All language subtitles for Efterforskningen - S01E01

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Original subtitles

Wir haben hier im Gericht zwei Zeugen gehört, die erklärten,-

-dass der Angeklagte, Ronnie Asgaard, sich nicht in Kopenhagen befand,-

-sondern in einem Sommerhaus in Nordjütland, als der Mord geschah,-

-und daher nicht der Täter sein könne.

Diese Aussagen müssen zurückgewiesen werden,-

-da der Angeklagte von mehreren Zeugen-

-auf den Überwachungsvideos erkannt wurde, die wir gesehen haben.

Ferner haben wir die SMS-Nachrichten, die in den Wochen vor dem Mord-

-vom Telefon des Angeklagten an das des Mordopfers gesendet wurden.

Ich möchte zitieren:

"Ich ficke dein Leben, Alter."

"Schlafen solltest du besser nicht."

"Ich weiß, wo du und deine kleine Hure sich verstecken."

Eine Nachricht nach der anderen, bis zum Mord.

Und dann hören sie auf.

Auch wenn Zeugen ausgesagt haben,-

-dass Ronnie Asgaard nicht in der Wohnung in Kopenhagen zugegen war,-

-ist die Staatsanwaltschaft weiterhin überzeugt, dass es bewiesen ist,-

-dass Ronnie Asgaard dem 18-jährigen Brian Ottesen am Morgen des 23. März-

-tödliche Schussverletzungen zugefügt hat.

Schüsse dieser Art können nur geplant gewesen sein.

Und daher ist es ohne begründeten Zweifel bewiesen,-

-dass der Angeklagte, Ronnie Asgaard, eine vorsätzliche Tötung begangen hat.

-Du bist doch der Chef der Mordkommission? -Ja.

Also, ich leite die Ermittlung.

Der Ermordete war mein Freund.

Das tut mir leid.

Wie lange brauchen die Richter und Geschworenen normalerweise?

Puh, das ist schwer zu sagen.

Glaubst du, er wird verurteilt werden?

Das weiß ich nicht.

In welcher Woche bist du?

In der 34.

Glückwunsch.

Er wusste nicht einmal, dass er Vater wird.

Und wir haben nun eine Entscheidung in diesem Fall getroffen.

Das Gericht entscheidet: Der Angeklagte Ronnie Asgaard-

-wird im Fall des Mordes an Brian Ottesen freigesprochen.

Bitte setzt euch.

Die Entscheidung fiel nicht einstimmig zwischen Richtern und Geschworenen.

Ein Richter und zwei Geschworene haben auf schuldig plädiert,-

-die anderen befanden,-

-dass es nicht genügend Beweise für ein Urteil gebe.

-Hast du das gesehen, als er hoch sah? -Ja.

-Ich weiß, dass er schuldig ist. -Ich auch.

Aber das konnten wir offenbar nicht beweisen.

-Werdet ihr Berufung einlegen? -Ich will erst einmal das Urteil lesen.

Aber wenn die Überwachungsvideos und die Drohungen nicht ausreichen …

Dann weiß ich nicht, was es noch braucht.

Ich hasse es, zu verlieren.

Bis dann, Jakob.

DIE ERMITTLUNG

Die griechischen Flüchtlingslager erleben einen zunehmend starken Andrang.

In den letzten zwei Monaten sind ca. 16.000 Geflüchtete nach Griechenland gekommen …

-Guten Morgen. -Weißt du, wo mein Becher ist?

-Dein Becher? -Ja.

-Hat jemand deinen Becher geklaut? -Ha, ha, ha.

Da ist er.

-Möchtest du einen Kaffee? -Ja, sehr gern.

Danke.

-Hast du es eilig? -Hoffentlich nicht.

Ich habe es offenbar eilig.

Ich bin wohl erst nach vier zuhause.

-Ich kann Fisch besorgen. -Schön.

Denk daran, dass deine Tochter ihren süßen Freund mitbringt.

-Tschüs. Hab einen schönen Tag. -Gleichfalls.

-Bis nachher. -Ja.

… Suche nach einem der größten privaten U-Boote der Welt.

Das U-Boot wurde letzte Nacht um halb drei als vermisst gemeldet,-

-vom Freund einer der Personen an Bord. Der Eigentümer …

Nero, komm.

