All language subtitles for Schuld.nach.Ferdinand.von.Schirach.S02E02.Anatomie.German.HDTVRiP.x264-GDR

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Original subtitles

Nico, toi, toi, toi.

Danke.

(Bremsen quietschen.)

(Düstere Musik)

(Sphärische Klänge)

Scheiße.

Scheiße. Haben Sie ein Handy?

(Er ringt nach Luft.)

Hilfe. Oh, scheiße.

Scheiße!

(Packender, instrumentaler Pop-Rock)

(Titelmelodie: "Schlaflos" von Jennifer Rostock)

Okay, danke schön.

Negativ. (Er atmet auf.)

Den auch noch, bitte. - Was ist das?

Ein Drogenschnelltest.

Er ist einfach auf die Straße gerannt.

Ohne rechts oder links zu gucken.

Weinhauer. Ich leite die Ermittlungen.

Das Mädchen war dabei. Was sagt sie denn?

Das werde ich Ihnen nicht sagen.

Wieso?

Machen Sie den Drogentest. Das muss sein.

Was passiert mit meinem Auto?

Ist beschlagnahmt und wird untersucht.

Ich habe heute Termine.

Wenn Sie möchten, lasse ich Ihnen ein Taxi rufen.

Nehmen Sie sich einen Anwalt. Und machen Sie den Test.

Scheiße.

Scheiße.

(Er atmet tief.)

Ich bin ganz normal gefahren.

Gar nicht so schnell...

Da läuft der einfach auf die Straße.

Die Staatsanwaltschaft hat keine andere Wahl, Herr Wörner.

Ein Unfall mit Todesfolge ist immer ein Offizialdelikt.

Die Staatsanwaltschaft muss Ermittlungen

wegen fahrlässiger Tötung gegen Sie einleiten.

Was genau heißt denn fahrlässig?

Fahrlässig nach dem Gesetz handeln Sie,

wenn Sie die erforderliche Sorgfalt außer Acht lassen.

Erforderliche Sorgfalt?

In Ihrem Fall heißt das,

die Staatsanwaltschaft muss nachweisen,

dass der Unfall nicht tödlich ausgegangen wäre,

hätten Sie sich regelkonform verhalten.

Das heißt, Sie müssen

die Straßenverkehrsordnung beachtet haben,

Sie dürfen keinen Alkohol getrunken haben,

Ihr Auto muss in einwandfreiem Zustand gewesen sein, etc.

(Türglocke)

(Spannende Musik)

(Frau) Ja?

Frau Hellmann? - Ja.

Weinhauer, Kriminalpolizei. Die Kollegin Rohrbach.

Wir müssen Sie sprechen. - Ist was mit Nico?

Dürfen wir reinkommen?

(Mysteriöse Klänge)

(Angespannte Musik)

Ich möchte mich im Zimmer Ihres Sohnes umschauen.

Kommt nicht infrage. Warum denn?

Das ist ein Durchsuchungsbeschluss.

Was hat er angestellt?

Meine Kollegin wird Ihnen alles erzählen.

Setzen Sie sich besser, Frau Hellmann.

(Unheilvolle Musik)

(Ernste Musik)

(Mysteriöse Klänge)

(Piepen)

(Düstere Musik)

Wer war das, der meinen Sohn überfahren hat?

Darüber kann ich keine Auskunft geben.

Er hat noch sein ganzes Leben vor sich.

Das tut mir sehr leid für Sie, Frau Hellmann.

Ist das Nicos?

(Leise, sphärische Klänge)

(Piepen)

Diese junge Frau... Kennen Sie die?

Ich glaube, Sie wohnt hier irgendwo.

War Ihr Sohn mal mit ihr zusammen? - Nein.

Aber das wüssten Sie?

Ja.

Was...

(räuspernd) Wat droht mir da im schlimmsten Fall?

Im schlimmsten Fall fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Fünf Jahre?

Dat war 'n Unfall. Der Junge ist mir in den Wagen reingelaufen.

Vielleicht war ich zu schnell...

Entschuldigen Sie...

Zu schnell, sagten Sie. Wie viel?

(Bremsen quietschen.)

Weiß ich nicht...

(stöhnt) Weiß ich nicht.

