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Lazarus ist auferstanden.
Guter Mann!
Glaub mir, wenn du in die Pedale trittst,
fühlst du dich wie ein Teenager.
Hey, du musst nach vorne!
START
Hey, Chabol.
Ich hab gehört, das ist deine letzte Tour.
Ziemlich hart. Ziemlich hart.
Ladies und Gentlemen!
Willkommen zum offiziellen Start der Tour de France
1998!
Der Countdown beginnt.
5 ... 4 ... 3 ... 2 ... 1 ...
Ladies and Gentlemen, hier ist noch einmal Ihr Kapitän.
Ich hoffe, Sie genießen den Flug.
Wir beginnen mit dem Sinkflug
- nach Dublin. - Sie müssten sich anschnallen.
- Wir landen bald. - Ich möchte Ihnen mitteilen,
welche Ehre es ist, dass Irland als erstes Land
außerhalb des Kontinents
den Start der Tour de France ausrichten darf.
Wir wünschen allen Rennfahrern,
die heute mit uns fliegen, größtmögliches Glück.
Auf Wiedersehen. Gott schütze Sie alle.
WILLKOMMEN IN DUBLIN, DER HEIMATSTADT VON BOYZONE
Gut, okay, Ladies. Ladies, könnt ihr mal zuhören?
Hier wohnt ihr die nächsten Tage.
Und denkt dran: wir trainieren nach dem Mittagessen.
Lasst euch nicht ablenken.
IRLAND HEISST DIE TOUR DE FRANCE VON 1998 WILLKOMMEN
Hey, Kiwi, nimmst du meine Tasche? Voll nett, Mann.
Bitte, Tartare, nur ein paar Fragen ...
Sicher, bitte. Klar.
Kann ich ein Autogramm haben?
Kann‘s sein, dass Sie gewinnen? Soll ich auf Sie setzen?
Nein, ich bin nur Domestik.
Ein was?
Ich bin ein Domestik, ein Support-Fahrer.
Ich soll nicht gewinnen.
Siehst du den Typen da?
Das ist Tartare, unsere Nummer eins, der wird gewinnen.
Du brauchst sein Autogramm. Okay?
- Hast du einen, der funktioniert? - Ach, macht nichts.
Hier! Ich bin der Typ auf der Frontseite!
Vor zwei Wochen war ich ein Niemand und jetzt bin ich berühmt in Irland.
Zeig‘s deinem neugierigen Boss.
Na klar doch. Es ist phantastisch, es lohnt sich.
So, meine Herren, fünf Mal einfach Pasta?
- Für uns, Schätzchen. - Ja.
Ein Steak Tartare mit einem rohen Ei?
Für mich, danke.
- Und ein doppelter Cheeseburger. - Der Cheeseburger ist meiner.
Danke.
Ich gehe.
Ich gehe, ich kann das nicht ertragen mit dieser
Burgerfressmaschine.
Mir wurde Pasta-freie Kost verordnet.
Was ist so witzig?
Was ist so witzig, warum lacht ihr?
Weißt du noch: dein Name in der Überschrift
hat dir Power für die Tour verschafft.
Das bin ich.
Ah, das sind die Rookies.
Das sind die Anwärter auf das weiße Trikot.
- Du, Farinelli ... - Farinelli ...
STILLE HELDEN: DIE DOMESTIKEN.
Hier bist du. Deine erste Tour. 1979. Was für ein junger Bastard du warst.
CHABOLS LETZTER VERSUCH?
NACH EINER SOLIDEN KARRIERE WIRD DAS WOHL SEINE LETZTE TOUR.
TROTZ ALLEM HAT ER NIE EINE ETAPPE GEWONNEN.
IST SEINE ZEIT JETZT GEKOMMEN? ZWEIFELHAFT ANGESICHTS SEINES ALTERS.
Sieh dir das an, in der Tat ziemlich grün.
Dafür ist Irland berühmt.
Aber es ist immer dasselbe.
- Man nimmt es nicht wahr ... - Dom!
Dom!
Bring mir bitte Wasser.
Er braucht wohl Wasser.
Halt das Tempo, ja?
Julio, läuft‘s?
Ja, läuft super, alles klar.
- Ich muss was essen. - Wasser?
Okay.
Die Kids sind hungrig.
Alles klar, Sonny? Geht‘s dir gut?
Rauchst wieder eine ganze Menge, hm?
Danke.
Und du, Tone? Alles klar?
Oh, Gott, Mann!
Wer hat dem den Cappuccino versaut?
Na, los, geben wir alles! Kämpft, kämpft, kämpft!
Los, los, los!
- Hier, Check mal die Bremsen. - Danke, Mann!
- Hey! - Hat alles funktioniert, echt cool!
- Stell den Sattel fest, okay? - Lass mal sehen.
- War doch okay, das Training. - Gute Strecke jedenfalls.
- Mit meiner Schaltung stimmt was nicht. - Lass das doch noch mal checken ...
Es lief nicht so, wie ich wollte, klar?
Stopp. Du warst gut, ja? Junge, hör auf.
Schon gut. Schon gut. Ich gehe.
Okay.
Ich nehme die anderen Schuhe, ja?
Ja, nimm die anderen, die sind besser.
Viking.
Viking.
Wie sieht‘s aus im nächsten Jahr? Mein Vertrag?
Ja.
Nun ...
Warten wir ab, was dieses Jahr passiert.
Scheiß drauf.
Er spielt sich nur auf.
Er weiß, dass das Team dich braucht.
Du gehörst zum Inventar, verdammte Scheiße noch mal.
Ah, hallo,
hey, Brad, was geht denn so?
Hör zu, ich hab eine Frage und zwar in Bezug auf
nächstes Jahr und ...
Nein, nein, nein, zwei Minuten, zwei Minuten.
Es geht ums kommende Jahr, weil ich ...
Hallo? Ich überlege, ob ich
Austrange verlasse.
Nein, ich will Sie nicht aufhalten, ich will nur ...
Ja, doch, Tartare ist gut, er ist ...
Ja, er ist Form, er ist in Form.
Keine Ahnung, was er nächstes Jahr macht ...
Vollidioten, fickt euch alle!
Patrick? Alles gut?
Hier ist, hier ist Dominique Chabol, alles gut?
Nein, das versteh ich. Ihr müsst natürlich
den Jüngeren den Vorzug geben.
Ich verstehe. Okay, bye.
Alles klar, big Man.
- Hey, Leute. - Hi, Mann.
Wie ist dein Blut markiert, Kiwi?
Madame Foo Foo.
Madame Foo Foo. Ist das eine verdammte Drag Queen?
Halt die Fresse, Mann.
Das war der Pekinese meiner Schwester.
Also, dann, Madame Foo Foo.
Das ist kalt.
Desto größer ist die Wirkung, mein Sohn.
Enzo?
Milou.
Wer ist Milou im echten Leben?
Du weißt schon, der Hund von Tintin.
Entschuldige mal. Tintins Hund war doch Snowy.
Naja, in Portugal hieß er aber Milou.
Halt mal.
Ich hab zweimal den Namen Milou hier.
Nein, mein Hund war Milou.
Was zum ...? Und mein Hund auch!
Willst du mein Blut, Enzo? Mein Hund war Milou.
Verdammte Scheiße. Und was tun wir jetzt?
