All language subtitles for Die.Nonne.von.Monza.1969.German.DVDRip.Retail

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Original subtitles

Nein! - Na, komm!

Mama, die Spanier! Die Spanier kommen!

Die Spanier, Se�or Ozio.

Das hat Zeit, eins nach dem anderen.

Nein! - Doch!

Hol die Pferde aus dem Stall!

Das Getreide und die Rinder werden auch konfisziert.

Das n�chste mal beschlagnahme ich auch das Land, wenn ihr in Zukunft keine Abgaben zahlen wollt.

Treibst du Hund die Steuern ein?

So ist es, Se�or Ozio.

Sehr �berraschend sie hier bei den Bauern zu sehen, doch ihr Interesse gilt wohl mehr den B�uerinnen.

Versteck dich nicht hinter den Spaniern. Denn die �btissin von Monza will die Abgaben f�r ihr Kloster.

Es macht sich bezahlt Steuereintreiber zu sein.

Aber da du feige bist, kommst du mit den Spaniern anger�ckt.

Diesmal hast du dich verrechnet, Verr�ter! Zu schade.

Was ist geschehen? Sie d�rfen in der Kirche nicht lachen.

Belehr mich nicht! Ich muss Pater Arigoni sprechen.

Nein, mach nicht auf. Das sind die Spanier. - Werden sie verfolgt?

Komm, bring mich zu eurem Beichtvater. Na los!

M�ge der Herr sie besch�tzen.

Ah, nicht doch!

Setz dich zu uns, mein Freund.

Drau�en ist mein Pferd, bring es in den Stall.

Und lass dich nicht von den Soldaten schnappen.

Arigoni, gib mir Absolution. Molteno ist mit...

Jetzt nicht, sp�ter. - Nein, jetzt!

Ich habe Molteno erschossen.

Du musst den Verstand verloren haben.

Immer mit dem Kopf durch die Wand. Benutze ihn lieber zum Denken.

Aber pass auf. Das war das letzte mal! - Danke, Vater.

Kannst du mich ein paar Tage verstecken? Bis die Spanier Molteno vergessen.

Ich will mit den Spaniern nichts zu tun haben, geh in dein Haus.

Wenn sie mich da festnehmen. Stell mich unter den Schutz der heiligen Kirche.

Falsche Adresse! Meine Kirche ist leider nicht heilig.

Du musst ins Kloster, da bist du sicher.

Ich habe den Beauftragten der �btissin get�tet, sie hat ihn doch geschickt.

Deine Dummheit ist wirklich bodenlos.

Nein, und ich bin erstaunt, dass sie mich darum bitten.

Seine S�nde ist seine Jugend, er ist kein Verbrecher nur gedankenlos.

Ich kenne Jean Paulio Ozio. Sein Palazzo ist neben unserem Kloster.

Ich w�rde gerne auf diese Art von Nachbarschaft verzichten.

Ich w�rde es nicht bedauern, wenn die Spanier ihn verhaften.

Weil er f�r sie eine Versuchung ist?

Ich habe Keuschheit gelobt.

Ich verteidige dieses Gel�bnis, wenn auch nicht aus Berufung.

Sie haben auch gelobt, den Mitmenschen zu hel- fen. Nur sie k�nnen den jungen Ozio retten.

Ein so schweres Verbrechen wie Mord darf ich nicht decken.

Sie wissen, dass er nach unseren Gesetzen kein M�rder ist.

Sein Eigentum mit der Waffe zu verteidigen, ist f�r den Adel noch immer eine Sache der Ehre.

Nach dem Gesetz ist er unschuldig.

Die Bibel sagt: Du sollst nicht t�ten.

Wir Diener der Kirche sind nicht da, um zu strafen, sondern um zu helfen.

Vater, ich verstehe nicht, warum gerade mein Kloster ihn aufnehmen soll.

Eben weil er ihr Nachbar ist. Er ist in seinem Haus nicht mehr sicher.

Sollten die Spanier kommen, kann er nur zu ihnen fliehen.

Ein Kloster gew�hrt nach Gottes Willen allen Menschen Schutz und Zuflucht.

Nicht nur den Nonnen vor den Gefahren dieser Welt.

Ich sehe ein, dass der Mann eine Gefahr f�r ihre Gemeinschaft bedeutet.

Jedoch hoffe ich, dass sie dieser weltlichen Gefahr leicht mit der Kraft ihres Glaubens begegnen k�nnen.

Und sie raten mir dazu, obwohl sie mein Beichtvater sind?

Ja!

Sehen sie in mir nicht nur den Beichtvater, auch den Freund.

Jemanden, dem sie vertrauen k�nnen.

Ich verstehe diese Unterscheidung nicht.

Ich werde ihrem Rat folgen, hoffend, dass es der Wille Gottes ist.

Wenn Ozio um Zuflucht bitten sollte, werde ich sie ihm nicht verweigern.

Nicht jetzt! Erst wenn die Vesper vorbei ist.

Hier, lies dieses Buch.

Es ist in Gewissensn�ten zu befragen. H�r zu.

Keuschheit ist eine Tugend f�r die, die vergessen wollen, dass sie die Kinder Adams und Evas sind.

Lies weiter.

Wer daher Keuschheit gelobt, versagt sich der Seligkeit, die schon in der Sch�pfung beschlossen liegt.

Studier es gut. Und dann leg es in das Zimmer der �btissin.

Kannst du auch nichts sehen? - Nein.

So, jetzt dreh dich herum.

Ich hab dich. Mal raten, wer du bist... Bianca?

Ja, richtig. Hab ich ein Gl�ck gehabt.

Isabella, du hast noch keinem Mann erlaubt mit dir zu schlafen, oder?

Ich m�chte deinen K�rper in meinen Armen halten.

Ich m�chte einmal morgens mit dir aufwachen.

Isabella, ich will mit dir schlafen.

