohliche dröhnende Musik *
* Wellenrauschen *
(Sato) Danke, dass Sie gekommen sind.
Mifune-san, Ihr 18.15-Uhr-Termin.
(Mifune) "Dr. Johanson." Mr Mifune.
Danke für die 15 Minuten.
Ich weiû, wie beschäftigt Sie sind.
"15 Minuten, damit meine Meetings nicht ausufern.
Im Laufe der Jahre habe ich erkannt,
dass Zeitmanagement mindestens so wichtig ist wie alles andere."
Es gestattet mir, mich den Dingen zu widmen,
die mir wirklich am Herzen liegen.
"Ich bedaure, dass der Council Ihr Vorhaben nicht genehmigt hat."
Ich auch. Ich kann jedoch nicht sagen, dass es mich überrascht.
"Sie mögen den Council nicht überzeugt haben,
aber Sie haben mich überzeugt, Dr. Johanson."
Ich verdanke mein Vermögen den Gaben unseres Planeten.
Seine Meere eingeschlossen.
Und ich betrachte es als meine Pflicht,
mich dafür dankbar zu zeigen.
"Indem ich alles tue, was in meiner Macht steht,
um den von uns angerichteten Schaden
rückgängig zu machen."
Und künftigen Schaden zu begrenzen.
Aus diesem Grund ...
übernehme ich die Finanzierung Ihres Projekts.
Falls Sie es sich vorstellen können,
meine Hilfe anzunehmen.
"Ich möchte Ihre Mission unterstützen.
Ich ...
wie Sie ...
möchte wissen, ob wahr ist, was Sie sagen.
Gibt es diese Yrr wirklich?"
* Spannungsvolle Musik *
Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Tag je kommen würde.
Na ja, ihr wahrscheinlich auch nicht.
Aber jetzt, wo es so weit ist, müsst ihr entscheiden,
ob ihr das durchziehen wollt oder nicht.
Samantha, Alicia... Wir kennen uns kaum.
Aber bei der Hochachtung, mit der Leon von euch spricht,
und angesichts eurer wissenschaftlichen Leistung,
habe ich keine Zweifel, dass unsere Mission
von eurer Teilnahme ungemein profitieren wird.
Wir laufen in 48 Stunden aus.
Sobald wir an Bord sind,
wird es einen kompletten Kommunikationsstopp geben.
Es dient der Sicherheit unserer Mission und dem Schutz dessen,
was auch immer wir entdecken.
Also wer es schafft, noch mal nach Hause zu fahren
und rechtzeitig zum Start wieder hier sein kann...
Vielleicht ist das eure letzte... letzte Chance,
euch zu verabschieden.
Fest steht, es gibt keine Garantie.
Ich kann den Erfolg dieser Mission nicht garantieren.
Es... Es gibt keine Garantie ...
dass wir lebend hierher zurückkommen.
Wenn jemand von euch nicht weitermachen will...
Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, ich verstehe das.
Ich verstehe das,
und es wird keinesfalls ein schlechtes Licht auf euch werfen.
Aber für alle, die weiter dabei sind,
wir sehen uns am Flughafen.
'tschuldigung?
Ich glaube, ich gehe mal schlafen. Es war ein langer Tag.
Vielen Dank.
Charlie, ich...
Du kommst nicht mit.
Ich wünschte, ich könnte.
Ich wünschte, ich wäre wie du, bin ich aber nicht.
Klar bist du das. Red keinen Quatsch.
Die Mission wird nicht mit mir gelingen oder scheitern.
Bei dir ist das was anderes.
Ich fahre nach Hause.
Ich treffe mich mit Max und fliege runter zu meinen Eltern,
sehe meine neue Nichte und bleibe erst mal bei ihnen.
Und ...
du kannst kommen und mir alles erzählen,
wenn du wieder zurück bist.
* Nachdenkliche Musik *
* Entferntes Kuhglockenläuten *
Mama ist da.
Ich wollte dich nicht wecken.
Alicia.
(Laura) Peinlich, dass du so lang gebraucht hast,
um zu einer amtlichen Konferenz eingeladen zu werden.
Meine Konferenzen sind immer amtlich.
In solchen Hotels wohnst du sonst nie.
Ein Glück, dass du mich nicht wegen der Kohle geheiratet hast.
Das wäre die schlimmste Enttäuschung für mich geworden.
Guckt mal, Mama ist da. - Verarsch mich nicht, Louis.
Mama, was machst du hier?
Ich wusste nicht, dass du kommst.
(Alicias Mutter) Du wolltest letzte Woche kommen.
Tut mir leid, ich musste ein paar Tage länger in Genf bleiben.
Ich habe mit Dr. Colletti gesprochen.
Es ist nichts Besorgniserregendes.
Ja, ich weiû, aber... - Ein ganz simpler Eingriff.
Ein paar Tage Ruhe, und ich bin wieder fit.