Was kann schlimmstenfalls passieren,
wenn wir es verwechseln?
Mal sehen.
Dieselbe Blutgruppe, da gibt es
- selten Komplikationen. - Und wenn, welche?
Es kann immer allergische Reaktionen geben.
Das ist alles? Sind andere Nebenwirkungen möglich?
Die andere Nebenwirkung ist simpel:
wenn du‘s nicht riskierst, gewinnst du nicht.
Dann gib her.
Ich sag dir, welches.
Das ist meins.
- Das ist meins. - Und wenn nicht?
Das ist meins, Enzo, ich spüre mich
- in dem Beutel. Meins. - Ich will das nicht riskieren, okay?
Lass die Scheiße! Los, setz dich und nimm das Blut!
Was riskierst du dabei? Bitte!
So ein Arschloch!
Gut. Ich denke, das hätten wir geklärt.
Jetzt Dom ...
Du weißt ja, ich bin Belgier. Tintins Hund heißt Bobby.
Faszinierend.
Absolut unglaublich faszinierend.
ZIEL
Fuck!
Das sollte helfen.
Wie fühlst du dich?
Ich brauche einen Arzt.
Ruf Strocatti doch an.
- Er ist vermutlich in seinem Zimmer ... - Sonny, keinen Team-Arzt.
Geht es dir gut?
Ich will‘s nur checken lassen.
Das Team soll nichts wissen,
besonders nicht Viking,
- so wie er sich verhält. - Sicher.
Ich will einfach zu hundert Prozent fit sein.
Überlass das mir.
Danke.
Einmal noch.
Okay.
Okay.
Okay. Das war‘s.
Also, die Brust ist frei,
die Herzfrequenz ist ziemlich niedrig, aber Sie sind Athlet.
Seit wann haben Sie das?
Etwa eine Woche.
Ich erwache mit Husten und muss ständig würgen.
Andere Symptome?
Frösteln. Schwindel ... Schwitzen, wenn ich aufwache.
Eigenartig, das sind Grippe-Symptome, aber das ist keine Grippe.
Was ist mit Ihrer Ernährung?
Die ist begrenzt.
Proteine und Kohlenhydrate für‘s Rennen.
Nun, Ihr Immunsystem könnte geschwächt sein.
Sie bekämpfen keine Infektion mit solcher Ernährung.
Sie haben sich vielleicht einen Virus eingefangen.
Und einen Virus
können Sie einfach nur aussitzen.
Da hilft keine Medizin.
Die UCI gibt mir
so was hier,
während ich für sie arbeite.
Das heißt, ich gebe Ihnen meine Nummer.
Wenn irgendwas ist, dann
rufen Sie mich an.
- Danke. - Und
Ernährungsberatung wäre ganz gut
nach dem Rennen, das
baut Sie wieder auf.
Hören Sie,
Dr. Lynn Brennan, könnten Sie
diesen Besuch für sich behalten, bitte?
Das Team muss das nicht wissen.
Ich bin an die ärztliche Schweigepflicht gebunden, Mr ...
- Dom. - Mr. Dom.
- Dominique Chabol. - Okay.
Sonny.
Danke für die Hilfe, Lynn.
Klar, kein Problem. Bis dann.
- Wir sehen uns. - Danke.
Alles gut?
- Wo hast du sie aufgetrieben? - Süß, hm?
Medizinstudentin.
Praktikum bei der UCI auf dem irischen Streckenabschnitt.
Für dich von Viking.
Gute Nachricht?
Von meiner Schwester.
Deiner Schwester?
Ja, sie will mit mir reden.
Hör mir bloß auf mit Familienkram.
- Hallo? - Hey, Emilie, wie geht‘s dir?
Papa ist heute morgen gestorben, Dom.
VIEL GLÜCK BEI DER TOUR DE FRANCE
Oh.
Die Beerdigung ist nächste Woche.
Wann genau?
Freitag wahrscheinlich. Du kommst doch, oder?
Ich kann hier jetzt nicht weg.
Wieso?
Weil die Tour anfängt.
Und wann bist du zurück?
Es sind immer drei Wochen, das weißt du doch.
Aber ich kann‘s dir
noch nicht genau sagen.
Ich werde aber versuchen ...
Hallo?
- Dom? - Ja.
- Emilie ... - Du musst kommen.
Hör zu, Emilie, ich lass es dich wissen, ich ruf an, okay?
Scheiß auf die Tour, Dom. Es geht um deinen Vater!
- Ja? - Dom?
- Ja? - Bitte komm auf mein Zimmer,
- ich kann nicht atmen. - Gut, ganz ruhig, ganz ruhig, okay?
Okay, ich komm rüber.
Der Druck ist zu groß.
Ich konnte nicht schlafen. Ich muss endlich auf die Straße!
- Komm runter. - Nein.
Ich lag da zwei Stunden lang im Bett und konnte nicht schlafen, Dom.
- Die Ziellinie ... - Das hast du immer.
- Nein, im Ernst! - Immer vor der Etappe.
Nein, die Ziellinie! Ich kann nichts tun, okay?
Okay, kannst du atmen? Kannst du atmen?
- Ja, kann ich. - Einatmen.
Du kennst die Übung. Berühr deine Nase.
Ich war im Bett und konnte sie nicht sehen,
und ich muss doch ankommen, Dom.
Konzentrier dich. Okay, hör mir zu.
Augen zu. Berühr deine Nase.
Du siehst die Straße. Du siehst die Straße.
Du siehst die Ziellinie. Okay, beruhig dich, ruhig.
Ja, komm.
Komm runter.
Hand an die Nase.
Ja, gut. Okay.
Alles gut.
Und tief.
Ich bin nervös, Dom.
Das ist normal, oder?
Ich will keinen enttäuschen.
Ist meine Premiere, schon klar, aber
das ist so aufregend und ich fühl mich so stark.
Wie war‘s damals bei dir?
Hast du einen Ratschlag?
Ratschlag?
Na, gut ...
Du musst Pausen machen.
- Okay. - Ausreichend. Immer.
- Okay. - Okay. Denk immer dran:
Nie stehen, wenn du sitzen kannst, nie sitzen, wenn du liegen kannst.
- Das mach ich. - Denk an den Kaffee.
Und jede Nacht
abspritzen.
- Ehrlich? - Die Rohre putzen.
- Ach ja? - Ja, ist wichtig. Sonny?
Absolut wichtig.
Das ist jede Nacht ein Muss.
Ich mach das sowieso ständig.
- Machst du wirklich? - Aber ja.
- Du machst es jede Nacht? - Ja, sicher.
- Bestimmt? - Ja. Jede Nacht.
- Wichser! - Ja. Da siehst du‘s,
er hat Stehvermögen, sag ich doch.
- Du glaubst auch alles, was? - Hey, ja.
Hör zu.
Es ist aufregend, hm?
Ist deine Premiere.
Du musst eins wissen:
Hier geht‘s um Tartare.
Er holt sich die Etappen. Nicht du.
- Okay. - Hm? Okay? Kapiert?
Verstanden.
Und ich ziehe das clean durch.
Weder Doping, noch Steroide.
Ich konnte ins Team, ohne ...
ohne was zu nehmen, also schaffe ich das doch?
Super, mein Junge.
