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Original subtitles

Hast du auch taube Kinder da?

Ja, ihn.

Es sind Kinder.

Haben Sie ihre Papiere?

Ja.

Hier...

Hört auf! Nicht schießen!

Da sind Kinder!

40 Jahre habe ich Verbrecher gejagt, und plötzlich nichts mehr.

Viele schätzen das Rentenalter.

Das Böse geht nicht in Rente.

Sie können es weiter bekämpfen.

Kommen Sie mir jetzt mit Ihren guten Taten?

Sie durchschauen mich?

"Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege es durch das Gute."

Römerbrief, Kapitel 12, Vers 21.

Meine Frau nannte Sie immer einen...

gefährlichen Idealisten. -"Gefährlich"?

Ich erinnere mich nicht genau.

Vielleicht habe ich das ergänzt.

Das ist eine Berufskrankheit.

Schön, nicht wahr?

Die Reinheit der Stimmen.

Die kindliche Unschuld.

Wenn die Menschen ein Leben lang Kinder blieben,

hätten wir beide wohl weniger Arbeit.

Er schweigt seit seiner Verhaftung.

Was hatte er bei sich?

Ein Handy, aber es ist beschädigt.

Meine Leute arbeiten daran.

Wollen Sie Kaffee?

Das lehne ich nicht... - Nein.

Was treiben Sie für Geschäfte?

Organhandel?

Illegale Adoption?

Sexsklaven?

Zeig uns, wohin ihr die Kinder bringt.

Sofort!

Dieses Arschloch.

Langsam mag ich ihn.

Capitaine Salek, kommen Sie mal?

Ihre Vorgesetzte hat angerufen. Sie klang nicht zufrieden.

Ich muss auf die Toilette.

Du redest ja!

Ich muss auf die Toilette. - Ich hab's verstanden.

Wo ist die Verbindung zu Blackstream?

Das sind dieselben Typen wie auf Haiti, nach dem Erdbeben...

Konntest du nicht warten, Frank?

Es ist noch nichts genehmigt.

Das ist die erste echte Spur in dieser Sache.

Ich hör nicht auf, weil die trödeln!

Mach keinen Blödsinn. Die da oben nehmen das nicht hin.

Verstanden, Frank?

Salek, meine Leute konnten einige der SMS wiederherstellen.

Was macht der da?

Er musste aufs Klo.

Idiot!

Ruhig!

Hör auf!

Im Zuge der Vorbereitungen für den morgigen Paris-Marathon

wird die Popularität des Rennens deutlich,

das jedes Jahr mehr Teilnehmer anlockt.

Der Hurrikan Sandy bewegt sich auf die Ostküste der USA zu,

mit Windböen von 110 km/h.

Er forderte auf den Antillen bereits 40 Menschenleben.

Obgleich er nur noch als Tropensturm eingestuft wird,

bleibt er eine große Gefahr für die USA.

Laura Bernheim, Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs,

traf heute im EIysée-Palast ein.

Gerüchten zufolge will die Richterin kommende Woche

ein Verfahren gegen das Unternehmen Blackstream einleiten,

eine der mächtigsten Privatarmeen weltweit.

Ein Unternehmen, das das Böse toleriert, wird leicht zum Komplizen.

Blackstream und sein Chef Sean Singleton

stehen im Verdacht, Terrorverdächtige foltern zu lassen.

Dies geschehe im Auftrag europäischer Demokratien

und außerhalb jeglicher Rechtsräume in den berüchtigten "BIack Sites".

Keine der Parteien kommentierte die Gerüchte.

Was halten Sie von Bernheims Anschuldigungen?

Frau Bernheim ist eine großartige Frau,

doch sie neigt dazu, überall Nazis zu sehen.

Sie sagt, sie habe Beweise, die haben wir noch nicht gesehen.

Trotz des Drucks, dem Laura Bernheim angeblich ausgesetzt ist,

fährt sie fort mit den Ermittlungen gegen Blackstream und dessen Chef,

Sean Singleton.

Ja?

Haben Sie die Polizei angerufen?

Dann tun Sie das, ich komme.

Was machst du hier, Kasdan?

Ich bin Polizist!

Im Ruhestand.

Pass auf, wo du hintrittst!

Wer hat dich angerufen?

Pfarrer Sarkis.

Warum?

Ich bin Mitglied dieser Gemeinde.

Was machst du da?

Ich rufe den Staatsanwalt an. - Schon geschehen.

Kasdan!

Du bist nicht totzukriegen, was?

Und du? Ganz der Playboy, wie immer!

Man tut, was man kann. - Na dann...

Ich verschwinde.

Hier sind zu viele Leute.

Dieser Kasdan ist eine Legende.

Vor allem ist er eine Nervensäge.

Die Kinder hatten heute Katechismus-Unterricht und Chorprobe.

