All language subtitles for 1954_Der Graf von Monte Christo - 2. Teil - Heimkehr und Rache.deu

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian Download
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada Download
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Personen und ihre Farben:

Edmond, Graf von Monte Christo Gerard de Villefort, Staatsanwalt

Caderousse, Sträfling Jacopo, ehemaliger Schmuggler

Mercedes, frühere Verlobte von Edmond

Jacopo! Du erfährst jetzt, wen du vor einem Jahr aus dem Wasser zogst.

Ich war 20 Jahre alt und der glücklichste Mensch der Welt.

Ich war 1. Offizier der "Pharao". In Marseille wartete meine Verlobte.

Caderousse war 2. Offizier und wollte Kapitän werden.

Er schrieb mit verstellter Schrift einen Brief.

Er bezeichnete mich darin als Napoleon-Anhänger.

Fernand war der Cousin meiner Verlobten Mercedes. Er liebte sie.

Er brachte den Brief zum Staatsanwalt.

Das Unglück begann am Abend meiner Rückkehr. Ich wurde verhaftet.

Der Staatsanwalt de Villefort versprach mir die Freiheit.

Er hatte aber Angst, selbst Probleme zu bekommen.

Er gab darum den Befehl, mich ins Chateau d'If zu bringen.

Ich verlangte vergebens ein Urteil. Man wollte mich lebenslang einkerkern

Ich konnte Verbindung zu einem Mitgefangenen aufnehmen.

Ich wäre sonst wahnsinnig geworden. Er hieß Abbe Faria.

Er verriet mir einige Tage vor seinem Tod sein großes Geheimnis.

Er hatte vor Jahren auf der Insel Monte Christo einen Schatz gefunden.

Ich konnte fliehen, am Todestag von Abbe Faria.

Ich ließ mich im Leichensack in die See werfen.Du hast mich rausgefischt.

Du brachtest mich nach Monte Christo, wo ich den Schatz fand.

Ich werde ihn dazu benutzen, meine drei Feinde zu vernichten.

Sie nahmen mir die Braut, mein Schiff und meine Freiheit.

Ich begann mit Caderousse.

Ich verkleidete mich als Mönch und brachte ihm einen Diamanten.

Caderousse war noch am selben Abend erledigt.

Er und seine Frau versuchten, den Käufer des Diamanten zu ermorden.

Er hat sein Schicksal selbst gewählt.

Jetzt sind noch zwei Rechnungen offen: Villefort und Fernand.

Villefort ist Staatsanwalt des Königs.

Fernand nennt sich jetzt General de Morcerf.

Er soll in die Pairskammer aufgenommen werden.

Haben Sie das Recht, sich nach so vielen Jahren noch zu rächen?

Ich muss das mit Gott abmachen.

Präsentiert das Gewehr!

Gewehr ab! Rechts um! Abteilung marsch!

Meine Herren! Heute ist feierliche Einführung von General de Morcerf!

Er erhielt soeben die Würde eines Pairs von Frankreich.

Seine Laufbahn diente ausschließlich dem Wohl der Öffentlichkeit.

Ich bitte den General auf die Rednertribüne!

Meine Herren, ich danke Ihnen.

Ich versichere unserem König Louis Philippe meine Treue und Ergebenheit.

Schreiben Sie den Bericht für die Nationalzeitung? Was notieren Sie?

Ich schreibe über Madame de Morcerf. Ihr Lächeln wirkt gezwungen.

Sie langweilt sich.

Ich sagte dir doch: Unser Schicksal ist darin vorgezeichnet ...

Stumme Szene

Ich muss gehen. - Kommen Sie zum Opernball?

Ja. Ich weiß, welches Kostüm Madame de Morcerf trägt.

Bitte sagen Sie es! - Sie geht als Zigeunerin.

Orchester spielt einen Can-Can.

Der Scharfrichter sucht Köpfe zum Abschlagen.

Oder zum Verdrehen.

Er dürfte mich gern köpfen. - Er fand schon sein Opfer.

Würde die schöne Zigeunerin mir die Zukunft sagen?

Die Zukunft eines Scharfrichters ist sehr interessant.

Eine seltsame Hand ... Die Linie rechts zeigt,dass Sie logisch denken.

Diese Querlinie ... Sie mussten eine geliebte Frau verlassen.

Sie finden sie, werden aber nicht mit ihr vereint sein.

Ich kenne diese Hand. Habe ich Ihnen irgendwann wahrgesagt?

Dann müssten Sie außer der Zukunft auch meine Vergangenheit kennen.

Sie wählten Ihre Verkleidung sehr gut.

Vielleicht bin ich wirklich Henker und suche Opfer.

Auf dem Ball? Ich möchte wissen, wer Sie sind.

Sie erfahren es noch früh genug.

(angstvoll) Wer sind Sie? Ich verrate es nicht.

Wiener Walzer

Ich hörte Ihre Stimme schon einmal. Wo? Wann?

Ich weiß es nicht.

Ich müsste glauben, Sie sind ein Geist.

Welche Erinnerungen weckt der Geist? Gute oder böse?

Antworten Sie! Vielleicht kommen auch mir Erinnerungen.

Wenn ich diese Musik höre, bin ich zwanzig Jahre alt. Sie auch?

Ja. Vergleichen wir unsere Erinnerungen!

Erzählen Sie zuerst von Ihren. Das kann Sie unmöglich interessieren.

Sie benutzen den Tanz, um mich zum Sprechen zu bringen. Hören wir auf!

Aufhören? Ich weiß, warum. Sie haben feuchte Augen.

Das ist nichts, das macht die Hitze. Was haben Sie?

Woher kommt diese Narbe? Sie ist alt. Niemand beachtet sie.

Scharfrichter haben scharfe Augen.

Spanier wollen mit Verletzungen das Schicksal günstig stimmen.

Aber woher ... Man entgeht seinem Schicksal nicht.

Begleiten Sie mich. Wollen Sie nicht mehr tanzen?

Ich habe das Gefühl, meinen Erinnerungen untreu zu werden.

Auf Ihren Erfolg!

Sie werden sicher auch bald in die Pairskammer aufgenommen.

Warum lächeln Sie? Ich denke 20 Jahre zurück.

Ja, ein gewaltiger Aufstieg. Ich verdanke Ihnen viel.

Auch die Stellung im Orient.

Sie haben das wiedergutgemacht nach Ihrer Rückkehr.

Eine kleine Gruppe von Menschen könnte die ganze Welt besiegen.

Vorausgesetzt, etwas verbindet sie. Zum Beispiel ein Toter.

