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Original subtitles

ALL DIE UNGESAGTEN WORTE NACH DER ROMANVORLAGE

Du hast ihn dreimal getroffen und gehasst.

Aber es ist ein Begräbnis.

Wir sind nur wenige. Reißen wir uns also zusammen.

Woran denkst du?

Während ich meinen Vater an dem Tag begrabe, an dem wir heiraten wollten?

Gute Frage.

Wir haben das ganze Leben vor uns.

Andere nicht mehr.

Wollte er eigentlich kommen?

Ich frage mich, ob Mama ihn da oben wiedererkennt.

Wir würdigen heute das Leben von Eva Saurel.

Die Frau, die sie war und in den Herzen immer sein wird.

An das Wort Gottes zu glauben,

heißt, die tiefe Überzeugung zu haben, dass nichts stirbt.

Eva hat uns nicht verlassen.

Sie ist im Land des Lebens, in dem die Blumen ewig blühen.

Eva, du hast unsere Schatten und allen Schmerz überwunden.

Nur fünf von uns sind hier.

Wohl der Preis für ständiges Reisen und Egoismus.

Eine Leistung, auf die man stolz sein kann, was?

Sei nicht so hart zu dir.

Zu mir?

Ja, ich nehme an,

dass deinem Vater der äußere Schein jetzt egal ist.

Mein Beileid, ich hätte Sie heute lieber getraut.

Ja.

Schlagen wir doch zwei Fliegen mit einer Klappe.

Adam hat recht.

Wen kümmern die Gäste?

Die Absicht zählt, was Gott betrifft, oder?

Madame, bitte.

Zumindest wäre ihr Vater dabei.

Möchten Sie etwas sagen?

Nein. Nicht jetzt und nicht so.

Du vielleicht?

Ein paar Worte, mit Verlaub.

Dein Vater war einzigartig, manchmal streng,

aber du sollst wissen,

dass er dich mehr geliebt hat, als du dir vorstellen kannst.

Im Mittelpunkt zu stehen, hatte etwas.

Aber das ist jetzt vorbei.

Als mein Vater starb, wollte ich niemanden sehen.

Ich hätte Verständnis, wenn du heute allein sein willst.

Danke.

Du siehst traurig aus.

Schwer zu sagen, wer von uns den Vater verlor.

Du schauspielerst nur gut.

Glaubst du, ich lasse dich allein? Ich habe gutes Essen dabei.

Tillys Abenteuer

Hast du mich gerufen?

Wie ein Hochzeitsempfang, nur ohne die 200 Gäste.

Außerdem frei von Reden und Diashows.

Was täte ich ohne dich?

Nicht viel, Liebes. Aber das ist nicht neu.

Hast du deinen Zukünftigen angerufen?

Nein, noch nicht. Ich hätte es tun sollen,

aber er schlug vor, dass ich heute für mich bin.

Vielleicht hat er gehofft, dass du dich bei ihm ausweinst,

nicht bei mir.

Adam ist rücksichtsvoll.

Er toleriert deine endlosen Arbeitstage.

Sei vorsichtig.

Jetzt fühle ich mich noch schuldiger.

Weißt du, was mich stört?

Ich kann keine Fehler an ihm finden.

Ist keine Fehler zu haben nicht einer?

Ich kenne dich, darum bin ich besorgt.

Singles dozieren leicht über die Liebe.

Nein!

Ich bin Witwer. Das ist etwas anderes.

Mein Geliebter mag tot sein, aber ist noch bei mir.

Er sah gut aus im Krankenhausbett.

Diese verdammte Krankheit konnte ihm das nicht rauben.

Und seine letzten Worte waren voller Humor.

Was sagte er?

"Ich liebe dich."

Möchtest du tanzen?

Das waren schöne letzte Worte.

Es war das Mindeste, wenn er schon am Betrug an mir starb!

-Ja? -Julia Saurel? Eine Lieferung.