(Er seufzt.)

(Unheilvolle Musik)

Der Schlüssel, zu welchem Zimmer gehört der?

Das muss der Kellerschlüssel sein.

Nico hat sich da eine Werkstatt aufgebaut,

und da hat er stundenlang getischlert.

Gut, Herr Wörner...

Fällt Ihnen noch was anderes ein,

was in diesem Zusammenhang nützlich sein könnte?

(stöhnt) Ja, ich glaube, der hatte 'ne Kamera am Auto.

Herr Hellmann hatte eine Kamera am Wagen? - Ja.

Sie meinen 'ne Dashcam, wie Taxis sie haben? - Nein.

'ne ganz normale Videokamera.

Im Seitenfenster.

So, als wollte er filmen, wie er über die Straße geht.

Mhm.

Gut, ich bemühe mich um eine Akteneinsicht,

und mit Glück kann ich auch noch mit der Polizei sprechen.

(Nachdenkliche Musik)

(Frau) Drogen-und Alkoholtest waren negativ.

Zustand des Wagens wird untersucht.

Gibt's 'ne Einschätzung, ob er zu schnell fuhr?

Ich schicke Ihnen das Gutachten, wenn's vorliegt. - Mhm.

Und Herr Wörner meinte,

im Auto von Herrn Hellmann sei 'ne Kamera gewesen.

Ja. Sie hat den Unfall gefilmt.

Könnte man sich das anschauen? - Natürlich.

Sprechen Sie mit Herrn Weinhauer, er ermittelt.

Von mir aus kann er Ihnen Einblick in die Ermittlungen gewähren.

Vielen Dank, Frau Staatsanwältin. - Gerne.

Er läuft direkt auf die Straße,

ohne nach links und rechts zu schauen.

Ja. Die Gerichtsmedizin sagt, er hatte 1,3 Promille im Blut.

Am Mittwochmorgen um zehn?

Die Kamera filmt genau den Unfall.

Könnte es sein...

...dass er überfahren werden wollte?

(Spannende Musik)

(Mysteriöse Klänge)

(Er atmet tief.)

(Spannende, sphärische Musik)

Spulen Sie noch mal zurück, bitte.

Was ist das?

Das hier.

(Leises, düsteres Brummen)

(Mysteriöse Klänge)

(Spannende Musik)

Guten Morgen.

Lass. Ich mach schon. Ist für mich.

Was hast du dir bestellt?

Was zum Tischlern.

(Zarte Musik)

(Mysteriöse Klänge)

(Spannende Musik)

(Musik bricht ab.)

(Düstere Musik)

Knochenschere, Knorpelmesser, Schädelspalter, Knopfsonden.

Alles da. - Medizinstudent?

Nein. Eine abgebrochene Tischlerlehre.

War arbeitslos, wohnte bei seiner Mutter.

Und wo hat er das Zeug her?

Sezierbesteck und Chloroform gibt's nicht so im Laden.

Von 'nem belgischen Onlineshop.

Aha.

(Spannende Musik)

(Musik schwillt an.)

(Unheimliche Klänge)

(Frau Hellmann) Was ist das?

Raus!

(Unheilvolle Musik)

Er hat sich regelrecht in Anatomie eingearbeitet.

Er wusste, wie weit er gehen kann,

ohne dass die Tiere zu früh sterben.

(Spannende Musik)

(Düstere Klänge)

Er hat 'ne Riesen-DVD-Sammlung.

Folterszenen, Tierquälerei, Snuff(-filme).

Wir halten sie für echt.

Irgendwann hat er angefangen, selbst Tiere zu quälen.

Und...

...hat es fein säuberlich dokumentiert.

(Düstere Klänge)

Als ihm das nicht mehr reichte, ging er zu größeren Tieren über.

Gefilmt hat er seit ca. drei Jahren.

Seine Festplatte ist voll mit selbstgedrehten Aufnahmen. - Mhm.

Könnte ich so was mal sehen?

(Düstere Musik)

(Gequältes Miauen.)

(Gequältes Miauen.)

(Unheilvolle Musik)

(Katzenschrei)

(Düstere Musik)

Nico?

(Säge surrt.)

(Säge surrt.)

Ich, ähm...

