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Untertitel: WDR mediagroup digital GmbH im Auftrag der ARD Degeto
Sophie Haas
Dietmar Schäffer
Bärbel Schmied
Wirklich, Papa, du solltest einen Polen-Reiseführer schreiben.
Was?
Ich, äh...
Nein, bei mir ist alles bestens.
Klar. Brauch ich nicht, ich putz jetzt selber.
Wäsche mache ich auch selber. Klar, das kann ich.
Waschmaschine kann ich jetzt.
Und, ähm...
Was?
Ja.
Nee.
Du, aber kochen kann ich jetzt auch ziemlich gut.
Und wie.
Oh Gott.
Was soll ich denn mit Danutas Bruder?
Papa, weißt du was?
Ich muss dringend zur Arbeit. Tschüs.
Oh nein!
Klopfen
Kann ich dir helfen?
Was machst du denn hier?
Ich war in der Gegend und wollte sehen, wie es dir geht.
Hast du eine neue Jacke?
Ja, die ist neu.
Fantastisch gehts mir.
Sieht man doch, oder?
Soll ich hier mal aufräumen? - Das würdest du tun?
Ja, so bin ich.
Bär? Vergiss nicht, deinen neuen Nasenhaarschneider abzuholen.
Der liegt bei der Post, schon seit 3 Tagen.
Ja, mach ich.
Oh, wird das etwa... - Dein Lieblingsgulasch.
Nee, ne?
(beide) Scharf, aber nicht zu scharf.
So, wie du es gerne magst.
Könnte ich mich direkt reinsetzen. - Aber das muss noch 2 h ziehen.
Oh.
Ich glaube, ich komme heute extra früh nach Hause.
Komm mal her. - Hm?
Schnarchen
Bärbel?
Bärbel, ist alles in Ordnung mit Ihnen?
Mia hat ganz hohes Fieber.
Die Mia?
Kenn ich die?
Och!
Och, Entschuldigung, Frau Haas.
Ich hab die ganze Nacht nicht geschlafen.
Wegen der Mia? - Hä?
Haben Sie gerade gesagt.
Ach so.
Die Mia ist unser Kälbchen.
Die ist seit 3 Tagen krank.
Dr. Kauth hat uns schon ein Medikament gegeben,
aber irgendwie hat das noch nicht richtig gewirkt.
Morgen zusammen. - Morgen.
Na? Herrlicher Tag heute, was?
Was ist denn mit Ihnen los?
Haben Sie heute Nacht einen aufregenden Tierfilm gesehen?
Nee, kein Tierfilm. Die Heike macht heute Gulasch.
Scharf... - Aber nicht zu scharf.
Genau. Darauf freue ich mich.
Mh, lecker.
Sehr lecker.
Wie siehst du denn aus?
Sie hat die ganze Nacht nicht geschlafen.
Wegen der Mia.
Wieso, was hat die denn? - Die hat Fieber. - Nee, ne?
Hast du Dr. Kauth angerufen? - Ja.
Und was sagt der?
Der hat uns ein Medikament verschrieben,
aber das hat noch nicht richtig gewirkt.
Und jetzt?
Keine Ahnung, wir können doch nicht...
Dietmar, wir sind im Dienst.
Ja. Entschuldigung. - Ach was.
Mich stört es nicht.
Euer Bauerngequatsche.
Wir haben ja eh nichts zu tun.
Wir haben hier überhaupt nichts zu tun.
Oder?
Nichts Konkretes.
Ist ja zurzeit schön ruhig.
Leider.
Leider ruhig, Chef.
Telefonklingeln
Telefonklingeln
Polizei Hengasch, Schäffer am Apparat.
Ah Kollegen. Morgen, was gibts?
Koblenz.
Wie, ausgebrochen?
Da ist einer aus der JVA ausgebrochen.
Ja.
Und wo wurde der zuletzt gesehen?
Nee, ne?
Eifel-Höhen-Wanderweg.
Der führt direkt nach Hengasch.
Ja.
Ja, wir haben auch schon einen Drucker in Hengasch.
Ja, sehr lustig, Kollegen.
Warum sollte der ausgerechnet hier rumturnen?
Aber wenn...
...dann können wir ihn von hier gut sehen.
Weil der Eifel-Höhen-Wanderweg verläuft direkt da vorne.
Musik
Wen suchen wir eigentlich?
Hier, den.
Klaus Romanski.
46 Jahre, Panzerknacker.
Sieht eigentlich ganz nett aus.
Ja, sah Ted Bundy auch.
Al Bundy.
Nee, Chef. Al Bundy ist der aus der Fernsehserie.
Der ist Schuhverkäufer.
Ted Bundy war Serienkiller, der beste von allen.
Ja gut, kann sein.
Serienkiller.
Und unserer ist Panzerknacker.
Immerhin hat er heute Morgen eine Tankstelle überfallen.
3 km von hier.
Der hat den Tankwart so lange gewürgt, bis der bewusstlos war.