Aber du solltest jemanden im Haus haben.
Nur, bis ich zurück bin.
Du bleibst nicht bei mir?
Ich muss auf eine Forschungsreise in der Arktischen See.
In der Arktischen See? Du willst da rausfahren? Jetzt?
Das ist mein Beruf.
Ich soll mir keine Sorgen machen, und jetzt erzählst du mir so was?
Seit wann willst du einen Grund, um dich zu sorgen?
Du machst dir immer Sorgen. - Klar, ich bin deine Mutter.
Dieses ewige Rumgerenne auf der Welt. Das ist kein Leben.
Es ist mein Leben, Mama, okay?
Auch wenn du es für falsch hältst, es ist richtig für mich.
Ich möchte, dass du glücklich bist.
Und ich wünsche mir, dass du das machst, was dir Freude macht.
Aber ich will auch Zeit mit meiner Tochter, um mit ihr zu reden,
mir von ihrem Leben erzählen zu lassen, hm?
Das machen wir nächstes Mal, versprochen.
Können wir jetzt nicht einfach die Zeit, die wir haben, genieûen?
Was kochen? Musik hören?
Ja. Aber kochen werde ich.
Und ich suche die Musik aus.
* Bedrückende Musik *
Glaubst du, ich sage Nein?
Sam, für wen hältst du mich?
Ich weiû nicht, was da drauûen passieren wird.
Du weiût auch nicht, was hier passieren wird.
Du weiût, was ich meine.
Sam, hier geht es um etwas Gröûeres.
Um mehr als unsere Wünsche.
Werdet ihr recht behalten? Pff, wer weiû?
Aber du leistest deinen Beitrag, um eine Antwort zu finden.
Und bei Gott, wir brauchen dringend Antworten.
Hey.
Und ich werde hier sein.
Und ich werde auf dich warten, bis du zurückkommst.
* Sanfte Musik *
Ich habe hier eine Liste der Ansprechpartner bei der Bank.
Meine Anwältin verwahrt mein Testament.
Okay.
Sie hat einen Treuhandfonds für die Kinder eingerichtet.
Du verwaltest den Nachlass mit ihr zusammen.
Mhm, ja, okay.
Ich habe hier Namen und Nummer ihrer Kinderärztin.
Sie hat alle Unterlagen und ihre Impfausweise.
Und die Namen ihrer Lehrer.
Und ...
ich habe Isabelle versprochen,
ich mache zu ihrem Geburtstag mit ihr eine Reise,
wenn ihre Schulnoten besser sind.
Machen wir das doch später.
Nein, das müssen wir jetzt machen. Wieso?
Weil ich nicht fahren kann, wenn ich nicht weiû,
dass sie dann versorgt sind, wenn etwas passiert.
Du musst nicht fahren. Doch.
Nein, bleib. Hier sind wir sicher.
* Cécile seufzt. *
Wenn wir recht haben, wenn da drauûen etwas ist,
und wir es nicht irgendwie schaffen, es zu stoppen,
dann wird niemand sicher sein, egal, wo.
* Beklemmende Musik *
Ich kenne sie kaum.
Ich weiû nicht, was sie mögen und was nicht.
Wer ihre Freunde sind, was sie tun, wenn sie allein sind.
Ich meine, wir reden nie.
Im Grunde tänzeln wir nur umeinander rum,
vor lauter Angst, das Falsche zu sagen.
Sie kennen sich ja selbst noch nicht richtig in dem Alter.
Das holst du schon auf. Ganz sicher.
Ja klar.
Wann musst du los?
Morgen ganz früh.
Die werde ich aufbewahren. Okay.
Danke.
Ich denke, wir spielen dann lieber mal weiter.
Okay.
So, wer fängt an? (Louis) Ich.
Ich hatte einen Fünferpasch. - Das war ich, glaube ich.
Na gut, dann fang du an. - Ich fange immer an.
(Tina) "Sigur, ich bin's.
Ich wollte dir nur sagen...
Ich kann mir auch kein Leben ohne dich vorstellen."
* Sie schluchzt leicht. *
"Sigur? Ich bin's.
Ich wollte dir nur sagen...
Ich kann mir auch kein Leben ohne dich vorstellen."
* Sie schluchzt leicht. *
* Bedrückende Musik *
(Ansage) "Um die Nachricht zu hören, drücken Sie die Eins.
Um die Nachricht zu löschen, drücken Sie die Sieben.
Um die Nachricht zu hören, drücken Sie die Eins.
Um die Nachricht zu löschen, drücken Sie die Sieben.
Um die Nachricht zu hören, drücken...
Nachricht gelöscht."
Captain, das kam gerade rein.
(Jasper) Drehen Sie auf 3.10. Wir bekommen Besuch.
* Unheilvolle Musik *
* Knisterndes Rasseln *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2023
Can't find what you're looking for?
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