Danke, ich glaube, das reicht.

Hätten Sie was dagegen, wenn ich rauche?

Bitte. (Er räuspert sich.)

Das war vor etwa zwei Jahren. Da war er noch sehr dilettantisch.

Hat Werkzeug aus dem Baumarkt benutzt und so.

Scheinbar war die Katze für ihn viel zu früh tot.

Danach hat er seine Methoden verfeinert.

(Zarte Musik)

Hier. Komm.

Hier.

Komm. Hierher.

Hier. Komm.

Fein. Sitz. Sitz.

(Er lacht fröhlich.)

(Düstere, anschwellende Musik)

Er hat den Hund professionell seziert.

Hat man die Kadaver gefunden?

Ich arbeite tagsüber.

Den Keller haben Sie seit Jahren nicht betreten, okay.

Aber hier draußen...

Wir haben 19 Tierleichen gefunden, und die Kollegen suchen noch.

Ich war froh, dass er den Garten pflegte.

Bewegung, frische Luft... - Bitte, Frau Hellmann.

Gucken Sie nicht so genervt. Das ist die Wahrheit.

Sie haben mit ihm zusammengewohnt und nichts bemerkt?

Hat Herr Hellmann jemals...

...Menschen gequält?

Vergraben hat er nur Tiere.

Wir haben noch nicht alle Aufnahmen gesichtet,

aber wir glauben nicht.

Gut, aber Sie gehen davon aus,

dass die junge Dame möglicherweise

sein erstes menschliches Opfer hätte werden sollen?

Auf dem Metalltisch im Keller

hatte er neue Lederfesseln angebracht.

Für Arme, Beine, Kopf.

(Düstere Musik)

(Sie reden aufgedreht.)

(Mädchen) Nein, das wird gut.

(Sie johlen.)

(Pulsierende Musik)

(Gelächter)

Tschüss. - Tschau.

(Jubel und Gelächter)

Warte, warte.

(sie lacht) Ihr seid so süß.

(Sie jubeln laut.)

(Er atmet tief.)

(Spannende Musik)

(Mysteriöse Klänge)

(Auslöser klickt.)

(Auslöser klickt.)

(Auslöser klickt.)

Das sind über 3000 Fotos von ihr.

Ein Viertel abends oder nachts vorm Fenster aufgenommen.

Ja, er wollte ein Nacktfoto von ihr haben, ne?

Hat nicht geklappt.

Deshalb hat er mit Pornobildern aus dem Internet improvisiert.

(Düstere Musik)

(Grausige Musik)

(Unheilvolle Klänge)

(Grausige Musik)

Hat in seinem Keller alles fein säuberlich vorbereitet.

Gurte angebracht an 'nem Tisch, damit er das Mädchen fixieren kann.

Schallisolierung, damit die Mutter nichts hört.

Also, wie jetzt?

An dem Tag, an dem ich ihn überfahren habe,

da wollte der die kidnappen?

Das lässt sich nicht sicher sagen,

aber seine Vorbereitungen lassen keinen anderen Schluss zu.

Er hat an dem Tag Chloroform dabeigehabt, um sie zu betäuben.

Man fand in seinem Auto Klebeband,

wahrscheinlich, um sie zu fesseln, also...

Entschuldigung, ja.

Klingt vielleicht zynisch...

...aber ohne den Unfall wäre das Mädchen jetzt tot.

Das wäre zumindest... sehr gut möglich, ja.

Na ja...

Wird die Anklage gegen mich ja fallengelassen, ne?

Nein, denn das, was Sie getan haben

und was Herr Hellmann getan hat oder tun wollte,

das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Ja, seine Geschichte, was der da vorhatte,

muss das Gericht ja jetzt berücksichtigen.

Nein, das darf das Gericht auf keinen Fall berücksichtigen.

Denn, sehen Sie, ob Sie bei einem Unfall mit Todesfolge...

...einen potentiellen Mörder wie Herrn Hellmann umbringen

oder die Mutter Theresa persönlich...

Das darf vor dem Gesetz keine Rolle spielen.

Denn ein Leben...

...ist immer ein Leben.

(Er seufzt.)

(Unheilvolle Musik)

Setzen Sie sich doch bitte.