Das ist bei den Benzinpreisen auch kein Wunder.
Chef, das war ein Mordversuch.
Ist doch nicht gesagt, dass das unser Typ war.
Das ist Ihnen doch sonst auch egal.
Handyklingeln Entschuldigung.
Muschi, ist gerade ganz schlecht.
Ja, Zwiebelbaguette ist doch gut. - Ja, passt super.
Ja, das passt super.
Ja, ich bring eins mit.
Ja, tschüs.
Entschuldigung.
Na ja, dann mal los. Sonst kriegen wir das nicht mehr.
Was?
Zwiebelbaguette.
Schäffer, wir haben eh viel zu lange hier rumgehangen.
Warum sollte der sich ausgerechnet in die Eifel flüchten?
Kann er doch genauso gut im Knast bleiben.
Nee, ich glaub, der ist hier irgendwo.
Ich hab das im Urin.
Das habe ich doch vorhin schon Ihren Kollegen aus Prüm erzählt.
Dann ist doch gut. Auf zum Zwiebelbaguette.
Ja, aber wir würden es auch gerne mal hören.
Der Täter ist wahrscheinlich auf dem Weg nach Hengasch.
Da brauchen wir jede Information.
Also gut.
Weil Sie so schöne blaue Augen haben.
Blau-grün, aber trotzdem danke.
Ja, es war heute Morgen so gegen 8.
Ich war gerade hier am Safe.
Am Safe?
Ja, ich hab einen kleinen Safe hier im Regal.
Plötzlich merke ich, irgendwas ist hinter mir.
Dann haben Sie sich umgedreht?
Ja, wollte ich.
Kam ich aber nicht mehr zu.
Der Kerl hatte schon seine Hände um meinen Hals gelegt
und drückte zu.
Immer fester.
Und immer fester.
Ich habe gerade noch gesehen, wie draußen ein Wagen vorfuhr.
Und dann war plötzlich alles schwarz.
Da haben Sie Glück gehabt, dass ausgerechnet da das Auto kam.
Hier sehen Sie die Daumenabdrücke.
Der Typ war das totale Tier.
Ach so.
Sah das Tier...
...so aus?
Jein.
Wie gesagt, ich hab den ja gar nicht gesehen.
Und ist Ihnen sonst noch irgendwas aufgefallen?
Ein Geruch? Alkohol oder so.
Jetzt, wo Sie es sagen.
Der Typ hatte eine mächtige Fahne.
Und dann ist er wieder raus? - Ja.
Aber der Fahrer aus dem Auto hat ihn nicht vorne rauskommen sehen.
D.h. er ist hinten wieder raus? - Das ist anzunehmen.
Also ich war ja hier bewusstlos.
Hat er irgendwas mitgenommen?
Aber hallo.
Den ganzen Schmuck meiner Frau.
Den hat er aus dem Safe geholt.
Der hatte mindestens einen Wert von 10.000 Euro.
Sie bewahren hier den Schmuck auf?
Ja, wir haben ja zu Hause keinen Safe.
Ja, gut, dann danke, Herr Bütz.
Wenn wir noch Fragen haben, melden wir uns.
Sind das neue Riegel?
Ja, die sind neu. - Danke.
Nee, lassen Sie mal.
Kannst du dir auch einen nehmen. - Ja?
Ah nee. Ich krieg heute noch Gulasch.
Tschüs.
Telefonklingeln
(schnarcht)
Polizei Schmied, Bärbel, Hengasch?
Hallo Bärbel, hier ist Jochen.
Wie gehts Mia?
Fieber schon runtergegangen?
Nicht? Dann schau ich noch einmal vorbei.
Mach ich doch gerne, Bärbel.
Nee, selbstver...
Entschuldigung, kann ich irgendwie helfen?
Ja, das ist er. Kein Zweifel.
Wirklich? - Ja. - Nein.
Dieser Trottel von einem Ausbrecher ist nach Hengasch geflohen?
Und ausgerechnet in mein Haus?
Hab ich ja gesagt, mein Urin trügt mich nie.
Wie schön für Sie.
Hat er dich bedroht? - Nee, bedroht eher nicht.
Was hat er für einen Eindruck auf dich gemacht?
Er wirkte irgendwie übernächtigt, gehetzt.
Er ist seit fast 24 h unterwegs.
Kein Wunder, dass er an die Wurst wollte.
So lange würden Sie es nicht ohne Wurst aushalten.
Er hat dein Küchenmesser mitgenommen.
Nein. Das große? - Ja.
Auch das noch.
Wir brauchen einen Plan.
Was macht ein Ausbrecher, der Hunger hat und der unter Druck steht?
Handyklingeln
Einen Moment.
Haas?
Was, gerade eben?
Ich weiß es.
Er geht zum Gasthof Aubach.
Auch das noch.
Tschüs.
Wohnt der wieder bei Ihnen? - Auf gar keinen Fall.
Ach so, ich zieh dann zu, ne?
Mahlzeit.
Ich weiß schon alles.