Wie heißt das Opfer? - Goetz.

Wilhem Goetz...

Ein Deutscher? - Nein, Chilene.

Klingt nicht sehr chilenisch, der Name.

Das ist ja bekannt:

Ein Teil der chilenischen Bevölkerung hat deutsche Wurzeln.

Ja.

Also ein alter Nazi.

Er sagte, seine Familie ging Anfang des 20. Jahrhunderts nach Chile.

Wie war seine familiäre Situation?

Er war sehr diskret.

Könnte er Feinde gehabt haben?

Nicht dass ich wüsste.

J a ? - Hier ist Puyferrat, komm in die Kirche.

SPURENSICHERUNG - KEIN ZUTRITT

Hast du was?

Einen Schuhabdruck zwischen den Blutspritzern.

Und weiter?

Es ist Größe 36.

Entweder der Mörder ist ein Zwerg

oder, und das vermute ich,

es ist ein Chorknabe.

Hast du Zeugen?

Einen Zeugen in Turnschuhen.

In Turnschuhen?

Ja... der Schuhabdruck.

Kannst du mir einen Gefallen tun?

Nein. - Warte...

Sag Vernoux nichts.

Was hast du vor?

Hilf mir.

Wie heißt du?

Valentin Monnier.

Wie alt bist du? -12.

Okay, Monnier...

12 Jahre.

Singst du im Chor?

Ja.

Wo warst du nach dem Katechismus-Unterricht?

Fußballspielen, mit den anderen.

Warst du noch mal in der Kirche?

Nein.

Warst du bei Herrn Goetz?

Nein.

Nein.

Sicher? - Ja, ich bin kein Streber.

Welche Schuhgröße hast du?

Weiß nicht... 36, 37.

Zeig deine Sohlen.

Ist in Ordnung.

Du kannst gehen.

Und? - Deine Schuhe...

Vergiss die Schuhe, was haben sie gesagt?

Drei Rippenbrüche, zwei Monate arbeitsunfähig.

Zum Glück hat Ward dich nicht angezeigt. - Sein Glück, dass ich mich gebremst habe.

Jetzt musst du zum Bluttest.

Sie testen auf Psychopharmaka.

Davon bin ich seit sechs Monaten weg! - Das wollen sie prüfen.

Was ist mit den gelöschten SMS auf dem Handy?

Nichts Spannendes.

Nur eine SMS mit drei Vornamen.

Auf jeden Namen folgt ein Buchstabe.

Bestimmt die Initialen des Nachnamens.

Einen neuen Partner für dich zu finden, wird nicht einfach.

Diesmal sollte er gut sein.

Du beklagst dich doch immer.

Über dich habe ich mich nicht beklagt.

Mit mir hast du ja auch gevögelt.

Ja, das ist was anderes.

Du brauchst jemanden, Frank,

mit dem du reden kannst.

Mit dir habe ich geredet... vergebens.

Ich meine einen Profi.

Ich brauche keinen Psychologen, sondern klare Antworten.

Die kriegst du wohl nie.

Hauptsache, ich kann suchen.

Sonst bin ich tot.

Marie, ich hab Angst.

Pst, Frank.

Salek... Hast du die Chorleiter beobachten lassen?

Ja. - Einer wurde umgebracht.

In einer Pariser Kirche. Da ist alles drin.

Okay, danke.

"Goetz, Wilhem. Geb. 17. Juni 1952; Valvidia; Chilene."

Scheiße.

Du dürftest gar nicht hier sein, weißt du?

Ich bin auch nicht hier, meine Große.

Sondern dein Geist?

Ganz genau.

Also, wenn ich mal in Rente bin,

werde ich sicher nicht hier herumgeistern.

Die Todesursache war Herzversagen?

Lies weiter: "Herzversagen, ausgelöst...

durch einen massiven Schmerz".

Und zwar im Trommelfell.

Das Blut, das am Tatort war,

stammt aus seinen Ohren.

Schau. - Das Trommelfell wurde durchstochen?

Nicht nur das Trommelfell. Das gesamte Hörorgan.

Mit einem Schlag!

Er hatte keine Chance.

Sein Herz ist stehengeblieben.

"Chilenische Botschaft...

Danielle Doumic."

" Miserere.".

Goetz.

Bleib stehen!

Scheiße!

Komm schon!

Mach schon Platz!

Scheiße!

So ein Arschloch!

Komm raus aus dem Loch!

Ich will nicht sterben.

Ich tu dir nichts, ich bin Polizist.

Sie sind Polizist? - Ja.

Wie heißt du?

Naciro Perez...

Was wolltest du bei Goetz?

Ich wollte meine Sachen holen. - Was für Sachen?

Ich bin ein Freund von Wilhem.

Sein Freund...