Sag mal, soll ich heute Nacht zu dir kommen? Willst du das?

Isabella di Hotensi!

Ich werde ihrem Vater diesen Vorfall berichten.

Schwester Margarita, schlie�en sie die Novizin ein.

Und sorgen sie daf�r, dass sie morgen zur Beichte geht.

Kommt Kinder, wir gehen jetzt alle hinein!

Aus Jean Paulio Ozio spricht der Teufel, er ist besessen.

Finden sie das nicht sehr reizvoll?

Ich habe ihnen ihr Leben gerettet. Und sie verf�hren die mir Anvertrauten.

Ich w�nsche, dass sie das Kloster nie wieder betreten.

Ich bitte sie zu gehen!

Ich glaube nicht, dass sie mich den Spaniern ausliefern.

Ich stehe unter dem Schutz der Kirche, der �btissin von Monza, Tochter des spanischen F�rsten.

Ich werde sie nicht besch�tzen, wenn sie den Klosterfrieden st�ren.

Im Gegenteil, ich werde sie zerst�ren.

Zerst�ren? Sie w�rden mir nichts tun. Dazu sind sie nicht f�hig.

Ich k�nnte ihnen nicht weh tun? Warum nicht?

Weil sie wissen, dass ich sie liebe.

Er ist wahnsinnig.

Wenn Liebe Wahnsinn ist.

Sie werden uns sofort verlassen und nicht wieder kommen.

Oder ich liefere sie pers�nlich den Spaniern aus.

Er ist eine st�ndige Versuchung.

Ich f�rchte, er verursacht unwiderruflichen Schaden bei den mir Anvertrauten.

Isabella di Hotensi hat er unverfroren einen Antrag gemacht.

Er h�lt sich f�r unwiderstehlich. Ich bef�rchte, das Schlimmste k�nnte geschehen.

Es war ein Fehler von mir, ihm den Mord zu verzeihen.

Aber was soll ich jetzt tun?

Liebe Cousine, sie haben von Gott die Verantwortung f�r dieses Kloster empfangen.

Sie haben die M�glichkeit, sich an die Gerichte zu wenden.

Gegen jeden, der den Frieden ihres Klosters st�rt, einen Prozess anzustreben.

Sag Ozio, er soll auf mich warten.

Vater Arigoni m�chte sie sprechen.

Wegen Mordes kann ihm der Prozess nicht gemacht werden, weil er ein Mitglied der Aristokratie ist.

Selbst wenn meine Soldaten ihn damals festgenommen h�tten...

...h�tte ich ihn nur ins Verlies werfen k�nnen.

Es bliebe also nur ein Gerichtsverfahren.

Bitten sie den Generalvikar, ihn hart und schnell zu strafen.

Ich scheue mich vor einem Skandal!

Ich denke nicht, dass es dazu kommt. Ich werde daf�r sorgen.

Ja, ja, ich werde es mir �berlegen... Was gibt es neues?

Sie unterh�lt sich �ber dich mit ihrem spanischen Vetter, Graf Fuentes.

Du bist so dumm.

Du denkst ein L�cheln gen�gt und du kannst tun und lassen was du willst?

Deine Eitelkeit ist eine gr��ere Gefahr f�r dich als du glaubst.

Komm nicht mehr her. - Das will ich von ihr pers�nlich h�ren.

Nein! - Ich habe vor ihren spanischen Verwandten keine Angst.

Du hast bei mir Zuflucht gefunden, darum verlange ich von dir Gehorsam.

Du wirst das Kloster nicht mehr betreten.

Schwester Benedetta? Hast du die Pforte offen gelassen? - Ja.

Aber ich habe Angst.

Ich brauche deine Hilfe nicht, aber ich werde helfen...

...ihren Stolz zu brechen, so wie es Ozio w�nscht.

Aber wenn sie sich an uns r�chen sollte?

Das kann sie nicht. Morgen wird sie so schuldig sein wie wir.

Und wenn sie nun Vater Arigoni beichtet?

Er wird es nicht wagen, uns zu bestrafen.

Seinetwegen haben wir das Gel�bde gebrochen.

Ottavia, es ist doch Unrecht.

M�ge Gott uns verzeihen.

Ottavia? Benedetta?

Was wollt ihr von mir?

Nein!

R�hren sie mich nicht an! Gott wird sie strafen!

Begehen sie kein Sakrileg! Ottavia! Nein!

Wagen sie es nicht! Das werden sie bereuen!

Schwestern, helft mir, helft mir doch!

Nein! Nein! Nein!

Habt doch Mitleid mit mir, helft mir doch! Nein, Schwestern!

Habt Erbarmen mit mir!

Ich will nicht! Ich will nicht! Nein!

Nein! Nein! Nein!

Was habe ich euch denn getan? Nein! Oh, hilf Madonna!

Was habt ihr mir vorzuwerfen, dass ihr mich ihm ausliefert?

Warum starrst du mich nur so an? Warum hilfst du nicht?

Darf ich ihnen Wein anbieten. - Ja, danke Schwester.

Isabella, steh auf.

Isabella, gehorche der �btissin. Du kommst mit mir nach Hause.

Wenn die Tr�nen Reue zeigen sollen, dann ist es zu sp�t.

Sie ist f�r den geistlichen Stand nicht geschaffen, sie ist zu stolz.

Sie wird niemals Gott Gehorsam geloben k�nnen.

Gegen Hochmut m�ssen wir alle k�mpfen, Se�ora.

Unsere ehrw�rdige Mutter ist sehr streng, das arme Kind.

Ihr Ungl�ck verdiente Mitleid.

Er stammt aus unseren Weinbergen. - Danke.

Ihre Tochter st�rt unsere Gemeinschaft.

Ich muss verhindern, dass ihr schlechtes Beispiel Schule macht.

Da sie die Gesetze nicht akzeptiert, muss sie gehen.

Es wird nicht schwer f�r sie sein...