Ich muss mich wohl von Ihnen verabschieden.

General und Staatsanwalt verzeihen hoffentlich die Entführung.

Wie haben Sie uns erkannt? Ein Scharfrichter erkennt jeden.

Dann nennen Sie auch Ihren Namen. Scharfrichter haben keine Namen.

Sie sind nur Werkzeuge des Schicksals.

Scharfrichter unterstehen der Justiz des Königs.

Ich gehorche vielleicht nur der Justiz Gottes.

Sie sind romantisch. Schwärmen Sie für die Dramen Hugos?

Ich lehne sie nicht ab. Wir treffen uns sicher nie im Theater

Die ganze Welt ist ein Theater.

Man kann das Stück nicht wählen, in dem man spielt.

Wir sehen uns wieder, wenn der Autor es will. Meine Verehrung, Madame.

Sorge dich nicht, Mama. Wir sind morgen früh zurück.

Wohin wollt ihr, mein Sohn? - In die Spelunke "Zur Glocke"!

Ihr werdet sehen: Hier ist es kein bisschen gefährlich.

Irgendwann führt man die Fremden her und nimmt Eintritt wie im Museum.

Die reichen Knaben spotten über uns.

Wirklich malerisch! - Jedenfalls besser als in der Oper.

Ich liebe das einfache Volk. Trinkt ihr ein Glas Rotwein mit uns, Leute?

Nein! Es ist 5 Uhr früh. Jetzt habt ihr es mit richtigen Kerlen zu tun.

Was heißt das? - Du erfährst es noch.

Reißt euer feines Maul nicht so auf! - Herr Wirt, Sekt für alle!

Um diese Zeit bezahlt man im Voraus. - Lassen Sie das!

Nervös? Zeig uns das Geld! - Ich glaube, wir gehen besser.

Hier kommt man leichter rein als raus.

Wir wollten nur jemanden suchen. - Und mich habt ihr gefunden.

Wolltet ihr ein wenig die Nase in die Unterwelt stecken?

Lassen Sie mich durch! - Geh doch vorbei.

Vielen Dank. Darf ich um Ihren Namen bitten?

Ich bin der Graf von Monte Christo. Albert de Morcerf.

Meine Mutter wird sich freuen, Ihnen zu danken.

Monte Christo? Das ist italienisch. - Ja, aber er ist Amerikaner.

Er besitzt Goldminen. Er verlor im Kasino gestern fast eine Million.

Aber nein! Er ist ein Nachkomme des Kalifen von Bagdad.

Das klingt wie ein Märchen aus 1.001 Nacht.

Mama, das ist der Graf von Monte Christo.

Ich muss Ihnen danken. Ich hätte ohne Sie meinen Sohn nicht wiedergesehen.

Ich danke Ihrem Sohn. Ich hätte vermutlich sonst nicht die Freude,

schon heute vor Ihnen zu stehen.

Das ist auch für mich eine Freude.

Ganz Paris spricht vom Grafen von Monte Christo.

Ja. Woher er kommt, wer er ist, ob er verheiratet war ...

Oder verlobt. Was kann das für Sie bedeuten?

Wenn man reich und glücklich ist, vergisst man leicht die Vergangenheit

Ja, wenn man das könnte ...

Albert, widme dich unseren Gästen! Ich zeige dem Grafen das Gewächshaus.

Guten Tag.

Guten Tag, Albert.

Guten Tag, Albert.

Edmond, Sie leben! Sie erschienen mir schon gestern Abend sehr vertraut.

Warum wolltest du nicht mit mir tanzen?

Ich hatte Angst, dass ich dann meinen Mann verlasse.

Zum Glück habe ich mich besonnen.

Mein armer Freund, es ist zu spät. Nein!

Doch. 20 Jahre sind vergangen. Vergessen wir sie! Fliehen wir!

Kein Mensch wird wissen, wo wir sind. Dafür ist es zu spät.

Nein, Mercedes! Ich habe 20 Jahre lang diesen Tag herbeigesehnt.

Jetzt bin ich endlich frei. Ich lasse mich nicht abweisen!

Ich bin unglaublich reich. Ich werde meinen Willen durchsetzen!

Mercedes, wir fahren heute Nacht. Man kann nicht alles auslöschen.

Das wäre zu einfach. Was hält dich zurück?

Ich habe einen Sohn. Ich darf das nicht vergessen.

Wenn er hört, dass seine Mutter mit ihrem Geliebten floh ...

Er wundert sich bestimmt schon, wo wir so lange bleiben.

Du denkst nur an deinen Sohn. Ich glaube, ich bin dir gleichgültig.

Ich bin nicht schuld, dass man Edmond Dantes totgesagt hat!

Du weißt, wer diese Lüge verbreitete. Ich kann Fernand nicht verlassen.

Ich will alles vergessen, aber du offenbar nicht.

Ich will nichts mehr davon hören! Schlimm für den Schuldigen.

Entschuldigen Sie mich.

Verzeih die Verspätung.

Albert erzählte, dass der Graf von Monte Christo hier war.

Er musste schon fort. Gut. Dieser Besuch gefiel mir nicht.

Albert ist ihm verpflichtet. Ein Pair muss seine Gäste auswählen.

Monte Christo ist nicht von altem Adel.

Wir auch nicht. Umso mehr müssen wir uns zurückhalten

Der alte Adel würde nie so protzen.

Dieser Verschwender kaufte wieder ein großes Haus.

Monsieur de Morcerf ist tot. Nein, bei ihm warten wir noch.

Der Hauptschuldige soll vorher die anderen sterben sehen.

Das heißt: Monsieur de Villefort.

Wollen Sie den Staatsanwalt vor die Pistole fordern?

Ich werde ein Duell nie verweigern, aber auch nie herausfordern.

Ich durchforsche seine Vergangenheit.

Ich finde bestimmt etwas, das ihn vernichtet.

Das wird schwierig. Im amtlichen Bericht steht:

Unbescholtener Beamter, guter Familienvater, geachteter Bürger.

Sonst ist nichts bekannt über Monsieur de Villefort.

Er hat vor 20 Jahren ein Haus gemietet, das er nie betrat.

Weißt du, welches Haus? Auteuil, Rue la Fontaine 28.

Was wollen Sie in diesem Haus? Ich will es kaufen.

Kaufen! In diesem Viertel sind schönere Häuser zu verkaufen.

Ich will aber gerade dieses Haus. Ich reise viel.

Ich brauche eine Vertrauensperson, die das Haus dann bewacht.

So wie Sie. Ich habe die Adresse des Notars.

Die berühmte Picard von der Comedie Francaise!