Wir waren heute Abend verabredet.

Ich rief in der Kirche an. Man sagte mir, dass...

Wo wohnst du?

In einem Heim im 19. Arrondissement.

Im "Jean-Fabbri".

Hier ist meine Nummer.

Gib mir deine.

Goetz hatte Angst.

Vor wem?

Er wollte mir nichts sagen. Aber seit Tagen war er panisch.

Viel ist es nicht, nur das Minimum.

Goetz war immer...

sehr...

Diskret, ich weiß.

Warum überlassen Sie das nicht der Polizei?

Tja, ich kann wohl nicht anders.

Das sagen Drogensüchtige bei einem Rückfall.

Hochwürden...

Jemand spielt Orgel.

Wer ist da?

Sagen Sie, was tun Sie da?

Frank Salek, Interpol. Und Sie sind...?

Lionel Kasdan, Kriminalpolizei.

Gibt's keine Altersgrenze bei der französischen Polizei?

Warum interessiert sich Interpol für den Mord an Goetz?

Es hat mit einem unserer Fälle zu tun. - Darf man erfahren, mit welchem?

Nein.

Sein Vorname ist Wilhem? - Ja... Wilhem Goetz.

Was ist das für eine Liste?

Das kann ich Ihnen nicht sagen.

Und ich kann dir nicht sagen, wer Naciro P. ist.

Nachrichten für Naciro nach dem Piepton.

Danke.

Sagst du mir jetzt, was du weißt?

Ich hab nicht gesagt, wo Perez ist. Ich kann noch umkehren.

Sie sind genauso blöd wie ich.

Ist das ein Kompliment?

Die Liste stammt vom Handy einer Bande, die weltweit Waisen entführt.

Das ist meine einzige Spur.

Und wie passt Wilhem Goetz da rein?

Das sagt uns vielleicht Ihr Kumpel Perez.

Du darfst mich ruhig duzen.

Nein, nein.

Ich habe Respekt vor alten Leuten.

Perez, mach auf!

Ich bin's, der Polizist!

Keine Dummheiten, ja?

Dummheiten macht er keine mehr.

Geplatztes Trommelfell.

Woher wissen Sie das?

Goetz ist auf dieselbe Art gestorben.

Was soll das Chaos?

Okay...

Was hattest du hier zu suchen?

Man sah dich ins Haus kommen. Mit wem?

Keine Ahnung.

Hast du Alzheimer?

Schon möglich.

Du hast nicht das Recht, meinen Fall zu versauen.

Der Fall stinkt zum Himmel.

Du stinkst zum Himmel, Kasdan!

Komm mir noch ein Mal in die Quere!

Dann nehme ich dich in Gewahrsam. Verstanden?

Ja, ja, verstanden.

Capitaine, sehen Sie sich kurz was an?

Sie haben der Polizei nichts gesagt?

Was ist mit der behördlichen Zusammenarbeit?

Das ist mein Fall, nicht ihrer.

Wenn du das sagst...

Aber zwei von deiner Liste sind schon tot.

Perez war Goetz' Geliebter, er wusste bestimmt was.

Wir sollten unbedingt diesen Olivier W. finden, bevor er abkratzt.

II r" ?

Klar, wir sind doch ein gutes Team.

Was soll ich mit einem pensionierten Bullen?

Du siehst aus wie einer, der allein Mist baut.

Ja...

Sollten Sie nicht lieber heimgehen?

Schläft man in Ihrem Alter nicht viel? - Doch.

Hallo? - Kasdan, hier ist Puyferrat.

Schläfst du?

Hast du was für mich'? - Es gibt wieder Schuhabdrücke.

Mit bloßem Auge nicht zu erkennen,

aber mit der Luminol-Lampe.

Dieselben Abdrücke wie bei Goetz? - Grose 36, aber...

Das ist nicht alles. Das haust'?

Es sind mehrere. - Mehrere Abdrücke ?

Nein, mehrere Knirpse.

Wäre ich high, würde ich sagen, Perez wurde von Kindern im Rausch getötet.

Scheiße...

Was ist das?

Moment mal! Hey!

Wo gehst du hin?

Wer ist da?

Wer ist da?

Was willst du?

Was machst du hier? Verschwinde!

Sie sehen aus, als bräuchten Sie einen.

Woher hast du meine Adresse?

Ich bin Polizist.

Du hast es dir also anders überlegt?

Ich hab ein bisschen telefoniert...

Sie scheinen bei der Kripo ein Held zu sein.

40 Dienstjahre... beeindruckend!

Ihre Frau?

Sie ist schön.

Darf ich raten? Es rieb sie auf, mit einem Bullen zusammen zu sein

und durch Sie den Abschaum der Welt zu erleben.

Sie hat Sie verlassen.

Sie ist gestorben.