Wenn es nach mir ginge, sofort Schießbefehl.
Herr Zielonka, schon ein paar Herrengedecke gehabt? - Chef.
Mein Sohn hat mir alles erzählt.
Der Kerl ist gestern ausgebrochen,
und heute hat er einen Tankwart kaltgemacht.
Hat er nicht. Der war gerade mal bewusstlos.
Ihr müsst das Schwein erwischen, bevor er hier zuschlägt.
Lydia, was ist passiert?
Also...
Ich war hier zuerst alleine, bis plötzlich der Kerl vor mir stand
mit dem Küchenmesser in der Hand. - Moment, Lydia.
Eiskalter Killer, sag ich Ihnen. - Herr Zielonka.
Er stand am Tresen und fragte, ob ich was zu essen für ihn habe.
Frikadelle oder Schnitzel.
So sind sie, die eiskalten Killer.
Vor der Tat höflich nach einem Schnitzel fragen.
War er das hier? - Ja.
Hat er sie bedroht?
Wenn Sie so direkt fragen...
Irgendwie machte der so einen... Ähm...
...verzweifelten Eindruck. Ich hätte ihm fast was gegeben.
Dann kam Herr Zielonka rein. - Und er ist geflohen? - Ja.
Wenn ich nicht gekommen wäre, hätte es ein Blutbad gegeben.
Herr Zielonka, viel Spaß im Ruhestand.
Prost.
Chef.
Radio: Radio Ülpenich mit einer Fahndungsmeldung der Polizei.
Gesucht wird Karl Romanski... - Klaus.
Entschuldigung, Klaus Romanski, 46 Jahre alt.
Der Gesuchte ist gestern Abend aus der JVA Koblenz geflohen.
Zuletzt wurde er im Raum Hengasch gesehen.
Romanski ist ca. 1,80 m groß, hat dunkles, mittellanges Haar.
Bekleidet war er zuletzt mit einer dunkelgrauen Jeans
und einem blauen Sweater.
Die Polizei bittet die Bewohner, wachsam zu sein
und Türen und Fenster zu verschließen.
Seit 1 h nichts Neues.
Ich glaube, der ist nicht mehr hier.
In seiner Strafakte steht,
er hat sein Leben lang nur Tresore geknackt.
Von Gewaltverbrechen steht da gar nichts.
Auch keine Körperverletzung, nicht mal eine leichte.
Auf jeden Fall hat der Mann tierischen Hunger.
Handyklingeln
Lassen Sie mich raten: Ihr Gulasch ruft an?
Tschuldigung.
Muschi, ist ganz schlecht gerade.
Hm?
Wichtige Neuigkeiten. Die Melanie... Genau.
Die Melanie Hahn aus der Bäckerei ist mit dem Wagen aus Prüm gekommen.
Die schwört Stein und Bein, dass ihr der Romanski entgegengekommen ist.
Stimmt doch, Melanie?
Ja.
Was ich im Aubach mache?
Ich hab der Lydia ein paar Baldrianpastillen rumgebracht.
Die ist völlig durch den Wind, die Arme.
Ist doch gut. Ich geh ja gleich nach Hause.
Tschüs Bär.
Da will man einmal helfen.
Und er sah wirklich gut aus?
Also der hatte schon irgendwie was.
Dicke Männer sind so gar nicht mein Fall.
Wieso dick?
Der Typ, der mir entgegengekommen ist, der war ganz schön füllig.
Dann hast du wohl den Falschen gesehen.
Oh.
Auf.
Auf die Straße nach Prüm. Wenn die Melanie das sagt...
Frau Haas?
Wenn der Romanski nicht mehr in Hengasch ist,
könnte ich dann kurz auf den Hof wegen der Mia?
Na gut.
Ist ja auch wichtig. - Danke.
Aber nur kurz, denn die Wache...
(beide) ...muss immer besetzt sein.
Hey du. Hallo? - Hä?
Du musst doch nur 20 Cent reinstecken.
Den holen wir uns jetzt.
Koblenz hatte sogar eine Hundestaffel angeboten.
Eine Hundestaffel? - Ja.
Großartig.
Ja, aber das klappt nicht, weil der eine Hund ist krank,
und der andere ist verliehen nach Euskirchen.
Nach Euskirchen? - Ja.
Und wie zuverlässig ist die Augenzeugin, diese Melanie?
Melanie Hahn.
Das ist die Rothaarige aus der Bäckerei.
Die kennen Sie doch auch.
Oh nein. Aber nicht die,
die immer Mohnstriezel mit Puddingteilchen verwechselt, oder?
Sie fahren heute wieder ganz schön schnell, Chef.
Wir jagen ja auch einen Panzerknacker.
Ach, die Ziegler.
Tag Frau Ziegler.
(beide) Romanski!
Halt! Stehen bleiben!
Stehen bleiben!
Schäffer! - Ja!
Ich hab doch Absätze!
Weg, weg, weg, weg, weg!