Sahen Sie die Picard auf der Bühne? Nein, aber ich kenne dieses Bild.

Ich bin die Picard! Nein!

Meine Karriere wurde unterbrochen. Ein Unfall?

Nein, ein Gardeoffizier.Ich bin nicht aus Holz. Ich ging ab vom Theater.

Ich fand zum Glück eine Stellung bei einem jungen Mädchen.

Sie wohnte hier in diesem Haus. Aber sie ging bald fort.

Offenbar hatte sie Kummer. Irgendein Geheimnis steckte dahinter.

Fast so aufregend wie am Theater! War sie allein?

O nein! Der Mann nannte sich Baron Danglars.

Die arme Kleine war sehr nervös. Kein Wunder in ihrem Zustand.

Zustand? Ja, natürlich. Sie war ein Mädchen aus den besten Kreisen.

Darum versteckten die zwei sich hier.

Wurden Sie nicht mitgenommen bei der Abreise?

O nein. Sie verschwanden irgendwann nachts. Ich habe geschlafen.

Plötzlich wurde ich wach durch Lärm im Garten. Dann Stille. Sie waren weg.

Haben sie nie geschrieben? Nein, nie.

Der Notar sagte, ich soll das Haus hüten.

Wann geschah das alles? 1817, in der Nacht vom 27. zum 28. September.

Großartiges Gedächtnis! Kein Wunder.

Mein Liebhaber verließ mich in derselben Nacht. Er hieß Bertuccio.

Er kam nicht in dieser Nacht. Er kam überhaupt nie mehr.

Nicht leicht für eine Frau, die ganz Paris begeisterte.

Ich sah ihn nie wieder. Er arbeitet im Cafe Anglais.

Vielen Dank, Herr Graf.

Guten Abend, Herr Graf.

Etwas vergessen, Herr Graf? Ja, Bertuccio. Meine Uhr.

Oh! Ich sah keine. Hatten Sie die Uhr wirklich bei sich?

Ganz bestimmt.

Sie ist nicht auf dem Tisch und nicht unter dem Tisch.

Sehen Sie in Ihrer linken Westentasche nach.

Warum denken Sie, dass die Uhr sich gerade da befindet?

Ich sah gestern, wie mein Geldbeutel in derselben Tasche verschwand.

Ist sie das? Sie können beides behalten.

Sie sind sehr großzügig.

Sie können in meinen Diensten noch viel mehr verdienen.

Sie sind ab heute mein Haushofmeister mit dem Gehalt eines Ministers.

Sie können es verdoppeln durch Ihre eigenen Fähigkeiten.

Sie müssen mich nur bestehlen. Aber Herr Graf!

Ich warte, Monsieur Bertuccio.

Ich muss zur Direktion gehen. Nicht nötig.

Wohin führen Sie mich dann? In mein neues Haus.

Auteuil, Rue la Fontaine 28.

Gefällt Ihnen Auteuil nicht? Doch. Aber ich möchte nicht dorthin.

Soll ich lieber die Polizei rufen?

Warum führen Sie mich dorthin? Damit Sie erzählen, was dort geschah.

In der Nacht zum 28. September 1817.

Damals verschwand das Paar, das in dem Haus wohnte.

Und Sie hörten auf, Ihre Geliebte dort zu besuchen.

Denken Sie, ich besuchte die Dame nur um zu stehlen? Sie irren sich.

Ich habe nichts gestohlen! Also? Sagen wir: Sie hätten es gern getan.

Ich bestreite das nicht. Aber es war keine gute Idee.

Was war also in jener Nacht?

Ich hatte mich im Garten versteckt. Ich sah einen Mann,der etwas vergrub.

Da drüben, an der Mauer.

Ich blieb ganz still, bis der Mann weg war.

Er kam wieder mit einer Frau am Arm. Das Gehen machte ihr Mühe.

Sie fuhren weg, in einer Kutsche. Ich grub dann an der Stelle.

Ich hoffte, dass ich Gold finde. Oder Juwelen. Aber es war ...

Es war was?

Ein Säugling. Er gab einen winzigen Schrei von sich. Und dann ...

Es war dumm von mir, aber ich lief mit dem Kind davon.

Mädchen oder Junge? Ein Junge.

Was ist aus ihm geworden? Ich hatte einen hübschen Plan.

Ich hätte den Papa gern erpresst. Den Baron Danglars.

Ja. Aber dieser Baron existierte nie.

Staatsanwalt de Villefort war der Vater.

Ich gab den Plan auf und brachte den Jungen zum Professor.

Wer ist dieser Professor? Er hat irgendwo eine Schule.

Wo ist die Schule? Im Lokal "Goldener Tropfen".

Jetzt du. Vorsichtig ... Die Glocke bimmelt! Gleich noch einmal.

Langsam ... Du darfst es nie mit Gewalt machen.

Pass auf, dass die Glocke nicht bimmelt. Vorsichtig!

Professor!

Was ist? Erkennst du den alten Bertuccio nicht?

Lange nicht gesehen. - 20 Jahre.

Das ist ein Freund. Er interessiert sich für diesen Jungen ...

Den meine Schwester dir brachte.

Vor 20 Jahren ... O ja, ich weiß! Er wurde "Bruno" getauft.

Erinnerst du dich an die große Bettlerin Charlotte?

Sie wurde reich durch ihn. Er war sehr begabt.

Er konnte einem Polizisten unbemerkt die Hosenträger abknöpfen.

Was wurde aus ihm? - Der Dummkopf verliebte sich.

Es war vorbei mit seiner Präzisionsarbeit.

Er wurde erwischt und wehrte sich gegen die Polizisten.

Darum sage ich immer: Niemals Gewalt anwenden! Bruno bekam zehn Jahre.

Ist er im Zuchthaus? Ja, in Toulon.

Was machst du da? An die Arbeit, aber schnell!

Du machtest dir sicher Gedanken über deine Herkunft.

Ja, manchmal. Ein Findelkind hat es schwer.

Es sucht seine Eltern und findet sie nicht.

Ich habe gute Nachrichten. Ist mein Vater auch ein Lump?

Im Gegenteil. Du stammst aus einer sehr angesehenen Familie.

Freut dich das nicht?

Fein. Das hat einige Vorteile. Wie heißt mein Papa?

Ich sage es dir später.

Verstehe. Moralpredigten, aber kein Geld.

Diesmal gibt es keine Predigt, aber sehr viel Geld.

Kann ich dann in der Kantine essen? Das ist nicht mehr nötig.

Heute Nacht wartet eine Kutsche auf dich.

Fliehen? Der Posten schießt sofort. Er bekommt viel Wein.