Tut mir leid. - Das konntest du nicht wissen.

Für einen Polizisten hast du erschreckend wenig Gespür.

Deshalb brauche ich Sie.

Womit fangen wir an?

In Goetz' Post waren die Kontaktdaten einer Anwältin.

Goetz wollte sie anrufen oder hat es schon getan.

Wieso interessiert uns das?

Wilhem Goetz hatte Angst.

Ich möchte wissen, wovor und vor allem: vor wem?

Nein, das sagt mir nichts.

Sie wissen nicht, warum die chilenische Botschaft Sie ihm empfohlen hat?

Ich habe chilenische Flüchtlinge vertreten, aber keinen Wilhem Goetz.

Chilenische Flüchtlinge?

Opfer des Pinochet-Regimes, die ihre einstigen Folterer verklagten.

Waren die Klagen erfolgreich?

In Frankreich nicht. Kein Wunder.

Sagt ihnen "Operation Condor" was? - Nein. -Klar.

Er ist noch jung.

Mitte der 70er-Jahre schufen die Diktatoren Lateinamerikas

eine Miliz, die Linke aufspürte und tötete,

die in Lateinamerika, den USA und in Europa im Exil waren.

Und welche Rolle spielte Frankreich?

Es heißt, unser schönes Land

und andere Demokratien der freien Welt unterstützten diesen Plan.

Das nannte man damals "Kampf gegen den Kommunismus".

Meine Herren, bedaure, die Pflicht ruft.

Allerdings...

Einer kann Ihnen vielleicht helfen: Peter Hansen.

Ein Flüchtling, dessen Verein weltweit einstige Folterer aufspürt.

Er hatte mich für Chile engagiert.

Vielleicht hatte Ihr Mann Kontakt zu ihm.

Danke. - Danke.

Da ist jemand.

Polizei! Aufmachen!

Wer sind Sie? - Polizei.

Commandant Kasdan, Capitaine Salek von Interpol.

Sind Sie Peter Hansen?

Ja.

Dürfen wir reinkommen? Wir haben ein paar Fragen.

Ich wollte gerade schließen.

Aber sicher, kommen Sie.

Danke.

Wilhem Goetz?

Das sagt mir nichts.

Tut mir leid.

Es gab so viele Opfer der Diktatur...

Er wurde in einer Pariser Kirche ermordet.

Er war Chorleiter.

Haben Sie ein Foto?

Hier.

Der Dirigent...

Der Dirigent?

Ich dachte, der Mann sei längst tot.

Zumindest habe ich das gehofft.

Er war kein Opfer der Diktatur in Chile,

sondern einer ihrer schlimmsten Henker.

Ich wurde 1974 verhaftet.

Wie viele junge Leute war ich damals in Chile und demonstrierte

gegen Pinochet.

Ich fand mich in einer eigenartigen Zelle wieder.

Dort begann dann das Verhör.

Oder eher das "Experiment".

Das Experiment?

Wissenschaftler in schwarzen Kitteln kamen herein.

Sie hatten seltsame Instrumente.

Wilhem Goetz, der Mann auf dem Foto, war er dabei?

Ja, er war dort.

Auch er war schwarz gekleidet.

Wie ein Priester.

Hinter ihm waren Kinder.

Ein Chor.

Er sprach die Worte, die ich nie vergessen werde.

Welche?

"Das Konzert kann beginnen."

Das Letzte, was ich je hörte, waren diese Kinderstimmen.

Was Sie "je hörten"?

Lesen Sie alles von unseren Lippen?

Ich weiß noch, was sie sangen.

Das "Miserere"...

Das "Miserere", ja.

Kennen Sie es?

Was ist los mit dir?

Wo ist Goetz' Leichnam?

Langsam nervst du, Kasdan.

Das kann mich den Job kosten. - Er ist von Interpol.

Er ermittelt offiziell. - Ja, ja!

Und du? Gibt's keinen Scrabble-Club für Rentner?

Wenn du in Rente gehst, kann ich mich ja anmelden.

Ziemlich aufgebracht, dein Kumpel.

Scheiße.

Sag bloß nicht danke!

Höflichkeit macht hässlich, was?

Was läuft hier?

Was hast du?

Ich hab was gefragt. - Lassen Sie mich los!

J a ? - Lionel, hier ist Pater Sarkis.

Goetz' Beichtvater hat mich angerufen.

Er hat etwas zu sagen.

Er war in Panik, aber zur Polizei will er nicht.

Ich habe Sie vorgeschlagen.

Gut gemacht.

Fragen Sie nach Pater Olivier,

in der Saint-Avertin-Kirche.

Die Liste!

Lionel, sind Sie noch dran? - Ja, sagen Sie...

Dieser Pater Olivier...

Wie heißt er mit Nachnamen?