Das muss ein Irrtum sein. Ich habe nichts bestellt.

Hier steht was anderes.

OBEN

ZERBRECHLICH

Was ist das bloß?

Ich werde verrückt.

SCHALT MICH EIN

Hast du mich vermisst?

Ich verstehe deine Überraschung. Das ist normal.

Nein. Du kannst unmöglich hier sein.

Ich bin es auch nicht wirklich.

-Das ist ein Albtraum. -Nein.

Ich werde aufwachen.

Du bist hellwach.

Nein, denn... Ich kann dich sehen.

Wir reden miteinander, aber du bist tot.

Du hast recht, aber dennoch...

Hör zu, setz dich...

Unsinn! Warum entscheidest du alles?

Jetzt nicht mehr.

Du kannst auf den Knopf drücken

und mich abschalten. Aber ich gehe nicht mehr an.

Es wäre definitiv.

Ich setze mich.

Ich höre.

Ja, es ist lange her, dass wir uns ausgetauscht haben.

Nun, nicht allzu lange.

Heute vor genau eineinhalb Jahren.

-So lange? -Ja.

Ich habe im Januar Geburtstag. Jetzt ist Juni. Es war letztes Jahr.

Apropos austauschen,

Christian rief an und sagte mir, du kämest zum Kerzenausblasen.

Ich hoffte auf eine Überraschung.

Aber du kamst nicht, wie üblich.

Also gut.

Wo soll ich anfangen?

-Mit einer Erklärung? -Ja.

Vor einigen Jahren investierte ich in eine Hightechfirma, sehr Hightech,

die Androiden herstellt.

Was?

Humanoiden, wenn du so willst. Roboter, die den Haushalt erledigen.

Verstehe.

Du bist zurück, um staubzusaugen?

Nein.

-Bist du Madame Tussauds entflohen? -Aber nein.

Wir hatten eine wunderbare Idee.

Den Menschen ein paar Extratage geben.

Extratage nach ihrem Tod.

Machst du Witze?

Deine Reaktion hat gezeigt, dass der Witz gut ankam.

Ich bin nahezu perfekt, oder?

-Bis auf die Falten. -Die hattest du immer.

Nein, das ist unmöglich, technisch unmöglich.

Nein, wir haben hohe Summen investiert.

Ich bin ein Prototyp, und du bist die erste Kundin.

Aber es ist ein Geschenk von Papa.

Wer will so ein Geschenk?

Wenn du wüsstest, wie viele auf dem Sterbebett sagen:

"Hätte ich nur gewusst..." "Hätte ich nur gesagt..."

"Wenn sie wüssten..."

-Wenn sie was wüssten? -Der Markt ist riesig.

Das bist so typisch du.

Aber das Ding ist nicht du.

Was sage ich da?

Das "Ding" enthält meine Erinnerungen.

Es ist eine technische Meisterleistung.

Sieh mal!

Wir haben sogar die Elastizität der Haut nachgebildet.

Und ich bin so beweglich wie ein echter Mensch.

Wozu soll das gut sein?

Um der Ewigkeit ein paar Tage abzuluchsen,

um verlorene Zeit nachzuholen,

um uns all die ungesagten Worte zu sagen,

bevor es zu spät ist.

Nein, nein... Das kann einfach nicht sein.

Das sagt die, die Figuren am Computer animiert?

Aber ich darf das nicht?

Und dieser Otter...

Ich sehe diesen Kuschelotter in jedem Duty-free-Shop am Flughafen

und sage der Verkäuferin: "Den hat meine Tochter kreiert."

Meine Tochter.

Vielleicht bin ich nur ein elender, alter Geschäftsmann,

der nichts von Vorstellungskraft versteht...

Ich habe nie "elend" gesagt.

Aber du hast meine Arbeit als "Loserjob" bezeichnet.

Ein Irrtum.

Ich lag falsch, Julia.

Allein, um dir das zu sagen, hat sich die Rückkehr gelohnt.