Gute Arbeit, Junge. Wirklich gut.
Die Kraft brauche ich
für die Berge.
Versuch doch „Sit-Up Explodes“.
- Was? - Das ist das beste Training
für maximale Power. Du beginnst wie Jesus am Kreuz
und legst dich auf den Rücken,
Dom, du fixierst seine Knöchel.
Ich lege dir dieses Handtuch über Kopf und Schultern.
Wenn ich dich wegziehe, setz dich
- schnell auf. - Okay.
Fertig? Los geht‘s. Und: hopp!
Und, spürst du die Power, die das bringt? Noch einmal. Und: hopp.
- Schneller. - Ein letztes Mal, jetzt gib Gas.
Und: hopp.
Hey, hey!
Du Arsch!
Hey, locker, ganz ruhig, nimm‘s locker, war nur‘n Spaß, okay?
Team-Meeting.
Los geht‘s.
Das passiert allen, sieh‘s gelassen.
Das ist nicht entscheidend. Nein, definitiv.
Okay, Ladies.
Ihr bekommt gleich eure Startnummern für morgen, aber erst mal Folgendes:
Gestern Abend hab ich gehört,
dass Team Settosa einen neuen jungen Domestiken hat.
Jan Mertens.
Er ist sehr schnell und sehr stark.
Und das zwingt mich zu einer neuen Strategie.
Erik Schultz?
- Ja? - Du ersetzt Dom Chabol auf der Tour.
Aber das versteh ich nicht, Chef, warum?
Ruhe! Ruhe bitte.
Ich will mich bei dieser Gelegenheit bedanken.
Danke, Dom, dass du immer da warst.
Für alles, was du für uns getan hast. Auf Dom!
Danke für deinen großen Einsatz.
Was den Rest von euch angeht, so möchte ich euch bitten,
euch jetzt eure Startnummern abzuholen.
Die Reihenfolge ergibt sich wie folgt ...
Dom, Dom.
Mein Freund.
Wenn ich was zu sagen hätte, wär das dein Job morgen.
Bitte glaub mir.
Dom?
Dom, mein Freund.
Danke.
Danke.
Erik fucking Schultz?
Erik ist jünger, leichter,
- fitter und schneller. - Er ist kein Anführer!
Jede Nacht bringe ich Tartare ins Bett wie ein Baby. Weiß er das?
Sieh dich doch an, Dom.
Du näherst dich der 39.
Was erwartest du von mir?
Das Team braucht Erfahrung. Meine Erfahrung!
Das Rad dreht sich, und zwar weiter und immer weiter.
Das ist die einzige Scheiß-Erfahrung.
Die Tour startet morgen, 10 Uhr früh.
Nach dem „Grand Départ“ endet dein Vertrag.
- Du bist frei. - Das war‘s?
Das war‘s.
Verfickter Wichser.
Fuck!
Alles klar, big Man?
Ich kann‘s gar nicht fassen.
Was für eine Fotze!
Dom! Mach doch auf.
Wir gehen uns besaufen.
Mach auf!
Was für ein Wichser, das verfickte Drecksschwein.
Ich seh dich nachher, okay?
Was darf‘s sein?
Die Weinkarte?
Weinkarte?
Hier, bitte, Sir.
Das ist alles?
Das ist alles.
Australisch.
„No matter what they tell you.
No matter what they do.“
So ein Schwachsinn. Dämlich, echt.
„... teach us“
Fuck!
Ist da das West County Hotel? Kann ich bitte Sonny McElhone sprechen?
Zimmer 249.
Er ist nicht da?
Fuck!
Nein, danke.
Ja, hallo, Dr. Lynn?
Ja, hi, hier ist Dom.
Dom Chabol, erinnern Sie sich?
Ja, hi,
also, Sie sagten mir, dass ich Sie anrufen kann.
Wenn‘s schlimmer wird.
Tja, jetzt ist es schlimmer.
Ein Notfall.
Sind Sie verletzt?
Was ist passiert?
Vom Rad gefallen.
Ist sonst alles okay?
Ja.
Ich will nicht drüber sprechen.
Aber wo ist es?
Ihr Fahrrad.
Weggeworfen.
- Weggeworfen? - Ja, weggeworfen.
Okay.
Ich denke, wir gehen jetzt was trinken.
Und ich weiß auch schon, wo.
Nur nicht zu viel Begeisterung.
„No matter, what they tell us
No matter what they do.“
- Dom, richtig? - Ja.
- Das ist mein Vater Peter. - Hi.
Und das ist mein Onkel John.
- Freut mich. - Hallo.
Dom ist einer der Fahrer der Tour de France, die Samstag startet.
Oh, er fährt die Tour de France.
Respekt!
Carmel! Carmel!
Komm kurz her.
Dom hier fährt bei der Tour de France mit.
Hallo, Dom.
Rasiert ihr Jungs euch echt die Beine?
Ja.
Und die Arme.
Ja, ein paar schon.
Auch noch woanders?
Und, Dom?
Das Rennen? Wirst du gewinnen?
Nein. Ich bin ein Domestik.
- Ein was? - Ich bin ein Domestik,
ich bin ein Support-Fahrer. Dabei geht‘s nicht ums Gewinnen.
- Nicht ums Gewinnen? - Nein. Ist nicht mein Job.
Der erste Fahrer gewinnt.
Ich gebe das Tempo vor, er hält sich dicht hinter mir
- in meinem Windschatten. - Windschatten? Damit
- schirmen Sie ihn ab? - Ja, fange den Wind ab.
Wenn der Sprint kommt, fahre ich beiseite,
er fliegt aus meiner Spur
auf die Zielgerade, also nutze ich meine Energie für ihn,
so dass er am Schluss gewinnt.
Und du darfst nicht gewinnen?
- Nein. - Aber wollen Sie nicht mal gewinnen?
Jeder Fahrer würde gerne mal gewinnen, aber
das ist ein Traum.
Dom.
Dom.
Du musst gehen.
- Was? - Du musst jetzt in dein Zimmer gehen.
- Warum? - Ich muss in ein paar Stunden
arbeiten und du auch.
Komm schon, na los!
Es ...
Es wäre für uns beide nicht optimal, wenn man uns sieht.
Wirst du verstehen. Ist nicht professionell.
Nimm‘s nicht persönlich.
- Wir können uns später treffen. - Ja.
Nach dem Rennen. Bist du dann frei?
Okay.
Wir sehen uns um acht
- an der Bar unten, okay? - Okay.
Okay, geh. Geh. Bye.
Dom. Mach die Tür auf.
Dom!
Was?
Du bist wieder dabei.
Enzo ist krank. Er ist im Krankenhaus. Du bist registriert.
Hör zu, Dom.
Ich weiß, dass ich all die Scheiße gesagt habe.
Aber jetzt brauche ich dich.
Das Team braucht dich.
- Und was wird nächstes Jahr? - Dafür hab ich jetzt keine Zeit.
Du stehst noch unter Vertrag, also mach dich startklar.
Ja!
Lazarus ist auferstanden.
Welches Team greift zuerst an?
Alle Augen sind auf die ...
Die Stimmung ist toll und alle sind gespannt
und man hat den Eindruck ...
... berichten wir aus Irland. Aufgrund des World Cups,
der in Frankreich stattfindet, wurde ...