Weiler, glaube ich, oder Weber.

Mit einem "W"?

Ja, warum?

Du wirst mir sagen müssen,

was genau vorhin los war.

Was tust du hier?

Die Kirche ist geschlossen.

Was macht ihr hier?

Was soll das?

Antwortet mir!

Verlasst diese Kirche!

Pater, was ist passiert?

El Ogro...

Hochwürden...

EI Ogro...

Die Kinder... Goetz sagte mir...

Wer ist "El Og ro"? Wer?

Hast du was?

Da ist jemand!

Salek!

Salek!

Nicht, das sind Kinder!

Ist es schlimm? - Nicht lebensbedrohlich.

Aber wir müssen das Stück Klinge herausholen.

Welche Blutgruppe haben Sie? -0 positiv.

Wir zapfen Ihnen ein paar Zentiliter ab.

Ihr Partner wird es brauchen.

Sie waren hier Patient, oder?

Sie kommen mir bekannt vor.

Er muss sich ausruhen.

Ich bleibe noch ein bisschen.

Kasdan...

Ich danke Ihnen.

Mit meinem Blut in den Venen hörst du vielleicht auf, mich zu siezen.

Pater Olivier sagte etwas von einem Menschenfresser.

"EI Ogro"...

Offenbar hatte Goetz vor ihm Angst.

Sagt dir das was?

Salek, arbeiten wir zusammen oder nicht?

Heben Sie das für mich auf.

Machst du Scherze?

Wie hieß sie?

Wovon redest du?

Ihre Frau. Sie ist hier gestorben.

Ich hab die Schwester vorhin gehört.

Du bist doch gar kein so schlechter Polizist.

Wollen Sie mir von ihr erzählen?

Das lenkt mich von meinem Bauch ab.

Sie starb vor drei Jahren in diesem Spital an einem Krebsleiden.

Nichts Originelles.

Sie fehlt Ihnen, richtig?

Bevor sie starb,

musste ich ihr versprechen, mit allem aufzuhören

und in Rente zu gehen. Ich konnte es ihr nicht abschlagen.

Sie wollte, dass ich endlich zur Ruhe käme.

All die Jahre habe ich das Böse bekämpft.

Aber dann...

Gegenüber dieser Scheißkrankheit war ich machtlos.

Unfähig, irgendetwas auszurichten.

Es war, als hätte ich

meine Karriere mit einer Niederlage beendet.

Der schlimmsten Niederlage.

"Die Flucht von Hans-Werner Hartmann...

Spitzname: "EI Ogro".

Seltsame Aufnahmen wurden in den Resten der Kolonie gefunden.

Was taten Sie dort?

Ich erforschte Stimmen.

Leidende Stimmen.

Es ist unsere Aufgabe

zu korrigieren, auszubilden und zu reinigen.

Echtes Leiden...

ist der einzige Weg, ins Göttliche einzugehen.

LAURA BERNHEIM, PRÄSIDENTIN DES IStGH, VERFOLGTE IHN ÜBER 20 JAHRE

ENDE EINER LANGEN FLUCHT

Laura Bernheim, Sie sind Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs.

Sie kämpfen an vielen Fronten.

Neben der Affäre Blackstream gründeten Sie "Zweite Kindheit",

eine Stiftung, die misshandelten

und gefolterten Kindern hilft, in eine normale Kindheit zurückzufinden.

Dieser Kampf liegt mir sehr am Herzen,

denn dieses Leid habe ich mit ihnen gemeinsam.

Ich habe es in den Lagern während des Kriegs kennengelernt.

Auch deshalb nehmen Sie als Ehrengast an der UN-Konferenz teil,

die zum Thema Folter-Prävention

dieses Jahr in Brüssel stattfindet.

Ja, ich bin sehr stolz, daran teilzunehmen.

Bernheim steigt in einer Stunde in ihren Jet. -Ja.

Das ist mein letzter Gefallen. Viel Glück.

Frau Bernheim!

Kann ich Sie sprechen?

Es geht um Hans-Werner Hartmann!

Lassen Sie ihn durch.

Verzeihung, sie sind momentan etwas gereizt.

Darf ich erfahren, wer Sie sind? - Commandant Kasdan.

Lionel Kasdan, Kriminalpolizei. - Was wollen Sie wissen?

Hartmann war in Argentinien in Haft.

Weiß man sicher, dass er es noch ist?

Hans-Werner Hartmann starb vor über sechs Monaten.

Sind Sie da sicher? - Oh ja, ich weiß es.

Er hat meine Eltern vor meinen Augen gefoltert und getötet.

Über 40 Jahre habe ich ihn verfolgt, um ihn dann zu verurteilen.

Als ich von seinem Tod im Gefängnis erfuhr,

reiste ich nach Argentinien, um seine Leiche zu sehen.