Musik
Oh, jetzt hab ich ihn fast gehabt.
Das ist doch nicht die Straße nach Prüm hier. - Nee.
Der fängt an, sich hier richtig auszukennen.
Guten Tag. - Hallo.
Tag.
Schönen Tag noch Frau Ziegler.
Müssen Sie besser aufpassen, Frau Ziegler, der hatte ein Messer.
Wer?
(schreit) Besser aufpassen!
Wieso?
Der hatte ein Messer.
Mann, Mann, Mann.
Scheppern
Musik
Na Mia, wie gehts dir?
Bist noch ein bisschen wacklig auf den Beinen.
Kein Wunder, nach der Nacht.
Handyklingeln
Oh, warte mal.
Bestimmt ruft die Chefin an.
Ja.
Frau Haas, ja der Mia gehts wieder...
Was?
Kommen Sie bitte sofort zurück, ja?
Wieso geht die jetzt nicht ran? - Wer? Die Spusi?
Nee, Heike.
Schäffer, Sie erkundigen sich nicht wirklich in diesem Moment
nach Ihrem Gulasch?
Nee, ich mach mir Sorgen.
Heike lässt immer die Verandatür auf.
Jetzt geht die nicht an ihr Handy. - Ganz ruhig.
Ich bin aber nicht ganz ruhig.
Der Ausbrecher ist in Hengasch und hat ein Messer dabei.
Ihr Messer.
Was kann ich dafür, dass er mein Messer geklaut hat?
Ich sag es ja nur.
Handyklingeln
Muschi.
Ja, Gott sei Dank. Wo steckst du denn?
Beruhig dich, Bär. Ich bin ja zu Hause.
Noch in Hengasch? Was will der denn bei uns?
Ja, die mach ich zu.
Und Bär, wenn es gefährlich wird, schickst du bitte die Haas vor, ja?
Dein Gulasch duftet herrlich.
Ich mach noch ein bisschen Kümmel dran.
Bis dann, Bär.
Pst, kein Wort.
Schäffer, wir brauchen einen Plan.
Der läuft hier irgendwo rum.
Wie wäre es denn, wenn wir Romanski auffordern würden, sich zu stellen?
Per Megafon.
Hervorragender Gedanke.
Womit wollen Sie ihn denn locken?
Wiener Schnitzel und Pommes Schranke?
Ja, aber Chef, irgendwas müssen wir doch tun.
Klopfen
Tag Frau Haas. - Guten Tag.
Schäffer.
Ich hab gehört, der Ausbrecher ist noch in Hengasch.
Möglich.
Und wie sieht es mit der Sicherheit für die Bürger aus?
Der hat sich doch wahrscheinlich irgendwo verschanzt.
Kann sein.
Vielleicht wollen Sie von Tür zu Tür gehen und nach ihm fragen?
Kleiner Tipp: Der Mann steht auf volle Kühlschränke.
Frau Haas, als zukünftiger Bürgermeister von Hengasch
bin ich für die Sicherheit des Ortes verantwortlich.
Ich meine...
Ist denn die überregionale Presse schon informiert?
"Ausbrecher in Hengasch gefasst."
Gladbeck kannte vorher auch keiner.
Herr Schulte...
Glauben Sie mir, Hengasch ist nichts für die Tagesschau.
Jetzt würden wir gern in Ruhe weiterarbeiten. Vielen Dank.
Sie beide? Ich bin beeindruckt.
Wenn Sie Hilfe brauchen, ich war mal Pfadfinder.
(beide) Arschloch!
Entschuldigung.
Da sag ich zur Bettina, den Martin kann man anrufen,
wenn man was gestrichen bekommen muss.
Aber den Martin kann ich doch nicht heiraten.
Ach ja, und die Schuhe hier... - Yvonne?
Jetzt halt mal kurz die Klappe.
Warum macht die Heike am helllichten Tag den Rollladen runter?
Die kocht doch jetzt eigentlich.
Wir haben nie am Tag die Rollläden runter. - Ja ja.
Musik
Aha, ja, danke.
Tschüs.
Die Heike hat eben die Rollläden runtergelassen zur Straße hin.
Hat die Runkelbach gesagt.
Was ist los?
Was ist falsch?
Nee, die Heike hat eben die Rollläden runtergelassen.
Na ja, macht sie eben ein Schläfchen.
Wir werden alle nicht jünger. - Nee, das macht sie nie.
Noch nicht mal, als sie Mumps hatte.
Telefonklingeln
(Heike) Aua.
Tut mir leid. Ich, äh... ...bin nicht geübt in so was.
Darf ich wenigstens ans Telefon?
Machen Sie Witze? Sie sind hier Geisel.
Aber das ist mein Mann. Der macht sich bestimmt Sorgen.
Sein Problem.
Au!
Entschuldigung.
Telefonklingeln
Dieses Gebimmel.
Ist das etwa Ihr Mann?
Halleluja! Auch noch eine Bullen-Frau.
Du hast es echt raus, Romanski.