Im Ernst?

-Was meinst du? -Nichts.

Werd nicht frech, nur weil ich tot bin.

Oder drück auf den Knopf

und wir sind fertig.

Hey, da ist jemand an der Tür.

-Ja? -Ich bin's!

-Scheiße! -Was ist los?

-Adam. -Wer?

Der Mann, den ich heiraten wollte.

-Ab in deine Kiste. -Was? Stell mir deinen Verlobten vor.

Wir mussten die Hochzeit wegen des Begräbnisses abblasen.

Ja...

Er soll dich hier nicht sehen. Es ist besser so.

Ich erkläre alles, vielleicht versteht er es ja.

Geh in deine Kiste!

Wird er nicht wissen wollen, was drin ist?

Ich habe das Studio oben gekauft.

Geh hoch. Mach keinen Mucks. Adam weiß, dass es leer steht.

Sicher?

Geh hoch, sonst bring ich dich um!

Was ist denn das?

Ein neuer Computer für mein Büro. Falsche Lieferung.

-Ein ganz schönes Biest! -Ja.

Was für ein Computer?

Eine Neuheit.

Ja?

Großartig!

Danke.

Die Produktion geht weiter.

Ein wichtiges Problem ist gelöst. Wir hinken hinterher.

Okay, ich hatte eine Idee, um dich aufzumuntern.

Wir könnten wie geplant verreisen.

Flitterwochen vor der Hochzeit!

-Nicht übel, oder? -Ja.

Aber wenn ihr hinterherhinkt, vergiss Brügge.

Nein, du hast recht, sie kommen ohne mich aus.

-Wir fahren. -Du wirst nicht abschalten können.

Dazu der Tod deines Vaters.

Brügge, die Kanäle, der Beginenhof... Wir haben das ganze Leben vor uns.

Aber ich schweife ab.

Okay.

Wir fahren nächsten Monat.

Du brauchst sicher die Tickets zum Umbuchen.

Nein. Sie werden nicht erstattet.

Ich muss los.

Morgen ist ein anderer Tag. Und heute ein anderer Abend.

Gewiss eine Ratte.

Eine Ratte?

Da oben herrscht Chaos.

Irgendwann verbinde ich beide Wohnungen.

Beziehungsleben bedarf Inspiration.

Ja.

Und vergiss vor allem nicht...

dass wir zu zweit sind.

Ciao.

Danke für den Rattenkommentar, sehr nett.

Hätte ich sagen sollen, ein Android, der aussieht wie mein Vater?

Ich musste erstmals meinen Verlobten anlügen.

Das ist nicht meine Schuld. Du hättest die Wahrheit sagen können.

Welche Wahrheit?

-Können wir Frieden schließen? -Frieden?

Wegen heute? Wegen gestern?

Für die Jahre des Schweigens? Für unsere Kriege?

Ich war nie im Krieg mit dir, Julia.

Ich war oft abwesend, ja, aber aus Notwendigkeit.

Du wolltest mich selbst aus der Ferne kontrollieren,

hast du das vergessen?

Sinnlos. Ich rede mit einem Roboter.

Na schön.

Wähl 06-0708-1012.

Das verbindet dich mit Revive. Dann wähl 08522: kaputt.

-Kaputt? -Es ist die Firmennummer

und der Code, um mich von dort abzuschalten,

wenn du dazu nicht fähig bist.

Sie holen mich ab und du bist mich los.

Für immer.

Sechs Tage, Julia.

Sechs kurze Tage.

Warum sechs?

-Aus ethischen Überlegungen. -Will heißen?

Unsere Kunden sollen keinen Klon liebgewinnen,

so perfekt er auch ist.

Vater oder Mutter für immer bei sich zu haben,

wäre zu verlockend.

Für dich offenbar nicht!

Mein Akku reicht für sechs Tage, keinen Tag länger.

Und wenn ich ihn wieder auflade?