Ja, und hier wird es ein ungewöhnlich sonniger Tag in Dublin,
der Hauptstadt der smaragdgrünen Insel,
wo bald der Grand Départ stattfinden wird.
Heute herrscht hier Festtagsstimmung und irische Augen leuchten.
Willkommen zum offiziellen Start der Tour de France
1998.
Der Countdown beginnt.
Fünf, vier, drei, zwei, eins ...
Und da sind sie, alle 164 Fahrer rollen durch die zeremonielle neutrale Zone.
Eine Parade für die Fans,
bevor das richtige Rennen in den Außenbezirken beginnt.
Führend sind die Favoriten Teams Settosa und Austrange.
Links der luxemburgische Fahrer Stefano Drago,
der letztes Jahr disqualifiziert wurde, nachdem er seine Flasche
nach dem Domestiken Dom Chabol geworfen hatte.
Nach dem Start im Zentrum von Dublin
führt die Route die Fahrer raus nach Bray im County Wicklow
und endet schließlich wieder in Dublin zum Sprint-Finish im Phoenix Park.
Tartare! Tartare!
Alles gut, Dom?
Scheiße! Was ist los mit dir?
Gut, Jungs, ich fahr jetzt nach vorne!
- Los, los, los! - Kommt!
Komm schon, fuck, Mann!
Positionswechsel, Maurice!
Halt die Spur, halt die Spur!
- Was machst du, Mann? - Halte das Tempo, Idiot!
Das ist klassisch für Dom Chabol. Er kämpft sich nach vorne
und gibt das Tempo vor.
Sein Gegenspieler Jan Mertens
ringt mit ihm um die Führungsposition.
Sie versuchen auf den letzten fünf Kilometern
den Weg für ihre Favoriten Drago und Tartare frei zu machen.
- Hey! - Vergiss es!
Los, los, los! Haltet das Tempo!
Hey! Na los!
Los! Schneller, schneller, los!
Jetzt, jetzt, jetzt! Gebt Gas!
Ihr schafft es! Settosa! Jan Mertens! Go!
Fuck!
Und da kommt er, mein Freund, Tartare! Bravo!
Tartare Kopf an Kopf mit Drago auf den letzten hundert Metern der Etappe.
Sprint auf die Ziellinie.
Er zieht vorbei.
Er zieht vorbei! Ja! Er hat‘s geschafft!
Und ja! Ja, er hat es!
Der Italiener holt das Gelbe Trikot. Knapp!
Und Tartare gewinnt!
Tartare!
Der Gewinner des Gelben Trikots, des maillotjaune.
Team Austrange hat es wieder geschafft!
Sieger der ersten Etappe der Tour de France 1998.
Das war pure, verfickte Poesie!
Hey, Dardonne, du hast das weiße Trikot gewonnen!
- Yeah! Gewonnen! - Was? Oh!
Wahnsinn. Das weiße Trikot!
Der belgische Fahrer Lionel Dardonne, Gewinner des weißen Trikots
in der Klassifizierung der jungen Fahrer
auf der ersten Etappe der Tour.
Der in Charleroi geborene Dardonne
hinterließ auf seiner ersten Etappe in Irland einen starken Eindruck.
Wie zu erwarten, gewinnt Tartare Marino
für die erreichte Bestzeit
- das gelbe Trikot. - Danke!
- Das war echt super, Lionel. - Der Regen war scheiße.
Hey, wo ist Settosa jetzt? Wo ist Settosa?
Fetten Glückwunsch an Tartare!
Grazie, Meister, danke!
Bravo. Bravo, Dardonne.
Für das weiße Trikot!
Gut gemacht, Mann! Los, mach so weiter!
Danke, grazie, ich will was sagen.
Ich will was sagen, das von Herzen kommt.
Gute Teams, die funktionieren wie Maschinen.
Das heißt, jeder hat seine Aufgabe und arbeitet allein.
Aber am Ende sind sie dann alle ein Ganzes.
Und heute haben wir gezeigt, dass wir sehr gut sind.
- Ja, hat er recht! - Stimmt.
Ich bin noch nicht fertig, ich bin noch nicht fertig.
Und ihr seid meine Familie.
Das meine ich ernst.
Und zwar ihr alle. Und, Kiwi,
du bist meine Schwester, Schwesterchen.
Um zu gewinnen, brauch ich euch. Euch alle. Ich brauch alle.
Aber Dom ...
Danke. Danke für alles.
Du bist der größte Domestik, der beste Team-Kapitän auf der Straße.
Also, Dom: Prost auf deine Rückkehr!
- Auf dich, Mann! - Yeah! Dom, yeah!
- Dom, cheers. - Dom!
Danke, Dom, du bist toll.
Sonny, deine Jungs damals, ich meine, in den Siebzigern ...
was tun die jetzt so?
Mal überlegen. Weißt du, was aus Jacamo wurde?
Hat den Absprung geschafft, der verdammte Glückspilz.
Marco B. wurde Sporttrainer in seiner Heimatstadt.
Wen gab's da noch?
Jannis.
Ach, nein, Eddie. Wie hieß der denn? Nein, nein, Jeff oder so ...
Eddie de Cavort.
Ja. De Cavort.
Der wurde Taxifahrer, Mann.
Ist jetzt übrigens sein eigener Boss.
Und ein paar sind nicht mehr da.
Johannes, Drier, Bert, Uster, Bosh.
Schliefen ein und wachten nicht mehr auf.
Gut.
Umdrehen jetzt.
Ab zum Orgasmus.
- Sozusagen. - Ja.
Was ist mir dir, Sonny? Noch zufrieden bei Austrange?
Es geht nicht um Austrange, aber
ich liebe diesen Zirkus.
Verdammt, das tue ich.
Ich könnte sowieso nichts anderes machen, mein Herz war im Arsch.
Die Ärzte rieten mir, aufzuhören.
Konnte ich mit leben. Ich hatte genug. Was das Fahren betrifft.
Und dann?
Du kennst doch Bonheur?
- Der Directeur Sportif von Settosa? - Ja.
Eines Tages gab er mir eine Flasche Öl und sagte mir:
damit massierst du jetzt die Jungs. Seitdem mache ich das.
Zufrieden wie das Schwein in der Scheiße.
Fuck.
Dom?
Ah! Luc.
Wie geht‘s dir?
Alles okay?
Zu schön, dich zu sehen.
Wie geht‘s dir denn?
Ganz gut.
- Das ist schön. - Ja.
Setz dich doch.
Magst du irgendwas?
Nein, nein, nein,
- ich hab nicht viel Zeit. - Okay, verstehe.
Und wie läuft‘s bei euch?
Läuft gut. Läuft gut.
Wie kommt‘s, Dom?
Wir haben uns nicht mehr gesprochen seit Dragos
Disqualifizierung, oder?
Tja,
- ich weiß nicht, was sein Problem ist. - Aber ich.
Du bist schuld, dass es passiert ist.
Weil er mich abgeworfen hat?
Du hast ihn blockiert.
Aber du hast den Sprint gesehen, ich muss meinen Sprinter beschützen,
ich bin nach rechts und kreuze ihn innen, aber er ist auf einmal da.
Hab dich verarscht. Wir beide kennen die Sprinter.
Oh, du bist unmöglich, du hast mich völlig verunsichert, Mann!