Was ist mit der Zelle? Die Tür ist offen.

Wir sind nachts zusammengekettet. Deine Kette wird angefeilt sein.

Ich durfte dir ein Brot mitbringen. Ich muss es mit den anderen teilen.

Ich weiß. Behalte diese Hälfte für dich. Sie enthält eine Feile.

Ich muss gehen. Mache den Wachen keinen Ärger an deinem letzten Tag.

Sie sind ein seltsamer Mönch. Sei klug und nutze die Gelegenheit.

Wie heißt der Mönch? Busoni? Rede! Lass mich in Ruhe!

Gib mir die Feile oder ich rufe die Wache!

Still! Du wartest!

Das ist Caderousse. Nehmt mich mit, sonst schreie ich.

Dann müsst ihr euch die Kleidung teilen.

Es sind zwei! Ich weiß. Ich kenne den anderen.

Bitte melden Sie mich an beim Generalinspektor der Gefängnisse.

Schreiben Sie ein Gesuch und warten Sie ab.

Lesen Sie diese Bücher? Nein.

Also liest der Inspektor sie. Nein,seine Frau. Sie liest sehr viel.

Melden Sie dem Herrn Generalinspektor Monsieur Honore de Balzac.

Monsieur Honore de Balzac möchte Sie sprechen.

Bitte sehr.

Sind Sie wirklich der Romanschriftsteller Balzac?

Ja, aber sagen Sie es keinem.

Meine Freunde überhäufen mich sonst mit Einladungen.

Selbstverständlich. Was kann ich für Sie tun?

Mein neuer Roman soll mit einem Gefängniskapitel beginnen.

Denken Sie an das Chateau d'If? Leider ist verboten, es zu zeigen.

Sie können mir aber davon erzählen.

Die Gefangenen führen ein hartes, aber gesundes Leben.

Ja, ich weiß. Ich bin oft dort, notiere alle Beschwerden.

Ich hörte davon. Gibt es nie Fluchtversuche?

Doch, das kommt vor.

Ich hörte von einem Abbe ... Faria. Das war 1833.

Sonderbare Umstände begleiteten den Tod dieses armen Kerls.

Einer seiner Mitgefangenen war ein Mann namens ... namens ...

Dantes! Ein gefährlicher Bursche. Er hatte Verbindung zu diesem Faria.

Er ließ sich in die Leinwand einnähen anstelle des Toten.

Man warf ihn ins Meer. Gelang ihm die Flucht?

Nein. Er tauchte nicht wieder auf.

Eine Eisenkugel war an seinen Füßen befestigt.

Ich wäre gern dabei gewesen, als er das merkte.

Kann ich mir vorstellen. Der Direktor sagte:

"Ich wusste, dass dieser Faria einen Sack voll List bereithält."

Ich bewundere den Witz in unseren Gefängnissen.

Ich glaube, er stammt von mir. Darf ich das durchsehen?

Bitte. Die Akten sind nicht mehr geheim, wenn die Häftlinge tot sind.

Ich muss einige Briefe unterschreiben.

Ein Brief ohne Unterschrift? Das gibt es oft.

Versuchen Sie nicht, die Schreiber zu finden?

Manchmal. Das ist einfach. Man muss nur ermitteln, wem es nützt.

Ja, natürlich.

Hier ist mit Villefort und Noirtier unterschrieben. Dieselbe Handschrift.

Monsieur Noirtier de Villefort ist Staatsanwalt in Paris.

Sie kennen ihn bestimmt. Ich begegnete ihm vor Jahren.

Ich spreche mit ihm über den Fall Dantes, wenn ich ihn sehe.

Sind sie da? Ja, eben mit dem Schiff angekommen!

Exzellenz, das ist Haydee.

Die junge Sklavin, die El Cobir in seinen Briefen erwähnte.

Er versteht Ihre Sprache nicht. Wer sind Sie?

Ich heiße Fatima und war beim Pascha von Janina im Dienst.

Spricht im Befehlston

Was will er? Er sagt, sie soll Sie begrüßen.

fremde Sprache

Sagen Sie ihm, er soll sie in Ruhe lassen.

Ich bin froh, dass Sie Haydee kauften Wurde sie geschlagen?

Haben Sie die Papiere?

Das ist die Urkunde über den ersten Verkauf vor 13 Jahren.

Quittung für den Sklavenhändler El Cobir über 1.500 Piaster.

Preis für das Mädchen Haydee, sechs Jahre, Tochter des Paschas von Janina

Unterschrift: Fernand Mondego.

Diese Urkunde bezeugt Haydees Herkunft. Wunderbar.

Mein Verwalter wird Ihnen die Summe auszahlen.

Haydee! Du musst nicht freundlich zu mir sein, wenn du das nicht willst.

Aber glaubst du, dass wir Freunde werden können?

Ich ... Ja, ich glaube es.

Herr Graf, Ihr Wagen steht vor der Tür. Vielen Dank.

Ich entführe dich jetzt nach Paris. Hörtest du schon von Paris?

Mist! Ich sehe nichts von Paris! Du wolltest unbedingt mitkommen.

Ich bin Seemann, ich brauche frische Luft!

Bis dahin fließt noch viel Wasser den Fluss hinab. Wasser ist hier genug.

Die Tür ist offen. Niemand hält dich. Ja, damit die Polizei mich fängt!

Du bereitest dich vor auf das große Wiedersehen mit deinem Vater.

Aber dann bin ich noch da und werde Geld brauchen!

Darüber sind wir uns einig. Ich rede sonst.

Ich weiß.

Ich habe Hunger. Wann bringt dein Freund das Essen?

Es wird schon serviert.

Schauen wir, was dein Freund uns bringt. Ich habe riesigen Hunger!

Was ist das? Das ist für Monsieur.

Schuhe? Ein Anzug? Das ist für Monsieur.

Handschuhe, Hut und Stock auch. Und was ist mit mir?

Darf ich Monsieur beim Umkleiden helfen?

Danke, nicht nötig. Was ist mit mir?

Ich bekam keinen Befehl, was Sie betrifft.

Bekomme ich nichts zu essen? Doch. Hier ist Ihr Frühstück.

Ist das alles? Ja.

Trockenes Brot? Essen Sie eine Zwiebel dazu.

Ein Brot ist für zwei zu wenig. Das Brot ist nur für Sie.

Monsieur wird in der Stadt essen.

Verspottet ihr mich? Endlich komme ich hier raus!

Was ist mit mir? Ich bin nur für Monsieur zuständig.

Feiner Pinkel! Achten Sie auf Ihre Ausdrücke.