Wenn irgendein Schlauberger daran herumschraubt,

fährt das System runter und das Gedächtnis wird gelöscht...

Wie du willst.

Nur du hättest dir so eine Chose ausdenken können.

Sprich ruhig im Präsens mit mir.

In meinem Zustand schmerzt das Präteritum.

Was ist mit einem anderen ethischen Aspekt?

Nämlich?

Ungefragt in ein Leben zu platzen.

Deine Mutter und ich haben dich auch ungefragt gezeugt.

Bedauerst du es?

Nein.

Sechs Tage, Julia. Sechs kurze Tage.

Michel! Michel, sieh, wie gut deine Tochter tauchen kann.

Michel, sieh mal!

Du hast mich seit dem Einschalten nicht "Papa" genannt.

Nein, seit ich 20 bin.

Umso mehr gehört das geändert.

Darum ja diese Reise. Du warst einverstanden, oder?

Keine Arbeitsanrufe, keine Überraschungsbesuche von Adam

und keine langweiligen Fernsehabende.

Nur gutes Essen.

Für dich zumindest.

Und Spaziergänge, auf denen wir über alles reden.

Sechs Tage, nur du und ich.

Im Grunde bittest du mich um etwas, das du mir nie gegeben hast.

Mit einem Wohnmobil hätte er die Hotelkosten gespart.

Vielleicht war Brügge meine Idee.

Wenn du Flitterwochen drei Zugstunden von zu Hause gewählt hast,

bist du nicht meine Tochter.

Brügge! Das ist ein magischer Ort.

"Das Venedig des Nordens".

Du bist so ein Snob.

Du hast zu allem eine Meinung,

weißt alles besser und verurteilst alle außer dich selbst!

-Robert? -Wie geht's, Liebes?

Machst du mit mir Flitterwochen?

Hätten wir geheiratet, ja.

Aber du müsstest Julien heißen, sonst wärst du wenig attraktiv.

Und im Übrigen, nein.

-Ich bin kein Ersatz. -Was?

Du heiratest Adam, nicht mich. Bist du betrunken?

Nein. Ich habe nur einen Kater.

Interessant. Und der Lärm? Bist du in einem Zug?

Ich fahre nach Brügge.

Gut, ihr macht trotzdem Flitterwochen.

Nein, ich fahre allein.

Ich muss mir... über einige Dinge zu meinem Vater klar werden,

über seine Vergangenheit.

Was redest du da? Was hat dein Vater mit Brügge zu tun?

Weiß Adam davon?

Nein, noch nicht.

Warum nicht?

Ich bin aus einer Laune heraus gefahren.

Dann solltest du ihn anrufen.

Ich nutze die Tickets, die er gekauft hat,

und den Hotelgutschein.

Für das Flitterwochenhotel?

Das ist nicht nett.

Du bist wirklich allein, was?

Oh, ja!

Mehr denn je.

Atme tief ein und entspann dich.

Sag ihm, er soll nachkommen.

Verkauf es als eine deiner verrückten Ideen.

Auf den Spuren ihres Vaters in Brügge...

Sie hält mich für einen Idioten.

Ich bin's. Störe ich?

Alles okay?

Fabelhaft!

Warum dann diese Trauermiene?

Nun, besser spät als nie!

Hast du Mama oft belogen?

Niemals.

-Ich habe Adam wieder belogen. -Du kommst noch auf den Geschmack.

Du hast mich angestiftet.

Wie dramatisch!

Es ist furchtbar,

jemanden, der dir vertraut, zu hintergehen.

Wenn er so besorgt ist, sollte er mehr Fragen stellen.

Er ist ein Arbeitstier.

Was ist er von Beruf?

Er ist Fotograf.

Und dieser Kommentar ausgerechnet von dir!

Wann sind wir das letzte Mal verreist?

Nach Marc Levys Buch von Éditions Robert Laffont

Untertitel: TITRAFILM

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