Telefonklingeln
Hallo?
Hei...
Hallo.
Hier ist Polizei Hengasch, Dietmar Schäffer.
Hier ist Romanski.
Ich habe Ihre Frau in meiner Gewalt und ich verlange ein...
...vollgetanktes Fluchtwagen in mindestens...
...innerhalb der nächsten 2 h spätestens.
Hier vor dem Haus.
Und keine Polizei, sonst... Also klar, jetzt hier, äh...
Jedenfalls nicht von außerhalb, sonst... sonst...
...passiert hier was.
Mit Ihrer Frau sprechen? Ja klar, Moment.
Bär, ich bins.
Du hattest recht, ich hätte die Verandatür zumachen sollen.
Es tut mir so leid.
Bär, bitte komm her. - Das reicht jetzt. Tschö.
Heike?
Dietmar?
Dietmar, was ist los?
Heike ist in der Gewalt von einem Psychopathen.
Was? Nein.
Nee, ne?
Doch. Romanski ist bei uns zu Hause.
Wen wollen Sie anrufen?
Koblenz. Die sollen das SEK holen oder die GSG 9.
Hauptsache, die holen Heike da raus. - Schäffer?
Den holen wir uns selbst.
Der Kerl ist allein mit meiner Frau.
In seiner Akte steht, er hat eine Ausbildung als Krankenpfleger
und Masseur gemacht.
Er hat sich ehrenamtlich um kranke Tiere gekümmert.
Aber Heike ist völlig wehrlos. - Das würde ich nicht sagen.
Tag zusammen. Ich hab gehört, der Kerl treibt sich weiter bei uns rum.
Er ist bei Heike. - Wie, bei Heike?
Der hat sie als Geisel genommen.
Er verlangt einen vollgetankten Fluchtwagen.
Ist ja logisch.
Der Sausack.
GSG 9 holen!
Ganz ruhig, mit Geiselnahmen kenne ich mich aus.
1979 in Daun habe ich so eine Geschichte gelöst.
Schwieriger Fall, aber ich hab die Nerven behalten.
Ha, das stimmt.
Sie kennen sich damit aus.
Ja klar, alles Psychologie, Frau Haas.
Man muss sich in den Täter reindenken.
Was würde ich als Täter als Nächstes tun?
Ja und? Was würden Sie tun?
Erst mal pinkeln.
Toilettenspülung
Mannomann, im Bad riecht es wie im türkischen Puff.
Das sind Lavendel-Duftsteine, die mögen mein Mann und ich sehr.
Ihr Mann ist bei der Polizei.
Ist der hier im Ort der Chef?
Quasi.
Wie quasi? Ja oder nein?
Na ja, es gibt da eine aus der Stadt.
Haas heißt die.
Die leitet die Wache.
Wenn Sie mich fragen, wir bräuchten die nicht.
Bringt nur Unruhe.
Haas sagten Sie.
Telefonklingeln
Das ist von zu Hause.
Das hör ich am Ton.
Nicht rangehen! - Wieso das denn nicht?
Natürlich geht er jetzt ran.
Das irritiert den Geiselnehmer, nimmt ihm sein Machtgefühl.
Lassen Sie uns da ran! - Nicht rangehen.
Sind die noch ganz dicht?
Da geht keiner dran. - Unmöglich.
Hier.
Tut sich nix.
Vielleicht will er ja aufgeben.
Das kann er uns später auch noch sagen.
Das ist doch Quatsch.
Vertraut mir doch.
In Daun '79 habe ich das genauso gemacht.
Dietmar, mach du mal.
Chef, das...
Jetzt hat es aufgehört.
Das ist ja wohl nicht wahr.
Ich schwebe in Lebensgefahr, und mein Mann geht nicht ans Telefon.
Bestimmt wieder eine Idee von der Haas, dieser alten Hexe.
Wählen Sie seine Handynummer. - Die hab ich nicht.
Die gebe ich Ihnen.
Herr Zielonka? - Ja.
Haben Sie nicht was vergessen? - Stimmt.
Nee, ne?
So. Was brauchen wir noch für unsere Einsatzzentrale?
Haben wir ein Zelt? - Nee. Doch. Im Keller. Von der Jubiläumsfeier.
Stimmt. 50 Jahre Polizei Hengasch. Da war ich voll wie ein Eimer.
Wo wollen wir das hinstellen? Auf unserer Auffahrt oder was?
Natürlich nicht. - In einen der Vorgärten.
Wir müssen so nah wie möglich an Romaski dran,
dann können wir besser mit ihm verhandeln.
Keine schlechte Idee, hätte von mir sein können.
Handyklingeln
Er ist es.
Schäffer?
Ja, ich bin ein friedlicher Mensch und sehr gutmütig.
Aber wenn Sie meiner Frau etwas antun, kann ich auch anders.
Und zwar ganz anders.
Ja. Chef, er will mit Ihnen sprechen.
Herr Romanski, hier spricht Hauptkommissarin Sophie Haas.