Kennen Sie den Mann...

auf diesem Foto neben Hartmann?

Ja.

Das ist sein Sohn, Franz Hartmann.

Man fand seine Leiche völlig verbrannt.

Genau wie alle übrigen Mitglieder der Kolonie, auch Kinder.

Aber all das ist abgeschlossen.

Die Nazis sind Vergangenheit. Das Böse ist jetzt woanders.

Wollen Sie bis zum Ende kämpfen?

Was kann ich sonst tun?

Ich stelle mir täglich dieselbe Frage.

Das ist alles über ihn.

Sie können dort drüben Platz nehmen. - Danke.

Das ist die Gründungsurkunde der Colonia vom September 1961.

Hartmann kaufte ein großes Gut bei Pajal, die "Villa Bavaria",

die Sogenannte "Colonia", die 1980 von einem Brand zerstört wurde.

Die Colonia war ein finsterer Ort,

an dem ehemalige Nazi-Größen dem Pinochet-Regime

mit ihren unter Hitler erworbenen Fähigkeiten dienten.

Es fällt auf, dass die Nazis in Chile im wahrsten Sinne

einen Staat im Staate aufbauten.

WOHLTÄTIGKEIT

In den 60er-Jahren glaubten alle, es handele sich um Wohltätigkeit.

So stand es auch in der Satzung.

Es waren heimatlose Kinder, vor allem Waisen.

Sie stammten aus Südamerika und der Karibik.

Sie traten in die Kolonie ein und kamen da nicht mehr heraus.

Es wurde experimentiert.

So, wie man in den KZs Experimente an Juden durchführte.

Wir bekamen Tabletten, die uns ruhig stellten, und Spritzen.

Ich hatte Schuhe mit Markierungen,

damit man meine Fußspuren wiedererkennt.

Es gab 40 abgerichtete Hunde, um Flüchtige wiederzufinden.

Es war unmöglich zu entkommen.

FOLTER

Die Kolonie diente als Basis zur Folterung

von Dissidenten des Pinochet-Regimes.

Hartmann und seine Leute brachten Oppositionelle zum Reden.

Im Gegenzug genossen sie absolute Straffreiheit

in ganz Chile.

Ohne Zweifel war die Colonia während der Diktatur ein Bindeglied,

über das die Militärs illegale Waffen ins Land holten

oder illegale Waffenexporte tätigten.

Wenn sie heute noch in Chile sind,

müssen sie auch anderswo in Südamerika sein.

Vielleicht sogar sonst irgendwo auf der Welt.

Hallo? - Hier ist Vernoux, kann ich dich sehen ?

Ja, wo?

Wie weit bist du?

Wieso? Brauchst du Hilfe?

Ich wurde ausgebootet.

Ausgebootet?

Man gab mir zu verstehen,

die Sache sei zu groß für mich.

Da habe ich natürlich an dich gedacht.

Das ist zu viel der Ehre.

Mich hast du genervt.

Aber wenn du ihnen Ärger machst, freut es mich.

Ich habe zwei Informationen für dich.

Wir haben Goetz' Tagebuch in seiner Wohnung gefunden.

Manches überspringst du besser. Im perversen Genre war er nicht schlecht.

Aber viel interessanter sind die Analysen der Schuhabdrücke.

Von den Turnschuhen? - Das sind es eben nicht.

Unser Spezialist sagt, es sind Kopien

von Schuhen aus dem 2. Weltkrieg.

Geh ihnen genauso auf den Sack wie mir!

Ich werde mein Bestes tun.

Lass mich los!

Frank, spring runter!

Mach schon!

Mach schon, Frank!

Los, los!

Lasst mich los!

Marie! - Lauf, Frank, lauf!

Nein!

CHORTREFFEN IN BELFORT ER IST NICHT TOT, ICH HABE IHN GESEHEN

ER IST ES, GANZ SICHER HARTMANN HAT MICH GEFUNDEN

Danke, das ist sehr nett.

CHORKONZERT BELFORT DAS VOLLSTÄNDIGE PROGRAMM

GÄSTE FÜR SONNTAG, 4. NOVEMBER: Kolonie "Mariä Himmelfahrt"

DER CHOR DER KOLONIE - 8. KONZERTSAISON

DIE KOLONIE IN BILDERN

DAS "MISERERE" FÜR KNABENCHOR MIT 33 STIMMEN

Was ist das für ein Ding?

Geht's?

Sie sagen, in knapp zwei Wochen bist du wieder auf den Beinen.

Was ist passiert, Frank?

Wer hat dir das angetan?

Wo ist Kasdan?

Wer ist Kasdan?

Ein Bulle, der mir hilft. Ich muss ihn anrufen.

Du rufst niemanden an.

Du sagst mir, was los ist.