...die Liebe, die ihr im Kloster fehlt, in der Welt zu finden.

Ich werde darum beten, dass Gott sie besch�tzt.

Oh, unser Bischof trinkt selbst den letzten Tropfen aus.

Sch�tze uns Christus, unser Herr, vor der Versuchung.

Und schenke uns unseren Seelenfrieden wieder.

Haben sie doch Mitleid mit sich selbst.

Ich verlange von ihnen nur Gehorsam. Helfen sie mir.

Dann soll mein Gebet um Vergebung sie einschlie�en.

Mein Gott, bitte gib mir die Kraft, den Schmerz zu ertragen.

Ich hab mich nie gesehen wie ich bin...

...aber du hast mich mir gezeigt.

Nimm diese furchtbare Leidenschaft von mir.

Oh Herr, brenne diese unheilige Liebe aus.

Ich habe ges�ndigt.

Nimm das Verlangen von mir, damit ich nicht wieder s�ndigen muss.

Bitte vergib uns.

Lucia, Lucia!

Der Widerstand ist sinnlos. F�hrt ihn ab.

Los!

M�ge Gott sie besch�tzen.

Wenn er im Klostergarten war, musste ich ihn sehen.

Ich wollte es nicht, aber es war wie ein D�mon in mir.

Und wenn er mich dann anblickte...

...begann ich am ganzen K�rper zu zittern.

Und ich war meiner Sinne nicht mehr m�chtig.

Erst wenn er mich verlassen hatte, kam ich wieder zu mir.

Ich habe gebetet, damit ich von der Versuchung erl�st werde.

Aber ich wurde nicht erh�rt. Ich habe das Gef�hl...

...dass Gott sich von mir zur�ckzog und schweigt.

Er schweigt, seit ich diesem Mann begegnet bin.

Ich bin besessen von einem b�sen Geist.

Ich wei�, dass es der Teufel ist.

Ich bin verdammt, ich bin dem Teufel verfallen.

Dieser Mann hat mich zu einem Werkzeug des Satans gemacht.

Ehrw�rdiger Vater, mich beherrscht eine schreckliche Leidenschaft.

Ich m�chte sterben, es gibt f�r mich keinen Frieden mehr auf dieser Welt.

Was soll ich tun? Ich bin verloren.

Helfen sie mir doch.

Satan, verlasse diese Ungl�ckliche, damit sie zu Gott zur�ck findet.

Gott hat ihr vergeben, Satan hat keine Gewalt mehr �ber sie.

Weiche von ihr, Satan.

Sie sind gerettet meine Tochter.

Aber nur, wenn sie Jean Paulio Ozio nicht wiedersehen.

Schwester Angela, ich finde, dass seit dem Tag der Verhaftung...

...in unserem Kloster wieder Frieden und Ruhe herrschen.

Hoffentlich sucht der Teufel unsere Mutter nicht in neuer Gestalt heim.

Ich m�chte kein falsches Zeugnis gegen eine meiner Schwester ablegen, aber...

...Schwester Giovanna sagte zu Lucia, Ottavia lie�e mittels einer Leiter jemand bei sich einsteigen.

Und Schwester Paola beobachtete 3 Schwestern beim Schleichen durch den Kreuzgang, ohne Lampen.

Was? Ohne Lampen?

Und warum war das Gesicht der einen mit einem schwarzen Tuch bedeckt?

Und sie trug M�nnerstiefel! Vielleicht war sie ein er?

Der Teufel war unter uns. Er hat Helferinnen unter uns.

M�ge Gott uns gn�dig sein.

Du darfst mich nicht einfach so rufen lassen, mein Kind.

Das ist unvorsichtig.

Ich war es nicht, die �btissin wollte sie sprechen.

F�hlt sie sich noch krank. - Ja.

Sie ahnen es vielleicht, es geht um Jean Paulio Ozio.

Wohin ist er gebracht worden?

Er wird im Gef�ngnis von Pavia seit 6 Monaten gefangen gehalten.

Bitte suchen sie ihn auf.

Im Auftrag des Klosters von Monza.

Warum?

Es war ein Fehler von mir, seine Verhaftung zu veranlassen.

Er k�nnte im Gef�ngnis sterben und das will ich nicht.

Ich will mein Gewissen nicht noch mehr belasten.

Schwester, wenn Wollust �ber einen Menschen Besitz ergriffen hat, herrscht der K�rper �ber die Seele.

Wie k�nnen sie es wagen, so etwas zu mir zu sagen?

Weil sie mir gebeichtet haben.

Sie k�mpfen gegen ihre Leidenschaft.

Soll ich es ihm erleichtern oder ihn sogar befreien? Nein.

Ich bin ihr geistiger Beistand, aber niemals ihr Komplize.

Ich sp�re meine Unvollkommenheit schwerer als sie glauben.

Helfen sie mir.

Ich kann ihnen erst helfen, wenn sie ihn vergessen haben.

Mutter Oberin ist unwohl!

Unsere gute Mutter muss das Bett h�ten.

Vielleicht wartet sie auf den Mann mit dem Pferdefu�.

Er hat sicher ein Mittel, dass ihr Fieber ihm Blut dr�ckt.

Er war lange unser Nachbar, der B�se, der Versucher.

Er hatte wundersch�ne Lippen und dunkle Augen.

Warum wird hier nicht gearbeitet?

Was hast du ihnen erz�hlt?

Gar nichts.

Hast du dein Bu�gebet gesprochen? - Nein.

Ich wei� nicht was ich t�te, wenn es mir passierte.

Es passiert nur, wem es passieren soll.

So straft Gott den Hochmut der Frauen und bricht ihren Stolz.

Das wagen sie mir zu sagen, nach allem was ich f�r sie tat.

Nie wieder tue ich etwas f�r sie. Ich hasse sie.

Wirklich?

Stehen sie auf! Der Stadthalter Spaniens will sie sprechen.