Rufus, komm.

Der Weg ist viel schöner als der, der am Park entlang geht.

-Es ist sehr schön dort. -Ganz genau.

Ich laufe immer dort lang, weil dort die Hirsche sind.

-Guten Morgen. -Guten Morgen.

Also … Legen wir los.

Tagesbericht vom 10. August 2017: Verdacht auf Vergewaltigung in Brønshøj.

Angezeigt um 1.30 Uhr. Ein 15-jähriges Mädchen, betrunken.

Sie erinnert sich nicht an viel, aber ein Video von ihrem Telefon zeigt-

-drei Jungs beim gemeinsamen und einzelnen Sex mit ihr.

-Wer hat diesen Hauptgewinn? -Er landete gegen 4.30 Uhr bei mir.

-Aber Bellahøj übernimmt jetzt. -Wurde jemand festgenommen?

Wir haben mit den Jungs geredet, sie aber nicht festgenommen.

Sie sagten alle, dass das Mädchen es selbst wollte.

Ja, natürlich wollte sie es.

-Nikolaj? -Ja, ich habe hier etwas Besonderes.

Gegen 1 Uhr rief ein junger Mann an,-

-der seine schwedische Freundin als vermisst meldete.

Sie ist Journalistin und war gegen 19 Uhr wegen eines Interviews mit einem-

-selbstgebauten U-Boot ausgelaufen, kam aber nicht wie verabredet nach Hause.

In einem selbstgebauten U-Boot?

Ja, sie wollte wohl einen der Erbauer interviewen.

-Und sie waren nur zu zweit? -Ja, soweit wir wissen schon.

Wie ist der Status?

Es wird nach dem U-Boot gefahndet,-

-und der Minensuchdienst der Marine wurde eingeschaltet.

Falls das U-Boot gesunken ist, sollen sie eine Rettungsaktion starten.

-Worst case? -Dass ihnen vorher der Sauerstoff ausgeht.

Gut.

Musa, hast du etwas?

Ja. Zwei oder sogar drei Schießereien, die miteinander in Verbindung stehen.

In der Mimersgade, in Tingbjerg und in der Odinsgade früh am Morgen.

Eine Person wurde getroffen. Sie hat keinerlei Verbindungen ins Bandenmilieu.

Er wurde im Gehen aus einem vorbeifahrenden Auto angeschossen.

-Jens Møller. -Jakob hier. Du hast angerufen?

-Gibt es was Neues im Fall Ronnie Asgaard? -Nein, noch nicht.

Ich warte immer noch auf eine Antwort des Staatsanwalts.

Aber wir ersticken nicht gerade in eindeutigen Beweisen.

Ich melde mich. Schönes Wochenende.

Ja.

Jens hier.

Hallo, Nikolaj.

Ach, dieses U-Boot.

Ach … Ja, ja, ja.

Okay. Und allen Insassen geht es gut?

Auch der Journalistin? Das sind ja gute Neuigkeiten.

Schönes Wochenende.

Ja!

Ja.

Hallo?

Hallo?

-Hallo? -Nochmal Jens hier.

Folgendes: Wir wurde benachrichtigt, dass das U-Boot gesunken ist.

-Gesunken? -Ja.

Es sank ganz plötzlich. Kurz nachdem ein kleines Motorboot bei ihm war.

Was ist mit den Insassen?

Laut der Nachricht wurde der U-Boot-Bauer gerettet.

Und die Journalistin?

Dazu gibt es keine Informationen.

Die Kollegen von der City-Wache fragen, ob sie ihn festnehmen sollen.

-Weshalb denn? -Was weiß ich!

Dann bittet ihn zu einer freiwilligen Anhörung.

-Und wenn er sich weigert? -Dann wissen wir, dass was nicht stimmt.

Verstanden. Ich bitte sie also, ihn auf die Wache zu bringen.

-Gut. Ich komme sofort. -In Ordnung.

Er will die Journalistin um 22.30 Uhr an Land abgesetzt haben,-

-aber ihr Freund hat seit einer SMS gegen 20 Uhr nichts mehr von ihr gehört.

-Wo ging sie hin? -Was meinst du?

Als er sie an Land abgesetzt hatte. Sah er nicht, wohin sie ging?

-Haben wir Hunde auf Refshaleøen? -Ja, es sind schon zwei Teams dort.