Mistkerl!
Du wirst es nicht glauben.
Wen hab ich wohl letztens in Antwerpen gesehen?
- Sag schon. - Unsere alte Truppe.
Jenssens.
- Antoine? - Antoine.
Irgendwer hat erzählt, dass er fett sein soll.
Er arbeitet in einer Bar für Karaoke. Als Barkeeper.
Und wenn ein Gast ihn drum bittet,
dann singt er.
Und wie singt er?
Falsch.
Immerhin hat er den Text da stehen. Ist Karaoke.
Und Viking? Wie geht‘s dem?
- Hat er inzwischen mal Lächeln gelernt? - Nein.
Nein, Viking lächelt niemals.
Ja, das ist wahr.
Tatsächlich
wollte ich auch deshalb mit dir reden, schließlich hab ich
bei dir damals als Profi angefangen.
- Oh, ja, ich weiß. - Ja, und
ich hab das Gefühl, dass es vielleicht Zeit ist,
zu Settosa zurückzukehren.
Im Ernst, ich bin in Form, ich hab trainiert wie ein Irrer,
ich hab mich gut erholt und die Klassiker sind top gelaufen.
- Und dein Vertrag mit Austrange? - Noch nicht unterschrieben.
- Hast du nicht? - Nein.
Aber ich hab mein Team schon aufgestellt.
Jetzt schon?
Jetzt schon!
Ich frag nur, weil,
weißt du, Sonny hat mir gesagt, dass
du vielleicht jemanden brauchst.
Ich weiß was.
Die Türkei-Rundfahrt.
Was ist das?
Naja, ich organisiere ein ...
Ein reines Freundschaftsrennen zusammen mit Lars Boltz.
Ist schön in der Türkei.
Türkei-Rundfahrt.
Fuck.
Zwei Minuten rein, zwei Minuten raus.
Soll ich für dich rangehen?
Nein, ist wahrscheinlich Tar oder meine Schwester. Lass mal.
Was ist das hier? Glasgow Hauptbahnhof?
Oh, hallo.
Ist Dom da? Wir waren um Acht in der Bar verabredet.
Gut.
Geben Sie mir eine Sekunde, ja?
Die junge Ärztin.
- Hast du dich mit ihr verabredet? - Ja, hab‘s vergessen.
- Ich mach schon. - Danke.
Er ist ...
sofort bei Ihnen.
Hey, sorry.
Sonny sollte dir eigentlich sagen,
dass ich mich verspäte und ...
Hab‘s völlig vergessen. Der Wahnsinn am ersten Tag ...
Tut mir leid.
Willst du reinkommen?
Na, ist doch wunderbar. Ich seh dich später, okay?
Ja, tut mir echt leid.
Okay.
Und wie war dein erster Tag?
Meine medizinische Ausbildung wurde nicht gerade praktisch getestet.
Nicht ein Einsatz.
Ich bete für einen Unfall morgen,
hässliche Wunden und Gehirnerschütterungen,
damit ich was zu tun hab.
Vielleicht lässt sich da was machen.
Wofür all das Eis?
Im Grunde glaub ich‘s echt nicht.
Ich bin hier, mache ein Praktikum bei der Tour de France,
wohne in einem Hotel. Der Hammer.
Und ich sag dir was: ich hab wirklich Glück,
denn bei euch ist es interessanter als in irgendeinem Scheiß-Krankenhaus.
Eins steht für mich fest:
du tust nur dann dein Bestes,
ich meine, du bist doch nur dann richtig gut,
wenn du es gern machst.
Besonders,
- wenn es um Leben und Tod geht. - Ja.
Ist das bei euch Jungs nicht genauso: Alles oder nichts?
- Wie lange fährst du schon Rad? - Seit ich laufen kann.
Und im Wettbewerb seit, fünfundzwanzig Jahren. Ja.
Ja, das ist vermutlich länger, als du auf der Welt bist.
Das wollte ich jetzt nicht so sagen, aber ...
Ja.
Du musst unglaublich viel erlebt haben.
Du hast sicher viel gesehen.
Oh, eine Menge schlechte Hotels und viel Makadam.
Du meinst Tarmakadam?
Nein, Makadam.
Ich war vermutlich schon
auf jedem Kontinent der Welt.
Eine Stadt wie Rom,
wunderschön, und dann ...
Naja, wir sind in der Stadt und ich bin da mit 150 Jungs auf Rädern
und sehe nichts als Männerärsche.
Na, das ist nicht unbedingt der schlimmste Anblick.
Oh, nein, nein, nein, lass ...
Dom, hallo?
- Hallo? - Dom ...
- Ah, Tar. - Ich kann nicht atmen!
Nein, ganz ruhig. Ruhig.
- Ja. Atme. - Ich kriege keine Luft!
Atme, Tar. Ich brauche fünf Minuten.
Okay. Ja. Bye.
Warte! Nein. Nein, nein ...
Er klingt nicht sonderlich entspannt.
Nein, er ist ... Das ist
mein Kapitän und der ist etwas ...
Hör zu, willst du
hierbleiben? Ich bin gleich zurück.
Okay, na, dann.
... nicht noch ein zweites Mal. Nein, ich schwör's dir, ich kann nicht.
Tar. Das passiert jede Nacht, oder?
Du kennst die Übung, kannst du daran denken?
Ja, aber warum? Warum tue ich das? Hat er mich gefragt?
Das ist wirklich Irrsinn, großer Gott.
Okay.
Das ist gut. Das ist gut, sehr gut.
Dom?
Dom! Dom!
Dom!
Wach auf!
Dom!
Ich weiß nicht, er kriegt keine Luft!
Scheiße!
- Er muss sich bewegen! - Einen Rettungswagen.
- Komm schon, hoch mit dir! - Okay.
Komm her! Komm her!
Laufen Sie mit ihm auf und ab.
Ich bin gleich wieder da. Immer laufen!
Hey, hey! Dom?
Dom, alles gut. Alles gut, nur laufen.
Lauf!
Einfach laufen.
Ja, gut.
Weiter laufen. Lauf weiter.
Dom, Dom! Komm schon! Komm schon!
Okay. Bin wieder da.
Was soll das werden?
Fuck. Dom! Dom.
Was haben Sie vor, Sonny, was ist los?
Okay.
Dom? Dom. Hey.
- Dom? - Alles klar, du kennst das Spiel.
Komm schon. Hoch mit dir.
Du willst hier nicht verrecken, am Arsch von ...
Was haben Sie vor?
- Er muss auf das Rad. - Ins Krankenhaus muss er!
- Tun Sie, was ich sage! - Gott!
- Auf drei! - Was?!
- Heben Sie das Bein an! Eins, zwei ... - Er muss ins Krankenhaus!
- Drei. Ah! - Okay.
Das war‘s. Auf geht‘s, Dom.
Jetzt treten. Sehr gut.
Weiter.
- Komm schon jetzt. - Alles okay, Dom?
Treten. Sehr gut, Junge. Wo ist seine Pulsuhr?
- Sein Herzmonitor! Wo ist er? - Im Bad.
- Holen Sie ihn. - Okay.
- Okay, okay. - Sehr gut, Dom.
Sehr gut, du machst das gut, du kriegst das hin. Komm schon, Junge.