Ich mache ihnen einen Vorschlag. Nehmen sie an, sind sie frei.

Sie k�nnten dieses Verlie� noch heute verlassen.

Die �btissin von Monza w�rde die Anklage gegen sie fallen lassen...

...wenn sie ins Exil gehen und uns verlassen.

Ich glaube, dass das ist ihr Einfall ist, nicht der der Nonne.

Sie haben n�mlich Angst, mich vor Gericht zu stellen.

Angst? Vor wem? Vor ihnen?

Nein, vor dem heiligen Vater.

Er soll nichts �ber die unw�rdigen Zust�nde im Kloster ihrer Verwandten erfahren.

Ich w�rde ein gespr�chiger und interessanter Zeuge sein.

Na, sch�n. Dann werden sie eben vor Gericht erscheinen.

Aber bedenken sie, unsere Richter sind f�r L�gen taub.

Und f�r Verleumdung gibt es hohe Strafen.

Die spanische Krone erlaubt es nicht, dass Angeh�rige einer Familie...

...die dem Kaiser dient, von einem Italiener blo�gestellt werden.

K�nnen wir es noch verantworten, dass Schwester Virginia weiter unsere �btissin ist?

Diese Frage ist entscheidend, wir stehen vor einer Kapitelwahl!

Wer von euch Virginia wiederw�hlt, sollte bedenken...

...dass ihre S�nde wegen des Einflusses ihrer Familie nie offenbar werden wird.

Gelobte sie nicht Gott Keuschheit, Armut, Gehorsam?

Ist sie keusch? War sie je arm? War sie gehorsam?

Ich denke da an ihre Krankheit.

Diese eigenartige Krankheit h�lt sie seit Monaten von ihren Pflichten fern.

Die Vorsteherin des Klosters sollte geistlich, nicht weltlich sein.

Wir sollten unter uns eine suchen, die sich allein mit Gott verbunden hat.

Ottavia, pass auf das Kind auf. Lass niemanden herein.

Ich bin sp�testens in einer Stunde wieder zur�ck.

Es ist zu gef�hrlich, gehen sie bitte nicht, Schwester.

Wenn sie nun von jemandem erkannt werden?

Ich will Rosso sprechen.

Er ist da in dem Zimmer.

Rosso, ich bin hier, um ihnen zu helfen.

Und warum?

Bestich die Wachen damit!

Wirst du versuchen, ihn zu befreien?

Ja. - Ich danke dir.

Aber f�r sie tue ich es nicht, �btissin.

Rosso... sag ihm, dass er eine Tochter hat.

Das Kind, das sie in S�nde empfangen haben, ist unschuldig.

Unser Gott liebt alle Kinder.

Aber damit der Herr gn�dig sei, m�ssen sie den Vater vergessen.

Es w�re niemals dazu gekommen, wenn ich damals nicht f�r ihn gebetet h�tte.

Wie konnte ich nur so wahnsinnig sein?

Er wird euer beider Leben zerst�ren, er ist gef�hrlich.

Er kommt aus einer ihnen unbekannten Welt.

Einer Welt der Ma�losigkeit, einer Welt voller Hass.

Aber wir haben ein gemeinsames Schicksal!

Unsere Welt ist voller Ruhe, voller Innerlichkeit.

Wir haben unser Dasein in die Hand der Liebe gegeben.

Ich spreche jetzt nicht als Beichtvater, sondern als Mann.

Im Schweigen unserer Welt k�nnen wir gl�cklich werden.

Denn nur ich kann sie und ihr Kind sch�tzen.

Ich liebe sie.

Oh, mein Gott. H�tten sie blo� geschwiegen.

Ich habe sie immer geliebt.

Ich will es nicht h�ren. Und ich vertraute ihnen.

Gibt es denn niemand, der mir helfen kann?

Der Arzt, nach dem sie geschickt haben.

He, mein Geld!

Du schmei�t ja ganz sch�n mit meinem Geld um dich.

So reich bin ich auch wieder nicht.

Es ist nicht dein Geld. - Von wem denn sonst?

Von ihr. Sie hat mich geschickt. Komm, weg hier.

Nein.

Warum hast du mir eigentlich zur Flucht verholfen?

Wegen unserer Tochter.

Sie kann nicht hier bleiben. Nimm sie zu dir.

Sorge f�r ihre Zukunft, ich kann es nicht tun.

Du liebst mich nicht und wirst mich nie lieben k�nnen.

Doch, ich liebe dich.

Aber wir m�ssen an das Kind denken, bring es fort.

Wenn man es hier findet, kommt es ins Waisenhaus.

Nimm unsere Tochter zu dir.

Gut, aber du musst auch mitkommen.

Vielleicht entbindet man mich von meinem Gel�bde.

Nein, das wird man nicht tun.

Versuch es, bitte. Ohne mich gibt es kein Gl�ck f�r dich.

Ja, aber du musst sie taufen lassen.

Es w�rde dir �hnlich sehen, wenn du es vergisst.

Ich werde bei ihrer Taufe nicht dabei sein k�nnen.

Ich m�chte, dass sie nach meiner Mutter genannt wird.

Alma Francesca Margarita.

Schwester Virginia de Leva.

Schwester Imbessaga.

Der Wahl des Konvents zufolge ist die neue �btissin Schwester Angela Sacci.

Weiterhin wurde Schwester Imbessaga als Vikarin gew�hlt.

Schwester Virginia de Leva.

Ein entt�uschendes Ergebnis f�r sie.

Aber da ihnen das Kloster am Herzen liegt, werden sie sich damit abfinden.

Ich vertraue darauf, dass sie ihre Nachfolgerinnen unterst�tzen.

Um so mehr, da das Kloster von ihrer Familie gestiftet wurde.

Sonst haben sie mir nichts weiter zu sagen?

Doch. Sie haben mir ihr Gewissen vor einiger Zeit anvertraut.