Grüß Sie, Frau Schneider.

(Richter) Ich eröffne die Verhandlung

im Strafverfahren gegen Markus Wörner.

Die Personalien sind protokolliert.

Ich würde auf die Verlesung verzichten. - Gerne.

Sie werden der fahrlässigen Tötung von Nico Hellmann angeklagt,

die Anklageschrift wurde Ihnen zugestellt.

Der Wagen des Angeklagten hat das Opfer

mitten auf der Straße erfasst.

Dort hätte Herr Wörner ihn wesentlich früher sehen müssen.

"Hätte". "Müssen". Woher wissen Sie das?

Die Bremsspur ist eindeutig. Wir wissen, wann er bremste.

Die Straße war leer.

Herr Wörner hatte völlig freie Sicht.

Er muss abgelenkt gewesen sein,

sonst hätte er viel früher gebremst.

(Düstere Musik)

Ich ging zur Haltestelle,

plötzlich knallt es, und dann lag er da.

Das heißt, den Zusammenstoß haben Sie nicht gesehen? - Nein.

Haben Sie Herrn Hellmann am Tag des Unfalls vorher gesehen?

Nein, ich...

Bemerkten Sie, dass er Ihnen gefolgt ist?

Gefolgt?

Nein. - Was tut das zur Sache?

Herr Hellmann ist hier nicht angeklagt, soweit ich weiß.

Aber es ist maßgeblich für die Beurteilung,

in welcher Verfassung sich Herr Hellmann befand,

als er die Straße überquerte.

Mhm. Ja, bitte.

Wie gut kannten Sie Herrn Hellmann?

Gar nicht. Also, nicht wirklich.

Wir sind früher in der Grundschule im gleichen Bus gefahren.

Im Gymnasium war er nicht. Ich habe ihn jedenfalls nie gesehen.

Und Sie sind sich nicht vorher schon einmal begegnet?

In einem Club vielleicht? "Elephant".

Das muss ungefähr vier Monate vor dem Unfall gewesen sein.

(Jubel und Applaus)

(Moderator) "Miss Elephant.

Applaus! Und mehr.

Da wird sich doch ein Mister Elephant

mit dem passenden Rüssel finden, oder was?"

(Gelächter)

(Elektromusik mit starken Beats)

(Chiara) Wir holen was zu trinken. Wir gehen dann gleich tanzen.

(Chiara) Okay. Wollt ihr gleich tanzen gehen?

Willst du was trinken?

Was?

Willst du was trinken?

Nein.

Warum denn? Der ist doch leer.

Du bist nicht mein Typ, sorry.

(Musik wird dumpf.)

(Düstere Musik)

Er hat mich angemacht.

Ich habe Nein gesagt.

Der war halt irgendwie ein bisschen komisch.

Verstehe.

Vielen Dank. Keine weiteren Fragen.

(Richter) Danke, damit ist die Zeugin entlassen.

Sie können gehen, Frau Ebert.

Darf ich... Darf ich hierbleiben?

Bitte.

(Düstere Musik)

(Auslöser klickt.)

Außerdem haben wir auf Herrn Hellmans Computer

über 3000 Fotos und 50 Handyfilme von Frau Ebert gefunden.

Herr Weinhauer, was glauben Sie?

Warum hat Herr Hellmann Fotos von Frau Ebert gemacht?

Unsere Ergebnisse legen nahe,

dass Herr Hellmann Frau Ebert entführen wollte.

Könnte man sagen, dass sie sich in Gefahr befand?

Ja.

(Unheimliche Musik)

In Lebensgefahr?

Ja. - Danke. Keine weiteren Fragen.

(Richter) Dann schließe ich die Beweisaufnahme.

(Düstere Musik)

Die rekonstruierte Geschwindigkeit liegt 19 Stundenkilometer

über der dort erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Herr Wörner ist einfach viel zu schnell gefahren.

Nach Bewertung der Sachlage komme ich zu dem Schluss,

dass der Angeklagte fahrlässig gehandelt hat.

Ich plädiere für eine Freiheitsstrafe

von einem Jahr und sechs Monaten,

die nicht zur Bewährung ausgesetzt wird.

(Richter) Herr Kronberg.