Helfen Sie mir, es ihm anzulegen.
Geben Sie's mir.
Komm schon, Dom. Mach weiter. Mach weiter!
- Das ist krank. - Sehr gut, weiter.
- Er nimmt irgendwas, richtig? - Es geht aufwärts, Dom!
Der Puls kommt hoch!
Nicht zu fassen, ich ruf einen Krankenwagen!
Ich hab das im Griff, Schätzchen.
Gut so, Dom.
Komm, weiter.
Mach weiter!
37.
38.
39.
Komm schon, mein Junge, treten. Ja.
Sehr gut, Dom, du machst das toll.
Komm schon, Sohn. Komm schon.
Alles klar, big Man?
Lynn.
Wegen letzter Nacht, kann ich es erklären?
Gib dir keine Mühe, ich hab's schon begriffen.
Ich hab tatsächlich allerhand gelernt in den letzten Stunden.
Ohne Hirn und Verstand seid ihr auf EPO.
EPO.
Warum pumpst du dir nicht gleich Kleber in die Venen,
ein Wunder, dass du aufwachst.
Wie wirkt das wohl auf mich? Als Ärztin?
Und was mir nicht in den Kopf will, ist, wieso
- du dein Leben riskierst. - Alle machen‘s so.
Du darfst nicht mal gewinnen, Dom. Dein Job ist zu verlieren.
Verfickter Berufsverlierer!
Eingeschissen hab ich nicht, oder?
Nein, eingeschissen hast du nicht.
Dom, das war jetzt echt auf Messers Schneide!
Wäre sie nicht gewesen, hättest du deinen Monitor nicht vergessen.
Das Team ist jetzt das Wichtigste. Keine Ablenkung mehr.
Dom! Sonny!
- Was? - Wisst ihr es schon?
Der Betreuer von Settosa wurde an der Grenze festgenommen.
Was? Wer? Manni Torche?
Ja. Offensichtlich hatte er genug EPO an Bord,
um alle Teams zu dopen.
Glaubt ihr das?
So ein Idiot!
Ich schätze, wir verdünnen lieber.
Der Wagen von Team Settosa ist heute morgen
von der französischen Polizei an der Grenze gestoppt und durchsucht worden.
Den Behörden zufolge waren 160 Kapseln Testosteron,
82 Phiolen menschlicher Wachstumshormone
und 234 Dosen EPO
kaum für den Eigenbedarf bestimmt.
Infolgedessen wird die UCI von nun an vor jeder Etappe
stichprobenartig Dopingkontrollen vornehmen.
Kaut weiter die Pillen und trinkt euer Wasser.
Die Entscheidung ist notwendig, wir erhoffen uns Lösungen ...
JEAN MARIE LEBLANC, DIREKTOR DER TOUR DE FRANCE
Das größte Problem mit der Eigenblutmethode ...
- Was zum ...? - Wer ist das?
Schon gut! Schon gut, ich komme!
Ein Arzt von der UCI ist unten.
- Er will ein paar aus dem Team testen. - Halt ihn hin.
Sonny, versau das bitte nicht.
Was ist los, Mann?
Die UCI wartet unten.
- Was? - Was? Sie sind schon hier?
Fuck.
Los, rein mit dem Zeug.
Gut.
Die UCI erhofft sich durch die stichprobenartige Überprüfung der Teams
eine flächendeckende Kontrolle. Viel steht auf dem Spiel.
Wie sieht‘s aus?
Immer noch über 50 Prozent.
Kiwi, du kommst durch. Ihr zwei habt zu viel.
Mehr trinken.
Kommen Sie bitte rein.
Siehst du, wen ich sehe?
Guten Tag, meine Herren.
Mein Name ist Dr. Dirk Foegol.
Ich bin heute, am 12. Juli 1998,
hier im offiziellen Auftrag des UCI Blutkontrollprogramms.
Wir sind hier, um Sie stichprobenartig auf verbotene Substanzen zu testen.
Hierzu veranlasse ich eine Blutentnahme bei drei Fahrern von Team Austrange.
Fucking Vampire!
- Scheiße, echt. - Ich will bei der Kleinen an die Nadel!
Die Wettbewerber, die zufällig
für den heutigen Bluttest ausgewählt wurden, sind:
Mr. Lionel Dardonne.
Begeben Sie sich zum Untersuchungstisch.
Mr. Erik Schulz.
Und zu guter Letzt Mr. Dominique Chabol.
Oh, Fuck.
Mr. Chabol, sind Sie da?
Ja.
Danke, Mr. Chabol,
bitte begeben Sie sich zum Untersuchungstisch.
Danke sehr.
Danke, Mr. Dardonne.
Danke.
- Bitte sehr. - Danke, Mr. Schulz.
Ja, ja.
Den Arm, bitte.
Solltest du nicht da sein, wenn wir vom Rad fallen?
Er ist der Boss. Ich tue, was er sagt.
Und jetzt Ihren Arm, bitte.
Okay.
Scheiße! Oh mein Gott.
Es tut mir so leid, soll ich ...?
Lassen Sie mal.
Bereiten Sie eine andere Probe vor.
- Ja. Okay. - Mr. Chabol?
Foegol?
Ein Fahrer.
Eine Probe.
Ihre Regeln.
Da hat er recht.
Jeder Fahrer ist nur zur Abgabe einer Probe verpflichtet.
Ist gut, Dom.
Das ist der steilste Anstieg auf der irischen Etappe.
Noch 50 Kilometer und das Peloton
ist durch die Steigung auseinandergefallen.
Team Austrange schützt den Gewinner
des Gelben Trikots, Tartare Marino, und erklimmt den Wicklow Pass.
Ist alles okay?
Dom.
Mein bester Freund.
Du musst mir helfen, ich muss nämlich mal Pipi.
- Jetzt? - Ja, jetzt.
- Kiwi. - Ja,
ich komme.
Bin bereit.
Helft mir, okay?
Ja, klar.
Yeah! Ah.
Er pisst wie ein verdammtes Rennpferd!
- Ja! - Da kommen sie!
- Team Austrange! - Tartare, wir lieben dich.
- Weiter so. - Ihr seid die besten!
Eine Freude, all die Fans hier zu sehen.
Manche sind sogar kostümiert
und alle folgen dem Rennen gebannt und warten darauf,
wer den Durchbruch schafft
und auf dieser zweiten Etappe den Sieg erringt.
Was zum Teufel ...? Sonny!
Sonny, hol zu Dom auf.
Gut, wird gemacht.
Ich bin erledigt.
Dom!
Was ist mit Dardonne?
- Was? - Er verreckt da am Berg.
Wer?
Dardonne, er ist wie ein lahmer Esel.
Ich seh nach.
Kommst du klar?
Ich bin erledigt.
Was für eine verdammte Straße!
- Weiter! Weiter! - Scheiße!
- Wasser? - Nein.
- Ja. - Dom! Lass ihn!
- Eine Attacke. - Wir brauchen dich. Dom!
Ein Angriff von Stefano Drago von Settosa.
Er ist wild entschlossen,
nachdem er letztes Jahr disqualifiziert wurde.
Dom! Es gibt einen Angriff!
Dom!
Wo bleibt denn Dom? Schneller!
Austrange muss sich anstrengen, um ihn auf der Abfahrt einzuholen.