Ich habe mit den kirchlichen Mitteln versucht, ihnen ihren Seelenfrieden wieder zu geben.

Aber ich f�rchte, ich war nicht sehr erfolgreich.

Ich gab ihnen den Rat, gegen sich selbst anzuk�mpfen.

Dann w�rde Gott ihnen gn�dig sein.

Menschen jedoch verzeihen nicht so leicht.

Die Kirche muss einem m�glichen Skandal vorbeugen.

Vielleicht betrachten sie die Wahl mal von dieser Seite aus.

Ich habe den Kardinal schon gebeten, den Schleier ablegen zu d�rfen.

Das wird man nie erlauben. Das g�be einen Skandal!

Ich wurde nicht gefragt, ob ich �btissin werden wollte.

Ich wurde nicht gefragt, ob ich Nonne werden wollte.

Ich war noch ein Kind, ich habe nicht die Berufung dazu.

Mann kann mich nicht dazu zwingen.

Da t�uschen sie sich. Sie k�nnen nicht einfach gehen...

...ohne der Kirche und sich selbst zu schaden.

Und dass sie das nicht wollen, wissen wir beide.

Als Bu�e f�r die S�nde meiner Liebe zu dir, bleibe ich f�r immer im Kloster.

S�nde? Du versprachst mir alles zu tun, um heraus zu kommen.

Man erlaubt es mir nicht. - Dann prozessiere eben.

Ich bin nicht mehr �btissin. Man entbindet mich nicht des Gel�bdes.

Ich muss den Schleier tragen, ohne Hoffnung ihn je zerrei�en zu k�nnen.

Der ist f�r mich nicht vorhanden.

Lass mich zu dir.

Ich liebe dich, Virginia.

Du musst mich vergessen. Qu�le uns nicht.

Ich habe nur noch den Tod zu erwarten.

Du bist ja v�llig ver�ndert. Wehre dich dagegen!

Gott, habe Mitleid mit uns.

Es gen�gt dir wohl nicht, Huren von der Stra�e zu holen und Nonnen bei der Beichte zu verf�hren.

Du willst auch noch die, die du nicht haben kannst.

Virginia de Leva zum Beispiel!

Ich warne dich, du hast einen Priester vor dir.

Du wolltest, dass ich ihr Liebhaber werde.

Erst ihre Moral brechen, dann wolltest du sie nehmen.

F�r dein Ziel, hast du unsere Schw�chen eingeplant.

Jetzt habe ich aber genug.

Ich werde dich vernichten, Ozio.

Sei vorsichtig, Graf Fuentes hat ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt.

Vielleicht will es sich einer deiner Feinde verdienen.

Aber du hast ja noch nie auf mich geh�rt.

Wei�t du, was man von dir behauptet? - Was?

Dass du was mit einer Nonne hast.

Es war �u�erst unklug, sich auch noch die Kirche zum Feind zu machen.

Was wirst du tun? - Keine Ahnung.

Am besten ich gehe erst einmal au�er Landes.

Nur wohin? - Geh doch nach Venedig.

Da sind viele sch�ne Frauen und keine Spanier.

Aber lass die Nonne in Ruhe!

Ich werde ein Wort bei Fuentes f�r dich einlegen.

Ich freue mich sie wieder zu treffen, Isabella.

Ich auch.

Und die Nonnen haben sie in die Flucht getrieben?

Nicht doch. Ich reise in ihrem Auftrag, als Missionar.

Was sie nicht sagen.

Ich bin gekommen, um sie zu retten. - Danke daf�r.

Ich war schon nach einer Woche unter der Haube.

Ich langweile mich mit meinem Mann zu Tode.

Der Rausschmiss aus dem Kloster hatte meine Familie aufgeschreckt.

Ich verdanke also meine Ehe ihnen.

Immer haben wir M�nner Schuld.

Dabei k�nnten wir ohne euch Frauen nicht schuldig werden.

Ich konnte nur meine Liebe gestehen, weil sie zuh�rten.

Haben sie jetzt mehr Freiheiten? - Ja.

Hattest du mich vergessen?

Nein, das konnte ich nicht.

Du denkst doch immer noch an Virginia.

Es ist eine Tods�nde f�r eine Nonne.

Und sie wei�, dass die H�lle auf sie wartet.

Auf dich vielleicht nicht?

Du betr�gst deinen Mann, ist das nicht auch eine S�nde?

Eine verzeihliche S�nde. Aber vielleicht wirken auf dich nur noch Nonnen.

Isabella, es tut mir leid.

Entschuldige dich nicht. Du wolltest sie nur vergessen.

Aber ich kann es nicht.

Bleib bei mir, Jean Paulio. Ich liebe dich.

Geh nicht nach Monza zur�ck. Mach uns nicht alle ungl�cklich.

Virginia! Virginia!

Mach die T�r auf! Ich muss dich sehen.

Ich liebe dich.

Lass mich rein!

Nein, geh. Wir sind beide verloren, wenn sie dich finden.

Das ist mir egal! Lass mich rein, nur f�r einen Moment.

Sei vern�nftig. - Ich gehe ja gleich wieder.

Das glaube ich dir nicht.

Willst du nicht wissen wie es deinem Kind geht?

Ich muss das Kind und dich vergessen. Geh weg!

Verrate mich und ich bring dich um.

Was willst du von Virginia? Sie liebt dich nicht mehr.

K�ss mich.

Wenn du je dar�ber sprichst, schlage ich dich tot.

Halt den Mund, ich tue dir nichts. Wer bist du?

Schwester, du bist es.

Gl�ck muss der Mensch haben. Kannst du mich verstecken?

Hier? Das ist unm�glich, niemals. Vergiss es.

Ich komme nicht mehr aus dem Kloster raus.

Die neue �btissin scheint nicht schlafen zu k�nnen.

Komm. Bewach mich bis morgen fr�h, dann bin ich weg.