Ich sollte mich wegen des Falls der vermissten Journalistin melden.

Ja, komm rein, Maibritt. Dort ist noch frei.

-Wo waren wir, Nikolaj? -Also … Er sah nicht, wohin sie ging.

Aber er schickte angeblich eine SMS an seine Frau, als er sie abgesetzt hatte.

War ihr Freund vielleicht eifersüchtig, weil sie mit einem anderen unterwegs war?

-Hat er sie vielleicht an Land erwartet? -Nein, er hat ein sehr stabiles Alibi.

Er war den ganzen Abend mit gemeinsamen Freunden zusammen. Das wurde bestätigt.

Jens Möller.

Ja.

Okay.

Und sie ist sich ganz sicher?

Gut. Danke.

Das war die Marine. Einer ihrer Experten meint,-

-das U-Boot könne nicht gesunken sein, ohne dass jemand nachgeholfen hat.

Die Segler, die ihn fanden, was sagten die?

Er bat sie, in der Nähe zu bleiben, und dann verschwand er im U-Boot.

Als wieder hoch kam, sprang er ins Wasser, und das U-Boot sank.

Jens Möller hier. Ja. Hör mal …

Ich denke, wir sollten sofort wegen Mordes gegen ihn ermitteln.

Du kümmerst dich darum, oder? Gut. Danke.

Musa und Nikolaj, ihr bereitet so schnell wie möglich ein Verhör vor.

-Ihr ermittelt also wegen Mordes? -Ja.

Auf welcher Grundlage?

Ich glaube, er hat sie ermordet.

Und wie kommst du darauf?

Sie fuhren zusammen raus, und er kam allein zurück.

Es gibt Anzeichen dafür, dass das U-Boot absichtlich versenkt wurde.

Weshalb könnte ich sonst gegen ihn ermitteln?

Wart ihr im U-Boot drin?

Die Taucher vom Minensuchdienst sind gerade dort unten.

Okay. Er muss spätestens morgen um 10.30 Uhr einem Richter vorgeführt werden..

Dann brauche ich mehr als dein Bauchgefühl, um wegen Mordes gegen ihn zu ermitteln.

Bis dann.

Ja.

Ja, hallo, ich bin's.

Nein, leider nicht. Ich musste wieder ins Büro zurückfahren.

Es ist ein Fall reingekommen.

Das wissen wir noch nicht. Vielleicht ist es nichts.

Nein, ich komme nachher nach Hause. Ich weiß nur nicht, wann.

Grüß Cecilie und sag ihr, dass ich mich freue, sie wiederzusehen.

Danke, Schatz.

Sie soll hier draußen an Land abgesetzt worden sein.

Sie lebt da drüben zusammen mit ihrem Freund in einer Art WG.

Der Verdächtige hat eine Werkstatt in dem gleichen Gebiet.

Wir beginnen hier mit der Suche und gehen westwärts.

Hier sind einige Restaurants.

Wir sind gerade dabei, Aufnahmen der Überwachungskameras zu besorgen.

Wie weit ist es von der Werkstatt des Verdächtigen bis zu ihrer Wohnung?

Das sind etwa 200 bis 300 Meter, denke ich.

-Aber sie kannten sich nicht? -Darüber weiß ich nichts.

Es ist das City-Revier. Da muss ich ran gehen.

Maibritt.

-LM. Lange nicht gesehen. -Møller. Ja, das stimmt.

-Deine Taucher waren unten am U-Boot? -Ja, ein paar Männer waren da unten.

-Keine Anzeichen für Überlebende? -Nein.

Keine Klopfzeichen. Durch die Bullaugen ist nichts zu sehen, kein Lebenszeichen.

-Ihr wart nicht drin? -Der Eingang ist eng.

Es gibt keinen Grund, die Sicherheit meiner Leute aufs Spiel zu setzen.

-Wir wissen also nicht, ob sie dort ist? -Wenn sie dort ist, lebt sie nicht mehr.

Sagte er nicht, er habe sie bei Refshaleøen an Land abgesetzt?

Da kommen wir gerade her. Es gibt keine Spur von ihr.

-Wir müssen dieses U-Boot schnell bergen. -Wieso?

Weil der Verdächtige morgen Vormittag einem Richter vorgeführt werden muss.