Was bildest du dir ein! Caderousse, werden Sie vornehmer.

Wenn es mir gut geht, dann geht es Ihnen auch gut. Ehrenwort.

Sag lieber: Ein Mann, ein Wort. Ein Mann, ein Wort.

Wir stammen eben aus verschiedenen Kreisen.

Versuchen Sie nicht, mich zu trösten. Ich werde mich umbringen.

Etwas Champagner tut Ihnen gut. Ich töte mich trotzdem.

Ganz unauffällig. Niemand erfährt es. Ich sterbe in Neapel aus Liebeskummer

Wie voriges Mal. Nein, das war in Palermo.

Wegen eines kleinen Prinzen. Aber nun ist es der Herzog von Sachsen.

Ich mache ihm keinen Vorwurf. Er muss heiraten, wegen der Nachkommen.

Aber das ändert nichts. Ich werde es nicht überleben.

Ich erfuhr, dass er Sie versorgt hat. Mit einer Perlenkette!

Reisen Sie heute? Ich muss abends noch auftreten.

Mein Schwanengesang. Sie wollen unbedingt sterben.

Es muss sein. Sie haben recht.

Es gibt nur zwei Lösungen: Tod in Neapel oder ... Oder?

Ein neuer Geliebter. Nichts ersetzt den Herzog von Sachsen

Niemals? Außer: Sie werden sein Nachfolger.

Wir würden uns gut verstehen. Es geht nicht um mich.

Um wen dann? Um einen jungen Grafen aus Florenz:

Andrea Cavalcanti. Ein bedeutender Name?

Ein ausreichender Name. Mit sehr viel Vermögen.

Reich? Ich hörte nie von ihm. Er besitzt das Geld erst seit Kurzem.

Er wurde als Kind vom Vater ausgesetzt und wuchs irgendwie auf.

Heißt das, er hat keine Erziehung? Sie sollen ihm alles beibringen.

Ich bin kein Kindermädchen!

Dann muss ich ihn Armandine vorstellen.

Auf keinen Fall! Der Graf hat die schönsten Kutschen.

Paris wird nur Augen für Armandine haben.

Warum quälen Sie mich? Sie wollen in Neapel sterben.

Das interessiert keinen Pariser.

Er bewundert lieber eine vornehme Kutsche in Paris.

Sie haben recht. Ich überlege es mir. Es klopft ... Herein!

Sind Sie bereit, Herr Graf? Das ist er. Ja oder nein?

Natürlich ja! Aber ich bin nicht vorbereitet!

Ich muss mich zurechtmachen. Nur einen Augenblick!

Was ist mit Caderousse? Er ist wütend. Er begreift es nicht.

Ausgezeichnet. Bitte!

Mein Vater! Das ist der schönste Tag meines Lebens ... Schlecht gespielt.

Sie haben diesen Satz einstudiert. Woher wissen Sie das?

Das ist kein Vorwurf. Ich schätze Ihre Bemühungen.

Das Schicksal gibt Ihnen eine einmalige Chance:

Nutzen Sie diese! Und täuschen Sie niemals Gefühle vor. Noch nicht.

Ist die Lektion beendet? Ja.

Lassen Sie sich anschauen ...

Ich glaube, Sie machen eine gute Figur in der Gesellschaft.

Mir fehlt nur ein Name. Vielleicht Monte Christo?

Sie sind nicht mein Sohn. Aber ich weiß, wer Ihr Vater ist.

Ich habe Gefühle für ihn, die ich schnell beweisen möchte.

Ich will meinen Namen wissen. Sie erfahren ihn rechtzeitig.

Heute beziehen Sie Ihre Wohnung. Auteuil, Rue la Fontaine 28.

Unter welchem Namen? Sie heißen Graf Andrea de Cavalcanti.

Damit Sie sich nicht lächerlich machen:

Die Familiengeschichte Ihrer Vorfahren.

Oh! Zwei Päpste in meiner Familie!

Sie finden Ihren Stammbaum auf der letzten Seite.

Wo bin ich? Dritter Zweig links, ganz oben.

Das genügt nicht. Ein Graf muss über Geld verfügen. Wie steht es damit?

Selbstverständlich, Monsieur. Sie bekommen jeden Monat 15.000 Francs.

Kommt das Geld von meinem Papa? Nein, ich gebe es Ihnen.

Aber ich schulde Ihrem Vater viel. Wofür?

Ich habe mein Vermögen stark vermehrt durch eine kleine Reise.

Ihr Vater empfahl sie mir. Dann sahen Sie viel von der Welt.

Nicht übermäßig viel.

Mademoiselle besteht darauf ... - Ich weiß, dass Sie hier sind.

Darf ich Sie heute zur Vorstellung erwarten?

Ich bin leider verhindert. Aber Graf Cavalcanti bewundert Sie gern.

Oh ... Ich habe nur eine winzige Rolle. Trotzdem bin ich aufgeregt.

Ich werde noch ausfahren. Der Graf wird Sie begleiten.

Seine Kutsche steht unten. Bitte, mein Freund. Ja, aber ...

Der Sohn ist so wenig wert wie sein Vater.

Orientalische Musik und Gesang aus dem oberen Stockwerk

Mein Gebieter ... Haydee!

Für mich sind Sie mein Herr und Gebieter.

Darum werde ich Sie immer so nennen. Ihre Besuche sind meine größte Freude.

Hast du sonst keine Freuden? Doch.

Für Sie die Wasserpfeife stopfen. Mit sehr viel Tabak.

Warum viel Tabak? Sagst du mir das? Nein.

(Fatima) Der Gast bleibt länger, wenn viel Tabak in der Pfeife ist.

Haydee, bist du glücklich? Ja und nein.

Glücklich, weil Sie da sind. Unglücklich, weil ich in Paris bin.

Warum? Warum, Fatima?

Ein Mädchen von 18 Jahren ist bei uns eine Frau.Hier ist sie noch ein Kind.

Du wirst eine Frau sein, wenn wir in den Orient zurückkehren.

Aber vorerst bleiben wir hier. Warum? Was hält Sie in Paris?

Wahrscheinlich eine Frau. Sie wollen es nicht sagen, aber ich weiß es.

Sie geben nur ihretwegen die große Gesellschaft. Habe ich recht?

Wenn wir vor 20 Jahren geheiratet hätten ...

Dann wären wir die Stufen der Kirche hinabgeschritten, ich an Ihrem Arm.

Wir wären ein hübsches Paar gewesen.

Vergessen wir, was nicht zu ändern ist!

Vorsicht. Man beobachtet uns.