Ich werde auf dem Fu�boden schlafen.

Nicht sehr bequem.

Bei Pater Arigoni machst du nicht solch ein Theater.

Nein, nicht. Zeig mir mein Kind, Jean Paulio.

Schnell, bringt sie in die K�che.

Gott, in seiner G�te, hat dieses Haus reichlich beschenkt.

Wachteln und Fasane habe ich fr�her gern gegessen.

Schwester Victoria, sehen sie: Wild, Gefl�gel!

Wer unsere Klosterk�che so beschenkt, hat ein gutes Herz.

Und wer hat dieses gute Herz, Schwester?

Geschenke d�rfen wir nicht annehmen.

Aber Se�or Ozio ist doch unser Nachbar.

Ich werde ihn in meine Gebete einschlie�en.

Schwestern, wer hat ihnen erlaubt, sich gegen das Gebot der Gen�gsamkeit zu vergehen?

Nehmen wir in Demut, was Gott uns gibt.

Wer seine Gaben nicht annimmt, begeht S�nde.

Oder ist f�r sie Stolz keine S�nde?

Schwester Virginia, diese Geschenke sind nicht von Gott.

Sie kommen von jemandem, der ihnen n�her ist als Gott.

Beschuldigen sie blo� niemanden der S�nde.

Bedenken sie, wir haben eine Abscheu vor dem Laster.

Diese Abscheu vor Geschenken wird meinen Vater interessieren.

Wie m�ssen sie unter dem geschenkten Geld meiner Familie leiden.

Was das Kloster besitzt, kommt von mir, nicht von Gott.

Was ist mit dem, was ich eurer K�che geschenkt habe?

Die �btissin hat alles an die Armen verteilen lassen.

K�nnt ihr diese Frau nicht wegjagen?

Ich bin hier seit 3 Wochen unfreiwilliger Gast.

Das ist doch gar nicht so schlimm.

Das du in diesen schrecklichen Gem�uern leben kannst.

Diese verdammten Glocken Tag und Nacht.

Du musst Geduld haben. - Und wie lange noch?

Wer wei�, wann die Spanier endlich abziehen?

Wissen sie, was man in der Stadt erz�hlt?

Ozio ist im Kloster bei ihr, wie Mann und Frau.

Ich dachte, sie interessiert das.

Du hast hier oben nichts zu suchen. Was tust du hier?

Gar nichts.

Hat Schwester Virginia nicht schon mit den anderen gegessen? - Nein.

Aber ich habe sie doch bedient.

K�mmere dich um deine eigenen Sachen, oder.

Verpetzen sie mich dann bei Jean Paulio?

Was meinst du damit?

Er mag es nicht, wenn man ihn bei Virginia st�rt.

Du bist verr�ckt.

Er hat mich auch schon mal gek�sst.

Ich k�nnte, wenn ich wollte, mit ihm schlafen.

Wenn er keine Lust hat, sage ich der �btissin bescheid.

Sie m�ssen sie zum Schweigen bringen.

Sonst wei� bald das ganze Kloster von ihm.

Der Teufel soll sie holen, wenn sie nicht bald ruhig ist.

Sie ist gef�hrlich.

Na gut, dann werde ich ihr den Mund stopfen.

Nein, ich gehe zu ihr und gebe ihr Geld.

Dann wird sie bestimmt schweigen.

Sieh nach.

Was bedeutet das?

Nein, ich war das nicht, ehrw�rdige Mutter.

Ich habe Angst davor und wei� nicht, wo es das gibt.

Es muss der Teufel gewesen sein.

Du willst dich nur rausreden, du l�gst.

Nein, der B�se ist unter uns im Kloster.

Erz�hl keinen Unsinn. - Ich wei�, sie war es.

Ich habe sie gesehen, wie sie aus einer Zelle schlich.

Sie hatte einen Korb bei sich, den sie vor mir versteckte.

Es ist der Teufel gewesen.

Du bist vom Teufel besessen. - Ich nicht, aber andere.

Ich will meinen Beichtvater sehen, der Teufel ist hier.

Halt deinen dummen Mund.

Fragen sie doch Schwester Virginia nach dem Teufel!

Oh, Gott.

Du wirst aus dem Kloster ausgesto�en!

Beherrschen sie sich! Katharina ist doch �berf�hrt.

Ottavia sah, wie sie sich aus einer Zelle schlich.

Das konnte sie nicht, sie war viel zu besch�ftigt.

Sie musste doch Jean Paulio das Essen bringen.

Die Arme ist nicht bei Sinnen. Sie hatte fr�her schon solche Anf�lle. - Sie l�gt!

Wenn sie mir nicht glauben, durchsuchen sie ihr Zimmer.

Mutter, lassen sie sie einsperren oder ich werde mich an meinen Vater in Madrid um Hilfe wenden.

Ich lasse mich nicht von einer Magd verd�chtigen.

Sie haben keinen Anlass zur Beschwerde, Schwester.

Aber meine Pflicht ist es, die Ordnung zu wahren.

Schlie�t sie in der W�scherei ein, niemand darf zu ihr.

Sie war es! - Sei endlich ruhig!

Ich wei�, dass er mich liebt.

Er will mich, mich, mich!

Du geh�rst nicht in ein Kloster, sondern auf die Stra�e.

Jean Paulio!

Katharina, nimm das Geld und verlass das Kloster, bitte.

Niemand erf�hrt, woher du es hast.

Du bist keine Nonne. Rette dich, bevor es zu sp�t ist.

Ich wei�, dass er in ihrem Zimmer ist. Ich wei� alles.

Ich wei�, was ihr da macht.

Du hast nichts gesehen oder geh�rt, nur Einbildung.

Ich h�re euch jede Nacht!

Katharina, du bist krank. Es ist deine kranke Fantasie.

Ja! Ich verlier den Verstand, weil ich wei� was er tut.