Ladies und Gentlemen, aus Luxemburg, Stefano Drago!
Du verdammtes, erbärmliches Stück Scheiße!
Du Arschloch. Denk gefälligst mal nach, was du getan hast.
Was hast du getan?
Du verdammtes Arschloch, Mann! Deinetwegen!
Ich hab verloren, nur wegen dir!
Es geht hier um den Sieg für das Team! Meinen Sieg!
- Du Arschloch! - Ruhig, es ging ihm nicht gut.
Und wo warst du? Nirgends!
Und das hat 50 Sekunden ausgemacht!
- Du musst aufpassen! Wo warst du? - Ich konnte dich nicht sehen, klar?
Denn geh zum Arzt und lass die Augen testen, du Wichser!
- Okay, jetzt, lass uns ... - Nein, das muss geklärt werden.
- 50 Sekunden verloren ... - Steig in den Bus!
- Verfickter Stevie Wonder! - Alles gut. Ist schon okay.
Ihr habt es alle gesehen!
Der 164ste von 164.
Und ich hätte es fast nicht geschafft.
Aber das ist nicht mein Problem, Dom, was ist der Grund?
Alles war super und jetzt kann ich nicht mehr mithalten.
Ich will so nicht weitermachen.
Ich will nicht mehr.
Was soll ich denn machen?
Was ...
Es gibt einen Weg,
der es dir ermöglicht, wieder bessere Leistungen zu erbringen.
Was?
Was glaubst du, wieso alle hier in Topform sind?
Das will ich nicht.
- Du wirst. - Was?
Nein, ich will nicht.
Nein, ich will nicht!
Fickt euch!
So ein Wichser.
Lio!
- Nein. - Lio! Warte!
Lio!
Also, so funktioniert's?
Ich muss also ins „Programm“, ist es das?
Ist es das?
Du also auch?
So läuft‘s eben.
Dom, du ... Gut, ich verstehe.
Hey!
Du kannst Sonny Folgendes sagen:
Bevor ich je gedopt gewinne,
scheide ich lieber aus.
Verstanden?
Sonny?
Sonny?
Sonny! Hey!
Hey, Sonny.
Gut, so.
Ist gut. Hey!
Gott verdammt!
Du musst atmen. Atme, okay?
Okay, okay, alles okay.
Scheiße!
Notrufzentrale, wie kann ich helfen?
Ja, ein Notfall. Hier liegt ein Mann ...
- Atmet er? - Ja, er atmet.
Ich rufe aus dem Slaney Hotel an.
Lynn!
Lynn, hier ist Dom. Bitte, mach auf. Lynn.
Es ist Sonny, tut mir leid, er liegt auf dem Boden,
ich weiß nicht, wieso. Ich glaube, sein Herz.
Und ein Krankenwagen?
Ja, ist schon unterwegs.
Jesus Christus!
Sonny? Hey?
Hol mir Aspirin.
- Was? - Aspirin!
Du hast doch wohl Aspirin, du hast jede beschissene Droge!
Dr. Cohen! Dr. Cohen. Bitte kommen Sie in den OP.
Wir sind schon so lange ein Team.
Wie lange?
13, 14 Jahre.
Er hat alles geopfert für die Sache, seine Familie, seine Freunde,
er ist so besessen davon.
Und ...
Ich fuhr mal nach Alpe d'Huez hoch auf einer der Touren und
ich war völlig fertig,
echt.
und dann hielt der Team-Wagen neben mir.
Und Sonnys Kopf erscheint und er gibt mir ein Sandwich.
Und
ich hole das Sandwich raus und
die Verpackung ist ein Pornoheft.
Und aufgrund dieser kleinen Geste ist die Erschöpfung vergessen.
Keiner kennt mich so wie er, weißt du?
Wie geht‘s ihm?
Kann ich zu ihm?
Wir können leider nichts mehr für ihn tun.
Es tut mir leid.
Sie sollten Abschied nehmen.
Danke, Herr Doktor.
Er, ja ... Er ist ...
Er ... Ja.
Geh rein. Ich seh dich dann im Hotel.
Okay, big Man.
Hier Zentrale. Zwei Fahrgäste warten in Heuston.
Fahrt nach Dundrum. Wer übernimmt die?
Danke.
Es tut mir so leid, Dom.
Ich weiß, ihr wart euch nahe.
Er hat immer gesagt, du wärst was Besonderes.
Erinnerst du dich noch an Grenoble? Ist Jahre her.
Als du fast die Etappe gewonnen hättest?
Er fiel fast aus dem Teamwagenfenster, schrie dabei
und hämmerte wie wild gegen die Tür.
Es brach ihm das Herz, als du verloren hast.
Die Türen konnte ich nach dem Rennen reparieren lassen.
Hat ein Vermögen gekostet.
Ist das für Sonny?
Ja.
Hey.
Ich hab was für dich.
- Was ist das? - Pack es aus.
Eine Miniversion von dir.
- Nein, nein, er ist wie James Dean. - Eher Ben Affleck.
- Kennst du James Dean? - Ja.
Das bist du. Für mich.
- Jetzt spinnst du. - Nicht Ben Affleck.
Die Batterien sind in den Taschen verstaut.
Das ist sein EPO-Versteck.
Was würden Sie gerne trinken?
- Kaffee? - Kaffee.
Drei Kaffee und ein Wasser.
Hi, Dom. Tut mir leid, wenn ich euch unterbreche, ich muss mit dir reden.
Ist wichtig. Wegen heute.
- Leider sind wir beschäftigt. - Wer sind Sie?
Oh, warte, aber sicher, ja, ich kenne Sie!
Sie sind die Ärztin, oder? Die Vampir-Lady.
Oh, was ist hier los? Dom, du hängst mit der Feindin ab?
Der Feindin?
Nur eine Frage: Sind Sie verliebt?
Ich meine, lieben Sie den da?
Dann hören Sie jetzt genau zu.
Eine Menge Frauen stehen auf Rennfahrer,
für uns gibt's überall eine Frau, dieser Casanova bricht nur Ihr Herz.
Weißt du noch, Dom, wir haben mal dieselbe Lady gefickt.
Nicht gleichzeitig, ich zuerst.
- Aber dennoch. - Genug, Tar.
Ein Rennen in einer kleinen Stadt. Und sie war eine Hübsche.
Eine üppige, schöne Lady, klar?
Ich zwinkere. Sie lächelt.
Wir haben Augenkontakt und ich fahre weiter,
- Runde um Runde, - Tar.
Und bei 50 sah ich, dass ein Knopf hier offen war.
Bei 51 war dann noch ein Knopf offen und da kam ein hübsches
Tittchen raus.
Das war schon erregend, wissen Sie?
Bei 60 lag ich wirklich weit vorne, und ich dachte:
guter Augenblick, ich war allein.
Gut, also halte ich bei ihr, wir verschwinden hinterm Busch
und ich ficke sie. Und wissen Sie was?
Das Rennen hab ich trotzdem gewonnen!
Was sagen Sie?
Du fickst nicht besonders gut.
Und jetzt verpiss dich. Sofort!
Oh, Dom, bei der Liebe Gottes,
diese Nutte darf doch nicht so mit mir sprechen!
- Verdammte Fotze! - Hey, stopp!
Oh mein Gott!