Ich sag es noch einmal: Ich will... Äh...
...vor der Tür. Kommen Sie nicht auf die Idee, Verstärkung anzufordern.
Frau Haas, das war doch Ihre Idee, mit dem Nicht-ans-Telefon-gehen.
Frau Schäffer. - Sag ich doch.
Also, ich warte.
Die gute Nachricht zuerst: Ihre Frau ist immer noch die Alte.
Was hat sie gesagt?
Dass wir demnächst schneller ans Telefon gehen sollen.
Ich fand das auch keine gute Idee. - Ich hab eine Idee...
In Daun war das Teil meiner Strategie.
...für unsere Einsatzzentrale: bei den Koslicks im Garten.
So machen wir es. - Nee, die sind auf Weltreise.
Eben. - Dann stört die das nicht.
Bärbel? - Ja?
Sie halten hier die Stellung.
Schäffer, was suchen Sie da? - Tränengas.
Im Keller haben wir eine alte Blendgranate.
Die müsste es noch tun. - Eine Blendgranate?
Obwohl, ist doch ein bisschen viel.
Für so was sind Sie zu weich, Frau Haas.
Dietmar, wie wär es: Ich rette Heike,
mache das Monster unschädlich, und ganz Hengasch wird mir dankbar sein.
Ich würde das lieber mit der Frau Haas machen.
Wunder dich nicht, wenn deine Heike in 2 h in einer Blutlache liegt.
Schäffer, wir retten Ihre Frau.
Was ist los? - Oh Gott!
Machen Sie die Tür auf!
Nicht weich werden, ne? - Ich versuch es.
Und nicht vor Aufregung einschlafen. - Entschuldigung.
Los.
Scheint alles ruhig zu sein.
Verraten Sie mir mal eins:
Warum sind Sie ausgerechnet in unser Haus gekommen?
Wir haben die Veranda nicht renoviert.
Das sieht nicht einladend aus. - Nee.
Soll ich es Ihnen sagen?
Sonst hätte ich Sie nicht gefragt.
Ihr... Essen...
...roch so gut.
Mein Gulasch?
Das haben Sie von draußen gerochen?
Musik
Schäffer.
Schäffer.
Bereit? - Ja.
Unser Standort ist perfekt.
Wir können das Haus beobachten,
aber Romanski kann uns nicht beobachten.
Schäffer?
Wir brauchen einen Plan.
Mh.
Schmeckts? - Mh.
Ja.
Es ist Wahnsinn.
Das ist das beste Gulasch, das ich je gegessen habe.
Noch besser als am Plattensee. - Na bitte.
Obwohl die Peggy hat gemeint, die Ungarn haben das Gulasch erfunden.
Peggy?
Hm, meine Frau.
Das findet die bestimmt nicht gut, was Sie gerade hier machen.
Aber wegen der veranstalte ich den ganzen Zirkus.
Ich wäre doch in 3 Monaten rausgekommen.
In 1 h läuft das Ultimatum ab.
Gut. D.h. wir haben noch 60 min für unseren Strategieplan.
Der Typ ist eine tickende Zeitbombe.
Immerhin hat er sich ehrenamtlich um kranke Tiere gekümmert.
Das macht ihn sympathisch.
Aber Heike ist kein krankes Kälbchen. - Da haben Sie recht.
Ich wollte von vorne anfangen.
Ohne das Safe-Knacken und so.
Ich dachte, ich zieh mit der Peggy aufs Land.
Ich wollte eine Hunde-Pension mit der aufmachen.
Das ist aber eine schöne Idee.
Vor 3 Tagen kam dieser Brief,
von wegen, sie hätte sich irgendwie anderweitig verliebt.
Irgend so eine Arschgeige aus Stuttgart.
Das tut sicher weh. - Aber hallo!
Ich wäre fast wahnsinnig geworden, als ich das gelesen habe.
Dann gestern Morgen bin ich einfach abgehauen.
Jetzt wollen Sie nach Stuttgart, mit ihr reden?
Ich muss nach Stuttgart. - Wie wäre es mit einem Schnaps?
Wir haben einen guten Obstler, den trinkt der Bär, also Dietmar,
wenn er schwer gegessen hat.
Tun wir öfter.
Danke, ich bin seit 5 Jahren trocken.
Wären Sie so nett, mir einen einzuschenken?
Der steht dahinten.
Ich glaube, ich könnte einen gebrauchen.
Äh, Glas, da rechts, Schrank.
Hm.
Hm.
Ich bin der Klaus. - Ich bin die Heike. Prost.
Mh.
Entschuldigung.
So ist der Plan.
Das ist Ihr Haus, das ist Ihr Garten.
Hier steht unsere neue Hollywood-Schaukel.
Wo ist der Grill?
Äh...
Schäffer.
Das ist eine Geiselbefreiung und kein Gartenfest.
Jetzt reißen Sie sich mal zusammen.
Die Bärbel, sollte sie jemals aufwachen,
fährt den Fluchtwagen vor.