Bleiben Sie noch lange in Paris, lieber Graf?

Ich gebe ein großes Fest, über das ich noch nicht sprechen will.

Danach verlasse ich Paris.

Wirklich? Ganz allein? Nein, mit meinem Schützling.

Den Sie mir nicht vorstellen. Später vielleicht.

Sie haben sich schnell getröstet. Scherzen Sie nicht. Sie ist ein Kind.

Knaben können Kinder sein. Mädchen sind immer Frauen.

Wären Sie eifersüchtig? Ich glaube es fast.

Sagen Sie nur ein Wort, dann schicke ich die Kleine in ihre Heimat zurück.

Nein. Sie wissen, es ist unmöglich.

Warum verhüllst du dein Gesicht? Haydee ist unglücklich.

Sie bleiben bei der anderen Frau. Haydee ist außerdem tief gekränkt.

Warum? Der Mann dort ist Fernand Mondego.

Er verriet Haydees Vater vor 12 Jahren.

Beruhige dich. Er ist auch mein Feind. Hilf mir, ihn zu bestrafen.

Ich lud ihn nur ein, damit du ihn wiedererkennst.

Glaubst du mir? Haydee!

Was machen Ihre Nachforschungen? Sind beendet.

Alle Banken Europas erkennen Monte Christos Unterschrift an.

Leider. Ich hätte ihn gern verhaftet.

Stattdessen verkehrt ganz Paris bei ihm.

Monsieur de Monte Christo! Wir reden gerade schlecht über Sie.

Man schwatzt viel über den Grafen.

Zum Beispiel, dass er der reichste Mann der Welt ist.

Mein lieber Freund, ich will Sie jemandem vorstellen.

Einem Staatsanwalt. Das fehlt mir gerade noch.

Darf ich vorstellen: Graf de Cavalcanti.

Er interessiert sich für die Justiz. Ich verstehe das.

Ich freue mich, Sie beide zusammenzubringen.

Cavalcanti. Sehr alter Adel. Wir haben zwei Päpste in der Familie.

Ich kenne Ihren Namen auch. Er wird in meinen Kreisen viel genannt.

Man spricht oft von mir. Sie kennen die Gesetze.

Ich brauche Ihren Rat. Mein Freund ist unehelich.

Er sucht seinen Vater. Eine edle Gesinnung.

Der Mann ist offenbar reich. Was soll mein Freund tun? Keinen Prozess!

Vielleicht eine kleine Erpressung? Gibt das Ärger? Seltsame Frage.

Sprechen wir nicht mehr davon. Ich muss eilig weg.

Eine Tänzerin wartet in der Oper auf mich.

Ich nehme Sie mit, wenn Sie möchten. Nein, danke.

Es war mir ein Fest.

Hallo! Was ist los? Hast du Caderousse vergessen?

Ich habe keine Zeit. Bleib hier!

Fahre in die Oper! Sag Fräulein Emilienne, ich wurde aufgehalten.

Wir fahren in die Schenke "Zur Glocke". Dort können wir reden.

Ich habe kein Geld, Caderousse! Du verjubelst jeden Monat 20.000.

Die Rechnungen werden direkt bezahlt. Dein Wagen? Deine Villa?

Gehört mir nicht. Ich habe nichts. Du täuschst mich nicht.

Wenn du mir nicht hilfst, verrate ich dich!

Ich habe eine Idee. Die Sache ist Gold wert.

Danach lässt du mich in Ruhe!

Das Haus, aus dem ich herauskam: Es gehört einem sehr reichen Mann.

Er zieht jeden Freitag in sein Schloss. Sein Haus hier ist leer.

Im Schreibtisch im Arbeitszimmer ist sehr viel Geld.

Zeichne den Plan auf.

Das hier ist der Eingang ...

Was machst du, Schatz? - Ich tue einem Freund einen Gefallen

Schreibt man Individuum mit i oder u? - Mit u, Schatz.

Es ist gleich halb zwölf. Alles ist bereit.

Ich glaube, dem Einbrecher folgt gleich ein zweiter.

Geh in den ersten Stock und sage mir sofort Bescheid.

Der zweite kommt!

Scheibe zerbricht klirrend.

Spannende Musik

Guten Abend, Caderousse.

Pater Busoni!

Ich wusste genau, dass ich Sie wiedersehe.

Wir sind uns schon zweimal begegnet.

Beim ersten Mal schenkte ich Ihnen ein Vermögen.Sie kamen ins Zuchthaus.

Beim zweiten Mal verhalf ich Ihnen zur Flucht. Sie wurden ein Dieb.

Das haben Sie gemacht aus diesen großen Chancen! Schämen Sie sich!

Ja, Sie gaben mir zwei große Chancen. Versuchen Sie es noch einmal mit mir!

Ich werde nie wieder rückfällig! Rufen Sie nicht die Polizei!

Hast du nie einen Menschen der Polizei ausgeliefert?

Nie einen Unschuldigen einkerkern lassen?

Sie wissen es! Hat Dantes es erfahren? Ja, ich tat es.

Ich bin ein Schweinehund! Aber ich habe es bereut!

Ist das wirklich wahr? Ich schwöre, dass ich es bereue.

Gut, Caderousse. Ich gebe dir eine dritte Chance.

Du Dummkopf! Auf was warten Sie? Rufen Sie die Polizei!

Ich bin nicht so ein Schuft wie du. Geh! Aber den Weg, auf dem du kamst.

Darf ich wirklich gehen? Ja. Aber pass gut auf dich auf!

Starre mich nicht an! Verschwinde! Ich glaube, ich sehe Gespenster.

Das ist nicht möglich ... Geh!

Lass ihn vorbei.

Leben Sie wohl, Pater. Lebe wohl, Caderousse.

Warum darf er gehen? Er verdient Strafe!

Gott wird entscheiden.

Schnelle, aufgeregte Musik

Schrei

Haltet den Mörder! Haltet den Mörder!

Ich weiß, wer mich ermorden wollte: Bruno, ein entflohener Sträfling.

Er lebt in Paris als Graf Caval... Cavalcanti. Cavalcanti!

Was? - Was?

Der Graf von Monte Christo bitte!

Leider muss ich Sie als vielbeschäftigten Mann stören.

Aber es geschah vor Ihrem Haus. Die Spuren des Einbruchs sind sichtbar.

Ich muss Sie als Zeugen vernehmen.

Eine langweilige Angelegenheit, aber sie fällt in meinen Amtsbereich.

Was wurde gestohlen? Geld oder ein Kunstwerk?

Nichts wurde gestohlen. Der Mord geschah also vorher.