Ich werde es immer wieder sagen! Bis zu eurem Prozess!

Er hat mich gek�sst. Ich liebe ihn.

Ich will ihn haben. Wenn nicht ich, dann niemand!

Ich hab dich damals gewarnt!

Ich wollte es nicht sagen! Tu es nicht!

Nein!

Katharina ist heute Nacht geflohen.

Es wird sie niemand finden. Sie ist im Garten begraben.

Dass du sie get�tet hast, wird uns niemals vergeben.

Sie h�tte uns verraten.

Wir haben die ewige Seligkeit verloren.

Sprich nicht mehr von unserer Schuld. Sie ist tot.

Du kannst hier nicht l�nger bleiben.

Du musst mit mir fliehen!

Ich m�chte sterben. Ich ertrage das alles nicht mehr.

Ich danke ihnen, dass sie so schnell gekommen sind.

Eigentlich h�tten sie von sich aus herfinden m�ssen.

Aber setzen sie sich doch.

Wissen sie, warum ich nach ihnen geschickt habe? - Nein.

Sie habe nicht von den Ger�chten �ber das Kloster geh�rt?

Es gibt auch welche, die sie betreffen.

Ein Priester f�rchtet Verleumdung nicht. Unser Herr ist ans Kreuz geschlagen worden.

Ja, ja, aber das geh�rt nicht zu unserem Thema.

Ich habe geh�rt, ihr Interesse an Nonnen w�re rein fleischlicher Art.

Es liegt Satan immer mehr an der Vernich- tung der Unschuldigen als der Schuldigen.

Gott wei�, dass er mich zu den Unschuldigen z�hlt.

Ich wollte nur die Seelen retten. Ist das Verfehlung?

Ja, und?

Ich verstehe, dass die Ger�chte mir mein Amt in Monza nehmen werden.

Ich bin bereit, Gott wieder in meinem alten Dorf zu dienen.

So leicht mache ich es ihnen nicht, sie bleiben in Monza.

Ihr Platz ist in diesem Hornissennest, bis zum Ende.

Pater, f�r den Erfolg in der Kirche muss man handeln.

Wer nicht f�r sie ist, ist gegen sie?

Etwas spitz formuliert, aber zutreffend.

F�r die Aufkl�rung brauche ich Zeugen und Beweise.

Sollten sie in der Beichte etwas von Belang geh�rt haben...

...so w�re es leicht, es mit der Folter zu wiederholen.

Ich verstehe.

Wenn sie mir daher mitteilen, was Dritte wissen...

...w�rden sie helfen, sie auf den rechten Weg zu f�hren.

Ich frage sie also, haben nach ihrer Kenntnis Nonnen das Reglement gebrochen?

Nein, mon Senore, nein!

Es gibt in Monza nat�rlich Unvollkommenheiten.

Sind die Unschuldigen gesch�tzt, wenn ich Namen nenne?

Sind sie das?

Also gut.

Es gibt einen Schuldigen, der die Nonnen gef�hrdet.

Alle Unruhe in Monza geht auf diesen Mann zur�ck.

Auf Jean Paulio Ozio.

Was hat sie?

Die Soldaten durchsuchen das Kloster nach ihnen.

Sie sind mit dem Sekret�r des Bischofs gekommen.

Im Keller ist ein Raum, dort k�nnen sie sich verstecken.

Ich komme wieder, wenn es dunkel ist.

Der Bischof hat ihre Festnahme befohlen.

Sie werden mich nicht anr�hren.

Sie werden in das Mail�nder Kloster gebracht werden.

Man wird dort ihrem Rang entsprechend mit ihnen verfahren.

Nein, lieber t�te ich mich.

Sie haben ihr Leben von Gott, nur er darf es nehmen.

Mein Vater wird das nie zulassen.

Er hat seine Hand von ihnen gezogen.

Helft mir doch! Habt Erbarmen mit mir!

Das k�nnt ihr doch nicht zulassen!

Hat denn keiner Mitleid? Ich bin so verzweifelt!

K�nnt ihr mir denn nicht verzeihen, Schwestern?

Ich bin so allein mit meiner Angst. Steh mir bei!

Schwestern, lasst uns beten.

F�r diese Unselige und f�r uns selbst.

Man wird Fragen stellen. Wird der Bischof uns helfen?

Ja, er wird das Kloster retten.

Aber er wird den Skandal nicht abwenden k�nnen.

Nein, es ist schrecklich.

Nimm dich zusammen, wir m�ssen weiter.

Lasst mich hier liegen. Sollen sie mich doch finden.

Steh auf, Benedetta. - Ich kann nicht mehr weiter.

Du wei�t ja nicht, was du da sagst.

Wie weit ist es denn noch?

Am See ist eine alte Jagdh�tte. Es ist nicht mehr weit.

Komm! - Es hat ja doch keinen Sinn.

Egal wohin wir fliehen. Sie werden uns �berall finden.

In der H�tte k�nnt ihr euch ausruhen.

Da sind wir sicher. Sie geh�rt nicht mehr zu Monza.

Morgen bringe ich euch zum Kloster von Bergamon.

Ich kann nicht mehr weiter!

H�r auf zu jammern! Umkehren k�nnen wir nicht mehr!

Werde nicht hysterisch, Benedetta.

Na, los doch! - Ich kann nicht!

Ach was, du bist hysterisch, weiter nichts!

Von mir aus bleib hier liegen und verfaule!

Nein, bitte nimm mich mit, Jean Paulio.

Glaubst du vielleicht, ich trage dich?

Ottavia, Ottavia!

Lasst mich hier nicht allein zur�ck!

Ich will hier nicht sterben!

Du stellst dich blo� an. Ich kenn dich doch.

Was willst du eigentlich? Wieder zur�ck ins Kloster?

Dort w�rden sie uns foltern.

Oh, mein Gott, erh�re mich in meiner Not.

Diese Wahnsinnige!