Okay.

Es liegt in 10 Metern Tiefe, mitten in der Strömung. Es wiegt 60, 70 Tonnen.

-Es ist voll mit Wasser. -Könnt ihr es nicht bergen?

Doch, aber es ist nicht einfach.

Das kann ich mir denken.

Tja …

Mal sehen, was ich tun kann.

LM hier. Folgendes: Ich brauche deine Hilfe …

Die Eltern der Vermissten haben im TV gesehen, dass wir wegen Mordes ermitteln.

-Haben wir sie nicht vorher informiert? -Nein. Sie dachten, sie sei noch am Leben.

Das denken wir auch.

Sie verstehen nicht, wie das zusammenpasst.

Gib ihnen meine Nummer. Sie können mich anrufen, wenn sie Fragen haben.

Habt ihr das gehört? Ja.

Jens Møller.

Ja, hallo! Ich heiße Joachim Wall.

Die Vermisste ist meine Tochter.

Hallo, Joachim.

-Hast du kurz Zeit zum Reden? -Ja, sicher.

Wir verstehen nicht ganz, was ihr da treibt.

Ihr sagt, ihr verdächtigt ihn des Mordes.

Dabei wisst ihr nicht, ob Kim noch lebt.

Was ist da los?

Es ist zu früh, Schlussfolgerungen zu ziehen.

Aha. Ja, aber …

Also … Lebt sie, oder …?

Ich meine … Gibt es noch Hoffnung?

Joachim, seid ihr noch in Kopenhagen?

Ja, wir sind noch hier.

Er hat sie auf jeden Fall nicht dort an Land abgesetzt.

Nochmal zurück.

Wann könnt ihr ihn verhören?

Sein Verteidiger muss sich erst einlesen, also heute Abend oder morgen.

-Wo ist Nikolaj? -Er erarbeitet gerade eine Zeitleiste.

Magst du ihn anrufen und ihn hierher bitten?

Gut. Wir befürchten, dass sie tot ist, aber wir hoffen natürlich, dass sie lebt.

Dass sie sich irgendwo in der Stadt nach einer wilden Nacht ausschläft.

Wenn sie tot sein sollte, gibt es vier Möglichkeiten:

Natürlicher Tod, Unfall, Selbstmord, Mord.

Bei Mord gibt es sieben Motive: Begierde, Eifersucht, Rache, Geld,-

-Extremismus, Außenseitertum und Mordlust.

90 % aller Morde durch Männer werden aus Eifersucht oder Begierde begangen.

Eifersucht setzt voraus, dass sich Täter und Opfer kennen. Begierde tut das nicht.

Die Frage lautet also: Kannten sie sich?

Der Freund der Journalistin sagt nein, aber sie wohnen nah beieinander.

Vielleicht hat sie ihren Freund belogen. Vielleicht führte sie ein Doppelleben.

Das gab's schon. Schließen wir weiterhin einen eifersüchtigen Freund aus?

Ja, er hat ein starkes Alibi für den ganzen Abend.

Außerdem ist sie Journalistin. Er ist es also gewöhnt, dass sie Leute interviewt.

Nach dem Verhör und der Bergung des U-Boots werden wir mehr wissen.

Ich wurde informiert, dass wir um 23 Uhr mit dem Verhör beginnen können.

-Ja, danke. -Das wird eine lange Nacht werden.

Maibritt, du triffst dich morgen um 6.30 Uhr mit LM im Hafen-

-und hilfst beim U-Boot. Ich treffe mich jetzt gleich mit den Eltern.

Wieso schon heute Abend?

Weil sie aus den Medien erfahren haben, dass wir wegen Mordes ermitteln.

Und wir wollen auf keinen Fall, dass wir sie gegen uns haben.

-Gut. -Du holst Kaffee. -Ja, danke.

Begierde, Eifersucht, Rache, Geld, Extremismus, Außenseitertum, Mordlust

Das ist seltsam, weil die schwedische Polizei anrief und sagte, alles sei okay.

Dass beide gerettet wurden.

Dann riefen sie noch einmal an. Jetzt hatten sie doch nur ihn an Land gebracht.

Wir haben nichts verstanden. Und das tun wir immer noch nicht.

Was, denkst du, ist passiert?