Was machst du in Paris, Frank?

Und das?

Kannst du mir dazu was sagen?

Verrätst du mich? - Nein.

Ist nicht mehr nötig:

Du bist vorläufig suspendiert.

Einem endgültigen Ausschluss bist du nur knapp entgangen.

Seit dem Waisenhaus hielt mich nur eins am Leben:

Indem ich Polizist wurde, wollte ich die Typen schnappen.

Ich muss sie finden.

Ich muss sie finden.

Ich bleibe bei dir, in Ordnung?

Fahren Sie bei der nächsten Ausfahrt ab.

Links abbiegen.

Am Ende der Straße: rechts abbiegen.

Nach 100 Metern: links abbiegen.

Nach 200 Metern haben Sie Ihr Ziel erreicht.

Ich möchte zum Konzert. - Willkommen.

Folgen Sie der Straße!

Danke. - Viel Vergnügen.

Guten Tag. - Hier entlang.

Das Timing bei Goetz war miserabel.

Er war drauf und dran, uns zu verraten.

Aber warum? - Er wurde religiös und verspürte Reue.

Ich konnte nicht zulassen, dass er uns schadet.

Aus demselben Grund floh er damals aus Chile.

Und die Polizei?

Meine Kontakte in Frankreich haben die Ermittlungen gestoppt.

Und die beiden Polizisten?

Einer liegt im Spital, jemanden kümmert sich um ihn.

Der andere ist pensioniert, er ist keine Gefahr.

Ich vertraue Ihnen natürlich nicht.

Jammern Sie nicht!

Denken Sie daran, was ich für Sie und Blackstream über die Jahre getan habe.

Nichts ist je auf Sie zurückgefallen.

So wird es auch bleiben!

Solange ich Sie schütze...

und Ihre kleine Kolonie.

Ich habe eine Präsentation vorbereitet. Bitte setzen Sie sich.

Das ist einer der Flüchtlinge, die ich für Sie verhört habe.

Er wird nichts mehr sagen.

Er ist noch ein Kind!

Wie hat er...

In den Gaskammern beobachtete mein Vater,

dass Schreie von Kindern Glühbirnen bersten ließen

oder den Strom unterbrachen.

Er forschte jahrelang.

Und letztlich bedurfte es lediglich

einer einfachen Operation.

Jedenfalls wird Laura Bernheim

einen qualvollen Tod erleiden.

Ab morgen wird sie keine Gefahr mehr für Sie darstellen.

Sie erledigen das persönlich.

Ja.

Das bin ich mir schuldig.

Und meinem Vater.

Kasdan ? - Salek!

Sie wollen dich loswerden! Sei auf der Hut!

Es ist eine Kolonie in den Ardennen:

"Mariä Himmelfahrt". Pass auf!

Beeindruckend, nicht wahr?

Die Sammlung meines Vaters, mit kleinen, persönlichen Ergänzungen.

Sie sagten, er sei kein Problem.

Das ist er auch nicht.

Wie lange bist du schon bei Interpol? - Vier Jahre.

Hallo?

Was?

Was ist los?

Schüsse im 8. Stock.

Ich muss weg.

Ich muss weitermachen.

Verstehst du das?

Verstehst du das, Angela?

Geh schon.

Schlüssel, Helm...

Und die Jacke!

Sofort!

Scheiße...

Wurde noch jemand informiert? - Er will nur mit Ihnen reden.

Was hat Interpol damit zu tun?

Führen Sie mich zu ihm.

Sofort.

Er beschuldigt eine karitative Gemeinschaft.

Da können wir nicht ermitteln, sie genießen Immunität.

Lassen Sie uns allein.

Nein, also, ich weiß nicht... - Das war keine Frage.

Salek...

Hier Müller, gib mir Interpol.

Es ist eine "BIack Site".

Sie genießen staatliche Immunität.

Wir können nichts machen.

Hier...

Da ist es.

Das ist ihr Anführer.

Sie wollen Laura Bernheim umbringen.

Heute.

Und wo?

Wo?

Ganz vorsichtig. Laut Interpol ist er gefährlich.

Willst du etwa allein zu Hartmann?

Ja, ich bin suspendiert. - Suspendiert?

Wo sind sie?

Mein Auto! Jules, nimm den Kombi!

Um Hartmann zu finden, müssen wir wissen, wo Laura Bernheim ist.

Ich kenne jemanden, der uns helfen kann.

Wo bist du, Frank?

30 Kilometer vor Brüssel.

Hast du was gefunden?

Bernheim hält heute in Brüssel einen Vortrag.

Ist ein Chor vorgesehen? «Sieht so aus.

Es gibt ein Konzert mit je einem Chor

von jeder religiösen Konfession.

Reitest du dich in die Scheiße? Frank?