Vermutlich ein Streit über den Anteil.

Kennen Sie diesen Cavalcanti schon länger?

Seit seiner Ankunft in Paris. Er ist sehr jung. Ich bitte um Nachsicht.

Rechnen Sie nicht damit. Ich bin ihm schon begegnet. Bei Ihnen.

Ich fühlte gleich, dass er ein Gauner ist.

Eine Tatsache spricht für ihn: Sein Vater hat ihn als Säugling ausgesetzt

Wir kennen solche Geschichten. Vielleicht ist es wahr.

Das hilft nichts. Ich beantrage sowieso die Todesstrafe.

(Mann) Der Graf von Monte Christo ist angeblich in die Sache verwickelt.

Der Ermordete wollte bei ihm einbrechen.

Klingel

Angeklagter, erheben Sie sich! Nennen Sie Namen, Alter, Geburtsort.

Welchen Namen? Ich habe mehrere. Mein erster Name war Bruno.

Meine Freunde im Zuchthaus nannten mich "Langfinger".

Dann bat man mich, mich "Graf de Cavalcanti" zu nennen.

Na ja, Graf oder nicht ... Suchen Sie sich einen Namen aus.

Weiter! Wir kommen darauf zurück. Geboren ...

Der Angeklagte ist ein Findelkind! Seine Angaben sind ungenau.

Gut. Angeklagter, Sie sagten: "Man bat mich, mich Graf zu nennen."

Das Gericht möchte gern wissen: Wer ist "man"? Antworten Sie!

(Angeklagter) Der Graf von Monte Christo!

Tumult im Saal

Sehr interessante Überraschung. Der Graf ist als Zeuge anwesend.

Gerichtsdiener, führen Sie den Grafen herein!

Aufgeregtes Stimmengewirr, dann gespannte Stille

Mein Herr! Ich habe die Pflicht, Sie nach Namen und Geburtsdatum zu fragen.

Edmond, Graf von Monte Christo. Geboren am 21.9.1793 in Marseille.

Sie sagen die reine Wahrheit. Heben Sie die Hand und schwören Sie.

Ich schwöre.

Sie verlangten vom Angeklagten, dass er sich Graf de Cavalcanti nennt.

Das ist die reine Wahrheit. Sie machen sich damit zum Mittäter!

Ja. Aber nur, was die Fälschung seines Namens betrifft.

Was bezweckten Sie mit der Namensfälschung?

Ich wollte eine angesehene Familie schützen und vor Schande bewahren.

Welche Familie? Verlangen Sie keine Antwort.

Sie beschwören einen Skandal herauf.

Einen Skandal bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft.

Ihr Schweigen ist ein größerer Skandal als die Wahrheit!

Nennen Sie den Namen des Mörders!

Der Angeklagte ist in der Nacht vom 27. zum 28. September 1817 geboren.

In Auteuil, Rue la Fontaine 28. Woher wissen Sie das?

Von drei Personen, die hier anwesend sind.

Bitte vernehmen Sie die drei, Herr Präsident.

Die Verteidigung stimmt zu.

Es geht um Monsieur Bertuccio, Madame Picard und Monsieur Mireille.

Die genannten Personen bitte vortreten!

Name? - Emile Bertuccio, 14.4.1790 geboren.

Gegenwärtig im Dienst des Grafen von Monte Christo.

Was wissen Sie über die Herkunft des Angeklagten?

Ich war damals im Park des Hauses in Auteuil. Ich wollte einbrechen.

Sollen Einbrecher hier Beweise liefern?

Von Einbrechern wie mir könnten Sie nicht leben, Herr Staatsanwalt.

Ich habe in dieser Nacht nichts gestohlen.

Ich sah einen Mann. Er begrub ein Neugeborenes, das noch lebte.

Ich nahm das Kind später mit.

Diese Aussage ist nutzlos. Herr Präsident!

Ich stand in Diensten jenes Mannes. Er war der leibliche Vater des Kindes

Er nannte sich Baron Danglars. - Dann bin ich Baron Danglars!

Ein Baron Danglars existierte nie.

Er hat sich den Namen zugelegt: der Staatsanwalt de Villefort!

Lautstarke Empörung im Saal

Ruhe, oder ich lasse den Saal räumen!

Monsieur de Villefort, treten Sie dieser furchtbaren Anklage entgegen!

Herr Präsident, diese Leute sagen die Wahrheit. Ich bekenne mich schuldig.

Ich stelle mich dem neuen Staatsanwalt zur Verfügung.

Empörte Rufe

Ich kann Ihren Kopf retten.

Die Sitzung ist geschlossen! Wache, den Angeklagten abführen!

Warum verfolgen Sie mich? Was wollen Sie?

Erinnern Sie sich an einen Seemann, dem Sie die Freiheit versprachen?

Sie sperrten ihn lebenslänglich ein. Ich erinnere mich.

Es war der Abend Ihrer Verlobung und seiner auch.

Hier, das ist das Aktenstück mit Ihrer Unterschrift.

Edmond Dantes.

Leben Sie wohl, Monsieur de Villefort.

Der Staatsanwalt ist wahnsinnig geworden! Wir sehen ihn nicht wieder.

Urheber dieses Skandals: Der Graf von Monte Christo!

Was hast du? Berührt die Sache dich so sehr?

Ich bin nur nervös und erschöpft.

Ach! Man müsste Paris und alles vergessen!

Albert, ich möchte für einige Wochen verreisen.

Unmöglich! Vater hat eine Sitzung in der Kammer.

Was gehen uns die Skandale dieses Grafen an?

Wir müssen nichts befürchten. Du hast recht.

Aufgeregtes Stimmengewirr

Ich will unbedingt dabei sein! - Ich will sehen, wie er das erklärt.

Monsieur de Villefort? - Aber nein! Das war gestern.

Heute geht es um Monsieur de Morcerf.

Monsieur de Morcerf wagt nicht zu kommen.

Der Artikel beweist nichts.

Ich versichere: Sie haben unsere Sympathie.

Dieser Pressekrieg ist ein Skandal! - Wie in einer Republik!

Bitte die Plätze einnehmen! Die Sitzung beginnt.

Meine Herren, die Sitzung ist eröffnet!

Die Presse schadet der Ehre unserer Pairskammer!

Was kann Monsieur de Morcerf auf die Anklagen der Journalisten erwidern?

Aber vielleicht ist er noch gar nicht bereit, darauf zu antworten?

Doch, meine Herren!

Einen Angriff zurückschlagen: Das duldet keinen Aufschub!

Hier geht es um Feinde, die wir alle kennen! Ich verlange Klärung!