Es ist noch viel zu früh, etwas darüber zu sagen,-

-aber wir suchen natürlich mit Hochdruck nach einem Lebenszeichen von mir.

Wart ihr unten im U-Boot?

-Nein. Das ist zu riskant. -Riskant? Für wen?

Für die Taucher. Der Eingang ist zu eng.

Wenn man da rein- und rausklettern kann, kann man doch wohl auch reinschwimmen?

Ich verspreche euch, dass wir unser Bestes geben.

Wir werden das U-Boot morgen früh bergen.

Glaubst du, sie ist da drin?

Das wissen wir nicht.

Aber ihr verdächtigt ihn doch wegen Mordes?

Ja, aber das ist eher eine technische Frage.

Man kann nur festgenommen werden, wenn gegen einen ermittelt wird.

Andernfalls muss man denjenigen laufen lassen.

Es besteht also noch Hoffnung?

Ja, solange wir …

Solange wir nichts mit Sicherheit wissen, besteht Hoffnung.

Was ich nicht verstehen kann: Wie konnte es sinken?

Das wissen wir nicht.

Wie kann es sein, dass ein U-Boot einfach so sinkt?

Ich glaube, wir werden morgen Früh mehr wissen.

Ich bin ja ein alter Taucher …

Ein guter Freund von mir ist Berufstaucher und kennt sich sehr gut im Öresund aus.

Wenn wir irgendwie helfen können, dann meldet euch bei uns.

Danke. Das ist gut zu wissen.

Hast du Kinder?

Ja. Aber, wie gesagt …

Ruft mich einfach an, wenn etwas ist, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.

Finde meine Tochter.

Finde sie einfach.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast.

Das war doch selbstverständlich.

Hallo, ihr beiden. Hallo, ihr beiden.

Na, da seid ihr ja. Ja, gut so.

-Hallo. -Hallo.

-Entschuldigt die Verspätung. -Schön, dich zu sehen.

-Hallo, Schatz. -Hallo, Papa.

-Lange nicht gesehen. -Ja.

-Wein? -Ja, gern.

-Habt ihr euch schon umgesehen? -Ja. Sehr schön hier.

-Groß. -Wir sind noch nicht ganz angekommen.

-Nein. -Das kann man echt nicht behaupten.

Ja, also, da ist etwas, was ich …

Also, da ist etwas, was wir euch sagen möchten.

Hallo, Nikolaj.

Aha?

Okay.

Wie wirkt er auf dich?

Was sagt er dazu, dass sie nicht auf dem Überwachungsvideo zu sehen sind?

Wann, glaubst du, seid ihr fertig?

Gut, bis dann. Tschüs.

Ja.

Ja, also …

Was wir euch sagen wollten, ist …

Ja, ich bin schwanger, und du wirst Großvater.

Wow!

Also …

-Das ist ja fantastisch! -Ja.

-In welchem Monat bist du? -Das Kind kommt im Februar.

-Also in der 12. Woche. -Entschuldigung. Ich weiß nicht …

Wieso hast du nicht schon früher was gesagt?

Das wollte ich eigentlich, aber da war das erste Ultraschall …

-Das war … -Entschuldigung.

Was gibt's, Nikolaj?

Ja.

Ja, er hält daran fest.

Maibritt ist morgen dabei, wenn das U-Boot geborgen wird. Dann sehen wir weiter.

-Oh, sind sie schon los? -Ja.

-Hast du Jens gesehen? -Nein.

-Jens? -Ja.

-Er bittet darum, erneut verhört zu werden. -Wann?

Jetzt, im Gericht. Die Anhörung vor Gericht kommt danach,-

-aber als er hörte, dass wir das U-Boot bergen, wollte er erneut verhört werden.

Er sagte, falls wir das U-Boot bergen, würde er uns gern etwas erzählen.

-Okay. -Sie bringen ihn gerade her.

Wir haben die 5 vorbereitet.

Verhörraum 5

Er hat gerade erklärt, dass …

… sie tot ist.

Und wie?

Es habe einen Unfall gegeben. Ihr sei eine Luke auf den Kopf gefallen.

Okay.

-Die Leiche befindet sich also im U-Boot? -Nein.

Er sagte, er habe sie zur See bestattet.

-Was hat er? -Sie zur See bestattet.