Warum haben wir dich blo� mitgenommen?

H�r auf zu heulen! Sonst schlage ich dich!

Schrei nicht auch noch herum!

Nein, tu ihr nichts, Jean Paulio!

Irgendjemand muss uns ja mal h�ren!

Du hast schon mal gemordet! Willst du wieder morden?

Was hast du gesagt? Du, du, du!

Du schl�gst sie ja tot! Nein!

Wer hat mich denn aufgehetzt und mir geholfen?

Du verlogene alte Hexe!

Komm, weiter. Los, komm!

Nein. Du hast sie ja...

Dann eben nicht!

Ich habe dich schon erwartet.

Ich wei� alles �ber deine neuesten Heldentaten.

Wohin hat man sie gebracht?

Nach Mailand. Sie ist im Kloster von Bocetto.

Und, was ist das f�r ein Kloster?

Es untersteht der heiligen Inquisition.

Oh, Gott. Wird sie gefoltert werden?

Das ist anzunehmen.

Das werde ich nicht zulassen.

Sie werden sie nicht anr�hren.

Was kannst du tun?

Gib mir ein paar von deinen M�nnern mit.

Das ist zu riskant.

Ich bin bereit, dich hier eine Zeit zu verstecken.

Aber ich lege mich nicht mit den Spaniern an.

Ihre Familie hat Einfluss und ist sehr reich.

Du bekommst ein Verm�gen, wenn du mir hilfst.

Na, gut. Versuch es. Ich gebe dir ein paar M�nner mit.

Graf Fuentes? Ich verrate nicht gern einen Freund.

Aber Jean Paulio wird Mailand nicht lebend erreichen.

Danke.

Oh, Herr. Erbarme dich unser.

Schauen sie auf die Bibel, Schwester.

Dann gibt Gott ihnen Kraft, die Wahrheit zu sagen.

Ich habe alles gesagt, was ich wei�.

Dann m�ssen sie ihre Aussage best�tigen. - Oh, Gott.

Sie best�tigen ihre folgenden Aussagen:

Erstens, �ber Jean Paulio Ozio. - Ja.

Zweitens, �ber Schwester Ottavia. - Ja, ja.

Drittens, �ber Schwester Benedetta. - Ja.

Viertens, �ber Pater Arigoni. - Oh, Gott.

Pater Arigoni betreffend auch? - Ja.

F�nftens, �ber Schwester Candida. - Ja.

Sechstens, �ber die Konvertitin Katharina. - Ja.

Und diese ihre Aussage best�tigen sie?

Erl�sen sie mich von diesen Schmerzen.

Sie m�ssen sagen: Diese meine Aussage best�tige ich.

Diese meine Aussage best�tige ich.

Nehmen sie sie ab.

Und jetzt f�hren sie Pater Arigoni vor.

Pater Arigoni.

Reiten wir lieber durch die W�lder. Das ist sicherer.

Die Spanier patrouillieren auf den Stra�en.

Ich f�rchte, du wirst nicht nach Mailand kommen.

Schlagt ihm den Kopf ab.

Den wiegen die Spanier mit Gold auf!

Nein, nein.

Virginia Maria de Leva, Ordensschwester des Klosters Santa Margarita, Gr�fin v. Monza, Prinzessin v. Ascoli...

...erkennt ihr euch in den folgenden Anklagepunkten f�r schuldig?

Erstens: Waren sie mit den Schwestern Candida Brancolini und Silvia Casati Zeugin des Mordes...

...an der Konvertitin Katharina de Meda durch Jean Paulio Ozio...

...und haben sie diesen Mord weder verhindert, noch zur Anzeige gebracht?

Ja.

Zweitens: Wurde ihnen vom besagten Ozio unter Zwang die Jungfr�ulichkeit geraubt und...

...haben sie trotzdem dieses Verbrechen nicht zur Anzeige gebracht, obwohl sie wussten, dass...

...Pater Paolo Arigoni und die Schwestern Ottavia und Benedetta die Vergewaltigung geplant hatten...

...um sie schuldig werden zu lassen? - Ja.

Drittens: Haben sie danach aus Wollust, ihren Vergewaltiger nicht nur wiederholt im Kloster...

...empfangen, sondern haben ihn sogar mehrfach in seinem eigenen Haus aufgesucht...

...wo sie sich ihm freiwillig hingegeben haben und...

...geschah dies mit Wissen des oben genannten Priesters und der oben genannten Schwestern?

Ja.

Viertens: Sie waren sich des Umstandes voll bewusst, dass sie das Gel�bde der Keuschheit brachen...

...und sich damit gegen die Gesetze des Klosters, ihres Standes und unserer heiligen Kirche vergingen?

Ja.

F�nftens: Sie gaben sich der Lust hin, indem sie wissentlich ihre Pflichten als �btissin vernachl�ssigten...

...und dadurch Gott, unseren Vater, beleidigten?

Ja.

Das Urteil lautet:

Dieses Gericht beschlie�t heute, am 17.10.1608...

...in �bereinstimmung mit dem kanonischen Recht und den bestehenden Gesetzen...

...sie, Virginia de Leva, schuldig zu sprechen.

Sie haben gestanden, alle angef�hrten Verbrechen gegen unsere Ordnung begangen zu haben.

Im Namen Gottes verurteilt sie das Gericht...

...zur Strafe lebensl�nglicher Haft.

Man wird sie ins Kloster nach Mailand bringen und dort wie folgt mit ihnen verfahren:

Die Schuldige wird in eine Zelle ohne Fenster eingeschlossen.

Die T�r wird mit Steinen zugemauert werden.

Die Verurteilte verbleibt im Raum bis zum Lebensende.

Sie wir dort in ewiger Dunkelheit die Natur in sich sterben lassen, zum Wohle ihrer unsterblichen Seele.

Gelobt sei der Herr. Amen.

Nein! Nein! Nein!

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