Mit dem Streifenwagen.
Natürlich nicht.
Bärbel fährt mit meinem Wagen vor.
Romanski hat aber keine Zeit, damit zu fliehen,
weil wir beide zur selben Zeit von hinten in Ihr Haus eindringen
und ihn überwältigen.
Mein Geheimnis ist der Schmand.
Den hat meine Mutti schon immer reingemacht.
Der Schmand gibt dem Gulasch das Herzhafte.
Auf jeden Fall. Das riecht man auch.
Ich würde dann noch mal vollmachen? - Ach, unbedingt.
Das Messer.
Das ist nicht richtig scharf. Und wir sind wirklich bewaffnet.
Was machen wir, wenn die Verandatür zu ist?
Oder wenn er uns vorher sieht, dann tut er Heike was an.
Ich weiß, dass Sie Angst haben.
Vielleicht hatte Zielonka doch recht.
Das ist eine Frage von Psychologie.
Seit wann interessieren Sie sich für Psychologie?
Ich ruf jetzt an und sag dem, er kriegt meinen Wagen.
Ohne hinten rum ins Haus. Dafür lässt er Heike frei.
Schäffer, Sie verlieren die Nerven.
Sie bieten ihm meinen Wagen an und damit basta.
Ja.
Was sollte das heute Morgen mit dem Tankwart?
Was für ein Tankwart?
Telefonklingeln
Ja, hallo?
Ach, Sie sind es.
Oh, das ist gerade ganz schlecht. Ich esse.
Na, Gulasch.
Wie, Finger weg?
Aber Ihre Frau hat es mir angeboten.
Heike hat ihm von meinem Gulasch angeboten.
Musik
Schäffer?
Ich glaube, Ihre Muschi leidet am Stockholm-Syndrom.
Was hat mein Gulasch mit Stockholm zu tun?
Das ist ein Begriff aus der Kriminal-Psychologie.
Sie interessieren sich doch so für Psychologie.
Da geht es darum,
die Geisel entwickelt Sympathie für den Geiselnehmer.
Ach na ja.
Gibt es um die Uhrzeit schon Tierfilme?
Chef, Zugriff, sofort.
Den holen wir uns, den machen wir kalt.
Sehr gerne.
Aber Sie halten sich an meine Anweisungen. - Klar.
Na, Frau Hauptkommissarin.
Alles im Griff?
Sie entfernen sich mindestens 500 m vom Tatort,
oder ich lasse Sie verhaften wegen Behinderung von Polizeiarbeit.
Ich wollte nur meine Hilfe anbieten.
Schäffer, der 1. Schuss muss sitzen.
Die Bärbel geht nicht ran.
Chef, bevor wir stürmen.
Was kann bei dem Stockholm-Syndrom alles passieren?
Keine Ahnung. Ich habe vom Austausch von Körperflüssigkeiten gehört.
Damals in Daun, der Geiselnehmer hatte nicht mal Zeit zum Furzen.
Wirklich? - Ich will meine Frau sprechen.
Sofort! - Pst!
Bär, jetzt werd nicht hysterisch. Ah.
(stöhnt)
Was wir hier machen?
Der Herr Romanski massiert mir die Verspannung in der Schulter weg.
Der hat mal eine Ausbildung zum Masseur gemacht.
Allerdings ohne Abschluss.
Wie, was ihm einfällt? Du kannst ja so was nicht.
Sicher angezogen. Bär, jetzt reichts aber.
Pass lieber auf, dass die Haas keinen Unsinn macht.
Oh ja, ist das herrlich.
Drogen.
Er muss ihr Drogen gegeben haben.
Das eben am Telefon war nicht mehr meine Muschi.
Schäffer.
Wir holen Ihre Frau daraus.
Versprochen.
Ja.
Herr Zielonka, Sie besorgen sich ein Megaphon.
Und Sie fahren den Wagen vor.
Wo?
Na hier. - Da?
Vor dem Haus.
Schäffer, Käffchen zur Beruhigung? - Ja, besser.
So langsam könnten die mit dem Wagen um die Ecke kommen.
Mensch, Heike, was soll denn jetzt der Blick?
Nicht doch besser aufgeben?
Nee, auf keinen Fall. Ich muss nach Stuttgart.
Kannst du mich vorher bitte losmachen? - Ja.
Küchenschublade links. - Ah ja.
Wir wollen doch nicht, dass hier jemand verletzt wird.
Ja, also, äh, nein.
So.
Gib auf, Klaus.
Die fangen dich doch sowieso wieder ein.
Meinst du?
Wenn du dich stellst, kommst du glimpflicher davon.
Ich lege auch ein gutes Wort für dich ein.
Gut.
(Zielonka) Romanski!
Ihr Fluchtwagen ist da.
Die Karre ist vollgetankt.
Ein Jahr TÜV.
Und unfallfrei.
Ehrlich gesagt, kaum zu glauben.
Achtung, Achtung...
Was labert der Alte die ganze Zeit für einen Scheiß?