Arschloch! Nicht doch, Dom!
Dom!
Was machst du da?
Ist deine Hand okay?
So ein Wichser, wie hältst du es nur mit dem Typen aus?
Was hast du da gemacht?
Das war LaVuelta 1994. Hab mir die Schulter gebrochen.
Und die hier? Wo kommt die her?
Das ... Rekonstruktion meines Schulterblatts nach einem
- Sturz irgendwo in den Alpen. - Und das?
Massensprint beim Giro.
Ich hab hier noch eine andere Narbe.
Das war 78 in Antwerpen. Das war ...
Das war dein Blinddarm.
Ich hab Medizin studiert.
Du solltest jetzt echt anfangen, auf dich achtzugeben.
Raus aus diesem verfickten
Zirkus.
Lynn, ich bin ein Domestik, das ist mein Job.
Ohne Fahrrad bin ich niemand.
Ein beschissener Niemand.
- Soll ich vielleicht rangehen? - Nein, das ist
vermutlich meine Schwester.
Mein Vater ist vor vier Tagen gestorben.
Oh, mein Gott, Dom.
Du hast nichts gesagt!
Ich ...
Ich hab mit ihm schon lange nicht mehr geredet,
mit meiner Mutter auch nicht.
Und dabei ist die Beziehung nicht schlimm gewesen oder so, es ist nur ...
Ist nicht wie deine Familie, weißt du?
Die gemeinsam in den Pub geht, sich Geschichten erzählt
und alle sind zusammen und ihr habt Spaß, es ist ...
ganz anders. Bei uns.
Und meine Schwester hat angerufen, als wir gelandet sind und gesagt:
„Papa ist tot, komm zur Beerdigung. Ich habe ...“
Gehst du nicht hin?
Naja ...
Es ist dein Vater, Dom.
Geh nach Hause.
- Du gehst jetzt? - Yep.
Ich ... Ich sollte gehen.
Lynn?
Die Blutprobe.
Hast du das mit Absicht gemacht?
Sorry.
Es war falsch, was ich gesagt und getan hab. Ich ...
Du weißt doch, wie ich unter Druck stehe, oder?
Bist du okay?
Ja ...
Ich hab hier Armbinden.
Kannst du die zum Gedenken an Sonny vielleicht umbinden?
Während des Rennens, so?
Gib sie mir.
Entschuldigen Sie! Verzeihung.
Sir!
Sir, das geht leider nicht ohne Erlaubnis
des Tour-de-France-Organisationskomitees.
Ja, unser Soigneur ist gestern gestorben,
ich trage es als Tribut, okay?
Das tut mir leid, aber wir können nicht ...
- Viking! Viking! - Was ist los, Dom?
Es gibt ein Problem mit der Armbinde.
- Kommen Sie schon. - Was ist das Problem?
- Es gibt ein Problem mit dem Armband. - Was ist passiert?
Ohne Genehmigung ist es nicht gestattet,
Armbinden umzumachen, Ihr Team kann dafür
- disqualifiziert werden. - Eine verfickte Armbinde!
Unterm Trikot kann er es tragen, ist das ein Kompromiss?
Das funktioniert.
Was? Drunter?
Es ist die beschissene Tour de France, Dom!
Unsere Fahrer sind bereit.
- Starten wir den Countdown. - Französische Fotze.
Fünf, vier, drei, zwei, eins ... Los!
Das Peloton verlässt Enniscorthy am 200. Jahrestag der Rebellion von 1798
zur letzten irischen Etappe der diesjährigen Tour de France.
Dies ist nicht die schwierigste Etappe, aber eine der schnellsten.
Sie erfordert äußerste Konzentration, insbesondere in den Kurven.
Na los, Lio. Das ist die Rampe.
Gigi, fahr zu! Fahr zu!
Hey, Leute, bleibt bei Tar, okay?
- Na los, na los! - Viel Glück!
- Haltet durch! - Tartare!
- Weiter so! - Hey, die Tour de France!
Ah, Settosa hat angegriffen, sie unterbrechen das Peloton.
Und ... Oh, mein Gott, Stefano Drago
ist gestürzt.
Welch eine Katastrophe
für den gegenwärtigen Träger des gelben Trikots, Stefano Drago.
- Bravo! - Sehr gut!
Was zum ...?
Ein Zuschauer ist auf die Straße gerannt
und hat eine Massenkarambolage verursacht.
- Kommt schon! - Los, los, los, los!
Vier Fahrer sind noch übrig auf dieser unglaublichen Etappe.
An der Spitze Dom Chabol. Tartare holt von hinten auf.
Chabol sieht sich um, um Tartare Platz für den finalen Sprint zu machen.
Verarsch mich nicht, Dom!
Was geht da vor? So etwas habe ich noch nie gesehen.
Chabol kämpft gegen seinen eigenen Kapitän an.
ZIEL
Und Chabol gewinnt die Etappe, zum ersten Mal ...
- Ja! - Fick dich!
Dominique Chabol gewinnt das Gelbe Trikot!
Du Hurensohn!
Und nach einem unglaublichen Etappensieg trägt Dom Chabol,
zum allerersten Mal in seiner langen und ruhmreichen Karriere als Domestik,
das Gelbe Trikot, und sonnt sich im Glanz der Siegerehrung.
Er trägt eine schwarze Armbinde in Gedenken an seinen Soigneur,
Sonny McElhone, der gestern an einem Herzanfall starb.
Sonny, ehemaliger Radrennfahrer, wird Team Austrange fehlen.
Aber heute geht es um Chabol
und den besonderen Sieg über seinen eigenen Teamkapitän.
RUF DEINE SCHWESTER EMILIE AN!
- Hallo? - Emilie?
Dom?
Ja, ich bin‘s.
Das war die krasseste Etappe ever!
Und dieser Typ mit der Trikolore, Mann!
- Alle sind umgefallen wie Dominosteine! - Ich fand das nicht so witzig.
Ich fahr nach Hause.
Was?
Ich bin raus.
Wieso?
Ist es wegen dir und Tartare?
Alle Familien haben Tiefen und Höhen.
Verlass mich jetzt nicht.
Du trägst das gelbe Trikot.
Mein Taxi wartet.
Dom, Dom, Dom, rede mit mir.
Ich wollte deinen Vertrag verlängern,
über deinen Vierzigsten verlängern.
Nicht viele Fahrer kriegen so eine Absicherung. In deinem Alter.
Überleg es dir bitte.
Viking. Was habt ihr besprochen?
Dom, hey, warte.
Dom, warte.
Warte, Dom.
Du hast gewonnen.
Du hast das Gelbe Trikot, oder? Also, bravo, Kompliment, ja?
Wir sind ein gutes Team, du und ich, oder?
Wir sind die besten, „simpy the best“, wie in dem Lied.
- Ich steig nicht in den Bus ohne dich. - Ich gehe nach Hause.
Was soll das heißen, „nach Hause“, Mann?
Und dann was, suchst du dir einen Job in einer Bar oder fährst Taxi wie er?
Gehen wir nach Frankreich.
Ich hab es satt, den irischen Mist und den Scheiß-Kaffee.
Wir gehen nach Frankreich und gewinnen.
Wir gewinnen zusammen.
Bitte, mein Bruder.
Ich brauche dich.
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