Er hat ihre Leiche ins Meer geworfen.

Wie hat er das gesagt?

Ganz ruhig.

Er war also in keiner Weise von der Situation beeindruckt?

Nein, er wirkte geradezu aufgeräumt.

Okay. Aber was genau hat er über das Geschehen gesagt?

Hier.

Sie kletterten den Turm hoch, um frische Luft zu schnappen; er kletterte zuerst.

Als sie oben angekommen war,-

-fiel die Luke zu und knallte ihr auf den Kopf.

Er hörte, wie etwas im U-Boot aufschlug.

Als er die Luke wieder aufbekommen hatte,-

-sah er sie am Boden des U-Bootes in einer Blutlache liegen.

Er kletterte hinunter und sah, dass sie krampfte-

-und verstand, dass sie nicht überleben würde.

Er "verstand", dass sie nicht überleben wird?

Das war so grausam, dass er nach Bornholm fahren und Selbstmord begehen wollte.

Auf dem Weg dorthin überlegte er es sich anders.

Er wollte nach Hause, um sich von seinen Katzen und seiner Frau zu verabschieden.

Okay, das reicht. Wieso sank das U-Boot?

Dafür hatte er keine Erklärung.

Wieso hat er nicht versucht sie zu retten oder Hilfe geholt?

Er glaubte, dass alles zu Ende sei; dass er alles verloren habe.

Hat er gesagt, wo wir die Leiche finden können?

Er sagte, er habe sie zwischen dem Kraftwerk Avedøre-

-und Falsterbo in Schweden ins Meer geworfen.

Noch einmal: Wieso hat er sie ins Wasser geworfen?

Weil es so grausam war, dass er alles verschwinden lassen wollte.

Ja.

Was meinst du?

Er hat sich eine Geschichte ausgedacht, um mögliches Blut im U-Boot zu erklären.

Und Verletzungen am Kopf der Leiche.

Wir sagen, es war Mord. Er behauptet, es war ein Unfall.

-Will er das bei der Anhörung sagen? -Ja, das sagt er.

Wir müssen die Schweden kontaktieren und die Eltern darüber informieren,-

-dass sie höchstwahrscheinlich tot ist, bevor es an die Presse durchsickert.

Ja. Wir müssen abwarten, was uns das U-Boot erzählt.

Taucher 1 ist bereit. Die Strömung ist zu stark.

Wir schicken Taucher 2 rein. Taucher 2 im Wasser.

Vorwärts, vorwärts!

Er ist drin.

Zieht vorwärts.

Mehr Leine, mehr Leine.

Die Strömung hat die Leine erfasst. Mehr Leine!

Die Strömung ist zu stark. Wir drehen bei und versuchen es erneut.

Es ist leider nicht so einfach, wie wir gehofft hatten.

Das Problem ist, dass der Kran das U-Boot nicht ganz hochheben kann.

Unser erster Versuch ging schief, weil das Wetter umschlug.

Ja.

Ich komme gerade von der Anhörung vor dem Ermittlungsrichter.

Fahrlässige Tötung.

Vier Wochen für Fahrlässige Tötung.

-Was hat er gesagt? -Dass es ein Unfall war.

-Hat der Richter ihm geglaubt? -Nee.

Aber ich hatte nicht genug Beweise, um Zweifel an seiner Erklärung zu sähen.

Und wenn er die Wahrheit sagt?

Vielleicht war es nur ein Unfall.

Was würdest du tun, wenn eine Journalistin plötzlich in deinem Auto sterben würde?

Das weiß ich nicht.

Nein.

Aber du würdest sie nicht in den Graben werfen, dein Auto ins Hafenbecken fahren-

-und nach Hause fahren, um dich von deinen Katzen zu verabschieden.

Nein.

-Gibt's was Neues von Ronnie Asgaard? -Wir werden keine Berufung einlegen.

Es sieht so aus, als müssten wir ihn laufen lassen.

Wir sind jetzt bereit für einen neuen Versuch.

Wir sind bereit zum Anheben! Haltet Abstand!

Wir sind bereit zum Anheben.

Langsam. Langsam.

Die Strömung ist sehr stark. Die Strömung ist sehr stark.

Vorwärts!

Gute Arbeit!

Haltet Abstand!

Übersetzung: filmtiger

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