Und wer ist das überhaupt?
Das ist der Hans, der Vorgänger von der Haas.
Chef.
(Zielonka) Zu meinen Zeiten
hätte ich Ihnen das Fell über die Ohren gezogen.
(Schulte) So, ja, ähm...
Was macht der Fatzke hier?
Da wären wir.
Vielleicht machen Sie erst einmal ein Bild von mir... - Pst.
Ein Foto von Ihnen ist vollkommen unnötig.
Im Gegenteil. Ich möchte mich gegen die Geisel austauschen lassen.
Als zukünftiger Bürgermeister fühle ich mich in der Pflicht...
Hier wird keine Geisel ausgetauscht, hier wird eine Geisel befreit.
Und zwar von mir. Schäffer?
Sie bleiben draußen und passen auf, dass der Mann keinen Unfug macht.
Und ich da rein.
Allein. - Ja, ist besser.
Und, Chef...
Viel Glück.
So, alle weg hier. Polizeieinsatz.
Sehen Sie, das habe ich von Anfang an gesagt.
Ein bisschen Respekt vor dem Leid der Menschen.
Romanski!
Immerhin sieht der Wagen vernünftig aus.
Ja, der gehört ihr. So eine richtige Angeber-Karre.
Was guckt der dauernd da runter?
Irgendwas stimmt doch da nicht?
Wie wäre es, wenn wir zusammen da rausgehen?
Das ist für alle besser.
Nee, Heike, ich kann das nicht.
Die buchten mich wieder für 2 Jahre ein.
(schreit) Hände hoch und zwar sofort.
Das wars dann wohl. Machs gut, Peggy.
Sie natürlich nicht, Frau Schäffer. Sie retten sich zu Ihrem Mann.
Der Klaus tut keinem was.
Außerdem wollte er sich gerade stellen. - Der Klaus?
Der Mann hat private Probleme, deswegen ist er ausgebrochen.
Der hat mir nichts getan.
Und hier schön lecker Gulasch gegessen?
Das beste, was ich je hatte.
Schnäpschen gabs auch dazu?
Den habe ich getrunken. Klaus ist seit 3 Jahren trocken. - Seit 5.
Wie sind Sie hier reingekommen?
Chef? Heike?
Kann man jemand kommen bitte?
Hat er dir was angetan? - Nein.
Alles okay mit dir? - Ja.
Mitkommen.
Aufstehen.
Oh, das war ein Tag. - Ich bin nicht so schlank wie Sie.
Türklingel
Wer ist denn das? - Weiß ich nicht.
Hilf mir erst mal.
(stöhnt)
Ah, geht schon.
Jetzt gehts.
Schäffer, Schäffer, Schäffer.
Das ist der Klaus.
Und er ist völlig harmlos.
Ja?
Ja.
Ach, danke schön.
Du hast mir gerade noch gefehlt.
Das ist ja eine schöne Begrüßung.
Willst du deine Schwiegermutti nicht wenigstens umarmen?
Dietmar!
Wir sind hier mitten im Polizeieinsatz.
Das ist kein Grund, dass du deine Mutti nicht küsst.
Mama.
Wer ist denn der Mann? - Klaus.
Komm. - Na na na na.
Hallo, ich bin Klaus und ich möchte lieber zurück nach Koblenz
bzw. eigentlich Stuttgart. - Verstehe ich.
Koblenz können Sie haben.
(Zielonka) Was ist los?
Ich stehe draußen nur dumm rum.
Noch nie einen Mann mit Megafon gesehen?
Musik
Mann, bin ich froh, dass wir den los sind.
Ja, der hat uns ganz schön auf Trab gehalten.
Ich finde, wir haben das sehr gut hingekriegt.
Unter meinem Kommando wäre die Sache schneller zu Ende gewesen.
Ich finde, die Frau Haas hat das sehr gut gemacht.
Ich hätte den Kerl fluchtunfähig geschossen.
Bärbel hat was im Internet gefunden über diese Sache damals in Daun.
Ja, und?
Ja, hier steht, Ihnen wären damals entscheidende Fehler unterlaufen.
Kommissar Berger hätte letztlich den Geiselnehmer zur Aufgabe gezwungen.
Hat es halt nicht geklappt.
Also die Umstände...
Frau Haas, wo wollen Sie hin?
Ich habe noch eine Kleinigkeit zu erledigen.
Bis die Tage. - Ja. - Tschüs Chef.
So ungefähr hat er sie gewürgt, ja?
Ja verdammt, ungefähr so.
Und nach Alkohol hat er gerochen?
Moment mal, habe ich das gesagt? - Oh ja, das haben Sie gesagt.
Herr Pütz, haben Sie mir was zu sagen?
Ja.
Ich habe Schulden.
Und meine Frau weiß nichts davon.
Da dachte ich, die Versicherung...
Der tut es nicht weh, wenn sie 10.000 für Schmuck rausrücken muss.
Mehr wollte ich nicht hören.
Musik
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