Herr Vorsitzender, Frau Staatsanwältin.

Die Fahrlässigkeit einer Handlung zu beurteilen,

fällt oftmals sehr, sehr schwer.

Die Staatsanwaltschaft suggeriert eine Eindeutigkeit,

die es so, für mein Dafürhalten, in diesem Fall nicht gibt.

Mein Mandant, Herr Wörner, fährt seit ca. 30 Jahren Auto,

bislang unfallfrei.

Man kann ihn guten Gewissens als sicheren Autofahrer bezeichnen.

Also, warum hat er nicht früher gebremst?

Sie haben recht, die Straße war frei,

einzig Frau Ebert näherte sich der Straße.

Herr Wörner hat sie gesehen und im Blick behalten,

denn er wusste nicht genau, ob sie die Straße überqueren würde.

Sie war abgelenkt, hat auf ihrem Handy getippt

und nicht auf den Verkehr geachtet.

Nico Hellmann war alkoholisiert.

Und der Film, den er gemacht hat,

zeigt deutlich, dass er sehr schnell

auf die Straße gelaufen ist.

Wir wissen mittlerweile, warum er das tat.

Wir wissen auch, dass das in diesem Fall keine Rolle spielt.

Sehr wohl relevant ist jedoch der Umstand,

dass Herr Hellmann ausschließlich...

...darauf konzentriert war, sein Ziel, die Frau Ebert,

schnellstmöglich zu erreichen.

Deshalb hat er nicht nach links und nach rechts geschaut

und ist schnurstracks auf sie zugelaufen.

Dieses besondere Verhalten

wäre selbst für den erfahrensten und sichersten Autofahrer der Welt

nicht absehbar gewesen.

Insofern beurteilt die Verteidigung anders als die Staatsanwaltschaft.

Ich erkenne keine Fahrlässigkeit in Herrn Wörners Handeln

und plädiere auf Freispruch.

Das Gericht zieht sich jetzt zur Beratung zurück.

Finden Sie sich zur Urteilsverkündung

in einer halben Stunde hier ein.

(Unheimliche Musik)

Ich bin Frau Hellmann.

Nicos Mutter.

Sie haben meinen Sohn getötet.

Wie auch immer das für Sie ausgeht,

Sie haben Schlimmeres verhindert.

Guten Tag, Frau Hellmann.

(seufzt) Wissen Sie...

...Nico hat gesagt, es ist seine Werkstatt.

Ich durfte da auch gar nicht rein.

Ich habe mich daran gehalten, denn er konnte sehr, sehr...

...wütend werden.

(Türglocke)

(Tür öffnet.)

Das ist für mich. Ich gehe schon.

(Spannungsvolle Musik)

(Düstere Musik)

Ich war nach Jahren...

...zum ersten Mal wieder im Keller, als die Polizei da war.

Bei Nico wusste man nie, was mit ihm war.

Aber ich habe akzeptiert, dass er anders ist.

Dann haben Sie ihn an dem Morgen nicht mehr gesehen? - Doch.

Er wollte sich bei einem Tischler vorstellen.

Vielleicht wäre da ein Job für ihn, hat er gesagt.

(Angespannte Musik)

(Tür schließt.)

(Verträumte Klänge)

(Düstere Musik)

Nico?

Heute wird es spät bei mir.

Ich weiß.

Ich komme erst um acht. Vielleicht sogar später.

Alles klar.

Toi, toi, toi, Nico.

(Unheilvolle Musik)

(Vogelzwitschern)

(Motor startet.)

Es wäre besser gewesen, mein Sohn hätte nie gelebt.

(Düstere Musik)

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.

Der Angeklagte Markus Wörner

wird zu einer Gefängnisstrafe

von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.

Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt.

Es wird ein Fahrverbot erteilt, für den Zeitraum von drei Monaten.

(Unheilvolle Klänge)

"Die Schuld eines Menschen ist schwer zu wiegen.

Wir streben unser Leben lang nach Glück.

Aber manchmal verlieren wir uns, und die Dinge gehen schief.

Dann trennt uns nur noch das Recht ...vom Chaos.

Eine dünne Schicht aus Eis, darunter ist es kalt,

und man stirbt schnell."

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