Wohin fliegen wir? - Nach Brüssel.

Willkommen, Frau Bernheim. - Guten Tag, Vanessa.

Folgen Sie mir.

Salek...

Wir sind bald da.

Was sind das für Namen, Madame?

Das sind die Kinder, die in den Konzentrationslagern getötet wurden.

Und waren Sie dort?

Ja... Aber ich hatte Glück und habe überlebt.

Mein Name hätte auch

hier stehen können.

Anflug Hubschrauberlandeplatz Brüssel.

Sie sind leider nicht auf der Liste.

Ihre Scheißliste interessiert mich nicht. Ich bin von Interpol!

Ich rufe meinen Chef. - Gut.

Er findet mich dann drinnen.

Was machen Sie da?

Bleiben Sie stehen!

Scheiße, was jetzt?

Keine Ahnung, das sind Bullen.

Alles in Ordnung.

Sie können jetzt gehen.

Gut, Madame.

Sie kommen in die erste Reihe. - Sehr gut. Danke.

Was machst du hier?

Suchst du jemanden?

Warum bist du nicht bei den anderen Kindern?

Schau mal, da drüben.

Der Glatzkopf...

Das ist ihr Bodyguard.

Er geht! Komm!

Wo ist Laura Bernheim?

Hörst du?

Er hat was gefragt.

Wo ist Laura Bernheim?

Antworte!

Frau Bernheim!

Alles okay, hab keine Angst.

Und jetzt zu dir... Wo ist er?

Was hat er dir gesagt?

Schau mich an!

Was wollte er wissen?

Er ist einer von uns.

Wer?

Ihr Freund.

Er ist einer von uns.

Er kommt nicht.

Wie fühlt es sich an, Angst zu haben?

Auf die Knie!

Ich verstehe nicht... - Auf die Knie!

Wer sind Sie? Was wollen Sie?

Erkennst du mich nicht?

Schau mich genau an!

Ich bin dein verdammtes Todesurteil.

Töten Sie mich nicht!

Siehst du das? Das ist für die Kinder, die du gequält hast.

Und für meine Schwester.

Salek!

Salek!

Wenn du schießt, kommst du ins Gefängnis. Da gehört er hin!

Damit tust du ihm einen Gefallen!

Frank, hör auf!

Ach ja, jetzt erkenne ich dich wieder,

Frank.

Du hast dich wirklich nicht verändert.

Frank...

Das meinst du, Hurensohn!

Nein!

Nie wieder wirst du deine Scheißmusik hören!

Der Blackstream-Prozess begann heute

mit der Aussage eines Überraschungszeugen:

Franz Hartmann, verantwortlich für den Anschlag auf Laura Bernheim,

soll Dutzende mutmaßliche Terroristen für Blackstream gefoltert haben.

Die Anklage wies heute nach, dass Hartmann,

den man seit 1980 für tot gehalten hatte,

dank der Unterstützung aus prominenten Kreisen

völlig unbehelligt agieren konnte.

Sean Singleton

erschien heute vor dem Internationalen Strafgerichtshof.

Die erdrückenden Beweise gegen ihn

führen zweifellos zu einer exemplarischen Verurteilung.

Ich glaube an die Integrität unseres Rechtssystems.

Es mag dauern, aber diese Männer werden ihre angemessene Strafe erhalten.

In diesem Prozess geht es

auch um die Black Sites: Laura Bernheim will aufklären,

was hinter diesen von Demokratien gedeckten Stätten steckt.

Unklar ist, ob die betroffenen Regierungen

Auskunft über ihre Verbindungen zu Blackstream geben müssen.

Sie wäre stolz auf dich gewesen.

Und du?

Als ich Laura Bernheim in diesem Zimmer in den Armen hielt,

hatte ich ein eigenartiges Gefühl.

Einen Moment lang war es, als hätte ich sie gerettet.

Ihre Frau?

Ja.

Vielleicht werden Sie endlich zur Ruhe kommen.

Vielleicht.

Ich weiß es nicht, Hochwürden.

Was machst du hier?

Irgendwie hat doch alles hier angefangen.

Bist du wieder im Dienst?

Die Jury schwankt: Held oder schwarzes Schaf.

Von beidem etwas, ist doch klar.

Na ja, ich weiß nicht, ob ich weitermachen will.

Du hast keine Wahl.

Du musst kämpfen, bis zum Ende.

Und Sie? Machen Sie weiter?

Ich werde das Versprechen halten, das ich meiner Frau gegeben habe.

Stört es Sie, wenn ich Sie ab und zu

im Altersheim besuche?

Ich könnte Sie auf dem Laufenden halten.

Kasdan...

Ohne dich hätte ich es nie geschafft.

Duzt du mich jetzt?

Zusammen haben wir einen passablen Polizisten abgegeben, was?

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