Die Kammer ist einverstanden. Graf de Morcerf, Sie haben das Wort.

Meine Herren! Ich war mit 36 Jahren General.

Ich diente meinem Vaterland mein Leben lang, war zweimal verwundet.

Eine Zeitung wagt es jetzt, meine Ehre anzutasten!

Aber wir wissen alle, wer hinter dieser Zeitung steht:

Ein Fremder, dessen riesiges Vermögen ein Geheimnis ist!

Meine Herren, wem glauben Sie mehr: diesem Fremden oder mir?

Man wirft mir Verrat vor!

Man sagt, ich habe den Pascha von Janina seinen Feinden ausgeliefert!

Aber ich genoss sein Vertrauen!

Kurz vor seinem Tod hat er mir seine Frau und seine Tochter anvertraut!

Wo sind sie geblieben?

Beide sind leider umgekommen während der letzten Kämpfe.

Ihr Tod war für mich der schwerste Schlag meines Lebens.

Leider gibt es für diese Ereignisse keine lebenden Zeugen mehr.

Doch, einen gibt es! Er möchte aussagen.

Kein Zweifel, dass Monsieur de Morcerfs Unschuld bewiesen wird!

Darum schlage ich vor, ihn anzuhören.

Zustimmende Rufe

Monsieur de Morcerf, nehmen Sie Ihren Platz ein.

Amtsdiener, holen Sie den Zeugen.

Das ist ein Betrüger! Es gibt keinen Zeugen!

Madame, bitte nennen Sie uns Ihren Namen.

Haydee, Tochter des Paschas von Janina.

Verwunderung im Saal

Können Sie Ihre Identität beweisen? - Ja. Hier ist meine Geburtsurkunde.

Außerdem die Urkunde über den Verkauf der Prinzessin Haydee:

An den Sklavenhändler El Cobir, durch den Offizier Fernand Mondego.

Monsieur de Morcerf, erkennen Sie die Tochter des Paschas? - Nein!

Aber ich erkenne Sie! Sie haben meinen Vater betrogen, mich verkauft!

Sehen Sie ihn an: Er hat auf der Stirn noch das Blut meines Vaters!

Eine Untersuchung!

Alle verlangen eine Untersuchung.

(Graf) Das ist eine Beleidigung! - Sie verurteilen sich selbst!

Wer ist für eine Untersuchung?

Madame, Sie können gehen. Die Kommission wird Sie morgen vorladen.

Mein Herr, ich will eine Erklärung! Hier in der Oper?

Sie, Ihre Geliebte und Ihre Zeitung lügen!

Leise, Monsieur de Morcerf. Sie könnten sich unsterblich blamieren.

Sie sind ein Betrüger und ein Feigling!

Ihre Freunde finden mich nach der Vorstellung zu Hause.

Meine Herren, ich will Sie nicht aufhalten.

Acht Uhr, auf Pistolen. 20 Schritt Abstand, erster Schuss auf Kommando.

Ich habe Sie erwartet. Sie hatten keine andere Wahl als herzukommen.

Sie wollen mich bitten, dass ich Ihren Sohn morgen verschone.

Sie wollen mich durch Tränen zum Mitleid bewegen. Ja, das will ich.

Sie wären jetzt sogar einverstanden, mit mir wegzufahren. Ja.

Jetzt ist es zu spät, Mercedes. Ich bin morgen zum Duell verabredet.

Und ich gehe! Warum verfolgen Sie uns?

Fernand hat gelogen, als er von Ihrer Erschießung berichtete.

Ich verzeihe ihm das niemals. Aber wir waren füreinander verloren.

Sie waren im Gefängnis. Aber durch wessen Schuld?

Bitte, lesen Sie.

Wegen dieser Zeilen verbrachte ich meine Jugend im Gefängnis.

Mein Vater starb, meine Verlobte heiratete einen anderen.

Der Brief ist anonym! Ja, zweifach.

Caderousse schrieb den Anfang. Der Schluss ist von Fernand Mondego!

Dann ist alles verloren. Alles. Sie können das nicht verzeihen.

Es war hart für mich. Aber es gibt noch Schlimmeres.

Eine ganze lange Nacht darauf warten, dass mein Sohn sterben muss ...

Hören Sie die Glocke? Zwei Uhr.

Noch sechs Stunden.

Ich glaubte, Sie lieben mich. Jetzt bezweifle ich das. Mercedes!

Sie haben gewonnen. Ihr Sohn wird lebend zurückkommen.

Ich verspreche es. Gleichzeitig sind Sie von mir befreit.

Wenn ich ihn verfehle ... Er trifft bestimmt. Er hat den zweiten Schuss.

Sie werden ihn nicht töten oder verwunden.

Ich gebe Ihnen mein Wort. Danke.

Monsieur de Morcerf teilte mit, dass er hierherkommt ... Da ist er!

Man reitet nicht zu einem Duell! - Mit offenem Mantel!

Er ist verrückt.

Ich muss den Grafen von Monte Christo sprechen.

Das ist gegen die Regeln! - Kommen Sie bitte mit.

Monsieur de Monte Christo! Ich kannte gestern nur einen Teil der Wahrheit.

Ich erfuhr alles erst heute Nacht. Ich bitte Sie um Verzeihung.

Für den Verrat, den Leutnant Mondego vor 23 Jahren an Ihnen beging.

Meine Zeugen denken hoffentlich nicht, ich bin feige.

Ich muss sonst das Gegenteil beweisen.

Mein lieber Morcerf!

Wir können uns hier trennen. - Ich komme mit.

Monsieur de Morcerf möchte Sie sprechen.

Mein Herr! Mein Sohn lehnte es ab, aber ich duelliere mich mit Ihnen!

Dann sofort! Und hier!

Wird Ihnen klar, dass Edmond Dantes Sie besiegte?

Edmond Dantes ...

Führen Sie Graf de Morcerf hinaus! Mein Haus bleibt ihm verschlossen!

Bist du so weit? Sofort.

Schuss kracht.

Mutter, sei nicht mehr traurig! Dein Sohn wird Seeoffizier.

In fünf Jahren bin ich bestimmt Kapitän.

Wann fährt dein Schiff? Am Freitag, nach Ägypten.

Über Bastia, Malta und Tripolis. Dieselbe Strecke ...

Was tue ich, bis du zurückkommst? Du wartest auf mich.

Du wirst an diesem Fenster sitzen. Ich bin das gewohnt.

Während meiner ganzen Jugend wartete ich so und schaute auf das Meer ...

Wehmütige Musik

Untertitel: Rosemarie Streibig

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.